Herstellung des Baugrubenverbaus und Bauverzögerung

5 – Planen und Bauen
5.660– Stadtgrün und Verkehr
5.660.4 -2 Abteilung Brückenbau
Zeichen: schö
Lübeck, 07.03.2016
Auskunft: Ulrike Schölkopf
Tel.: 122 - 66 78, Fax: 408 87 - 66
mail: [email protected]
PRESSEMITTEILUNG
DES FACHBEREICHS 5 PLANEN UND BAUEN UND
DES BEREICHS 5.660 STADTGRÜN UND VERKEHR
BW 030 Ersatzneubau Possehlbrücke:
Herstellung des Baugrubenverbaus
Der Fachbereich Planen und Bauen und der Bereich Stadtgrün und Verkehr teilen mit, dass die Arbeiten
zum Neubau der Possehlbrücke voranschreiten.
Seit dem 25.02.2016 haben umfassende Arbeiten zum Einbringen der Stahlspundwände für den Baugrubenverbau begonnen.
Folgende weitere, sowohl fachliche als auch technische Informationen können zum aktuellen Bautenstand
gegeben werden:

Zur Herstellung der Baugruben war es im Vorfeld notwendig, eine Gastransportleitung in der Possehlstraße außer Betrieb zu nehmen und diese teilweise zu entfernen, da sich die Leitung partiell in
der Spundwandtrasse befindet.

Zu Beginn des Jahres 2016 mussten die Abwasserdruckleitung im Geniner Ufer umgelegt werden,
da diese durch die Baugrube verlief.

Weiterhin wurden die noch im Geniner Ufer liegenden, außer Betrieb genommenen Leitungen zurückgebaut und die Arbeitsebenen für die Großgeräte hergestellt.

Die Spundwandkästen bestehen aus einem Berliner Verbau als Mittellängsverbau und die restlichen
Baugrubenumgrenzung wird aus Stahlspundwandprofilen hergestellt.

Der Berliner Verbau (nördlich und südlich parallel zum Bestandsbauwerk) besteht aus 10m langen
HEB 300-Stahlträgern, die in den Baugrund eingebracht und mit einer Holzverbohlung ausgefacht
werden.

Der restliche Verbaukasten wird mit Spundwandprofilen hergestellt. Die Stahlprofile haben eine Länge von bis zu 25m und werden in einer Tiefe von ca. -17m NN abgesetzt.

Wasserseitig wird an jedem Ufer eine temporäre Spundwand im Kanal hergestellt.

Zur besseren Wahrnehmung der Spundwand werden davor Dalben und Schwimmbalken angeordnet. Diese baulichen Einschränkungen dienen der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Kanal ist weiterhin schiffbar.
Dokument
Pressemitteilung_660_Stadtgrün_und_Verkehr_160307.doc
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Lübeck, 07.03.2016
Auskunft: Ulrike Schölkopf
Tel.: 122 - 66 78, Fax: 408 87 - 66
mail: [email protected]

Das Einbringen der Spundwände erfolgt erschütterungsarm durch Vibrieren, um Schäden der umliegenden Bebauung und am restlichen Bestandsbauwerk zu vermeiden. Durch Geröllschichten im
Baugrund in großen Tiefen kann es unter Umständen notwendig werden, die Spundwandtrasse zur
Auflockerung vorzubohren und zur Abdichtung der stauenden Bodenschichten Austauschbohrungen
vornehmen zu müssen.

Zur Überwachung werden Erschütterungsmessungen durchgeführt. Sofern vorher eingestellte
Grenzwerte überschritten werden, wird die Bauleitung per SMS informiert und es können Änderungen am Einbringverfahren vorgenommen werden, damit die Grenzwerte eingehalten werden.
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Die ursprünglich vorgesehene Ausbildung einer „Wanne“ durch die Spundwände und einer HDISohle (Hochdruckinjektionssohle in -21,20m NN) wurde umgeplant. Durch andere Möglichkeiten als
Sicherheitsmaßnahmen (z.B. längere Verrohrung der Bohrpfähle) kann mit einer höheren Wasserauflast gebohrt und die Bohrpfähle hergestellt werden. Die erhöhte Wasserauflast im Bohrrohr
wirkt dem Wasserdruck des artesischen Grundwasserleiters entgegen.
Folgende aktuelle Information zum Zeitablauf der Baumaßnahme ist zu geben:
Zusammen mit den bereits in 2015 eingetretenen Verzögerungen und nun wegen massiver Hindernisse im
Baugrund, die das Einbringen der GEWI-Anker für die Ertüchtigung des Bestandsbauwerkes erschwert und
stark verzögert haben, besteht derzeit eine Bauverzögerung von ca. 20 Wochen.
Der Bereich Stadtgrün und Verkehr bittet um Verständnis und ist weiterhin bemüht, sämtliche Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten.
i.A.
gez.
Dr.-Ing. Klotz
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