Pressemitteilung Zur sofortigen Veröffentlichung: 27. Januar 2016 Fairphone baut erste FairtradeGoldLieferkette der Unterhaltungselektronik auf Sozialunternehmen wird der erste SmartphoneHersteller weltweit mit FairtradeLizenz Amsterdam, Niederlande, 27. Januar 2016 Nach fast zwei Jahren Forschung und Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Partnern, freut sich Fairphone bekanntzugeben, dass das Unternehmen erfolgreich die erste PilotLieferkette für FairtradeGold in der Elektronikindustrie etabliert hat. Die Integration von Fairtradezertifiziertem Gold aus Peru in die SmartphoneWertschöpfungskette macht Fairphone zum weltweit ersten Hersteller von Verbraucherelektronik mit FairtradeLizenz. Beschaffung von Mineralien aus verantwortungsvollen Quellen Jedes Smartphone enthält etwa 40 Mineralien, die ursprünglich über den Bergbausektor in die Lieferkette gelangen einer kritischen Branche im Hinblick auf Menschenrechte, wie auch ein aktueller Bericht von Amnesty International über Kobaltminen zeigt. Schon lange bevor Fairphone sein erstes Smartphone baute, begann die Organisation als Kampagne für gerechtere Elektronik und startete mit einer Reise zu Kobalt und Kupferminen in der Demokratischen Republik Kongo. Heute, während das Unternehmen das Fairphone 2 an seine Käufer ausliefert, achtet es so streng wie eh und je auf die Herkunft seiner Materialien und Mineralien. Während des gesamten Herstellungsprozesses seiner Smartphones ist Fairphone bestrebt, seine Lieferkette aufzuzeigen , die im Telefon verwendeten Materialien zu verfolgen und Möglichkeiten für soziale und ökologische Verbesserungen zu identifizieren. Das Sozialunternehmen engagiert sich in einer Vielzahl von Bereichen, von der Arbeiterwohlfahrt über Elektroschrott bis zu Recycling. Im Bereich Rohstoffabbau konzentriert sich Fairphone auf eine verantwortungsvolle Beschaffung der vier so genannten Konfliktmineralien (Zinn, Tantal, Wolfram und Gold). Seit dem ersten Fairphone arbeitet das Unternehmen mit Initiativen zur Beschaffung von Zinn und Tantal aus konfliktfreien Minen in der Demokratischen Republik Kongo zusammen. Parallel zur Entwicklung des Fairphone 2 richtete das Unternehmen seine Aufmerksamkeit auch auf Wolfram und Gold. Da schon kleine Mengen Gold sehr wertvoll sind, ist dieses Mineral sehr anfällig für Schmuggel. Und auch außerhalb von Konflikt und HochrisikoGebieten gibt es im Goldbergbau eine Vielzahl von sozialen und ökologischen Herausforderungen: Landkonflikte, Unterbezahlung, unsichere Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit sowie Quecksilberbelastung. Für viele BergbauGemeinden weltweit stellt es jedoch die Einkommens und Lebensgrundlage dar. Partnerschaften mit Lieferanten wesentlich für die GoldLieferkette von Fairphone Für sein neuestes Smartphone hat Fairphone in einen völlig neuen DesignAnsatz investiert und ein von Grund auf modulares Telefon konzipiert. Diese Strategie erhöht nicht nur die Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit des Geräts, sondern bietet Fairphone auch die Möglichkeit, gleichgesinnte (Unter)Lieferanten auszuwählen und eine Beziehung mit diesen aufzubauen. Diese Lieferantenbeziehungen sind eine wesentliche Voraussetzung, um mit der GoldLieferkette in der Elektronikindustrie ein Pilotprojekt durchzuführen. Der erfolgreiche Abschluss dieses Projekts ist das Ergebnis der Flexibilität und Begeisterung einer Vielzahl von Parteien, darunter Max Havelaar in den Niederlanden, Zhaojin Kanfort , einem chinesischen GoldsalzHersteller, und AT&S , dem Leiterplattenhersteller für Fairphone. Fairphone bezieht das Fairtradezertifizierte Gold mit Unterstützung von Max Havelaar von MINERA SOTRAMI S.A. (Sociedad de Trabajadores Mineros SA), Peru. MINERA SOTRAMI ist ein kleines Bergbauunternehmen mit 164 Aktionären, 260 Minenarbeitern sowie fünf Ingenieuren, die die Mine und die Verarbeitungsanlage verwalten. Das hier abgebaute Gold erfüllt die FairtradeNorm für Gold und Edelmetalle , was bedeutet, dass strenge soziale, ökonomische und ökologische Vorschriften eingehalten werden, einschließlich Richtlinien bezüglich Kinderschutz. Darüber hinaus erhalten die Bergleute eine(n) garantierte(n) FairtradeMindestpreis und Prämie, die die nachhaltige Entwicklung für die Gemeinde unterstützen. Auf diese Weise trägt das Bergwerk zum Lebensunterhalt von 500 Familien bei. Von Peru aus geht das Gold zu Valcambi , einer großen Raffinerie in der Schweiz, welche die Lizenz für die Verarbeitung von FairtradeGold hat. Nach der Raffination kauft Fairphone eine kleine Menge des Fairtradezertifizierten Golds, das dann zum Sitz von Kanfort in Hongkong versandt und zur GoldsalzVerarbeitungsanlage von Zhaojin Kanfort in China transportiert wird. Dort wird es zu Goldsalz verarbeitet, mit dem AT&S die Leiterplatten beschichtet. Am 25. Januar 2016 kam das Gold sicher in Hongkong an, bevor es nach Yantai geschickt wird. Dort wird es in den Goldsalz Produktionsprozess eingeleitet, wo es mit Gold aus anderen Quellen vermischt wird (was als Massenbilanzsystem bezeichnet wird). Das bedeutet zwar, dass das Gold nicht auf die spezifische Charge von Goldsalz für AT&S zurückverfolgbar ist, aber so kann erstmals Fairtradezertifiziertes Gold physisch nach China zurückverfolgt werden, mit welchem Goldsalz in einer Weise erzeugt wird, die MINERA SOTRAMI in Peru direkt unterstützt. Ein wichtiger Schritt, aber Herausforderungen bleiben Fairphone ist natürlich stolz auf diese Leistung und glücklich darüber, dass es Fairtradezertifiziertes Gold mit dem Verkauf seiner Telefone verbinden kann. Das Unternehmen weist aber dennoch darauf hin, dass diese Lieferkette ein Pilotprojekt ist und nur als erster Schritt gesehen werden sollte es bleibt die Herausforderung, diese Lieferkette zu optimieren und langfristig auf die gesamte Branche auszuweiten. Mit dem Kauf von Fairtradezertifiziertem Gold hofft Fairphone, der Unterhaltungselektronikindustrie zeigen zu können, dass es durch Bildung der richtigen Partnerschaften möglich ist, Lieferketten zu öffnen und auf verantwortungsvollere Beschaffungspraktiken hinzuwirken. Darüber hinaus glaubt Fairphone, dass ein größeres Bewusstsein für Projekte wie diese die Nachfrage von Verbrauchern nach Elektronik wächst, welche verantwortungsvoller erzeugte Mineralien enthält. Dies wäre ein weiterer Grund für die Branche, skalierbare und nachhaltige Mineralienlieferketten zu etablieren. Die Vorbestellungen für das Fairphone 2 im OnlineShop des Unternehmens laufen weiter auf Hochtouren. Mit ihrem Kauf unterstützen Fairphone 2Käufer den FairtradeGoldbergbau in Peru neben anderen ImpactProjekten, an denen das Unternehmen arbeitet. Im Januar eingehende Bestellungen werden voraussichtlich im Februar 2016 ausgeliefert. ### Hinweise für die Redaktion Über Fairphone Fairphone ist ein niederländisches Social Enterprise, das eine Bewegung für fairere Elektronik aufbaut. Mit der Herstellung eines Smartphones können wir die Lieferkette offenlegen und schaffen somit eine neue Beziehung zwischen Menschen und ihren Produkten. Wir wirken positiv auf alle Bereiche der Wertschöpfungskette ein: vom Bergbau über Design und Herstellung bis hin zum Lebenszyklus, und vergrößern dadurch den Markt für ethische Produkte. Gemeinsam mit unserer Community verändern wir somit die Art und Weise, wie Produkte hergestellt werden. http://www.fairphone.com/ Zusätzliche Informationen Video ‘Following the gold: research trip of Fairphone and AT&S to China’: https://youtu.be/fU7ZJdVIebM Blog ‘Achieving the firstever Fairtrade gold supply chain for electronics’ https://www.fairphone.com/2016/01/27/howwegotfairtradecertifiedgoldinthefairphone2supplychain Fairphone photos fairphone.com/press Fairphone 2 videos: https://youtu.be/6DW733G76BY and https://youtu.be/E4ucKhe_VTA Fairphone 2 webpage: https://www.fairphone.com/phone/ Fairphone 2 shop: https://shop.fairphone.com/ Fairphone forum. Human rights abuses behind smartphones: Amnesty International on cobalt mines in the DRC https://forum.fairphone.com/t/human-rights-abuses-behind-smartphones-amnesty-internationa l-on-cobalt-mines-in-the-drc/12727 Für weitere Informationen und Interviewanfragen, wenden Sie sich bitte an: Bibi Bleekemolen, Fairphone e Bibi @fairphone.comt +31 (0)20 788 44 05 Fabeel Butt, Max Havelaar e [email protected] t +31 (0)30 233 70 73
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