Lisvy - Gedeon Richter

Gebrauchsinformation: Information für die Anwenderin
Lisvy® 60 Mikrogramm/24 Stunden + 13 Mikrogramm/24 Stunden transdermales Pflaster
Gestoden, Ethinylestradiol
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle
Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende
Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende Abschnitt 4.
Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK):
Bei korrekter Anwendung zählen sie zu den zuverlässigsten reversiblen Verhütungsmethoden.
Sie bewirken eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien,
insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines
kombinierten hormonalen Kontrazeptivums nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.
Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels und wenden Sie sich an Ihren Arzt,
wenn Sie vermuten, diese zu haben (siehe Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“).
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels
beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann
anderen Menschen schaden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische
Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1.
Was ist Lisvy und wofür wird es angewendet? ............................................................................................ 2
2.
Was sollten Sie vor der Anwendung von Lisvy beachten? ........................................................................... 2
Lisvy darf nicht angewendet werden ........................................................................................................... 3
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen ................................................................................................... 4
Blutgerinnsel ..................................................................................................................................... 5
Kombinierte hormonale Kontrazeptiva und Krebs ......................................................................... 10
Zwischenblutungen ........................................................................................................................ 10
Was tun, wenn die Blutung ausbleibt ............................................................................................. 10
Kinder und Jugendliche .............................................................................................................................. 10
Anwendung von Lisvy zusammen mit anderen Arzneimitteln................................................................... 11
Labortests ....................................................................................................................................... 11
Anwendung von Lisvy zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol .................................... 11
Schwangerschaft und Stillzeit .................................................................................................................... 11
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen ............................................................ 11
3.
Wie ist Lisvy anzuwenden? ........................................................................................................................ 12
Wenn Sie mit der Anwendung von Lisvy das erste Mal beginnen ............................................................. 12
Nach einer Fehlgeburt oder Abtreibung .................................................................................................... 13
Wenn Sie ein Kind bekommen haben ........................................................................................................ 14
Wo das Pflaster aufgeklebt wird ................................................................................................................ 14
Was Sie in der Apotheke erhalten haben .................................................................................................. 15
Wie das Pflaster für die Anwendung vorbereitet wird .............................................................................. 16
Hinweise zur weiteren Anwendung ........................................................................................................... 17
Pflasterwechseltag ..................................................................................................................................... 19
Pflasterfreie Tage ....................................................................................................................................... 19
Erinnerungskarte und Erinnerungsaufkleber ............................................................................................. 20
Wenn Sie eine größere Menge von Lisvy angewendet haben, als Sie sollten ........................................... 21
Wenn Sie die Anwendung von Lisvy vergessen haben .............................................................................. 22
Was Sie im Falle einer Hautreizung tun sollen ........................................................................................... 24
Wenn Sie Ihren „Pflasterwechseltag“ auf einen anderen Tag verlegen wollen ......................................... 24
1
4.
5.
6.
1.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie an Erbrechen oder schwerem Durchfall leiden?............................. 24
Wenn Sie die Anwendung von Lisvy abbrechen ........................................................................................ 24
Welche Nebenwirkungen sind möglich?.................................................................................................... 25
Schwerwiegende Nebenwirkungen ........................................................................................................... 25
Folgende Nebenwirkungen wurden bei Anwenderinnen von Lisvy beobachtet: ...................................... 25
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen .......................................................................................... 25
Meldung von Nebenwirkungen ................................................................................................................. 27
Wie ist Lisvy aufzubewahren? .................................................................................................................... 27
Entsorgung des Pflasters und sonstige Hinweise zur Handhabung ........................................................... 27
Inhalt der Packung und weitere Informationen......................................................................................... 28
Was Lisvy enthält ....................................................................................................................................... 28
Wie Lisvy aussieht und Inhalt der Packung ................................................................................................ 28
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller........................................................................................ 29
Weitere Informationsquellen .................................................................................................................... 28
Was ist Lisvy und wofür wird es angewendet?
Lisvy ist ein Pflaster zur Empfängnisverhütung (Kontrazeptivum).
Jedes Pflaster enthält zwei verschiedene weibliche Geschlechtshormone, nämlich Gestoden und
Ethinylestradiol, die über einen Zeitraum von 7 Tagen kontinuierlich in kleinen Mengen abgegeben werden.
Da Lisvy eine Kombination aus zwei Hormonen enthält, gehört es zur Gruppe der „kombinierten hormonalen
Kontrazeptiva“.
2.
Was sollten Sie vor der Anwendung von Lisvy beachten?
Allgemeine Hinweise
Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in Abschnitt 2, bevor Sie mit der Anwendung von Lisvy
beginnen. Es ist besonders wichtig, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (siehe
Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“).
Bevor Sie Lisvy anwenden, wird Ihr behandelnder Arzt Sie zu Ihrer Krankengeschichte und zu der Ihrer nahen
Verwandten befragen. Der Arzt wird Ihren Blutdruck messen und, abhängig von Ihrer persönlichen Situation,
weitere Untersuchungen durchführen.
In dieser Packungsbeilage sind verschiedene Fälle beschrieben, bei deren Auftreten Sie Lisvy absetzen sollten
oder bei denen die Zuverlässigkeit von Lisvy herabgesetzt sein kann. In diesen Fällen sollten Sie entweder
keinen Geschlechtsverkehr haben oder andere, nicht-hormonale Verhütungsmethoden anwenden, wie z. B. ein
Kondom oder eine andere Barrieremethode. Wenden Sie aber keine Kalender- oder Temperaturmethoden an.
Diese Methoden können versagen, weil Lisvy die monatlichen Schwankungen der Körpertemperatur und des
Gebärmutterhalsschleims verändert.
Wie alle hormonellen Empfängnisverhütungsmittel bietet Lisvy keinerlei Schutz vor einer HIV-Infektion
(AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Lisvy darf nicht angewendet werden
Sie dürfen Lisvy nicht anwenden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer
der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt mitteilen. Ihr Arzt wird dann
mit Ihnen besprechen, welche andere Form der Empfängnisverhütung für Sie besser geeignet ist.
Wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß der Beine (tiefe Beinvenenthrombose, TVT), der Lunge
(Lungenembolie, LE) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);
wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden - beispielsweise Protein-CMangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation oder AntiphospholipidAntikörper;
wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt „Blutgerinnsel“);
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wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;
wenn Sie eine Angina pectoris (eine Erkrankung, die schwere Brustschmerzen verursacht und ein erstes
Anzeichen eines Herzinfarkts sein kann) oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA –
vorübergehende Symptome eines Schlaganfalls) haben (oder früher einmal hatten);
wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie
erhöhen können:
schwerer Diabetes mit Schädigung der Blutgefäße
sehr hoher Blutdruck
sehr hoher Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride)
eine Krankheit, die als Hyperhomocysteinämie bekannt ist;
wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. „Migräne mit Aura“) leiden (oder in der
Vergangenheit gelitten haben);
wenn Sie eine Lebererkrankung (Anzeichen dafür sind Gelbfärbung der Haut oder Juckreiz am gesamten
Körper) haben (oder in der Vergangenheit hatten) und Ihre Leber noch nicht wieder normal funktioniert;
wenn Sie Krebs haben (oder in der Vergangenheit hatten), der unter dem Einfluss von
Geschlechtshormonen wachsen könnte (z. B. Brustkrebs oder Krebs der Genitalorgane)
wenn Sie einen gutartigen oder bösartigen Lebertumor haben (oder in der Vergangenheit hatten);
wenn Sie jegliche unerklärliche Blutungen aus der Scheide haben;
wenn Sie allergisch gegen Ethinylestradiol, Gestoden oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen
Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Dies kann Jucken, Ausschlag oder Schwellungen verursachen.
Wenn einer dieser Punkte während der Verwendung von Lisvy zum ersten Mal auftritt, entfernen Sie das
Pflaster sofort, wenden es nicht weiter an und fragen Sie Ihren Arzt um Rat. In der Zwischenzeit sollten nichthormonale Verhütungsmethoden verwendet werden. Siehe auch oben im Abschnitt 2 „Allgemeine Hinweise“.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Wann sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden?
Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf,
wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, die bedeuten könnten, dass Sie ein
Blutgerinnsel im Bein (d. h. tiefe Beinvenenthrombose), ein Blutgerinnsel in der Lunge (d. h.
Lungenembolie), einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall haben (siehe den Abschnitt
„Blutgerinnsel“ [Thrombose] unten).
Für eine Beschreibung der Symptome dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe den Abschnitt „So
erkennen Sie ein Blutgerinnsel“.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Lisvy
anwenden.
In einigen Situationen ist besondere Vorsicht bei der Anwendung von Lisvy oder von anderen kombinierten
hormonalen Kontrazeptiva erforderlich und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt können notwendig
sein.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft. Wenn die Krankheit ausbricht
oder sich während der Anwendung von Lisvy verschlimmert, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt informieren.
-
Wenn Sie rauchen;
wenn Sie an der Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus);
wenn Sie übergewichtig sind;
wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Herzrhythmusstörung);
wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen ein Blutgerinnsel (im Bein [Beinvenenthrombose], in der Lunge
[Lungenembolie] oder einer anderen Stelle), einen Herzinfarkt oder Schlaganfall in jungen Jahren hatte;
wenn Sie an Migräne leiden;
wenn Sie an Epilepsie leiden (siehe Abschnitt 2 „Anwendung von Lisvy zusammen mit anderen
Arzneimitteln“);
wenn bei einer nahen Verwandten Brustkrebs auftritt (oder früher aufgetreten ist);
wenn Sie eine Leber- oder Gallenblasenerkrankung haben;
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wenn Sie unter Depressionen leiden;
wenn Sie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung) haben;
wenn Sie systemischen Lupus erythematodes (SLE – eine Krankheit, die Ihr natürliches Abwehrsystem
beeinträchtigt) haben;
wenn Sie ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS – eine Störung der Blutgerinnung, die zu
Nierenversagen führt) haben;
wenn Sie Sichelzellanämie (eine erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen) haben;
wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie
vorgekommen ist. Hypertriglyceridämie wurde mit einem erhöhten Risiko für eine Pankreatitis
(Entzündung der Bauchspeicheldrüse) verbunden;
wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“);
wenn Sie vor Kurzem entbunden haben, ist Ihr Risiko für Blutgerinnsel erhöht. Fragen Sie Ihren Arzt, wie
bald nach der Entbindung Sie mit der Anwendung von Lisvy beginnen können;
wenn Sie in den Venen unter der Haut eine Entzündung haben (oberflächliche Thrombophlebitis);
wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;
wenn bei Ihnen eine Erkrankung zum ersten Mal aufgetreten ist oder sich während einer
Schwangerschaft oder der früheren Anwendung von Geschlechtshormonen verschlechtert hat (z. B.
Schwerhörigkeit, eine Stoffwechselkrankheit, die Porphyrie genannt wird, eine Hautkrankheit mit
Bläschenausschlag während der Schwangerschaft, die Herpes gestationis genannt wird oder Chorea
Sydenham, eine Nervenerkrankung, bei der plötzliche unwillkürliche Körperbewegungen auftreten);
wenn Sie gold-braune Pigmentflecken, sogenannte „Schwangerschaftsflecken“, vorwiegend im Gesicht
(Chloasma) haben (oder in der Vergangenheit hatten). In diesem Fall empfiehlt es sich, direkte
Sonnenbestrahlung oder ultraviolettes Licht zu meiden;
wenn Sie an einem hereditärem Angioödem leiden. Sie sollten umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn
Symptome eines Angioödems, wie Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder
Schluckschwierigkeiten oder Hautausschlag zusammen mit Atemproblemen, auftreten. Arzneimittel, die
Estrogene enthalten, können Symptome eines Angioödems auslösen oder verschlimmern.
BLUTGERINNSEL
Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie Lisvy ist Ihr Risiko für die Ausbildung
eines Blutgerinnsels höher als wenn Sie keines anwenden. In seltenen Fällen kann ein Blutgerinnsel Blutgefäße
verstopfen und schwerwiegende Probleme verursachen.
Blutgerinnsel können auftreten
in Venen (sog. „Venenthrombose“, „venöse Thromboembolie“ oder VTE)
in den Arterien (sog. „Arterienthrombose“, „arterielle Thromboembolie“ oder ATE).
Die Ausheilung eines Blutgerinnsels ist nicht immer vollständig. Selten kann es zu schwerwiegenden
anhaltenden Beschwerden kommen, und sehr selten verlaufen Blutgerinnsel tödlich.
Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass das Gesamtrisiko eines gesundheitsschädlichen Blutgerinnsels
aufgrund von Lisvy gering ist.
SO ERKENNEN SIE EIN BLUTGERINNSEL
Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome bemerken.
Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?
Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuß, vor
allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:
Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise
nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird
Erwärmung des betroffenen Beins
Änderung der Hautfarbe des Beins, z. B. aufkommende
Blässe, Rot- oder Blaufärbung
Woran könnten Sie leiden?
Tiefe Beinvenenthrombose
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Lungenembolie
-
plötzliche unerklärliche Atemlosigkeit oder schnelle Atmung;
plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem Blut
ausgehustet werden kann;
stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;
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-
starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;
schneller oder unregelmäßiger Herzschlag;
starke Magenschmerzen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt, da einige
dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit mit einer leichteren
Erkrankung wie z. B. einer Entzündung der Atemwege (z. B. einem
grippalen Infekt) verwechselt werden können.
Symptome, die meistens in einem Auge auftreten:
sofortiger Verlust des Sehvermögens oder
schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust
des Sehvermögens fortschreiten kann.
Thrombose einer Netzhautvene
(Blutgerinnsel in einer Vene im
Auge)
-
Brustschmerz, Unwohlsein, Druck, Schweregefühl
Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins;
Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder Erstickungsgefühl;
in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm und Magen ausstrahlende
Beschwerden im Oberkörper;
Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;
extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;
schnelle oder unregelmäßige Herzschläge
Herzinfarkt
plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, Arms oder
Beins, die auf einer Körperseite besonders ausgeprägt ist;
plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten;
plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;
plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl,
Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen;
plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen
unbekannter Ursache;
Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne
Krampfanfall.
Schlaganfall
-
In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls kurzfristig
sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen Erholung
einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche
Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall erleiden könnten.
-
Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung einer Extremität;
starke Magenschmerzen (akutes Abdomen)
Blutgerinnsel, die andere
Blutgefäße verstopfen
BLUTGERINNSEL IN EINER VENE
Was kann passieren, wenn sich in einer Vene ein Blutgerinnsel bildet?
Die Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva wurde mit einem höheren Risiko für
Blutgerinnsel in einer Vene (Venenthrombose) in Verbindung gebracht. Diese Nebenwirkungen kommen
jedoch nur selten vor. Meistens treten sie im ersten Jahr der Anwendung eines kombinierten
hormonalen Kontrazeptivums auf.
Wenn es in einer Vene im Bein oder Fuß zu einem Blutgerinnsel kommt, kann dieses eine tiefe
Beinvenenthrombose (TVT) verursachen.
Wenn ein Blutgerinnsel vom Bein in die Lunge wandert und sich dort festsetzt, kann es eine
Lungenembolie verursachen.
Sehr selten kann sich ein Blutgerinnsel in einer Vene eines anderen Organs wie z. B. dem Auge
(Thrombose einer Netzhautvene) bilden.
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Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene am größten?
Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene ist im ersten Jahr der erstmaligen Anwendung eines
kombinierten hormonalen Kontrazeptivums am größten. Das Risiko kann außerdem erhöht sein, wenn Sie die
Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (gleiches oder anderes Arzneimittel) nach einer
Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen wieder aufnehmen.
Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn kein kombiniertes
hormonales Kontrazeptivum angewendet würde.
Wenn Sie die Anwendung von Lisvy beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen Wochen auf den
Normalwert zurück.
Wie groß ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels?
Das Risiko ist abhängig von Ihrem natürlichen Risiko für VTE und der Art des von Ihnen angewendeten
kombinierten hormonalen Kontrazeptivums.
Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge (TVT oder LE) mit Lisvy ist gering.
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Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein kombiniertes hormonales
Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
Ungefähr 5 - 7 von 10.000 Frauen, die ein Levonorgestrel, Norethisteron oder ein Norgestimat
enthaltendes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein
Blutgerinnsel.
Ungefähr 9 bis 12 von 10.000 Frauen, die ein Gestoden enthaltendes kombiniertes hormonales
Kontrazeptivum (wie Lisvy) anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.
Es ist bislang nicht bekannt, wie groß das Risiko für ein Blutgerinnsel bei Anwendung von Lisvy ist im
Vergleich zum Risiko bei Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums, welches
Levonorgestrel enthält und bei Anwendung eines kombinierten oralen Kontrazeptivums, welches
Gestoden enthält.
Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer persönlichen medizinischen
Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgenden Abschnitt „Faktoren, die das Risiko für ein
Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen“).
Frauen, die kein kombiniertes hormonales Präparat in Form einer
Pille/eines Pflasters/eines Rings anwenden und nicht schwanger sind
Frauen, die eine Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat
enthaltende kombinierte hormonale Pille anwenden
Frauen, die ein Gestoden enthaltendes kombiniertes hormonales
Kontrazeptivum (Pille) anwenden
Risiko für die Bildung eines
Blutgerinnsels pro Jahr
Ungefähr 2 von 10.000 Frauen
Ungefähr 5 - 7 von 10.000 Frauen
Ungefähr 9 - 12 von 10.000 Frauen
Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen
Das Risiko für ein Blutgerinnsel bei Anwendung von Lisvy ist gering, wird aber durch einige Erkrankungen und
Risikofaktoren erhöht. Das Risiko ist erhöht:
wenn Sie stark übergewichtig sind (Body-Mass-Index oder BMI über 30 kg/m²);
wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (d. h. jünger als 50 Jahre) ein Blutgerinnsel
im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist. In diesem Fall haben Sie womöglich
eine erbliche Blutgerinnungsstörung;
wenn Sie operiert werden müssen oder aufgrund einer Verletzung oder Krankheit längere Zeit
bettlägerig sind oder ein Bein eingegipst ist. Es kann erforderlich sein, dass die Anwendung von Lisvy
mehrere Wochen vor einer Operation oder bei eingeschränkter Beweglichkeit beendet werden muss.
Wenn Sie die Anwendung von Lisvy beenden müssen, fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Anwendung
wieder aufnehmen können.
wenn Sie älter werden (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren);
wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben.
Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels steigt mit der Anzahl der vorliegenden Erkrankungen und
Risikofaktoren.
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Flugreisen (> 4 Stunden) können Ihr Risiko für ein Blutgerinnsel vorübergehend erhöhen, insbesondere wenn
bei Ihnen weitere der aufgeführten Faktoren vorliegen.
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie sich nicht
sicher sind. Ihr Arzt kann dann entscheiden, Lisvy abzusetzen.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung von Lisvy zu
einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn bei einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine
Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.
BLUTGERINNSEL IN EINER ARTERIE
Was kann passieren, wenn sich in einer Arterie ein Blutgerinnsel bildet?
Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende Probleme
verursachen. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.
Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen
Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der Anwendung von
Lisvy sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:
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mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);
wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie Lisvy wird
geraten, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufhören können und älter als
35 Jahre sind, kann Ihr Arzt Ihnen raten, eine andere Art von Verhütungsmittel anzuwenden;
wenn Sie übergewichtig sind;
wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder
Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder
Schlaganfall haben;
wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder
Triglyceride) haben;
wenn Sie Migräne und insbesondere Migräne mit Aura haben;
wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Rhythmusstörung namens
Vorhofflimmern);
wenn Sie die Zuckerkrankheit (Diabetes) haben.
Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann
Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung von Lisvy zu
einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem nahen Angehörigen
aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.
Kombinierte hormonale Kontrazeptiva und Krebs
Brustkrebs wird bei Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, etwas häufiger festgestellt,
es ist aber nicht bekannt, ob dies durch die Anwendung selbst verursacht wird. Zum Beispiel kann es sein, dass
bei Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, häufiger Tumoren entdeckt werden, da sie
öfter von ihrem Arzt untersucht werden. Das Auftreten von Brusttumoren nimmt nach Absetzen kombinierter
hormonaler Kontrazeptiva langsam ab. Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig Ihre Brüste untersuchen. Wenn Sie
Knoten spüren, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.
In seltenen Fällen wurden gutartige Lebertumoren und noch seltener bösartige Lebertumoren bei
Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva festgestellt. In Einzelfällen haben diese Tumoren
zu lebensbedrohlichen inneren Blutungen geführt. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnlich starke
Bauchschmerzen haben.
Der wichtigste Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs ist eine bestehende Infektion mit dem Humanen
Papillomavirus (HPV). Einige Studien deuten darauf hin, dass die Langzeitanwendung von kombinierten
hormonalen Kontrazeptiva das Risiko einer Frau erhöht, Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln. Es ist jedoch
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nicht geklärt, in welchem Ausmaß das Sexualverhalten oder andere Faktoren wie etwa eine Infektion mit dem
Humanen Papillomavirus dieses Risiko erhöhen.
Zwischenblutungen
Bei allen kombinierten hormonalen Kontrazeptiva kann es in den ersten Anwendungsmonaten zu unerwarteten
Blutungen zwischen den Monatsblutungen kommen (Schmier- oder Durchbruchsblutungen). Sie müssen
eventuell Hygieneartikel benutzen. Wenden Sie Lisvy dennoch weiterhin wie gewohnt an.
Die unregelmäßigen Blutungen hören normalerweise auf, wenn sich Ihr Körper an Lisvy gewöhnt hat
(üblicherweise nach ungefähr 3 Zyklen). Bei andauernden, stärkeren oder wiederholten Blutungen informieren
Sie bitte Ihren Arzt.
Was tun, wenn die Blutung ausbleibt
Wenn Sie Lisvy korrekt angewendet und keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, ist es sehr
unwahrscheinlich, dass Sie schwanger sind. Wenden Sie Lisvy weiterhin wie gewohnt an.
Wenn Sie Lisvy nicht korrekt angewendet haben oder wenn Sie Lisvy korrekt angewendet haben und trotzdem
zwei Monatsblutungen nacheinander ausgeblieben sind, könnte es sein, dass Sie schwanger sind. Kontaktieren
Sie sofort Ihren Arzt. Setzen Sie die Anwendung nicht mit dem nächsten Pflaster fort, bis Sie sicher sind, dass
Sie nicht schwanger sind. In der Zwischenzeit benutzen Sie nicht-hormonale Verhütungsmethoden. Siehe auch
Abschnitt 2 „Allgemeine Hinweise“ weiter oben.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lisvy wurde bei Jugendlichen im Alter unter 18 Jahren ist nicht erwiesen.
Anwendung von Lisvy zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel oder pflanzliche Präparate anwenden,
kürzlich angewendet haben oder beabsichtigen, diese anzuwenden, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt, der
Ihnen andere Arzneimittel verschreibt (oder den Apotheker, von dem Sie die Arzneimittel erhalten haben), dass
Sie Lisvy anwenden. Diese können Ihnen sagen, ob Sie eine zusätzliche Verhütungsmethoden anwenden
müssen (z. B. Kondome) und, wenn ja, wie lange, oder ob die Anwendung eines anderen Arzneimittels, das Sie
benötigen, geändert werden muss.
Einige Arzneimittel können die Blutspiegel von Lisvy beeinflussen und zu einer Minderung der
empfängnisverhütenden Wirkung oder zu unerwarteten Blutungen führen. Dazu gehören:
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Arzneimittel zur Behandlung von:
Epilepsie (z. B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Eslicarbazepin,
Topiramat, Felbamat)
Tuberkulose (z. B. Rifampicin, Rifabutin)
der Schlafstörung Narkolepsie (Modafinil)
hohem Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge (Bosentan)
HIV- und Hepatitis C-Virusinfektionen (sogenannte Proteasehemmer und nicht-nukleosidische
Reverse-Transkriptase-Hemmer) oder anderen Infektionen (Griseofulvin)
das pflanzliche Heilmittel Johanniskraut.
Kombinierte hormonale Kontrazeptiva können die Wirkung bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen, wie
z. B. des Antiepileptikums Lamotrigin.
Labortests
Wenn Sie einen Bluttest oder eine andere Laboruntersuchung durchführen lassen müssen, informieren Sie
Ihren Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie Lisvy anwenden, da hormonale Verhütungsmittel die Ergebnisse
von einigen Tests beeinflussen können.
Anwendung von Lisvy zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Es ist nicht zu erwarten, dass Nahrungsmittel, Getränke oder Alkohol die Wirkung von Lisvy beeinflussen.
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Schwangerschaft und Stillzeit
Sie dürfen Lisvy nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sein
könnten. Wenn Sie während der Anwendung von Lisvy schwanger werden, sollten Sie sofort das Pflaster
entfernen und sich an Ihren Arzt wenden.
Wenn Sie schwanger werden möchten, können Sie Lisvy jederzeit absetzen (siehe auch Abschnitt 3 „Wenn Sie
die Anwendung von Lisvy abbrechen“).
Lisvy sollte generell nicht in der Stillzeit angewendet werden. Wenn Sie Lisvy anwenden möchten, während Sie
stillen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Sie können Fahrzeuge steuern oder Maschinen bedienen, während Sie Lisvy anwenden.
3.
Wie ist Lisvy anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Lisvy verhindert, dass Sie schwanger werden, indem es Hormone über Ihre Haut in Ihren Körper bringt. Das
Pflaster muss fest auf der Haut kleben, um seine Funktion richtig erfüllen zu können.
Die Wirksamkeit von Lisvy hängt davon ab, wie genau Sie die Anweisungen zur Anwendung des Pflasters
befolgen. Je genauer Sie diese Anweisungen befolgen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie
schwanger werden.
Wenden Sie deshalb Lisvy immer genauso an wie es in dieser Packungsbeilage beschrieben wird. Wenn Sie sich
nicht an diese Anweisungen halten, erhöhen Sie Ihr Risiko für eine Schwangerschaft.
Wenn Sie mit der Anwendung von Lisvy das erste Mal beginnen
Notieren Sie sich den Tag der Woche, an dem Sie Ihr erstes Pflaster anwenden. Dieser Wochentag wird zu
Ihrem wöchentlichen „Pflasterwechseltag“ (siehe Abschnitt „Pflasterwechseltag“ unten in diesem Abschnitt 3).
Befolgen Sie die Regeln für den Beginn oder die Umstellung auf Lisvy, indem Sie die Verhütungsmethode, die
im Vormonat verwendet wurde, in der linken Spalte der folgenden Tabelle auswählen:
Regeln für den Beginn oder die Umstellung auf Lisvy
Verhütungsmethode, die im Vormonat Regeln für den Beginn von oder die Umstellung auf Lisvy
verwendet wurde
Keine hormonale
Beginnen Sie mit mit der Anwendung von Lisvy am ersten Tag
Empfängnisverhütung
Ihres Zyklus (Tag 1 Ihrer Monatsblutung). Die Wirkung von Lisvy
setzt sofort ein und es ist nicht notwendig, eine zusätzliche
Verhütungsmethode anzuwenden.
Sie können auch erst am 2. bis 5. Tag Ihrer Monatsblutung mit dem
ersten Pflaster beginnen. Allerdings müssen Sie in diesem Fall
während der ersten 7 Tage der Anwendung von Lisvy eine
zusätzliche Verhütungsmethode anwenden (z. B. Kondom).
Kombinierte hormonale
Empfängnisverhütung: „Pille“
Es wird empfohlen, die Anwendung von Lisvy am Tag NACHDEM Sie
die letzte wirkstoffhaltige Tablette Ihrer Pillenpackung
eingenommen haben, zu beginnen. Das bedeutet, Sie machen
keine tablettenfreie Einnahmepause. Wenn Ihre Pillenpackung auch
hormonfreie Tabletten enthält, können Sie mit Lisvy NACH der
Einnahme der letzten wirkstoffhaltigen Tablette beginnen. Wenn Sie
sich nicht sicher sind, welche dies ist, fragen Sie Ihren Arzt oder
Apotheker.
9
Verhütungsmethode, die im Vormonat
verwendet wurde
Regeln für den Beginn von oder die Umstellung auf Lisvy
Sie können auch später beginnen, aber niemals später als am ersten
Tag nach dem Ende der Einnahmepause Ihrer Pille (oder am ersten
Tag nach der letzten hormonfreien Tablette Ihrer Pille).
Kombinierter empfängnisverhütender
Vaginalring
Beginnen Sie mit der Anwendung von Lisvy am Tag der Entfernung
des letzten Vaginalringes einer Zykluspackung, spätestens aber am
Tag, an dem die nächste Anwendung fällig gewesen wäre.
Kombiniertes empfängnisverhütendes
Pflaster
Beginnen Sie mit der Anwendung von Lisvy am Tag der Entfernung
des letzten Pflasters einer Zykluspackung, spätestens aber am Tag,
an dem die nächste Anwendung fällig gewesen wäre.
Pille, die nur ein Hormon
(Gelbkörperhormon/Gestagen) enthält
(sog. „Minipille“)
Die Umstellung auf Lisvy kann an jedem beliebigen Tag ohne Pause
erfolgen.
Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Lisvy Pflaster
getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B.
Kondom) anwenden.
Implantat, das nur ein Hormon
(Gelbkörperhormon/Gestagen) enthält
Beginnen Sie mit der Anwendung von Lisvy am Tag der
Entfernung.
Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Lisvy Pflaster
getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B.
Kondom) anwenden.
Gelbkörperhormon/Gestagenfreisetzendes Intrauterinpessar
(„Spirale“)
Beginnen Sie mit der Anwendung von Lisvy am Tag der
Entfernung.
Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Lisvy Pflaster
getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B.
Kondom) anwenden.
Injektionspräparat, das nur ein Hormon
(Gelbkörperhormon/Gestagen) enthält
Beginnen Sie mit der Anwendung von Lisvy am Tag, an dem
normalerweise die nächste Injektion erfolgen müsste.
Sie müssen während der 7 Tage, an denen das erste Lisvy Pflaster
getragen wird, eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B.
Kondom) anwenden.
Nach einer Fehlgeburt oder Abtreibung
Befolgen Sie den Rat Ihres Arztes.
Wenn Sie ein Kind bekommen haben
Wenn Sie gerade ein Kind bekommen haben, wird Ihr Arzt Ihnen raten, bis nach Ihrer ersten normalen Periode
zu warten, bevor Sie mit der Anwendung von Lisvy beginnen. Manchmal kann früher begonnen werden. Ihr
Arzt wird Sie beraten.
Wenn Sie nach der Geburt vor Beginn der Anwendung von Lisvy Geschlechtsverkehr hatten, sollten Sie sicher
sein, dass Sie nicht schwanger sind oder Ihre nächste Monatsblutung abwarten, bevor Sie das Pflaster
anwenden.
Wenn Sie nach der Geburt des Kindes stillen und mit der Anwendung von Lisvy beginnen wollen, besprechen
Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie mit der Anwendung von Lisvy beginnen können.
10
Wo das Pflaster aufgeklebt wird
Lisvy soll nur auf eine der folgenden Stellen aufgeklebt werden: Bauch, Gesäß oder Außenseite der Oberarme,
an einer Stelle, wo das Pflaster nicht durch enganliegende Kleidung weggerieben werden kann (siehe
Abbildung unten). Zum Beispiel sollte Lisvy NICHT unter dem Bund Ihrer Kleidung aufgeklebt werden.
Stellen Sie sicher, dass die Anwendungsstelle Ihrer Haut intakt, gesund, sauber, trocken und vorzugsweise
unbehaart ist. Das Pflaster darf NICHT auf die Brüste, auf durch eine Schnittwunde verletzte, gerötete oder
gereizte Haut oder auf dieselbe Stelle wie bei der letzten Anwendung geklebt werden.
Verwenden Sie KEINE Lotionen, Cremes, Öle, Puder, Make-ups oder andere Produkte auf der Hautstelle, auf
die das Pflaster aufgeklebt ist bzw. aufgeklebt werden soll. Sonst klebt das Pflaster möglicherweise nicht mehr
richtig oder es kann sich Ablösen .
Wechseln Sie die Stelle, an der Sie das Pflaster aufkleben, indem Sie verschiedene Bereiche derselben
Anwendungsstelle benutzen. Beispielsweise können Sie von der linken zur rechten Seite des Bauches oder von
links nach rechts am Gesäß oder Oberarm wechseln.
Sie können auch jede Woche eine andere Anwendungsstelle benutzen (z. B. eine Woche den äußeren Oberarm,
in der nächsten Woche den Bauch).
Kontrollieren Sie das Pflaster täglich, um sicherzustellen, dass es richtig auf Ihrer Haut klebt.
Bitte beachten Sie
Tragen Sie jeweils nur EIN Pflaster.
Wenn Ihr Pflaster richtig aufgeklebt ist, können Sie damit wie gewohnt baden oder duschen.
Es gibt keine Einschränkungen bezüglich Schwimmen, Besuch einer Sauna oder körperlicher
Anstrengung, solange das Pflaster richtig aufgeklebt bleibt.
Das transparente Pflaster hat einen UV/Sonnenschutz, sodass es der Sonne ausgesetzt werden kann und
nicht durch Kleidung bedeckt werden muss.
Was Sie in der Apotheke erhalten haben
In der Apotheke haben Sie eine Schachtel Lisvy erhalten, die diese Packungsbeilage sowie 3, 9 oder 18
versiegelte Beutel mit jeweils einem Lisvy Pflaster enthält.
Die Anzahl der Beutel hängt von der Verschreibung durch Ihren Arzt ab.
11
Jeder versiegelte Beutel enthält ein Pflaster zur Anwendung auf Ihrer Haut. Das Pflaster ist rund und
transparent:
-
Auf seiner klebenden Seite ist das Pflaster durch eine zweiteilige, quadratische, glänzende, klare
Abziehfolie geschützt.
Auf der Rückseite ist das Pflaster von einer milchig weißen, quadratischen Abdeckfolie bedeckt, die
verhindert, dass das Pflaster im Beutel kleben bleibt.
Rundes, transparentes Pflaster mit
zweiteiliger, quadratischer, glänzender,
klarer Abziehfolie
Milchig weiße, quadratische
Abdeckfolie
Wie das Pflaster für die Anwendung vorbereitet wird
1.
Reißen Sie den Beutel entlang der Oberkante mit den Fingern auf. Die Einkerbungen helfen dabei. Beim
Öffnen darf keine Schere benutzt werden. Das Pflaster darf nicht zerschnitten, beschädigt oder in
sonstiger Weise verändert werden, da die kontrazeptive Wirkung dadurch beeinträchtigt werden kann.
2.
Das runde Verhütungspflaster befindet sich zwischen einer zweiteiligen, quadratischen, glänzenden,
klaren Schutzfolie und einer milchig weißen, quadratischen Abdeckfolie. Es ist wichtig, dass das Pflaster
mit beiden Folien, der klaren Schutzfolie und der milchig weißen Abdeckfolie, zusammen aus dem Beutel
genommen wird. Werfen Sie den Beutel nicht weg. Der Beutel sollte für die spätere Entsorgung des
gebrauchten Pflasters aufgehoben werden (siehe „Entsorgung des Pflasters“ in Abschnitt 5).
3.
Kleben Sie das Pflaster sofort nach dem Öffnen des Beutels wie folgt auf:
-
Ziehen Sie zuerst die einteilige, milchig weiße, quadratische Abdeckfolie von der Außenseite des
Pflasters ab.
12
Die milchig weiße, quadratische Abdeckfolie, die verhindert, dass das Pflaster im Beutel kleben bleibt,
sollte nach dem Abziehen vom Pflaster entsorgt werden.
Die zweiteilige, quadratische, glänzende, klare Abziehfolie bedeckt die (klebende) Unterseite des
runden, transparenten Pflasters. Die klebende Seite enthält die Wirkstoffe. Berühren Sie die klebende
Fläche des Pflasters nicht, damit die Haftfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.
-
Anschließend wird eine Hälfte der Schutzfolie abgezogen.
-
Kleben Sie das Pflaster an der Stelle, an der es getragen werden soll, auf die Haut. Halten Sie es
dabei an der Seite, die noch durch die zweite Hälfte der Schutzfolie bedeckt ist.
-
Während nun die eine Hälfte des Pflasters auf der Anwendungsstelle klebt, entfernen Sie
vorsichtig die zweite Hälfte der Schutzfolie.
-
Drücken Sie das Pflaster 30 Sekunden lang fest mit der Handfläche an. Stellen Sie sicher, dass die
Ränder gut ankleben.
Denken Sie daran, den Beutel nicht wegzuwerfen, da Sie ihn für die spätere Entsorgung des gebrauchten
Pflasters benötigen (siehe „Entsorgung des Pflasters“ in Abschnitt 5).
13
Hinweise zur weiteren Anwendung
Jedes Pflaster sollte wie folgt angewendet werden: Drei Pflaster, jeweils für 1 Woche angewendet, und das
7-tägige pflasterfreie Intervall ergeben einen Zyklus von 4 Wochen.
KALENDER
WOCHE
1. PFLASTER
1
2. PFLASTER
2
3. PFLASTER
MO
DI
MI
DO
FR
SA
SO
3
KEIN PFLASTER
4
-
Wenden Sie ein neues Pflaster immer am selben Wochentag, dem sog. „Pflasterwechseltag“, über den
Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Wochen an (siehe Abschnitt „Pflasterwechseltag“ unten in
diesem Abschnitt 3).
-
Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr altes Pflaster entfernt haben, bevor Sie das neue Pflaster anwenden, denn
es darf jeweils nur ein Pflaster getragen werden.
-
Stellen Sie sicher, dass Sie eine andere Stelle für das neue Pflaster verwenden.
-
Tragen Sie während der 4. Woche KEIN Pflaster. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr altes Pflaster entfernt
haben. Ihre Monatsblutung sollte während dieser Woche einsetzen. Falls Ihre Monatsblutung nicht
einsetzt, lesen Sie den Abschnitt 2 „Was tun, wenn die Blutung ausbleibt“. Bezüglich des genauen
Zeitplans für das Aufkleben/Entfernen des Pflasters, beachten Sie den Abschnitt „Pflasterwechseltag“
unten in diesem Abschnitt 3.
-
Am Tag nach dem Ende der 4. Woche beginnen Sie am selben Wochentag („Pflasterwechseltag“) durch
Aufkleben eines neuen Pflasters einen neuen Zyklus von 4 Wochen, unabhängig davon, ob Ihre
Monatsblutung anhält oder beendet ist.
1. PFLASTER
1
2. PFLASTER
2
3. PFLASTER
3
4
-
KEIN PFLASTER
Wiederholen Sie dieselben Schritte alle 4 Wochen.
14
Pflasterwechseltag
Kleben Sie jedes neue Pflaster am selben Tag der Woche auf. Dieser Tag ist Ihr „Pflasterwechseltag“. Wenn
beispielsweise das erste Pflaster an einem Sonntag aufgeklebt wird, müssen alle weiteren Pflaster ebenfalls an
einem Sonntag aufgeklebt werden. Tragen Sie immer nur 1 Pflaster gleichzeitig.
1. Pflaster
2. Pflaster
3. Pflaster
Kein Pflaster
Woche 1 (Zyklustag 1): Aufkleben des 1. Pflasters
Woche 2 (Zyklustag 8): Entfernen des 1. Pflasters und unmittelbar danach Aufkleben des
2. Pflasters
Woche 3 (Zyklustag 15): Entfernen des 2. Pflasters und unmittelbar danach Aufkleben des
3. Pflasters
Woche 4 (Zyklustag 22): Entfernen des 3. Pflasters, kein Pflaster an den
Zyklustagen 22 - 28!
Sie können Ihr Pflaster zu jeder Tageszeit am „Pflasterwechseltag“ wechseln.
Beginnen Sie Ihren nächsten Zyklus am selben „Pflasterwechseltag“ am Ende des 7-tägigen pflasterfreien
Intervalls (Tage 22 - 28).
Pflasterfreie Tage
Tragen Sie während der 4. Woche (von Zyklustag 22 - 28) kein Pflaster.
KALENDER
WOCHE
1. PFLASTER
1
2. PFLASTER
2
3. PFLASTER
3
4
KEIN PFLASTER
Sie dürfen unter keinen Umständen länger als 7 Tage in Folge kein Pflaster tragen.
Wenn Sie mehr als 7 Tage kein Pflaster tragen, SIND SIE MÖGLICHERWEISE NICHT VOR EINER
SCHWANGERSCHAFT GESCHÜTZT.
Wenn Sie während eines solchen verlängerten pflasterfreien Intervalls Geschlechtsverkehr hatten, können Sie
vielleicht schon schwanger geworden sein. Benutzen Sie eine zusätzliche Verhütungsmethode, wie z. B.
Kondome (siehe auch Abschnitt „Was Sie bei abgelösten, vergessenen oder nicht ersetzten Pflastern tun
müssen“ weiter hinten in diesem Abschnitt 3).
Erinnerungskarte und Erinnerungsaufkleber
Um Ihnen dabei zu helfen, sich den „Pflasterwechseltag“ zu merken, finden Sie am Ende dieser Packungsbeilage
eine abtrennbare Erinnerungskarte und Erinnerungsaufkleber.
15
Auf der Erinnerungskarte können Sie Ihren „Pflasterwechseltag“ für einen Zyklus von 4 Wochen eintragen. Sie
können auch die vorhandenen Erinnerungsaufkleber zur Markierung in Ihrem persönlichen Kalender oder
Tagebuch benutzen.
ERINNERUNGSKARTE
Markieren Sie Ihren „Pflasterwechseltag“ auf dem nachstehenden Kalender.
Kontrollieren Sie täglich, ob das Pflaster fest auf Ihrer Haut klebt.
KALENDER
WOCHE MO
1. PFLASTER
1
2. PFLASTER
2
3. PFLASTER
3
DI
MI
DO
FR
SA
SO
4
Nach der 4. Woche beginnen Sie einen neuen
Zyklus an Ihrem „Pflasterwechseltag“.
Der Erinnerungsaufkleber mit dem Häkchen sollte auf de Tag geklebt werden, an
dem Sie Ihr 1. Pflaster in der 1. Woche aufkleben – dies ist Ihr
„Pflasterwechseltag“.
Die beiden Erinnerungsaufkleber mit den Pfeilen sollten auf Ihre
„Pflasterwechseltage“ in der 2. und 3. Woche geklebt werden.
Der Aufkleber mit dem Kreuz sollte auf Ihren „Pflasterwechseltag“ in der
4. Woche geklebt werden. Tragen Sie in der 4. Woche KEIN PFLASTER.
Nachdem Sie einen Zyklus von 4 Wochen beendet haben, wiederholen Sie die oben aufgeführten Schritte.
Wenn Sie eine größere Menge von Lisvy angewendet haben, als Sie sollten
Es ist unwahrscheinlich, dass Lisvy zu einer Überdosierung führt, da das Pflaster eine gleichmäßige Menge an
Hormonen abgibt. Verwenden Sie nie mehr als ein Pflaster gleichzeitig. Es wurde über keine schweren
Nebenwirkungen berichtet, wenn hohe Dosen von hormonalen Kontrazeptiva versehentlich eingenommen
wurden.
Bei einer Überdosierung durch gleichzeitige Verwendung von mehreren Pflastern kann es zu Übelkeit und
Erbrechen kommen.
Bei jungen Mädchen kann es zu Blutungen aus der Scheide kommen. Im Fall einer Überdosierung wenden Sie
sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Wenn Sie die Anwendung von Lisvy vergessen haben
Was Sie bei abgelösten, vergessenen oder nicht ersetzten Pflastern tun müssen:
16
Wenn sich ein Pflaster teilweise oder ganz abgelöst hat
weniger als 1 Tag (bis zu 24 Stunden):
Versuchen Sie, das Pflaster wieder an derselben Stelle festzukleben oder ersetzen Sie es sofort durch ein
neues Pflaster. Es ist keine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich. Der „Pflasterwechseltag“
ändert sich nicht.
-
mehr als 1 Tag (24 Stunden oder länger) oder wenn Sie nicht wissen, wann sich das Pflaster gelöst hat:
SIE SIND MÖGLICHERWEISE NICHT VOR EINER SCHWANGERSCHAFT GESCHÜTZT. Beenden Sie den
aktuellen Verhütungszyklus und beginnen Sie sofort einen neuen Zyklus durch Aufkleben eines neuen
Pflasters. Sie haben nun einen neuen „Tag 1“ und einen neuen „Pflasterwechseltag“. In der ersten
Woche des neuen Zyklus müssen Sie eine zusätzliche Verhütungsmethode anwenden, z. B. Kondom,
Spermizide oder Diaphragma.
Ein Pflaster sollte nicht wieder aufgeklebt werden, wenn es nicht mehr richtig haftet, wenn es an sich
selbst oder an einer anderen Fläche klebt, anderes Material an ihm klebt oder wenn es sich bereits
früher gelockert hat oder abgefallen ist. Wenden Sie sofort ein neues Pflaster an, wenn ein Pflaster nicht
wieder angeklebt werden kann. Verwenden Sie keine anderen Klebstoffen oder Verbände um Lisvy zu
fixieren.
Wenn Sie den Pflasterwechsel vergessen haben
zu Beginn eines beliebigen Pflaster-Zyklus
(Woche 1/Tag 1):
SIE SIND MÖGLICHERWEISE NICHT VOR EINER SCHWANGERSCHAFT GESCHÜTZT. Sie sollten das erste
Pflaster Ihres neuen Zyklus aufkleben, sobald Sie sich daran erinnern. Sie haben nun einen neuen
„Pflasterwechseltag“ und einen neuen „Tag 1“. In der ersten Woche des neuen Zyklus müssen Sie eine
zusätzliche Verhütungsmethode anwenden, z. B. Kondom, Spermizide oder Diaphragma.
-
in der Mitte eines Pflaster-Zyklus
(Woche 2/Tag 8 oder Woche 3/Tag 15):
wenn Sie 1 oder 2 Tage (bis zu 48 Stunden) zu spät sind,
kleben Sie sofort ein neues Pflaster auf. Kleben Sie das nächste Pflaster am gewohnten
„Pflasterwechseltag“ auf. Es ist keine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich.
Wenn Sie mehr als 2 Tage (48 Stunden oder länger) zu spät sind,
SIND SIE MÖGLICHERWEISE NICHT VOR EINER SCHWANGERSCHAFT GESCHÜTZT. Beenden Sie den
aktuellen Verhütungszyklus und beginnen Sie sofort einen neuen Zyklus von 4 Wochen durch
Aufkleben eines neuen Pflasters. Sie haben nun einen neuen „Pflasterwechseltag“ und einen
neuen „Tag 1“. Eine Woche lang sind zusätzliche Verhütungsmethoden erforderlich.
-
am Ende des Pflaster-Zyklus
(Woche 4/Tag 22):
Wenn Sie vergessen haben, das Pflaster zu entfernen, sollten Sie dies nachholen, sobald Sie sich daran
erinnern (spätestens bis Tag 28). Beginnen Sie den nächsten Zyklus durch Aufkleben eines neuen
Pflasters am gewohnten „Pflasterwechseltag“, dies ist der Tag nach Tag 28. Es ist keine zusätzliche
Verhütungsmethode erforderlich.
Die Konsequenzen abgelöster, vergessener oder nicht ersetzter Pflaster und was Sie tun müssen, ist in der
unten stehenden Tabelle angegeben:
Auswirkungen abgelöster, vergessener oder nicht ersetzter Pflaster und erforderliche Maßnahmen
Abgelöste Pflastera
Zeitrahmen
Folgen für die
Erforderliche Maßnahmena
Zuverlässigkeit der
Kontrazeptiona
Pflaster abgelöst
< 24 Stunden
Wirksamkeit der
Sofort neues Pflaster aufkleben
Kontrazeption nicht
Keine zusätzlichen
beeinträchtigt
Verhütungsmethoden
erforderlich
„Pflasterwechseltag“
unverändert
17
> 24 Stunden
Pflaster nicht rechtzeitig Zeitrahmen
ersetzta
1. Pflaster
(Woche 1, Tag 1)
nicht rechtzeitig
aufgeklebt
1. Pflaster
nicht am
„Pflasterwechseltag“
aufgeklebt
Wirksamkeit der
Kontrazeption
beeinträchtigt
Folgen für die
Zuverlässigkeit der
Kontrazeptiona
Wirksamkeit der
Kontrazeption
beeinträchtigt
-
Sofort durch Aufkleben eines
neuen Pflasters neuen Zyklus
von 4 Wochen beginnen
In den nächsten 7 Tagen
zusätzliche
Verhütungsmethoden
anwendenb
Neuen „Pflasterwechseltag“
notieren
Erforderliche Maßnahmena
-
-
1. oder 2. Pflaster
(Woche 1/2 oder 2/3)
nicht rechtzeitig ersetzt
< 48 Stunden
Wirksamkeit der
Kontrazeption nicht
beeinträchtigt
-
> 48 Stunden
Wirksamkeit der
Kontrazeption
beeinträchtigt
-
-
-
Sofort durch Aufkleben eines
neuen Pflasters neuen Zyklus
von 4 Wochen beginnen
In den nächsten 7 Tagen
zusätzliche
Verhütungsmethoden
anwendenb
Neuen „Pflasterwechseltag“
notieren
Sofort neues Pflaster aufkleben
Keine zusätzlichen
Verhütungsmethoden
erforderlich
„Pflasterwechseltag“
unverändert
Sofort durch Aufkleben eines
neuen Pflasters neuen Zyklus
von 4 Wochen beginnen
In den nächsten 7 Tagen
zusätzliche
Verhütungsmethoden
anwendenb
Neuen „Pflasterwechseltag“
notieren
Pflaster entfernen
Nächsten Zyklus von 4 Wochen
am gewohnten
„Pflasterwechseltag“ beginnen
3. Pflaster
Wirksamkeit der
(Woche 3/4)
Kontrazeption nicht
nicht rechtzeitig
beeinträchtigtc
entfernt
a
Gilt für alle Zyklen.
b
Zusätzliche Verhütungsmethoden bedeutet die zusätzliche Anwendung einer beliebigen nicht-hormonalen
Verhütungsmethode mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode.
c
Vorausgesetzt, dass das 3. Pflaster spätestens am regulären Tag 1 des neuen Pflaster-Zyklus durch ein neues
Pflaster ersetzt wurde.
Veranlassen Sie die Verschreibung der nächsten Packung rechtzeitig, insbesondere vor der Verwendung des
letzten Pflasters der Packung, um sicherzustellen, dass Sie noch Pflaster vorrätig haben.
Was Sie im Falle einer Hautreizung tun sollen
Sollte das Pflaster eine unangenehme Hautreizung an der Klebestelle verursachen, sollten Sie es abnehmen und
ein neues Pflaster an einer anderen Stelle aufkleben. Das neue Pflaster wird bis zum nächsten planmäßigen
„Pflasterwechseltag“ getragen.
Wenn Sie Ihren „Pflasterwechseltag“ auf einen anderen Tag verlegen wollen
Wenn Sie Ihren „Pflasterwechseltag“ verlegen möchten, sollte der aktuelle Zyklus beendet und das dritte
Pflaster am richtigen Tag entfernt werden. Während der pflasterfreien Woche können Sie durch Aufkleben
eines neuen Pflasters an einem früheren (niemals späteren) Tag den „Pflasterwechseltag“ auf den gewünschten
Wochentag vorverlegen. Auf keinen Fall dürfen Sie länger als 7 Tage kein Pflaster tragen.
18
Was müssen Sie beachten, wenn Sie an Erbrechen oder schwerem Durchfall leiden?
Die Hormonmenge, die Sie durch Anwendung von Lisvy erhalten, wird nicht durch Erbrechen oder Durchfall
beeinflusst.
Wenn Sie die Anwendung von Lisvy abbrechen
Sie können die Anwendung von Lisvy jederzeit beenden. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, sprechen
Sie mit Ihrem Arzt über andere sichere Verhütungsmethoden. Wenn Sie schwanger werden möchten, beenden
Sie die Anwendung von Lisvy und warten Ihre Monatsblutung ab, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden.
So können Sie das Datum der voraussichtlichen Entbindung einfacher berechnen.
Sie können unregelmäßige, wenige oder keine Monatsblutungen bekommen, wenn Sie die Anwendung von
Lisvy beenden, besonders, wenn Ihre Periode bereits vor der Anwendung von Lisvy unregelmäßig war.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
Apotheker.
4.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten
müssen. Wenn Sie Nebenwirkungen bekommen, insbesondere wenn diese schwerwiegend und anhaltend sind
oder wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert und Sie dieses auf Lisvy zurückführen, sprechen Sie bitte mit
Ihrem Arzt.
Alle Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel
in den Venen (venöse Thromboembolie [VTE]) oder Arterien (arterielle Thromboembolie [ATE]). Weitere
Einzelheiten zu den verschiedenen Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung kombinierter hormonaler
Kontrazeptiva siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Anwendung von Lisvy beachten?“.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Bezüglich Nebenwirkungen einschließlich schwerwiegender Reaktionen im Zusammenhang mit der Anwendung
von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva siehe in Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“,
„Blutgerinnsel“ und „Kombinierte hormonale Kontrazeptiva und Krebs“ und Abschnitt 2 „Lisvy darf nicht
angewendet werden“. Bitte lesen Sie sich diese Abschnitte sorgfältig durch und wenden Sie sich unverzüglich
an Ihren Arzt, wenn etwas davon auf Sie zutrifft.
Folgende Nebenwirkungen wurden bei Anwenderinnen von Lisvy beobachtet:
Sehr häufig: (betrifft mehr als 1 Anwenderin von 10)
Hautreaktionen an der Anwendungsstelle
Häufig: (betrifft bis zu 1 Anwenderin von 10)
Stimmungsschwankungen
Migräne
Übelkeit
Blutungen aus dem Genitaltrakt
Brustschmerzen
Gelegentlich: (betrifft bis zu 1 Anwenderin von 100)
Depression/depressive Verstimmung
Abnahme und Verlust des sexuellen Verlangens (Libido)
Selten: (betrifft bis zu 1 Anwenderin von 1.000)
Gesundheitsschädliche Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Nebenwirkungen mit sehr geringer Häufigkeit oder mit verzögertem Einsetzen von Symptomen, die in
Zusammenhang mit der Gruppe der kombinierten hormonalen Kontrazeptiva gesehen werden, sind
19
nachfolgend aufgelistet (siehe auch Abschnitt 2 „Lisvy darf nicht angewendet werden“ und „Warnhinweise und
Vorsichtsmaßnahmen“):
Blutgerinnsel
Gesundheitsschädliche Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel:
in einem Bein oder Fuß (d. h. TVT)
in einer Lunge (d. h. LE)
Herzinfarkt
Schlaganfall
Mini-Schlaganfall oder vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde Symptome, die als
transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet werden
Blutgerinnsel in der Leber, dem Magen/Darm, den Nieren oder dem Auge.
Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an einer anderen Erkrankung leiden,
die dieses Risiko erhöht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das Risiko für ein Blutgerinnsel
erhöhen und die Symptome eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt 2).
Tumoren
Die Diagnosehäufigkeit von Brustkrebs unter Anwenderinnen von kombinierten hormonalen
Kontrazeptiva ist geringfügig erhöht. Da bei Frauen unter 40 Jahren Brustkrebs selten auftritt, ist das
zusätzliche Risiko im Verhältnis zum Gesamtrisiko, an Brustkrebs zu erkranken, gering. Ein
Zusammenhang mit der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva ist nicht bekannt.
Lebertumoren (benigne und maligne).
Sonstige Erkrankungen
Hauterkrankung, gekennzeichnet durch Ausschlag mit rötlichen und geschwollenen Flecken (Erythema
multiforme)
Hauterkrankung, gekennzeichnet durch schmerzhafte, rötliche Hautknötchen (Erythema nodosum)
Erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie verbunden mit einem erhöhten Risiko für eine Pankreatitis
[Entzündung der Bauchspeicheldrüse]) bei der Anwendung von kombinierten hormonalen
Kontrazeptiva)
Hoher Blutdruck
Auftreten oder Verschlechterung von Erkrankungen, für die ein Zusammenhang mit der Einnahme von
kombinierten hormonalen Kontrazeptiva nicht eindeutig nachgewiesen ist: Gelbsucht und/oder Juckreiz,
bedingt durch eine Blockade des Gallenflusses (cholestatischer Ikterus), Gallensteinbildung, Porphyrie
(eine metabolische Erkrankung), systemischer Lupus erythematodes (Erkrankung des Immunsystems),
hämolytisch-urämisches Syndrom (Nierenversagen, bedingt durch Blutgerinnungserkrankung), eine
Nervenerkrankung, bei der plötzliche unwillkürliche Körperbewegungen auftreten, genannt Chorea
Sydenham, Bläschenausschlag während der Schwangerschaft (Herpes gestationis), Schwerhörigkeit
Bei Frauen mit hereditärem Angioödem (gekennzeichnet durch plötzliches Anschwellen von z. B.
Gesicht, Zunge oder Rachen) können exogen zugeführte Estrogene Symptome eines Angioödems
auslösen oder verschlimmern.
Leberfunktionsstörungen
Veränderungen der Glucosetoleranz oder Einfluss auf die periphere Insulinresistenz
Verschlimmerung einer entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
Verschlimmerung von Epilepsie
Gold-braune Pigmentflecken (Chloasma, auch als „Schwangerschaftsflecken“ bezeichnet, vorwiegend im
Gesicht)
Überempfindlichkeit (einschließlich Symptome wie Hautausschlag, Urtikaria).
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen anderer Arzneimittel mit kombinierten hormonalen Kontrazeptiva können
Durchbruchblutungen und/oder ein Versagen der kontrazeptiven Wirksamkeit zur Folge haben (z. B. das
pflanzliche Arzneimittel Johanniskraut oder Arzneimittel gegen Epilepsie, Tuberkulose, HIV- und Hepatitis CVirus Infektionen). Siehe Abschnitt 2 „Anwendung von Lisvy zusammen mit anderen Arzneimitteln“.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für
Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
20
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, KurtGeorg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden,
können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung
gestellt werden.
5.
Wie ist Lisvy aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Nicht einfrieren.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beutel nach „Verwendbar bis“ bzw.
„Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten
Tag des angegebenen Monats.
Entsorgung des Pflasters und sonstige Hinweise zur Handhabung
Das Pflaster sollte nach dem Entnehmen aus dem Schutzbeutel sofort aufgeklebt werden.
Weder Make-ups, noch Cremes, Lotionen, Puder oder andere topisch anzuwendenden Produkte sollten auf den
Hautbereich, auf den Lisvy aufgeklebt ist oder werden soll, aufgetragen werden.
Die Wirkstoffe Gestoden und Ethinylestradiol stellen ein Risiko für die Umwelt, vor allem für Fische, dar.
Darüber hinaus sind Gestoden und Ethinylestradiol in der Umwelt persistent. Die gebrauchten Pflaster sollten
daher nicht in der Toilette heruntergespült oder über sonstige Abwassersysteme entsorgt werden.
Das gebrauchte Pflaster sollte unter Beachtung der folgenden Hinweise sorgsam beseitigt werden:
-
Bewahren Sie den ursprünglichen Beutel auf, um das Pflaster nach dem Gebrauch darin zu entsorgen.
Falten Sie das gebrauchte Pflaster auf die Hälfte, mit der klebenden Seite nach innen.
Stecken Sie es in den ursprünglichen Beutel.
Verschließen Sie den Beutel durch Falten der offenen Kante.
Auf dem Beutel befindet sich ein zweiseitiger Aufkleber.
Heben Sie die erste Seite des Aufklebers an und verschließen Sie damit die gefaltete Kante des Beutels.
Unter der ersten Seite finden sich auf der zweiten Seite Hinweise für die Entsorgung.
Entsorgen Sie das Pflaster sicher und für Kinder und Haustiere unzugänglich. Alle gebrauchten oder nicht
benutzten Pflaster sind gemäß den nationalen Anforderungen zu entsorgen. Wenden Sie sich an Ihren
Apotheker falls Sie sich nicht sicher sind. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6.
Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Lisvy enthält
Die Wirkstoffe sind: Gestoden und Ethinylestradiol. Jedes 11 cm² große transdermale Pflaster enthält 2,10 mg
Gestoden und 550 Mikrogramm Ethinylestradiol.
Jedes transdermale Pflaster setzt 60 Mikrogramm Gestoden über 24 Stunden und 13 Mikrogramm
Ethinylestradiol (entspricht oralen Dosen von 20 Mikrogramm) pro 24 Stunden frei.
Die sonstigen Bestandteile des Pflasters sind:
Wirkstoffmatrix:
Klebematrix: Bestandteile des Klebers: Hydrierter Kolophoniumpentaerythritolester, Polybuten, Polyisobutylen,
Pentaerythrityltetrakis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat]
Trägermatrix:
Abdeckfolie: Polyethylen (geringer Dichte)
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Klebstoffschicht: Bestandteile des Klebers: Hydrierter Kolophoniumpentaerythritolester, Polybuten,
Polyisobutylen, Pentaerythrityltetrakis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat], Bemotrizinol
Schutzfolie: Poly(ethylenterephthalat)
Abziehfolie:
Poly(ethylenterephthalat), silikonisiert
Wie Lisvy aussieht und Inhalt der Packung
Eine Faltschachtel Lisvy enthält: diese Packungsbeilage (einschließlich der Erinnerungskarte und
Erinnerungsaufkleber) und 3, 9 oder 18 versiegelte Beutel; jeder Beutel enthält ein transdermales Pflaster.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Das dünne transdermale Pflaster ist rund und transparent und hat eine Größe von 11 cm²:
Auf seiner klebenden Seite ist das Pflaster durch eine zweiteilige, quadratische, glänzende, klare
Abziehfolie geschützt.
Auf der Rückseite ist das Pflaster von einer milchig weißen, quadratischen Abdeckfolie bedeckt, die
verhindert, dass das Pflaster im Beutel kleben bleibt.
Pharmazeutischer Unternehmer
Gedeon Richter Plc.
Gyömrői út 19-21.
1103 Budapest
Ungarn
Hersteller
Bayer Weimar GmbH und Co. KG
99427 Weimar
Deutschland
Gedeon Richter Plc.
Gyömrői út 19-21.
1103 Budapest
Ungarn
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den
folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Belgien
Bulgarien
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Irland
Island
Italien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Lisvy 60 microgram/24 uur + 13 microgram/24 uur pleister voor transdermaal
gebruik
Лизви 60 микрограма/24 часа + 13 микрограма/24 часа
Lisvy 60 mikrogram/24 timers + 13 mikrogram/24 timers depotplaster
Lisvy 60 Mikrogramm/24 Stunden + 13 Mikrogramm/24 Stunden, transdermales
Pflaster
Eileen 60 mikrogrammi/24 tunnis + 13 mikrogrammi/24 tunnis transdermaalne
plaaster
Lisvy 60 mikrog/24 tuntia + 13 mikrog/24 tuntia depotlaastari
Lisvy 60 microgrammes/24 heures + 13 microgrammes/24 heures dispositif
transdermique
Lisvy 60 μικρογραμμάρια/24 ώρες + 13 μικρογραμμάρια/24 ώρες διαδερμικό
έμπλαστρο
Lisvy 60 micrograms/24 hours + 13 micrograms/24 hours transdermal patch
Lisvy 60 míkrógrömm/24 klst + 13 míkrógrömm/24 klst forðaplástur
Enciela 60 microgrammi/24 ore + 13 microgrammi/24 ore cerotto transdermico
Eileen 60 mikrogrami/24 stundās + 13 mikrogrami/24 stundās transdermāls
plāksteris
Eileen 60 mikrogramų/24 val. + 13 mikrogramų/24 val. transderminis pleistras
Lisvy 60 microgrammes/24 heures + 13 microgrammes/24 heures dispositif
transdermique
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Malta
Niederlande
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechische Republik
Ungarn
Vereinigtes Königreich
Zypern
Lisvy 60 micrograms/24 hours + 13 micrograms/24 hours transdermal patch
Lisvy 60 microgram/24 uur + 13 microgram/24 uur pleister voor transdermaal
gebruik
Lisvy 60 Microgramm/24 h + 13 Microgramm/24 h transdermales Pflaster
Lisvy 60 mikrogramów/24 godziny + 13 mikrogramów/24 godziny system
transdermalny plaster
Lisvy 60 microgramas/24 horas + 13 microgramas/24 horas Sistema
transdérmico
Lisvy 60 micrograme/24 ore + 13 micrograme/24 ore plasture transdermic
Lisvy 60 mikrogramov/24 hodín + 13 mikrogramov/24 hodín transdermálna
náplasť
Lisvy 60 mikrogramov/24 ur + 13 mikrogramov/24 ur transdermalni obliž
Lisvy 60 microgramos cada 24 horas + 13 microgramos cada 24 horas parche
transdérmico
Lisvy 60 mikrogramů/24 hodin + 13 mikrogramů/24 hodin transdermální náplast
Lisvy 60 mikrogramm/24 óra + 13 mikrogramm/24 óra transzdermális tapasz
Lisvy 60 micrograms/24 hours + 13 micrograms/24 hours transdermal patch
Lisvy 60 μικρογραμμάρια/24 ώρες + 13 μικρογραμμάρια/24 ώρες διαδερμικό
έμπλαστρο
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2015.
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Kleben Sie diese Erinnerungsaufkleber in Ihren Kalender
oder Ihr Tagebuch und lesen Sie den Abschnitt
„Erinnerungskarte und Erinnerungsaufkleber“.
<Erinnerungsaufkleber>
<3 transdermale Pflaster>
24
Kleben Sie diese Erinnerungsaufkleber in Ihren Kalender
oder Ihr Tagebuch und lesen Sie den Abschnitt
„Erinnerungskarte und Erinnerungsaufkleber“.
<9 transdermale Pflaster>
25
Kleben Sie diese Erinnerungsaufkleber in Ihren Kalender
oder Ihr Tagebuch und lesen Sie den Abschnitt
„Erinnerungskarte und Erinnerungsaufkleber“.
Kleben Sie diese Erinnerungsaufkleber in Ihren Kalender
oder Ihr Tagebuch und lesen Sie den Abschnitt
„Erinnerungskarte und Erinnerungsaufkleber“.
<18 transdermale Pflaster>
26
<Erinnerungskarte>
ERINNERUNGSKARTE
Markieren Sie Ihren „Pflasterwechseltag“ auf dem nachstehenden Kalender.
Kontrollieren Sie täglich, ob das Pflaster fest auf Ihrer Haut klebt.
KALENDER
WOCHE MO
1. PFLASTER
1
2. PFLASTER
2
3. PFLASTER
3
DI
MI
DO
FR
SA
SO
4
Nach der 4. Woche beginnen Sie einen neuen Zyklus an Ihrem
„Pflasterwechseltag“.
27