Verlegeanleitung Nadelvlies

Top Carpet AG
Claraweg 7
7204 Untervaz
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Verlegeanleitung
für Nadelvlies
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Allgemeine technische Vorbemerkungen
Der Bodenleger ist verpflichtet, nach DIN 18365 den Unterboden mit geeigneten Messgeräten zu überprüfen und
die Ergebnisse zu dokumentieren. Voraussetzung für das fachgerechte Verlegen von Bodenbelägen ist ein einwandfreier Unterboden bzw. Untergrund.
1. Unterböden
Der Untergrund muss eben, fest, trocken, frei von Staub, Rissen, Öl, Fett, Wachs und sonstigen Verunreinigungen
sein. Neben der Prüfung des Untergrundes vor Beginn der Bodenbelagsarbeiten obliegt es dem Auftragnehmer/Bodenleger, auch sicher zu stellen, ob der zu verlegende Bodenbelag für die voraussichtliche Beanspruchung geeignet ist. Auch sind Besonderheiten (z.B. Fussbodenheizungen) zu prüfen und entsprechend zu berücksichtigen.
 Die Toleranzen für die Gegebenheiten der Oberfläche sind den entsprechenden Zeilen der DIN 18202 zu
entnehmen.
 Reparaturfähige Risse müssen im Vorfeld saniert werden. Zu beachten sind hier die Festigkeitsanforderungen nach DIN 18560 für Estriche.
 Die jeweils zulässige Restfeuchte im Untergrund ist mit einem CM-Gerät zu überprüfen.
 Die Oberflächenfestigkeit ist mit dem Gitterritzgerät zu prüfen.
2. Akklimatisierung
Zur Akklimatisierung werden die Nadelvliesbanhnen zunächst abgelängt. Bei einer Raumtemperatur von ≥ 18°C
werden sie dann mindestens 24 Stunden lose ausgelegt. Belag und Klebstoff sollten nicht unter 18°C verarbeitet
werden. Die relative Luftfeuchte sollte 45% -65% nicht über- oder unterschreiten. Die Oberflächentemperatur
des Untergrunds muss mindestens 15°C betragen.
Das Raumklima muss 2 Tage vor, während und 3- 4 Tage nach der Verlegung konstant beibehalten werden. Sollte
dies im einzelnen Fall erkennbar über längere Zeiten nicht der Fall sein, so müssen Bedenken hinsichtlich auftretender Nahtöffnungen oder Stippnähte angemeldet werden und notfalls die Arbeiten vorübergehend eingestellt
werden. Die Klebstoffhersteller verweisen in der Regel auf den Gebindeetiketten auf die genauen klimatischen
Anforderungen. Ausserhalb dieser Bedingungen kann es zu Fehlverklebungen kommen.
3. Vorkehrungen
Lagerung: Die sachgemässe Lagerung und Handhabung der Bodenbeläge vor der Verlegung ist Voraussetzung
dafür, dass die verlegetechnischen Eigenschaften der Beläge erhalten bleiben. Die Lagerung muss in trockenen
Räumen (möglichst Zimmertemperatur) erfolgen.
Die Rollen sollen immer stehend gelagert werden. Dabei sind die Pfeile sowie der Hinweis „oben“ zu beachten.
Prüfen und Zuordnen der Beläge: Prüfen Sie vor dem Zuschneiden des Belages, ob die auf dem Rollenetikett abgedruckte Farbnummer identisch mit der bestellten Farbnummer ist. Verlegen Sie in einem Raum nur chargengleiches Material. In Objekten, bei denen mehrere Rollen installiert werden sollen, müssen diese in fortlaufender
Reihenfolge verarbeitet werden. Vor der Verlegung erkennbare Fehler am Produkt können nach der Verlegung
nicht mehr anerkannt werden.
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4. Installation
4.1 Zuschnitt: Uni-Farben
Die Bahnenabschnitte in der Länge mit ca. 5 cm Zugabe schneiden. Nebeneinander liegende Bahnen sollen
ca. 4 bis 5 cm überlappen. Die erste und letzte Bahn wird seitlich mit einem Überstand von 2 bis 3 cm angelegt.
4.2 Zuschnitt: Design Beläge
Bei Design Belägen ist lediglich die erste Bahn mit ca. 5 cm Zugabe zu schneiden. Bei den weiteren Bahnen ist
per Zugabe auf einen harmonischen Verlauf der Diagonalität des Musters zu achten. Der dadurch entstehende
Verschnitt von max. 2% ist bei der Kalkulation zu berücksichtigen.
4.3 Verlegerichtung
Bedruckte (Design) Beläge werden gestürzt verlegt (gegenläufige Pfeile auf der Rückseite). (Abbildung 2)
Alle anderen Beläge werden nicht gestürzt verlegt (gleichlaufende Pfeile auf der Rückseite). (Abbildung 1)
Abbildung 1
Abbildung 2
4.4 Nahtschnitt
Die ausgerichteten Bahnen werden noch vor der Verklebung im Nahtbereich passgenau mit einem Doppelschnitt
durchgetrennt. Die Schiene ist dazu über beide Belagsbahnen zu legen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Klinge (grosser Haken oder Trapez) gerade geführt wird und nicht zur Schiene geneigt ist, da es sonst zu breiten
Fugen kommt. (Abbildung 3).
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4.5 Verklebung des Bodenbelages
Tapisom Nadelvliesbahnen sind mit geeigneten Dispersionsklebstoffen dauerhaft mit dem Unterboden zu verkleben. Massgebend für die erforderlichen und geeigneten Hilfsstoffe sind die Aufbauempfehlungen der Systemhersteller für Spachtelmassen und Klebstoffe. Angaben zu Klebstoffart, Verbrauch, Ablüftzeit, Einlegezeit, Lager- und
Sicherheitsvorschriften befinden sich auf den Gebindeetiketten und den jeweiligen Merkblättern der Hersteller.
Um beim Einlegen des Belages die Nähte dicht zu bekommen, können diese mit einem Doppelkopfspanner oder
mit Nahtklammern aneinandergezogen werden. Die Nähte werden nach dem Einlegen mit einem Korkbrett gut
nachgerieben.
Nach dem Verlegen der gesamten Fläche wird der Belag mit einer Gliederwalze (ca. 50 kg) zuerst quer, danach
längs zu den Bahnen angewalzt.
4.6 Verlegung auf Treppen ohne Treppenkantenprofile
Bei der Verlegung auf Treppen sollten vorhandene Muster parallel zur Treppenvorderkante verlaufen. Die Stufenkanten sollten einen Mindestradius von 10 mm nicht unterschreiten. Die Verklebung kann mit einem Kontaktklebstoff vorgenommen werden. Für alternative Klebstoffe lassen Sie sich eine Freigabe von Ihrem Klebstofflieferanten geben.
5. Leitfähige Verlegung
Bei der leitfähigen Verlegung werden verschiedene Systeme in konstruktiver Hinsicht auf den Unterboden sowie
auf den Bodenbelag unterschieden. Verwenden Sie einen leitfähigen Klebstoff (EC 1)!
5.1 Verlegung von Bahnen oder Fliesen auf Kupferbändern.
Diese Verlegemethode hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Der Untergrund wird wie üblich vorbereitet einschliesslich Spachtelung. Jetzt werden Kupferbänder auf die Spachtelmasse geklebt (Abbildung 4).
Fliesen:
Die Anordnung muss so erfolgen, dass die Kupferbänder kreuzweise unter jeder Fliesenreihe verlaufen. (siehe
Abbildung 4). Jetzt werden die Fliesen mit einer leitfähigen Fixierung vollflächig fixiert. Dieses Verfahren ist
jedoch arbeits- und zeitaufwendig.
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Bahnen:
Bei der Verlegung von Bahnenware nach diesem Verfahren ist ebenfalls unter jeder Bahn ein Kupferband zu verlegen. Die Verklebung erfolgt mit einem leitfähigen Klebstoff. Die Erdung an einen Potenzialausgleich ist immer
durch den Elektriker vorzunehmen. Es müssen zwei Erdungen je maximal 40 qm erfolgen (Abbildung 5).
5.2 Verlegung von Bahnen oder Fliesen mit leitfähigem Vorstrich.
Bei dieser Variante ist auf die Spachtelmasse ein leitfähiger Vorstrich aufzubringen.
Dann wird je etwa 40 m2 eine Kupferbandfahne ca. 1,5 m in den Raum hineinragend geklebt. Bei grossen Räumen
ist darauf zu achten, dass die einzelnen Anschlussstellen maximal 10 m voneinander entfernt liegen. Anschliessend werden die Fliesen oder Bahnen mit einer leitfähigen Fixierung bzw. Klebstoff vollflächig geklebt.
Die Erdung an den Potenzialausgleich muss durch den Elektriker vorgenommen werden. Bei dieser Velegemethode umgeht man das Risiko, dass beim Zuschneiden der Bahnen die Kupferbänder zu durchtrennen (Abbildung 6).
Bei der Verwendung von Leitfinish ist zu beachten, dass sich die Ablüftzeiten der Klebstoffe erheblich verändern.
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5.3 Tapisom Modul - Besondere Hinweise!
Es ist immer darauf zu achten, dass alle zu verlegenden Fliesen aus einer Charge stammen. Vor der Verarbeitung
sind die Fliesen zu akklimatisieren. Die Verlegung sollte nur in Räumen bei einer Temperatur >18°C durchgeführt
werden. Die Unterbodentemperatur sollte über 15°C sein. Die relative Luftfeuchte sollte zwischen 45% und 65%
liegen. Die Installierung der einzelnen Elemente sollte immer in Schachbrettform (um 90° Winkel) vorgenommen
werden.
Verlegung mittels Fixierung:
 Wenn Sie den Charakter der selbstliegenden Fliesen beibehalten möchten, benutzen Sie die von den
Klebstoffherstellern empfohlenen rutschhemmenden Fixierungssysteme.

Für die ableitfähige Fixierung benutzen Sie die von den Klebstoffherstellern empfohlenen leitfähigen
„Dispersionsfixierungen“ unter Beachtung des angewandten Ableitsystems.

Bei Stuhlrollenbenutzung in Büroräumen müssen Tapisom Fliesen generell mit einem geeigneten Dispersionskleber vollflächig fixiert werden. Bei Einsatz von Nadelvliesbelägen in Büroräumen müssen mobile Einrichtungsgegenstände mit Rollen gemäss EN 12529, Typ H, bestückt sein.
6. Verlegung auf Doppelboden
Die Verlegung auf einem Doppelboden erfolgt grundsätzlich auf den fertig installierten Flächen. Eine Belegung
der einzelnen Doppelbodenmodule vor der Installation ist auf Grund der unterschiedlichen Deckmasse nicht
möglich.
Das gebräuchlichste Modulraster eines Doppelbodens beträgt 60 x 60 cm. Um mit Fliesen 50 x 50 cm einen
gleichmässigen Boden herzustellen, ist es erforderlich, durchlaufende Fugen zwischen den Doppelbodenmodulen
und den Fliesen zu vermeiden.
Es empfiehlt sich, das Verlegekreuz so anzulegen, dass der Startpunkt im Abstand von 5 cm horizontal und vertikal zu einer Doppelbodenmodulecke platziert wird. Abhängig von der Raumdimension wird das entsprechende
Modul so gewählt, dass sowohl zum Türbereich als auch zu den angrenzenden Wänden Belagsabschnitte kleiner
5 cm vermieden werden.
Da sich das Fliesenraster nach jeder 6. Fliese wiederholt und somit auch die unterschiedliche Überdeckung der
Module, ist der Startpunkt innerhalb der ersten Reihe sehr leicht zu bestimmen (Abbildung 7).
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Allgemeiner Hinweis
Für eventuelle Schäden, die durch Nichteinhaltung der Verlegeanleitungen entstehen, wird von den Herstellern
in der Regel keine Haftung übernommen. Regressansprüche sind diesbezüglich ausgeschlossen.
Die Angaben in den Verlegeanleitungen können nur allgemeiner Art sein. Im Zweifelsfall werden ausreichende
Eigenversuche sowie das Anlegen von Prüf- oder Probeflächen empfohlen.
Prüfen Sie vor dem Zuschneiden des Belages, ob die auf dem Rollenetikett abgedruckte Farbnummer identisch
mit der bestellten Farbnummer ist. Verlegen Sie in einem Raum nur chargengleiches Material. In Objekten, bei
denen mehrere Rollen installiert werden sollen, müssen diese in fortlaufender Reihenfolge verarbeitet werden.
Vor der Verlegung erkennbare Fehler am Produkt können nach der Verlegung nicht mehr anerkannt werden.
Stuhlrollen: Bei Einsatz von Nadelvlies in Büroräumen müssen mobile Einrichtungsgegenstände mit Rollen gemäss EN 12529, Typ H, bestückt sein.
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