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17. November 2015
Mainzerinnen aus Kunst, Kultur und Literatur
(ekö) -Der 26. Mainzer Frauenkalender ist ab 24. November
erhältlich und berichtet über ungewöhnliche Lebensläufe von
Frauen.
Die junge unbekannte Radfahrerin auf dem Titelblatt des neuen
Kalenders „Blick auf Mainzer Frauengeschichte“ lässt es nicht gerade
vermuten, doch im Mittelpunkt des historischen Wandkalenders des
Frauenbüros der Landeshauptstadt Mainz fürs Jahr 2016 stehen eng mit
Mainz verbundene Künstlerinnen und Kultur schaffende Frauen aus drei
Jahrhunderten.
Und auch die Radfahrerin aus Weisenau dient als Motiv für ein Porträt
einer mehr als ungewöhnlichen Frau der Kultur: die 1852 in Mainz
geborene österreichische Radfahrpionierin und Journalistin Josa Matzner
Edle von Heilwerth.
„Ungewöhnliche Lebensläufe zeichnen auch die anderen Porträtierten
aus“, so Frauenbüroleiterin und Hauptautorin des Kalenders, Eva
Weickart.
Da ist beispielsweise die
in Mainz geborene Architektin und erste
Bauhaus-Studentin Tony Simon-Wolfskehl, die noch mit großem Glück
die Nazi-Zeit in Belgien überstehen konnte.
Völlig anders bewegt verlief das Leben der Tänzerin Elinor Obstfelder,
die als 16jährige erstmals auf der Bühne stand. Nach Engagements an
Theatern in Deutschland und der Schweiz wurde sie zur Spielzeit
1930/1931 Ballettmeisterin am Mainzer Stadttheater.
Tänzerin, Choreografin und Chefin einer eigenen Tanzcompagnie war
auch die gebürtige Amerikanerin Nancy Seitz-McIntyre, die ab 1991
Hauschoreografin an den Mainzer Kammerspielen war.
Als Hochschullehrerin für Druckgrafik und künstlerische Buchgestaltung
war Irmgard Haccius ab Ende der 1950er Jahre nicht nur selbst
Kunstschaffende,
sondern
auch
Wegbereiterin
für
angehende
Künstlerinnen und Kunsterzieherinnen.
Auch für die Koloratursopranistin Gertie Charlent stand in ihrer Mainzer
Zeit die Weitergabe ihrer Erfahrungen im Vordergrund. Nach Beendigung
ihrer
aktiven
Bühnenlaufbahn
widmete
sie
sich
ab
1980
im
Peter-Cornelius-Konservatorium und an der Universität dem talentierten
Nachwuchs.
Ende des 18. Jahrhunderts wäre beinahe nichts aus der Bühnenlaufbahn
der Sängerin und Schauspielerin Therese Eunicke geworden. Doch es
kam anders und Eunicke wurde zum Star auf vielen Bühnen
Deutschlands.
Porträts der Bildungs- und Frauenbeauftragten der französischen
Militärregierung, Geneviève Carrez und der Romanschriftstellerin und
Theaterautorin Auguste Arens von Braunrasch runden den Blick auf
Kunst und Kultur ab.
Ergänzend dazu gibt es eine Erinnerung an der ersten Internationalen
Frauentag in Mainz am 19. März 1911.
Fester Bestandteil des Kalenders seit 26 Jahren sind die von Reinhard
Frenzel verfassten Biografien ehemaliger jüdischer Schülerinnen der
Höheren Mädchenschule. Der pensionierte Lehrer widmet sich im Jahr
2016 den Lebensgeschichten von Johanna Fischer und Hella Lämmel.
Erhältlich ist der Kalender ab Dienstag, 24. November 2015 im
Powered by TCPDF (www.tcpdf.org)
Frauenbüro der Landeshauptstadt Mainz
Rathaus ( Zimmer 171)
Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz
Reservierungen sind möglich:
Telefon 06131 – 12 21 75
E-Mail: [email protected]
Gegen Einsendung von 4,60 Euro in Briefmarken kann der Kalender
auch verschickt werden.