Das Futter kommt fünfmal täglich

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REPORTAGE
Wie immer mehr landwirtschaftliche Betriebe hat sich auch die
Familie Böhm aus Oppertshofen
im Landkreis Donau-Ries beim
Stallneubau für ein automatisches
Melksystem entschieden, darüber
hinaus aber auch für eine automatische Fütterung der Kühe.
Das eingebaute Fütterungssystem
ist die erste Anlage dieser Art in
Deutschland. Schnell haben sich
Mensch und Tier bestens an die
neuen Techniken gewöhnt.
Fleckvieh 1/ 2012
Friedrich, Andreas und Elisabeth Böhm mit Palast-Tochter BayWa.
Fotos (9): Haubner
Das Futter kommt fünfmal täglich
E
ine Kurve noch und dann schwebt
die rote Gondel, die von vorne etwas wie eine Lokomotive mit Räumschild aussieht, in den neuen Laufstall ein.
Schnell erheben sich ein paar Kühe und
kommen ans Fressgitter.
Fünfmal täglich wiederholt sich diese
Prozedur und die Fleckviehkühe der Familie Böhm aus Oppertshofen erhalten
direkt aus dem Mischbehälter eine frische
Ration Futter. Seit nun vier Monaten wird
die Milchkuhherde über ein automatisches
Fütterungssystem versorgt. Das erste dieses
Herstellers in Deutschland überhaupt, entsprechend kommen zurzeit viele Besuchergruppen auf den Hof, um sich zu informieren.
Derweil ist Andreas Böhm zufrieden
mit der Technik. »Nach einigem Probieren
fanden wir die optimale Fütterungshäufigkeit, lediglich bei der Schnittlänge fürs
Stroh muss noch nachgebessert werden,
da die Kühe hier noch zu sehr sortieren.«
Beeindruckender neuer Laufstall mit 2 × 85 Liegeplätzen in einer Halle von 80 auf 30 m. In der Mitte verläuft die
Schiene für das automatische Fütterungssystem. Der Futtertisch ist 3 m breit. Die Laufgänge am Futtertisch sind
4,40 m, die zwischen den Liegeboxen 3 m breit. Die Liegeboxen haben ein Maß von 300 × 125 cm mit Gurtband
statt Nasenrohr.