Pädagogisches Begleitmaterial zur Leihausstellung Energiewende

Bayerisches Staatsministerium für
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Bayerisches Landesamt für
Umwelt
Pädagogische Begleitmaterialien
zur Ausstellung Energiewende
www.energieatlas.bayern.de
Pädagogische Begleitmaterialien
Einführung
Die Leihausstellung „Energiewende“
2013 hat das Bayerische Landesamt für Umwelt für alle Regierungsbezirke sowie für den Bund Naturschutz in Bayern e. V. und den Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. die Leihausstellung „Energiewende“ erstellt.
Eine Liste der Einzelmodule finden Sie unter:
Energie-Atlas Bayern  Kommunen  Werkzeugkasten  Ausstellungen  Kurzbeschreibung der
Module
Kommunen und gemeinnützige Verbände können diese Ausstellung bei den jeweiligen Ansprechpartnern kostenlos entleihen.
Energie-Atlas Bayern  Kommunen  Werkzeugkasten  Ausstellungen
Als roter Faden zieht sich der Energie-3-Sprung durch die Ausstellung:
1
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Die Ausstellung soll dazu beitragen, sich selbstständig ein Bild von den Chancen und Risiken der Energiewende zu machen.
Sie wollen diese Ausstellung mit Ihren Schülern besuchen oder haben sie ausgeliehen?
Auf den folgenden Seiten finden Sie Aufgaben und spielerische Materialien, die Sie dabei unterstützen.
Auch junge Menschen sind wichtige Akteure der Energiewende, sei es als Verbraucher, als Multiplikatoren oder als zukünftige Wähler.
Die Aufgaben sind nach Klassenstufen geordnet. Der Bezug zum bayerischen Lehrplan wird in der
Übersicht ab Seite 149 dargestellt.
Bevor Sie Aufgaben für Ihre Schüler auswählen, erkundigen Sie sich am besten, ob alle Module, auf die
sich die Aufgabe bezieht, tatsächlich vor Ort sind.
In dieser Zusammenstellung pädagogischer Materialien sind einige Aufgaben oder Spiele enthalten, die
auch ohne Besuch der Ausstellung sinnvoll durchgeführt werden können. Andere Aufgaben enthalten
zwar den Bezug zur Ausstellung, können bei alternativen Informationsangeboten durch den Pädagogen
abgeändert und dann ohne die Ausstellung verwendet werden. Die entsprechende Kennzeichnung finden Sie im Titel der Aufgabe.
Einleitende Informationen zum Energie-3-Sprung und weitere Links finden Sie unter
Energie-Atlas Bayern  Unser Portal  Energie-3-Sprung
Sie dürfen alle Aufgaben für Ihre Zwecke abwandeln. Geben Sie bitte das LfU als Quelle nur bei unverändert genutzten Materialien an, bei Fotos in jedem Fall.
Im Vorspann zu jeder Aufgabe finden Sie eine Liste der benötigten Materialien und das vorausgesetzte
Vorwissen sowie eine grobe Zeiteinschätzung.
Einige Aufgaben sind als Warm-up-Spiel gekennzeichnet. Das bedeutet, dass sie sich besonders zum
Aufwärmen zu Beginn des Ausstellungsbesuchs eignen.
1
2
Statt „Energiebedarf senken“ kann gleichbedeutend der Begriff „Energieverbrauch vermeiden“ verwendet werden. Im Folgenden
wird der Einheitlichkeit halber „Energiebedarf senken“ verwendet.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Zusätzliche Bildungsmaterialien zur Energiewende finden Sie im Energie-Atlas Bayern  Rund um
Energie  Bildung
Weitere Printmaterialien finden Sie unter: www.bestellen.bayern.de. Hier können Sie die in den Spielen
aufgelisteten Materialien als Druckausgabe in Klassenstärke bestellen. Broschüren und Faltblätter sind
dort zum Download als PDF-Datei hinterlegt.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
3
Pädagogische Begleitmaterialien
Inhalt
Ausstellung Energiewende
1
Einführung
2
1
Aufgaben und Spiele
7
1.1
Klassen 5 bis 7
8
1.1.1
Energiesparkette (Warm-up-Spiel)
8
1.1.2
Der Energie-3-Sprung
10
1.1.3
Energiegestalt
21
1.1.4
ENERGO!
24
1.1.5
Brainstorming Energieeffizienz (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung
möglich)
29
1.1.6
Energieeffizienzanagramme
31
1.1.7
Frage-Antwort-Mixer
40
1.1.8
Ausstellungsguide
46
1.1.9
Energietabu (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
51
1.1.10
Mein Reim auf Energie (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich)
55
1.1.11
Energiedetektive
59
1.1.12
Windenergie (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich)
63
1.2
Klassen 8 bis 10
66
1.2.1
Sparpotenzial (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
66
1.2.2
Wortschätze
71
1.2.3
Tagtraum/Traumtag (Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
74
1.2.4
Es wird eng (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich)
78
1.2.5
Ampelspiel (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
82
1.2.6
EnergieSPARchitekten
84
1.2.7
Energieeffizienzfreak
87
1.2.8
Rollenspiel Energiegenie
92
1.2.9
Begriffsbonfire (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich 
Begriff 14 abändern)
97
1.2.10
Energy Revolutionaries
104
1.2.11
Create the Power!
109
1.2.12
Social Network
111
1.3
Klassen 11 bis 12
113
1.3.1
Meinungsbarometer (Warm-up-Spiel)
113
1.3.2
Klimajournalisten
115
1.3.3
Klamottencheck
118
1.3.4
Live on Stage
123
1.3.5
Geschichten erzählen (Warm-up-Spiel)
127
1.3.6
Exhibition Planner
131
1.3.7
Zeitreise
134
1.3.8
Kaufen und Verkaufen
137
4
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.9
Denkanstöße Energiewende (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)139
1.3.10
Lebendes Bild (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich  Zusatzmaterial
nutzen)
141
Denkhüte Windenergie (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich
Zusatzmaterial nutzen)
143
1.3.12
Start-up (Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
146
2
Lehrplanbezug
149
3
Glossar
153
4
Energieverbrauch ausgewählter effizienter Haushaltsgeräte
159
1.3.11
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
5
Pädagogische Begleitmaterialien
Übersichtstabelle
Durchführung ohne Ausstellungsbesuch
möglich
1.1
1.1.1
1.1.2
1.1.3
1.1.4
1.1.5
1.1.6
1.1.7
1.1.8
1.1.9
1.1.10
1.1.11
1.1.12
1.2
1.2.1
1.2.2
1.2.3
1.2.4
1.2.5
1.2.6
1.2.7
1.2.8
Klassen 5 bis 7
Energiesparkette
Der Energie-3-Sprung
Energiegestalt
ENERGO!
Brainstorming Energieeffizienz
Energieeffizienzanagramme
Frage-Antwort-Mixer
Ausstellungsguide
Energietabu
Mein Reim auf Energie
Energiedetektive
Windenergie
Klassen 8 bis 10
Sparpotenzial
Wortschätze
Tagtraum/Traumtag
Es wird eng (Durchführung
h di A
t ll
b di t
Ampelspiel
1.2.9
Begriffsbonfire
1.2.10
1.2.11
1.2.12
1.3
1.3.1
1.3.2
1.3.3
1.3.4
1.3.5
1.3.6
1.3.7
1.3.8
1.3.9
1.3.10
Energy Revolutionaries
Create the Power!
Social Network
Klassen 11 bis 12
Meinungsbarometer
Klimajournalisten
Klamottencheck
Live on Stage
Geschichten erzählen
Exhibition Planner
Zeitreise
Kaufen und Verkaufen
Denkanstöße Energiewende
Lebendes Bild
1.3.11
Denkhüte Windenergie
1.3.12
Start-up
6
Warm-upSpiel
x
x
x
x
x (bedingt – bitte Anleitung beachten)
x
x (bedingt – bitte Anleitung beachten)
x
x
x
x (bedingt – bitte Anleitung beachten)
x
x
EnergieSPARchitekten
Energieeffizienzfreak
Rollenspiel Energiegenie
x (bedingt – bitte Anleitung beachten, Begriff
14 ändern)
x
x
x
x
x (bedingt)
x (bedingt – bitte Anleitung beachten,
Zusatzmaterial nutzen)
x
x
x
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1
Aufgaben und Spiele
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
7
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1
Klassen 5 bis 7
1.1.1 Energiesparkette (Warm-up-Spiel)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
15 bis 30 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender
1
Anzahl je nach Gruppengröße: 1 Kalender für etwa 3 Teilnehmer
Sitzgelegenheiten (optional)
1
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
8
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Die Teilnehmer überlegen zunächst gemeinsam, wie sie selbst Energie sparen können. Was tun sie
bereits persönlich? Wie sind sie darauf gekommen? Warum machen sie das? Gibt es weitere Ideen, die
noch nicht praktiziert werden?
Danach suchen sie in der Ausstellung nach weiteren Möglichkeiten, um Energie zu sparen. Sie werden
besonders auf die Ausstellungsmodule Energie-3-Sprung, Energiebedarf senken und Energieeffizienz
steigern hingewiesen. Zudem nutzen sie den Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender
für ihre Recherche. Sie notieren sich neue, bisher nicht genannte Möglichkeiten.
Im Anschluss stellen sich die Teilnehmer im Kreis auf. Pro Person wird eine Sparmöglichkeit genannt
und eine passende Geste dazu erfunden. Die nächste Person wiederholt alle zuvor gehörten Möglichkeiten inklusive der Gesten und ergänzt um eine Neue. Sollte den Teilnehmer am Ende der Runde nichts
mehr einfallen, dürfen die Anderen unterstützen.
Beispiel
Bernd: Ich spare Energie indem ich beim Kochen den Deckel auf den Topf mache. Geste: Deckel auf
einen Topf machen
Anna: Ich spare Energie in dem ich beim Kochen den Deckel auf den Topf mache Geste: Deckel auf
einen Topf machen und mein Handy nachts abschalte. Geste: Handy ausschalten etc.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
9
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.2 Der Energie-3-Sprung
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien nutzen
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sowie fossile und erneuerbare Energien sollten bekannt sein.
Gruppengröße:
3 bis 30 Personen
Dauer:
circa 60 Min.
Material:
Kreppband für Markierungen auf dem Fußboden
1 A4-Blatt als Startmarkierung
1 A4-Blatt Masterfrage
1 A4-Blatt Ziel
3 A4-Blätter mit den Stufen des Energie-3-Sprungs
(je ein A4-Blatt: 1. Energiebedarf senken, 2. Energieeffizienz
steigern, 3. Erneuerbare Energien nutzen)
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
pro Gruppe 1 Abschnitt der Kopiervorlage mit Aufgaben
10
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Auf den Boden werden im Abstand von circa 2,50 m Markierungen, gemäß der Skizze im Anschluss an
die Spielerklärung, angebracht.
Spielerklärung
Alle Teilnehmer schauen sich zunächst die Ausstellung mit einer gemeinsamen Rechercheaufgabe an.
Sie lautet: Was ist der Energie-3-Sprung? An wen richtet sich die Idee des Energie-3-Sprungs? Danach
treffen sich alle Teilnehmer zur Beantwortung der Rechercheaufgabe wieder. Anhand der 3 Sprünge
überlegen die Teilnehmer weiter:
Energiebedarf senken
Wie und wo würde mir das persönlich gelingen?
Die Teilnehmer nennen einfache Energiesparmöglichkeiten zu Hause, in der Schule, in der Freizeit…
(Beispiel: Nachts das Handy aus, Geräte ganz abschalten, kein Stand-by-Modus etc.)
Energieeffizienz steigern
Was ist Energieeffizienz? Welche Einflussmöglichkeiten habe ich Energie effizienter zu nutzen?
1
(Beispiel: mit Eltern sprechen, Strommessgerät leihen , gegebenenfalls Anschaffung effizienterer Geräte
durch Eltern, Beleuchtung in der Wohnung ändern)
Erneuerbare Energien ausbauen
Was sind fossile Energieträger? Was sind erneuerbare Energien? Warum ist ihr Einsatz so sinnvoll?
(Antwort: Sie sind unerschöpflich, Nutzung verursacht viel weniger Treibhausgase und andere Schadstoffe.)
Die Teilnehmer bilden dann drei Teams. Jedes Team erhält pro Sprung eine Aufgabe. Die Teams recherchieren in der Ausstellung die Lösungen und notieren sie. Die Lehrkraft unterstützt, falls die Schüler
Hilfestellung bezüglich der Zahlenangaben ( Prozentangaben; vor allem für 5. Klasse) benötigen.
Pro Team wird ein Springer gewählt. Die 3 Springer stellen sich an der Startmarkierung auf. Die erste
Aufgabe wird laut vorgelesen. Das Team, das diese Aufgabe recherchiert hat, antwortet. Bei richtiger
Antwort darf zur nächsten Markierung gesprungen werden. Bei falscher Antwort bleibt der Springer auf
der Stufe stehen. Die anderen beiden Gruppen sind an der Reihe. Das Team, das falsch geantwortet
hat, erhält danach die Möglichkeit eine Zusatzfrage zu beantworten (richtig: weiter springen, falsch: stehen bleiben).
1
Ausleihmöglichkeiten für Strommessgeräte erfahren Sie über Ihren Energieversorger, über die Gemeinde und auf der Seite des
Energie-Atlas Bayern unter http://www.energieatlas.bayern.de/buerger/konsum/strommessgeraet.html
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
11
Pädagogische Begleitmaterialien
Fragen und Lösungen der Teamaufgaben (Kopiervorlage siehe Seite 20)
TEAM 1
1. Stellt bitte die Frage zu folgender Antwort: Es könnten rechnerisch zwei Großkraftwerke vom
Netz gehen. (Frage: Was könnte gemacht werden, wenn alle deutschen Haushalte ihre Haushaltsgeräte konsequent abschalten würden und auch keinen Stand-by-Modus nutzen!)
2. Richtig oder falsch? Der Einsatz von 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ist wesentlich energieeffizienter als herkömmliche Kastenfenster. (RICHTIG)
3. Wie hoch soll der Anteil der erneuerbaren Energien in Bayern im Jahr 2021 sein? (50 %)
TEAM 2
1. Richtig oder falsch? Wenn ich meine Wäsche auf der Leine trockne, anstatt einen Wäschetrockner zu benutzen, kann ich bis zu 80 EUR im Jahr sparen. (FALSCH. Richtig sind bis 150 EUR
jährlich.)
2. Womit lassen sich Energieeinsparmöglichkeiten im Haushalt erfassen? (Mit einem Strommessgerät, über die Stromrechnung, den Stromzähler beobachten, den Warmwasserzähler beobachten und Daten notieren.)
3. Stellt bitte die Frage zu folgender Antwort: Sie liefert vor allem im Winter Strom, wenn der Bedarf
besonders hoch ist. (Frage: Was ist ein Vorteil einer Windenergieanlage? Was spricht für Windenergieanlagen?)
TEAM 3
1. Richtig oder falsch? Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt könnte maximal 20 % Stromkosten einsparen. (FALSCH. Richtig wären fast 50 %)
2. Stellt bitte die Frage zu folgender Antwort: Man kann bis zu 20 EUR jährlich sparen. (Frage: Wie
viel Geld kann man jährlich mit jeder LED-Lampe sparen, die eine 60-Watt-Glühbirne ersetzt?)
3. Wie viele 3-Personen-Haushalte kann die größte Wasserkraftanlage Bayerns versorgen
(124 MW)? (75.000 Haushalte)
Zusatzfragen
1. Nennt eine Möglichkeit, wie ihr selbst Energie sparen könnt, die bisher noch nicht genannt wurde.
2. Nennt eine Möglichkeit, für Energieeffizienz im Haushalt, die bisher noch nicht genannt wurde.
3. Nennt eine erneuerbare Energiequelle und den Namen der entsprechenden Anlage.
Das Team, das zuerst alle Aufgaben richtig beantwortet hat, bekommt die Masterfrage gestellt.
Sollten mehrere Teams gleichzeitig bei der Masterfrage ankommen, erhalten sie Zettel und schreiben die
Antwort auf. Wer richtig antwortet, hat gewonnen. Sollte die Frage nicht beantwortet werden können,
bleibt das Team stehen und wartet auf seine nächste Chance. Sollte keines der Teams die Masterfrage
knacken, gehen alle noch einmal in die Ausstellung und suchen die Antwort. Ist die Masterfrage gelöst,
gibt es Applaus. Von allen für alle.
MASTERFRAGE
Was ist am umweltfreundlichsten für die Energiewende?
Antwort: Den Energiebedarf zu senken. Denn Energie, die nicht benötigt wird, muss gar nicht erst hergestellt werden.
12
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Skizze für die Fußbodenmarkierung
ZIEL
MASTERFRAGE
3. Erneuerbare Energien ausbauen
2. Energieeffizienz steigern
1. Energiebedarf senken
START
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
13
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorlage Markierung für den Fußboden
…………….…………………………………………………….……………………………………
START
…………….…………………………………………………….……………………………………
14
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorlage Markierung für den Fußboden
…………….…………………………………………………….……………………………………
ZIEL
…………….…………………………………………………….……………………………………
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
15
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorlage Markierung für den Fußboden
…………….…………………………………………………….……………………………………
MASTERFRAGE
…………….…………………………………………………….……………………………………
16
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorlage Markierung für den Fußboden
…………….…………………………………………………….……………………………………
1.
Energiebedarf
senken
…………….…………………………………………………….……………………………………
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
17
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorlage Markierung für den Fußboden
…………….…………………………………………………….……………………………………
2.
Energieeffizienz
steigern
…………….…………………………………………………….……………………………………
18
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorlage Markierung für den Fußboden
…………….…………………………………………………….……………………………………
3.
Erneuerbare
Energien
ausbauen
…………….…………………………………………………….……………………………………
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
19
Pädagogische Begleitmaterialien
Kopiervorlage
Teamaufgaben zur Recherche in der Ausstellung
…………….…………………………………………………….……………………………………
TEAM 1
1. Stellt bitte die Frage zu folgender Antwort: Es könnten zwei Großkraftwerke vom Netz gehen.
Frage:
2. Richtig oder falsch? Der Einsatz von 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ist wesentlich energieeffizienter als herkömmliche Kastenfenster.
Wenn die Antwort falsch ist, bitte die richtige Antwort dazu geben.
3. Wie hoch soll der Anteil der erneuerbaren Energien in Bayern im Jahr 2021 sein?
…………….…………………………………………………….……………………………………
TEAM 2
1. Richtig oder falsch? Wenn ich meine Wäsche auf der Leine trockne, anstatt einen Wäschetrockner zu
benutzen, kann ich bis zu 80 EUR im Jahr sparen.
Wenn die Antwort falsch ist, bitte die richtige Antwort dazu geben.
2. Womit lassen sich Energieeinsparmöglichkeiten im Haushalt erfassen?
3. Stellt bitte die Frage zu folgender Antwort: Sie liefert vor allem im Winter Strom, wenn der Bedarf besonders hoch ist.
…………….…………………………………………………….……………………………………
TEAM 3
1. Richtig oder falsch? Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt könnte maximal 20 % (ein Fünftel)
der Stromkosten einsparen.
Wenn die Antwort falsch ist, bitte die richtige Antwort dazu geben.
2. Stellt bitte die Frage zu folgender Antwort: Man kann bis zu 20 EUR jährlich sparen.
3. Wie viele Drei-Personen-Haushalte kann die größte Wasserkraftanlage Bayerns versorgen (124 MW)?
…………….…………………………………………………….……………………………………
20
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.3 Energiegestalt
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer haben sich im Unterricht bereits mit dem Thema
Energieverbrauch und seinen Auswirkungen befasst. Sie haben
bereits darüber gesprochen, welchen Einfluss ein hoher Energiebedarf pro Kopf auf das Klima hat. Sie wissen um ihre eigenen Einflussmöglichkeiten.
Gruppengröße:
3 bis 30 Personen
Dauer:
30 bis 70 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Haftnotizzettel in verschiedenen Farben
1 A3-Blatt mit Skala 1bis 3
Zettel mit Zahlen von 1 bis 3 (so viele Zettel wie Gruppen)
Filzstifte
Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender
1
(je ein Kalender pro Gruppe)
eine Kopie des Arbeitsblatts pro Gruppe
Sitzgelegenheiten (optional)
1
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
21
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Auf das A3-Blatt wird eine Skala von 1 bis 3 gezeichnet.
Spielerklärung
Die Teilnehmer werden in Gruppen zu drei bis vier Personen eingeteilt. Jede Gruppe zieht eine Zahl von
eins bis drei. Jede Gruppe soll im Spiel eine Gestalt (Mensch, Wesen, Fantasiefigur) erfinden. Die Zahlen spiegeln das Energiesparbewusstsein ihrer Figur wider (1 keinerlei Bewusstsein, 2 mittelmäßiges
Bewusstsein, 3 hohes Bewusstsein). Sie geben ihr einen passenden Namen und ein Lebensmotto. Sie
beantworten folgende Fragen für ihre Gestalt immer im Hinblick auf ihren Energieverbrauch.
•
•
•
•
Wo wohnt ihre Figur? Wie sieht die Wohnung oder das Haus aus?
Wie und womit bewegt sie sich fort?
Wohin fährt sie in den Urlaub und mit welchen Transportmitteln?
Was ist ihre Lieblingsfreizeitbeschäftigung?
Die Teilnehmer denken sich selbst zwei weitere Fragen/Kriterien aus, die in Zusammenhang mit Energieverbrauch stehen und beantworten diese für ihre Figur.
Anschließend stellen sich die Gruppen gegenseitig ihre Figuren vor. In der Vorstellungsrunde schlüpft je
eine Person aus der Gruppe in die Rolle der Figur und stellt sie vor. Die anderen Gruppenmitglieder dürfen unterstützen. (Beispiel: Hi. Ich heiße Stromkilla. Ich bin eine Megaenergiesünderin. Mein Lebensmotto: Der Klimawandel macht´s mir schön warm. Ich wohne in einer Riesenvilla, die die ganze Nacht hell
erleuchtet ist. Ich steh´ auf Flutlicht. Denn da fühl´ ich mich wie ein Star auf der Bühne. usw.)
Die anderen Teilnehmer raten, welches Energiesparbewusstsein (welche Zahl von 1 bis 3) dahinter
steckt. Wer richtig rät, darf den Namen der Figur auf einen Haftnotizzettel schreiben und an die entsprechende Stelle auf der Skala kleben.
Die Teilnehmer schauen sich danach in der Ausstellung um. Welche Anregungen zur Veränderung finden sie für die vorgestellten Figuren? Eine zusätzliche Recherchemöglichkeit bildet Das Energiejahr –
ein immerwährender Kalender. In der Abschlussrunde geben die Teilnehmer den Figuren Empfehlungen
zum Energie sparen und begründen sie. (Beispiel: Ich empfehle Stromkilla in Zukunft, beim Verlassen
jedes Raumes das Licht abzuschalten, weil so Energie gespart wird und weniger CO2 in die Atmosphäre
gelangt. Der Klimawandel betrifft uns alle. Außerdem kann sie so Geld sparen.) Wer möchte, darf sich
am Ende selbst einordnen und begründen.
22
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt Energiegestalt
Unsere Zahl (bitte ankreuzen):
1  absoluter Energiesünder
2  mittelmäßig energiesparbewusst
3  extrem hohes Energiesparbewusstsein
Name der Figur:
Lebensmotto:
Ich wohne:
, weil …
bevorzugte Fortbewegungsart und Fortbewegungsmittel:
Urlaubsziel/Transport:
Freizeitbeschäftigung:
, weil …
, weil …
, weil …
Denkt euch selbst zwei weitere Kriterien oder Verhaltensweisen zum Energiebewusstsein eurer Figur
aus, beantwortet und begründet sie.
ZUSATZ für Schnelle: Malt eure Figur auf die Rückseite des Blattes.
Wählt einen Vertreter aus eurer Gruppe, der in die Rolle eurer Figur schlüpft und sie den anderen vorstellt. Ihr dürft gern ein bisschen übertreiben und rumspinnen, die Figur z. B. besonders laut oder leise,
schüchtern oder selbstbewusst spielen …
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
23
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.4 ENERGO!
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
3 bis 30 Personen
Dauer:
10 bis 30 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Klemmmappe für Notizen
pro Person ein ENERGO-Vordruck
Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender
(Anzahl je nach Gruppengröße: 1 Kalender für etwa 3 Teilnehmer)
Sitzgelegenheiten (optional)
24
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Alle Teilnehmer erhalten je einen „ENERGO“-Vordruck. Sie werden gebeten die Zahlen von 1 bis 9 beliebig in den Kästchen zu verteilen. Die Lehrkraft bittet alle Teilnehmer um Ehrlichkeit. Sie liest nun die
Aussagen mit der entsprechenden Nummer vor.
Aussagen
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
Mein Handy schalte ich nachts aus.
Während ich Zähne putze, läuft kein Wasser.
Unseren letzten Urlaub haben wir in Deutschland verbracht.
Meine Kleidung pflege ich und trage sie so lange wie möglich.
Wenn niemand im Raum ist, mache ich das Licht aus.
Wenn es im Winter zu Hause kalt ist, ziehe ich einen dicken Pullover an, anstatt sofort die Heizung auf Anschlag zu stellen.
Ich nehme einen Topf passend zur Herdplatte und koche mit Deckel.
Technische Geräte schalte ich richtig aus (kein Stand-by-Modus).
Gemüse aus dem eigenen Garten / Balkon spart Energie. Ich baue zu Hause etwas an.
Ich stelle die Spülmaschine erst an, wenn sie ganz voll ist.
Ich benutze Stofftaschen zum Einkaufen statt Plastiktüten.
Ich dusche anstatt zu baden. Beim Einseifen schalte ich das Wasser kurz ab.
Ich muss nicht jeden Tag Fleisch essen. Obst und Gemüse schmecken und sind besser für das
Klima.
Ich stelle keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank.
Ich verwende Brotzeitbox und Trinkflasche – statt Alufolie und Einwegflasche.
Meine Freunde und ich fahren gerne Rad.
Ich gebe Energiespartipps auch an andere weiter.
Auch beim Shoppen gehen achte ich auf Herkunft und Verarbeitung der Produkte.
Trifft eine Aussage auf die Teilnehmer zu, dürfen sie in das Kästchen mit der entsprechenden Zahl ein
Kreuz machen. Alle Aussagen, die vorgelesen wurden, werden offen hingelegt. Hat ein Teilnehmer eine
vertikale, horizontale oder diagonale Reihe durch die Kreuze erreicht, darf er/sie laut: ENERGO! rufen,
eine bereits offen liegende Aussage wählen und einem beliebigen Teilnehmer schenken.
Sind alle Aussagen vorgelesen und verteilt, werden sie von der betreffenden Person, die sie geschenkt
bekommen hat noch einmal laut vorgelesen. Gemeinsam wird kurz geklärt, was diese Aussage mit dem
Thema Energie sparen zu tun hat.
Die Teilnehmer tragen eigene Ideen zusammen, wie sie Energie sparen können. Beim anschließenden
Ausstellungsrundgang notieren sie sich weitere Beispiele und suchen die Antwort auf die SUPERENERGO-Frage: Was ist am umweltfreundlichsten für die Energiewende? Als weitere Informationsquelle
nutzen sie den Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender.
In der gemeinsamen Abschlussrunde werden die Ergebnisse des Ausstellungsrundgangs zusammengetragen und besprochen. Alle Teilnehmer erhalten einen Zettel und schreiben die Antwort auf die SUPER-ENERGO-Frage darauf. Alle Zettel werden gleichzeitig umgedreht und die Lösung verkündet: Den
Energiebedarf zu senken. Denn Energie, die nicht benötigt wird, muss gar nicht erst hergestellt werden.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
25
Pädagogische Begleitmaterialien
Kopiervorlage ENERGO!
Beispiel Zahlenverteilung:
…………….……………………………………………………………….……………………………………
5
6
3
8
1
4
9
7
2
…………………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………………
26
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Aussagen zum Ausschneiden:
………………………………………………………………………………………………
Mein Handy schalte ich nachts aus.
………………………………………………………………………………………………
Während ich Zähne putze, läuft kein Wasser.
………………………………………………………………………………………………
Unseren letzten Urlaub haben wir in Deutschland verbracht.
………………………………………………………………………………………………
Meine Kleidung pflege ich und trage sie so lange wie möglich.
………………………………………………………………………………………………
Wenn niemand im Raum ist, mache ich das Licht aus.
………………………………………………………………………………………………
Wenn es im Winter zu Hause kalt ist, ziehe ich einen dicken Pullover an, anstatt
sofort die Heizung auf Anschlag zu stellen.
………………………………………………………………………………………………
Ich nehme einen Topf passend zur Herdplatte und koche mit Deckel.
………………………………………………………………………………………………
Technische Geräte schalte ich richtig aus (kein Stand-by-Modus)
………………………………………………………………………………………………
Gemüse aus dem eigenen Garten / Balkon spart Energie. Ich baue zu Hause etwas an.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
27
Pädagogische Begleitmaterialien
………………………………………………………………………………………………
Ich stelle die Spülmaschine erst an, wenn sie ganz voll ist.
………………………………………………………………………………………………
Ich benutze Stofftaschen zum Einkaufen statt Plastiktüten.
………………………………………………………………………………………………
Ich dusche anstatt zu baden. Beim Einseifen schalte ich das Wasser kurz ab.
………………………………………………………………………………………………
Ich muss nicht jeden Tag Fleisch essen, um gesund zu bleiben. Obst und Gemüse schmecken und sind besser für das Klima.
………………………………………………………………………………………………
Ich stelle keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank.
………………………………………………………………………………………………
Ich verwende Brotzeitbox und Trinkflasche – statt Alufolie und Einwegflasche.
………………………………………………………………………………………………
Meine Freunde und ich fahren gerne Rad.
Ich gebe Energiespartipps auch an andere weiter.
………………………………………………………………………………………………
Auch beim Shoppen gehen achte ich auf Herkunft und Verarbeitung der Produkte.
28
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.5 Brainstorming Energieeffizienz (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz ist den Teilnehmern bekannt. Sie
haben sich im Unterricht einführend damit beschäftigt.
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
10 bis 20 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Klemmmappen als Schreibunterlage
pro Person ein Blatt Papier A5
Blatt DIN A2 oder A1 für den Begriff Energieeffizienz
1 Filzstift
Sitzgelegenheiten (optional)
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
29
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Diese Aktivität ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen, im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen. Wahlweise kann
dieses Spiel auch im Unterricht zur Vorbereitung des Ausstellungsbesuches durchgeführt werden.
Spielerklärung
Die Teilnehmer sitzen/stehen im Kreis. Alle haben einen Stift und ein A5 Blatt. Die Lehrkraft erklärt, dass
sie gleich einen Begriff nennen wird und die Teilnehmer bittet, dazu spontan ein Wort oder eine kurze
Wortgruppe leserlich aufzuschreiben. Alle Teilnehmer sollen dies für sich selbst tun, ohne sich mit anderen abzusprechen. Es gibt kein richtig oder falsch. Alle spontanen Assoziationen sind erwünscht.
Die Lehrkraft nennt dann den Begriff Energieeffizienz. Die Teilnehmer schreiben ihre spontanen Assoziationen dazu auf. Die Lehrkraft schreibt inzwischen den Begriff Energieeffizienz mit Filzstift auf ein großes
Blatt Papier und legt es in die Mitte des Kreises. Alle Teilnehmer geben ihren Zettel einmal nach links
weiter. Jeder erhält so einen neuen Zettel.
Die assoziierten Gedanken werden nun reihum laut vorgelesen und kurz erklärt. Die Person, die den
Zettel geschrieben hat, unterstützt gegebenenfalls. Nach dem Vorlesen und Erklären wird der Zettel in
die Mitte auf den Boden zum Begriff Energieeffizienz gelegt. Gleiche oder ähnliche Gedanken werden
zusammengelegt. Gemeinsam verfassen die Teilnehmer (als Wiederholung des im Unterricht Gelernten)
mit Unterstützung der Lehrkraft eine verständliche Kurzdefinition des Begriffs.
30
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.6 Energieeffizienzanagramme
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sollte bekannt sein, siehe Glossar.
Gruppengröße:
9 bis 30 Personen
Dauer:
circa 40 Min.
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
für Nachbereitung: „Energieverbrauch ausgewählter effizienter
Haushaltsgeräte“ im Anschluss an die Spielerklärung
circa 4 Feuerzeuge
pro Gruppe ein Arbeitsblatt
Sitzgelegenheiten (optional)
für Nachbereitung: „Energieverbrauch ausgewählter effizienter
Haushaltsgeräte“ im Anschluss an die Spielerklärung
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
31
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Die Teilnehmer setzen sich in dieser Aktivität schwerpunktmäßig mit dem Thema Energieeffizienz auseinander. Es wird empfohlen, im Vorfeld das Warm-up-Spiel Brainstorming Energieeffizienz als Einstieg
zum Thema durchzuführen.
Spielerklärung
Die Teilnehmer finden sich in 3er Gruppen zusammen und erhalten pro Gruppe ein Arbeitsblatt.
Es gibt drei verschiedene Arbeitsblätter, die zu gleichen Anteilen auf die Gruppen verteilt werden. Die
Teilnehmer lesen zunächst das komplette Arbeitsblatt durch und lösen dann innerhalb ihrer Gruppe die
Anagramme. Durch das vorherige Lesen erhalten sie Hinweise zur Lösung des Anagramms. Sollte dies
immer noch zu schwierig sein, kann die Lehrkraft auch den Anfangs- und Endbuchstaben des Wortes
vorgeben. Die weiteren Aufgaben werden mit Hilfe der Ausstellung gelöst. Sind die Arbeitsblätter fertiggestellt, werden sie gemeinsam vorgestellt und aufgelöst.
Vorschlag zur Nachbereitung zu Hause
1
Die Teilnehmer bitten ihre Eltern ein Strommessgerät auszuleihen. Sie messen damit den Verbrauch
ihrer Haushaltsgeräte und besprechen mit ihren Familienangehörigen, welche Effizienzsteigerungs- und
somit Energieeinsparmöglichkeiten in Zukunft umgesetzt werden können. Sie berichten davon in der
2
Klasse. Als Hilfestellung kann die Übersicht „Energieverbrauch ausgewählter effizienter Haushaltsgeräte“ im Anschluss an die Spielerklärung und der Stromcheck im Energie-Atlas Bayern genutzt werden.
Energie-Atlas Bayern  Bürger  Produkte/Konsum  Stromcheck
1
Ausleihmöglichkeiten unter:
http://www.energieatlas.bayern.de/file/pdf/1284/verleihliste%20strommessgeraete.pdf
2
Infos zu Energieeffizienz und Energielabel unter:
http://www.stromeffizienz.de/haendler-berater/handlungsfelder/energieverbrauchskennzeichnung/das-eu-energielabel.html
32
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 1
Energieeffizienzanagramme
Name: Hank Klürsch
1.) Hank Klürsch möchte zukünftig Energie im Haushalt effizienter nutzen. Ihr sollt ihm dabei helfen.
Schüttelt die Buchstaben seines Namens so, dass ein Haushaltsgerät heraus kommt.
Haushaltsgerät:
2.) Hank Klürsch fragt sich, ob dieses Gerät ein großer Energiefresser (Stromverbraucher) im Haushalt
ist. Helft ihm und sucht die Antwort in der Ausstellung.
3.) Das Gerät von Hank Klürsch ist ziemlich alt, Baujahr circa 1970. Gebt Hank Klürsch einen Tipp, was
er tun kann, um diesbezüglich zukünftig Energie zu sparen und effizienter zu nutzen. Sucht dazu das
Foto des Haushaltsgerätes in der Ausstellung und probiert alles dazu aus.
Dein Tipp für Hank Klürsch:
4.) Bis zu wie viel EUR kann Hank Klürsch mit dieser Maßnahme im Jahr sparen?
5.) Was hilft ihm bei der Auswahl des passenden Gerätes?
6.) Außer dass Hank Klürsch Geld spart, gibt es einen weiteren positiven Effekt.
Welcher ist das? Erläutert kurz den Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz.
Positiver Effekt:
Zusammenhang mit Energieeffizienz:
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
33
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 2
Energieeffizienzanagramme
Name: Ede Pallm
1.) In der Haushaltskasse sieht´s knapp aus: Ede Pallm möchte Energie im Haushalt sparen und effizienter nutzen. Mixt die Buchstaben seines Namens neu und ihr erfahrt, womit Ede Pallm das zukünftig gelingen soll.
2.) Ede Pallm fragt sich, ob Beleuchtung ein großer Energiefresser (Stromverbraucher) im Haushalt ist.
Helft ihm und sucht die Antwort in der Ausstellung:
3.) In der Ausstellung befindet sich ein Foto des Teils, mit dem Ede Pallm zukünftig die Energieeffizienz
steigern und so Energie und Geld sparen möchte.
Sucht das Foto und notiert, wie viel EUR gespart werden könnten, wenn Ede Pallm in seiner Wohnung
10 Teile davon auswechselt.
4.) Worauf sollte Ede Pallm beim Kauf achten?
5.) Sucht bitte in der Ausstellung die Lichtbox. Probiert sie aus. Was soll die Lichtbox veranschaulichen?
6.) Außer, dass Ede Pallm Geld spart, gibt es einen weiteren positiven Effekt.
Welcher ist das? Erläutert kurz den Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz.
Positiver Effekt:
Zusammenhang mit Energieeffizienz:
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
34
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 3
Energieeffizienzanagramme
Bitte holt euch bei Eurer Lehrkraft ein Feuerzeug ab!
Name: Ester Feibschen
1.) Um zukünftig energieeffizienter zu haushalten, plant Ester Feibschen Sanierungsmaßnahmen an
ihrem Haus. Mixt die Buchstaben ihres Namens neu und ihr bekommt einen Hinweis, an welcher Stelle
Ester Feibschen zukünftig effizienter sein möchte.
Erstmal möchte Ester Feibschen herausfinden, was da überhaupt in ihrem Haus verbaut ist.
Sucht in der Ausstellung nach einer Testmöglichkeit und probiert sie aus. (Tipp: Feuerzeug)
2.) Wie kann Ester Feibschen ihre Verglasung testen?
3.) Testet das Gefrierschrankmodell. Was soll es veranschaulichen?
4.) Zu welcher Verglasung würdet ihr Ester Feibschen raten?
5.) Gehen wir mal davon aus, dass Ester Feibschen bisher Kastenfenster in ihrem Haus hat. Wie viel
Geld würde sie im Jahr sparen, wenn sie auf das von euch empfohlene Fenster umrüsten würde? Und
warum?
6.) Welche positiven Auswirkungen auf das Klima hätte die Umrüstung auf 3-Scheiben-Verglasung?
Erläutert kurz den Zusammenhang.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
35
Pädagogische Begleitmaterialien
Auflösung, Arbeitsblatt 1
1.) Hank Klürsch – Kühlschrank
2.) Kühl- und Gefriergeräte zählen zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. (Ausstellungstafel
Stromcheck im Haushalt)
3.) Hank Klürsch sollte sich im Idealfall einen neuen Kühlschrank mit der höchsten Effizienzklasse kaufen. (Ausstellungstafel 2 Energieeffizienz steigern - Energie und Kosten sparen)
4.) Hank Klürsch kann bis zu 90 EUR im Jahr sparen.
5.) Bei der Geräteauswahl helfen die Energieeffizienzklassen.
6.) Ein weiterer positiver Effekt ist, dass das Klima geschont wird: > gesteigerte Energieeffizienz > weniger Strom muss hergestellt oder umgewandelt werden > weniger CO2-Ausstoß > positiver Effekt fürs
Klima.
Auflösung, Arbeitsblatt 2
1.) Ede Pallm – LED Lampe
2.) Licht gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. (Ausstellungstafel Stromcheck im
Haushalt)
3.) Er kann 200 EUR im Jahr sparen. (Ausstellungstafel 2 Energieeffizienz steigern − Energie und Kosten sparen)
4.) Auf Lichtfarbe, Form der Lampe und Lumenzahl. So bleibt die gewohnte Beleuchtung erhalten. (Ausstellungstafel 2 Energieeffizienz steigern –Energie und Kosten sparen)
5.) Die Lichtbox veranschaulicht die Farbwiedergabe der unterschiedlichen Leuchtmittel. (Ausstellungsmodul Lichtbox)
6.) Ein weiterer positiver Effekt ist, dass das Klima geschont wird: > gesteigerte Energieeffizienz > weniger Strom muss hergestellt oder umgewandelt werden >>> weniger CO2-Ausstoß > positiver Effekt fürs
Klima
Auflösung, Arbeitsblatt 3
1.) Ester Feibschen − Fensterscheibe
2.) Feuerzeugtest Mit dem Feuerzeug kann man testen, wie viele Scheiben ein Fenster hat und ob diese
eine Wärmeschutzschicht haben. Einfach anzünden und nah vor die Scheibe halten. Bei 3-ScheibenVerglasung müssen 3 Doppelflämmchen zu sehen sein. Einzelne Flämmchen sind lila, wenn eine Beschichtung vorliegt. (Ausstellungsmodul Gefrierschrankmodell)
3.) Die Wärmedämmung der verbauten Scheiben nimmt von oben nach unten ab. Man fühlt mit der Hand
an den drei unterschiedlichen Scheiben. Je kälter sich das Fenster anfühlt, desto mehr Wärme verliert es
nach draußen in die „Winterlandschaft“. Am wärmsten und damit am besten ist die 3-ScheibenVerglasung mit Wärmeschutzverglasung. (Ausstellungsmodul Gefrierschrankmodell)
4.) 3-fach-Wärmedämmverglasung (Ausstellungsmodul Gefrierschrankmodell)
5.) Sie könnte bei circa 30 qm Fensterfläche etwa 560 EUR jährlich sparen. Sie hat weniger Heizkosten,
da durch die 3-Scheiben-Verglasung weniger Wärme entweicht (Ausstellungstafel Effizienz durch gute
Fenster, Drehrad).
6.) Ester Feibschen könnte durch das Umrüsten auf 3-fach-Wärmedämmverglasung Energie sparen,
damit ist der Wärmeverlust in ihrer Wohnung geringer. Sie muss weniger heizen. Es muss weniger
Energie fürs Heizen zur Verfügung gestellt werden. Somit wird der CO2-Ausstoß verringert.
36
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Energieverbrauch ausgewählter effizienter Haushaltsgeräte
Gerät
Leistung eines energieeffizienten Modells
Verbrauch eines energieeffizienten Modells pro Jahr bei
beispielhafter Anwendungsdauer
LED-Lampe zur
Wohnungsbeleuchtung
3 – 25 Watt je nach
gewünschter Helligkeit
bei 2 Personen-Haushalt, 160 W
summierte Anschlussleistung für
die Beleuchtung, 1,5 h Brenndauer pro Tag: 90 kWh
Quelle: Marktrecherche und eigenes Beispiel
Herd
Backofen
Mikrowelle
Kühlschrank, klein,
ohne Gefrierfach
(Standgerät 156 l)
Kühlschrank, klein,
mit kleinem Gefrierfach (Standgerät
101/13 l)
Kühlschrank, groß,
mit integrierter Gefriertruhe (KühlGefrier-Kombination
(Standgerät 226/67 l)
Gefriertruhe, klein
(Standgerät 175 l)
Geschirrspüler
(Standgerät 60 cm,
280 Spülgänge)
Waschmaschine
(Fassungsvermögen:
6 kg, 220 Waschzyklen)
Trockner (Fassungsvermögen: 7 kg, 2
Verbrauch eines
energieeffizienten
Modells pro Tag
bzw. je Vorgang
Beleuchtung
Kochen und Backen
Starkstromgerät – nicht
selbst messen!
Leistung je nach Plattengröße zwischen 700
und 3.700 W (meist
zwischen 1.000 und
2.500 W) pro Platte
Starkstromgerät – nicht
selbst messen!
Leistung je nach Größe
meist zwischen 1.500
und 3.600 W
Beispiel: 600 W thermisch (entspricht circa
1000 W elektrisch)
Kühlen und Gefrieren
Durchschnittliche LeisDurchschnittliche
tung: 7 Watt
Leistung ab 0,17
kWh pro Tag
Durchschnittliche Leisab 0,25 kWh pro
tung: 10,5 Watt
Tag
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Annahme: 365 Vorgänge à 5 Minuten (1000 W el.): 30 kWh
bei 365 Tagen pro Jahr (7 W):
62 kWh
Quelle: ecotopten
bei 365 Tagen pro Jahr (10,5 W):
93 kWh
Quelle: ecotopten
Durchschnittliche Leistung: 16 Watt
ab 0,38 kWh pro
Tag
bei 365 Tagen pro Jahr (15 W):
139 kWh
Quelle: ectopten
Durchschnittliche Leistung: 12 Watt
ab 0,30 kWh pro
Tag
-
ab 0,70 kWh pro
Spülgang
bei 365 Tagen pro Jahr (12 W):
109 kWh
Quelle: ecotopten
bei 280 Spülgängen pro Jahr:
194 kWh
Quelle: ecotopten
-
-
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Waschen und Trocknen
ab 0,67 kWh pro
Waschzyklus (Mittelwert)
1,9 kWh pro Trockengang
bei 220 Waschzyklen pro Jahr:
145 kWh
Quelle: ecotopten
bei 104 Vorgängen pro Jahr:
199 kWh
37
Pädagogische Begleitmaterialien
Zyklen pro Woche
(von uns angenommen)
Neues Smartphone
(Akku: 15,5 Wh,
komplette Ladung
alle 2 Tage)
WLAN-Router (FritzBox), Aktivität: 24
h/Tag
LED-Fernseher, 81
cm Bilddiagonale,
Nutzung: 4 Stunden
pro Tag
Desktop-PC
(670 €, Wärmepumpentrockner)
Telekommunikation und Mediennutzung
etwa 0,015 kWh
bei 183 Tagen pro Jahr:
pro Ladung
2,8 kWh
Quelle: eigene Messungen und
Berechnungen
ab 5 Watt im Stand-by;
bei 24 h pro Tag:
ab 8 Watt im Daten43,8 – 70 kWh
transfer
Quelle: Marktrecherche
ab 25 Watt
ab 0,12 kWh pro
bei 4 h pro Tag (25 W):
Tag
37 kWh Quelle: ecotopten
ab 20 Watt (ohne Bildschirm, Tastatur, Maus)
Bildschirm (56 cm
bzw. 22 Zoll Diagonale)
15 Watt Betrieb,
0,2 Watt Stand-by
Notebook
ab 15 Watt; 1 Watt
Stand-by
Quelle:
4 h Betrieb, 3 h
Standby, 17 h aus:
0,06 kWh pro Tag
http://www.energieatlas.bayer
n.de/buerger/konsum/compute
r.html
Ultrabook, Netbook,
Tablet
unter 10 Watt; 1 Watt
Stand-by
Quelle:
bei 10 W, 4 h pro Tag Vollbetrieb
und 8 h Standby: 17,5 kWh
Quelle: Energie-Atlas Bayern und
eigene Annahmen zu Stand-by
und Betriebsdauer
http://www.energieatlas.bayer
n.de/buerger/konsum/compute
r.html
Staubsauger
Sonstiges Haushalt
neuer Mindeststandard:
maximal 900 Watt
oder nach ecotopten:
z. B. 700 Watt
Lüftungsanlage für
Wohnung (Einzelraum-entlüftung)
ab 7 Watt
bei 4 h Betrieb, 3 h Standby, 17 h
aus pro Tag: 30 kWh
Quelle: ecotopten, eigene Annahmen zur Betriebsdauer
bei 4 h Betrieb, 3 h Standby, 17 h
aus pro Tag: 22 kWh
Quelle: ecotopten, eigene Annahmen zur Betriebsdauer
bei 4 h pro Tag Vollbetrieb und
8 h Standby: 25 kWh
Quelle: Energie-Atlas Bayern und
eigene Annahmen (Stand-by und
Betriebsdauer)
Lüftung
etwa 0,14 kWh pro
Tag
bei 1 h pro Woche (900 W):
47 kWh
bei 0,68 h pro Woche: 25 kWh
(Nutzungsdauer variiert bei
ecotopten zwischen 0,6 und 0,8
h/Woche)
etwa 50 kWh
Hinweis: über einen Wärmetauscher wird meist zusätzlich Energie in Form von Wärme zurückgewonnen. Quelle:
http://energieberatung.ibshlk.de/planLuK_lueftgeraet.htm
Lüftungsanlage für
Haus (150 m³/h Volumenstrom)
ab 40 Watt
ab etwa 1 kWh pro
Tag
ab circa 360 kWh
Hinweis: über einen Wärmetauscher wird meist ein Vielfaches an
Energie in Form von Wärme zurückgewonnen. Quelle:
https://www.energielexikon.info/lueftungsanlage.html
38
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Hinweis:
Alle Werte sind, soweit nicht anders angegeben, den Datenbanken von www.ecotopten.de, der Plattform
des Öko-Institut e. V., Geschäftsstelle Freiburg entnommen. Die Messkriterien finden Sie dort in gesonderten Dokumenten „Kriterien“ bei den jeweiligen Gerätetypen. Ecotopten listet nicht alle verfügbaren
Geräte, sondern trifft bereits eine Vorauswahl. Für die vorliegende Liste wurde das gelistete Gerät mit
dem geringsten Jahresverbrauch gesucht. Standen mehrere Geräte mit ähnlichem Verbrauch an oberster Stelle wurde das preisgünstigste Modell ausgewählt, siehe Trockner und Kühl-Gefrier-Kombi: hier
war das nächstbeste Gerät effizient und bedeutend günstiger. Für viele Geräte ist eine sinnvolle Angabe
des Strombedarfs von der Ausführung des Gerätes, meist der Größe, der Leistungsfähigkeit und der
Einschaltdauer abhängig (Beispiel Ofen, Herd, Fernseher). Wo immer möglich, wurde ein entsprechender Hinweis gegeben. Die letzte Spalte „Verbrauch eines energieeffizienten Modells pro Jahr bei beispielhafter Anwendungsdauer“ zeigt Anwendungsbeispiele. Diese sollten vom Benutzer auf Übereinstimmung mit der eigenen Verbrauchersituation verglichen werden. Meist können die Verbrauchswerte
über Nutzungsdauer und Leistung des Gerätes selbst errechnet oder mit einem Strommessgerät gemessen werden.
Es werden teilweise gerundete Werte verwendet!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
39
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.7 Frage-Antwort-Mixer
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sollte bekannt sein.
Gruppengröße:
6 bis 30 Personen
Dauer:
20 bis 50 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappen für Notizen
Papierabschnitte mit Fragen und Antworten
(pro Teilnehmer ein Abschnitt)
Behältnis, wie z. B. Säckchen oder Schüssel
ein Feuerzeug
40
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Die Teilnehmer setzen sich in dieser Aktivität schwerpunktmäßig mit dem Thema Energieeffizienz auseinander. Es wird empfohlen im Vorfeld dieses Spieles das Warm-up-Spiel Brainstorming Energieeffizienz
als Einstieg zum Thema durchzuführen.
Spielerklärung
Die Fragen- und Antwortabschnitte (Anzahl je nach Gruppengröße) werden auseinandergeschnitten und
in ein Säckchen, eine Schüssel oder Ähnliches gelegt. Jeder Teilnehmer zieht nun einen Abschnitt und
liest ihn still für sich durch. Die Teilnehmer stellen sich dann im Kreis auf. Die Zettel werden reihum vorgelesen. Die Teilnehmer bilden dabei Frage-Antwort-Paare. Zum Beispiel: Ein Teilnehmer hat eine Antwort und liest sie vor: LED-Lampe. Die Anderen schauen auf ihre Zettel. Die Person mit der Frage „Welcher Beleuchtungskörper ist auf lange Sicht kostengünstiger: LED oder Glühlampe?“ verlässt den Kreis
und stellt sich dazu. Das Paar hat sich gefunden und geht aus dem Kreis heraus. Wer unsicher ist, wartet noch eine Runde. Es werden immer weniger Teilnehmer im Kreis. Neben ausformulierten Fragen und
Antworten gibt es mehrfach Zettel mit der Aufschrift „Such´ dir in der Ausstellung selber eine Frage, die
im Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht“ sowie die zugehörige Aussage: „Such´ dir in
der Ausstellung selber eine Antwort, die in Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht“.
Wenn sich alle Paare gefunden haben, begeben sie sich in die Ausstellung und suchen den passenden
Ausstellungsbereich zu ihrem Frage-Antwort-Paar. Paare, die das Frage-Antwort-Paar „Such dir selber
eine Frage/Antwort hatten, suchen sich in der Ausstellung selber eine Frage und beantworten sie gemeinsam. Alle Paare erarbeiten eine kurze Erklärung für ihr Frage-Antwort-Paar und machen sich dazu
Notizen. Dabei binden sie das Wort Energieeffizienz oder energieeffizient ein.
Wenn alle Teilnehmer fertig sind, präsentieren die Paare an der entsprechenden Stelle in der Ausstellung ihre Ergebnisse. Nachfragen und Ergänzungen durch die anderen Teilnehmer und die Lehrkraft
sind erlaubt und erwünscht.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
41
Pädagogische Begleitmaterialien
Frage-Antwort-Mixer
Kopiervorlage zum Ausschneiden der Fragen und Antworten
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Wie kann man testen, welche Verglasung Fenster haben?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Mit dem Feuerzeugtest.
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Womit kann man Energieeinsparmöglichkeiten im Haushalt entdecken?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Strommessgerät
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Was hilft bei der Auswahl eines sparsamen (energieeffizienten) Haushalts- oder Elektrogerätes?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Die Energieeffizienzklassen
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Welcher Beleuchtungskörper ist energieeffizienter und somit auf lange Sicht kostengünstiger:
LED- oder Glühlampe?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
LED-Lampe
…………………………………………………………………………………………………………
42
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Frage:
Nenne zwei Vorteile der 3-Scheiben-Verglasung!
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Sie ist energieeffizienter und bewahrt Wärme im Haus, weniger Heizkosten, geringerer CO2Ausstoß
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Nach wie vielen Jahren rechnet sich der Einbau einer hocheffizienten Heizungsumwälzpumpe?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Bereits nach 2 bis 4 Jahren.
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Wie viel Strom könnte ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt durch Energieeffizienzsteigerungs- und Einsparmaßnahmen insgesamt sparen?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Fast 50 %/die Hälfte.
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Nenne eine einfache Maßnahme, die DU zukünftig durchführen könntest, um zu Hause Energie
zu sparen!
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Stereoanlage, Fernseher, Computer komplett ausschalten (kein Stand-by-Modus). Licht ausschalten, wenn nicht benötigt!
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
43
Pädagogische Begleitmaterialien
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Antwort, die in Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht.
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Antwort, die in Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht.
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Antwort, die in Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht.
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht?
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Antwort, die in Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht.
…………………………………………………………………………………………………………
Frage:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Frage, die im Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht?
44
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
…………………………………………………………………………………………………………
Antwort:
Such´ dir in der Ausstellung selber eine Antwort, die in Zusammenhang mit dem Thema Energieeffizienz steht.
…………………………………………………………………………………………………………
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
45
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.7.1
Ausstellungsguide
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz ist den Teilnehmern bekannt. Sie
haben sich bereits im Unterricht damit beschäftigt.
Gruppengröße:
6 bis 30 Personen
Dauer:
25 Min. bis 45 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappen für Notizen
1 Feuerzeug
pro Gruppe je ein Faltblatt:
Klima schützen – Kosten senken
1
Mit hocheffizienten Heizungsumwälzpumpen Strom sparen
Klima schützen – Kosten senken
2
Durch Energiesparfenster mit 3-Scheiben-Verglasung
Heizkosten sparen
Klima schützen – Kosten senken
3
Stromkosten sparen mit energieeffizienter Beleuchtung
Klima schützen – Kosten senken
4
Strom sparen zu Hause
für Nachbereitung: „Energieverbrauch ausgewählter effizienter
Haushaltsgeräte“ im Anschluss an die Spielerklärung
Kostenloser Download oder Bestellen unter:
1
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00059.htm
2
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00061.htm
3
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00065.htm
4
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00074.htm
46
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Die Teilnehmer setzen sich in dieser Aktivität schwerpunktmäßig mit dem Thema Energieeffizienz auseinander. Es wird empfohlen, im Vorfeld das Warm-up-Spiel Brainstorming Energieeffizienz als Einstieg
zum Thema durchzuführen.
Spielerklärung
Die Teilnehmer übernehmen in diesem Spiel die Rolle von Ausstellungsguides. Sie arbeiten in 2er bis
4er Gruppen. Die folgenden Ausstellungsmodule werden den Gruppen zugeteilt:
1. Tafel Energie-3-Sprung
2. Tafel Energieeffizienz steigern
3. Tafel Stromcheck im Haushalt
4. Strommessgerät
5. Tafel Drehrad Effizienz durch gute Beleuchtung
6. Modul Lichtbox
7. Modul Lichtleiste
8. Tafel Drehrad Effizienz durch gute Heizungsumwälzpumpen
9. Tafel Drehrad Effizienz durch gute Fenster
10. Modul Gefrierschrankmodell (Gruppe erhält zusätzlich 1 Feuerzeug)
Sollte die Teilnehmer-Zahl 20 Personen unterschreiten, können einzelne Module weggelassen werden.
Die Tafeln 1 bis 3 sollten in jedem Fall vorgestellt werden.
Die Aufgabe für alle ist, eine Tour durch die Ausstellung mit wechselnden Guides zu planen, die sich aus
den oben aufgeführten Ausstellungsmodulen zusammensetzt. Jede Gruppe stellt dabei ihren Teil vor.
Als zusätzliches Recherchematerial stehen den Gruppen die o. g. Faltblätter zur Verfügung. Sie wählen
die Faltblätter, die zu ihrem Auftrag passen.
Die Gruppen bereiten zunächst ihren Auftritt vor. Ziel ist es, das Ganze so zu gestalten, dass es für die
anderen Teilnehmer interessant und einfach zu verstehen ist. Es sollte also möglichst frei und mit eigenen Worten gesprochen werden. Stichpunktzettel sind selbstverständlich erlaubt. Die präsentierenden
Guides sollen auch den Kontakt zu ihren Besuchern herstellen. Sie können z. B. Schätzfragen einbauen,
um das Publikum einzubeziehen oder sie können einzelne Personen etwas testen lassen, z. B. die Temperaturen am Gefrierschrankmodell. Die Reihenfolge des Rundgangs entspricht der obigen Nummerierung. Jede Gruppe spricht mit ihrer Vorgänger- und Nachfolgergruppe eine geschickte Überleitung ab.
Nach der Vorbereitungszeit erfolgt der gemeinsame Rundgang in dem sich die Gruppen gegenseitig die
Ausstellung vorstellen. Am Ende gibt’s Applaus von allen für alle.
Vorschlag zur Nachbereitung zu Hause
1
Die Teilnehmer bitten ihre Eltern, ein Strommessgerät auszuleihen. Sie messen damit den Stromverbrauch ihrer Geräte im Haushalt und recherchieren die Energieeffizienzklasse ihres Geräts. Sie besprechen mit ihren Familienangehörigen, mit welchen Maßnahmen sie in Zukunft Energie und Kosten einsparen können. Sie können sowohl Maßnahmen des ersten wie des zweiten Sprungs nennen.. Sie berichten
davon in der Klasse.
Als Hilfestellung dient die Übersicht „Energieverbrauch ausgewählter effizienter Haushaltsgeräte“ im
Anschluss an die Spielerklärung und der Stromcheck im Energie-Atlas Bayern  Bürger  Produkte/Konsum  Stromcheck
1
Ausleihmöglichkeiten unter:
http://www.energieatlas.bayern.de/file/pdf/1284/verleihliste%20strommessgeraete.pdf
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
47
Pädagogische Begleitmaterialien
Energieverbrauch ausgewählter effizienter Haushaltsgeräte
Gerät
Leistung eines energieeffizienten Modells
Verbrauch eines energieeffizienten Modells pro Jahr bei
beispielhafter Anwendungsdauer
LED-Lampe zur
Wohnungsbeleuchtung
3 – 25 Watt je nach
gewünschter Helligkeit
bei 2 Personen-Haushalt, 160 W
summierte Anschlussleistung für
die Beleuchtung, 1,5 h Brenndauer pro Tag: 90 kWh
Quelle: Marktrecherche und eigenes Beispiel
Herd
Backofen
Mikrowelle
Kühlschrank, klein,
ohne Gefrierfach
(Standgerät 156 l)
Kühlschrank, klein,
mit kleinem Gefrierfach (Standgerät
101/13 l)
Kühlschrank, groß,
mit integrierter Gefriertruhe (KühlGefrier-Kombination
(Standgerät 226/67 l)
Gefriertruhe, klein
(Standgerät 175 l)
Geschirrspüler
(Standgerät 60 cm,
280 Spülgänge)
Waschmaschine
(Fassungsvermögen:
6 kg, 220 Waschzyklen)
Trockner (Fassungsvermögen: 7 kg, 2
48
Verbrauch eines
energieeffizienten
Modells pro Tag
bzw. je Vorgang
Beleuchtung
Kochen und Backen
Starkstromgerät – nicht
selbst messen!
Leistung je nach Plattengröße zwischen 700
und 3.700 W (meist
zwischen 1.000 und
2.500 W) pro Platte
Starkstromgerät – nicht
selbst messen!
Leistung je nach Größe
meist zwischen 1.500
und 3.600 W
Beispiel: 600 W thermisch (entspricht circa
1000 W elektrisch)
Kühlen und Gefrieren
Durchschnittliche LeisDurchschnittliche
tung: 7 Watt
Leistung ab 0,17
kWh pro Tag
Durchschnittliche Leisab 0,25 kWh pro
tung: 10,5 Watt
Tag
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Annahme: 365 Vorgänge à 5 Minuten (1000 W el.): 30 kWh
bei 365 Tagen pro Jahr (7 W):
62 kWh
Quelle: ecotopten
bei 365 Tagen pro Jahr (10,5 W):
93 kWh
Quelle: ecotopten
Durchschnittliche Leistung: 16 Watt
ab 0,38 kWh pro
Tag
bei 365 Tagen pro Jahr (15 W):
139 kWh
Quelle: ectopten
Durchschnittliche Leistung: 12 Watt
ab 0,30 kWh pro
Tag
-
ab 0,70 kWh pro
Spülgang
bei 365 Tagen pro Jahr (12 W):
109 kWh
Quelle: ecotopten
bei 280 Spülgängen pro Jahr:
194 kWh
Quelle: ecotopten
-
-
Waschen und Trocknen
ab 0,67 kWh pro
Waschzyklus (Mittelwert)
1,9 kWh pro Trockengang
bei 220 Waschzyklen pro Jahr:
145 kWh
Quelle: ecotopten
bei 104 Vorgängen pro Jahr:
199 kWh
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Zyklen pro Woche
(von uns angenommen)
Neues Smartphone
(Akku: 15,5 Wh,
komplette Ladung
alle 2 Tage)
WLAN-Router (FritzBox), Aktivität: 24
h/Tag
LED-Fernseher, 81
cm Bilddiagonale,
Nutzung: 4 Stunden
pro Tag
Desktop-PC
(670 €, Wärmepumpentrockner)
Telekommunikation und Mediennutzung
etwa 0,015 kWh
bei 183 Tagen pro Jahr:
pro Ladung
2,8 kWh
Quelle: eigene Messungen und
Berechnungen
ab 5 Watt im Stand-by;
bei 24 h pro Tag:
ab 8 Watt im Daten43,8 – 70 kWh
transfer
Quelle: Marktrecherche
ab 25 Watt
ab 0,12 kWh pro
bei 4 h pro Tag (25 W):
Tag
37 kWh Quelle: ecotopten
ab 20 Watt (ohne Bildschirm, Tastatur, Maus)
Bildschirm (56 cm
bzw. 22 Zoll Diagonale)
15 Watt Betrieb,
0,2 Watt Stand-by
Notebook
ab 15 Watt; 1 Watt
Stand-by
Quelle:
4 h Betrieb, 3 h
Standby, 17 h aus:
0,06 kWh pro Tag
http://www.energieatlas.bayer
n.de/buerger/konsum/compute
r.html
Ultrabook, Netbook,
Tablet
unter 10 Watt; 1 Watt
Stand-by
Quelle:
bei 10 W, 4 h pro Tag Vollbetrieb
und 8 h Standby: 17,5 kWh
Quelle: Energie-Atlas Bayern und
eigene Annahmen zu Stand-by
und Betriebsdauer
http://www.energieatlas.bayer
n.de/buerger/konsum/compute
r.html
Staubsauger
Sonstiges Haushalt
neuer Mindeststandard:
maximal 900 Watt
oder nach ecotopten:
z. B. 700 Watt
Lüftungsanlage für
Wohnung (Einzelraum-entlüftung)
ab 7 Watt
bei 4 h Betrieb, 3 h Standby, 17 h
aus pro Tag: 30 kWh
Quelle: ecotopten, eigene Annahmen zur Betriebsdauer
bei 4 h Betrieb, 3 h Standby, 17 h
aus pro Tag: 22 kWh
Quelle: ecotopten, eigene Annahmen zur Betriebsdauer
bei 4 h pro Tag Vollbetrieb und
8 h Standby: 25 kWh
Quelle: Energie-Atlas Bayern und
eigene Annahmen (Stand-by und
Betriebsdauer)
Lüftung
etwa 0,14 kWh pro
Tag
bei 1 h pro Woche (900 W):
47 kWh
bei 0,68 h pro Woche: 25 kWh
(Nutzungsdauer variiert bei
ecotopten zwischen 0,6 und 0,8
h/Woche)
etwa 50 kWh
Hinweis: über einen Wärmetauscher wird meist zusätzlich Energie in Form von Wärme zurückgewonnen. Quelle:
http://energieberatung.ibshlk.de/planLuK_lueftgeraet.htm
Lüftungsanlage für
Haus (150 m³/h Volumenstrom)
ab 40 Watt
ab etwa 1 kWh pro
Tag
ab circa 360 kWh
Hinweis: über einen Wärmetauscher wird meist ein Vielfaches an
Energie in Form von Wärme zurückgewonnen. Quelle:
https://www.energielexikon.info/lueftungsanlage.html
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
49
Pädagogische Begleitmaterialien
Hinweis:
Alle Werte sind, soweit nicht anders angegeben, den Datenbanken von www.ecotopten.de, der Plattform
des Öko-Institut e. V., Geschäftsstelle Freiburg entnommen. Die Messkriterien finden Sie dort in gesonderten Dokumenten „Kriterien“ bei den jeweiligen Gerätetypen. Ecotopten listet nicht alle verfügbaren
Geräte, sondern trifft bereits eine Vorauswahl. Für die vorliegende Liste wurde das gelistete Gerät mit
dem geringsten Jahresverbrauch gesucht. Standen mehrere Geräte mit ähnlichem Verbrauch an oberster Stelle wurde das preisgünstigste Modell ausgewählt, siehe Trockner und Kühl-Gefrier-Kombi: hier
war das nächstbeste Gerät effizient und bedeutend günstiger. Für viele Geräte ist eine sinnvolle Angabe
des Strombedarfs von der Ausführung des Gerätes, meist der Größe, der Leistungsfähigkeit und der
Einschaltdauer abhängig (Beispiel Ofen, Herd, Fernseher). Wo immer möglich, wurde ein entsprechender Hinweis gegeben. Die letzte Spalte „Verbrauch eines energieeffizienten Modells pro Jahr bei beispielhafter Anwendungsdauer“ zeigt Anwendungsbeispiele. Diese sollten vom Benutzer auf Übereinstimmung mit der eigenen Verbrauchersituation verglichen werden. Meist können die Verbrauchswerte
über Nutzungsdauer und Leistung des Gerätes selbst errechnet oder mit einem Strommessgerät gemessen werden.
Es werden teilweise gerundete Werte verwendet!
50
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.8 Energietabu (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer (TN) sollten die im Spiel verwendeten Begriffe
kennen.
Gruppengröße:
2 bis 30 Personen
Dauer:
circa 45 Min.
Material:
30 Begriffskärtchen
A3 Papier und Stifte zum Zeichnen der Begriffe
Gegebenenfalls Glossar „Energiewende A-Z“
1
1
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/07000127.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
51
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen, im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Die 30 Begriffskarten zum Thema erneuerbare Energien werden auf einen Stapel gelegt. Die Teilnehmer
ziehen reihum einen Begriff und lesen ihn leise. Sie entscheiden dann, ob sie den Begriff zeichnen, erklären (ohne das Wort selbst zu nennen) oder pantomimisch darstellen wollen. Die anderen raten. Zu
jedem Begriff wird kurz gemeinsam erklärt, was er mit dem Thema erneuerbare Energien zu tun hat. Die
erratenen und besprochenen Karten werden zur Seite gelegt. Sollte ein Teilnehmer seinen Begriff nicht
kennen, darf er/sie ihn verdeckt in die Mitte legen und einen neuen ziehen. Die Person, die als nächstes
an der Reihe ist, zieht zuerst den verdeckten Begriff, falls sie ihn auch nicht kennt, zieht sie die nächste
Karte vom Stapel usw. Alle Teilnehmer versuchen zuerst die ausgesonderten Begriffe zu bearbeiten,
bevor sie eine neue Karte ziehen. Ist der Stapel fertig gespielt und es liegen noch verdeckte Karten in
der Mitte, werden diese aufgedeckt und gemeinsam besprochen. Die Lehrkraft unterstützt.
Sollten einzelne Begriffe zu schwierig sein, können diese weggelassen oder durch selbst gewählte ersetzt werden.
52
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Begriffe TABU zum Ausschneiden
Erdwärme
Solaranlage
Erdgas
Erdöl
Sonne
Mais
Windenergieanlage
Wasserkraftanlage
Windpark
Klimawandel
Wind
Biomasse
Energiewende
CO2-Ausstoß
Windrad
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
53
Pädagogische Begleitmaterialien
Ökostrom
Biodiesel
Kohle
Gülle
Holz
Atomkraftwerk
Energieverbrauch
Wasser
erneuerbare Energien
fossile Energieträger
Biogasanlage
Wärme
Treibhauseffekt
Strom
nachwachsende
Rohstoffe
54
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.9 Mein Reim auf Energie (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer haben das Thema erneuerbare Energien bereits
im Unterricht behandelt. Diese Aktivität dient zur Vertiefung des
Gelernten. Die Begriffe aus der Kopiervorlage sollten den Teilnehmern bekannt sein.
Gruppengröße:
6 bis30 Personen
Dauer:
25 bis 40 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappen für Notizen
10 Begriffskärtchen
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
55
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer arbeiten in 3er-Gruppen. Jede Gruppe zieht einen Begriff und überlegt, was dieser Begriff mit dem Thema erneuerbare Energien zu tun hat. Die Gruppen begeben sich dann mit dem Begriff
in die Ausstellung. Sie lesen und probieren alles aus, was sie zu ihrem Begriff finden können.
Mögliche Begriffe:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Windenergie
Kohlenstoffdioxid (CO2)
Fledermaus
Wind (Audiostation der Mitmachstation Wind nutzen)
Energie-3-Sprung
Klimaschutz
Windpark
Energiewende
Solarpark
Wasserkraft
Biogasanlage
Anschließend schreiben sie ein Elfchen zu ihrem Begriff. Ein Elfchen ist ein kurzes Gedicht, das sich
nicht reimen muss und wie folgt aufgebaut ist:
Zeile
Wörter
Inhalt
1
1
Ein Gegenstand, ein Gedanke, eine Farbe oder Ähnliches
In diesem Fall der gezogene Begriff: z. B. Windrad.
2
2
Was macht das Wort aus Zeile 1?
3
3
Wie ist das Wort aus Zeile 1? Wo befindet es sich?
4
4
Was verbindest du mit diesem Wort? Was denkst du über das Wort?
5
1
Fazit: Was ist das Ergebnis? Was kommt dabei heraus?
Beispiel:
Windrad
dreht sich
über grünen Feldern
bringt uns nachhaltige Energie
Zukunft.
Wer Elfchen nicht mag, kann sich auch eine Liedstrophe für die Lieblingsband/-sänger ausdenken.
Es darf auch gerappt werden!
In der Abschlussrunde werden die Verse vorgetragen. Applaus für die Künstler! Die anderen Teilnehmer
dürfen interpretieren und den Bezug zum Thema erneuerbare Energien herstellen. Die Künstler unterstützen.
56
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Kopiervorlage
Mein Reim auf Energie
Begriffe zum Ausschneiden
…………………………………………………………………………………………………………
Windenergie
…………………………………………………………………………………………………………
Kohlenstoffdioxid (CO2)
…………………………………………………………………………………………………………
Fledermaus
…………………………………………………………………………………………………………
Wind (Audiostation der Mitmachstation Wind nutzen)
…………………………………………………………………………………………………………
Energie-3-Sprung
…………………………………………………………………………………………………………
Klimaschutz
…………………………………………………………………………………………………………
Windpark
…………………………………………………………………………………………………………
Energiewende
…………………………………………………………………………………………………………
Solarpark
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
57
Pädagogische Begleitmaterialien
…………………………………………………………………………………………………………
Wasserkraft
…………………………………………………………………………………………………………
Biogasanlage
…………………………………………………………………………………………………………
58
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.10
Energiedetektive
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer haben das Thema erneuerbare Energien bereits
im Unterricht behandelt.
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
circa 25 Min.
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
pro Teilnehmer ein Fotoausschnitt
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
59
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbereitung
Es gibt fünf verschiedene Fotoausschnitte. Die Ausschnitte werden je nach Teilnehmer-Zahl vorbereitet.
Jeder Teilnehmer bekommt einen. Bei einer Gruppe von 20 Personen muss beispielsweise jeder Ausschnitt 4mal ausgedruckt werden. Schwarz-Weiß-Ausdrucke erhöhen den Schwierigkeitsgrad.
Spielerklärung
Jeder Teilnehmer zieht einen Fotoausschnitt. Es ergeben sich 5 verschiedene Gruppen. Die Teilnehmer
suchen ihren Ausschnitt in der Ausstellung. Wenn sie ihr Bild gefunden haben, schauen sie sich das Bild
an und setzen sich mit der Ausstellungstafel auseinander.
Anschließend werden die Bilder gemeinsam besprochen. Dazu finden sich die Teilnehmer mit dem gleichen Bild zu einer Gruppe zusammen. Alle stellen sich vor das jeweilige Bild. Die Lehrkraft moderiert.
Die Teilnehmer aus der Suchgruppe des Bildes beantworten die folgenden Fragen:
Was ist auf dem Bild zu sehen? (Bildbeschreibung)
Wie wirkt das Bild auf euch? (idyllisch, lustig, bedrohlich usw.)
Warum wurde das Bild für die Ausstellung ausgewählt? (Zusammenhang, worum geht es auf der Ausstellungstafel?)
In welchem Zusammenhang steht es mit dem Thema erneuerbare Energien?
Das erste Bild in der Vorstellungsrunde sollte der Energie-3-Sprung sein. Die weitere Reihenfolge ist
beliebig.
60
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorschläge für Bildausschnitte
Energiedetektive
…………….……………………………………………………………….……………………………………
…………………………………………………………………………………………………………
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
61
Pädagogische Begleitmaterialien
Auflösung:
1. Bildausschnitt: Mitmachstation Energie-3-Sprung, Tafel „Energie-3Sprung“
2. Bildausschnitt: Mitmachstation Wind, Tafel „Windenergie – Artenschutz“
3. Bildausschnitt: Mitmachstation Wind, Tafel „Windenergie – Vor Ort“
4. Bildausschnitt: Mitmachstation Wind, Tafel „Windenergie“
5. Bildausschnitt: Mitmachstation Energie-3-Sprung, Tafel „Erneuerbare
Energien ausbauen“. CO2-Ausstoß verringern, unter der Klappe „75.000
Haushalte“
62
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.1.11
Windenergie (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer haben das Thema erneuerbare Energien bereits
im Unterricht besprochen.
Gruppengröße:
2 bis 30 Personen
Dauer:
15 bis 30 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappen für Notizen
großes Foto eines Windrades oder eines Windparks
(alternativ: Bild mit Windrad auf der Mitmachstation Wind in der
Ausstellung)
circa 10 Blätter A5 rot
circa 10 Blätter A5 grün
Filzstifte
1 Lärmometer
1
1 Infoblatt: Windenergie in Bayern
2
1
siehe beigefügte Grafik auf der nächsten Seite
Infoblatt: Windenergie in Bayern
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00079.htm
2
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
63
Pädagogische Begleitmaterialien
64
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Auf dem Boden liegt das Bild eines Windrades oder Windparks. Die Teilnehmer äußern sich reihum kurz
und assoziativ, was ihnen dazu einfällt. Gemeinsam werden Fragen zum Thema Windenergie beantwortet:
•
•
•
•
•
•
Wo habt ihr schon Windräder gesehen?
Warum gibt es Windenergieanlagen?
Kennt ihr positive oder negative Meinungen zum Thema Windenergie?
Woher habt ihr eure Informationen?
Warum wird Windenergie jetzt besonders stark ausgebaut?
Wie laut oder wie leise sind eigentlich Windräder?
(Hintergrundinformationen im Infoblatt: Windenergie in Bayern)
Die Lehrkraft nennt die Geräusche Vogelgezwitscher, Geräuschkulisse im Restaurant, Wind und Straße.
Die Teilnehmer entscheiden, ob es sich um ein natürliches oder künstliches Geräusch handelt. Natürliche Geräusche werden auf ein grünes A5-Blatt geschrieben, künstliche auf ein rotes A5-Blatt (ein Geräusch pro Blatt). Die Lehrkraft bittet die Teilnehmer weitere Geräusche zu nennen und einzuordnen.
Was ist z. B. ein besonders lautes Geräusch? Was ist besonders leise? Welches Geräusch nervt richtig?
Gibt es ein besonders angenehmes Geräusch? etc.
Auch diese Geräusche werden auf die entsprechenden Blätter geschrieben. Die Teilnehmer legen die
Blätter auf den Fußboden und sortieren sie vertikal von ganz oben (ganz laut) bis ganz unten (ganz leise).
An der Mitmachstation Wind überprüfen sie einen Teil ihrer Aufstellung. Sie hören die Geräusche für
Vogelgezwitscher, Café, Wind und Straße.
Es kann immer nur eine Person die Kopfhörer benutzen. Die Lehrkraft achtet darauf, dass jeder einmal
dran ist.
Mit Hilfe des Mikrofons versuchen die Teilnehmer nun gemeinsam den jeweiligen Geräuschpegel selbst
zu erzeugen. Sie versuchen auch den Geräuschpegel der Richtwerte einer Windenergieanlage zu erzeugen − 55 db(A) tagsüber, 40 db(A) nachts. Ist das lauter oder leiser als das Geräusch des Windes im
Hörbeispiel?
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
65
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2
Klassen 8 bis 10
1.2.1 Sparpotenzial (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
4 bis 30 Personen
Dauer:
15 bis 40 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
10 bis 15 Abschnitte mit je einer Tätigkeit
Sitzgelegenheiten (optional)
66
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen, im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Die Kärtchen mit den Tätigkeiten liegen verdeckt auf dem Boden (wahlweise liegen sie in einer Schüssel
oder einem Beutel). Die Teilnehmer ziehen nun nacheinander pro Person eine Tätigkeit. Sie stellen die
Tätigkeit vorrangig mit Gesten (falls nötig auch mit Worten) dar, wie sie sie ausüben würden. Die Tätigkeit selbst wird aber nicht explizit benannt. Die anderen Teilnehmer raten. Wurde die Tätigkeit erraten,
werden dazu Fragen beantwortet. Die Person, die gezogen hat, hat Vorrang beim Antworten. Es wird
niemand zur Beantwortung einer Frage gezwungen. Alle dürfen mitdiskutieren, aber die Regel lautet: Es
spricht immer nur einer! Nicht alle Fragen passen zu jeder Tätigkeit. Wichtig ist, dass die Teilnehmer sich
angesprochen fühlen, mitdenken und mitdiskutieren.
Mögliche Fragen
•
•
•
•
•
Wie übst du diese Tätigkeit aus? Beschreibe sie oder mache sie mal vor, ohne den Begriff zu
nennen. (Körperhaltung, Blick, Gestik)
Wie oft machst du das? (pro Tag, pro Monat)
Wie lange übst du diese Tätigkeit für gewöhnlich aus?
Hat diese Tätigkeit Einfluss auf den Klimawandel, ja/nein, warum?
Gibt es Möglichkeiten in Bezug auf diese Tätigkeit Energie zu sparen?
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
67
Pädagogische Begleitmaterialien
Tätigkeiten/Aktivitäten zum Ausschneiden
……………………………………………………………………………………
im Auto mitfahren
……………………………………………………………………………………
Musik hören
……………………………………………………………………………………
mit dem Handy telefonieren
……………………………………………………………………………………
im Internet surfen
……………………………………………………………………………………
Sport treiben (Welcher?)
……………………………………………………………………………………
schlafen
……………………………………………………………………………………
Freunde/Freundinnen treffen
……………………………………………………………………………………
mit Freunden tanzen (Wo?)
……………………………………………………………………………………
SMS schreiben
……………………………………………………………………………………
Wasser kochen
……………………………………………………………………………………
Eis essen
……………………………………………………………………………………
Klamotten shoppen
……………………………………………………………………………………
68
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
……………………………………………………………………………………
Fotos machen
……………………………………………………………………………………
Konsole zocken
……………………………………………………………………………………
Fahrrad fahren
……………………………………………………………………………………
in den Urlaub fliegen
……………………………………………………………………………………
ein Selfie schießen
……………………………………………………………………………………
dein Lieblingsessen kochen
……………………………………………………………………………………
Wäsche waschen
……………………………………………………………………………………
die Wohnung heizen
……………………………………………………………………………………
mit Freunden und/oder Freundinnen schwimmen gehen
……………………………………………………………………………………
mit einem Instrument Musik machen (Welches?)
……………………………………………………………………………………
JOKER: Du darfst dir selbst eine Tätigkeit aussuchen
……………………………………………………………………………………
Musikvideos schauen
……………………………………………………………………………………
aufs Klo gehen
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
69
Pädagogische Begleitmaterialien
……………………………………………………………………………………
chatten
……………………………………………………………………………………
Apps runterladen
……………………………………………………………………………………
chillen
……………………………………………………………………………………
Baden in der Wanne
……………………………………………………………………………………
Fußball spielen
……………………………………………………………………………………
Fleisch essen
……………………………………………………………………………………
70
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.2 Wortschätze
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
Die Begriffe (Wortschätze) sollten den Teilnehmer bekannt sein.
Gruppengröße:
9 bis 30 Personen
Dauer:
20 bis 50 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
kleine Kiste oder ein als Schatztruhe dekorierter Karton
Pappkärtchen mit je einem ausgewählten Begriff zum Thema
Energiebedarf senken
(doppelt oder dreifach vorhanden, je nach Teilnehmer-Zahl)
pro Gruppe ein Arbeitsblatt mit den Aufgaben
pro Person ein farbiges A5 Papier
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
71
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die ausgewählten Begriffe werden auf die Pappkärtchen geschrieben und in die Truhe gelegt. Die Begriffe sind die Wortschätze. Die Teilnehmer arbeiten in 3er Gruppen. Jeder Begriff (Wortschatz) sollte also
in 3facher Ausführung in der Truhe liegen. Entsprechend der Teilnehmer-Zahl kann es auch eine 2er
oder 4er Gruppe geben.
Mögliche Begriffe
(können ergänzt werden)
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Stand-by-Modus
Fahrrad
Klimawandel
Flugzeug
Auto
CO2-Ausstoß
ökologischer Fußabdruck
Computer
Handy
Konsole
Waschmaschine
Trockner
Treibhauseffekt
Die Teilnehmer werden im Vorfeld dazu angehalten, ihren Begriff geheim zu halten. Jeder Teilnehmer
zieht einen Wortschatz und zeigt ihn der Lehrkraft. Die Lehrkraft gruppiert die Teilnehmer (gleicher Begriff = gleiche Gruppe). Jede Gruppe erhält ein Arbeitsblatt und löst die Aufgaben zu ihrem Wortschatz.
Danach kommen alle wieder zusammen und präsentieren ihre Ergebnisse. Die Gruppen präsentieren
ihre Ergebnisse ohne ihren Wortschatz direkt zu benennen.
Die anderen Gruppen haben die Aufgabe, den Wortschatz der vorstellenden Gruppe zu knacken.
Sie präsentieren in Reihenfolge des Arbeitsblattes:
Zunächst werden die assoziierten Wörter und Wortgruppen präsentiert, dann das Synonym, gefolgt von
der Kurzdefinition. Die anderen Gruppen dürfen nun raten.
Die Gruppe, die gelöst hat, darf den Bezug (Arbeitsblatt: Aufgabe 4) zum Thema Energiebedarf senken
herstellen. Dabei wird sie von der Gruppe unterstützt, die den Wortschatz präsentiert hat.
72
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt
Wortschätze
Name des Wortschatzes (des gezogenen Begriffs), bitte eintragen:
z. B. Auto
Welche spontanen Bilder und Einfälle verbindet ihr mit Eurem Wortschatz? Notiert Wörter oder kurze
Wortgruppen auf den farbigen Zettel. Bitte mindestens ein Einfall pro Person.
Schreibt jetzt einen umgangssprachlichen Begriff für das Wort auf, ein Synonym oder einen Begriff aus
der Jugendsprache.
(z. B.: Streit/Ärger: Beef)
Notiert euch nun eine kurze Erklärung (Definition) für den Begriff ohne das Wort selbst darin zu verwenden.
Unser Wortschatz ist / bedeutet: …
Schaut euch in der Ausstellung die Mitmachstation zum Energie-3-Sprung an. In welchem Zusammenhang steht euer Wort mit dem Thema: Energiebedarf senken? Macht euch bitte Notizen dazu.
Eure Ergebnisse stellt Ihr im Anschluss den anderen Gruppen vor. Haltet Euren Wortschatz (Begriff)
während der Präsentation geheim! Macht auch keine Geräusche dazu. Die Anderen dürfen erst am
Schluss raten!
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
73
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.3 Tagtraum/Traumtag (Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
6 bis 30 Personen
Dauer:
15 bis 40 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
pro Gruppe 1x Arbeitsblatt 1
pro Gruppe 1x Arbeitsblatt 2
eine Hupe, Vuvuzela oder ein anderer Gegenstand, der Krach
macht und Jugendliche reizt, ihn zu benutzen
74
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Die Aktivität kann in Kleingruppen bis zu 3 Personen oder einzeln gelöst werden. Die Teilnehmer dürfen
wählen, ob sie einzeln oder in einer Gruppe arbeiten möchten.
Spielerklärung
Die Gruppen erhalten zunächst Arbeitsblatt 1. Sie planen darauf einen schulfreien Tag mit einer Person,
die sie interessiert. Ist diese Aufgabe erledigt, händigt die Lehrkraft ihnen Aufgabenblatt 2 aus. Die Aufgabe bleibt gleich, aber es gibt an diesem Tag keine Energie. Es dürfen keine Autos benutzt werden,
Restaurants und Cafés sind geöffnet, müssen aber auch ohne Energie auskommen.
Jede Gruppe stellt anschließend ihren Tag ohne Energie vor, wer möchte, darf auch beide Tage vorstellen. Beim Vorstellen des Tages ohne Energie hören die anderen Gruppen besonders aufmerksam zu.
Wird eine Aktivität benannt, für die doch Energie benötigt wird, dürfen sie die Hupe betätigen und nachfragen.
Im Anschluss werden folgende Fragen diskutiert:
Welcher Tag hat euch besser gefallen und warum? Oder waren beide Tage gleich schön?
Was sind die Vorteile eines Tages ohne Strom? (man muss z. B. nicht in die Schule, weil der Wecker
nicht klingelt, man muss nicht Staubsaugen, der ökologische Fußabdruck ist besonders klein, man lebt
bewusster usw.)
Vorschlag zur Nachbereitung zu Hause
Die Teilnehmer probieren am Wochenende mit ihren Familien einen Tag (weitestgehend) ohne Energie/Strom. Sie berichten davon im Unterricht.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
75
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 1
Tagtraum/Traumtag
Du wachst auf. „Guten Morgen!“ zwitschert eine süße Stimme. Ein zauberhaftes Koboldwesen sitzt auf
deinem Bett und verkündet dir: „Heute ist dein Glückstag! Du hast spontan schulfrei. Es ist ein sonniger
Tag und vormittags gegen 11.00 Uhr wird es an Deiner Tür klingeln. Dein aktueller Schwarm steht draußen und möchte mit dir den Tag verbringen.“
Bitte plane jetzt den Tag mit der Person Deines Herzens. Wenn du gerade keinen Schwarm hast, denk´
dir einfach deinen Traumtyp/Traumfrau aus. Oder wähle eine andere Person auf die du Lust hast. Es
kann auch dein Lieblingssänger oder Schauspieler sein oder eine Person die du magst, aber lange nicht
gesehen hast…
Plane bitte auf diesem Blatt euren Tag. Benenne mindestens zwei Aktivitäten, die ihr macht und die Orte,
die ihr dazu aufsucht. Welche Transportmittel benutzt ihr? Plane bitte auch zwei Mahlzeiten für euch ein.
Wo nehmt ihr die ein? Was gibt es?
Ach ja: Geld spielt keine Rolle! Viel Spaß!
morgens
vormittags (dein Schwarm kommt!!!)
mittags
nachmittags
abends
nachts
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
76
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 2
Tagtraum/Traumtag
Nächster Tag. Du wachst auf. Alles nur ein Traum? Oder doch nicht? Der Kobold hängt zumindest noch
auf deinem Bett rum. Er sagt: „Sorry, das war nur ein Traum. Du kannst den Tag aber heute in echt erleben. Leider reicht meine Zauberkraft nur für einen Tag ohne Energie aus. Heißt: Alles wie geträumt nur
ohne Energie: kein Licht, keine technischen Geräte usw. Es dürfen auch keine Autos, Flugzeuge usw.
benutzt werden. Restaurants und Cafés sind geöffnet, müssen aber auch ohne Energie auskommen.
Plane den Tag mit der Person deines Herzens erneut, aber ohne Energie (mindestens zwei Aktivitäten,
die Orte, die ihr dazu aufsucht, Transportmittel, die ihr benutzt. Zwei Mahlzeiten. Wo gibt´s die? Was ist
es? usw.)
Ach ja: Geld spielt immer noch keine Rolle, aber Energie könnt ihr damit nicht kaufen! Viel Spaß!
morgens
vormittags (dein Schwarm kommt!!!)
mittags
nachmittags
abends
nachts
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
77
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.4 Es wird eng (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer haben im Unterricht zur Vorbereitung des Aus1
stellungsbesuches ihren ökologischen Fußabdruck ermittelt . Sie
bringen ihr Ergebnis mit in die Ausstellung. Sie sind grundsätzlich mit dem Thema Platz-Ressourcen-Konflikt vertraut.
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
circa 30 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Strick zum Kennzeichnen eines Kreises auf dem Fußboden
ein handlicher Gegenstand (z. B. eine Walnuss, ein Stein)
Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender
2
(Anzahl je nach Gruppengröße: je 1 Kalender für etwa 3 Teilnehmer)
Sitzgelegenheiten (optional)
1
Ermitteln des ökologischen Fußabdrucks:
http://www.footprint-deutschland.de/
Hintergrundinformationen für Lehrkräfte, kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_all_00065.htm
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_all_00066.htm
2
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
78
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbereitung:
Auf dem Boden wird mit Strick ein großer Kreis markiert, in dem stehend bequem Platz für etwa 60 %
der Teilnehmer wäre.
Spielerklärung
Die Lehrkraft nennt ihren ökologischen Fußabdruck. Sie nennt auch den Bereich (Wohnen und Energie,
Konsum, Ernährung, Verkehr), in dem sie die meiste Energie verbraucht. Gibt es eine Idee, warum es
gerade dieser Bereich ist? Wenn ja, nennt sie diese.
(z. B. Herr Schneider: Mein Fußabdruck ist 3,57 ha. Wenn alle so leben würden wie ich, bräuchten wir
fast 2 Erden. Mein größter Energiebedarf liegt im Bereich Verkehr. Das liegt vermutlich daran, dass ich
mindestens einmal im Jahr einen Langstreckenflug mache.) Die Teilnehmer folgen nun reihum diesem
Beispiel. Wer das Ergebnis nicht bekannt geben will, darf es für sich behalten.
Anschließend verteilen sie sich um den Kreis, der am Boden markiert wurde. Die Lehrkraft liest Aussagen vor. Die Teilnehmer werden gebeten ehrlich zu antworten. Trifft eine Aussage auf sie zu, bewegen
sie sich in den Kreis. Die Teilnehmer, die schon im Kreis stehen und eine weitere Aussage bejahen,
heben kurz die Hand. Die Lehrkraft macht hinter jede Aussage Striche, wie häufig diese bejaht wurde.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
79
Pädagogische Begleitmaterialien
Mögliche Aussagen:
• Ich gehe mindestens alle drei Monate neue Klamotten shoppen.
• Ein eigenes Auto ist für mich in der Zukunft unverzichtbar.
• Ein neues Handy oder Laptop/PC/Tablett auf dem aktuellsten Stand der Technik ist für mich ein
Grundbedürfnis.
• Papier nutze ich fast nie beidseitig.
• Egal woher, Fleisch ist für mich / uns ein Grundnahrungsmittel und kommt mindestens 3-mal pro
1
Woche auf den Tisch.
• Ich zocke mindestens zwei Stunden Konsole/Computerspiele am Tag.
• Fliegen geht schnell und ist definitiv mein / unser ultimatives Transportmittel für den Urlaub.
• Ich surfe lieber im Internet als mit meinen Freunden Zeit zu verbringen.
• Ich liebe meine Badewanne und nutze sie häufig. Ich dusche nur wenn´s schnell gehen muss.
• Wenn ich einkaufen gehe, achte ich nicht darauf, aus welchem Land die Produkte kommen.
• Bei mir laufen häufig mehrere technische Geräte gleichzeitig. (z. B. TV und PC, Stereoanlage)
• Ich checke meine Handynachrichten mindestens einmal pro Stunde.
Am Ende des Spiels ist kein Platz mehr im Kreis. Die Teilnehmer treten wieder aus dem Kreis und diskutieren:
Was sollte der Kreis symbolisieren? (die Erde) Was hat das Spiel mit dem ökologischen Fußabdruck zu
tun? (Alle Aussagen tragen dazu bei, den persönlichen ökologischen Fußabdruck zu vergrößern.)
Der Kreis auf dem Fußboden wird entfernt. Die Teilnehmer stellen sich im Kreis auf. Fünf Aussagen, die
besonders häufig bejaht wurden, werden nun noch einmal laut vorgelesen. Pro Aussage werden die
folgenden Fragen gemeinsam besprochen:
• Warum ist das für mich persönlich so?
• Was müsste passieren/was müsste sich verändern, dass ich darauf verzichten könnte und meinen Konsum diesbezüglich einschränken könnte?
• Welche Alternativen gäbe es?
• Welche positiven Aspekte hätte ein Verzicht/das Nutzen einer Alternative?
(Beispiele: * ÖPNV statt Auto nutzen > kann mit Freunden quatschen, lesen oder lernen; * Fahrrad statt
Auto > gute Kondition, gesünder, sportliche Figur, spart Sprit; * weitere Alternativen: Carsharing, Mitfahrzentrale)
•
Wenn ich unter keinen Umständen darauf verzichten möchte: Gäbe es Kompensationsmöglichkeiten?
(z. B. Ich möchte nicht auf meine Badewanne verzichten. Kompensation: Ich bade einmal pro Woche,
2
dafür dusche ich kürzer und nicht jeden Tag.)
Sollte die Beantwortung der Fragen sehr zäh erfolgen, wird ein handlicher Gegenstand (z. B. eine Walnuss) in die Runde gegeben. Wer ihn hat, sollte antworten und gibt den Gegenstand dann nach links
weiter. Niemand wird zur Beantwortung einer Frage gezwungen. Möchte jemand auf eine bestimmte
Frage nicht antworten, darf einmal getauscht werden. Er/Sie darf den Gegenstand dann ohne zu antworten weiter geben und erhält ihn bei der nächsten Frage zurück.
Die Teilnehmer suchen im Anschluss mindestens drei realistische Beispiele in der Ausstellung, wie sie
ihren ökologischen Fußabdruck durch das Senken des eigenen Energiebedarfs verkleinern könnten. Als
zusätzliche Informationsquelle nutzen sie die Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender.
In der Abschlussrunde nennt jeder Teilnehmer eine Möglichkeit um Energie zu sparen, die er/sie für sich
persönlich als realistisch umsetzbar hält. Es werden keine Selbstverpflichtungen abgegeben, sondern
eine Idee ausgewählt, die mit nach Hause genommen wird. Wer möchte, darf einen Immerwährenden
Kalender mitnehmen.
1
Vertiefende Informationen zum Thema:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimabilanz-ein-kilo-fleisch-verursacht-36-kilogramm-kohlendioxid-a-495414.html
http://www.nationalgeographic.de/aktuelles/co2-1-kilo-rindfleisch-entspricht-1-600-kilometer-autofahrt
2
Weitere Anregungen für Kompensationsmöglichkeiten:
Flugreisen: https://www.atmosfair.de/kompensieren/flug
Haushalt: http://de.myclimate.org/de/
80
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorschlag zur Nachbereitung im Unterricht
Nach circa einer Woche wird das Thema erneut im Unterricht aufgegriffen. Die Teilnehmer nennen
nochmals ihre Energiesparidee, die sie in der Ausstellung hatten. Wer hat diese Idee tatsächlich zu Hause umgesetzt? Machen die anderen Familienmitglieder mit? Wenn die Idee nicht umgesetzt wurde, woran liegt das?
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
81
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.5 Ampelspiel (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
10 bis 15 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
pro Teilnehmer
1 rote
1 gelbe
1 grüne Karte
82
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Die Teilnehmer stehen im Kreis. Jede Person bekommt 3 Kärtchen zum Abstimmen.
• rot:
Das sehe ich nicht so./Das trifft auf mich nicht zu.
• gelb:
Weder – noch. Ich bin unentschieden.
• grün:
Damit bin ich einverstanden./Das trifft auf mich zu.
Die Lehrkraft liest die folgenden Aussagen vor. Die Teilnehmer stimmen ab. Jeder Teilnehmer ist einmal
mit einer Erklärung seiner/ihrer Position an der Reihe. Niemand wird zu einer Antwort gezwungen. Es
gibt an dieser Stelle keine Auflösungen. Das Spiel soll auf das Thema hinführen und Interesse bei den
Teilnehmern wecken.
Mögliche Aussagen
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Ich könnte locker einen Tag darauf verzichten, meine Handynachrichten zu checken.
Strom kommt aus der Steckdose. Welche Energie dahinter steckt, ist mir egal.
*Weite Transportwege, z. B. für Lebensmittel und Kleidung, verursachen einen hohen Energieverbrauch.*
Mein persönlicher Energieverbrauch steht im Zusammenhang mit dem Klimawandel.
*Beim Kauf neuer technischer Geräte achte ich auf hohe Energieeffizienz.*
Im weltweiten Vergleich hat Deutschland einen geringen Energieverbrauch.
Wenn alle so weiterleben wie wir jetzt, werden unsere Urenkel nicht genügend Ressourcen zum
Überleben haben.
Ein großes Auto ist für mich ein wichtiges Statussymbol. Darauf möchte ich später nicht verzichten.
Mein Handy ist immer an. Auch nachts.
Ich halte meinen Lifestyle für umweltbewusst.
Bei mir sind häufig mehrere Geräte gleichzeitig in Betrieb. (Laptop und Radio, TV und PC usw.)
Ich shoppe mindestens alle drei Monate neue Klamotten.
*Der Klimawandel wird von den wohlhabenden Ländern verursacht, in erster Linie leiden jedoch
die so genannten Entwicklungsländer darunter.*
Vorschlag zur Nachbereitung im Unterricht
Das Ampelspiel wird zur Nachbereitung im Unterricht wiederholt. Die Schüler recherchieren nach dem
Ausstellungsbesuch selbstständig zu den mit Sternchen gekennzeichneten Aussagen, z. B. im Internet.
Sie stellen ihre Rechercheergebnisse vor. Danach wird erneut abgestimmt. Hat sich das Abstimmverhalten Einzelner geändert? Wenn ja, warum?
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
83
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.6 EnergieSPARchitekten
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sollte bekannt sein und von den
Teilnehmern erklärt werden können.
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
30 bis 60 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
1 Arbeitsblatt pro Gruppe
1 Blatt Papier DIN A2 pro Gruppe für den Entwurf
Bleistifte und dicke Filzstifte in verschiedenen Farben für den
Entwurf
84
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer werden in 3er bis 4er Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekommt ein Arbeitsblatt EnergieSPARchitekten mit der Aufgabenstellung und ein DIN-A2-Blatt für den Entwurf. Das Arbeitsblatt wird
laut vorgelesen. Im Anschluss besichtigen die Gruppen die Ausstellung und schauen sich besonders die
Ausstellungselemente an, die mit dem Thema Energieeffizienz zu tun haben. Danach entwirft jede Gruppe ein superenergieeffizientes Traumhaus. Im Anschluss werden die Häuser allen vorgestellt und erläutert, wo die speziellen Energiespargeheimnisse liegen.
Nach jeder Vorstellung gibt es Applaus!
Am Ende wird per Applaus abgestimmt, wer das überzeugendste Haus kreiert hat. Der lauteste gewinnt.
Zur Messung kann das Mikrofon der Mitmachstation Wind genutzt werden.
Vorschlag zur Nachbereitung im Unterricht
Die Schüler checken ihre Schule. Sie erarbeiten einen kleinen Vorschlagskatalog, an welchen Stellen
und mit welchen Maßnahmen die Schule energieeffizienter gestaltet werden könnte, und übergeben ihn,
mit der Bitte um Prüfung und Rückmeldung, an die Schulleitung.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
85
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt
EnergieSPARchitekten
Besucht alle Ausstellungsstationen, die mit dem Thema Energieeffizienz zu tun haben.
Betrachtet die Stationen und überlegt gemeinsam, an welchen Stellen am Haus und im Haushalt ihr
Energie sparen oder effizienter nutzen könntet.
Entwerft dann auf dem großen Blatt gemeinsam euer SUPERENERGIESPARHAUS der Zukunft. Gestaltet das Haus so, dass man auch in die Räume schauen kann. Achtet dabei von vornherein auf geringen
Energiebedarf und die Nutzung energieeffizienter Techniken. Nutzt die Anregungen in der Ausstellung!
Spinnen ist erlaubt. Vielleicht erfindet ihr noch ein neues, supereffizientes Haushaltsgerät oder eine ganz
neue Art, wie ihr euer Haus günstig mit Strom und Wärme versorgen könnt.
Im Anschluss stellt ihr euer Haus den anderen Gruppen vor und erläutert, wo eure Superenergiespargeheimnisse liegen.
Hier ist Platz für eure Notizen:
Zusatzaufgabe für ganz Schnelle
Zeichnet doch gleich noch euer Traumfahrzeug vors Traumhaus. Energieeffizient, versteht sich!
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
86
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.7 Energieeffizienzfreak
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer wissen, was sich hinter dem Begriff Energieeffizienz verbirgt.
Gruppengröße:
4 bis 30 Personen
Dauer:
20 bis 50 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
ein Arbeitsblatt pro Paar
Kärtchen mit Bild-Motiven (Vordruck im Anschluss an die Anleitung zweimal ausdrucken und nach Anzahl der Schüler ausschneiden Bsp. 30 Schüler = 15 Doppelkärtchen)
Broschüre Umweltwissen: Cleverer Umweltschutz–
Auto, Sprit und Umwelt
1
(Anzahl: Hälfte der Teilnehmer-Zahl)
Faltblatt Wollen Sie 1.600 EUR sparen und gleichzeitig das Kli2
ma schützen?
(Anzahl: Hälfte der Teilnehmer-Zahl)
Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender
3
(Anzahl: Hälfte der Teilnehmer-Zahl)
1
Kostenloser Download der PDF-Datei:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_all_00039.htm
2
Kostenloser Download der PDF-Datei Lokale Agenda 21 für ein zukunftsfähiges Augsburg:
http://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/fileadmin/nachhaltigkeit/data/Agendaforen/FF_Energie/Energiesparflyer_2013_FF_Energie_
.pdf
3
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
87
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer arbeiten in Paaren zum Thema Energieeffizienz.
Zur Auswahl der Paare können die Bildkärtchen genutzt werden. Zweimal ausgedruckt und zerschnitten
ziehen die Schüler je ein Kärtchen. Teilnehmer mit dem gleichen Motiv gehören zu einem Team.
Jedes Paar erhält ein Arbeitsblatt mit der Aufgabenstellung. Es gibt drei unterschiedliche Themen:
• effiziente und energiesparende Nutzung von Autos
• energieeffiziente Fensterverglasung für Häuser und Wohnungen
• energieeffiziente Beleuchtung für Häuser und Wohnungen
Die Teilnehmer dürfen das Thema selbst wählen. Die Paare, die das Thema Auto gewählt haben, erhalten von der Lehrkraft die Broschüre Cleverer Umweltschutz – Auto, Sprit und Umwelt und das Faltblatt
Wollen Sie 1.600 EUR sparen und gleichzeitig das Klima schützen? als zusätzliches Recherchematerial.
Die Teilnehmer lösen ihre Aufgaben mit Hilfe der Ausstellung und der Zusatzmaterialien. Im Anschluss
treffen sich alle wieder und spielen ihre Interviews (siehe Arbeitsblatt) vor. Frenetischer Applaus nach
jeder Vorstellung!
Die Broschüren und Faltblätter dürfen die Teilnehmer mit nach Hause nehmen.
88
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt
Energieeffizienzfreak
Du bist Zeitungsreporter und Dein Lieblingsstar ist der absolute Hammer. Seit ungefähr drei Monaten
versuchst du, ein Interview mit ihm zu bekommen. Gestern hast Du im Schulbus ein Gespräch über den
Star belauscht. Es gibt eine interessante Neuigkeit: Ihr/Sein Hobby offenbar ist Energieeffizienz.
OOOOOPS. Was war das doch gleich noch mal?
Speziell beschäftigt sie/er sich wohl gerade mit …
(Such´ Dir bitte ein Thema aus und kreuze es an.)
O der effizienten und energiesparenden Nutzung von Autos.
O energieeffizienter Fensterverglasung für Häuser und Wohnungen.
O der energieeffizienten Beleuchtung von Häusern und Wohnungen.
Die Chancen für ein Interview stehen ziemlich gut. Ganz planlos möchtest du da aber nicht hingehen.
Natürlich bist du eine Persönlichkeit mit eigenen Interessen und Hobbies. Auf keinen Fall willst du falsches Interesse heucheln oder dich für dein Interview verbiegen, aber ganz doof willst du natürlich auch
nicht dastehen…
Bereite dich mit deinem Partner auf das Thema vor. Nutze dazu die Ausstellung. Wenn ihr die Gruppe
Autos gewählt habt, fragt bitte eure Lehrkraft nach zusätzlichem Recherchematerial.
Beschreibt mit eigenen Worten, was Energieeffizienz ist:
Was muss man tun, um bezogen auf Euer Thema energieeffizient zu handeln?
Notiert euch 5 Interviewfragen und Antworten für euer Thema:
(Was bringt das, wem nützt das, was nützt es usw.)
Wenn ihr fertig seid, besprecht, wer von euch den Star und wer den Reporter darstellt. Spielt zusammen
euer Interview durch. (Ihr trefft euch, stellt euch vor, kommt ins Gespräch und früher oder später auf euer
Thema…) Dieses Interview spielt Ihr im Anschluss eurer Klasse vor. Es darf auch ein bisschen lustig
sein.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
89
Pädagogische Begleitmaterialien
90
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
91
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.8 Rollenspiel Energiegenie
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Die Bedeutung des Begriffs Energieeffizienz sollte den Teilnehmern bekannt sein.
Gruppengröße:
3 bis 30 Personen
Dauer:
circa 90 Min.
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Identitätskarten je nach Teilnehmer-Zahl, 1 Rolle pro Person
ein Arbeitsblatt pro Person, entsprechend ihrer Rolle: Du, Vater/Mutter oder Antonia/Anton
für die Gruppe Du:
pro Person je ein Kalender Das Energiejahr – ein immerwähren1
der Kalender
für die Gruppe Vater/Mutter:
pro Person je ein Zeitungsartikel Reichtum für uns, Vertreibung
2
für andere
(optional) Sitzgelegenheiten
1
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
2
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei
http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/kiribati-klimafluechtling-asyl-neuseeland
92
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Alle Teilnehmer ziehen eine der folgenden Identitätskarten:
1. Du
2. Antonia/Anton, das Energiegenie
3. Vater/Mutter
Die Identitäten sollen ungefähr zu gleichen Anteilen verteilt werden. (z. B.: 21 Teilnehmer: 7 x Vater/Mutter, 7 x Antonia/Anton, das Energiegenie, 7 x Du) Daraus ergeben sich 3 Arbeitsgruppen. Die
Teilnehmer erhalten je nach Identität ein Arbeitsblatt.
Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe Antonia/Anton, das Energiegenie wählen selbstständig eines der folgenden Themen zur Energieeffizienz für ihre Recherche und suchen die jeweilige Station in der Ausstellung auf:
•
•
•
Effizienz durch gute Heizungsumwälzpumpen
Effizienz durch gute Fenster
Effizienz durch gute Beleuchtung
Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe Du nutzen den immerwährenden Kalender Das Energiejahr, die Teilnehmer der Arbeitsgruppe Vater/Mutter den Zeitungsartikel Reichtum für uns, Vertreibung für andere als
Informationsmaterial.
Ein Austausch mit den anderen Gruppenmitgliedern ist erwünscht. Nachdem die Arbeitsblätter ausgefüllt
wurden, wählt jede Gruppe eine Person für die Show.
Nach der Recherchearbeit ist Showtime. Die beteiligten Rollen (Vater/Mutter, Du, Antonia/Anton) treffen
sich im Wohnzimmer und kommen ins Gespräch, Aufhänger ist die hohe Stromrechnung. Die Teilnehmer tauschen ihre Perspektiven auf das Thema aus. Vater/Mutter erklärt die globale Perspektive. Die/der
Tochter/Sohn macht Vorschläge, wie sie/er zukünftig Energie sparen will. Die/der Mitschüler/in Antonia/Anton erklärt, wie sich auch die Eltern effektiv am Sparkurs beteiligen können (energieeffizienter
Hausumbau).
Die Lehrerkraft achtet auf gleichberechtigte Gesprächsanteile. Nach der Show gibt es tosenden Applaus
für die mutigen Darsteller.
Das Publikum äußert sich im Anschluss zu folgenden Fragen:
•
•
•
Welche Argumente/Zusammenhänge waren mir neu?
Welche Aussagen haben mich besonders überzeugt und warum?
Was nehme ich als Anregung mit nach Hause?
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
93
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 1
Rollenspiel Energiegenie
Rolle: Antonia/Anton
Du bist Antonia/Anton und liebst Physik! Das Thema Energie ist absolut dein Ding. In deiner Freizeit
stellst du Berechnungen an, wie man Energie am effizientesten nutzen kann. Alle anderen aus deiner
Klasse finden das komisch. Die stehen auf Party.
Gestern hat dich aber ein/e Mitschüler/in gefragt, ob du mal bei ihr/ihm zu Hause vorbeikommen kannst
und den Eltern erklärst, wie sie ihr Haus energieeffizienter machen können. Da gab´s wohl Stress wegen
der Strom- und Heizungsrechnung…
Na endlich interessiert sich mal jemand für dein Hobby! Bereite dich bitte jetzt auf das Gespräch vor.
Erkläre mit eigenen Worten den Begriff:
Energieeffizienz
Wähle nun eines der folgenden Beispiele: Fenster, Beleuchtung oder Heizungsumwälzpumpe. Suche
die entsprechende Station in der Ausstellung und erläutere anhand dieses Beispiels, wie die Eltern deiner Mitschüler durch die Nutzung energieeffizienter Techniken sparen können. Mach dir Notizen und
nutze sie für das spätere Gespräch.
Tausche dich mit den anderen Energiegenies über deine Arbeitsergebnisse aus. Wählt einen Vertreter
aus eurer Gruppe für die anschließende Show.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
94
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 2
Rollenspiel Energiegenie
Rolle: Du
Du bist Du. Zu Hause herrscht dicke Luft. Die Stromrechnung ist gekommen und deine Eltern sind total
ausgerastet. War wohl ziemlich hoch. Logisch wer die Schuld bekommt: DU!
Taschengeldkürzungsgefahr! Handyentzug! Deine Alarmglocken schrillen.
Um das Übel abzuwenden, willst du mit deinen Eltern sprechen. Du möchtest ihnen erklären, wo du
schon Energie sparst und überlegst dir weitere Beispiele für die Zukunft.
Ganz unschuldig sind deine Eltern aber auch nicht, findest du. Uralte Fenster wie in Euerm Haus sind
auch nicht gerade energieeffizient, hast du gehört. Dir fällt Antonia/Anton aus deiner Klasse ein. Energie
ist ihr/sein Hobby. Was für ein Freak, denkst du, lädst sie/ihn aber zu dir nach Hause ein. Die/der kann
deinen Eltern bestimmt noch was zum Thema erzählen!!!
Bereite dich auf das Gespräch mit deinen Eltern vor. Suche dafür Anregungen in der Ausstellung und im
Kalender Das Energiejahr – ein immer währender Kalender. Denk´ mal an zu Hause: Notiere mindestens
5 Beispiele, wo du bereits Energie im Haushalt sparst:
Notiere mindestens 5 weitere Beispiele, wo du zukünftig noch mehr sparen kannst
(ohne Umbau oder die Anschaffung neuer Geräte):
Tausche dich mit den Anderen aus deiner Gruppe über deine Arbeitsergebnisse aus. Wählt einen Vertreter aus eurer Gruppe für die anschließende Show.
Kein Platz mehr? - Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
95
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 3
Rollenspiel Energiegenie
Rolle: Vater/Mutter
Du bist Vater/Mutter und hast gerade die Strom- und Heizkostenabrechnung für euer Haus bekommen.
Du denkst: DAS KANN JA WOHL NICHT WAHR SEIN! Von dem Geld könntest du dir den nächsten
Urlaub finanzieren!
Es kann nur einen Schuldigen geben. Dein Kind. Tausendmal hast du gepredigt, dass ihr Energie sparen
müsst. Aber typisch – da ist nichts passiert. Facebook, Handy und Party, das ist das Einzige, was deinen
Nachkömmling interessiert. Umweltbewusstsein? Absolute Fehlanzeige! Das willst du ändern. Du gehst
zu einem Vortrag zum Thema Klimaschutz. Danach möchtest du deinen Sohn/deine Tochter davon
überzeugen, dass Klimaschutz alle angeht.
Bereite dich jetzt auf das Gespräch vor:
Nutze dafür den Artikel: „Klimaflüchtling. Reichtum für uns, Vertreibung für andere“.
Erkläre mit eigenen Worten den Begriff:
Klimaflüchtling
Erkläre mögliche Auswirkungen des Klimawandels am Beispiel der Südseeinsel Kiribati.
Was hat unser Energieverbrauch mit dem weltweiten Klimawandel zu tun?
Tausche dich mit den anderen Vätern/Müttern über deine Arbeitsergebnisse aus. Wählt einen Vertreter
aus eurer Gruppe für die anschließende Show.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
96
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.9 Begriffsbonfire (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich  Begriff 14 abändern)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Die verwendeten Begriffe sollten bekannt sein.
Gruppengröße:
2 bis 30 Personen
Dauer:
circa 10 Min.
Material:
Kärtchen mit Hinweisen
Kärtchen mit Antwortbegriffen
Sitzgelegenheiten (optional)
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
97
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen, im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Die Kärtchen mit den Hinweisen liegen verdeckt auf dem Boden und bilden das Lagerfeuer. Die Teilnehmer stehen/sitzen um das Lagerfeuer. Die Lehrkraft erklärt das Spiel zunächst anhand eines einfachen Begriffes, z. B. Sonne. Die Hinweise zu „Sonne“ werden nacheinander vorgelesen (mit Pausen
zum Überlegen). Die Teilnehmer raten. Ein Teilnehmer zieht die nächste Karte und liest einen Hinweis
nach dem anderen vor. Zwischen den einzelnen Hinweisen lässt er Pausen, damit die anderen raten
können.
Wer einen Begriff errät, erhält das Kärtchen, erklärt kurz, was dieser Begriff mit dem Thema Erneuerbare Energien/ Energiewende zu tun hat und darf die nächste Karte aus dem Feuer holen und vorlesen.
Dazwischenrufen ist erlaubt. Sollte es bei einzelnen Begriffen Schwierigkeiten geben, unterstützt die
Lehrkraft.
Können einzelne Begriffe auch nach dem Vorlesen aller Hinweise nicht erraten werden, so werden die
Hinweiszettel zunächst auf einen separaten Stapel zurückgelegt. In einer zweiten Runde werden dann
alle nicht erratenen Begriffe von der Lehrkraft offen hingelegt und dann die Hinweise erneut vorgelesen.
Die Zuordnung dürfte nun leicht fallen; gegebenenfalls unterstützt die Lehrkraft.
98
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Begriffe mit Erklärungen
zum Ausschneiden
…………………………………………………………………………………………………………
1. Sonne
zu viel von mir und du wirst rot
im Solarium bin ich ´ne Lampe
ich bringe dich ins Schwitzen
die Erde kreist um mich
…………………………………………………………………………………………………………
2. ökologischer Fußabdruck
(2 Wörter)
ich bin unsichtbar, aber die Auswirkung meiner Größe ist riesig
die Deutschen haben einen ziemlich großen
sinngemäß kannst du mich auch Umwelttapse nennen
anhand deines Verhaltens sage ich dir, wie viele Erden wir bräuchten, damit alle gut leben
können
…………………………………………………………………………………………………………
3. fossile Brennstoffe
(2 Wörter)
wir sind steinalt
eigentlich bestehen wir aus toten Tieren und Pflanzen
unsere Regeneration dauert Millionen Jahre
die Menschen versuchen uns z. B. durch Windenergie und Wasserkraft zu ersetzen
…………………………………………………………………………………………………………
4. erneuerbare Energien
(2 Wörter)
wir sind regenerativ
wir sind die alternative Power
wir sind effizienter als fossile Brennstoffe
unsere Quellen sind Wasser, Sonne, Erde, Wind und nachwachsende Rohstoffe
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
99
Pädagogische Begleitmaterialien
…………………………………………………………………………………………………………
5. Stand-by-Modus
(3 Wörter, englisch)
dein Handy ist drauf, wenn du nicht telefonierst
wer mich ausschaltet, spart Energie
du erkennst mich meist als kleines Licht an Geräten
auf Deutsch heiße ich Bereitschaftsbetrieb
……………………………….………………………………………………………………
6. Wind
ohne mich bleibt der Kutter im Hafen
wenn ich stark bin, hau ich Bäume um
die Bibel sagt, wer mich sät, wird Sturm ernten
ich bin der kleine Bruder des Orkans
…………………………………………………………………………………………………………
7. Energieeffizienz
ich habe viele „e“ und „i“
ich stehe für eine hohe Wirkkraft
ich bin ein Maß für minimalen Aufwand und hohen Nutzen
ich „wohne“ eher in der LED-Lampe als in der Glühlampe
…………………………………………………………………………………………………………
8. Energiewende
spätestens seit Fukushima bin ich in aller Munde
I like: Sonne, Wind, Wasser, Meer, Erdwärme
fossil ist für mich out, erneuerbar in
wäre ich ein Lied von Rihanna würde ich energy revolution heißen
…………………………………………………………………………………………………………
100
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
…………………………………………………………………………………………………………
9. Rebound-Effekt
(2 Wörter)
mich gibt´ s auch im Basketball
die Effizienz und ich sind keine BFF (Best Friends Forever)
ich bin eine Art Energiesparbumerang
100 %ig heiße ich BACKFIRE
…………………………………………………………………………………………………………
10. Klimawandel
durch deinen Konsum heizt du mich an
ich bring´ die Polkappen zum Schmelzen
ich mach´, dass Inseln untergehen
ich verändere deinen Planeten, durch DICH!
…………………………………………………………………………………………………………
11. Agenda 21
geboren wurde ich 1992 in Rio de Janeiro
ich habe 172 Mütter und Väter
ich stehe für nachhaltige Entwicklung
ich bin ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert
……………………………….………………………………………………………………
12. CO2
ich bin eine chemische Verbindung
Wälder können mich binden
ich bin ein wesentlicher Faktor des Treibhauseffekts
du atmest mich aus
…………………………………………………………………………………………………………
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
101
Pädagogische Begleitmaterialien
…………………………………………………………………………………………………………
13. Atomkraftwerk
ein Unfall in mir hat unabsehbare Folgen
ich bin der Arbeitsplatz von Homer Simpson
für meinen Müll braucht ihr ein Endlager
in mir gewinnt man Energie durch Kernspaltung
…………………………………………………………………………………………………………
14. Heizungsumwälzpumpe
ich mach´s dir richtig warm
eigentlich wohne ich im Keller
ich liege 4-mal in der Ausstellung
du sparst, wenn du mich in energieeffizient kaufst
…………………………………………………………………………………………………………
15. Windrad
ich bin ein Kinderspielzeug aus Papier oder Plastik
mich gibt´ s aber auch in gaaaanz groooß
mein Betrieb ist nachhaltig
ein Sturm „macht“ mich richtig „an“
…………………………………………………………………………………………………………
16. Solarzelle
ich bin auf Dächern oder Feldern
ich steh´ total auf Sonne
ich wandle Lichtenergie in elektrische Energie
ich bin Teil einer Photovoltaikanlage
……………………………….………………………………………………………………
102
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
…………………………………………………………………………………………………………
17. LED
mich gibt’s in vielen Farben
ich bin extrem langlebig
ich bin die Energieeffizienzqueen unter den Leuchten
mein vollständiger Name lautet: Licht emittierende Diode
…………………………………………………………………………………………………………
18. Biomasse
ich bin energetisch nutzbar
mich gibt’s von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen
geschüttelt heiß´ ich „Omabisse“
ich entstehe auch in dir
…………………………………………………………………………………………………………
19. Wasserkraft
schon die alten Griechen und Römer nutzten mich als Antriebsmittel
ich bin eine regenerative Energiequelle
meine größte Anlage in Bayern kann rund 75.000 Drei-Personen-Haushalte versorgen
Ich bin die liquid power
…………………………………………………………………………………………………………
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
103
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.10
Energy Revolutionaries
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Der Energie-3-Sprung und seine Bedeutung für eine erfolgreiche
Energiewende sollten bekannt sein.
Gruppengröße:
6 bis 30 Personen
Dauer:
40 bis 60 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappen für Notizen
pro Kleingruppe ein Arbeitsblatt
für Gruppe 1, pro Kleingruppe je ein Kalender
Das Energiejahr – ein immer währender Kalender
1
eine Kopie des Arbeitsblatts pro Kleingruppe
Sitzgelegenheiten (optional)
1
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
104
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer werden in 3 Gruppen geteilt. Die Gruppen entsprechen dem
Energie-3-Sprung:
1.
2.
3.
Energiebedarf senken
Energieeffizienz steigern
Erneuerbare Energien ausbauen
Innerhalb dieser 3 Gruppen bilden die Teilnehmer Kleingruppen von 2 bis 4 Personen. Jede Kleingruppe
erhält ein Arbeitsblatt entsprechend ihres Sprungs. Das Arbeitsblatt wird einmal für alle laut vorgelesen.
Die Kleingruppen suchen gemeinsam die passende(n) Mitmachstatione(n) in der Ausstellung und
schauen sich auch alle zusätzlichen Module zu ihrem Thema an. Sie wählen dann einen der vier Kreativvorschläge auf dem Arbeitsblatt aus und bearbeiten ihn.
Die Ergebnisse werden anschließend allen Teilnehmer vorgestellt und besprochen. Der beste Vorschlag
1
wird per Applausometer ermittelt.
Vorschlag zur Nachbereitung im Unterricht
Die Teilnehmer überlegen gemeinsam im Unterricht, wie sie ihre Entwürfe praktisch umsetzen können.
Ein guter Graffiti-Entwurf könnte z. B. an der Wand des Schulhauses oder der Turnhalle als Projektarbeit
im Kunstunterricht umgesetzt werden.
Die Teilnehmer setzen ihren Flyerentwurf im Kunstunterricht um und machen eine Aktion in der Innenstadt. Sie verteilen ihre Flyer und kommen mit Bürgern ins Gespräch zum Thema. Zusätzlich werben sie
für die Ausstellung im Ort.
Ein besonders gelungener Rap könnte in anderen Schulklassen aufgeführt werden und als Einleitung
z. B. für das Thema Energiewende im Unterricht dienen.
1
Applausometer: Wenn alle Gruppen mit ihrer Vorstellung fertig sind, wird einzeln für jede Gruppe per Applaus abgestimmt. Die
Gruppe mit dem lautesten Applaus gewinnt. Zur Messung kann das Mikrofon der Mitmachstation WIND genutzt werden (Windenergie – Gesundheit: Testen Sie den Geräuschpegel vor Ort).
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
105
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 1
Energy Revolutionaries − Energiebedarf senken
Du bist super genervt von diesen ganzen ignoranten Energieverschwendern in deiner Umgebung. Wenn
das so weitergeht, ist die Erde dem Untergang geweiht.
Zum Glück bist du mit deiner Meinung nicht ganz allein auf der Welt. Mit deiner Clique planst du eine
Aktion, um die Leute aus eurem Ort auf das Thema Energiebedarf senken aufmerksam zu machen.
Schaut euch dazu die entsprechenden Module in der Ausstellung und den Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender an. Notiert euch kurz, wie man Energiesparen kann und warum Energie gespart werden sollte:
Energie sparen kann man z. B. durch:
Energie sollte gespart werden, weil:
Wählt eine der folgenden Möglichkeiten und arbeitet einen Entwurf aus (bitte ankreuzen):

Street Art
Entwerft ein Graffiti oder eine Schablone (stencil).

Flyer
Entwerft einen Flyer oder ein Poster.

Demonstration
Entwerft ein Transparent für eine Demo und kreiert einen Slogan, den ihr auf der
Demonstration rufen könnt.

RAP
Denkt euch einen Rap zum Thema aus.
Versucht das Ganze so interessant zu gestalten, dass ihr selber darauf aufmerksam werden würdet,
wenn ihr es seht.
Euer Ergebnis stellt ihr anschließend allen anderen vor.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
106
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 2
Energy Revolutionaries – Energieeffizienz
Du bist super genervt von diesen ganzen ignoranten Energieverschwendern in deiner Umgebung. Wenn
das so weitergeht, ist die Erde dem Untergang geweiht.
Zum Glück bist du mit deiner Meinung nicht ganz allein auf der Welt. Mit deiner Clique planst du eine
Aktion, um die Leute aus eurem Ort auf das Thema Energieeffizienz steigern aufmerksam zu machen.
Schaut euch dazu die entsprechenden Module in der Ausstellung an. Notiert euch kurz, was
Energieeffizienz ist und warum sie gesteigert werden soll:
Energieeffizienz ist:
Energieeffizienz sollte gesteigert werden, weil:
Wählt eine der folgenden Möglichkeiten und arbeitet einen Entwurf dazu aus (bitte ankreuzen):
O
Street Art
Entwerft ein Graffiti oder eine Schablone (stencil).
O
Flyer
Entwerft einen Flyer oder ein Poster.
O
Demonstration
Entwerft ein Transparent für eine Demo und kreiert einen Slogan,
den ihr auf der Demonstration rufen könnt.
O
RAP
Denkt euch einen Rap zum Thema aus.
Versucht das Ganze so interessant zu gestalten, dass ihr selber darauf aufmerksam werden würdet,
wenn ihr es seht.
Euer Ergebnis stellt ihr anschließend allen anderen vor.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
107
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt 3
Energy Revolutionaries – Erneuerbare Energien
Du bist super genervt von diesen ganzen ignoranten Energieverschwendern in deiner Umgebung. Wenn
das so weitergeht, ist die Erde dem Untergang geweiht.
Zum Glück bist du mit deiner Meinung nicht ganz allein auf der Welt. Mit deiner Clique planst du eine
Aktion, um die Leute aus eurem Ort auf das Thema erneuerbare Energien ausbauen aufmerksam zu
machen.
Schaut euch dazu die entsprechenden Module in der Ausstellung an. Notiert euch kurz, was erneuerbare Energie sind und warum sie ausgebaut werden sollen:
erneuerbare Energien sind:
deshalb sollten erneuerbare Energien ausgebaut werden:
Wählt eine der folgenden Möglichkeiten und erarbeitet einen Entwurf zu eurem Thema (bitte ankreuzen):

Street Art
Entwerft ein Graffiti oder eine Schablone (stencil).

Flyer
Entwerft einen Flyer oder ein Poster.

Demonstration
Entwerft ein Transparent für eine Demo und kreiert einen Slogan, den ihr auf der
Demonstration rufen könnt.

RAP
Denkt euch einen Rap zum Thema aus.
Versucht das Ganze so interessant zu gestalten, dass ihr selber darauf aufmerksam werden würdet,
wenn Ihr es seht.
Euer Ergebnis stellt ihr anschließend allen anderen vor.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
108
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.11
Create the Power!
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Das Thema erneuerbare Energien sollte bereits im Unterricht
behandelt worden sein.
Gruppengröße:
3 bis 30 Personen
Dauer:
60 bis 90 Min.
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Papier A3
Filzstifte
Sitzgelegenheiten (optional)
Infoblätter mit Hintergrundinformationen:
Oberflächennahe Geothermie
1
Landwirtschaftliche Biogasanlagen
Windenergie in Bayern
PV/Solarthermie
2
3
4
Umweltfreundlich Energie erzeugen (BMU)
5
1
Kostenloser Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_bod_00071.htm
2
http://www.carmen-ev.de/files/informationen/broschuere_biogas.pdf
3
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00079.htm
4
Broschüre des LfU in Vorbereitung, www.bestellen.bayern.de, alternativ:
http://www.bmub.bund.de/service/publikationen/downloads/details/artikel/schulpaket-solarsupport-materialien-fuer-schulen-undbildungseinrichtungen-zum-thema-photovoltaik-grundschule-und-mittelstufe/
5
http://www.bmub.bund.de/service/publikationen/downloads/details/artikel/bmu-bildungsmaterialiensekundarstufe/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=785
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
109
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer schauen sich die Ausstellung an. Ihr Rechercheauftrag: Sucht alle in der Ausstellung
erwähnten erneuerbaren Energien (auch Anlagen zur Gewinnung von Energie) und notiert sie.
Die Teilnehmer treffen sich wieder und lösen gemeinsam auf. Welche erneuerbare Energie wurde besonders intensiv in der Ausstellung behandelt und warum?
Die Teilnehmer bilden Gruppen von 3 bis 4 Personen. Sie entwerfen eine neue Ausstellungstafel zu
einer erneuerbaren Energie. Für weiterführende Informationen stehen die o.g. Infoblätter zur Verfügung.
Aufgabenstellung
Wählt eine erneuerbare Energie und gestaltet eine Ausstellungstafel dazu. Die Tafel soll interessant und
ansprechend für Leute in eurem Alter sein. Was könnt ihr für einen Bezug zu Jugendlichen herstellen,
damit sie auf das Thema aufmerksam werden? Nutzt z. B. ein großes Foto, ein Bild (Was/wer ist da
drauf?), einen Comic oder einfache eine provokative Frage als Überschrift. Was bringt der Einsatz erneuerbarer Energien Leuten in eurem Alter? Wichtig ist, dass eine Verbindung zu eurer gewählten erneuerbaren Energie hergestellt wird. Ziel: Die Leute sollen aus der Ausstellung gehen und von erneuerbaren Energien überzeugt oder zumindest daran interessiert sein.
110
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.2.12
Social Network
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sollte bekannt sein. Das Thema
erneuerbare Energien sollte bereits im Unterricht behandelt worden sein.
Gruppengröße:
9 bis 30 Personen
Dauer:
30 bis 40 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Postkartensets Energie-3-Spung zur Einteilung der Gruppen
1
Für Sprung 1: Energiebedarf senken, je ein Kalender
Das Energiejahr – ein immer währender Kalender
2
1
Kostenlos bestellbar unter
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/07000124.htm
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/07000125.htm
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/07000126.htm
2
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
111
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer arbeiten in 3er bis 4er Gruppen. Jede Gruppe zieht eine Postkarte mit einer Stufe des
Energie-3-Sprungs. Die Sprünge sollten etwa zu gleichen Anteilen in den Gruppen verteilt werden. (z. B.
Einteilung einer Gruppe aus 27 Personen: 3 Kleingruppen a 3 Personen zum ersten Sprung, 3 Kleingruppen a 3 Personen zum zweiten Sprung, 3 Kleingruppen a 3 Personen zum dritten Sprung.) Die
Kleingruppen untersuchen gemeinsam die entsprechenden Module in der Ausstellung.Alle Gruppen, die
sich mit Sprung 1: Energiebedarf senken beschäftigen, erhalten als zusätzliche Recherchequelle einen
Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender.
Die Teilnehmer personifizieren anschließend ihren Teil des 3-Sprungs. Wer wäre ihr Sprung, wenn er
eine Person wäre?
Sie zeichnen diese Person als Selfie und geben ihr einen Namen. Analog zu sozialen Netzwerken im
Internet erstellen sie einen Steckbrief für ihren personifizierten Sprung.
Die Teilnehmer überlegen sich mindestens 12 Kategorien für das persönliche Profil der Person, die sie
bearbeiten. Was ist ihr Motto? Was/wen (dis)liked die Person? In welchen Gruppen ist sie? Was sind
ihre Interessen? Welche Musik mag sie? Was hat sie neulich gepostet? Etc.
Die Person ist ein absoluter Fan der Ausstellung Energiewende. Deshalb macht sie auf ihrer Seite Werbung für die Ausstellung. Die Teilnehmer schreiben einen kurzen, witzigen Text, warum ihre Person den
Besuch der Ausstellung Energiewende dringend empfiehlt.
Beispiel
3. Sprung – Erneuerbare Energien ausbauen
Name:
Motto:
Lieblingssong:
Lieblingsband:
Solarius
Lass die Sonne in dein Herz.
Wir wollen keinen Atommüll (Anti-AKW-Bewegung)
There´s always the sun (Stranglers)
Empire of the Sun (AUS)
In der Abschlussrunde stellen die Teilnehmer ihre Ergebnisse vor und erläutern sie.
112
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3
Klassen 11 bis 12
1.3.1 Meinungsbarometer (Warm-up-Spiel)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
5 bis 30 Personen
Dauer:
circa 40 Min.
Material:
Kreppband
je ein Zettel mit der Aufschrift:
100 % ja – stimme zu/trifft 100 % zu
100 % nein – stimme nicht zu /trifft 100 % nicht zu
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
113
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen, im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Auf dem Boden wird mit Kreppband eine Linie von einer Ecke des Raumes zu einer anderen markiert. In
einer Ecke wird die Markierung 100 % ja (stimme/trifft 100 % zu), in der gegenüberliegenden 100 % nein
(stimme/trifft 100 % nicht zu) angebracht. Es werden Thesen zum Thema Energieverbrauch vorgelesen.
Die Teilnehmer positionieren sich entlang der Linie. Die Aktivität lebt davon, dass die Teilnehmer ihre
Meinung kurz begründen. Es geht um subjektive Sichtweisen und eigene Erfahrungen. Das Spiel dient
als Einstieg zum Thema, soll Vorwissen aktivieren und Interesse wecken.
Mögliche Aussagen:
(können ergänzt werden)
•
Mein persönlicher Stromverbrauch steht im Zusammenhang mit dem Klimawandel.
•
Wenn alle so weiterleben wie wir jetzt, werden unsere Urenkel nicht genügend Ressourcen zum
Überleben haben.
•
Ein großes Auto ist für mich ein wichtiges Statussymbol. Darauf möchte ich später nicht verzichten.
•
Ein Monat ohne Handy – für mich unvorstellbar.
•
Ich halte meinen Lifestyle für umweltbewusst.
•
Ich achte darauf, dass Geräte, die ich nicht benutze, vom Stromnetz getrennt sind (kein Standby-Modus).
•
Bei mir sind häufig mehrere Geräte gleichzeitig in Betrieb. (Laptop und Radio, TV und PC usw.)
•
Ich shoppe mindestens alle drei Monate neue Klamotten.
•
Der Klimawandel wird von den wohlhabenden Ländern verursacht, in erster Linie leiden jedoch
die sogenannten Entwicklungsländer darunter.
•
Eine Woche ohne soziale Netzwerke im Internet? – Kein Problem für mich.
•
Wir beziehen zu Hause Ökostrom.
Die Teilnehmer gehen anschließend selbstständig durch die Ausstellung. Nach der Besichtigung treffen
sie sich wieder und besprechen gemeinsam, welche Zusammenhänge zwischen den eingangs vorgetragenen Thesen und der Ausstellung bestehen. Die Thesen werden dazu noch einmal laut vorlesen.
114
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.2 Klimajournalisten
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Die Teilnehmer haben sich im Unterricht bereits mit den Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels befasst.
Sie haben im Unterricht die folgenden Musikvideos angeschaut
und die Texte aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt:
1
Madonna – Hey you
Sandel – The shadows
Gruppengröße:
3 bis 30 Personen
Dauer:
40 bis 90 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappen
Englische Version und eigene Übersetzung der Liedtexte
pro Person 1 Kopie des Arbeitsblatts
(optional) mobiles Abspielgerät mit den Klimasongs
(optional) Sitzgelegenheiten
1
weitere Klimasongs zum Beispiel:
Pixies – Monkey gone to heaven (Official Video)
Australian Kids – Protect the World
in deutscher Sprache:
Meyah Don – Klimawandel
Mono & Nikitaman – Solange die Sonne scheint
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
115
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Die Behandlung der Songs im Unterricht und der Ausstellungsbesuch sollten möglichst in derselben
Woche liegen.
Spielerklärung
Die Teilnehmer sind Journalisten beim Musikmagazin Peng!fellow.
Sie schreiben eine Rezension in der Rubrik TOP oder FLOP über den Klimasong von Sandel, Pixies
oder Madonna. Alle drei Videos wurden im Vorfeld im Englischunterricht angeschaut und die Texte ins
Deutsche übersetzt. Die Teilnehmer dürfen wählen, welchen Song sie bearbeiten möchten.
Nach dem Schreiben der Rezension besichtigen sie selbstständig die Ausstellung. Dabei gehen sie der
Frage nach, was die Ausstellung mit ihrem Klimasong zu tun hat. Sie suchen nach Anknüpfungspunkten
und notieren diese.
Die Rezensionen werden im Anschluss laut vorgelesen. Gemeinsam besprechen die Teilnehmer, wo der
inhaltliche Zusammenhang zwischen den Songs und der Ausstellung besteht.
116
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt
Klimasong
Sie sind Journalist oder Journalistin beim Musikmagazin PENG!fellow. Ihr neuer Auftrag: Schreiben Sie
für die Rubrik „Top oder Flop“ eine Rezension zu einem der 3 vorgestellten Songs.
(bitte hier eintragen)
Titel des Songs
Interpret
Bitte erklären Sie, worum es im Text und im Video geht. Was ist die main message des Liedes und an
wen ist sie gerichtet? Schreiben Sie dann bitte Ihre ehrliche Meinung: Wie finden Sie die Musik, den
Text, die Stimme, das Video? Begründen Sie die Dinge, die Sie gut oder schlecht finden. Fehlt etwas?
Wenn ja, was? Geben Sie eine Empfehlung an Ihre Leser. Top oder Flop? Oder irgendwas dazwischen?
Ihre Rezension:
Wenn Sie fertig sind, schauen Sie sich bitte die Ausstellung an. Was hat die Ausstellung mit dem Lied zu
tun, das Sie ausgewählt haben? Finden Sie Anknüpfungspunkte! Machen Sie sich dazu bitte Notizen!
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
117
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.3 Klamottencheck
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
2 bis 30 Personen
Dauer:
bis zu 90 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
pro Gruppe 1 Ausdruck Broschüre KonsuMensch
(S. 1 bis 9)
1
pro Gruppe 1 Ausdruck Marken, Mode und Moneten:
Die lange Reise einer Jeans
2
pro Gruppe 1 Ausdruck des Zeitungsartikels Die voll korrekte
3
Lederjacke
Stifte, Papier, Klemmmappen für Notizen
A3 Papier zum Aufschreiben der Länder
1 dicker Filzstift oder Textmarker
Vordrucke Etiketten im Anschluss an die Anleitung
Download der PDF-Datei:
1
http://www.nuernberg.de/imperia/md/agenda21/dokumente/konsumensch2013-3web.pdf
2
http://www.praxis-umweltbildung.de/dwnl/kleidung/info_jeans.pdf
3
http://www.zeit.de/lebensart/mode/2012-11/mode-bekleidung-leder-nachhaltigkeit
118
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer checken gegenseitig die Etiketten in ihren Kleidungsstücken und finden heraus, wo diese
hergestellt wurden. Personen, die ein Etikett haben, dürfen sich 2 bis 3 weitere Teilnehmer aussuchen,
mit denen sie in einer Gruppe arbeiten. Sollten in den getragenen Kleidungsstücken nicht genügend
Etiketten vorhanden sein, bilden die Teilnehmer 3er bis 4er Gruppen und ziehen pro Gruppe ein Etikett
(Kopiervorlage im Anhang). Sie setzen sich dann mithilfe der Zusatzmaterialien (Broschüren Konsum
Mensch; Marken, Mode und Moneten: Die lange Reise einer Jeans) mit der Reise ihres Kleidungsstücks
1
auseinander.
Dabei machen sie sich Notizen zu folgenden Fragen:
•
Welche Transportwege könnte unser Kleidungsstück zurückgelegt haben und womit?
•
Welche Rohstoffe wurden verwendet? Wo wurden sie angebaut?
•
Wo wurde der Stoff gewebt, gefärbt, genäht?
•
Was hat das Kleidungsstück ungefähr gekostet? Wie kommt dieser Preis zu Stande? Wer macht
den größten Gewinn?
•
Ist das Kleidungsstück fair produziert?
Vorstellungsrunde
Ein bis zwei Gruppen stellen anschließend ihre Kleidungsstücke vor. Sie schreiben die Länder, durch die
ihr Kleidungsstück gereist ist, auf A3 Blätter und verteilen diese, analog zu ihrer Lage auf dem Globus,
großzügig im Raum. Ein Teilnehmer läuft dann von Land zu Land und macht unter Benennung der
Transportmittel sichtbar, welche Wege das Kleidungsstück von der ersten Faser bis zum Kauf hinter sich
haben könnte. Die nächste Gruppe, die vorstellt, nutzt die bereits vorhandenen Länderblätter und ergänzt die entstandene Weltkarte gegebenenfalls noch um eigene.
Nach den Präsentationen wird gemeinsam diskutiert.
Mögliche Fragen
•
Wer trägt Kleidung, die in Europa produziert wurde?
•
Warum sind das so wenige?
•
Wie kann man herausfinden, ob Kleidung fair produziert wurde?
•
Welche Aspekte finden die Teilnehmer wichtig, damit Kleidung ein fairtrade-Label erhalten darf?
•
Was hindert die Teilnehmer daran fair zu kaufen? Was müsste sich ändern, damit die Teilnehmer ihr Kaufverhalten hin zu einem nachhaltigeren, umweltbewussteren Konsum ändern?
(Beispiele für Pro & Contra: fair gehandelte Kleidung ist u. U. teurer, hat aber häufig höhere Qualität,
man müsste seltener neue Kleidung kaufen./In der Wohngegend der Teilnehmer gibt es keinen Shop mit
fairer Kleidung, man muss im Internet bestellen, kann die Sachen nicht anprobieren etc.)
•
Haben die Teilnehmer als Konsumenten Einfluss auf Unternehmen? Was können sie tun?
•
Welche Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung von Kleidung gibt es?
(z. B.: Second-Hand-Läden, Klamotten mit Freunden tauschen, nicht mehr benötigte Kleidung in Altkleidersammlung für soziale Einrichtungen geben, Geschenk-Box auf die Straße stellen, selber nähen aus
fairem Stoff)
1
Allein anhand des Etiketts können diese Fragen nicht eindeutig beantwortet werden. Die Teilnehmer sind aufgefordert, mithilfe
der Zusatzmaterialien eine mögliche Reise ihres Kleidungsstücks nachzustellen.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
119
Pädagogische Begleitmaterialien
Alle besichtigen im Anschluss die Ausstellung und gehen dabei der Frage nach, was das Spiel Klamottencheck mit dem Thema Energiebedarf senken und mit der Ausstellung allgemein zu tun hat. Diese
Frage wird gemeinsam in der Abschlussrunde beantwortet.
Zum Schluss wird die Veranstaltung von den Teilnehmern evaluiert. Jeder notiert auf einem Blatt:
•
Das war neu für mich/Das habe ich neu gelernt.
•
Das würde ich an der Veranstaltung verbessern.
•
Das nehme ich als Anregung mit nach Hause.
Wer möchte, darf seine Meinung öffentlich machen. Wer nicht, gibt sein Blatt bei der Lehrkraft ab.
Vorschlag zur Nachbereitung im Unterricht
Die Teilnehmer planen im Unterricht einen Flohmarkt für das nächste Schulfest oder eine Hofpause und
entwerfen dafür ein Ankündigungsplakat. Sie sammeln getragene Kleidungsstücke in gutem Zustand.
Diese werden zu günstigen Preisen verkauft oder getauscht. Die Teilnehmer erklären ihren Kunden,
warum sie den Flohmarkt veranstalten. Der Erlös kann z. B. für ein Klimaschutzprojekt gespendet werden.
Weiterführende Informationen zum Thema
http://www.praxis-umweltbildung.de/dwnl/kleidung/info_jeans.pdf
http://rankabrand.de
http://www.praxis-umweltbildung.de/kleidung_kldg_hintergrund_projektbeschr.php
http://www.saubere-kleidung.de/
http://www.fairtradekleidung.org/
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/sonstiges/besser_leben_waeschewechsel.pdf
Labels:
http://www.global-standard.org/de/
http://www.fairwear.org/
http://www.greenpeace.org/austria/de/marktcheck/themen/kleidung/konsum/guetesiegel-textilien/
120
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
121
Pädagogische Begleitmaterialien
Kopiervorlage Klamottencheck
Etiketten
…………………………………………………………………………………………………
Fußballtrikot
MADE IN BAVARIA
…………………………………………………………………………………………………
Jeans
MADE IN INDONESIA
…………………………………………………………………………………………………
Jeans
MADE IN ITALY
…………………………………………………………………………………………………
Jeans
MADE IN PAKISTAN
…………………………………………………………………………………………………
T-Shirt
MADE IN CAMBODIA
…………………………………………………………………………………………………
Lederjacke
MADE IN INDIA
…………………………………………………………………………………………………
T-Shirt
MADE IN CHINA
…………………………………………………………………………………………………
122
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.4 Live on Stage
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
6 bis 30 Personen
Dauer:
30 bis 50 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
Glossar im Anhang
Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender
1
(Anzahl je nach Gruppengröße: 1 Kalender für etwa 3 Teilnehmer)
Sitzgelegenheiten (optional)
Kärtchen mit Begriffen und Aufgaben
Kärtchen mit Rollen
Glossar „Energiewende A−Z“
2
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
1
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
2
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/07000127.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
123
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer arbeiten in 2er oder 3er Gruppen. Jede Gruppe zieht eine Begriffskarte mit Frage/n und
pro Gruppe zwei Rollenkarten. Die Teilnehmer schauen sich die Ausstellung an und suchen Informationen zu ihrem Begriff und den Fragen. Ergänzend kann die Broschüre „Energiewende A−Z“ helfen, Begriffe zu erklären. Finden sie in der Ausstellung nicht genug zu ihrem Thema, erhalten sie als zusätzliche
Informationsquelle den Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender Kalender sowie das Glossar
Energiewende A−Z.
Die Gruppen bereiten sich dann auf ihren Auftritt vor. Gemeinsam planen sie ein kleines Theaterstück
als einfachen Dialog mit zwei auftretenden Personen. Sie erklären dabei ihren Begriff, nennen ihn aber
nicht konkret beim Namen. Außerdem bauen sie in ihren Dialog die Antworten auf die Fragen zu ihrem
Begriff ein. Die anderen Teilnehmer raten die Begriffe.
Zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades können Tabu-Wörter oder Wortkomponenten vereinbart werden.
Beispiel: bei Waschmaschine: tabu sind waschen, Wäsche evtl. z. B. auch noch sauber, Kleidung, Wasser…
124
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Begriffskärtchen zum Ausdrucken
Strommessgerät
Stromcheck im Haushalt
Wofür kann man es benutzen?
Warum und wie macht man das?
Wie kann man anhand der Ergebnisse langfristig
Energie sparen?
LED-Lampe
Energie-3-Sprung
Wie viel spart man pro Jahr, wenn man eine Glühlampe durch eine LED-Lampe ersetzt?
Was ist das?
Erzeugen LED-Lampen nur „schummriges“ Licht?
Was ist unsere umweltfreundlichste Energiequelle?
Rebound-Effekt
Was ist das?
Welcher Begriff wird genutzt, wenn nach der Effizienzsteigerung sogar mehr Energie als vorher
verbraucht wird?
Kühlschrank
Abstand zur Wand? Wie groß? Warum?
Wie lässt sich die Dichte testen?
Was hat er mit Klimaschutz zu tun?
Wasserkocher
Was verschlechtert den Wirkungsgrad? Was kann
man dagegen tun?
Wie viel Prozent weniger Energie braucht man,
wenn man Wasser im Kocher und nicht auf dem
Herd erhitzt?
Computer
Laptop oder PC – was benötigt weniger Energie?
Was steckt hinter der Bezeichnung „Computer kleine Ausstattung“?
Waschmaschine
Stand-by-Modus
Welche Anzeichen für Stand-by-Modus gibt es?
Welche Gegenmaßnahme gibt es?
Bitte zwei Tipps zum Energiesparen geben.
Welche sinnvolle Alternative zum
Wäschetrockner gibt es?
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
125
Pädagogische Begleitmaterialien
Rollenkarten zum Ausdrucken
126
Vater
Bürgermeister
Opa
Mutter
Lehrer
Superstar
kleines Kind
Skater
Manager
Jugendliche
Verkäufer
Punk
Oma
Energieberater
Pfarrer
Hippie
Emo
Sozialarbeiter
Fußballspieler
DU
Polizist
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.5 Geschichten erzählen (Warm-up-Spiel)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Die im Spiel verwendeten Begriffe sollten geläufig sein.
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
5 bis 10 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Kärtchen mit Begriffen (Kopiervorlage im Anschluss an die Anleitung)
1 A3-Blatt mit dem Anfangssatz
1 A3-Blatt mit dem Endsatz
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
127
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik Energieeffizienz einzusteigen. Es wird empfohlen, im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Die Teilnehmer sitzen oder stehen im Kreis, in der Mitte liegen verdeckt Kärtchen mit Begriffen. Der Anfangssatz und der Endsatz der Geschichte sind festgelegt. Anfangs- und Endsatz werden vorgelesen
und offen zu den Begriffen gelegt.
„Heute früh erwachte ich aus einem bizarren Traum …
…dass ich mich auf diese Art verlieben würde, hätte ich nie gedacht.“
Die Person, deren Anfangsbuchstabe des Vornamens am weitesten hinten im Alphabet liegt, darf beginnen. Sie liest noch einmal den Startsatz vor und zieht dann einen der Begriffe. Sie formuliert nun bis zu
drei Sätze, in denen der gezogene Begriff vorkommt. Inhaltlich gibt es eine Verbindung zum Startsatz, so
dass eine Geschichte beginnt. Der nächste Teilnehmer zieht und bildet mit dem gezogenen Begriff wiederum bis zu drei Sätze. Die Sätze sollen sich so aufeinander beziehen, dass eine kleine Geschichte
entsteht. Während des Spiels achten die Teilnehmer darauf, dass sich die Geschichte in Richtung des
Endsatzes entwickelt. Die Teilnehmer nehmen die gezogenen Begriffskärtchen an sich. Es wird so lange
gespielt, bis keine Begriffe mehr übrig sind.
Sollten einzelne Begriffe unklar sein, werden diese im Anschluss gemeinsam geklärt. Die Teilnehmer
besichtigen die Ausstellung. Was hat ihre Geschichte mit der Ausstellung zu tun?
128
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Begriffe-Geschichten erzählen zum Ausschneiden
Energieeffizienz
Stand-by-Modus
Treibhauseffekt
Stromcheck im Haushalt
Heizen
Hausdämmung
Beleuchtung
Geld sparen
CO2-Ausstoß verringern
Stereoanlage
Computer
Kastenfenster
Energiesparlampe
Haussanierung
Ressourcen
Nachbar
Energieeffizienzklasse
Kühlschrank
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
129
Pädagogische Begleitmaterialien
LED-Lampe
Glühbirne
Energiewende
Handy
Klimaschutz
Fahrrad fahren
Haushalt
Waschmaschine
hocheffiziente
Heizungsumwälzpumpe
3-Scheiben-Verglasung
Rebound-Effekt
Strommessgerät
Klempner
großer Bruder der besten
Freundin
Wäscheleine
130
Hausdämmung
energieeffizient
SMS
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.6 Exhibition Planner
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sollte bekannt sein.
Gruppengröße:
3 bis 30 Personen
Dauer:
50 bis 60 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappen für Notizen
für die Entwürfe: Farbstifte, Bleistifte, pro Gruppe ein Blatt Papier
A3
Mikrofon der Mitmachstation Wind (optional)
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
131
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer werden in Gruppen geteilt (3 bis 4 Personen pro Gruppe). Sie erhalten die Aufgabe, die
Ausstellungsstation Energieeffizienz vollkommen neu zu planen. Sie soll informativ, aufregend und kreativ sein − ein echter Eyecatcher, an dem so schnell niemand vorbeigeht. Sie wählen dafür ein oder mehrere Objekte aus der Ausstellung, anhand derer das Thema vermittelt werden soll. Außerdem wählen sie
eine Zielgruppe, die sie mit dem Ausstellungsmodul erreichen wollen. Gestalterisch sind keine Grenzen
gesetzt. Die einzige Bedingung: Kein Einsatz von elektrischer Technik.
Anhand von Skizzen stellen die Teilnehmer im Anschluss ihre Ergebnisse vor. Die anderen Gruppen
fragen nach. Welcher Entwurf überzeugt am meisten? Abgestimmt wird per Applaus. Der lauteste gewinnt. Zur Messung kann das Mikrofon der Mitmachstation Wind genutzt werden.
132
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt
Exhibition Planner
Sie sind Ausstellungskurator. Schauen Sie sich bitte die Ausstellung an, mit besonderem Augenmerk auf
die Mitmachstation Energieeffizienz steigern, und alle dazu gehörigen Module. (Hauswandmodelle, Beleuchtungsmöglichkeiten, Gefrierschrankmodell etc.)
Beantworten Sie zunächst folgende Fragen für sich: Was gefällt mir gut, was weniger? Ist alles verständlich? Ist die Aufmachung interessant? Was ist eher langweilig?
Bitte planen/designen Sie die Ausstellungsstation Energieeffizienz steigern komplett neu.
Die Station soll ansprechend, aufregend und lehrreich für eine der folgenden Zielgruppen sein:
(Bitte ankreuzen)
O Kinder
(circa 6 bis 12 Jahre)
O Jugendliche
(circa 13 bis 18 Jahre)
O Erwachsene
(ab 18 Jahre)
Für die Neugestaltung beachten Sie bitte die folgenden Bedingungen:
1. Es muss mindestens ein in der Ausstellung vorhandenes dreidimensionales Objekt darin vorkommen.
Weitere selbst ausgewählte/ausgedachte Objekte dürfen zusätzlich eingeplant werden.
2. Der Begriff Energieeffizienz muss erklärt oder anderweitig erfahrbar gemacht werden.
3. Der Bezug zur Zielgruppe muss hergestellt werden. (Warum gestalten Sie die Ausstellung genau so
für diese Zielgruppe?).
4. Für die Ausstellungsgestaltung darf keine Technik eingesetzt werden, die in der Ausstellung Strom
benötigt (keine Hörstationen, Screens, Computerelemente etc.).
Ansonsten sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Bitte machen Sie sich Skizzen und Notizen, anhand derer Sie Ihr Konzept im Anschluss vorstellen.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
133
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.7 Zeitreise
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sollte bekannt sein.
Ebenso sollte das Thema Nachhaltigkeit im Vorfeld
besprochen worden sein.
Gruppengröße:
6 bis 30 Personen
Dauer:
60 bis 90 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
1 Arbeitsblatt pro Gruppe
134
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer arbeiten in 3er bis 4er Gruppen. Sie sind in diesem Spiel Archäologen oder Archäologinnen und befinden sich im Jahr 3015. Jede Gruppe entdeckt bei einer Ausgrabung ein energieeffizientes
Objekt/Material aus der Ausstellung, das auf dem sich anschließenden Archäologiekongress 3015 vorgestellt wird.
Jede Gruppe erhält zunächst ein Arbeitsblatt mit der detaillierten Aufgabenstellung. Der INTRO-Text des
Arbeitsblattes wird laut vorgelesen. Anschließend begeben sich die Gruppen in die Ausstellung, wählen
ein Objekt und bereiten anhand des Arbeitsblattes ihren Auftritt auf dem Kongress vor.
Danach treffen sich alle Gruppen wieder. Die Lehrkraft übernimmt die Moderation. Der Kongress beginnt. Der Moderator bittet die Vertreter der einzelnen Teams nacheinander nach vorn.
Die Ergebnisse werden vorgestellt. Nach jeder Vorstellung dürfen vom Auditorium Nachfragen gestellt
werden.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
135
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt Zeitreise
INTRO
Bayern im Jahr 3015: Willkommen in einer besseren Welt! Vieles hat sich zum Guten gewendet. Die
Erde ist kein hoch technifizierter, düsterer Ort geworden, an dem sich Cyborgs, Aliens und Menschen
bekämpfen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit hat sich durchgesetzt. Die Menschen leben weitestgehend in
Gerechtigkeit und Einklang miteinander und mit ihrer Umwelt.
Ihre Aufgabe
Sie sind eine Gruppe von Archäologen und Archäologinnen und graben im Jahr 3015 ein Objekt aus
dem Jahr 2015 aus. Bitte wählen Sie dazu eines der (nach heutigen Maßstäben) energieeffizienten Objekte aus der Ausstellung (z. B. eine LED-Lampe, eine Heizungsumwälzungspumpe, ein Modell für 3fach-Verglasung, etc.).
Dieses Objekt stellen Sie den anderen Gruppen im Anschluss an Ihre Recherchearbeit auf dem Archäologiekongress 3015 vor. Bitte bereiten Sie dafür ein Kurzreferat mit folgenden Inhalten vor:
Erklären Sie dem Auditorium zunächst, warum Energieeffizienz im Jahr 2015 eine so große Rolle gespielt hat. Was führte zu dieser Entwicklung? Lassen Sie dabei unter anderem Worte wie Energiewende,
Klimawandel, Ressourcenverteilung und nachhaltige Entwicklung einfließen.
Erläutern Sie dann, wie das Objekt im Jahr 2015 funktioniert hat und wofür es genutzt wurde. Erklären
Sie, was die Neuerung dieses Objektes oder dieses Materials im Jahr 2015 im Vergleich zu vorher genutzten Strukturen war. Nennen Sie positive Auswirkungen für Mensch und Umwelt, die dadurch eingetreten sind. Bitte nutzen Sie dafür neben Ihrem persönlichen Wissen auch die in der Ausstellung verfügbaren Informationen.
Natürlich sind Sie im Jahr 3015 schon viele Stufen weiter:
Stellen Sie sich Ihr gewähltes Objekt/Material in einer auf Nachhaltigkeit bedachten Welt im Jahr 3015
vor. Wie könnte es aussehen und wie funktionieren? Oder wurden inzwischen völlig neue Strukturen
geschaffen, um z. B. Licht oder Wärme hocheffizient zu nutzen? Setzen Sie Ihr Ausgrabungsobjekt dazu
in Beziehung und vergleichen Sie. Fertigen Sie dazu bitte eine Skizze an, anhand derer Sie im Kongress
erläutern.
Wenn Sie mit der Vorbereitung fertig sind, wählen Sie bitte 1 bis 2 Sprecher aus Ihrer Gruppe, die Ihre
Ergebnisse auf dem Archäologiekongress 3015 vorstellen.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
136
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.8 Kaufen und Verkaufen
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
1. Energiebedarf senken
2. Energieeffizienz steigern
Benötigtes Vorwissen:
Der Begriff Energieeffizienz sollte bekannt sein.
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
45 bis 60 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
pro Gruppe ein Kalender Das Energiejahr – ein immerwährender
1
Kalender
Einkaufshilfen auf der letzten Seite des Kalenders
pro Gruppe je ein Faltblatt:
Klima schützen – Kosten senken
Mit hocheffizienten Heizungsumwälzpumpen Strom sparen!
2
Klima schützen – Kosten senken
Durch Energiesparfenster mit 3-Scheiben-Verglasung
Heizkosten sparen!
3
Klima schützen – Kosten senken
Stromkosten sparen mit energieeffizienter Beleuchtung
4
Klima schützen – Kosten senken
Strom sparen zu Hause
5
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
1
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00114.htm
2
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00059.htm
3
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00061.htm
4
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00065.htm
5
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00074.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
137
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer setzen sich in dieser Aktivität mit Energieeffizienz in Haus und Wohnung auseinander.
Sie arbeiten in 4er Gruppen zu den Themen Beleuchtung, Wärme oder Fenster.
Zunächst besichtigen sie die Ausstellung und legen dabei besonderes Augenmerk auf alle Module zum
Thema Energieeffizienz. Die Gruppen wählen dann, mit welchem Bereich (Beleuchtung, Wärme oder
Fenster) sie sich auseinandersetzen möchten. Sie sammeln innerhalb ihrer Gruppe Argumente für die
Umrüstung auf energieeffiziente Techniken (Umrüstung auf energieeffiziente Beleuchtung, auf hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen oder auf 3-Scheiben-Verglasung) in Haus und Wohnung. Welche Gründe könnte es geben, diesen Techniken kritisch gegenüberzustehen?
Die Gruppen bereiten sich anhand der entsprechenden Ausstellungsmodule vor. Als zusätzliche Informationsquellen nutzen sie die oben angegebenen Faltblätter und Einkaufshilfen. Die Arbeitsergebnisse
sollen anschließend anhand von Verkaufsgesprächen dargestellt werden. Jede Gruppe bereitet die Rollen skeptischer Käufer (steht neuen, energieeffizienten Techniken kritisch gegenüber, überlegt sich die
entsprechenden Argumente) und Verkäufer (ist überzeugt von energieeffizienten Techniken, überlegt
sich Argumente, um Käufer zum Kauf zu bewegen) vor.
Die Ergebnispräsentation findet an den entsprechenden Ausstellungsstationen und -modulen statt. Ein
bis zwei Personen aus jeder Gruppe übernehmen die Rolle der Verkäufer, die anderen Gruppenmitglieder, sind die Käufer. Der Verkäufer nutzt vor allem die praktischen, anschaulichen Beispiele in der Ausstellung, z. B. Lichtbox, Lichtleiste oder Gefrierschrankmodell.
Wer überzeugt wen? Am Schluss geben die Verkäufer ihren Kunden die Einkaufshilfen als Give-away
mit nach Hause.
Nach jedem Verkaufsgespräch gibt es Applaus.
Im Anschluss suchen die Teilnehmer in der Ausstellung nach einem Anhaltspunkt, was sie bei sich zu
Hause ändern könnten, um Energie zu sparen oder effizienter zu nutzen. Jeder Teilnehmer schießt ein
Erinnerungsfoto von sich mit dem entsprechenden Hinweis.
Vorschlag zur Nachbereitung zu Hause/im Unterricht
Die Teilnehmer sprechen mit ihren Familien über die Idee auf ihrem Foto und die Umsetzung. Nach etwa
einer Woche wird das Thema im Unterricht erneut aufgegriffen. Wer hat seine Energiesparidee zu Hause
umgesetzt? Wer nicht? Woran lag es?
138
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.9 Denkanstöße Energiewende (Warm-up-Spiel, Durchführung ohne die Ausstellung
möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Das Thema erneuerbare Energien wurde evtl. schon im Unterricht besprochen.
Gruppengröße:
10 bis 30 Personen
Dauer:
10 bis 15 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Klemmmappe für Notizen
pro Teilnehmer 5 Haftnotizzettel A5 in verschiedenen Farben
4 A4-Haftnotizzettel mit den Begriffen
Sitzgelegenheiten (optional)
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
139
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist ein Warm-up-Spiel. Es dient in erster Linie dazu, in die Thematik einzusteigen. Es wird
empfohlen, im Anschluss eine weitere Aktivität für diese Klassenstufe durchzuführen.
Spielerklärung
Die folgenden vier Begriffe werden nacheinander genannt:
•
•
•
•
Energiewende
Klimaschutz
Erneuerbare Energien
Weltenergieverbrauch
Nach der Nennung eines Begriffs schreiben die Teilnehmer spontan ein Schlagwort oder eine kurze
Wortgruppe dazu auf einen A5-Haftnotizzettel. Die Lehrkraft klebt den Begriff an die Wand, die Teilnehmer kleben ihre Assoziationen darunter. Sind alle Begriffe bearbeitet, werden ähnliche Gedanken gruppiert. Die Teilnehmer sprechen über ihre Assoziationen. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den
genannten Begriffen? Was wurde besonders häufig genannt und warum?
140
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.10
Lebendes Bild (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich  Zusatzmaterial nutzen)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Das Thema erneuerbare Energien wurde im Unterricht besprochen.
Gruppengröße:
16 bis 30 Personen
Dauer:
bis zu 40 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
pro Gruppe je 2 Hefte
Windkraftanlagen – Beeinträchtigt Infraschall unsere Gesund1
heit?
pro Gruppe je 2 Hefte
Windenergie in Bayern
2
Sitzgelegenheiten (optional)
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
1
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00077.htm
2
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00079.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
141
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer arbeiten in Kleingruppen zu 5 bis 7 Personen. Jede Gruppe wählt eine der drei Fragen
und diskutiert sie. (Es kann auch die gleiche Frage mehrmals vergeben werden.) Die Teilnehmer nutzen
dazu ihr Vorwissen, die Ausstellung sowie die oben aufgeführten Zusatzmaterialien.
Fragen:
1.)
2.)
3.)
4.)
Windenergie vs. Artenschutz – Ein lösbares Problem?
Beeinträchtigt Infraschall die Gesundheit?
Halten Sie den Ausbau erneuerbarer Energien für wichtig/richtig?
Welchen erneuerbaren Energieträger bevorzugen Sie?
Die Teilnehmer werden gebeten, ihr Ergebnis als lebendes Bild darzustellen. Sie gruppieren sich zu einer Art Foto oder Denkmal, mit dem sie das Wesentliche ihres Gesprächs zum Ausdruck bringen. Alternativ darf das Ergebnis auch als Pantomime dargestellt werden. Wenn mehrere Gruppen das gleiche
Thema haben, sollte die Darstellungsart verschieden sein.
Die Gruppen präsentieren anschließend ihre lebenden Bilder oder Pantomimen. In der Auswertungsrunde wird besprochen: Was hat sich uns bei der Bearbeitung des Themas eröffnet? Was ist deutlich geworden in Bezug auf unser Thema?
142
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.11
Denkhüte Windenergie (Durchführung ohne die Ausstellung bedingt möglich
Zusatzmaterial nutzen)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
keines
Gruppengröße:
12 bis 30 Personen
Dauer:
circa 50 Min.
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
6 verschiedenfarbige Hüte
(1x grün, 1x weiß, 1x rot, 1x schwarz, 1x gelb, 1x blau)
entweder echte Hüte in diesen Farben mitbringen oder selbst
aus farbigem Papier basteln (Malerhüte)
alternativ: farbige Kärtchen
pro Hut ein Ausdruck der Rollenerklärung
pro Gruppe je 2 Hefte
Windkraftanlagen – Beeinträchtigt Infraschall unsere Gesund1
heit?
Windenergie in Bayern
2
Energiewende gemeinsam gestalten − wie der Funke über3
springt, davon die Seiten 10 bis 13
Sitzgelegenheiten (optional)
Kostenlos bestellbar oder Download der PDF-Datei unter:
1
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00077.htm
2
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_klima_00079.htm
3
http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/lfu_all_00111.htm
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
143
Pädagogische Begleitmaterialien
Vorbemerkung
Dieses Spiel ist angelehnt an die Denkhüte (engl. Six Thinking Hats) von Edward de Bono, eine 1986
1
vorgestellte Kreativitätstechnik. In einer Gruppendiskussion nehmen die Teilnehmer unterschiedliche
Rollen ein, die durch verschiedenfarbige Hüte repräsentiert werden. Jeder Hut steht für einen bestimmten Blickwinkel auf das Thema, so dass in die Diskussion zahlreiche Sichtweisen einfließen (siehe Kopiervorlage).
Spielerklärung
Die Teilnehmer werden in 6 Gruppen eingeteilt. Jeder Gruppe wird ein Hut zugeteilt und die entsprechende Rollenbeschreibung als Ausdruck. Die Teilnehmer informieren sich über das Thema Windenergie und über die Rolle ihres Hutes und bereiten sich auf die Diskussion vor. Sie nutzen dafür ihr Vorwissen, die Ausstellung und die Informationshefte Windenergie in Bayern und Windkraftanlagen - beeinträchtigt Infraschall die Gesundheit?
Jede Gruppe entsendet anschließend einen Vertreter zur Diskussion. Die Teilnehmer diskutieren in ihrer
jeweiligen Rolle. Die Lehrkraft moderiert gegebenenfalls. Es werden so zahlreiche Sichtweisen auf das
Thema deutlich, die nicht der eigenen bisherigen Überzeugung entsprechen müssen. Die Teilnehmer
lernen gleichermaßen Pro- und Kontra-Argumente zum Thema kennen.
Diejenigen, die nicht an der Diskussion beteiligt sind, positionieren sich im Kreis um die Runde. Sie beobachten die Körpersprache und die Qualität der Argumentation.
Nach dem Abschluss der Diskussionsrunde erfolgt eine Auswertung, in welcher zuerst die Beteiligten
das Wort haben, dann die Beobachter.
Mögliche Fragen zur Auswertung.
Teilnehmer Diskussion:
• War mein Hut auch meine persönliche Position zum Thema?
• Was habe ich Neues gelernt?
• Wurden eigene Vorurteile entkräftet? Wenn ja, welche?
• Zu welchem Aspekt würde ich gern mehr erfahren?
Außenkreis:
• Welche Argumente haben mich am meisten überzeugt und warum?
Vorschlag zur Nachbereitung zu Hause/im Unterricht
Die Teilnehmer sprechen mit Eltern/Großeltern/Geschwistern oder Freunden über das Thema Windenergie. Was ist deren Meinung? Welche Pro- und Kontra-Argumente werden genannt? Sie berichten
davon im Unterricht.
1
Vgl. de Bono, Edward: Six Thinking Hats, London 1990.
144
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Kopiervorlage
Denkhüte Windenergie
Bedeutung der Hüte
…………………………………………………………………………………………………………
weißer Hut:
Was sind die objektiven Fakten? Welche Zahlen, welche wissenschaftlichen Untersuchungen,
welche gesicherten Erkenntnisse gibt es? Der weiße Hut macht Sie zu einem neutralen, objektiven und nüchternen Betrachter. Sie sammeln ausschließlich Fakten.
…………………………………………………………………………………………………………
roter Hut:
Wie ist Ihr Bauchgefühl? Beim roten Hut geht es nur um Ihre Intuition, um Gefühle und Ahnungen.
…………………………………………………………………………………………………………
schwarzer Hut:
Welche objektiv begründbaren negativen Aspekte und Fakten gibt es? Gibt es Gefahren und
Risiken? Welche sind das? Mit dem schwarzen Hut dürfen Sie richtig schwarz malen.
…………………………………………………………………………………………………………
gelber Hut:
Was sind die objektiv begründbaren positiven Seiten? Was sind die Pluspunkte? Eröffnen sich
neue Chancen? Welche? Der gelbe Hut macht Sie wohlwollend, offen, optimistisch und positiv.
…………………………………………………………………………………………………………
grüner Hut:
Welche neuen Ideen kommen Ihnen persönlich in den Sinn? Was könnte man noch ganz anders machen? Der grüne Hut steht für Kreativität und Fantasie. Betrachten Sie die Fragestellung aus einer kreativen und spielerischen Perspektive. Neue Ideen sind erwünscht.
…………………………………………………………………………………………………………
blauer Hut:
Mit dem blauen Hut betrachten Sie den Prozess des Nachdenkens aus einer übergeordneten
Ebene. Wie könnten Sie alle bisherigen Gedanken zusammenfassen? Haben Sie alle Hüte
gleich berücksichtigt? Gibt es offene Fragen? Was sind die Konsequenzen Ihrer Gedanken?
Wie sieht es mit der Umsetzung aus?
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
145
Pädagogische Begleitmaterialien
1.3.12
Start-up (Durchführung ohne die Ausstellung möglich)
Vorbereitung
Stufe(n) des Energie-3-Sprungs:
3. Erneuerbare Energien ausbauen
Benötigtes Vorwissen:
Das Thema erneuerbare Energien wurde im Unterricht besprochen.
Gruppengröße:
12 bis 30 Personen
Dauer:
60 bis 90 Min. (je nach Gruppengröße)
Material:
Stifte, Papier, Klemmmappe für Notizen
pro Gruppe ein Arbeitsblatt
Sitzgelegenheiten (optional)
146
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Spielerklärung
Die Teilnehmer arbeiten in Gruppen zu 4 bis 7 Personen. Ihre Aufgabe: Sie gründen ein Start-upUnternehmen. Die Teilnehmer entwickeln in ihrem Team ein innovatives Konzept zur Nutzung von erneuerbaren Energien. In einer Präsentation sollen Sie die Jury eines renommierten Unternehmens, das
Startkapital für junge Unternehmerinnen vergibt, von ihrem Konzept überzeugen.
Jede Gruppe erhält ein Arbeitsblatt mit der Aufgabenstellung. Die Gruppen entwickeln ein Konzept und
machen sich Gedanken, wie sie es erfolgreich präsentieren können. Aus jeder Gruppe werden ein bis
zwei Jurymitglieder gewählt. Die Gruppen kommen zusammen und präsentieren ihre Ergebnisse. Die
präsentierende Gruppe stellt keine Jurymitglieder.
Die Gruppen stellen zunächst ihr Unternehmen und die Mitglieder ihres Teams vor. Danach präsentieren
sie ihr Konzept. Die Jury fragt kritisch nach. Sie entscheidet und begründet nach jeder Präsentation, ob
das jeweilige Start-up überzeugt hat oder nicht.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
147
Pädagogische Begleitmaterialien
Arbeitsblatt
Start-up
Sie haben das Abitur mit Auszeichnung bestanden. Herzlichen Glückwunsch! Parallel zur Ausbildung/zum Studium gründen Sie gleich ein Start-up-Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien.
Mal Hand aufs Herz, wer aus Ihrer Gruppe ist am ehesten der Typ für eine Sofortkarriere?
Wählen Sie diese Person als Geschäftsführer Ihres Start-up-Unternehmens.
Name, Chef:
Natürlich brauchen Sie ein gutes Team, das hervorragend für Ihren Bereich ausgebildet ist. Das sind Ihre
Gruppenmitglieder. Listen Sie bitte die Teammitglieder namentlich mit ihrem jeweiligen Studiengang und
ihrer Ausbildung und sonstigen Qualifikationen auf. Benennen Sie auch ihre Rolle im Unternehmen.
Teammitglied:
Teammitglied:
Teammitglied:
Teammitglied:
Teammitglied:
Erfinden Sie gemeinsam einen passenden Namen für Ihr Unternehmen.
Name des Unternehmens:
Ihr junges Team sprüht nur so vor neuen, kreativen Ideen. Nur leider fehlt bisher noch der finanzielle
Background zur Umsetzung. Entwickeln Sie eine ganz neue, zukunftsträchtige Idee zur Nutzung von
erneuerbaren Energien. (Erarbeiten Sie zum Beispiel ein Konzept zur Nutzung von Abwärme von Heizungsrohren oder Kühlschränken aus, zur Nutzung menschlicher Wärme oder Biomasse, zur Nutzung
der Energie aus Abfällen oder etwas ganz anderes.)
Bereiten Sie sich gut auf die Präsentation vor. Fertigen Sie Skizzen an, um Ihre Idee zu veranschaulichen. In der Präsentation stellen Sie zunächst Ihr Unternehmen und Ihr Team vor und dann Ihr Konzept.
Kein Platz mehr? − Rückseite benutzen!
148
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
2
Lehrplanbezug
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
149
Pädagogische Begleitmaterialien
Weitere Informationen zu Lehrplanbezügen siehe: Schriftliche Anfrage an den Bayerischen Landtag zu den Themenbereichen Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien an den bayerischen Schularten
(Drucksache 16/10011)
http://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP16/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/16_0010011.pdf
Mittelschulen
Mittelschule, Klasse 5
Natur und Technik
5.1.2 Themenbereiche und Konzepte
Umwelt und Leben
Geschichte, Soziales, Erdkunde
5.4 Region und Umwelt
5.4.2 Umweltschutz
private und schulische Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten, z. B. Müllvermeidung, Energieeinsparung
Mittelschule, Klasse 6
Geschichte, Soziales, Erdkunde
6.4.1 Individueller Umgang mit der Zeit
Freizeitverhalten als Einzelner oder in der Gruppe: Tätigkeiten, Dauer, Auswirkungen, z. B. auf Umwelt
Mittelschule, Klasse 7
Berufsorientierender Zweig Soziales
Haushalt und Ernähren
7.1.1 Wirtschaftliches und umweltbewusstes Haushalten
Geschichte, Soziales, Erdkunde
7.2.1 Klima und Klimaveränderung
7.2.2 Reaktion auf die Klimaveränderung
Klimaschutz im Alltag, z. B. Stromsparen
Arbeit-Wirtschaft-Technik
7.4 Arbeit und Technik im privaten Haushalt
7.4.1 Technikanwendung bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen
Einsatzorte, -arten, -ziele technischer Geräte zu Hause, aufschreiben wer, wann, wo, wie lange
Aufwand und Ertrag bei der Nutzung technischer Geräte (Kosten, Energie, Lebensdauer, Entsorgung)
7.4.2 Perspektiven des Technikeinsatzes
neue Entwicklungen von Technik im Haushalt
Mittelschule, Klasse 8
Ethik
8.1.3 Sinn entdecken
sich engagieren, allein und/oder in Gemeinschaft mit anderen, z. B. im sportlichen, musischen, sozialen,
religiösen, politischen Bereich sowie im Umweltbereich
Mittelschule, Klasse 9
Physik/Chemie/Biologie
9.1.3 Energie und nachhaltige Entwicklung
Ethik
9.3.1 Verantwortung annehmen
vernünftige Lebensführung im Alltag , z. B. achtsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen
Folgen von gedankenlosem, fahrlässigem, rücksichtslosem Verhalten, z. B. Umweltverschmutzung
9.3.2 Mitgestalten in Gesellschaft und Politik
Engagement als Bereicherung des Lebens wahrnehmen
Mittelschule, Klasse 10
150
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Physik/Chemie/Biologie
10.1.1. Nachhaltige Entwicklung als Zukunftsaufgabe
10.1.2 Zukunftsorientierte Energienutzung
10.1.3. Weltklima im Wandel?
Realschulen
Realschule, Klasse 8
Ethik
8.2 Verantwortung für Mensch, Natur und Umwelt
Realschule, Klasse 9
Erdkunde
9.1 Deutschland und seine Einbindung in die Welt, Klima
Realschule, Klasse 10
Sozialwesen
10.3 Neue Chancen und Risiken durch globale Entwicklungen, Klimakatastrophen
Gymnasien
Gymnasium, Klasse 5
Natur und Technik
5.1.2 Themenbereiche und Konzepte
Umwelt und Leben
nachwachsende Rohstoffe, Wertstoffrecycling, Temperaturregulation, Lärmschutz, Müllentsorgung,
Landschaftsschutz
Gymnasium, Klasse 8
Physik
8.3 Elektrische Energie
Einblicke in die Energieversorgung
Ressourcen und verantwortungsbewusster Umgang mit Energie
Umweltfragen und Zukunftsperspektiven
Ethik
8.4 Umweltethik
Zusammenhänge zwischen modernen Lebensgewohnheiten und Umweltproblemen
verantwortungsbewusstes Verhalten im Alltag, Möglichkeiten des aktiven Natur- und Umweltschutzes
Gymnasium, Klasse 10
Geografie
10.5 Globale Herausforderungen
globaler Umweltschutz: Ursachen und Folgen weltweiter Umweltbelastungen am Beispiel des anthropogenen Treibhauseffekts
Gymnasium, Klasse 11
Deutsch
11.2 In Anlehnung an journalistische Formen schreiben
Geografie
11.3 Ressourcen – Nutzung, Gefährdung und Schutz
11.3.1 Wasser als Lebensgrundlage
11.3.2 Rohstofflagerstätten und deren Nutzung
11.4 Umweltrisiken und menschliches Verhalten
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
151
Pädagogische Begleitmaterialien
Diskussion des anthropogenen Anteils am Klimawandel, Maßnahmen zum Klimaschutz
11.4 Umweltrisiken und menschliches Verhalten
Diskussion des anthropogenen Anteils am Klimawandel, Maßnahmen zum Klimaschutz und internationale Vereinbarungen
Englisch
11/12.3 Interkulturelles Lernen und Landeskunde
Umwelt, Natur, Wissenschaft und Technik Umweltprobleme und mögliche Lösungen, z. B. Klimawandel,
Energiepolitik
Gymnasium, Klasse 12
Geografie
12.1.3 Globalisierung
Länder unterschiedlichen Entwicklungsstands im Prozess der Globalisierung: Stellung der Industrie- und
Entwicklungsländer im Rahmen internationaler Kapital-, Rohstoff-, Waren- und Dienstleistungsströme
Sozialkunde
12.5 Globalisierung als Herausforderung für die Politik im 21. Jahrhundert
internationale und supranationale Kooperation als Notwendigkeit und Chance, z. B. im Rahmen nachhaltiger Umweltpolitik
Gymnasium, Klasse 11/12
Theater und Film
Körper, Interaktion und Rolle − Modul 2
152
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
3
Glossar
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
153
Pädagogische Begleitmaterialien
Hinweis: weitere Begriffserklärungen finden Sie im Energie-Atlas Bayern  A−Z Glossar
Biodiesel
Biodiesel ist ein Biokraftstoff, der durch die chemische Reaktion der Umesterung von pflanzlichen oder
tierischen Ölen, z. B. Rapsöl, mit einwertigen Alkoholen wie Methanol, hergestellt wird. Biodiesel besitzt
dem fossilen Diesel sehr ähnliche Eigenschaften und mischt sich mit diesem problemlos in beliebigen
Verhältnissen. Biodiesel wird heute normgerecht (EN590) dem fossilen Diesel mit bis zu 7 % beigemischt, findet teilweise aber auch als Reinkraftstoff Verwendung.
Biogasanlage
In Biogasanlagen entsteht durch den anaeroben Abbau von feuchtem organischem Material Biogas
(z. B. Pflanzen(-reste), tierische Exkremente und Abfälle) unter Licht- und Luftabschluss in einem Faulbehälter. Biogas enthält je nach Ausgangsstoffen und Prozessführung circa 55 % Methan, 40 % CO2
(Kohlenstoffdioxid) sowie 5 % Wasserdampf und andere Spurengase.
Biomasse
Biomasse ist die gesamte durch Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen und Menschen anfallende oder
erzeugte organische Substanz. Für die Energieerzeugung bedeutsam sind Holz, Energiepflanzen, landwirtschaftliche Koppelprodukte und Reststoffe sowie sonstige biogene Rest- und Abfallstoffe. Biomasse
gehört zu den Erneuerbaren Energieträgern und steuert einen bedeutenden Teil zur Strom-, Wärme- und
Kraftstoffversorgung bei.
CO2 / Kohlen(stoff)dioxid
CO2 ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Das unbrennbare, farb- und geruchlose Gas zählt zu den Treibhausgasen, die zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen. CO2 entsteht
bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen, wie z. B. Kohle, Methan, Erdöl und Holz, aber auch
in allen Lebewesen (Atmung).
CO2-Ausstoß / CO2-Emissionen
CO2-Emissionen treten bei Verbrennungsprozessen von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen, wie z. B. Kohle, Methan, Erdöl und Holz auf. Bei der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien, die nicht auf
Verbrennungsprozessen basiert, entstehen im Betrieb keine oder deutlich weniger CO2-Emissionen.
Durchschnittshaushalt
Im Durchschnitt leben in Deutschland pro Haushalt 2,01 Personen. Dabei kommt zum Tragen, dass es
zunehmend mehr kleinere Haushalte gibt. In unseren Beispielen rechnen wir jedoch mit 3-PersonenHaushalten, damit sich auch Familien wiederfinden.
Emission („Aussendung“, vgl. im Gegensatz dazu Immission)
Eine Emission bezeichnet die Aussendung von chemischen oder physikalischen Signalen, zunächst
unabhängig von einer möglichen schädlichen oder nützlichen Wirkung. Beispiele: Schall, Licht, Gas.
Umweltrelevante Emissionen wie Abgase, schädliche Strahlung, laute Geräusche etc. sind im Allgemeinen mit Grenzwerten gesetzlich eingeschränkt.
Energie-3-Sprung
Energiebedarf senken, Energieeffizienz steigern und erneuerbare Energien ausbauen sind die Bestandteile eines nachhaltigen Umgangs mit Energie. Diese drei Bestandteile werden als „Energie-3-Sprung“
bezeichnet, um zu verdeutlichen, dass nur mit allen drei Sprüngen die Energiewende und Reduzierung
der CO2-Emissionen zu schaffen sind.
154
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Energieeffizienz
Die Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis aus erzieltem Nutzen und zugehörigem Energieeinsatz.
Eine Steigerung der Energieeffizienz kann daher grundsätzlich auf zwei Wegen erreicht werden. Entweder muss bei gleichem Nutzeffekt (= konstanter Nutzen) der Energieverbrauch reduziert werden (z. B.
durch Wärmedämmung) oder bei konstantem Energieeinsatz ein zusätzlicher Nutzen hinzukommen
(z. B. durch Abwärmenutzung).
Energieeffizienzklasse
Siehe Energielabel
Energielabel
Eigentlich „Energieverbrauchskennzeichnung“. Energielabel gibt es für unterschiedliche Produkte als
Entscheidungshilfe für den Kauf. Auf ihnen sind die Energieeffizienzklassen, je nach Gerät von A+++
(beste) bis G (schlechteste) farblich von Grün bis Rot dargestellt.
Energiewende
Die Energiewende bezeichnet den Umstieg von einer Energieversorgung durch fossile, nicht erneuerbare Energieträger auf erneuerbare Energieträger, wie Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie.
Sie umfasst vor allem die Bereiche Wärme, Mobilität, Produktion und Strom. Voraussetzungen sind neben nachhaltigem Verhalten eine Verringerung des Energieverbrauchs durch Sparmaßnahmen und Effizienz-erhöhungen sowie geeignete Verteil- und Speichertechnologien.
Erdwärme/Geothermie
Erdwärme wird auch als geothermische Energie bezeichnet. Erdwärme ist eine Form gespeicherter
Energie unterhalb der Erdoberfläche. Unter Geothermie versteht man die technische Ausnutzung dieser
natürlichen Wärmequelle zur Energiegewinnung (Wärme und Strom). Von Tiefengeothermie, die zum
Teil auch eine Erzeugung von Strom ermöglicht, spricht man bei der Nutzung von Wärme aus Tiefen
zwischen 400 und 7.000 Metern. Die in der Regel durch Wärmepumpen erfolgende Nutzung von Erdwärme oder Grundwasser als Wärmequelle bis zu einer Tiefe von 400 Meter wird oberflächennahe Geothermie genannt.
erneuerbare Energien
Als erneuerbare Energien (auch regenerative Energien) werden nachhaltige Energiequellen, wie Solarenergie (Photovoltaik, Solarthermie), Windkraft, Wasserkraft und nachhaltig produzierte Biomasse bezeichnet. Im Gegensatz zu fossilen und nuklearen Brennstoffen können erneuerbare Energien sich laufend erneuern und stehen praktisch zeitlich unbegrenzt zur Verfügung.
Farbtemperatur
Die Farbtemperatur ist ein Maß für die vom Menschen empfundene Farbe des Lichtes eines Strahlers,
z. B. einer Lampe. Sie wird in Kelvin angegeben. Sogenannte „kalte“ Farben sind bläulich und haben
eine Farbtemperatur von mehr als 4000 Kelvin (K), „warme“ Farben sind orange bis rötlich und haben
Werte um die 2000 bis 3000 K. Dazwischen liegen „neutralweiße“ Bereiche.
fossile Energieträger
Fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle haben sich über lange Zeiträume aus abgestorbenen
Pflanzen und Tieren unter Einwirkung von Druck und Wärme gebildet. Aufgrund des, aus menschlicher
Sicht langen Entstehungsprozesses können fossile Energieträger, im Gegensatz zu erneuerbaren Energien, vollständig aufgebraucht werden, da ihre Nutzung ungleich schneller erfolgt als die Neubildung.
Zudem setzt die Verbrennung von fossilen Energieträgern CO2 (Kohlendioxid) frei, das über sehr lange
Zeiträume als Kohlenstoff in ihnen gebunden war und entlässt dieses in die Atmosphäre.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
155
Pädagogische Begleitmaterialien
Gebietskulisse
Eine Gebietskulisse ist ein bestimmtes abgegrenztes Gebiet, welches wiederum aus Teilgebieten besteht, die in geographischer, naturschutzfachlicher oder anderer Hinsicht einheitlich sind. Beispiel: Die
Gebietskulisse Windkraft ist in einer Karte im Maßstab 1:100.000 dargestellt. Sie zeigt, auf welchen Flächen in Bayern eine Windkraftnutzung aufgrund der vorherrschenden Windgeschwindigkeit sowie unter
Berücksichtigung von Umweltaspekten möglich oder auszuschließen ist. Sie fungiert als bayernweite
Umweltplanungshilfe für Kommunen.
Heizungsumwälzpumpe
Heizungsumwälzpumpen sind meist im Keller in die Heizungsanlage eingebaut und befördern das erhitzte Wasser durch den Heizungskreislauf, also in die Heizkörper der Stockwerke eines Gebäudes.
Immission (Einwirkung, vgl. im Gegensatz dazu Emission)
Eine Immission ist eine Einwirkung physikalischer oder chemischer Art auf einen Empfänger, die von
einer Quelle (Emittent, siehe Emission) ausgeht, und zwar zunächst unabhängig von ihrer Umweltrelevanz. Für umwelt- oder gesundheitsrelevante Immissionen, wie z. B. Schall, gibt es Richt- oder Grenzwerte.
Klimawandel
Seit Beginn der Industrialisierung steigt die Konzentration von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid
oder Methan in der Atmosphäre und verändert das globale, aber auch das regionale Klima. Die Verbrennung fossiler Energieträger durch den Menschen sowie Änderungen der Landnutzung sind dafür die
Hauptursache. Klimawandel gab es schon immer, neu ist die Geschwindigkeit dieses Wandels, die eine
Anpassung schwieriger macht. Schon heute lassen sich Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von
Mensch und Tier erkennen. Als Folgen des Klimawandels steigen weltweit die Temperaturen. Es verändern sich Niederschlagsmengen und deren regionale Verteilung. Eine Versauerung der Meere und ein
Anstieg des Meeresspiegels werden bereits registriert. Wissenschaftler bringen häufiger auftretende
extreme Wetterereignisse mit Stürmen, Überschwemmungen und Dürren mit dem Klimawandel in Verbindung.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: http://www.lfu.bayern.de/klima/index.htm
kWh – Kilowattstunde
Eine Kilowattstunde (kWh) gibt die Energiemenge an, die ein Verbraucher (Gerät) mit einer Leistung von
1 kW innerhalb einer Stunde benötigt, oder eine Energieerzeugungsanlage mit 1 kW Leistung in derselben Zeit erzeugt.
LED-Lampe
LED-Leuchtmittel bestehen aus einem (oder mehreren) Licht emittierenden Halbleiter-Bauelement(en)
(Licht emittierenden Dioden). LED-Lampen zeichnen sich durch ihre Effizienz, ihren geringen Platzbedarf
und eine lange Betriebsdauer sowie durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten (Haushalt, Straßenbeleuchtung, Signaltechnik, Bildschirme etc.) aus.
Leuchtmittel
Leuchtmittel sind die Birnen und anderen Leuchtkörper, die in Lampenfassungen eingeschraubt oder
gesteckt werden. Beispiel: LED-Lampe, Energiesparlampe, Halogenlampe oder bisher auch die Glühbirne.
nachwachsende Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe sind Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die ganz oder in Teilen als
Rohstoffe für die Industrie oder als Energieträger genutzt werden können. Im Gegensatz zu fossilen
Rohstoffen erneuern sie sich in kurz- bis mittelfristigen Zeiträumen.
156
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Photovoltaikanlage (PV-Anlage)
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenstrahlung in nutzbare elektrische Energie um. Der Umwandlungsprozess erfolgt in Solarzellen, in denen mithilfe von Halbleitern durch einfallendes Licht ein Elektronenfluss ausgelöst wird. Es wird zwischen Dach- und Freiflächenanlagen unterschieden.
regenerativ
siehe erneuerbare Energien
Rebound-Effekt (rebound – engl. Abprall)
Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass eine Steigerung der Energieeffizienz nicht automatisch zu einer Senkung des Energieverbrauchs in gleichem Maß führt, sondern sogar zu einer Steigerung
des Verbrauchs führen kann. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass durch die Effizienzsteigerung eine Energiedienstleistung verhältnismäßig günstiger wird, was zu einer höheren Nachfrage
am Markt führen kann. Beispiel: Nach Umstellung auf energieeffiziente Beleuchtung lässt man diese
dafür oft länger eingeschaltet.
Wird nach der Effizienzsteigerung sogar mehr Energie verbraucht als zuvor, nennt man das Backfire.
Ressourcen
Eine Ressource ist ein materielles (oder immaterielles) Gut an dem Bedarf besteht oder bestehen wird.
In unserem Zusammenhang ist meist ein Energieträger oder ein Rohstoff gemeint. Beispiel: Wind- oder
Sonnenenergie kann eine (Energie)Ressource sein. Wasser, Platz, Boden, Gesundheit, Arbeitskraft und
Bildung sind ebenfalls Ressourcen.
Sanierung
Das Wiederinstandsetzen mit oder ohne Verbesserung nennt man Sanierung. In unserem Zusammenhang ist meist die Sanierung von Gebäuden gemeint, aber auch Zähne kann man sanieren lassen.
Solaranlage
Mit dem Begriff Solaranlage werden Anlagen bezeichnet die entweder Wärme gewinnen (siehe Solarthermie) oder Strom durch Sonneneinstrahlung erzeugen (siehe Photovoltaikanlage).
Solarthermie
Unter Solarthermie wird die Umwandlung von Solarstrahlung in nutzbare thermische Energie mittels
Solarkollektoren verstanden. Zum Einsatz kommen derzeit vor allem Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren, die der Brauchwasser- und Heizwassererwärmung dienen.
Volllaststunden
Maschinen wie zum Beispiel Windgeneratoren erzeugen eine bestimmte Menge Strom, zum Beispiel
über ein Jahr betrachtet. Sie laufen jedoch nicht immer mit maximaler Leistung. Vollaststunden bezeichnen die Zeit, in der diese Anlage unter maximaler Leistung (Volllast) diese bestimmte (Jahres-) Energiemenge erzeugt oder verbraucht hätte. Man erhält die Anzahl der Volllaststunden pro Jahr, indem man
die gesamte produzierte Energiemenge im Laufe dieses Jahres durch die maximale Leistung der Anlage
teilt. Beispiel: Eine Anlage hat eine maximale Leistung von 3.000 kW. Sie läuft über das Jahr hinweg
teilweise mit Volllast, aber auch viele Stunden nur mit Teillast oder ist manchmal ganz außer Betrieb. Am
Ende des Jahres hat sie 7.000.000 kWh produziert. Um diese Energiemenge unter Volllast zu produzieren, wären 7.000.000 kWh: 3.000 kW = 2.333 h nötig.
Wasserkraftanlage
Eine Wasserkraftanlage wandelt die kinetische oder die potenzielle Energie von Wasser über eine oder
mehrere Turbinen in mechanische Energie um, die in einem Generator zur Stromerzeugung genutzt
wird. Unterschieden wird zwischen Laufwasserkraftwerken, Speicherkraftwerken und Pumpspeicherkraftwerken.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
157
Pädagogische Begleitmaterialien
Windenergieanlage
Eine Windenergieanlage (WEA), häufig auch Windkraftanlage (WKA) genannt, nutzt die Kraft des Windes, um Rotoren in Bewegung zu setzen. Die Drehbewegung wird auf einen Generator übertragen, welcher die mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt. Anlagen mit einer Gesamthöhe von
mehr als 50 m bedürfen einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung.
158
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
4
Energieverbrauch ausgewählter effizienter Haushaltsgeräte
Gerät
Leistung eines energieeffizienten Modells
Verbrauch eines energieeffizienten Modells pro Jahr bei
beispielhafter Anwendungsdauer
LED-Lampe zur
Wohnungsbeleuchtung
3 – 25 Watt je nach
gewünschter Helligkeit
bei 2 Personen-Haushalt, 160 W
summierte Anschlussleistung für
die Beleuchtung, 1,5 h Brenndauer pro Tag: 90 kWh
Quelle: Marktrecherche und eigenes Beispiel
Herd
Backofen
Mikrowelle
Kühlschrank, klein,
ohne Gefrierfach
(Standgerät 156 l)
Kühlschrank, klein,
mit kleinem Gefrierfach (Standgerät
101/13 l)
Kühlschrank, groß,
mit integrierter Gefriertruhe (KühlGefrier-Kombination
(Standgerät 226/67 l)
Gefriertruhe, klein
(Standgerät 175 l)
Geschirrspüler
(Standgerät 60 cm,
280 Spülgänge)
Waschmaschine
(Fassungsvermögen:
6 kg, 220 Waschzyklen)
Trockner (Fassungsvermögen: 7 kg, 2
Zyklen pro Woche
Verbrauch eines
energieeffizienten
Modells pro Tag
bzw. je Vorgang
Beleuchtung
Kochen und Backen
Starkstromgerät – nicht
selbst messen!
Leistung je nach Plattengröße zwischen 700
und 3.700 W (meist
zwischen 1.000 und
2.500 W) pro Platte
Starkstromgerät – nicht
selbst messen!
Leistung je nach Größe
meist zwischen 1.500
und 3.600 W
Beispiel: 600 W thermisch (entspricht circa
1000 W elektrisch)
Kühlen und Gefrieren
Durchschnittliche LeisDurchschnittliche
tung: 7 Watt
Leistung ab 0,17
kWh pro Tag
Durchschnittliche Leisab 0,25 kWh pro
tung: 10,5 Watt
Tag
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Abhängig von Nutzungsdauer und
-verhalten
Quelle: Marktrecherche
Annahme: 365 Vorgänge à 5 Minuten (1000 W el.): 30 kWh
bei 365 Tagen pro Jahr (7 W):
62 kWh
Quelle: ecotopten
bei 365 Tagen pro Jahr (10,5 W):
93 kWh
Quelle: ecotopten
Durchschnittliche Leistung: 16 Watt
ab 0,38 kWh pro
Tag
bei 365 Tagen pro Jahr (15 W):
139 kWh
Quelle: ectopten
Durchschnittliche Leistung: 12 Watt
ab 0,30 kWh pro
Tag
-
ab 0,70 kWh pro
Spülgang
bei 365 Tagen pro Jahr (12 W):
109 kWh
Quelle: ecotopten
bei 280 Spülgängen pro Jahr:
194 kWh
Quelle: ecotopten
-
-
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Waschen und Trocknen
ab 0,67 kWh pro
Waschzyklus (Mittelwert)
1,9 kWh pro Trockengang
bei 220 Waschzyklen pro Jahr:
145 kWh
Quelle: ecotopten
bei 104 Vorgängen pro Jahr:
199 kWh
(670 €, Wärmepumpentrockner)
159
Pädagogische Begleitmaterialien
(von uns angenommen)
Neues Smartphone
(Akku: 15,5 Wh,
komplette Ladung
alle 2 Tage)
WLAN-Router (FritzBox), Aktivität: 24
h/Tag
LED-Fernseher, 81
cm Bilddiagonale,
Nutzung: 4 Stunden
pro Tag
Desktop-PC
Telekommunikation und Mediennutzung
etwa 0,015 kWh
bei 183 Tagen pro Jahr:
pro Ladung
2,8 kWh
Quelle: eigene Messungen und
Berechnungen
ab 5 Watt im Stand-by;
bei 24 h pro Tag:
ab 8 Watt im Daten43,8 – 70 kWh
transfer
Quelle: Marktrecherche
ab 25 Watt
ab 0,12 kWh pro
bei 4 h pro Tag (25 W):
Tag
37 kWh Quelle: ecotopten
ab 20 Watt (ohne Bildschirm, Tastatur, Maus)
Bildschirm (56 cm
bzw. 22 Zoll Diagonale)
15 Watt Betrieb,
0,2 Watt Stand-by
Notebook
ab 15 Watt; 1 Watt
Stand-by
Quelle:
4 h Betrieb, 3 h
Standby, 17 h aus:
0,06 kWh pro Tag
http://www.energieatlas.bayer
n.de/buerger/konsum/compute
r.html
Ultrabook, Netbook,
Tablet
unter 10 Watt; 1 Watt
Stand-by
Quelle:
bei 10 W, 4 h pro Tag Vollbetrieb
und 8 h Standby: 17,5 kWh
Quelle: Energie-Atlas Bayern und
eigene Annahmen zu Stand-by
und Betriebsdauer
http://www.energieatlas.bayer
n.de/buerger/konsum/compute
r.html
Staubsauger
Sonstiges Haushalt
neuer Mindeststandard:
maximal 900 Watt
oder nach ecotopten:
z. B. 700 Watt
Lüftungsanlage für
Wohnung (Einzelraum-entlüftung)
ab 7 Watt
bei 4 h Betrieb, 3 h Standby, 17 h
aus pro Tag: 30 kWh
Quelle: ecotopten, eigene Annahmen zur Betriebsdauer
bei 4 h Betrieb, 3 h Standby, 17 h
aus pro Tag: 22 kWh
Quelle: ecotopten, eigene Annahmen zur Betriebsdauer
bei 4 h pro Tag Vollbetrieb und
8 h Standby: 25 kWh
Quelle: Energie-Atlas Bayern und
eigene Annahmen (Stand-by und
Betriebsdauer)
Lüftung
etwa 0,14 kWh pro
Tag
bei 1 h pro Woche (900 W):
47 kWh
bei 0,68 h pro Woche: 25 kWh
(Nutzungsdauer variiert bei
ecotopten zwischen 0,6 und 0,8
h/Woche)
etwa 50 kWh
Hinweis: über einen Wärmetauscher wird meist zusätzlich Energie in Form von Wärme zurückgewonnen. Quelle:
http://energieberatung.ibshlk.de/planLuK_lueftgeraet.htm
Lüftungsanlage für
Haus (150 m³/h Volumenstrom)
ab 40 Watt
ab etwa 1 kWh pro
Tag
ab circa 360 kWh
Hinweis: über einen Wärmetauscher wird meist ein Vielfaches an
Energie in Form von Wärme zurückgewonnen. Quelle:
https://www.energielexikon.info/lueftungsanlage.html
160
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
Pädagogische Begleitmaterialien
Hinweis:
Alle Werte sind, soweit nicht anders angegeben, den Datenbanken von www.ecotopten.de, der Plattform
des Öko-Institut e. V., Geschäftsstelle Freiburg entnommen. Die Messkriterien finden Sie dort in gesonderten Dokumenten „Kriterien“ bei den jeweiligen Gerätetypen. Ecotopten listet nicht alle verfügbaren
Geräte, sondern trifft bereits eine Vorauswahl. Für die vorliegende Liste wurde das gelistete Gerät mit
dem geringsten Jahresverbrauch gesucht. Standen mehrere Geräte mit ähnlichem Verbrauch an oberster Stelle wurde das preisgünstigste Modell ausgewählt, siehe Trockner und Kühl-Gefrier-Kombi: hier
war das nächstbeste Gerät effizient und bedeutend günstiger. Für viele Geräte ist eine sinnvolle Angabe
des Strombedarfs von der Ausführung des Gerätes, meist der Größe, der Leistungsfähigkeit und der
Einschaltdauer abhängig (Beispiel Ofen, Herd, Fernseher). Wo immer möglich, wurde ein entsprechender Hinweis gegeben. Die letzte Spalte „Verbrauch eines energieeffizienten Modells pro Jahr bei beispielhafter Anwendungsdauer“ zeigt Anwendungsbeispiele. Diese sollten vom Benutzer auf Übereinstimmung mit der eigenen Verbrauchersituation verglichen werden. Meist können die Verbrauchswerte
über Nutzungsdauer und Leistung des Gerätes selbst errechnet oder mit einem Strommessgerät gemessen werden.
Es werden teilweise gerundete Werte verwendet!
Impressum:
Herausgeber:
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft
und Medien, Energie und Technologie
Prinzregentenstraße 28
80538 München
Bearbeitung:
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg
Telefon: 0821 9071-0
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.lfu.bayern.de
Text und Konzept:
LfU / Ökoenergie-Institut Bayern, Anita Kemp da Silva
Zeitläufer – Agentur für Ausstellungen
Bildnachweise:
Titelbild: Stefan Fink, Richter & Fink; LfU
Political map of the world vector: © max776 – Fotolia.com
Illustrationen:
Till Winkler, Augsburg
Stand:
Juni 2015
Diese Publikation wird kostenlos im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Staatsregierung herausgegeben. Sie darf weder von den Parteien noch
von Wahlwerbern oder Wahlhelfern im Zeitraum von fünf Monaten vor einer Wahl zum Zweck der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für Landtags-,
Bundestags-, Kommunal- und Europawahlen. Missbräuchlich ist während dieser Zeit insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken und Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist gleichfalls die Weitergabe an
Dritte zum Zweck der Wahlwerbung. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die Publikation nicht in einer Weise verwendet werden, die
als Parteinahme der Staatsregierung zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte. Den Parteien ist es gestattet, die Publikation zur
Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder zu verwenden. Bei publizistischer Verwertung – auch von Teilen – wird um Angabe der Quelle und Übersendung eines
Belegexemplars gebeten.
Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte sind vorbehalten. Die Broschüre wird kostenlos abgegeben, jede entgeltliche Weitergabe ist untersagt.
Diese Broschüre wurde mit großer Sorgfalt zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann dennoch nicht übernommen werden.
Für die Inhalte fremder Internetangebote sind wir nicht verantwortlich.
BAYERN | DIREKT ist Ihr direkter Draht zur Bayerischen Staatsregierung. Unter Tel. 089 122220 oder per E-Mail unter [email protected]
erhalten Sie Informationsmaterial und Broschüren, Auskunft zu aktuellen Themen und Internetquellen sowie Hinweise zu Behörden, zuständigen
Stellen und Ansprechpartnern bei der Bayerischen Staatsregierung.
Bayerisches Landesamt für Umwelt 2015
161