Rund um Weihnachten Drei Namen,vier Chefs Erfolgreich auf

Personalzeitschrift des Kantons Thurgau
Nummer 4 · Dezember 2015
Leuetatze
Rund um Weihnachten
Die einen arbeiten, andere treffen Vorbereitungen für die Festtage
Drei Namen, vier Chefs
Konstanz und Wandel prägten das Amt für Raumentwicklung
Erfolgreich auf
Wanderschaft
Ausstellungen des Naturmuseums als sympathische Botschafter für den Thurgau
Schwerpunkt
Weihnachten bedeutet Vorbereitung
und Feiern, aber auch Arbeit
2–5
Personalinfos
6–8
· Erfolgreicher Führungslehrgang
· Gesundheitsschutz verbessern
Information
10–11
Zwei Ämter unter neuer Leitung
Kultur
12–13
Neu entdeckte Thurgauer Münzschätze
People
Leuetatze-Vernissage in Bildern
14–15
Vorletzte Seite
Als Samichlaus unterwegs
Regierungspräsident Jakob Stark vor den Gemeindewappen im Regierungsgebäude.
Foto Kirsten Oertle
27
Titelseite: Revierförster Robert Zahnd in einer seiner
Christbaumkulturen im Heerenberg bei Frauenfeld.
Foto Susanna Horber
2 Schwerpunkt
Zum Jahreswechsel
Editorial
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Ich wünsche Ihnen und Ihren Nächsten frohe Weihnachten
und viel Glück im neuen Jahr.
Haus schmücken, Weihnachtsbaum
besorgen, Menü bestimmen, Guetzli
backen, Geschenke kaufen, Familie oder
Freunde einladen, und, und, und…
Weihnachten und all die damit verbundenen Vorbereitungen rücken näher. Für
einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der kantonalen Verwaltung bedeutet
Weihnachten nicht nur feiern, sondern
auch etwas Besonderes im Berufsalltag.
Beispielsweise für den Förster: Er hegt
und pflegt die jungen Tännchen, die unsere Stube schmücken werden. Oder für die
Hauswirtschaftslehrerin, die einen Weihnachtsbackkurs für Eltern und Kinder
anbietet. Und wie verbringen Polizisten
das Fest, wenn sie an Weihnachten
Dienst haben? Das und mehr erfahren
Sie in dieser Leuetatze. Dann finden Sie
einige Tipps, was man über die Festtage
unternehmen könnte – gerade auch mit
Kindern.
Mit Weihnachten wandert der Blick auch
schon Richtung Jahreswechsel. Bald
starten wir wieder in ein neues Jahr – mit
neuen Herausforderungen, Ereignissen
und Aufgaben. Für mich persönlich wird
es kein «normaler» Jahreswechsel sein,
sondern der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, die sogenannte nachberufliche Zukunft. Ich verabschiede mich also
von Ihnen. Es hat mir Freude bereitet, die
Leuetatze während fast 14 Jahren zu
begleiten und zu gestalten. Ich wünsche
dieser Zeitschrift weiterhin ein engagiertes Redaktionsteam und so interessierte
Leserinnen und Leser, wie Sie es sind.
Jakob Stark, Regierungspräsident
Susanna Horber
Was bleibt uns vom zu Ende gehenden Jahr in gemeinsamer
Erinnerung? Das überaus schöne Wetter vielleicht, das uns
viele sonnige Sommer- und Herbsttage bescherte? Oder der
Abschluss der Beschlüsse zur Leistungsüberprüfung (LÜP) im
Grossen Rat? Oder die Krisen und Kriege in der islamischen
Welt, die viel Leid und Zerstörung gebracht und Millionen von
Menschen in die Flucht getrieben haben?
Alle Ereignisse haben, zusammen mit vielen weiteren, unseren
Eindruck von 2015 geprägt. Ob es ein positives oder negatives
Jahr war, wird jede und jeder ganz persönlich bewerten müssen. Betrachten wir die weltpolitische Lage, so muss 2015
wohl schon eher zu den negativen Jahren gerechnet werden.
Mich erinnert es an einen über 200-jährigen Satz von Johann
Peter Hebel: «Das Fortrücken in der Kalenderzahl macht wohl
den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.»
Aber auch mit dem persönlichen Reifer-Werden ist das so eine
Sache. Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass dieser
Prozess ganz unterschiedliche Phasen durchläuft und man
manchmal Gefahr läuft, nur älter zu werden. Tröstlich an dieser Erkenntnis ist, dass man zu jenem Zeitpunkt, in dem man
sie macht, tatsächlich wieder etwas reifer geworden ist …
Ich möchte Ihnen indes nicht weitere philosophische Spielereien zumuten, sondern Ihnen ganz konkret für Ihre wertvolle
Mitarbeit und Ihr Vertrauen im vergangenen Jahr danken. Der
Regierungsrat ist stolz darauf, an der Spitze einer kantonalen
Verwaltung zu stehen, die kompetent, effizient und kostenbewusst, aber auch hilfreich und sympathisch ist und die werktäglich dafür sorgt, dass der Thurgau «der Kanton der kurzen
Wege» ist und bleibt.
Romeo Küng, stellvertretender Dienstchef der Kantonalen Notrufzentrale, arbeitet
an Weihnachten und schiebt Pikettdienst. Foto Bettina Kunz
Kinder beim Basteln im Durchgangsheim für Flüchtlinge.
Foto Peregrina-Stiftung
Schwerpunkt 3
Arbeiten, wenn die
anderen feiern
Weihnachten im
Durchgangsheim
Nicht alle können über die bevorstehenden Feiertage
abschalten und sich in Ruhe auf das neue Jahr einstimmen. So geht es etwa Romeo Küng. Er ist stellvertretender
Dienstchef der Kantonalen Notrufzentrale (KNZ) der Kantonspolizei Thurgau und an den Weihnachtstagen im Büro.
Im Auftrag des Kantons Thurgau kümmert sich die Peregrina-Stiftung um Asylsuchende und um abgewiesene
Asylsuchende in Durchgangsheimen. Im Büro der Flüchtlingsbegleitung in Sulgen begleitet sie anerkannte und
vorläufig aufgenommene Flüchtlinge in ihrem Integrationsprozess. Susanne Höllwarth hat die Gesamtleitung der
Peregrina-Stiftung inne. Die Leuetatze hat sie in Frauenfeld in ihrem Büro besucht.
Vor 33 Jahren ist der ehemalige Elektromonteur zur Kantonspolizei gestossen, hat erst bei der Verkehrspolizei, dann auf
grösseren und kleineren Posten als Polizist gearbeitet, bevor er
zur KNZ stiess. Dass der Papa und Ehemann an Weihnachten
arbeiten muss, daran hat sich seine Familie bereits gewöhnt.
Auch diese Weihnachtstage verbringt Romeo Küng im Büro,
ist Ansprechperson für das Personal der KNZ, kümmert sich
um den Betriebserhalt, hilft aus, wenn Not am Mann ist und
schiebt auch während den Nächten Pikettdienst. «Sollte es in
der Weihnachtsnacht zu einem Raubüberfall oder Grossbrand
kommen, zum Beispiel wegen eines brennenden Christbaums,
müsste ich die Einsatzleiter in der KNZ unterstützen», so der
54-Jährige.
Viel Weihnachtsstimmung kommt in der KNZ nicht auf. «Wir
verzichten jeweils auf Weihnachtsdekoration.» Aber den Menschen, die über die Weihnachtstage bei der KNZ anrufen,
merke man schon an, dass es eine spezielle Jahreszeit ist: «Die
Leute sind freundlicher, die Stimmung allgemein friedlicher.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man an Weihnachten als
Polizist willkommener ist als sonst», so Küng. «Wir spüren
jedoch die 24-Stunden-Gesellschaft.» Während es früher an
Heiligabend eher ruhig zu und her ging, komme es heute häufiger vor, dass die Jungen nach der Weihnachtsfeier noch raus
gehen und feiern. Wenn Romeo Küng für diese Weihnachten
einen Wunsch frei hätte, so wäre dies, dass kein Grossereignis
geschieht und die KNZ ihren Dienst mit minimalem Personalbestand «fahren» kann, damit möglichst viele Mitarbeitende
ein ruhiges Fest zuhause feiern können.
Bettina Kunz
Susanne Höllwarth, ist der Kanton Thurgau von der Flüchtlingswelle auch betroffen?
Die Auslastung ist auch 2015 hoch; Ende September waren
bereits gleich viele Menschen neu angekommen wie im ganzen
Jahr 2014. Seit Juli sind pro Monat etwa 80 Asylsuchende im
Thurgau registriert worden. Man muss sehen: Eigentlich
haben wir in der Schweiz gemessen an der Bevölkerung prozentual ungefähr gleich viele Flüchtlinge wie die umliegenden
Länder.
Weihnachten ist für uns das Fest der Familie, der Besinnung.
Und in den Durchgangsheimen?
Die Bewohner dürfen einen Christbaum haben. Es gibt auch
Schmuck dafür, wenn sie das wünschen. Auch wenn es viele
Menschen hat, die Weihnachten nicht feiern würden, gibt es
doch eine Abwechslung in den Alltag. Wir stocken die Lebensmittelabgabe mit weihnachtlichen Extras auf, damit die
Bewohner sich je nach Geschmack etwas Spezielles für das Fest
zubereiten können. Die Peregrina-Stiftung versendet auch
Weihnachtskarten, die von Bewohnern in den Durchgangsheimen hergestellt werden. Alle Kinder im Schulalter erhalten ein
Geschenk. Die evangelische Kirche organisiert die Geschenke
an der Spielzeugbörse, wir ergänzen wenn notwendig.
Kann man die Peregrina-Stiftung unterstützen?
Ja. Aber wir weisen darauf hin, dass auch die Flüchtlingslager
in den Nachbarländern der Konfliktzonen unterstützt werden
sollten. Unser Postcheckkonto ist: Peregrina-Stiftung,
8500 Frauenfeld, 85-5517-2.
Interview: Anita Enz
Küchenchef Reinhold Müller bei der Zubereitung des Mittagessens
in der Küche der Kanti-Mensa. Foto Susanna Horber
Der Frauenfelder Revierförster Robert Zahnd hegt und pflegt die Tännchen,
bis sie als Christbaum verkauft werden. Foto Susanna Horber
4 Schwerpunkt
Ein gutes Mis-en-place
ist halb gekocht
Christbäume brauchen
genügend Wasser
Reinhold Müller ist leidenschaftlicher Koch und seit sieben
Jahren Küchenchef an der Kantonsschule Frauenfeld. Die
Leuetatze hat ihn gefragt, was er an Weihnachten kocht
und welche Tipps er für das Weihnachtsmenü hat.
In vielen Stuben gehört der Christbaum genauso zu
Weihnachten wie Geschenke. Worauf aber muss man achten, damit die Tanne bis zum Dreikönigstag schön bleibt?
Der Frauenfelder Revierförster Robert Zahnd weiss es.
«Ich koche, wenn ich ‹poschte›, dann sprudeln die Ideen»,
erzählt Reinhold Müller in seinem schweizerisch eingefärbten
Hochdeutsch. Liebend gerne geht der Küchenchef der KantiMensa am Samstag über den Frauenfelder Markt, um frische
Produkte einzukaufen und sich für ein Menü inspirieren zu lassen. Zusammen mit seiner Frau lädt er gerne Gäste an einen
schön gedeckten Tisch ein. Qualität und naturbelassene Produkte aus der Region sind Reinhold Müller wichtig, darauf legt
er Wert beim Einkaufen. Frischen Fisch bezieht er vom Fischhändler auf dem Markt, und das Fleisch lässt er sich wenn
immer möglich in der lokalen Metzgerei über die Theke reichen oder holt es direkt beim Bauern. «Ich will wissen, woher
das Fleisch kommt», erklärt der gross gewachsene Koch.
Beim Christbaum hat man die Qual der Wahl: Soll es eine günstige Rottanne sein, eine wohlriechende Weisstanne oder eine
glockenförmige und geruchlose Nordmannstanne? Mit der
Auswahl der Sorte fängt alles an. Beim Frauenfelder Revierförster Robert Zahnd werden die Bäume in diesen Tagen geschnitten und gelangen frisch in den Direktverkauf der Bürgergemeinde beim Försterhaus Huben. Von der kleinen Fünfjährigen
mit etwa achtzig Zentimetern Höhe bis zur grossen Vierzehnjährigen mit über zwei Metern ist fast jede Grösse zu haben.
Obwohl er viel und sehr gerne kocht, insbesondere Fisch und
Meeresfrüchte, liebt Reinhold Müller an Festtagen einfache
Gerichte. «Am Heiligabend sitze ich lieber mit meinen Gästen
am Tisch, anstatt in der Küche zu stehen.» Deshalb plant er
auch dieses Jahr ein Fondue Chinoise. Die Saucen dazu kann
er vorbereiten: Knobli-, Kräuter-, Curry-, Chili- und Blutorangen-Sauce. Für alle, die an Weihnachten gerne ein richtiges
Menü zubereiten, gibt der erfahrene Koch folgende Tipps:
• Gemüse und Salate am Vortag rüsten und in gut schliessenden Beuteln im Kühlschrank aufbewahren.
• Gratin fix fertig zubereiten, rasch abkühlen (ins Freie stellen), dann gut abgedeckt im Kühlschrank halten. Am Weihnachtstag bei 160°C im Backofen heiss werden lassen.
• Fruchtsauce oder Sorbet fürs Dessert lassen sich gut vorbereiten, ebenso Saucen fürs Fondue Chinoise.
• Tisch am Morgen decken und dekorieren.
Auch beim Christbaum ist die Frische ein Qualitätsmerkmal,
das für einheimische Produkte spricht – ausländische Weihnachtsbäume werden früh geschnitten, in ein Netz gelegt und
tiefgekühlt, was nicht allen gut bekommt. Es ist beim Kauf
jedoch nicht erkennbar, ob ein Baum lange halten oder seine
Nadeln früh abwerfen wird. «Das merkt man erst, wenn es
passiert», sagt Zahnd. Rottannen verlieren ihre Nadeln tendenziell früher als die anderen Sorten, kleine Bäume werden
rascher dürr als grosse.
Ist die Auswahl getroffen und der Baum zu Hause, geht es ums
richtige Aufstellen. Christbäume brauchen keine besondere
Pflege, nur genügend Wasser. Einen Fehler beobachtet Zahnd
häufig: «Oft kaufen die Leute einen grossen Baum, haben aber
nur einen kleinen Ständer. Wenn man dann den Baum anspitzt,
damit er passt, nimmt man ihm die Kambiumschicht, und er
kann kein Wasser mehr aufnehmen.» Der Baum werde dann
trotz ausreichend Wasser im Ständer rasch dürr. Ansonsten
halte fast jeder Baum bis zum Dreikönigstag oder länger.
«Ein gutes Mis-en-place ist halb gekocht», fasst Reinhold
Müller zusammen. Nun denn: gutes Gelingen!
Welche Sorte bei ihm zu Hause steht, verrät Zahnd der Leuetatze übrigens nicht. Nur soviel: «Ich habe das Glück, dass
meine Frau jeden Baum schön schmücken kann.»
Susanna Horber
Karin Enzler
Backen für Weihnachen: wenn der Vater mit dem Sohn …
Foto Daniela Lüchinger
Schloss Arenenberg im Lichterglanz.
Foto H. Scham für das Napoleonmuseum
Schwerpunkt 5
Mit Kind und Kegel in die
Weihnachtsbackstube
Kulturelle Reise über die
Weihnachtstage
Man nehme einen freien Samstagmorgen, ein wenig Motivation und eine Prise Kreativität: Die Weihnachtsbackstube
des Bildungs- und Beratungszentrums Arenenberg bietet
Gelegenheit, mit Gleichgesinnten in den Advent einzutauchen.
Man muss nicht immer in die Ferne reisen, um das Schöne
zu entdecken. Auch über die Weihnachtstage sind die
Thurgauer Museen geöffnet und warten zum Teil mit speziellen Anlässen auf die Besucherinnen und Besucher.
Die aus Kindern, Eltern und einer Grosi zusammengewürfelte
Gruppe ist voll beschäftigt, aber für einmal nicht im Weihnachtsstress. Sie haben sich bewusst dazu entschieden, einen
Morgen mit Kursleiterin Gabriella Röhl zu verbringen, die im
BBZ Arenenberg mannigfaltige Angebote für Gross und Klein
bereithält. Heute stehen Weihnachtsmänner mit roten Marzipanmützen, lustige Schneemänner, kugelrunde Snowballs und
weitere Köstlichkeiten auf dem Menüplan. Der Fantasie sind
keine Grenzen gesetzt, munter wird mit Spritzsack und Marzipan hantiert. «Super machst du das», lobt ein Vater, während
sein Kind hochkonzentriert einen winzigen Gugelhopf verziert.
Der neunjährige Morris aus Eggethof ist bereits ein alter Backhase. Er nimmt mit seiner Mutter regelmässig an Kursen teil
und geniesst es, sein Mami für einmal nicht mit den Geschwistern teilen zu müssen. «So haben wir etwas ganz für uns
allein», meint die Mutter lächelnd und berichtet freudig vom
letztjährigen Angebot, bei dem süsse und pikante Mitbringsel
für die Verwandtschaft produziert wurden. Gschenklistress?
Ach wo!
Erfahrungsgemäss sind gemischte Kursformate mit Kindern
und Erwachsenen relativ schnell ausgebucht. Im Vordergrund
steht das gemeinsame Erlebnis, das Eltern und Kinder
zusammenrücken lässt. Tablets und Computerspiele sind in
diesem Moment weit entfernt, die Kinder summen vor sich hin
und nutzen ausgiebig die Gelegenheit, die Qualität der Teige
mittels Fingertest zu überprüfen...
Daniela Lüchinger
Wir beginnen unsere Reise im Napoleonmuseum auf Schloss
Arenenberg. Bereits seit Mitte November und bis zum
23. Dezember stehen die Tage da im Zeichen von «Joyeux
Noël» – der traditionellen französischen Weihnacht. Besucherinnen und Besucher werden mitgenommen in die Bräuche und
Besonderheiten aus der Heimat der kaiserlichen Familie, die
auf Schloss Arenenberg im Exil lebte. In den mächtigen Zweigen des grössten lebenden Weihnachtsbaums am See funkeln
überdies hunderte Lichter.
Weiter geht die Reise nach Frauenfeld ins Historische Museum.
Hier werden die Besucherinnen und Besucher am 24. Dezember
mit Weihnachtsgeschichten auf Heiligabend eingestimmt. Um
14.30 Uhr und um 15.30 Uhr liest Margrit Früh für Jung und
Alt vor – ein traditioneller Weihnachtsanlass, der jeweils gut
besucht ist. Der Eintritt ist kostenlos und ohne Anmeldung
möglich.
Am 25. Dezember legen alle Thurgauer Museen einen Ruhetag
ein, bevor am 26. Dezember die meisten Museen im Kanton
ihre Türen wieder öffnen. So bietet sich in der Altjahreswoche
die Sonderausstellung «Nachgehakt: Vorgeschichtliche Fischerei zwischen Alb und Alpen» im Naturmuseum und Museum
für Archäologie auch für Familien an. Unsere kulturelle Reise
über die Feiertage endet am 1. Januar 2016 im Schloss Frauenfeld mit einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung
«Zankapfel Thurgau», die um 15.00 Uhr beginnt. Über Weihnacht/Neujahr sind sowohl das Kunstmuseum und das Ittinger
Museum in der Kartause Ittingen als auch das Napoleonmuseum auf dem Arenenberg geschlossen. Die Öffnungszeiten der
Museen sind auf www.kulturamt.tg.ch, weitere Infos auch auf
www.thurgaukultur.ch zu finden.
Das Kursprogramm gibt es als Download unter: www.arenenberg.ch
Bettina Kunz
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs 2015 (A oben, B unten).
Fotos Damian Kalbermatter
Regierungsrätin Cornelia Komposch überreicht die Diplome
im Lehrgang B.
6 Personalinfos
Führungslehrgang erfolgreich abgeschlossen
Seit mehr als zehn Jahren organisiert
das Personalamt alljährlich einen
Lehrgang für Personen, die neu eine
Führungsaufgabe übernommen
haben oder unmittelbar davor stehen.
Dieses Jahr konnte der Führungslehrgang zweimal erfolgreich durchgeführt werden.
Die Absolventinnen und Absolventen
des Führungslehrgangs haben die Möglichkeit, ihr Wissen im Bereich der
betriebswirtschaftlichen Fragestellungen
zu erweitern und in Kombination mit
dem Führungslehrgang ein «Certificate
of Advanced Studies (CAS) in Public
Management und Führung» auf Fachhochschulstufe zu erlangen. In sechs
Modulen zu zwei Tagen erweitern die
Teilnehmenden gezielt ihre Führungskompetenzen für die Übernahme der
Führungsrolle.
Wir gratulieren
Die folgenden Absolventinnen und
Absolventen haben den Lehrgang
«Führung und Persönlichkeit 2015»
erfolgreich abgeschlossen. Herzliche
Gratulation!
• Kurs A: Patrick Bacher, Polizeischule
Ostschweiz. Mike Bruderer, Kantonale Steuerverwaltung. Othmar Dietler,
Politische Gemeinde Müllheim. Daniel
Goldinger, Tiefbauamt. Michael
Hofmann, kantonales Hochbauamt.
Valeria Hungerbühler, KESB Weinfelden. Mirko Kelebuda, Massnahmenzentrum Kalchrain. Caroline
Leuch, Stadt Kreuzlingen. Bernhard
Millhäusler, Betreibungsamt Arbon.
David Moser, Sozialversicherungszentrum Thurgau. Barbara Schmid, Kantonsbibliothek. Karin Schmid, Amt für
Berufsbildung und Berufsberatung.
Kurt Scheider, Tiefbauamt. Urs Schneider, kantonale Steuerverwaltung.
Monica Simonetta, Strassenverkehrsamt. Michael Stalder, Stiftung Mansio.
• Kurs B: Alfred Cerneaz, Massnahmenzentrum Kalchrain. Balázs Csapó, Amt
für Informatik. Christine Fröhlich,
Wohnheim Lerchenhof. Brigitte Halter, Polizeischule Ostschweiz. Véronique Junghans, Generalsekretariat DIV.
Alessandro La Rocca, Sozialversicherungszentrum Thurgau. Markus
Marghitola, Stadtkanzlei Frauenfeld.
Alfred Peter, Amt für Bevölkerungsschutz und Armee. Manuela Pfenninger, AWA/ RAV Thurgau. Yvo Rindlisbacher, Amt für Bevölkerungsschutz
und Armee. Marc Rudolf, Tiefbauamt.
Marcel Schenker, Staatsanwaltschaft
des Kantons Schaffhausen. Manuel
Tille, Amt für Umwelt. Olivia Maria
Trepp, Obergericht des Kantons Thurgau. Christina Wüst, Stiftung Mansio.
Bereits im Februar 2016 starten die
nächsten Führungslehrgänge. Interessierte Personen finden weitere Informationen sowie die Anmeldungsmöglichkeit
unter: www.weiterbildung.tg.ch
Othmar Kuster, Lehrgangsleiter
Personalamt
«Durch die zahlreichen Übungen und die
gute Feedbackkultur ermöglicht einem der
Kurs, das eigene Verhalten immer wieder
zu reflektieren und sich selber und seine
Wirkung auf andere besser einschätzen zu
können. Dies empfinde ich persönlich als
sehr wertvoll.»
Manuel Tille, Leiter Ressort Abwasser
im Amt für Umwelt
«Für mich persönlich hat dieser FLG die
Erwartungen übertroffen. Ich konnte meinen Rucksack mit vielen Inputs, Feedback,
Infos und Erfahrungen füllen und bin nun
so weit, dass ich die neue Herausforderung in einer Führungsposition gestärkt
anpacken kann.»
Monica Simonetta, ab 1.1.2016 Teamleiterin Abteilung Dienste im Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau
«Der Führungslehrgang, den ich selber vor
einigen Jahren auch absolviert habe, gab
mir das notwendige ‹Rüstzeug› und war
eine sehr gute Vorbereitung, um mein
Team zu führen. Zudem schätze ich heute
noch das damals entstandene Netzwerk
und den Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.»
Cornelia Komposch, Regierungsrätin,
Chefin des Departements für Justiz und
Sicherheit
Dieses Erste-Hilfe-Material hat Verbesserungspotenzial.
Foto Susanna Horber
Immer und überall erreichbar.
Foto fotolia
Personalinfos 7
Personalthurgau
Verbesserungspotenzial
beim Gesundheitsschutz
Generelle Lohnerhöhung
bleibt Pendenz
Eine Umfrage bei den Gesundheitskoordinatorinnen und
Gesundheitskoordinatoren (Geko) der kantonalen Verwaltung zum Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
zeigt Verbesserungsbedarf in drei Punkten.
Trotz Negativteuerung bleibt die generelle Lohnerhöhung
eine Pendenz. Edith Wohlfender, die für die aus gesundheitlichen Gründen abwesende Präsidentin von Personalthurgau, Barbara Kern, sprach, stellte dies im Grossen Rat klar.
Die Gesamtverantwortung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz trägt der Arbeitgeber. Er muss
dafür sorgen, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten
werden. Die Ämter und Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter haben die Ausführungsverantwortung.
Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind wirtschaftlich, menschlich und sozial im Interesse aller Beteiligten.
Jede unfall- oder krankheitsbedingte Absenz kostet Zeit und
Geld.
Personalthurgau hatte zwar zum zweiten Mal in Folge auf
Lohnforderungen, die über das gesetzlich vorgesehene Minimum hinausgehen, verzichtet. Das Lohnniveau, aber auch die
Tatsache, dass viele erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
keine Möglichkeit für eine individuelle Lohnerhöhung haben,
weil sie in der Lohnklasse das Maximum erreicht haben, rechtfertigen die Forderung nach einer generellen Lohnerhöhung
weiterhin. Zudem sind die steigenden Krankenkassenprämien
im Landesindex der Konsumentenpreise nicht enthalten.
Rund 35 Personen nahmen im September am von Personalthurgau organisierten Lohnvortrag teil. Die sehr detaillierten Fragen
aus dem Publikum zeigten, dass der Vortrag einem echten
Bedürfnis entsprach. Es ging dabei oft um Überprüfungsmöglichkeiten der eigenen Einstufung, wie individuelle Lohnerhöhungen verteilt werden oder wie das Personalamt Unterstützung
bieten kann. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der
individuellen Lohnerhöhung nicht einverstanden sind, besteht
die Möglichkeit, diese durch die paritätische Lohnkommission
prüfen zu lassen. Informationen dazu sind auf www.personalthurgau.ch zu finden. Bei weiteren Fragen empfiehlt sich oft eine
individuelle Beratung zum weiteren Vorgehen.
Die im Oktober zum zweiten Mal durchgeführte Herbstkonferenz aller Mitgliedsverbände von Personalthurgau beschäftigte
sich mit Problematiken im Zusammenhang mit ständiger Verfügbarkeit über elektronische Medien und mit Abgrenzungsfragen zwischen Arbeit und Freizeit. Ab wann ist das Überschwappen von Geschäftlichem in die Freizeit/Familienzeit schädlich?
Welche Möglichkeiten gibt es, sich davor zu schützen? Wie geht
man mit (un-)ausgesprochenen Erwartungen von Vorgesetzten
zur Verfügbarkeit um und wie kann man die Unternehmenskultur beeinflussen? Mit diesen und weiteren Fragen wird sich
Personalthurgau im kommenden Jahr weiter beschäftigen.
Die Umfrage enthielt 31 Fragen zu Themen wie Notfallorganisation, Notfallmaterial, Fluchtweg/Brandschutz, Arbeitsplatz,
Organisation und Weiterbildung. Dank des hohen Rücklaufs
von 80 Prozent ist die Umfrage repräsentativ. Betrachtet über
die gesamte Verwaltung steht die kantonale Verwaltung gut
da. Dem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) der
kantonalen Verwaltung ist es wichtig, das hohe Niveau zu
halten. Drei Defizite müssen aber angegangen werden: Im
Bereich Notfallorganisation und Notfallmaterial müssen die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermehrt instruiert werden.
Im Bereich Arbeitsplatz besteht in Sachen Gesundheitsschutz
noch Optimierungspotenzial. Weiterbildungsmöglichkeiten
zum Thema Gesundheitsschutz sollen besser genutzt, und es
sollen auch amtsintern vermehrt solche Möglichkeiten
geschaffen werden.
Das BGM-Team wird dem Resultat bei der Planung für 2016
Rechnung tragen. Wer Interesse am Ergebnis der Umfrage hat,
kann sich an die Gesundheitskoordinatorin oder den Gesundheitskoordinator im Amt wenden.
Daniel Engeli, Sicherheitsfachmann EKAS, BGM-Team
Mette Baumgartner, Leiterin Geschäftsstelle Personalthurgau
Foto Susanna Horber
Diplomfeier des Lehrgangs Verwaltungsökonom: Sie haben erfolgreich abgeschlossen.
Foto zVg
8 Personalinfos
Feiertage und
Brückentage 2016
Neuer Lehrgang
Verwaltungsökonom/in
Die Ruhe- und Feiertage im Jahr 2016
Neujahr 2016
Freitag, 1. Januar
Berchtoldstag
Samstag, 2. Januar
Karfreitag
Freitag, 25. März
Ostermontag
Montag, 28. März
Tag der Arbeit Sonntag, 1. Mai
Auffahrt
Donnerstag, 5. Mai
Pfingstmontag Montag, 16. Mai
Bundesfeier
Montag, 1. August
Weihnachten
Sonntag, 25. Dezember
Stephanstag
Montag, 26. Dezember
Im Frühjahr 2016 startet der Kaderlehrgang am Bildungszentrum Wirtschaft Weinfelden (BZWW) zum sechsten Mal. Er vermittelt den Absolventinnen und Absolventen in drei Semestern
umfassende Kenntnisse moderner Verwaltungsführung. Fünf
Fragen an Lehrgangsleiter René Walther:
Arbeitsschluss vor Karfreitag und Auffahrt um 16.00 Uhr, vor
Weihnachten und Neujahr um 12.00 Uhr.
Brückenbildung 2016/2017
Sofern es die betrieblichen Verhältnisse zulassen, bleiben die
Dienststellen der kantonalen Verwaltung ab Freitag,
23. Dezember 2016, 18.00 Uhr, bis Dienstag, 3. Januar 2017,
06.30 Uhr, geschlossen. Die Brückentage 2016/2017 sind:
Dienstag, 27. Dezember 2016
Mittwoch, 28. Dezember 2016
Donnerstag, 29. Dezember 2016
Für eine lückenlose Brückenbildung ist der fehlende Tag des
30. Dezembers 2016 über den Abbau des individuellen Mehrzeit- oder Feriensaldos auszugleichen.
Zur Erinnerung
Über Weihnachten/Neujahr 2015/2016 bleiben die Büros der
kantonalen Verwaltung von Donnerstag, 24. Dezember 2015,
12.00 Uhr, bis Montag, 4. Januar 2016, 06.30 Uhr,
geschlossen.
Wer besucht den Lehrgang Verwaltungsökonom/in Thurgau?
Das Angebot richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
öffentlichen Verwaltung von Kanton und Gemeinden, die
anspruchsvolle Sach- und Führungsaufgaben wahrnehmen oder
solche anstreben. Er bietet aber auch für Angestellte von Non-Profit-Organisationen oder verwaltungsnahen Organisationen wie
Verbänden oder Vereinen die Möglichkeit, sich für entsprechende
Aufgaben zu qualifizieren.
Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen? Grundsätzlich
werden der Abschluss einer kaufmännischen Grundausbildung
und eine praktische Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren
vorausgesetzt.
Was sind die Schwerpunkte der Ausbildung? Der Lehrgang fördert
das ganzheitliche Denken und Handeln in komplexen Aufgabenstellungen. Er ist zwar breit gefächert, vermittelt konkretes Wissen
und fördert das praktische Handeln. So gehören Grundlagenfächer
wie Organisationslehre, Betriebswirtschaftslehre, Recht und Volkswirtschaft genauso zum Inhalt wie Projektmanagement und spezifische Themen der öffentlichen Verwaltung und Politik.
Welchen Profit zieht man aus der Ausbildung? Einerseits eignet
man sich praxisnahes, sofort anwendbares Wissen an, andererseits
schafft man sich ein wichtiges und wirkungsvolles Netzwerk zu
Dozierenden und Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Wo finden erfolgreiche Absolventen und Absolventinnen ihren
Platz im Arbeitsmarkt? Überall in der öffentlichen Verwaltung:
Gemeindepräsident/in, Gemeindeschreiber/in, Finanzverwalter/in,
Bauverwalter/in, Leiter/in Steueramt, Abteilungsleiter/in kantonale
Verwaltung.
Interview: Roger Peter, Leiter Weiterbildung, Prorektor BZWW
Der Lehrgang startet am Freitag, 15. April 2016. Es gibt noch freie Plätze.
Anmeldung/Infos unter: www.wbbzww.ch
Gabriele Keck führte durch die Ausstellung im Schloss Frauenfeld.
Fotos Susanna Horber
Apérogenuss nach dem Filmvergnügen im Cinema Luna.
Foto Susanna Horber
LT unterwegs 9
Rückblick
Der Zankapfel stösst
auf Interesse
Filmgenuss
im Cinema Luna
Er werde sich die Ausstellung nochmals in Ruhe genauer
ansehen, meinte ein Teilnehmer nach der «Leuetatze
unterwegs»-Führung vom 27. Oktober durch die Ausstellung «Zankapfel Thurgau» im Historischen Museum im
Schloss Frauenfeld. Und er ist nicht der einzige, dessen
Appetit auf mehr «Zankapfel» dabei geweckt worden ist.
Gelegenheit ihn zu stillen, ist allerdings nur noch bis am
31. Januar 2016.
Der traditionelle Kinoabend im Cinema Luna findet auch
nächstes Jahr wieder statt. Welcher Film für Unterhaltung
sorgen wird, ist noch nicht bekannt, ein vergnüglicher
Feierabendanlass ist aber einmal mehr garantiert!
Reservieren Sie sich also am besten schon das Datum:
Mittwoch, 27. Januar 2016.
Museumsdirektorin Gabriele Keck, die die stattliche Leuetatze-Schar persönlich durch die Ausstellung führte, verstand es
meisterlich, das Interesse an der Geschichte des Thurgaus im
15. Jahrhundert zu wecken, einer entscheidenden Epoche, in
der unser Kanton in der Folge des Konstanzer Konzils erst
nach und nach in den heutigen Grenzen Gestalt angenommen
hat. Sie wies aber auch auf die Herausforderungen hin, die
neue Ausstellung in dieser wuchtigen Burg, die ja selbst ein
wichtiger Schauplatz jener Epoche war, zu gestalten. Mit der
thematischen Gliederung in drei «Zankäpfel» (Thurgau, Religion und Politik), verteilt auf die drei Stockwerke, ist das
bestens gelungen. Anhand von sorgsam ausgewählten und
exemplarischen Exponaten, die mit prägnanten Kommentaren
erläutert werden, gelingt es, die Geschichte (be-)greifbar und
damit fassbar zu machen. History-Boxen, Terminals mit
Touchscreens und andere moderne Kommunikationsmittel
tragen das Ihre dazu bei.
Nicht zu vergessen die Begleitveranstaltungen zur Ausstellung
– zum Beispiel: Am Donnerstag, 14. Januar 2016, um 18.00
Uhr, diskutieren unter der Leitung von Kurator Dominik
Schnetzer im Frauenfelder Rathaus zum Thema «‹Kuhschweizer und Sauschwaben› gestern und heute»: André Holenstein
(Universität Bern), Philipp Gut («Weltwoche») und Herbert
Galda (Swiss German Club). Die Ausstellung selbst kann
immer von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr besucht
werden – bei freiem Eintritt wohlverstanden.
Martin Bächer
Das mit dem Thurgauer Kulturpreis 2014 ausgezeichnete
Cinema Luna in Frauenfeld zeigt seit mehr als 20 Jahren ein
einzigartiges und qualitativ hochstehendes Kinoprogramm mit
guten Studiofilmen und kulturell wertvollen Filmreihen, viele
davon sind Produktionen aus der Schweiz. Mit «Leuetatze
unterwegs» nehmen wir einmal mehr in den bequemen Kinosesseln Platz und lassen uns filmisch überraschen. Welcher
Streifen an diesem Abend für uns läuft, wird erst Anfang
Januar feststehen und wie gewohnt auf dem Intranetportal
angekündigt. Nach der Vorführung lädt die Leuetatze wiederum alle zu einem feinen Apéro mit Häppchen und Tranksamen ein. Anmelden kann man sich jetzt schon, die rund 80
Plätze sind bekannterweise begehrt.
Datum Mittwoch, 27. Januar 2016
Ort Cinema Luna, Lindenstr. 10, Frauenfeld (Nordseite des Bahnhofs)
Zeit 17.30–20.00 Uhr (Filmbeginn: 17.30 Uhr, Apéro ca. 19.00 Uhr)
Teilnahme Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen
Verwaltung sowie Pensionierte
Kosten Fr. 10.–/Person für Kinoeintritt sowie Apéro
Anmeldung bis Montag, 25. Januar 2016, an Informationsdienst,
Sybille Baumgartner, T 058 345 53 20, [email protected]
Wir freuen uns auf einen tollen «Cinemapéro»!
Walter Hofstetter
1984 wurde im Thurgau der erste Richtplan der Schweiz «unter Einsatz der
Mikroelektronik» hergestellt.
ARE-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter auf ihrem Jubiläumsausflug im Hudelmoos.
Fotos ARE
10 Information
Drei Namen, vier Chefs, fünf Jahrzehnte
Das Amt für Raumentwicklung (ARE)
feiert dieses Jahr sein 50-jähriges
Bestehen. Konstanz und Wandel prägten das Amt in den vergangenen Jahrzehnten – und immer wieder führten
eigene innovative Lösungen zum Ziel.
«Die andauernde bauliche und wirtschaftliche Entwicklung macht es notwendig, sich ein Leitbild über unseren
Kanton zu schaffen, um von diesem aus
alle planerischen Bestrebungen in ein
Ganzes einordnen zu können.» Das
befand der Regierungsrat am 14. Mai
1963 und beschloss, ein Amt für Regionalplanung zu schaffen. Zwei Jahre später, am 1. April 1965, nahm dieses mit
Werner Raths als erstem Chef und einer
Sekretärin im Teilzeitpensum die Arbeit
auf.
1965 waren vor allem die Bodenseeregulierung und die Hochrheinschifffahrt aktuell. Der Widerstand der Bevölkerung gegen das nationale Gesamtprojekt war jedoch zu gross – es wären
gewaltige bauliche Massnahmen notwendig gewesen. Die Annahme der
Thurgauer Verfassungsinitiative «zur
Erhaltung der natürlichen See- und
Flusslandschaft am Bodensee und
Rhein» 1973 beendete die Diskussionen
schliesslich. Die Arbeit ging dem Amt
damit natürlich nicht aus. Von Beginn
an befasste es sich intensiv mit Ortsplanungen und Koordinationsfragen, auch
wenn die Pflicht zum Erlass einer übergeordneten Planung sowie von Ortsplanungen erst 1977 mit dem kantonalen
Baugesetz in Kraft trat. Die eigens dazu
verfassten Erläuterungen mit den vielen
praktischen Beispielen führten dazu,
dass der Thurgau früh als beispielhafter
Planungskanton im Unterricht an der
ETH Zürich verwendet wurde.
Siedlungen dehnen sich aus
Viele weitere Meilensteine und Interna
der vergangenen 50 Jahre haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ARE aus
Anlass des Jubiläums in einer Chronik
zusammengefasst, die an der internen
Feier Ende August abgegeben wurde. Ein
Blick hinein zeigt: Konstanz und Wandel
waren in den vergangenen 50 Jahren
gleichermassen prägend. Am stärksten
zeigte sich die Konstanz in der Führung
und Mitarbeitertreue. Vier Chefs standen
dem Amt vor: Werner Raths (bis 1986),
Beat Haag (Vater der heutigen Departementschefin Carmen Haag, 1986 bis
2006), Ueli Hofer (2006 bis 2012) und
Andrea Näf-Clasen (seit 2012).
Der Wandel wiederum ist allen Kernbereichen des Amtes inhärent. Die Einwohnerzahl des Thurgaus hat von 1965
bis 2014 um fast 90 000 Personen auf
rund 262 000 zugenommen. Viele Siedlungen dehnten sich immer weiter in die
Fläche aus. In Anbetracht der Tatsache,
dass das erste nationale Raumplanungsgesetz erst 1980 in Kraft trat, mutet die
Einführung von roten Siedlungsbegrenzungslinien zusammen mit dem Flächenausgleichsprinzip im Thurgau 1983
schon fast pionierhaft an.
Auch sonst zeigte sich das Amt immer
innovativ. So verfügte der Thurgau 1984
als erster Kanton über eine mit dem
Computer erstellte Richtplankarte. 1995
nahm das Amt in der Baugesuchszentrale den Betrieb einer selber entwickelten
Datenbank auf – die als Provisorium
gedachte Lösung stand 20 Jahre praktisch störungsfrei im Einsatz.
Nicht an Aktualität eingebüsst
Der stete Wandel zeigt sich auch im
Namen: Zehn Jahre nach der Gründung
wurde das Amt für Regionalplanung in
Amt für Raumplanung umbenannt, seit
2014 heisst es Amt für Raumentwicklung (ARE). Im Fokus steht damit nicht
mehr das reine Planen, sondern die
Schaffung möglichst optimaler Rahmenbedingungen für die räumliche Entwicklung. Ein Paradigmenwechsel fand auch
auf nationaler Ebene statt: Mit dem Ja
zum neuen Raumplanungsgesetz 2013
wollte die Bevölkerung der Zersiedelung
ein Ende setzen und die Verdichtung
nach innen fördern. In den vergangenen
Monaten hat das ARE deshalb umfassende Arbeiten zur Revision des kantonalen Richtplans aufgenommen: Das
Raumkonzept und die Festlegung des
künftigen Siedlungsgebiets in Zusammenarbeit mit den Gemeinden sind
wesentliche Bausteine. Der Befund des
Regierungsrates aus dem Jahr 1963 hat
damit nichts von seiner Aktualität eingebüsst: Auch heute ist es notwendig, ein
Leitbild für den Kanton zu schaffen, um
von diesem aus alle planerischen Bestrebungen in ein Ganzes einordnen zu können.
Karin Enzler
Marcel Volkart leitet seit dem 1. März 2015 das Amt für Berufsbildung und
Berufsberatung. Foto Cornelia Trefzer
Kantonsbaumeister Erol Doguoglu vor dem Modell des Berufsbildungszentrums BBZ
Weinfelden. Foto Cornelia Trefzer
Information 11
Freiräume nutzen, um
Neues zu gestalten
Vom Stadt- zum
Kantonsbaumeister
Analysieren, bewerten, entscheiden: Marcel Volkart geht
den Dingen auf den Grund, bevor er eine Lösung präsentiert. Eine Eigenschaft, die er sich als Lehrer und Rechtsanwalt angeeignet hat und die ihm nun auch als Leiter des
Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB) nützt.
2015 dürfte Erol Doguoglu (50) als Jahr der Veränderungen in Erinnerung bleiben. Im Januar wurde er Vater von
Zwillingen und im Juni übernahm er als neuer Kantonsbaumeister die Leitung des Hochbauamtes im Kanton
Thurgau.
Aufgewachsen ist Marcel Volkart (50) im luzernischen Schwarzenberg. Im Kanton Luzern startete er auch seine berufliche
Laufbahn. Neun Jahre lang unterrichtete er als Primarschullehrer, bevor er auf dem zweiten Bildungsweg an der Universität
St. Gallen Recht studierte. Er erwarb 2002 das Rechtsanwaltspatent und 2006 den Executive Master of European and International Business Law M.B.L-HSG. Mit dem Studium in
St.Gallen lernte er die Ostschweiz auch als Wohn- und Arbeitsort kennen und schätzen. Unter anderem war er bei der Bühler
AG in Uzwil und als Gerichtsschreiber mit Einzelrichterkompetenz am Kreisgericht Untertoggenburg-Gossau tätig, nebenbei
erteilte er Rechtskunde für Erwachsene an der BVS in St. Gallen.
2008 wechselte er als Leiter Rechtsdienst und stellvertretender
Generalsekretär ins Departement für Erziehung und Kultur des
Kantons Thurgau. Im März 2015 übernahm er die Leitung des
Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung. «Meine bisherigen Erfahrungen aus dem Rechtsdienst und als Lehrer sind in
diesem Amt wohl nützlich», erläutert Marcel Volkart. Denn
obschon die Berufsbildung in der Schweiz in hohem Masse von
Bundesrecht gesteuert werde, bleibe doch ein hoher Gestaltungsspielraum. «Diese Freiräume gilt es auszuloten und zu
nutzen, um Neues zu gestalten und bereits umgesetzte Projekte
weiterzuentwickeln.»
In seiner Freizeit zieht es Marcel Volkart zwar nicht mehr so oft
wie früher, aber doch hin und wieder in die Innerschweiz. «Ich
schätze die Ostschweiz sehr, aber der Pilatus und der Vierwaldstättersee fehlen mir bis heute», meint er schmunzelnd. Oft ist
er auch mit seiner Familie auf einer Velotour anzutreffen – oder
bei Proben und Konzerten des Kirchenchors, den er leitet. Ist es
ruhig, vertieft er sich in eine Autozeitschrift, in der er insbesondere Testberichte oder Beiträge über neue Technologien liest.
«Ich hadere nicht mit Gegebenheiten, die ich nicht ändern
kann», antwortet Erol Doguoglu auf die Frage, was ihn im Alltag manchmal ärgere. Als Architekt habe er gelernt, sich nicht
von unliebsamen Überraschungen aufhalten zu lassen, sondern
Herausforderungen anzunehmen und rasch nach neuen
Lösungen zu suchen. Eine Eigenschaft, die ihm bei seiner heutigen Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen Bevölkerung, Politik und Behörde natürlich zugute kommt, aber auch eine
Eigenschaft, die ihn als Führungsperson auszeichnet.
Das Architekturstudium hat Erol Doguoglu an der ETH absolviert. Später arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros in
St. Gallen, Winterthur und Zürich sowie als selbständiger
Architekt. Im Jahr 2008 schloss er ein Nachdiplomstudium in
Unternehmensführung an der Fachhochschule in St. Gallen ab.
Von 2009 bis 2015 arbeitete Erol Doguoglu als Leiter des
Hochbauamtes der Stadt St. Gallen. Mit dem Wechsel in den
Thurgau wurde Erol Doguoglu vom Stadt- zum Kantonsbaumeister ernannt. «Eine neue Dimension», meint der 50-Jährige
und fügt an, «mein Ziel ist deshalb, den Kanton Thurgau möglichst rasch in- und auswendig kennenzulernen.» Ein erstes
Hilfsmittel dazu ist eine grosse Landkarte des Kantons, die er
sich bestellt hat und die er an der Wand hinter seinem Schreibtisch aufhängen will.
Morgens beginnt Erol Doguoglu seinen Tag mit einem Cappuccino, den er mit einer echten italienischen Kaffeemaschine,
nach original italienischem Rezept, aufwendig zubereitet.
«Das ist jeweils die erste Herausforderung des Tages, der ich
mich stelle», erläutert er lachend. Geprägt wird seine Freizeit
seit dem letzten Januar natürlich von den Zwillingen. «Ihre
Entwicklungsschritte zu beobachten und zu sehen, wie sie ihre
eigene Persönlichkeit entwickeln, ist einfach grossartig!»
Cornelia Trefzer
Cornelia Trefzer
Bau der Eigenproduktion «Der Apfel». Fotos Archiv Naturmuseum Thurgau
12 Kultur
Erfolgreich auf Wanderschaft
Das Naturmuseum Thurgau produziert in regelmässiger Folge Ausstellungen, die über Jahre hinweg in verschiedenen Museen der Schweiz und
im Ausland gezeigt werden. Beim Bau
solcher Wanderausstellungen ist das
Museumsteam besonders gefordert.
400 000 Besucherinnen und Besucher,
2600 Schulklassen, 40 Ausstellungsorte
– die fünf Eigenproduktionen, die das
Naturmuseum Thurgau die vergangenen
zehn Jahre auf Wanderschaft geschickt
hat, finden ein grosses Publikum. In diesen Wanderausstellungen stecken von
der ersten konzeptionellen Idee bis zur
Eröffnung eineinhalb Jahre intensive
Arbeit. Jede Ausleihe an ein anderes
Museum hat zudem ihre Tücken.
Mobil, flexibel, zuverlässig
Eine Wanderausstellung stellt andere
Anforderungen als dauerhaft installierte
Ausstellungen. In Planung, Gestaltung
und Aufbau fliesst viel gestalterische,
handwerkliche und technische Erfahrung des Museumsteams mit ein, und
regelmässig werden externe Spezialistinnen und Spezialisten beigezogen. Während ihrer Lebensdauer werden Wanderausstellungen bis zu zehn Mal transportiert, auf- und abgebaut. Sie müssen also
möglichst mobil sein. Idealerweise können sie so demontiert werden, dass die
einzelnen Teile auf Euro-Paletten Platz
finden. Dies garantiert einen reibungslosen Transport und verhindert, dass teurer Stauraum im Lastwagen verschwendet wird.
Gleichzeitig müssen Wanderausstellungen auch die hohen gestalterischen Qualitätsansprüche eines Museums erfüllen.
Dies erfordert ein flexibles Gestaltungskonzept, damit die Ausstellung in unterschiedlichsten Museen und Räumen
optimal aufgestellt werden kann und
überall ihre Wirkung beim Publikum
erzielt. Eine weitere wichtige Voraussetzung bei Wanderausstellungen ist eine
hohe Zuverlässigkeit der technischen
Geräte und Installationen. Zu jeder Produktion erarbeitet das Museum eine
detaillierte Anleitung, mit deren Hilfe
die Ausstellung ohne personelle Unterstützung aus dem «Mutterhaus» aufgebaut werden kann. So ist gewährleistet,
dass Unterhalt und Wartung von Wanderausstellungen den normalen Betrieb
des Naturmuseums nicht übermässig
belasten.
Carnet ATA, CITES & Co.
Die Produktionen des Naturmuseums
Thurgau geniessen in Museumskreisen
einen sehr guten Ruf und sind auf zwei
bis drei Jahre ausgebucht. Besonders
anspruchsvoll sind Ausleihen nach
Deutschland. Minutiös muss ein
umfangreiches Ausstellungsinventar
erstellt werden, um das Carnet ATA, das
internationale Zolldokument für die
Aus- und Wiedereinfuhr des Ausstellungsmaterials, zu beantragen. Für Präparate von Tierarten, die gemäss dem
Washingtoner Artenschutzabkommen
CITES geschützt sind, braucht es bei den
entsprechenden Behörden Genehmigungen. Hier darf den Verantwortlichen des
Museums kein Fehler unterlaufen,
ansonsten droht eine hohe Busse und die
Ausstellung bleibt – mitsamt dem Lastwagen – tagelang am Zollübergang hängen. Auslandausleihen kosten mitunter
Nerven, variieren die entsprechenden
Formalitäten doch scheinbar manchmal
nach Lust und Laune der verantwortlichen Personen in den zuständigen
Ämtern im In- und Ausland.
Thurgauer Botschafter
Dank der eigenen Wanderausstellungen
kommt das Naturmuseum zu Sonderausstellungen anderer Museen, deren
Herstellung seine personellen und finanziellen Möglichkeiten übersteigen
würde. Möglich macht dies die Ausstellungsbörse der Naturmuseen der
Schweiz, die seit über drei Jahrzehnten
ununterbrochen funktioniert und in der
Museumslandschaft einzigartig ist. Mit
aktuell vier Produktionen ist das Naturmuseum Thurgau einer der aktivsten
Ausstellungsanbieter. Jede Produktion
trägt den Namen des Museums weit
über die Region hinaus. Von Chur, Olten
und Luzern bis Waldshut, Freiburg oder
Krefeld sind die Ausstellungen des
Naturmuseums somit immer auch sympathische Botschafter für den Thurgau.
Hannes Geisser, Naturmuseum Thurgau
Der Silberschatz von Eschikofen – ausgestellt im «le Trésor».
Foto AATG
Hans-Peter Thür, Verlagsleiter des Verlags NZZ Libro, übergibt Regierungsrätin
Monika Knill das druckfrische Buch. Foto Daniel Steiner
Kultur 13
Neu entdeckte
Thurgauer Münzschätze
Thurgauer Alltag im
15. Jahrhundert
In den letzten zwei Jahren wurden im Kanton Thurgau drei
Münzschätze entdeckt. Bei allen Findern handelte es sich
um ausgebildete, freiwillige Mitarbeiter des Amts für
Archäologie Thurgau. Somit sind die Fundumstände gut
dokumentiert, was den Münzen eine hohe wissenschaftliche Bedeutung verleiht.
Der zweite Band der Reihe «Der Thurgau im späten Mittelalter», Ende Oktober erschienen, zeichnet eine imaginäre
Reise durch den Thurgau des 15. Jahrhunderts. Das Lesebuch wirft einen vertieften Blick auf Alltag und Wirtschaft
der Region.
Die drei Münzschätze werden erstmals der interessierten
Öffentlichkeit in der Kabinettausstellung «le Trésor» im
Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld bis zum
6. Februar 2016 präsentiert.
Pfyn: Südöstlich des spätantiken Kastells Ad Fines kamen
zusammenkorrodierte Bronzemünzen aus dem 4. Jahrhundert
n.Chr. zum Vorschein. Dabei handelt es sich um eine römische
Münzrolle, die in ein nicht mehr erhaltenes organisches Material (Leder, Stoff?) eingewickelt war. Münzrollen aus dieser
Zeit sind sehr selten.
Eschikofen: Bereits 1911 fanden Knaben im Griesenberger
Tobel bei Eschikofen über 850 Silbermünzen, die in die Zeit
um 1300 n.Chr. datieren. Sie waren vermutlich in einem Keramikgefäss aufbewahrt. Die einseitig geprägten Münzen wurden u.a. in Konstanz, Lindau, Ulm, Solothurn und Zofingen
geschlagen. 2015 entdeckten zwei freiwillige Mitarbeiter am
Steilhang des Tobels weitere 141 Silbermünzen, die zum selben
Schatz gehören dürften.
Frauenfeld: Der jüngste Silberschatz stammt aus dem Stadtgebiet von Frauenfeld. Im Wald bei der Aumühle entdeckte man
12 Münzen unterschiedlichen Werts: 10 Schillinge, 1 Angster,
1 Pfennig. Die Barschaft gelangte kurz nach der Mitte des
17. Jahrhunderts in den Boden – vielleicht verlor jemand auf
dem Weg Richtung Frauenfeld seinen Geldbeutel oder er verbarg seine Barschaft. Der «Schatz» entsprach etwa drei
Taglöhnen eines Wollwebers.
Urs Leuzinger, Amt für Archäologie Thurgau
Die Gegend zwischen Bodensee und Thur im 15. Jahrhundert
war fruchtbar. Getreide, Fisch und Wein waren die Existenzgrundlagen vieler Bauern und ihrer Grundherren. Hinzu kam
der Anbau von Hanf für die Leinenproduktion. Der streng
organisierte Wirtschaftszweig mit den Marktzentren Konstanz, St. Gallen und Bischofszell bot Bauernfamilien und
Handwerkern Arbeit. Nicht immer verliefen Geschäftsbeziehungen harmonisch, Betrug und Diebstahl landeten häufig vor
dem Richter. Erheiterndes, Tragisches, aber auch Versöhnliches scheint in aktenkundigen Geschichten auf, etwa in jener
vom Bischofszeller Bürger, der die Leinwandmärkte von
Arbon bis Nürnberg unsicher machte.
Mit Geschichten und attraktiven Bildern zeichnet der Band
«Vom Bodensee nach Bischofszell» ein lebendiges Bild des
spätmittelalterlichen Thurgaus. 19 Autorinnen und Autoren
aus verschiedensten Fachbereichen haben mitgearbeitet, unter
ihnen Historikerinnen und Volkskundler, Kulturwissenschaftler und Archäologinnen. Ein Kapitel widmet sich dem Alltag in
der Stadt Bischofszell. Der Bischofszeller Wandbehang aus
dem frühen 16. Jahrhundert ergänzt als Bildquelle ersten Ranges die schriftlichen Überlieferungen; szenenreich, farbig und
mit vielen amüsanten Details.
Ramona Früh, Kulturamt
Der Verlag NZZ Libro bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
kantonalen Verwaltung auch den zweiten Band für Fr. 35.– (statt
Fr. 39.–) an und für Fr. 32.– pro Band, wenn die ganze Reihe bestellt
wird, in beiden Fällen im Inland versandkostenfrei. Bestellungen sind
direkt an den Verlag zu richten: NZZ Libro, T 044 258 15 05,
[email protected]. Vermerk «Angestellt Kt. Thurgau».
Die Jahrestagung der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) fand dieses Jahr im Thurgau statt.
Gastgeberin und Regierungsrätin Monika Knill begrüsste die Gäste mit Präsident Christoph Eymann, Regierungsrat
Basel-Stadt, in der Kartause Ittingen bei Frauenfeld. Foto Bettina Kunz
In der bis fast auf den letzten Platz gefüllten Bitzihalle in
Bischofszell übergab Regierungsrätin Monika Knill den
Kulturpreis 2015 des Kantons Thurgau an den Jodler,
Dirigenten und Komponisten Mathias Zogg.
Foto Walter Hofstetter
14 People
Zaeem aus Syrien näht im Rahmen des Arbeitsintegrationsprogramms «HEKS TG
job» Vorhänge. Regierungsrätin Cornelia Komposch im Gespräch mit dem Flüchtling
aus Aleppo, der in seiner Heimat als Damen- und Herrenschneider arbeitete.
Foto Bettina Kunz
Die Staatskanzlei betrieb für die National- und Ständeratswahlen 2015 wiederum ein
grosses Wahlzentrum in der Kantonsschule Frauenfeld, wo sich Medienschaffende,
Kandidatinnen und Kandidaten sowie das interessierte Publikum laufend über die
Wahlergebnisse informieren konnten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Informationsdienstes (links) konnten dabei auf die Mithilfe von sechs Lernenden (rechts)
zählen. Foto zVg
Bedrohungslagen und Gefährdungssituationen in Schulen und in der öffentlichen
Verwaltung waren Thema eines zweitägigen Seminars «Bedrohungsmanagement» in
der Kantonsschule Frauenfeld. Generalstaatsanwalt Hans-Ruedi Graf (links) und
Christoph Reifler, Chef Sicherheitspolizei bei der Kapo Thurgau, diskutieren.
Foto Bettina Kunz
Die Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren der Schweizer Kantone trafen sich
zu ihrer Jahresversammlung im Thurgau bei der Stadler Rail in Bussnang. Vorne in der
Mitte Gastgeber Kaspar Schläpfer, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Thurgau, und
Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Bern und Präsident der VDK.
Foto Mario Gaccioli
Regierungspräsident Jakob Stark lobte die Qualität der
Leuetatze und bedankte sich bei den Macherinnen und
Machern für ihre Arbeit.
Fotos Bettina Kunz
Das Duo «Andi & Gregi» (Andi Schuster und Gregor
Jegge) begleitete die Vernissage mit Gesang und
Gitarren.
People 15
Vernissage Leuetatze-Jubiläumsausstellung
Alte Leuetatze-Ausgaben, insbesondere die Fasnachtsausgaben, boten
Diskussionsstoff: Petra Weber (DFS) und Christina Ebersold (DIV).
Susanna Horber stellte die Jubiläumsausstellung vor.
Walter Hofstetter moderierte den Anlass und spannte den Bogen von den ersten
Ausgaben der «Hauszeitung» bis zur heutige Personalzeitschrift.
Heinz Sulger Bühl war einer der kreativen Verfasser der einstmaligen
Fasnachtsausgaben.
Das Publikum genoss die musikalischen Einlagen des Duos «Andi & Gregi».
Nicola Tauro (Grafik Design, ADUR Werbung) und Susanna Horber: ein eingespieltes
Team bei der visuellen Gestaltung der Leuetatze.
Karten sind für David Gallati ein wichtiges Instrument für die Planung.
Foto Susanna Horber
16 Pingpong
Sieben Fragen an David Gallati
Zur Person
Name: David Gallati
Alter: 35 Jahre
Amt: Amt für Raumentwicklung
Funktion: Kreisplaner
Beim Kanton seit: 2009
Beschreibe dich selbst in einem Satz.
Aufgrund meiner vielseitigen Interessen
mag ich Abwechslung bei meinem Tun,
schätze aber als Familienmensch auch
Beständigkeit und Sicherheit.
Was schätzt du am meisten an deiner
Arbeit? Die Tätigkeit im Amt für Raumentwicklung ist sehr abwechslungsreich
und anschaulich. In meinem Arbeitsalltag beschäftige ich mich hauptsächlich
mit Planungsvorhaben aus Gemeinden
und Baugesuchen, die ausserhalb der
Bauzonen liegen. Kaum ein Geschäft
gleicht dem anderen, denn die konkreten
Bedürfnisse und Situationen vor Ort
erfordern von den Planern und Bauherren eine darauf angepasste Planung. Die
Arbeit am Schreibtisch wird immer mal
wieder durch Besichtigungen vor Ort
aufgelockert. Dadurch lernt man den
Thurgau und seine Leute kennen.
Welchen Beruf würdest du auch gerne
ausüben? Es gäbe noch viele interessante
Tätigkeiten auszuprobieren. Die Entstehung oder Voraussage von Klima- und
Wetterphänomenen finde ich beispielsweise sehr spannend, so dass ich mir
auch den Beruf des Meteorologen hätte
vorstellen können. Würde das Einkommen und der Wohnsitz keine Rolle spielen, fände ich zwischendurch auch einmal einen Einsatz als ZirkusorchesterMusiker reizvoll.
Du hast von 2009 bis 2013 in der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau
gearbeitet. Welches sind die wesentlichen
Unterschiede? Gibt es auch Parallelen zu
deiner jetzigen Arbeit? Die Zahlen sind
in den Hintergrund getreten, dafür hat
die Gesetzgebung an Bedeutung gewonnen. Ich prüfe Ortsplanungen und Baugesuche hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben, beispielsweise aus dem Raumplanungsgesetz. Daraus ergibt sich im
Vergleich zur Tätigkeit als Statistiker ein
anderer Fokus: Bauvorhaben und Planungen in den Gemeinden sind
«Zukunftsmusik» – es wird im Normalfall erst geplant und danach gebaut. Bis
zur Umsetzung können wenige Wochen –
im Fall von Baueingaben – bis mehrere
Jahrzehnte – im Fall der Richtplanung –
vergehen. Die Statistik orientiert sich
hauptsächlich an der Vergangenheit.
Zahlen – zum Beispiel Bevölkerungszahlen – werden erhoben und danach analysiert. Berührungspunkte zur Statistik
sind aber auch am heutigen Arbeitsplatz
geblieben: Wer planen will, braucht verlässliche Angaben zum aktuellen
Zustand und zur vergangenen Entwicklung, um daraus den möglichen Bedarf
abschätzen zu können.
Du hast zwei Wünsche frei zum Thema
Raumplanung. Welche sind das?
Weniger Politik und mehr Raumplanung.
Raumplanung ist immer wieder politischer Zankapfel, wenn es um Fragen
räumlicher Verteilung oder Abwägung
privater versus öffentlicher Interessen
geht. Ich wünsche mir Planungsergebnisse, die darauf abzielen, der Öffentlichkeit lebenswerte Räume – sei es innerhalb von Siedlungen oder in der freien
Landschaft – zu erschaffen oder zu
erhalten.
Du bist mit deiner Familie von Stein am
Rhein nach Frauenfeld gezogen. Was
gefällt euch an eurem neuen Wohnort
besonders? Als Kantonshauptort bietet
Frauenfeld für seine an sich beschauliche
Grösse verhältnismässig viel Infrastruktur. Alles ist in kurzer Distanz mit dem
Velo erreichbar und man ist schnell im
Grünen. Insbesondere schätze ich den
kurzen Arbeitsweg. Dieser erlaubt mir
beispielsweise, auch mittags mit meiner
Familie essen zu können.
Wie und wo kannst du am besten
abschalten und auftanken? In meiner
Freizeit sitze ich oft auf dem Velo oder
spiele in einem Orchester. Sowohl die
Bewegung im Freien als auch das konzentrierte musikalische Arbeiten empfinde ich als sehr wohltuend und genussvollen Ausgleich zur Arbeitstätigkeit.
Interview: Bettina Vincenz
Im nächsten Pingpong: Nathalie Pfäffli,
Rechtsdienst DBU
Die neuen Lernenden an ihrem Einführungstag vor dem Regierungsgebäude.
Foto Cornelia Lehmann
Lernende 17
Die neuen Lernenden 2015
• Leonard Ademi
Kaufmann, Kreisämter Weinfelden
• Jessica Bischof
Kauffrau, Kreisämter Münchwilen
• Nico Brechbühl
Kaufmann, Zentralverwaltung
• Benjamin Burkhart
Forstwart, Forstbetrieb Fischingen-Tobel
• Janine Büeler
Kauffrau, Sozialversicherungszentrum
• Sabrina Carvalho
Fachfrau Hauswirtschaft, BBZ Arenenberg
• Jelle Andrin Erni
Informatiker, Amt für Informatik
• Hakan Gürlek
Fachmann Betriebsunterhalt, Werkhof Kesswil
• Valérie Haffter
Kauffrau, Zentralverwaltung
• Urata Haljimi
Kauffrau, Sozialversicherungszentrum
• Anika Heim
Kauffrau, Zentralverwaltung
• Henri Hölderlin
Koch, BBZ Arenenberg
• Ben Johne
Laborant, Kantonales Laboratorium
• Regez Kareem
Fachmann Betriebsunterhalt, KS Frauenfeld
• Samuel Keiser
Kaufmann, Zentralverwaltung
• Angela Kunz
Kauffrau, Strassenverkehrsamt
• Ella Muntwyler
Kauffrau, Kreisämter Frauenfeld
• Laura Napolitano
Kauffrau, Kreisämter Kreuzlingen
• Belinda Nickler
Fachfrau Hauswirtschaft, BBZ Arenenberg
• Julia Reinhardt
Kauffrau, Zentralverwaltung
• Joel Rietmann
Kaufmann, Zentralverwaltung
• Linda Ruf
Kauffrau, Zentralverwaltung
• Lukas Scherzinger
Fachmann Betriebsunterhalt, KS Romanshorn
• Damian Schönmann
Informatiker, Amt für Informatik
• Sandro Sprenger
Forstwart, Forstbetrieb Seerücken-Rhein
• Noé Venezia
Kaufmann, Kreisämter Amriswil
• Alex Vogel
Forstwart, Forstbetrieb Fischingen-Tobel
• Florian Wartmann
Kaufmann, BZW Weinfelden
• Sabine Winzenried
Kauffrau, Zentralverwaltung
Podiumsgespräch zum Konzil in Konstanz.
Foto Renate Bruggmann
Besuch im Kommandoposten Grenzbrigade 7.
Fotos Peter Bachmann
18 Pensionierte
Podiumsgespräch zum
Konzil Konstanz
Besichtigung KP
Grenzbrigade 7
Der Einladung zum Podiumsgespräch in Konstanz folgten
die Pensionierten in Scharen: 200 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten im Grossen Konzilsaal gebannt
die Ausführungen von Silvia Volkart, Henry Gerlach und
Uwe Moor, die auf die Fragen von Gesprächsleiter Beat
Benkler mit lebendigen und humorvollen Worten reagierten.
70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges: Am
20. August 2015 konnte Organisatorin Martha Quenson fast
zwei Dutzend Interessierte der Vereinigung Altlehrer Untersee bis Tannzapfenland im Weinfelder «Hau» begrüssen.
Das Konzil war das Grossereignis des 15. Jahrhunderts im
Bodenseeraum. Henry Gerlach wusste eine einfache Antwort
auf die Einstiegsfrage zu den Getränken: «Das Wasser war
zum Trinken viel zu schlecht, also war der Wein aus der
Bodensee-Region das übliche Getränk.» Über die Frauen beim
Konzil wusste Silvia Volkart Bescheid: «Sie waren als Begleiterinnen dabei. Ob sie auch göttliche Eingebungen haben konnten, sei damals sehr kontrovers diskutiert worden.» Die grosse
Herausforderung für die Stadt Konstanz waren die fast 20 000
Gäste aus ganz Europa. Die Versorgung von Mensch und Tier
war nur dank dem angrenzenden Thurgau möglich, der als
Folge des Konzils einen wirtschaftlichen Aufstieg erlebte. Auch
wenn Konstanz wegen seiner Lage für das Konzil ideale Voraussetzungen bot, so wurden die Ziele doch nur ungenügend
erreicht: Zwar wurden das Schisma überwunden, mit Martin
V. ein neuer Papst gewählt und «die Ketzer» verbrannt, aber
die Ansätze zur Kirchenreform blieben in endlosen Diskussionen stecken.
Am Eingang des Kommandopostens begrüsste Urs Ehrbar die
Besucherinnen und Besucher. Als ehemaliger Offizier würdigte
er seinen Vorgesetzten, Brigadier Mühlemann, der ihn durch
klare Aufträge, Hinterfragung und konsequente Ausführung
beeindruckt hatte. In der unterirdischen Anlage, die vom Verein Festungsgürtel Kreuzlingen (www.festungsguertel.ch)
gepflegt wird, überraschen die vielen Türen, die mit militärischen Abkürzungen beschriftet sind. Die kleinen Räume dienten bis Ende des Kalten Krieges als Arbeitsräume für die Offiziere «im Felde». Wir blickten auch in die engen Mannschaftsunterkünfte, Übermittlungseinrichtungen, Küche und
Krankenzimmer. Einige dieser Räume enthalten jetzt Sammlungen von Infanteriewaffen, Funk- und Chiffriergeräten.
Schliesslich wurden wir ins Herz der Bunkeranlage geführt.
Hier wird Strom erzeugt, gereinigte Luft umgesetzt. Nach
einem Kurzfilm «Die Schweiz im Kalten Krieg» verabschiedeten wir uns bei einem Umtrunk im Rapportraum. Herzlichen
Dank, Martha Quenson und Urs Ehrbar, für diese eindrückliche Lektion Zeitgeschichte.
Christoph Jäggi
Die drei Referenten verstanden es ausgezeichnet, die Zeit des
Konzils mit Anekdoten und Zeitzeugnissen lebendig werden
zu lassen. Margareth Schicker und Hanspeter Schär gaben mit
ihrer Musik dem Podiumsgespräch den passenden Rahmen.
Eine Frau aus dem Publikum brachte es auf den Punkt:
«Grossartig, wie die Geschichte an diesem einzigartigen Ort so
lebendig wird! Das hätten meine Kinder auch erleben sollen.»
Guido Bruggmann
ALVO-Mitglieder treffen sich in Romanshorn. Foto Christoph Langenegger.
Wanderung bei Dinhard im Züribiet. Fotos Walter Ebinger
Pensionierte 19
Wandersaisonabschluss
in Arnegg
Die Novemberwanderung mit Wanderleiter Toni Brändli war
bestens nachgefragt. Am ersten Wandertag konnten 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die warme «Spätsommersonne»
geniessen. Am zweiten Tag waren nur noch zehn«hartgesottene Freiwillige» bei Wind und Regen auf einer abgekürzten
Route unterwegs. Rund um Arnegg ist das sanfte Hügellland
reines Milchwirtschaftsgebiet und Äcker gibt es kaum. Die
historischen Bauernhöfe sind regelmässig in der Landschaft
verteilt, eine typische Streusiedlung. Heute konzentriert sich
die Landwirtschaft auf wenige Grossbetriebe. Die aussergewöhnlich lange Sommertrockenheit zeigte deutliche Spuren:
Wegen Futterknappheit wurde so lange wie möglich geweidet,
sodass die Wiesen Sportrasen glichen. Geschätzt wurde der
Zwischenhalt im «Hofstadl».
Im «Bahnhof Arnegg» endete die erfolgreiche Wandersaison
2015. Über 800 Personen benutzten die zahlreichen «Kombiangebote» mit Fitness, Geografie und Gemütlichkeit. Vielen
Dank an Walter Ebinger und Toni Brändli für die immer gute
Organisation!
Durchs ländliche Züribiet
Für fast alle der 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte
Wanderleiter Walter Ebinger mit Rickenbach/ZH und rund um
Dinhard «Neuland» vorstellen. Die Dörfer und Weiler erinnern
noch an die frühere Kleinlandwirtschaft, heute ist aber «Winterthur» der grösste Arbeitgeber. Erich Müller, Geologe und früherer
Chef des Amts für Umwelt, hat gezeigt, wie die hügelige Landschaft mit Toteisseen vor 20-25 000 Jahren in der Eiszeit durch
den Thurgletscher gestaltet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte
wurden hier die vielen grösseren Findlinge für den Hausbau eingesammelt. Aber auch Kies und Lehm wurden abgebaut. Beim
Mörderhölzli hat Walter Ebinger den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das «Gruseln» beigebracht. Hier wurde vor über 100
Jahren eine junge Frau bestialisch ermordet. Die Polizei, mit der
damals rudimentären Kriminalistik, konnte den Fall nie aufklären, aber in der Region wurde während vielen Jahren der Name
des Täters herumgeflüstert. Heute, nach 109 Jahren, musste auch
eine Autorin in ihrem Buch erkennen, dass sowohl Opfer und
Mörder mit ihr verwandt waren.
Armin James Bont 007
Armin James Bont 007
Besuch im Ortsmuseum
Romanshorn
Die erfreuliche Zahl von 40 interessierten ALVO-Mitgliedern
findet sich im Ortsmuseum Romanshorn ein. Ruedi Meier und
Roman Keller begrüssen zu einer sehr interessanten Führung
durch das Ortsmuseum und die Spezialausstellung 150 Jahre
Frauenverein Romanshorn. Gute Informationen auf Stellwänden und zwei Videofilme zeigen uns die grossartige Leistung
der verschiedenen Frauenvereine aus Romanshorn, aber auch
von bekannten oder auch nur im Hintergrund tätigen Frauen
aus der ganzen Schweiz im Einsatz um soziale Gleichstellung.
Ein gemütliches Zusammensitzen im eben erst eröffneten
Restaurant am Hafen rundet die gelungene Veranstaltung ab.
Unterwegs im Kemmental
Die grossflächige Landgemeinde Kemmental wurde 1996 aus
vielen kleinen Ortsgemeinden neu geschaffen. Die zentrale Verwaltung sitzt heute in Siegershausen. Das Kemmental mit seinen
besten Moräneböden ist eine grosse, sanfte Mulde mit verschiedenen Bächen, natürlichen und künstlichen Weihern, deren Energie früher systematisch für Mühlen und Sägereien genutzt wurde.
Wegen der Trockenheit seit Juli führten die Bäche kaum noch
Wasser. In Feld und Wald wurde etwa vor 30 Jahren die Gesamtmelioration durchgeführt. Basierend auf dem damals neu entstandenen Wegnetz hat Wanderleiter Toni Brändli die abwechslungsreiche Route zusammengestellt. Fitness und Geselligkeit
kamen bei bestem Herbstwetter und Abschluss im «Hirschen»
Hugelshofen nicht zu kurz.
Armin James Bont 007
Christoph Langenegger
Michi Baur
Claudia Brägger
Peter Bruggmann
Michi Baur
Claudia Brägger
Peter Bruggmann
Michi Baur hat in seinen jungen Jahren
in den verschiedensten Arbeitsbereichen
Erfahrungen gesammelt. Bei seinem Stellenantritt 1990 hatte der Jubilar noch
eine zugeteilte Strecke. Er betreute die
interessante aber strenge Bergstrecke
von Berlingen übers Renental nach
Fischbach und das erst noch mit einem
Handwägeli! Er war am Anfang in der
Markiergruppe tätig, wechselte dann
vorübergehend in die Baugruppe. Dank
seinen Fähigkeiten und der grossen Leistungsbereitschaft wurde er im Jahre
2013 zum Gruppenführer der Markiergruppe befördert. Nebst dem Unterhalt
der Markierungen gehören das Aufstellen von Umleitungen, Arbeiten an den
Signalisationen und im Frühling auch
der Schutz der Frösche zu seinen Aufgaben. Gerne nehmen wir auch seine
zuverlässigen Dienste im Winterpikett
entgegen.
Von seiner Arbeit erholt sich Michi
gerne in einer geselligen Runde. Daneben erfreut er sich an seinen Bonsaibäumen oder verbringt die Freizeit mit seiner Lebenspartnerin auf den verschiedensten Campingplätzen.
Lieber Michi, im Namen von allen Mitarbeitern gratuliere ich dir ganz herzlich
zu deinem Jubiläum und danke dir für
deinen langjährigen grossen Einsatz. Für
die berufliche und persönliche Zukunft
wünschen wir dir alles Gute.
Am 1. Oktober 1990 trat Claudia Brägger ihre Stelle als Sekretärin beim Betreibungsamt Kreuzlingen an. In den Jahren
1995/1996 besuchte sie einen Fachbildungskurs Betreibungsrecht und erlangte nach erfolgreich absolvierter Prüfung
den kantonalen Fähigkeitsausweis zur
Führung eines Betreibungsamtes. Am
8. Juni 1997 wurde sie als Friedensrichterin und Betreibungsbeamtin des Kreises Müllheim und im Jahr 2008 als Leiterin des Amtes des Kreises FelbenWellhausen gewählt. Ihre Aufgabe als
Friedensrichterin war ihr immer sehr
wichtig. So absolvierte sie erfolgreich
den CAS-Lehrgang für Friedensrichter,
den sie mit dem Zertifikat «CAS Friedensrichter Fachhochschule Zentralschweiz» abschloss. Seit rund zehn Jahren ist sie Vorstandsmitglied und seit
drei Jahren Vizepräsidentin des Schweizerischen Verbandes der Friedensrichter
und Vermittler, wo sie für das Ressort
Aus- und Weiterbildung zuständig ist. In
ihrer Freizeit unternimmt Claudia Brägger gerne Reisen in ferne Länder.
Ich gratuliere dir, liebe Claudia, ganz
herzlich zu deinem Dienstjubiläum und
danke dir für deine langjährige Tätigkeit. Für die Zukunft wünsche ich dir in
beruflicher und persönlicher Hinsicht
alles Gute.
Peter Bruggmann stiess am 1. November
1990 zum Amt für Informatik (AfI) des
Kantons Thurgau. Davor war er bei der
Firma Bühler in Uzwil für PC-Vernetzungen in der Datenverarbeitung zuständig. Während damals Informatikkenntnisse sehr dünn gesät waren, gehören sie
heute zum Allgemeinwissen – und doch
braucht es Fachleute wie Peter Bruggmann heute mehr den je. Peter Bruggmanns Hauptverantwortungsbereiche
beim AfI sind die Projektleitung im
Bereich der technischen Infrastruktur für
die Webauftritte tg.ch, die Wahlen und
Abstimmungen und die Koordination
von E-Government. Seit 2010 teilt sich
seine Anstellung in diesen Aufgabenbereichen in 50 Prozent Staatskanzlei und
50 Prozent Amt für Informatik. Peter
Bruggmann ist auch nach 25 Jahren
beim Kanton noch immer fasziniert von
den vielen Möglichkeiten in seinen
Arbeitsbereichen. In wohl kaum einem
Bereich wird man derzeit so häufig mit
Neuerungen konfrontiert wie in Peter
Bruggmanns Umfeld. Er sieht dies
jedoch nicht als Nachteil, sondern freut
sich auf die neuen Herausforderungen in
der vernetzten Datenwelt der Behördenabläufe.
Ich gratuliere Peter Bruggmann herzlich
zum Dienstjubiläum und wünsche ihm
alles Gute.
20 Leute · Ehrungen
25 Dienstjahre
Max Koradi, Bezirkschef Bezirk 4,
Tiefbauamt
Walter Häberlin, Chef Konkursamt und
Betreibungsinspektorat
Leo Kuster, Chef Amt für Informatik
Ralph Felber
Hubert Frömelt
Leute · Ehrungen 21
25 Dienstjahre
Ralph Felber
Hubert Frömelt
Renato Gazzola
Ralph Felber trat am 1. Dezember 1990
als Sachbearbeiter im Betreibungsamt
Frauenfeld in den Dienst der kantonalen
Verwaltung und wechselte auf den 1. Juli
1991 ins Passbüro zum legendären Kurt
Müller – auch «Passmüller» genannt. Per
1. Januar 1993 wurde er aufgrund der
Pensionierung von Kurt Müller mit der
Leitung des Passbüros betraut.
Das neue Jahrtausend brachte viele Herausforderungen – so war Ralph Felber
mit dem neuen Passmodell im Jahr 2003
durch Produktionsengpässe gefordert.
2009 wurde das Team von zweieinhalb
auf sieben Personen verstärkt und Ralph
Felber startete am 1. März 2010 mit
einem neu erstellten Ablauf für den neuen
biometrischen Pass in einem Provisorium
mit Parallelbetrieb im Regierungsgebäude. Im Jahr 2011 erhielt die zwischenzeitlich kantonale Ausweisstelle genannte
Dienststelle in Weinfelden neue Räumlichkeiten, wo hohe Nachfrage und personelle Wechsel den Leiter und sein Team
forderten. Per 1. Januar 2014 wechselte
Ralph Felber anlässlich der Integration
der Ausweisstelle in das Migrationsamt
mit einem Teil des Teams wieder zurück
nach Frauenfeld, zum neuen zweiten
Standort. Nach diesen Bewegungen freut
es mich besonders, Ralph zum stolzen
Dienstjubiläum von 25 Jahren herzlich
gratulieren zu können. Gleichzeitig wünsche ich ihm viel Freude und Erfüllung
für die kommenden Dienstjahre.
Hubert Frömelt, von allen liebevoll
Hubi genannt, trat am 1. Oktober 1990
als Sachbearbeiter für Lärmschutzfragen
im damaligen Amt für Raumplanung
ein. Der studierte Geograph und Historiker mit Nachdiplomstudium in Raumplanung war die ersten zehn Jahre in der
Abteilung Ortsplanung tätig und danach
in der Abteilung Übergeordnete Planung. Seit 2006 bekleidet Hubert Frömelt die Funktion des Abteilungsleiters
und war federführender Projektleiter bei
der Erarbeitung unseres heute gültigen
Kantonalen Richtplans (KRP). Seit 2010
hat er die Funktion des Amtschef Stellvertreters inne. Neben seinen jeweiligen
Tätigkeiten betreute Hubert Frömelt die
Informatikprojekte des Amtes, so die
Einführung des Geoinformationssystem
(GIS) bis hin zum jüngsten Kind der
Baugesuchs-und Ortsplanungsapplikation (BOA). Sport sowie Wandern gehören zu den bevorzugten Freizeitaktivitäten von Hubert Frömelt. Überdies ist er
kulturell interessiert und trat als Autor
ausgewählter Publikationen zur
Geschichte unseres Kantons in Erscheinung.
Hubert Frömelt wird von allen sehr
geschätzt und ist der Amtschefin mit seinem breiten Wissen eine wertvolle Stütze. Wir gratulieren Hubi herzlich zum
Dienstjubiläum und wünschen ihm alles
Gute für die Zukunft.
Als gelernter Maler trat Renato Gazzola
am 1. Dezember 1990 beim kantonalen
Tiefbauamt im Bezirk Siegershausen eine
Stelle als Handwerker an. Ihm wurde
damals als Strassenwärter die Strecke
Kreuzlingen – Siegershausen – Lengwil
zugeteilt. Mit der Reorganisation der
Unterhaltsbezirke wechselte er am 1. Juli
1999 in den Bezirk Sulgen. Renato
Gazzola ist während der Belagssaison
der sogenannten «Kofelgruppe» zugeteilt, die im ganzen Kanton die höhenverstellbaren Schachtabdeckungen
anhebt. Ansonsten arbeitet er mit der
Baugruppe im Unterhalt der Entwässerungen und Einlaufroste. In seiner Freizeit fährt Renato gerne mit seinem Quad
durch den Thurgau.
Lieber Renato, im Namen aller Mitarbeiter gratuliere ich dir ganz herzlich zu
deinem Jubiläum und danke dir für deinen langjährigen Einsatz im Strassenunterhalt. Für deine berufliche und private Zukunft wünsche ich dir alles Gute.
Camillus Guhl, Chef Migrationsamt
Andrea Näf-Clasen, Chefin
Amt für Raumentwicklung
Duri Plouda, Bezirkschef, Tiefbauamt
Andreas Kern
Beat Osterwalder
Jakob Rohrer
Andreas Kern
Beat Osterwalder
Jakob Rohrer
Sein Architekturstudium am Technikum
Winterthur schloss Andi Kern 1976 ab.
Jung und mit einem Faible für historische Bauten kaufte er drei Jahre später
ein Bauernhausensemble in Müllheim
und wurde im Thurgau sesshaft. Seine
berufliche Erfahrung holte er sich in
zwei verschiedenen Architekturbüros
und erweiterte daneben sein Fachwissen
in den Bereichen Bau/Umwelt und in
ökologischem Bauen. 1990 bewarb er
sich im Hochbauamt als Berater für
Schulbauten. Mit Erfolg: Am 1. Oktober
trat er die Stelle an mit dem Anspruch,
kein verstaubter Staatsangestellter zu
werden. Mit Verve engagierte er sich für
seine Bauten, leitete Projekte, korrigierte
Manuskripte und Pläne, sass lange Sitzungen aus und setzte sich für nachhaltige Lösungen ein. 2009 wurde er zum
Leiter der Abteilung Bildungsbauten
befördert. Heute kann er stolz auf eine
grosse Anzahl Bauten blicken, bei denen
er mitwirkte: z.B. die PHTG Kreuzlingen, das BBZ Arenenberg, die Kantonsund Berufsfachschulen.
Ich gratuliere Andi Kern herzlich zum
silbernen Jubiläum und danke ihm für
sein grosses Engagement. Seine Pensionierung ist in Sicht. Glück, Gesundheit
und viel Zeit zum Innehalten, Geniessen,
Musizieren und Wandern – das wünsche
ich ihm.
Beat Osterwalder hat eine Banklehre
absolviert und trat nach einigen Jahren
in der Bankbranche auf den 1. Juli 1990
bei der kantonalen Steuerverwaltung als
Kontrollbeamter in der Abteilung Verrechnungssteuer ein. Diese Aufgabe
beinhaltete primär die Prüfung von
Wertschriftenverzeichnissen, wobei
damals die Rückerstattung der Verrechnungssteuer im Vordergrund stand. Aufgrund seiner guten Leistungen wurde
Beat Osterwalder auf den 1. Januar
1992 zum Steuerkommissär in der
Abteilung Natürliche Personen befördert. Er hat von Beginn weg die volle
Verantwortung im Veranlagungsbereich
der natürlichen Personen für verschiedene Gemeinden übernommen. Heute ist
er insbesondere für die Veranlagung von
Steuerpflichtigen zuständig, die eine Einzelfirma betreiben oder an einer Personenunternehmung beteiligt sind. Die
Funktion des Steuerkommissärs (heute
Veranlagungsexperte) hat sich in den
letzten 25 Jahren grundlegend verändert. Wurden die Steuererklärungen im
Jahr 1990 noch manuell bearbeitet,
erfolgt die Veranlagung heute ausschliesslich in elektronischer Form am
Bildschirm.
Für seinen grossen Einsatz während 25
Jahren danke ich Beat Osterwalder herzlich und wünsche ihm weiterhin Erfolg
und Befriedigung bei seiner Tätigkeit.
Am 1. Juli 1990 nahm Jakob Rohrer
seine Tätigkeit als Pflanzenbau- und Bioberater auf. Zu jener Zeit war der Biolandbau noch nicht so anerkannt wie
heute. Dank seinem ausgezeichneten
Fachwissen und seiner hohen Sozialkompetenz gelang es ihm jedoch innert
kurzer Zeit, das Vertrauen der Landwirte zu gewinnen und den Biolandbau im
Thurgau «salonfähig» zu machen. Mit
seiner erfolgreichen Tätigkeit während
der vergangenen 25 Jahre prägte er eine
ganze Bauerngeneration. Neben seiner
beratenden Tätigkeit hat sich Jakob
Rohrer von Beginn weg sehr stark
zugunsten einer fundierten Ausbildung
der Landwirte engagiert. So unterrichtet
er seit vielen Jahren das Wahlfach Biolandbau und weitere pflanzenbauliche
Fächer. Seit einigen Jahren übt er auch
erfolgreich die Funktion als Stellvertreter des Schulleiters aus. Zudem ist er
zuständig für die Begleitung der rund
180 Lernenden der Fachschaft Landwirtschaft, die durch den standardmässig vorgesehenen mehrfachen Stellenwechsel, die langen Arbeitszeiten und
das Wohnen auf dem Lehrbetrieb
besonders gefordert sind.
Wir danken Jakob Rohrer herzlich für
seine langjährige engagierte Tätigkeit
zugunsten des BBZ Arenenberg und der
Thurgauer Landwirtschaft und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
Jakob Rütsche, Amtsleiter
Steuerverwaltung
Martin Huber, Direktor BBZ Arenenberg
Ruedi Huber, Schulleiter
22 Leute · Ehrungen
25 Dienstjahre
Erol Doguoglu, Kantonsbaumeister
Anna-Maria Steiner
Sepp Zuliani
Leute · Ehrungen 23
25 Dienstjahre
Anna-Maria Steiner
Gabriele Wiesmann
Sepp Zuliani
Am 1. September 1990 trat Anna-Maria
Steiner als Kontrollbeamtin bei der Steuerverwaltung, Abteilung Steuerrevisorat,
ein. Sie arbeitete sich schnell in ihren
Aufgabenbereich ein und wurde aufgrund ihrer guten Leistungen auf den
1. Juli 1997 zur «Revisorin» befördert.
Seit 25 Jahren revidiert Anna-Maria Steiner mit grossem Engagement und Sachverstand die Steuerabschlüsse der Politischen Gemeinden. Dabei kontrolliert sie
bei den Gemeindesteuerämtern die Vollständigkeit des Steuerregisters, den Steuerbezug sowie die Staatssteuerabrechnungen. In den letzten 25 Jahren hat sich
die Arbeitstechnik grundlegend geändert.
Stapelten sich früher die Steuerabschlüsse noch auf mehreren Metern, hat
zwischenzeitlich das «papierlose» Büro
Einzug gehalten. Dieser technische Wandel erforderte von Anna-Maria Steiner
Flexibilität und Offenheit für Neuerungen. Vom 1. Januar 2011 bis zum
30. Juni 2015 führte Anna-Maria Steiner
das Team «Revisorat» umsichtig und
fachkundig. Im Hinblick auf ihre bevorstehende Pensionierung hat sie die Teamleitung in jüngere Hände übergeben.
Ich danke Anna-Maria Steiner für ihren
jahrelangen Einsatz und wünsche ihr für
den dritten Lebensabschnitt gute
Gesundheit und alles Gute.
Gabriele Wiesmann studierte an der
Martin-Luther-Universität in Halle und
schloss als Diplomökonomin erfolgreich
ab. Mit der Heirat zog sie aus Deutschland zu ihrem Ehemann nach Frauenfeld. Kurz darauf hat sie sich für eine
Sekretariatsstelle bei der Steuerverwaltung, Abteilung Direkte Bundessteuer,
beworben. Mit Entscheid vom 14. August 1990 trat sie die Stelle einen Tag
später bereits an. Auf den 1. Januar
1996 wurde Gabriele Wiesmann aufgrund ihrer guten Leistungen und mit
der Übernahme des Bereichs «Steuerbezug juristische Personen» befördert. Auf
den 1. Februar 2000 wechselte sie intern
in die Abteilung Juristische Personen,
wo sie die Sekretariatsleitung übernahm.
Diese Tätigkeit führt sie auch heute noch
aus und leitet das Sekretariat umsichtig
und verantwortungsbewusst.
Zu ihrem 25. Dienstjubiläum gratuliere
ich Gabriele Wiesmann herzlich und
danke ihr für die jahrelange Treue zum
Kanton Thurgau.
Als gelernter Maurer trat Sepp Zuliani
am 1. Oktober 1990 die Stelle als Unterhaltsarbeiter beim kantonalen Tiefbauamt im Werkhof Siegershausen an. Mit
der Reorganisation der Unterhaltsbezirke wechselte Sepp zum Bezirk 2 in den
Werkhof Sulgen. Sepp Zuliani wird vorwiegend in der Markiergruppe eingesetzt. Im Winter arbeitet er im allgemeinen Strassenunterhalt und ist im Speziellen für die Reinigung der Wasserrinnen
und für das Auswechseln von schlechten
Signalisationstafeln zuständig.
Sepp ist im Fischerdorf Triboltingen aufgewachsen und lebt jetzt mit seiner
Familie in Unterleutenegg, «quasi fast in
den Bergen». Die Familie und sein Heim
beschäftigen ihn auch vorwiegend in der
Freizeit.
Lieber Sepp, im Namen aller Mitarbeiter
gratuliere ich dir ganz herzlich zu deinem Jubiläum und danke dir für deinen
langjährigen Einsatz im Strassenunterhalt. Für deine berufliche und private
Zukunft wünsche ich dir alles Gute.
Jakob Rütsche, Amtsleiter
Steuerverwaltung
Duri Plouda, Bezirkschef, Tiefbauamt
Jakob Rütsche, Amtsleiter
Steuerverwaltung
Roman Lehmann
Foto Susanna Horber
24 Leute · Ehrungen
Zum Gedenken
Die anderen runden Zahlen
Roman Lehmann
20 Dienstjahre
35 Dienstjahre
Barbara Bücheli, Lehrerin Brückenangebote,
Gewerbliches Bildungszentrum Weinfelden
Carmen Frischknecht, Sachbearbeiterin,
Steuerverwaltung
Veronika Graf, Mitarbeiterin Zentrale Dienste,
Kantonsbibliothek
Stefan Haffter, Oberstaatsanwalt,
Staatsanwaltschaft Bischofszell
Peter Köberl, Aufseher Kantonalgefängnis,
Generalsekretariat DJS
Katiuscia Mancini, Sachbearbeiterin Arbeitslosenkasse, Amt für Wirtschaft und Arbeit
Kata Marusic, Mitarbeiterin Reinigung,
Kantonsschule Frauenfeld
Karin Pecik, Sekretärin Region Nord,
Kantonspolizei
Peter Reist, Leiter Hausdienst, Kantonsschule
Frauenfeld
Peter Strübi, Sachbearbeiter, Friedensrichterund Betreibungsamt Aadorf
Carmelo Simonetta, Ressortleiter Datenbanken, Amt für Informatik
Betty Sonnberger Hutterli, Beraterin und
Inventarisatorin, Amt für Denkmalpflege
René Schwarz, Präsident, Rekurskommission
Anwaltssachen
Der Tod von Roman hat uns gezeigt,
wie schnell es jeden von uns treffen
kann. Wir werden Roman als heiteren
und emsigen Kollegen in guter Erinnerung behalten.
Roman trat am 1. Dezember 1991 beim
damaligen Amt für Umweltschutz und
Wasserwirtschaft als Leiter der Stabsstelle Chemie und Bodenschutz ein.
Die Anstellung erfolgte damals durch
Regierungsrat Ulrich Schmidli.
Roman war ein wacher Geist; er ging
den Dingen gerne auf den Grund und
hinterfragte vieles und mit hoher Präzision. Dank dieser präzisen Denkart und
seiner Ausdauer konnte er für das Amt
für Umwelt viel erreichen. Zuerst befasste er sich mit der Störfallvorsorge. Er
entwickelte Programme, um die Auswirkungen von Gasexplosionen zu simulieren. Parallel dazu begann er mit dem
Aufbau der Bodenschutzfachstelle.
Dank der vielen Bodenproben, die er
untersuchen liess, verfügte der Kanton
Thurgau als einer der ersten Kantone
über eine Bodenbelastungskarte. Im
Laufe der Zeit entwickelte sich sein
Interesse immer mehr in Richtung EDV.
Programmieren wurde zu seiner Leidenschaft – als Leiter Informatik hat er im
Amt für Umwelt viele Instrumente entwickelt, welche die Arbeiten seiner
Kolleginnen und Kollegen massgeblich
erleichterten.
Beat Baumgartner, Chef
Amt für Umwelt
Wir gratulieren
Kurt Heim, Personalberater im RAV
Kreuzlingen, zum erfolgreichen
Abschluss der berufsbegleitenden
Weiterbildung zum dipl. Personalleiter
NDS HF an der Akademie St.Gallen.
Bruno Medici, Leiter RAV Kreuzlingen
Heinz Erb, Leiter RAV Thurgau
25 Dienstjahre
Urs Zellweger, Staatsanwalt bei der
Staatsanwaltschaft Bischofszell, zum
erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs
zum Master of Advanced Studies in
Forensics.
Brigitte Kistler Majdi, Sachbearbeiterin,
Grundbuchamt Kreuzlingen
Hans-Ruedi Graf, Generalstaatsanwalt
30 Dienstjahre
Andreas Bischofberger, Berufsschullehrer,
Bildungszentrum für Wirtschaft Weinfelden
Markus Dreher, Lehrer Brückenangebote,
Bildungszentrum für Technik Frauenfeld
Roberto Hofmann, Ressortleiter Nachtwache,
MZ Kalchrain
Giacun Valaulta, Leiter Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen
Nuno Osorio, Sachbearbeiter in der
Abteilung Boden- und Pachtrecht,
Landwirtschaftsamt, zum erfolgreichen
Abschluss des zweijährigen Zertifikatslehrgangs «CAS Agrarrecht» 2013-2015
an der Rechtswissenschaftlichen
Fakultät der Universität Luzern.
Ueli Bleiker, Chef Landwirtschaftsamt
Foto Susanna Horber
Leute · Ehrungen 25
Kommen und Gehen
Eintritte (siehe auch Seite 26)
Ronny Beirer, Sozialpädagoge, Massnahmenzentrum Kalchrain
Danijela Bogdanovic, Sachbearbeiterin ALE, AWA
Robert Egloff, Unterhaltsarbeiter, Tiefbauamt/Unterhalt
Angelika Eugster, Sachbearbeiterin, Generalsekretariat DBU
Thomas Gisler, Wertschriftenexperte, Steuerverwaltung
Simon Graf, Assistent Physik, Kantonsschule Romanshorn
Gabriela Hinrichs, Sachbearbeiterin, Polizeischule Ostschweiz
Karin Hurter, Sachbearbeiterin, Kantonsschule Frauenfeld
Roger Jacober, Veranlagungsexperte, Steuerverwaltung
Simon Najdenik, Sachbearbeiter, Sozialversicherungszentrum Thurgau
Michele Pachioli, Verkehrsexperte, Strassenverkehrsamt
Thomas Rüegg, Forstwart, Forstamt
Sabine Spross, Leiterin Arbeitslosenkasse, AWA
Rebecca Alison Titz, Sachbearbeiterin, Obergericht
Rolf Zbinden, Forstwart, Forstamt
Austritte
Stefanie April, Polizei-Gefreite, Kantonspolizei
Lothar Biefer, Teamleiter, Sozialversicherungszentrum Thurgau
Liliana Couthino, Datenerfasserin Verkehrspolizei, Katonspolizei
Karl Heinz Damej, Teamleiter, Sozialversicherungszentrum Thurgau
Tiziano De Vita, Sachbearbeiter, Friedensrichter- und Betreibungsamt
Amriswil
Bettina Deubelbeiss, Sozialpädagogin, MZ Kalchrain
Sandra Eugster, Polizei-Gefreite, Kantonspolizei
Edith Fankhauser, Veranlagungsexpertin, Steuerverwaltung
Daniel Fritschi, Verkehrsexperte, Strassenverkehrsamt
Martin Glaus, Raumplaner, Amt für Raumentwicklung
Marianne Gubser, Mitarbeiterin Mensa, Kantonsschule Romanshorn
Sandra Hanimann, Veranlagungsexpertin, Steuerverwaltung
Bettina Herzog, Sekretärin, AWA, RAV Kreuzlingen
Stephanie Hug, Mitarbeiterin Marketing und Kommunikation, HMTG
Jessica Idrizi, Mitarbeiterin Reinigung, Kantonsschule Frauenfeld
Sibylle Kesselring, Servicemitarbeiterin, BBZ Arenenberg
Jimmy Mariéthoz, Leiter Gemüse-/Beerenbau, BBZ Arenenberg
Monica Maulà, Finanzfachfrau, KESB Frauenfeld
Sonja Michel, Sekretärin, Friedensrichter- und Betreibungsamt
Tägerwilen
Corinne Morgenegg, Regionalstellenleiterin, ABB
Katrin Nicotera, Sachbearbeiterin, Amt für Gesundheit
Corinne Pfiffner, Polizei-Gefreite, Kantonspolizei
Claudia Privitera, Leiterin Fototechn. Dienst, Staatsarchiv
Christa Reich, Sekretärin, Grundbuchamt und Notariat Diessenhofen
Nadine Rhyner, Fachspezialistin, Landwirtschaftsamt
Bettina Ritzmann, Bibliothekarin, Kantonsschule Frauenfeld
Annina Schläpfer, Mitarbeiterin Mensa, Kantonsschule Romanshorn
Susanne Schweri, Schulinspektorin, Amt für Volksschule
Beatrice Stäbler, Sachbearbeiterin, Migrationsamt
Rhea Tyson, Sachbearbeiterin Scanning-Center, AWA
Stefan Von Schumann, Sozialpädagoge, MZ Kalchrain
Iris Widmer, Polizei-Wachtmeister, Kantonspolizei
Pensionierungen
Anneliese Bebie, Telefonistin, BLDZ
Alessandro Caldana, Polizei-Feldweibel, Kantonspolizei
Jakob Debrunner, Polizei-Wachtmeister mit besonderen Aufgaben,
KAPO
Josef Feierabend, Naturwissenschaftlicher Assistent, KS Romanshorn
Bruno Flater, Personalberater, RAV Regionalstelle Kreuzlingen
Richard Gsell, Mitarbeiter Nachtwache SD, MZ Kalchrain
Catherine Hipp, Sachbearbeiterin Medienbearbeitung,
Kantonsbibliothek
Susanna Horber, Stellvertretende Leiterin Informationsdienst,
SK/Informationsdienst
Rolf Huber, Polizei-Wachtmeister mit besonderen Aufgaben, KAPO
Andreas Kern, Abteilungsleiter, Hochbauamt
Stefan Roth, Polizei-Feldweibel, Kantonspolizei
Hanny Schmid, Sachbearbeiterin, Kanzleidienste, SK/Parlamentsdienste
Josef Signer, Arbeitsagoge, MZ Kalchrain
Hansruedi Spycher, Chefexperte KD Support, Strassenverkehrsamt
Peter Weisstanner, Sekretär, Kantonspolizei
Übertritte
Jessica Knill, Sachbearbeiterin, Friedensrichter- und Betreibungsamt
Sirnach
Melanie Müller, Sachbearbeiterin, Steuerverwaltung
Markus Thalmann, Handwerker, Tiefbauamt/Unterhalt
Foto Susanna Horber
26 Leute · Ehrungen
Eintritte
Prisca Baumgartner,
Sachbearbeiterin,
Bildungszentrum Wirtschaft/Weiterbildung
Rosmarie Blarer,
Sachbearbeiterin
Ordnungsbussenzentrale,
Kantonspolizei
Andreas Bruun,
Fachspezialist,
Landwirtschaftsamt
Pina Gabriella Da Tos,
Sekretärin,
Amt für Volksschule
Anja De Martin,
Psychologin, Massnahmenzentrum
Kalchrain
Michael Erni,
Polizei-Gefreiter,
Kantonspolizei
Monika Frefel,
Finanzfachfrau Revision/
Treuhand, KESB
Frauenfeld
Thomas Huwiler,
Polizei-Gefreiter,
Kantonspolizei
Marius Küttel,
Fischereiaufseher Kreis 4,
Jagd- und Fischereiverwaltung
Serena Lamanna,
Sachbearbeiterin, Sozialversicherungszentrum
Thurgau
Regula Litscher,
Sachbearbeiterin,
Steuerverwaltung
Mathias Oechslin,
Schulpsychologe,
Amt für Volksschule
Denise Raschle,
Sachbearbeiterin,
Sozialversicherungszentrum Thurgau
Michaela Rüegge,
Kundenberaterin,
Strassenverkehrsamt
André Ryser,
Direktor, Sozialversicherungszentrum
Thurgau
Perrine Senn,
Sachbearbeiterin
Schifffahrtskontrolle,
Kantonspolizei Thurgau
Yasmin Strohmeyer,
Projektleiterin Baugesuche, Amt für
Raumentwicklung
Sonja Wolf,
Sachbearbeiterin,
Staatsanwaltschaft
Bischofszell
Markus Zahnd,
Mitarbeiter Kommunikation,
Informationsdienst
Christian Koch und sein Sohn sind bereit.
Foto zVg
Der Samichlaus in Aktion.
Foto Kreuzlinger Zeitung (zVg)
Vorletzte Seite 27
«Polternde Chläuse sind passé»
Am 6. Dezember sieht man ihn, meist
begleitet von einem Schmutzli, durch
Dörfer und Städte ziehen. Als Kind
gefürchtet und verehrt, übt er auch
auf Erwachsene eine spezielle Magie
aus. Die Rede ist vom Samichlaus.
Und das Beste: Er ist einer von uns.
Mehr oder weniger unauffällig erledigt er täglich seinen Job beim Kanton. Einmal im Jahr tritt er jedoch ins
Rampenlicht, fokussiert auf Kinder
und Senioren, die sich ein Leben
ohne ihn nicht vorstellen können.
Am Türschild beim Eingang zum Büro
ist «Christian Koch, Lehraufsicht» zu
lesen. Der Mitarbeiter des Amtes für
Berufsbildung und Berufsberatung trägt
wider Erwarten keinen Rauschbart,
doch sein Blick ist aufmerksam und
prüfend, so wie man es von einem richtigen Chlaus erwartet. Als Berater für
industrielle und gewerbliche Berufe
stellt er sicher, dass die nötigen Rahmenbedingungen in den Lehrbetrieben
eingehalten werden. Seit 2010 leitet er
zudem die Lehrabschlussprüfungen, die
seit einiger Zeit «Qualifikationsverfahren» heissen.
Von der Pfadi in die
Klausengesellschaft
Seit bereits 20 Jahren engagiert sich der
52-jährige Thurgauer aus Oberhofen
bei der Klausengesellschaft Kreuzlingen. «Als Bub habe ich jeweils die Rolle
des Schmutzli übernommen und mir so
ein kleines Sackgeld verdient», verrät
Christian Koch seinen ersten Karriere-
schritt. Er war damals Mitglied in der
Pfadi Kreuzlingen, die auch heute noch
mit der Klausengesellschaft zusammenarbeitet. Als Wägeliführer durfte er am
Chlauseinzug das Leiterwägeli mit dem
prall gefüllten Chlaussack ziehen. Ähnlich wie im richtigen Leben folgte als
Erwachsener die Ausbildung zum
Chlaus. Als Aspirant durfte der gelernte
Maschinenmechaniker zwei Jahre die
erfahrenen Chläuse begleiten, ehe er
mit 32 Jahren an der Generalversammlung ehrenvoll zum Samichlaus gewählt
wurde. «Um diese verantwortungsvolle
Tätigkeit auszuüben, muss man eine
gewisse Reife haben. Man sollte fähig
sein, zu jedem Kind einen Bezug zu finden und Verständnis für die verschiedenen Charaktere aufzubringen», erzählt
Christian Koch, der selber Vater von
zwei Kindern ist.
Nüssli abfüllen im Akkord
Sein Hobby beansprucht nicht das
ganze Jahr, ist im Dezember dafür umso
intensiver. Der Mitarbeiter des Departements für Erziehung und Kultur ist
nicht nur als Chlaus, sondern auch als
Aktuar der Klausengesellschaft tätig. So
gilt es ab Mitte November, die Besuche
bei den Familien, in Schulen und Altersheimen zu koordinieren. Kurz vor dem
grossen Tag sind auch die Partnerinnen
der Chläuse gefragt: In einer Grossaktion werden rund 1000 Säcke abgefüllt.
Auch Christian Kochs Ehefrau Brigitte
ist dabei, Nüssli, Biber und Mandarinen in die von ihr genähten Säckli zu
füllen.
Besuch der Familien als Höhepunkt
Wenn dann der von den Kindern sehnlichst erwartete 6. Dezember da ist,
geht es so richtig los: Die vielen Chläuse
rüsten sich aus mit Tourenliste, Sündenregister sowie den heiss begehrten
Chlaussäckli und ziehen los. Natürlich
nicht, ohne sich vorher in die teuren
Gewänder zu kleiden. Ein Kostüm mit
einem Bart aus echtem Büffelhaar
kostet rund 2000 Franken. Der Höhepunkt des Chlaustums ist der Besuch
bei den Familien. «Die Kinder freuen
sich sehr auf den Samichlaus», erzählt
Christian Koch. «Ziel ist es, Freude zu
bereiten – egal, ob bei jung oder alt.
Polternde Chläuse sind passé. Jeder
Chlaus reagiert individuell, aber immer
positiv auch auf negative Dinge, zum
Beispiel die Unordnung in den Zimmern mancher Kinder.» Bei seinen
Besuchen trifft der Ehrenamtliche auf
mancherlei Situationen: Einsame Senioren, die sich freuen wie ein Kind über
den raren Besuch. Kleine Kinder, die
nur einen Wunsch haben: Mit dem
Samichlaus Eisenbahn zu spielen. Oder
ein 14-Jähriger an der Eingangstür, dessen Vater für ihn den Samichlaus
bestellt hat.
Genau diese Vielfältigkeit, gepaart mit
dem Wunsch, Freude zu bereiten, ist die
Essenz für eine erfüllende Tätigkeit als
Chlaus. Lust bekommen?
Daniela Lüchinger
Impressum
Redaktionskommission Walter Hofstetter, Informationsdienst (Vorsitz);
Linus Lüthold, Personalamt (Vorsitz Stv.); Martin Bächer, Amt für Mittel- und
Hochschulen; Anne-Mette Baumgartner, personalthurgau; Heinz Brandner, DEK;
Christina Ebersold, DIV; Anita Enz, Amt für Umwelt; Karin Enzler, DBU; Alex Fey,
DJS; Peter Guarisco, BLDZ; Susanna Horber, Informationsdienst; Bettina Kunz,
Informationsdienst; Pius Lang, Pensionierten-Vereinigung; Daniela Lüchinger,
Amt für Berufsbildung und Berufsberatung; Cornelia Trefzer, Amt für Wirtschaft
und Arbeit
Layout ADUR Werbung AG, Weinfelden
Druck Sonderegger Druck AG, Weinfelden
Redaktion Susanna Horber, Informationsdienst, [email protected]
Administration (Adressänderungen) Personalamt, Schlossmühlestrasse 9,
8510 Frauenfeld, [email protected]
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 24. Februar 2016
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Wettbewerb
75 Antworten gingen ein, 64 waren richtig! Wir gratulieren
der glücklichen Gewinnerin und den Gewinnern herzlich.
Die richtigen Antworten
1. Oktober/November 1975 (1. Hauszeitung) /
März 1976 (erstmals als Leuetatze)
2. 10 bis 15 Prozent
3. Im Kunstmuseum
4. Seite 15
Die Gewinnerinnen und Gewinner
1. Urs Giger, Kreuzlingen
(zwei Halbtax-Tageskarten «Ostwind»)
2. Theres Eugster, Bottighofen
(Thurgauer Sackmesser)
3. Stephan Dörig, Berg SG
(Thurgauer Sigg Bottle)
Wer kennt die Leuetatze?
1. Wie hiess das Amt für Raumentwicklung bei seiner
Gründung?
2. Was brauchen Christbäume vor allem?
3. Wo wurde der jüngste Münzschatz gefunden?
4. Von welcher Seite stammt der obenstehende
Bildausschnitt?
Lösungen an Leuetatze-Wettbewerb, Informationsdienst,
Regierungsgebäude, 8510 Frauenfeld oder per E-Mail an:
[email protected], Stichwort: LT-Wettbewerb
Leuetatze-Wettbewerb 4 · 2015
Name
Adresse
Frage 1
Frage 2
Susanna Horber
zum Abschied
«Die Leuetatze durfte ich besonders eng begleiten,
Strukturen schaffen, Layout geben, gut Ideen einleiten.
Mit viel Gespür war’n manche Texte etwas auszuloten,
kann sein, die Leuetatze zeigt dann nur samt’ne Pfoten.
Ging’s hitzig zu und her im Team, das Blut begann zu wallen,
dann zeigt die Leuetatze aber auch die scharfen Krallen.»
So schrieb es Susanna auf der Einladung zu ihrem Abschiedsapéro vom
2. Dezember 2015. Die Leuetatze und Susanna, das war eine besonders
enge, dauerhafte und fruchtbare Beziehung. Mit der Nummer 2/2002
übernahm sie die Leitung der Produktionsgruppe. Susanna war eine Frau
der Printmedien, lange Jahre Chefredaktorin bei einer Zeitung in Basel
und somit die richtige Frau für die Übernahme der redaktionellen Verantwortung bei der Leuetatze. Susanna schreibt selber, dass sie der
Leuetatze ein neues Layout geben und gute Ideen einbringen konnte.
Tatsächlich war die Leuetatze bei der Übernahme durch Susanna noch
so etwas wie eine graue Maus, insbesondere was das Layout und den
Druck betraf. Grün war die einzige Farbe, die der Zeitschrift zugestanden
wurde. Susanna arbeitete zielgerichtet an der Weiterentwicklung «ihrer»
Leuetatze und mit der Einführung des neuen Corporate Design im März
2006 wurden die ersten Seiten farbig – acht an der Zahl. Seit dem Jahr
2012 erscheint die Leuetatze durchgängig farbig. Auch inhaltlich hat
Susanna der Leuetatze ihren Stempel aufgedrückt, hat mit ihren Ideen
und ihrem unermüdlichen Einsatz dafür gesorgt, dass die Leuetatze nach
wie vor eine Erfolgsgeschichte ist. Um Susannas Arbeit für die Leuetatze
zu würdigen, kann ich auf einen Eintrag in ihrem B+F-Bogen 2005
zurückgreifen. Dieser hat über alle Jahre ihrer Tätigkeit für die Leuetatze
Gültigkeit: «Die Leuetatze darf ohne übertreiben als ‹Lieblingskind› von
Susanna bezeichnet werden. Mit ihrem ausgesprochenen Flair für
gedruckte Publikationen sorgt sie nicht nur für eine stets termingerechte
Produktion, sondern als Leiterin der Produktionsgruppe auch dafür,
dass die Leuetatze ein weitherum geschätztes und beliebtes internes
Kommunikationsmittel der kantonalen Verwaltung ist.»
Für die mehr als 13 Jahre, die du für die Leuetatze gearbeitet hast,
danke ich dir, liebe Susanna, ganz herzlich. Ich wünsche dir im Namen
des gesamten Leuetatze-Teams alles Gute für deinen Ruhestand und
weiterhin viel Vergnügen beim Lesen der Leuetatze.
Frage 3
Frage 4
Einsendeschluss: 24. Februar 2016
Walter Hofstetter
Leiter Redaktionskommission Leuetatze