Medienmitteilung 12.Februar 2016

Überparteiliches Abstimmungskomitee
„Hände weg! Keine unnötigen Sparmassnahmen auf Kosten unserer Kinder!“
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Medienmitteilung
Luzern, 12. Februar 2016
Fehlinformation in der Abstimmungsbroschüre
Mit Empörung reagiert das Referendumskomitee zum Voranschlag 2016 der Stadt Luzern auf die
Entdeckung, dass die Abstimmungsbroschüre bezüglich Quartierarbeit eine grobe Fehlinformation
enthält. Die Aussage (auf Seite 17), die städtische Quartierarbeit „erfolgt heute mit sechs Standorten
für die gesamte Stadt“ ist tatsachenwidrig und sie wird auch durch die mehrfache Wiederholung der
letzten Monate nicht weniger falsch.
Zwar ist der jüngste Standort der Quartierarbeit in einer provisorischen Lokalität (Schulhaus Wartegg)
untergebracht, trotzdem ist der siebte Quartierarbeiter schon lange im Quartier TribschenLangensand-Schönbühl an der Arbeit und der mehrjährige Aufbau von sieben Standorten vollzogen!
Die Sparmassnahmen im Bereich Quartierarbeit hätten also die tatsächliche Schliessung eines Standortes zur Folge! Seit Monaten werden in den stadträtlichen Unterlagen und von den Befürwortern
des Sparpakets die Eingriffe und Kürzungsschnitte kleingeredet. Es geht aber in der Quartierarbeit
nicht um eine geringfügige Änderung, sondern um einen massiven Abbau von 150 Stellenprozenten
(von 690% auf 540%), um die Reduktion der bisherigen Mittel um einen Fünftel und um die folgenreiche Neueinteilung des gesamten Stadtgebiets (neu sechs Einzugsgebiete der dezentralen Quartierarbeit statt wie geplant und bewährt sieben). Natürlich sind die 180‘000 Franken, die der Quartierarbeit weggenommen werden sollen, angesichts des Sparpakets von 14 Mio. und erst recht mit Blick
auf ein Gesamtbudget von über 600 Mio. ein geringer Betrag. Trotzdem sind die geplanten Einschnitte massiv zu nennen und nicht moderat.
Das Komitee prüft angesichts des willkürlichen Festhaltens an dieser Fehlinformation (sie fand sich
bereits in der stadträtlichen Botschaft, hielt sich hartnäckig auch in einer GPK-Mitteilung vom
25.9.2015 und wurde schliesslich in der parlamentarischen Beratung kritisiert), ob Stimmrechtsbeschwerde eingereicht werden soll. Es geht nicht an, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf
der Basis von verschleiernden Aussagen eine Entscheidung zum städtischen Voranschlag fällen
müssen.
Kontakt Überparteiliches Abstimmungskomitee
Marco Müller
Präsident Grüne Stadt Luzern
078 649 23 90
Urs Häner
Co-Präsident Verein Sentitreff
041 240 97 38
Claudio Soldati
Präsident SP Stadt Luzern
078 773 27 37
[email protected]
[email protected]
[email protected]
Hinweis: Die Übersicht zu den sieben Standorten der Quartierarbeit sind hier zu finden, auf Seite 2:
http://www.stadtluzern.ch/dl.php/de/55dab93ce1493/StaLU_QA-Prospekt_2015.pdf
> Der Flyer der Stadt ist mit «Stand 2014» beschriftet, und es sind 7 Standorte aufgeführt!
Das überparteiliche Abstimmungskomitee besteht aus folgenden 21 Organisationen:
Asylnetz
AvenirSocial Zentralschweiz
Elternkerngruppe Säli
ElternmitWirkung Büttenen
ElternmitWirkung Würzenbach
Elternrat Moosmatt
Elternrat Primarschule Wartegg
Grüne Stadt Luzern
IG Industriestrasse
Jugendarbeit Region Luzern JARL
Junge Grüne Stadt Luzern
JUSO Stadt Luzern
Lehrerinnen- und Lehrerverband LLV Stadt Luzern
Luzerner Gewerkschaftsbund LGB
Quartierverein Tribschen-Langensand
Second@s Plus
SP Stadt Luzern
Verein Sentitreff
Verein Spieltraum
Verein Zusammen leben Maihof-Löwenplatz
VPOD