Die Kirche St. Michael nach der Renovierung

Gemeindezeitung
der Pfarrei
Ausgabe 2015
Sommer
Im neuen Magazin:
Zum Glauben stehen
Pfarrer Stephan Jung im Gespräch
Firmung 2.0
Firmlinge schreiben über sich selbst
Musik schafft Identität
Kantor Hartwig Diehl
Zeit für Gott
Das Taizé-Gebet
und vieles mehr...
Ein Ort
für den
Glauben
Die Kirche St. Michael
nach der Renovierung
Das Beste zum Schluss
borro medien empfiehlt Medien auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.
Als Neurochirurg Etan Grien mitten in der Nacht
einen illegalen Einwanderer überfährt und erkennt, dass der Mann sterben wird, trifft er
eine folgenschwere Entscheidung: Er lässt den
Mann liegen und meldet den Unfall nicht. Doch
am nächsten Morgen steht die Frau des Opfers
vor seiner Haustür und macht Etan einen ungewöhnlichen Vorschlag, der sein Leben komplett
umkrempelt. – Löwen wecken ist die Geschichte
eines Mannes, der einen falschen Schritt tut und
diesen Weg dann weiterverfolgen muss. Ein Roman, der sich in stark umkämpften Grauzonen
bewegt, und der zeigt, wie zerbrechlich unser geordnetes Leben eigentlich ist.
Carey, Benedict
Neues lernen
Gundar-Goshen, Ayelet
Löwen wecken
Rowohlt, 15 x 22 cm, 352 Seiten
Hardcover
95
Artikelnr. 62-230666
Kein & Aber, 12 x 19 cm, 432 Seiten
Hardcover
90
Artikelnr. 62-233463
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MAI
Credo
Stuhlmann, Rainer
Zwischen den Stühlen
Büker, Heinz-Georg
Lust auf Land
Grün, Anselm
Wie wir leben – wie wir leben könnten
Herder, 12 x 20 cm, 96 Seiten
Hardcover
99
Artikelnr. 62-237092
Neukirchener Aussaat, 16 x 22 cm,
160 Seiten, Hardcover
99
Artikelnr. 62-236088
Bonifatius, 12 x 18 cm, 100 Seiten
Broschur
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Artikelnr. 62-232020
Herder, 12 x 19 cm, 192 Seiten
Hardcover
99
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Editorial:
Liebe Leserin, lieber Leser,
seit der letzten Ausgabe der Septett ist gut ein halbes Jahr
vergangen. Wir sind nun mit der dritten Ausgabe im „normalen“
Rhythmus angekommen, der ein Erscheinen immer zu den
Sommerferien und zum ersten Advent vorsieht. Beides sind
Zeiten, die in der Regel positive Gefühle bei uns auslösen.
Wenn wir in der letzten Ausgabe geschrieben haben: „Endlich ist wieder Weihnachten!“, so gilt diese Aussage uneingeschränkt auch für die Sommerferien. Nicht nur die Kinder
haben die schulfreie Zeit herbeigesehnt, auch wir Erwachsenen freuen uns auf ein paar unbeschwerte Tage, ohne den
Druck und den Stress der Arbeitswelt. Lassen Sie doch einfach
mal die Seele baumeln, genießen Sie das warme Wetter und
die langen Tage. Auf der Terrasse im Liegestuhl mit einer Tasse
Kaffee liest sich unsere Septett besonders gut.
In dieser Ausgabe erfahren Sie beispielsweise, wie die Firmlinge sich in diesem Jahr auf die Firmung vorbereiten, welche Aktionen gestartet wurden und noch
immer werden, und wie die Einstellung der jungen Leute zu dem Sakrament ist. (Seiten 8 und 9)
Die Seite 10 bietet die Möglichkeit, einen alten Bekannten wiederzutreffen, der in mehreren Jahrzehnten viele Firmlinge begleitet hat: Pastor Karl Tewes berichtet aus und von seinem Un-Ruhestand.
Zum Glück noch lange nicht im Ruhestand, aber doch schon 25 Jahre im priesterlichen Dienst, ist
Pfarrer Stephan Jung. Ein ausführliches Interview mit ihm finden Sie auf den Seiten 16 und 17. Er
und seine Mitstreiter im Pastoralteam stellen sich zudem mit einem kurzen Steckbrief vor.
In der Nostalgie schwelgen können Sie, wenn Sie den Beitrag über das damalige Neubaugebiet
Müggenberg-Rusch auf den Seiten 24 und 25 lesen. Ein spannender Ausflug in die Vergangenheit.
Ganz jung, ganz modern und frisch renoviert erstrahlt die St.-Michaels-Kirche in neuem Glanz.
Pastor Dietmar Schulte erklärt auf den Seiten 20 und 21, welche neuen Verwendungsmöglichkeiten
sich für die Kirche nach dem Umbau ergeben, und Detlef Trompeter berichtet auf der Doppelseite
22/23 über das „Projekt Renovierung“.
Neben all diesen Artikeln gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken. Genießen Sie die Lektüre
und nehmen Sie sich ausreichend Zeit, denn es sind ja Ferien und die nächste Septett erscheint
schließlich erst zum 1. Advent!
Viel Freude und einen entspannten Sommer wünscht Ihnen
für das Redaktionsteam
Lars Post
3
Öffnungszeiten der Büros in der Pfarrei
St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel
Auch nach der Fusionierung der Gemeinden werden weiterhin alle Anliegen, z. B. Inten­
tionen, Taufanmeldungen, Trauanmeldungen usw., in den Pfarrbüros bearbeitet. Unsere
Sekretärinnen sind in jedem Büro für Sie da! Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Zentralbüro Neheim
Beate Witez
Hauptstraße 11
Ansprechpartnerin: Beate Witez
Tel. 2 20 50, Fax 2 54 68, E-Mail: [email protected]
www.kath-kirche-neheimvosswinkel.de
Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs und freitags 9.00 bis 12.00 Uhr;
donnerstags 14.30 bis 17.00 Uhr
Pfarrbüro im Anton-Schwede-Haus
Neheim, Alter Holzweg 12
Ansprechpartnerin: Beate Witez
Tel. 2 21 84, Fax 17 97, E-Mail: [email protected]
Öffnungszeiten: mittwochs 16.00 bis 18.00 Uhr
Pfarrbüro Bergheim
Maria Rautenstrauch
Widukindstraße 4
Ansprechpartnerin: Maria Rautenstrauch
Tel. 2 29 26, Fax 2 75 03, E-Mail: [email protected]
www.st-joseph-bergheim.de
Öffnungszeiten: mittwochs von 9.00 bis 10.30 Uhr.
Pfarrbüro Moosfelde
Eschenstraße 6
Ansprechpartnerin: Petra Senske
Tel. 2 12 93, Fax 2 19 14, E-Mail: [email protected]
Öffnungszeiten: mittwochs von 11.00 bis 12.30 Uhr.
Petra Senske
Pfarrbüro Voßwinkel
Voßwinkeler Straße 18
Ansprechpartnerin: Petra Senske
Tel. 2 64 25, Fax 70 16 98, E-Mail: [email protected]
Öffnungszeiten: donnerstags 16.00 bis 18.00 Uhr
Pfarrbüro Rusch
Königsbergstraße 5
Monika Schmelter
Tel. 8 12 87, Fax 70 05 60, E-Mail: [email protected]
Öffnungszeiten: montags 10.00 bis 12.00 Uhr
4
Die religionspädagogische Arbeit mit den Kindern in Kindertagesstätten (Kitas) ist besonders
wichtig. Unterstützend und intensivierend bietet
die Gemeindereferentin Ute Völlmecke einmal
in Monat in den katholischen Kitas von Neheim
ein religionspädagogisches Angebot für Kinder
ab vier Jahren an.
Die Eltern werden im Vorfeld durch einen Aushang in der Einrichtung über den Termin und das
Thema informiert. Gemeinsam mit Ute Völlmecke bearbeiten die Kinder das religiöse Thema,
singen Lieder und gestalten verschiedene Dinge.
Jedes Kind, das an dem religionspädagogischen Angebot teilgenommen hat, erhält einen
kurzen Informationszettel für die Eltern über den
Inhalt.
Die katholischen Kitas aus Neheim freuen
sich über die Bereicherung und danken für die
gute Zusammenarbeit.
Spaß, Aktivität, Geselligkeit
Messdiener unterstützen
Sie suchen eine Möglichkeit für einen Kindergeburtstag, eine Abteilungsfeier oder möchten mit
Freunden einen geselligen Abend verbringen?
Die Kegelbahn im Franz-Stock-Zentrum in Müggenberg/Rusch kann für regelmäßige Termine,
aber auch spontan gebucht werden. Infos bei
Peter Richter (Tel.: 0 29 32/2 83 58)
Der Messdienerleiter von St. Joseph sucht dringend Unterstützung. Wer Freude daran hat, junge Menschen bei ihrem Dienst als Messdiener
zu unterstützen und darüber hinaus Aktionen
zu planen, melde sich bitte bei Pastor Dietmar
Schulte im Pfarrbüro oder bei Familie Gabriel
(Tel.: 0 29 32/2 79 35).
Ferienlager der KjG Neheim
Die KjG Neheim lädt zu ihrem alljährlichen Ferienlager ein. In diesem Jahr sind wir in den letz-
ten zwei Ferienwochen (25. Juli bis 8. August)
in der Schützenhalle Büren-Siddinghausen
zu Gast. Dort erwartet die Gruppe eine große geräumige Halle mit einem schönem
Freigelände sowie eine Sporthalle. Langweilig wird es dort ganz bestimmt nicht.
Außerdem werden Kinder und Betreuer
schwimmen gehen, Tagesausflüge unternehmen und die nähere Umgebung kennenlernen.
Anmeldungen sind noch möglich bei Kristina Wälter, Tel. 01 75/5 56 71 99 oder per E-Mail
an: [email protected]
Die Kosten für zwei Wochen Ferienspaß betragen 225,– Euro für Mitglieder
der KjG und 245,– Euro für Nicht-Mitglieder.
Eine Ermäßigung bei Geschwisterkindern
in Höhe von 20,– Euro ist möglich.
Die Gemeinde in Kürze
Religionspädagogische Arbeit
in den Kindertagesstätten
5
Transparent und einladend: der neue Eingangsbereich von außen.
Ein Eingang, der zum
Näherkommen einlädt
„Herzlichen Glückwunsch, gut gemacht!“ so lautet das Urteil von Besuchern und
Passanten über den neugestalteten Eingangs- und Empfangsbereich zum Pfarrbüro
in der Neheimer Hauptstraße 11.
Die Fenster der Glas­
malerin Anja Quaschinski:
Das Fenster auf der rechten Seite trägt den Titel
„Engel“.
6
Nach einer längeren Bauphase konnte vor einigen Wochen der neue Empfangsbereich zum
Pfarrbüro eröffnet werden.
Immer wieder bleiben Passanten vor der
Glasfront stehen. Die transparente Fassade fügt
sich harmonisch in den Altbau ein. Dank der
gelungenen Gestaltung ist sie zu einem neuen
architektonischen Blickpunkt in der Innenstadt
geworden.
Das zentrale Pfarrbüro unserer Pfarrei liegt in
der vielbesuchten Fußgängerzone, die mit ihren
Geschäften Menschen aus der Stadt und dem
weiteren Umland anzieht.
Von außen ist an der Glasfläche das Logo
unserer Pfarrei St. Johannes Baptist Neheim und
Voßwinkel zu sehen. Wer das Innere betritt, findet einen Raum vor, der durch die integrierten
Säulen eine gewisse Erhabenheit ausstrahlt.
Engel
Eine inspirierende Raumgestaltung: Blick ins Innere des neuen Pfarrbüros.
Besucher, die den Raum hinter dem Fenster
kennen lernen, sind positiv überrascht – eine
Einschätzung, die im Team der Pfarrsekretärinnen Zustimmung findet. Auch sie schätzen ihren
neuen Arbeitsplatz.
Die
Umbaumaßnahme hat also ihren
Zweck erfüllt. Der vorherige Zustand des
Eingangsbereiches
zum Pfarrbüro und
zum Pfarrhaus machte einen dunklen und
nicht sehr einladenden
Eindruck. Außerdem
stellten die fünf Stufen
der Treppe für gehbehinderte Besucher eine
schwer zu meisternde
Barriere dar.
Darum beschloss der Kirchenvorstand, einen
barrierefreien Zugang zum Pfarrbüro zu schaffen
und den neuen Empfang zugleich einladend
und anziehend zu gestalten.
Die uneingeschränkte Unterstützung durch
das
Erzbischöfliche
Generalvikariat kam
alsbald und gab den
Ausschlag, die Erneuerung des Eingangsbereiches anzugehen.
Das hat sich gelohnt.
Die Rückmeldungen
machen deutlich, dass
der neu gestaltete
Empfangsbereich den
Titel „Herzlich willkommen!“ verdient.
Text: Stephan Jung
Ein Blickfang im
neuen Pfarrbüro
sind die drei von
innen angestrahlten
Buntglasfenster der
Glasmalerin Anja
Quaschinski (geb.
1961), die von 1991
bis 1994 Assistentin
des berühmten
Glasmalers Herrmann Gottfried war
und an zahlreichen
Fenstergestaltungen in Kirchen
ihr Können unter
Beweis gestellt hat.
Die drei Fenster
wurden von ihr
1996 geschaffen
und von der Glasmalerei Peters in
Paderborn ausgeführt. Sie hingen
ursprünglich in dem
nicht mehr genutzten Kryptaraum der
St.-Johannes-Kirche.
7
Zwölf junge Menschen aus unserer Gemeinde – Daniel Fischer, Luis Gomes Buco,
Jan Lukas Hunecke, Sina Jarosz, Theresa Niemand, Paul Niermann, Melissa Pieper,
Mara Tepel, Hanna Thörner, Lorena Unger, Victoria Wittershagen und Maike Zimmer­
mann – haben sich in einem Projekt mit der Gestaltung von Septett-Seiten zum
Thema Firmung und Firmvorbereitung befasst. Hier ist das Ergebnis:
Firmung 2.0 – Gott auf der Spur
Was ist Firmung?
Das Wort „Firmung“ kommt vom lateinischen
„firmare“ und bedeutet festigen oder ermutigen. Die Firmung ist das Sakrament auf dem
Weg zum Christen und bestärkt den jungen
Menschen in seinem Christsein. So soll dieser
fester in die Glaubensgemeinschaft verwurzelt
werden.
Außerdem vertieft die Firmung in besonderer Weise den Übergang vom Kindsein zum
Erwachsenwerden. Zum ersten Mal kann ein
Jugendlicher selbst entscheiden, ob er das Taufversprechen weiter übernehmen und seine Taufe vollenden will.
Die Taufe wurde von den Eltern beschlossen,
die darauf folgende Kommunion ebenfalls und
nun ist der junge Mensch erstmals selber in der
Lage, die Entscheidung zu treffen, ob er mit allen
Rechten und Pflichten zu den Katholiken gehören will.
Wozu dient die Firmung?
Die Firmung soll die Verbindung mit der Kirche
stärken. Der Mensch selbst soll durch die Kraft
des heiligen Geistes gestärkt werden. Außerdem
sollen sich die Jugendlichen mehr an ihrer Sendung beteiligen und helfen, in Wort und Tat für
den christlichen Glauben zu stehen.
Nach der Firmung gehören die jungen Menschen vollständig der Kirche an. Durch die Firmung und die Vorbereitung darauf wächst erfahrungsgemäß eine Gemeinschaft zusammen, die
oft nach der Firmung weiter besteht.
Wie läuft Firmung ab?
Für die Firmung muss eine Vorbereitung stattfinden, während der sich die Jugendlichen mit
ihrem Glauben und ihren Fragen an das Leben
auseinandersetzen.
In diesem Jahr gibt es in unserer Gemeinde
fünf verschiedene Wege, an denen die Jugendlichen teilnehmen können.
8
Firmung bedeutet „Stärkung“, „Festigung“. Zum ersten
Mal kann ein Jugendlicher selbst entscheiden, ob er ein
Katholik mit allen Rechten und Pflichten sein will.
Diese Wege sind:
Weg 1: Fahrt nach Taizé
Weg 2: Gruppenarbeit
Weg 3: Caritas-Praktikum
Weg 4: Kar- und Ostertage
Weg 5: Wahlangebote
Außerdem nehmen die Firmlinge an verschiedenen religiösen Einheiten und an Gottesdiensten teil und besuchen auch das Beicht- oder
Glaubensgespräch (Siehe dazu die Interviews
rechts).
Die Firmung wird in einem feierlichen Gottesdienst vom Bischof oder Weihbischof nach der
Predigt und vor der Eucharistie gespendet.
Nach dem Taufbekenntnis der Firmlinge breitet der Bischof die Hände über dem Firmling aus
und ruft den Heiligen Geist auf ihn herab. Daraufhin folgt die eigentliche Firmung.
Dabei legt der Bischof dem Firmling die Hände auf den Kopf, salbt ihm dann mit Chrisam ein
Kreuzzeichen auf die Stirn und spricht dazu die
Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den
Heiligen Geist.“ Darauf antwortet der Firmling mit
„Amen“.
Bei dieser Handlung legt der Firmpate seine
rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings
und gibt ihm so ein Zeichen seiner Unterstützung.
Autoren: Victoria Wittershagen,
Melissa Pieper, Mara Tepel
„Ich bestärke meinen Glauben,
wenn ich Menschen Hilfe leiste“
Zwei Interviews mit Firmlingen, die sich während ihrer Vorbereitung auf die Firmung
für ein Caritas-Praktikum entschieden haben.
Interview I
Warum hast du das Caritas-Praktikum gewählt?
Für mich ist das das nächste Gefühl zu Gott und
zur Kirche hin. Ich will wie die Kirche Menschen
helfen und sie unterstützen, auch wenn das nur
für eine kurze Zeit ist, aber wenigstens etwas.
Schließlich mache ich ja im Moment mein Abitur
und ich finde, da ist eine „erzwungene“ soziale Arbeit ganz praktisch. Ich würde das vielleicht
sonst nicht machen. Aber ich habe das ja selbst
ausgewählt und bin damit auch sehr zufrieden.
Wieso denn? Was verbindest du mit Firmung?
Wieso ich damit zufrieden bin, ist einfach. Gott
hat so viel getan für die Menschen. Er hat sich
quasi geopfert für uns. Und auch wenn er seit
Ewigkeiten nur in Gedanken bei uns ist, hilft er
selbst heute noch. Gott war für viele Menschen
der Ausweg in brenzligen Situationen. Ich will das
auch sein. Ich möchte meine Zeit dafür „opfern“,
Menschen zu helfen. Ich muss zugeben, ich bin
kein Mensch, der in die Kirche geht, außer an
Tagen, wo es die meisten Menschen tun. Aber
ich bin ein sehr gläubiger Mensch, deswegen
möchte ich mit der Firmung auch noch einmal
meinen Glauben, den, wie ich finde, meine Eltern
gut ausgewählt haben, bestätigen. Durch soziale
Arbeiten bestätige ich dies am meisten. Ich helfe
Menschen ohne Wenn und Aber, so wie er es
tat, so wie es die Kirche mit Nächstenliebe verlangt und erbittet. Das verschafft mir ein positives
Gefühl.
Also findest du, dass die Firmung ein wichtiger
Bestandteil des Glaubens ist?
Ja, aber auch nein. Ich finde, sowas muss freiwillig
passieren. Auch wenn ich weiß, wie schwierig es
darum steht, Jugendliche noch davon zu überzeugen, irgendetwas für die Kirche zu tun. Die
Hälfte der Jugendlichen hat keine Zeit und auch
keine Interesse für Gott. Schließlich machen wir
jetzt Abi oder einen anderen Abschluss, fangen
eine Ausbildung an oder sonst etwas. Vielleicht
sollte man sich etwas einfallen lassen, weil ich
denke, dass viele ihren Glauben bekräftigen wollen, aber anders. Das soll keine Kritik sein, denn
ich glaube, dass die Firmung und die Firmvorbereitungen uns nie etwas Schlechtes tut. Vielleicht
entdecken manche das Interesse am Glauben.
Interview 2
Warum bist du gerade diesen Weg gegangen?
Meiner Meinung nach gehört etwas Soziales für
die Firmvorbereitung dazu. Ebenso wie die Kirche
möchte auch ich mich sozial engagieren.
Also hast du dieses Praktikum gewählt, um
dich am besten für die Firmung vorzubereiten?
Ja, da Firmung dazu dient, den Glauben, den
unsere Eltern uns bei der Taufe gegeben haben,
zu bestärken. Ich finde, ich bestärke meinen
Glauben am meisten, wenn ich Menschen nötige Hilfe leiste. Schließlich übernimmt Kirche die
gleiche Tätigkeit und schreibt es uns vor.
Du findest also nicht, dass dieser Weg für dich
einfach nur am einfachsten erschien?
Es gibt viel leichtere Wege, um die Firmung zu
erhalten.
Meinst du, Firmung ist sinnvoll?
Um ehrlich zu sein, nein, heute glauben die meisten Leute eh nicht mehr. Und vor allem keine
Jugendlichen, und das kann ich verstehen. Schule und Hobbys haben viel mehr an Bedeutung
als Kirche. Außerdem haben uns unsere Eltern
durch die Taufe ja zu dem Glauben gezwungen.
Für viele ist es wahrscheinlich nur eine Aufgabe,
die man in Angriff nehmen muss. Für mich ist
es kein Problem, diese Zeit zu durchlaufen. Ich
glaube an Gott, auch wenn ich nicht oft in die
Kirche gehe, aber ich will Gott beweisen, dass ich
meinen Glauben bestärken möchte. Doch für viele ist es nur wichtig, ein Patenamt zu bekommen.
Interviews: Hanna Thörner und
Maike Zimmermann
Die Mitglieder der
Projektgruppe: (linke Seite von
oben) Lorena Unger, Daniel
Fischer, Mara Tepel, Melissa
Pieper, (rechte Seite von oben)
Jan Lukus Hunecke, Victoria
Wittershagen, Hanna Thörner
ohne Bild:
Paul Niermann, Sina Jarosz
Theresa Niemand, Luis Gomes
Buco und Maike Zimmermann
9
Was macht denn eigentlich...
... Karl Tewes
J
Pastor der
Herzen
25 Jahre hat Pfarrvikar
Karl Tewes auf Bergheim und in Bachum
gewirkt. Als er Anfang
2010 in den Ruhestand ging, gaben
ihm die Mitglieder
seiner Gemeinde zum
Abschied den Namen
„Pastor der Herzen“.
10
a, was ich als Ruheständler eigentlich mache, dazu möchte ich doch
etwas schreiben, darum hat mich das
Redaktionsteam gebeten.
Am 16. Dezember 2009 bin ich hier
in meinem Heimatdorf Niederntudorf
mit Möbeln und viel zu vielen Sachen
und Büchern eingezogen. Einen Tag
später begann der kalte Winter.
Der ältere Teil unseres Dorfes liegt
im Almetal. Die neue große Siedlung,
wo ich wohne, hat als felsigen Untergrund die ebene Fläche, die man als
Ausläufer des Haarstrangs verstehen
kann. Nach Norden hin geht’s runter
ins flache Land bei Salzkotten.
Salzkotten, sechs Kilometer entfernt,
eine ansprechende alte Kleinstadt, ist
das Zentrum für eine Reihe von Dörfern zwischen Almetal und Lippe. Die
elf Dörfer dieses Gebietes, bisher kirchlich in zwei Pastoralverbünden organisiert, bilden neuerdings einen pastoralen Raum mit der Leitung in Salzkotten.
Wie ich dem Erzbischof verspro- So hat man Karl Tewes auf Bergheim und in Bachum noch in guter
Erinnerung.
chen habe, übernehme ich nach
Absprache Gottesdienste an den Wochenenden
Dass man nicht verhungert, dafür sorgen die
und an einigen Werktagen. Im Normalfall werde Angebote des hiesigen Jibi-Marktes und der gut
ich nur im Nahbereich eingesetzt: in Niederntu- bestückten Fleischtheke. Neuerdings erhalte ich,
dorf, Oberntudorf, Upsprunge und gelegentlich wie viele Rentner im Dorf, täglich ein gutes Essen
in Salzkotten. Für meinen Pastor in Tudorf ist es aus der Krankenhausküche in Salzkotten.
eine Entlastung, wenn ich in Abständen die PatiSoweit das Wichtigste von dem, was ich im
enten aus unserer Gemeinde im Salzkottener Ruhestand mache.
Krankenhaus besuche. Die Alten und Kranken,
Wer mehr wissen möchte, der darf mich gerdie zu Hause sind, freuen sich besonders, wenn ne besuchen. Auf der Fahrt nach Paderborn sind
man bei ihnen anklopft und Zeit hat für eine schon manche liebe Freunde bei mir eingekehrt.
Plauderei. Manche lieben es auch, mal etwas Wichtig ist, per Telefon zu erkunden, ob er da ist.
Plattdeutsch zu hören oder zu sprechen.
Wer mich mit der Eisenbahn ansteuern möchGegenüber meinen Altersgenossen bin ich te, der fährt bis Salzkotten, wo dann mein Auto
noch relativ fit und kann darum auch viel unter- bereitsteht.
wegs sein: zu Fuß, mit dem Rad und – leider
Ich grüße herzlich alle Freunde und Bekannnoch zu oft – mit meinem Golf, aber nicht mehr ten in Bachum, auf Bergheim und in der neuen
mit dem „Alten Bergheimer“. Mich als Sing- Großpfarrei St. Johannes Baptist Neheim und
le zu bezeichnen wäre unfair. Bei meinen vier Voßwinkel.
Schwestern hier am Ort, bei Verwandten und
Freunden stehen die Türen immer offen.
Euer Karl Tewes
Ihre freundliche
Apotheke
im Herzen
von Neheim
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In der Mitte unserer Gemeinde
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D-59755 arnsberg - Michaelstraße 34 - Fon +49 2932 9743 0
11
Name: Jung
Vorname: Stephan
Alter: 51
Position: Pfarrer
Geweiht: 1990
In Neheim seit: 2005
Arbeitsschwerpunkt:
Leitung der Pfarrei
St. Johannes Baptist
Neheim und Voßwinkel
An meiner Arbeit hier gefällt mir der Kontakt mit vielen
Menschen.
Hobbys: Reisen, Musik, Freunde besuchen
Lieblingsessen: alle Kuchen von Schwester Beatis sowie
alle indischen Gerichte
Mein Motto: Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen. (Don Bosco)
Name: Bittern
Vorname: Christoph
Alter: 41
Position: Pastor /
Schulseelsorger
Geweiht: 2006 in
Paderborn
In Neheim seit: 2010
Arbeitsschwerpunkte:
Taufen, Trauungen,
Beerdigungen, Besuche, Gespräche, Erwachsenenkatechese, Konversionen, Wiederaufnahmen, Schulseelsorge
und Religionsunterricht am St.-Ursula-Gymnasium
An meiner Arbeit hier gefällt mir das Vertrauen und die
Wertschätzung vieler Menschen.
Hobbys: der tägliche Waldlauf, Urlaub am Meer, lesen,
Klavier hören (leider nicht spielen)
Lieblingsgericht: mediterrane Fischgerichte aller Art
Dem Leben
Glaubenstiefe geben
Mein Motto:
Unser Pastoralteam in
St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel
Name: Schulte
Vorname: Dietmar
Alter: 38
Position: Pastor
Geweiht: im Jahr 2003
In Neheim seit: 2010
Schwerpunkte:
Mini­stranten- und
Jugendarbeit, Firmvorbereitung, Projekt
„Junge Kirche Neheim“,
Ökumene, christlich-islamischer Dialog
An meiner Arbeit hier gefällt mir die Begegnung mit
den unterschiedlichsten Menschen; die Begleitung von
Menschen in Freude und Leid; die Zusammenarbeit aller
auf der Ebene der Gesamtpfarrei.
Hobbys: Sport, kochen, Freunde treffen, lesen
Lieblingsgericht: So lange nicht Meerrettich drin ist, alles!
Für euch bin ich Priester, mit euch bin ich Christ! (nach Augustinus)
Mein Motto:
12
Name: Sofka
Vorname: Andreas
Alter: 48
Position: Vikar
Geweiht: im Jahr 2000
In Neheim seit:
1. 7. 2012
Arbeitsschwerpunkt:
Taufvorbereitung,
Trauerbegleitung,
Mitarbeit bei der Firmvorbereitung
An meiner Arbeit hier gefällt mir, dass ich vielen freundlichen Menschen begegne, die das Gespräch mit mir
suchen. Dabei entsteht ein Geben und ein Nehmen.
Hobbys: Auto fahren, schwimmen, Fahrrad fahren
Lieblingsgericht: Rinderroulade mit Salzkartoffeln
Mein Motto:
Immer ruhig Blut.
Name: Hardes
Vorname: Susanne
Alter: 49
Position: Gemeindereferentin (50%)
Beauftragt: im Jahr
1992
In Neheim seit: 2001
Arbeitsschwerpunkt:
Grundschulseelsorge
(Seelsorgestunden), Frauenseelsorge (kfd),
Familiengottesdienste
An meiner Arbeit hier gefällt mir, dass ich täglich mit
verschiedenen Menschen ein Stück Lebens- und Glaubensweg gehe.
Hobbys: Walken, Lesen
Lieblingsgericht: Grünkohl und Mettwürstchen
Aus Liebe zu Gott und den Menschen (Leitbild der Gemeindereferenten)
Mein Motto:
Name: Fischer
Vorname: Claudia
Alter: 47
Position: Gemeindereferentin
Beauftragt: 1998
In Neheim seit: 2003
Arbeitsschwerpunkt:
Krankenhausseelsorge; pastorale,
missionarische und karitative Projekte; Mitarbeit Buß- und
Kommunionkatecheserunden), Frauenseelsorge (kfd),
Familiengottesdienste
An meiner Arbeit hier gefällt mir, mit unterschiedlichsten
Menschen in Kontakt zu kommen, die mir oft einen großen Vertrauensvorschuss gewähren.
Hobbys: stricken, sticken, lesen, Kunsthandwerk, Klavier,
spazieren; Museumsbesuche
Lieblingsgericht: Das wechselt, aber im Sommer auf
jeden Fall Erdbeerquark.
Mein Motto: Ihr seid von Gott geliebt
(aus dem Kolosserbrief 3,12)
Acht Frauen und Männer arbeiten in der Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Neheim und
Voßwinkel.* Auf ein gemeinsames Gericht bei Tisch könnten sie sich wahrscheinlich nur schwerlich eini­
gen, aber als Team passen sie gut zusammen. Überzeugen Sie sich selbst.
* Im aktiven Ruhestand wird das Pastoralteam von Pfr. i. R. Leo Reiners und Pater Walter Kromer tatkräftig unterstützt.
Name: Völlmecke
Vorname: Ute
Alter: 34
Position: Gemeindereferentin
Beauftragt: im Jahr
2007
In Neheim seit: 2013
Arbeitsschwerpunkt:
Buß- und Kommunionvorbereitung,
Kindertageseinrichtungen, Taufpastoral, systemische
Beratung im Erzbistum
An meiner Arbeit hier gefällt mir die Begeisterung der
Kinder und die immer neuen Herausforderungen in der
Pastoral.
Hobbys: Sport, Musik, Freunde treffen, ein richtig spannendes Buch lesen
Lieblingsgericht: Apfelmus (zu fast allem)
Name: Rautenstrauch
Vorname: Herbert
Alter: 60
Position: Diakon
Geweiht: im Jahr 2011
In Neheim seit: 1954
Arbeitsschwerpunkt:
Kranken- und Altenseelsorge
An meiner Arbeit hier
gefällt mir, für andere Menschen da zu sein, mit ihnen zu
beten und ihnen Gott so ein bisschen näherzubringen.
Hobbys: Familie, wandern, Fahrrad fahrern
Lieblingsgericht: Nudelauflauf
Gott kennt kein Gestern,
gib ihm dein Heute, er sorgt für dein
Morgen.
Mein Motto:
Wohin und zu wem ich auch
gehe, Gott ist schon da.
Mein Motto:
13
Probe ist jeden
Montag im AntonSchwede-Haus
von 19.30 Uhr bis
21.15 Uhr mit einer
kleinen erholsamen
Pause zur Halbzeit.
Gesucht: Menschen mit Liebe zur Musik
Man muss nicht katholisch sein, um im Kirchenchor zu singen. Eine gute Stimme und die Liebe
zu Musik und Gesang reichen, um ein Mitglied
im Kirchenchor St. Michael zu werden. Dieser
Chor ist einer von vier Chören im Pfarrverbund
St. Johannes Baptist Neheim Voßwinkel. Kirchenchöre singen bei kirchlichen Feiern und zu
Gedenktagen während der Messe. Neben den
Auftritten kommen die gemütlichen und geselligen Stunden nicht zu kurz.
Der Kirchenchor St. Michael ist ein gemischter
Chor. Die Stimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass
würden sich freuen, wenn einige Sängerinnen
und Sänger den Test wagen würden, ob das
Singen im Kirchenchor auch ihre Zukunft sein
könnte.
Heinrich-Lübke-Haus am Möhnesee
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Musik schafft Identität
Hartwig Diehl ist seit fast dreißig Jahren Kantor und Organist in der Gemeinde
St. Johannes Baptist. Musik bleibt wichtig, sagt er, auch wenn sich viel verändert.
H
err Diehl, Sie sind Kirchenmusiker in unse­
rer Gemeinde – was sind Ihre Aufgaben?
Hartwig Diehl: Ich bin zu etwa 40 Prozent meiner Arbeitszeit in der Gemeinde tätig. Da gestalte
ich die Gottesdienste an der Orgel und als Chorleiter der Kantorei mit. Ich bin einige Stunden in
den Grundschulen, um Kinder für das Singen zu
begeistern, nehme an Dienstbesprechungen teil
und kümmere mich um die Pflege der Instrumente – wir haben schließlich in jeder der sieben
Gemeinden eine wertvolle Orgel. Gelegentlich
treffe ich mich mit der Gruppe der nebenamtlichen Organisten, ohne die eine musikalische
Gestaltung der vielen Gottesdienste nicht möglich wäre. In all diesen Aufgaben erfahre ich die
volle Unterstützung der Gemeindeleitung.
Der andere Teil der Arbeitszeit erstreckt sich auf
Aufgaben im Dekanat und Diözese. Im Erzbistum
gibt es 17 Dekanatskirchenmusiker wie mich.
rechtzeitig vermittelt
wird, dann bleibt das
Singen eine wichtige
Form, in der Menschen sich selbst –
und auch ihren Glauben – ausdrücken
können.
Die Musik in der Kirche möchte ich aber
nicht auf den Gesang
in der Gemeinde reduzieren. Ein wertvolles
Element der Liturgie
ist die Orgelmusik.
Seitdem es die Orgel
gibt, die Königin der
Instrumente, hat die
Orgelmusik eine eigene Stimme unter den
Stimmt der Eindruck, dass es mit dem Gesang Aussagen der Kirche in die Gesellschaft hinein.
in der Kirche immer schwieriger wird?
Sie ist über die Jahrhunderte ein Spiegel der
Hartwig Diehl: Das Singen im Gottesdienst ist gesellschaftlichen Entwicklung. Die Pflege der
natürlich von EntwicklunOrgelmusik ist eine wichtige kir„Wenn früher gemeinsam
gen in der Gesellschaft
chenmusikalische Tätigkeit.
nicht ausgenommen. In gesungen wurde, haben sich
den Familien und Vereinen
Ein wesentlicher Beitrag zum
die Menschen von ihrem
wird weniger gesungen,
kulturellen Leben in unserer
Kinder, Jugendliche und Leben und ihrer Geschichte Stadt sind Konzerte in der Kir­
erzählt, von der Liebe, von che, nicht wahr?
Erwachsene haben heute
viel mehr Freizeitmöglich- der Arbeit, von der Natur ... “ Hartwig Diehl: Ganz sicher ist
keiten als früher. Wenn es
das so. Gemeinsam ein Konin den Medien ums Singen geht, ist das immer zert erleben – das ist Anlass für Gespräche
gleich mit Starkult verbunden, wie bei „Deutsch- und schafft Identität. Es wäre schön, wenn sich
land sucht den Superstar“. Wenn früher gemein- noch mehr Menschen von unseren Angeboten
sam gesungen wurde, haben sich die Men- ansprechen ließen.
schen damit immer von ihrem Leben und ihrer
Geschichte erzählt, von der Liebe, von der Arbeit, Da können wir ja etwas Werbung machen.
von der Natur ... Heute sind diese Ausdrucksfor- Worauf dürfen wir uns als nächstes freuen?
men weitgehend verloren gegangen.
Hartwig Diehl: Da ist zunächst das Adventskonzert am 3. oder 4. Adventssonntag in der JohanGibt es also keine Hoffnung mehr für den neskirche, das von jungen Instrumentalisten, der
Gemeindegesang?
Kantorei und dem Neuen Chor gestaltet wird. Im
Hartwig Diehl: O doch! In der Grundschule nächsten Jahr führen wir gemeinsam mit dem
Moosfelde treffe ich jede Woche über 60 Kin- Bonner „Kontrapunkt“ die große c-Moll-Messe
der der 2. bis 4. Klasse, die mit großer Begeis- von Mozart auf. Für beide Projekte gibt es ab
terung und viel Spaß singen. Wenn es Kindern sofort die Möglichkeit einzusteigen!
Kantor Hartwig Diehl
Kantorei
St. Johannes
und
Neuer Chor
Wer Spaß am Singen
hat und mitmachen
möchte, ist herzlich
eingeladen! Die Kantorei an St. Johannes
probt montags um
20.00 Uhr, der Neue
Chor mittwochs um
19.30 Uhr – beide
im Pfarrheim in der
Goethestraße.
15
„Das Schweigen über Gott ist nicht
hilfreich, sondern eher gefährlich“
Am 21. Juni feierte Pfarrer Stephan Jung das silberne Priesterjubiläum. Aus diesem Anlass sprachen wir
mit dem Priester, der seit zehn Jahren bei uns arbeitet und seit zwei Jahren die Pfarrei St. Johannes Baptist
Neheim und Voßwinkel leitet.
G
uten Tag Herr Pfarrer, danke, dass Sie sich Zeit neh­
men! Herzlichen Glückwunsch zum silbernen Pries­
terjubiläum! Wie kam es damals, dass Sie sich für den
Priesterberuf entschlossen haben?
Stephan Jung: Wir haben als Familie am Gemeindeleben in
meiner Heimatpfarrei St. Peter und Paul in Siegen teilgenommen. Die Mitfeier des Gottesdienstes an Sonn- und Feiertagen, das Gebet zu Hause war selbstverständlich. Ich denke,
das war eine erste Grundlage. Nach der
Erstkommunion wurde ich Messdiener
und habe in der Jugendarbeit mitgemacht. In der Pfarrei habe ich unseren
Pfarrer erlebt, die verschiedenen Vikare
und auch Jugendliche, die vor mir nach
Paderborn ins Seminar gingen, um Priester zu werden. Die Beschäftigung mit
der Botschaft Jesu und das konkrete
Erleben der Kirche haben den Wunsch
geweckt, für Gott und die Menschen
etwas zu tun. Bestärkt wurde ich später
sicher durch das Vorbild anderer Priester,
die glücklich waren und etwas von der
frohen Botschaft ausstrahlten.
natürlich die größeren pastoralen Räume. Als ich 2005 aus
Frankreich zurückkam, habe ich sicher nicht an unseren großen pastoralen Raum von Voßwinkel bis Moosfelde gedacht.
Nun sind Sie ja bereits seit zehn Jahren Pfarrer in St. Johan­
nes und seit zwei Jahren für die große Pfarrei verantwort­
lich. Wie kam es, dass Ihr Weg Sie nach Neheim führte?
Stephan Jung: Nachdem ich sechs Jahre in unserem Schwes-
Wenn Sie auf die 25 Jahre zurückbli­
cken – gab es Tage, an denen Sie lie­
ber einen anderen Beruf gehabt hät­ Stephan Jung reist gerne. Das Foto entstand während des Aufenthalts in Papua-Neuguinea. Dort
ten? Wie hat sich die Arbeit für einen besuchte er Erzbischof Karl Hesse (Mitte).
Priester verändert?
Stephan Jung: Ich bin immer noch erstaunt, wie schnell 25 terbistum Le Mans sein durfte und eine Verlängerung nicht
Jahre vergehen können. Ich kann mich aber an keinen Tag in Aussicht stand, sollte ich mich auf eine Pfarrstelle im Heierinnern, an dem ich lieber einen anderen Beruf gehabt hätte, matbistum bewerben. St. Johannes Baptist in Neheim war frei
obwohl ich mir andere interessante Berufe für mich vorstellen und ausgeschrieben.
könnte. Als Vikar und in Frankreich hatte ich mehr Zeit etwa für Bei einer kurzen Begegnung mit Pfarrer Schnütgen, der 2004
Hausbesuche und Kontakte. Ich liebe es aber nicht zu sehr, in Le Mans mit einer Gruppe zu Besuch war und den ich vordie Klagelitanei über die Verwaltung anzustimmen, die beim her nicht kannte, schlug er mir vor, ich solle mich doch als sein
Pfarrer liegt. Da habe ich hier wirklich gute Unterstützung, auch Nachfolger bewerben. Ich habe mich etwas informiert, wobei
wenn immer noch viel für mich übrig bleibt.
mir gerade die Gestalt Franz Stocks und die Arbeit des FranzAber die größte Veränderung, abgesehen von den Verän- Stock-Komitees die Gewähr zu bieten schienen, die Kontakte
derungen in Kirche und Gesellschaft insgesamt – beispiels- nach Frankreich aufrechtzuerhalten und vertiefen zu können.
weise die hohe Bedeutung der neuen sozialen Kommunikati- Dann habe ich mich nur für diese eine Pfarrei beworben und
onsmittel, die sich 1990 kaum jemand vorstellen konnte – sind ich wurde genommen.
16
Was wünschen Sie sich persön­ Niveau. Wichtig ist das Interesse für
lich für Ihren Dienst und was für alle Menschen und die verschiedeIhrer Pfarrei?
nen Konfessionen, Religionen und
Stephan Jung: Ich wünsche mir Weltanschauungen.
mehr Gottes- und Nächstenliebe,
mehr Glauben im Leben und mehr Sind Sie gerne Pfarrer in Neheim?
Leben für den Glauben. Ich wün- Stephan Jung: Ich hoffe doch sehr,
sche mir mehr Christen, die ihr Christ- dass das spürbar ist, dass ich gersein beherzt in
ne in unserem
die Hand nehmen „Papst Franziskus kommt Raum von Voßund so ihrer Beruwinkel bis Moosfung entsprechen, mir in seiner Art, in seinen felde bin.
Worten und Gesten sehr
mehr Mit- und
Ich
meiFüreinander
der
ne,
eine
der
entgegen. Wir brauchen
katholischen Chrisschönsten
als katholische Christen
ten, die zu unserer
Erfahrungen als
eine starke Identität und Priester in allen
Pfarrei gehören. Ich
wünsche mir mehr
Pfarreien, in dekeine Komplexe, zum
Möglichkeiten, auf
nen ich biskatholischen Glauben
natürliche, unkomher war, ist die
zu stehen, und ihn neu
plizierte Weise über
Begegnung mit
den Glauben und als Schatz zu entdecken.“ vie­len Menschen
das Leben aus ihm
in unterschiedliins Gespräch zu
chen S­i­tuationen,
kommen …
mit Menschen aller Altersklassen
Die Fähigkeiten dazu kann man und Herkünfte. Das erlebe ich auch
erlernen; es muss einfach nur aus- hier und das möchte ich nicht misprobiert werden. Das Schweigen sen.
über Gott und seine Beziehung zu
Als Priester wird mir großes Veruns ist nicht hilfreich, sondern eher trauen entgegengebracht. Kurzum,
gefährlich, wenn ich an ein Zusam- ich bin gerne in Neheim und habe
menleben in unserer Gesellschaft – so meine ich im Rückblick – perdenke, das ohne das hohe christ- sönlich nicht lange gebraucht, um
liche Bild vom Menschen auszu- hier heimisch zu werden. Dass ich
kommen versucht.
gesund an Leib und Seele bleibe,
Papst Franziskus kommt mir in dafür muss ich selbst sorgen…
seiner Art, in seinen Worten und
Gesten sehr entgegen. Wir brau- Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
chen als katholische Christen eine Stephan Jung: Ich besuche Freunstarke Identität und keine Komple- de, reise gerne, liebe Klavier- und
xe, zum katholischen Glauben zu Orgelspielen, gehe in Konzerte und
stehen, und ihn neu als Schatz zu ins Kino. Ich lese gerne, schwimme
entdecken.
und liebe Fremdsprachen.
Wir brauchen aber auch die
offenen Türen, nicht das Kreisen Ihr letztes Urlaubsziel?
um uns selbst, um unsere Grup- Stephan Jung: Ich war in Papuapen- und Verbandsinteressen, ein Neuguinea, wo ich Erzbischof Karl
introvertiertes Christentum, das nur Hesse besucht habe. Eine beeinjammert, weil es nicht mehr so ist druckende Reise zum anderen
wie noch vor 20, 30, 40 Jahren.
Ende der Welt.
Angesichts der Bedrängnis vieler
Glaubensbrüder und -schwestern Vielen Dank für das Gespräch! Für
überall in der Welt klagen manche die nächsten 25 Jahre viel Freude,
bei uns auf einem recht hohen Gesundheit und Gottes Segen.
Vier Fragen an ...
... Stephan Jung
Zum Abschluss des Interviews mit
Pfarrer Stephan Jung haben wir ihn
gebeten, für uns vier Satzanfänge
fortzusetzen.
Sehr gerne würde ich mal …
... die Queen besuchen und mich mit ihr
länger unterhalten. Auch eine Weltreise wäre
nicht schlecht. Gerne besuchte ich Freunde
in Indien, bin aber auch gerne in Italien und
Frankreich und würde auch gerne Freunde
und Bekannte in den Staaten besuchen,
eine meiner Cousinen wohnt in Colorado.
Ein Vorbild ist für mich ...
... mein leider schon 2006 verstorbener Vater
in seiner Liebe zur Familie und dem Durchtragen auch von schwierigen Situationen,
die im Leben nicht ausbleiben. Ich habe
Menschen vor Augen, die ohne viel Aufhebens in Treue zu den ihnen anvertrauten
Menschen und Aufgaben stehen. Ich meine,
dass sie das Zusammenleben in unserer
Gesellschaft tragen und möglich machen.
Und da ich Erzbischof Hesse erwähnt habe,
denke ich gerne an ihn und seinen missionarischen Eifer, der verbunden ist mit einer
großen Liebe und Nähe zu den armen und
einfachen Menschen in Papua-Neuguinea.
Einfach ansteckend!
Es ärgert mich ...
... dass ich die Aufgaben nicht so schnell
voranbringe, wie ich sie erledigen möchte
und dass ich nicht vieles auf einmal lösen
kann. Es ist gut, seine Grenzen anzunehmen
… und außerdem bin ich ja auch nicht der,
der alles machen muss.
Mit geschenkten 100 000 Euro ...
... würde ich den bedrängten Christen in der
Welt helfen.
17
Das Kolpinghaus in der Kapellenstraße: seit 1895 Ort eines regen Vereins- und Kulturlebens.
Kontakt
Vorsitzender
ist Horst Klein,
Wiesenstraße 17,
59755 Arnsberg.
[email protected]
oder
Kolpinghaus Neheim,
Kapellenstraße 6-8
18
Eine ehrwürdige Tradition,
die bis heute aktuell ist
Der Kolpingverein kann in Neheim und Voßwinkel auf eine fast 136 Jahre
zurückreichende Tradition zurückblicken. Vereinsleben und Fortbildung,
gesellschaftliches Engagement und religiöse Gemeinschaft gehen bei den
Kolpingbrüdern eine segensreiche Verbindung ein.
48 „ehrbare Handwerkergesellen“ gründeten am
9. Oktober 1879 im Neheimer Gasthof Bauerdick
den Gesellenverein. Schon bald entwickelte sich
ein reges Vereinsleben mit Vortragsabenden,
beruflicher Weiterbildung und geselligen Zusammenkünften. Die Mitglieder waren kulturell interessiert. Neben der Theatergruppe hatte sich
auch eine Turn- und Gesangsabteilung gebildet.
Am 9. März 1895 erfolgte der erste Spatenstich
zum Gesellenhaus in der Kapellenstraße, das
am 13. Oktober 1895 eingeweiht wurde.
Das Jahr 1933, als der Verein seine größte Mitgliederzahl mit 250 Gesellen und 450 Ehrenmitgliedern erreicht hatte, war gleichzeitig auch das
Jahr, in dem die größte Krise des Vereins begann.
Mit ihrem Machtantritt schränkten die Nationalsozialisten das Vereinsleben immer mehr ein.
Öffentliche Auftritte waren nicht möglich.
Das Sauerland war bereits befreit, der Krieg
aber noch nicht beendet, als Ende April 1945
schon wieder die erste Versammlung im Kolpinghaus abgehalten wurde.
In den folgenden
Jahren wurde die
Kolpingarbeit durch
berufliche Fachkurse
im technischen Zeichnen und Rechnen
bekannt.
Zur Linderung der
Wohnungsnot wurden auf Initiative des
damaligen Präses Nolte in der Wiesenstraße
zwei Doppelhäuser
gebaut, von denen
das erste im November 1949 von sechs
Familien
bezogen
werden konnte.
Nachdem die Kol- Ein Zeichen, das Kolpingbrüdern bis heute
pingsfamilie bis in die verheißt, dass sie hier Gleichgesinnte finden.
siebziger Jahre ein reiEs gibt auch einen Seniorenner Männerverein war, sind in kreis, der zusätzlich ein speziden letzten Jahrzehnten immer elles Programm für diese Grupmehr Frauen und ganze Fami- pe anbietet.
lien dazugekommen. Heute
Die neu gegründete Gruppe
versteht sich Kolping als Fami- „Fit und Aktiv“ wendet sich an
liengemeinschaft von Jung bis den Personenkreis zwischen
Alt.
Ende fünfzig und Ende siebSeit vielen Jahren hat sich zig, der die neu gewonnene
folgendes Konzept in der prak- Freiheit nach dem Arbeitsletischen Kolpingarbeit bewährt: ben mit Besichtigungen und
Neben den traditionellen vier- Freizeitaktivitäten
gestalten
teljährlichen Sonntagmorgen- möchte.
Veranstaltungen trifft sich
Obwohl sich die Kolpingsdie Kolpingsfamilie zu vielen familie Voßwinkel im Jahr 2012
anderen Veranstaltungen und aufgelöst hat, finden auch dort
Vorträgen, um über Themen mehrmals im Jahr Veranstalaus den Bereichen Religion, tungen statt. Viele der früheren
Familie, Staat und Beruf zu Mitglieder aus Voßwinkel sind
sprechen.
der Neheimer Kolpingsfamilie
Dazu rankt sich eine bunte beigetreten.
Palette verschiedener regelEin besonderer Höhepunkt
mäßiger Aktivitäten wie Kar- im Jahr ist das stets gut vornevalssitzung, Emmausgang, bereitete „Stiftungsfest“. Hier
Maiausflug, Karfreitagsprozes- kommt die fröhliche Stimmung,
sion,
Familienwochenende die man Kolpingmitgliedern ja
und Besichtigungen verschie- nachsagt, voll zur Geltung.
denster Einrichtungen.
Die Kolpingsfamilie Neheim
Aber auch die Themen fühlt sich dem Auftrag seines
Naturschutz, Gesundheit, Ver- Gründers, des Seligen Adolph
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19
In schlichter Schönheit präsentiert sich die Kirche St. Michael nach der Innenrenovierung. Im kommenden Jahr feiert die Gemeinde die E­ inweihung
am 30. September 1951.
Kirche
St. Michael
1950/51 wurde die
Kirche ­St. ­Michael
nach Plänen des
­Architekten Josef
Lucas errichtet. Das
Mosaikbild an der
Rückwand ist eine
Arbeit von Benno
Lippsmeier; es stellt
die Dreifaltigkeit dar.
St. Michael war eine
der beiden Kirchen,
die wenige Jahre nach
dem Krieg in der damaligen St.‑JohannesGemeinde entstand.
Mit 16 000 Gläubigen
war die Gemeinde
1950 die größte in der
Erzdiözese Paderborn.
20
Was lange währt,
wird endlich gut!
Mit einem großen Kraftakt hat die Gemeinde den Innenraum der St.-Michaels-Kirche
renoviert. In knapp fünf Monaten wurde das Gotteshaus so gut wie erneuert. Um die
letzten Kosten zu finanzieren, sind jedoch weitere Spenden notwendig.
Nach sehr vielen Jahren des Wartens, bis hin zur
„Ungläubigkeit“ für dieses Projekt, sind nicht nur
Gebete erhört worden.
Die „Räume“ sind gelungen, die Kirche präsentiert sich im Innern wie neu – rechtzeitig zum
anstehenden Jubiläum des Gotteshauses. Im
September 2016 jährt sich zum 75. Mal die Einweihung der Kirche. Das alles nahezu reibungslos abgelaufen ist, verdankt die Gemeinde auch
den an dem Projekt beteiligten Handwerksbetrieben, dem Ingenieurbüro und den vielen Helfern und Ratgebern.
Die erste hl. Messe in St. Michael nach der
Innenrenovierung konnte wie geplant nach nur
152 Tagen Bauzeit am 26. November 2014 um
17.00 Uhr als Vorabendmesse zum ersten Advent
– dem neuen Kirchenjahr – in der frisch renovierten Kirche gefeiert werden, die in neuem
Glanz erstrahlte.
Am 30. Juni 2014 hatte die die Innenrenovierung mit dem Abtransport der Orgel aus der Kirche begonnen.
Was wurde in den 152 Tagen bis zur Fertigstellung geleistet? Die Liste der Verbesserungen
und neuen Anlagen ist so umfangreich, dass sie
an dieser Stelle nur in Stichworten und unvollständig wiedergegeben werden kann. So wurde
der Fußboden in den Bankreihen wurde erneu-
Wie neu sieht das Altarbild, ein Mosaik, nach der Überarbeitung aus. Die Heilige Dreifaltigkeit wirkt farbiger, ausdrucksvoller und in den K­ onturen
ausgeprägter.
ert, ebenso eine neue Heizung eingebaut – was
Und ein Hinweis für all diejenigen darf nicht
voraussetzte, dass zuvor die alten Heizungska- fehlen, die mit verständlicher Sorge bisher in
näle ausgebaut wurden.
die St. Michaelskirche gegangen sind: Im rückIn diesem Baufeld wurden dann alle neu zu wärtigen Bereich der Kirche, zwischen Hauptverlegenden Versorgungsleitungen – für Strom, eingang und Windfang, befindet sich auf der
rechten Seite, dort wo früher
Wasser und die Akustik – neu
der Schaukasten hing, nun
verlegt.
Die erste hl. Messe in
eine weiße Tür mit der AufAlle Lichtquellen in der
St. Michael nach der Innen­
schrift „WC“. Dahinter verberKirche leuchten nun auf LEDgen sich zwei Räume, eine
Basis, sind somit energiesparenovierung konnte wie
Toilette für Kinder sowie
rend, umweltschonender und
geplant nach nur 152 Tagen
eine barrierefreie Toilette.
langlebiger.
Bauzeit am 29. November um
Die Renovierung des
Die großen Fenster im
Kirchenraum wurden aus- 17:00 Uhr als Vorabendmesse Innen­raums der St.–MichaelsKirche hat einen finanziellen
gebaut, gereinigt, defekte
zum ersten Advent – dem
Umfang von 580 000,– Euro.
Scheiben ausgetauscht.
neuen Kirchenjahr – in der
Von dieser Summe wurden
Mit dem neuen Wandder größte Teil, 379 000,– Euro,
anstrich im Inneren des
frisch renovierten Kirche
vom Erzbistum Paderborn
Kirchenraumes wurde der
gefeiert werden.
finanziert. Nach dem aktuelursprüngliche Charakter wielen Stand muss die Pfarrgeder aufgenommen. Ebenso
wurde die Lautsprecheranlage in der Pfarrkirche meinde St. Johannes Baptist Neheim und Voßerneuert. Für die Nutzer von Hörgeräten wurde winkel noch 20 000,– Euro aus eigenen Mitteln,
eine gesonderte Induktionsschleife im Fußbo- also Spenden, für die Renovierung aufbringen.
Text: Pastor Dietmar Schulte
den verlegt.
Spenden
auch Sie!
Wir benötigen Ihre
weitere finanzielle
Unterstützung. Spenden Sie für das, was
Sie jetzt fertig in der
Pfarrkirche
St. Michael sehen.
.
Renovierungskonto:
DE68 466 50005
0000 0356 59.
Sie können Ihre
Spende in den
Pfarrbüros auch
persönlich abgeben.
Spendenquittungen
werden ausgestellt!
21
Wenn das Kirchengestühl abmontiert werden muss, dann ist das nicht einfach. Nach Jahrzehnten sind die Kirchenstühle förmlich „festgesessen“.
Ohne Geräteeinsatz und etwas brachialere Methoden geht da gar nichts.
Ein langes Wochenende für die Kirche
Ein Umzug ist immer stressig – besonders, wenn eine ganze Kirche
umzieht. So war es am 5. Juni 2014 in der Pfarrkirche St. Michael.
Alles musste raus, und (fast) alles war raus am Ende eines langen
Wochenendes. Zu verdanken war das vielen ehrenamtlichen Helfern.
Die Freude, dass die Renovierung von
St. Michael endlich beginnen sollte,
beflügelte die Helfer und setzte Kräfte
frei. Es bedurfte nur weniger Telefonate,
dann standen ausreichend Helfer und
ein Lkw für das Umzugswochenende
bereit.
An diesem Wochenende wurde die
gesamte Kirche ausgeräumt: Der alte
Fußboden in den Bankreihen ging in
22
den Container, die Bänke wurden zur
Aufbereitung in eine Halle ins Niedereimerfeld gefahren. Das hört sich einfacher an, als es war. Wenn nur vier
Bänke auf einer Tour transportiert werden können, dann kommen bei 12 Touren schnell mal zehn Stunden Fahrzeit
zusammen.
Mit ziemlich viel Aufwand verbunden
war es, Josef Reuther, den Küster von St.
Michael, davon zu überzeugen, dass nicht alle
Schrank- und Schubladeninhalte so wichtig sind,
dass sie für die Rückführung in die renovierte
Kirche aufbewahrt werden müssen: Also „Frühjahrsputz“ auch beim Küster in der Sakristei.
Viele Helfer und Unterstützer leisteten Arbeit,
ohne die das Projekt gescheitert wäre – und das
nicht nur beim Ausräumen der Kirche, sondern
auch während der späteren Betreuung der Baustelle und der intensiven Kirchenreinigung nach
dem Abschluss der Baumaßnahme.
Geendet hat das Projekt in und für St. Michael, wie es knapp fünf Monate zuvor begonnen
hatte: mit vielen Gemeindemitgliedern, die das
Inventar wieder in ihre Kirche räumten.
Text: Detlef Trompeter
e
mo.d
Eine Kirche kann viel Arbeit
machen: Bis das Kirchenschiff von St. Michael
wirklich leer war, mussten
die Kirchenbänke abtransportiert werden (Foto links
und unten). Gefegt und
geputzt werden musste
ständig, weil eine Baustelle
einfach immer Dreck und
Staub verursacht.
.af-im
www
23
Seit mehr als vierzig Jahren
reges Gemeindeleben
Vor vierzig Jahren enstand das Neubaugebiet Müggenberg-Rusch. Die katholischen
Gläubigen, die dort wohnten, schufen sich selbst eine geistige Heimat. Das Gemein­
deleben, das damals entstand, hält die Einwohnerschaft bis heute zusammen –
auch wenn sich Rahmenbedingungen geändert haben.
Am 1. Adventssonntag 1974 fand im soeben
bezogenen Neubau der Grundschule Müggenberg-Rusch der erste Gemeindegottesdienst
statt. Wegen der räumlichen Enge mussten bald
zwei Wochenend-Messen eingerichtet werden.
Nur ein halbes Jahr später begann die 15-jährige Pfarrfest-Reihe, meist zu Muttertag, mit einem
großen Zelt auf dem Schulhof. Das Pfarrfest wurde zu einem beliebten Volksfest für den Wohnbezirk, aber auch für die ganze Stadt. Dabei wurde viel benötigtes Geld für den bevorstehenden
Kindergartenbau gesammelt.
Noch wichtiger war das Fest für den Zusammenhalt und das Kennenlernen in der neuen
Gemeinde. Bald konnte eine große, begeisterte
Mitarbeiterschaft gewonnen werden.
Am 1. Dezember 1977 konnte dann nach
einem Architektenwettbewerb (1975) und einer
Dieser Brief war eine inoffizielle Bestätigung des
regen Gemeindelebens
in Müggenberg-Rusch. Im
November 1974 kam das
Schreiben aus dem Generalvikariat. Der Generalvikar Bruno Kresing gestattete die Feier der heiligen
Messe in der Schule des
Neubaugebiets.
24
intensiven Planung mit der Gemeinde der
ersehnte Kindergarten „Franz Stock“ in Betrieb
genommen und am 25. Februar 1978 eingeweiht
werden. Eingeweiht wurde auch der im Untergeschoss des Kindergartens entstandene „FranzStock-Raum“. Ab jetzt fanden die Samstags- und
Sonntagsgottesdienste hier statt.
Fast gleichzeitig entstand in diesen Anfangsjahren eine neue und rege Gemeindearbeit mit
Messdiener-, Jugend- (Kolping und KjG), Kommunion-, Firm-, Familien- und Seniorenarbeit,
Erwachsenentreff, Gemeindechor, Caritasdienst,
Gemeindeausschuss, Krippen- und Blumenschmuckdienst und vielen weiteren Gemeindeaktivitäten.
Dazu gehörte die 1991 fertiggestellte Kegelbahn mit seinem Betreiber der „Kegelbahn-Interessen-Gemeinschaft“ (KIG). Auch die kfd hatte
inzwischen eine eigenständige Gemeinschaft
gegründet.
Nach der Fertigstellung des Kindergartens
war die Zeit reif, den Kirchbau voranzutreiben.
Mit viel Eigenleistung konnten am 28. Mai 1983
die ­St.-Franziskus-Kirche und weitere Gemeinderäume im Untergeschoss der Kirche, das FranzStock-Zentrum mit seinen Außenanlagen und
einige Jahre später das Pfarrhaus fertiggestellt
und eingeweiht werden.
Die Gemeinde hatte sich von Beginn an
stark um das Erbe von Franz Stock bemüht und
durch seinen Namen für den Kindergarten und
die Gemeinderäume gewürdigt. Das Gotteshaus und die neue Gesamtgemeinde erhielten
den Namen „St. Franziskus“, nach dem großen
Vorbild von Franz Stock. Viele feierliche Anlässe
rankten sich um unseren ersten „Namenspatron“
Franz Stock. So gab es zunehmend mehr Austausch und gegenseitige Besuche mit seinen
Wirkungsstätten Chartres und Paris.
Das Gemeindeleben fand im Wohngebiet
viel Zuspruch und so kam der Wunsch auf, als
Das katholische
Gemeindeleben
war schon bald in
Müggenberg-Rusch
unübersehbar: die
zwei Gebäude des
Franz-Stock-Kindergartens
und des
Gemeindezentrums
St. Franziskus prägen
seit Ende der 1970erund Anfang der
­1980er-Jahre das Ortsbild.
Gemeinde die pastorale und finanzielle Selbst- junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch
ein Rückgang der Gemeindearbeit ist insgesamt
ständigkeit zu erlangen.
Als dies am 1. Februar 1997 endlich erreicht war, unübersehbar geworden, nicht zuletzt bedingt
war das Pfarrfest bereits vom Schulhof auf das durch den Strukturwandel in den Gemeinden
eigene Grundstück umgezogen und damit auch und dem damit einhergehenden, veränderten
„kleiner“ geworden. Es ist heute noch ein belieb- Einsatz der Hauptamtlichen vor Ort und in der
ter Mai-Treff, ebenso wie das Anfang Oktober Gesamtkirche insgesamt. Und doch sind durch
die katholische Gemeindearstattfindende Franziskusbeit für das Wohngebiet Mügfest, heute Mitarbeitertreff.
Für das Wohngebiet
Beim Rückblick auf
genberg-Rusch nachhaltig viel
Müggenberg-Rusch sind
Neues und viele neue Angebo40 Jahre Gemeindeleben
Müggenberg-Rusch darf viele Angebote entstanden, te vor Ort entstanden, die heute
Pfarrer i. R. Leo Reiners nicht
mitverantwortlich sind für das
die das Wohlbefinden der
unerwähnt bleiben. Mit viel
Wohlbefinden der Menschen.
Tatkraft, großem Verständ- Menschen prägen. Sie leben In Müggenberg-Rusch lebt
nicht in einem „Schlafort“
nis und außerordentlicher
man nicht in einem „Schlafort“
Menschlichkeit hat er die
von Neheim, sondern in einem
von Neheim, sondern in
weitgehend eigenständigen
wesentlichen Jahre der Aufeinem
weitgehend
eigen­
Wohngebiet mit Gemeinde­
bauzeit als Priester begleiständigen Wohngebiet mit charakter.
tet, die Gremien sicher zu
Kritisch anzumerken ist,
Entscheidungen geführt
Gemeindecharakter.
dass die zu einem lebendigen
und war eine prägende,
ausgleichende FührungsStadtviertel gehörende Infrakraft, jedoch ohne Ab­solutheitsanspruch. Sein struktur, beispielsweise ein Geschäft oder eine
Name wird mit der Franziskuskirche und dem Gaststätte, fehlt. Umso wichtiger ist es, dass die
Franz-Stock-Zentrum immer verbunden bleiben.
Kirche ihren Standort im Wohngebiet zusammen
Alle zuvor genannten wichtigen Aktivitäten mit der Grundschule gehalten hat und weiter
haben sich bis jetzt gehalten – dank einer ­Reihe bemüht ist, im Viertel präsent zu sein.
25
Nach der Revision im Jahr
2012 klingt die Orgel wieder gut. Gut anzusehen
war sie immer schon: ein
Schmuck für die Kirche.
Aufgabe erledigt: Der
Orgelbauverein ist aufgelöst
Umgerechnet fast 100 000 Euro brachte der Orgelbauverein vor dreißig Jahren auf,
um eine neue Orgel anzuschaffen. Ende 2012 löst er sich schuldenfrei auf. Zeit, den
Spendern und Helfern der vergangenen drei Jahrzehnte zu danken.
1993
geweiht
Bereits im Jahre
1993 konnte die
Orgel durch Orgelbaumeister Albers
aus Schmallenberg
erstellt werden. Am
3. Oktober 1993 wurde
die Orgel eingeweiht,
sodass sie im Herbst
2013 ihren 20. Geburtstag feiern konnte.
26
Der Orgelbauverein wurde 1985 ins Leben gerufen. Schnell kamen durch viele Spender kleine
und große Geldbeträge zusammen, besonders
große aus den Erlösen der Pfarrfeste.
Die Gesamtkosten des Orgelbaus beliefen sich
auf rund 195 000,– DM. Nach Begleichung aller
Rechnungen stand dem Verein noch ein kleiner
Restbetrag zur Verfügung, der im Laufe der Zeit
teilweise zur Deckung anfallender Ausgaben
für die Orgel verwendet wurde. Hinzukamen
noch einige gezielte Kleinspenden, sodass,
einschließlich diverser Zinserträge, der Verein
im Herbst 2012 über rund 1 500,– Euro verfügte.
Dieser Betrag floss komplett in die Begleichung
der Kosten für die im Spätherbst 2012 erstmalig
durchgeführte große Revision der Orgel ein, da
sich nach fast 20 Jahren Schwächen im Klangbild hörbar herausgebildet hatten. Da der Verein
nach der Revision seit Herbst 2012 keine Finanzmittel mehr verwaltete, sah er seine Aufgaben
als erledigt an und betrachtete sich mit dem
31. 12. 2012 als aufgelöst.
Zum Abschluss dankt der Verein allen, die an
den vorbereitenden Erörterungen, an der Planung, an der Finanzierung, an den vorbereitenden Baumaßnahmen, an der Errichtung und der
anschließenden Betreuung der Orgel in musikalischer Hinsicht und bei der sorgfältigen Pflege
des Instrumentes beteiligt waren. Er hofft, dass
die Orgel in den kommenden Jahrzehnten ihren
Dienst versieht und pfleglich behandelt wird.
Horst Leise
Taizé – das Ziel von Gläubigen aus aller Welt – im
August auch aus der
Pfarrei St. Johannes Baptist Neheim Voßwinkel.
Foto S. 28: Eine kleine
Musikgruppe begleitet die
Taizé-Gebete in St. Isidor.
Weitere Musiker sind
­willkommen.
Zeit für Gott und
für sich selbst
Im August fährt eine Gruppe aus der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist ins
südfranzösische Taizé. Dort treffen sich Christen aus aller Welt, um christliche
Gemeinschaft zu erleben. Doch Taizé ist auch ganz nah – immer dann, wenn
in der Bachumer Kirche St. Isidor das Taizé-Gebet stattfindet.
Woche für Woche ziehen hunderte Jugendliche
auf den „Hügel der Hoffnung“ in das beschauliche Dörfchen in Burgund.
Für eine Woche nehmen sie am Gebetsleben des ökumenisch ausgerichteten Männerordens teil, treffen andere Jugendliche aus aller
Welt und erleben christliche Gemeinschaft in
gemeinsamen Aktionen, Putz-AGs und Küchendienst eingeschlossen.
Vom 1. bis zum 9. August 2015 werden auch
Firmlinge, einige andere Jugendliche sowie
junge Erwachsene aus der Pfarrgemeinde
St. Johannes Baptist Neheim Voßwinkel unter
den Gläubigen aus aller Welt sein. Sie unternehmen diese spirituelle Reise im Rahmen der
Firmvorbereitung.
Das Taizé-Gebet
Die beeindruckenden Lieder und Gebete von
Taizé gehören mittlerweile zum Gebetsschatz
aller christlichen Kirchen.
Charakteristische Merkmale des Taizé-Gebetes
sind:
n sich mehrfach wiederholende, meist
einfache Gesänge in verschiedenen
­
­Sprachen
n ein biblischer Text
n Zeiten der Stille.
Diese Elemente helfen, sich für Gottes Ruf an
uns zu öffnen und das Herz immer mehr von
Gott erfüllen zu lassen.
Sechs Mal im Jahr lädt eine Gruppe aus der
Pfarrgemeinde zu dieser Form des Gebetes ein.
TaizéFahrt
Die Taizé-Fahrt für
Firmlinge, andere Jugendliche und junge
Erwachsene findet
vom 1. bis zum
9. 8. 2015 statt.
Kontakt:
[email protected]
Gebet in
St. Isidor
Die Termine für das
Taizé-Gebet in der
Kirche St. Isidor sind
im zweiten Halbjahr
am 20. 9., 25. 10. und
22. 11. 2015. Beginn ist
jeweils um 19.00 Uhr.
Wenden Sie sich einfach an Monika und
Kosmas Jansen unter
der Telefonnummer
44 56 16.
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„Es geht darum, sich Zeit zu nehmen für Gott und
für sich selbst“, sagen die Vertreter dieser Gruppe,
„und sich in einer Gemeinschaft von Glaubenden
gegenseitig zu stärken und sich der Liebe Gottes
bewusster zu werden.“ Das Taizé-Gebet wird verstanden als Dienst, um die persönliche Begegnung
mit Gott zu unterstützen.
Eine kleine Gruppe von Musikern begleitet den
gemeinsamen Gesang. Wer stimmsicher singen kann
oder ein Instrument beherrscht, ist herzlich eingeladen, die Musiker während des Gebetes zu verstärken.
Eingeladen sind alle, die sich Zeit nehmen wollen für Gott. Sie sollen sich auch nicht abschrecken
lassen, weil sie keine fremden Sprachen sprechen.
Die Teilnehmer können deutsch weitersingen oder
die Melodie summen.
Ich möchte … an Frère Roger erinnern,
den Gründer von Taizé, der genau
vor einem Jahr beim Abendgebet des
16. August ermordet worden ist. Sein
Zeugnis christlichen Glaubens und des
ökumenischen Dialogs ist zu einer kost­
baren Lehre für ganze Generationen von
jungen Menschen geworden. Bitten wir
den Herrn, dass das Opfer seines Lebens
dazu beitrage, die Bemühungen um
Frieden und Solidarität derer zu stärken,
denen die Zukunft der Menschheit am
Herzen liegt.
Papst Benedikt XVI am 16. August 2006
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Auslosung
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Liesel Fischbach
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Wieder konnten
wir drei glücklichen Gewinnern
ihre Preise übergeben. Verena
Tauber freute sich Verena Tauber
für ihre Familie.
„Der Preis ist genau das Richtige für
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IMPRESSUM
Herausgeber: Pfarrei St. Johannes Baptist
Neheim und Voßwinkel, Hauptstr. 11,
59755 Arnsberg
V.i.S.d.P.: Pfarrer Stephan Jung
Redaktionsteam: Klaus Gabriel, Josef
Epping, Lars Post, Guido Reffelmann
Redaktionelle Koordination: K.-M. Flüter
Anzeigen: Engelbert Schilling
Verlag u. Druck: Bonifatius GmbH,
Paderborn
Verlagsleitung: Rolf Pitsch
Objektleitung: Karl Wegener,
Tel. 0 52 51/153-2 20
Die Erstellung dieser Zeitschrift erfolgte in Zusammenarbeit der Pfarrei St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel und
,
Kirchenzeitung des Erzbis­tums Paderborn.
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