Fusion der Sparkassen Singen-Radolfzell und Stockach jetzt

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Singen
05.01.2016
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Gudrun Trautmann
Fusion der Sparkassen Singen-Radolfzell
und Stockach jetzt rechtskräftig
„Gemeinsam mehr bewegen“ heißt das Motto, dem sich die Sparkassen SingenRadolfzell und Stockach verschrieben haben. Seit dem 1. Januar 2016 sind die beiden
regionalen Geldhäuser unter ein Dach geschlüpft und agieren nun rechtlich als
Sparkasse Hegau-Bodensee gemeinsam. Zentrale ist die Hauptgeschäftsstelle in der
Singener Erzberger Straße.
Nötig sei dieser Schritt geworden, um im verschärften Wettbewerb und in der anhaltenden
Niedrigzinsphase sowie angesichts der stets neuen Regulierungsvorschriften zu bestehen,
sagte der Vorstandsvorsitzende Udo Klopfer in einem ersten Pressegespräch zum
Jahresbeginn. Gemeinsam wolle man mehr Stärke gewinnen, pflichtete auch Michael
Grüninger von der Sparkasse Stockach bei. Grüninger hatte sich in der Vergangenheit auf die
Partnersuche gemacht und ausgelotet, welches die beste Wahl sein könnte. Mit den Kollegen
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von der Sparkasse Singen-Radolfzell habe man viele Gemeinsamkeiten, erklärte er. „Die
meisten Wirtschaftsbeziehungen unserer Kunden gehen in Richtung Singen und Radolfzell“,
hatte er bereits bei der Sondierung festgestellt. Auch nach Tuttlingen hatte er seine Fühler
ausgestreckt. Legt man die Landkarten des Landkreises Konstanz und die der gerade
fusionierten Sparkasse Hegau-Bodensee übereinander, so wird erkennbar, dass die neue Bank
den größten Teil des Kreisgebietes abdeckt.
Die neue Sparkasse verbessert ihren Rang
Zum Beweis für die neue Stärke des gewachsenen Geldinstitutes nannte Jens Heinert erste
Zahlen. „Mit einer Bilanzsumme von 3,14 Milliarden Euro ist die Sparkasse Hegau-Bodensee
auf den Platz 100 von insgesamt 410 Sparkassen in Deutschland aufgerückt“, erklärt er. Die
vorläufigen Zahlen könnten sich zwar noch bis zur Bilanzpressekonferenz am 15. Februar
2016 leicht verändern; sie bildeten aber jetzt schon einen Trend. Danach werden das
Kundenkreditvolumen voraussichtlich bei 2,13 Milliarden Euro und die Kundeneinlagen bei
1,97 Milliarden Euro liegen. Stolz ist Heinert auf das überdurchschnittlich starke
Kundengeschäft der neuen Bank: „Kredite und Einlagen machen 70 Prozent unserer
Bilanzsumme aus“, berichtet er.
Für die Singener Kunden ändert sich gar nichts. Für die Kunden aus Stockach wird sich erst
mit dem technischen Vollzug der Fusion zum 20./21. August 2016 etwas ändern: Dann
werden die Stockacher die Bankleitzahl der bisherigen Sparkasse Singen-Radolfzell
übernehmen. Somit ändern sich die IBAN/BIC/SWIFT der Stockacher Sparkassenkunden im
Sommer. Zweigstellen werden nicht geschlossen, sodass auch alle Ansprechpartner erhalten
bleiben.
Zahlen und Fakten in Kürze
Zum 1. Januar 2016 ist die Fusion Sparkassen Singen-Radolfzell und Stockach zur Sparkasse
Hegau-Bodensee rechtskräftig
Bilanzsumme: 3,14 Milliarden Euro
Gebiet: 435,7 Quadratkilometer
Mitarbeiter: 579 (incl. 35 Azubis)
Geschäftsstellen: 22; Sitz in Singen, Hauptgeschäftsstellen in Radolfzell und Stockach
Das bleibt auch nach der Fusion gleich: Girokonto- und Depotnummern; SparkassenCard und
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KundenCard; Kreditkarten bleiben gültig; Daueraufträge und Lastschrifteinzüge bleiben
bestehen; Online-Banking kann wie gewohnt genutzt werden.
Das ändert sich: Mit der technischen Umsetzung der Fusion zum 20./21. August ändert sich
nur die Bankleitzahl der ehemaligen Sparkasse Stockach. Damit ändert sich auch die
IBAN/BIC und SWIFT.
Einlagensicherung: Das deutsche Einlagensicherungsgesetz verpflichtet die Banken,
Kundeneinlagen pro Kunde bis zu 100 000 Euro für den Fall einer Insolvenz abzusichern. Der
Sparkassenverbund hat sich als Verbund in kommunaler Trägerschaft durch elf
Sparkassenstützungsfonds länderübergreifend so weit abgesichert, dass die Einlagen der
Kunden in voller Höhe abgesichert sind, wie Alexander Endlich erklärt. (gtr)
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