1 Jahre Fliedner-Heim - Diakonie in Südwestfalen

Jahre Fliedner-Heim
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Jahre Fliedner-Heim
Jahre Fliedner-Heim
Liebes Fliedner-Heim, lieber Jubilar,
gemeinsam sind wir älter geworden. Seit
dem ich die Diakonische Altenhilfe Siegerland
gGmbH als Geschäftsführer übernommen
habe, sind 15 Jahre vergangen. Somit sind
wir die Hälfte der Jubiläumszeit gemeinsam
gegangen und gemeinsam älter geworden.
In den gemeinsamen Jahren haben wir vieles
erlebt.
Von der Geburtsklinik zum Seniorenheim
Die Geschichte des Fliedner-Heims
Das Fliedner-Heim entstand nach einigen
Um- und Anbauarbeiten aus der ehemaligen
Frauen- und Entbindungsklinik von Dr. Arabin. Bei vielen Menschen liegen die ersten
Berührungspunkte mit dem Haus in dieser
Zeit. 1984 übernahm die damalige Innere
Mission das Haus und beschloss, der neuen Pflegeeinrichtung den Namen „FliednerHeim“ zu geben. Damals standen zunächst
32 Pflegeplätze zur Verfügung. Die offizielle
Einweihungsfeier wurde am 8. März 1985
gefeiert. Umfangreiche Sanierungs- und
Erweiterungsarbeiten schlossen sich in den
nächsten Jahren an und wurden 1994 abgeschlossen. Seit dieser Zeit steht das Haus in
seiner heutigen Form da und hat 74 Plätze.
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1999 übernahm die Diakonische Altenhilfe
Siegerland gGmbH die Trägerschaft. Das
Fliedner-Heim ist damit ein Teil der Diakonie
in Südwestfalen.
In diesen 15 Jahren habe ich mit vier Einrichtungsleitungen und vier Pflegedienstleitungen Deine Geschicke mitverantwortlich
geprägt. In diesen Jahren hast Du 428 Menschen ein neues Zuhause gegeben und über
90 Mitarbeitenden Jahr für Jahr Lohn und
Brot. In diesen Jahren hast Du Dich nicht
geändert. Deine äußere Hülle ist geblieben.
Aber Dein Innenleben ist geprägt worden
von den vielen Menschen die Dir anvertraut
worden sind. Von Deinen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, die sich liebevoll und empathisch um die Dir anvertrauten Menschen
gekümmert, sie gepflegt und versorgt haben.
Du bist eingebettet in das gemeindliche
und kirchliche Leben. Du hast einen großen
Pool aus über 40 ehrenamtlichen Helfern in
Deinen Bann gezogen. Sie kommen alle, um
denen zu helfen, die Hilfe notwendig haben.
Sie geben allen, die bei Dir wohnen, etwas
ganz wertvolles: Zeit. Sie engagieren sich
auf unterschiedlichste Art und Weise – jeder
nach seinem Talent und seiner Gabe. Und sie
kommen gern, weil die Bewohnerinnen und
Bewohner ein Recht darauf und es verdient
haben, liebevolle Zuneigung zu bekommen.
Du bist in den vergangenen 30 Jahren ein
wichtiger und fester Bestandteil des Quar-
tiers geworden. Du bist Anlaufpunkt für viele
Angehörige, die auch noch zu Dir kommen,
nachdem die Lieben verstorben sind. Sie
alle haben erfahren, dass Du zu einem Ort
geworden bist, an dem man anderen helfen
kann – uneigennützig, selbstlos, ohne sich
selbst in den Vordergrund zu stellen.
Auch für das Gemeindeleben spielst Du
eine großartige Rolle. Viele sehen Dich nicht
als einen Ort, an dem nur alte und pflegedürftige Menschen sind und an dem man nur
geht, wenn man hier Angehörige hat. Nein, es
kommen auch viele Gruppen in Dein Haus,
um zum Beispiel Kurse anzubieten.
Jede Woche findet mittwochs eine Andacht für die Bewohnerinnen, Bewohner und
Gemeindeglieder statt. Einmal im Monat findet hier der reguläre Gemeindegottesdienst
statt. Du bist ein Zuhause und ein Anlaufpunkt für viele Menschen geworden und Du
genießt einen hohen Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung. Du bist erwachsen
geworden. Herzlichen Glückwunsch zum
30. Geburtstag.
Bernd Spornhauer,
Geschäftsführer
Diakonische Altenhilfe
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Jahre Fliedner-Heim
Jahre Fliedner-Heim
Viele liebe Menschen kennengelernt
Die ehemalige Verwaltungsangestellte
Brigitte Spenner-Kryschan zählt zu den
Mitarbeitern der ersten Stunde. Auch
nach ihrer 25-jährigen Dienstzeit kehrt sie
als Ehrenamtliche immer noch gerne ins
Fliedner-Heim zurück.
ten, dann aber nach einiger
Zeit ihre eigene Ruhe wiederfanden und ihre Eltern
hier im Hause weiter liebevoll betreut haben. Aus diesen Reihen stammen sehr
viele der „Ehrenamtlichen“,
die hier im Hause eine Aufgabe gefunden haben, sei
es als Mitglied im Heimbeirat, Tätigkeit im Kaffeestübchen oder auch Besuche
bei Heimbewohnern machen, die keine Angehörigen
mehr haben.
Am 2. Januar 1985 trat ich um 7.30 Uhr
meinen Dienst in der Verwaltung des Fliedner-Heimes an. Die Mannschaft hatte sich
schon im November 1984 bei der damaligen
Heimleitung, Schwester Lotte Achenbach
getroffen und kennengelernt. Schwester Lotte war fast allen aus der Frauenklinik Arabin
bekannt. Einige meiner neuen Kolleginnen
waren von der „Inneren Mission Siegerland
– so nannten wir uns zu der Zeit – von der
Klinik Arabin übernommen worden. Für mich
– beruflich aus dem kaufmännischen Bereich – war alles insofern sehr gewöhnungsbedürftig, da man sich fast mehrheitlich mit
„Schwester“ ansprach. Dies hat sich aber in
den 25 Jahren meiner Tätigkeit im FliednerHeim normalisiert.
Der Umbau von der Frauenklinik zum
Pflegeheim war – bis auf Kleinigkeiten – abgeschlossen und wir konnten loslegen; jeder
in seinem Bereich. Für mich hieß dies, Büro
putzen, Möbel rücken, Verwaltungsmaterial beschaffen. Auf den Fluren herrschte ein
reges Treiben. Zimmer mussten eingerichtet,
Betten abgewaschen und bezogen, Pflegewagen hergerichtet werden. So herrschte
also in den Bereichen Serviceküchen, Hauptküche, Waschküche und Schwesternzimmer
in den ersten 14 Tagen ein reger Betrieb.
In Bezug auf die Verwaltung kamen dann
die ersten Anrufe bezüglich einer Aufnahme.
Eine Aufnahmeliste (bzw. Warteliste) musste erstellt werden. Erste Besucher kamen
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zwecks Besichtigung einer Aufnahme ins
Haus. Unsere ersten Heimbewohner zogen
dann um den 10./11. Januar 1985 ins neue
Fliedner-Heim. Innerhalb kürzester Zeit war
das Haus – damals 32 Plätze – voll belegt
und ich konnte eine pralle Warteliste führen.
Es zeigte sich in den ersten Jahren, dass der
Bedarf an Pflegeplätzen sehr groß war und
so wurde im Jahre 1994 ein Neubau in Dienst
gestellt. Das Fliedner-Heim war somit auf
74 Plätze gewachsen. Die Zeit des An- bzw.
Umbaus erforderte sehr viele Nerven, da
-
uns in der Anbauphase ein Bomben-
fund in Aufregung versetzte
-
die Heimbewohner aus dem alten Haus -
ins neue verlegt wurden und dadurch bei den Heimbewohnern eine lange
Eingewöhnungszeit erforderlich wurde.
man sich auf ein größeres Haus mit 74 Bewohnern umstellen musste.
Meine Zeit im FliednerHeim habe ich als ganz besondere Bereicherung meines Berufslebens gesehen.
Es gab für mich nicht einen
Tag, an dem ich nicht gerne an meinen Arbeitsplatz
gegangen bin. Es haben
sich auch Freundschaften
mit meinen Kollegen ergeben und auch jetzt komme
ich als „Ehrenamtliche“ immer wieder gern an
den Ort zurück.
Das überschaubare Fliedner-Heim war
Vergangenheit.
In den 25 Jahren meiner Dienstzeit (Jan.
1985 bis Juli 2010) habe ich so viele liebe
Menschen kennengelernt, die sich durch alle
Schichten unserer Gesellschaft ziehen. Kinder, die unter Tränen ein Elternteil zu uns ins
Haus brachten, die getröstet werden muss5
Jahre Fliedner-Heim
Jahre Fliedner-Heim
Die gemeinsamen Ziele stets im Blick
Diakon Hans Eisenberg leitete neun Jahre lang das Fliedner-Heim. Sein Credo:
„Mehr pulsierendes Leben und weniger
Heim“. Rückblickend bezeichnet er seine
Zeit im Fliedner-Heim als tiefgreifdende
und zu Herzen gehende Jahre.
Neun von inzwischen dreißig Jahren hatte
ich eine Leitungsaufgabe in einem Team von
außerordentlich engagierten Mitarbeitenden,
deren Herz von der Sonne leuchtete für die
Menschen, die uns täglich anvertraut waren
und es noch heute sind. Mein Einstieg passierte an einer Schnittstelle, an der aus der
ehemals alten “Arabin-Klinik” ein kleines,
gemütliches und sehr familiäres Altenheim
des Diakonischen Werkes geworden war.
Ein Neubau wurde November 1993 gerade
seiner Bestimmung übergeben und die ersten Schritte zur Sanierung und zugleich zum
Neu- und Umbau des Ursprunghauses mit
32 Plätzen sollten von mir als neuem Heimleiter nun in einer Vollzeitstelle eingeleitet
werden. Nach meiner Einführung durch den
Geschäftsführer des Diakonischen Werkes
Siegen Pastor Horst Klein und den Vorsitzenden Pfarrer Winfried Kratzenstein titelten
die Siegener Zeitungen: “Mehr pulsierendes
Leben und weniger Heim.“ Denn das war damals mein Credo für das größer gewordene
Fliedner-Heim.
In der ersten Besprechung der leitenden
Mitarbeiterinnen gab ich meine Zielvorstellungen zu Protokoll:
1.
Die Bewohnerinnen und Bewohner stehen absolut im Vordergrund. Deswegen arbeiten wir hier. Das ist unser Auftrag, sie gut
zu betreuen, gut zu pflegen und zu begleiten.
Leitete neun Jahre lang das Fliedner-Heim: Diakon Hans Eisenberg
2.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit
gegenüber allen Mitarbeitenden bei Durchsichtigkeit der Strukturen, Klarheit der Ebenen und Arbeitszufriedenheit.
3.
Kompetenzen klären, Stellenbeschreibungen... Jeder hat an seiner Stelle Verantwortung zu übernehmen. Im Besonderen gilt
das für die Leitungsverantwortlichen.
4.
Öffentlichkeitsarbeit: in der Kirchengemeinde, Kulturarbeit entwickeln, Besuchsdienst aufbauen. 5.
Haus-Konzept entwickeln. Wir werden
in gemeinsamer Arbeit und in gegenseitigem
Vertrauen unsere Arbeit tun und gestalten.”
So fing unsere gemeinsame Arbeit zunächst im Fliedner-Heim, später im Verbund
der Altenheime an. Erstaunlich ist, dass wir
in den neun Jahren unsere Ziele nie aus dem
Blick verloren haben und mit der wohlwollenden Unterstützung unserer Diakonie-Leitung
eine moderne Altenheim-Arbeit verwirklichen
konnten mit einer sehr zufriedenen Bewohner-, Mitarbeiter-, und Angehörigen-Gemeinschaft. Mit den gemeinsamen Zielen haben
wir immer wieder einen Weg gefunden, den
BewohnerInnen und allen Mitwirkenden ein
hohes Maß an Zufriedenheit zu gewähren.
Beim Sommerfest 2014 begeisterte eine Artistin die Senioren und ihre Besucher.
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Jahre Fliedner-Heim
Das Besondere im Alltäglichen
Seitdem es das Fliedner-Heim gibt, hält
Pfarrer i.R. Winfried Kratzenstein hier
Gottesdienste. Neben den Bewohnern
kommen auch einige externe Gemeindeglieder und praktisch immer wirken Chöre
aus der Nachbarschaft mit.
6.
Während der Gottesdienste sind immer
Mitarbeiterinnen des Hauses anwesend, so
dass etwa bei eventuellen „Zwischenfällen“
für angemessene Hilfe gesorgt ist.
Für die Zukunft wünsche ich dem FliednerHeim und seinen Bewohnern weiterhin Gottes Segen und Geleit – getreu dem Psalmwort: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines
Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.“
(Ps. 26,8)
1.
Die Gottesdienste sind immer sehr
gut besucht: natürlich zum großen Teil durch
die Bewohner/innen des Hauses, aber auch
von „normalen“ Gemeindegliedern, die offensichtlich die familiäre Atmosphäre in der
Luisenstraße schätzen. Dieses Miteinander
von „Internen“ und „Externen“ gibt es so in
anderen Pflegeheimen nicht.
3.
Die sichtbare Verbindung zur HeimatKirchengemeinde wird außerdem dadurch
unterstrichen, dass seit langem Weidenauer
8
Seit fast zwei Jahren lebt Marianne Veit
im Fliedner-Heim. Nach anfänglicher
Skepsis genießt sie das gute Miteinander.
7.
Seit über 20 Jahren begleitet Hans
Hermann Steiner kompetent und einfühlsam
auf dem E-Piano die Choräle und erfreut
besonders am Ende der wöchentlichen Andachten die Besucher mit seiner hellen Tenorstimme, in dem er für sie passende geistliche Lieder vorträgt.
Seit 30 Jahren halte ich immer wieder
Gottesdienste im Fliedner-Heim. Neben den
wöchentlichen Andachten finden diese normalerweise einmal im Monat statt. Sie zeichnen sich durch einige Besonderheiten aus,
die ich für bemerkenswert halte:
2.
Praktisch immer wirken Chöre mit:
natürlich besonders oft von der heimatlichen
Kirchengemeinde Weidenau: der Kirchenchor, der gemischte Chor von der Ev. Gemeinschaft, der Posaunenchor des CVJM
und über viele Jahre der Calvin-Chor bis
zu seiner Auflösung vor fünf Jahren. Aber
auch Chöre (singend und blasend) aus der
Nachbarschaft erfreuen die Gottesdienstbesucher immer wieder. Wo gibt es sonst ein
so regelmäßiges kirchenmusikalisches Angebot? (Diese Tradition geht übrigens auf den
früheren Heimleiter, Diakon Hans Eisenberg,
zurück, der sie Anfang der 1990iger Jahre
begründete)
Eine Bewohnerin erzählt
Liebevoll gestalteter Altar für den Gottesdienst
Frauen ehrenamtlich an den Gottesdiensttagen „Schiebedienste“ leisten. Auf diese
Weise wird auch den Rollstuhlfahrern aus
dem Hause die Teilnahme am Gottesdienst
ermöglicht – und das Personal entlastet.
4.
Es ist ferner erwähnenswert, dass jeweils ein Mitglied des Weidenauer Presbyteriums am Gottesdienst teilnimmt, am Schluss
die Kollekte einsammelt und die Gottesdienstbesucher persönlich mit verabschiedet.
5.
Der gottesdienstliche Raum wird immer sehr stil- und liebevoll geschmückt – besonders natürlich in der Advents- und Weihnachtszeit und am Erntedanktag.
Schon lange klingen aus dem FliednerHeim die Ankündigungen und Einladungen
zum 30jährigen Jubiläum heraus.
Ein Anlass für mich, als Bewohnerin von
meinen Erlebnissen hier zu berichten. Im November 2013 begann für mich ein Neuanfang,
den ich mit viel Skepsis angenommen habe.
Wider Erwarten verflog meine Skepsis
schnell bei all der Freundlichkeit und all den
liebevollen Zuwendungen, die ich hier erfahren habe. Es machte mich glücklich und froh,
dass ich hier so ein schönes Zimmer bekam
und in einen Kreis von 21 Bewohnern kam,
mit denen ich basteln, speisen und singen
konnte. Dadurch entstand ein freundliches
Miteinander und Einsamkeit kam gar nicht
erst auf, was mir sehr am Herzen lag, da meine Angehörigen weit entfernt wohnen und wir
nur telefonischen Kontakt pflegen können.
Es ist mir ein besonderes Anliegen, diese
Worte zu hinterlassen, bevor der Herr sich
entschließt, mich zu sich zu rufen.
Ich bedanke mich herzlich bei Allen für die
Mühe, die sie mir in jeder Weise entgegengebracht haben.
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Jahre Fliedner-Heim
Jahre Fliedner-Heim
Kein Tag ohne Musik und Gesang
von Gemälde-Ausstellungen, den sogenannten Vernissagen, welche über viele Monate im
ganzen Haus verteilt zu betrachten sind.
Ein besonderes Ereignis bzw. ein musikalischer Höhepunkt ist die jährliche Weihnachtsfeier, zu welcher eine Flötengruppe
und der vom Organisten geleitete „FliednerChor“ mit einigen schönen Weihnachtsliedern
die Feier musikalisch bereichern. Die Gemeinde singt natürlich auch einige bekannte
Weihnachtslieder. Der Fliedner-Chor besteht
aus geübten und inzwischen auch älter gewordenen Sänerinnen und Sängern aus dem
Weidenauer Kirchenchor, dem gemischten
Chor, dem Calvin-Chor sowie aus Bediensteten des Hauses. Alle Sängerinnen und Sänger freuen sich jedes Jahr auf diese wunderschöne und gehaltvolle Feier, aber auch auf
das anschließende, leckere Festessen.
Seit 22 Jahren bereichert Hans-Hermann
Steiner als Organist und Sänger die Gottesdienste und Hausmusik-Nachmittage
im Fliedner-Heim. Wichtig ist ihm dabei,
dass auch die Bewohner beim Singen
einbezogen werden.
Wenn Musik ertönt, schwingen Bewohner und Mitarbeiter
im Fliedner-Heim gerne einmal das Tanzbein.
Neben der guten und liebevollen Pflege
zählen auch die Musik und Gesang seit über
20 Jahren zum festen Bestandteil des Fliedner-Heims. Die Musik erfreut des Menschen
Herz und weckt Erinnerungen an vergangene
Zeiten. So wurden im Jahre 1994 durch den
neuen und sehr musikbegabten Heimleiter Hans Eisenberg und den damals schon
tätigen Organisten und Chorleiter Hans
Hermann Steiner, viele neue musikalische
Akzente gesetzt, welche bis heute ihren Fortbestand haben. Für die einmal im Monat statt
findenden Gottesdienste wurde ein Chorplan
erstellt mit Gesangschören und Posaunenchören aus Weidenau und dem hiesigen
Umkreis, die im Wechsel die Gottesdienste
bis heute mitgestalten und bereichern. Die
oft schwierige Terminplanung organisiert seit
vielen Jahren Brigitte Schäfer.
Ferner wurden monatliche HausmusikNachmittage ins Leben gerufen, wobei zunächst Heimleiter Hans Eisenberg sowie
Organist und Tenor-Sänger Hans Hermann
Steiner und die Flötistin Almut Pieck das Programm gestalteten. Später wurde unter der
Leitung und Organisation Ulla Rompel-Birkefeld eine Vielzahl unterschiedlichster Gruppen von Solisten, Chören, Instrumentalisten
und dem Weidenauer Flötenkreis bis heute
eingeladen, um die Heimbewohner/innen mit
bekannten Musikstücken, Volksliedern und
Evergreens zu erfreuen. Oftmals werden diese Hausmusiken verbunden mit Eröffnungen
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Ein besonderer Gottesdienst findet am
Ewigkeitssonntag statt, in dem verstorbener
Heimbewohner/innen mit dem Anzünden von
Kerzen gedacht wird. Auch diese Feier wird
musikalisch mit passender Musik umrahmt.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass auch
die Mittwoch-Andachten musikalisch begleitet und am Ende durch einen Sologesang
vom Organisten Steiner bereichert werden,
der seit 1993 (22 Jahre) als Gottesdienst-Organist und seit Juli 2009 (6 Jahre) jeden Mittwoch zur Andacht in Treue seinen Dienst tut.
Bei allen Veranstaltungen werden die Heimbewohner/innen zum Singen mit einbezogen,
und auch bei den Morgenrunden werden aus
dem hauseigenen Liederbuch „Miteinander
Singen“ die bekannten Lieder angestimmt.
So vergeht kein Tag ohne Musik und Gesang
im Fliedner-Heim.
Organist Hans-Hermann Steiner in Aktion
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Das Fliedner-Heim tanzt
Bildergalerie
Besuch von der
lettischen
Diakonie 2014
100. Geburtstag von Frau Weigelt
Auch außerhalb
des Heims ein
starkes Team:
Der Firmelauf
Frühsport an der
frischen Luft
Die Bewohner freuen sich schon auf die Ernte: Unser Hochbeet
Fleißige Helfer
im Hintergrund:
Unsere Servicemitarbeiter
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Gottesdienst zum
Welt-Alzheimertag 2014
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Mitarbeiterbeiträge
„Hier im Fliedner-Heim bin
ich jetzt schon seit fast 13
Jahren eingebunden in ein
gutes Team. Hier erlebe ich
viele wertschätzende, intensive Begegnungen zu den
unterschiedlichsten Menschen. Diese Begegnungen
bereichern mich in meinem
Leben nachhaltig.“
Marita Dornseifer
Begleitender Dienst
„In meinem Beruf muss
man hart arbeiten und stets
aktiv mitwirken. Die Heimbewohner sind fast immer
auf die Unterstützung des
Pflegepersonals angewiesen.
Oftmals ist es eine wunderbare Belohnung, wenn zu
Pflegende ihre Dankbarkeit
durch ein Lächeln oder ein
ausgesprochenes Dankeschön zeigen.“
„Ich gehöre seit 2010 mit zu
den ersten Alltagsbegleiterinnen im Fliedner-Heim. Damit
sich unsere Bewohner in
ihrem neuen Zuhause wohlfühlen, unterstütze ich sie mit
viel Freude und einem
tollen Team.“
„Das Wichtigste für mich
ist, dass die Menschen, die
bei uns wohnen, zufrieden
sind, sich wohl und geborgen fühlen und wir sie in der
letzten Lebensphase würdevoll begleiten. Dabei vermitteln wir den Bewohnern
eine gute, vertrauensvolle
Atmosphäre. Das kann nur
in einer guten Zusammenarbeit und Absprache mit allen
Kollegen/innen im Team und
allen anderen Berufsgruppen
gelingen.“
Kerstin Wissenbach
stellv. Wohnbereichsleitung
Martina Reichmann
Pflegehelferin
„In meiner Tätigkeit als Altenpflegerin habe ich einen reichen
Schatz an Erfahrungen und
Erlebnissen mit den Bewohnern
gesammelt, von denen ich lerne
und profitiere.“
Rotraut Meiswinkel
Betreuungskraft
„Sehr wichtig ist mir vor allem ein
guter und ausreichender Kontakt
zu unseren Bewohnern, aber
auch eine gute Zusammenarbeit
mit allen anderen Bereichen.
Meine vielfältige Tätigkeit bereitet
mir immer noch große Freude
und ich komme jeden Tag erneut
gerne zum Dienst.“
Gerlinde Kamper
Servicekoordinatorin
Ira Samiev
Wohnbereichsleitung
„In den 20 Jahren meiner Tätigkeit im Fliedner-Heim habe ich
immer großen Wert auf einen
wertschätzenden Umgang und
einen guten Ton im Miteinander
von Kollegen/innen, Bewohner/
innen und Angehörigen gelegt.“
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Brigitte Pulfrich
Wohnbereichsleitung
„Gemeinsam mit den Bewohnern im FliednerHeim erlebe ich täglich Freude, Spaß und
Glück, aber auch Trauer, Leid und Tränen. Das
schweißt uns zusammen.“
Mareike Hagen
Pflegefachkraft
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Jahre Fliedner-Heim
„Meine Ausbildung im Fliedner-Heim
war mehr als eine Erfahrung, es war
ein schönes Erlebnis.“
„Mir macht die Ausbildung zum Altenpfleger sehr viel Spaß.
Es ist zwar eine harte Arbeit, aber man bekommt auch viel
menschliche Wärme und Dank von den Bewohnern zurück.
Gerade durch mein Alter (55 Jahre) und meine Lebenserfahrung werden ich von vielen Bewohnern akzeptiert und gemocht. Die menschliche Wärme zu den Bewohnern ist überall
im Fliedner-Heim spürbar.“
„Ich bin seit dem 15.01.1995 als Altenpflegehelferin im Fliedner-Heim auf Station 3 beschäftigt. Das
Wichtigste ist für mich Freundlichkeit, Sorgfalt und
Gründlichkeit im Umgang mit den Bewohnern. Zufriedenheit und ein Dankeschön von den Bewohnern
gibt mir ein Lächeln. Auch die Zusammenarbeit mit
den Kollegen macht mir Freude.“
Dorothee Schwarz
Pflegehelferin
Cora Becker
Auszubildende Altenpflege
Harald Spiegelberg
Auszubildender Altenpflege
Lisa Fischer
Pflegefachkraft
Pia Kretzer
Verwaltung
„Nach einer langen
Familienzeit ist mir im
Juni 2011 im FliednerHeim der berufliche
Wiedereinstieg gelungen. Dafür bin ich
sehr dankbar.“
„Als ich die Möglichkeit bekam in der Verwaltung des FliednerHeimes zu arbeiten, war ich sehr erfreut. Ich fühle mich dem
Haus verbunden, arbeite sehr gerne hier. Die familiäre Atmosphäre und den guten Kontakt zu Mitarbeitern und Bewohnern
empfinde ich als sehr angenehm.“
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„Die Herzlichkeit und Dankbarkeit der
Menschen ist das größte Lob und die beste
Motivation für meine Arbeit.“
„Die Nachtwache gratuliert zum 30jährigen
Jubiläum. Seit dem
1.09.1999 bin ich froh,
eine Mitarbeiterin des
Fliedner-Heimes zum
sein. Meine Arbeit, die
ich mit Liebe und gerne
mache, ist ein positiver
Ausgleich für mein Leben. Ich hoffe noch auf
viele weitere Jahre.“
Birgit Wurm
Verwaltung
Ismete Kura
Pflegefachkraft (NW)
„Im Fliedner-Heim herrscht eine
warme und familiäre Atmosphäre
und liebevoller Umgang mit den
Bewohnern.“
Fabienne Brunet
Pflegefachkraft
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Jahre Fliedner-Heim
Jahre Fliedner-Heim
Helfer für alle Fälle
Ohne freiwilliges Engagement geht es nicht
Seit über 20 Jahren gibt es im FliednerHeim zahlreiche Ehrenamtliche. Sie besuchen Bewohner, lesen vor oder laden zu
einem Spaziergang ein. Zudem sind sie
jedes Jahr im Sozialhäuschen auf dem
Siegener Weihnachtsmarkt zu finden.
Über 40 Ehrenamtliche sind jede Woche
für die Menschen im Fliedner-Heim da.
Einige von ihnen unterstützen das Seniorenheim seit über 20 Jahren. Für Einrichtungsleiterin Marianne Braukmann ist das
nicht selbstverständlich.
An dieser Stelle möchte ich von den ehrenamtlichen Mitarbeitern berichten, die im Haus
unsere Bewohner wöchentlich besuchen. Von
diesen Personen sind drei schon länger als
19 Jahre in unserem Haus tätig.
Über 40 ehrenamtliche Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen sind zur Zeit in unserer
Einrichtung tätig. Ohne dieses Engagement
wäre unsere Einrichtung gar nicht denkbar.
So eng ist die Arbeit dieser vielen Ehrenamtlichen mit unseren Abläufen verzahnt. Da
viele Ehrenamtliche unser Haus schon über
viele Jahre begleiten, sind enge Kontakte
gewachsen. Aus den Berichten von Frau
Donner, Herrn Steiner und Pfr. i. R. Kratzenstein wird deutlich, worin das vielfältige Engagement besteht. An dieser Stelle möchte
ich stellvertretend für alle, die sich engagiert
haben und noch engagieren, einige Personen
nennen:
Am längsten dabei ist (seit 1994):
•
Lieselotte Donner
Sie betreute ihre Mutter, die in unserem Haus
zwölf Jahre lebte.
Danach kamen
•
•
Christa Kwirand
Sigrid Schöler
Diese drei Damen hatten dann die Idee,
ehrenamtlich nicht nur Besuche
zu machen, vorzulesen, zu singen oder mit
den Bewohnern spazieren zu gehen,
sondern sie riefen
•
viermal im Jahr eine Waffelbackaktion
ins Leben, ebenso
•
viermal im Jahr wurde gegrillt
und auch die Idee des
•
Kaffeestübchens einmal im Monat
stammt aus dieser Zeit.
18
Da diese Aktionen nicht alleine zu bewältigen
waren, kamen weitere Ehrenamtliche hinzu,
das waren und sind zum Teil auch heute noch
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Heinz Kwirand
Günther Marx Hartmut Beermann
Carola Habermehl
Meinolf Eicher
Anneliese Eicher
Ilse Müller
Doris Ebert
Sigrid Höfler Gisela Simon
Mevlida Lautz
Annette Weigel
In den letzten Jahren hat ein Teil dieser
Ehrenamtlichen im Dezember in der
Adventszeit „das Sozialhäuschen“ auf dem
Weihnachtsmarkt betreut. Alle
aus diesen Engagements erzielten Einnahmen kamen jeweils dem Heim, d.h.
den Bewohnern zu gute.
Lieselotte Donner,
Angehörige, Heimbeirat,
Ehrenamtliche Mitarbeiterin
•
•
•
Unsere jetzige Bewohnerin,
Gertrud Brach, hat einige Jahre mitgeholfen, die Bewohner zu den
Veranstaltungen zu begleiten.
In diesem „Schiebedienst“ haben sich von der ersten Stunde (über 20 Jahre) an Gertrud Crepon,
Dorothea Gränzdörfer, Ilse Kraft,
Hannelore Münch und
Ingrid Rauschenbach engagiert.
Hans-Hermann Steiner begleitet
ebenso lange schon als Organist die Gottesdienste.
zügigen Spenden konnten in diesem Jahr
für ca. 3400 Euro verschiedene Anschaffungen getätigt werden. Von dem zur Verfügung gestellten Geld haben wir eine schöne
Schaukelbank, ein MotoMed, Ausstattung
für unsere Abschiedskoffer und einen Laptop angeschafft. Die Schaukelbank kann
erst nach dem Jubiläum auf dem Sonnenhof
aufgestellt werden. Wie Sie sehen, sind das
MotoMed und der Laptop schon in Betrieb
und werden gern genutzt.
Dank den Ehrenamtlichen
möglich: ein spezieller
Laptop für Senioren
Dank MotoMed sportlich bis ins hohe Alter
Ihnen Allen, auch denjenigen, die an dieser
Stelle nicht namentlich genannt sind, ein
herzliches Dankeschön.
Dank Ihrem Engagement und Ihren groß19
Jahre Fliedner-Heim
Jahre Fliedner-Heim
Zeit ist ein wertvolles Geschenk
Lieselotte Donner lernte das FliednerHeim als Tochter einer Bewohnerin kennen und wurde vor 21 Jahren zur ersten
ehrenamtlichen Mitarbeiterin der Einrichtung. Außerdem enagagiert sie sich im
Heimbeirat und als Fürsprecherin.
Heute, am 21. Juni 2015 feiert das Fliedner-Heim sein 30-jähriges Bestehen. Da ich
seit ca. 20 Jahren dieses Haus besuche –
zuerst als normale Besucherin, die ihre Mutter – die hier gepflegt wurde – besucht und
betreut, dann später als Mitglied des Beirates
und wiederum später als Heimfürsprecherin
möchte ich ein paar Worte zum Werdegang
des Heimes sagen. Als meine Mutter 1994 –
die schwer an Alzheimer erkrankt war – als
Bewohnerin ins Fliedner-Heim einzog, sah
die Pflegesituation in den Heimen noch ganz
anders aus als heute. Ich habe meine Mutter
– die hier im Haus noch 12 Jahre lebte – fast
täglich besucht und dabei natürlich soweit
möglich die Schwestern unterstützt, in dem
ich sie fütterte oder anfänglich noch im Rollstuhl spazierenfuhr. In so vielen Jahren fängt
man an heimisch zu werden, versucht – soweit möglich – auch andere Bewohner mit zu
betreuen und Engpässe zu beheben. Dabei
spielt das Miteinander zwischen Pflegepersonal und Besucher eine sehr große Rolle.
Vor 20 Jahren sah die Pflegesituation in den
Heimen aber auch noch ganz anders aus.
Damals gab es pro Station mindestens fünf
Schwestern, wenn möglich noch einen Zivildienstleistenden. Damit war die Pflege also
mehr als gesichert. Schwestern hatten auch
mal Zeit mit den Bewohnern zu reden beziehungsweise sich zu ihnen zu setzen, um
ihre Sorgen und Kümmernisse zu teilen. Eine
sogenannte Dokumentation – wie sie heute
auf jeder Station Pflicht ist – gab es in der
aufwendigen Form nicht – es blieb also wirklich mehr Zeit für die Bewohner.
Da fragt man sich – warum hat sich das
alles so geändert? Vergleiche ich die Situation mit heute, da gibt es auf den Stationen
manchmal nur zwei Pflegekräfte – aber die
gleiche Bewohnerzahl. Da sollte man meinen,
dass die eigentliche Pflege doch leidet.
Was das Fliedner-Heim anbetrifft – und das
kann ich nach so viel Jahren sagen – auch
wenn sich die personelle Situation drastisch
geändert hat – an der überaus guten Pflege
hat sich nichts geändert. Dazu muss man
sagen – dass kann nur zu Lasten des Pflegepersonals gehen – die alle einen guten Job
machen wollen und die letztendlich diesen
Beruf als ihre Erfüllung gewählt haben!
Anzumerken ist – viel von der fehlenden
Zeit an Betreuung – wird durch die vielen Ehrenämtler aufgefangen. Das, was vor 20 Jahren noch nicht vorhanden war ist heute ein
wichtiger Teil des Betriebablaufs. Da ist die
Gruppe der Vorlesedamen, die Gruppe der
Schiebedamen, Ehrenämtler für’s Kaffeestübchen, Frauen und auch Männer für Besuche
und Betreuung. Eine ganz große Hilfe, wobei
ich sagen kann, dass das Fliedner-Heim –
was die Ehrenämtler anbetrifft – mehr als gut
ausgestattet ist. Was wiederum für eine gute
Leitung und Betreuung des Heimes spricht.
Bis heute – und das bestätigt das Vorhergesagte – ist das Fliedner-Heim mehr als gut
ausgelastet. Begünstigt natürlich durch die
gute Lage, aber auch der Ruf der guten Pflege und Betreuung. Obwohl es sich um ein
älteres Haus handelt und noch über eine Anzahl Doppelzimmer verfügt, was nicht mehr
dem heutigen Standard entspricht.
Wir sind sicher, dass sich dieser Zustand in
nächster Zukunft ändert.
Ich selber – inzwischen auch in die Jahre
gekommen – werde meinen Lebensabend
– wenn möglich – sicher im Fliedner-Heim
verbringen.
In der Mitte: Lieselotte Donner, die dienstälteste Ehrenamtliche, beim Waffelnbacken.
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Jahre Fliedner-Heim
Jahre Fliedner-Heim
Mitarbeitersommerfest
2012
Von der Auszubildenden zur Einrichtungsleiterin
Vor 19 Jahren kam Marianne Braukmann
zum ersten Praxiseinsatz ins FliednerHeim kam. 17 Jahre später übernahm sie
die Leitung des Seniorenheims.
Ihr Motto: Dem Menschen in und mit
Würde begegnen.
Meine ersten Eindrücke im Fliedner-Heim
1996 stehen mir noch deutlich vor Augen.
Mein erster Praxiseinsatz in dem besagten
Jahr führte mich ins Fliedner-Heim. Sr. Helga
Hartmann, die damalige Pflegedienstleitung,
empfing mich und leitete mich an Sr. Rosi
Bach weiter, auf deren Bereich ich meinen
Praxiseinsatz absolvieren sollte.
Der Anfang war mir schwer. Ich tauchte
damals in eine für mich vollkommen neue
und unbekannte Welt ein. Damals hätte ich
nie gedacht, dass ich 17 Jahre später als Einrichtungsleitung hier arbeiten würde.
Wenn ich an meine Zeit im Fliedner-Heim
denke, stehen mir Menschen vor Augen: Mitarbeiter – aber auch viele Bewohner. Stellvertretend für die Menschen und die vielen wertvollen Begegnungen nenne ich zwei Namen:
Hans Eisenberg, langjähriger Heimleiter und
Christa Mandt, Pflegedienstleitung und spätere Heimleitung.
Beide haben mir vorbildhaft vorgelebt, wie
die Leitung und Führung einer Einrichtung
aussehen kann:
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Kreatives Denken, das sich in Visionen und konkreten Plänen verwirklicht
Aufmerksames Zugewandtsein und
eine am Menschen und ihren
Geschichten interessierte Neugier
Idealismus und das stete Bemühen, christliche Inhalte in einem
wirtschaftlich geführten Unternehmen zu verankern
gesunder Pragmatismus, dem die konkrete Umsetzung von pflegerischen und betreuenden Zielen in den
praktischen Bezügen des Alltags
gelingt
Inspiriert von diesen Vorbildern gestalte
ich heute meinen Alltag als Einrichtungsleitung. Leitmotiv dabei ist für mich das Motto,
das wir für das 20jährige Jubiläum gewählt
haben: Dem Menschen in und mit Würde zu
begegnen.
Marianne Braukmann,
Einrichtungsleiterin
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Schlüsselübergabe an
Herrn Ziel
Sommerfest
2014
Verabschiedung von
Hausmeister Herr Hofmann 2014
Von den Ehrenamtlichen gespendet:
eine Schaukelbank
Frau Kamper,
Servicekoordination
Mein Wunsch für die Zukunft: Das Fliedner-Heim – in welcher Form und an welchem
Ort auch immer – möge ein Haus sein und
bleiben, in dem Menschen gerne leben und
auch arbeiten. Dann wird es ein Ort sein, wo
Gott ist und es Menschen gut gehen wird.
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Das Jubiläums-Team: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind immer für die Bedürfnisse der Bewohner da.
Jahre Fliedner-Heim