Karl Mosch überraschend gestorben

Karl Mosch überraschend gestorben
20.04.2016 19:37 Uhr
Königsmoos (kpf) Er war ein Mann des Ehrenamtes, hat in seiner Heimatgemeinde mit Herz und Hand viel
bewegt, hatte viele Freunde und Weggefährten: Karl Mosch (Bild). Gestern verstarb der bekannteste
Klingsmooser völlig überraschend in den Mittagsstunden.
Heiner Seißler, Bürgermeister der Gemeinde Königsmoos, mochte es zunächst gar nicht glauben. Noch am Dienstag
hatte er mit dem 75-Jährigen einen gemeinsamen Termin in der Diözese Augsburg. "Es ging ihm gut. Die Sonne hat
geschienen und wir hatten auf der gemeinsamen Fahrt zwei Stunden Zeit uns über alles mögliche zu unterhalten",
berichtet Seißler. "Sein Tod ist ein Riesenverlust für die Gemeinde und den Landkreis."
Mosch war im Donaumoos allen bekannt. Seine Wiege stand allerdings im Sudetenland, von wo er als Fünfjähriger mit
seinen Eltern ins Moos gekommen war. Der Sozialdemokrat engagierte sich in zahlreichen Ehrenämtern, war 30 Jahre
Gemeinderat, drei Perioden lang Dritter Bürgermeister der Gemeinde Königsmoos und 18 Jahre Kreisrat. Er war
Gründungsmitglied des Tennisclubs und des Schützenvereins Enzian, zwölf Jahre lang Gauschützenmeister im Gau
Pöttmes-Neuburg und seit 2014 Ehren-Gauschützenmeister. 1976 gründete er die Reservistenkameradschaft
Königsmoos und wurde deren Vorsitzender, engagierte sich in der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung
und war als Kirchenpfleger der Pfarrei St. Josef tätig. Nicht zuletzt fungierte Mosch fast ein Dutzend Mal als Festleiter bei
Kirchen- und Vereinsfesten. Am 15. März konnte er seinen 75. Geburtstag im Familienkreis feiern, verbunden mit dem
Vorsatz, es nun etwas ruhiger angehen zu lassen. Das hat nur bedingt funktioniert, denn nichts zu tun, war seine Sache
nicht.
Beim Schützengau Pöttmes-Neuburg hat die Nachricht von Moschs Tod Bestürzung ausgelöst. "Das kam jetzt so
überraschend. Vor acht Tagen waren wir noch beim Bezirksschützentag. Er war ein väterlicher Freund für mich", trauert
Gauschützenmeister Alois Helfer, Pöttmes, um seinen Förderer.
Von Klaus Peter Frank
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