Chrischona-Panorama 4/2015: Sterbehilfe

CHRISCHONA 4/15
Sterbehilfe
Warum sie immer beliebter
wird – und wie wir damit
umgehen können
Damit Menschen Jesus erleben
37 Absolventen sendete das Theologische
Seminar St. Chrischona aus – auf eines
der letzten grossen Abenteuer | Seite 6
Gemeinsam geht’s!
Die tsc-Studenten machen es vor:
Gemeinsam geht’s besser. Beim Umbau
des Gemeinschaftsraums wie auch
bei den Finanzen | Seite 11 + 19
Wie die Bibel die Welt prägt
Volles Haus beim Vortrag von Vishal
Mangalwadi auf St. Chrischona | Seite 12
AUGUST – SEPTEMBER 2015
Thema
panorama
INHALT
EDITORIAL
Liebe Leser
3 Auf ein Wort
64 Leserforum
5 Vermischtes
St. Chrischona
6
Ausgesandt, damit Menschen Jesus erleben. Aussendungsfeier am Theologischen Seminar St. Chrischona
7
Die tsc-Absolventen 2015
8
Interview mit Studentin: «Erst durch den Jahreskurs
kam ich zum Theologiestudium»
11
Party im neuen VIVA
12
Indischer Theologe auf St. Chrischona: «Luthers
Bibelübersetzung hat die Welt verändert»
11
15
Geschichten mit Chrischona: Rollator unterm Kreuz
Gemeinde
16
Schweiz: Zugelegt bei Spiritualität und Evangelisation
17
Deutschland: Wertvolle Impulse bei der Mitarbeiter­
konferenz
18
Gras und Zedern
19
Finanzen: Gemeinsam geht’s!
20
«Kann man da nicht etwas beschleunigen, Herr Müller?»
Sterbehilfe – und wie wir damit umgehen.
24
«Sterbehilfe als Ausweg ist ein Irrweg»
Interview mit dem Arzt Dr. Christoph Menzel
26
Dem Leben zuliebe aufs Sterben vorbereiten.
Im Gespräch mit Seelsorgerin Lea Schweyer
Impuls
20
St. Chrischona
Thema
Jugend
28 28
31
ECJA-Camp: Auf der Rennstrecke des Lebens
CREA! Meeting: Zu Grösserem berufen
Gemeinde
32
Menschen in unseren Gemeinden
Basler Kliniken und Alten- und Pflegeheime müssen bald ihre Türen
öffnen für Sterbehilfevereine. Der
Grosse Rat will es so. Damit Patienten und Heimbewohner überall
«echte Wahlfreiheit» haben. Sterbehilfe wird zum Menschenrecht. Der
selbstbestimmte Tod wird zum würdevollen Sterben – und Sterbehilfe
zu einer Tat der Nächstenliebe. Verkehrte Welt? Ich fürchte nicht.
Warum wird Sterbehilfe immer
beliebter? Was steckt dahinter?
Markus Müller gibt in seinem Beitrag ab Seite 20 Antworten darauf.
Und er schreibt, welchen Fragen
wir uns als Christen bei dem Thema
vermehrt stellen sollten.
Auch der deutsche Bundestag dabattiert über die Sterbehilfe. Dort
geraten die Ärzte in den Fokus:
Zwei Gesetzesinitiativen fordern,
dass es Ärzten erlaubt werden soll,
Menschen beim Suizid zu helfen.
Sind Ärzte also nicht nur dazu da,
Leben zu verlängern, sondern es
auch gegebenenfalls zu verkürzen?
Darüber sprechen wir ab Seite 24
mit dem Arzt Christoph Menzel.
Sterben gehört zum Leben dazu –
doch verdrängen wir es am liebsten
aus dem Alltag. Was heisst es wirklich, würdevoll zu sterben? Und wie
können wir uns darauf vorbereiten?
Darüber spricht Heimseelsorgerin
Lea Schweyer ab Seite 26. Wer sich
mit dem eigenen Sterben auseinandersetzt, lebe bewusster, sagt sie.
So gesehen ist das Heftthema etwas
für «Liebhaber des Lebens», wie
Markus Müller es formuliert.
Liebhaber des Lebens sind wir
doch alle, oder? Sogar über den Tod
hinaus.
In diesem Sinne viel Freude mit Ihrem Chrischona-Panorama wünscht
31
Chrischona-Panorama 5/2015
Inserateschluss: 9. September 2015
Erscheinungstag: 11. Oktober 2015
Chrischona-Panorama 6/2015
Inserateschluss: 4. November 2015
Erscheinungstag: 6. Dezember 2015
2
CHRISCHONA
4/2015
Michael Gross
Redaktionsleiter
Auf ein Wort
AUF EIN WORT
Betroffenheit
RENÉ WINKLER, DIREK TOR
Eigentlich ist alles klar. Ist ein Mensch unheilbar krank und der Tod
nicht mehr weit, so ist alles zu tun, um seine Schmerzen und seine Verzweiflung zu lindern. Nur Hilfe zur Selbsttötung geht nicht. – Ist eine
Ehe geschlossen, bleibt sie geschlossen. Bis der Tod sie auflöst. Sie vorher
zu öffnen oder eine Alternative zu schliessen, geht nicht. – Homoerotisch
zu empfinden ist keine neuzeitliche Wirklichkeit. Diese Empfindungen
in einer eheähnlichen Beziehung auszuleben, geht nicht. Die Bibel sagt’s
und die Natur auch. – Die Flüchtlingswelle übers Mittelmeer ist eine
Tragödie. Man muss den Leuten schon in den Herkunftsländern klar machen, dass hier nicht ihr Paradies ist. Hier hat’s nicht für alle Platz.
Und unsere Sozialsysteme sind nicht dafür gemacht.
Eigentlich ist alles klar – fast alles. Wenn sich der eigene Vater in seinen
Schmerzen verzweifelt nach dem Sterben sehnt und der Krankheitsverlauf
noch mehr Angst macht. Dann informiert man sich schon mal. – Wenn
die Nähe des Ehepartners nur noch stresst und alles Gemeinsame zerbricht. Dann kann das Alleinsein ja nicht wirklich die Lösung sein für den
Rest des Lebens. – Wenn der eigene Sohn seine Homosexualität zum
Thema gemacht hat und man ihn an den Normen leiden sieht. Dann geht
man über die Bücher. Oder zumindest neu über das Buch. – Wenn man
in die leeren Augen der Flüchtlingsfrau schaut und ihre Unterkunft sieht;
wenn ihr Sohn zum vierten Mal mit den eigenen Kindern im Garten
Fussball spielt. Dann fragt man sich, was man noch tun kann und geht
mit zu den Ämter.
Eigentlich ist alles klar. Bis man selbst betroffen ist! Oder jemand von
eigenem Fleisch und Blut. Oder Freunde. Betroffenheit bringt die eigenen
Überzeugungen ins Wanken. Einstellungen werden offen in Frage gestellt.
Betroffenheit lässt keine kurzschlüssigen und billigen Antworten mehr
gelten. Und sie macht sehr flexibel im Denken wie im Handeln. Manchmal
zum Guten – aber nicht immer.
Betroffenheit braucht Mitbetroffenheit, braucht Gemeinschaft. Freut euch
mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Nehmt euch der
Nöte der Gläubigen an. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal,
beharrlich im Gebet (aus Römer 12). Eine mitbetroffene Gemeinschaft teilt
das Elend. Den Schmerz. Sie schützt vor Beliebigkeit privater Logik.
In Gemeinschaft wächst die Liebe Gottes. Da wird sie für den einzelnen
grösser, mächtiger, wirksamer (Epheser 3,16-21). Betroffenheit braucht
Gemeinschaft; eine Gemeinschaft, die der Wahrheit verpflichtet ist.
Ja, Betroffenheit braucht auch Wahrheit. Sonst macht sie beliebig. Die
Wahrheit muss aber in der Gemeinschaft zuhause sein, damit sie heilsam
ist. Anders als in Gemeinschaft mit den wirklich taffen Herausforderungen des Lebens leben und sterben zu wollen, ist eine (un)menschliche
Überforderung. //
IMPRESSUM
Redaktion:
Marketing & Kommunikation
Michael Gross (Redaktionsleitung)
Tel. +41 (0)61 64 64 557
E-Mail: [email protected]
Inserate und Beilagen:
Wolfgang Binninger
Tel. +41 (0)61 64 64 554
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Ihre Mediadaten finden Sie im Internet unter
www.chrischona.org/panorama
Layout/Gestaltung: creaBIRD DESIGN, Luzern
Druck: Druckerei Jakob AG, Grosshöchstetten
Erscheinungsweise: sechsmal im Jahr
Auflage: 12’000 Exemplare
Kosten: Wir sind für einen Beitrag für das
Chrischona-Panorama dankbar.
Richtwert ist CHF 20.– / € 15.– im Jahr.
Erscheinungstag: 9. August 2015
KONTEN
Chrischona International
Chrischonarain 200, 4126 Bettingen
• Postkonto 40-872-3
IBAN: CH39 0900 0000 4000 0872 3
Theologisches Seminar St. Chrischona
Chrischonarain 200, 4126 Bettingen
• Postkonto 40-548456-3
IBAN: CH50 0900 0000 4054 8456 3
Deutschland
Chrischona Gemeinschaftswerk e.V.
Gottlieb-Daimler-Strasse 22, D-35398 Giessen
• Volksbank Mittelhessen e.G.
IBAN: DE34 5139 0000 0050 2378 00
Verwendungszweck: Chrischona International
Für Spenden aus Ländern der EU:
• Volksbank Mittelhessen e.G.
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Verwendungszweck: Chrischona International
Für Spenden aus dem Nicht-EU-Raum:
• SWIFT-Code: GENODEF1EK1
Frankreich
Chrischona International
CH-4126 Bettingen/Bâle
• Crédit Mutuel des Trois Pays,
6, Place de la Gare, F-68330 Huningue
Identifikation Konto (RIB): 10278 03050,
00024007701 78
Südafrika und Namibia
Für Leser in Südafrika und Namibia schlagen wir vor,
jeweils im März eine Spende von R/N $ 100.– mit dem
Vermerk ‘Chrischona-Panorama’ auf das Konto der
jeweiligen Stadtmission zu überweisen. Herzlichen Dank!
Titelbild: © colourbox – Gyvafoto
Bild Rückseite: © colourbox – Syda Productions
3
St. Chrischona
Leserforum
CHRISCHONA 3/15
Leserbriefe zum Thema Geld im
Chrischona-Panorama 3/2015:
Das
liebe Geld
Seine Wirkung entfaltet
es erst, wenn wir uns
von ihm trennen
Auf den Punkt gebracht
«Lieber René Winkler, ich möchte Ihnen
Danke sagen für die wirklich zutreffenden Worte im ‘Auf ein Wort’ im ChrischonaPanorama 3/2015. Sie haben es mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht. Da
wir hier in Kreuzlingen am Bodensee
auch an der Grenze zu Deutschland arbeiten, müssen wir leider
täglich miterleben, wie sich Ihre Worte bewahrheiten. Gierige
Eidgenossen lassen am Samstag Ausfuhrscheine in der EU abstempeln, um dann am Sonntag mit ihrem Stimmzettel an der
Urne alles abzustempeln, was aus der EU kommt. Noch einmal
herzlichen Dank für Ihre klaren und mutigen Worte.»
André E. Bégert aus Kreuzlingen, Schweiz
Bereit für Kapstadt
Timon und Tabea Sieveking fühlen sich
der Aufgabe gewachsen – auch dank
der guten Ausbildung am Theologischen
Seminar St. Chrischona | Seite 18
Vision-France auf Partnersuche
Die französischen Chrischona-Gemeinden
wollen mit einem anderen Gemeindeverband fusionieren | Seite 20
Auf flotten Rädern durchs Dorf
Das Seifenkistenrennen der ChrischonaGemeinde Mattwil ist der Renner | Seite 23
MAI-JUNI 2015
Was Segen bringt
«In Kürze über das Geld:
Vor 80 Jahren war notwendiges Geld rar.
Da wurde uns die Liebe zum Geld erspart.
Im Alter ist die Liebe von Nächsten wichtig.
Geld-liebe machte schon vieles zunichte.
Doch, Gaben für Gott, mit Liebe gegeben,
das bringt Segen.»
Alice Koch (Jahrgang 1930) aus Heiligkreuz, Schweiz
Wie geht es wohl den Schweizern?
«Mein erster Gedanke zum Artikel ‘Geld verändert’ von René
Winkler war ein umgekehrter: Wie geht es wohl den Schweizer
Geschäften und Unternehmen? Ich habe da gemischte Gefühle.
Der Artikel ist aus Sicht ‘überheblicher Kunden’ geschildert. Die
mag es geben, vielleicht auch zu viele; das ist aber nur die eine
Seite. Die andere ist eben die, dass in den Schweizer Gaststätten
zu lesen ist: ‘Schweizer esst bei Schweizern’. Oder die Sorge von
grenznahen Geschäftsbesitzern, die nicht mehr wissen, wie es
weitergeht. Dass die Situation die Menschen gieriger macht und
sie verändert, glaube ich nicht, auch bei Schweizern nicht. Die
Menschen waren schon immer so. Wie man sich selber sieht, ist
die eine bisweilen selbstverliebte Seite, was man aber tatsächlich
ist, die andere. Es könnte aber sein, dass sich die Wahrnehmung
der Südbadener in der Grenzregion gegenüber den Schweizern
verändert. Sie könnte zu Unrecht nachhaltig beschädigt werden.»
Ernst Kaiser per E-Mail aus Deutschland
Ihren Leserbrief schreiben Sie bitte an:
Redaktion
Chrischona-Panorama
Chrischonarain 200
4126 Bettingen, Schweiz
[email protected]
4
CHRISCHONA
4/2015
Chrischona liegt Robert Rahm sehr am Herzen.
Er ist in der Chrischona-Gemeinde Hallau zuhause, ist mit einer Chrischona-Predigerstochter verheiratet und war viele Jahre Mitglied im
Chrischona-Komitee. Beim Lesen des Chrischona-Panorama 3/2015 spürte er einen starken
Drang, sich mit einem Aufruf an alle Chrischona-Freunde zu wenden:
«Dem eigenen Werk Vorrang einräumen»
«Chrischona International feierte im März das
175-jährige Jubiläum. An der eindrücklichen Feier
waren alle Gäste überwältigt, wie treu Gott seine
Hand über diesem Glaubenswerk gehalten hat und
wie viel Segen von dieser Stätte ausgehen durfte.
Das Interview im letzten Chrischona-Panorama
mit Geschäftsführer Walter Stauffacher über die
Finanzen hat mich bewegt. In jedem Heft lesen
wir seine Informationen über die finanziellen Bedürfnisse des Werkes. Mit Gottes Gnade konnten
die letzten Jahresrechnungen, meist mit Kürzungen, knapp kostendeckend abgeschlossen werden.
Die Jahresrechnung 2014 schloss aber mit einem
Defizit von über 800’000 Franken ab und im Jubiläumsjahr liegt der Spendenstand – trotz Jubiläumsfeier und Sponsorenlauf – 200’000 Franken
unter dem Budget!
Als ehemaliges, langjähriges Komitee-Mitglied
ist es mir ein Anliegen, alle Chrischona-Freunde
zu ermutigen – bei den vielen anderen Spendenmöglichkeiten – unserem eigenen Werk Vorrang
einzuräumen. Vielleicht bedeutet dies auch eine
bewusste persönliche Einschränkung.
Wir geben das Geld letztlich Gott, der sich nichts
schenken lässt und diejenigen gerne segnet, die
aus Liebe zu ihm handeln. Noch grösser als materieller Segen sind Kinder, die zum Glauben finden
dürfen und beginnen – wie ihre Eltern – grosszügig im Glauben zu handeln und das Reich Gottes
an die erste Stelle ihres Lebens zu setzen.»
Robert Rahm aus Hallau, Schweiz
Thema
Vermischtes
Oh my Goodness!
Von Personen
9985 Euro in 30 Tagen – alle Achtung! Soviel Geld vom Schwarm
kam zusammen für das Café «Oh my Goodness!» von Arnaud
Schrodi und Team in Strassburg im Elsass. Das Ziel von 4500 Euro
wurde deutlich übertroffen. Die Freude war gross bei den kreativen Gemeindebauern. Denn das Café dient als Basis einer Gemeindegründungsinitiative von Vision-France, dem ChrischonaGemeindeverband in Frankreich.
amzi-Mitarbeiter in den Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen
Allianz berufen
Am 1. Juni gab die Deutsche Evangelische
Allianz bekannt, dass Jurek Schulz in das
Leitungsgremium der Deutschen Evangelischen Allianz, den Hauptvorstand, berufen wurde. Jurek Schulz ist Mitarbeiter
der Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi), die dem
Jurek Schulz
Verband Chrischona International angeschlossen ist. Er ist einer von zehn Neuberufenen in dem 70 Mitglieder umfassenden Gremium. In der Pressemitteilung anlässlich der
Neuberufungen wird betont, mit Jurek Schulz ziehe erstmals ein
Mitglied der jüdisch-messianischen Bewegung in Deutschland in
das Leitungsgremium ein. Die amzi freut sich sehr über den aussagestarken Schritt der Evangelischen Allianz, die damit ein deutliches Zeichen für die Einheit von jüdischen und nichtjüdischen
Jesus­nachfolgern setzt.
MICHAEL GROSS
Das Wichtigste beim Crowdfunding ist die Projektidee, war im
Chrischona-Panorama 3/2015 zu lesen. Der Fontis-Verlag sammelte
auf diese Weise erfolgreich Geld für die Internetseite des evangeli- CGW-Vorsitzender Wieland Müller
schen Jugendkatechismus YOUBE. Und auch die Projektidee von im Aufsichtsrat von ERF Medien
Arnaud Schrodi und seinem Team in Strassburg fand viele Anhänger Wieland Müller, Vorsitzender des Chri­
na Gemeinschaftswerks Deutschund Unterstützer. Mit dem Geld konnten sie das Café einrichten. scho­
Seit 22. Juni läuft die Kaffeemaschine – den Gästen gefällt und land (CGW), wurde im Mai neu in den
schmeckt es. Elsässische Medien haben auch schon von dem neu- Aufsichtsrat von ERF Medien gewählt. Er
übernimmt den Platz von Rainer Geiss,
en, stylischen Café in Strassburg berichtet. Zum Beispiel diese:
dem ehemaligen Inspektor des CGW, der
das Gremium des früheren EvangeliumsBeitrag mit Video im Fernsehsender France3
Rundfunk altersbedingt verlässt. «Beim
unter kurzlink.de/cafe01
Wieland Müller
ERF engagiere ich mich, weil Chrischona
und ERF seit Beginn gemeinsam Reich Gottes bauen», sagt Wieland
Müller zu seinem ehrenamtlichen Engagement im Aufsichtsrat.
Beitrag mit Video in den Dernièrs Nouvelles d’Alsass
unter kurzlink.de/cafe02
Das Café befindet sich in der 13 rue de la 1ère Armée in Strassburg.
Offizielle Internetseite des Cafés mit kreativem Projekt-Video unter
www.ohmygoodnesscafe.fr
facebook.com/ohmygoodnesscafe
Termine auf dem
Chrischona-Campus
Chrischona-Absolvent Marc Jost
zum höchsten Berner gewählt
Seit Juni steht Marc Jost dem Grossen
Rat in Bern vor. Der 41-jährige EVPAbgeordnete und Generalsekretär der
Schweizerischen Evangelischen Allianz
hat es politisch weit gebracht. Ein Jahr
lang wird er nun als Grossratspräsident
des Kantons Bern wirken. Der ehemalige
Student des Theologischen Seminars
St. Chrischona (tsc) hat aber noch Grösseres im Blick: in das Schweizer Parlament, den Nationalrat, einziehen.
Marc Jost
10. – 11. Oktober 2015
Besuchswochenende für Gemeinden
23. – 25. Oktober 2015
Das tsc erleben
– Wochenende für Interessierte
1. – 5. November 2015
Strategie- und Schulungskonferenz SSK
für alle hauptamtlichen Chrischona-Mitarbeiter
Mehr unter chrischona.org/besuch
Mehr unter www.tsc.education/erleben
Mehr unter www.chrischona.org/ssk
5
Thema
Theologisches
Seminar St. Chrischona
Ausgesandt, damit Menschen
Jesus erleben
Das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) hat sie
gut vorbereitet. Nach ihrer erfolgreichen Aus- oder
Weiterbildung sendete es 37 Absolventen des Jahrgangs 2015 auf Entdeckungsreise. Es geht auf eines der
letzten grossen Abenteuer: Sie wollen den Menschen
zeigen, was Jesus ihnen zu sagen hat.
MARKUS DÖRR
#explore – Aufbruch in eine neue Welt
Das Motto für das Aussendungsfest mit Verwandten,
Freunden und Gästen hatten die tsc-Absolventen selbst
gewählt: #explore – Aufbruch in eine neue Welt. Rund
700 Menschen waren gekommen, um diesen Aufbruch
mitzuerleben. Der grosse Höhepunkt für die Absolventen
war die Übergabe der Abschlussurkunden. Jeder erhielt
ausserdem einen Bibelvers als persönliche Ermutigung
von einem Dozenten zugesprochen. Stolz verfolgten die
Angehörigen die Zeremonie und strahlten mit den Absolventen um die Wette.
«Brecht auf in eure neue Welt!»
Zuvor erinnerte Dr. Peter Gloor in der Festpredigt an
zweitausend Jahre Kirchengeschichte. Der Leiter von
Chrischona Schweiz reihte die tsc-Absolventen in die
lange Reihe von Menschen ein, die bereit waren, das
Evangelium weiterzugeben. «Ihr seid hineingenommen in
diesen grossen Strom, brecht auf in eure neue Welt!», rief
er den Absolventen zu. Dafür wünschte er ihnen viel Mut
und empfahl, Jesus als Mittelpunkt auf allen Wegen beizubehalten.
Dienst in Gemeinden und Mission
Die neue Welt sieht für die Absolventen der BachelorStudiengänge Theologie und Gemeindepädagogik sowie
die Jahreskurs-Teilnehmer unterschiedlich aus. Einige
werden als Pastoren, Mitarbeiter oder Jugendreferenten
in den Gemeindedienst starten. Nicht nur in ChrischonaGemeinden, sondern auch in der reformierten Kirche, in
FEG und AB-Verband. Andere tsc-Absolventen werden
Dankbarer Rückblick auf die Lebensschule tsc
Auf ihre Entdeckungsreise nehmen die tsc-Absolventen sich in der Mission engagieren, beispielsweise in Südostihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Lebensschule asien oder Südamerika. Wieder andere, vor allem die
tsc mit. Voller Dankbarkeit blickten sie auf diese Zeit zu- Jahreskurs-Teilnehmer, gehen zurück in ihren Beruf und
rück: «Wir haben erlebt, wie die Gemeinschaft und das bringen sich mit neuem Schwung in ihren Gemeinden als
gemeinsame Festhalten an Jesus Christus uns verbindet ehrenamtliche Mitarbeiter ein. Allen gemeinsam ist wichund zusammenhält», erklärte Clemens «Bommel» Böhme, tig, was Bommel betonte: «Nicht nur das tsc sendet uns
einer von 15 Absolventen des Bachelor-Studiengangs hinaus. Sondern Gott sendet uns hinaus, um die Welt
Theologie. In einem lustigen Theaterstück voller Anekdo- zu erkunden.» //
ten, Erinnerungen und Witze erzählte der Abschlussjahrgang von der gemeinsamen Zeit auf St. Chrischona. Die
Gäste konnten sich auch ein eigenes Bild machen und
den Chrischona-Campus mit Lehrsälen, Wohnungen, Kirche und viel Natur selbst erkunden. Das begeisterte
manche Eltern: «Ich beneide meinen Sohn, dass er hier an
diesem schönen Ort studieren durfte», sagte eine Mutter.
6
CHRISCHONA
4/2015
Thema
Die tsc-Absolventen 2015
Studiengang Theologie:
Ben Sieber, Benjamin Künzle, Christian Niederberger,
Clemens Böhme, Daniel Rutschmann, Daniel Zehnder,
Dennis Hassler, Linda Hassler, Daniel Zingg, Martin Grünholz, Robert Gautschi, Ruth Klakow, Simon Akert, Timon
Sieveking, Tobias Mack
Studiengang Gemeindepädagogik:
Annika Krüger, Eva Buess, Joel Bänziger, Johanna Schwarz,
Linda Hennich, Miriam Frey, Mirjam Külling
Individualstudentinnen:
Die Absolventen des Studiengangs Theologie.
Anja Förster, Naomi Zingg, Priscilla Felder
Jahreskurs:
Barbara Ries-Boltje, Doris Stettler, Isabel Peters, Katja
Trusheim, Lisa Schmutz, Magdalena Berrer, Naemi Schelling, Ruth Techand, Semira Roth, Simone Klumpp, Stephanie Niederberger, Tobias Weiss
Das nächste Studienjahr beginnt
am 31. August 2015.
Alle Infos zu den Studiengängen gibt es im Internet:
Die Absolventen des Studiengangs Gemeindepädagogik.
Bachelor Theologie
www.tsc.education/bath
Bachelor Gemeindepädagogik
www.tsc.education/bace
Jahreskurs
www.tsc.education/jk
Fotogalerie der schönsten Aufnahmen
vom Aussendungsfest 2015:
www.chrischona.org/bilder
Die Absolventen des Jahreskurses und Individualstudiums.
Theologisches Seminar St. Chrischona
«Erst durch den Jahreskurs kam ich zum Theologiestudium»
Im Jahreskurs entstehen immer wieder Freundschaften. Hast du das auch erlebt?
Ja, total. Es sind ganz tolle Freundschaften entstanden. Das Miteinander war ungemein bereichernd –
auch weil die Altersspanne in unserem Jahreskurs
recht gross war: von 19 bis 54. Wir kamen aus ganz
verschiedenen Lebensabschnitten mit unterschiedlichen Erfahrungen, Sichtweisen und Gaben. Davon
haben wir alle profitiert.
Wie würdest du einer interessierten Freundin den
tsc-Jahreskurs beschreiben?
Der Jahreskurs ist an das Theologiestudium angelehnt, aber wir Jahreskursler müssen keine Leistungsnachweise erbringen. Trotzdem lernen wir viel,
beispielsweise über Dogmatik, Evangelistik oder Kirchengeschichte, erhalten überall einen Einblick und
können selbst Schwerpunkte setzen.
Nach dem Abitur wollte sich Semira Roth ein Jahr Auszeit nehmen. Sie entschied sich für den tsc-Jahreskurs.
Nach einem wegweisenden und inspirierenden Jahr
wird die 19-Jährige jetzt Theologie studieren. Sie erzählt, wie das Theologische Seminar St. Chrischona
(tsc) für sie zum richtigen Ort geworden ist.
MARKUS DÖRR
Chrischona-Panorama: Liebe Semira, du hast den
tsc-Jahreskurs 2014/15 abgeschlossen. Würdest du
dich nochmals für den Jahreskurs entscheiden?
Semira Roth: Auf jeden Fall! Ich wollte mir nach dem
Abitur ein Jahr Auszeit nehmen, bevor das Studium
anfängt. Ein Jahr ohne Leistungsdruck, in dem ich
mich ganz neu auf Gott ausrichten kann. Es wurde
dann ein sehr wertvolles Jahr für mich. Ich habe viel
gelernt: über Gott, über sein Wort, über Spiritualität
und über vieles mehr.
Wie sieht ein typischer Tag im tsc-Jahreskurs aus?
Ein typischer Tag fängt morgens mit Unterricht um
8 Uhr an. Wir haben dann fünf Unterrichtsstunden
bis zum Mittagessen, zum Beispiel in Bibelkunde und
Homiletik (Predigtlehre). Auch nachmittags waren
häufig noch Vorlesungen. Abends ist Zeit für Gemeinschaft, Sport, Bibellese- und Gebetskreise oder die
Lebensgruppe, in der wir uns austauschen. Unsere
Tage waren immer gut ausgefüllt.
Das klingt aber nicht nach Auszeit, oder?
Die Teilnehmer des Jahreskurses können selbst entscheiden, ob sie es eher entspannt oder intensiv angehen wollen. Etwa in dem sie weniger oder mehr
Wahlmodule belegen. Wenn jemand Zeit für sich
selbst braucht, kann er sich auch aus dem Programm
ausklinken.
Was war deine wichtigste Lernerfahrung im tscJahreskurs?
Das ist eine schwere Frage, weil ich sehr viel aus dem
Unterricht mitnehmen konnte. Persönlich sehr weiDu klingst ja richtig begeistert.
Ja, das Tolle am tsc-Jahreskurs: Das, was wir im Un- tergebracht hat mich die Kombination aus dem verterricht gelernt haben, konnten wir ganz praktisch in mittelten Wissen im Unterricht und dem praktischen
der Gemeinschaft leben. Zum Beispiel haben wir die Ausprobieren in der Gemeinschaft.
neun verschiedenen Stile von Spiritualität besprochen. Wir wurden herausgefordert, andere Spirituali- Wie hast du dich im Jahreskurs weiterentwickelt?
tätsstile zu entdecken. Was ich alleine nie versucht Verändert hat sich zum Beispiel, dass ich jetzt auch
hätte, konnte ich in der Zweierschaft oder in gemein- gerne vor vielen Menschen vom Glauben erzähle. In der
Schulzeit hatte ich zwar auch schon viele Vorträge gesamen Gebetsgruppen ausprobieren.
halten, was mich aber immer viel Kraft gekostet hat.
8
CHRISCHONA
4/2015
Thema
tsc erleben
Wochenende für Interessierte
Herbst 2015
23.-25. Oktober 2015
www.tsc.education/erleben
Hat das Auswirkungen auf deine Ziele?
Mein Ziel ist es, Menschen zu helfen. Das hat sich
nicht geändert. Aber die Richtung ist schon anders
geworden. Eigentlich wollte ich Psychologie studieren, weil ich mich für Psychologie, Theologie und
Geschichte interessiere, aber nur bei Psychologie berufliche Chancen gesehen habe. Am tsc habe ich
entdeckt, was für spannende Unterrichtsfächer die
Theologen haben. Da dachte ich mir: Wow, das will
ich auch lernen dürfen! Und mir ist klar geworden:
Theologie ist vielfältig. Ich kann später in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig werden, etwa im Mentoring, Coaching oder in der Seelsorge. Jetzt werde ich
Theologie am tsc studieren!
Du hättest gleich Theologie studieren können. War
der Jahreskurs Zeitverschwendung?
Auf keinen Fall! Erst durch den Jahreskurs kam ich
zum Theologiestudium – und er war die ideale Vorbereitung dafür. Jetzt weiss ich ausserdem, wie es am
tsc läuft und dass es mir hier sehr gut gefällt. Für
mich war das genau der richtige Weg.
Gratis Schnuppertage jederzeit möglich
tsc – investieren in Menschen
erreiche
Menschen
am tsc
Theologie studieren
Warum hast du dich für ein Theologiestudium am
tsc entschieden?
Ich habe mir auch andere theologische Hochschulen
angesehen, weil ich den richtigen Platz für mich finden wollte. Neben vielen Kleinigkeiten war für mich
das ausschlaggebende Argument fürs tsc der weite
theologische Horizont. Hier gibt es Lutheraner, Pietisten und Charismatiker. Das hilft dabei, sich eine eigene Meinung zu bilden und sie vertreten zu können.
Ich bin mir sicher: Hier ist der richtige Ort für mich.
Wenn du den Bachelor Theologie abgeschlossen hast,
wirst du vier Jahre am tsc gewesen sein. Warum
lohnt es sich, einige der besten Jahre des Lebens hier
zu verbringen?
Die Prägung, die ich am tsc erhalte, ist total wichtig
für die persönliche Entwicklung. Ich kann hier meine
Gaben entdecken und meine eigene Richtung finden.
Dafür ist das tsc einer der besten Plätze.
soll
« Das Wort Gottes
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neu die Gesellscha
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fän
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da
ch
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prägen,
bei mir selbst an. »
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Gion Maissen, Studen
am tsc
Vielen Dank für das Gespräch. //
Markus Dörr ist Online-Redakteur bei
Chrischona International.
ngänge
Theologische Studie
Master-Abschluss
mit Bachelor- und
www.tsc.education
invisible
9
Inserate
DIE LOSUNGEN 2016
Farbige Normal- und GroßdruckGeschenkausgaben und Jugendlosungen
Ab Juli im Buchhandel oder unter www.losungen.de.
Steven K. Scott
Der Nazarener
Alle Jesus-Worte in Rot.
Jesus ist der Nazarener. Alles, was er gesagt
hat, ist heiß. Oder kalt. Seine Worte sind
Grund zum Freuen. Oder zum Frösteln. Auf
jeden Fall ist diese Stimme die eine unter den
vielen: Er ist Friedensstifter unter Aufwieglern,
Ermahner der Hochmütigen, Tröster der Verfolgten, Liebhaber der Kleingläubigen.
Sie finden hier alle Jesus-Worte nach Themen
gegliedert.
592 Seiten
Klappenbroschur
Zweifarbig gedruckt
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19.99 € (D), 20.60 € (A), 29.80 CHF*
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120 Seiten, Broschur / Format: A4 / durchgehend sw illustriert
€ (D) 14,99, CHF *22,80, € (A) 15,50
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Bestell-Nr. 195120
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«‹Der Nazarener› ist die Chance, alles, was
Jesus gesagt hat, kennen und lieben zu lernen.»
Thema
Theologisches
Seminar St. Chrischona
Party im neuen VIVA
Sechs Monate befand sich das VIVA im Umbau. Der
Gemeinschaftsraum der tsc-Studenten wurde grösser,
schöner und vielfältiger. Die Einweihungssause feierte
das VIVA bei der Semesterabschlussparty.
MARKUS DÖRR
Mit dem VIVA verbinden viele tsc-Studenten und Absolventen der vergangenen Jahre schöne Erinnerungen. Hier
wurde gelacht, gespielt, gejubelt – und Freundschaften
entstanden. Beim Umbau des VIVA wollten daher viele
Münder mitreden und viele Hände anpacken. In Eigenregie und Handarbeit organisierten die tsc-Studenten
den Erweiterungsbau mit neuem Konzept. Das neue VIVA
bietet jetzt mehr Platz für verschiedene Studentengruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
«Das geht zu flexen!»
Dabei gab es verschiedene Teams. Sie folgten der Devise:
«Das geht zu flexen!» – frei nach dem Motto: Was nicht
passt, wird passend gemacht. Manche Wände wurden
eingerissen, andere neue verputzt. Waschbecken wurden
demontiert und Möbel bewegt. Ein Haufen Arbeit – und
das alles in der Vorlesungs- und Prüfungszeit! Besonders
der Transport des schweren Billardtisches in das neue
erweiterte VIVA stellte die Bautruppe vor Herausforderungen. «Gott sei Dank packten viele Helfer mit an und
waren konzentriert bei der Sache», sagt Theologieabsolvent Clemens «Bommel» Böhme. Eine Delle im Boden gab
es trotzdem, sie konnte aber beseitigt werden. Bommel
nimmt es locker: «Wo gehobelt wird, fallen Späne.»
Billardtisch, Farbakzente, Tram-Plan
Der Billardtisch wertet das neue VIVA entscheidend auf.
Hier können die Studenten am Abend eine gepflegte
Runde Poolbillard spielen und sich dabei entspannen.
Die Idee dazu hatte das Team für den Innenausbau mit
Debora Chalá, Dorothee Kanzinger, Timon Sieveking und
Tobias Weiss.
Auch farbliche Akzente setzte dieses Team. Nach guter
Schweizer Tradition entschieden die tsc-Studenten in einer Abstimmung, dass die Wände in gelb-grün und Eierschale gestrichen werden. Ein Hingucker ist der TramPlan von Basel und Umgebung, der die Wand gegenüber
der ehrwürdigen VIVA-Bar ziert. Auch dieses grafische
Bonbon entstand von Studentenhand.
Energy-Drink für VIVA-Umbauhelfer
Entscheidend für den Erfolg des VIVA-Umbaus waren
zwei Dinge: Das grosse Engagement der gesamten
Studentenschaft und der Rückhalt durch das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) sowie Chrischona
Internatio­nal. Bommel würdigte alle helfenden Hände mit
einem grossen Dankeschön. Wer sich besonders eingesetzt hatte – wie beispielsweise der unermüdliche Simon
Gantenbein – bekam den VIVA-Energy-Drink. «Ihr habt
viel Energie in den Viva-Umbau gesteckt, jetzt gibt euch
das VIVA etwas davon zurück», kommentierte Bommel.
VIVA – made by tsc
Zum Abschluss des Sommersemesters 2015 bestand das
neue VIVA seinen ersten Härtetest. Während die eine
Hälfte der Studenten im grösseren Raum unter der Diskokugel tanzte, vergnügte sich die andere Hälfte bei Billard
und guten Gesprächen im zweiten Raum. Beide zusammen ergeben das neue «L»-förmige VIVA. Beliebteste
Möbel waren übrigens die neuen «Sofas» aus Europaletten und Matratzen. Echt innovativ und made by tsc. //
11
Thema
St.
Chrischona
«Luthers Bibelübersetzung
hat die Welt verändert»
wird, und der sich langsam auflöst. «Der Westen hat seine
Seele amputiert. Er weiss nicht mehr, wie er gross geworden ist», sagte Mangalwadi. Weil der indische Theologe
die Bibel als wichtige Inspirationsquelle des Westens
sieht, bedauert er umso mehr deren Bedeutungsverlust.
Wie der Westen aus seinen Krisen findet
Als Herausforderungen für den Westen nannte Mangalwadi sowohl Säkularismus als auch Islamismus. Um ihnen
zu begegnen, brauche die westliche Welt eine neue Reformation mit der Bibel als rotem Faden. Mangalawadi ist
überzeugt: Wenn die Bibel weiter das «Buch der Mitte»
wäre, würde der Westen besser aus den aktuellen Krisen
finden – etwa in Griechenland, in der Ukraine und im
Nahen Osten. Beim Vortragsabend konnte Vishal Mangalwadi seine Thesen nur andiskutieren. Dennoch inspirierte er viele seiner Zuhörer. //
Was haben Toleranz, Menschenwürde und das Selbstbestimmungsrecht der Völker gemeinsam? Inspiriert
wurden diese wichtigen Ideen des Westens alle vom
selben Buch: der Bibel. Der indische Theologe und Philosoph Vishal Mangalwadi legte bei einem Vortrag auf
dem Chrischona-Campus vor 250 Zuhörern diesen Zusammenhang dar – und zeigte eine Lösung für aktuelle
Krisen des Westens.
Den Vortrag «Schafft der Westen sich selbst ab?» von Vishal
Mangalwadi auf dem Chrischona-Campus können Sie im
Internet nachhören:
soundcloud.com/chrischona/vishal-mangalwadi
MARKUS DÖRR
Mangalwadis zentrale These handelt von der Bedeutung
der Bibel als «Buch der Mitte». So heisst auch sein Buch
in der deutschen Übersetzung. «Luthers Übersetzung des
Neuen Testaments hat die Welt verändert: Dadurch wurde der Westen zu einer denkenden, lesenden Zivilisation»,
erklärte der Professor für Praktische Theologie an der
Universität von Allahabad (Indien). Die Menschen haben
die Bibel gelesen und wichtige Ideen daraus abgeleitet.
Beispielsweise die Idee, dass Männer und Frauen als
Gottes Geschöpfe gleichwertig sind. Das scheint aus
westlicher Sicht selbstverständlich. In Indien jedoch sind
die Menschen von Hindu-Lehre und Kastensystem geprägt. Dort herrsche die Ansicht vor, dass Männer und
Frauen nicht gleichwertig geschaffen wurden.
Was passiert mit einem Teppich, wenn man
den Faden zieht?
Es ist dieser spannende Blick von aussen, der Vishal
Mangalwadi zu einem interessanten Redner macht.
Zudem überzeugte er durch freie Rhetorik und bildhafte
Vergleiche. Die westliche Zivilisation verglich er beispielsweise mit einem Teppich, bei dem der Faden gezogen
12
CHRISCHONA
4/2015
Im Chrischona-Panorama
5/2015, das Anfang Oktober
erscheint, lesen Sie ein
ausführliches Interview mit
Vishal Mangalwadi und weitere Beiträge zum Thema.
Vishal Mangalwadis Buch ist 2014 im Fontis-Verlag Basel
erschienen: «Das Buch der Mitte. Wie wir wurden,
was wir sind: Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur.»
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Verband christlicher Hotels Schweiz VCH
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08.07.2015 10:31:53
VCH – Forum
Der Verband christlicher Hotels war der erste schweizerische
Hotelverband und wurde bereits 1895 in Bern als Verein gegründet. Christen wollten einander in ihrer Berufung und Aufgabe als
Hoteliers unterstützen. Das war auch der Anstoss, in weiteren
europäischen Ländern solche Verbände ins Leben zu rufen.
Heute gibt es über zwanzig grössere und kleinere Zusammenschlüsse weltweit, die über 300 Hotels und Häuser umfassen,
die christliche Gastfreundschaft in ihrem Umfeld leben und in
ihren Ländern fördern.
In der Schweiz sind VCH-Mitglieder in der Regel eigenständige
private oder kirchliche Hotels, Gästehäuser und Herbergen, die
sich vernetzt haben, um sich zu unterstützen, sich weiterzubilden und gemeinsam am Markt aufzutreten. Sie haben sich den
folgenden Leitgedanken verpflichtet:
•
•
•
•
•
Grundhaltung: Eine christliche Grundhaltung in Verantwortlichkeit gegenüber Schöpfer und Schöpfung prägt unser Denken, Fühlen und Handeln.
Ziele: Wir tragen dazu bei, dass unsere Gäste zu Gott, zu
Mitmenschen und zu sich selbst finden können.
Angebote: Unsere Angebote stehen unter der Leitidee:
„Erholung für Körper, Seele und Geist“.
Qualität: Mit qualitativ überzeugenden, ganzheitlichen
Leistungen wollen wir unsere Gäste verwöhnen. Wir beherbergen gern!
VCH-Hotels gibt es heute in allen Regionen der Schweiz, und
sogar einige Häuser aus dem Schwarzwald und dem badischen
Markgräflerland haben sich uns angeschlossen. Unsere Hotels
befinden sich in Städten wie Zürich und Genf, an Seen, wo man
baden kann, und in den Bergen, die zum Wandern einladen. Die
Häuser sind sehr unterschiedlich und vielfältig und oft auch einzigartig schön gelegen. Dabei gibt es spezialisierte Hotels für
Familienferien, Gemeindewochen, Wellnessaufenthalte, Kuren,
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Wassersportler, Bergsteiger, Skifahrer und Personen mit Handicap. Auf unserer vielbesuchten, neugestalteten Homepage
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Rollator unterm Kreuz
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Was macht das denn für einen Eindruck?
Einige Male fiel mir das erst auf, als der Gottesdienst schon in vollem Gange war. Und der Rollator
neben dem Altar brachte mich ganz schön ins
Schwitzen! Denn, bitte, was macht das denn für
einen Eindruck? Wir wollen doch einen gästeorienWohin sonst gehört ein Rollator als unters Kreuz? Der tierten Gottesdienst, und dass Gäste auch mal wieGedanke kommt Esther Schanz – nachdem die Gehhilfe der kommen. Aber irgendwie brachte mich dieser
in der Evangelischen Stadtmission in Prenzlau nicht Parkplatz auch zum Schmunzeln. Mal ehrlich, wo
könnte man einen Rollator besser platzieren als
mehr dort parkt.
unter dem Kreuz? Das ist doch der Platz für unsere
Krücken, unsere Schmerzen, unsere Lasten.
ESTHER SCHANZ
Die Gottesdienst-Gemeinde in der Evangelischen Stadtmission in Prenzlau ist immer ein bunt gemischter
Haufen. Es finden sich neben den Gemeindeleuten auch
Menschen vom Rand der Gesellschaft ein. Da ist ganz
regelmässig eine kleine Gruppe geistig Behinderter aus
dem Wohnheim der Arbeiterwohlfahrt. Einer verteilt
ganz pflichtbewusst die Liederbücher, der andere hat
sich darauf spezialisiert, den Prediger nach seinem
Auftritt zu loben: «Hat er wieder gut gepredigt!»
Ausserdem ist es prima, wenn es hinterher Kekse gibt
– oder noch besser: Kuchen!
Eine ältere Dame kommt alle zwei Wochen und eine
ganze Weile parkte sie ihren Rollator ganz selbstverständlich immer vorne, neben dem Altar, direkt unter
dem Holzkreuz.
Unterm Kreuz ist Platz für uns alle
Die ältere Dame kommt immer noch alle zwei Wochen zum Gottesdienst. Bestimmt hat sie jemand
auf ihren Parkplatz angesprochen, denn sie stellt
den Rollator mittlerweile neben der Tür ab. Gut so.
Und: schade eigentlich. Von Zeit zu Zeit müssten
wir das Gefährt mal wieder unter dem Kreuz parken – zur Erinnerung, dass unter dem Kreuz Platz
ist für uns alle. Weil da der hing, der unsere Krankheit trug, unsere Schuld und unsere Schmerzen. //
„DAS KREUZ IST DOCH
DER PLATZ FÜR
UNSERE KRÜCKEN,
UNSERE SCHMERZEN,
UNSERE LASTEN.“
Gemeinde
Chrischona Schweiz
Zugelegt bei Spiritualität und Evangelisation
Chrischona Schweiz wächst geistlich, damit mehr Menschen
Jesus kennenlernen. Auf der 36. Delegiertenversammlung der
Freikirche berichtete Dr. Peter Gloor, Leiter Chrischona Schweiz,
von deutlich messbaren Fortschritten bei leidenschaftlicher Spiritualität und bedürfnisorientierter Evangelisation. Ausserdem
informierte die Leitung über anstehende Projekte.
haben ihre persönliche Form von Spiritualität neu entdeckt. Die
Veränderung zeigt das neue NGE-Profil von 2015. Deutlich mehr
Befragte bezeugen öfters vor anderen Christen, dass sie etwas mit
Gott erlebt haben. Und sie erleben bewusster, welche verwandelnden Auswirkungen der Glaube auf das eigene Leben hat. «Da ist
etwas passiert – das Hilfsmittel NGE wirkt. Und unsere Bemühungen tragen Frucht», freute sich Peter Gloor.
MARKUS DÖRR
«Wir sind familiäre Gemeinden»
2011 liess Chrischona Schweiz ein Denominationsprofil mit Hilfe der Anhand von Statistiken zu Altersstruktur und Gemeindegrösse
Methoden der «Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE)» erstel- zeigte Peter Gloor, wo die Stärken der Schweizer Chrischonalen. Dabei kam heraus, dass der Bereich leidenschaftliche Spiritua- Gemeinden liegen: «Wir sind familiäre Gemeinden, in denen alle
lität am schwächsten ausgeprägt war. Seitdem hat sich Chrischona Generationen ein Zuhause finden, und die an vielen Orten in der
Schweiz auf Gemeindeleitungstagen und Mitarbeiterkonferenzen Schweiz Menschen erreichen.» Chrischona Schweiz sehnt sich
intensiv mit dem Thema beschäftigt. Viele Chrischona-Mitglieder nach Wachstum in allen Bereichen, will neue Gemeinden gründen
und bestehende Gemeinden neu in Bewegung bringen. Alles, damit noch mehr Menschen Jesus kennenlernen.
Reglemente wurden sprachlich angepasst
Die Delegiertenversammlung befasste sich ausserdem mit Vereinsangelegenheiten. So wurden die Jahresberichte und die Jahresrechnung 2014 genehmigt. Die Delegierten entschieden auch, alle
Vereinsreglemente sprachlich anzupassen. Neu heisst die Freikirche nicht mehr Verein Chrischona-Gemeinden Schweiz, sondern
kurz und knackig Chrischona Schweiz. //
www.chrischona.ch
Abstimmung bei der Delegiertenversammlung von Chrischona Schweiz. Die Delegiertenversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium von Chrischona Schweiz.
Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag 2015
Besonderes Beten für die Schweiz
Die Schweiz soll ein Land bleiben, in dem das Gebet von Christinnen und Christen sichtbar ist. – Das ist das gemeinsame Anliegen
der Gläubigen, unabhängig von ihrer Konfession und Gottesdiensttradition. Vor zwei Jahren haben die Kirchen auf einer breiten ökumenischen Basis auf den Samstag vor dem Bettag zu «Ein Gebet
voraus» aufgerufen. Gemeint ist ein gemeinsames öffentliches Gebet auf der Grossen Schanze, unmittelbar über dem Bahnhof Bern.
800 Christinnen und Christen aus allen Sprachregionen sind 2013
zusammengekommen und haben mit ihrem Beten für das Land, die
Regierung und die Bevölkerung ein deutliches Bekenntnis ablegen
dürfen. Das «Gebet voraus» findet in diesem Jahr zum zweiten Mal
16
CHRISCHONA
4/2015
statt. Je grösser die Zahl der anwesenden Beter, desto nachdrücklicher wird die von der Gesellschaft wahrgenommene Botschaft.
Der Anlass am 19. September 2015 dauert von 10.15 bis 12.15 Uhr
und lässt sich für weit Hergereiste gut mit einem Nachmittagsbummel in der Berner Altstadt oder einem Museumsbesuch in der
Bundesstadt verbinden. Neben Katholiken und Reformierten sind
die Freikirchen ein wichtiger Partner dieses Anlasses, der auch von
der Organisation «Gebet für die Schweiz» mitorganisiert wird. //
THOMAS HANNIMANN, SCHWEIZERISCHE EVANGELISCHE ALLIANZ
Thema
Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland
Wertvolle Impulse bei der
Mitarbeiterkonferenz
Was ist ein gesellschaftsrelevanter Gottesdienst? Darüber
sprach im Juni Theologie-Professor Dr. Stephen Beck bei der
Flensunger Konferenz (Fleko) vor den Mitarbeiter im Chrischona
Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW). Wichtig bei der alle
zwei Jahre stattfindenden Fleko ist auch die Gemeinschaft.
ERWIN SIEFKES
Der Referent Stephen Beck, Professor an der Freien Theologischen
Hochschule Giessen, berichtete aus seiner reichen Erfahrung mit
Gottesdienst in neugegründeten Gemeinden. Gemeinsam mit Studenten gründete er etwa die MosaikGemeinde mitten in Frankfurt
am Main. Voriges Jahr schloss sich die Gemeinde dem CGW an. Es
ist ihm gelungen, die Zuhörer für einen Gottesdienst für Christen
und Nichtchristen zu erwärmen.
Zu Gast bei der Fleko war auch Oliver Ahlfeldt, Gnadauer Referent für Neubelebung und Neugründung von Gemeinden. Sein
Credo: Wir reden nicht nur darüber, wir tun es auch. Er hat in den
letzten zehn Jahren eine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern
zu neuer Blüte geführt.
Höhepunkt der Konferenz ist der festliche Abend mit einem schönen Abendessen, an dem Mitarbeiter mit einem runden Dienstjubiläum geehrt werden. Erstmalig waren auch die Mitarbeiter des
CGW-Kindergartens aus Battenberg mit dabei. Eine Mitarbeiterin
wurde für 40 Jahre Dienst im Kindergarten gefeiert. Sein 20-jähriges Dienstjubiläum feierte Wieland Müller, Vorsitzender des CGW.
Die Flensunger Konferenz ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis.
Wir freuen uns über die tolle Mannschaft mit den vielen jungen
Mitarbeitern, die gute Identifikation mit dem CGW und die starken
Impulse. //
Erwin Siefkes ist Regionalleiter im CGW.
www.chrischona.de
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Total Mensch!
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»Wertvoll und würdevoll, auch
jenseits von Leistung und Ansehen«
Die Hohe Schule des Älterwerdens – 21.–25. September 2015
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weiteren Referenten
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Mit Bischof Charles Morerod, Freiburg
Marc Jost, Pfarrer, Thun
Marianne Streiff, Nationalrätin EVP Bern
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Impuls
Gras und Zedern
St. Chrischona
(Psalm 92 in Auszügen)
18
CHRISCHONA
4/2015
Auf meinem langjährigen Gebetsweg bin ich immer wieder
an einem Waldstück entlanggegangen, das frisch mit kleinen
Tannen bepflanzt war. Im Frühling zeigte sich rasches Grün an
den Trieben, aber noch viel mehr
um sie herum: Gras, Disteln und
Dornen schnellten neben den
Tannenbäumchen empor und im
Spätsommer waren diese kaum
mehr zu sehen.
So ging es die ersten Jahre: Jahr
für Jahr überholte sie das Gras
und die Disteln. Es sah schlecht
aus für die kleinen Bäumchen.
Der Förster tat meiner Meinung
nach viel zu wenig, um seine
Arbeit zu schützen. Doch nach
sechs oder sieben Jahren hielten
die kleinen Tannen mit. Jahre
später waren es kräftige Tannen
von einiger Höhe; Gras war keines mehr zu sehen, dicht an dicht
standen sie.
Haben wir manchmal nicht
auch das Gefühl, das Böse um
uns und in uns und bei anderen
wächst so unkontrolliert und
schnell wie das Gras, wie Disteln und Dornen? Es erreicht
schnell seine Ziele, kommt gut
voran und sieht manchmal noch
gut aus.
Wer aber Gottes Willen tut, der
wächst langsam; zehnmal wird
er vom schnellwachsenden Gras
überholt. Das Gute in uns und
um uns braucht viel Zeit, bis es
sich entfaltet und sichtbar wird.
Manchmal ist es zum Verzweifeln und man ist sich nicht sicher, ob das Gute auch wirklich
überlebt. Doch es wächst. Die
Verheissung steht: Der Gerechte
ist wie eine Zeder ausdauernd
und auf langes Leben ausgerichtet. Gott hat sein eigenes Tempo.
Ihm gehört die Zeit. Er möchte
in uns etwas reifen lassen, das
nicht nur für eine Saison reicht,
sondern für die Ewigkeit.
Das macht Hoffnung: Gottes
Sache geht nicht unter, Gottes
Sache wächst zwar in meinem
Leben und in dieser Welt nicht
so schnell, dafür nachhaltig,
solide und gut, lebenslang und
ewig. //
Claudius Buser,
Dozent für Kirchengeschichte
am Theologischen Seminar
St. Chrischona (tsc)
© photocase – complize
EIN LIED FÜR DEN SABBAT
2 Wie schön ist es, dem Herrn zu danken –
deinen Namen, du Höchster, zu besingen!
3 Morgen für Morgen deine Gnade zu
verkünden und in den Nächten deine Treue,
8 Mögen die Gottlosen auch wachsen
und gedeihen wie das Gras, mögen alle,
die nur Unheil anrichten, grünen und
blühen – so doch nur, damit sie für immer
vernichtet werden!
9 Du aber, Herr, bist erhaben für immer
und ewig!
13 Alle, die nach Gottes Willen leben,
gleichen einer immergrünen Palme,
einer mächtigen Zeder auf dem Libanon.
14 Sie sind verwurzelt im Haus des Herrn,
dort, in den Vorhöfen unseres Gottes,
grünen sie immerzu.
15 Selbst in hohem Alter spriessen sie
noch, sie stehen in vollem Saft und haben
immer grüne Blätter.
16 Mit ihrem ganzen Leben verkünden sie:
Der Herr hält sich an seine Zusagen.
Ja, er ist mein Fels, kein Unrecht ist bei
ihm zu finden.
Thema
St.
Chrischona
Finanzen
Spenden 2015
Gemeinsam geht’s!
Spendenstand Ende Juni 2015:
1,45 Mio Franken
Es war eines der wichtigsten Bauprojekte der letzten
Zeit – jedenfalls für unsere Studenten am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc): Der Umbau ihres
Gemeinschaftsraumes VIVA. Sechs Monate lang wurde geplant, gebaut, gemalt und geschraubt. Es hat sich
gelohnt: Das VIVA ist nun grösser, schöner und bietet
mehr Möglichkeiten (siehe Seite 11).
Es begeistert, dass die tsc-Studenten den Umbau in
Handarbeit und Eigenregie gestemmt haben. Und das in
der Vorlesungs- und Prüfungszeit! Manche Studenten
haben sich sehr stark engagiert, andere weniger – jeder
nach seinen Gaben und Möglichkeiten. Alle waren in irgendeiner Form beteiligt. Auch wenn sie nur über die
Farbgebung mitentschieden haben.
Spenden ist Teamwork
Die tsc-Studenten machen uns vor, wie es geht – nämlich
gemeinsam! Das gilt erst recht für die Finanzen von
Chrischona International. Jetzt ist das Jahr 2015 zur Hälfte vorbei und Chrischona hat 1,45 Millionen Schweizer
Franken an Spenden erhalten. Also etwas mehr als ein
Drittel der benötigten 3,9 Millionen. Herzlichen Dank! In
diesem Betrag steckt schon ganz viel Teamwork. Viele
Menschen, Gemeinden und Firmen, die beispielsweise
die Aussendung von 37 tsc-Absolventen zum Anlass für
eine Spende genommen haben. Diese gut ausgebildeten
Christen werden jetzt einen Unterschied machen in
Gemeinden in der Schweiz, in Deutschland, Österreich,
Namibia und Südafrika. Oder im Missionseinsatz. Immer
damit Menschen Jesus erleben.
Was wir gemeinsam erreichen können
Jesus ist es auch, der uns bei den Finanzen besonders
unter die Arme greift. Immer wieder ermutigt er uns, auf
ihn zu vertrauen. Zwei Drittel des Betrages in der Hälfte
des Jahres? Mit Jesu Hilfe ist das möglich! Aus diesem
Vertrauen heraus bitten wir Sie, sich weiterhin an unserem gemeinsamen Auftrag zu beteiligen. Bitte spenden
Sie für Chrischona International. So wie es uns die tscStudenten vorgemacht haben, können wir gemeinsam
viel erreichen – für die Menschen in unserer Umgebung,
für unsere Gemeinden, für unsere Länder und für die
ganze Welt.
Die Grafik zeigt, wie der Spendenstand (grün) und der Bedarf an Spenden (rot)
von Monat zu Monat wachsen. Für das Jahr 2015 beträgt die Spendenerwartung
von Chrischona International 3,9 Millionen Franken.
Spenderinfo
Konto bleibt,
Name wechselt
Chrischona International ist der neue Name der Pilgermission St. Chrischona. Der Namenswechsel wirkt sich
jetzt auch auf die Chrischona-Spendenkonten aus. Die
bekannten Kontonummern bleiben gleich, lediglich der
Name ändert sich. Bitte spenden Sie neu an «Chrischona International». Spenden an die «Pilgermission
St. Chrischona» kommen nur noch bis Ende der
Übergangsfrist am 31.12.2015 bei uns an.
Roland Krähenbühl
Leiter Marketing & Kommunikation
Herzlichen Dank, wenn Sie mit Ihren Spenden Chrischona
International unterstützen. Sie tragen dazu bei, dass
unser Auftrag gelingt: Jesus erleben – Menschen fördern
– dem Nächsten dienen.
Weitere Informationen unter: chrischona.org/konten
19
Thema
«Kann man da nicht etwas
beschleunigen, Herr Müller?» © Rebekka Guedes-Tanner, 2009 / Antelope Canyon (Utah, USA)
Sterbehilfe – und wie wir damit umgehen
Thema
Wie gehen wir mit Sterbehilfe um? Soll sie grundsätzlich erlaubt werden? Haben Menschen gar ein Recht
darauf? Fragen, die in unseren Ländern derzeit diskutiert werden. Auf diese und ähnliche Fragen geht Markus Müller im folgende Beitrag ein.
DR. MARKUS MÜLLER
Zwei Dinge sind es,
die wir wissen und
beherzigen sollten.
Zum einen geht es
auch beim Thema
Sterbehilfe nicht
zuerst um Sterben
und Tod, sondern
immer zuerst um
das Leben. Gott ist Liebhaber des Lebens. Liebhaber des
Lebens dürfen deshalb auch wir sein. Sterben ist lediglich Teil dieses Lebens. Zum anderen: Das Thema Sterbehilfe ist gerade erst im Kommen. Es wird in den
nächsten Jahren mit Wucht über uns hereinbrechen.
Bereits spricht man von einer «suizidalen Gesellschaft». Zahlen verdeutlichen die Dramatik: Exit, die
grösste Sterbehilfeorganisation in der Schweiz, hat
2014 um 13’413 Mitglieder zugenommen. Im gleichen
Jahr haben sich in der deutschsprachigen Schweiz 583
Personen durch Exit in den Tod begleiten lassen, 25 %
mehr als 2013. In Deutschland stellt das AllensbacherInstitut fest, dass im Sommer 2014 66 % der Deutschen
die aktive (!) Sterbehilfe befürworten, 10 % mehr als
noch 2008 (unentschieden sind 12 %, dagegen 21 %).
60 % wollen private Sterbehilfeorganisationen zulassen,
die Geld für eine Dienstleistung bekommen, also kommerziell denken und handeln. Hans Saner, der wohl
bedeutendste heute lebende Schweizer Philosoph, antwortet auf die Frage, ob er bei Exit sei, lapidar: «Ja,
klar. Exit macht frei.»
Vier Begriffe, die wir kennen sollten
Aktive Sterbehilfe ist Tötung auf Verlangen eines sterbewilligen Menschen. Das Ziel dessen, der aktive Sterbehilfe leistet (zum Beispiel der Arzt), besteht im ausdrücklichen Herbeiführen des Todes eines darum
bittenden Menschen. In Belgien und Holland ist aktive
Sterbehilfe erlaubt, in der Schweiz und Deutschland
zurzeit nicht.
Passive Sterbehilfe ist das Zulassen des Sterbens
durch bewusstes Unterlassen oder durch das Abbrechen lebensverlängernder Behandlungsmassnahmen.
Indirekte Sterbehilfe ist die Leidensminderung mit
Hilfe von schmerzlindernden Medikamenten. Dabei
wird in Kauf genommen, dass Leben verkürzt wird. Das
Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität und nicht
das Herbeiführen des Todes.
Assistierter Suizid ist die Selbsttötung mit Hilfe eines
bereitgestellten, todbringenden Medikamentes. Andere
«Der Tod ist in Jesus
besiegt, deshalb hat
das Sterben nicht mehr
das letzte Wort.»
Begriffe dafür sind «Beihilfe zur
Selbsttötung» oder «Freitodbegleitung». Ziel ist der schnelle und
schmerzfreie Tod. Assistierter Suizid ist zurzeit das Kernprogramm
der Sterbehilfeorganisationen.
Die Werte, um die es geht
Wie so oft geht es auch bei Sterbehilfe um Anschauungen, Grundüberzeugungen und Werte, über
die debattiert wird. Im Vordergrund
steht die Würde des Menschen und
das damit zusammenhängende
Recht auf Selbstbestimmung. Würdig sterben heisst, so die verwendete Logik, selbstbestimmt sterben.
Konkret: Selber darüber zu entscheiden, wann, wo und wie man
sterben will. Dies dem einzelnen
Menschen zu verweigern würde
heissen, ihn zu entmündigen und zu
entwürdigen. So wie der Mensch
selbstbestimmt leben will, so will er
auch selbstbestimmt sterben.
Soweit die grundsätzliche Diskussion. Fragt man nach Begründungen
dieser Anschauung, so finden sich
unter anderem folgende Argumente:
Es widerspricht der Liebe, einem
Menschen die Erfüllung seines letzten Wunsches, etwa schnell und
schmerzlos sterben zu dürfen, zu
verweigern.
Gott will nicht das Leiden, sondern die Freiheit vom Leiden. Und
Gott gab uns die Medizin, die uns
den schmerzfreien und leichten Tod
zu ermöglichen vermag und deshalb auch zu ermöglichen hat, sofern wir das wollen.
Uns ist, so Hans Küng, ein Leben
nach dem Tod in Aussicht gestellt.
Dies gibt uns die Freiheit, scheinbar
sinnlosem Leid aktiv ein Ende zu
setzen. Besagter Autor will entsprechend sein eigenes sicheres Ende,
wenn er «irgendwelche Zeichen von
Demenz spüre».
Das Deprimierende an dieser Argumentation besteht darin, dass eine
lebensvernichtende Aktion – konkret: Töten – mit Begriffen begründet wird, die zunächst ausschliesslich Leben ermöglichen, fördern
und stützen wollten, etwa Würde
oder Liebe.
21
Thema
Besorgt sagt eine eher verzweifelte, Ebene 2 ist die Ebene der Beziehung.
Was ich erlebe – Fünf Beispiele
In meinem Alltag als Heimpfarrer rund 50-jährige Frau: «Es ist wirk- Die Frage: Wer ist mit mir, wenn es
gibt es Wochen, in denen das The- lich so: Was ich jetzt bei meiner leid- und schmerzvoll werden sollma Sterbehilfe aktueller ist, und Mutter mit ansehen musste, hat te? Wo sind meine Nächsten, meine
Wochen, in denen das Thema kaum mich total erschreckt. Ich glaube, Freunde, meine Kinder? Werde ich
zu existieren scheint. Einige Bei- Sterbehilfe könnte für mich eine gegebenenfalls allein gelassen,
spiele aus den vergangenen Mona- gute Idee sein. Das nämlich will ich wenn ich jemanden nötig hätte?
meinen Kindern nicht zumuten. Üb- Wird jemand an mir interessiert
ten:
Der Vater eines mittlerweile rund rigens hat ja kaum jemand Einwän- sein? Wer ist mir im Letzten nahe?
60-jährigen Sohnes wird schwächer de. Ich höre nur Befürworter. Altund dadurch bettlägerig. Ganz leise Ständerat This Jenni und Hans
«Nichts tut in der
bemerkt der Sohn zu mir: «Kann Küng sind ja nur zwei von vielen
Diskussion rund um
man da nicht etwas beschleunigen, Beispielen.»
Herr Müller? Das ist doch furchtbar
Sterbehilfe so sehr
mit anzusehen.» Die Frage lag auf Das Erfreuliche: Fast aus jeder AnNot wie das Aufzeigen
der Hand: Kann man den Tod die- merkung dieser Art – sie sind meist
von Zukunft.»
ses vermutlich bald sterbenden Va- nicht stark reflektiert – ergeben
ters nicht aktiv und schmerzfrei sich sehr existenzielle Gespräche
rund um Leben und Sterben, Tod
herbeiführen?
Bei einer zunächst unbeschwer- und Ewigkeit, Wert des Lebens und Noch etwas existenzieller erscheinen
ten Begegnung erzählt ein Mann Glaube im Leben.
die Fragen auf Ebene 3: Was bin ich
plötzlich: «Mein Freund hat mich
eigentlich (noch) wert? Wozu bin ich
für kommenden Donnerstagabend Wieso Sterbehilfe gewollt wird
nützlich, wo ich doch nichts mehr
eingeladen. Er wird am Samstag In nahezu allen Gesprächen rund zu leisten vermag? Ich bin ja nur
darauf mit Hilfe einer Sterbehilfe- um Sterbehilfe geht es um vier Ebe- noch Last (was ich nie in meinem
organisation aus dem Leben schei- nen, auf denen oft auch direkt Be- Leben sein wollte): Bin ich nicht die
den.» Die auch hier in der Luft lie- troffene mitreden und argumentie- grösste Hilfe, «wenn ich gehe»
genden Fragen waren offensichtlich. ren. Das Auffällige: Obwohl sich die (letzteres als der undramatische BeDer Mann sagte: «Soll ich ihn noch meisten Gespräche zunächst auf der griff für Sterben)?
besuchen? Was soll ich sagen? Mir ersten und zweiten Ebene ereignen,
ist ganz anders. Darf er das denn? sind die dritte und vor allem vierte Ebene 4 schliesslich beinhaltet die
Ebene letztlich entscheidend, ob je- tiefstliegende und herausforderndste
Ich bin absolut verzweifelt.»
Während eines Gesprächs in klei- mand sein Leben bis ans natürliche Lebensfrage. Es ist die Frage nach
nem Kreise sagt jemand: «Ich habe Ende bewahren oder ihm vorzeitig der Zukunft, die ich vor Augen
Angst vor Sterbehilfe und davor, ein Ende setzen will.
(oder nicht vor Augen) habe, wenn
dass meine Verwandten, geldverich älter, schwächer und sterbend
sessen wie sie sind, eine Sterbehil- Auf Ebene 1 werden die gängigen werde. Es ist die Frage nach dem
feorganisation beauftragen, mein Argumente genannt, etwa: Angst vor Durchblick über den Tod hinaus,
Lebensende zu beschleunigen. Wo körperlichem Schmerz im Sterben, die Frage also nach dem, was
und in welchem Pflegeheim bin ich (unwürdige) Abhängigkeit, schlech- kommt, wenn ich sterbe, und was
denn heute überhaupt noch sicher?» te Pflege im Pflegeheim, ökonomi- ich hoffen darf. Keine Frage: Wenn
Nach einem Sturz sagt ein älterer scher Druck (die Kosten lohnen sich ich hier nichts sehe, dann lohnt sich
Mann, der in seinem Leben im Neh- für das ohnehin nur sinnlose Leiden das Leben nicht. Die Wahl eines
men stets hart war: «So, jetzt habe und angebliche Dahinvegetieren
ich keine Zukunft mehr. Es ist aus. nicht). Es ist klar: Natürlich haben
Jetzt hilft nur noch das Ende. Ha- all diese Argumente auch reale Hintergründe. Das Ende des Lebens hat
ben Sie eine Adresse?»
oft mit Leid und Schmerz zu tun,
und ein Pflegeheim ist teuer und
kann nicht immer genau das leisten,
was sich Betroffene wünschen.
22
CHRISCHONA
4/2015
Thema
schnellen und schmerzlosen Todes
liegt dann nahe – Schmerz, Beziehungen und Bedeutung hin oder
her. Schlussfolgerung: Nichts tut in
der Diskussion rund um Sterbehilfe
so sehr Not wie das Aufzeigen von
Zukunft. Alles andere ordnet sich in
ihren Rahmen ein.
Fragen, denen wir uns als
Christen vermehrt stellen sollten
In unzähligen Gesprächen und Auseinandersetzungen zeigt sich immer wieder, dass vieles unter uns
Christen gelingt und gut ist. Niemals dürfen wir uns den Blick darauf trüben lassen. Und trotzdem
gibt es einige Felder, in denen wir
nicht so viel Übung haben und in
denen wir im Hinblick auf die kommenden Jahre zulegen sollten. Ich
nenne vier dieser Übungsfelder:
Erstens: Ob all dem Wunsch, unsere
Gemeinde und Seelsorgearbeit zu
optimieren, haben wir die Zukunft
aus dem Blick verloren. Es ist nicht
ganz zufällig, dass mehr denn je,
gerade im Zusammenhang mit Fragen rund um Leben und Tod, Christen als Menschen von gestern betrachtet werden (als «Gruss aus
dem Mittelalter» hat neulich jemand eine christliche Argumentation im Zusammenhang mit Sterbehilfe bezeichnet). Christen aber
sind nicht von gestern, sondern von
morgen. Wer, wenn nicht sie, wissen aufgrund dessen, was Gott verheisst, Bescheid über das Kommende? Noch bevor sie vieles gut
können sind sie so etwas wie «Zukunftsmaler» und «Zukunftserzähler»: Sie malen die Zukunft vor Augen und erzählen über das, was
kommt. Hier besteht Nachholbedarf
– in Verkündigung und allgemeinem
Bewusstsein.
Zweitens: Auch als Christen scheinen wir nicht selten ein gebrochenes Verhältnis zur Schwäche und
Hinfälligkeit zu haben. Auch wir
stehen gerne gut und immer besser
da. Wir tun uns sichtlich schwer,
Bedürftigkeit, Abhängigkeit, Schwäche und Angewiesenheit einzugestehen oder gar als Chance zu erkennen. Das Problem: Wenn der
moderne Mensch keine Muster,
sprich Vorbilder, darin hat, mündig
mit Schwäche und Hinfälligkeit zu
leben, wird er alle Mittel heranziehen, sein Schwachsein zu umgehen.
Wer, wenn nicht die Christen, könnten ein Beispiel dafür sein, wie
mündig – im Sinne etwa von Epheser 4,11-15 – mit Schwachheit, eben
auch im Sterben, umgegangen wird.
«Wer, wenn nicht
die Christen, könnten
ein Beispiel für den
mündigen Umgang mit
Schwachheit sein?»
Todes gezogen ist (etwa 1. Korinther 15,53-55). Der Tod ist besiegt,
und deshalb hat der Tod nicht mehr
das letzte Wort. Hier ist die begeisternde Botschaft, mit der Christen
im Zusammenhang mit der Sterbehilfedebatte wahrgenommen werden könnten und sollten.
Viertens: Könnte es sein, dass wir in
den kommenden Jahren nicht nur
die Sache mit dem Tod nochmals
neu sehen lernen sollten, sondern
auch das Alter schlechthin? Ich
wage die These: Das Gelingen des
21. Jahrhundert wird weniger von
den Jungen als vielmehr von den
Alten abhängen. Sie nämlich werden – nicht zuletzt rein demographisch – junge Menschen erdrücken
oder beflügeln. Mir scheint, als
müssten wir das Alter neu gewinnen und lieben lernen, um so alle
Diskussion rund um die Sterbehilfe
hilfreich einordnen zu können.
Wer, wenn nicht die Christen, sollten und könnten hier Vorreiter
sein – nicht nur um einzelner Menschen willen, sondern um des Lebens willen? //
Drittens: Worin, so könnten wir fragen, besteht denn letztlich die
Speerspitze unserer Verkündigung? Dr. Markus Müller ist Heimpfarrer
Die öffentliche Diskussion der Ster- der Heimstätte Rämismühle in der
behilfe legt den Finger auf eine Nähe von Winterthur in der Schweiz.
möglicherweise wunde Stelle unter Von 2001 bis 2012 war er Direktor der
Christen. Die Speerspitze des Evan- Pilgermission St. Chrischona, die heute
geliums besteht gerade nicht in der Chrischona International heisst. Mit
Verbesserung irgendwelcher Gege- den gesellschaftlichen Herausfordebenheiten, sondern in der Botschaft, rungen der Gegenwart und Zukunft hat
dass dem Tod die Macht entrissen er sich in zwei Büchern beschäftigt:
ist, dass die Ketten des Todes geris- «Trends 2016. Die Zukunft lieben» und
sen sind und dass der Stachel des «Trends 2021. Es wird anders werden».
Sie sind im Fontis Verlag (ehemals
Brunnen Verlag Basel) erschienen.
23
Thema
«Sterbehilfe als Ausweg
ist ein Irrweg»
Die Debatte um Sterbehilfe spitzt sich auf die Rolle der
Ärzte zu – besonders in Deutschland. Zwei von vier
Gesetzesinitiativen im Bundestag fordern, dass Ärzten
erlaubt werden soll, Menschen beim Suizid zu assistieren. Eigentlich komisch: Sind Ärzte doch da, um Leiden
zu lindern und Leben zu verlängern. Wir sprachen darüber mit Dr. Christoph Menzel, einem deutschen Arzt in
einer Klinik für Altersmedizin in Basel.
nicht, wieso einzelne Ärzte dies tun wollen, statt mit
einem Palliativteam weiter Sterbende zu begleiten. Im
klinischen Alltag kann sich die Position eines solchen
Arztes leicht missbrauchen lassen. Und damit ist einem
Profitdenken unter dem Deckmantel, Leiden zu nehmen und Patientenwünsche zu erfüllen, ein fürchterlicher Weg gebahnt. Organisierte Sterbehilfe darf es
deshalb meiner Ansicht nach nicht geben.
Welche Art von Sterbehilfe können Sie als Arzt vertreten?
Chrischona-Panorama: Herr Dr. Menzel, manche Ein Arzt sollte immer den mutmasslichen Willen des
Ärzte fordern, dass ihnen erlaubt werden soll, Men- Patienten im Blick haben. Doch der ist nicht immer so
schen beim Suizid zu helfen. Können Sie Ihre Kolle- einfach zu ermitteln, etwa wenn Menschen an Demenz
erkrankt sind. Klar ist, dass sich niemand Leiden wie
gen verstehen?
Christoph Menzel: Nein, das sage ich gleich vorweg. Luftnot oder Schmerzen wünscht, und diese deshalb
Aber das Thema ist zu komplex für einfache Antworten, vom Arzt durch Medikamente gelindert werden sollten.
zu unterschiedlich sind die Erwartungen. Der Gesetz- Ist ein Mensch offensichtlich in die Sterbephase, in der
geber in Deutschland hat trotzdem eine ungewöhnlich der Tod unmittelbar bevorsteht, eingetreten, leidet aber
ehrliche und differenzierte Debatte geführt, übrigens immer noch, kann ein Arzt die Dosis starker Schmerzauch zum Thema Sterbebegleitung und nicht nur zur mittel soweit anpassen, dass er billigend eine Art NarSterbehilfe. Aber manchmal frage ich mich, ob wir kose des Patienten in Kauf nimmt. Auch wenn ein Patiüberhaupt ein neues Gesetz brauchen, oder ob nur ak- ent dann nicht mehr reden kann, kann ein erfahrenes
tuelle gesellschaftliche Ansichten bedient werden, die Palliativteam dennoch erkennen, ob er noch Schmersich öffentlichkeitswirksam inszenieren lassen. Weit zen hat. Es kann also vorkommen, dass wir Ärzte Einüber 20 Jahre bin ich als Arzt in Krankenhäusern tätig, fluss auf die Sterbephase nehmen, um Leiden zu lindern – und dabei in Kauf nehmen, dass Medikamente
warum bedarf es gerade jetzt eines neuen Gesetzes?
Als Internist in der Altersmedizin habe ich ständig auch Leben verkürzen können. Das nennen wir indirekmit unheilbaren Krankheiten und Sterben zu tun und te Sterbehilfe. Oder wir geben in der Sterbephase zum
arbeite eng mit einem Palliativteam
zusammen. Ich habe bislang sicher
Glück im Berufsleben gehabt, oft mit
einem guten Team aus Arzt und Pflege
Buch-Tipp
gemeinsam mit Angehörigen gute EntRobert Spaemann und
scheidungen für Sterbende treffen zu
Bernd Wannenwetsch:
dürfen. Ein verantwortlicher Arzt trifft
«Guter schneller Tod?
in der Palliativ- und Hospizmedizin
Von der Kunst,
Entscheidungen gemeinsam mit einem
menschenwürdig zu sterben»
Team. Doch mit einer neuen Regelung
Fontis Verlag
für den einen auserwählten Arzt, einen
Suizid zu assistieren oder gar aktiv vorEin katholischer und ein evangelizunehmen, überschreitet dieser Arzt
scher Ethiker gehen dem Sinn des
eine bislang gültige rote Linie. Gehört
Lebens und dem Geheimnis des
denn der Tod neuerdings zu den ärztSterbens nach. Tiefgründig und
lichen Dienstleistungen? Ich verstehe
erhellend.
INTERVIEW: MICHAEL GROSS
24
CHRISCHONA
4/2015
Thema
Beispiel keine Medikamente mehr
gegen eine Lungenentzündung, was
wir dann passive Sterbehilfe nennen.
Greift aber ein Arzt aktiver ein,
um Leben zu verkürzen, gibt es bislang keine klugen Kriterien, wo er
damit anfangen und wo er wieder
aufhören soll. Viele kranke und
hilflose Menschen jedoch sind in
ihrer Meinung beeinflussbar oder
werden depressiv, wenn sie krank
oder abhängig oder einsam sind.
Diese Menschen brauchen andere
Hilfe als Sterbehilfe, um Lebensqualität zurück zu gewinnen. Tod
darf doch kein Ausweg für Hoffnungslose werden. Die Gesellschaft
sollte vielmehr Zeit einrichten, um
solche Menschen zu begleiten, statt
ihnen die Option eines Freitodes
anzubieten.
haltsam fort, was aber sehr viele
Jahre dauern kann. In der Altersmedizin erlebe ich aber auch viele
Demenzkranke, die würdevoll mit
dieser Erkrankung umgehen.
Ich empfinde es deshalb als absurd, wenn Menschen den Arzt gerne in Anspruch nehmen, um ihr
Leben weit zu verlängern, dafür
aber dieses Leben plötzlich vom
Arzt beendet haben wollen, wenn
es einen Preis dafür zu zahlen gibt,
nämlich die natürliche Alterung mit
dem Risiko von Folgekrankheiten.
Demenz wird da besonders abgelehnt, und das ist eine traurige
Entwicklung.
Hat Sie ein Patient schon einmal
darum gebeten, seinem Leben ein
Ende zu setzen?
In der Tat kommt dies immer mal
wieder vor. Auch, wenn ich es abgelehnt habe, war eine Antwort darauf nie einfach, denn ich konnte ja
nachvollziehen, dass diese Frage
aufbricht. Sie ist ein verzweifelter
Hilferuf und bedarf oft auch seelsorgerlicher Gespräche, die ein Arzt
im Krankenhausalltag aber allein
nicht leisten kann. Gut, wenn ein
Seelsorger im Team mitarbeitet.
Spüren Sie Auswirkungen der
Sterbehilfe-Debatte auf Ihren Arztalltag?
Das Thema «Selbstbestimmung»
macht auch vor dem medizinischen
Alltag nicht halt. Ich merke, dass es
Menschen zunehmend schwerer
fällt, mit Krankheit, wenn sie sie
nicht beeinflussen können, gut umzugehen. Sie werden vielleicht abhängig von Pflege, empfinden sich
fremdbestimmt und können sich
«Ärzte sollen Leiden
Gesundheit doch nicht erkaufen,
lindern und nicht
wie sie es sonst im Leben gewohnt
Leben
verkürzen.
waren. Krankheit wird zunehmend
als Makel oder Schwäche in einer
Das hat etwas mit
auf Leistung getrimmten GesellDemut vor dem Leben
schaft wahrgenommen. In manzu tun, das uns
chen Kreisen wird es deshalb popugeschenkt
worden ist.»
lär, für solche Situationen einen
Ausgang aus dem Leben bereit zu
Ich habe aber durchaus auch
halten.
Die öffentliche Debatte über Ster- Schwieriges erlebt: Einmal wollte
behilfe bringt für manche Men- eine noch sehr rüstige alte Dame
schen einen neuen Ausweg, der aus wegen wirklich nur leichtgradiger
meiner Sicht aber ein Irrweg sein Vergesslichkeit Sterbehilfe in Ankann. Als ein Negativbeispiel im spruch nehmen und hatte dafür
Umgang mit Krankheit erinnere ich eine dieser Organisationen kontakmich an einen bekannten Deut- tiert. Ich war dabei, wie sie es ihren
schen, der medienwirksam aktive beiden Enkeln gegenüber rechtferSterbehilfe im Ausland in Anspruch tigte. Das war wie eine Lebenslüge.
nahm, weil bei ihm der Beginn ei- Und es war nicht der richtige Weg,
ner Demenzerkrankung festgestellt der jungen Generation Vorbild zu
wurde. Demenz schreitet oft unauf- sein, wie sie mit Krankheit, Leid
© photocase – fmatte
und Problemen umgehen soll: sich einfach umbringen
lassen, wenn wir in unserer Leistung nachlassen. Diese
Situation hat mich damals sehr schockiert.
Ein Argument für die Straffreiheit assistierter Sterbehilfe durch Ärzte ist, dass man als Arzt nicht jedes
Leiden eines schwerkranken Menschen lindern kann.
Stimmt das?
Gute Palliativ- und Hospizmedizin ist fast immer in der
Lage, die letzten Wochen eines sterbenden Menschen
erträglich zu gestalten. Sie stösst aber auch an Grenzen,
die es zu respektieren gilt. Erwartung und Ansprüche
von Patienten und Angehörigen weichen da oft von
dem ab, was Medizin leisten kann, gerade was den
Bereich Lebensqualität angeht. Ärzte müssen aber sagen dürfen, wenn sie nicht weiter wissen, statt daraus
das Recht abzuleiten, Leben zu verkürzen – nur weil es
keine andere Lösung gibt, solche Erwartungen zu erfüllen. Und auch wenn Patient, Angehörige oder begleitende Ärzte eine hoffnungslose Situation nur schwer
aushalten können, leitet sich daraus kein Recht ab, das
Leben, das eine tragische Wendung genommen hat, zu
verkürzen.
Auch Leid muss ausgehalten werden können, wir
brauchen aber mehr Hilfe, dieses zu verarbeiten. Und
da wird ein Arzt durch die Legalisierung der Sterbehilfe doch eher geschwächt statt gestärkt, denn der Arzt
kann sich nicht mehr darauf berufen, mit Sterbehilfe
etwas Verbotenes zu tun. Stattdessen ist zu befürchten,
dass Ansprüche und Druck von Angehörigen steigen
werden. Ärzte aber sollen Leiden lindern und nicht
Leben verkürzen, das hat auch etwas mit Demut vor
dem Leben zu tun, das uns geschenkt worden ist. Diesen Aspekt vermisse ich oft in der politischen Diskussion. Es ist halt populärer von Selbstbestimmung zu reden, als davon, dass wir an Grenzen stossen. Respekt
sollten wir aber haben vor dem Leben und dem Sterben.
Vielen Dank für das Gespräch. //
25
Thema
Dem Leben
zuliebe aufs Sterben
vorbereiten
Viele Menschen, mit denen Lea Schweyer arbeitet,
denken fast jeden Tag ans Sterben. Denn sie wissen:
Wenn sie wieder umziehen, dann nicht mehr auf dieser
Erde, sondern von der Erde weg in eine Welt, die wir
jetzt noch nicht sehen können. Lea Schweyer ist Seelsorgerin im Alten- und Pflegeheim des DiakonissenMutterhauses auf St. Chrischona. Es gehört zu ihrer
Aufgabe, Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt
zu begleiten. Wir sprachen mit ihr darüber, wie wir mit
Sterbenden umgehen sollten und uns auf den eigenen
Tod vorbereiten können – um würdig zu sterben.
INTERVIEW: MICHAEL GROSS
Chrischona-Panorama: Frau Schweyer, ist es nicht
sehr belastend, dass Sterben und Gedanken rund um
den Tod zu ihrem Alltag gehören?
Lea Schweyer: Mich mit dem
Tod zu befassen, gehört zu
meinem Leben. Als ich sieben
Jahre alt war, wurde bei meiner Mutter Krebs diagnostiziert. Mit 13 Jahren nahmen
sich mein Patenonkel und meine Lehrerin das Leben. Meine
beste Freundin starb vor neun
Jahren an Krebs. Durch all
diese Erlebnisse musste ich mich grundlegenden Fragen stellen: Was gibt wirklich Hoffnung im Leben? Gibt
es etwas oder jemanden, der stärker ist als der Tod, der
den Tod überwunden hat? Wofür lohnt es sich wirklich
zu leben – und auch zu sterben? Für mich ist die einzig
wahre Antwort auf diese Fragen Jesus Christus, die
Quelle des Lebens. Selber nahe mit Jesus Christus zu
leben und sein Wort zu lesen gibt mir ewige Hoffnung,
die mein Leben erfüllt und die ich von ganzem Herzen
weitergeben will. Stirbt ein Mensch bei uns im Haus,
26
CHRISCHONA
4/2015
gehe ich anschliessend eine halbe Stunde in der Natur
spazieren, bespreche diese Situation mit Gott und kann
innerlich wieder ruhig werden. Es gibt rund ums Sterben auch «Glücksmomente», wenn beispielsweise eine
Person, die in ihrem Leben nicht nach Gott fragte, am
Schluss noch eine Wende vollzieht, Dinge bereinigt und
sich vertrauensvoll zum Guten Hirten wendet. Das gehört zu den schönsten Momenten meines Lebens.
Das Thema Sterben verdrängen wir am liebsten aus
unserem Alltag. Wie können wir das Tabu brechen?
Indem wir Schmerz und Trauer zulassen, weinen,
darüber reden, für Sterbende beten und sie besuchen,
Hilfe von erfahrenen Leuten annehmen oder ein gutes
Buch dazu lesen. Es hilft auch, eine tote Person anzuschauen, zu berühren und sich von ihr zu verabschieden – und nicht einfach zu sagen: Ich behalte die Person lieber so in Erinnerung, wie ich sie im Leben
gekannt habe. Gerade in Gesichtern von verstorbenen
gläubigen Menschen sieht man oft einen himmlischen
Glanz, der einem über die Trauer hinweg tröstet. Es ist
aber auch wichtig, dass wir in unseren Gemeinden wieder über dieses Thema reden. Hand aufs Herz, wann
haben Sie das letzte Mal eine Predigt über das Sterben
gehört?
Viele Menschen wünschen sich, ohne Schmerzen von
einem Augenblick auf den anderen «weg» zu sein. Ist
dies der ideale Tod?
Auf den ersten Blick scheint dies die schönste Todesart
zu sein, doch der Schein trügt. Dieser Tod wurde
früher der «schnelle, böse Tod» genannt, weil es für
den Sterbenden keine Vorbereitung und keinen Abschied gibt. Für die Hinterbliebenen ist ein schneller
Tod oft brutal, und nur ein einziger Gedanke tröstet:
Wenigstens musste die Person nicht lange leiden. Der
Wunsch nach einem schmerzfreien Tod hängt mit der
Illusion zusammen, auch das Leben könne frei von Leid
Thema
sein. Sobald wir akzeptieren, dass
das Leid und die Vergänglichkeit
untrennbar zu unserem Leben dazugehören, ist es auch nicht mehr
so schwer, Todesschmerzen anzunehmen.
mer des Sterbenden rede und handle ich so, als ob die Person alles voll
mitbekommen würde, auch wenn
ich nicht weiss, ob dies der Wirklichkeit entspricht.
Warum ist es wichtig, sich auf das
Für Befürworter von Sterbehilfe Sterben vorzubereiten?
gilt: Würdig sterben bedeutet Wer sich mit dem eigenen Sterben
selbstbestimmt sterben. Wie sehen auseinandergesetzt hat, lebt bewusster und dankbarer! Eine einfaSie das?
Würde kann ich mir nicht selbst che Übung kann helfen: Ich habe
geben. Würde besteht nach christli- nur noch eine Woche zu leben – was
chem Verständnis darin, dass jeder will ich unbedingt noch tun? Was
Mensch im Bild Gottes geschaffen sollte ich noch in Ordnung bringen?
wurde. Sie gilt im Leben und im Wo möchte ich noch etwas regeln,
Sterben. Gott gibt mir den inneren mich entschuldigen? Mein Mann
Wert, den mir sonst niemand zu- und ich flogen im März nach Südamerika.
Wir
sprechen kann.
überlegten uns:
So will ich eine
«Wer sich mit dem
Was machen unPerson bis zum
eigenen Sterben
sere drei fast erletzten Atemzug
auseinandersetzt,
wachsenen Kinwürdevoll
belebt bewusster.»
dern, wenn wir
handeln
und
beide nicht zuhabe
Achtung
vor dem verstorbenen Leib. Mir hilft rückkommen? Wir besprachen dieder Gedanke: Wie sieht Gott diese sen Fall mit ihnen, hinterlegten
Person? Gott hat sie geschaffen, schriftlich unsere letzten WünGott liebt sie, nimmt sie für voll, hat sche, notierten alle Passwörter
seinen Sohn stellvertretend für sie unserer Computer und so weiter.
gegeben, auch wenn sie jetzt krank, Ein komisches Gefühl – und doch
alt oder dement ist, oder sich un- war es sehr wertvoll, diesen Fall
durchzubuchstabieren.
ausstehlich verhält!
Ich behandle den Menschen so,
wie ich es mir selber wünsche, be- Wie kann ich mich noch auf das
handelt zu werden: freundlich, ge- Sterben vorbereiten?
duldig, mit viel Zuspruch aus Gottes Für ein gutes Sterben zu beten, geWort, mit Gebet und dem Singen hört für mich zum Alltag. Wie viel
tröstender Glaubenslieder. Im Zim- beten wir für Gelingen im Leben –
Buch-Tipp
Lea und Stefan Schweyer:
«Sterben wir, so sterben wir
dem Herrn. Bestattung und
Trauerfeier aus christlicher
Sicht», Verlag arteMedia, ab September im Handel erhältlich.
ist es da nicht auch angebracht, für ein gutes Sterben
zu beten? Sich einen inneren Schatz an Bibelversen
und guten Liedern auswendig anzueignen, kann auch
eine grosse Hilfe sein. Und laut einer Umfrage haben
Sterbende gesagt, sie hätten mehr in Familie und
Freunde investieren sollen, statt in ihren Beruf. Dies
will ich mir zu Herzen nehmen und Freunde und Familie nicht hinten anstellen.
Wie gehe ich ganz konkret damit um, wenn jemand
aus der Familie, aus der Nachbarschaft oder aus der
Gemeinde kurz vor dem Tod steht?
Ich schiebe diese Situation nicht zu professionellen
Personen ins Spital oder Heim ab, sondern besuche
eine solche Person kurz, bringe einen Blumengruss
oder ein Kärtchen vorbei und nehme so bewusst Abschied. Ich sage dabei die wichtigen Dinge: Ich danke
dir, ich liebe dich, es tut mir leid, bitte vergib mir – und
dann schliesse ich den Besuch mit einem ausgesprochenen oder einem stillen Segen ab. Ich habe auch oft unsere Kinder mitgenommen und mit ihnen zusammen
ein Lied vorgesungen – dies war ein besonderer Trost
für die Sterbenden. Und unsere Kinder haben von klein
auf gelernt, dass der Tod das Ende des Lebens ist und
man sich darauf vorbereiten muss.
Sie haben gemeinsam mit Ihrem Mann ein praktisches Buch rund ums Sterben geschrieben. Ist Sterben Ihr Lieblingsthema?
Unser Lieblingsthema ist die Auferstehung und das Leben. Daran kann man sich aber nur wirklich freuen,
wenn man sich auch mit dem Sterben auseinandersetzt.
Es sind der christliche Glaube und unsere berufliche
Tätigkeit, die uns motivieren, uns diesen Themen zu
stellen. Mein Mann ist Theologie-Dozent an der STH
Basel und bereitet junge Menschen auf ihren Dienst in
Gemeinden vor. Wir haben vor Jahren eine kleine
Handreichung «Letzte Reisevorbereitungen» geschrieben, in welcher man die letzten Wünsche festhalten
kann. In letzter Zeit fragten uns Pastoren, ob wir etwas
Gutes zum Thema Tod, rund ums Sterben, Kremation
oder Erdbestattung hätten, das aus christlicher Sicht
helfen kann – und so haben wir dieses Büchlein geschrieben. Mit ihm wollen wir auch ein wenig die Angst
vor dem Sterben nehmen. Denn indem Gott Jesus
Christus von den Toten auferweckt hat, gilt: Tod, wo ist
dein Stachel? Daran wollen wir festhalten!
Vielen Dank für das Gespräch. //
Auf Wunsch führen Lea und Stefan Schweyer Tagesseminare in
Gemeinden durch.
Kontakt: [email protected]
27
Thema
Jugend
ECJA-Camp 2015
Auf der Rennstrecke des Lebens
Rund 600 Teilnehmer gehen in Startposition. Sie sind gespannt.
Der Countdown läuft. In wenigen Minuten startet es: Das
24-Stunden-Rennen. Non-Stop Power, Energie, Action… So
ging das ECJA-Camp im Mai in seine 24. Runde.
LOUISE WACHSMUTH
Unter dem Motto «24-StundenRennen» stand das diesjährige
Camp, das von der EC Chrischona Jugendarbeit e.V. (ECJA)
unter der Leitung von ECJALandesjugendreferent Christhard Bidlingmaier am Flensunger Hof / Mücke veranstaltet
wurde. Bereits zum 24. Mal fand
das christliche Jugendcamp
über Himmelfahrt statt und bot
den 600 Jugendlichen und jun-
gen Erwachsenen viel Action
kombiniert mit Tiefgang.
Jesus und das
24-Stunden-Rennen
Das «24-Stunden-Rennen» ist
im eigentlichen Sinne ein Ausdauerwettbewerb, bei dem Teilnehmer innerhalb von 24 Stunden eine möglichst grosse
Distanz zurücklegen müssen.
Beim ECJA-Camp lag die besondere Herausforderung aber
nicht unbedingt darin, schnell
und weit laufen oder fahren zu
können. Obwohl auch dafür gesorgt war: Sechs Quads standen
bereit, auf denen die Teens ein
bisschen Rennfahrerluft schnuppern konnten und auf der extra
hergerichteten Rennstrecke gegeneinander antraten.
Die besondere Herausforderung
beim ECJA-Camp bestand darin: Die Jugendreferenten forderten die Teilnehmer dazu auf,
darüber nachzudenken, was für
ihr «24-Stunden-Lebensrennen»
wichtig ist, woher sie ihre «Lebens-Energie» nehmen und womit sie ihren «Tank zum Leben»
füllen. Das Angebot von Jesus
als «zentrale Mitte des Lebens»
und «Sinngeber» stand dabei
immer im Raum.
Neben dem Programm und der
24-Stunden-Race-Car-Action
konnten die Jugendlichen an
Sportangeboten teilnehmen,
Workshops besuchen und einen
Gebetsspaziergang mit verschiedenen Stationen begehen.
Sie konnten sich über die Lage
der verfolgten Muslime, Christen, Minderheiten in Syrien und
Irak informieren und für sie beten. Sie durften sich kreativ an
der längsten Camp-Dinner-Tafel
austoben oder einfach die Seele
baumeln lassen. Ausser einiger
Regentropfen, die zaghaft an
das «Matschcamp» des vorigen
Inserate
2015
Ein
Wie Sie, Compassion
und die lokale Kirche s in
das Leben eines Kinde
.
Armut verändern können
Samstag
19. September
10h15 – 12h15
Gebetvoraus
Grosse Schanze Bern
(direkt über dem Bahnhof)
Prinzip #1 #2 #3 #4
zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag
Erlebnisse
aus der Mission
in Asien
Fr. 12.50
inkl. Versand
erhältlich bei der Überseeischen
Missions-Gemeinschaft
043 244 75 60, [email protected]
www.istockphoto.com
www.bettag-jeunefederal.ch
Ein Kind – EIN PATE
Jedes Compassion Kind
hat einen Paten. Durch
gegenseitige Gebete,
Briefe und Ermutigungen
spielt jeder Pate eine
wichtige Rolle im Leben des
Kindes, glaubt an es und zeigt
ihm die Liebe Gottes.
Verändern Sie
die Welt.
Ein Kind nach
dem anderen.
Beginnen Sie heute eine Patenschaft:
CH: 0800 784 773 · www.compassion.ch
D: 0 64 21 - 30 97 80 · www.compassion-de.org
Thema
Jahres erinnerten, blieb es trocken, sonnig und schön warm, was
eine Farbwasserschlacht mit anschliessendem «Campschertag» zu
einem Höhepunkt werden liess.
2016: ECJA Camp auf dem Chrischona-Campus
Nächstes Jahr wird das ECJA Camp verschoben. Denn über Himmelfahrt werden die ECJAler mit ihren Jugendlichen zum Christival
nach Karlsruhe fahren. Das ECJA Camp findet deshalb vom
21.–30. Oktober 2016 statt – erstmals auf dem Chrischona-Campus!
Die Chrischona-Jugend aus Deutschland trifft dann das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) und seine Studenten. //
Louise Wachsmuth ist in der Evangelischen Stadtmission Giessen zuhause und Mitarbeiterin beim ECJA-Camp. www.ecja.de
Inserate
Eine Institution des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona
Weiterbildung
•inPalliativeCare
Beginn: 05.10.2015
•zurAltentherapeutin/zumAltentherapeut
Beginn: 26.10.2015
•zurFachkraftGerontopsychiatrie
Beginn: 26.10.2015
•zurPflegedienstleitung
Beginn: 23.11.2015
•zurStationsleitung/Wohnbereichsleitung
Beginn: 23.11.2015
•zurHeimleitunginderAltenpflege
Beginn: 23.11.2015
FIT
LS E TH EM EN
FR EU D E IM PU
»Erwarten«
Von der Schönheit, hoffen zu dürfen –
5. – 11. Dezember 2015
Die FIT-ness-WOCHE der etwas anderen Art –
mit Heimpfarrer Dr. Markus Müller und
weiteren Referenten
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Telefon 052 396 44 44 [email protected]
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Beginn: 11.01.2016
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Beginn: 25.04.2016
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www.fit-events.ch
Gemeindefreizeiten
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Jugend
CREA! Meeting 2015
Zu Grösserem berufen
«Wenn du behauptest, deine Gemeinde sei langweilig, dann bist
du womöglich selbst langweilig!», waren Leo Iantornos plakative
Worte zum Einstieg ins Thema des CREA! Meetings 2015. Erneut
bevölkerten während des Festivals im Juni rund 2’000 Jugendliche den Chrischona-Campus. Sie beschäftigten sich mit dem
Thema Gemeinde nach dem Motto «Grösser als ich».
R AHEL KUNZ
Was ist Gemeinde und was macht sie aus? Diesen Fragen gingen
die CREA!-Besucher gemeinsam nach. Die Botschaft des Referenten Leo Iantorno, Jugendpastor der EFRA Rafz (Chrischona-Gemeinde): Gott hat die Menschen für die Gemeinschaft geschaffen,
niemand hat jedoch gesagt, dass es einfach ist, Teil einer Gemeinde
zu sein! Leider sind Verletzungen unvermeidbar, wo Menschen miteinander unterwegs sind. Deshalb ist es wichtig, diese auszusprechen. Gott beruft die Menschen, erstklassig zu sein. Er beruft sie für
die Gemeinschaft und als Kinder Gottes. Er beruft nicht die Fähigen,
sondern befähigt die Berufenen.
Trainingscamp CREA! Meeting
Die Gemeinde hat eine starke Verheissung, sie ist das Licht der
Welt. So sollte sie einen Unterschied machen und Gemeinschaft
auch ausserhalb der Kirchenmauern leben. Leo Iantorno betonte
zum Schluss, dass das CREA! Meeting erst das Training sei, die
Umsetzung sollte zuhause in der Gemeinde erfolgen. Er ermutigte
die CREA!-Teilnehmer, dran zu bleiben und sich von Gott leiten zu
lassen. Die Plenarveranstaltungen wurden jeweils durch kraftvolle
Worshipzeiten mit der Band «Heimspiel» bereichert.
«Snowfinch» gewinnt CREA! Award
Im gemütlichen Ambiente der Music-Bar boten sich jeweils nach
Mitternacht musikalische Leckerbissen vom Feinsten. Die Künstlerin Sarah Brendel, die Singer-Songwriterin Melissa Lischer und der
Rapper «essenz» sorgten für viel Abwechslung. Der Glaube an Jesus Christus wurde bei allen Bands sichtbar. Sie ermutigten die
Teilnehmenden mit persönlichen Glaubenserfahrungen, welche sie
auch in ihre Songtexte einfliessen liessen.
Mit der Verleihung des CREA! Awards betrieb das CREA! Meeting
2015 aktive Nachwuchsförderung. Es handelt sich dabei um einen
Band-Wettbewerb, der im Rahmen des Festivals stattfand. Das Publikum und die Jury kürten «Snowfinch» zum Sieger. Der Preis: ein
einjähriges Coaching und die Produktion einer Single plus Videoclip.
Gute Stimmung trotz Regen
Trotz Regen wurde campiert, die Gemeinschaft genossen und fröhlich grilliert. Mit vielen Erlebnissen, neuen Bekanntschaften und
nassen Zelten verliessen die CREA!-Teilnehmer am Sonntagnachmittag den Chrischona-Campus. Das Festival war wieder einmal ein
voller Erfolg. Das nächste CREA! Meeting findet vom 17. bis 19. Juni
2016 zum Thema «Freestyle» statt. //
Rahel Kunz ist Mitarbeiterin beim CREA! Meeting. Leiter des CREA!
Meetings ist Josias Burgherr von Jugend Chrischona Schweiz. Getragen
wird das Festival von den vier christlichen Schweizer Jugendverbänden von
Chrischona Schweiz, FEG, VFMG und ETG und wird gemeinsam mit rund
400 ehrenamtlichen Helfern durchgeführt. www.creameeting.ch
Festival der Extraklasse
Die erlesenen christlichen Musikkonzerte mit international bekannten Bands machen das CREA! Meeting zu einem Festival der Extraklasse. Schon am Freitagabend brachte «Group 1 Crew» aus den
USA die CREA!-Teilnehmer in Stimmung. Die holländische Band
«Draw The Parade» gab zwei Konzerte mit ihrem aussergewöhnlichen «Parade-Pop». Die Begeisterung der sechs Holländer schwappte aufs Publikum über – es wurde getanzt, was das Zeug hielt.
31
St. Chrischona
Gemeinde
Gemeinde
Zum Tod von Gerda Schumacher
Ein Abschied in Dankbarkeit
«Christus spricht: Wer an mich glaubt, wird leben,
auch wenn er stirbt.» In der gewissen Hoffnung auf
die Herrlichkeit bei Jesus ist Gerda Schumacher am
18. Juni 2015 im Alter von 70 Jahren nach langer
Krankheit – aber doch unerwartet plötzlich – in die
Ewigkeit gegangen. Gerda Schumacher lebte zuletzt
in Weilheim an der Teck.
Chrischona erinnert sich gut, gerne und sehr dankbar
an Gerda Schumacher. Über 25 Jahre lang hat sie sich
auf St. Chrischona mit ihren besonderen Begabungen
engagiert eingebracht, die meiste Zeit davon als
Sekretärin des damaligen Direktors Edgar Schmid.
Nach ihrem Weggang aus der Schweiz war sie zunächst im Direktionssekretariat des Deutschen
Gemeinschafts-Diakonieverbands in Marburg und
später im Evangelischen Gemeinschaftsverband
Württemberg (die Apis) tätig. Nach ihrer Pensionierung im Jahr 2009 freute sie sich auf viel Zeit für
Wanderungen, Radtouren und weitere Reisen in die
Schweiz.
Vor dreieinhalb Jahren erhielt Gerda Schumacher die
Diagnose Krebs. Nach einer Zeit mit stetem Auf und
Ab ist sie dann von der Krankheit gezeichnet an einer
Lungenembolie verstorben.
Wir sind traurig, aber doch getrost, dass Gerda Schumacher angekommen ist: Sie ist Zuhause! Ihren
Angehörigen und Freunden wünschen wir viel Trost
und Kraft.
René Winkler
Direktor Chrischona International
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CHRISCHONA
4/2015
Menschen in unseren Gemeinden
Geburten
CH-Bauma:
29. Mai: Joas Lütolf
CH-Beringen:
12. Nov. 2014: Raffael Steiger
CH-Felben-Pfyn:
28. April: Timea Hope
Erickson
1. Juni: Benaja Salamanna
3. Juni: Linda Joana Theile
CH-Freienstein-RorbasTeufen:
27. Mai: Livia Grace Zürrer
CH-Brunnadern-Neckertal:
5. Mai: Naomi Altherr
12. Mai: Josua Richle
CH-Reinach BL:
23. April: David Gabriel
Brodmann
26. Mai: David Jeremia Buser
D-Rheinfelden:
14. Juni: Yael von Känel
CH-Muttenz:
13. Juni: Elijah Raphaël
Winkler
25. Juni: Jaron Eli Bendig
CH-Schöftland-Rued:
29. April: Liara Baumgartner
18. Juni: Joas Müller
D-Sontheim/Brenz:
9. Jan.: Romi Martin
27. März: Lars Werner
27. Mai: Noela Mattes
CH-Weinfelden:
21. April: Lea Madörin
4. Juni: Elisa Tobler
18. Geburtstag
CH-Bauma:
12. Sept.: Robin Meier
CH-Felben-Pfyn:
6. Okt.: Benjamin Käser
CH-Grüningen:
17. Sept.: Sarah Meier
CH-Hallau:
27. Aug.: Benjamin Aron
Brändli
D-Münzenberg-Gambach:
23. Mai: Verena Groneberg
CH-Schaffhausen:
21. Sept.: Priscilla Schmid
CH-Seon:
25. Aug.: Andreas Hauser
27. Aug.: Celine Zingg
11. Sept.: Mario Töngi
D-Sontheim/Brenz:
7. Aug.: Hanna Gogg
CH-Weinfelden:
10. Sept.: Felisa Scherrer
CH-Zürich:
15. Aug.: Dorea Huber
Inserate
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8/15 Betten
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Zu Geburt, Geburtstag und Hochzeit gratulieren wir
recht herzlich mit Philipper 4,7:
«Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft,
bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.»
80. Geburtstag
CH-Bauma:
20. Juni: Elsi Schindler
24. Aug.: Toos Baumann
D-Butzbach:
25. Sept.: Hilde Reuter
CH-Muttenz:
21. Aug.: Anton Eggs
5. Okt.: Gerhard Häfliger
CH-Reinach BL:
7. Juli: Hans Buol
CH-Romanshorn:
5. Okt.: Ruth Schär
CH-Schaffhausen:
18. Sept.: Marianne Luginbühl
6. Okt.: Ernst Surbeck
D-Sontheim/Brenz:
9. Sept.: Dorle Peterson
CH-Thalwil:
18. Aug.: Micha Vetterli
CH-Winterthur:
13. Sept.: Kurt Heiniger
90. Geburtstag
D-Bad Vilbel:
1. Aug.: Anneliese Näpelt
CH-Muttenz:
9. Okt.: Walter Stihl
CH-Reinach BL:
15. Sept.: Klara Kraehemann
D-Sontheim/Brenz:
28. Aug.: Elisabeth Schautz
CH-Thalwil:
28. Sept.: Samuel Gruber
CH-Zürich:
20. Sept.: Samuel Gruber
Hochzeiten
CH-Bauma:
22. Aug.: Ilona Füglistaler
und Lukas Degen
12. Sept.: Dorothea Heusser
und Andreas Spörri
5. Sept.: Mirjam Wüthrich
und Marcel Klausberger
CH-Beringen:
15. Aug.: Philipp Lörcher
und Jessica Wenk
CH-Meilen:
22. Aug.: Olivia Hofmann
und Raphael Wunderli
D-MünchhausenNiederasphe:
23. Mai: Sarah Kuhl und
Thorsten Peter
CH-Rüti:
29. Aug.: Vanessa Dollenmeier und Matthias Gerber
CH-Schaffhausen:
22. Aug.: Philippe und
Lidia Heiniger-Pauciullo
CH-Seon:
8. Aug.: Andrea Dössegger
und Jan Benz
22. Aug.: Sandra Ott und
Patrick Fehlmann
12. Sept.: Lena Günter
und Beat Müller
19. Sept.: Yvonne CaldwellKyle und Paul Spirgi
CH-Zürich:
8. Aug.: Alexandra Sidoruk
und Patrick Buff
22. Aug.: Rahel Weber und
Daniel Müller
Goldene Hochzeit (50 Jahre)
CH-Hallau:
22. Mai: Robert und Christa
Rahm-Ellenberger
Diamanthochzeit (60 Jahre)
D-Grünberg:
28. Mai: Margot und
Heinrich Bück
Mission verändert
Von Hudson Taylor bis heute
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Vision für Asien
Herz für Asiaten
Gestorben
13. Juni: Gerth Bruno Raschke (86), D-Markranstädt,
tsc-Absolvent von 1956
18. Juni: Gerda Schumacher
(70), D-Weilheim, Direktionssekretärin auf St. Chrischona
von 1968-94
10. Juli: Schwester Erika
Neukomm (90), DiakonissenMutterhaus St. Chrischona
16. Juni: Emmy HuppertBorille (83), D-Solingen,
tsc-Absolventin UK 1956
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St. Chrischona
Zum Verband Chrischona International gehören:
Mit Sitz auf St. Chrischona/Bettingen:
• tsc – Theologisches Seminar St. Chrischona
• Verbandsarbeit Chrischona International
• Chrischona-Campus | Konferenzzentrum Basel
• Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona (DMH)
Mit Sitz in der Schweiz, Deutschland, Frankreich,
Südafrika und Namibia:
• Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW)
inklusive der Evangelischen Stadtmission im Südlichen Afrika (ESSA), der Literaturarbeit Brunnen
Verlag Giessen / ALPHA Buchhandlung, dem Logistikzentrum ChrisMedia und der Chrischona ServiceGesellschaft,
• Chrischona Schweiz,
• Gemeindeverband Vision-France,
• Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis
an Israel (amzi),
• `fontis – Brunnen Basel
• Brunnen Bibel Panorama Buchhandlungen Schweiz
Die rund 200 Chrischona-Gemeinden evangelischlandeskirchlicher und freikirchlicher Prägung werden
derzeit von etwa 20’000 Menschen besucht.
Kernauftrag des Verbands Chrischona International
ist die Bildungsarbeit am Theologischen Seminar.
Derzeit sind auf St. Chrischona über 100 Studierende
eingeschrieben. Sie studieren entweder Theologie
oder Gemeindepädagogik oder besuchen den Jahreskurs. Die Bachelor-Abschlüsse sind von der Middlesex University in London (GB) validiert. Absolventen
arbeiten in den unterschiedlichsten kirchlichen und
freikirchlichen Werken und in der weltweiten Mission.
Der Chrischona-Campus zieht jährlich rund zehntausend Gäste zu Seminaren, Konferenzen oder Tagungen an. Zusammen mit vielen weiteren Besuchern
lassen sie sich auf dem höchsten Punkt des Kantons
Basel-Stadt durch die Ruhe und Aussicht inspirieren.
ADRESSEN
Marktplatz
Ferienwoche 60plus «Erlebniswoche für Herz und Gemüt»
15. – 21. August 2015 – mit Ländli-Team
Retraite «Gott, du Liebhaber des Lebens»
30. August – 4. September 2015 – mit Elke Hendriksen
BIETEN
FEWO’S IN TIROL
– am Achensee
Sommer u. Wintersportort
Familienfreundlich
Ein-, Zwei-, Drei-Zi.-Whg.,
Familie Spiegl
+43 (0)664 113 65 11
www.hausachensee.at
Frauen-Verwöhn-Wochenende «In meinem Element»
11. – 13. September 2015 – mit Irmgard Schaffenberger
Ländli-Seminar «Aus Gnade leben»
18. – 20. September 2015 – mit Christoph und Jutta Häselbarth
Retraite «Wer bist du? – Geheimnisse der Namen Gottes»
28. September – 2. Oktober 2015 – mit Sabine Herold
Zentrum Ländli
6315 Oberägeri
www.zentrum-laendli.ch [email protected]
Tel 041 754 92 14
Fax 041 754 92 13
Israel Reisen 2015 | 2016 mit:
Astrid und Hansjörg Bischof &
Ihre Spende
ermöglicht
Ausbildungen!
PC 85-3006-3
Licht in Lateinamerika / www.lil.ch
Kultour Ferienreisen | +41 52 235 10 05 | www.kultour.ch
www.diaconia.org
Kalender
www.fatzerverlag.ch
Laubhüttenfest in Jerusalem feiern
26. September - 4./11. Oktober 2015
Israel Erlebnis | auf den Spuren bibl. Verheissungen
11. - 25. November 2015
Frühjahrs- und Landwirtschaftsreise
14. - 24./28. Februar 2016
Inseratschluss Ausgabe 5/2015: 9. September 2015
Herausgeber
Chrischona International
Chrischonarain 200
CH-4126 Bettingen
Tel. +41 (0)61 64 64 111
Fax +41 (0)61 64 64 277
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.chrischona.org
Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc)
Chrischonarain 200, CH-4126 Bettingen
Tel. +41 (0)61 64 64 426
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.tsc.education
Ihr Marktplatz-Inserat hat mindestens vier Zeilen, eine Druckzeile enthält ca. 23 Zeichen inkl. Leerzeichen. Preis: CHF 20.- / € 14,00, jede weitere Zeile: CHF 5.- / € 3,50
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Ihren Text schicken Sie bitte an:
Chrischona International, Marketing & Kommunikation, «Marktplatz»
Chrischonarain 200, 4126 Bettingen, Schweiz, [email protected]
Schweiz
Geschäftsstelle Chrischona Schweiz
Hauentalstrasse 138, Postfach 1625,
CH-8201 Schaffhausen
Tel. +41 (0)52 630 20 70
Fax +41 (0)52 630 20 79
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.chrischona.ch
Deutschland, Luxemburg, Südafrika, Namibia
Chrischona Gemeinschaftswerk e.V.
Gottlieb-Daimler-Strasse 22
D-35390 Giessen
Tel. +49 (0)641 60 59 200
Fax +49 (0)641 60 59 210
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.chrischona.de
Homepage: www.stadtmission.org.za
Frankreich
Vision-France
Une Union d’Églises Protestantes Évangéliques
13, rue Xavier Marnier
F-25000 Besançon
Tel. +33 (0)3 81 50 46 64
E-Mail: [email protected]
Homepage: www.vision-france.net
34
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Geschichte – Schritte
in die Zukunft
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geht es nicht zuerst
um Sterben und Tod,
sondern zuerst um
das Leben. Gott ist Liebhaber des Lebens.
Sterben ist lediglich Teil
dieses Lebens.
Markus Müller in seinem Beitrag
ab Seite 20 in diesem Heft
Jesus erleben. Menschen fördern. Dem Nächsten dienen.