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4.12.2015
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Erdkabel-Gesetz stellt Weichen für Akzeptanz und Beschleunigung
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Gesetz schafft Voraussetzung für schnelle Planung von Gleichstrom-Erdkabelprojekten wie SuedLink
TenneT will seine Erfahrungen aus 1.800 km Gleichstrom-Kabelprojekten einbringen
Netzbetreiber sieht vorsichtige Erweiterung bei Einsatz von Erdkabeln im Wechselstrombereich als
richtigen Weg
„Das Erdkabel-Gesetz stellt die Weichen für mehr Akzeptanz und die Beschleunigung des notwendigen
Netzausbaus“, begrüßte heute Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung des Übertragungsnetzbetreibers
TenneT TSO GmbH, die Verabschiedung des Gesetzes durch den Bundestag. Dieser hatte gestern am späten
Abend Änderungen zahlreicher energierechtlicher Vorschriften verabschiedet, darunter auch neuen Vorgaben
zum Einsatz von Erdkabeln beim Ausbau des Übertragungsnetzes im Wechselstrom- und Gleichstrombereich.
Der Bundesrat wird kurz vor Weihnachten über das Gesetz beraten. „Es ist gut, dass der Gesetzgeber nur
wenige Ausnahmen vom Vorrang für Erdkabel bei Gleichstrom-Projekten vorsieht. Das wird helfen, bei den
Bürgern und Gemeinden vor Ort mehr Akzeptanz für SuedLink zu erzeugen. Zusammen mit der Empfehlung
des Gesetzgebers, die Erdkabel-Verbindungen möglichst gradlinig verlaufen zu lassen und damit den
Untersuchungsraum für mögliche Trassenkorridore überschaubarer zu machen, ist der Weg frei für eine
schnelle Planung und Genehmigung von SuedLink“, sagte Hartman. Er bekräftigte, es sei „eine
Energiewendebeschleunigung, also mehr Tempo bei Planung und Genehmigung“ nötig, damit der durch die
notwendige Neuplanung von SuedLink als Erdkabel-Verbindung entstandene Zeitverzug nicht größer werde.
Der Gesetzgeber habe jetzt die richtigen Weichen gestellt; TenneT gehe davon aus, dass die
Genehmigungsbehörde bald die Kriterien für die Planung einer Erdkabel-Verbindung festlegen werde, so dass
die Planungen für den Erdkabel-Korridor und der Bürgerdialog im Lauf des nächsten Jahres beginnen können.
Aufgrund des Erdkabel-Vorrangs für Gleichstrom-Projekte erwarte TenneT in den nächsten Jahren höhere
Investitionen, sagte Hartman weiter. Aktuell würden die geplanten Investitionen von TenneT für die nächsten
zehn Jahre ohne Gleichstrom-Erdkabel bereits 20 Mrd. Euro umfassen; 14 Mrd. Euro davon seien allein für den
Netzausbau in Deutschland vorgesehen.
Zu der vorgesehenen Ausweitung der Pilotprojekte für Wechselstrom-Erdkabel sagte Hartman: „Wir brauchen
Pilotprojekte, um den Einsatz von Erdkabeln im Wechselstrombereich zu testen und weiter zu entwickeln. Es ist
gut, dass der Gesetzgeber diese Pilotprojekte schrittweise ausweiten will.“ Denn anders als bei Gleichstrom
seien Wechselstrom-Erdkabel im Höchstspannungsbereich nicht Stand der Technik. Das jetzt verabschiedete
Gesetz weist zusätzlich zu den bestehenden vier weitere fünf Pilotprojekte für den teilweisen Einsatz von
Wechselstrom-Erdkabeln aus. Damit und mit dem Vorrang für Gleichstrom-Erdkabel wird Deutschland zum
Vorreiter bei der Weiterentwicklung der Erdkabel im Höchstspannungsbereich. „Wir werden unsere große
Erfahrung nutzen, um den Einsatz von Erdverkabelung voranzubringen“, sagte Hartman. Der
Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat bereits rund 1.800 Kilometer Gleichstrom-Kabelprojekte mit insgesamt
16 Konvertern in Betrieb und betreibt darüber hinaus das mit zehn Kilometern längste WechselstromErdkabelprojekt in Europa.
TenneT:
TenneT ist einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa. Mit rund 21.000 Kilometern Hoch- und
Höchstspannungsleitungen in den Niederlanden und in Deutschland bieten wir 41 Millionen Endverbrauchern rund um die Uhr eine
zuverlässige und sichere Stromversorgung. TenneT entwickelt mit etwa 3.000 Mitarbeitern als verantwortungsbewusster Vorreiter
den nordwesteuropäischen Energiemarkt weiter und integriert im Rahmen der nachhaltigen Energieversorgung vermehrt
erneuerbare Energien. Taking power further
TenneT TSO GmbH Adresse: Bernecker Straße 70, 95448 Bayreuth
Internet: www.tennet.eu Sitz der Gesellschaft: Bayreuth AG Bayreuth: HRB 4923
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Melchior Kroon Geschäftsführer: Dr. Urban Keussen (Vorsitz), Alexander Hartman