_Finanzielle Probleme! Wohin wende ich mich? Informationen für die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft 1 _Editorial Finanzielle Probleme spielen bei vielen Anliegen, mit denen sich Frauen und Männer an private Beratungsstellen oder an die öffentliche Sozialhilfe wenden, die Hauptrolle. Das Geld reicht nirgends hin, unerwartete Auslagen schaffen Bedrängnis, Einkommen fällt vorübergehend oder bei langem Arbeitsverlust ganz aus, Alimente oder andere Unterstützungsbeiträge treffen nicht ein, Schulden sind über den Kopf gewachsen. «Wer kann weiterhelfen, wohin wende ich mich?» Viele Betroffene wären durchaus in der Lage, die eigenen Verhältnisse wieder in den Griff zu bekommen, wenn sie sich auf leicht verständliche Informationen und Tipps verlassen könnten. Oft wissen sie nicht, wie sie ihre Situation angehen sollen oder auf welche Leistungen sie Anrecht haben, denn sie kennen sich in den Zuständigkeiten der Institutionen oder in den gesetzlichen Regelungen zu wenig aus. So holen sie sich die fachliche Hilfe oft zu spät, und dann sind auch die Institutionen kaum in der Lage, innert kürzester Frist die nötigen Schritte in die Wege zu leiten. Aus dieser Erfahrung der Sozialberatung heraus hat Caritas beider Basel 1998 erstmals eine Informationsbroschüre herausgegeben. Jetzt liegt sie in überarbeiteter Fassung neu vor. Die Broschüre gliedert sich in sechs Teile. Den Anfang bildet ein Kapitel mit typischen individuellen Notsituationen, wie sie sich in der Beratungstätigkeit immer wieder präsentieren. Sie sollen als Orientierung für das Auffinden von spezifischen Institutionen dienen. Es folgen die beiden Hauptteile mit den öffentlichen Institutionen, die finanzielle Unterstützung gewähren können, sowie den privaten und kirchlichen. Eine Auswahl von Spartipps und Rechtsberatungsstellen ist im vierten und fünften Teil aufgelistet. Den Abschluss bilden Hinweise zu Vorsorge und Planung, die aufzeigen sollen, wie finanzielle Notlagen verhindert werden können. Damit steht weiterhin ein nützliches Instrument zur Verfügung, das die eigenen Anstrengungen von Menschen, die von finanziellen Problemen bedrängt sind, unterstützen und ihre Fähigkeiten zur Selbsthilfe fördern kann. Gleichzeitig vermittelt es praktische Tipps, diesen Schwierigkeiten vorzubeugen. Caritas beider Basel konnte für die Aktualisierung der Broschüre vor allem auf die eigene Mitarbeiterin Karin Vonwil und die Praktikantin Valentina Ferraro bauen. Ihnen danke ich herzlich für die grosse Arbeit. Weiter geht mein Dank an alle Institutionen und Organisationen für ihre Bereitschaft, uns die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Besonders möchte ich schliesslich der Christoph Merian Stiftung, den römisch- und christkatholischen Kirchen beider Basel sowie der reformierten Kirche Basel-Stadt danken, die mit namhaften Beiträgen die Herausgabe und die Gratisabgabe der ersten Broschüre ermöglicht hatten. Basel, 17. Oktober 2013 2 Christoph Bossart Geschäftsleiter Caritas beider Basel _Inhalt 1 Was kann ich tun? Arbeit Wohnen Familie Rente Schulden und sonst noch 4 7 7 9 10 11 2 Öffentliche Institutionen Arbeitslosenversicherung (ALV) Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) Invalidenversicherung (IV) Ergänzungsleistungen - Kantonale/kommunale Beihilfen Mutterschaftsentschädigung (MSE) Individuelle Krankenkassen-Prämienverbilligung (IPV) Bevorschussung und Inkasso von Unterhaltsbeiträgen/Alimenten Betreuungsbeiträge und Elternbeitragsreduktionen Mietzinsbeiträge Öffentliche Sozialhilfe Ausbildungsbeiträge Opferhilfe 12 14 16 18 19 20 21 22 23 25 28 30 3 Kirchliche und private Beratungs- und Hilfsstellen Caritas beider Basel Sozialdienste der Pfarreien und Kirchgemeinden Pro Juventute Pro Senectute Pro Infirmis Beratungsstellen bei Behinderung und Krankheit Sozialdienste der Spitäler und Polikliniken Betriebliche Sozialdienste Winterhilfe Schweizerisches Rotes Kreuz Frauenberatungsstellen Beratungsstellen für Familien Schuldenberatungsstellen Beratungsdienste für Ausländerinnen und Ausländer Verbürgte Mietkaution der Stiftung Edith Maryon 32 33 33 34 35 36 37 37 38 39 40 41 42 43 43 4 Sparmöglichkeiten Günstig Esswaren einkaufen Günstig einkaufen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen Günstig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen Weitere Spartipps 44 44 45 45 5 Rechtsberatung Allgemeine Rechtsberatung Sozialversicherungsrecht Mietrecht Ehe- und Familienrecht Rechtsberatung für Frauen in Basel-Stadt Asyl- und Ausländerrecht 46 47 47 47 48 48 6 Die eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen 3 Vorsorge Budgetplan 49 51 _1 Was kann ich tun ? www.sozialkompass.ch _Arbeit BS Kirchl./Priv. Beratungsstellen BL Sozialdienst der Gemeinde BL Sozialdienst der Gemeinde Kantonale Rot-Kreuz-Stelle Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) BS Sozialberatung vom Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) BL Sozialdienst der Gemeinde Mutterschaftsentschädigung 4 Einige «typische» Krisensituationen sollen der einfacheren Orientierung in dieser Broschüre dienen. Der Verweis erfolgt auf jene Stellen, die beim jeweiligen Problem individuell angegangen und erste Ansprechpartner sein können. In Basel-Landschaft ist dies meist die Sozialhilfe der Wohngemeinde. Sollte es unterschiedliche Vorgehen zwischen Stadt und Land geben, so sind diese mit BS und BL bezeichnet. Diese Broschüre beschränkt sich grundsätzlich auf die finanziellen Hilfsmöglichkeiten. Die meisten der kirchlichen und privaten Beratungs- und Hilfsstellen sind nicht nur für finanzielle Belange zuständig, sondern bieten auch persönliche Beratung an. Darüber hinaus vermitteln sie weitere spezialisierte Beratungsstellen, die hier nicht erwähnt sind. Viele für Basel-Stadt und Basel-Landschaft relevante Stellen sind im Internet unter Sozialkompass aufgelistet. Mein Lohn reicht nicht zum Leben Anna Z. ist alleinerziehend und arbeitet Teilzeit, um mehr Zeit für ihren Sohn zu haben. Nun wurde ihre Miete erhöht. Auch die Krankenkassenprämien sind gestiegen. Ihr Verdienst reicht kaum mehr zum Leben. Einsparungen kann sie nur wenige machen und eine Erhöhung ihres Arbeitspensum ist auch nicht möglich. BS Anna vereinbart einen Termin bei einer privaten oder kirchlichen Beratungsstelle. BL Anna meldet sich beim Sozialdienst ihrer Wohngemeinde. Ein genaues Budget wird erstellt. Anna erfährt auch, bei welchen Ämtern sie ihre Unterlagen zur Überprüfung von finanziellen Beiträgen einreichen kann. Mein Einkommen reicht nicht für die Zahnbehandlung Silvan W. kann seinen Lebensunterhalt knapp bestreiten. Für Ersparnisse reichte es aber nie. Bei jeder unvorhergesehenen grösseren Ausgabe wird es schwierig für ihn. Nun muss er seine Zähne behandeln lassen. BS Silvan geht zur Volkszahnklinik. BL Silvan erfährt vom Sozialdienst der Gemeinde, wo eine gute Behandlung kostengünstig durchgeführt werden kann. Silvan wendet sich an das Rote Kreuz in seinem Kanton. Dieses prüft, ob es einen Teil der Kosten über einen Schweizerischen Fonds übernehmen kann. Nach der Kündigung wurde ich schwanger Erika T. kündigt ihre Arbeitsstelle. Während der Kündigung wird sie schwanger. Sie möchte gerne bis zur Geburt ihres Kindes arbeiten. Erika meldet sich beim zuständigen RAV an. Dort erfährt sie, dass sie nach Abzug von einigen Einstelltagen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit - Taggelder der Arbeitslosenversicherung beziehen kann. Ihre Ersparnisse reichen jedoch nicht zur Überbrückung der Einkommenslücke und für die nötigen Anschaffungen für ihr Kind. BS Erika geht zum Sozialdienst des Arbeitsamtes. BL Erika geht zum Sozialdienst der Gemeinde. Dort wird sie über Fachstellen und Stiftungen informiert, die sie in dieser Situation unter Umständen einmalig unterstützen können. Sie erhält auch Formulare, damit sie nach der Geburt die Mutterschaftsentschädigung Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) BS Amt für Ausbildungsbeiträge BL Amt für Berufsausbildung und Berufsberatung, Abteilung Ausbildungsbeiträge Öffentliche Sozialhilfe Sozialdienst der Klinik Kantonale IV-Stelle Öffentliche Sozialhilfe beantragen kann. Ich will wieder ins Arbeitsleben einsteigen Carmela G. war die letzten drei Jahre Hausfrau. Die Firma, in der ihr Mann Alberto seit Jahren arbeitet, wurde übernommen und der neue Arbeitgeber bezahlt einen deutlich tieferen Lohn. Durch seine Anfrage bei der Gewerkschaft weiss Alberto, dass dieses Verhalten legal ist. Da das Einkommen für das Paar und sein dreijähriges Kind jetzt sehr knapp ist, sucht Carmela eine Teilzeitstelle. Dies ist jedoch schwieriger als erwartet. Sie kann durch den Berufsunterbruch in den vergangenen Jahren nicht genügend Praxis nachweisen. Auf dem RAV erfährt Carmela, dass sie Anspruch auf Arbeitslosentaggelder hat. Das Amt finanziert ihr auch einen Weiterbildungskurs, damit sie ihre beruflichen Kenntnisse auffrischen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen kann. Ich will eine Zweitausbildung machen Hans N. arbeitet seit Jahren in seinem gelernten Beruf. Er möchte sich beruflich weiterbilden. Hans lässt sich von der kantonalen Berufsberatung, die auch Erwachsenen offen steht, beraten. Nachdem er weiss, in welche Richtung er sich weiterbilden will, geht er ins Berufsbildungszentrum, um sich dort Unterlagen über mögliche Ausbildungen zusammen zu suchen. Hans besteht die Aufnahmeprüfung einer Höheren Fachschule. Seine Ersparnisse reichen jedoch nicht für die Finanzierung des Studiums aus. BS Hans wendet sich an das Amt für Ausbildungsbeiträge. BL Hans wendet sich an das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, Abteilung Ausbildungsbeiträge. Dort klärt er Ansprüche auf Stipendien ab. Er erfährt auch, dass es verschiedene private Fonds gibt, die allenfalls einen Teil der Kosten übernehmen. Infolge Krankheit kann ich längere Zeit nicht arbeiten Heinz L. erkrankt schwer. Da er noch nicht lange an dieser Stelle arbeitet, erhält er nur noch für kurze Zeit einen Lohn. Auch die Leistungen seiner Kranktaggeld-Versicherung decken seine Ausgaben nicht. Bis zur Wiederaufnahme seiner Arbeit braucht er zusätzliche Unterstützung. Heinz nimmt Kontakt mit der öffentlichen Sozialhilfe seines Wohnortes auf und erkundigt sich, wie er sich anmelden kann und welche Unterlagen er mitbringen muss. Infolge Krankheit bin ich (teilweise) erwerbsunfähig geworden Fritz M. wird plötzlich schwer krank. Nach einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt ist klar, dass er höchstens teilweise oder vielleicht gar nicht mehr arbeiten kann. Der Sozialdienst der Klinik vermittelt Fritz an eine spezialisierte Beratungsstelle. Dort wird ihm empfohlen, sich bei der Invalidenversicherung anzumelden und so abklären zu lassen, ob er Anspruch auf Versicherungsleistungen hat. Da bei Ablauf der Lohnzahlungen und der Leistungen der Taggeldversicherung sein IV-Antrag noch nicht entschieden ist, vereinbart Fritz einen Termin beim Sozialdienst seiner Wohngemeinde. Die Leistungen der Arbeitslosenversicherung reichen nicht zum Leben Giovanni O. verliert seine Stelle. Die Leistungen der Arbeitslosenversicherung reichen nicht, um die Miete, die Krankenkasse und den Lebensunterhalt zu decken. 5 Öffentliche Sozialhilfe Rechtsberatungsstellen BS Gewerbliches Schiedsgericht BL Bezirksgerichte Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Seite Giovanni bespricht seine finanzielle Situation mit seinem RAV Berater. Dieser rät ihm, sich an den öffentlichen Sozialdienst seiner Wohngemeinde zu wenden. Mein Lohn wurde mir nicht korrekt ausbezahlt Peter Y. erhält nach zwei Jahren die Kündigung. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag war nie ausgefertigt worden. Gegenüber der Arbeitslosenkasse gibt der Arbeitgeber an, der vereinbarte Lohn habe rund 2'000 Franken betragen. Peter macht geltend, dass mehr als das Doppelte ausgemacht worden sei, er aber wegen Zahlungsschwierigkeiten des Arbeitgebers bereit gewesen sei, vorerst zuzuwarten. BS Peter wendet sich an eine Rechtsberatungsstelle. Danach reicht er eine Forderungsklage beim gewerblichen Schiedsgericht in Basel ein. BL Peter wendet sich an das Bezirksgericht. Mir wurde gekündigt Martina B. erhält die Kündigung. Martina möchte die Bedingungen für den Bezug von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung wissen, falls sie bei Ablauf der Kündigungsfrist keine neue Arbeit hat. Deshalb nimmt sie noch während der Kündigungsfrist Kontakt mit dem Arbeitsamt auf. Ich werde ausgesteuert Armin K. hat vor fast zwei Jahren seine Arbeitsstelle verloren. Trotz vieler Bewerbungen und Einsätzen in Beschäftigungsprogrammen habt er noch keine neue Stelle gefunden. Von den 400 Taggeldern der Arbeitslosenversicherung hat er über 350 bezogen. Armin fragt den RAV-Berater, womit er nach dem Bezug der verbliebenen Taggelder leben kann. BS Arbeitslosenhilfe Seite BL Öffentliche Sozialhilfe Seite Sozialdienst der Gemeinde Siehe Telefonbuch/ Internet BS Armin erfährt, dass er bei der öffentlichen Arbeitslosenkasse einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe stellen kann. Wenn er aber nach Ablauf der Rahmenfrist immer noch ohne Arbeit ist, wird er sich bei der Sozialhilfe melden. BL Armin soll sich beim Sozialdienst seiner Wohngemeinde anmelden, da der Kanton Baselland keine kantonale Arbeitslosenhilfe kennt. _Wohnen Wir suchen eine neue Wohnung Pablo und Dolorez G. erwarten ihr viertes Kind. Sie wohnen in einer günstigen 3-Zimmer-Wohnung. Schon jetzt sind die Platzverhältnisse beengend, weshalb sie schon längere Zeit eine grössere Wohnung suchen, 6 BS Kirchl./Priv Beratungsstellen ab Seite 32 Edith Marion Stiftung Seite 44 BL Sozialdienst der Gemeinde Siehe Telefonbuch/ Internet eifam Seite 41 Stiftungen und Fonds Seite 32 BS Amt für Sozialbeiträge Seite 24 BL Sozialdienst oder Gemeindeverwaltung der Wohngemeinde Siehe Telefonbuch _Familie BS Sozialdienst der Universitäts-Frauenklinik Seite 37 Plusminus - Budget und Schuldenberatung Seite 42 BL Beratungsstelle für Schwangerschafts- und Beziehungsfragen Seite 41 BS Frauenberatungsstellen Seite 40 BL Beratungsstelle für Schwangerschafts- und Beziehungsfragen Seite 41 BS Alimentenhilfe die sie auch bezahlen können. BS Pablo und Dolorez vereinbaren einen Termin bei einer privaten oder kirchlichen Beratungsstelle. Die Sozialarbeiterin informiert sie über IG Wohnen und die Edith Marion Stiftung, welche vielleicht für die Mietzinskaution bürgen kann. BL Pablo und Dolorez vereinbaren einen Termin beim Sozialdienst der Gemeinde. Ich kann den Umzug nicht bezahlen Isabelle K. hat sich von ihrem Mann getrennt. Sie hat für sich und die beiden Kinder eine neue Wohnung gefunden. Isabelle arbeitet teilzeitlich. Zusammen mit den Kinderalimenten deckt ihr Einkommen gerade den Existenzbedarf. Die Umzugskosten und das Mietzinsdepot belasten ihr Budget übermässig. Isabelle nimmt Kontakt mit eifam auf. Dort erhält sie Adressen von Beratungsstellen, die ihr beim Stellen von Gesuchen an Stiftungen helfen können. Unser Lohn ist knapp und der Mietzins ist gestiegen Nach der Sanierung der Liegenschaft wurde der Mietzins von Christina und Bruno M. erhöht. Nun wissen sie nicht, wie sie diese Mehrauslagen bezahlen können. BS Christina bestellt beim Amt für Sozialbeiträge ein Antragsformular für Mietzinsbeiträge und das dazugehörige Merkblatt. BL Christina reicht beim Sozialdienst ihrer Gemeinde einen Antrag ein. Diese prüft, ob ein Beitrag von der Gemeinde an die Wohnungsmiete möglich ist. Ich bin schwanger geworden Ruth M. ist schwanger. Ihr Freund ist noch in der Ausbildung. Sie wissen nicht, ob sie mit ihrem Einkommen ein Kind durchbringen können. BS Ruth wendet sich an den Sozialdienst der Universitäts-Frauenklinik, wo sie in Behandlung ist oder an die Budgetberatung Plusminus. BL Ruth wendet sich an die Beratungsstelle für Schwangerschafts- und Beziehungsfragen. Dort kann die Frage zur unsicheren finanziellen Zukunft besprochen werden. Der Vater meines Kindes will die Vaterschaft nicht anerkennen Yvonne B. hat sich von ihrem Freund getrennt. Kurz darauf stellt sie fest, dass sie schwanger ist. Ihr Ex-Freund streitet die Vaterschaft ab. BS Yvonne bemüht sich um einen Termin bei der Juristin der familea Frauenberatung. BL Yvonne wendet sich an die Beratungsstelle für Schwangerschaftsund Beziehungsfragen. Dort erhält sie Informationen über die notwendigen rechtlichen Schritte zur Vaterschaftsabklärung und über ihren Anspruch auf Unterhaltszahlungen für das Kind. Ich erhalte die Alimentenzahlungen nicht Nach der Scheidung wartet Gertrud P. vergeblich auf die Überweisung der vereinbarten Unterhaltszahlungen. BS Die Inkassostelle für Alimente klärt ab, ob sie die Kinderalimente be- 7 Seite 21 BL Kantonales Sozialamt Seite 21 BS Betreuungsbeitrag Seite 22 Schweizerisches Rotes Kreuz Seite 39 Kantonale Winterhilfe-Stelle Seite 38 Regionale Pro Juventute Stelle Seite 33 BL Sozialdienst der Gemeinde Siehe Telefonbuch Stiftungen und Fonds Seite 32 KulturLegi 8 vorschussen kann. Sie hilft Gertrud auch, die Alimente, die ihr laut Scheidungsurteil zusteht, über die Inkassostelle geltend zu machen. BL Gertrud wendet sich an das Kantonale Sozialamt in Liestal. Wir möchten unser Kind selbst betreuen Franziska und Rudolf F. sind soeben Eltern geworden. Nach dem Mutterschaftsurlaub kann Franziska ihr Arbeitspensum auf 50% reduzieren. Da auch die Schwiegermutter zwischendurch das Kind hütet, braucht das Ehepaar keinen Tagesheimplatz. Die finanzielle Situation wird jedoch eng. Da das Paar im Kanton BaselStadt wohnt, stellt es einen Antrag, um allenfalls Betreuungsbeiträge zu erhalten. Wir wissen nicht, wie wir in Ausnahmefällen die Betreuung unserer Kinder organisieren sollen Özlem und Ali C. sind beide berufstätig. Ihre beiden Kinder sind an drei Tagen im Tagesheim. Die gelegentlichen Baby-Sittings sowie die Betreuung zu Hause, wenn die Kinder krank sind, sprengen das Budget der Familie. Özlem und Ali wenden sich an das Rote Kreuz in ihrem Kanton. Dort erhalten sie Informationen zu verschiedenen Entlastungsangeboten. Unsere Kinder brauchen ein neues Bett Die 5-jährigen Zwillinge von Susanne und Walter B. schlafen immer noch in ihren kleinen Kinderbetten. Das Erwerbseinkommen von Walter reicht gerade für den Lebensunterhalt, die Miete und die Krankenkassenprämien. Für spezielle Anschaffungen fehlt der Familie jedoch das Geld. Susanne und Walter vereinbaren einen Termin bei der Winterhilfe. Die Beraterin bestellt für die Familie ein Etagenbett aus dem Bettenfonds der Winterhilfe Schweiz. Nach der Prüfung des Budgets kann sie die Kosten aus dem Fond ihrer regionalen Winterhilfe begleichen. Unser Kind braucht einen Beitrag ans Pfadilager Anna Z., zehn Jahre alt, macht bei den Pfadi mit. Mit viel Freude trifft sie sich mit ihren Freundinnen zum Spielen und Lernen in der Natur. Nun naht das erste Sommerlager! Das Budget der Familie ist mit verschiedenen ausserordentlichen Belastungen momentan völlig ausgelastet. Maria und Peter Z. wissen nicht, wie sie das Geld für das Lager aufbringen sollen. Maria und Peter stellen bei der Einzelfallhilfe der Pro Juventute ein Gesuch für die Kosten des Lagers. Unser Kind möchte Blockflöte spielen Claudia A. besucht die 2. Primarschulklasse. Schon lange würde sie gerne Blockflöte spielen lernen. Das Geld der Familien reicht aber nur für das Nötigste. BS Claudias Mutter fragt bei der Musikschule wegen Kostenreduktion nach. BL Claudias Mutter fragt beim Sozialdienst der Gemeinde nach, ob die Kosten von der Gemeinde übernommen werden. Claudia stellt ein Gesuch an Stiftungen, die eventuell die restlichen Kosten für den Blockflötenkurs übernehmen. Wir möchten gerne wieder einmal ins Kino gehen Doris und Roland K. verdienen gerade so viel, dass es für den Alltag Seite 45 Familienpass Seite 45 COLOUR KEY Seite 45 BS Zivilgericht Seite 46 BL Bezirksgerichte Seite 47 BS Familien-, Paar- und Erziehungsberatung Seite 41 BL Beratungsstellen für Schwangerschafts- und Beziehungsfragen Seite 41 _Rente Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) Seite 14 Ergänzungsleistungen (EL) Seite 18 Pro Juventute Seite 33 Beratungsstellen bei Behinderung oder Krankheit Seite 36 reicht. Gerne würden sie mit ihren jüngeren Kindern wieder einmal ins Kino gehen. Auch der 17-jährige Sohn Peter kann sich den Eintritt kaum leisten. Doris und Roland stellen einen Antrag für den Familienpass, während Peter sich für den COLOUR KEY anmeldet. Mein Mann gibt mir zu wenig Haushaltsgeld Lilian G. ist verheiratet. Sie führt den Haushalt und betreut ihre Kinder. Das Haushaltsgeld, das sie von ihrem Mann bekommt, reicht nicht aus. Sie hat auf der Beratungsstelle ein Budget erstellen lassen. Dort hat sie auch erfahren, dass sie beim Gericht - im Rahmen der Eheschutzmassnahmen - das Begehren auf Festlegung der Unterhaltsbeiträge stellen kann. BS Lilian meldet sich bei der Eheaudienz des Zivilgerichts. BL Lilian geht an das Bezirksgericht. Wir möchten wissen, welche finanziellen Folgen eine Trennung / Scheidung für uns hat Chantal und Andreas P. wollen sich trennen. Sie wissen nicht, wie sie dabei vorgehen sollen und welche finanziellen Folgen zu erwarten sind. BS Chantal und Andreas vereinbaren einen Termin bei der Familien- und Erziehungsberatung. BL Chantal und Andreas vereinbaren einen Termin bei der Beratungsstelle für Schwangerschafts- und Beziehungsfragen. Ich bin Witwe geworden Der Ehemann von Irene Z. ist gestorben. Sie steht mit ihren Kindern alleine da. Irene beantragt für sich die Witwenrente und für ihre Kinder die Waisenrenten der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). Da die Pension der beruflichen Vorsorge ihres verstorbenen Mannes nicht sehr hoch ist, erhält sie zusätzlich zu den AHV-Renten Ergänzungsleistungen. Diese Gelder decken den bescheidenen Lebensunterhalt der Familie. Ausserordentliche Auslagen bringen sie aber immer wieder in einen Engpass. Irene wendet sich an die Pro Juventute, die im Auftrag des Bundes einen speziellen Fonds für Witwen und Waisen verwaltet. Meine IV-Rente sichert meine Existenz nicht Ivan K. erhält eine volle Rente der Invalidenversicherung (IV) sowie Ergänzungsleistungen (EL). Trotzdem bringen ihn ausserordentliche Auslagen immer wieder in finanzielle Engpässe. Ivan wendet sich an eine Beratungsstelle bei Behinderung. Dort wird mit ihm ein Budget erstellt. Dieses dient als Grundlage für Gesuche an Stiftungen und Fonds, die eventuell finanzielle Hilfe leisten können. 9 Unsere AHV-Rente deckt unsere Lebenskosten nicht Nina und Peter I. sind im AHV-Alter. Als Selbständigerwerbender war es Peter nicht möglich, für die 2. Säule zu sparen. Obwohl das Ehepaar die Maximalrente der AHV erhält, deckt diese den Lebensbedarf nicht. BS Amt für Sozialbeiträge Seite 18 BL AHV-Zweigstelle der Wohngemeinde Siehe Telefonbuch Regionale Pro Senectute Stelle Seite 34 _Schulden BS Plusminus Seite 42 BL Fachstelle für Schuldenfragen Seite 42 BS Plusminus Seite 42 BL Fachstelle für Schuldenfragen Seite 42 Nina und Peter machen beim zuständigen Amt die ihnen zustehenden Ergänzungsleistungen geltend. Sie wissen auch, dass KrankenkostenSelbstbehalte in der Regel im Rahmen der Ergänzungsleistungen rückvergütet werden. Trotzdem reichen ihre finanziellen Mittel nicht aus, um unvorhergesehene Rechnungen zu begleichen. Sie wenden sich deshalb an die Beratungsstelle der Pro Senectute. Ich habe Schulden Carole V. zahlt in monatlichen Raten einen Konsumkredit ab. Nun wurde ihr die Stelle gekündigt. Sie findet nur eine schlechter bezahlte Arbeit. So schafft sie es nicht mehr, die fälligen Raten zu bezahlen. Carole bittet ihre Freundin um ein Darlehen. Diese motiviert sie, eine Fachstelle für Schuldenfragen aufzusuchen. Die Beraterin erstellt ein Budget mit Carole und informiert sie über Sanierungsmöglichkeiten. Auch erhält sie Tipps, wie sie ihre Ausgaben besser in den Griff bekommen könnte. Mir wird mit einer Betreibung gedroht Ruth N. hat seit einiger Zeit Geldsorgen. Viele ihrer Rechnungen bleiben unbezahlt. Als sie nach der dritten Mahnung Zahlungsbefehle erhält, befürchtet sie eine Betreibung. Ruth wendet sich an eine Fachstelle für Schulden. Die Beraterin erstellt mit ihr ein Budget und informiert sie über mögliche Vorgehensweisen zur Begleichung der offenen Rechnungen. Auch erhält sie Hinweise, wie sie ihre Einnahmen besser einteilen kann und wo es Sparmöglichkeiten gibt. Wir möchten uns trennen, haben aber Schulden Heidi und Heiri T. haben gemeinsam Kleinkredite aufgenommen und einen Autoleasingvertrag abgeschlossen. Sie möchten sich trennen, wissen aber nicht, was eine Trennung mit Schulden für Folgen hat. BS Plusminus Seite 42 BL Fachstelle für Schuldenfragen Seite 42 Heidi und Heiri wenden sich an eine Fachstelle für Budget- und Schuldenfragen. Mein Mann verliert die Stelle Das Ehepaar Anna und Karl B. hat vor einem halben Jahr gemeinsam einen Kleinkredit über mehrere 10'000 Franken aufgenommen. Karl hat nun seine Arbeitsstelle verloren. Er hat zwar sofort wieder eine neue Arbeit gefunden, verdient dort aber deutlich weniger. Sein neues Einkommen und der Verdienst von Heidi reichen nicht, um alle laufenden Rechnungen und die vertraglich vereinbarten Abzahlungsraten zu begleichen. BS Plusminus Seite 42 BL Fachstelle für Schuldenfragen Seite 42 10 Anna und Karl wenden sich an eine Fachstelle für Budget- und Schuldenfragen. _und sonst noch Beratungsstelle Opferhilfe beider Basel Seite 30 Rechtsberatungsstellen Seite 46 Ich bin Opfer einer Straftat geworden Fatima K. wurde Opfer eines Raubüberfalls. Als Folge des Schocks und der körperlichen Verletzungen ist sie für längere Zeit auf ärztliche und therapeutische Betreuung angewiesen. Fatima vereinbart einen Termin mit einer Opferhilfe-Beratungsstelle. Ich brauche Rechtsauskünfte Oft ist es wichtig, die rechtlichen Möglichkeiten zu klären. Die meisten Beratungsstellen helfen dabei. Viele Städte und Gemeinden führen unentgeltliche Rechtsauskunftsstellen, ebenso Berufsverbände, Gewerkschaften oder politische Parteien (siehe öffentliches Telefonbuch). Falls es zu einem gerichtlichen Verfahren kommen könnte, ist es wichtig, die Kosten im voraus abzuklären. Sind die eigenen Mittel beschränkt, können Gesuche um kostenlose Prozessführung eingereicht werden. Dies sollte indes vor dem Verfahren geschehen. 11 _2 Öffentliche Institutionen _Arbeitslosenversicherung (ALV) Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind obligatorisch gegen Arbeitslosigkeit versichert. Diese Versicherung wird durch Lohnbeiträge der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanziert. Arbeitslosenentschädigung erhält, wer versichert und arbeitslos ist. Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) ist zuständig für die Hilfe bei der Arbeitsvermittlung und die Kontrolle der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenkasse prüft den Anspruch, berechnet die Taggelder und zahlt sie aus. Wer ist versichert? Versichert ist, wer unter anderem innerhalb der letzten 2 Jahre vor der Anmeldung insgesamt mindestens 12 Monate als Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerin gearbeitet hat oder mehr als 12 Monate wegen Schulausbildung, Umschulung, Weiterbildung (dazu sind 10 Jahre Wohnsitz in der Schweiz notwendig), Mutterschaft, Krankheit, Unfall (dazu ist Wohnsitz in der Schweiz notwendig) oder Aufenthalt in einer schweizerischen Anstalt keine Erwerbstätigkeit ausüben konnte - oder wegen Scheidung, Trennung, Tod des Ehegatten, Tod der eingetragenen Partnerin oder des eingetragenen Partners, Wegfall einer IVRente oder ähnlicher Gründe gezwungen ist, eine Arbeit anzunehmen oder zu erweitern (sofern das betreffende Ereignis nicht länger als 1 Jahr zurückliegt). Für Personen, die sich vor der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung bzw. während einer laufenden Rahmenfrist der Erziehung eines unter 10 Jahre alten Kindes gewidmet haben, gelten spezielle Bedingungen. Wer kann Leistungen der ALV beantragen? Arbeitslosenentschädigung erhält, wer ganz oder teilweise arbeitslos ist und eine Voll- oder Teilzeitarbeit sucht, einen Mindestausfall von 2 Arbeitstagen und eine Lohneinbusse aufweisen kann, in der Schweiz wohnt, die obligatorische Schulzeit zurückgelegt hat und noch nicht im AHVAlter steht, bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, entsprechend den Anordnungen des RAV persönlich am Informationstag und an Beratungs- und Kontrollgesprächen teilnimmt und ferner alles Zumutbare unternimmt, um die Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (insbesondere sich um Stellen bemüht und eine zumutbare Stelle annimmt). Es ist wichtig, sich bei der Arbeitssuche sofort beim RAV zu erkundigen, auch wenn man selber gekündigt hat (möglichst schon während der Kündigungsfrist, spätestens aber am ersten Tag, für den Arbeitslosenentschädigung beantragt wird). Eine genügende Anzahl nachweisbarer Bewerbungen wird bereits für die Zeit der Kündigungsfrist erwartet. Leistungen werden erst ab Datum der Anmeldung und in den meisten Fällen erst nach einer Wartefrist von Minimum 5 Tagen erbracht. 12 Die Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zeitlich begrenzt. Nach Ablauf des Anspruchs auf Taggelder kann der zuständige Sozialdienst weiterhelfen. Anmeldung / Auskunft Welche Leistungen sind möglich? Die ALV zahlt Arbeitslosentaggelder, kann bei gegebenen Voraussetzungen aber auch Weiterbildungskurse finanzieren, sofern dadurch die Chancen auf eine neue Stelle erhöht werden ("Verbesserung der Vermittlungsfähigkeit"). Auch Bemühungen, eine selbständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen, können unter bestimmten Voraussetzungen durch die ALV finanziell unterstützt werden. Die Taggelder betragen 70 oder 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Wenn vorher keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen wurde, werden sie nach einem Pauschalansatz ausgerichtet. Wer selber gekündigt hat, muss am Anfang - zusätzlich zur oben erwähnten Wartefrist von generell 5 Tagen - mit einer vorübergehenden Taggeldreduktion wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit rechnen. Einstelltage werden auch bei ungenügenden Bemühungen verfügt. Die Anmeldung erfolgt entweder bei der Wohngemeinde oder beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV). Dieses lädt zu einem Informationstag ein. Später finden das Beratungs- und Kontrollgespräch statt. BS www.awa.bs.ch BL www.baselland.ch www.treffpunkt-arbeit.ch Genauere Informationen bieten verschiedene Broschüren, welche beim RAV oder beim Amt für Wirtschaft und Arbeit erhältlich sind oder auch im Internet abgerufen werden können. Basel-Stadt AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt Regionales Arbeitsvermittlungszentrum Hochstrasse 37 Postfach 4002 Basel Tel 061 267 50 00 Fax 061 267 50 80 www.awa.bs.ch Basel-Landschaft Gemeindearbeitsamt des Wohnortes AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt Regionales Arbeitsvermittlungszentrum Utengasse 36 Postfach 4005 Basel Tel 061 267 87 87 Fax 061 267 99 39 www.awa.bs.ch oder RAV Münchenstein Grabenackerstrasse 8b 4142 Münchenstein Tel 061 552 05 40 Fax 061 552 05 41 [email protected] RAV Gelterkinden Sissacherstrasse 2 4460 Gelterkinden Tel 061 552 06 60 Fax 061 552 06 61 [email protected] RAV Oberwil Mühlemattstrasse 22 4104 Oberwil Tel 061 552 05 80 Fax 061 552 05 81 [email protected] RAV Liestal Rufsteinweg 1 4410 Liestal Tel 061 552 07 00 Fax 061 552 07 01 [email protected] RAV Laufen Bahnhofstrasse 30 4242 Laufen Tel 061 552 06 20 Fax 061 552 06 21 [email protected] RAV Liestal Süd Gräubnerstrasse 14 4410 Liestal Tel 061 552 07 40 Fax 061 552 07 41 [email protected] RAV plus Bahnhofstrasse 30 4242 Laufen Tel 061 552 07 77 Fax 061 552 06 21 [email protected] RAV Pratteln Güterstrasse 107 4133 Pratteln 2 Tel 061 552 05 00 Fax 061 552 05 01 [email protected] 13 _ Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist eine staatliche Sozialversicherung. Sie wird hauptsächlich durch Lohnbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert. Die AHV soll den wegen Alter und Tod wegfallenden Arbeitsverdienst wenigstens teilweise ersetzen: Mit den Altersrenten trägt sie dazu bei, den Versicherten im Alter den Rückzug aus dem Berufsleben zu ermöglichen und einen materiell gesicherten Ruhestand zu gewährleisten. Die Hinterlassenenrenten sollen verhindern, dass zum menschlichen Leid, das der Tod eines Elternteils oder des Ehegatten über die Familie bringt, auch noch eine finanzielle Notlage hinzukommt. Wer kann eine Altersrente beantragen? Damit eine Person Anspruch auf eine Altersrente hat, müssen ihr mindestens während eines vollen Beitragsjahres Beiträge angerechnet werden können. Ein volles Beitragsjahr liegt vor, wenn die versicherte Person während insgesamt eines Jahres Beiträge geleistet hat - oder der erwerbstätige Ehegatte, die eingetragene Partnerin oder der eingetragene Partner einer versicherten Person mindestens während eines Jahres den doppelten Mindestbeitrag entrichtet hat - oder Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können. Der Anspruch auf eine Altersrente beginnt am ersten Tag des Monats, welcher dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters folgt. Die Rente kann um 1 oder 2 Jahre vorbezogen werden. In jedem Fall werden allfällige Kinderrenten erst bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters ausbezahlt. Ebenso endet die Beitragspflicht, die erst beim Erreichen des ordentlichen Rentenalters. Damit die Rentenberechnung bei geschiedenen Personen ohne Vorbezug vorgenommen werden kann, müssen die Einkommen aus früheren Ehen vorgängig gesplittet werden. Es ist daher ratsam, das Splittingverfahren rechtzeitig vor dem Rentenalter zu verlangen. Wer kann eine Alterszusatzrente beantragen? Personen, die unmittelbar vor der Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente eine Zusatzrente der Invalidenversicherung bezogen haben, können auch eine Zusatzrente der AHV beanspruchen. Dies unabhängig vom Geburtsjahr des Ehegatten. Wer kann eine Kinderrente beantragen? Rentenberechtigte Personen haben Anspruch auf Kinderrente für Söhne und Töchter bis sie das 18. Altersjahr beendet haben - oder ihre Ausbildung abgeschlossen haben, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr. Der Anspruch auf Kinderrente gilt auch für Pflegekinder, die unentgeltlich aufgenommen wurden. Keine Kinderrente wird für Pflegekinder ausgerichtet, die erst nach der Entstehung des Anspruchs auf eine Alters- oder Invalidenrente in Pflege genommen wurden. Eine Ausnahme bilden die Kinder des Ehegatten. Wer kann eine Hinterlassenenrente beantragen? Hinterlassenenrenten sollen beim Tod des Ehepartners oder eines Elternteils verhindern, dass die Hinterbliebenen (Ehepartner, Ehepartnerin, Kinder) in finanzielle Not geraten. Es gibt drei Arten von Hinterlassenenrenten: Witwenrenten, Witwerrenten und Waisenrenten. Stirbt bei gleichgeschlechtlichen Paaren eine der eingetragenen Personen, hat die überlebende Partnerin oder der überlebende Partner zu gleichen Bedingungen Anspruch auf Hinterlassenenleistungen wie verwitwe- 14 te Ehegatten. Witwenrente Eine verheiratete Frauen, deren Gatte gestorben ist, hat Anspruch auf eine Witwenrente, wenn sie zum Zeitpunkt der Verwitwung das 45. Altersjahr zurückgelegt hat und mindestens 5 Jahre verheiratet war. Die Ehejahre werden zusammengezählt, wenn sie mehrmals verheiratet war. Eine geschiedene Frau, deren ehemaliger Gatte verstorben ist, hat Anspruch auf eine Witwenrente, wenn sie Kinder hat und die geschiedene Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat - oder sie bei der Scheidung älter als 45 Jahre war und die geschiedene Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat - oder das jüngste gemeinsame Kind sein 18. Lebensjahr vollendet, nachdem die geschiedene Mutter 45 Jahre alt geworden ist. Geschiedene Frauen, die keine dieser Voraussetzungen erfüllen, haben Anspruch auf eine Witwenrente bis zum 18. Geburtstag des jüngsten gemeinsamen Kindes. Witwerrente Verheiratete und geschiedene Männer, deren Gattin resp. ehemalige Gattin verstorben ist, erhalten eine Witwerrente, solange sie aus dieser Ehe Kinder unter 18 Jahren haben. Sobald das jüngste Kind das 18. Altersjahr vollendet, erlischt der Anspruch auf eine Witwerrente. Waisenrente Die AHV richtet Kindern eine Waisenrente aus, wenn die Mutter oder der Vater stirbt. Beim Tode beider Eltern besteht ein Anspruch auf zwei Waisenrenten. Der Anspruch auf die Waisenrente erlischt mit dem 18. Geburtstag oder bei Abschluss der Ausbildung, spätestens jedoch mit dem 25. Geburtstag. Wer kann Hilflosenentschädigung beantragen? In der Schweiz wohnende Personen, die eine Altersrente oder Ergänzungsleistungen beziehen, können eine Hilflosenentschädigung der AHV geltend machen, wenn sie in leicht, mittel oder schwerem Grad hilflos sind, die Hilflosigkeit ununterbrochen mindestens ein Jahr gedauert hat, kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der obligatorischen Unfallversicherung oder der Militärversicherung besteht. Hilflos ist, wer für alltägliche Lebensverrichtungen (Ankleiden, Körperpflege, Essen usw.) dauernd auf Hilfe angewiesen ist, dauernder Pflege oder persönlicher Überwachung bedarf. Anmeldung / Auskunft www.ahv.ch Die Rentenanmeldung muss 3 bis 4 Monate vor Erreichen des Rentenalters erfolgen. Sie ist in der Regel bei derjenigen Ausgleichskasse einzureichen, bei welcher zuletzt AHV-Beiträge entrichtet wurden. Erhält jedoch ein Ehepartner bereits eine Rente, so ist die gleiche Ausgleichskasse auch für den anderen Ehepartner zuständig. Die Anmeldeformulare sind bei jeder Ausgleichskasse erhältlich. Das Verzeichnis der Ausgleichskassen befindet sich auf den letzten Seiten eines jeden Telefonbuchs oder im Internet. Personen, die keine Beiträge entrichtet haben, müssen sich bei ihrer kantonalen Ausgleichskasse oder deren Gemeindezweigstelle anmelden. Basel-Stadt Ausgleichskasse Basel-Stadt Wettsteinplatz 1 4001 Basel Tel 061 685 22 22 Fax 061 685 23 23 Basel-Landschaft AHV Ausgleichskasse BL Hauptstrasse 109 4102 Binningen Tel 061 425 25 25 Fax 061 425 25 00 15 [email protected] www.ak-bs.ch _ Invalidenversicherung (IV) www.sva-bl.ch Die Invalidenversicherung (IV) ist eine staatliche Sozialversicherung. Sie wird vor allem durch Lohnbeiträge finanziert. Die IV deckt die finanziellen Folgen bei bleibender Erwerbsunfähigkeit ab. Sie ist aber keine Versicherung für Behandlungskosten bei Krankheit oder Unfall; diese fallen in das Gebiet der Kranken- und Unfallversicherung. Die IV gewährt in erster Linie Beiträge für Eingliederungsmassnahmen. IV-Renten werden erst ausgerichtet, wenn Eingliederungsmassnahmen ihr Ziel nicht oder nur teilweise zu erreichen vermögen oder zum vornherein aussichtslos sind. Zur IV-Rente können allenfalls Ergänzungsleistungen ausgerichtet werden Wer kann Leistungen der IV beantragen? Anspruch auf Leistungen der IV haben versicherte Personen, die wegen eines Gesundheitsschadens voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit ganz oder teilweise erwerbsunfähig oder in ihrem bisherigen Aufgabenbereich eingeschränkt sind. Minderjährige gelten als invalid, wenn der Gesundheitsschaden ihre Erwerbsfähigkeit voraussichtlich beeinträchtigen wird. Unerheblich ist, ob die Invalidität körperlicher oder geistiger Natur ist, und ob sie durch ein Geburtsgebrechen, eine Krankheit oder einen Unfall verursacht wurde. Die IV kennt Eingliederungsmassnahmen, Renten und Hilfsmittel. Wer kann Eingliederungsmassnahmen beantragen? Erwachsenen werden medizinische Massnahmen zur Integration ins Erwerbsleben gewährt und Leistungen an die berufliche Eingliederung ausgerichtet. Dazu gehören z.B. Berufsberatung, Umschulung, Arbeitstraining oder Einführung in einen Arbeitsplatz. Während der Dauer der Eingliederungsmassnahmen wird in der Regel ein Taggeld ausgerichtet. Dieses soll den Lebensunterhalt sichern. Versicherten unter 20 Jahren werden die notwendigen medizinischen Massnahmen zur Eingliederung gewährt. Auch werden Leistungen für Sonderschulung und Pflege, sowie für die nötigen Transporte ausgerichtet. Wer kann eine Erwachsenenrente beantragen? Regelmässige IV-Renten können Versicherte erhalten, die über 18 Jahre alt sind und mindestens zu 40 Prozent dauerhaft erwerbsunfähig geworden oder während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent erwerbsunfähig gewesen sind. Der Rentenanspruch richtet sich nach dem Grad der Invalidität und wird von der IV-Stelle mit einem Einkommensvergleich ermittelt. Die Berechnung der Renten richtet sich einerseits nach den anrechenbaren Beitragsjahren und andererseits nach den Erwerbseinkommen sowie den eventuellen Erziehungs- und Betreuungsgutschriften. Wer kann eine Kinderrente beantragen? Die Kinderrente wird zur IV-Erwachsenenrente gewährt und zwar für Kinder bis zur Vollendung ihres 18. Altersjahr, wenn sie in Ausbildung sind, bis zu deren Abschluss, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr. Dieser Anspruch gilt auch für Pflegekinder, die schon vor Entstehung des Anspruchs auf eine IV-Rente in Pflege genommen wurden. 16 Wer kann Hilflosenentschädigung beantragen? Als hilflos im Sinne der IV wird bezeichnet wer für alltägliche Verrichtungen wie z. B. Ankleiden, Körperpflege, Essen dauernd auf die Hilfe von Dritten angewiesen ist oder wer aufgrund von seiner Behinderung dauernden Pflege und/oder Überwachung bedarf. Behinderte, die für ihre persönlichen Lebensverrichtungen seit mindestens einem Jahr und dauernd auf die Unterstützung von Dritten angewiesen sind haben Anspruch auf Hilflosenentschädigung. Um eine Hilflosenentschädigung geltend zu machen müssen die oben genannten Bedingungen erfüllt sein und die antragstellende Person muss ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Es wird unterschieden zwischen Hilflosigkeit schweren, mittleren und leichten Grades. Wer kann Hilfsmittel beantragen? Hilfsmittel werden von der IV zur Verfügung gestellt, wenn diese für die Ausübung der Erwerbstätigkeit, bzw. der Tätigkeiten im gewohnten Aufgabenbereich, für Schulung oder Ausbildung nötig sind oder dazu dienen den persönlichen Alltag möglichst selbständig und unabhängig zu bewältigen. Die Anmeldung für IV-Leistungen hat bei der IV-Stelle des Wohnkantons zu erfolgen. Die meisten Sozialberatungsstellen helfen, wenn nötig, beim Beantragen der Leistungen oder verweisen an die zuständigen Stellen. Beim Antrag auf IV-Leistungen ist auch die Mithilfe des behandelnden Arztes notwendig. Anmeldung / Auskunft www.ahv.ch Die IV-Stellen des jeweiligen Wohnortes können auch Fragen beantworten und Informationsbroschüren zustellen. Basel-Stadt IV-Stelle Basel-Stadt Lange Gasse 7 4052 Basel Tel. 061 225 25 25 Fax 061 225 25 00 [email protected] www.ivbs.ch Basel-Landschaft IV-Stelle Basel-Landschaft Hauptstrasse 109 4102 Binningen Tel. 061 425 25 25 Fax 061 425 25 00 www.sva-bl.ch 17 _ Ergänzungs leistungen (EL) _ Kantonale/ kommunale Beihilfen Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV sind Leistungen der öffentlichen Hand. Sie werden durch Bund und Kantone finanziert. Sie helfen, wo Renten und sonstige Einkommen nicht ausreichen, um die minimalen Lebenskosten zu decken. Sie sind weder Almosen noch Sozialhilfeleistungen. Wenn die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein klagbarer Anspruch. Wer kann Ergänzungsleistungen beantragen? Anspruch haben Rentenberechtigte der AHV/IV, deren Einkommen unter Berücksichtigung ihrer Vermögensverhältnisse den minimalen Lebensbedarf nicht deckt. Der Wohnsitz muss in der Schweiz sein und man muss sich auch im Land aufhalten. Ausländerinnen und Ausländer aus nicht EU-/EFTA Staaten müssen seit mindestens 10 Jahren ununterbrochen in der Schweiz leben. Wenn sie sich als anerkannte Flüchtlinge in der Schweiz aufhalten, beträgt die Frist 5 Jahre. Bürgerinnen und Bürger der EU-/EFTA Staaten müssen in der Regel keine Karenzfrist erfüllen. Welche Leistungen sind möglich? EL werden aufgrund eines persönlichen Budgets berechnet. Den Einnahmen werden die gesetzlich anerkannten Ausgaben (Pauschalbetrag für Lebensbedarf, Mietzins, Krankheits- und Heimkosten usw.) gegenübergestellt. Übersteigen die Ausgaben die Einnahmen, und sind die sonstigen Bedingungen erfüllt, werden monatliche EL ausgerichtet. Auf der Homepage der Pro Senectute Schweiz kann die Höhe der EL provisorisch berechnet werden. Zusätzlich können sich Personen, die EL beziehen, folgende Kosten rückerstatten lassen, falls sie nicht durch eine andere Versicherung gedeckt sind: Übernahme der Selbstbehalte der Krankenkasse und der Franchise bis zur Höhe von CHF 1'000.-/Jahr, Zahnbehandlungen die einfach, wirtschaftlich und zweckmässig sind, Kosten für Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause oder in Tagesstätten, Transport zum nächstgelegenen medizinischen Behandlungsort, Beteiligung an den Kosten für ärztlich verordnete Kuren, Bei Personen, die eine AHV-Rente beziehen werden eventuell auch Kostenbeiträge an Hilfsmittel geleistet. In gewissen Situationen haben auch IV-/AHV Rentnerinnen und Rentner, die keine monatliche EL beziehen, Anspruch auf Rückerstattung von Krankheitskosten. Wer kann kantonale/kommunale Beihilfen beantragen? Basel-Stadt Neben den EL werden im Kanton Basel-Stadt auch kantonale Beihilfen ausbezahlt. Voraussetzung dafür ist der Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt während 10 Jahren innerhalb der letzten 15 Jahre. Basel-Landschaft Im Kanton Baselland werden die Beihilfen, die zusätzlich zur EL ausgerichtet werden, gegebenenfalls von den Gemeinden geleistet. Ob die Wohngemeinde diese Leistung erbringt, kann bei der Gemeindeverwaltung angefragt werden. Anmeldung / Auskunft Basel-Stadt Amt für Sozialbeiträge Grenzacherstrasse 62 4008 Basel Tel. 061 267 86 65/66 Fax 061 267 86 44 18 Riehen, Bettingen Gemeindeverwaltung Riehen EL-Stelle Riehen Bettingen Wettsteinstrasse 1 4125 Riehen Tel. 061 646 82 97 Basel-Landschaft Der Antrag auf EL muss bei der AHV-Zweigstelle der Wohngemeinde gestellt werden. [email protected] www.asb.bs.ch www.riehen.ch _ Mutterschafts entschädigung (MSE) Die Mutterschafts-Entschädigung ist eine Leistung der öffentlichen Hand. Sie wird ausschliesslich durch Lohnbeiträge finanziert. Erwerbstätige Frauen sollen bei Mutterschaft einen ausgewogenen, befristeten Schutz vor Lohnausfall erhalten. Wer kann MSE beantragen? Anspruch auf MSE haben Frauen, wenn sie zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes Arbeitnehmerinnen oder selbständig erwerbend sind - oder im Betrieb des Ehemannes, der Familie oder des Konkubinatspartners mitarbeiten und dafür einen Lohn vergütet erhalten - oder arbeitslos sind und entweder bereits Taggelder der ALV beziehen oder die Anspruchsvoraussetzungen für die ALV-Gelder erfüllen oder wegen Krankheit, Unfall oder Invalidität arbeitsunfähig sind und deswegen Leistungen einer Sozial- oder Privatversicherung beziehen. Zudem müssen die Anspruchsberechtigten während der Schwangerschaft bei der AHV versichert sein und in dieser Zeit während mindestens 5 Monaten eine Erwerbstätigkeit ausgeführt und/oder Leistungen aus einer Taggeldversicherung bezogen haben. Der Anspruch auf MSE beginnt am Tag der Niederkunft und endet spätestens nach 14 Wochen bzw. 98 Tagen. Wird die Erwerbstätigkeit vorher ganz oder teilweise wieder aufgenommen endet der Anspruch zu diesem Zeitpunkt vollständig. Die MSE beträgt 80% des vor der Geburt erzielten durchschnittlichen Erwerbseinkommens, höchstens aber 196 Franken pro Tag (Stand 2012). Davon werden AHV/IV und EO Beiträge abgezogen. Wenn die Bezugsberechtigte Frau weiterhin Lohn durch ihren Arbeitgeber erhält, wird die MSE in der Regel dem Arbeitgeber überwiesen. In den übrigen Fällen wird der Betrag jeweils per Monatsende direkt der Mutter bzw. dem auszahlungsberechtigten Dritten überwiesen. Anmeldung / Auskunft Ist die bezugsberechtigte Frau in einem Arbeitsverhältnis, reicht sie die Anmeldung der MSE via ihren Arbeitgeber bei der zuständigen AHVAusgleichskasse ein. Sollte sie die Einreichung des Antrags vergessen und der Arbeitgeber richtet ihr weiterhin den Lohn aus, kann dieser die Anmeldung direkt der Ausgleichskasse zustellen. Frauen die in keinem Arbeitsverhältnis stehen, melden sich direkt bei der zuständigen Ausgleichskasse an. Basel-Stadt Ausgleichskasse Basel-Stadt Wettsteinplatz 1 4001 Basel Tel. 061 685 22 22 Fax 061 685 23 23 [email protected] www.ak-bs.ch Basel-Landschaft AHV Ausgleichskasse BL Hauptstrasse 109 4102 Binningen Tel. 061 425 25 25 Fax 061 425 25 00 www.sva-bl.ch 19 _ Individuelle KrankenkassenPrämienverbilligung (IPV) Die Individuelle Krankenkassen-Prämienverbilligung (IPV) ist eine Leistung der öffentlichen Hand. Sie wird durch Bund und Kantone finanziert. Die Kantone legen den Kreis der Begünstigten, die Höhe der Beiträge und das Verfahren fest. Ziel ist die finanzielle Entlastung von Personen und Haushalten mit tiefem Einkommen. Wer kann eine IPV beantragen? Basel-Stadt Alle im Kanton Basel-Stadt Krankenkassen-Versicherten haben Anspruch auf Prämienverbilligung, wenn das Einkommen aller Haushaltmitglieder unter Berücksichtigung des Vermögens sowie der Abzugsmöglichkeiten die festgelegten Einkommensgrenzen nicht übersteigt. Besteht ein Anspruch auf Prämienbeiträge werden diese direkt an die Krankenkasse vergütet. Die persönlichen Prämien werden entsprechend reduziert. Der Abzug ist auf dem Krankenversicherungsausweis ersichtlich. Um zu gewährleisten, dass die Berechtigten die Beiträge dann erhalten, wenn sie benötigt werden, sind Veränderungen der persönlichen Verhältnisse (z.B. Einkommen, Zivilstand, Geburten, Erwerbslosigkeit etc.) laufend zu melden. Spezielle Regelungen bestehen für Personen die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV oder Leistungen der Sozialhilfe beziehen. Basel-Landschaft Der Kanton Basel-Landschaft stützt sich zur Beurteilung des Anspruches auf die rechtskräftige Staatssteuerveranlagung des Vor-Vorjahres. Das heisst konkret, dass für die Berechnung der Prämienverbilligung für das Kalenderjahr 2013 das Einkommen des Kalenderjahres 2011 massgebend ist. Wenn sich das massgebende Jahreseinkommen um mindestens 20% verändert, kann bei der Sozialversicherungsanstalt BaselLandschaft SVA-BL ein Gesuch zur Anpassung der Prämienverbilligung gestellt werden. Aktuell wird in der Regel die Prämienvergünstigung direkt der versicherten Person überwiesen. Bei Personen die Sozialhilfe beziehen wird die Leistung der zuständigen Sozialbehörde gut geschrieben. Voraussichtlich ab 1. Januar 2014 wird die Prämienverbilligung direkt an die jeweilige Krankenkasse der versicherten Person ausgerichtet. Anmeldung / Auskunft BS www.asb.bs.ch BL www.sva-bl.ch 20 Basel-Stadt Für Beiträge an die Prämien der Grundversicherung der Krankenkasse muss ein einmaliger Antrag an das Amt für Sozialbeiträge (ASB) gestellt werden. Da für die Beitragsberechnung die aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse massgebend sind, müssen dem Antragsformular die entsprechenden Unterlagen beigelegt werden. Ein Merkblatt und das Antragsformular können beim ASB bezogen oder auf dessen Internetseite abgerufen werden. Basel-Landschaft Personen, die ihren Wohnsitz schon im massgebenden Kalenderjahr im Kanton Basel-Landschaft hatten und die Voraussetzungen erfüllen, erhalten automatisch ein Antragsformular von der Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft (SVA BL) zugestellt, welches die Berechnung der Prämienvergünstigung bereits enthält. Zuzügerinnen und Zuzüger können bei der Verwaltung ihrer Wohngemeinde (Einwohnerkontrolle) ein Formular beziehen oder dieses auf der Internetseite der SVA BL herunterladen. Die Anträge müssen spätestens bis zum 31. Dezember des aktuellen Bezugsjahr eingereicht werden. Wird diese Frist überzogen wird die Prämienvergünstigung nicht mehr ausbezahlt. Konto und Adressänderungen sind der Ausgleichskasse Basel- Landschaft immer schriftlich mitzuteilen. Auch müssen die Angehörigen einer verstorbenen Person dies der Ausgleichskasse mitteilen. Basel-Stadt Basel-Landschaft Amt für Sozialbeiträge Sozialversicherungsanstalt Grenzacherstrasse 62 Basel-Landschaft Postfach Prämienverbilligung in der Krankenversi4005 Basel cherung Tel. 061 267 87 11 Hauptstrasse 109 Fax 061 267 86 44 4102 Binningen [email protected] Tel. 061 425 24 00 www.asb.bs.ch Fax 061 425 25 00 [email protected] www.sva-bl.ch _Bevorschussung und Inkas so von Unterhaltsbei trägen / Alimen ten Bevorschussung und Inkasso von Unterhaltsbeiträgen / Alimenten sind Vorleistungen der öffentlichen Hand. Ziel ist es, finanzielle Engpässe zu vermeiden, welche sich ergeben, wenn die Zahlungen von berechtigten Unterhaltsbeiträgen/Alimenten ausbleiben. Inkasso und Bevorschussung sind gesetzlich geregelt. Wer kann Bevorschussung und Inkasso beantragen? Im Kanton Basel-Stadt oder Kanton Basel-Landschaft wohnhafte unterhaltsberechtigte Personen können Hilfe beantragen, wenn sie Probleme haben, um die gerichtlich oder durch eine Vormundschaftsbehörde festgelegten Unterhaltsbeiträge zu erhalten. Welche Leistungen sind möglich? Die zuständigen Stellen erbringen aufgrund der eidgenössischen und kantonalen Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen folgende Leistungen Inkassohilfe bei ausstehenden Unterhaltsbeiträgen für Kinder und den unterhaltsberechtigten Elternteil, die ihren Wohnsitz im Kanton haben. Bevorschussung der Unterhaltsbeiträge für Kinder und Jugendliche bis Erstausbildung, aber max. dem erreichten 25. Altersjahr, die ihren Wohnsitz im Kanton BS haben und für Kinder und Jugendliche, die ihren Wohnsitz im Kanton BL haben, bis zum vollendeten 20. Altersjahr. Die Höhe der Bevorschussung richtet sich in beiden Kantonen einerseits nach der gerichtlichen Verfügung, bzw. der vormundschaftlichen Regelung ist aber nie höher als die maximale vollständige Waisenrente der AHV. Ob eine Bevorschussung gemacht wird, ist auch abhängig von der finanziellen Situation des nicht-unterhaltspflichtigen Elternteils. Ebenfalls berücksichtigt wird ein eventuelles Einkommen des Kindes. Anmeldung / Auskunft Die Alimentenhilfe im Kanton Basel-Stadt bietet auch Beratung in rechtlichen Fragen, die im direkten Zusammenhang mit den Alimenten stehen. Basel-Stadt Alimentenhilfe Hochstrasse 39 4002 Basel Tel. 061 267 56 60 Fax 061 267 44 49 [email protected] www.asb.bs.ch Basel-Landschaft Sozialamt des Kantons Basel-Landschaft Alimentenbevorschussung Gestadeckplatz 8 4410 Liestal Tel. 061 552 56 45 Fax 061 921 15 75 www.baselland.ch 21 _ Betreuungsbeiträge und Elternbeitragsreduktion Nur Basel-Stadt Nur Basel-Stadt Anmeldung / Auskunft 22 Betreuungsbeiträge für Eltern von noch nicht schulpflichtigen Kindern sowie die Reduktion der Elternbeiträge für Kinderkrippen sind Leistungen der öffentlichen Hand. Sie werden durch den Kanton finanziert. Wer kann Betreuungsbeiträge beantragen? Betreuungsbeiträge können von Eltern beantragt werden, welche die Betreuung ihrer eigenen vorschulpflichtigen Kinder vermehrt selber übernehmen möchten, dazu jedoch aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sind. Voraussetzungen dazu sind: Ein Elternteil übernimmt mehrheitlich die Betreuung des Kindes oder der Kinder. Das Arbeitspensum von zusammenlebenden Eltern beträgt insgesamt mindestens 100% und höchstens 150%. Alleinerziehende dürfen höchstens zu 50% erwerbstätig sein. Der antragstellende Elternteil hat seit mindestens 2 Jahren Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt. Es wird kein vom Kanton subventionierter Platz in einer Krippe. in einem Tagesheim oder in einer Tagesfamilie beansprucht. Alle Einkunftsmöglichkeiten, für die ein Rechtsanspruch besteht, sind geltend gemacht worden. Der Lebensbedarf muss mindestens zur Hälfte mit eigenen Einkünften gedeckt sein. Es werden keine Leistungen der Sozialhilfe bezogen. Wer kann eine Elternbeitragsreduktion beantragen? Eine Reduktion der Kosten der Spielgruppe kann von Eltern beantragt werden, die im Kanton Basel-Stadt wohnen. Für die Höhe der Beiträge der Elternbeiträge sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse und die Kinderzahl massgeblich. Als Grundsatz gilt: Eltern in guten wirtschaftlichen Verhältnissen bezahlen für die gleiche Dienstleistung mehr als solche mit geringerem Einkommen oder Vermögen. Grundlage für die Berechnung des Elternbeitrages bildet die Veranlagung der kantonalen Steuern. Massgebend sind Einkommen und Vermögen beider Elternteile einschliesslich Stief-eltern, sofern sie in ungetrennter Ehe oder als nicht verheiratete Eltern im gleichen Haushalt leben (Konkubinat). Bei getrennt lebenden Eltern ist das Einkommen und das Vermögen desjenigen Elternteils massgebend, der die elterliche Sorge zugeteilt erhalten hat. Vom anrechenbaren Einkommen und Vermögen können bestimmte Abzüge vorgenommen werden. Aus dieser Berechnung resultiert das "massgebliche Einkommen", welches Basis für die Bemessung des Elternbeitrages ist. Erziehungsdepartement Basel-Stadt Auskünfte Elternbeiträge Fachstelle Tagesbetreuung Leimenstrasse 1 Postfach 4001 Basel Tel. 061 267 46 10 www.ed-bs.ch _ Mietzinsbeiträge Mietzinsbeiträge sind Leistungen der öffentlichen Hand. Sie werden durch die Kantone und/oder Gemeinden finanziert. Ziel ist die Entlastung finanzschwacher Haushalte, primär Familien mit Kindern. Wer kann Mietzinsbeiträge beantragen? Mietzinsbeiträge werden im Kanton Basel-Stadt an Familien mit Kindern, im Kanton Basel-Landschaft an Familien mit Kindern und AHV-/IVRentenberechtigte in bescheidenen finanziellen Verhältnissen ausgerichtet. Sie sind einkommens- und vermögensabhängig. Das Einkommen ist die Summe aller Einkünfte der im Haushalt wohnenden Personen. Mietzinsbeiträge können nur geleistet werden wenn keine finanziellen Leistungen der Sozialhilfe bezogen werden. Die Bedingungen zum Bezug der Mietzinsbeiträge sind kantonal bzw. kommunal geregelt. Basel-Stadt Das kantonale Gesetz und die dazugehörige Verordnung regelt die Voraussetzungen für alle Gemeinden des Kantons. Familien (mindestens ein Elternteil mit mindestens einem Kind) müssen folgende Bedingungen erfüllen um Mietzinsbeiträge beantragen zu können: Ein Elternteil, hat unmittelbar vor Antragstellung ununterbrochen während mindestens 5 Jahren im Kanton Basel-Stadt Wohnsitz, Die Zimmerzahl darf diejenige der Haushaltsmitglieder nicht übersteigen. Wohnt nur ein Elternteil mit einem Kind im Haushalt wird der Mietzinsbeitrag auch dann gewährt, wenn ein Zimmer mehr als Haushaltsmitglieder vorhanden ist. Basel-Landschaft Das kantonale Gesetzt regelt die Grundsätze zur Ausrichtung der Mietzinsbeiträge. Die konkrete Ausgestaltung und die Umsetzung wird jedoch den Gemeinden übertragen. Das hat zur Folge, dass je nach Wohnort leicht verschiedene Voraussetzungen und Berechnungsansätze angewendet werden und jede Gemeinde im Kanton Basel-Landschaft ihr eigenes Reglement hat. In der Regel müssen folgende Bedingungen erfüllt werden: Sämtliche Möglichkeiten zur Erzielung eines den persönlichen Verhältnissen entsprechenden Einkommens müssen ausgeschöpft sein. Dazu gehören Erwerbseinkommen, Leistungen der Sozialversicherungen, Prämienvergünstigungen, Stipendien, Alimenten. Familien und Alleinerziehende müssen mit mindestens einem minderjährigen oder in Ausbildung stehenden Kind im gleichen Haushalt leben. Der Wohnsitz muss seit mindestens 2 Jahren ununterbrochen im Kanton Baselland sein. Einige Gemeinden verlangen unter gewissen Umständen einen mindestens 2-jährigen Wohnsitz in ihrer Gemeinde. Die meisten Gemeinden setzen eine Höchstgrenze beim Vermögen fest. Wird diese überschritten besteht, unabhängig vom Einkommen unter Umständen kein Anspruch auf Mietzinsbeiträge. Besitzerinnen und Besitzer von Motorfahrzeugen haben keinen Anspruch auf Mietzinsbeiträge, wenn sie nicht nachweisen können, dass sie aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen auf das Fahrzeug angewiesen sind. Wenn auf ein Gesuch positiv eingetreten wird, werden die Beiträge in der Regel ab der Gesuchseinreichung bis höchstens zum Ende des aktuellen Kalenderjahr gewährt. Änderungen der Einkommenssituation müssen jeweils sofort der zuständigen Stelle gemeldet werden. 23 Anmeldung / Auskunft Basel-Stadt Ein Merkblatt und das Antragsformular können beim Amt für Sozialbeiträge bezogen werden. Da für einen eventuellen Mietzinsbeitrag die aktuellen Vermögens- und Einkommensverhältnisse massgebend sind, müssen die entsprechenden Beilagen dem Antrag beigelegt werden. Änderungen der persönlichen und finanziellen Verhältnissen sind dem ASB jeweils sofort mitzuteilen. Zudem gelten für die Beurteilung der Einzelfälle ausschliesslich die gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften. Basel-Landschaft Zuständig ist die Gemeindeverwaltung des Wohnortes. Diese kann Auskünfte zum Vorgehen bei einer Anmeldung und den nötigen Unterlagen geben und allenfalls weitere Fragen beantworten. Basel-Stadt Amt für Sozialbeiträge Grenzacherstrasse 62 Postfach 4005 Basel Tel. 061 267 87 11 Fax 061 267 86 44 [email protected] www.asb.bs.ch _Öffentliche Sozialhilfe 24 Basel-Landschaft Gemeindeverwaltung der Wohngemeinde Gemäss der Bundesverfassung, Art. 12, besteht in der Schweiz ein Recht auf Hilfe in Notlagen: Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Ziel der Sozialhilfe ist die Sicherung der Existenz bedürftiger Personen; Förderung ihrer wirtschaftlichen und persönlichen Selbstständigkeit; Gewährleistung ihrer sozialen und beruflichen Integration. Wer in eine Notsituation gerät, wird vom Sozialdienst der Wohngemeinde unterstützt. Es besteht ein Rechtsanspruch auf Hilfe im Rahmen der Um- stände des Einzelfalls und der örtlichen Verhältnisse. In den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft legen die jeweiligen Sozialhilfegesetze sowie die kantonalen Unterstützungsrichtlinien fest, was Sozialhilfe bedeutet. Wer kann Sozialhilfeleistungen/Unterstützung beantragen? Die öffentliche Sozialhilfe kann in Anspruch genommen werden, wenn alle Sozialversicherungsleistungen (AHV, IV, ALV usw.), alle anderen Versicherungsleistungen sowie andere Rechtsansprüche (zum Beispiel Alimente) ausgeschöpft sind und das Einkommen trotzdem nicht reicht. Anrecht auf Hilfe haben Personen mit Wohnsitz in den Kantonen BaselStadt oder Basel-Landschaft ungeachtet der Ursache ihrer Notlage. Welche Leistungen sind möglich? Die Sozialhilfe hilft Menschen in Notlagen durch Beratung, finanzielle Unterstützung und andere Dienstleistungen und ermöglicht ein menschenwürdiges Leben. Wie wird die finanzielle Hilfe berechnet? Die finanzielle Unterstützung bemisst sich am detailliert nachzuweisenden und geprüften Bedarf. Die Höhe wird individuell in einem Gespräch zwischen einer Beraterin oder einem Berater und der antragstellenden Person festgelegt. Als Grundlage gelten dabei die kantonalen Richtlinien oder Verordnungen. Der Entscheid liegt grundsätzlich bei der zuständigen Behörde. Zunächst wird das verfügbare Nettoeinkommen berechnet. Dazu gehören neben dem Erwerbseinkommen auch Versicherungsleistungen, Renten, Alimente, Stipendien und das Vermögen, das CHF 4'000.00 (Freibetrag für eine volljährige Einzelperson) übersteigt. Bei einem Antrag auf Sozialhilfe wird die Verwandtenunterstützungspflicht abgeklärt. Laut Gesetz können Grosseltern, Eltern und Kinder bei einer Notlage zu gegenseitiger finanzieller Hilfe verpflichtet werden. Besorgt eine unterstützte Person in einer Lebens- oder Wohngemeinschaft den Haushalt, so muss sie dafür von den Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern angemessen entschädigt werden. Nachträglich eingehende Einkommen, zum Beispiel Taggelder oder Renten aus Versicherungen, müssen zur Deckung der geleisteten Sozialhilfe abgetreten werden. Wer Leistungen der Sozialhilfe durch unwahre oder nicht vollständige Angaben erhält oder aus Erbschaft oder Lotteriegewinn in günstige finanzielle Verhältnisse gelangt, kann zur Rückerstattung der geleisteten Beiträge verpflichtet werden. Auch bei mangelnder Kooperation und ungenügenden Integrationsanstrengungen kann eine Leistungskürzung vorgenommen werden. Wer Sozialhilfe beansprucht, kann im Konfliktfall eine schriftliche Verfügung mit einer Rechtsmittelbelehrung verlangen, damit Beschwerden und Rekurse möglich sind. www.skos.ch www.sozialhilfe.bs.ch (>Sozialhilfe > Unterstützungsansätze) www.bl.ch (>bl.ch von A-Z >G >Gesetzessammlung >Soziale Sicherheit >Sozialhilfe >850.11) Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) Als individuelle Orientierungshilfe können die Richtlinien der SKOS dienen. Darin umfasst die materielle Grundsicherung alle in einem Privathaushalt notwendigen Ausgabenpositionen: den Grundbedarf für den Lebensunterhalt; die Wohnkosten (einschliesslich der unmittelbaren Nebenkosten); die Kosten für die medizinische Grundversorgung. Grundbedarf für den Lebensunterhalt (GBL): 25 Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt umfasst die folgenden Ausgabenpositionen: Nahrungsmittel/Getränke/Tabakwa-ren, Bekleidung/Schuhe, Energieverbrauch (Elektrizität, Gas etc.) ohne Wohnnebenkosten, laufende Haushaltsführung (Reinigung/Instandhaltung von Kleidern und Wohnung) inkl. Kehrichtgebühren, kleine Haushaltsgegenstände, Gesundheitspflege ohne Selbstbehalte und Franchisen (z.B. selbst gekaufte Medikamente), Verkehrsauslagen inkl. Halbtaxabo (öffentlicher Nahverkehr, U-Abo, Unterhalt Velo/Mofa), Nachrichtenübermittlung (z.B. Telefon, Post), Unterhaltung/Bildung (z.B. Konzession Radio/TV, Sport, Spielsachen, Zeitungen, Bücher, Schulkosten, Kino, Haustierhaltung), Körperpflege (z.B. Coiffeur, Toilettenartikel), persönliche Ausstattung (z.B. Schreibmaterial), auswärts eingenommene Getränke, übriges (z.B. Vereinsbeträge, kleine Geschenke). Haushaltsgrösse 1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 Personen 6 Personen 7 Personen 8 und mehr pro Person *Junge Erwachsene ohne Ausbildung Obdachlose Basel-Stadt * 986.00 1'509.00 1'834.00 2'110.00 2'386.00 2'662.00 2'938.00 + 276.00 Basel-Landschaft 1'077.00 1'650.00 2’008.00 2'305.00 2'579.00 2'853.00 3'127.00 + 274.00 754.50 754.50 825.00 Wohnkosten Basel-Stadt Für Mietzinse oder Mietzinsanteile exkl. Nebenkosten werden die effektiven Kosten übernommen, aber maximal die in den Unterstützungsrichtlinien festgehaltenen Beiträge. Wer in einer zu teuren Wohnung lebt, wird angehalten, eine günstigere zu suchen Haushaltsgrösse Kostengrenze 1 Person 700.00 2 Personen 1‘000.00 Alleinerziehende mit einem Kind zwischen dem 3.-16. Lebensjahr 1‘150.00 3-4 Personen 1'350.00 4-5 Personen 1'600.00 5 und mehr 2'000.00 Basel-Landschaft Die Sozialhilfebehörden teilen dem Amt die angemessenen Wohnungskosten in ihrer Gemeinde mit und aktualisieren die Angaben bei veränderten Verhältnissen. Jede Gemeinde legt die Beträge der Wohnungskosten selber fest. Die Sozialhilfebehörden der jeweiligen Wohngemeinde gibt über die Ansätze Auskunft Kosten für den medizinischen Grundbedarf Basel-Stadt Die Sozialhilfe übernimmt die Kosten von höchstens 90% der kantonalen Durchschnittsprämie für die Grundversicherung. Basel-Landschaft In der Regel werden die durchschnittlichen Monatsprämien der obligatorischen Grundversicherung der Krankenkasse gemäss KVG und der Selbstbehalt übernommen. 26 Zusätzliche Leistungen Einkommensfreibetrag und Anrechnung von Einkommen Basel-Stadt Auf Erwerbseinkommen (nicht auf Renten, Ersatzeinkommen, Stipendien, Vermögenserträge etc.) wird ein Freibetrag von einem Drittel des Nettoeinkommens, maximal CHF 400 pro erwerbstätige Person gewährt. Bei monatlichen Arbeitseinkommen unter CHF 150.00 erfolgt keine Anrechnung. Basel-Landschaft An Erwerbseinkommen wird ein fördernder Freibetrag von mind. CHF 100.- und höchstens CHF 400.- pro Person oder CHF 700.- pro Haushalt und Monat gewährt. Personen bis zum 20. Altersjahr und ohne eigenen Haushalt, welche neben der Ausbildung ein Erwerbseinkommen erzielen, werden davon zusätzlich einen Freibetrag von CHF 3‘000.- pro Jahr angerechnet. Für die Ausrichtung der Sozialhilfe sind die einzelnen Gemeinden zuständig. Integrationszulagen (IZU) Basel-Stadt Pro Monat wird eine Integrationszulage von CHF 100.00 ausgerichtet, wenn eine unterstützte Person an einem Programm/Projekt zur beruflichen oder sozialen Eingliederung teilnimmt - oder eine anerkannte Aus- oder Weiterbildung absolviert - oder eine andere unentgeltliche und regelmässige wiederkehrende gemeinnützige oder nachbarschaftliche Dienstleistung erbringt - oder sich der Pflege von Angehörigen widmet. Voraussetzung für die Auszahlung der Integrationszulage ist die Bestätigung dieser Aktivitäten durch eine hierfür qualifizierte Institution. Basel-Landschaft Der zusätzliche Beitrag für unterstützungsberechtigte Personen im Rahmen eines Eingliederungsangebots beträgt CHF 250 monatlich. Minimale Integrationszulage (MIZ) Nur Basel-Stadt Unterstützte, nicht erwerbstätige Personen über 16 Jahre, welche wegen ausgewiesenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht in der Lage sind, eine der oben erwähnten Leistungen zu erbringen, erhalten eine MIZ von CHF 100.00 pro Monat. Integrationszulage für allein Erziehende Nur Basel-Stadt Alleinerziehende Personen, die wegen Betreuungsaufgaben für ein oder mehrere eigene Kinder weder einer Erwerbstätigkeit, noch einer ausserfamiliären Integrationsaktivität nachgehen können, erhalten eine monatliche Integrationszulage von CHF 200 bis zum 3. Geburtstag des jüngsten Kindes. Sofern ein weiteres Kind noch nicht schulpflichtig ist, wird die Zulage bis zum Eintritt dieses Kindes in die Primarschule geleistet. Einkommensfreibeträge und / oder verschiedene Integrationszulagen können nicht kumuliert werden Anmeldung / Auskunft Basel-Stadt Basel Sozialhilfe der Stadt Basel Klybeckstrasse 15 Bei der Anmeldung bitte genau erfragen, welche Unterlagen mitzubringen sind. Basel-Landschaft Riehen Sozialhilfe der Gemeinde Riehen Wettsteinstrasse 1 Kantonales Sozialamt Gestadeckplatz 8 27 Postfach 4007 Basel Tel. 061 685 16 00 Fax 061 685 16 03 [email protected] www.sozialhilfe.bs.ch 4125 Riehen Tel. 061 646 81 30 Fax 061 646 81 32 [email protected] www.riehen.ch 4410 Liestal Tel. 061 552 56 45 www.bl.ch Bettingen Gemeindeverwaltung Bettingen Sozialhilfe Talweg 2 Postfach 112 4126 Bettingen Tel. 061 606 99 99 Fax 061 606 99 98 www.bettingen.ch _Ausbildungsbeiträge Das Stipendienwesen in der Schweiz ist kantonal organisiert. Welcher Kanton zuständig ist, ergibt sich aus dem stipendienrechtlichen Wohnsitz: Personen in Erstausbildung haben stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton, in dem ihre Eltern zivilrechtlichen Wohnsitz haben Personen mit abgeschlossener Erstausbildung erwerben stipendienrechtlichen Wohnsitz in einem Kanton, wenn sie in diesem vor Beginn der geplanten Ausbildung ununterbrochen während zweier Jahre ihren zivilrechtlichen Wohnsitz hatten, dabei aufgrund eigener Erwerbstätigkeit finanziell unabhängig waren und nicht in Ausbildung standen. Stipendien sind einmalige oder wiederkehrende staatliche Geldleistungen an Aus- oder Weiterbildungen, die bei einem normalen Ausbildungsverlauf nicht zurückbezahlt werden müssen. Darlehen sind einmalige oder wiederkehrende Ausbildungsbeiträge, die nach Abschluss der Ausbildung zurückbezahlt werden müssen. Darlehen sind während der Ausbildung zinsfrei, danach wird ein Zins darauf erhoben und sie müssen innerhalb einer bestimmten Frist zurückbezahlt werden. Wer kann Stipendien/Darlehen beantragen? Ausbildungsbeiträge können von Schweizerinnen und Schweizer, Ausländerinnen und Ausländer mit Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) beantragt werden. Ausländer und Ausländerinnen die seit 5 Jahren (bzw. EFTA/EU-Bürger 2 Jahre), eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) besitzen, sowie in der Schweiz anerkannte und wohnhafte Flüchtlinge und Staatenlose, können ebenso Ausbildungsbeiträge beantragen. Bewerberinnen und Bewerber müssen unter anderem stipendienrechtlichen Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt oder Basel-Landschaft haben, in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben (gilt auch für die Familie), eine staatlich anerkannte Ausbildung anstreben. Für welche Ausbildung kann ein Gesuch eingereicht werden? Grundsätzlich gilt, dass nur Ausbildungen nach Erfüllen der Schulpflicht stipendienberechtigt sind. Basel-Stadt Ausbildungen, die zum Bezug von Ausbildungsbeiträgen berechtigen sind WBS II, Verkehrsschule, Handelsmittelschule, Fachmittelschule, Übergangsklasse zum Gymnasium und die 3. Klasse des Gymnasiums - oder Beginn der Berufslehre - oder Besuch der höheren Schulen, der Fachhochschulen, der Eidgenössisch Technischen Hochschulen und der Universität - oder auf eine Erstausbildung aufbauende Weiterbildung. 28 Stipendien für Zweitausbildungen sind prinzipiell möglich, aber es besteht darauf kein Rechtsanspruch. Basel-Landschaft Ausbildungen, die zum Bezug von Ausbildungsbeiträgen berechtigen, sind als Vorbildung Schulen und Lehrgänge nach der obligatorischen Schulzeit, die auf eine nachfolgende Hauptausbildung vorbereiten oder die Erstausbildung, die Vorbildung miteingeschlossen, in Schulen und Lehrgängen nach der obligatorischen Schulzeit zur Erreichung eines vom Bund oder vom Kanton anerkannten Berufsziels - oder die Weiterbildung in anerkannten Ausbildungsstätten und -gängen, um eine höhere Stufe im erlernten Berufsfeld zu erreiche, sofern diese Weiterbildung nicht durch andere Institutionen finanziert werden kann - oder die Zweitausbildung aus wirtschaftlichen, gesundheitlichen oder anderen achtenswerten Gründen nach abgeschlossener Erstausbildung oder die Umschulung, wenn durch besondere Gründe der angestammte Beruf nicht mehr ausgeübt und die Umschulung nicht durch andere Institutionen finanziert werden kann. Für die Beantragung von Darlehen gelten prinzipiell die gleichen Bedingungen wie für Stipendien. Während der Ausbildung werden die Zinsen vom Kanton übernommen. Bei Abschluss oder Abbruch der Aus- oder Weiterbildung beginnt die Verzinsung der Kapitalschuld. Die Darlehen werden zu einem vom Regierungsrat festgesetzten Zinsfuss verzinst. Neben den kantonalen Ausbildungsbeiträgen können allenfalls auch Stipendienfonds der Ausbildungsstätten oder von privaten Stiftungen angefragt werden. Basel-Stadt Das offizielle Anmeldeformular kann telefonisch oder persönlich beim Amt für Ausbildungsbeiträge angefordert werden. Bei Unsicherheit soll man sich persönlich am Informationsschalter oder telefonisch informieren. Die Wegleitung gibt grundlegende Informationen. Basel-Landschaft Die Anmeldung erfolgt mit telefonischem Kontakt während den Bürozeiten mit dem Amt für Berufsbildung und Berufsberatung. Genauere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Kantons Basel-Landschaft. Anmeldung / Auskunft / Unterlagen zur Anmeldung Basel-Stadt Amt für Ausbildungsbeiträge Holbeinstrasse 50 4001 Basel Tel 061 201 31 81 [email protected] www.ed-bs.ch/bildung Basel-Landschaft Ausbildungsbeiträge BL des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung Rosenstrasse 25 4010 Liestal Tel. 061 522 79 99 [email protected] www.baselland.ch _Opferhilfe Die Opferhilfe ist eine Leistung der öffentlichen Hand. Sie wird durch diese finanziert. Ziel ist die Vermittlung und/oder Leistung von umfassender Hilfe an Opfer von Straftaten und deren Angehörige. Opfern einer Straftat wird empfohlen, sich mit einer der anerkannten Opferhilfe-Beratungsstellen in Verbindung zu setzen. Nebst Beratung, Information und Unterstützung findet man dort Verständnis für die belas- 29 tende Situation und wird mit Fragen und Anliegen ernst genommen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstellen unterstehen einer gesetzlichen Schweigepflicht. Bei allen Stellen besteht auch die Möglichkeit einer anonymen Beratung. Wer kann Leistungen der Opferhilfe beantragen? Anspruch auf Leistungen haben Personen, die körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt ausgesetzt waren die verletzt, überfallen oder beraubt wurden die Opfer eines schweren (Verkehrs-)Unfalles wurden die in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtig wurden Ehegatten, Kinder, Eltern sowie andere enge Bezugspersonen werden dem Opfer gleichgestellt. Der Anspruch auf Beratung der Opferhilfeberatungsstellen ist unabhängig davon: wie lange die Tat zurückliegt; respektive, ob sie noch andauert; ob eine Anzeige gemacht wurde; ob der Täter ermittelt worden ist, und ob er sich schuldhaft verhalten hat. Welche Leistungen sind möglich? Die Opferhilfeberatungsstellen bieten Beratung und Informationen über die Hilfe für Opfer Hilfe in Krisensituationen Begleitung zur Anzeige bei der Polizei, zu Einvernahmen bei der Staatsanwaltschaft und zur Gerichtsverhandlung Leistung und Vermittlung medizinischer, psychologischer, sozialer, materieller und juristischer Hilfe (zum Beispiel: Vermittlung von Anwältinnen oder Anwälten, Therapeutinnen oder Therapeuten) Unterstützung bei der eventuellen Geltendmachung von Entschädigungs- und Genugtuungsforderungen. Unter gewissen Umständen ist finanzielle Hilfe möglich: Entschädigungen für Schaden der durch die erlittenen Straftat entstanden ist, falls das Einkommen unter einem bestimmten Betrag liegt. Genugtuungsleistungen für erlittenes schweres Unrecht. Diese werden unabhängig von den finanziellen Verhältnissen ausgerichtet. Die Beratungsstellen leisten Hilfe sofort oder, wenn nötig, über längere Zeit. Die Leistungen der Beratungsstelle sowie die von ihnen vermittelte Soforthilfe Dritter sind unentgeltlich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Opferhilfeberatungsstellen unterstehen der Schweigepflicht. Die Frist zur Geltendmachung von Entschädigungs- und Genugtuungsforderungen an den Kanton läuft zwei Jahre nach der Tat ab. Sie werden nur geleistet, wenn keine anderen Kostenträger, wie z.B. Krankenkasse, Versicherungen, Täterin oder Täter, dafür aufkommt. Grundsätzlich ist es möglich finanzielle Forderungen direkt und ohne Inanspruchnahme der Beratung durch eine der Opferhilfestellen, an die kantonale Entschädigungs- und Genugtuungsbehörde zu stellen. Adressen Anmeldung / Auskunft Beratungsstelle Opferhilfe beider Basel Steinenring 53 30 Für Entschädigungs- und Genugtuungsforderungen sind folgende drei Abteilungen zuständig. Neben Informationen ist im Internet das Gesuchsformular für Entschädigung und Genugtuung nach Opferhilfe abrufbar: Einreichen des Gesuchs: Basel-Stadt Amt für Sozialbeiträge Rechtsdienst Postfach Basel-Landschaft Sicherheitsdirektion Rathausstr. 2 4410 Liestal 4051 Basel Tel. 061 205 09 10 Fax 061 205 09 11 [email protected] www.opferhilfebeiderbasel.ch 4005 Basel 31 _3 Kirchliche und private Beratungs- und Hilfsstellen _Caritas beider Basel Caritas beider Basel ist als eigenständiges katholisches Hilfswerk Mitglied des nationalen Caritas-Verbandes und wird von der katholischen Kirche der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft mitgetragen. Caritas beider Basel leistet praktische Hilfe für den Mitmenschen aus einer christlichen Grundhaltung heraus, plant und entwickelt karitative Projekte und sensibilisiert die Öffentlichkeit für soziale Not und Ausgrenzung. Die Mitarbeitenden der Ökumenischen Sozialberatung helfen Menschen bei persönlichen und materiellen Problemen: Sie beraten in Armutsfragen und bei migrationsspezifischen Themen, vernetzen zu amtlichen Stellen und stehen den Rat Suchenden im Falle von administrativen Problemen bei. Wer wird unterstützt? Die Ökumenische Sozialberatung der Caritas beider Basel berät und unterstützt Menschen nach klar definierten Richtlinien. Wo sinnvoll, werden Rat Suchende an spezialisierte Stellen weitergeleitet. Wer längerfristige finanzielle Unterstützung benötigt, wird an die zuständige Öffentliche Sozialhilfe verwiesen. Welche Hilfe ist möglich? Bei finanziellen Schwierigkeiten hilft die Sozialberatung der Caritas beider Basel beim Erfassen der Situation. Sie informiert Rat Suchende über das breite Angebot sozialer Dienstleistungen in den beiden Basel und prüft in Notlagen die Ausrichtung einmaliger Überbrückungshilfe. Durch Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wird versucht, Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Die Sozialberatung vermittelt auch an die von Caritas beider Basel mitgetragene Fachstelle für Budget- und Schuldenfragen 'Plusminus'. Caritas beider Basel führt ausserdem einen Kleiderladen, wo modische Secondhand-Bekleidung, gut erhaltene Schuhe, Bettwäsche und Schmuck sowie den Lebensmittelladen Caritas-Markt, wo Nahrungsmittel zu günstigen Preisen erhältlich sind. Im Stadtführer für das kleine Budget sind Adressen aufgelistet, welche Möglichkeiten zu günstigem Einkauf und Ausgang bieten. Mit der KulturLegi beider Basel erhalten Personen mit wenig Einkommen vergünstigten Zugang zu Angeboten aus den Bereichen Kultur, Bildung, Gesundheit, Sport und Freizeit. Caritas beider Basel vermittelt Patinnen und Paten, welche mit Kindern aus Familien in Not einen bis zwei Nachmittage pro Monat verbringen. Schliesslich erstellt und verkauft Caritas beider Basel ein Verzeichnis der Stiftungen und Fonds, welche Personen in finanziellen Notlagen unterstützen können. Anmeldung / Auskunft Caritas beider Basel Lindenberg 20 4058 Basel Tel. 061 691 55 55 [email protected] www.caritas-beider-basel.ch Offene Sprechstunde: Montag-Freitag 09.30-11.30 Uhr 32 Secondhand-Kleiderladen Lindenberg 18/20 4058 Basel Tel. 061 685 97 17 [email protected] www.caritas-beider-basel.ch Öffnungszeiten: Montag-Freitag 09.00-12.00 13.30-18.00 Uhr Caritas-Markt Ochsengasse 12 4058 Basel Tel. 061 681 49 16 [email protected] www.caritas-beider-basel.ch Öffnungszeiten: Montag-Freitag 14.00-17.30 Uhr Samstag 09.00-12.00 Uhr _Sozialdienste der Pfarreien und Kirchgemeinden Pfarreien und Kirchgemeinden haben zum Teil eigene Sozialdienste, die unterschiedlich organisiert sind. Wer wird unterstützt? Grundsätzlich stehen die Einrichtungen allen Gemeindemitgliedern offen. Basel-Stadt Im Kanton Basel-Stadt werden Mitglieder der Pfarrei oder der Kirchgemeinde beraten. Die Zugehörigkeit ist dem Strassenverzeichnis zu entnehmen. Basel-Landschaft Falls die Pfarrei der Römisch Katholischen Kirche einen Sozialdienst anbietet werden alle Einwohnerinnen und Einwohner der jeweiligen politischen Gemeinde von diesem Sozialdienst beraten. www.kirche-heute.ch www.caritas-beider-basel.ch Welche Hilfe ist möglich? Sozialdienste der Pfarreien und Kirchgemeinden bieten umfassende Sozialberatungen an. Sie helfen auch, den Kontakt zu öffentlichen Hilfsstellen und zu Einrichtungen der Sozialversicherungen herzustellen. In Notlagen leisten sie Überbrückungshilfen aus kircheneigenen Mitteln oder anderen Fonds und Stiftungen. Die Adressen der Sozialdienste der Pfarreien und Kirchgemeinden stehen im Telefonbuch unter „Kirche“ oder in Publikationen der Pfarreien („Kirche heute“) und Kirchgemeinden („Kirchenbote“). Caritas beider Basel führt auf ihrer Homepage im Strassenverzeichnis eine Liste mit den Sozialdiensten der Pfarreien und Kirchgemeinden. Der Kontakt kann auch über das zuständige Pfarramt oder die Kirchgemeinde hergestellt werden. Es empfiehlt sich, telefonisch einen Termin zu vereinbaren Anmeldung / Auskunft Basel-Stadt www.rkk-bs.ch www.erk-bs.ch Basel-Landschaft www.kathbl.ch www.refbl.ch _Pro Juventute Pro Juventute ist eine private Stiftung, die sich für die Bedürfnisse und Rechte von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in der Schweiz einsetzt. Sie sieht den Schwerpunkt ihrer Arbeit in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Armut. Pro Juventute fördert Kinder in ihrem Umfeld, hilft in Notsituationen und setzt sich für bessere gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein. Wer wird unterstützt? Pro Juventute unterstützt in der Schweiz lebende Kinder und Jugendliche. Ansprechpartner für Pro Juventute sind je nach Hilfeleistung die Eltern oder direkt die Kinder und Jugendlichen (z.B. Ferienpässe, Telefonhilfe 147, tschau.ch). Welche Hilfe ist möglich? Pro Juventute unterstützt Witwen oder Witwer mit Kindern und Waisen in finanzieller Not als Ergänzung zu den gesetzlichen Leistungen des Bundes und der Kantone. Mit dem Basler Göttibatze werden Kinder anonym in den Bereichen Sport, Musik und Freizeit allgemein unterstützt. Anmeldung / Auskunft www.projuventute-bb.ch Pro Juventute beider Basel Schlüsselberg 15 Postfach 4001 Basel [email protected] www.projuventute-bb.ch Telefonzeiten Infostelle 33 Tel. 061 261 22 18 _Pro Senectute Montag/Mittwoch 09.00-12.00 Uhr Pro Senectute ist eine private Stiftung, die sich für ältere Menschen und ihre Angehörigen einsetzt. Sie berät, informiert und vermittelt bei Fragen rund ums Älterwerden. Wer wird unterstützt? Die Dienstleistungen richten sich an Menschen ab 60 Jahren sowie an deren Angehörigen. Zur Ausrichtung von finanzieller Hilfe muss das AHV-Alter erreicht sein. Je nach Kanton und Aufenthaltsstatus müssen weitere Bedingungen erfüllt sein. Welche Hilfe ist möglich? Pro Senectute kann in vorübergehenden Notlagen einmalige Geldleistungen ausrichten. Möglich ist auch die Finanzierung von Sachleistungen sowie Hilfsmitteln oder Gegenständen des persönlichen Bedarfs. Die Höhe der Beiträge wird jährlich neu festgesetzt, und es besteht kein klagbarer Anspruch darauf. Neben individueller Finanzhilfe gehören Sozialberatung und Dienstleistungen wie Treuhand- und Steuererklärungsdienst, Wohnberatung, Umzugsdienst sowie diverse Kursangebote im Sport- und Bildungsbereich dazu. Gesuche können von den Betroffenen direkt und persönlich bei Pro Senectute oder über eine anerkannte Beratungsstelle eingereicht werden. Anmeldung / Auskunft www.bb.pro-senectute.ch _Pro Infirmis 34 Pro Senectute beider Basel Luftgässlein 3 4010 Basel Tel. 061 206 44 44 [email protected] www.bb.pro-senectute.ch Telefonzeiten Infostelle Montag-Freitag 08.00-12.00 Uhr 14.00-17.00 Uhr Pro Infirmis bietet Menschen mit einer Behinderung bei persönlichen, familiären, finanziellen und anderen Problemen Sozialberatung an. Bei finanziellen Problemen kann Pro Infirmis Beiträge aus den von ihr treuhänderisch verwalteten Bundesgeldern 'Finanzielle Leistungen an Behinderte' (FLB-Fonds) oder aus dem Pro Infirmis eigenen Fonds entrichten. Wer wird unterstützt? Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis zum AHV-Alter, mit Wohnsitz in einem der beiden Kantone mit folgenden Behinderungen: Geistige Behinderung Körperbehinderung Epilepsie Schwerhörigkeit Sprachbehinderung Hirnverletzung Mehrfachbehinderung Im Kanton Basel-Landschaft zusätzlich Sehbehinderung Psychische Behinderung Diese Aufgabe wird im Kanton Basel-Stadt von spezialisierten Stellen wahrgenommen (Seite 56). Welche Hilfe ist möglich? Finanzielle Hilfen werden zur Behebung einer vorübergehenden Notlage ausgerichtet. Es können auch Sachleistungen, wie zum Beispiel Hilfsmittel zur Förderung und Erhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, und Dienstleistungen, wie Haushaltshilfe oder Hauspflege, finanziert werden. Anmeldung / Auskunft www.proinfirmis.ch Auskunft über das Vorgehen erteilen die Beratungsstellen. Gesuche für FLB-Beiträge können auch durch andere Sozialberatungsstellen eingereicht werden. Andere Unterstützungen werden nur im direkten Kontakt zur Pro Infirmis vermittelt. Auf die Leistungen besteht kein klagbarer Anspruch. Basel-Stadt Pro Infirmis Basel-Stadt Bachlettenstrasse 12 4054 Basel Tel. 061 225 98 60 Fax 061 225 98 65 [email protected] www.proinfirmis.ch Basel-Landschaft Im Kanton Basel-Landschaft führt die Stiftung Mosaik als Partnerorganisation von Pro Infirmis Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung. _Beratungsstellen bei Behinderung oder Krankheit Zusätzlich zur Pro Infirmis und Stiftung Mosaik gibt es weitere Institutionen, die Beratung bei bestimmten Krankheiten und/ oder Behinderungen und deren Folgen anbieten. Stiftung Mosaik Hohenrainstrasse 12c 4133 Pratteln Tel. 058 775 28 00 Fax 058 775 28 01 [email protected] www.stiftungmosaik.ch Wer wird unterstützt? Personen mit gesundheitlichen Problemen oder Behinderungen können sich an die entsprechenden Beratungsstellen wenden. Welche Hilfe ist möglich? Die Beratungsstellen bieten meist umfassende Sozialberatung zum Umgang mit der Krankheit oder Behinderung an. Sie beraten und unterstützen in Fällen, in denen Ansprüche bei den Sozialversicherungen geltend gemacht werden können (zum Beispiel IV-Anträge). Bei krankheits- oder behinderungsbedingten Kosten, die weder durch die Sozialversicherun35 gen noch durch andere Versicherungen abgedeckt werden, leisten oder vermitteln die Beratungsstellen Überbrückungshilfen. Anmeldung / Auskunft www.behindertenforum.ch Beide Basel Geschäftsstelle Behindertenforum Bachlettenstrasse 12 CH-4054 Basel Tel. 061 205 29 29 Fax 061 205 29 28 [email protected] www.behindertenforum.ch Bürozeiten Montag–Freitag 12.00 Uhr 09.00– Basel-Stadt Hier findet sich nur eine Auswahl von Beratungsstellen in den beiden Basel. Spezialärztinnen und -ärzte können weitere Adressen vermitteln. Aidshilfe beider Basel Clarastrasse 4 4058 Basel [email protected] www.ahbb.ch Procap Nordwestschweiz Beratungsstelle St-Jakobs-Strasse 40 Postfach 3854 4002 Basel Tel. 0848 776 227 Fax 061 685 93 60 [email protected] www.procap.ch Rheumaliga beider Basel Beratung Mittlere Strasse 35 4056 Basel Tel. 061 269 99 50 Fax 061 269 99 59 [email protected] www.rheumaliga.ch/blbs Schweiz. Blinden- und Sehbehindertenverband Sehberatungsstelle Basel St. Galler-Ring 79 4055 Basel Tel. 061 307 91 00 Fax 061 307 91 07 [email protected] www.sbv-fsa.ch Stiftung Rheinleben Beratungsstelle Clarastrasse 6 4058 Basel Tel. 061 686 92 20 [email protected] www.rheinleben.ch Sehbehindertenhilfe Basel Beratung und Rehabilitation Zürcherstrasse 149 4052 Basel Tel. 061 564 04 04 [email protected] www.sbh-basel.ch Krebsliga beider Basel Mittlere Strasse 35 4056 Basel Tel. 061 319 99 88 Fax 061 319 99 89 [email protected] www.klbb.ch Lungenliga beider Basel Sozialberatung Basel Mittlere Strasse 35 4056 Basel Tel. 061 269 99 66 Fax 061 269 99 60 [email protected] www.llbb.ch Basel-Landschaft Lungenliga beider Basel Kanonengasse 33 4410 Liestal Tel. 061 927 91 22 Fax 061 927 91 29 [email protected] www.llbb.ch _Sozialdienste der Spitäler und Polikliniken Viele Spitäler und Polikliniken verfügen über einen Sozialdienst für ihre Patientinnen und Patienten. 36 Welche Hilfe ist möglich? Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beraten Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige bei Fragen in Zusammenhang mit der Krankheit, bei persönlichen, beruflichen und familiären Schwierigkeiten, in rechtlichen Fragen sowie bei finanziellen Problemen (zum Beispiel Vermittlung von Überbrückungshilfen, Budget- und Schuldenberatung). Die Sozialdienste arbeiten mit den Ärztinnen und Ärzten, dem Pflegepersonal sowie mit anderen Institutionen zusammen. Anmeldung / Auskunft Auskunft erhält man bei der Pflege oder direkt beim Sozialdienst des jeweiligen Spitals. _ Betriebliche Sozialdienste Einige grosse Firmen haben eigene, betriebsinterne Sozialberatungen. Sie beraten die Mitarbeitenden, deren Angehörige sowie die Pensionierten. Die Sozialberatungsstellen behandeln die Anliegen vertraulich. Einzelne Firmen bieten ihren Mitarbeitenden Beratung ausserhalb des eigenen Betriebes an. Welche Hilfe ist möglich? Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bieten Hilfe bei finanziellen Engpässen (Budgetberatung, Schuldensanierung und allenfalls Überbrückungshilfen), beraten bei persönlichen, beruflichen und familiären Schwierigkeiten sowie bei langandauernder Krankheit oder vermitteln an spezialisierte Institutionen weiter. Anmeldung / Auskunft Adressen und Telefonnummern der zuständigen Sozialberatungen erhält man über den Personaldienst. _Winterhilfe Hauptzweck der Winterhilfe Schweiz und ihrer Kantonalorganisationen ist die Linderung der Auswirkungen der Armut und die Überbrückung von Notlagen in der Schweiz durch die Leistung von Einzelhilfen an Personen, welche aus finanziellen, sozialen oder anderen Gründen unterstützungsbedürftig sind. Nicht nur wirtschaftliche Probleme im engeren Sinn, sondern auch andere Formen von menschlicher Not können Hilfeleistungen begründen. In erster Linie will die Winterhilfe dringliche Notlagen mit punktuellen Unterstützungsleistungen wirksam überbrücken oder knappe Haushaltsbudgets gezielt entlasten. Daneben strebt die Winterhilfe eine nachhaltige Hilfe an. Die Unterstützungsleistungen sollen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe die Situation der Gesuchsstellenden längerfristig verbessern und dem Entstehen von erneuten Notlagen vorbeugen. Wer wird unterstützt? Unterstützt werden Einzelpersonen, Familien sowie familienähnliche Gemeinschaften. Hilfe erhalten in der Regel Personen, welche nahe am 37 sozialen Existenzminimum leben, nicht von der Sozialhilfe unterstützt werden und schon mehrere Jahre in der Schweiz leben. Welche Hilfe ist möglich? Die Einzelhilfe kann in einer finanziellen Zuwendung, der Übernahme einer Rechnung, in Einkaufsgutscheinen (Lebensmittel), in Sachleistungen (Betten, Kleider, Schuhe), in Naturalien, in der Vermittlung von Gratisferien oder in Beratung bestehen. Je nach Verhältnissen können verschiedene Hilfeleistungen kombiniert werden. Mit Unterstützung der Schweizer Reisekasse (Reka) vermittelt die Winterhilfe Gratisferien an Alleinerziehende oder Familien, deren Einkommen trotz regelmässiger Erwerbstätigkeit für Ferien nicht ausreicht. Die Reka übernimmt die Finanzierung und Organisation der Ferienaufenthalte (keine Winterferien). Anmeldung / Auskunft Wenn man die Hilfe der Winterhilfe beanspruchen möchte wendet man sich an die Stelle des Wohnkantons. Basel-Stadt Winterhilfe Basel-Stadt Geschäftsstelle Claramattweg 8 4051 Basel Tel. 061 261 30 61 Fax 061 261 30 62 [email protected] www.winterhilfe-bs.ch _Schweizerisches Rotes Kreuz Basel-Landschaft Winterhilfe Basel-Land Geschäftsstelle Postfach 624 4242 Laufen Tel. 061 781 14 81 [email protected] www.winterhilfe.ch Das Schweizerische Rote Kreuz bietet der Bevölkerung eine Vielzahl von Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Gesundheitswesen, Sozialwesen und allgemeine Lebenshilfe. Wer wird unterstützt? Das Dienstleistungsangebot richtet sich an Personen jeglichen Alters, die sich in unterschiedlichen Lebenssituationen befinden: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien, Alleinerziehende, Betagte, Migrantinnen und Migranten, etc. Wegleitend sind dabei die sieben Rotkreuz Grundsätze Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. 38 Welche Hilfe ist möglich? Die beiden rechtlich unabhängigen Vereine Schweizerisches Rotes Kreuz Basel-Stadt und Rotes Kreuz Baselland bieten unter anderem einen Hütedienst für kranke Kinder berufstätiger Eltern und Entlastung für Familien mit Kindern unter 12 Jahren bei denen die Erziehungsperson erkrankt oder verunfallt ist, bzw. sich in einer momentanen Überforderungssituation befindet. Behinderte Kinder werden kurzoder langfristig gehütet. Die Tarife sind einkommensabhängig. Familienentlastung für Familien mit Kindern bis 12 Jahren, in denen die Erziehungsperson verunfallt, körperlich/psychisch erkrankt ist. Das SRK kümmert sich um die Kinderbetreuung und die abgesprochenen Arbeiten im Haushalt. Es wird tatkräftige Hilfe und Unterstützung bei der Planung und Durchführung eines gewöhnlichen Tagesablaufes angeboten. Besteht eine Isolation der Erziehungsperson aus Gründen der Fremdsprachigkeit, ist der Beizug einer Dolmetscherin vorgesehen. Betreuung für Alleinstehende, behinderte und kranke Menschen aller Altersgruppen. Zur Entlastung von: Angehörige von betagten Personen, behinderten Kindern, Demenzkranken, Pflegepatienten etc. Vermittlung von SRK-Mitarbeiterinnen und SRK-Mitarbeitern, welche die Betroffenen im Alltag begleiten, betreuen und unterstützen. eine Babysitterinnen- oder Babysitter-Vermittlung mit moderater Stun- denlohnentschädigung. In Basel-Stadt haben nur Mitglieder Zugang zu diesem Angebot, in Basel-Landschaft ist es allen Kantonseinwohnenden zugänglich. Über den jeweiligen Rotkreuz-Kantonalverband (oder eine andere Sozialberatungsstelle) kann für Personen mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ein Gesuch um einmalige finanzielle Unterstützung an das Schweizerischen Rote Kreuz gestellt werden. Diese dient zur Begleichung von medizinisch notwendigen Gesundheitskosten, die nicht aus eigenen Mitteln beglichen werden können und für die keine Versicherung aufkommt. Basel-Stadt Das Schweizerische Rote Kreuz Basel-Stadt führt zwei Secondhand Läden, die allen Interessierten offen stehen. Am Standort Kleinhüningerstrasse 165 können armutsbetroffene Personen, die ihren Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt haben gratis Kleider beziehen. Dazu brauchen sie eine Bestätigung einer anerkannten Beratungsstelle. Am selben Standort existiert das Angebot „Hinterhof 165“. In diesem Treffpunkt gibt es auch ein Nähatelier in dem Einwohnerinnen des Kanton Basel-Stadt eigene Kleider abändern oder gegen Bezahlung abändern lassen können. Basel-Landschaft Das Rote Kreuz Baselland leistet auf Gesuch hin einmalige Überbrückungshilfen an Einzelpersonen und Familien in finanziell bescheidenen Verhältnissen im Kanton Baselland. Dies kann ein einmaliger Beitrag für Einzelhilfe sein oder eine Unterstützung beim Bezug von Dienstleistungen. Anmeldung / Auskunft / Basel-Stadt Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Basel-Stadt Bruderholzstrasse 20 4053 Basel Tel. 061 319 56 56 Fax 061 319 56 57 [email protected] www.srk-basel.ch Schweizerisches Rotes Kreuz Rotkreuzladen Gundeldingen Bruderholzstrasse 20 4053 Basel Tel. 061 319 56 70 [email protected] Schweizerisches Rotes Kreuz «Hinterhof 165» Kleinhüningerstrasse 165 4057 Basel Tel. 061 632 02 24 [email protected] Schweizerisches Rotes Kreuz Rotkreuzladen Kleinhüningen Kleinhüningerstrasse 167 4057 Basel Tel. 061 632 02 25 [email protected] _ Frauenbera tungsstellen Für Frauen gibt es verschiedene spezialisierte Beratungsstellen. Basel-Landschaft Rotes Kreuz Baselland Fichtenstrasse 17 4410 Liestal Tel. 061 905 82 00 Fax 061 905 82 04 [email protected] www.srk-baselland.ch Welche Hilfe ist möglich? Die Sozialarbeiterinnen beraten und begleiten Frauen in Krisensituationen, bei Beziehungskonflikten, Scheidung/Tren-nung, Schwangerschaft/Mutterschaft, sozialversicherungsrechtlichen Fragen und finanziellen Problemen. Bei ihrer Beratungsarbeit gehen sie von den Grundsätzen der Freiwilligkeit, der Hilfe zur Selbsthilfe und der Parteilichkeit für Frauen aus. Anmeldung / Auskunft Basel-Stadt Basel-Landschaft 39 www.frauenhandbuch.ch familiea Frauenberatung mit Rechtsberatung Gerbergasse 14 4051 Basel Tel. 061 260 92 80 [email protected] www.familea.ch Beratungsstelle für Frauen KFB Birmannsgasse 34 4055 Basel Tel. 061 272 35 39 [email protected] www.frauenbund-basel.ch Öffnungszeiten Dienstag 09.00-17.00 Uhr Donnerstag 09.00-12.00 Uhr Übrige Zeit Telefonbeantworter _Beratungsstellen für Familien Die Beratungsstellen für Familien sind in der Regel konfessionell sowie politisch neutral und bieten eine polyvalente Beratung. Welche Hilfe ist möglich? Beide Basel Das eifam Infobüro konzentriert sich als Erstberatungs- und Kompetenzstelle auf Kernfragen von Alleinerziehenden. Ihre Ziele sind unter anderem die Erhaltung und Förderung der Selbsthilfe, die Erleichterung des Alleinerziehens und die Vermittlung der Übersicht über das Angebot anderer spezialisierter Beratungsstellen. Das eifam Infobüro arbeitet niederschwellig, ressourcenorientiert, präventiv, nachhaltig, vernetzend und parteilich. Die Beratungen finden telefonisch statt. Basel-Stadt Die Familien-, Paar- und Erziehungsberatung bietet Hilfe für Familien und Familienmitglieder bei sozialen, psychischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Problemen sowie Beziehungsschwierigkeiten an. Die Beratungsstelle arbeitet interdisziplinär (Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Psychologinnen und Psychologen). Basel-Landschaft Die Beratungsstelle für Schwangerschafts- und Beziehungsfragen bietet umfassende und unentgeltliche Beratung zu Fragen und Problemen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt, Sexualität. Neben Beratungsgesprächen und Informationsvermittlung kann die Stelle auch einmalige finanzielle Hilfen vermitteln. Ausserdem bietet die Stelle auch Beratungen bei Beziehungsfragen und 40 -konflikten. Diese Beratungen sind kostenpflichtig. Die Höhe der Kosten richtet sich nach dem Steuerbaren Einkommen. Anmeldung / Auskunft Beide Basel eifam Infobüro Tel. 061 333 33 93 [email protected] www.eifam.ch _Schuldenberatungsstel len Basel-Stadt Familien-, Paar- und Erziehungsberatung Greifengasse 23 Postfach 189 4005 Basel Tel. 061 686 68 68 Fax 061 686 68 69 [email protected] www.fabe.ch Basel-Landschaft Beratungsstelle für Schwangerschaftsund Beziehungsfragen Rathausstrasse 6 4410 Liestal Tel. 061 921 60 13 [email protected] www.bsb-bl.ch Beratungsstelle für Schwangerschaftsund Beziehungsfragen Hauptstrasse 85a 4102 Binningen Tel. 061 413 24 00 [email protected] www.bsb-bl.ch Grundsätzlich bieten die meisten in dieser online Broschüre genannten Stellen Beratungen zu Fragen rund um Schulden. In beiden Kantonen gibt es jedoch auch eine Fachstelle, an die sich Personen wenden können, die im jeweiligen Kanton wohnen und die noch keinen Kontakt zu einer anderen Beratungsstelle haben. Wer wird unterstützt? Die beiden Fachstellen beraten neben Betroffenen auch Behörden und sozial Tätige. Welche Hilfe ist möglich? Bei einer Schuldenberatung werden nicht die Schulden übernommen. Betroffene erhalten jedoch eine Übersicht über ihre finanzielle Situation sowie Informationen zu möglichen Vorgehensweisen. So wird gemeinsam ein Budget erarbeitet und, wenn möglich, ein Plan zur Abzahlung der Schulden erstellt. Weiter können Verhandlungen mit Gläubigern betreffend Zahlungsaufschub oder einer Ratenzahlung geführt werden. Ist aufgrund der finanziellen Situation keine Sanierung möglich, thematisiert die Beratung, wie mit den Schulden oder dem Existenzminimum weiterzuleben ist. Basel-Stadt Zu den Angeboten der Fachstelle für Budget- und Schuldenberatung, Plusminus, gehört der Infoladen, Beratung von Direktbetroffenen und Fachleuten, Durchführung von Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Infoladen bietet seine Dienstleistungen allen Interessierten unentgeltlich an. Anmeldung ist keine erforderlich. Verschuldete Personen erhalten Merkblätter, Formulare und kurze Hilfestellungen zu Budget- und Schuldenfragen. Auch wird geklärt, ob Plusminus oder eine andere Beratungsstelle für eine weitergehende Beratung zuständig ist. Informationsveranstaltungen finden in regelmässigen Abständen statt. Anmeldungen sind im Infoladen oder online erhältlich. Basel-Landschaft Die Fachstelle für Schuldenfragen in Liestal bietet umfassende Beratung bei Fragen und Probleme rund um Schulden. 41 Zu ihren Dienstleistungen gehören neben der Schuldenberatung sowie der Planung und Durchführung von Schuldenregulierungen unter anderem auch Präventionsarbeit und Kurse. Betroffene, die Hilfe suchen nehmen, in der Regel telefonisch Kontakt mit der Fachstelle auf. Sie erhalten ohne lange Wartelisten erste Hilfestellungen. Merkblätter, Formulare und Briefvorlagen dienen als Hilfe zur Selbsthilfe. Je nach Problemstellung bietet die Fachstelle nach den ersten telefonischen Abklärungen auch in ihren Büros Beratung und Begleitung an. Anmeldung / Auskunft Basel-Stadt Plusminus Ochsengasse 12 4057 Basel Tel. 061 695 88 22 Fax 061 695 88 23 [email protected] www.plusminus.ch Basel-Landschaft Fachstelle für Schuldenfragen BL Zeughausplatz 15 4410 Liestal Tel. 061 462 03 73 Fax 061 462 03 82 [email protected] www.schuldenberatung-bl.ch Gratishotline Tel. 0800 708 708 (Mo-Do 1013 Uhr) Die Gratishotline bietet Ihnen bei Bedarf eine weiterführende persönliche Beratung. Die Beratungen finden in der Sprache Ihres Wohnorts statt. Infoladen Plusminus Ochsengasse 12 4057 Basel Telefonzeiten Mo-Do 10.00-13.00 Uhr Fr 09.00-11.00 Uhr _Beratungsdienste für Ausländerinnen und Ausländer Da diese online Broschüre nur in deutscher Sprache erhältlich ist, wird an dieser Stelle auch auf die grössten Beratungsangebote für Ausländerinnen und Ausländer hingewiesen. Finanzielle Hilfe können sie in der Regel nicht leisten, weisen aber Rat Suchende an die entsprechenden Stellen weiter und informieren über Fonds und Stiftungen. Informationen sind auch im Internet zu finden unter www.schulden.ch www.toolbox-schulden.ch Öffnungszeiten Mo/Di 14.00-17.00 Uhr Mi-Fr 10.00-12.00 und 14-17 Uhr Welche Hilfe ist möglich? Ausländerberatung und Ausländerdienst bieten Migrantinnen und Migranten sowie ihren Angehörigen Beratung und Informationen bei folgenden Themen Umgang mit den schweizerischen Behörden Fragen zu Sozialversicherungen und privaten Versicherungen Probleme bei der Aufenthaltsregelung Hilfe beim Ausfüllen von Formularen Fragen rund um Arbeit, Arbeitsamt, Weiterbildung Mündliche Beratungen sind kostenlos. Für die Bearbeitung von schriftlichen Dokumenten wird ein Unkostenbeitrag berechnet. Anmeldung / Auskunft Basel-Stadt Ausländerberatung der GGG Eulerstrasse 26 4051 Basel Tel. 061 206 92 22 [email protected] www.auslaenderberatung-basel.ch www.integration-bsbl.ch Daneben gibt es noch viele kleinere Beratungsstellen, die sich an spezielle Migrantinnen- oder Migrantengruppen richten. Hilfreich bei der Suche nach der passenden Beratungsstelle, des passenden Kurses, einer Dolmetscherin oder auch einer Veranstaltung ist die Integrationsdaten- 42 Basel-Landschaft ald Ausländerdienst Baselland Bahnhofstrasse 16 4133 Pratteln Tel. 061 827 99 00 Fax 061 827 99 09 [email protected] www.auslaenderdienstbl.ch bank, die via Internet über bestehende Angebote in den Kantonen BaselStadt und Basel-Landschaft informiert. _ Verbürgte Mietkaution der Stiftung Edith Maryon In der Regel wird beim Abschluss eines Mietvertrages ein Mietzinsdepot verlangt. Dieses kann bis zu drei Monatsmieten betragen. Anmeldung / Auskunft Die Anmeldung zur Beantragung einer Verbürgung einer Mietzinskaution erfolgt schriftlich mit dem dafür bestimmten Antragsformular, welches beim Sekretariat der Stiftung Edith Maryon bezogen und ausgefüllt werden kann (>Bürgschaftsantrag). Die Stiftung prüft jeden Antrag individuell und informiert die Antragsteller anschliessend. Damit die Mietzinskaution durch eine Bürgschaft ersetzt werden kann, braucht es auch das Einverständnis des Vermieters. Welche Hilfe ist möglich? Die Stiftung Edith Maryon bietet die Möglichkeit der Verbürgung von Mietzinskautionen an. Die Mieterschaft beteiligt sich mit einer einmaligen Einschreibgebühr und einem Prozentsatz der Kautionshöhe an den Kosten. Stiftung Edith Maryon Theaterstrasse 4 Postfach 2108 4001 Basel Tel. 061 263 06 25 Fax 061 263 06 27 [email protected] www.maryon.ch _4 Sparmöglichkeiten Mit preisbewusstem Verhalten kann Geld gespart werden. Grössere Einsparungen lassen sich allenfalls mit einer Anpassung der eigenen Versicherungen erreichen. Kleinere Einsparungen sind durch die Nutzung von Sonderangeboten möglich. _Günstig Esswaren einkaufen Mit der speziellen Karte vom Caritas-Markt oder von Tischlein Deck Dich können armutsbetroffene Menschen Lebensmittel günstiger einkaufen. Die Karten werden von verschiedenen sozialen Einrichtungen ausgestellt. Beide Basel Caritas-Markt Basel Ochsengasse 12 4058 Basel Tel. 061 681 49 16 [email protected] www.caritas-beider-basel.ch Montag-Freitag 14.00-17.30 Uhr Samstag 09.00-12.00 Uhr Basel-Stadt Tischlein Deck Dich Offene Kirche Elisabethen Elisabethenstrasse 14 4051 Basel Dienstag 09.30-10.30 Uhr Matthäus Kirche Feldbergstrasse 4057 Basel Freitag 10.00-11.00 Uhr Basel-Landschaft Tischlein Deck Dich Abgabestelle Laufen Pfarreiheim Röschenzerstrasse 39 4242 Laufen Donnerstag 14.00-15.00 Uhr Abgabestelle Liestal Die Lebensmittelverteilung der Abgabestelle Liestal findet halbjährlich wechselnd an 43 zwei unterschiedlichen Orten statt: Zwinglihaus Gundeldingerstrasse 370 4053 Basel Dienstag 10.15-11.15 Uhr Kirchgemeinde Martinshof Rosengasse 1 4410 Liestal Donnerstag 09.15-10.15 Uhr : Pfarreiheim der kath. Kirche Bruder Klaus Rheinstrasse 20 4410 Liestal Donnerstag 09.15-10.15 Uhr _Günstig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen Mit KulturLegi, Familienpass oder colour key können Klein und Gross von tollen Vorteilen in den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung, Kurse und Weiterbildung, Messen und Ausstellungen, Shops und Soziales profitieren. Den Karteninhabenden werden vergünstigte Eintritte sowie grosszügige Rabatte in Sportzentren und Shops angeboten. Familienpass und colour key kosten CHF 30 pro Jahr. Die KulturLegi ist kostenlos. KulturLegi Caritas beider Basel Lindenberg 20 4058 Basel Tel. 061 691 55 55 [email protected] www.kulturlegi.ch colour key Theodorskirchplatz 7 4058 Basel Tel. 061 683 72 09 Fax 061 683 72 15 [email protected] [email protected] www.colourkey.ch 44 Familienpass Region Basel Feierabendstrasse 80 4051 Basel Tel. 061 691 09 45 [email protected] www.familienpass.ch FamilienpassPlus Für Familien mit kleinem Budget gibt es den speziellen FamilienpassPlus. Er bietet zusätzliche Vorteile und Vergünstigungen. _Weitere Spartipps Neben unzähligen anderen Hinweisen auf Sparmöglichkeiten finden sich Internet auch die Spartipps der Fachstelle Plusminus oder des Dr. Budget. Unter www.cartias-beider-basel.ch ist der online «Stadtführer für das kleine Budget» publiziert. Darin findet man u.a. viele Ideen für Freizeitaktivitäten für das schmale Budget. Spartipps ohne Ende www.plusminus.ch (>Tipps bei Geldproblemen) Dr. Budget www.facebook.com/Dr.Budget _5 Rechtsberatung Oft ist es wichtig, die rechtlichen Möglichkeiten zu klären. Die meisten Beratungsstellen helfen dabei. Viele Städte und Gemeinde führen unentgeltliche Rechtsauskunftsstellen, ebenso Verbände, Gewerkschaften usw. Falls es zu einem gerichtlichen Verfahren kommen könnte, ist es wichtig, die Kosten im Voraus abzuklären. Sind die eigenen Mittel beschränkt können Gesuche um kostenlose Prozessführung eingereicht werden. Dies muss vor dem Verfahren geschehen. _Allgemeine Rechtsberatung Beide Basel Basler Gewerkschaftsbund Rebgasse 1, 4.Stock 4058 Basel Tel. 061 681 73 81 Fischmarkt 13 4410 Liestal Tel: 061 921 60 65 Basel-Stadt Rechtsauskunft der Advokatenkammer GGG Sekretariat Gerbergasse 24 (4.OG) 4051 Basel www.akbs.ch Jeden Donnerstag, 17 Uhr bis 18.30 Uhr. Anmeldung vor Ort ab 16.45 Uhr. Anzahl auf 14 Personen pro Abend beschränkt. Unkostenbeitrag CHF 10.00 Basel-Landschaft Basellandschaftlicher Anwaltsverband Beratung in Reinach Gemeindeverwaltung Hauptstrasse 10 4153 Reinach www.akbs.ch 1. und 3. Dienstag im Monat ab 17 Uhr ohne Voranmeldung Unkostenbeitrag CHF 10.00 Zivilgericht Basel-Stadt Bäumleingasse 5, 4051 Basel Tel: 061 261 81 81 www.gerichte.bs.ch Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West Arlesheim Domplatz 5/7 4144 Arlesheim Tel. 061 552 80 20 (Rechtsauskunft) [email protected] www.bgb-gbbl.ch Travail Suisse Region Nordwestschweiz w.bgb-gbbl.ch Byfangweg 30 4051 Basel [email protected] Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost Sissach Hauptstrasse 108/110 4450 Sissach Tel. 061 552 89 55 (Rechtsauskunft) Freitag 08.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr [email protected] 45 _Sozialversicherungsrecht Behindertenforum Bachlettenstrasse 12 4054 Basel Tel. 061 205 29 29 Fax 061 205 29 28 [email protected] www.behindertenforum.ch Telefonische Rechtsberatung Di + Mi 10.00-12.00 Uhr Persönliche Rechtsberatung Nur nach telefonischer Voranmeldung Procap Nordwestschweiz St. Jakobs-Strasse 40 Postfach 3854 4002 Basel Tel. 0848 776 227 Fax 061 685 93 60 [email protected] www.procap-nws.ch Mo-Fr 08.30 -11.30 Uhr Mo 13.30 -16.00 Uhr _Mietrecht Mieterinnen- und Mieterverband MV www.mieterverband.ch Der MieterInnenverband bietet Rechtsberatungen zu Fragen rund ums Mietrecht an. Die Beratungen sind persönlich oder telefonisch möglich. Fragen können auch schriftlich eingereicht werden. Für Mitglieder sind diese Beratungen kostenlos. Basel-Stadt Mieterinnen- und Mieterverband Basel-Stadt Clarastrasse 2 (6. Stock) 4058 Basel Tel. 061 666 60 90 [email protected] www.mieterverband.ch/basel www.mvbasel.ch Basel-Landschaft Mieterinnen- und Mieterverband Baselland und Dorneck-Thierstein Pfluggässlein 1 4001 Basel Tel. 061 555 56 50 [email protected] www.mieterverband.ch _Ehe- und Familienrecht Juristische Fakultät der Universität Basel Kostenlose Rechtsauskunft zum Familienrecht Kollegiengebäude Petersplatz 1, 4051 Basel Jeden 2. Freitag 16.45-18.00 Uhr Während dem Herbst- + Frühjahrsemester der Uni Basel https//ius.unibas.ch/fakultaet/ angebote-derfakultaet/rechtsberatungfamilienrecht Basel-Stadt Zivilgericht Basel-Stadt Rechtsauskunft zu ehe- und familienrechtlichen Fragen Bäumleingasse 5, 2. Stock 4051 Basel Tel: 061 267 64 32 Di + Do ab 14 Uhr (je max. 15 Minuten.) Anmeldung ab 13.15-15.00 Uhr (Während den Schulferien auf telefonische Anfrage ) www.zivilgericht.bs.ch _Rechtsberatung für Frauen 46 Basel-Landschaft Rechtsauskunft der Zivilkreisgerichte Basel-Landschaft Adressen siehe oben Beide Basel INFRA Basel Rechtsberatung für Frauen c/o Opferhilfe beider Basel Steinenring 53 4051 Basel Tel. 061 205 09 10 Ohne Voranmeldung: Mittwoch 18.00-20.00 Uhr (Einlass bis 19.30 Uhr ) ausgenommen Schulferien Unkostenbeitrag CHF 20.00 [email protected] www.infra-basel.ch Basel-Stadt familea Frauenberatung Gerbergasse 14 4051 Basel Tel. 061 260 92 80 [email protected] www.familea.ch Basel-Landschaft frauenplus Baselland Büchelistrasse 6 4410 Liestal Tel. 061 921 60 20 Donnertagnachmittag ab 13.30 Uhr Unkostenbeitrag CHF 30.00 [email protected] www.frauenplus.ch _Asyl- und Ausländerrecht Ausländerinnen und Ausländer mit Niederlassung oder Aufenthaltsbewilligung im Kanton Basel-Stadt erhalten von der Ausländerberatung der GGG Auskünfte zu Rechtsfragen. Im Kanton Basel-Landschaft ist die Anlaufstelle Baselland Ansprechpartnerin für Ausländer und Ausländerinnen wie auch für Menschen die sich im Asylverfahren befinden oder eine vorläufige Aufnahme im Kanton Basel-Landschaft haben. Personen aus dem Asylbereich, die im Kanton Basel-Stadt oder Basel-Landschaft wohnen können sich auch an die Beratungsstelle für Asylsuchende BAS wenden. Beide Basel Beratungsstelle für Asylsuchende BAS der Region Basel Schützenmattstrasse 16 a Postfach 153 4003 Basel Tel. 061 264 94 24 Fax 061 264 94 29 [email protected] www.bas-basel.ch Beratungszeiten Mo + Mi 10.00-12.00 Uhr Di + Do 16.00-18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Basel-Stadt GGG Ausländerberatung Eulerstrasse 26 4051 Basel Tel 061 206 92 22 [email protected] www.auslaenderberatung-basel.ch Persönliche Beratung nur nach telefonsicher Vereinbarung. Kostenlose Onlineberatung Basel-Landschaft Anlaufstelle Baselland Beratung Asyl und Migration Oberfeldstrasse 11 a 4133 Pratteln Tel. 061 821 44 77 Fax 061 821 45 83 [email protected] www.anlaufstellebl.ch Öffnungszeiten Dienstag 14.00-18.00 Uhr Freitag 09.00-12.00 Uhr Telefonische Auskünfte Dienstag und Mittwoch 09.00-12.00 Uhr Freitag 14.00-17.00 Uhr 47 _6 Die eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen _Vorsorge www.bag.admin.ch >Themen >Krankenversicherung >Prämien >Prämienberatung www.comparis.ch 48 Grundsätzlich ist es wichtig, seine finanziellen Verhältnisse zu kennen und die Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Die Aufstellung sämtlicher Einnahmen und Ausgaben in einem Budget ist dabei ein nützliches Hilfsmittel, um die aktuelle finanzielle Situation zu erfassen Darin sind auch die Beträge für Steuern, Auslagen für Unvorhergesehenes und andere grössere Ausgaben - zum Beispiel Ferien - zu berücksichtigen. Den Versicherungsschutz regelmässig überprüfen Alle persönlichen Versicherungen sollten in regelmässigen Abständen zum Beispiel jährlich - überprüft werden. Entscheidend ist dabei die Existenzsicherung bei langwierigen Krankheiten, Unfällen, Schwangerund Mutterschaft. Sie kann durch die individuelle Krankenversicherung als auch durch die entsprechenden Versicherungen bei der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber gewährleistet sein. Wichtig ist zu prüfen, wie lange die Lohnfortzahlung durch die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber gewährleistet ist, um allenfalls eine private Taggeldversicherung für die Zeit danach abzuschliessen. Bei Arbeitsunterbrüchen kann die Unfallversicherung der letzten Arbeitsstelle in der Regel bis maximal 180 Tage verlängert werden. Es empfiehlt sich, eine sogenannte Abredeversicherung abzuschliessen, da auch ein Taggeld mitversichert ist. Diese Versicherung muss innerhalb von 30 Tagen nach Austritt abgeschlossen und bezahlt werden. Wer an eine Kollektiv-Krankenversicherung seines Arbeitgebers angeschlossen war, kann diese bei einer Kündigung in eine Einzelversicherung umwandeln lassen. Diese Änderungen müssen allerdings innert bestimmter Fristen beantragt werden - weitere Auskunft erteilt der Personaldienst des Arbeitgebers. Da einige Versicherungen automatisch mit dem Arbeitsvertrag gekoppelt sind, muss bei Eintritt einer Erwerbslosigkeit der Versicherungsschutz unbedingt überprüft werden. Im Krankheitsfall muss vor der Wahl einer Klinik oder vor Beginn einer Therapie - zum Beispiel Psychotherapie - überprüft werden, ob der Versicherungsschutz ausreichend ist. Die Prämien der Krankenkassen jährlich zu vergleichen, kann sich lohnen. Denn während die Leistungen in der Grundversicherung gesetzlich geregelt und verbindlich festgelegt sind, passen die Kassen ihre Prämien jährlich individuell an, wobei sich teilweise beträchtliche Unterschiede in der Prämienpolitik feststellen lassen. Es ist möglich, die Grundversicherung und allfällige Zusatzversicherungen bei unterschiedlichen Kassen zu führen. Beim Kassenwechsel für Zusatzversicherungen gilt es allerdings darauf zu achten, den Vertrag mit der bestehenden Kasse erst zu kündigen, wenn die vorbehaltlose Aufnahme durch die neue Krankenkasse schriftlich bestätigt ist. Für Personen mit bestehenden Krankheiten empfiehlt sich, einen Wechsel der Zusatzversicherung sehr sorgfältig abzuklären und sich beraten zu lassen. Wenn sich die finanziellen Verhältnisse geändert haben, sollte auch überprüft werden, ob allenfalls ein Anspruch auf Verbilligung der Krankenkassenprämie besteht. Ebenso gilt es Hausrats- und Privat-Haftpflichtversicherungen an die eigenen, sich allenfalls ändernden Verhältnisse anzupassen. www.ahv.ch Die Altersvorsorge nicht vernachlässigen Allzu oft vernachlässigt wird die Altersvorsorge: Nur Versicherte mit vollständiger Beitragsdauer haben Anspruch auf eine Vollrente bei der AHV und IV. Wer nur ein geringes oder gar kein Einkommen erzielt, wie beispielsweise geschiedene Frauen mit Kindern oder Studierende, sollte sich deshalb bei der AHV-Ausgleichskasse erkundigen, ob Mindestbeiträge entrichtet werden müssen. Seit Inkrafttreten der 10. AHV-Revision sind auch nichterwerbstätige Witwen sowie nichterwerbstätige Ehefrauen beitragspflichtig. Die Beiträge der nichterwerbstätigen Ehefrauen/Ehemänner gelten jedoch als bezahlt, wenn der Ehemann/die Ehefrau erwerbstätig ist und im Minimum den doppelten Mindestbetrag leistet. Dies gilt analog auch für gleichgeschlechtliche Paare in eingetragener Partnerschaft. Erziehungsgutschriften sind keine direkten Geldleistungen, sondern Zuschläge zum Erwerbseinkommen, die erst bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden. Anspruch auf Erziehungsgutschriften haben Altersrentner und -rentnerinnen für jedes Jahr, in dem sie Kinder unter 16 Jahren hatten. Betreuungsgutschriften sind wie Erziehungsgutschriften keine direkten Geldleistungen, sondern Zuschläge zum Erwerbseinkommen, die jedoch im individuellen AHV-Konto, das von den Ausgleichskassen für jede beitragspflichtige Person geführt wird, vermerkt werden. Versicherte, welche im gemeinsamen Haushalt Verwandte in auf- oder absteigender Linie oder Geschwister mit einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der AHV oder IV für mindestens mittlere Hilflosigkeit betreuen, haben Anspruch auf Anrechnung einer Betreuungsgutschrift. Sie müssen diesen Anspruch jährlich schriftlich anmelden. Ehegatten, Schwiegereltern und Stiefkinder sind Verwandten gleichgestellt. Für Zeiten, in welchen gleichzeitig Anspruch auf eine Erziehungsgutschrift besteht, kann keine Betreuungsgutschrift angerechnet werden. Für die Altersvorsorge kann man sich nicht allein auf die AHV abstützen, weil diese kaum zum Leben reicht. Es ist deshalb wichtig, sich rechtzeitig über die Leistungen der eigenen beruflichen Vorsorge (Pensionskasse) beim Arbeitgeber zu informieren sowie auf eigene Rücklagen zu achten (3. Säule - individuelles Sparen mit Steuervergünstigung). Beim Stellenwechsel ist darauf zu achten, dass der Arbeitgeber die Pensionskassengelder in die Kasse des neuen Arbeitgebers überwiesen hat. www.konkubinat.ch www.ehescheidung.ch Sich im Konkubinat absichern Für Paare, die im Konkubinat leben, empfiehlt es sich, einen sogenannten Konkubinatsvertrag abzuschliessen, vor allem dann, wenn eine finanzielle Abhängigkeit besteht oder absehbar ist (zum Beispiel bei Erwerbsunterbruch oder Weiterbildung). Erbrechtliche Vereinbarungen sind ebenfalls frühzeitig zu regeln. Vorsorge bei Scheidungen Falls für Kinder nicht ein gemeinsames Sorgerecht gesprochen wird, müssen im Scheidungsurteil Höhe und Dauer der Kinderalimente festgelegt werden, und es sollte erwähnt sein, dass Kinderzulagen zusätzlich ausbezahlt werden. Allfällige Kinderalimente sind von der Empfängerin oder dem Empfänger zu versteuern, mit der Folge einer Mehrbelastung, die das Budget Alleinerziehender schwer treffen kann. Diesen Mehrausgaben ist bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge Rechnung zu tragen. Der zukünftigen Altersvorsorge ist schon zum Zeitpunkt der Scheidung 49 besondere Beachtung zu schenken: Die spätere AHV-Rente soll durch die Ausgleichskasse berechnet werden. Dies zeigt auf, ob weitere Forderungen an den Ehepartner nötig sind, zum Beispiel eine einmalige Geldleistung zur Einrichtung einer 3. Säule. Während der Ehe erzieltes Einkommen wird den Ehepartnern für die Berechnung der AHV-Rente und der Altersleistungen aus der Pensionskasse je hälftig angerechnet: Die Einkommen bzw. die während der Ehe erzielten Zuwächse in den Freizügigkeitsguthaben werden zusammengezählt und zwischen den Ehepartnern aufgeteilt (Splitting). Wer beabsichtigt, wieder ins Berufsleben einzusteigen, sollte sich möglichst schnell beim Arbeitsamt bzw. RAV melden. Es bestehen unter bestimmten Voraussetzungen Rechte auf Arbeitslosentaggelder und Weiterbildungsangebote auch für Frauen, die vor der Scheidung nicht erwerbstätig waren. Nichterwerbstätige Personen müssen sich bei der Ausgleichskasse des Wohnsitzkantons melden, um zu verhindern, dass Beitragslücken entstehen, die zu Rentenkürzungen im AHV-Alter führen würden. www.schulden.ch (> Tipps bei Geldproblemen >Kredite/ Leasing) Leasing und Kleinkredite Besondere Umsicht ist geboten bei Leasing und Kleinkrediten. Wer in Betracht zieht, ein solches Vertragsverhältnis einzugehen, sollte seine eigenen finanziellen Verhältnisse sehr gewissenhaft einschätzen und auch die längerfristigen Konsequenzen objektiv abwägen. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, vorgängig eine Budgetberatungsstelle aufzusuchen. Auskunft www.beobachter.ch Ausführlichere Informationen zu den genannten Themen und anderen Rechtsfragen können den "Beobachter"-Ratgebern entnommen oder im Internet aufgerufen werden. _Budgetplan Die Erstellung eines persönlichen Budgets dient dem Überblick über die eigenen finanziellen Verhältnisse. In verschiedenen Situationen dient es auch als Grundlage für die Berechnung von Hilfeleistungen. www.budgetberatung.ch Die meisten Beratungsstellen helfen ihrer Kundschaft bei der Erstellung eines Budgets. Für Personen, die ausschliesslich Fragen zur Erstellung ihres Budgets haben, steht in beiden Kantonen eine Fachstelle zur Verfügung, die kompetente Budgetberatung anbietet. Auskunft Wichtige Informationen und Hinweise zum selbständigen Erstellen eines Haushaltbudgets bietet auch die Budgetberatung Schweiz. Sie ist Dachorganisation von 37 Budgetberatungsstellen. Budgetberatung Schweiz Kramistrasse 12 6275 Ballwil Tel. 062 849 42 45 Telefonzeiten: Di 13:00 – 16:00 Uhr [email protected] www.budgetberatung.ch Basel-Stadt Plusminus Budget und Schuldenberatung Ochsengasse 12 4058 Basel Tel. 061 695 88 22 Fax 061 695 88 23 [email protected] www.plusminus.ch Basel-Landschaft Budgetberatung Brühlweg 3 4132 Muttenz Tel. 061 462 02 20 Fax. 061 463 00 27 [email protected] www.frauenverein-muttenz.ch Öffnungszeiten 50 Die Budgetberatung im Kanton Baselland wird vom Frauenverein Muttenz und Frau- Mo, Dien. 14.00-17.00 Uhr Mi, Do, Fr. 10.00-12.00 Uhr und14.0017.00 Uhr Plusminus ist die Fachstelle für Budgetund Schuldenberatung im Kanton BaselStadt und Mitglied der Budgetberatung Schweiz. Für eine Budgetberatung kann telefonisch ein Termin vereinbart werden. Die Kosten für eine persönliche Beratung sind einkommens- und aufwandsabhängig. enplus BL getragen. Sie ist Mitglied der Budgetberatung Schweiz und bietet allen Kantonseinwohnerinnen und -einwohnern Beratung bei privaten Problemen rund ums Geld. Beratungen finden in Muttenz und Liestal nach Vereinbarung statt. In der Regel wird für die Beratung ein Unkostenbeitrag verlangt. Die Höhe ist einkommensund aufwandabhängig. 51 EINNAHMEN Netto-Einkommen Mann/Kinderzulagen Netto-Einkommen Frau/Kinderzulagen 13. Monatslohn Mann 13. Monatslohn Frau Gratifikation/andere Einnahmen Alimente Total Einnahmen Pro Monat Pro Monat Fr. Fr. Fr, Fr. Fr. Fr. Fr. AUSGABEN Feste Verpflichtungen Miete (inkl. Nebenkosten) Wohnkosten mit Haus/Eigentumswohnung (Zins/Wasser/Versicherung/Unterhalt) Energie: Heizung/Elektrizität/Gas Kommunikation: Telefon/Internet/Handy/TV/Radio Steuern Versicherungen: Krankenkasse/Unfall/Hausrat Vorsorge: Lebensversicherung/3. Säule Öffentlicher Verkehr: Abonnemente Privater Verkehr: Auto/Motorrad/Velo/Mofa Verschiedenes: Zeitungen/Zeitschriften/ / / Mitgliedschaften/Verbandsbeiträge Schule/Aus- und Weiterbildung Musik/Sport Kinderbetreuung/Haushalthilfe Kredit-Rückzahlungen Alimente Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Haushalt Nahrung/Getränke Nebenkosten (Wasch-und Putzmittel, Drogerie, Körperpflege, Kleider- und Schuhpflege) Gäste/Alkoholische Getränke Haustiere Fr. Fr. Fr. Fr. Pro Monat Pro Monat Persönliche Auslagen/Taschengeld Kleider/Wäsche/Schuhe Taschengeld (Coiffeur/Freizeit/Rauchen) Berufsbedingte auswärtige Verpflegung Fr. Fr. Fr. Rückstellungen Jahresfranchise/Selbstbehalt (Krankenkasse) Zahnarzt/Optiker/Medikamente Therapie Geschenke (inkl. Weihnachten), Spenden Gemeinsame Freizeit Schule/Lager Unvorhergesehenes/Anschaffungen Ferien Sparen Total Ausgaben Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. SALDO FEHLBETRAG/ÜBERSCHUSS 52 Fr. Impressum Herausgeberin Caritas beider Basel © Caritas beider Basel, 2014 Fotos Silvia Voser 1, Urs Siegenthaler 6, 11, Christoph Bossart 17 Ursula Markus 24, 34, 40, 53 Andreas Schwaiger 31, 37, 45 Caritas beider Basel Lindenberg 20 4058 Basel Tel. 061 691 55 55 [email protected] www.caritas-beider-basel.ch Postkonto 40-4930-9 53
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