Junge Wirtschaft Wien

Junge Wirtschaft Wien
6. AUSGABE
"MOODBOOSTER" FÜR
JUNGE UNTERNEHMER
BIG 5 FOR LIFE
FORDERUNGEN DER
JUNGEN WIRTSCHAFT WIEN
VORSÄTZE 2016
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CO
2 2-Emissionen
radioaktiver Abfall
48,85 %
6,17 %
3,45 %
1,72 %
39,81 %
136,48 g/kWh
0,00 mg/kWh
Wien Energie Vertrieb, ein Unternehmen der EnergieAllianz Austria.
Stromkennzeichnung: Gemäß § 78 Abs. 1 ElWOG 2010 und Stromkennzeichnungsverordnung
2011 hat die Wien Energie Vertrieb GmbH & Co KG im Zeitraum 1.10.2013 – 30.9.2014 auf Basis
der in der untenstehenden Tabelle angeführten Primärenergieträger Strom an Endverbraucher
verkauft. Die Herkunftsnachweise stammen aus Österreich (71,48 %), Norwegen (19,41 %), Niederlande (3,97 %), Schweden (3,36 %) und Finnland (1,78 %). Das Erdgas wird mit höchster Effizienz in modernen KWK-Kraftwerken zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Fernwärme
eingesetzt. Gemäß § 78 Abs. 2 ElWOG 2010 und Stromkennzeichnungsverordnung 2011 entstanden bei der Stromerzeugung in diesem Zeitraum nebenstehende Umweltauswirkungen. Unsere
Lieferungen sind frei von Atomstrom. Bei der Erzeugung entstehen keine radioaktiven Abfälle.
Demner, Merlicek & Bergmann
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VORWORT
JÜRGEN TA RB A UER
Landesvorsitzender der
Jungen Wirtschaft Wien
[email protected]
Es ist da, das neue Jahr. Und mit ihm die immer gleichen Neujahrsvorsätze, die man an
Silvester in sein Sektglas schwört. Laut einer
Statista-Umfrage konnten 80 Prozent der ÖsterreicherInnen ihre Neujahrsvorsätze 2015
gar nicht oder nur teilweise erfüllen. Wir als
Junge Wirtschaft Wien wollen zu den glücklichen 20 Prozent der UmsetzerInnen zählen
und werden alles dafür tun, den Wiener JungunternehmerInnen die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten.
Wo will ich mit meinem Unternehmen hin?
Treffen die negativen Zukunftsprognosen tatsächlich zu? Welche neuen Strategien kann
ich entdecken, um erfolgreich zu wirtschaften? Laut der aktuellen Konjunktureinschätzung der Jungen Wirtschaft sehen sehr viele
JungunternehmerInnen, Start-ups und GründerInnen ihrer Zukunft pessimistisch entgegen. Dem wollen wir mit einer effizienten
Interessensvertretung und Angeboten fürs
Vernetzen, zum Beispiel unserem After-WorkNetwork oder, ganz neu, unserem UnternehmerInnen-Frühstück, entgegenwirken.
Vielleicht ist das neue Jahr für uns JungunternehmerInnen auch ein guter Zeitpunkt zum
Umkrempeln: Altes raus, Neues rein. Egal, was
Ihr verändert, entsorgt, beibehaltet oder renoviert, was zählt, ist, dass Ihr UnternehmerInnen seid und mit Eurem Tun Arbeitsplätze
und Innovationen schafft und somit den Wirtschaftsstandort Wien sichert und fördert. Das
wollen wir unterstützen. Deswegen fordern
wir auch ein Umkrempeln und ein Entstauben
in der Politik. Mehr dazu lest Ihr im Magazin.
Ich wünsche Euch viel Vergnügen beim Durchstöbern dieser Ausgabe und würde mich über
Euer Feedback zu unseren Forderungen, unseren Aktivitäten und dem Magazin sehr freuen!
Euer Jürgen
WALT ER RUC K
Präsident der
Wirtschaftskammer Wien
Der Jahresbeginn ist für viele Anlass, kritisch
auf das vergangene Jahr zurückzublicken
und Vorsätze für die bevorstehenden Monate
zu fassen. Gute Vorsätze gehen gerade bei uns
Wirtschaftstreibenden aber weit über klassische Themen wie Gesundheit, Rauchen, Essen
oder Sport hinaus.
Vonseiten der Wirtschaftskammer Wien kann
ich Ihnen versichern, dass auch wir Vorsätze
gefasst haben und diese konsequent umsetzen
werden: noch mehr Arbeit im Dienste der
Wirtschaft, noch mehr Interessensvertretung
und noch mehr Service für unsere Mitglieder.
Mit unserem Arbeitsprogramm „Für Wien“
haben wir uns jedenfalls viel vorgenommen.
Darin haben wir Rezepte für Wachstum,
Arbeitsplätze und Wohlstand ausgearbeitet,
die wir Schritt für Schritt gemeinsam mit
Ihnen umsetzen wollen: um Wien auch in
den nächsten Jahren zu einem erfolgreichen
Wirtschaftsstandort zu machen.
Euer
DI Walter Ruck
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INHALT
06
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junge wirtschaft wien
06
Wo bleibt der "Moodbooster"
für Osterreichs Jungunternehmerinnen?
10
Forderungen der Jungen
Wirtschaft Wien
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Die skurrilsten Neujahrsbräuche der Welt
16
Warum Vorsätze sehr oft
scheitern & was man dagegen tun kann
18
Leadership`s greatest
secret
20
Elektrowelle - Trend zur
Nachhaltigkeit
22
Ordnung ist das halbe
Leben?
24
Tipps & Tricks
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Neues Spiel - neues Glück
22
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26
26
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Wien bringts
Betriebshilfe Wien
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Events 2016
36
Karma funktioniert
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JWW goes international
Philipp Lipiarski / www.lipiarski.com
Mag. Barbara V.Ederer / www.photosandmore.at
Faber Photography, www.fabshoot.me
Florian Wieser
Oreste Schaller
PIXABAY
sommersby
Coloures-pic
lassedesignen
IMPR ESSU M
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After Work Network
40
Start up Week
42
Der Abschied fällt schwer
Rückblick
Rückblick
Herausgeber, Medieninhaber (Verleger),
Sitz der Redaktion: Wirtschaftskammer Wien,
ARGE Junge Wirtschaft,
Stubenring 8 –10,
1010 Wien,
wko.at/wien/offenlegung
Verlags- und Herstellungsort: Wien,
Verlagspostamt: 1010 Wien,
GZ 02Z032350 M.
Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen
nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für etwaige Druck- und Satzfehler
wird keine Haftung übernommen. Ausgabe
02/2015. P.b.b.
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WO BLEIBT DER
„MOODBOOSTER“
FÜR ÖSTERREICHS
JUNGUNTERNEHMERINNEN?
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Unter den Wiener JungunternehmerInnen herrscht gedämpfte Stimmung. Zum Jahresende
hat die Junge Wirtschaft gemeinsam mit dem market-Institut die Stimmung der heimischen
JungunternehmerInnen abgefragt. Eines sei schon vorweggenommen: Die Konjunktureinschätzung der JungunternehmerInnen, Start-ups und GründerInnen lässt keine rosige Zukunft erahnen. Lediglich 13 Prozent der befragten UnternehmerInnen rechnen im nächsten
Jahr mit einem wirtschaftlichen Aufschwung. Befragt wurden 1.200 UnternehmerInnen. Dreißig Prozent von ihnen halten eine unveränderte wirtschaftliche Lage für realistisch. Knapp
die Hälfte (48 Prozent) glaubt, dass sich ihr Standing verschlechtern wird. Das ist der höchste
Wert, der in der Konjunktureinschätzung je gemessen wurde. Viele UnternehmerInnen trauen
sich in so einer Situation nicht, zu investieren oder MitarbeiterInnen einzustellen. Es ist also
an der Zeit für einen „Moodbooster“ für uns Wiener Wirtschaftstreibende.
junge wirtschaft wien
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MEHR – WIR BRAUCHEN MEHR
Die Bundesregierung muss jetzt zur Tat schreiten und für die Wiener Wirtschaft wichtige
Impulse setzen. Die Crowdfunding-Reform ist
ein Schritt in die richtige Richtung – jetzt
brauchen wir mehr davon. Die derzeit über
130.000 Wiener UnternehmerInnen schaffen nahezu 600.000 Arbeitsplätze und bilden 12.000 Lehrlinge aus. Sie sind für mehr
als ein Viertel der gesamten österreichischen
Wirtschaftsleistung verantwortlich – das wird
nur allzu gerne ausgeblendet. Die vielen gesetzlichen Regelungen (unfassbare 16.000 an
der Zahl) machen den UnternehmerInnen das
Leben schwer. Steuerliche Entlastung und die
Sicherung der besten MitarbeiterInnen und
Fachkräfte sind derzeit jedoch die wichtigsten
Themen für die Wiener JungunternehmerInnen. Wir brauchen Entlastung und Reformen.
Schließlich geben drei Viertel (73 Prozent) der
befragten JungunternehmerInnen in der Konjunkturbefragung an, dass sie nicht planen,
neue MitarbeiterInnen einzustellen.
LOHNNEBENKOSTEN SIND WETTBEWERBSNACHTEIL
Gerade bei JungunternehmerInnen wäre es
längst an der Zeit, die Lohnnebenkosten zu
senken. Diese sorgen für einen enormen Wettbewerbsnachteil im internationalen Vergleich.
Die JungunternehmerInnen sind jedoch der
Garant für Innovationen, das Potenzial der
österreichischen Wirtschaft, der Motor der Zukunft. Sie sorgen für ein stabiles wirtschaftliches Wachstum, schaffen Arbeitsplätze und
müssen daher so gut wie möglich gefördert
werden. Wir fordern deswegen auch im nächsten Jahr ein lohnnebenkostenfreies Quartal,
in dem die DienstgeberInnenbeiträge für drei
MitarbeiterInnen ersatzlos gestrichen werden.
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junge wirtschaft wien
Das entlastet und schafft den UnternehmerInnen Raum, um zu investieren oder neue MitarbeiterInnen einzustellen und somit wiederum
zur Stabilität der österreichischen Wirtschaft
beizutragen.
PRO DIGITALISIERUNG
Die Zahl der Unternehmensneugründungen
steigt kontinuierlich an. Über 37.000 Neugründungen gab es im letzten Jahr, rund ein
Viertel davon alleine in Wien. Dass die Digitalisierung eine große Business-Chance bedeutet, haben die Wiener JungunternehmerInnen
bereits erkannt. Disruption ist das Wort der
Stunde. Viele UnternehmerInnen passen sich
den neuen digitalen Umweltbedingungen an
und profitieren von der vernetzten Welt. Auch
hier liegt es an der Regierung, Innovationen
und neue Geschäftsmodelle nicht durch altbackene Regelungen zu bestrafen, sondern
im Gegenteil zu fördern. Eine bis dato nicht
erfüllte zentrale Forderung der Jungen Wirtschaft ist die Einführung eines Beteiligungsfreibetrages von 100.000 Euro, um den Zugang
zu Risikokapital zu erleichtern. Das wäre das
optimale Add-on zum neuen CrowdfundingGesetz. Warum? Österreich hinkt, was private Investitionen in Unternehmen angeht, im
europäischen Vergleich weit hinterher, weil
steuerliche Anreize fehlen. Es ist Zeit, die
Investition in den unternehmerischen Nachwuchs zu fördern. Das ist auch ein Ziel der
Jungen Wirtschaft Wien. Deswegen wurde ein
Digitalisierungs-Schwerpunkt festgelegt und
auch unser Vorstand erweitert. Um die branchenübergreifenden digitalen Agenden wird
sich künftig Vincenz Leichtfried, Gründer und
Geschäftsführer von LV7 Digital Change, kümmern. Damit unsere Schwerpunkte, die inhaltliche Arbeit und unsere Aktionen auch
im Ausland wahrgenommen und die Wiener
JungunternehmerInnen regelmäßig mit internationalen News und Kooperationsmöglich
keiten versorgt werden, wird sich ab nun Marc
Melich in unserem Team um internationale
Themen kümmern.
ERTRAGSLAGE TROTZDEM OPTIMISTISCH
Die Kostensituation und die Ertragslage sehen die JungunternehmerInnen bei der Konjunktureinschätzung schon etwas positiver
und optimistischer. 21 Prozent der Befragten
sehen einen positiven Trend und glauben an
eine Verbesserung, 40 Prozent erwarten eine
unveränderte Ertragslage, und 33 Prozent
rechnen mit einer Verschlechterung. Trotz der
recht positiven Einschätzung der Ertragslage
spiegelt sich der Pessimismus der UnternehmerInnen in den Investitionsvorhaben wider.
21 Prozent wollen ihre Investitionen im Jahr
2016 steigern, bei 41 Prozent der Unterneh
merInnen werden sie gleich bleiben, und 34
Prozent wollen sie verringern.
KAMPFGEIST UND LÖSUNGSORIENTIERUNG
Trotz der pessimistischen Zukunftsaussichten
sind die Wiener JungunternehmerInnen von
Kämpfernatur und lassen sich, davon gehe
ich aus, nicht unterkriegen. Jetzt heißt es,
kreativ zu sein und sich neuer Strategien zu
bedienen, um ein wirtschaftliches Überleben
zu garantieren. Netzwerken ist hier eine gute
und vor allem kostengünstige und effiziente
Möglichkeit. Das kürzlich veröffentlichte Nielsen Trust Barometer zeigt, dass das Vertrauen
in persönliche Empfehlungen noch immer am
stärksten ist. In Zeiten des Co-Workings und
der Co-Creation tun sich durch Kooperationen
neue Business-Chancen, vor allem für EPU und
KMU, auf. Genau da setzen wir auch an, indem wir mit verschiedenen Veranstaltungen
wie unseren After-Work-Networks, aber auch
dem neuen JungunternehmerInnen-Frühstück
auf gut Wienerisch „die Leut’ zamm bringen“.
KLAR IST: WIEN BRAUCHT JUNGUNTERNEHMERINNEN
JungunternehmerInnen können in Wien viel
bewegen. Sie schaffen Innovationen und Arbeitsplätze und sorgen mit ihren kreativen
Ideen und ihrer Umsetzungsstärke für den
Erhalt des Wirtschaftsstandortes. Im vergangenen Jahr haben wir viel bewegt. Wir haben
auf viele Missstände aufmerksam gemacht –
nicht zuletzt haben wir mit unserem grandiosen Stadtrekord gezeigt, dass wir JungunternehmerInnen in Wien sogar bereit sind, unser
„letztes Hemd zu geben“, um wirtschaftlich
aktiv zu bleiben. 2016 werden wir unsere Forderungen, beispielsweise nach MitarbeiterInnenbeteiligung und der Vorsteuerabzugsfähigkeit von Carsharing, weiter verfolgen – damit
sich die JungunternehmerInnen auf das Wesentliche konzentrieren können, nämlich auf
ihr Unternehmen.
J Ü R G E N TA R B A U E R
Landesvorsitzender der
Jungen Wirtschaft Wien
junge wirtschaft wien
9
FORDERUNGEN
DER JUNGEN WIRTSCHAFT WIEN
Auch 2016 hat die Junge Wirtschaft Wien ein elementares Anliegen: Politik und Verwaltung raus aus
ihrer Komfortzone zu holen. Sie stellt konkrete Forderungen an Österreichs Politik. Die Hauptpunkte: Reduktion von Normen und Bürokratie, ein lohnnebenkostenfreies Quartal, Modernisierung des
Krankenstandes und ein Ende der Schlechterstellung von UnternehmerInnen. Vorsitzender Jürgen
Tarbauer und sein Team wollen mit Reformen die Wiener Wirtschaft ankurbeln und JungunternehmerInnen fördern.
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junge wirtschaft wien
Überalterte Normen, Gesetze, Verordnungen?
Jürgen Tarbauer sieht großes Verbesserungspotenzial und will die Wiener Wirtschaft entstauben: „Ich bin Tag für Tag von mehr als
16.000 dieser Regelungen direkt betroffen.
Wenn ich sie nicht befolge oder mein Team
nicht über jede einzelne davon aufkläre, riskiere ich hohe Verwaltungsstrafen“, berichtet
Tarbauer aus seiner Unternehmenspraxis in
einer Werbe- und Marketingagentur. Um diese
mittlerweile unüberblickbare Menge einzudämmen, fordert die Junge Wirtschaft Wien,
dass für jede neue Regelung mindestens zwei
alte und überholte Bestimmungen wieder abgeschafft werden müssen.
LOHNNEBENKOSTENFREIES ERSTES QUARTAL
Das Ziel von Selbstständigen ist es, Wachstum
und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Lohnnebenkosten in Österreich, die zweithöchsten
Europas, lassen sich damit allerdings nicht
vereinbaren. Darum sollen nach Ansicht der
Jungen Wirtschaft Wien für die ersten drei
Monate eines jeden Kalenderjahres für Kleinund Kleinstbetriebe mit weniger als 20 MitarbeiterInnen die DienstgeberInnenbeiträge der
Lohnnebenkosten für bis zu drei MitarbeiterInnen ersatzlos gestrichen werden.
MITEINANDER STATT GEGENEINANDER
„Ohne Unternehmen gibt es keine Arbeitsplätze, ohne Arbeitskräfte keine Unternehmen“,
bringt es Tarbauer auf den Punkt. Seiner
Ansicht nach sind „die Unternehmen schon
längst im 21. Jahrhundert angekommen, die
Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen
jedoch noch immer vom ewiggestrigen Klassenkampf geprägt“. Darum setzt sich die Jun-
ge Wirtschaft Wien für eine Modernisierung
des Krankenstands ein und bringt als ersten
praktischen Schritt hierzu die Einführung eines Teilkrankenstands vor. „Warum soll man
nicht mit einem Gips am Bein von zu Hause
aus arbeiten dürfen?“, stellt Tarbauer in den
Raum.
erabzugsberechtigt werden. Die steuerliche
Absetzbarkeit bedeutet eine direkte Förderung der Wiener UnternehmerInnen und sorgt
somit für schnelle Wirtschaftsimpulse wie
Konjunkturaufschwung und Beschäftigungsplus bei gleichzeitig nur sehr geringen Einbußen für die öffentliche Hand.
GLEICHBEHANDLUNG EINGEFORDERT
Die derzeit schlechte Parksituation in Wien
ist laut Junger Wirtschaft ein Teilergebnis
der Ungleichbehandlung von UnternehmerInnen in der Öffentlichkeit. Demnach ist es
unsinnig, eine Unterscheidung zwischen einer
Parkkarte für UnternehmerInnen und dem
Parkpickerl für AnrainerInnen zu machen. Die
Junge Wirtschaft Wien fordert, dass Wiener
UnternehmerInnen während der Geschäftszeit überall parken können sollen, auch auf
AnrainerInnenparkplätzen. Damit soll die
alltägliche Arbeit der UnternehmerInnen mit
Parkkarte, die im selben Bezirk wohnen, erleichtert werden. Beim Thema Mobilität geht
die Junge Wirtschaft Wien noch einen Schritt
weiter und fordert die steuerliche Absetzbarkeit von Carsharing-Diensten. Carsharing erfreut sich gerade in Wien wachsender Beliebtheit: Geringe Kosten, einfache Nutzung und
die positive Umweltbilanz sorgen für immer
mehr Carsharing-NutzerInnen auf Wiens Straßen. Längst ist dieses Thema auch für Betriebe interessant geworden, denn gerade JungunternehmerInnen nutzen Carsharing immer
öfter zur Organisation ihres Betriebsalltags.
Die Junge Wirtschaft Wien setzt sich deshalb
dafür ein, dass die Kosten für Registrierung
und Nutzung von Carsharing-Angeboten für
betriebliche Fahrten der UnternehmerInnen
und MitarbeiterInnen in voller Höhe vorsteu-
AUSDIFFERENZIERUNG DER LEHRLINGSAUSBILDUNG
Auch der Branchennachwuchs und die UnternehmerInnen von morgen liegen der Jungen
Wirtschaft Wien am Herzen: „Gut ausgebildete
Lehrlinge bilden eine wichtige Säule der Wiener Wirtschaft“, so Vorsitzender Jürgen Tarbauer. Um die Attraktivität und die Qualität
von Lehrberufen weiter zu fördern, fordert die
Junge Wirtschaft Wien daher einen Ausbau
der Individualisierungsmöglichkeit innerhalb
der Lehrlingsausbildung: Bei der Erlernung eines Lehrberufs soll es die Möglichkeit geben,
die eigenen Schwerpunkte im Einvernehmen
zwischen Lehrbetrieb und Lehrling individueller zu setzen, bis hin zur Möglichkeit einer
fächerübergreifenden Lehre mit Spezialmodulen aus anderen Lehrberufen. Ganz konkret
schlägt das Team rund um Jürgen Tarbauer
hierzu die Zusatzausbildung BarkeeperIn für
Lehrlinge zum/zur Gastronomiefachmann/frau im letzten Jahr ihrer Ausbildung vor.
Dazu soll auch die Förderung für Ausbildungsverbünde auf bis zu 2.000 Euro pro Lehrling
verdoppelt werden. Außerdem setzt sich die
Junge Wirtschaft Wien für eine bundesländerübergreifende Wahl der Berufsschule durch
den Lehrbetrieb ein. „Wir hoffen, auch in
diesem Jahr unsere Forderungen anbringen
und durchsetzen zu können“, so Tarbauer abschließend.
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VORSTAND
Vincenz Leichtfried
Barbara Havel
Mag. Susanne Metz
LV7 Media Services
Havel Healthcare GmbH
Wirtschaftskammer Wien
Branchengruppe
Information & Consulting
Branchengruppe
Bank & Versicherung
Uni–Gruppe
Elisabeth
Pammer
Experts:
Christian Hafner,
Christine Friedreich, Patrick
Balik, Sabine Wolfgang,
Verena Thiem, Christian
Schwarzott, Philipp Sulek,
Alexander Surowiec
Clara
El Hoty
Clemens
Müller
Experts:
Daniela
Schwarzauger,
Hannes Aigner,
Andreas Boos
Elmas
Libohova
Branchengruppe
Industrie
Branchengruppe
Transport & Verkehr
Matthias
Swoboda
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junge wirtschaft wien
Geschäftsführerin
Junge Wirtschaft
Frau in der Wirtschaft
Wien
Sebahat
Kayan
Julia
Hafenscher
MISS ION
• Die Junge Wirtschaft ist ein Netzwerk – und gemeinsam sind wir
stark.
• Durch regelmäßige Veranstaltungen
und Events fördern wir den direkten und effizienten Wissenstransfer
unserer Mitglieder auf Augenhöhe.
• Wir haben ein offenes Ohr für die
Anliegen junger UnternehmerInnen
und verstehen Deine Bedürfnisse
und Anforderungen.
• Wir zeigen Verbesserungspotenziale
auf und erarbeiten konstruktive Lösungen für Deine Anliegen, um die
Zukunft junger UnternehmerInnen
proaktiv mitzugestalten.
• Wir packen Dinge an, egal wie unbequem sie sind.
Jürgen Tarbauer
Martina Pfluger
Marc Melich
OMNES GmbH
House of Dancing – Tanzschuhe e. U.
Flink GmbH
Landesvorsitzender
Junge Wirtschaft Wien
Branchengruppe
Handel
Branchengruppe
Tourismus & Freizeitwirtschaft
Branchengruppe
Gewerbe & Handwerk
Verena
Haller
Branchengruppe
Internationales & AWO
Sebastian
Wächter
Experts:
Nicklas Thiede, Tom Urbanek,
Stefanie Appl, Christoph Appl
Marion
Korherr
Dana
Lipkova
Experts:
Reinhard Pohorec, Anna
Karnel, Johara Jägers,
Christoph Tröndle, Alexander
Joschtel, Birgitt Laschtuwka
Experts:
Mari Hiraoka,
Boris Wakounig
R EDAKTIONS TEA M
Alexandra
Schlömmer
Alexander
Surowiec
Christin
Gotz
Marion
Korherr
René
Merten
Eda
Ünal
Patrick
Balik
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13
DIE SIEBEN
SKURRILSTEN
NEUJAHRSBRÄUCHE
DER WELT
14
junge wirtschaft wien
Dem internationalen „Hangover Day“ am
1. Januar geht weltweit voraus, dass Menschen unter Berufung auf verschiedenste
Rituale ein Glas oder mehrere Flaschen
Sekt hinunterkippen. Selbstverständlich
haben Silvesterbräuche einen kulturellen
Aspekt, daher sollen die nachfolgenden
Beschreibungen nicht als eine Wertung
gesehen werden. Und wer weiß, vielleicht
verbringst Du Deinen nächsten Silvester in
Schottland, Spanien, Australien, Brasilien,
Griechenland, den USA oder Russland?
SCHOTTLAND SINGT „AULD LANG SYNE“
AM HOGMANAY
Hogmanay, einer der bedeutendsten schottischen Festtage, entspricht unserem Silvester.
Der Titel „Auld lang syne“ heißt übersetzt so
viel wie „die gute alte Zeit“. „Should auld acquaintance be forgot“, so die erste Zeile des
Liedes, erinnert an alte Freundschaften. Nostalgisch und durchzogen von einem diffusen
Trauergefühl, erzeugt das Volkslied nicht
nur Gänsehaut, sondern bringt so manchen
William-Wallace-Verschnitt zu Silvester zum
Schluchzen. Spätestens seit dem Telefonat von
Miranda und Carry aus dem Film „Sex and the
City“ kennt man den Song in der Version von
Mairi Campell auch in unseren Breitengraden.
Das Lied ist definitiv panzerbrechende Munition für Emotion. Weitere Infos auf
www.scotland.org
ZWÖLF WEINTRAUBEN IN SPANIEN
In Spanien gönnt man sich zwölf Weintrauben
zu Silvester; genauer gesagt verlangt die Tradition, dass man um Mitternacht zum Takt der
Glockenschläge eine Weintraube nach der anderen verschlingt. Wer es schafft, alle Trauben
rechtzeitig zu essen, den erwartet ein Jahr
des Glücks. Ähnlich wie in Österreich, wo das
Läuten der Pummerin zum Jahreswechsel in
Radio und Fernsehen zu sehen und hören ist,
überträgt das spanische Fernsehen im ganzen
Land Glockenschläge. Der Verzehr von Glücksweintrauben hat definitiv einen Fun Factor.
Selbstverständlich darf man diese Challenge
nicht mit einem Hot-Dog-Wettessen vergleichen, aber zwölf Weintrauben können schon
den Eindruck einer maßlosen Völlerei vermitteln. Wer sich in vollem Umfang von dieser
Tradition überzeugen möchte, sollte den Platz
Puerta del Sol in Madrid aufsuchen. Oder um
es mit den Worten von Hans Entertainment
auf den Punkt zu bringen: „Eskalation, Alda“.
Weitere Infos auf www.spain.info
BADEHOSE, BARBECUE UND ZWÖLF MINUTEN BÖLLEREI IN AUSTRALIEN
In Australien fällt der Silvester in den Sommer, ergo hat man auf dem fünften Kontinent
„vom Feeling her ein gutes Gefühl“ (A. Möller).
Bikini und Badehose geben dem Pyro-Spektakel über dem Hafen von Sydney einen komplett anderen Anstrich, wenn das neue Jahr
eingeläutet wird. Sind es in Spanien zwölf
Weintrauben für jeden Monat des Jahres, so ist
es in Sydney eine Feuerwerksminute für jeden
Monat. Die kulinarischen Highlights dürften
sich in Grenzen halten. Hier kannst Du Dir einen Überblick verschaffen:
www.sydneynewyearseve.com
BLUMEN UND KERZEN IN BRASILIEN
Neben Karneval ist Silvester „Tag der ultimativen Sause“ in Brasilien. Der Jahreswechsel
stellt das zweitgrößte Fest des Landes dar und
ist gleichzeitig der Ehrentag von Yemayá, der
Göttin des Meeres. Auf Farbe wird daher in
Brasilien verzichtet, „just white“ lautet das
Motto. Aus österreichischer Sicht könnte man
sagen, dass es dort eine landesweite „Fête
Blanche“ gibt. Zu Ehren der Meeresgöttin werden überall Blumen zum Verkauf angeboten,
die dann um Mitternacht ins Meer geworfen
werden. Außerdem werden in Brasilien Kerzen
in den Sand gesteckt, die je nach Farbe eine
andere Bedeutung haben: Rote Kerzen stehen
für Glück in der Liebe, weiße Kerzen symbolisieren Frieden, und gelbe Kerzen symbolisieren Geld. In unseren Breitengraden würden
UnternehmerInnen vermutlich sehr viele gelbe Kerzen in den Sand stecken. Weitere Anregungen auf www.brasilienportal.ch
GRIECHENLAND SETZT AUF GLÜCKSSPIEL
Silvester in Griechenland geht Hand in Hand
mit Glücksspiel, daher haben Kartenspiele jedes Jahr im Land der Demokratie eine Renaissance. Wer gewinnt, hat Glück im nächsten
Jahr. Für Loser gibt es aber noch eine zweite
Chance. Am Silvesterabend wird Basiliusbrot
gebacken, das dem heiligen Basilius gewidmet ist. Um Mitternacht wird Brot gereicht, in
das als Glücksbringer eine Münze eingebacken
wird. Wer das Stück mit dem Geld abbekommt,
hat ebenfalls Glück im kommenden Jahr. Und
alle anderen? Wer im Kartenspiel nur verliert
und keine Goldmünze gewinnt, kann sich mit
folgender Volksweisheit vertrösten: „Pech im
Spiel, Glück in der Liebe“. Weitere Infos gibt es
hier: www.visitgreece.gr
USA VERTRAUEN AUF LINSENSUPPE
Ähnlich wie bei Frank Underwood in der Serie
„House of Cards“ kann man seinem Glück in
den USA nachhelfen. Wer am letzten Tag des
Jahres Linsen oder Linsensuppe konsumiert,
dem steht Geld und Glück bevor. Der kulturelle
Aspekt ist leicht erklärt. Linsen ähneln kleinen Münzen. Im Vergleich zu anderen Ländern
wirkt Silvester in den USA jedoch wie ein Kindergeburtstag. Beispielsweise lautet am Times
Square das Motto: „No alcohol is permitted“.
Eine Idee, die man definitiv am ersten Tag des
Jahres nachvollziehen kann, lautet übrigens:
„Nothing goes out“: Am „Hangover Day“ darf
man das Haus nicht verlassen. Weitere Tipps
auf www.visittheusa.com
RUSSLAND – ALLES KEHRTVER
Besser gesagt, alles verkehrt – alles anders.
Alleine die Tatsache, dass in Russland zuerst
Neujahr und dann Weihnachten gefeiert wird,
muss man hervorheben. Hintergrundinformation: In Russland wird der julianische Kalender für die Zeitrechnung verwendet. Weihnachten fällt daher auf den 7. Januar und wird
somit nach Silvester gefeiert. Das orthodoxe
neue Jahr beginnt in Russland wiederum erst
am 11. Januar. Traditionell begeht man in
Russland den Feiertag im Kreise der Familie,
gemeinsam mit den engsten Freunden. Kurz
vor Mitternacht hält der russische Präsident
die traditionelle Neujahrsansprache, und danach wird auf das neue Jahr angestoßen. Ungewöhnlich erscheint der Brauch, Asche in
den Sekt bzw. Champagner zu streuen: Bevor
die Kreml-Glocke die letzten zwölf Schläge
des Jahres anstimmt, schreiben Russen einen
Wunsch für das neue Jahr auf ein Blatt Papier. Danach wird das Blatt verbrannt, und die
Asche kommt in ein Glas mit Schampus. Der
Brauch besagt, dass der Wunsch in Erfüllung
geht, wenn das Glas bis Punkt Mitternacht
ausgetrunken wird. Danach geht es allmählich
zur Silvestersause über. Weitere Infos gibt es
hier: www.russlandinfo.de
Um es in den angeblichen Worten von Harald Juhnke zu sagen: „Ich hasse Silvester,
da saufen auch die Amateure.“ Wie auch
immer, ich wünsche Dir viel Glück und gute
Geschäfte im Jahr 2016!
Alexander Surowiec
lebt als Communications Artist in Wien. Der
Inhaber von strike PR beschäftigt sich mit OnlineStrategie, Online-PR und Online-Marketing.
Twitter: @SuroAlex
junge wirtschaft wien
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WARUM
VORSÄTZE
SEHR OFT
SCHEITERN
& WAS MAN
DAGEGEN
TUN KANN
„Wir denken selten an das, was wir haben,
aber immer an das, was uns fehlt.“
sam mit uns und ertappe den einen oder anderen Denkfehler auch bei Dir …
Arthur Schopenhauer
Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Für
manche war es ein erfüllendes Jahr, für andere wiederum ein Kapitel, das sie einfach nur
schnell beenden wollten. Gerade zu Neujahr
neigen wir besonders dazu, uns Ziele zu setzen. Nun ist das schon einige Wochen her, und
es scheint, als hätte sich nichts geändert. Hast
auch Du schon Deine „neuen“ Jahresvorsätze
ignoriert und bist zu den alten Gewohnheiten
zurückgekehrt? Dann lass Dich inspirieren!
Ist Dir aufgefallen, dass es leichter ist, Ziele
zu definieren und zu formulieren, als sie zu
verfolgen? Die Ziele, die Du Dir setzt, vervielfältigen sich von Jahr zu Jahr, aber mit dem
Tun hapert es irgendwie? Keine Sorge, Du bist
nicht allein!
Obwohl Du den Großteil Deiner Ziele sehr wohl
erreichst und nur wenige davon auf der Strecke bleiben, gönnst Du Dir die Freude darüber
kaum oder nur kurzfristig? Jetzt ist Schluss
damit! Bevor Du Dich von Jahr zu Jahr fertigmachst, stell Dir einmal die Frage, warum Du
dieses und jenes nicht erreichst. Dieses Jahr
wollen wir anders beginnen – nicht immer
neue Jahresvorsätze definieren. Nicht schon
wieder dieselben alten Vorsätze, die bereits im
Vorjahr nicht erreicht wurden. Diesmal wollen wir auf sogenannte innere Antreiber (oder
„Aufhalter“) blicken: Analysiere sie gemein16
junge wirtschaft wien
Es sind oft simple Verhaltensmuster und
Denkfehler, die einen ausbremsen. Meist sind
sie von der Kindheit an im Inneren als Grundwerte festgelegt. Stell Dir das so vor: Jeder
Mensch bekommt bereits bei der Geburt einen
Rucksack für die Reise des Lebens. Dieser wird
von den Eltern und auch anderen Bezugspersonen mit allerlei Denkmustern, Sichtweisen
und Grundsätzen gefüllt. Mancher Inhalt wurde bewusst, anderer unbewusst hinzugefügt.
Wir lernen bereits als Kind durch die Aussagen
unserer Bezugspersonen, welche Anschauungen wir haben sollten und welche Meinungen
vertretbar sind.
„Schreib schöner …“„Ohne Fleiß kein Preis!“
„Du kannst das besser!“ „Komm, beeil dich!“
„Wenn du so weitermachst, wirst Du wie der
.../die ...“ „Enttäusche uns nicht!“
Kommen Dir diese Aussagen nicht auch aus
Deiner Kindheit bekannt vor? Du schleppst
ihn mit, diesen Rucksack der inneren Antreiber, obwohl Du den Inhalt nicht richtig anwenden kannst oder noch nie gelernt hast,
wie er anzuwenden wäre. Schlussendlich sind
das nicht Deine persönlichen Ansichten. Ein
wesentliches Problem besteht darin, dass Du
Dir aufgrund der mitgegebenen Grundsätze Ziele setzt, die überhaupt nicht Deine Ziele sind.
Ob im Unternehmen die LieferantInnen höhere Preise fordern, Du diese aber nicht bezah-
len kannst, oder Deine Familie schon in Deiner Kindheit Deine Fettpölsterchen kritisierte
und Dich zum Abnehmen bewegte – beruflich
und privat beeinflussen bei beiden Beispielen
äußere Faktoren Deine daraus resultierenden
Ziele. Äußere Faktoren sind verantwortlich
dafür, dass Du Deine Energie am falschen Ort
einsetzt, und sie sorgen dafür, dass Du Tätigkeiten aufschiebst, welche zur Erreichung Deiner eigenen Ziele notwendig wären.
Das Konzept der inneren Antreiber stammt
aus der Transaktionsanalyse und hat viele
AnalytikerInnen im Bereich der Psychologie
beschäftigt. Innere Antreiber sind charakteristische Verhaltens- und Denkmuster, die
eigentlich Stärken sind, aber in Belastungssituationen zu Schwächen werden. Sie beinhalten Botschaften und Glaubenssätze, die
uns als Kind durch das unmittelbare Umfeld
eingeprägt wurden und unser Bewusstsein,
unsere Wahrnehmung und damit unseren Lebens- und Arbeitsstil als Erwachsene negativ
beeinflussen. In ExpertInnenkreisen wird von
fünf bedeutenden inneren Antreibern gesprochen. Diese sind vor allem UnternehmerInnen
und ManagerInnen aufgefallen.
Erster Antreiber: „Sei perfekt!“ – oder
anders formuliert: „Mache nie einen Fehler!“
Dieser Antreiber führt dazu, dass Du viel
Energie aufwendest, aber Deine Ziele kaum
(„perfekt“) erreichst. Du verlangst totale Perfektion, Gründlichkeit und Vollkommenheit in
allem, was Du tust; nicht nur von Dir selbst,
sondern auch von anderen, denen Du eine
Aufgabe zugeteilt hast. Dieser Antreiber verlangt von Dir, immer besser zu werden – somit
ist Frust vorprogrammiert.
Missgeschicke passieren nun einmal, doch
die Lösung hierfür ist einfach: Akzeptiere
Deine Fehler! Du neigst dazu, Arbeiten nicht
abzugeben, da Du davon überzeugt bist, alles „perfekt“ machen zu müssen. Im Endeffekt überforderst Du Dich selbst damit und
lässt vieles nur halb erledigt – ein typischer
Zeitdieb. Im schlimmsten Fall lässt Du Deine
Ziele oder Aufgaben links liegen und blickst
schlussendlich demotiviert neuen Aufgaben
entgegen. Ein Appell an Dich: Nicht alle Dinge
sind gleich wichtig und verdienen den gleichen Energie- und Zeitaufwand.
„Do the right things – and do the things right!“
Aber dieser innere Antreiber, der von Dir Perfektion fordert, kann auch Vorteile haben:
Du erledigst alles, was Du Dir vornimmst,
genauestens und kontrollierst alles doppelt
und dreifach. Der negativen Seite kannst Du
gegensteuern, indem Du Dich selbst beobachtest und entlastende Botschaften („Erlauber“)
in deiner Wohnung oder am Arbeitsplatz anbringst:
„So, wie Du bist, bist Du gut (genug)! Du
darfst Fehler machen und daraus lernen! Gut
ist gut genug!“
Zweiter Antreiber: „Mach schnell!“
Alles, was Du Dir vornimmst, muss schnell
erledigt werden. Dein Motto lautet: Nur keine Zeit verlieren. Aber: Du übersiehst ein
wesentliches Risiko! Genau in solchen Situationen, wenn alles schnell gehen muss, bist
Du ungenauer und verlierst eventuell sogar
den Überblick. Plötzlich machst Du doppelt
so viele Fehler und wirst innerlich unruhiger.
Schlussendlich musst Du mehr Zeit investieren, als ursprünglich notwendig gewesen
wäre.
Doch in Dir steckt durch diesen Antreiber womöglich auch großes Potenzial. Du hast eine
schnelle Auffassungsgabe und kannst Dich
sofort auf Neues einstellen. Wichtig dabei:
Lass Dich nicht unnötig stressen! Präge Dir
Folgendes unbedingt ein: Du darfst Dir Zeit
und Raum nehmen. Wie man so schön sagt:
„Gut Ding braucht Weile.“
Dritter Antreiber: „Streng Dich an!“
Dieser Antreiber führt dazu, dass Du alle Ziele und Aufgaben, die Du Dir vornimmst, zu
einem „Jahrhundertwerk“ machen möchtest.
Alles, was Du Dir vornimmst, ist keine einfache Aufgabe, und das muss auch anderen
deutlich gemacht werden. Du neigst dazu,
Aufgaben oder Ziele kompliziert und aufwendig anzugehen.
So läufst Du Gefahr, trotz großer Mühen und
ausreichender Kompetenz Deine Ziele letztlich
doch nicht zu erreichen, weil Du den langen
Weg wählst. Ein hohes Risiko dabei ist, dass
Du Dich „auspowerst“, weil Du Deine natürlichen Grenzen ignorierst. Dir muss klar werden, dass Du Aufgaben auch auf einfacherem
Weg erfolgreich erledigen kannst.
Das Potenzial dieses Antreibers ist Dein
Durchhaltevermögen, vor allem in schwierigen
Zeiten. Hier empfiehlt sich, bei länger dauernden Aufgaben einen Plan zu erstellen und sich
bis zum Schluss eisern daran zu halten. Such
Dir Wege, Deine gesetzten Ziele einfacher und
vielleicht sogar kreativer zu erreichen. Hole
Dir am besten auch Meinungen von Außenstehenden ein – diese beurteilen aus einem
anderen Blickwinkel.
Vierter Antreiber: „Mach es den
anderen immer recht!“
Dieser Antreiber lässt Dich glauben, dass Du
dafür verantwortlich bist, wie sich andere fühlen. Deine eigenen Ziele werden meist beiseitegelegt. Eine Reihe von Konflikten – sowohl
mit anderen als auch mit Dir selbst – ist vorprogrammiert, weil jedem und jeder alles recht
zu machen eine Kunst ist, die bisher niemand
geschafft hat. Du kannst auch kaum Nein
sagen und lässt Dir Aufgaben aufbürden, die
Dich gar nicht betreffen. Du hast ein Problem
mit Deinem Zeitmanagement und bist immer
wieder frustriert.
Du Dir auch Zeit für Dich nehmen darfst!
Fünfter Antreiber: „Sei stark!“
Somit kommen wir zum letzten Antreiber
(oder eher: Ausbremser). Du neigst dazu, immer ein gutes Vorbild sein zu wollen, immer
Haltung zu zeigen. Vor allem glaubst Du, bei
allem, was Du tust, bis zum letzten Atemzug
kämpfen zu müssen. Dies führt häufig dazu,
dass Du keine Emotionen mehr zeigen möchtest und beginnst, Deine Gefühle und Bedürfnisse zu ignorieren, schlussendlich zu unterdrücken.
Respektiere Deine natürlichen Grenzen, und
versuche, nie Deine Offenheit und Dein Vertrauen zu verlieren. Schrecke nicht davor
zurück, andere Menschen um Hilfe zu bitten,
damit Du Dich auf Deine Ziele konzentrieren
oder gar Zeit für Dich gewinnen kannst. Lass
Deinen Emotionen freien Lauf. Beobachte
auch, wie sich Deine Beziehungen verbessern,
wenn Du Dir von anderen helfen lässt. Sogar
Freizeitaktivitäten, die Dir viel Spaß machen,
können Dich inspirieren und erfüllen.
Wenn Du Dich nicht ganz einordnen kannst,
habe ich einen Tipp für Dich: Im Internet gibt
es zu diesem Thema zahlreiche Online-Tests.
In diesem Sinne: Erkenne Deine Blockaden,
und schaffe für Dich und Deine Seele mehr
Raum und Zeit. Genieße auch die kleinen Erfolge im Leben, und tanke Kraft für künftige
Herausforderungen.
Dein Jahr beginnt erst dann, wenn Du Dich
dafür entschieden hast – nicht dann, wenn es
Dir andere vorschreiben!
Ich möchte mich für den Gedankenaustausch
mit Daniela Hartl, BA i. Päd., und Wolfgang
Hütter bedanken, der von großer Bedeutung
für diesen Artikel war.
Literaturtipp: Jochen Peichl: „Rote Karte für den inneren Kritiker“
Du läufst Gefahr, Dich selbst, Deine eigenen
Bedürfnisse, nicht mehr wahrzunehmen und
abhängig zu werden. Achte daher unbedingt
auf Dich und Deine Bedürfnisse!
Du solltest gegen diesen Antreiber arbeiten,
damit Du endlich Deine eigenen Ziele anstreben kannst. Setze höflich, aber bestimmt
Grenzen, und übe Dich im Neinsagen! Gib
manchmal anderen die Last, indem Du sagst:
„An dem Tag kann ich nicht – aber frag doch
einmal ...“, und werde Dir klar darüber, dass
Eda Ünal
Freiberufliche Journalistin, schreibt für diverse
österreichische Medien, sowohl türkisch- als auch
deutschsprachig (www.aktuelavrupa.at, Kurier,
etc.) und ist Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verein "Schule fürs Leben".
junge wirtschaft wien
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LEADERSHIP’S
GREATEST SECRET
Bist Du glücklich? Bist Du zufrieden?
Ist Dein Leben okay? Echt – nur okay?
Reicht Dir das? Oder anders gefragt:
Wie müsste Dein Leben aussehen,
damit Du am Ende des Tages sagen
kannst: Ich habe ein erfülltes und
glückliches Leben geführt und war
in höchstem Maße erfolgreich? Ein
schockierend persönlicher, ehrlicher
und tiefgründiger Artikel.
Gerade als JungunternehmerInnen haben
wir alle eines gemeinsam: Wir streben nach
Erfolg! Wir sind bereit, unser Schicksal und
unseren Weg, ja unsere Zukunft, selbst in die
Hand zu nehmen und Verantwortung zu tragen. Für uns, unsere Familie und unsere MitarbeiterInnen.
Das ist ein Weg, den wir uns (größtenteils)
selbst ausgesucht haben. Ich bin nun seit
rund zwei Jahren selbstständig. Ich habe
mich dazu entschlossen, meine eigene Routenplanerin zu werden. Auf jeder Route gibt
es Höhen und Tiefen. Das ist nun einmal so.
Und in der Selbstständigkeit sind diese Höhen
und Tiefen – meiner Erfahrung nach – nun ...
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junge wirtschaft wien
„anders“. Sie sind intensiver; die Höhenmeter,
die zwischen diesen zwei Extremen liegen,
sind größer, der Zeitrahmen ist geringer. Das
Geheimnis besteht darin, eine Sinuskurve zu
haben, die sich nicht ständig gleichförmig
zwischen diesen beiden Polen bewegt, sondern im Laufe der Zeit ansteigt. Warum ist das
so wichtig? Ab einem gewissen Moment liegen
dann nämlich die neuen Tiefs auf einem höheren Punkt als früher die Hochs. So einfach ist
das. So einfach ist das? Ist das nicht eine utopische Vorstellung? Gibt es dafür ein Rezept
à la: „Man nehme zwei Einheiten Fleiß, vier
Einheiten Motivation, eine Einheit Glück, drei
Einheiten Selbstbewusstsein, eine Prise Geld
und reichlich Kreativität.“?
Einen Großteil meiner Freizeit verbringe ich
damit, mich weiterzubilden. Beruflich, persönlich, online, offline, in Gesprächen, Trainings, Seminaren und via Bücher. Das Spektrum meiner Literaturliste ist mittlerweile
– wage ich zu behaupten – recht umfangreich.
So konzentriere ich mich nicht nur auf einschlägige Fachliteratur, sondern habe mein
Interessensfeld weiter gespannt. Denn aus jedem Buch kann ich mir etwas für meine Route
mitnehmen. Mal mehr, mal weniger. Manchmal Punkte, die ich eins zu eins umlegen
kann, und manchmal Punkte, bei denen ich
für mich beschließe, dass sie nicht in meinen
Fahrplan passen.
Im Dezember 2015 ist mir ein Buch von John
Strelecky in die Hände gefallen: „The Big Five
for Life. Was wirklich zählt im Leben“. Auf
den ersten Blick ein Buch, das für mich in
die Kategorie Lebensratgeber fällt; also eine
Kategorie, der ich persönlich nicht allzu viel
abgewinnen kann, zumal ich nicht unbedingt
zu den Verfechtern von Spiritualität im engsten Sinne zähle. Zu vage, zu unkonkret, zu
abgehoben, zu theoretisch. Dennoch habe ich
es gelesen. Fazit: Ich konnte selten aus einem
Buch dermaßen viel herausholen, das ich auf
mein Leben, auf mein Tun, auf mein Unternehmerinnentum umlegen konnte. Um was
geht es?
ZDE UND DIE „BIG FIVE“
Jeder Mensch, aber auch jedes Unternehmen
soll seinen „Zweck der Existenz“ (ZDE) sowie
seine „Big Five for Life“ definieren. Der ZDE
ist in Wirklichkeit eine andere Formulierung
für den Sinn des Lebens. Eine sehr existenzielle Frage, auf die nur sehr wenige schnell
eine Antwort finden. Die „Big Five for Life“
sind die fünf Dinge, die Du in Deinem Leben
tun, sehen oder erleben möchtest, damit Du
am Ende des Tages Deinen ZDE erreichst und
für Dich selbst sagen kannst: „Ich habe ein
glückliches, erfülltes und erfolgreiches Leben
geführt.“ Diese fünf Punkte sind allerdings
nicht zwingend mit Zielen gleichzusetzen.
Und jetzt kommt der wesentliche Punkt: Ein
Unternehmen sollte ausschließlich MitarbeiterInnen einstellen, mit denen es Überschneidungen in diesen Bereichen gibt! Anders formuliert: Nur wenn ein Unternehmen
zum Erreichen eines der „Big Five for Life“
seiner künftigen MitarbeiterInnen beitragen
kann, dann wird deren Aufgabe nicht nur als
Chance, sondern als ureigenste persönliche
Notwendigkeit gesehen. Sie werden ihren Job
nicht mögen, sondern in ihrer Arbeit wahrhaftig Erfüllung finden. Das heißt: höchste Motivation = höchste Produktivität = maximaler
Gewinn für das Unternehmen – um nicht nur
den menschlichen, sondern auch den unternehmerischen Gesichtspunkt zu nennen.
Der Protagonist des Buches geht sogar so weit,
auf die Rückseite der Visitenkarten seiner MitarbeiterInnen den jeweiligen ZDE sowie die
„Big Five for Life“ zu drucken mit dem Hinweis: „Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen,
mir dabei helfen kann, meine Big Five zu erfüllen, kontaktieren Sie mich bitte.“
Marion`s
Big 5 for Life
ZDE: Streben nach Glückseligkeit, indem ich
alles erlebe, was ich mir im Leben wünsche.
w
e
i
S
e
Welt bereisen, um viele neue Menschen und
Kulturen kennenzulernen.
Entwicklung – ich will mich laufend geistig und
körperlich weiterentwickeln.
Inspiration und Innovation – ich will eine innovative Marke schaffen, die europaweit Bekanntheit
erlangt, und so auch Inspiration für andere sein,
etwas bewirken.
Synchronsprecherin – ich will als Sprecherin eine
Hauptrolle in einem Zeichentrickfilm (Disney)
synchronisieren.
K + A < O?
Als GeschäftsführerIn muss man ausrechnen
können, ob K + A < O ist. K sind die Kosten,
A ist der Aufwand und O ist der Output. Die
meisten Entscheidungen basieren darauf, wie
viel etwas kostet. Und viele Menschen konzentrieren sich auf den Aufwand, der für etwas erforderlich ist. Sie leiden unter „Linksseititis“ – da sie sich nur auf die linke Seite
der Gleichung konzentrieren. Aber eigentlich
ist es egal, wie viel etwas kostet oder wie hoch
der Aufwand ist; solange der Output, das O,
größer ist als Kosten und Aufwand zusammengenommen, lohnt es sich! Ein nettes Akronym
dazu: GeschäftsführerIn ist in der Geschäftssprache Englisch CEO: C (cost) + E (effort) <
O (output).
MMB-MEETINGS, FLUKTUATION UND
MUSEUMSTAGE
John Strelecky führt in seinem Buch noch viele weitere interessante Ansichten aus. So wird
beschrieben, wie er unter anderem mithilfe
von „Mach-mich-besser-Meetings“ aus einem
13 Unternehmen geschaffen hat, die alle für
sich selbst mehr als zufriedenstellende Gewinne erwirtschaften.
Oder wie sich die Fluktuationsrate eines Unternehmens auf dessen Erfolg auswirkt und
warum.
Eine zentrale Frage im Buch ist auch: „Ist heute ein guter Museumstag?“ Was es damit auf
sich hat, findest Du am besten selbst heraus.
Abschließend möchte ich ergänzen, dass dieser Artikel natürlich eine persönliche Interpretation des Buches ist. Wahrscheinlich wirst
Du andere Punkte oder Punkte anders für
Dich verwerten können. Der Erstentwurf meiner „Big Five“ ist hier abgedruckt. Wenn Du
oder jemand, den Du kennst, mir dabei helfen
kann, meine „Big Five“ zu erfüllen, kontaktiere mich bitte.
Eigene kleine Welt – ich will eine Familie haben,
mit der ich im positivsten Sinne in einer eigenen
kleinen Welt zu Hause bin.
Entscheidungen zu treffen oder Lösungen für etwas zu finden, ist selten leicht. Als UnternehmerIn muss man viele
Entscheidungen treffen, und das zumeist sehr schnell. Verhaltensmuster können uns hier helfen. Warum also nicht
ganz einfach die Frage stellen: „Bringt mich XY dazu, einen meiner Big Five zu erreichen?“ Oder wie ich es formulieren
würde: Ist es eine WEISE Entscheidung?
Marion Korherr
ist CEO/CMO von days or weeks – einer Onlineplattform zur Vermietung privater Ferienimmobilien
in Österreich – und Inhaberin einer Werbe- und
Projektagentur, The Early Birds.
www.daysorweeks.at, www.theearlybirds.at
[email protected]
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ELEKTROWELLE
– TREND ZUR NACHHALTIGKEIT
„Staubst Du noch oder surrst Du schon?“
Seien es die UN-Klimakonferenz in Paris Ende 2015 (bei welcher sich 195 Staaten zum Kampf gegen
die Erderwärmung bekannt haben), die katastrophalen Wetterschwankungen oder die laufenden Berichterstattungen über Smog-Alarmzustände in diversen Großstädten der Welt (zum Beispiel in Italien,
China oder Indien) – die Themen Klima und Klimawandel sind allgegenwärtig.
Mit Beginn des Jahres 2016 könnte man als optimistischer Öko-Enthusiast behaupten, dass ein großer Schritt getan wurde, um eine österreichweite Elektrowelle einzuleiten. Wieso? Stichwort Steuerreform 2016. Während sich die Massenmedien den Mund über Registrierkassen zerreißen und die
20
junge wirtschaft wien
zum Einsatz. Diese stellen sich wie folgt dar:
• Bis 2015: 1,5 Prozent des Anschaffungswertes, maximal 720 Euro
• Ab 2016: zwei Prozent des Anschaffungswertes, maximal 960 Euro
Tipp: Überprüfe die Emissionswerte Deines
Fuhrparks!
Für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß über
130 Gramm pro Kilometer gelten ab 2016 die
zuvor genannten neuen Werte (zwei Prozent,
maximal 960 Euro). Die Emissionswerte Deines
KFZ findest Du entweder auf dem Zulassungsschein (sofern es noch kein Scheckkartenzulassungsschein ist) oder mithilfe der Seite
www.scheckkartenzulassungsschein.at/abfrage.html (betrifft Fahrzeuge mit Scheckkartenzulassungsschein).
Beachte folgende Sonderfälle: Übersteigen
die Emissionswerte NICHT die Grenze von 130
Gramm pro Kilometer, so können weiterhin die
alten Werte (1,5 Prozent, maximal 720 Euro)
Anwendung finden! Diese 130-Gramm-Grenze
verringert sich jedoch im Zeitraum 2017 bis
2020 um jeweils drei Gramm pro Jahr (das
heißt der Grenzwert für die Anwendung des
geringeren Sachbezuges im Jahr 2020 beträgt
118 Gramm pro Kilometer). Entscheidend ist
der geltende Grenzwert zum Anschaffungszeitpunkt des KFZ!
„Zuckerl“: Bei einem Emissionswert von null
Gramm pro Kilometer, das heißt für Elektrofahrzeuge, ist kein Sachbezugswert anzusetzen!
Tarifreform die wohl bekannteste Änderung
darstellt (da sie quasi alle steuerpflichtigen
natürlichen Personen betrifft), treten diverse
interessante Themen ein wenig in den Hintergrund. Schade eigentlich! Ich möchte daher
auf eines dieser Themen, die Elektromobilität,
eingehen.
Seit 1. Jänner 2016 gelten österreichweit neue
Regeln, welche uns ganz offensichtlich motivieren sollen, auf Elektroautos umzusteigen
und somit die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Es ist ratsam, folgende Punkte in zukünftige
Entscheidungen zur PKW-Anschaffung einfließen zu lassen:
SACHBEZUG
Für Dienstwagen, welche von Deinem Personal
auch privat genutzt werden dürfen, müssen –
wie bereits bekannt – Sachbezüge im Rahmen
der Personalverrechnung berücksichtigt werden. Seit 1. Jänner 2016 kommen neue Werte
VORSTEUERABZUG
Stand der Vorsteuerabzug bisher nur für Kleinlastkraftwagen, Kastenwagen, Pritschenwagen
und Kleinbusse (Klein-Autobusse) gemäß Liste des Bundesministeriums für Finanzen zu,
so ist ab 2016 der Vorsteuerabzug auch für
alle reinen Elektroautos möglich. Dies gilt
jedoch ausschließlich für Elektroautos (mit
einem Emissionswert von null Gramm pro Kilometer) und nicht für Hybridfahrzeuge!
Achtung: Die Luxustangente kommt weiterhin zum Einsatz! Gemäß UStG kann es zu einem Verlust des Vorsteuerabzugs kommen,
sofern die Entgelte überwiegend keine abzugsfähigen Aufwendungen gemäß EStG
beziehungsweise KStG darstellen (das heißt
wenn der zu berücksichtigende Anschaffungswert des KFZ weit über der Luxustangente
liegt). Im Zeitraum Jänner bis November 2015
wurden laut Statistik Austria 1.546 Kraftfahr-
zeuge mit reinem Elektroantrieb angemeldet. Dies entspricht einem Plus von rund 37
Prozent zum Vorjahresvergleichszeitraum. In
Summe bilden diese 1.546 Zulassungen jedoch
nur 0,54 Prozent aller Neuzulassungen im genannten Zeitraum!
Die meisten großen Automobilhersteller haben bereits Elektroautos im Angebot, aber die
Preise liegen aufgrund der eher vorsichtigen
Nachfrage oft auf einem höheren Niveau als
bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Es ist
jedoch davon auszugehen, dass zukünftig mit
steigender Nachfrage auch eine entsprechende
Preisveränderung zu beobachten sein wird.
Auch die Technik hat sich in den letzten Jahren massiv weiterentwickelt. Trotzdem bilden
der aktuell sehr niedrige Ölpreis sowie das bei
Weitem noch nicht ausreichend ausgebaute
Elektro-Tankstellennetz eine Hemmschwelle
für viele potenzielle Neukunden.
Bezüglich der Elektro-Tankstellen liegt ein
klassisches „Henne-Ei-Problem“ vor. Ein massiver Ausbau des Tankstellennetzes rentiert
sich zurzeit finanziell noch nicht, da zu wenige Elektroautos auf den Straßen unterwegs
sind, und gleichzeitig hat unter anderem das
zur Folge, dass die Menschen zögern, sich ein
solches zuzulegen.
Dass die Elektromobilität die Zukunft ist, bestreiten selbst die pessimistischsten ZukunftsforscherInnen nicht. Die unbekannte Variable
bildet eher die Zeit. Mit den aktuellen Änderungen im Rahmen der Steuergesetze wurde
ein Vorstoß gewagt, um diesen Fortschritt
voranzutreiben. Es bleibt abzuwarten, ob die
UnternehmerInnen dieses Potenzial erkennen
und für sich zu nutzen lernen.
Wie bei jeder Entscheidung im Leben gilt:
Der erste Schritt benötigt die größte Überwindung.
Patrick Balik
Bilanzbuchhalter und Geschäftsstellenleiter bei
„Fidas Wien Steuerberatung GmbH“. „Steuern lassen
sich steuern, darum heißen die Steuern ja Steuern.“
„Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von
der Pflicht zum Steuernzahlen. Die Kenntnis aber
häufig.“ (M.A. Rothschild)
junge wirtschaft wien
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OR D N U N G I S T
DAS HALBE LE BE N?
–
TH E DA RK S ID E O F T H E FO RCE,
Y E A R AF T ER YEAR!
Gerade wir UnternehmerInnen kennen es zum Neujahrsbeginn: Ob beim Ausmisten des Lagers, in der Revision, am
Ende eines Projektes oder fürs letzte Buchhaltungsquartal – stets geht es um Ordnungsfragen. Platz zu schaffen für
Neues, die Unternehmenszahlen zu berechnen und die Schreibtische von Papierstapeln zu säubern, stellen sich für die
meisten von uns als die weniger spannenden Tasks dar. Hier gilt es keine Drachen zu bezwingen, kein Serum zu entwickeln und nicht die Jedi-Galaxie vor der dunklen Bedrohung zu erretten …
ORDNUNG ALS SYSTEMVORAUSSETZUNG
– „FIRST ORDER“ ODER TODESSTERN?
WirtschaftswissenschaftlerInnen definieren
Ordnung als Voraussetzung für die Beschreibung eines Systems, vor allem von dessen
Struktur und Hierarchie. Ordnung ist dabei nicht nur immer von der Wahrnehmung
der das System beobachtenden Personen
abhängig. Sie kann sich auch auf dem Weg
der Selbstorganisation ohne eine von außen
kommende Ordnungsfestlegung vollziehen.
„Ordnung ist die Verbindung des Vielen nach
einer Regel.“ (Immanuel Kant)
Bei der Umsatzsteuermeldung oder der Jahresbilanzierung etwa sehen wir stark buchhalterische und fi nanzrechtliche Vorgaben
von außen, die wir schlicht systembedingt
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junge wirtschaft wien
zu berücksichtigen haben. Hingegen kann
(und darf) meine persönliche Büroablage sowohl subjektiv für Außenstehende als auch
objektiv betrachtet gerne einem „kreativen
Chaos“ ähneln, solange ich damit effizient
klarkomme. Ordnung bezeichnet somit aus
persönlicher Sicht zunächst einmal eine
Strategie oder ein Modell, um einem Zustand
ungeordneter Entropie zu begegnen.
einen Orden verliehen bekommen nicht immer die Ordentlichsten, sondern diejenigen,
die aus Sicht (meist des Staates oder eines
Vereins) etwas Tolles für ihre Gemeinschaft
geleistet haben.
Ursprünglich stammt der Begriff Ordnung
aus der altgriechischen Fachsprache der
Weber. Er kam über das Lateinische zu uns
(„ordo“ = Reihenfolge, Glied, Stand etc.) und
bedeutete dort „aus Fäden ein verknüpftes
Gewebe anlegen“ – mit ordentlich im heutigen Sinne hatte dies erst einmal nichts zu
tun. Heute sind Orden für uns meist religiöse Gemeinschaften mit klaren Regeln, und
Als ordentlich bezeichnen wir gemeinhin
jemanden, der Ordnung schafft und hält,
zumeist aufräumtechnisch. Eine ordentliche
Buchhaltung aber ist eine, die transparent
und exakt geführt wird. Aus geordneten
Verhältnissen stammte früher jemand aus
wohlhabender Familie ohne Brüche, Verwerfungen oder nicht gesellschaftsgemäßes
Verhalten. Bezogen auf die Kindererziehung
„Vom höchsten Ordnungssinn ist es nur ein
Schritt zur Pedanterie.“ (Christian Morgenstern)
hatte mithin „Zucht und Ordnung“ zu herrschen, was heute (dankenswerterweise)
nur noch für die Beschreibung übertrieben
strenger Autorität und Disziplin Verwendung
findet.
Ordnung ist somit kein Positivum per se,
sondern kontextabhängig, abhängig davon,
ob und welche Ordnung ich gerade wozu
brauche. Ordnung führt ferner noch nicht
automatisch zu Ordentlichkeit im Sinne von:
„Jetzt habe ich den totalen Durchblick!“.
So löst ein geordneter Grenzübertritt die
Flüchtlingsproblematik ebenso wenig wie
ein geordnetes Konkursverfahren die Arbeitsplätze der Belegschaft rettet.
„Jeder Narr kann Regeln aufstellen, und jeder Tor wird sich danach richten.“ (Henry
David Thoreau)
ORT(N)UNG IN DER RAUM-ZEIT – „LUKE, I
AM YOUR FATHER!“
Etwas in Ordnung bringen müssen wir nur
dann, wenn es unordentlich ist, sprich: ein
unerwünscht chaotischer Zustand besteht.
Das ist fast stets räumlich bezogen: auf die
Gedanken in unserem Kopf, das herumliegende Spielzeug im Kinderzimmer oder eine
verheimlichte Beziehungsstruktur. Ordnung
außerhalb einer räumlichen Struktur ist
schwer vorstellbar.
Deswegen kommt es immer auf die konkrete
Verortung an: Wer in seinem Weinkeller alles
durch- und übereinanderliegen hat, schätzt
vielleicht allein dessen konstante Kühlung,
muss aber deshalb kein/e ChaotIn im Unternehmensalltag sein. Wo andere sich erfolgreich auf der Suche nach lange vermissten
Familienangehörigen in die Arme fallen,
empfindet Luke Skywalker gegenüber seinem
Vater Darth Vader eher gemischte Gefühle.
„Ordnung, Strukturierung und Planung versuchen, die Ängste vor dem Unberechenbaren zu vertreiben.“ (Damaris Wieser)
Ordnungen helfen uns, begrenzten Platz
effektiv zu nutzen und – wie jede Regel –
eine Verbindlichkeit im Team festzulegen,
um sinnvoll zusammenarbeiten zu können.
Wenn ich mein eigenes System (zum Beispiel
einen Dateiordner) aufbaue, in den sich alle
anderen zurechtfi nden müssen, führt dies
sicherlich zu Verzweiflung und fehlender
Nachvollziehbarkeit. Schließlich sollte prinzipiell jede/r (etwa bei Krankheit oder der
Steuerprüfung) fähig sein, durch Studium
der Unternehmensunterlagen einen
Einblick zu erhalten. Ähnliches verlange ich
ja auch beim Lesen des Schilderwaldes im
Großmarkt. Der WG-Putzplan ist also wichtig, weil mehrere (verschiedene) Charaktere
miteinander leben und er hilft, Vertrauen
aufzubauen, und nicht eigentlich um der
Sauberkeit willen.
Oftmals scheinen Ordnungssysteme von Logik und Allgemeinverständlichkeit oktroyiert, ganz wie beim Klonen. Das vermeintlich
Beste wird vervielfältigt und nach Silvester
zum guten Vorsatz geadelt, aber wofür? Um
noch mehr Zeit für das „Andere“, das „Echte“
und „Spannende“ zu gewinnen …
„Alle Ordnung ist für den Einzelnen Freiheitsbeschränkung.“ (Friedrich Paulsen)
Sieht man Ordnung als das an, was sie ist,
gehört sie entweder outgesourct oder mit
etwas Schönem verbunden – ob bewusste gedankliche Entspannung beim Hemdenbügeln
oder lautes Musikhören beim Sortieren der
Bewirtungsbelege.
NEUJAHRSVORSATZ UNORDNUNG – „BEGUN THE CLONE WAR HAS!“
Menschen als JägerInnen und SammlerInnen besitzen (statistisch betrachtet) durchschnittlich 10.000 Gegenstände, die selbstverständlich alle dringend gebraucht werden
(Schuhschranksymptom). Ordnungsservices
und Life Coaches wollen uns von vermeintlichem Ballast befreien, welcher uns die Luft
zum Atmen nehme. Messies werden bei uns
gerne therapiert, OrdnungsfanatikerInnen
gelten hingegen als schrullig, aber gutmütig
besorgt.
Wer sieht schon gerne Wäscheberge aufgetürmt oder die Zettelwirtschaft herumfl iegen? Psychologisch mag das Wegschaffen,
das Herstellen einer Ordnung und das oft
damit verbundene Gefühl des Erfolgserlebnisses etwas bringen, aber (Stichwort: Badputz) es hält nur äußerst kurz an – nichts für
eingefleischte Hedonisten, sondern mehr für
Alltagsbuddhisten nach dem Motto: „Wieder
ein leeres Gefäß zum Aufgießen von Neuem“.
„Wenn wir jemandem vorwerfen, er sei unordentlich, sagen wir nie, welche Ordnung wir
meinen.“ (Walter Ludin)
„Ich liebe die Ordnung, aber nicht die gewöhnliche, sondern die organische – sie ist
wie ein Baum mit krummen Ästen!“ (Peter
Zadek)
Dr. MMag. René Merten ist Hochschuldozent, Autor, Trainer für Erwachsenenbildung und langjährige Führungskraft im Studien- und Lehrbereich.
2013 hat er die ABSOLVENTENAKADEMIE Wien
gegründet, das erste private Trainingsinstitut zur
Persönlichkeitsentwicklung gezielt für junge HochschulabsolventInnen.
www.absolventenkademie.at
[email protected]
junge wirtschaft wien
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Bist Du auch jemand, der/die seine/ihre Jahresziele
Jahr für Jahr mitschleppt? Dann erfährst Du hier die
besten TIPPS UND TRICKS , wie Du Deine Ziele definitiv erreichen kannst. Wenn Du die beste Methode für
Dich selbst findest, schaut die Welt schon anders aus.
1. Werde Dir klar darüber, ob die Ziele, die
Du Dir vorgenommen hast, auch wirklich
Deine Ziele sind! Wir neigen oft dazu, uns
Ziele anzueignen, die uns unbewusst von unserem Umfeld eingeredet werden. Wenn Dir
zum Beispiel Deine Familie seit Deiner Jugend
deutlich macht, dass Du abnehmen solltest,
glaubst Du auch eines Tages selbst daran.
Doch nur weil Dir ein paar Kilo mehr auf den
„Problemzonen“ liegen, musst Du nicht gleich
alle Diäten durchprobieren. Solange gesundheitlich alles in Ordnung ist und Du Dich in
Deinem Körper wohlfühlst, bleib so, wie Du
bist, und lass Dir keinen Floh ins Ohr setzen.
Konzentriere Dich mehr auf Deine persönlichen Ziele.
2. Wenn Dir klar geworden ist, was Dein
Ziel ist, sei ehrlich zu Dir selbst und versuche, die realistische Zeitspanne zu messen,
die Du brauchst, um dieses eine Ziel zu erreichen. Somit kannst Du Dich besser darauf
einstellen. Wenn Du mehrere Ziele hast, gliedere sie in kurz-, mittel- und langfristige Ziele
und definiere ihre Dringlichkeit. Ziele werden
oft ohne wirklichen Plan aufgestellt – wir planen unrealistisch, das heißt wir stecken uns
zu hohe Ziele, die wir oft nur mit hohem Verzicht oder sogar gar nicht erreichen, da sie
in einem Jahr (Stichwort kurzfristig) nicht
erreicht werden können und uns in Frustration treiben. Deshalb ist es wichtig, Deine Ziele
schriftlich festzuhalten und bei Erfüllung abzuhaken oder ein Smiley daneben zu setzen.
Dies macht Deinen Erfolg ersichtlich und motiviert Dich für die weiteren Ziele.
3. Formuliere Deine Ziele richtig und nicht
schwammig oder unklar. Ein klassischer
Denkfehler: Unsere Vorsätze beginnen so: „Ich
sollte …“ Zum Beispiel: „Ich sollte mehr Sport
machen.“ Dies ist keine echte Motivation, da
diese Formulierung Dich nicht einlädt, aktiv
zu werden. Daher ist es oft einfach, eine Ausrede zu finden, um den Tag ohne die Erfüllung des Vorsatzes abzuschließen. „Ich wollte
doch heute Sport machen, doch leider musste
ich Überstunden machen – doch leider ist es
schon so spät ...“ Die richtige Formulierung,
beginnend mit: „Ich werde …“, ist sehr wichtig!
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junge wirtschaft wien
4. Belohne Dich! Und das nicht, nachdem Du
Dein Ziel erreicht hast, sondern währenddessen. Ja genau, jetzt! Wenn Du schon lange ein
Buch oder ein bestimmtes Paar Schuhe möchtest, dann kauf es Dir und präsentiere Dir
Deinen neuen Motivator selbst, zu Hause oder
im Büro, irgendwo außer Reichweite, aber in
Sichtweite. Sobald Du Dein Ziel erreicht hast,
„darfst“ Du den neu erworbenen Gegenstand
benutzen. Das ist anfangs eine richtige Herausforderung, aber Du wirst merken, wie Du
gieriger wirst und Dich so richtig ins Zeug
legst, um Dein Ziel zu erreichen.
5. Bringe Klarheit in Deine Ziele! Hierzu
kommt eine bekannte Management-Theorie
zum Einsatz. Viele UnternehmerInnen wissen,
wie sie diese Theorie bei ihren MitarbeiterInnen anwenden können; wenn es aber um sie
selbst geht, vergessen sie, wie wichtig sie ist.
Ziele – ob MitarbeiterInnenziele oder Neujahresziele – müssen immer S.M.A.R.T. sein:
spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert. Nehmen wir als Beispiel das Ziel: „Ich
werde dieses Jahr mehr Geld sparen.“
Spezifisch: Als spezifisches Ziel könnten wir
festsetzen: „Ich will dieses Jahr 5.000 Euro
sparen.“ Messbar: Mit obiger Definition wird
dieses Ziel durchaus messbar. Attraktiv: Für
Otto-Normal-VerbraucherIn scheinen 5.000
Euro doch attraktiv – etwa nicht? Realistisch:
Ob 5.000 Euro für Dich realistisch sind, musst
Du selbst entscheiden. Terminiert: Da es sich
um einen Jahresvorsatz handelt, ist dieser
Punkt automatisch inkludiert.
Nun ist unser Jahresziel an die Kriterien der
S.M.A.R.T.-Theorie angepasst und erfüllt alle
Punkte.
6. Der innere Schweinehund und fehlender
Glaube. Diese beiden Phänomene stehen in
enger Verbindung. Egal, ob Du an Dich glaubst
oder nicht, am Ende wirst Du immer recht behalten. Der innere Schweinehund spielt dabei
eine wesentliche Rolle. Sofern nämlich dieser
ins Spiel kommt, ist der Glaube an Dich selbst
schnell verloren. Diese Stimme im Kopf, so leise sie auch sprechen mag, muss ausgeblendet
werden. Dann erreichst Du all Deine Ziele.
7. Erkenne Deine Zeitdiebe und gib Aufgaben ab. Wenn du Deine Ziele erreichen willst,
musst Du Dich auch entlasten können, indem
Du Deine persönlichen Zeitdiebe im Alltag
erkennst und Aufgaben abgibst. Du scheust
vielleicht die Delegation, weil Du mangelndes Vertrauen in MitarbeiterInnen oder Bezugspersonen hast. Doch damit raubst Du nur
Dir Zeit, die Du für Dich selbst aufwenden
könntest. Nimm Dir kurz die Zeit und zeichne
drei konzentrische Kreise. In den innersten
schreibst Du Deinen Namen, im zweiten Kreis
notierst Du drei bis fünf Namen der wichtigsten Personen aus Deinem Umfeld, und im
äußersten Kreis überlegst Du Dir, wobei und
womit Dich diese Personen unterstützen können. Bald wird Dir auffallen, dass Du UnterstützerInnen in Deinem Umfeld hast, die Du
ohne Zweifel um Hilfe bitten kannst.
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8 . Wenn Du diese Tipps nicht anwenden
kannst, dann hör bitte auf,anderen Ratschläge zu geben, die Du selbst nicht befolgen kannst ...
Eda Ünal
Freiberufliche Journalistin, schreibt für diverse
österreichische Medien, sowohl türkisch- als auch
deutschsprachig (www.aktuelavrupa.at, Kurier,
etc.) und ist Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verein "Schule fürs Leben".
Abb.1
Abb.2
NEUES SPIEL - NEUES GLÜCK
Deine Entscheidungen bestimmen Deinen Weg im neuen Jahr
Mit dem Jahresstart kommt auch immer
neue Energie. Jede/r kennt das Gefühl, mit
guten Vorsätzen neu zu starten: „Neues
Spiel – neues Glück“. Entscheidungen sind
jetzt gefragt! Neue Wege im Beruf, Ideen
für die Weiterbildung oder die Work-LifeBalance, neue Ansätze bei Freundschaften
oder in der Familie! Im Jahr 2015 zeigten
wir Dir via Reifekontinuum (siehe Abb. 1),
wie effektive Menschen entscheiden und
handeln, auch wenn die Umstände nicht so
einfach und vorbestimmt erscheinen. Du
hast die Wahl, wie Du Situationen meisterst. Also: Handle entschieden, inspiriert
von den Prinzipien, auch einmal anders als
bisher. Und schau, was geschieht.
Vielleicht hast Du Dich mit dem einen oder
anderen Weg vertraut gemacht, wendest ihn
sogar an. Dieses Modell kennst Du nun. Doch
wie bei allem im Leben gibt es auch bei Covey
eine Kehrseite. Er nennt dieses Modell das Unreifekontinuum (siehe Abb. 2).
DIE CHANCEN DES KEHRSEITEN - MODELLS
Jeder Mensch, auch Du, wandelt sich im Lau-
fe seines Lebens. Das Reifekontinuum kann
ein bewusster Kompass sein, der Dir hilft, auf
Kurs zu bleiben, Deinen Werten treu zu sein
und jemand zu sein, der/die eine Vision hat
und sein/ihr Leben danach ausrichtet.
Tust Du das nicht, wirst Du oft zum Opfer unangenehmer Umstände, die sich wiederholen.
Beispiele dafür: Du hast, trotz Jobwechsel,
wieder einen einengenden Chef, zu Hause
kriselt es, Du nimmst nicht ab usw. Obwohl
Du das nicht willst, geschieht es. Den Grund
dafür findest Du im Kehrseiten-Modell: Du
machst Dich zum Opfer.
Also: Handle neu! Lebe nach Deinen Werten
und Prinzipien. Beobachte, wo Du (noch)
im Unreifekontinuum lebst, und ergreife die
Chance neuen Handelns.
Du erinnerst Dich? Der öffentliche Erfolg bedarf des privaten – beim Misserfolg gilt das
Gleiche. Hängst Du fest, frage dich: Nehme ich
Situationen einfach hin, weiß ich, wohin will,
richte ich mein Tun danach aus (Wege 1 bis
3)? Wenn nicht, dann findest Du in Abb. 2
den Grund.
Wenn es im Team nicht klappt, der Erfolg ausbleibt, Du mit Missverständnissen kämpfst,
Dein Talent nicht entfaltest oder am Ausbrennen bist, dann schau auf die Kehrseiten der
Wege 4 bis 7 und triff neue Entscheidungen.
Das Jahr hat gerade erst begonnen. Lass dich
– wie viele Millionen Menschen auch – von
den 7 Wegen inspirieren, und schmiede Dein
Glück, indem Du Dein Erfolgs-Ruder aktiv
übernimmst!
Christine Kaunzner
FranklinCovey Leadership Institut GmbH
Näheres zu unseren Covey-Workshop-Themen, wie
Leadership, Produktivität, Umsetzung, Vertrauen
und Sales Performance, findest Du unter:
www.franklincovey.at
Dein Ansprechpartner in Wien ist Dominik
Schwindt: [email protected]
junge wirtschaft wien
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WIEN
Um was geht es in Deinem Unternehmen?
Ich möchte meinen KundInnen das anbieten,
was ich selbst als Kundin unbedingt haben
wollen würde. Ich bin in alles, was ich verkaufe, selbst verliebt und somit zu 100 Prozent überzeugt davon. Ich denke, das ist das
Wichtigste.
Wie entstand die Idee, und was hat das
Umfeld dazu gesagt?
Entstanden ist KITSCH BITCH tatsächlich über
Nacht. Wie schon so oft hatte ich versucht,
gewisse Produkte im Internet zu finden, doch
26
junge wirtschaft wien
ohne Erfolg ... Warum nicht einfach selbst
machen? Ich habe mir den Namen überlegt,
ein Logo designt, eine Facebook-Seite erstellt,
und schon war KITSCH BITCH geboren. Mein
Umfeld hat wohl genauso wenig wie ich selbst
damit gerechnet, dass aus KITSCH BITCH mehr
als ein Hobby werden könnte. Mittlerweile betreibe ich KITSCH BITCH seit über drei Jahren
hauptberuflich.
Weshalb hast Du gerade Wien als Standort
für Dein Unternehmen gewählt?
Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Es
war also nicht wirklich eine gezielte Wahl, hier
ein Unternehmen dieser Art zu starten. Aber es
hat auch nichts dagegen gesprochen: Damals, als
ich begonnen habe, war ich so gut wie die einzige
mit so einem Konzept.
Woher nimmst Du den Mut, die Kraft und
die Energie, ein eigenes Unternehmen zu
führen?
Eine große Rolle spielen meine KundInnen
und deren Feedback. Wenn es gut läuft, macht
das Mut, noch größer zu werden, es gibt Kraft,
immer weiterzumachen, und die positive Energie liegt automatisch in der Luft.
BRINGT'S!
Mehr Informationen dazu findet Ihr auf:
www.kitschbitch.at
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WIEN
Um was geht es in Eurem Unternehmen?
Wir sind der erste vegetarische Lieferservice
in Wien. Wir kochen auf Vorbestellung täglich
frisch, ausschließlich mit Bio-Zutaten, und
liefern unser Mittagessen zwischen zehn und
zwölf Uhr per Lastenrad.
Wie entstand die Idee, und was hat das
Umfeld dazu gesagt?
Ich wollte unbedingt mit 25 selbstständig
sein und etwas Eigenes schaffen. Auf Initiative meines Schwagers haben wir gemeinsam
das Unternehmen gegründet; er wusste, dass
ich gerne koche und vielleicht noch ein bisschen lieber arbeite … Die Eckpfeiler vegetarisch/bio/Lastenrad waren sofort klar. Familie
und FreundInnen haben durchwegs positiv
reagiert; vielleicht hat niemand damit gerechnet, dass wir es so ernst meinen und die
Geschichte tatsächlich groß aufziehen wollen.
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junge wirtschaft wien
Weshalb habt Ihr gerade Wien als Standort
für Euer Unternehmen gewählt?
Wir leben beide dort, es gab bis dato hier noch
nichts Vergleichbares. Wir kennen Umfeld und
Zielgruppe. Wiens Radwege sind außerdem
ideal für uns, und die Klientel ist auch bereit
für unser Angebot.
Woher nehmt Ihr den Mut, die Kraft und
die Energie, ein eigenes Unternehmen zu
führen?
Wir schöpfen Mut und Energie aus der puren
Überzeugung, etwas Gutes zu tun, aus Liebe
und Leidenschaft zum Gesamtkonzept, aus
Lust und Freude an der Arbeit und an ihrem
unmittelbaren Ergebnis, aus der Spannung,
täglich ein bis circa zwanzig neuen Herausforderungen gegenüberzustehen und aus (hoffentlich!) schier nie endendem Optimismus
und Tatendrang.
BRINGT'S!
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BETRIEBSHILFE WIEN
…… MIT UNS LÄUFT IHR BETRIEB WEITER!
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junge wirtschaft wien
Es ist wichtig zu wissen „Was passiert, wenn etwas passiert.“
Betriebshilfe Wien – Ihr Partner am Weg zu Ihrer Genesung bei
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In einer verträumten Seitengasse in Alt-Hietzing, liegt die Damenboutique „Anziehend“.
Individuelle Designerstücke, hochwertige
Qualität und persönliche Kundenbetreuung
machen das Geschäft zu einem Geheimtipp
und sind „Anziehungspunkt“ zu allen Jahreszeiten.
Die Winterkollektion war eingetroffen die
Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft fast perfekt bis …. unvorhergesehen passierte was sich niemand wünscht,
ein schwerer Unfall, der die Unternehmerin in der „stärksten Zeit des Jahres“ völlig
außer Gefecht setzte. Beide Beine waren
mehrfach gebrochen. „Fast hätte ich mein
Geschäft schließen müssen“, schildert die
Unternehmerin. Gemeinsam mit den WKW
Mitarbeitern war ein „maßgeschneidertes Anforderungsprofil zum Antrag auf
Betriebshilfe – die Bereitstellung einer
qualifi zierten Ersatzarbeitskraft“ erstellt.
Wenige Tage später, konnte eine qualifizierte Fachkraft gefunden werden. Alysia,
ein Energiebündel mit einschlägiger Ver-
kaufserfahrung aus dem Textilhandel und
dem Gespür für das gewisse Etwas, war
von der neuen Herausforderung begeistert.
Durch die Genehmigung von zusätzlichen
Einschulungstagen, konnte Alysia auf die
Besonderheiten des Betriebes ausreichend
eingeschult werden und so kompetent die
Unternehmerin vertreten.
Nach 50 Tagen Betriebshilfe ging der Einsatz Ende Dezember erfolgreich zu Ende und
Frau Rauscher ist mehr als zufrieden. „Über
die rasche Bereitstellung einer qualifi zierten Fachkraft bin ich sehr dankbar und
kann dieses Angebot nur weiterempfehlen.
Jacqueline Sonneck
Referatsleiterin Wirtschaftskammer Wien, Betriebshilfe
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04.11.2015 Stadtrekord der Jungen Wirtschaft
14.11.2015 Eröffnungsfeier 14.Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz
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Bundestagung 2016
23./24. September
Eisenstadt
Programm-Highlights:
Family-Lounge mit Star-Winzer Leo Hillinger,
Keynote von Ex-Agent Leo Martin,
Keynote von Anitra Eggler
uvm.
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www.jungewirtschaft.at/bundestagung
2016
–
DAS JAHR DER DIGITALISIERUNG
Die großen Marktanalysten wie IDG haben
2016 zum Jahr der digitalen Transformation ernannt. Und das ist gut so. Denn hinter diesem Begriff verbergen sich all jene
Konzepte und Werkzeuge, die Unternehmen
helfen, den heute so notwendigen Spagat
zwischen Umsatz steigern und Kosten sparen zu schaffen.
"Mit der Digitalisierung ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, das Unternehmen
wirtschaftlich voranzutreiben", sagt Maria
Zesch, CCO T-Mobile Austria. "Schlankere,
effi zientere Prozesse und neue Einnahmequellen durch innovative Geschäftsmodelle
sorgen dabei für das Wachstum bei gleichzeitiger Kostenersparnis." Zu diesem Zweck
stehen eine Reihe von zukunftsweisenden
Technologie zur Verfügung: Internet der
Dinge, Machine-to-Machine (M2M), Industrie 4.0, Cloud Computing oder Mobility sind
wie Teile eines Werkzeugkastens, die sich je
nach Ausgangslage und Anforderungen einzeln nutzen oder auch kombinieren lassen,
um auch die ehrgeizigsten Wachstums- und
Sparziele zu erreichen. Das gilt für Großunternehmen wie für KMUs.
Beispiel Fuhrparkmanagement: Intelligente Flottensteuerung auf Basis einer M2MAnwendungen, bei der in den Fahrzeugen
eingebaute Transponder über das Mobilfunknetz laufend Daten über Position, Geschwindigkeit, Route und Fahrzeugstatus
senden, hilft Unternehmen, ihre Flotte optimal einzusetzen und auf kurzfristige Erfordernisse sofort zu reagieren. "Die Lösung
rechnet sich bereits ab drei Fahrzeugen
– und bringt vielleicht so manchen cleveren Mitarbeiter auf die Idee, die Daten, die
ohnehin schon vorhanden sind, für völlig
neue Geschäftsfelder zu nutzen", so Zesch.
Know-how aus Österreich
T-Mobile ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, Unternehmen – egal ob Ein-Mann/Frau-Betrieb
oder Welt-Konzern – bei der digitalen
CCO T-Mobile Austria Mag. Maria Zesch
Transformation zu begleiten. Mit flexiblen
Geschäftslösungen etwa in den Bereichen
Cloud Computing, M2M und Internet der
Dinge unterstützt der heimische SolutionAnbieter über 600.000 Arbeitnehmer in der
digitalen Arbeitswelt. Der Einsatz digitaler
Lösungen wie Online-Fuhrparkmanagement, Internetschutz oder moderne Telefonanlagen, die Festnetz und Mobilfunk
intelligent verknüpfen, helfen Geschäftskunden, noch erfolgreicher zu sein.
Das jahrelange Engagement und die breite
Kundenbasis zahlen sich für jedes heimische Unternehmen aus: T-Mobile besitzt
das Know-how, um auch das komplexeste
Digitalisierungsprojekt zu realisieren. Beginnend bei der Bedarfserhebung, dem Konzept, über den Proof-of-Concept und Piloten
bis zum Roll-out und dem laufenden Betrieb
führen die Spezialisten von T-Mobile durch
den gesamten Einführungsprozess.
Die digitale Transformation schafft heute
die Basis, um die Lasten von gestern abzuwerfen und die Anforderungen von morgen
zu meistern. Je früher man damit beginnt,
desto größer der Wettbewerbsvorteil, desto
größer das Einsparungspotenzial – das gilt
für das Jahr 2016 mehr denn je.
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KARMA FUNKTIONIERT
Wie du durch gutes Karma dein Unternehmen erfolgreich machst!
Karma bedeutet: jede Handlung hat eine Folge.
Und alles was du tust, kommt zu dir zurück. Die
guten, als auch die schlechten Dinge.
Vor einiger Zeit habe ich die karmischen
Prinzipien in mein Business integriert. Das
hat meine Arbeit als Trainerin und Beraterin
grundlegend verändert. Als EPU ist es wichtig,
seine persönlichen und unternehmerischen
Ressourcen richtig einzusetzen. Und genau
das war am Anfang meiner Selbständigkeit ein
großes Problem. Ich habe sehr viel gearbeitet,
im Vergleich dazu gab es wenig Output und
am Ende war ich oft erschöpft. Mir fehlten die
Freude, die Leichtigkeit und auch mein persönlicher Sinn.
Damals kannte ich Karma noch nicht und
mein Fokus lag nur darauf: Wer bin ich, welche Ausbildung habe ich und wie toll ist mein
Produkt. Die wichtigste Frage hatte ich mir
nicht gestellt: Wie kann ich anderen am besten helfen, das zu erreichen was sie sich wünschen?
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Da kam Karma ins Spiel. Mir wurde klar, dass
es nicht um mich geht, um meine Ausbildung
und mein Produkt. Sondern darum, was die
Menschen brauchen! So habe ich begonnen
viele Fragen zu stellen, um genau das herauszufinden.
Das Coole an der Sache war, dass sich unter
diesem neuen Aspekt meine Arbeit plötzlich
anders anfühlte. Alles ging leichter, ich hatte
viel mehr Energie und es machte mir richtig
Spaß andere zu begleiten ihre Ziele erfolgreich umzusetzen. Da war klar: Karma funktioniert! Seither lebe ich die Prinzipien von
Karma in meinem „daily business“ mit Erfolg.
Jetzt mache ich meine Arbeit nicht mehr nur
für mich, sondern auch für die anderen. Denn
alles was ich tue, kommt zu mir zurück. Und
das ist Karma!
Wie dieses und andere karmische Prinzipien
im Business funktionieren und wie es dich als
Unternehmer schneller voranbringt, erfährst
du beim kostenlose Karma-Business-Warm-Up!
Anmeldung ab sofort unter:
http://www.thiemtraining.com/business-karma/
Ab 15. März geht es los!
Dr. Verena Thiem
unterstützt Unternehmer dabei ihr Business mit
Spaß und im Sinne eines großen Ganzen erfolgreich auf Schiene zu bringen. Sie ist Trainerin,
Beraterin, Speaker und Autorin.
„JWW goes international“ | Rückblick
I
n Kooperation mit der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA fand Ende 2015 ein
spannender Netzwerkabend "JWW goes
international” statt. Über 50 Teilnehmer lernten mehr über ihre Internationalisierungsmöglichkeiten, über die Exportförderungen
der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und ihr
breites Serviceangebot im Auslandsgeschäft.
In einem witzigen Dialog erzählten uns Mag.
Gudrun Hager, Wirtschaftsdelegierte AußenwirtschaftsCenter Bern und Dr. Michael
Scherz, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in München über ihren Alltag, interessante Trends und aktuelle Schwerpunktthemen
in ihren Märkten.
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After Work Network | Rückblick Februar
B
ei unserem After Work Network, am 2.2.
durften wir Rita Huber, Gründerin von
Rita bringt’s begrüßen. Ein vegetarischer Lieferservice, der ausschließlich 100%
Bioprodukte verarbeitet. Rita erzählte uns
von der Entstehung ihres Traums, der Leidenschaft zur gesunden Küche und zum Kochen.
„Mhh, wenn man da nicht gleich Hunger bekommt!"
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Startup Europe Week Vienna – 4.2.2016
Rückblick
A
uch dieses Jahr trafen sich zum Erfahrungsaustausch bei der Startup Europe
Week Vienna viele junge und dynamische Unternehmer. Marc Melich (FLINK) und
Hanno Lipptisch (eversport) versorgten die
Jungunternehmer mit Best Practice Beispiele,
brachten ihnen die unterstützenden Serviceleistungen der WKW näher und konnten mit
vielen Tipps „Wie starte ich so richtig durch“
überzeugen und motivieren.
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DER ABSCHIED
FÄLLT SCHWER
LIEBE VERONIKA, LIEBE MANULI,
WIR WÜNSCHEN EUCH DAS BESTE FÜR EUREN
NEUEN LEBENSABSCHNITT. WIR HATTEN VIELE
GEMEINSAME SCHÖNE MOMENTE. WIR
VERABSCHIEDEN EUCH IN DIE BABYPAUSE. WIR
SIND GANZ STOLZ AUF EUCH, DASS IHR EUCH FÜR
DIE JUNGE WIRTSCHAFT WIEN
MULTIPLIZIERT :-))
WIR VERMISSEN EUCH!
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Gelb
ist rot
weiß
rot.
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Als 100% österreichische Bank stehen wir seit 130 Jahren für Verlässlichkeit und Stabilität. Heute sind
wir in jedem Bundesland und jedem Bezirk stark verwurzelt. Und sorgen so dafür, dass Ihr Geld in der
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STAY POSITIVE, WORK HARD, MAKE IT HAPPEN ;)
Alle Informationen unter www.jungewirtschaft.wien