2015 04 - Evangelische Kirche Ruppichteroth

WIR
Dezember 2015 / Januar / Februar 2016
Informationen der Evangelischen
Kirchengemeinde Ruppichteroth
Gutes Bewirken
Diakoniesammlung
Interview: Brigitte Hein
Tafel Ruppichteroth
Jubiläum: Pfarrer
Neuhaus - 20 Jahre
in Ruppichteroth
Geburtstagsfeier
Foto: famveldman, fotolia.de
der Alt-Senioren
Zeit
D i a kon i e s amm lung .
Gutes Bewirken
Diakonie – Adventssammlung für das
Patengroßeltern-Projekt der FreiwilligenAgentur für den Rhein-Sieg-Kreis des Diakonischen Werkes An Sieg und Rhein und
Einzelfall-Beihilfen für in Not geratene
Menschen vom 28.11. bis 19.12.2015.
„Es war einmal in …“, gebannt hören Julius
(3) und Luise (6) zu, als ihre Patenoma ein
Märchen vorliest.
Zusammen gebracht hat die Familie und
die Patenoma die Freiwilligen-Agentur der
Diakonie An Sieg und Rhein. Die Familien
wünschen sich von den Großeltern vor allem Zeit für die Kinder, Ansprechpartner
für sich selber zu finden und Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen.
Den Großeltern ist es wichtig, wieder
Umgang mit der jüngeren Generation zu
haben und mit Kindern schöne, unbeschwerte Stunden verbringen zu können.
Die Familien und potentiellen Großeltern
schildern ihre Wünsche und Vorstellungen. „Danach laden wir zu einem unverbindlichen Kennenlernen bei einem gemütlichen Zusammensein, ein“; berichtet
Marion Willenberg, die ehrenamtliche Koordinatorin der Initiative Bei gegenseitiger
Sympathie werden die Kontaktdaten ausgetauscht, um sich zu verabreden.
Die Patengroßeltern treffen sich regelmäßig mit der Koordinatorin zum Erfahrungsaustausch.
Für Rückfragen steht Ihnen:
Birgit Binte-Wingen
Abteilungsleitung der Freiwilligen-Agentur für den Rhein-Sieg-Kreis
Tel. 02241 – 2521520
[email protected]
(www.diakonie-sieg-rhein.de)
gerne zur Verfügung.
Des Weiteren sind Ihre Spenden auch für
in Not geratene Menschen in den Gemeinden vorgesehen: Arbeitslosigkeit, hohe
Mieten und Energiekosten-Nachforderungen, gesundheitliche Spezialmedikamente, Klassenfahrten oder Freizeitbedarf der
Kinder oder unerwartete Reparaturen im
Haushalt können schnell zu einem größeren finanziellen Problem werden. In
solchen Fällen kann nach Prüfung eine
Einzelfall-Beihilfe ausgezahlt werden. Niemand soll Angst vor dem Abstellen von
Strom oder Heizung haben müssen.
Mit Ihrer Spende leisten Sie einen Beitrag
zur Integration von Flüchtlingen in Ihrer
Nachbarschaft und zum sozialen Frieden
vor Ort. Die Diakonie dankt Ihnen recht
herzlich für Ihre Spende.
Die Aufteilung der Spenden erfolgt wie
immer: 35% verbleiben in der Kirchengemeinde, 25% erhält das Diakonische Werk
unseres Kirchenkreises, 40% erhält die
Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
Jürgen Schweitzer
Geschäftsführer
2|3
Inhalt
10
2
4
6
7
8
9
10
14
17
18
26
30
22
26
30
Gutes Bewirken
Adventssammlung
Titelthema Zeit
Friedenslicht
aus Bethlehem
Weihnachten
Advent Rhytmus des Lebens
Weihnachtspaketaktion
Ehrenamt Zeit für andere
Geistliche Begleitung
Grüße aus Ruanda
Zeit, ein Thema für jung
und alt
Urnengrab unter Zierrasen
Hans Wilhelm Neuhaus
20 Jahre Pfarrer in Ruppichteroth
Gemeinsame Geburtstagsfeier der Alt-Senioren
32 Spielleute Gottes
33 Aus dem Presbyterium
34 Vorstellung der
Presbyterkandidaten
38 Der Redaktionskreis
verschenkt Zeit
39 ZEIT Gedanken
40 Kinderbibeltage
42 Buchempfehlungen
44 Die Kinderseite
46 Es begab sich aber
zu der Zeit
Eine-Welt-Markt
48 Gottesdienste
und regelmäßige
Veranstaltungen
50 Aus unserer Gemeinde
Kontaktdaten
Impressum
Titelt hema.
Zeit
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
selten hatten wir von WIR ein Thema, das so
oft in aller Munde ist, wie in dieser Ausgabe:
die Zeit. „Ich habe keine Zeit“, „Wenn ich Zeit
habe...“, „Tut mir leid, ich habe es eilig...“, das
kennen wir alle. Und Zeit scheint etwas zu
sein, von dem jedem Einzelnen immer weniger zur Verfügung steht. Doch warum?
Von Anbeginn der Zeitrechnung an hat der
Tag vierundzwanzig Stunden. Entscheidend
scheint hier zu sein, wie wir mit unserer Zeit
umgehen: unser Beruf, sicherlich mit der
größte „Zeitfresser“ im Leben, das Familienleben zum Beispiel mit den Hobbies der
Kinder, die von A nach B gefahren werden
müssen, unsere Freizeitgestaltung sowie
das ehrenamtliche Engagement, das alles
„kostet“ Zeit. Zeit ist somit, dadurch, dass
unsere Tage so ausgefüllt sind, ein kostbares
Gut geworden. Vielleicht sogar das teuerste
(nicht im monetären Sinne), was wir anzubieten haben. Zeit ist kostbar und dennoch
gibt es viele Menschen, die gerne und reichlich davon verschenken: an Andere, denen
es nicht so gut geht, die Unterstützung verschiedener Art brauchen.
Wir sind diesem spannenden Thema von
vielen Seiten nähergekommen, eine Jugendliche, die im Selbstversuch definiert,
was Zeit für sie ist (S.18), eine ehrenamtlich
Tätige, die ihre Begleitung in Glaubensfragen anbietet (S.14), eine Dame reiferen
Alters, die sich täglich bei der Tafel ehrenamtlich miteinbringt (S.10), beides Frauen,
die viel ihrer kostbaren Zeit verschenken
zum Wohl von anderen. Darüber hinaus ist
dies die Weihnachtsausgabe. Weihnachten haben viele Menschen frei und Zeit.
Vielleicht suchen sie noch Lesestoff für
die dunklen langen Wintertage, bei uns
finden Sie Buchempfehlungen von Sigrid
Altwicker (S.42) , den Hinweis auf Einkehrtage mit Frau Dripke im nächsten Jahr
(S.16) sowie unsere spannende Idee „Zeit
zu verschenken“. Sie können uns, den gesamten Redaktionskreis für 60 Minuten an
einem Ort Ihrer Wahl einsetzen, vielleicht
haben sie eine originelle Idee, wo wir sinnvoll eine Stunde Lebenszeit verschenken
können (S.38).
4|5
Aus der Bibel wissen wir alle, dass alles seine von Gott bestimmte Zeit hat:
Gott hat alles im Voraus bestimmt
zerreißen und zusammennähen,
schweigen und reden.
Das Lieben hat seine Zeit und auch das
Hassen,
der Krieg und der Friede.
Alles, was auf der Erde geschieht, hat seine von Gott bestimmte Zeit:
Wir, der gesamte Redaktionskreis wünscht
Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein frohes,
gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, zufriedenes Jahr 2016 mit viel Zeit für
Müßiggang für Schönes und Erbauliches!
Foto: Dagmar Hohn
Geboren werden und sterben,
einpflanzen und ausreißen,
töten und Leben retten,
niederreißen und aufbauen,
weinen und lachen,
wehklagen und tanzen,
Steine werfen und Steine aufsammeln,
sich umarmen und sich aus der Umarmung lösen,
finden und verlieren,
aufbewahren und wegwerfen,
(Buch Kohet 3,1-8)
Gedanken zu: Was ist Zeit?
• Der Gedankenstrich auf dem Grabstein zwischen den Jahreszahlen
• Der Abschnitt zwischen zwei Zeigerbewegungen auf der Uhr
• Eine messbare Einheit, die durch die Gestirne bestimmt wird
• Das, was mir bleibt, wenn ich Pflichten abziehe
• Das kostbarste Gut, das ich anderen schenken kann
• Das Gegenteil der Unendlichkeit
• Eine relative Einheit, die mal kurz, mal lang empfunden wird
• Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang und vom Unter- gang bis zum Sonnenaufgang, alles steht im Zeichen Gottes
Dagmar Hohn
ho
Wei h nachte n.
Friedenslicht aus
Bethlehem 2015
Die Friedenslichtaktion 2015 steht in
Deutschland unter dem Motto „Hoffnung
schenken – Frieden finden“ und will damit Zeichen für Gastfreundschaft und für
Menschen auf der Flucht setzen.
Foto: Lotz
Das Friedenslicht aus Bethlehem wird
am dritten Advent mit dem Zug in rund
30 deutsche Städte gebracht. In Aussendungsfeiern wird es an christliche Gruppen und Gemeinden weitergereicht. Die
Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986.
Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr
entzündet ein Kind das Friedenslicht an
der Flamme der Geburtsgrotte Christi in
Betlehem. Von dort aus wird es mit dem
Flugzeug nach Wien gebracht, wo es die
Pfadfinder in Empfang nehmen. Seit 1994
kommt es auch nach Deutschland.
6|7
Anders gesagt
WEIHNACHTEN
Einer hat in der Nacht die Welt auf den Kopf gestellt.
Unten wird oben, dunkel wird hell, Schattengestalten
sind mittendrin, Könige knien vor einem Kind.
Einer verschenkt sich selber an den anderen.
Leuchtende Augen erhellen den Raum.
Das Leben: ein Festmahl, an dem jeder sich satt essen kann.
Himmel auf Erden, sagt einer und hebt lächelnd das Glas.
Grafik: Pfeiffer
Tina Wilms
Wei h nachte n.
Advent –
Rhythmus des Lebens
„Die Wüste und Einöde wird frohlocken,
und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien (Jesaja 35,1).“ Sind das
Bilder für den Dezember? Blicke auf Orte,
die nicht mehr bewohnt werden können?
Einöden sind menschenleer. Und ein Land
ist zur Wüste gemacht, wenn es nichts
mehr enthält von dem, was wir zum Leben
brauchen.
Ein Freund von mir ist leidenschaftlicher
Wüstenwanderer. Er berichtet begeistert
vom funkelnden Sternenhimmel in der
kalten Wüstennacht. Diese Stunden sind
nicht einsam oder leer – und geistlos
schon gar nicht.
Foto: Dagmar Hohn
In den Wochen des Advents startet der
Rhythmus des Lebens neu. Und doch ist
jeder Tag unverwechselbar. Ich kann es
nicht vorherbestimmen oder gar beeinflussen. So wird es immer wieder Wüsten-
tage geben: zwischen trocken und sandig,
zwischen einsam und leer. Ich kann im
Dezember Wüstentage und einsames Leben zulassen. Sie bleiben zwar unwirtliche
Orte, zeigen aber auch himmlische Gefühle. Meinen natürlichen Lebensrhythmus
können Wüstentage und Einöde nicht
besiegen. Sie helfen, tief einzuatmen, Luft
zu holen, den Sand abzuwehren, der in
die Augen, den Mund, die Nase dringen
will. An Wüstentagen finden meine Augen
weite Blicke. Sie rücken mein Warten und
Hoffen zurecht. Sie bieten Land für neue
Gedanken, verzichten auf Lärm.
Vielleicht sollten die Wüstentage in der
Adventszeit besser Oasentage werden,
befragt nach der frohlockenden Bedeutung von Nutzen und Ziel.
Erich Franz
Siegburger Tafel
Weihnachtspaketaktion
Tafel für Leib und Seele
8|9
Siegb
Tafel für
Lohmarer Tafel
Grafik: Pfeffer
Tafel für Leib und Seele
Alle Jahre wieder…
Lohm
möchten die ehrenamtlichen Helfer der
Ruppichterother Tafel den bedürftigen
Bürgern unserer Gemeinde ein Weihnachtspaket mit Lebensmitteln überreichen. Das sind z. Zt. etwa 300 Personen,
eingerechnet die Familien und Asylsuchenden.
Tafel für
Troisdorfer Tafel
Tafel für Leib und Seele
Bei
Bedarf holen wir Ihr Paket gerne ab
-eventuell auch schon früher-.
Troisd
Tafel für
Die Mitarbeiter der Ruppichterother Tafel werden die Weihnachtspakete dort in
Wir bitten Sie um Lebensmittelspenden
Empfang
nehmen und am Mittwoch, 23.
Siegburger
Tafel
Sankt
Augustiner
Tafel
in weihnachtlich geschmückten, offenen
2015, von 13.00
Uhr – 15.00 Uhr
Tafel fürDezember
Leib und Seele
Tafel für Leib und Seele
Kartons. Die Lebensmittel sollten we- an die Kunden verteilen.
Siegburger
gen der Hygienevorschriften ungekühlt
Tafel fürSankt
Leib un
Tafel für
haltbar sein. Schön wäre es, wenn Lohmarer
die Wer lieber
möchte,
kann
auch
UnverTafel
Bedürftigen mit dem Inhalt des Paketes
oder eine GeldspenTafel fürpacktes
Leib und abgeben
Seele
Lohmarer Ta
ein Weihnachtsessen zubereiten oder die de überweisen auf folgendes Konto:
für Leib un
Vorratskammer über die Festtage etwas IBAN DE 1237 0695 2405 0654 Tafel
1026
Windeck/Eitorfer
Tafel
auffüllen könnten.
(Raiba Much-Ruppichteroth)
Tafel fürTafel
Leib und Seele
Troisdorfer
Winde
Troisdorfer
Vielen Dank und wir wünschen Ihnen ein Tafel für
Tafel für Leib und Seele
Geeignet sind Nudeln, Reis, Dauerwurst,
Tafel für Leib un
Käse, Dosen und Gläser, süße und salzige frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!!
Knabberware, Tee, Kaffee, H-Milch, Saft,
Augustiner
TafelTafel
etc. Sie schreiben dazu, ob das PaketSankt
für Ihre
Ruppichterother
Sankt Augus
Tafel für Leib und Seele
eine, zwei oder mehr Personen gepackt ist
Tafel für Leib un
Ruppichterother Tafel
oder für eine …?.. köpfige Familie.
Ruppi
Tafel für Leib und Seele
Tafel
Abgabetermin für Ihr WeihnachtspaketWindeck/Eitorfer
ist
Tafel fürVorstandsteam:
Leib und Seele
Montag, der 21.Dezember 2015,
C. Kreysern (0178 5523466),
zwischen 09:00 Uhr und 16:00 Uhr
B. Rosner (0177 3005718),
im katholischen Pfarrheim, Mucher Str Ruppichterother
.3
R. Strauss (0152Tafel
51893777)
Tafel für Leib und Seele
Tafel für
Windeck/Eit
Tafel für Leib un
Ruppichtero
Tafel für Leib un
E hre namt .
Zeit für Andere
10 | 11
Ein Interview mit Brigitte
Hein, ehrenamtlich Tätige
bei der Tafel Ruppichteroth
Wir stellen Ihnen heute eine stille und bescheidene ehrenamtlich tätige Dame vor, die
seit Juni 2008 fast täglich die Tafel in Ruppichteroth mit ihrer Arbeitskraft unterstützt und
wie Cornelia Kreysern aus dem Leitungsteam
der Tafel es beschreibt „Es ist einfach toll, mit
welcher Ausdauer und mit wie viel Hilfsbereitschaft sie im fast täglichen Einsatz ist und
am Besten weiß, wo es lang geht“: Brigitte
Hein. Sie ist 81 Jahre alt, Rentnerin und hat
eine Tochter, einen Enkelsohn und eine kleine
Urenkelin. Früher hat sie viele Jahre bei Gebrüder Willach gearbeitet und bei der evangelischen Kirche als Hausmeisterin des ehemaligen Gemeindehauses, in dem sie auch
einige Jahre wohnte. Heute lebt sie mitten
im Ortskern von Ruppichteroth nach zahlreichen Umzügen zwischen Birrenbachshöhe,
Much, Velken, Schönenberg, Gutmannseichen, Ruppichteroth. Viele von Ihnen kennen
Sie, zum Beispiel aus Vertretungsdiensten als
Küsterin unserer Kirche.
WIR: Guten Tag Frau Hein, herzlichen
Dank, dass Sie sich Zeit nehmen für ein
Interview, hier im Gertrudisstift in den
Räumen der Tafel Ruppichteroth. Zeit
ist übrigens auch unser Thema für den
Gemeindegruß WIR. Wie stehen Sie als
Ruheständlerin zum Thema „Zeit“?
Brigitte Hein: Ich habe viel davon und gebe
sie gerne weiter, meist bin ich fünf Tage in
der Woche hier bei der Tafel. Dienstag und
Freitag ab 8.00 Uhr und Donnerstag und
Samstag fangen wir um 9.00 Uhr an, weil
die Ware erst später bei den Supermärkten
abgeholt wird.
WIR: Erläutern Sie doch bitte einmal den
zeitlichen Ablauf bei der Tafel.
Brigitte Hein: Also, die Ware wird von uns
mit dem Auto bei den Supermärkten unserer und der Nachbargemeinden abgeholt,
hierhin gebracht und von uns sortiert bzw.
aussortiert. Selbst der Abfall wird wiederverwertet, zum Beispiel als Tierfutter, dass
Privatleute bzw ein Bauer bekommen. Nur
das, was gar nicht mehr verwertet werden
kann, wird dann weggeworfen.
E hre namt .
schaut und seit Juni 2008 bin ich nun hier.
Ich komme gerne hierhin. Wir sind ein sehr
nettes Team hier und verstehen uns alle
sehr gut. Auch unsere Kunden sind sehr
nett, es hat noch nie Probleme gegeben.
WIR: Können Sie immer alle ihre Kunden
zufriedenstellen?
Danach packen wir Kartons für eine Person, zwei Personen, Familien usw. Jeder
Neu- Kunde von uns wird uns von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Gemeindeverwaltung vorgestellt und erhält einen
Ausweis mit Nummer, mit dem ist er/sie
berechtigt ist, bei uns einzukaufen. Ein solcher Karton mit Lebensmitteln kostet 1 €.
Dienstags und freitags sind dann Ausgabetage, an denen die Kunden kommen, sollte
einmal jemand verhindert sein, so ruft er
an, damit wir das wissen, sonst würde die
vorbereitete Ware hier verderben.
Birgitte Hein: Grundsätzlich schon, aber
viele, die neu hier sind, kennen zum Beispiel keine Kartoffeln, weil es sie in ihrer
ehemaligen Heimat eben nicht gab. Und
Reis und Nudeln bekommen wir eigentlich
nicht. Mit der Zeit lernen die neuen Mitbürger dann aber die Kartoffeln und ihre Zubereitung kennen und freuen sich auch über
Kartoffeln. In selten Fällen kaufen wir auch
von Spendengeldern ab und an Lebensmittel hinzu, wie zum Beispiel Reis.
Wenn neue Kunden dazukommen, so erfahren wir das vorher von der Gemeindeverwaltung, damit wir entsprechend planen können.
WIR: Wie sind Sie denn zur Tafel gekommen?
Brigitte Hein: Über Frau Zindler, die mich
eines Tages fragte, ob ich mir vorstellen
könnte, bei der Tafel ehrenamtlich mitzuarbeiten. Dann habe ich mir das Ganze ange-
WIR: Was fällt Ihnen ein zum Stichwort:
Zeit für andere?
Brigitte Hein: Ja, ich kenne das aus eigenen Erfahrungen. In meinem Leben hatte ich auch immer Zeit für andere: Meine
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Birgitte Hein: Ich würde mir wünschen,
dass ich noch lange gesund bleibe und hier
arbeiten kann.
WIR: Frau Hein, man sieht Ihnen an, dass
Ihnen diese Aufgabe hier viel Freude
macht.
Mutter zum Beispiel hatte mit 79 Jahren
einen Hirnschlag. Sie wohnte in Much bei
meinem Bruder und die haben wir dann
zu dritt gepflegt, jeder zwei Tage in der
Woche. Außerdem habe ich meinen Enkel
mit großgezogen, damit meine Tochter
weiter arbeiten konnte. Ich habe damals
halbe Tage bei Gebr. Willach gearbeitet
und habe mich um das Gemeindehaus
sowie um meinen Enkel gekümmert.
WIR: Wann haben Sie Zeit für sich?
Brigitte Hein: Mittags, wenn ich von der Tafel nach Hause komme. Dann gehe viel und
oft spazieren. Wenn man nur sitzt, dann
rostet man ja ein. Ich muss mich viel bewegen. Außerdem stricke ich gerne Socken.
Früher als wir vom Abendkreis noch auf
dem Weihnachtsmarkt einen Bazar hatten,
da habe ich immer mindestens 50 Paar Socken gestrickt. Heute stricke ich vor allem
für die Familie und Nachbarn.
WIR: Wenn Sie einen persönlichen
Wunsch für sich frei hätten, wie sähe
der aus?
Brigitte Hein: Ja, ich war dankbar, dass Frau
Zindler mich angesprochen hatte. Ich komme gerne hierhin, wir sind ein tolle Team.
WIR: Vielen Dank für das Gespräch, Frau
Hein, und alles Gute für Sie.
Brigitte Hein: Ich danke Ihnen.
ho
Na chge f rag t.
Geistliche Begleitung
Frau Josefine Dripke wohnt in der Gemeinde
Ruppichteroth und singt im evangelischen
Kirchenchor mit. Sie ist Atemlehrerin, Seelsorgerin (KSA) und Geistliche Begleiterin.
heißt nachspüren, nachsinnen, um dabei
möglicherweise dem tieferen Sinn von
konkreten Alltagserfahrungen mehr auf
die Spur zu kommen.
Nach ihrer Ausbildung zur Geistlichen Begleiterin hat sie sich bereit erklärt, in unserer Kirchengemeinde ihren ehrenamtlichen
Dienst anzubieten. Im August 2015 hat
sie sich und ihre Arbeit dem Presbyterium
vorgestellt. Nachfolgend erläutert Sie den
Lesern des Gemeindegrußes dieses für unsere Kirchengemeinde ganz neue Angebot.
In unserer tieferen menschlichen Existenz
sind wir als Kind Gottes, als Gegenüber
Gottes gemeint.
Frau Dripke, was versteht man unter
„Geistlicher Begleitung“?
Viele Menschen sind auf der Suche nach
Sinn, nach Halt, nach Hoffnung, nach dem
existentiellen Grund ihres Lebens. Viele
sehnen sich nach „leibhaftigen“ Erfahrung
mit Gott, sie sehnen sich nach Lebendigkeit und Erfüllung, die nicht nur in äußeren Dingen wie Status und Anerkennung
zu finden ist. Umschreiben würde ich es
als eine Sehnsucht nach Lebensfülle und
Lebenserfüllung.
Geistliche Begleitung ist dazu da, sich auf
diesem „Weg zum Leben“ durch eine Person begleiten zu lassen, das eigene Leben
zur Sprache zu bringen und den Alltag auf
Gott hin zu durchschauen. Durchschauen
Im Psalm 139 kommt es gut zum Ausdruck:
„Er hat uns so fein gemacht und gestaltet“.
In Ihrer Abschlussarbeit zur Geistlichen
Begleitung erwähnten Sie, dass Sie seit
25 Jahren in der Erwachsenenbildung
tätig sind und seit mehreren Jahren auf
dem christlich-spirituellen Wege sind.
Was ist das Besondere am christlich-spirituellen Weg?
Schon lange Zeit vor meinem erneuten
Eintritt in die evangelische Kirche habe
ich aufmerksam in der Bibel gelesen. Ich
fühlte mich dabei von Jesus Christus persönlich gemeint und angesprochen. Viele
Gleichnisse wie z.B. das aus Johannes 15,
in dem Jesus als der „wahre Weinstock“ zu
uns allen spricht, haben mich tief berührt.
Ich wollte Jesus in mein Leben hineinlassen, mein Leben in der Verbindung mit
Ihm zur Reife bringen lassen. Es war eine
tiefe Sehnsucht und Suche nach seiner
Gegenwart, die nicht aufhört, mein Le-
14 | 15
Welchen Umfang hatte ihre Ausbildung?
Foto: Familie Dripke
Der Geistlichen Begleitung ging ein Seelsorgekurs von 6 Wochen in einzelnen Blöcken voraus.
ben zu bewegen, die nicht aufhört, mein
Leben zu verwandeln. Das Besondere am
christlich-spirituellen Weg ist, dass Gott
uns in Jesus Christus als Mensch begegnet. Er ist unser geistlicher Begleiter auf
dem christlich-spirituellen Weg.
Und im Gleichnis sagt Jesus auch: „Ohne
mich könnt ihr nichts tun“. Also geht es
in der Begleitung von Menschen auch für
mich darum, ein feines Gespür dafür zu
entwickeln, wo Gott im Leben eines Menschen wirken möchte, was er ihm oder ihr
sagen möchte, wie er sie oder ihn begleiten
möchte. Es geht also darum, das geistliche
Thema aufzuspüren und für den jeweiligen Menschen erfahrbar werden zu lassen.
Die Fortbildung zur Geistlichen Begleitung fand ebenfalls in 6 Wochenkursen
über 2-3 Jahre verteilt statt. Die Reflexion
des eigenen geistlichen Weges spielte eine
große Rolle und ebenso das Üben in der
Gesprächsführung. Jeder Kursteilnehmer
hat eine Begleitung in Einzelgesprächen
erfahren, weiterhin trafen und treffen wir
uns regelmäßig in regionalen Kleingruppen. Nach der Ausbildung werden vom
Haus der Stille für BegleiterInnen Supervisionstage angeboten und damit geht
natürlich auch der eigene Weg weiter.
In welchen Fällen könnte man sich an Sie
wenden?
Es gibt nichts Spezielles, was die Geistliche Begleitung ausschließen würde.
Jede/Jeder kann kommen, der oder die
ihren Glauben finden, vertiefen, erspüren
möchte oder eben das geistliche Thema
im eigenen Leben mehr in Erfahrung bringen will. Vielleicht ist es Unrast und, ich
nenne es mal „eine produktive Unruhe“,
die jemand in sich spürt, oder sie/er hat
Sehnsucht nach einem tieferen Sinn der
Na chge f rag t.
eigenen Existenz. Wie hat Gott mich gedacht, wozu möchte er mich berufen?
Es ist sinnvoll, zunächst nur einige Gespräche zu vereinbaren und erst danach einen
Kontakt für einen längeren Zeitraum zu
verabreden. Für längerfristige Begleitung
in Einzelgesprächen empfiehlt es sich
dann, sich mindestens ein Jahr monatlich
für etwa eine Stunde zu treffen.
Geistliche Begleitung kann aber auch in
Form von Einkehrtagen geschehen. Das
ist besonders für Menschen gut geeignet,
die sich mit anderen spirituell Suchenden
gerne in einer Gemeinschaft austauschen,
dort ihre Erfahrungen einbringen und von
den Erfahrungen anderer Menschen inspiriert werden. Hierbei kann Atem- und
Leibarbeit in die Präsenz führen, in das
„Hier bin ich“, Wanderungen zu Schöpfungsthemen bewegen Körper und Seele,
Stille lässt Raum für die Erfahrung, und so
können auch biblische Impulse in die leibseelische Erfahrung einfließen. Darüber
hinaus steht auch die Gemeinschaft der
Gruppe im Mittelpunkt.
Wo sind ihre Grenzen und wo sind die
Grenzen ihrer ehrenamtlichen Arbeit?
Für mich und jede/n Geistliche/n Begleiter/In ist es wichtig, behutsam und respektvoll mit Menschen umzugehen, die
leiblichen und seelischen Ohren zu öffnen und mit Empathie zuzuhören. Wahrscheinlich kommt jeder Mensch in seinem
Leben ein oder mehrere Male in eine seelische Not oder Verstimmung. Aber dabei
gilt es zu unterscheiden: Kommt die Not
durch eine spirituelle Krise, in der möglicherweise Gottes Handeln unser menschliches Fassungsvermögen übersteigt? Das
wird häufig als „dunkle Nacht“ oder als ein
„finsteres Tal“ empfunden, durch welches
wir hindurchgehen müssen. Oder liegt
vielleicht eine psychische Erkrankung vor?
Geistliche Begleitung ist keine Therapie.
Hier müssen wir die eigenen Grenzen respektieren. Das sind auch die Grenzen, die
der ehrenamtlichen Arbeit gesetzt sind.
In der Ausbildung wurden wir auch dafür
sensibilisiert. Ich selbst kann und will Menschen nicht verändern. Das bewirkt allein
Gott.
Wie gut kennen Sie unsere Gemeinde?
Ich schätze die Gemeinde Ruppichteroth
mit Pfarrer Neuhaus und seinen Mitarbeitern sehr. Ich empfinde hier eine große Offenheit für dieses spirituelle Thema,
dass die Herzen in die Wahrnehmung und
die Erfahrung des Glaubens führt. Verschiedene Menschen kenne ich durch das
Kirchencafé und ich spüre, dass es eine
große Akzeptanz für die ökumenische
Glaubensgemeinschaft der Christen gibt.
Ich freue mich, dass ich in dem kleinen Kirchenchörchen so freundlich aufgenommen wurde und freue mich auch darauf,
bei den Festen mitzusingen. Ehrenamtlich
bin ich außerdem noch in einer Gemeinde
im Oberbergischen aktiv. Aber wie sag-
te Goethe so passend: „Warum denn in
die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt
so nah“. Und da ich mit meinem Mann in
Millerscheid wohne, ist Ruppichteroth für
mich das Gute, das so nah liegt.
Wie kann man sich mit Ihnen in Verbindung setzen? Kostet es mich etwas, wenn
ich die Geistliche Begleitung für mich
wahrnehme?
Foto: einsatz-fuer-ruanda.auslandsblog.de
16 | 17
Projekt Senfkorn
Der Kontakt zu mir, sollte nach Wunsch
des Presbyteriums, möglichst über das
Gemeindebüro laufen. Wenn Sie dort Namen und Telefonnummer angeben, so
werde ich mich zur Terminvereinbarung
mit Ihnen in Verbindung setzen. Ein Treffen sollte dann möglichst in einem Raum
der Arche stattfinden.
Meine Arbeit mache ich ehrenamtlich.
Kosten entstehen Ihnen dafür nicht. Sollten wir uns mehrfach treffen, so wäre eine
freiwillige Spende für diakonische Zwecke
der Gemeinde (derzeit ist die Flüchtlingshilfe natürlich aktuell) wünschenswert.
Anna Christina
Hans aus
Winterscheid
in Ruanda
Die junge Erwachsene Tina Hans aus Winterscheid leistet von September 2015 bis
März 2016 im Rahmen des Freiwilligendienstes in der Stadt Ruhengeri in Ruanda
ihren Freiwilligendienst ab. Sie unterstützt
eine Schule für Straßenkinder sowie den
angrenzenden Lerngarten. Ihre Erlebnisse,
ihre Gedanken aber auch Hintergrundinformationen veröffentlicht sie fast täglich
im Internet. Unter http://einsatz-fuerruanda.auslandsblog.de können auch wir
hier in Ruppichteroth, an ihrer Reise und
ihren Erlebnissen teilhaben.
Der Redaktionskreis bedankt sich bei Frau
Dripke für die ausführlichen Informationen und macht auf den Einkehrtag, der am
6. Februar 2016 in der Arche der Evangelischen Kirchengemeinde Ruppichteroth
von 14.00 bis 17.30 Uhr unter der Leitung
von ihr stattfindet, aufmerksam.
rg
rg
Aus u ns e re r G emeinde.
Zeit, ein Thema, das uns alle
beschäftigt, jung und alt
Zeit, dieses so alltagsnahe und wichtige Thema beschäftigt uns alle. Ob jung oder alt,
Zeit spielt eine große Rolle in unserem Leben.
Umso bemerkenswerter, wenn ein junger
Mensch im Alter von 17 Jahren sich bereits
schriftlich mit diesem so wichtigen Thema
auseinandersetzt. Meine Freundin Leonie hat
dies 2011 im Rahmen ihrer Zwölftklassarbeit
an der Waldorfschule getan und mir ihre Arbeit zur Verfügung gestellt als sie hörte, dass
ich einen Artikel über das Thema „Zeit“ schreiben wollte. Ihre gesamte Arbeit umfasst
mehr als sechzig Seiten und zeigt sehr schön
die Auseinandersetzung mit dem Thema und
zwar zunächst entwicklungshistorisch, dann
eher philosophisch und schließlich sehr praktisch mit dem Selbstversuch, 8 Tage komplett
ohne Uhr bzw. Zeitangabe zu leben. Lesen Sie
selbst, zu welchen Erkenntnissen sie kam:
Ausgangspunkt :
Ein Zeugnisspruch für Leonie
„Ihr wollt die Zeit messen, die maßlose
und unermessliche. (...)
Aus der Zeit wollt ihr einen Strom machen,
an dessen Ufer ihr sitzt und schaut, wie er
fließt.
Doch das Zeitlose in euch (...) weiß, dass
Gestern nichts anderes ist
als die Erinnerung von Heute
und Morgen der Traum von Heute.“ [...]
Khalil Gibran
Wie und warum ich auf
mein Thema ‚Zeit‘ gekommen bin
Zu Beginn der Beschäftigung mit meiner
Zwölftklassarbeit, wurde ich auf einen Bericht von einem Projekt aus Melbourne
aufmerksam. Es ging dabei darum, dass die
Menschen immer weniger Zeit haben, um
kleine, scheinbar unwichtige Dinge zu genießen, die aber doch einen Tag schon neu
und interessanter gestalten können.
Bei diesem Projekt ‚aMoment‘ hatte sich
eine Frau die Mühe und Arbeit gemacht,
schöne alte Tassen zu sammeln, sie mit
Erde zu füllen und in jede ein kleines Vergissmeinnicht hinein zu pflanzen.
Als die Blumen dann gewachsen waren
und blühten, stellte sie diese überall in der
Innenstadt Melbournes an Haustüren oder
Hauseingängen ab.
18 | 19
Foto: Dagmar Hohn
Indem ich mich sozusagen eine Woche
lang von der Uhrzeit unabhängig gemacht
habe, war es mir möglich am Ende dieser
Zeit durch Beobachtung und die gesammelten Erfahrungen eine Aussage darüber
zu machen.
Mit diesem Blümchen wollte sie daran
erinnern, dass man sich jeden Tag ein
wenig Zeit nehmen sollte für etwas Schönes, auch wenn die Zeit oft knapp ist.
Nach mehr als einem halben Jahr, habe ich
diesen allerersten Gedanken wieder aufgegriffen und wollte ihn zum Thema des
praktischen Teils meiner Zwölftklassarbeit
machen. [...]
Der praktische Teil
meiner Zwölftklassarbeit
Im praktischen Teil meiner Zwölftklassarbeit habe ich eine Woche lang nicht auf die
Uhr geschaut.
Mein Ziel war es festzustellen, ob man dadurch besser zu einem eigenen Zeitrhythmus gelangen kann, und ob die Uhrzeit
wirklich keine Rolle mehr spielen würde.
Um möglichst viele Alltagssituationen
ohne Uhrzeit erleben zu können, habe ich
drei Tage während der Schulzeit, ein Wochenende und zwei Tage der Ferien gewählt, an denen ich meinen praktischen
Teil durchführte.
Dabei wollte ich vom gewohnten Umfeld
zu Hause Abstand nehmen, damit ich wirklich die Chance haben würde, meinen eigenen Rhythmus zu finden.
Also wohnte ich zunächst drei Tage in der
Jugendherberge, dann drei Tage im Yogaraum meiner Mutter und die letzten zwei
Tage in den Ferien, habe ich wieder zu Hause verbracht. Auf Handy, Fernsehen und
größtenteils auf den Computer und das
Internet musste ich verzichten.
Während dieser Zeit, habe ich dokumentiert, was ich gemacht und wie ich mich
dabei gefühlt habe.
Um später feststellen zu können, was ich
zu welcher Uhrzeit getan habe und eine Bilanz daraus ziehen zu können, habe ich bei
jedem Tagebucheintrag ein Foto gemacht.
Anhand des Fotos konnte ich später nach
Ende des Projekts die genaue Uhrzeit der
jeweiligen Einträge bestimmen. [...]
Foto: Dagmar Hohn
Aus u ns e re r G emeinde.
Schlussfolgerung
Jetzt, da ich meinen praktischen Teil abgeschlossen habe, kann ich eine Schlussfolgerung aus meinen Erfahrungen ziehen.
Zuallererst ist mir aufgefallen, dass besonders stark am Anfang der Impuls auf die
Uhr zu schauen bestand, um sich ständig
rück zu versichern, nichts Falsches zur falschen Zeit zu tun.
Langsam habe ich mich dann jedoch daran gewöhnt, nicht auf die Uhr zu schauen.
Vollständig verschwand der Gedanke an
die Uhr während der ganzen Zeit jedoch
nicht.
Die Rückversicherung für die Tagesstruktur
gibt mir mehr Halt, als ich wusste.
Die Überlegung, wann man essen sollte,
stimmt man eigentlich immer mit der Uhr
ab. Kann man das dann plötzlich nicht
mehr, macht man sich Gedanken darüber,
ob es nicht schon zu spät zum Essen sei.
Komischerweise hatte ich nie das Gefühl zu
früh zu essen, sondern immer nur zu spät.
Betrachtet man die Uhrzeiten, zu denen ich
gefrühstückt, zu Mittag und zu Abend gegessen habe, so kann man sehen, dass erstens keine einheitliche Uhrzeit vorlag und
ich zweitens immer später gegessen habe,
als ich das sonst zu Hause getan hätte.
Eine weitere Struktur, die ich vermisste, war
die, die mir sagte, wann man schlafen gehen sollte. Meistens rechne ich es mir ungefähr aus, wann ich ins Bett gehen muss,
damit ich genügend Schlaf bekomme, da
mir das sehr wichtig ist. [...]
20 | 21
Insgesamt habe ich also bemerkt, dass erstens die Uhrzeit immer noch eine große
Rolle bei der Organisation meines Alltags
gespielt hat, und dass zweitens mein Alltag
einfach nur an Struktur verloren hat, ohne
dass ich zu einem eigenen Lebensrhythmus gefunden hätte. Ich denke, um wirklich einen eigenen Rhythmus zu finden,
muss man solch ein Projekt über eine viel
längere Zeit durchführen.
Zeit- für mich am Ende
Der Frage, was ich mir unter dem Begriff
‚Zeit‘ vorstelle und was ich damit verbinde, möchte ich jetzt, nachdem ich meinen
praktischen und theoretischen Teil meiner
Zwölftklassarbeit abgeschlossen habe,
nachgehen.
Natürlich verbinde ich nun sehr stark meine Zwölftklassarbeit mit diesem Begriff.
Während der Auseinandersetzung mit dem
Thema ‘Zeit‘, ging es mir hauptsächlich darum heraus zu finden, auf welchen Aspekt
der Zeit sich mein Interesse hauptsächlich
richtet. Durch die große Auswahl an möglichen Themenbereichen wurde die Suche
für mich erschwert.
Meine erste Erkenntnis über die Zeit ist deswegen, dass die Zeit zu fast allen Bereichen
unseres Lebens Bezug hat und auf sie Einfluss ausübt.
Des Weiteren ist meine Wahrnehmung von
Zeit hauptsächlich von der Gesellschaft
und Wirtschaft, und deren Umgang mit der
Zeit, geprägt. Und schließlich wirkt mein
praktischer Teil sich auf meine Definition
von Zeit aus.
Zeit ist für mich etwas von der Natur dem
Menschen Gegebenes. Nun ist aber der
Einfluss unserer Gesellschaft und der Wirtschaft auf uns und unsere Zeit so groß, dass
uns nur noch wenig Spielraum zur eigenen
Verwaltung unserer Zeit bleibt. Die Uhr ist
ein Hilfsmittel zur Organisation unserer
Gesellschaft, aber auch beim Verzicht auf
dieses Hilfsmittel, bleibt nur wenig Zeit zur
eigenen Gestaltung.
Ich sehe in der Zeit einen Raum für schöpferische und rückbesinnende Momente
und ich glaube, dass letzteres durch das
schöpferische Verlangen des Menschen zur
Zeit etwas zu kurz kommt. [...]
Leonie
Ergänzend zu Leonies Fazit möchte ich es so
erweitern: „Zeit ist für mich etwas von Gott
dem Menschen Gegebenes. Zeit gibt Raum
für schöpferische Rückbesinnung, sich Zeit
nehmen für das Wesentliche im Leben, sich
Zeit nehmen, Vergissmeinnicht zu pflanzen
und diese zu genießen. Im Grunde sehnen wir
uns alle danach.“
Wann fangen wir endlich damit an? ho
Aus u ns e re r G emeinde.
Lieber ein Urnengrab unter
gepflegtem Zierrasen als ein
Familiengrab mit Brennnesseln?
Immer häufiger kommt die Frage auf, ob
man die Nachkommen mit der Grabpflege
nicht überfordert. Was ist, wenn die Nachkommen weit weg wohnen oder wenig
Geld haben? Und eine mit Brennnesseln
überzogene Grabstelle ist einfach unschön
und allein der Gedanke daran ist für manche schmerzhaft.
Neben die bisherigen Möglichkeiten, wie
z.B. eine Sterbekasse zu führen und für
die Grabpflege zu Lebzeiten im Voraus zu
sorgen (durch Pflegevereinbarung mit Firmen) oder im Testament eine Person mit
Geld und Aufgaben zu bedenken, treten
eine Vielfalt von alternativen und kostengünstigeren Bestattungsformen.
Auf dem evangelischen Friedhof von Ruppichteroth sind es voraussichtlich ab Sommer 2016 folgende: Wiesengrab, Urnenfeld
mit Steele und Wiesen-Urnenfeld mit Gravur-Platten. Das wirft natürlich die Frage
auf, ob Urnen eigentlich eine gute Alternative zum Sarg sind.
Allgemeines Pro und Contra zur Urne
Generell erfordern kleinere Grabfelder we-
niger Pflegeaufwand, aber sie setzen Urnen
voraus. Eigentlich gibt es für die Urne keine theologischen Gegenargumente, aber
viele fühlen hier inneren Widerstand, den
ich bei einer Entscheidungsfindung immer
ernst nehmen würde. Manche Mitchristen
quält z.B. der Gedanke, dass in der christlichen Tradition die Verbrennung des Leichnams lange abgelehnt wurde. Einige biblische Stellen, die von offenen Gräbern bei
der Auferstehung sprechen, scheinen die
Sargbestattung vorauszusetzen. Aber unser Schöpfungsgott kann aus dem Nichts
ein ganzes Universum schaffen (1.Mose 1)
und erst recht aus Asche oder Erde wieder
etwas ganz Neues erschaffen. Ein auferstandener Körper hat laut Jesus Christus
eine ganz neue Art und ist nicht zu vergleichen mit unserem irdischen (Matthäus 22,
30; ähnlich 1.Korinther 15, 35-55). Daher ist
es aus biblischer Sicht für die Auferstehung
unerheblich, ob wir in Sarg oder Urne beigesetzt werden.
Auf den ersten Blick erscheint eine Urne
(ab 120 €) viel kostengünstiger als ein Sarg
(ab 960 €), daher sind finanzielle Abwägungen erlaubt. Aber mit dem Gutachten des
Amtsarztes, der Einäscherung im Krema-
Foto: Lotz
Foto: epd bild
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torium, den Fahrt- oder evtl. Portokosten
kommen schnell Zusatzkosten in Höhe von
600 € oder auch mehr zusammen. Daher
liegt die endgültige Höhe der reinen Ausgaben für die Bestattungsformen dichter
bei einander als die meisten meinen.
fläche. Die Gefahr eines Missbrauchs oder
die Möglichkeit eines pietätlosen Umgangs
mit der Urnenasche soll gar nicht aufkommen, darum bietet unser Friedhof nur Erdbestattungen für Urnen an.
Drei alternative Begräbnisformen
Von Bedeutung ist natürlich, dass Urnen
gewählt werden, die sich auch zersetzen
können, wie z.B. Schmuckurnen auf MaisBasis, andernfalls bleibt ja die Urne samt
Inhalt auch nach 25 Jahren noch relativ
unverändert. Das ist z.B. ein Grund, warum
wir auf dem evangelischen Friedhof auf
Urnen-wände verzichten, wo die unversehrte Urne samt Inhalt nämlich nach der
Liegezeit entsorgt werden müsste, z.B. auf
freiem Feld abseits der belegten Friedhofs-
Seit vielen Jahren gibt es auf unserem
Friedhof sogenannte Wiesengräber, die nur
einen kleinen Pflanzstreifen für z.B. eine
Dauerbepflanzung haben. Die übrige Fläche wird mit Rasen eingesät und von Seiten
der Kirchengemeinde regelmäßig gemäht.
Dazu entstehen keine zusätzlichen Kosten
nach dem Erwerb des Wiesengrabes. Hinzu
kommt allerdings ein Grabstein oder eine
Steinplatte mit den Daten des Verstorbe-
Aus u ns e re r G emeinde.
nen, damit die Toten ein Gedächtnis erhalten und nicht in Anonymität untergehen.
Der Pflegeaufwand ist hier minimal.
Durch das Urnenfeld mit Steele wird ab Juli
2016 vermutlich eine besonders formschöne Variante entstehen. Dazu werden wir
hinter dem Brunnen im halbrunden Beet
an der Hecke entlang kleinere Urnenfelder
(90*90 cm) anlegen und mittig eine Steele
aufstellen. Die Namen und die Lebenszeit
der Verstorbenen werden auf kleinen gravierten Metallplatten an der Steele veröffentlicht. Eine Bepflanzung ist nicht nötig,
eine Grabpflege erübrigt sich bzw. wird von
Seiten der Kirchengemeinde durchgeführt.
Blumensträuße oder –töpfe können seitlich der Steele abgelegt werden, sind aber
von Außenstehenden nicht einer bestimmten Grabstelle zuzuordnen. Unter großen
Bäumen und in unmittelbarer Nähe von
Sträuchern entstehen schmucke Urnenfelder, die für den Betrachter aber nur ein
durchgehend bepflanztes Beet darstellen,
denn die Markierungspunkte ergeben sich
durch kleine unauffällige Metallstangen in
der Erde. Optisch liegen hier viele Entsprechungen zu einer Bestattung im Friedwald
vor.
Eine mehr grabähnliche Variante entsteht
an der rechten Seitenhecke entlang in
der Nähe der Zapfstelle, wo die Kirchengemeinde ein Feld umgewidmet hat für
ein Wiesen-Urnenfeld mit Gravurplatten.
Kleine 90cm-Quadrate teilen das Feld und
erhalten bei der Belegung eine kleinere
Steinplatte(evtl. 30x40cm), die grabmittig
bis auf Höhe der Grasnarbe verlegt wird.
Die Steinplatten erhalten Gravuren mit den
Namen und Daten des/r Verstorbenen. Da
Rasen eingesät wird, entfällt jegliche Pflege. Es werden mit dem Grabkauf für die Belegzeit alle Kosten einmalig entrichtet. Die
Kirchengemeinde kümmert sich um Gravur
und Rasenpflege. Dies wird nach unserer
Planung die kostengünstigste Alternative
sein.
Zum heutigen Zeitpunkt sind die genauen
Gebühren noch unklar, da wir mit verschiedenen Anbietern in Verhandlungen stehen.
Wir sind aber optimistisch innerhalb der
nächsten acht Monate die weit vorangeschrittenen Planungen abzuschließen und
genehmigt zu bekommen.
In jedem Fall entstehen zwei neue andernorts bewährte Alternativen zum Erdbegräbnis mit Sarg, die zugleich wenig bis
keine Grabpflege mit sich bringen. Und so
bekommt das Andenken an die Toten eine
breitere Palette an Möglichkeiten. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass
Grabsteine mit Sprüchen und Symbolen
einen sehr tröstlichen Charakter haben.
Zukünftig werden also folgende Varianten der Bestattung auf unserem Friedhof möglich gemacht: Sargbegräbnisse (mit herkömmlichem Grab oder
Wiesengrab) oder Urnengrab (im herkömmlichen Grab, im Urnenfeld mit Steele oder auf dem Wiesen-Urnenfeld) . So
bieten wir die moderne Vielfalt an Begräbnisformen und jeder kann sich individuell für das eine oder andere entscheiden.
hn
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Die Zeit ist Gottes Art
Kredit zu geben
Ralph Boller
Foto: Dagmar Hohn
Jubi l äu msj a hr.
20 Jahre Pfarrer
in Ruppicheroth
26 | 27
Am 19. März 1995 wurde Hans-Wilhelm
Neuhaus feierlich in sein Amt als Pfarrer
hier bei uns in Ruppicheroth eingeführt.
Dies war vor 20 Jahren. Aus diesem Anlass
gab es am Sonntag, den 25.10.2015 einen
Festgottesdienst und einen Empfang im
Gemeindehaus Arche.
Mit seiner besonders zu Herzen gehenden
Predigt, die einerseits, was alle besonders
an unserem Pfarrer schätzen, den Predigttext zum Sonntag in für alle verständliche
Worte gekleidet und in unser heutiges
Alltagsleben transponiert hat und andererseits besonders persönlich war, hat es
Hans-Wilhelm Neuhaus geschafft, viele zu
Tiefst innerlich anzurühren.
Sein persönliches Bekenntnis zu unserer Gemeinde, in der er sehr gerne Pfarrer ist, aber
auch die durchaus kraftraubenden Herausforderungen seiner bisherigen Amtszeit fanden gleichermaßen Erwähnung.
Das Presbyterium saß ausnahmsweise aus
diesem besonderen Anlass nicht mitten in
der Gemeinde, sondern – wie früher- hinter dem Altar im Halbrund, dies zollte dem
„Chef“ Respekt und Anerkennung. Alle fünf
anwesenden Presbyter saßen an seiner Seite, waren an seiner Seite.
Ebenso wie einen feierlichen Einzug, bei
dem Hans-Wilhelm Neuhaus begleitet von
den Presbytern in die Kirche durch das Mittelschiff schritt, gab es einen ebensolchen
Auszug aus der Kirche.
Danach nahm Hans-Wilhelm die individuellen Glück-und Segenswünsche der Gottesdienst-Feiernden persönlich am Ausgang entgegen.
In der Arche ging es weiter an sehr nett gedeckten Tischen mit Getränken und Imbiss
und Programm. Alle Gottesdienst-Besucher
waren dazu herzlich eingeladen.
Zunächst sangen zwei Kindergartenkinder-, Eltern- und Erzieherinnenchöre aus
den beiden Kindergärten des Ökumenischen Diakonievereins, dessen Vorsitzender Hans-Wilhelm Neuhaus ist. Glückwünsche und Geschenke wurden überreicht.
Danach sprach Hartmut Drawz für das Presbyterium, der gekonnt souverän ebenso
die Moderation des Empfangs durchführte.
Auch hier spürte der Zuhörer in den Worten
Wärme, Herzlichkeit und Zugewandtheit.
„Da ist gewachsen, was zusammengehört“,
„Ihre ansteckende Freude“, „und zwischen
uns Beiden ist vor allem Vertrauen gewachsen“ sind nur einige Beispiele, die zeigen,
dass die gemeinsame Arbeit auf einer ver-
Jubi l äu msj a hr.
trauensvollen Basis beruht und von gegenseitiger Wertschätzung getragen wird.
Auch aus den danach folgenden Worten
des Bürgermeisters Loskill klang sehr viel
Persönliches: „Ihre Predigt hat mich ins
Herz getroffen“, „bleiben Sie wie Sie sind“
und „für mich sind Sie der verlängerte Arm
Gottes“.
Im Anschluss daran sprach der Jubilar
selbst zur Festgemeinde. Er machte deutlich, dass er alleine diese letzten 20 Jahre
nicht hätte bewerkstelligen können ohne
die so wichtige Unterstützung seitens des
Presbyterium und der haupt- wie ehrenamtlichen Mitarbeitenden.
Für sich und seine Familie stellte er fest:
„Ruppichteroth in unser Zuhause.“
Seitens des katholischen Pfarrverbandes
überbrachte Pfarrer Christoph Heinzen die
herzlichsten Glückwünsche. Seine spritziglaunige Rede endete mit: „Ich mache mir
keine Sorgen, weil ich mich kenne, weil ich
dich kenne, Hans-Wilhelm, das wird gut
weitergehen mit uns.“ Das nennt man gelebte Ökumene oder um mit Worten von
Pfarrer Heinzen zu sprechen „das christlich
kirchliche Leben“.
Anschließend beglückwünschte der Kirchenchor unter Leitung von Herrn Güth
den Jubilar mit zwei Liedern. Bereits den
vorangegangenen Gottesdienst untermalte er gekonnt.
Zum Abschluss des offiziellen Teils sprach
Pastor Neuhaus ein Gebet und alle Anwesenden sangen gemeinsam „Wer nur den
lieben Gott läßt walten…“, ein Lied, das für
unseren Pfarrer Familientradition beinhaltet.
Ökumene sei ein wichtiges Thema für ihn,
führte Pfarrer Neuhaus weiter aus. „Uns alle
eint die Verbundenheit im Glauben“.
Als Überraschungslied sangen die Anwesenden unter Leitung von unserer Organistin Donata Bohlscheid noch Beethovens
„Ode an die Freude“.
Bei Kaffee und Kuchen sowie angeregten
Gesprächen klang dieser schöner Mittag
aus.
ho
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Aus u ns e re r G emeinde.
Gemeinsame Geburtstagsfeier
der „Alt-Senioren“
Seit vier Jahren flattert mir jedes Mal Ende
September eine Einladung der evangelischen Kirchengemeinde ins Haus: Die Mitglieder des evangelischen Besuchsdienstes
laden alle Senioren (75+) zu einer gemeinsamen Geburtstagsfeier in die Arche ein.
lich. Die Tische waren hübsch gedeckt
und Frau Dorn mit ihrem Team hatte wie
immer alles festlich geschmückt mit einer Girlande aus Herbstlaub, Kürbissen,
Äpfeln und Nüssen; eben alles, was der
Herbst so bietet.
Ich freue mich schon immer im Voraus auf
das Treffen, denn ich sehe alte Bekannte
wieder oder lerne andere Kirchenmitglieder näher kennen. Dieses Jahr am Freitag,
den 2. Oktober war es wieder soweit. Die
Mitglieder des Besuchsdienstkreises standen an der Tür und begrüßten uns herz-
Jeder stellte sich kurz vor und nach einer
kleinen Einführung begannen wir mit
dem gemeinsamen Kaffeetrinken. Wir
hatten dabei Gelegenheit, mit unseren
Nachbarn links und rechts ein wenig zu
plaudern. – Herr Pfeiffer vom Presbyterium berichtete anschließend das Neueste
30 | 31
aus unserer Kirchengemeinde und danach
lief das gemeinsame Gespräch locker hin
und her, bis wir plötzlich beim Thema
„Katzen“ angelangt waren. Und siehe da,
Frau Zelgy erinnerte sich an eine Katzenballade, die sie aus dem Stegreif aufsagen
konnte. Auch Herr J. aus Winterscheid
kannte eine lustige Katzengeschichte:
„Eine arg geschundene Katze steht vor
der Himmelstür und bittet hineingelassen
zu werden. Sie wünscht sich nichts weiter
als ein seidenes Kissen. Petrus lässt sie ein
und erfüllt ihren Wunsch. Kurze Zeit später
kommen sechs Mäuslein und bitten um
Einlass. Sie hätten gerne Rollschuhe um
noch schneller zu sein. – Nach einiger Zeit
fragt Petrus die Katze, wie es ihr im Himmel gefalle. „Oh, prächtig“ antwortet sie,
„ich bekomme hier ja sogar das Essen auf
Rädern geliefert.“ Beide mündliche Vorträ-
ge wurden ohne Vorbereitung auswendig
aufgesagt, das fand ich bewundernswert.
Mit Herbstgedichten und dem Singen
einiger Volkslieder unter Akkordeonbegleitung von Ulrich Stommel beendeten
wir den Nachmittag. Unser Dank gilt den
Mitgliedern des Besuchsdienstkreises, die
alles so schön arrangiert haben.
Vielleicht gehören auch Sie, liebe Leserin
und Sie, lieber Leser zu den „alten“ Senioren. Dann wäre es doch möglich, dass wir
uns beim nächsten Mal begegnen? Bis dahin
wünsche ich Ihnen Gottes Segen und, dass
freundliche und fröhliche Menschen Sie liebevoll begleiten. Dann sind die Beschwerden des Alters viel besser zu ertragen.
Else Küpper
Aus u ns e re r G emeinde.
Virtuose Musik und spannende Geschichten mit den Spielleuten Gottes
„WindWood & Co.“ präsentiert Gottesdienst
zur Jahreslosung mit 12 Instrumenten
Sie nennen sich selbst die „Spielleute Gottes“! Und genau wie ihre mittelalterlichen
Vorbilder ziehen die Musiker vom Instrumentalensemble „WindWood & Co.“ durch
das Land um den Menschen Geschichten
über Gott und die Welt zu erzählen. Am
Sonntag, 21.02.2016 um 10.00 Uhr ist das
Trio in der Evangelischen Kirche Ruppichteroth zu Gast. Dort werden Vanessa Feilen, Jörn Pfeiffer und Andreas Schuss den
Gottesdienstbesuchern starke Frauen der
Kirchengeschichte näherbringen und die
Jahreslosung 2016 vorstellen.
Hildegard von Bingen, Katharina von Bora,
Eva von Thiele-Winkler und Mutter Theresa haben unsere Welt geprägt und verändert, weil sie -getragen von der Kraft ihres
Glaubens- bereit waren sich über Wider-
stände und Vorurteile ihrer Zeitgenossen
hinwegzusetzen. Alle vier Frauen wurden
von ihren Familien für ihr Engagement
angefeindet und werden heute dafür gefeiert. Doch Lob interessierte diese Frauen nicht. Sie wollten diese Welt aktiv zum
Besseren verändern – und sie haben es
geschafft.
Beim Gottesdienst in Ruppichteroth werden
die schönsten Melodien aus den letzten fünf
Jahrhunderten erklingen. Vanessa Feilen
und Andreas Schuss wechseln dabei immer
wieder zwischen den unterschiedlichsten
Blasinstrumenten wie Panflöte, Querflöte,
Klarinette, Saxophon und Melodion hin her
und erschaffen so ständig neue Klangvariationen, die von dem perfekten Begleitspiel
getragen werden, das Jörn Pfeiffer auf Piano, Gitarre und Kontrabass als Basis abliefert. Uralte Melodien auf Harfe, Blockflöte
und Bodhran bieten ein weiteren klangvollen Höhepunkt in einem Musik und Erzählgottesdienst, bei dem die Akteure komplett
ohne Tontechnik auskommen und stattdessen auf die gottgegebene Kraft von Musik
und Sprache vertrauen.
www.windwood-und-co.de
32 | 33
Aus dem Presbyterium
Für den diesjährigen Dankeschön-Abend
für die Ehrenamtlichen (13. November) verpflichtete das Presbyterium den Gospelchor
Stormcorner-Voices aus Windeck-Rosbach.
Für die wertvolle Arbeit der Ruppichterother Tafel stellt die Kirchengemeinde kurzfristig einen Betrag von 1000 Euro aus Diakoniemitteln zur Verfügung.
Die Kandidaten für die nächste Presbyteriumswahl am 14. Februar 2016 sollen
sich in einer Gemeindeversammlung der
Gemeinde vorstellen. Diese wird am 1.
Advent in der Arche stattfinden. An diesem Tag können noch weitere anwesende
Personen vorgeschlagen werden für eine
Kandidatur. Im Anschluss an die Gemeindeversammlung legt das Presbyterium die
endgültige Kandidatenliste fest. Zur Wahl
im kommenden Februar werden die Wahlberechtigten mit Wahlpostkarten benachrichtigt. Briefwahl ist möglich.
Pfarrerin Ulrike Ritgen aus WindeckHerchen, nimmt ab 1. September 2015
in unserer Kirchengemeinde eine 25%Dienststelle wahr. Vor Abschluss einer
Dienstvereinbarung mit Frau Ritgen ist
eine gemeinsame Sitzung des Herchener und des Ruppichterother Presbyteriums beabsichtigt. Die Beendigung der
Gemeindekooperation zwischen Much
und Ruppichteroth geschieht im gegenseitigen Einvernehmen der beiden Gemeinden, sie ist verwaltungstechnisch
eingeleitet, vom Kreissynodalvorstand
beschlossen und braucht nur noch eine
Schriftform, die dann das Landeskirchenamt zu genehmigen hat. Stattdessen
strebt die Evangelische Kirchengemeinde
Ruppichteroth eine neue Gemeindekooperation mit der ebenfalls benachbarten
Gemeinde Windeck an.
rg
Aus u ns e re r G emeinde.
Vorstellung der Presbyterkandidaten 2016
Seit Februar 2008 bin ich, Damaris Hänscheid (57), verheiratet, vier Kinder, als
Mitglied im Presbyterium und in den
Ausschüssen „Diakonie“, „Theologie und
Gottesdienst“ und „Jugend“ tätig. Unsere
Jugendlichen und die Arbeit mit ihnen
liegen mir besonders am Herzen. Als Ergebnis der Jugendarbeit wünsche ich mir
einen lebendigen Austausch zwischen
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen,
damit die Jugend in die Gemeinde hinein wachsen kann und Ansprechpartner
für Fragen, speziell auch Fragen, die den
Glauben betreffen, findet.
Im Arbeitsbereich „Theologie und Gottesdienst“ interessiere ich mich für besondere Gottesdienste, wie z.B. die „Osternacht“
oder den „Gottesdienst im Freien“ und
andere interessante Wege um Menschen
zu erreichen, damit das „Gottesdienstfeiern“ wirklich zu einem feierlichen Erlebnis
wird, auf das man sich jeden Sonntag aufs
Neue freuen kann. Gerne stehe ich weiterhin für die Presbyterarbeit zur Verfügung.
Mein Name ist Eva Stein. Ich bin 35 Jahre
alt und wohne mit meiner Familie in Schönenberg. Im Moment bin ich durch das
Alter meiner Kinder, 2 und 8 Jahre, größtenteils mit Dingen rund um die Kinder
beschäftigt. Außerdem übe ich sehr gerne
meinen Beruf als Krankenschwester aus,
momentan als Nachtwache im Krankenhaus in Troisdorf. Da ich, bedingt durch
meinen Beruf, recht wenig aktiv am Gemeindeleben teilnehmen kann, hat mich
der Vorschlag einer Kandidatur zunächst
etwas überrascht. Aber ich sehe viele Möglichkeiten, die Erfahrungen aus meinem
Lebensbereich mit einbringen zu können
in die Bereiche Kinder- und Jugendarbeit,
aber auch in die Seniorenarbeit.
Eine Mitarbeit im Presbyterium würde
mir die Möglichkeit geben, das Leben in
der Gemeinde aktiv mitgestalten zu können. Das Gefühl, etwas dazu beizutragen
zu können, dass die Gemeinde lebendig
bleibt, bereitet mir große Freude. Ich freue
mich auf eine interessante Zeit.
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Mein Name ist Wolfram Hoch-Krieg. Ich
bin 51 Jahre alt und wohne mit meiner
Frau und unserer 7 jährigen Tochter in
Ruppichteroth.
Im Gottesdienst für die „Großen“ bin ich
selten anzutreffen, da ich seit ein paar Jahren zusammen mit Susanne Geldsetzer
den parallel stattfindenden Kindergottesdienst mache. Außer in unserer Kirchengemeinde engagiere ich mich noch als
Kassierer im Vorstand des Ökumenischen
Diakonievereins.
Damit ich mehr Zeit mit meiner Familie
und in meinem Heimatort Ruppichteroth
verbringen kann, bin ich zum 01.07. vom
Angestelltendasein bei der Telekom, zuletzt als Leiter Prozesse, in die Selbständigkeit gewechselt.
Gerne bringe ich meine Erfahrungen aus
den unterschiedlichen Bereichen der Gemeindearbeit in das Presbyterium ein. Ich
würde mich freuen, in den kommenden
Jahren aktiv an der Gestaltung der Kirchengemeinde mitarbeiten zu können.
Die Eine oder der Andere in der Gemeinde
wird mich noch aus der Zeit kennen, in der
ich unter Pfarrer Meinhard Kindergottesdienst mitgestaltet und Jugendgruppen
geleitet habe. Ich heiße Björn Knoop.
Nach dem Abitur absolvierte ich meinen
Wehrdienst und begann in Bad Kreuznach
die Diakonenausbildung. Ein Jahr später
studierte ich dann Sozialpädagogik an der
EFH Bochum. In dieser Zeit hat mich unsere Gemeinde durch ein Stipendium sehr
unterstützt. Durch einen Unfall wurde ich
gezwungen, mich beruflich neu zu orientieren und so schulte ich um und wurde
Ergotherapeut.
Beruflich bin ich in einem Unternehmen
als Arbeitstrainer angestellt und begleite
beeinträchtigte Menschen auf dem ersten
Arbeitsmarkt. Inklusion ist also mein Beruf. Seit ein paar Jahren jedoch bin ich in
Elternzeit und habe mein Haupttätigkeitsfeld in den familiären Haushalt verlagert.
Mein Hobby ist vor allem das Musizieren.
Leider komme ich immer seltener dazu.
Dass ich für die Wahl vorgeschlagen wurde hat mich erstaunt und gleichermaßen
erfreut. Ich bin verheiratet, 41 Jahre alt,
habe zwei Kinder und wohne in Litterscheid.
Mein Name ist Inge Helser
und ich bin 59 Jahre alt.
Ich habe einen 24-jährigen
Sohn und wohne in Ruppichteroth - Ahe.
Von Beruf bin ich Erzieherin und arbeite seit über
30 Jahren im Kindergarten. Die Arbeit im ökumenischen Familienzentrum
„Unter‘m
Regenbogen“
bereitet mir sehr viel Freude und ist sehr abwechslungsreich. Ich liebe es, mit
Kindern zu lachen, zu staunen, zu lernen, sie in ihrer
individuellen Entwicklung
zu unterstützen und im
Alltag pädagogisch zu begleiten.
In meiner Freizeit arbeite ich gerne im Garten,
lese Bücher, bin mit dem
Fahrrad unterwegs und
höre gerne Musik. Da ich
flexibel bin, bringe ich
mich gerne ein, wo ich gebraucht werde, gerne auch
als Presbyterin.
Günter Henkel, 56 Jahre
alt; verheiratet, zwei erwachsene Töchter, einen
Hund.
16 Jahre bin ich schon
Presbyter in unserer Kirchengemeinde und dort in
verschiedenen Ausschüssen tätig; seit vier Jahren
übe ich das Amt des Finanzkirchmeisters aus.
Lesen und Gartenarbeiten
sind meine Hobbys. Beruflich bin ich seit vielen
Jahren in einer Stabsstelle
in der Versicherungswirtschaft unterwegs. Die Arbeit, die Gemeinschaft im
Presbyterium und in der
Gemeinde machen immer
noch viel Spaß. Gerne stehe ich für das Presbyteramt
weiter zur Verfügung.
Mein Name ist Rolf Helmut Geldsetzer, ich bin
56 Jahre, verheiratet und
habe zwei erwachsene
Kinder. Seit einigen Jahren
arbeite ich bereits im Presbyterium mit und habe
mich dort vor allem in der
Diakonie und der Öffentlichkeitsarbeit engagiert.
Sehr am Herzen liegt mir
auch die Weiterentwicklung der bestehenden
Gottesdienstformen, damit sich auch Kirchenferne dort wiederfinden. Ich
bin sicher, dass in unserer
vielfältigen Gemeinde jeder Freiwillige Aufgaben
findet, die ihm Freude
machen und der Gemeinschaft dienen. Gerne bin
ich weiterhin dabei.
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Mein Name ist Dieter Gabriel; ich bin 59 Jahre alt,
wohne in Ruppichteroth,
gleich neben der Kirche,
bin verheiratet und gemeinsam haben wir sechs
Kinder. Ich bin gelernter
Gärtner und habe eine
Zeit lang auf dem evangelischen Friedhof in Ruppichteroth gearbeitet. Zur
Zeit übe ich den Beruf des
Treppenlift-Monteurs aus,
der mir auch sehr große
Freude bereitet. Als langjähriges Mitglied der Kirchenband habe ich die
Entwicklung unserer Gemeinde in den letzten Jahren miterlebt und möchte mich nun gerne noch
mehr einbringen. Deshalb
musste ich bei der Anfrage,
ob ich mir vorstellen kann,
Presbyter zu werden, nicht
lange überlegen. Vor allem
die Bereiche Popularmusik
und Friedhof liegen mir am
Herzen, hierfür möchte ich
mich einsetzen.
Mein Name ist Martin
Pfeiffer. Ich bin 50 Jahre
alt, verheiratet und habe
zwei Töchter im Alter von
13 und 16 Jahren. Meine
Familie und ich wohnen
in Waldbröl-Geilenkausen,
sind aber kirchenzugehörig zu Ruppichteroth. Ich
arbeite bei der Deutschen
Post/DHL im Vertrieb. Seit
vielen Jahren leite ich den
Posaunenchor der Kirchengemeinde und bin nunmehr bereits seit einem
Jahr Presbyter. Der Jugendausschuss und die Musik
liegen mir sehr am Herzen.
Die ehrenamtliche Arbeit
der vergangenen Jahre,
insbesondere des letzten
Jahres, machen mir sehr
viel Spaß und Freude. Ich
würde mich freuen, wenn
ich das Amt als Presbyter
weiterhin ausüben könnte,
um aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen.
Die Kandidaten für die
nächste Presbyteriumswahl am 14. Februar
2016 werden sich in einer
Gemeindeversammlung
der Gemeinde vorstellen.
Diese wird am 1. Advent
in der Arche stattfinden.
Zur Wahl werden die
Wahlberechtigten
mit
Wahlpostkarten benachrichtigt.
Aus u ns e re r G emeinde.
Der Redaktionskreis
verschenkt Zeit
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Liebe Leser/innen und Leser,
zum Thema Zeit möchten wir, der Redaktionskreis eine Stunde
unserer Zeit verschenken:
am Samstag, den 23. Januar 2016 von 11.00 bis 12.00 Uhr.
Wir warten auf Ihre Ideen, wer lädt uns ein, damit wir eine Stunde ehrenamtlich etwas Sinnvolles tun können, wir kommen mit 6 Personen,
um Sie eine Stunde lang zu unterstützen.
Ze
Fordern Sie uns an! Die orginellste Idee gewinnt 6 Mann/Frau-Stunden
Einsatz des Redaktionskreises.
Schreiben Sie uns unter: [email protected]
Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge,
Foto: Nele Nördershäuser
Ihr Redaktionskreis
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Zeit haben – auf meiner Wunschliste ganz oben.
Zeit kann ich nicht kaufen und nicht stehlen sie wird mir geschenkt.
Ich muss sie gestalten,
mit Leben füllen, nicht totschlagen.
Sie ist ein kostbares Geschenk,
das mich herausfordert,
verantwortungsvoll damit umzugehen.
Ich frage: Welche Schwerpunkte setze ich mir?
Wem will ich dienen mit meiner Zeit?
Wo liegen die Grenzen, die ich einhalten muss?
Nicht alle gesetzten Ziele werde ich erreichen,
auch Enttäuschungen nicht aussparen können.
Zeiten der Stille muss ich einplanen,
um Klarheit zu gewinnen,
um mich neu auszurichten
auf das, was wirklich wichtig ist
und was der Herr aller Zeit
jetzt von mir fordert.
eit
Alle unsere Zeit steht ja letztlich in Gottes Händen
und ist sein wunderbares Geschenk an uns.
Dörthe Mager
Foto: Dagmar Hohn
Ki nde rbib elt age.
„Alles auf Anfang oder:
Ernte gut, alles gut.“
WIR: Hallo Herr Rabe,
Sie waren doch bei den
Kinderbibeltagen in den
Herbstferien dabei. Wie
war das für Sie?
Rabe: Kraaah, kraaah – das war mal wieder
ein Erlebnis – das können Sie mir glauben.
Besonders weil ich die Geschichte, die
dort erzählt wurde, aus meinem eigenen
Erleben kenne: Gemeinsam mit meinem
Freund, dem Noah, bin ich damals mit
auf der Arche unterwegs gewesen – und
auch jetzt war er mit dabei. Ich glaube, ich
spreche auch in seinem Namen, wenn ich
sage: Ja, es hat uns richtig Spaß gemacht
mit den vierzig Kindern und Jugendlichen
nochmal daran zu denken, dass Gott uns
einen neuen Anfang ermöglicht hat.
WIR: Das ist ja interessant. Haben Sie
den Kindern auch von damals erzählt?
RABE: Na klar! Wir haben den Kindern alles
erzählt, wie es damals war auf der Arche.
Das fanden die klasse! Besonders natürlich meinen großen Einsatz, als ich als Botenvogel aus der Arche geflogen war, um
zu sehen, ob Land in Sicht ist.
WIR: Und wie war das für Sie mit so vielen Kindern in einem Raum? Wenn ich
richtig weiß, wohnen Sie sonst in einem
ruhigen Waldstück ?
RABE: Am Anfang haben sie mich ganz
schön erschreckt, die vielen Kinder. Sie
hatten Regenmacher gebaut und damit
einen großen Regen nachgespielt. Da ist
mir erst einmal das Herz in die Hose gerutscht - ich dachte, jetzt geht es wieder
los – die große Flut kommt, alles versinkt
im Wasser, der Regen hört einfach nicht
mehr auf - so wie damals, als wir 40 Tage
im Schiff eingepfercht waren – zusammen
mit stinkenden Eseln, heulenden Kojoten
und gefräßigen Tigern. Aber ich merkte
schnell, dass es in dieser Arche nicht stickig, dunkel und eng, sondern lustig, sonnig, bunt und schön war.
40 | 41
Fotos: Regina Schippers
Spieleabend machten sie eine nächtliche
Schnitzeljagd. Danach wurde dann im Gemeindehaus übernachtet. Und am nächsten
Morgen nach Frühstück und Gottesdienst
gingen die Kinder nach Hause, und ich flog
wieder zurück in meinen Wald.
WIR: Was haben Sie bei den Kinderbibeltagen gemacht?
RABE: Jeden Nachmittag kamen die Kinder, um gemeinsam zu Singen, zu Spielen
und natürlich um unsere Geschichte zu
hören. Und so erzählten wir ihnen vom
großen Regen, von der Angst auf unserem
Schiff und wie ein kleines grünes Blatt zum
Hoffnungszeichen wurde, und natürlich
von unserer Rettung und von Gottes großem Versprechen und dem Regenbogen.
„Es soll nie mehr so eine große Flut geben. So lange die Erde steht sollen Saat
und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und
Winter, Tag und Nacht nicht aufhören.
Immer wenn ihr den Regenbogen seht,
erinnert euch daran.“
Die Kinder haben sich dann noch in Kleingruppen, die von Jugendlichen und Erwachsenen geleitet wurden, getroffen und
nochmal die Geschichten vertieft und etwas
gespielt, gemalt oder gebastelt. Außerdem
gab es immer einen leckeren Snack und
etwas zu Trinken. Besonders schön wurde
es am Freitag, als die Kinder gemeinsam
in kleinen Gruppen spielten, bastelten,
Pizza buken oder unser Erlebnis noch einmal in einem Film anguckten. Nach einem
WIR: Wenn Sie zurückblicken, gibt es etwas, das Ihnen besonders gut gefallen
hat?
RABE: Ja, die gute Stimmung bei den Kindern und Betreuern. Das große Interesse
an der Geschichte und, dass die Mitarbeiter so begeistert mit dabei waren. Das
fand ich klasse.
WIR: Vielen Dank, lieber Herr Rabe, dass
sie uns davon erzählt haben. Auch wir
danken an dieser Stelle allen Mitwirkenden für die schönen Kinderbibeltage
und sind schon gespannt, wen wir beim
nächsten Mal an dieser Stelle interviewen können. rs
Aus u ns e re r Bücherei.
Unsere
Buchtipps
Archer, Jeffrey:
Spiel der Zeit
Heyne Verlag 2015 ( die Clifton Saga )
Im November und im Frühjahr 2016
erscheinen Band II und III der Clifton-Saga.
In den 20er Jahren lebt der kleine Harry
Clifton mit seiner Mutter Maisie, seiner
Großmutter und Onkel Stan in sehr ärmlichen Verhältnissen in Bristol. Er begleitet
seinen Onkel, einen Hafenarbeiter, zumeist zu den Docks und treibt sich dort
herum. Durch ein Stipendium kommt er
auf eine weiterführende Schule und trifft
dort unter anderem auf Giles, den Sohn
von Hugo Barrington, dem Direktor der
Reederei. Dieser Hugo Barrington ist mehr
als irritiert, als er auf Harry Clifton, der
als Freund seines Sohnes Giles auf den
Landsitz eingeladen ist, trifft. Barrington
hat nämlich ein Geheimnis, genauso wie
Harrys Mutter Maisie. Eine einzige innige
Begegnung Maisies mit Hugo Barrington,
kurz vor Ihrer Hochzeit, könnte dazu geführt haben, dass Harry der Sohn Barringtons ist. Als sich Giles Schwester Emma
und Harry später ineinander verlieben
und heiraten wollen, spitzt sich die Situation dramatisch zu.
Die Geschichte ist überaus spannend erzählt. Die gesellschaftliche und politische
Situation Englands zwischen den Weltkriegen beeinflusst die unerwartete Entwicklung der beiden Familien.
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Meier, Beatrice:
Alleine war gestern
Kiepenheuer & Witsch 2015
Fünf Freunde aus Studientagen – mittlerweile Anfang 60 – gründen eine AltersWG. Nach anfänglichen Reibereien raufen
sich die so unterschiedlichen Charaktere,
zwei Frauen, drei Männer sowie ein Hund,
zusammen. Ein buntes, abwechslungsreiches und manchmal spannungsreiches
WG-Leben ist jedenfalls besser, als alleine
zu versauern oder ins Heim zu ziehen. Als
eine der Frauen, ausgerechnet die lustige,
lebenszugewandte Uschi, einen Schlag-
Die von Sigrid Altwicker vorgestellten Romane sind selbstverständlich im Bestand
der ökumenischen Bücherei vorhanden
anfall bekommt, wird die Solidarität der
WG auf eine harte Probe gestellt. Einer der
Männer zieht aus, weil ihm die Belastung
zu groß wird. Zwischen zwei WG-Bewohnern bahnt sich eine Liebesaffäre an, die
WG wird auf eine harte Probe gestellt. Ein
ernstes gesellschaftlich drängendes Problem wird auf angenehme Weise aufgegriffen. Ein Mutmacherbuch, das auch zu
Diskussion und Denkanstößen anregt.
sa
und zu den folgenden Öffnungszeiten:
So 10:30 - 12:00, Di 16:00 - 17:30 Uhr
dort ausleihbar.
Ki nde rs e ite.
„Warum steht denn ein Aussichtsturm in
der Kirche?“, fragt Flo. „Das ist doch die
Kanzel“, sagt Richard. „Komm!“ Das Krokodil zieht Flo eine Treppe hoch. Von hier
hat man ja einen prima Überblick“, staunt
Flo. „Auf der Kanzel wird gepredigt. Unten
in den Bänken könnn alle gut sehen und
hören“, erklärt Richard. „Papa sagt immer,
Mama soll nicht so predigen, wenn sie an
ihm rumnörgelt.“ Flo ist nicht sicher, ob sie
Predigten mag. Richard lacht. Predigen ist
nicht Schmipfen. Predigten sind Geschichten von Gott. Die Geschichten stehen in
der Bibel. Sie handeln von Abenteuern in
der Wüste und auf dem Meer. Oder von einem Kind, das einen Riesen besiegt. Wenn
die Predigt so spannend ist, dass wir die
Leute aus der Bibel fast anfassen können,
ist Gott auch zum Anfassen nahe.“
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E i ne-Welt - Markt.
Es begab sich aber
zu der Zeit, …
...dass ein Mann sich auf Befehl der Obrigkeit zu Fuß auf einen langen und besonders für seine hochschwangere Frau
beschwerlichen Weg machte, um sich an
einem bestimmten Ort registrieren zu lassen .Endlich erschöpft dort angekommen,
waren alle verfügbaren Unterkünfte bereits hoffnungslos überfüllt, und das Kind
kam in einer eher menschenunwürdigen
Behausung zur Welt- ganz so, wie es bis in
unsere Zeit immer wieder geschieht.
Das Schicksal der jungen Familie ist in Berichten um die ganze Welt gegangen und
wurde von Künstlern in farbenfrohen Gemälden, Skulpturen und Krippen dargestellt .Auch die „Krippe im Boot“ aus Peru
lässt mehr an Geborgenheit denken, als an
Lebensgefahr und Todesangst um das Kind
bei der Fahrt über das Wasser und scheint
nichts zu tun zu haben mit den Schrottkähnen, in denen Neugeborene unserer Tage
über das Meer transportiert werden . Nein,
eine „Stille Nacht“ war das damals gewiss
nicht für das junge Paar, und auch die Zeit
danach sollte nicht ruhig und friedlich werden.
Besessen vor der Angst, seinen Thron durch
dieses Kind zu verlieren, scheute ein despotischer König nicht davor zurück, die Kinder, und damit die Zukunft seines eigenen
Volkes, zu ermorden Der junge Vater aber
hatte einen Traum, wie er seinen kleinen
Sohn retten könnte, und so machte er sich
ein zweites Mal mit seiner Familie auf einen
lebensgefährlichen Weg, nun als Flüchtling
ins Ausland. Es wird uns nicht berichtet,
ob die Flüchtlingsfamilie in dem fremden
Land mit der fremden Sprache eine „Willkommenskultur“ erlebte, ob Asylansprüche geprüft wurden, ob sie nur wegen der
gerade dringend gebrauchten handwerklichen Fähigkeiten des Vaters geduldet wurde.. Auf jeden Fall hat sie die Zeit dort überleben können, bis sich die Verhältnisse in
ihrem Land normalisiert hatten und sie in
die geliebte Heimat zurückkehren konnte
Wahrscheinlich ging das auch damals nur
mit Unterstützung der einheimischen Bevölkerung, so wie dies in Ruppichteroth seit
den 1990er Jahren nun schon zum zweiten
Mal durch einen Helferkreis geschieht. Er
schenkt den Flüchtlingen, unseren neuen
Nachbarn, in bewundernswerter Weise
menschliche Zuwendung und praktische
Hilfe. Die Spendenbereitschaft ist groß;
auch der Erlös des ökumenischen Kirchfestes war bestimmt für diese „Not-wendige“
Arbeit, und der Eine-Welt-Markt konnte
ebenfalls durch den Verkauf fair gehandelter Süßigkeiten einen kleinen Beitrag leisten.
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Leider sind es nicht nur Krieg und Gewalt
apokalyptischen Ausmaßes, die Menschen
in die Flucht treiben, sondern auch bittere
Armut und lebensbedrohlicher Hunger, der
sich gerade auf die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder so katastrophal
auswirkt und Jugendliche womöglich offen macht für Terrororganisationen.
Nein, ein Allheilmittel ist der Faire Handel
auch bei Hunger und Armut nicht, aber
bei der Bekämpfung dieser Fluchtursachen
leistet er einen überaus effektiven Beitrag.
Wenn man es den Bauern und Handwerkern ermöglicht, durch faire Vermarktung
ihrer Produkte sich und ihre Familien in
ihrer Heimat zu ernähren, die medizinische Versorgung, die Infrastruktur und die
Schulausbildung der Kinder zu verbessern
und ihnen damit Zukunftsperspektiven
zu schaffen, werden sie sich nicht „auf den
Weg in gelobte Länder“ machen müssen.
Wir als Verbraucher können durch unser
Kaufverhalten einen wesentlichen Einfluss
nehmen auf menschenwürdige Lebensund Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern. Solange uns das nicht
gelingt, werden Väter (und Mütter) den
Traum haben von der Rettung ihrer Kinder über Wüsten und Meere hinweg. Was,
bitteschön, würden wir an ihrer Stelle tun?
Ja, es gibt gewaltige Herausforderungen
in unserer Zeit- zum einen, Menschen ihre
angestammte Heimat zu erhalten und zum
anderen, denen hier Schutz zu gewähren,
die sie schon verloren haben und denen in
den Lagern in den Nachbarländern allmählich die Hoffnung auf eine Rückkehr verlorengeht - aber diese Herausforderungen
werden nicht kleiner, wenn man sie nicht
anpackt.
Eine gute Gelegenheit zum „Anpacken“
bietet der Eine-Welt-Markt auf dem Weihnachtsmarkt in Ruppichteroth wieder
durch sein breites Angebot an fair gehandelten Produkten. Der Verkauf von alkoholfreiem Punsch aus Säften des Fairen
Handels und von Weihnachtsgebäck soll
erneut Frauen in Afghanistan unterstützen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch - vielleicht
sogar zusammen mit einem Ihrer neuen
Nachbarn?
Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein
friedliches Neues Jahr wünscht Ihnen
das Team vom
R e gelmäßi ge Veranst a ltungen.
Sie sind herzlich eingeladen zu unseren
Gottesdiensten und Veranstaltungen.
Gottesdienste
Angebote für Mütter und Kinder
Ruppichteroth
Sonntag 10:00 Uhr
MutterKindKreis
Dienstag ab 09:45 Uhr
Info: Monika Gabriel, Tel. 901875
Winterscheid
1. Samstag im Monat 17:30 Uhr
in der katholischen Kirche
Der Kindergottesdienst findet
Sonntags um 10:00 Uhr im
Dachgeschoss der Arche statt!
(Ruppichteroth, Burgstraße 8)
Angebote für Frauen
Die Dienstagsfrauen
1. Dienstag im Monat um 19:45 Uhr
Info: Petra Neuhaus, Tel. 5168
Frauenhilfe Ruppichteroth
14-tägig, Dienstag um 15:00 Uhr
Info: Katharina Zelgy, Tel. 2659
Abendkreis der Frauenhilfe
3-wöchentlich, Donnerstag 15:00 Uhr
Info: Karin Stöcker, Tel. 5683
Info: Wolfram HochKrieg (02295 909779)
oder Susanne Geldsetzer (02295 1239)
Jugendgottesdienst
16. Januar 2016
18:00 Uhr in Winterscheid
Alle Veranstaltungen finden,
wenn nicht anders angegeben,
in der Arche (Ruppichteroth,
Burgstraße 8) statt.
Angebote für Kinder
und Jugendliche
Die Rasselbande, 4-7 Jahre
Donnerstag 16:00 bis 17:30 Uhr
im Fuchsbau
Info: Dorothee Overhaus, Tel. 9085328
Jungschargruppe ab 8 Jahren
Donnerstag 16:00 bis 17:30 Uhr
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Jungschargruppe ab 10 Jahren
Freitag 16:30 bis 18:00 Uhr
in den Jugendräumen der Alten Schule
Info: Regina Schippers, Tel. 901884
Jugendcafé
14-tägig, Mo. und Di.18:30 bis 20:00 Uhr
in den Jugendräumen der Alten Schule
Info: Regina Schippers, Tel. 901884
Musik und Gesang
Kirchenband „Rock my Soul“
Kirchenband „Rock my Soul“ Junior
Info: Donata Bohlscheid, Tel. 9299566
Posaunenkreis
Dienstag 19:00 Uhr
Info: Martin Pfeiffer, Tel. 2873
Kirchenchor
Donnerstag 18:00 bis 19:30 Uhr
Info: Werner Konzack, Tel. 1245
Posaunen-Schnupperkurs
Termine nach Absprache
Info: Martin Pfeiffer, Tel. 2873
Gitarrenkurs für Jugendliche
Anfänger:
Donnerstag 17:45 - 18:30 Uhr
Fortgeschrittene:
Dienstag 19:00 - 19:45 Uhr
Info: Regina Schippers, Tel. 901884
Weitere Angebote
Gemeindefrühstück
1. Samstag im Monat 09:00 Uhr
Info: Monika Zindler
EineWeltMarkt
So 11:00 - 12:00 Uhr, Mi 10:00 - 12:00 Uhr
Info: Ursel Stein, Tel. 1296
Ökumenische Bücherei
in der Mucher Straße
So 10:30 - 12:00 Uhr, Di 16:00 - 17:30 Uhr
Info: Sigrid Altwicker, Tel. 1964
Ökumenisches Friedensgebet
in der kath. Kirche in Winterscheid
1. Montag im Monat 19:00 Uhr
Info: Raimar Zelgy, Tel. 2659
MS Selbsthilfegruppe
Alle 3 Wochen mittwochs 19:30 Uhr
Info: Uwe Stommel, Tel. 902118
Aktiv mit Krebs
Freitag 16:00 Uhr
Info: S. WeinbergerDiehl, Tel. 02243 912923
Stammtisch für pflegende Angehörige
jeden 3. Freitag im Monat 15:30-17:00 Uhr
in der Alten Schule
Info: Petra Kraffczyk, Tel. 909235
Angebote für Senioren
Gemeindecafé Alte Schule
14-tägig, Mittwoch 15:00 Uhr
Info: Sybille Mühlpfordt, Tel. 6612
Foto: Dagmar Hohn
Aus u ns e re r G emeinde.
Hier stehen im gedruckten Gemeindebrief
die Taufen, Trauungen und Beisetzungen.
Aus Gründen des Datenschutzes können
wir Ihnen diese in der Online-Version leider
nicht zur Verfügung stellen.
50 | 51
Wir si nd f ü r Sie d a.
Pfarrer
Presbyter
Hans-Wilhelm Neuhaus
Zum Sperber 21
53809 Ruppichteroth
Tel. 02295 5168
[email protected]
Hartmut Drawz Rolf H. Geldsetzer Damaris Hänscheid Günter Henkel Ulrich Mackensen Martin Pfeiffer
Iris Schlamm Helmut Strieder Küsterin
Monika Gabriel
Tel. 02295 901875
[email protected]
Jugendleiterin
02295 5533
02295 1239
02295 6197
02295 2421
02247 300086
02295 2873
02295 1720
02295 909364
WIR
Impressum
WIR wird herausgegeben von der Evan-
Regina Schippers
Tel 02295 901884
Mobil 015755985176
regina.schippers @ev-kirche-ruppichteroth.de
gelischen Kirchengemeinde Ruppichteroth.
Redaktionskreis
Sigrid Altwicker (sa), Christina Altwicker (ca),
Rolf Helmut Geldsetzer (rg), Dagmar Hohn
Gemeindeamt der Evangelischen
Kirchengemeinde Ruppichteroth
(ho), Hans-Wilhelm Neuhaus (hn) - verant-
Burgstraße 8
53809 Ruppichteroth
Telefon: 02295 5214
Telefax: 02295 1922
Druck: Gemeindebriefdruckerei;
Öffnungszeiten:
Mo., Mi., Fr.: 09:00 - 11:30 Uhr
Do.: 16:00 - 18:00 Uhr
Auflage: 2.000
Foto: Dagmar Hohn
[email protected]
[email protected]
www.evangelische-kirche-ruppichteroth.de
wortlich i.S.d.P.-, Regina Schippers (rs),
Zeit
Herr, wir bitten Dich, gib uns
Z eit für uns, zur Besinnung auf das wirklich Wesentliche,
E ine Verschnaufpause im Alltag, ohne Druck und Stress,
I nnere Ruhe, die uns Kraft verleiht,
T ermine mit uns selbst, Auszeiten zum Gespräch mit dir;
Hilf uns, zu uns selbst zu finden, lass uns hören auf unser Her Z
Sei bei uns, wenn wir in Zeitdruck geraten und gib uns Einsicht zur Paus E
Wir vergessen: Zeit zu haben, das ist das Tüpfelchen auf dem I,
Zeig uns wieder, dass jeder Tag vierundzwanzig Stunden ha T.
Amen.
Dagmar Hohn
Weihnachtsgottesdienste
Heiligabend15.00 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel Pfr. Neuhaus und KiGo-Team
16.00 Uhr Familiengottesdienst in Winterscheid Dr. theol. H. Weitenhagen
18.00 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Neuhaus
23.00 Uhr Christmette mit Pfarrer Neuhaus
1. Weihnachten 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrerin Ritgen
2. Weihnachten 10.00 Uhr Singe-Gottesdienst mit Pfarrer Neuhaus
So., 27. 12.Kein Gottesdienst
Silvester18.00 Uhr Jahresabschlussgottesdienst mit Abendmahl Pfarrer Neuhaus
Neujahr Kein Gottesdienst