Ja, ich möchte Mitglied in der Gesellschaft der Wassergarten

WASSERGARTEN-JOURNAL
Weltweit beste winterharte Seerose: Neuzüchtung „Manickam“ von Vasu Manickam gewinnt 1. Platz
WASSERGARTEN
JOURNAL
Gesellschaft der Wassergarten-Freunde
Ausgabe Frühjahr 2016
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Präsident
Geschäftsstelle
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Michael Müller
Ahornweg 21
68809 Neulußheim
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www.wassergarten.de
Tel: 06205 - 2322884
Fax: 06205 - 2322882
Vize-Präsident
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90522 Oberasbach-Unterasbach
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Schatzmeister
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37441 Bad Sachsa
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Bankverbindung
Stadtsparkasse Bad Sachsa
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Justitiar
RA Andreas Hilge
Blumenstr. 1
93194 Walderbach
E-Mail:
Titelbild: Nymphaea „Manickam“
Züchter: Vasu Manickam, Herford
Weltweit 2015 gewählt als die beste
winterharte Seerose.
Foto: Vasu Manickam
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Liebe Wassergarten-Freunde,
Sie und wir alle haben ganz schön lange warten
müssen. Aber jetzt gibt es wieder eine Ausgabe
des Wassergarten-Journal. Der Verlag Dähne,
Herausgeber des Magazin Gartenteich hat ab
2016 seine Erscheinungstermine verändert. Aber
auch für 2016 gilt: Unser Verein ist lebendig und
auf vielen Gebieten aktiv. 2016 dürfen wir uns
auch wieder auf viele Veranstaltungen freuen.
Und jeder Markt ist gleichzeitig auch eine Möglichkeit Mitglieder zu werben. Machen auch Sie
mit. Es ist schon etwas besonders wenn eine Seerose, die in Deutschland das Licht der Welt erblickte weltweit als international beste Neuzüchtung unter den winterharten Seerosen prämiert
wird. Vasu Manickam hat es mit der neuen Kreation Nymphaea „Manickam“ geschafft. Weiter geht es mit einem Reisebricht über Costa Rica, ein wunderschönes Land am Scheideweg
zwischen Natur und Kommerz. Viele kannten Ihn, er ist gestorben, Peter Blume, lesen Sie unseren Nachruf auf Seite 24. Kaum zu glauben, aber wahr. Europa will in unseren Gartenteich
hereinregieren. Die bekannte Wasser-Hyacinthe wird als invasiv betrachtet. Seid doch nicht
so aggressiv liebe Leute in Brüssel. Schlaft noch mal eine Nacht drüber.
Liebe Mitglieder der Jahresbeitrag ist wieder fällig. Bitte überweisen Sie die 30,00 €, wenn
sie noch keine Dauerüberweisung eingerichtet haben. Wir brauchen das Geld dringend um
weiterhin alle Aktivitäten am Laufen zu halten. Alles wird teurer, wir konnten bisher den Beitrag stabil halten. Aber das geht eben nicht ohne finanzielle Mittel.
Ab Seite 27 gibt es den beliebten Terminkalender 2016 in dieser Ausgabe des WassergartenJournal und im Web auch bereits. Alle Termine auf einen Blick. 2016 das bedeutet: Vive la
France und Austria Hallo wir kommen. Aber es heißt auch:
Schickt mir die Termine, die richtige Adresse lautet: [email protected]
Auf der Rückseite präsentieren wir die Seerose des Jahres 2016: „James Brydon“
Viel Spaß beim Lesen !
Und wieder möchte ich diese Zeilen mit der Bitte verbinden: Schreibt mir! Über Erlebnisse,
über Blüten und Träume und Eure Reisen! Her mit euren tollsten Schnappschüsse, Fotos.
Postet was das Zeug hält. Jeder kann eine kleine Geschichte erzählt.
Keine Angst, ich unterstütze jeden, keine Bange wenn es nicht wissenschaftlich klingt.
Das bleibt unser Geheimnis. Versprochen. E-Mail: [email protected]
Das nächste Wassergarten-Journal Ausgabe Sommer 2016 erscheint am 9. Mai, Anzeigenund Redaktionsschluss ist der 21. März 2016.
Euer Präsident
Michael Müller
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Inhaltsverzeichnis:
Seite
1
Thema
Titelbild: Nymphaea „Manickam“
2
Anschriften der Gesellschaft der Wassergarten-Freunde
3
Vorwort des Präsidenten
4
Inhalt und Impressum
5-7
Portrait der Seerose Manickam, Sieger als Beste winterharte
Seerosen Neuzüchtung des Jahres 2015 in USA, San Angelo
Texas gekrönt.
8-23
Costa Rica – Ein Reisebericht von Susanne-Tigano-Müller.
Folgen Sie uns, gehen Sie mit auf Entdeckertour ins tropische
Mittel-Amerika
24
Peter Blume ist verstorben, Ein Nachruf
25
Europa greift uns in den Gartenteich. Wasserpflanzenverbote
drohen. Ein Aufruf an Alle: Finger weg, wer nix weiß.
26
Aufnahmeantrag für Neumitglieder
27-30 Termine 2016. Was geht ab in 2016 Termine aus Deutschland, Frankreich und Österreich.
31
Beitrag 2016 jetzt überweisen! Aufruf an alle Mitglieder
32
Seerose der Jahres 2016 –Nymphaea „James Brydon“ gekürt.
Vorschau der Erscheinungstermine:
Das Wassergarten-Journal 2016 erscheint am:
24. Februar, Anzeigen- und Redaktionsschluss 18. Januar
4. Mai, Anzeigen- und Redaktionsschluss 21. März
3. August, Anzeigen- und Redaktionsschluss 20. Juni
12. Oktober, Anzeigen- und Redaktionsschluss 29. August
4
Impressum:
Verantwortlich,
sowie Gestaltung und Vertrieb:
Michael Müller,
Neulußheim
Das Wassergarten-Journal ist
das offizielle
Mitteilungsblatt
der Gesellschaft
der Wassergarten-Freunde
und erscheint
viermal jährlich,
der Bezug ist im
Mitgliedsbeitrag enthalten.
Die mit Namen
oder Kurzzeichen versehenen Beiträge
geben nicht unbedingt die
Meinung der
Redaktion wieder.
WASSERGARTEN-JOURNAL
Seerosen Made in Germany – Vasu Manickam siegt!
Wir gratulieren Vasu Manickam dem Gewinner des IWGS New Waterlily Competition 2015.
Der erste Platz in der Kategorie winterharte Seerosen geht 2015 erstmals nach Deutschland.
Vasu Manickam ein Seerosenzüchter aus Herford gewinnt mit seiner neuen Sorte `Manickam´ den begehrten Preis. Ich selbst verfolge Vasu´s Arbeit schon einige Jahre und freue mich besonders, dass er
nun für seine Anstrengungen belohnt wird. Nymphaea `Manickam` ist die Seerose mit den meisten,
perfekt geformten, Blütenblättern überhaupt. Es sind bis zu 528 Stück gezählt worden. Dazu kommt
ein, für diese Seerosenvariante einmalig, hoher Blütenstand. Auch die Farbveränderungen über das
Jahr sind sehr intensiv. Hinzu kommt noch, dass diese Seerose sehr blühfreudig ist.
Erster Platz! Weltweit die beste winterharte neue
Seerosen-Neuzüchtung, die Sorte `Manickam´
Vasu benannte sie, zu Ehren seines verstorbenen Vaters. Die Mutterpflanze wurde nach Vasu´s Mutter
benannt und ist seine erste Züchtung. Nymphaea
Manickam wird voraussichtlich ab 2017 zu haben
sein. Bezugsquellen: Direkt beim Züchter unter www.
traumseerose.de oder bei der Gärtnerei Baum unter
www. baum–leonberg.de. Ich bin sicher, dass Vasu in
den kommenden Jahren, noch viele Seerosensorten
mit neuen Blütenformen und Farben vorstellen wird.
Besonders gespannt bin ich auch auf seine ISG Hybriden von denen wir ja schon gehört haben.
Bericht: Thomas Steck, Bilder Vasu Manickam und
Michael Müller
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Einmal im Jahr, Mitte September treffen sich namhafte Seerosenzüchter in den USA im texanischen
San Angelo im Civic League Park. Es werden die neuesten Seerosen-Züchtungen präsentiert und in
verschiedenen Kategorien die Gewinner prämiert.
Ken Landon, der Hüter der Nymphaea – Spezies bei einem Rundgang, Wenn es erzählt hängen die
Besucher an seine Lippen und lauschten voller Ehrfurcht.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Die neue tolle und edle Seerosen-Sorte
„Manickam“, große Blüten, die sich im
Blühen auch noch im Farbton verändern.
Im Original: Die Bestätigung, nach vielen Jahren spielt Deutschland wieder
mit in der internationalen SeerosenLiga.
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PURA VIDA – Costa Rica
Ein Reisebericht von Susanne Tigano-Müller
OK, diesmal kein Asien, keine USA. Mittelamerika war unser Reiseziel, da die Werbespots mit den tollen Bildern von Costa Rica anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft noch immer lebhaft in Erinnerung
geblieben waren.
Costa Rica – Reiche Küste
Natürlich hatten wir uns für Costa Rica entschieden, bevor meinem Fuß ein Vacoped (moderner Gips)
verpasst wurde. Mike und ich hatten lange nachgedacht (ca. 10 Sekunden lang), ob wir von der Reise
zurücktreten sollen, weil so ein blödes Ding am Fuß im Urwald nicht gerade das beste Schuhwerk darstellt, aber dann wir waren uns einig: Neee….., wir haben uns so lange darauf gefreut. Augen zu, Vacoped und Rollstuhl für den Notfall eingepackt und dann ging es am 30. September los. Nach 14 Stunden
Flug (inkl. Ca. 2 Stunden Aufenthalt in der Dominikanischen Republik), kamen wir morgens um 5 Uhr
an und mussten 1 Stunde auf den netten Herrn der Autovermietung warten. Unsere Wahl fiel auf einen
kompakten Jimmy, klein, Allrad und von Suzuki. Die Koffer passten gerade mal so rein, den Rollstuhl
kann man zum Glück zusammenklappen und dann hatten wir auch noch ein bisschen Platz für uns. Für
Mike, unseren eigenen Geländewagen gewöhnt, war es etwas zu eng. Dem Lenkrad wegen, das alleine
schon viel Platz brauchte und das Dach lag natürlich zu irgendwie auch zu tief. Ein japanisches Auto
eben, von Japanern konstruiert. Um 7 Uhr starteten wir durch. Voll in den Berufsverkehr von San Josè
in Richtung Karibikküste. Auf der Karte sind es nur 239 km, also nach deutschem Ermessen, selbst wenn
man Landstraße fährt, ca. 3 Stunden Fahrt (das dachten wir). Es sind auch wirklich nur 239 Km, aber
man darf und kann meist nur höchstens so 40 – 60 km/h fahren. Dort eine Autobahn, ist ähnlich einer
unserer schlechten Bundestraße Die Route führte uns durch die wunderschönen Berge von Costa Rica.
Wasserfälle, Flüsse, Bananen- und Ananasplantagen wechseln sich mit kleinen Restaurants und Obstständen ab. Ein tolles Panorama und teils mörderisch enge Passagen und die Brücken, traumhaft... Wir
waren schon ganze 6 Stunden unterwegs, aber wie schon Konfuzius sagte: Der Weg ist das Ziel. Unser
Hotel besteht aus 5 sehr gepflegten und sauberen Gästehäuschen mit einem kleinen Pool und einem
Haupthaus, in dem man so empfangen wird, als gehöre man zur Familie.
Urwald pur- Costa Rica
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Dschungel-Feeling, reißende Flüsse, Palmen. Costa Rica pur.
Die erste Tat nach Ankunft war eine Abkühlung im Pool mit einer Wassertemperatur von 29°C. Außerhalb des Pools herrschten aber 35°C bei einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von fast 100%. Um in den
Rhythmus zu kommen, haben wir uns entschieden, nicht vor 20 Uhr einzuschlafen, aber um 19 Uhr
ging nix mehr. Nach 31 Stunden Anreisezeit war der Schlaf auch verdient.
Gerettet, dieses Faultier wurde beinahe beim Überqueren der Straße überfahren.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Unser Hotel-Häuschen, sauber und geräumig,
2. Oktober
Um 5 Uhr war die Nacht schon wieder um und ich setzte mich auf unsere kleine Terrasse mit Hängematte, zwei Stühlchen und einem Tisch, um zu warten bis Mike wach wird. Es hat sich wirklich gelohnt,
sich so früh auf diese Terrasse zu setzen. Das Hotel liegt mitten im Urwald und somit kamen allerlei
„Gäste“ vorbei. Zuerst eine kleine Laufvogelfamilie, deren Gattung ich noch nie zuvor gesehen hatte,
dann mehrere Kolibris und ein Aguti usw. Leider schlief mein fotowütiger Gatte immer noch, aber er
hat ja auch noch ein paar Tage Zeit sich an die Ortszeit zu gewöhnen. Um 7 Uhr gab es Frühstück und
wir entschieden uns zu einem Ausflug zum Jaguar Rescue Center, der nur ein paar Minuten vom Hotel
entfernt liegt. Dort wurden wir lautstark von einer Horde Brüllaffen begrüßt, die sich trotz intensiver
Such in den Wipfeln der Urwaldriesen nur erahnen ließen. Auch ein Ameisenbär wurde vor unseren
Augen gerade Gassi geführt. Die Tiere werden dort Schritt für Schritt an ein eigenständiges Leben im
Urwald herangeführt, weswegen Streicheln strikt verboten war.
An dieser Stelle möchte ich allen, die nach Costa Rica fahren möchten, den Hinweis geben: die Preise
für Essen, Trinken usw. sind durchaus mit Deutschland zu vergleichen. Die Eintrittspreise für Zoos, Botanische Gärten, Führungen, Seilbahn usw. haben wir sehr oft als absolut überteuert empfunden.
Das Jaguar Rescue Center zieht gefundene Welpen und Tiere aller Art auf und heilt gefundene und
zugelaufenen kranke Tiere aller Art. Uns wurden Wildkatzen, Brüllaffenbabys, Kaimane, Krokodile, Vögel, Faultiere und Schlangen gezeigt, die meist von Indios oder der Polizei in prekären Zuständen gefunden und dann zum Rescue Center gebracht wurden.
Dieses Center ist auch weltweiter Hauptlieferant für Gegengifte in Bezug auf Schlangenbisse. Daher
konnten wir ein bisschen mehr beruhigt sein, falls wir doch einmal gebissen werden würden. Das Center lebt von den Eintrittsgeldern (hier war der Eintrittspreis auch gerechtfertigt)und Spenden. Viele
Freiwillige aus aller Welt arbeiten hier für ein paar Wochen, oder Monate ohne Gehalt.
Leider meldete sich während der Führung mein Fuß zu Wort und ich musste mich für den Rest des
Rundgangs ausruhen. Dadurch hatte ich das einmalige Glück, ein Brüllaffenbaby im Arm halten zu dürfen. Das war gerade mal 4 Monate alt. Eine herzerwärmende und wirklich tolle Erfahrung.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Eine der vielen Nashornvogel-Arten
Wer möchte da nicht gerne Faultier sein?
Nach dem Rescue Center haben wir noch die Gegend erkundet und Mike wollte mir eine Freude machen. Obwohl ich in anflehte, er solle es nicht tun, fuhr er mit unserem 37PS-Allrad-Baby (1000 € Selbstbeteiligung im Schadensfall) an den Strand, damit ich nicht bis ans Wasser laufen müsste.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Ihr könnt es euch sicher denken…. wir blieben mit unserem „ALLRAD-Monster“ im Sand stecken und
je mehr Mike sich zu befreien suchte, desto mehr gruben sich die Hinterräder im Sand ein. Ich flippte
fast aus und befahl ihm er solle die Räder ausgraben und Fußmatten unter zu legen. Er versuchte es
trotzdem weiter so lange bis auch die Felgen eingegraben waren. Ich wurde noch mehr panisch und
Mike stur. Zum Glück näherten sich ein paar braungebrannte, muskelbepackte Einheimische, die kurzerhand zwei Holzstücke unter die Hinterräder legten und dann kamen wir wieder frei. Im Hotel ging
es dann auch gleich zum Pool, es war sehr heiß, aber nach 5 Minuten begann es dann zu regnen. Uns
steckte die Zeitverschiebung noch in den Knochen und somit beendeten wir den Tag mit einem gemütlichen Nachmittag, einem kurzen Ausflug in die Stadt einem sehr guten Abendessen und ich zum Abschluss bei einem mitternächtlichen Friseurbesuch mit geflochtenen Karibikzöpfen.
Unglaublich eine echte Herausforderung, die Urwald-Hängebrücke. Schwingt, quietscht, hält aber.
3. Oktober
Komischerweise geht es meinem Fuß richtig gut seit wir hier sind. Keine Schmerzen mehr beim Laufen
(wenn ich nicht zu viel laufe) und somit habe ich den Vacoped zu Hause gelassen. Heute ging es zu den
Indios „BriBri“, die Schokolade (Kakao) anbauen und herstellen. Um zu den Indios zu gelangen, mussten wir über eine sehr wackelige und baufällige
Brücke mit einer Länge von mehr als 50 Metern,
gefühlt 100 Meter laufen. Mike wollte mir zur
Leibe umkehren, weil er Angst um mich hatte,
könnte ich das schaffen? Aber ja, Zähne zusammen beißen. Und es hat geklappt. Bei den Indios
angekommen, wurden wir von einem Schamanen
begrüßt der uns zuerst einige Pflanzen, Wurzeln
und Baumrinden zeigte und uns erklärte, dass
diese seit Urzeiten für die Herstellung von Medizin gegen alle möglichen Wehwehchen genutzt
wird. Wir durften auch einige der bitter, oder eklig schmeckenden, oder muffig stinkenden oder auch duftenden Zaubertränke selbst probieren. Danach wurde uns gezeigt, wie Schokolade auf die traditionelle Weise hergestellt wird.
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Jau-Riso Fravo, ein echter Schamane
Die Mutti, beim Bohnenrösten
Ehrlich gesagt: in den Supermarkt zu gehen ist einfacher, aber der Geschmack dieser Schokolade ist
wirklich umwerfend. Wir durften dann verschiedene Geschmacksrichtungen probieren und auch Trinkschokolade kosten. Nach diesem Lehrreichen und wirklich interessanten Einblick in das Leben der
„BriBri“ ging es dann über die wackelige Brücke zurück und weiter zu den Wasserfällen.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Der Wasserfall im Urwald
Leider
meldete
sich mein Fuß und
der Weg war so
steil, dass ich es
vorzog, oben zu
bleiben.
Aber
mein Mike war
voller Tatendrang
und nahm den Abstieg zum Wasserfall mit der Mehrheit der Gruppe in
Angriff. Die brütende Hitze war
schier unerträglich, aber der Wasserfall zog die
Menschen
magisch an. Exotische Begleiter am Wegesrand, ein Geräusch im Busch links, ein Zischen rechts. Lieblich-tödliche Pfeilgift-Fröschlein kreuzten unseren Abstiegsweg. Immer lauter wurde das Tosen der Wasserfälle. Nach
einer Biegung unseres Weges dann der erste Blick. Wahnsinn, ein Toben, ein Rauschen. Die letzten
Meter liefen wir wie im Flug und so wie Gott uns schuf rettete uns der Sprung ins erfrischende Nass
vor dem Hitzetod. Gut gelaunt begannen wir nach gut einer Stunde dann der Rückweg. 300 Höhenmeter liegen vor uns, sind zu bewältigen. Bei nahezu hundert Prozent Luftfeuchtigkeit lief der Schweiß in
Strömen und ober angekommen fühlten wir uns alle wir Reinhold, ja der Messner als der, den Mount
Everest bezwang. Ein wenig wenigstens.
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4. Oktober
Die Zeitverschiebung verlangte einen letzten und endgültigen Tribut. Wir ruhten uns aus. Pool-Time
und im Schneckentempo mit dem Auto die Gegend erkunden. Ein Drink da, ein Snack am Wegesrand
und tausende Fotos, wir ließen es uns gut gehen.
5. Oktober
Wir erfuhren, dass es im Ort eine Art botanischen Garten gibt, der sich Finca La Isla nennt und von
einem Kalifornier betrieben wird. Wir waren zu früh da, „durften“ aber trotzdem durch das Gelände
gehen. Der Besitzer war schlicht zu faul uns zu begleiten. Der Weg führte durch den Urwald, der weder
natürlich war,
dafür aber sehr
ungepflegt. Die
meisten Pflanzen waren eher
kärglich ausgeschildert und
wir haben uns
ein zwei Mal
verlaufen, weil
die
Wegführung wirklich zu
wünschen übrigließ.
Ein
Witz:
Eine
„Landkarte“
welche
uns
überlassen
wurde, auf der
zwar fast alles
eingezeichnet, aber trotzdem nicht zu finden war. Die „Freundlichkeit“ des Besitzers und der Mitarbeiter dort, ließ wirklich sehr zu wünschen übrig. Danach ging wieder es an Meer. Das Wasser war glasklar
und der Boden schön sandig, sodass man fast 100 Meter hinausgehen konnte. Es war wunderschön,
es gab einen Parkplatz und wir blieben die ganze Zeit einfach nur am und im Wasser und genossen die
wundervolle Natur um uns herum.
6. Oktober
Ein Bootstour war angesagt. Ab aufs Meer Delphine beobachten. Es hatte die vorherige Nacht wie aus
Kübeln geschüttet und zwei Donnerschläge ließen die Hütten erzittern und rüttelten die Betten durch.
Es war wirklich beeindruckend. Durch den Regen war es Nacht dann auch nicht so drückend und man
konnte sehr gut schlafen (abgesehen
von dem Gefühl, der Himmel könnte einem auf den Kopf fallen und die Welt
würde untergehen).
Naja, zurück auf dem Boot: Leider hatte
den Delphinen niemand gesagt, dass der
Präsident der Wassergarten-Freunde
mit seiner erlauchten Gattin da ist, um
sie zu begrüßen. Wir sahen eine oder
zwei Rückenflossen in einem Abstand
von ca. 500 Metern und dann nur noch
die Weite und die Wellen des Meeres
und das war es dann mit dem DelphinWatching. Weiter ging es, wir fuhren wir
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WASSERGARTEN-JOURNAL
zur Organic Farm, einer Kommune die von einem Engländer gegründet wurde. Diese Menschen leben
von dem, was der Urwald hergibt und sind hauptsächlich Veganer, nur selten leisten sie sich ein Ei der
Hühner, die auf der Farm leben. Hier fanden wir fast alle einheimischen und exotischen Gemüse und
Obstsorten die hier wild
wachsen. Wir durften sie
auch kosten. Heliconia, Bananen, Mangos, Sternfrüchte, Datteln, alles was
das Herz begehrt war vorhanden. Angrenzend an
der Farm befindet sich
auch ein Strand, auf dem
jedes Jahr 3 verschiedene
Arten Meeresschildkröten
ihre Eier legen und die
Kommune kümmert sich
darum, dass den kleinen
Schildkrötenbabys nichts
passieren kann. Leider war
dies nicht die richtige Jahreszeit. Danach fuhren wir zu einer Bucht zum Schnorcheln. Auf Grund des Sturms in der vorherigen
Nacht gab es aber leider nicht viel zu sehen, aber dafür hatten wir dann auch einen authentischen
Sonnenbrand, was ja auch nicht zu verachten ist.
7. Oktober
Heute ging es zum Schokoladen-Museum im Nachbardorf. Hier wurde die Historie der industriellen
Herstellung von Schokolade erklärt. Wir konnten die Plantage und den Anbau sehen und streiften
durch den dichten Urwald.
Urwaldriesen, jeder Baum ist eine eigene Welt mit einer unglaublichen Artenvielfalt.
16
WASSERGARTEN-JOURNAL
Natürlich haben wir uns wieder zu einem
Blick hinter die Kulissen verleiten lassen,
die letzten Winkel wurden aufgesucht. So
passiert es eben mal wieder, wir hatten
uns hoffnungslos verlaufen und landeten
inmitten der fiesesten Moskitos-Ecke in
Costa Rica. Nach gefühlten 1000 Moskitostichen (eigentlich waren es nur so 20 –
30), fanden wir den Weg zurück. Die Viecher waren so winzig, dass man sie kaum
sehen konnte, aber gebissen haben sie, als
ob eine Weltmeisterschaft zu gewinnen
wäre. Naja, man sagt ja, dass Ameisengift
gut gegen Rheuma ist.
Susanne in der Kakao-Plantage
Zurück zum Hotel habe ich mich in den Pool gestürzt, damit dieses grausige Jucken besser wird. Das
hilft aber leider nur so lange, wie man im Wasser bleibt. In diesen 8 Tagen an der Karibikküste haben
wir super gegessen und egal wo man hinging waren die meisten Leute sehr freundlich, nett und aufgeschlossen und diese Zeit bleibt absolut unvergesslich.
Am letzten Abend leisteten wir uns im italienischen Dschungel-Restaurant „Pecora Nera“ ein 5 Gänge
Menue, mit einer fünf Sterne Rechnung. Normal ist es ja nicht europäisch zu Essen, wenn wir auf Reisen in den USA, Asien oder Südamerika sind,
aber die Empfehlung von Jessica und Marc
(die Hotelbesitzer) machten uns neugierig.
Wir wurden total überrascht!!!!
Das Restaurant war einfach umwerfend. Urgemütlich lag es inmitten eines sehr geschmackvoll und gekonnt angelegten
Forest-Gartens. Der Kellner lief trotz Urwald-Hitze und maximaler Luftfeuchtigkeit
in langen Hosen, weißem langärmeligen
Hemd und Krawatte durchs Lokal. Er war so
stilvoll wie ein Sterne-Restaurant in Italien.
Das Essen war einfach spitze. Die Nudeln
waren frisch und selbst gemacht. Es gab einen Gruß aus der Küche, einen edlen Rotwein, phantastische Nudelgerichte, welche die Küche Costa
Ricas mit der Tradition Italiens vereinten und einen absolut himmlischen Nachtisch. Ein krönender Abschluss unseres Aufenthalts an der Karibikküste.
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8. Oktober
Heute mussten wir leider schweren Herzens das Caribe Town Hotel von Jessica und Marc verlassen.
Nach dem wie immer perfekten Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung des Vulkans
Arenal mit den Hot Springs. Der erste Teil der Fahrt war auf Grund des starken Verkehrs zwischen
Limon und San Josè sehr
anstrengend, auch weil
wir uns mittlerweile an
die Ruhe und Genügsamkeit von Porto Viejo
gewöhnt hatten und es
schätzten gelernt hatten. Nach ca. 120 km bogen wir dann in Richtung
Arenal ab und sahen auf
dieser Strecke quadratkilometer lange Ananas, Papayaund Bananenplantagen.
Durch die Berge hindurch, vorbei an Rinderfarmen im texanischen
Stil, aber fruchtbarer und grüner, erreichten wir nach 7 Stunden und ca. 300 km unser Hotel. Unser
Zimmer lag in einem sehr schön angelegten Garten, aber die Gemütlichkeit und das Gefühl zu Hause
zu sein, das wir bei Jessica und Marc hatten, stellte sich nicht ein. Vom Zimmer hatte man direkten
Blick auf den fast immer mit Wolken verhangenen Vulkan Arenal. Natürlich begaben wir uns sofort in
die Hot Springs, aber leider begann es nach etwa 10 Minuten zu regnen, zu donnern und zu blitzen.
Also aufs Zimmer und von der Fahrt ausruhen.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
9. Oktober
Ich muss schon sagen Jessica und Marc haben uns richtig verwöhnt und gut bekocht. In diesem 4Sterne Hotel schmeckte das Frühstück nicht. Das Personal kannten sich gar nicht aus, konnten keine
Fragen über Attraktionen, Orte und Gegebenheiten beantworten, oder Tipps geben. Der Kaffee
schmeckte grauenhaft und so beschlossen wir, mit unserem Allrad-Auto die Gegend zu erkunden.
Die wundervolle
Landschaft
um
den Arenal herum
ist leider von vielen Hotels bebaut
und leider hat niemand den Tieren
gesagt, dass sie
sich wieder zeigen
können, wenn ein
Elefant
(Der
Mensch)
durch
den Porzellanladen gelaufen ist.
Aber wenn man
aus dem HotelAreal herausfährt
wird es wunderschön. Ein echter
Nebelwald säumt die Berghänge und wir genossen die 4 Stunden Fahrt durch die Gegend und machten
Fotos was das Zeug hält (wie immer Vollbremsungen auf der Straße, Fotos schießen und weiter geht’s.
Auf der Rückfahrt kehrten wir in einem Steak-Hause ein, wo uns der nette Kellner sagte, er würde
gerade sein Business als Führer aufbauen und bot sich an, am nächsten Tag uns im Urwald zu führen.
Er wüsste Stellen und Wege kennen, wo es richtig toll wäre und man viele Tiere sehen würde.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
10. Oktober
Wir trafen uns mit Josè, unserem Führer und bogen auf eine Straße ein, eine äußerst unebene Straße,
auf der unser „Allrad-Monster“ an seine Grenzen stieß. Aber schließlich kamen wir doch an und erreichten unser Zwischenziel eine Urwald-Station. Mein Fuß war immer noch schmerzfrei, dank der Erholung an der Karibikküste und so wagte ich es ohne meinen Stützschuh in den Urwald mit zu gehen.
5 lange Stunden ging es über Stock und Stein, auf und ab und wieder über Stock und Stein durch einen
wirklich beeindruckenden tropischen Nebelwald. Die einzigen Tiere, die wir jedoch zu Gesicht, oder
vor die Linse bekamen waren einige Blattschneiderameisen, Spinnen und Kröten. Ich schaffte es bis
zum Anfang eines Lavafeldes, aber dann wurde der Weg so beschwerlich, dass ich aufgeben musste.
Während unserer Tour erklärte Mike unserem „Führer“ die Pflanzenwelt um uns herum. Josè hatte gar
keine Ahnung wie attraktiv auch ohne Tiere die Pflanzen alleine sind, für was sie genutzt werden können, zu welcher Familie sie gehören und welche besonderen Eigenschaften sie haben. Auch die Symbiose von Pflanzen und Tieren, deren wechselweise Abhängigkeit war Thema der permanenten
Rainforest pur: Epiphyten, Philodendren, Lianen, Moose, Orchideen.
„Schaut mal hier, habt ihr das gesehen“ Hinweise von Mike. Somit
wurden mein Mike zum Führer
und der Führer zum Lehrling. Josè
brachte uns dann zu einer Stelle,
wo die Rotaugenfrösche und ‚Erdbeerfrösche laichen und zeigte uns
auch ein paar Exemplare live. So
schöne Frösche, es war auch ein
wahnsinnig intensiv roter dabei
hatten wir vorher noch nie gesehen. Andere hielten ein Schläfchen. Alle waren ungiftig. Wir erfuhren von Josè einiges über die
Frösche über die er sehr viel
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wusste. Weiter ging es, wir fuhren zum Sessellift, der zu einer Seilbahn-Station führte. Angeblich würden wir über die Wipfel der Bäume schweben und die Natur oben sehen. Das versprach der Flyer. Die
die stolzen 75 Dollar die für die Fahrt mit der Sesselbahn gefordert wurden schraubten unsere Erwartungen hoch, aber schon nach 10 Minuten war der Spaß vorbei. Nix mit Natur und Tieren, sondern
lärmende und schreiende Coop (Seilbahn)-Verrückte, die an den Seilen ins Tal gleiten und somit alle
Tiere verscheuchen. Der Blick von der Plattform jedoch war umwerfend. Man sah den Stausee und die
Berge. Es war einfach schön. Nach 15 Minuten ging es schon wieder nach unten. Enttäuschend, wenn
man bedenkt, was Costa Rica zu bieten hat und dann wird man für 10 Minuten Fahrt um so viel Geld
erleichtert. Piraterie.
11. Oktober
Heute wollten wir zu einem Insektenpark und weil mir der Fuß nach dem Gewaltmarsch im Urwald so
wehtat, musste ich meinen Vacoped anziehen. Der Tierpark warb mit rollstuhlgerechten Wegen und
genau deshalb war unser Ziel.
Dort angekommen mussten wir
aber feststellen, dass die Wege
nicht für „Disabled People“ geeignet sind und man bei Führungen
auch nicht auf einzelne Personen
warten könne. Danke schön. Das
Fass war voll, wir trafen die Entscheidung früher abzureisen. Die
Freundlichkeit der Menschen die
an der Karibikküste leben, wich
hier der Habgier und dem Business. Und damit wollten wir uns
nicht abfinden.
12. Oktober
Die Fahrt nach San Josè war einmalig. Es ging durch unberührte Landschaften, über kleine Dörfer, vorbei an unzähligen Wasserfällen und genauso unzählige, wackelige Brücken kleiner Bäche und Flüsse. Wir hatten auch Glück und
konnten unser Zimmer einen Tag früher beziehen.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
13. Oktober
Auf geht’s in die Hauptstadt, San Josè wir kommen. Viele alte spanische Bauten, schöne Kirchen, ein
tolles Goldmuseum, viele Läden und nette Menschen. Wir verbrachten den Tag mit Bummeln (Rollstuhl schieben) und als es wie jeden Tag ca. 15 Uhr zu regnen begann kehrten wir ins Hotel zurück.
Uralte Goldschmiedekunst, das Goldmuseum in San Jose
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WASSERGARTEN-JOURNAL
14. Oktober
An unserem letzten Tag fuhren wir zum Lancester Botanical Gaden in Paraiso, der von der Universidad
de Costa Rica verwaltet wird. Er gehört zu den anerkanntesten botanischen Gärten der Welt. "Lancester Gardens" gibt den Menschen die Möglichkeit, in die Vielfalt der Orchideen, Bromelien und ungezählter anderer tropischer Pflanzen einzutauchen und sie kennenzulernen.
Auf einer Fläche von beinahe 27 Hektar kann man
in den inneren und äußeren Gärten mehr als 3000
verschiedene Pflanzenarten sehen. Die Orchideensammlung ist beeindruckend und wirklich sehenswert. Er hält was er verspricht. Da mein Fuß noch
immer Zicken machte, wollte ich den Rollstuhl benutzen und konnte das auch auf dem gesamten
Areal. Nur das Problem der Höhenunterschiede
machte uns zu schaffen. Dieser Botanische Garten
ist ein wahrer Schatz und wir verbrachten mehr als
4 Stunden in dieser wundervollen Umgebung. Die
hatten sogar Seerosen, die wir in Costa Rice sonst
kaum zu sehen bekamen. Danach ging es zurück zum Hotel wo wir von einem Unwetter der Güteklasse
eins überrascht wurden. Die Wasserrinnen konnten das Wasser nicht mehr auffangen und so wurden
die Straßen überflutet Unser Allrad-Monster ließ sich diesmal nicht beeindrucken und meisterte die
Fahrt mit Bravour. Zwischendurch machten wir Halt in einem Einkaufcenter, bummelten ein bisschen
herum und dann ging es zurück zum Hotel, Koffer packen für die Rückreise am nächsten Tag.
Unser Fazit:
Costa Rica ist ein wundervolles Land mit wunderschönen Landschaften und sehr gutem Essen. Auch in
den improvisierten Restaurants für die Truck-Fahrer ist es sehr gut und geschmackvoll und wir haben
uns im Großen und Ganzen sehr wohl gefühlt. Die Karibikküste, in der Nähe der Grenze zu Panama, ist
ein Paradies und die Einwohner dieser Gegend kämpfen auch dafür, dass dies so bleibt und wir hoffen,
dass es ihnen auch gelingt. Den Abstecher zum Vulkan Arenal hätten wir uns sparen können. Die Gegend wirkt sehr
schön, ist aber
verbaut und zersiedelt, die Preise
sind exorbitant
und ungerechtfertigt für das Qualitätsniveau das geboten wird. San
Josè ist eine sehenswerte Metropole mit einem
kleinen Zoo, der in
einen
Botanischen Garten umgewandelt wird.
Das kann man den
Tieren die dort
hausen nur wünschen. Die Altstadt mit Ihrem Flair, den vielen kleinen Läden, Cafes und wegen dem Goldmuseum ist
absolut sehenswert. Uns hat es Spaß gemacht, auf eigene Faust mit dem Mietwagen zu fahren, denn
da kann man anhalten, wo man will und sich die Gegend anschauen und sich daran freuen, was die
Natur zu bieten hat.
23
WASSERGARTEN-JOURNAL
Peter Blume: Er war einer von uns - Ein langjähriger Wasserpflanzen - Gärtner.
Ein treues Mitglied der Gesellschaft der Wassergarten-Freunde ist von uns gegangen!
Peter Blume im Seerosenteich**
Pe t e r B lu me
Bild. Peter Blume
* 6. Februar 1937
+ 31. Dezember 2015
Peter Blume war einer der stillen Menschen, er war humorvoll, drängte sich aber nicht in den Vordergrund. Seine Edith liebte er sehr, Sie war stetes mit dabei wenn es mit den
Wassergarten-Freunden auf große Reise ging. Seine zweite Liebe galt den Seerosen, selbst im hohen
Alter hegte und pflegte es seine Seerosen. Peter Du wirst immer bei uns bleiben.
**Peter Blume schickte mir zur Veröffentlichung Anfang 2015 Notizen & Fotos zu seiner Teichanlage.
Michael Müller
Gesellschaft der
Wassergarten-Freunde
Präsident
24
WASSERGARTEN-JOURNAL
Brüssel greift uns in den Gartenteich!
Liebe Wassergarten-Freunde,
Europa will uns in den Teich greifen. Einige liebgewordene Wasserpflanzen sollen verboten werden,
nicht nur der Handel, sondern auch der Besitz. Die Begründung: Es wären invasive Arten. Ja, da geht
wohl der europäische Amtsschimmel etwas durch. Seit wann kann eine Eichhornia, die jeden Winter
erfriert als Bedrohung angesehen werden??? Leute habt ihr in Brüssel denn gar keine Gartenteiche,
oder ist in euren schicken Glaspalästen der Bezug zur realen Welt verloren gegangen? Warum werden
keine Fachleute einbezogen in einen Prozess, der die EU am Ende wenn alles so bleibt wohl ziemlich
lächerlich da stehen lassen wird. Wir von der Gesellschaft der Wassergarten-Freunde geben gerne
fachlichen Support. Wir von der Gesellschaft der Wassergarten-Freunde besitzen die geballte Kompetenz, fragt uns einfach und laßt Eure Finger aus unseren Teichen raus. Als Vertretung der Wasserpflanzen-Spezialisten, der Fachleute in den botanischen Gärten, den Produktionsbetrieben, nicht zuletzt der
Züchter und Liebhabern fordern wir in den Fachgremien ein gehört zu werden. Es muss ein demokratischer Prozess sein und keine päpstliche Bulle aus. Das hatten wir alle schon einmal. Das kann niemand
wieder wollen.
Meine Bitte: Rufen Sie Ihren Europaabgeordneten an und sagen Sie Ihm persönlich Ihre Meinung.
Michael Müller
Gesellschaft der Wassergarten-Freunde
Präsident.
PS: Meine Telefonnummer lautet. 0049 6205 2322884, oder E-Mail [email protected]
Liebe Leser wir werden uns auf dem Laufenden halten.
Zur Vorgeschichte:
Über Benno Grajczyk erhielt ich von der SAMAR Trading BV, von Marcel van Helden die fast unglaubliche Info dass hier etwas aus dem Ruder läuft, die Liste mit den Information und, dass es auch bereits
in England eine Sammelbewegung unterstützt von einer Anwaltskanzlei gibt. Die dort dagegen vorgehen und dem Wahnsinn ein Ende bereiten wollen.
Wer mehr wissen möchte hier die Kontaktdaten von Marcel van Helden
SAMAR Trading BV
Marcel van Helden
Rijksweg 112
5953 AJ Reuver
The Netherlands
Tel : +31 77 4762107
Mobile: +31 653375952
E-Mail: [email protected].
Schon bald verboten?
25
WASSERGARTEN-JOURNAL
Aufnahmeantrag:
Ja, ich möchte Mitglied in der Gesellschaft der
Wassergarten-Freunde e.V. werden!
Wir benötigen bitte folgende Angaben:
Firma:
_____________________________________________________
Vorname:
_____________________________________________________
Name:
_____________________________________________________
Straße/Nr.:
_____________________________________________________
PLZ/Ort:
_____________________________________________________
Telefon:
_____________________________________________________
Fax:
_____________________________________________________
Mobiltelefon: _____________________________________________________
E-Mail:
_____________________________________________________
Unsere Bankverbindung:
Bank:
__Stadtsparkasse Bad Sachsa IBAN____________________
IBAN:
__ DE53263514450000005835________________________
BIC:
__ NOLADE21 _____________________________________
Kontoinhaber: __H.H. Albrecht „Wassergarten“_____________________
Die Mitgliedschaft soll beginn zum 1. Januar _________________________
Bitte Jahreszahl ergänzen
Datum:
________________
Unterschrift: _______________________
Bitte ausdrucken, ausfüllen und faxen an: 06205/2322882,
oder die Angaben per E-Mail senden an: [email protected]
26
WASSERGARTEN-JOURNAL
Datum
Veranstaltung
Kontakt
Bitte sofort ein EFehlt Euer Hallo Liebe Mitglieder: Fehlt Euer
Mail an
Termin
Termin? z.B. Euer "Tag der offenen
info@mywaterhier???
Tür", Firmenjubiläum, o.ä.?
lily.de schicken
23 - 24.
April
36. Fete du Plants du Primtemps
Schoppenwihr Parc de Schoppenwihr F-68125 Houssen
mywaterlily ist wieder mit dabei
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
30.
April
Frühlingsfest in der Gärtnerei Stauden Junge 31787 Hameln Die Veranstaltung geht jeweils
von 9-18 Uhr mit einem großen
Angebot von Pflanzen für den Garten und den Gartenteich.
Stauden Junge
Matthias Grossmann Tel.
05151/3470
[email protected]
5. - 8.
Mai
Mywaterlily.de auf dem Gartenfestival Burg Trausnitz
mit Sonderschau Sauerstoff - Powerstoff - Unterwasserpflanzen für
den Gartenteich
Wittstraße 10, 64036 Landshut
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
5. - 8.
Mai
Mywaterlily.de wieder auf der Petite Fleur Hockenheim (Christi Himmelfahrt), Gartenschaupark 68766
Hockenheim
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
13. - 16.
Mai
Große Seerosenschau von Mywaterlily.de bei
Fürstliches Gartenfest Schloss Fasanerie Schloss Fasanerie, 36124
Eichenzell
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
21. - 22.
Mai
Wassergarten-Saisonstart zum Tag
der offenen Tür in der Gärtnerei
mywaterlily.de Kazmaierstraße
Ecke Ahornweg, 68809 Neulußheim Präsentation der Seerose des
Jahres 2016
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
27
Mehr Info
Fehlt Ihre Veranstaltung?
Bitte melden Sie sich mit einer
E-Mail :[email protected]
www.schoppenwihr.com
WASSERGARTEN-JOURNAL
22.
Mai
Pflanzenbörse im Botanischen Garten Würzburg, Julius-von-SachsPlatz 4, 97082 Würzburg, Spezialgärtnereien und Pflanzengesellschaften-
Andreas Schwimmer
Tel. 0911 696851
[email protected] "
26.- 29.
Mai
Große Seerosenschau von Mywaterlily.de auf dem Gartenfest Hanau (Fronleichnam), Staatspark
Wilhelmsbad, 63454 Hanau-Wilhelmsbad
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
28.
Mai
Gärtnereispaziergang in der Gärtnerei Stauden Junge in 31787 Hameln. Ab 11 Uhr geht’s los! Wir gehen über unser Gelände und zeigen was schön ist. Bei den Seerosen ist sicher schon ein wenig zu
sehen...
Stauden Junge
Matthias Grossmann
Tel. 05151/3470
[email protected]
3. - 5.
Juni
Große Seerosenschau von Mywaterlily.de auf der Gartenlust
Schloss Waal Fürst-von-der-LeyenPlatz 1, 86875 Waal
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
Garten-Lust Fest 2016 in der Region Graz. Entdecken Sie 36 der
schönsten Gärten. Einer davon ist
unser Seerosen- und Wassergarten
Park am Stadtrand von Graz 4000
qm, 90 winterharte Seerosenarten,
blaue tropische Seerosen, Lotos
und Asiatische Iris. Tägl. 10-18 Uhr.
Mag. Angelika
Kern,
Einödhofweg 20,
A-8042 Graz ,
Tel.
+43/316/461651,
[email protected]
12. Kraichgauer Gartenbörse
Schulgelände der Realschule
Waibstadt Verkauf - Beratung-Seerosenschau Friedrich-Ebert-Straße
18, 74915 Waibstadt "
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
Große Seerosenschau von Mywaterlily.de auf der Diga Neues
Schloss Tettnang Schlossstraße,
88069 Tettnang
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
4.-5.
Juni
11.
Juni
10 - 12.
Juni
28
www.bgw.uni-wuerzburg.de/
WASSERGARTEN-JOURNAL
17. - 19.
Juni
Große Seerosenschau von Mywaterlily.de auf der Gartenlust
Schloss Maxlrain Aiblingerstraße 1,
83104 Tuntenhausen
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
25. - 26.
Juni
Seerosenschau mit Beratung und
Verkauf zum Tag der offenen Tür
in der Gärtnerei mywaterlily.de,
Kazmaierstraße Ecke Ahornweg,
68809 Neulußheim
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
2.
Juli
Tropical Night - Nachtblühende
Seerosen Show ab 18 Uhr mit Beratung und Verkauf in der Gärtnerei
mywaterlily.de Kazmaierstr. Ecke
Ahornweg, 68809 Neulußheim
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
2. - 3.
Juli
Seerosenschau mit Beratung und
Verkauf zum Tag der offenen Tür
in der Gärtnerei mywaterlily.de,
Kazmaierstraße Ecke Ahornweg,
68809 Neulußheim
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
Mywaterlily.de mit PremierenSeerosenschau auf der Gartenlust
8. - 10. Juli
Schloss Köfering Kirchstraße 5,
93096 Köfering
Michael und
Susanne
Müller Tel. 06205
2322884
[email protected]"
Gartenfest bei Andreas Ham,
9. - 10. Juli
Anwesen Neuhaus Salsitz
Tel. 0172 3528694
[email protected]"
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
15. - 17.
Juli
Große Seerosenschau von Mywaterlily.de auf der 13. Diga Gartenmesse Schloss Beuggen Schloss
Beuggen 1, 79618 Rheinfelden
16. - 17.
Juli
Andreas Schwim14. Pflanzenbörse im Tropengarten
mer
der Familie Schwimmer HerbstTel. 0911 696851
straße 6, 90522 OberasbachtropengarUnterasbach mit Seerosenschau
[email protected]
29
WASSERGARTEN-JOURNAL
22. - 24.
Juli
Michael und
Susanne Müller
Mywaterlily.de auf dem GartenfesTel. 06205
tival im Schlosspark von Angel2322884
bachtal
[email protected]"
23. - 24.
Juli
13. Seerosen- und Gartenfestival
im Seerosengarten Eichenbergstr.
19, 34233 Fuldatal, Sonderschau
Sauerstoff - Powerstoff – Unterwasserpflanz. Gartenteich
Herbert Bollerhey
Tel.: 05607 7778
[email protected]"
30. - 31.
Juli
Wassergartentage mit großer Miniteichausstellung, Seerosen StachelSeerose Euryale ferox, Gärtnerei
Baum, Strohgäustr. 51, Leonberg
Thomas Steck
Tel 07152/24557
[email protected]
5. - 7.
August
Michael Müller
Seerosenschau von Mywaterlily.de Tel. 06205
wieder auf der Diga Gartenmesse, 2322884
Rennbahnstr. 14, 76473 Iffezheim [email protected]"
12. - 14.
August
Premieren- Seerosenschau von
Mywaterlily.de zum Gartenfest
Corvey im Privatgarten seiner
Durchlaucht Viktor V., Herzog von
Ratibor und Fürst von Corvey im
Schloss, 37671 Höxter
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]"
Große Seerosenschau - Hallo Österreich Mywaterlily.de auf der
Gartenlust Schloss Brunnsee,
Schloss Straße, 8481 Brunnsee, Österreich
Michael und
Susanne Müller
Tel. 06205
2322884
[email protected]
19. - 21.
August
26. - 28.
August
Michael und
Hallo Österreich - Premieren- See- Susanne Müller
rosenschau von Mywaterlily.de zur Tel. 06205
Gartenlust Schloss Halbthurn,
2322884
Schloss Halbthurn, 7131 Halbthurn, info@mywaterÖsterreich
lily.de
"Herbstfest in der Gärtnerei Stauden Junge in 31787 Hameln. Täg17.
lich von 9-18 Uhr mit einem groSeptember ßen Angebot von Pflanzen für den
Garten und den Gartenteich.
Stauden Junge
Matthias Grossmann, Tel.
05151/3470
[email protected]
30
WASSERGARTEN-JOURNAL
Geschäftsstelle und Informations-Büro :
Präsident
Michael Müller
Ahornweg 21
6809 Neulußheim
An die Mitglieder der
Gesellschaft der Wassergarten-Freunde
Tel. 06205 – 2322884 Fax - 2322882
E-Mail: [email protected]
Jahresbeitrag 2016
Liebes Mitglied,
um wieder alle Aufgaben die wir uns für 2016 gestellt haben, wie z.B.: den Versand der vier
Gartenteich-Magazine und der Wassergarten - Journale durchführen zu können, sind wir auf
den pünktlichen Eingang Ihres Beitrages angewiesen. Wenn Sie als Mitglied keinen Auftrag
eingerichtet haben so bitten wir Sie:
30.-- €
Bitte zahlen Sie den Jahresbeitrag von
bis spätestens Ende Februar auf das unten stehende Konto unseres Schatzmeisters ein.

Es wird wieder nachträglich eine Rechnung mit der Post verschickt,

Am besten Sie überweisen aber schon heute.
Vielen Dank
Stadtsparkasse Bad Sachsa IBAN: DE53 2635 1445 0000 0058 35
BIC: NOLADE21 SAC
Konto-Inh. H.H. Albrecht ‚Wassergarten’
Kündigungen der Mitgliedschaft müssen bis Ende Oktober der Geschäftsstelle mitgeteilt
werden, da z. B. auch die 'Gartenteich' und unserem Journal als Beilage bereits sehr früh versandfertig gemacht werden.
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WASSERGARTEN-JOURNAL
Die Gesellschaft der Wassergarten-Freunde präsentiert:
James Brydon
Seerose des Jahres 2016
Züchter:
Henry Dreer 1899
Abstammung:
Ein Elternteil soll Nymphaea rubra sein.
Blüte:
leuchtendes kirschrot, kugelförmige Schale,
Blüte liegt auf dem Wasser, 12-14 cm, d: 28
Blütenblätter breit, löffelförmig.
Blätter:
rund, dunkelgrün, teilweise marmoriert, 1520cm, d, Einschnitt leicht geöffnet.
Kommentar:
Reichblühend, anpassungsfähig und gesund,
sehr gut geeignet für jede Art von Teichen,
Wassertiefe 50-80 cm
www.seerosenforum.de
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