NWPaderborn

NWPaderborn
NR. 124, MONTAG, 1. JUNI 2015
Guten Morgen,
rgen,
Paderborn
D
er Paderbörner hat schon
zwei Abende hintereinander auf dem Weg nach Hause
in der Dämmerung einen
mächtigen Schreck bekommen.
Da saß er nichts Böses ahnend
und sich auf den Feierabend
freuend am Steuer seines Autos, als von links ein dunkler
Schatten über sein Fahrzeug
flog. Der Paderbörner zuckte
zusammen und war plötzlich
wieder hellwach und konzent-
riert. Eine riesengroße Eule flog
direkt vor ihm über die Straße!
Wunderschöne Tiere, findet der
Paderbörner, der einen solchen
Vogel vor einigen Wochen auch
auf dem Hof seines Nachbarn
beobachtet hatte. Aber so plötzlich aus der Dämmerung auftauchend ist es doch ein bisschen gruselig, findet
DaRkZVcXR_X Wác
5V^V_k\cR_\V hVT\e UZV DZ__V
¥ Paderborn. Der Nachbarschaftstreff an der Sighardstraße lädt
zum Spaziergang an den Paderquellen am Mittwoch, 17. Juni,
um 15 Uhr, Treffpunkt: vor dem Eingang der Paderhalle. Nach
dem Motto „Fit von Kopf bis Fuß“ werden die Sinne geweckt
und Geist und Körper aktiviert. Unter Anleitung von Gedächtnistrainerin Andrea Tweesmann (BVGT) wird beim Tasten, Riechen, Hören, Sehen und Schmecken körperliche Bewegung mit
geistigen Aktivitäten verbunden. Ein Angebot für alle Interessierten, besonders für Menschen mit Demenz. Bei Bedarf ist eine
Begleitperson empfehlenswert. Anmeldungen bei Annette Möckel, Nachbarschaftstreff Sighardstraße 45 in Paderborn, Tel. (0
52 51) 8 76 19 46 oder [email protected]
F_WR]] dTY_V]] RfWXV\]Êce
ER_kV_ RfW UVc HZcedTYRWed^VZ]V+ Am Sonntag war der Frankfurter Weg für Fahrzeuge gesperrt. Stattdessen schlenderten tausende Besucher über den Asphalt und verbrachten an
¥ Paderborn-Sennelager. Dank eines aufmerksamen Zeugen, den Ständen und in den Geschäften den Nachmittag. Auch Cheerleader führten Tänze und Choreographien auf und wurden dafür mit Applaus bedacht.
FOTO: LOREEN KIVELITZ
konnte eine Verkehrsunfallflucht in Sennelager schnell aufgeklärt
werden. Um 10.50 Uhr am Freitag beobachtete ein 43-jahriger Paderborner, wie der Fahrer eines Lkw rückwärts gegen eine Straßenlaterne fuhr und diese beschädigte. Obwohl der Fahrer des
Lkw durch den Zeugen auf den Verkehrsunfall aufmerksam gemacht wurde, machte sich der Fahrer aus dem Staub. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Es entstand Sachschaden in Höhe
von 800 Euro.
milie – und meine Kinder komVON INGO KALISCHEK
men hier auf ihre Kosten.“ Da
lohnt es sich sogar, den Weg von
¥ Paderborn. Keine schweren
außerhalb nach Paderborn an¥ Paderborn. Unbekannte Täter stiegen am Freitagabend in ein Autos prägten am Sonntag das
zutreten: Familie Lüke aus BraWohnhaus am Haxtergrund ein. Bisher ist noch ungeklärt, wie Bild des Frankfurter Wegs,
kel hat die Anfahrt nicht besie in das Haus eindringen konnten. Die Einbrecher ließen Elekt- sondern Familien mit kleinen
reut: „Hier können wir heute
ronikgeräte, Schmuck und Bargeld mitgehen und suchten das Wei- Kindern: Beim „2. Start in den
gemeinsam einen schönen
Sommer“ kamen vor allem die
te. Hinweise an die Polizei unter Tel. (0 52 51) 30 60.
Nachmittag verbringen“, freute
Kleinen mit Hüpfburg, Tramsich Vater Thorsten und zeigte
pulin oder Pony auf ihre Kossich gespannt auf das Angebot
ten. Und die Eltern konnten
am sonst so stark befahrenen
¥ Paderborn. Zum Rentensprechtag lädt die IKK classic am 25. Ju- sich über die neuesten AngeFrankfurter Weg. Das war im
ni in die Klingenderstraße 24 – 26 in Paderborn. Von 10 bis 16 bote in den vielen Geschäften
Vergleich zum Vorjahr etwas
Uhr führt ein Versichertenberater eine persönliche Beratung durch informieren. Während die Atgeringer. Nicht allen Besucher
– unabhängig von der Krankenkassenmitgliedschaft. Mitzubrin- traktionen entlang der Straße
schien das zu gefallen. Doch
gen sind der Personalausweis und die Rentenversicherungs- im Vergleich zum Vorjahr abDietmar Schwede, Vorsitzennummer. Terminvereinbarung unter Tel. (05251) 8 79 77 94 03. nahmen, stieg die Zahl der Beder der Interessengememeinsucher auf rund 35.000.
schaft Frankfurter Weg, erklärte: „Wir haben bewusst etwas
War es im oberen Bereich des
mehr Platz gelassen und die
Frankfurter Wegs noch recht
Meile aufgelockert – auch aufüberschaubar – nur wenige
grund des Sicherheitskonzepts
Stände oder Attraktionen warder Feuerwehr.“ Genug Abteten dort auf die Besucher, war
wechslung wurde dennoch ge¥ Geschwindigkeitskontrollen führt die Polizei heute durch in Pa- das Interesse z.B. beim Stand des
boten: Vor den Imbissständen
derborn an der Hatzfelder Straße, an der Detmolder Straße und Technischen Hilfswerks (THW)
nahmen viele Eltern Platz, wähan der B 1. Darüber hinaus muss im gesamten Kreis- und Stadt- umso größer. Die Blauröcke
rend ihre Kinder sich auf Hüpfgebiet Paderborn mit kurzfristig wechselnden Verkehrskontrol- waren mit Pumpen- oder Elektburgen, beim Pony-Reiten, an
rofachgruppen vertreten und
len gerechnet werden.
Eisständen oder auf dem Tramstellten ihre schweren Einsatzfahrzeuge aus. Highlight bilde- <cRWeR\e+ Fynn (7) schaffte es bis ?RddVd GVcX_áXV_+ Familie Lüke mit Linda (v.l.), Esther, Thorsten und pulin vergnügten. Viel los war
te die Hannibal-Pumpe – mit ganz nach oben.
Lennard kam extra aus Brakel nach Paderborn. FOTOS (2): KALISCHEK auch in den Auto-, Fahrrad-,
Motorrad- und all den anderen
einer Leistung von 5.000 Liter
Geschäften entlang der IndustWerkzeuge wie Schere und
Wasser pro Minute.
riestraße im Paderborner Wes35 Mitglieder des THW stell- Spreizer aus oder setzten sich in
ten. In den Läden informierten
ten sich den Fragen der Besu- den großen Radlader, der sich
sich die Besucher über die neuscher. „Die Leute sollen wissen, als „Kindermagnet“ heraus¥ Rund 35.000 Menschen triebe, sich darzustellen und
ten Angebote und schlenderten
dass es uns gibt und welch gro- stellte. Einer von ihnen war Ben
schlenderten am Sonntag Einblicke hinter die KulisStadt will einheitliche Regelung abwarten
dann mitten über den Frankße Bandbreite wir mit unseren Krogmann aus Elsen. Er war jeüber den Frankfurter Weg, sen zu gewähren. Laut
furter Weg zurück nach Hause.
schätzt Dietmar Schwede, Schwede zeigen die großen
¥ Paderborn (ig). Asylbewer- warten will. Diese stehe, so sei- Aufgaben abdecken“, erklärte doch vor allem für die Lego-RoVorsitzender der Interes- Besucherströme, dass die
ber, die in Paderborn leben, be- ne Informationen bald bevor. Thomas Thissen. Jugenwart boter zu begeistern, die es am
sengememeinschaft Frank- bisherige Planung und
kommen vorerst keine Gesund- Walter: „Falls die Gespräche Daniel Hesse ergänzte: „Wir Stand der Sekundarschule Borfurter Weg. Das seien rund Durchführung des jährliMEHR
heitskarte. Im Krankheitsfall doch länger brauchen, könnte wollen Präsenz zeigen und so chen zu bestaunen gab. Seine
5.000 mehr als im vergan- chen Ereignisses erfolgreich
FOTOS UND
müssen sie weiterhin pro Ka- man gegebenenfalls neu über- natürlich auch auf Dauer junge Mutter Alexandra schätzt an der
genen Jahr. Ziel des „Show- ist. „Daran wollen wir auch
EIN VIDEO
lenderquartal zunächst einen legen.“ Die Einführung einer Leute für unsere Arbeit begeis- jährlichen Veranstaltung am
tages“ sei es für die anlie- in Zukunft festhalten“, so
Krankenschein im Sozialamt Gesundheitskarte für Asylbe- tern.“ Das scheint zu klappen: Frankfurter Weg: „Das Angegenden Geschäfte und Be- Dietmar Schwede.
www.nw.de/paderborn
holen, bevor sie einen Arzt auf- werber würde aber auf jeden Fall Vor allem viele Kinder testeten bot richtet sich an die ganze Fasuchen.
für die Stadt Mehrausgaben beDie Mehrheit des Sozialaus- deuten, so Walter. Während
schusses des Stadtrates lehnte aktuell nämlich der Kreis Paam Donnerstagabend einen derborn die GesundheitsausgaAntrag der Demokratischen ben auch für Paderborner AsylInitiative Paderborn (DIP) auf bewerber direkt mit der KasEinführung einer solchen Karte senärztlichen Vereinigung verKortison-Prozess: Gericht vernimmt weiter Zeugen
ab. Krankenscheine seien dis- rechne, würden im anderen Falle
Mittels. benwirkungen belasteten Me- außerdem hatte die Ärztin ja steht drauf, was drin ist“, erkriminierend und bedeuteten Verwaltungskosten in Höhe von ¥ Paderborn (JS). Ein Ge- homöopathischen
zudem einen beachtlichen 5 Prozent von der betreffenden ständnis ist in der Welt Justi- Doch das sei versehentlich ge- dikamenten, weg vom Korti- auch gewaltigen Zulauf – vor al- klärte die Medizinerin dem GeMehraufwand für die Verwal- Krankenkasse in Rechnung ge- tias eigentlich immer willkom- schehen, stellte die 45-Jährige son, dessen Einsatz bei Kin- lem im Frühjahr, wenn die Pol- richt. Augenscheinlich hält sie
tung, hatte Peter Leppin den stellt. Im letzten Jahr seien Ge- men. Denn nicht selten werden klar. Für die Richter der 5. Gro- dern unter 12 Jahren nur in len fliegen und Allergiker be- es für unmöglich, dass Susanne
sonders leiden. Bis zur Tür hi- C. jahrelang aus Versehen zu eiAntrag für die DIP begründet sundheitskosten für 150.000 Verfahren beträchtlich ver- ßen Strafkammer waren das nun Notfällen zulässig ist.
Dass eigentlich niemand auf naus hätten die Patienten nem kortisonhaltigen Mittel
und außerdem auf gute Erfah- Euro vom Kreis auf diese Wei- kürzt, wenn Angeklagte einge- gar keine erlösenden Worte. Sie
rungen in Münster und Bre- se abgerechnet worden. Walter: stehen, gegen geltendes Recht verhandeln von daher völlig den Gedanken kam, die flotten Schlange gestanden, erinnerte statt zu seinem homöopathimen verwiesen. Nur die Aus- „Fünf Prozent davon hätten wir verstoßen zu haben. Im Fall der ungerührt weiter, um der Heilungserfolge der Neuenbe- sich ein Zeuge an seinen ersten schen Pendant griff. Mit dieser
schussmitglieder der Grünen zahlen müssen, wenn wir mit Neuenbekener Ärztin Susanne Wahrheit auf die Spur zu kom- kener Ärztin zu hinterfragen, Besuch im Mai 2010 in der Pra- Einschätzung steht die Experbrachte am Freitag ein Zeuge auf xis. Indes hat sich die Sachver- tin nicht allein. Vor zwei Women.
stimmten mit Leppin für den einer Krankenkasse direkt ab- C. ist das ein bisschen anders.
Ganz genau hören sie an je- den Punkt. „Wenn jemand ei- ständige Karin Hengst anschei- chen hatte ein erfahrener ApoZwar hat auch sie, wie beAntrag. Die Mehrheit folgte da- gerechnet hätten.“ Für die Asylgegen der Sicht von Sozialde- bewerber selbst gebe es durch richtet, schon vor Wochen zu- dem Verhandlungstag den ehe- nen weißen Kittel trägt, dann nend schon eine Meinung über theker im Zeugenstand bekunzernent Wolfgang Walter, der das praktizierte System auch ei- gegeben, sich falsch verhalten zu maligen Patienten zu, von de- habe ich zu dem Vertrauen“, die Einlassung von Susanne C. det: „Eine Verwechslung ist nach
zunächst eine Einigung zwi- nen Vorteil: Die Aufwendun- haben, als sie jahrelang ihren an nen die allermeisten Susanne C. sagte ein ehemaliger Patient, der gebildet. Die Internistin brach- menschlichem Ermessen unschen Bund und Ländern über gen für sie fielen nicht unter die quälenden Allergien leidenden aufsuchten, gerade weil sie weg- sich von starkem Heuschnup- te am Freitag zur Anschauung möglich.“
Der Prozess wird am 12. Jueine generelle Einführung einer gedeckelten Budgets der Ärzte. Patienten Kortison spritzte statt gewollten von der Schulmedi- fen gepeinigt hilfesuchend an eine Packung mit Ampullen des
solchen Gesundheitskarte abSiehe auch ¦ 2. Lokalseite statt eines – versprochenen – zin, von den mit starken Ne- Susanne C. gewandt hatte. Und verwendeten Steroids mit. „Es ni fortgesetzt.
GZV] ?VfVd Z^ HVdeV_
Frankfurter Weg startet mit rund 35.000 Besuchern in den Sommer / Programm für die ganze Familie
8V]U f_U DTY^fT\ Z^ 9RieVcXcf_U XVde`Y]V_
:_W`c^ReZ`_V_ kfc CV_eV
<cR_\V_dTYVZ_
deRee 8Vdf_UYVZed\RceV
&!!! 3VdfTYVc ^VYc R]d #!"%
GVcecRfV_ Z_ UV_ hVZÅV_ <ZeeV]