Pfarreiblatt-Ausgabe 16

16/2015 16. bis 30. September Kath. Pastoralraum meggerwald pfarreien
Das Bistumsjugendtreffen 2015 findet in Luzern statt
Zugänge zur Kirche aufspüren
2 Luzern – Schweiz – Welt
Aus der Kirche
International
Loyola-Gymnasium im Kosovo
Luzern
Hochschulseelsorge Luzern
Sabine Boser neu im Team
Das Seelsorgeteam
der Universität und
Hochschule Luzern
ist wieder vollständig. Auf reformierter Seite tritt Pfarrerin Sabine Boser
die Stelle als Hochschulseelsorgerin
am 1. Januar 2016 mit einem Pensum
von 40 Prozent an. Sie bleibt zugleich
Beauftragte für Religionsunterricht
der reformierten Kantonalkirche.
Die gemeinsame ökumenische Fortführung der Hochschulseelsorge ist
damit sichergestellt. Auf katholischer
Seite hat der Jesuitenpater Andreas
Schalbetter bereits Anfang Juni mit
seiner Aufgabe begonnen.
Zehnjährige Erfolgsgeschichte
Das von deutschen Jesuiten geleitete
Loyola-Gymnasium ist eine der wenigen katholischen Schulen im überwiegend muslimischen Kosovo. In
zehn Jahren gelang es Schulgründer
Pater Walter Happel in dem vom
Bürgerkrieg gezeichneten Land eine
Schule mit hervorragendem Ruf aufzubauen. Weil kosovarische Schulabschlüsse im Ausland wenig zählen, führte Happel zusätzlich zum
staatlichen auch ein schulinternes
Abitur ein, ausgerichtet an deutschen
Standards. Die Erziehung am LoyolaGymnasium in Prizren findet auf der
Basis christlicher Werte statt. Jungen
und Mädchen stellen den gleichen
Anteil und Sportunterricht gibt es für
alle. Die Schule steht Angehörigen
aller Religionen offen. Sie soll helfen, dass eine jüngere Generation ein
besseres Kosovo aufbaut.
Pfarrei Knutwil
Drei Fahnen werben für den Kircheneintritt
Die Pfarrei Knutwil hat neu «Feiertags- und Werktagsfahnen». Blauweiss und gold-weiss zeigen Feiertage an. An normalen Tagen leuchten
sie orange.
Auf einer der neuen orangen Fahnen steht die Webadresse kircheneintritt-lu.ch. Dieses Portal für den
Wiedereintritt in die Kirche hat die
Landeskirche vor einem Jahr aufgeschaltet. Die zweite Fahne nimmt
das Motto des Jubiläums 180 Jahre
Pfarrkirche Knutwil im Jahr 2012 auf:
«Üsi Chele esch en Liechtblick för
alli». Die dritte Fahne erinnert daran,
dass die Kirche Begegnungen schafft.
Alle drei Botschaften nehmen Bezug
zum Leitbild der Pfarrei KnutwilSt. Erhard.
Neben diesen drei Fahnen können
die beiden Fahnenwarte an Feier-
Treffpunkt Buch
«Die Alten und die Jungen»
«Hier kocht
der Chef,
kommen Sie
trotzdem!»
Als der Kapuziner Hanspeter Betschart – er
stammt aus
Hochdorf –
seinem Vater von diesem Schild
erzählte, bekam er zur Antwort:
«Häng doch auch ein Schildchen
an das Portal deiner grossen Martinskirche: ‹Hier predigt der Pfarrer selber, kommen Sie trotzdem!›»
Nun, so schlimm kann es nicht
gewesen sein. Denn als Bruder
Hanspeter am 1. August sich von
seiner Oltner Pfarrei verabschiedete, kamen 1100 Gläubige in die
Kirche … Anschliessend lud der
abtretende Pfarrer zur Vernissage
seines neuesten Anekdotenbüchleins ein, von ihm selber geschrieben. Lesen Sie es trotzdem …
Walter Ludin
Hanspeter Betschart: Domspatzen und
Säulenheilige. Knapp Verlag Olten 2015.
130 S., Fr. 24.80. Erhältlich im Buchhandel und beim Autor: Br. Hanspeter Betschart, Kapuzinerkloster, Wesemlinstr. 42,
6006 Luzern. Die 2. Vernissage findet
am 24. September um 19.30 Uhr im Pfarreizentrum Hochdorf statt.
Stift Heiligkreuz in Österreich
Kloster erreicht Höchststand
Die drei Werktagsfahnen vor der
Bild: Thomas Stillhart
Kirche Knutwil.
tagen gold-weisse und blau-weisse
Fahnen hissen. Gold-weisse sind
kirchlicher, blau-weisse kantonaler
Natur.
Das Zisterzienserstift Heiligenkreuz
im Wienerwald freut sich über einen
historischen Höchststand bei der
Zahl seiner Mönche, den es durch
die Einkleidung von 8 Novizen erreicht hat. 91 Ordensmitglieder leben
damit in dem nahe Wien gelegenen
Stift. «So viele waren wir zuletzt im
13. Jahrhundert», teilte das Stift, das
seit 1133 ununterbrochen besteht,
auf seiner Website mit.
Adligenswil – Meggen – Udligenswil 3 Zur Pensionierung von Kobi Limacher
Abschluss und Neuanfang
Am 19. September geht unser langjähriger Sakristan Kobi Limacher in
seine verdiente Pension. Muss das
wirklich sein?, ist man versucht zu
fragen. Doch der Wechsel gehört
zum Leben und eröffnet immer wieder neue Wege.
«W
enn der Wind
der Veränderung weht,
bauen die einen Mauern und
die anderen Windmühlen.»
Chinesisches Sprichwort
Wer je mit Kobi Limacher zusammengearbeitet hat, schätzt ihn, anders geht es gar nicht! Bei ihm spürt
man förmlich, dass sein Beruf als Sakristan nicht nur ein Job ist, sondern
dass er ihn als Berufung lebt.
Da ist nicht nur einfach das gemacht,
was zu seinen Aufgaben gehört und
was man auch noch machen könnte,
damit es perfekt ist. Nein, es ist noch
mehr gemacht! Die Lieder sind im
Büchlein des Zelebranten bereits
markiert, an der Flügeltüre beim Ausgang ist der untere Schieber bereits
offen, damit man sich nicht mehr bücken muss, wenn man sie öffnet, um
die Gottesdienstbesuchenden zu verabschieden, und …
Ja, da gäbe es noch viel mehr zu erzählen, aber ich höre jetzt auf, weil
ich weiss, dass es ihm peinlich ist,
wenn man ihn so lobt. Er will einfach
nur ein bescheidener Arbeiter im
Hintergrund sein. Das war er auch
immer und deshalb rückt er zu seiner
Verabschiedung nochmals in die Öffentlichkeit, um unser grosses Danke
zu bekommen. Denn so steht es halt
schon in der Bibel, lieber Kobi: «Die
Letzten werden die Ersten sein.» Gerade deshalb verdienen auch die bescheidensten Mitarbeiter einen grossen Dank!
Natürlich will man einen solchen Sakristan nicht ziehen lassen. Aber das
Geht in die verdiente Pension:
Kobi Limacher.
viel Freude an deinem neuen Lebensabschnitt und gebe dir gerne ein
chinesisches Sprichwort mit auf den
Weg im Wissen darum, dass du dich
auch nach deiner Pensionierung
nicht einmauern wirst!
Hanspeter Wasmer, Pfarrer
wäre eine sehr eigennützige Sichtweise. Wechselt man sie auf den
Menschen Kobi, dann ist ihm diese
Zeit der Freiheit nach der vielen Zeit
der Arbeit redlich zu gönnen. Endlich
kann er für eine längere Zeit bei seinem Sohn in China weilen, endlich
kann er sich wieder mehr Zeit für seine Hobbys nehmen.
Lieber Kobi, im Namen der Pfarrei
danke ich dir ganz herzlich für deine
vielen Dienste, die du für uns alle geleistet hast, und freue mich, dass du
dich als Aushilfssakristan weiterhin
zur Verfügung hältst. Ich wünsche dir
Apéro zur Verabschiedung
Nach dem Gottesdienst am
19. September in der Magdalenenkirche gibt es zur Verabschiedung von Kobi Limacher einen
Apéro, zu dem alle ganz herzlich
eingeladen sind!
Hans Duss jun. wird seit dem
1. September durch Kobi Limacher als neuer Sakristan in sein
Amt eingeführt und wird diese
Aufgabe ab dem 21. September
ganz wahrnehmen. Wir wünschen
ihm alles Gute und viel Freude bei
seiner neuen Aufgabe!
4 Adligenswil – Meggen – Udligenswil
Pastoralraum
Adlige aktuell
fort täglich sinnvoll nutzen und Ihr
neu erlerntes Wissen auch Ihren Kindern weitergeben.
Gedanken zum Bettag: danken,
beten, Busse tun …
Frauenbund
Datum: Mittwoch, 28.10., 4.11., 11.11.
oder Donnerstag, 29.10., 5.11., 12.11.
Zeit: 19.00–21.15
Leitung: Georgia Bucher Dittrich,
[email protected]
Ort: Winkelbüel 2
Kosten: Mitglieder Fr. 150.–
für 3 Kursabende,
Nichtmitglieder Fr. 170.–
für 3 Kursabende
Anmeldung/Auskunft: bis 21. Oktober bei Mirjam Meyer, 079 478 68 75,
[email protected]
«Danke» sagen wir jemand anderem.
Einem, dem wir etwas zu verdanken
haben. Wer dankt, weiss, dass er sich
und sein Leben nicht sich selbst verdankt. Die wirklich schönen und erfüllenden Erfahrungen in unserem
Leben werden uns meist geschenkt.
«Beten», sich mit seinem ganzen Leben vor Gott stellen, sich ihm anbieten und mit Gottes gütigen Augen das
eigene Leben betrachten, das tut gut,
denn wir verzetteln uns dann nicht in
Details, sondern wagen den Blick auf
unser Leben als Ganzes.
«Busse tun» klingt zu allererst vielleicht nicht sonderlich «amächelig»,
aber wir tun das hoffentlich unser Leben lang: Nämlich das aus unserem
Leben zu beseitigen, was uns daran
hindert, dankbare Menschen zu sein.
Und uns nicht der Illusion hinzugeben, Glück sei nur eine Frage des Willens und der eigenen Kraft. Wer zudem wagt, im Gebet seinen Charakter als Ganzes in den Blick zu nehmen mit seinen Höhen und
Abgründen, der wird selbst schnell
herausfinden, was Busse tun in seinem Leben bedeutet.
Um für sein Leben – trotz allem – zu
danken, um sein Leben vorbehaltlos
in den Blick zu nehmen und ohne Lamentieren einen Neuaufbruch zu
wagen, dazu muss man kein Christ
sein. Aber wenn man versucht, einer
zu sein, dann kommen wir nicht
drumherum. So können wir es wagen, diesen staatlichen Feiertag, diesen Eidgenössischen Dank-, Bussund Bettag untereinander und mit
allen Menschen guten Willens zu begehen.
Rolf Asal, Diakon
Auf Robin Hoods Spuren
Als eine der ersten Erfindungen haben Pfeil und Bogen die Menschheit
bis in die heutige Zeit treu begleitet.
Waren sie früher als Jagd-, Kriegsund Verteidigungswaffe im Einsatz,
so werden sie heute fast ausschliesslich als Sportgeräte verwendet. Versuchen Sie, die Mitte zu treffen! Das
Ziel im Blick behalten und dabei
Spass haben – das ist Bogenschiessen. Ob Naturtalent oder nicht, der
Pfeil-und-Bogen-Event bietet auch
Anfängern vergnügliche Stunden.
Datum: Dienstag, 13. Oktober
Zeit: 19.30–21.00
Ort: Strebel Bogensport,
Grabenhofstrasse 16, Kriens
Treffpunkt: nach Anmeldung und
Absprache
Kosten: Fr. 50.– Mitglieder,
Fr. 70.– Nichtmitglieder
Anmeldung/Auskunft:
bis 28. September bei Mirjam Meyer,
079 478 68 75,
[email protected]
Homöopathie
mit Farben und Symbolen
Eintauchen in die bunten Schwingungen der Vitalität, des Erfolges und
der Entspannung. Die Kraft der Farben und Symbole hat für alle unsere
Lebensbereiche eine entscheidende
Bedeutung. Gezielt eingesetzt, sind
diese Farben und Symbole eine wundervolle Bereicherung in allen Lebenslagen.
An drei Kursabenden vertiefen wir
deren Bedeutung und erlernen ihre
ganzheitliche Anwendung. Die wertvolle Energiemedizin können Sie so-
Aktives Alter Adligenswil
Flurwanderung vom
­Reppischtal ins Rummeltal
Diese einfache Flurwanderung führt
uns vom zürcherischen Birmensdorf
ins aargauische Rudolfstetten im
Rummeltal. Die Wanderzeit beträgt
ca. 2½ Stunden, mit 150 m Auf- und
50 m Abstieg. Wir wandern durch
Feld, Wald und Wiesen, nach anfänglich kurzem Anstieg führt die Wanderung vorbei an einsamen Weilern
und Bauernhöfen.
Datum: Dienstag, 29. September
Treffpunkt und Zeit:
Adligenswil Dorf, 08.15
Ankunft Adligenswil: ca. 16.34
Verpflegung/Kaffeehalt: Kaffeehalt
vor der Wanderung in Birmensdorf
im Café Centrum. Mittagessen aus
dem Rucksack. Mittagshalt in Waldhütte «Berikon».
Kosten: Halbtax Fr. 23.– und Fr. 3.–
Anmeldung: bis Sonntag, 27. September an Sepp Brem, 041 370 61 46,
077 478 36 33.
Meggen –
Udligenswil 5 Mütter-/Väterberatung
Frauennetz
Krabbeltreff/Kontaktzmorge
Datum: Donnerstag, 24. September
Zeit: 14.00–17.00
Ort: Haus «Alte Post»,
Udligenswilerstrasse 3
Voranmeldung: jeweils vormittags,
Erna Stocker, 041 208 73 41
Frauenpower
Ideal für junge Eltern, um Kontakt zu
knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.
Meggen aktuell
Die «Ex-Freundinnen» – ComedyAbend inklusive Stadtführung in Bern
Datum: Samstag, 21. November
Zeit: 13.30–24.00
Gemeinsame Fahrt mit ÖV ab Luzern
Info und Anmeldung: Vreny Hofer,
041 377 39 37, www.frauennetz.ch
Datum: Mittwoch, 23. September
Zeit: ab 9.00–10.45
Ort: Pfarreiheim
Kosten: Fr. 5.– pro Familie
Information: Zita Barmettler,
041 240 32 64 oder
[email protected]
Herbstkochkurs
Lustvoll kochen und essen mit Lucas
Rosenblatt
Datum: Mittwoch, 21. Oktober
Zeit: 19.00
Info und Anmeldung: Judith Hofer
041 377 48 38, www.frauennetz.ch
Chinderfiir
Datum: Samstag, 19. September
Zeit: 18.00
Ort: Theresienkapelle
Thema: Wir bauen ein Haus
Bibelrunde
Datum: Dienstag, 22. September
Zeit: 17.30–19.00
Ort: Sitzungszimmer am Dorfplatz 1
(Zugang über Lift)
Leitung: Alexander Mrvik,
Pastoralassistent
Gamers Point
Magic-Turnier
Eine Turnierserie mit Hauptpreisen
und Trostpreisen, z. B. Magic-Boosterpacks und Kinogutscheinen. Keine eigenen Karten erlaubt: Alle Decks
werden mit Gratiskarten aus dem
GAMERS POINT gebaut.
Datum: Freitag, 18. September
Turnierdauer: 18.00–21.00
Ort: Jugendräume
Kontakt: Dave Büttler, 078 806 51 71
Sport
Einstieg laufend möglich:
Yoga am Montag, 17.45–18.45
Pilates am Dienstag, 8.30/9.30/10.30
Nordic Walking am Mittwoch,
8.30–9.45
Info und Anmeldung: Astrid Hofer
041 377 07 88, www.frauennetz.ch
Yoga 60+ am Dienstag, 16.15–17.45
Info und Anmeldung: Alice Scherer,
041 377 23 04, www.frauennetz.ch
MaPaKi
Kinderkleiderbörse
Kauf und Verkauf von Kinderkleidern, Accessoires und Spielsachen.
Datum: Samstag, 19. September
Zeit: 9.30–11.00
Ort: Gemeindehaus
Unkostenbeitrag: für Verkaufende
Fr. 10.– pro Tisch
Kontakt: Evelin Buholzer,
079 484 77 23
Uedlige aktuell
Frauengemeinschaft
Offener Mittagstisch für alle
Allmonatlich ein feines Drei-GangMenü offeriert vom Küchenteam der
Frauengemeinschaft. Machen Sie mit
und geniessen Sie!
Datum: Donnerstag, 17. September
Zeit: 12.00
Ort: Pfarreisaal
Anmeldungen: bis Montag, 14. September bei Doris Slamanig,
041 240 11 10, [email protected]
Eidg. Dank-, Buss- und Bettag
St. Galler Kirchenmusik
Am Bettag singt der Kirchenchor
Werke von Ostschweizer Komponisten der letzten hundert Jahre. Paul
Huber war Musikdirektor in Wil und
Musiklehrer an meinem Gymnasium
in St. Gallen. Er schrieb zahlreiche
Werke für Kirchenchöre und Blasmusiken.
Die Notkermesse entstand im letzten
Jahr des Zweiten Weltkrieges. Sie ist
dem heiligen Notker Balbulus gewidmet, der im 9. Jahrhundert in meinem Heimatdorf Jonschwil geboren
wurde und zu seiner Zeit als Mönch
ebenfalls viele Sequenzen fürs Klos-
6 Adligenswil – Meggen – Udligenswil
ter St. Gallen schrieb – Musik gegen
Hass und Unfrieden. Motive, die
auch Bruder Klaus fünf Jahrhunderte
später zum innigen Gebet «Mein
Herr und mein Gott» bewegten.
Megger Chronik
Kollekten
Taufen
23.8. BIFOLA 30.8. Caritas
Dieses singen wir in einer Vertonung
von Josef Gallus Scheel, zu Beginn
des letzten Jahrhunderts Domkapellmeister in St. Gallen. Musikgeschichtliche Hinweise auf ein Bitten um Versöhntheit, wie sie zu einem Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag
passen.
Bruno Fluder
Heimgegangen ins Leben
22.8. Seraina Keller
30.8. Matteo Bannwart
Uedliger Chronik
Taufen
20.9. Fabio und Lukas Fuchs
Trauung
29.8. Ueli Appert – Corinne Müller
Kollekten
31.8. Leo Bachmann-Schürch,
Jg. 1938, Lerchenbühlstrasse 57
Adliger Chronik
826.40
649.10
Trauung
23.8. BIFOLA
30.8. Caritas
139.60
160.80
Neuzuzüger
• Kaya Enz
5.9. Mathias Buholzer – Julia Anuth
Kollekten
279.—
135.05
2.9. Hermann Arnold,
Jg. 1920, Lerchenbühlstrasse 2
© luise, pixelio.de
23.8. BIFOLA
30.8. Caritas
Adligenswil – Meggen – Udligenswil 7 «Hend Sorg – auch zu dem, der anders glaubt»
Ein Streifzug zu Christen, Muslimen & Co.
Mittwoch, 23. September, 19.30 Uhr, Aula Hofmatt 3, Meggen
Leere Kirchen, volle Moscheen – so
scheint es. Doch der erste Blick trügt.
Zwar verschieben sich in der Schweizer Religionslandschaft die Verhältnisse deutlich. Medienberichte über
Religionsgruppen in Frankreich, Syrien oder Pakistan verunsichern viele
Menschen zusätzlich. Wer ein paar
Zusammenhänge kennt, kann die
Entwicklung in der Schweiz jedoch
besser einschätzen.
Der Luzerner Religionsforscher Andreas Tunger-Zanetti nimmt das Publikum mit auf einen Streifzug durch
Karten, Fotos und Statistiken, zu
Gläubigen und weniger Gläubigen,
zu Kuppeln, Tempeln und Minaretten, und er sagt, was es mit der angeblichen «Islamisierung» auf sich
hat.
Im zweiten Teil des Abends besteht
ausgiebig Gelegenheit, Fragen zu
stellen und Wege des Umgangs mit
der weltanschaulichen Vielfalt zu diskutieren.
Zur Person
Dr. Andreas Tunger-Zanetti hat Islamwissenschaft und Geschichte
studiert. Von 1999 bis 2006 war er
Ausland-Redaktor der «Neuen
Luzerner Zeitung». Seit 2007 ist er
Forscher und Koordinator am
Zentrum Religionsforschung an
der Universität Luzern.
8 Gottesdienste
Adligenswil – Meggen – Udligenswil
Gedächtnisse/Jahrzeiten
Meggen
19. September
Jzt. für Gertrud und Alois SchmidliGubler
Jzt. für Luise Leupi-Pfrunder
Jzt. für Rose Essig-Brotschi
26. September
Jzt. für Josefine und Otto Krummen­
acher
Jzt. für Theodor Koch-Erni
Totengedenken für verstorbene
Chormitglieder Cantus
Kollekten
20.9. Inländische Mission
27.9. Diözesanes Kirchenopfer
für ­finanzielle Härtefälle und ausser­
ordentliche Aufwendungen
Beichtgelegenheit
Nach Vereinbarung! Wenden Sie sich
bitte an das Pfarramt.
Adligenswil Meggen Udligenswil
Mittwoch, 16. September
6.15 Laudes in der Martinskirche
8.30 Rosenkranzgebet in der Martinskirche
9.00 Eucharistiefeier in der Martinskirche
Donnerstag, 17. September
8.00 Rosenkranzgebet für Berufungen in der Theresienkapelle
9.00 Eucharistiefeier in der Theresienkapelle
Freitag, 18. September
14.00 Rosenkranzgebet in der Martinskirche
16.00 Gottesdienst mit Kommunionfeier im Hotel Central, Weggis
Samstag, 19. September
10.00 «Fiire mit de Chline» in der Oswaldkirche
18.00 Eucharistiefeier in der Magdalenenkirche (Hanspeter Wasmer,
Pfarrer). Verabschiedung von Kobi Limacher, Sakristan
18.00 Chinderfiir in der Theresienkapelle
Sonntag, 20. September
Dank-, Buss- und Bettag
9.00 Taufe von Louisa Merkli in der Piuskirche
9.30 Ökumenischer Gottesdienst in der Martinskirche
(Rolf Asal, Diakon und Ursina Parr, ref. Pfarrerin).
Musikalische Gestaltung durch den Jodlerklub Rotsee.
9.30 Gottesdienst mit Kommunionfeier in der Oswaldkirche
(Brigitte Glur, Pastoralassistentin).
Musikalische Gestaltung durch den Kirchenchor
10.00 Ökumenischer Gottesdienst in der ref. Kirche
(Hanspeter Wasmer, Pfarrer und Jan Reintjes, ref. Pfarrer).
Musikalische Gestaltung durch den Jodelklub Neuenkirch
11.00 Taufe von Fabio und Lukas Fuchs
19.30 Eucharistiefeier in der Kapelle St. Jost, Dottenberg
(Hanspeter Wasmer, Pfarrer)
Montag, 21. September
16.00 Eucharistiefeier in der Sonnmatt
Dienstag, 22. September
8.30 Rosenkranzgebet in der Muttergotteskapelle
9.00 Eucharistiefeier in der Muttergotteskapelle, anschl. Pfarreikaffee
9.00 Rosenkranzgebet in der Oswaldkirche
Gottesdienste
Adligenswil – Meggen – Udligenswil 9 Wichtige Adressen
Mittwoch, 23. September
6.15 Laudes in der Martinskirche
8.30 Rosenkranzgebet in der Martinskirche
9.00 Gottesdienst mit Kommunionfeier in der Martinskirche
Pfarramt St. Martin
Dorfweg 1, 6043 Adligenswil
Telefon 041 372 06 21
[email protected]
Sonja Richard, Carmela Schluth
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
8.30–11.30 und 13.30–17.30
Donnerstagnachmittag geschlossen
Donnerstag, 24. September
8.00 Rosenkranzgebet für Berufungen in der Theresienkapelle
9.00 Eucharistiefeier in der Theresienkapelle
Freitag, 25. September
14.00 Rosenkranzgebet in der Martinskirche
16.00 Eucharistiefeier im Hotel Central, Weggis
Samstag, 26. September
14.00 Segensfeier Diego Zanini – Tatjana Stozinic in der Piuskirche
18.00 Eucharistiefeier in der Magdalenenkirche (Hanspeter Wasmer,
Pfarrer). Der Cantus singt die Messe zu Ehren des hl. Bruder
Klaus.
Sonntag, 27. September
26. Sonntag im Jahreskreis
9.30 Eucharistiefeier in der Martinskirche (Hanspeter Wasmer, Pfarrer)
9.30 Eucharistiefeier in der Oswaldkirche (Wolfgang Müller, Professor)
10.45 Eucharistiefeier in der Piuskirche (Hanspeter Wasmer, Pfarrer).
Der Cantus singt die Messe zu Ehren des hl. Bruder Klaus.
11.45 Taufe von Luana Kälin in der Piuskirche
Montag, 28. September
16.00 Gottesdienst mit Kommunionfeier in der Sonnmatt
Dienstag, 29. September
8.30 Rosenkranzgebet in der Muttergotteskapelle
9.00 Geburtstagsdank-Gottesdienst mit Kommunionfeier
in der Muttergotteskapelle, anschl. Pfarreikaffee
Pfarramt St. Pius
Schlösslistrasse 2, 6045 Meggen
Telefon 041 377 22 36
[email protected]
Marianne Baldauf, Karin Jeffrey
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
8.30–11.30 und 13.30–17.30
Pfarramt St. Oswald
Kirchrainstrasse 6, 6044 Udligenswil
Telefon 041 371 02 20
[email protected]
Reni Müller
Öffnungszeiten:
Dienstag, 8.00–11.30 und 14.00–17.30
Donnerstag, 14.00–17.30
Seelsorgende
Pfarrer Hanspeter Wasmer,
Pastoralraumleiter
Benno Graf, Kaplan
Rolf Asal, Diakon
Brigitte Glur-Schüpfer,
Pastoralassistentin
Alexander Mrvik, Pastoralassistent
© Erich Westendarp, pixelio.de
Mittwoch, 30. September
6.15 Laudes in der Martinskirche
8.30 Rosenkranzgebet in der Martinskirche
9.00 Gottesdienst mit Kommunionfeier in der Martinskirche
Religionspädagoginnen
Agnes Kehrli
Carmen Schmied
Nedjeljka Spangenberg
Redaktionsschluss
Pfarreiblatt Nr. 17
1.–15. Oktober 2015
11. September 2015
10 Meggen
Interview mit dem Komponisten Hans Zihlmann
Messe zu Ehren des hl. Bruder Klaus
Lieber Hans, vor 30 Jahren warst du
mein Dirigier-Lehrer an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik, der
heutigen Hochschule für Musik in Luzern. Heute wohnst du in Meggen und
amtest gelegentlich als Organist, so
dass sich unsere Wege wieder kreuzen. Wir haben einige Aufführungen
gemeinsam gestaltet, du als Organist,
ich als Dirigent des Cantus.
Nun dürfen wir am 26. und 27. September deine eigene Komposition
«Messe zu Ehren des hl. Bruder Klaus»
aufführen. Wie ist es zu dieser Komposition gekommen?
Der heilige Bruder Klaus hat mich seit
meiner Kindheit begleitet und die Bewunderung und Verehrung seiner aussergewöhnlichen Erscheinung hat bis
heute angehalten. Am 15. Mai 1947
wurde er durch Papst Pius XII. heiliggesprochen und der 25. September als
Festtag festgelegt. Nach einem ausserordentlich trockenen Sommer 1947
durfte ich mit meinem Vater im Herbst
nach Sachseln wallfahren. Im Festgottesdienst erklang eine feierliche Messe,
die mich sehr berührte. Vielleicht war
es die heute noch bekannte Messe von
J. B. Hilber. In der folgenden Woche
kam dann auch der langersehnte Regen.
Während meines Musikstudiums an
der damaligen Kirchenmusikschule hat
mich der Direktor J. B. Hilber gelegentlich als Solist in seiner «Messe zu Ehren
des hl. Bruder Klaus» eingesetzt. Schon
als Organist und Chorleiter in meiner
Heimatgemeinde Marbach und später
an der Kirche Bruder Klaus in Kriens
habe ich das populäre und eindrückliche Werk gerne selber aufgeführt. Lange Zeit trug ich den Wunsch mit mir
herum, selber eine Komposition zu Eh-
ren des Heiligen zu vollenden. 2011
habe ich zu meinem 75. Geburtsjahr
den Plan endlich erfüllt und am 25.
September in der Hofkirche erstmals
aufgeführt.
Der Einbezug der Gemeinde scheint
dir ein wichtiges Anliegen zu sein. Wie
bringt man die Gemeinde zum Singen?
Das Mitsingen der Gemeinde bringt
meiner Meinung nach ein wacheres
Mitfeiern. Das «Herr und Gott, erbarme
dich» ist aus dem KG bekannt, im «Ehre
sei Gott» und im Glaubensbekenntnis
singt das Volk gleichbleibende Kehrverse. Um gut folgen zu können, ist allerdings ein kleines Singheft notwendig.
Du hast in deiner interessanten Komposition u. a. den «Frutt-Bättruef» zur
Gabenbereitung miteinbezogen. Wieso
einen «Bättruef» in einer Messe?
Niklaus von Flüe war ein geachteter
Bauer. Der «Frutt-Bättruef» ist in der Innerschweiz schon im 16. Jh. schriftlich
belegt (Renwart Cysat). Die Ursprünge
dürften aber bis ins Mittelalter zurückgehen, und wahrscheinlich kannte Klaus den frommen Brauch. In der
bis heute auf der Frutt gesungenen Version wird neben vielen andern auch «dr
vilsälige Bruder Klaus» angerufen. Zur Kommunion verwendest du die
Seligpreisungen aus der Bergpredigt.
Gibt es einen Zusammenhang mit Bruder Klaus?
Seit jeher wird Bruder Klaus als Friedensheiliger verehrt. Man denke etwa
an seinen Einfluss auf das «Stanser Verkommnis» nach den Burgunderkriegen
oder an die Legende aus dem Zweiten
Weltkrieg. Im Matthäusevangelium des
Neuen Testaments steht die Bergpredigt am Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu. Mehrere Verse beginnen je-
Hans Zihlmann
weils mit: «Selig sind, die ...». Der Aufruf
zum Frieden: «Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden» setzt einen engen Bezug zu Bruder Klaus. Zum Abschluss
der Messe erklingt dann das «Gebet des
hl. Bruder Klaus», das von den Männerstimmen intoniert wird. Alphorn, virtuoser Orgelpart und Herdenglocken begleiten.
Ich danke dir für deine Ausführungen.
Wir alle freuen uns, diese Messe aufführen zu können. Für den Cantus und
mich ist es auch eine Ehre. Ich bin überzeugt, dass diese Messe ein breites Echo
auslösen wird, und ich hoffe, dass sich
noch viele Chöre von deiner Musik begeistern lassen.
Markus Etterlin,
Leiter Cantus Meggen
Gottesdienste:
Samstag, 26. September, 18.00 Uhr
in der Magdalenenkirche
Sonntag, 27. September, 10.45 Uhr
in der Piuskirche
Ausführende:
Cantus Meggen
Katja Lassauer, Orgel
Armin Würsch, Tenor/Alphorn
Pirmin Setz, Perkussion
Markus Etterlin, Leitung
Luzern – Schweiz – Welt 11 Aus der Kirche
Schweiz
Franziskanisches Bildungshaus
Hans Egli neuer Mattli-Leiter
Wechsel an der Spitze des «Mattli
Antoniushaus», dem Bildungshaus
der Franziskanischen Gemeinschaft
in Morschach: Im Juli übernahm
Hans Egli die Geschätftsleitung, er
war bis 2014 Leiter Beherbergung
im evangelischen Tagungs- und Studienzentrum Boldern in Männedorf.
Seit September hat ausserdem Eugen
Trost, Dozent für Kirchliche Jugendarbeit an der Universität Luzern, den
Bereich Bildung und Kultur (30 Prozent) übernommen.
www.antoniushaus.ch
Niklaus von Flüe und Luther
Schweizer Katholiken
unterstützen Jubiläen
2017 gedenkt die Schweiz des 600.
Geburtstags von Niklaus von Flüe.
Gleichzeitig erreichen die Feiern zum
Reformationsjubiläum 500 Jahre nach
dem Thesenanschlag Luthers in Wittenberg ihren Höhepunkt. Beide Gedenken seien von ökumenischer und
gesamtgesellschaftlicher Bedeutung,
schreibt die Römisch-Katholische
Zentralkonferenz (RKZ) und stellt zur
Unterstützung beider Jubiläen Gelder bereit. In Niklaus von Flüe «tritt
uns nicht nur ein Mystiker, sondern
zugleich ein politischer Mittler entgegen, der zeitlose Werte verkörpert:
Bescheidenheit, Toleranz, Offenheit,
Eigenverantwortung und Gemeinsinn», schreibt die RKZ.
International
Papst Franziskus: Laudato si
Die neue Enzyklika als Buch
Wer schon päpstliche Schreiben gelesen hat, musste sich oft durch schwer
verständliche Texte durchbeissen.
Dies ist bei der neuen Enzyklika von
Papst Franziskus nicht der Fall. Auffallend ist, wie viele aktuelle Informationen sie über den Zustand der
Umwelt und vor allem der benachteiligten Länder des Südens enthält.
Ebenso zeichnet sich das Schreiben
dadurch aus, dass es Impulse für ein
verantwortungsbewusstes Handeln in
einer bedrohten Welt vermittelt.
Laudato si. Die Umwelt-Enzyklika des Papstes.
Mit einer Einführung von Gerhard Kardinal
Müller. Herder 2015. 978-3-451-35000-9.
272 S., ca. Fr. 21.90
Was mich bewegt
Sich fit für den Dialog machen – es braucht Interesse und Wissen über das Andere
In Thun
kommt ein
Mädchen eines
Tages mit dem
Kopftuch zur
Schule. Die
Schulleitung
verbietet das
zunächst, weil
es die Hausordnung so
will, und schickt das Mädchen zweimal heim. Danach macht die Schule
aber eine Ausnahme. Das Mädchen
darf mit dem Kopftuch zum Unterricht erscheinen. Es soll ein Zeichen
für den Willen zur Integration sein.
Integriert oder nicht: Die Religion
und Kultur der Muslime sind in unserer Gesellschaft längst anwesend
und sichtbar.
In manchen Bahnhöfen wie zum
Beispiel in Zug wurden die Katholiken kürzlich mit einem Plakat angesprochen und zum «Kirchenaus-
tritt» ermuntert. Die Plakatmacher
meinen, dies sei ein Ausdruck, dass
auch die Katholiken frei denken
können. Das ist zwar Unsinn. Doch
es zeigt, dass säkulares, manchmal
religionsfeindliches Denken Teil unserer Gesellschaft ist.
Das sind zwei Beispiele, die für zwei
Wirklichkeiten stehen. Unsere Gesellschaft ist multireligiös geworden.
Neben den Christen gehören seit jeher auch Juden, nun noch Muslime,
Hindus, Buddhisten und Anhänger
anderer Religionen zu den Menschen, die in unserem Land leben.
Oftmals ist es ein unauffälliges Nebeneinander, seltener ein Miteinander, das den Alltag prägt. An manchen Fragen wie dem Kopftuch oder
dem Schwimmunterricht oder der
Behandlung von christlichen Feiertagen in der Schule zeigt sich jedoch ein erhebliches Konfliktpotenzial. Um dieses zu erkennen und zu
mindern, braucht es Interesse und
Wissen über die andere Religion und
Kultur.
Gleichzeitig ist unsere Gesellschaft
auch säkular geworden. Religiöse
Traditionen verschwinden mehr
und mehr, religiös motivierte Argumente ziehen kaum noch. Mancherorts gibt es einen mehr oder weniger
offenen Widerstand gegen Religionen, oder man will sie zumindest in
die Privatsphäre abdrängen. Was
sagen wir Christinnen und Christen
dazu? Was ist dabei des Pudels
Kern? Es braucht Weiterbildung.
Weil mir das wichtig ist, findet die
jährliche Fortbildung der Seelsorgenden heuer zu diesem Thema statt.
Wie bin ich Christin und Christ in
der multireligiösen Welt, wie lebe ich
in der säkularen Welt? Es sind Fragen, die uns alle betreffen. Gehen wir
sie an. Guten Mut!
Felix Gmür, Bischof von Basel
12 Thema
Der Bettagsaufruf 2015 von Kirchen und Kanton Luzern
Hend Sorg – zueinander und zu sich
Erinnern Sie sich noch an die siebziger Jahre, als der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag als autofreier Sonntag
vorgeschlagen wurde? Das ist lange her. Seither sind Freizeitgestaltung und Mobilität erst recht in Bewegung geraten.
Die damalige Forderung, die 1938 schon der Heimatschutz
aufgestellt hatte, war der Versuch, aus Sorge um die Umwelt an diesem staatlichen Feiertag ein Zeichen zu setzen.
«Hend Sorg» heisst es dieses Jahr auf den Plakaten von
Kirchen und Kanton Luzern zum Bettag. Es ist der Aufruf, Sorge zu tragen zu jenen Werten, auf denen unser
gutes Zusammenleben gründet. Und aber auch zu unseren Lebensgrundlagen.
Hend Sorg – zueinander und zu euch selber. Es gilt
immer wieder, miteinander nach Lösungen zu suchen, die allen – den Anwesenden und den Abwesenden – ein Leben in Würde ermöglichen. Dazu
gehören Rück-Sicht und Vor-Sicht an allen Tagen,
aber auch Wahrnehmung und Achtsamkeit dem
Unscheinbaren gegenüber.
Hend Sorg – zu den Errungenschaften der Gesellschaft. Unsere sozialen Einrichtungen sind
Anlaufstellen für das Leben; wir können unsere
Meinung frei äussern, wir dürfen wählen und
abstimmen, ein vielfältiges kulturelles Erbe pflegen und anreichern.
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Hend Sorg – zur Mitwelt, zu Gottes Schöpfung. Uns ist ein Leben in
Fülle verheissen. Doch wir sind daran, die Erde als Selbstbedienungsladen zu missbrauchen. «Hend Sorg» heisst, beim Konsum sein Wieviel zu prüfen, das Woher zu hinterfragen und dem
Wie – den Produktionsbedingungen – auf den Grund zu gehen. Damit es für alle reicht.
grafikcon
tainer.ch
02.07.15
14:25
Hend Sorg – zur christlichen Botschaft, die seit 2000 Jahren als ein Fundament unser Leben und unsere Gesellschaft
direkt oder unbewusst beeinflusst. Sie ruft uns zum Frieden auf, zur Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.
Wir sollen das Gemeinsame pflegen, statt das Trennende hervorheben.
Wozu möchten Sie besonders Sorge tragen und um was sorgen Sie sich? Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag
ist Gelegenheit, sich diese Frage zu stellen. Aber auch: dankbar zu sein dafür, worum wir uns nicht sorgen müssen;
Bescheidenheit zu üben in unseren Ansprüchen und Vertrauen zu schöpfen in die Lebenskraft, die uns trägt.
Regierungsrat des Kantons Luzern
Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern
Evangelisch-Reformierte Kirche des Kantons Luzern
Christkatholische Kirchgemeinde Luzern
Islamische Gemeinde Luzern
Thema 13 75 Jahre Taizé: Die Gemeinschaft und ihr Gründer Roger Schutz
Im eigenen Leben umsetzen
Die ökumenische Gemeinschaft in
Taizé wird 2015 75 Jahre alt. Gleichzeitig jährt sich der Geburtstag ihres
Gründers Roger Schutz zum 100.
Mal. Ein Rückblick auf sein Leben
und die Geschichte dieses «Pilgerorts für Jugendliche».
Roger Schutz wurde am 12. Mai 1915
in Provence VD als Sohn eines reformierten Schweizer Pfarrers und einer
französischen Protestantin geboren.
Er studierte evangelische Theologie,
ehe er 1940 nach Frankreich zog. In
Taizé (Burgund) liess er sich nieder,
unweit der Demarkationslinie, die
Frankreich teilte.
Innenraum der Kirche von Taizé: Meditatives Licht umhüllt die Betenden.
Bild: pfarrblattservice.de
Flüchtlinge aufgenommen
Schutz erwarb ein Gebäude, wo er
Flüchtlinge aufnahm, darunter auch
jüdische. 1942 floh er vor der Gestapo
nach Genf, wo sich ihm die ersten
Brüder anschlossen. 1944 kehrten
sie nach Taizé zurück. Die zuerst
evangelische, später ökumenische
Gemeinschaft kümmerte sich um
Kriegsgefangene und -waisen. 1949
legten die ersten Brüder Gelübde ab:
Leben in Gemeinschaft, Ehelosigkeit,
Gütergemeinschaft und Einfachheit.
Heute gehören gut 100 katholische
und evangelische Brüder zur Gemeinschaft, von denen ein Viertel in
fünf kleinen Fraternitäten in Asien,
Afrika und Südamerika lebt. Sie teilen dort ihr Leben mit Strassenkindern, Gefangenen und Sterbenden.
ren in internationalen Gruppen Bibeltexte und Fragen des Glaubens.
In den 70er Jahren rief Frère Roger
Schutz internationale Jugendtreffen
ins Leben, die jeweils über Silvester
in einer europäischen Grossstadt
stattfinden. Für Schutz war es wichtig, keine von Taizé aus organisierte
Bewegung ins Leben zu rufen: Wer
Taizé oder eines der Jugendtreffen
über Silvester besucht, soll im eigenen Leben umsetzen, was er vom
Evangelium verstanden hat, und nach
Möglichkeiten suchen, Gesten der
Solidarität in der eigenen Umgebung
zu verwirklichen. In vielen Ländern
kommen Jugendliche regelmässig
zum Taizé-Gebet zusammen, meist
verbunden mit der Pfarrei vor Ort.
Anziehende Jugendtreffen
Gesänge von Taizé
Seit den 50er Jahren kommen viele
junge Menschen aus allen Kontinenten nach Taizé zu den wöchentlichen
Jugendtreffen. Sie nehmen teil an
den Gebeten, die von meditativen
Gesängen geprägt sind, und diskutie-
Die Gesänge von Taizé sind weit herum bekannt: einstrophige, schlicht
gesetzte Lieder, oft mehrstimmig
oder kanonisch, die nicht selten in
verschiedenen Sprachen gesungen
werden können. Etliche Gesänge fan-
den Eingang in deutschsprachige
Kirchengesangsbücher.
Frère Roger wurde am 16. August
2005 im Alter von 90 Jahren während
des Abendgebets von einer vermutlich psychisch kranken Frau getötet.
Seitdem ist der Deutsche Frère Alois
Löser Prior der Communauté. Der
61-jährige Katholik gehört seit 1974
zur Gemeinschaft.
Sylvia Stam
Was mir Taizé bedeutet
Maria Mannarino, Jugendseelsorgerin, Kriens: Ein Time-out in
der Stille aus dem Alltäglichen,
Zeit für sich und andere; die Möglichkeit eine Woche in Einfachheit, Gemeinschaft und in der
Spiritualität zu leben.
Erich Hausheer-Leisibach, Pfarreileiter, Rain: Taizé ist für mich
ein Ort, wo die Aussage des heiligen Augustinus «wer singt, betet doppelt!» spürbar Wirklichkeit
wird.
14 Thema
Das Bistumsjugendtreffen 2015 findet am 27. September in Luzern statt
Das Erlebnis des Lebens entdecken
Entdecken – abchecken – suchend
bleiben: Diese Gelegenheit bietet der
Churchtrail, der im Mittelpunkt des
Bistumsjugendtreffens 2015 steht,
das in Luzern stattfindet. Ein frommer Anlass? Mitnichten, sagen die
Organisatoren.
Im Bistum Basel gab es schon in den
neunziger Jahren Begegnungstage
von Jugendlichen mit dem Jugendbischof. Nach dem Weltjugendtag
2000 in Rom entstand daraus das
jährliche Bistumsjugendtreffen, an
dem der Bischof mit Jugendlichen
ins Gespräch kommt. Dieses Treffen
findet immer an einem anderen Ort
statt, dieses Jahr in Luzern. Ein Viererteam organisiert den Anlass, an
dem gegen 400 junge Menschen teilnehmen.
«Entdecken – abchecken – suchend
bleiben» lautet das Motto des Bistumsjugendtreffens 2015. Was haben Sie in der Kirche entdeckt?
Edson Fernandes: Ich bin in einem
katholischen Elternhaus aufgewachsen, wir gingen und gehen regelmässig z Chele. Zurzeit leite ich eine Jugendgruppe. Für mich ist ein Sonntag
ohne Gottesdienst kein Sonntag. Ich
glaube an Gott, ich bete auch, und
das hilft mir im Alltag.
Bistumsjugendtreffen – das klingt
nach einem frommen Anlass.
Viktor Diethelm: Spannenderweise
ist es genau dies nicht. Diesem Bild –
oder aber Vorurteil – entsprechen
eher die Weltjugendtags- oder Taizé-
G
ottesdienste interessieren Jugendliche am
Rand. Aber sie engagieren
sich nach wie vor stark
im Pfarreialltag und in den
Verbänden.
Viktor Diethelm
Das Projektteam für das Bistumsjugendtreffen in Luzern (von links):
Edson Fernandes, Sandra Dietschi, Petra Zeier und Viktor Diethelm.
Bild: do
Treffen. Das Jugendtreffen im Bistum
Basel ist eine Sache der diözesanen
Jugendkommission und deshalb in
der offenen Jugendarbeit und in den
Verbänden verankert. Das Bistumsjugendtreffen spricht Firmgruppen
an, Oberstufenschüler, Minis, Jugendliche aus den Missionen, aus Jungwacht, Blauring oder Pfadi.
Petra Zeier: Es ist ein erlebnisorientierter Anlass. Wir möchten, dass die
Teilnehmenden neue und spannende Gesichtspunkte von Luzern entdecken, die mit Kirche zu tun haben.
Und natürlich ist der Tag einfach
auch ein Treff vieler Jugendlicher.
Jugendliche und Kirche – geht das
zusammen?
Diethelm: Fragt sich, was man unter
Kirche versteht. Es geht um die Form
davon. Gottesdienste interessieren
Jugendliche am Rand. Aber sie engagieren sich nach wie vor stark im
Pfarreialltag und in den Verbänden.
Zeier: Und in der Jugendarbeit überhaupt. Sinnfragen sind für Jugendliche sehr wichtig, aber sie befassen
sich individueller damit, ohne sich
nur von Vorgaben der Kirche leiten
zu lassen. Es braucht heute andere,
auf Erfahrung und Erlebnis gründende Zugänge zur Kirche, zum Beispiel
über einen Chor.
Interessieren sich Jugendliche auch
für Dauerbrenner wie die Sexualmoral oder Stellung der Frau in der
Kirche?
Diethelm: In der Sexualität hat die Kirche bei fast allen Jugendlichen keine
Autorität mehr. Ihr soziales Engagement wird hingegen sehr wertgeschätzt. Die vielen Aussagen der Jugendlichen dazu am Bistumsjugendtreffen 2014 haben mich erstaunt.
Thema 15 Ist es ein blosses Jugendtreffen oder
ein kirchliches Jugendtreffen?
Diethelm: Ein kirchliches, und der
Gottesdienst zu Beginn ist darin ein
wichtiges Element. Wichtig sind uns
zudem die Leitungspersonen: Wir
machen ihnen ein Angebot, an dem
sie teilnehmen können, ohne dieses
selbst organisieren zu müssen. Das
verstehen wir als Wertschätzung ihrer Arbeit das Jahr über.
Sie schicken die Jugendlichen mit
dem Smartphone auf den Churchtrail durch Luzern.
Diethelm: Es ist nun mal ein wichtiges Alltagsgerät. Zudem: In Ateliers
werden die Jugendlichen zumeist
versorgt. Auf dem Churchtrail, einer
Art Postenlauf, müssen sie dagegen
selbst aktiv werden. Das Handy sagt
ihnen, wo die Posten sind.
Fernandes: Und sie schicken damit
per WhatsApp laufend Bilder ins
Churchpub im Lukaszentrum, wo sie
allen sogleich zur Verfügung stehen.
So können alle am Programm teilhaben und andere teilhaben lassen,
ohne selbst überall zu sein. Das wird
ein Höhepunkt und viele motivieren,
auch nächstes Jahr dabei zu sein.
Das Bistumsjugendtreffen bietet sozusagen ein offenes Programm.
Diethelm: Ja. Die Routen sind zwar
vorgegeben, aber die Jugendlichen
können sich in der Stadt frei bewegen. Diese Freiheit ist uns wichtig. Sie
soll den Jugendlichen auch das Gefühl vermitteln, dass ihnen vertraut
wird. Da ist niemand, der sie als Gefahrenpotenzial sieht.
Interview: Dominik Thali
Viktor Diethelm, 40, und Sandra Dietschi,
52, sind im Fachbereich Pastoral der Landeskirche für die kirchliche Jugendarbeit verantwortlich; Petra Zeier, 46, leitet den Bereich
Jugendarbeit der kath. Kirche Stadt Luzern;
Edson Fernandes, 23, Polymechaniker, arbeitet in der Portugiesen-Mission Luzern mit.
Lesen Sie die ungekürzte Fassung
des Interviews auf www.lukath.ch.
Kirchliche Jugendarbeit bietet heute andere, stärker auf eigene Erfahrung und
Cartoon: Jonas Brühwiler, www.jonas-comics.ch
Erlebnis gründende Zugänge zur Kirche.
Mit dem Smartphone auf den Churchtrail
Der Churchtrail, ein Postenlauf mit
dem Smartphone durch die Stadt
Luzern, steht im Mittelpunkt des
Bistumsjugendtreffens. Auf sechs
Routen können die Jugendlichen
über 40 Posten anlaufen. «Der
Churchtrail will den Jugendlichen
erfahrbar aufzeigen, dass es sich
lohnt, suchend zu bleiben», erklärt
Sandra Dietschi den Bezug zum
Motto des Treffens: «Entdecken –
abchecken – suchend bleiben». Unterwegs machen die Jugendlichen
Bilder und übermitteln diese per
WhatsApp ins Churchpub im Lukaszentrum. So können alle an den
Erlebnissen teilhaben.
Dietschi organisiert den Churchtrail und freut sich, dass die Idee
über 30 Einrichtungen motiviert,
mitzumachen. Ein Posten zum Beispiel befindet sich im Treffpunkt
Stutzegg an der Baselstrasse, dem
Begegnungsort für Menschen in
Not. Die Jugendlichen sehen Ausschnitte aus einem Film, beantworten Fragen dazu und kommen mit
den Verantwortlichen ins Gespräch.
Ein anderer Posten führt auf den
Friedhof Friedental. Im «Zeitraum»
hören die Jugendlichen das Hörstück «Schritte auf dem Friedhof»
und setzen sich mit ihrem eigenen
Sterben und Tod auseinander.
Ein weiterer Posten setzt sich mit
der Frage nach dem eigenen Ich
auseinander. Die Jugendlichen werden zu einer anderen Person und
schicken das Bild an das Churchpub. «Ein lustvoller Umgang mit der
eigenen Identität», erklärt Dietschi.
Start am Sa, 27. Sept., 10 Uhr, mit einem
Gottesdienst in der Jesuitenkirche
www.jugendtreffen.org
Vierzehntägliche Erscheinungsweise. Adressänderungen und lokale Hinweise an die Pfarrei. Hinweise für den überpfarreilichen Teil: Kantonales Pfarreiblatt, c/o Kommunikationsstelle der röm.-kath. Landeskirche des Kantons Luzern, Abendweg 1, 6000 Luzern 6, 041 419 48 24/26, [email protected].
Druck und Versand: Brunner AG, Druck und Medien, Telefon 041 318 34 34.
Dank-, Buss- und Bettag
20. September
Adligenswil
9.30 ökumenischer Gottesdienst in der Martinskirche.
Es singt der Jodlerklub Rotsee.
Udligenswil
9.30 Gottesdienst mit Kommunionfeier in der Oswaldkirche.
Es singt der Kirchenchor.
Meggen
10.00 ökumenischer Gottesdienst in der ref. Kirche.
Es singt der Jodelklub Neuenkirch.
© berggeist007/pixelio.de
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