Frankfurt, 26. Juni 2015
ÖKO-TEST-Magazin Juli 2015
Die Juli-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem
26. Juni 2015 im Zeitschriftenhandel – dieses Mal mit
Sonderteil Wechseljahre. Das Heft kostet 4,50 Euro.
Aus dem Inhalt
Test: Grillfleisch
ÖKO-TEST hat Schweinenackensteaks nicht nur auf Antibiotika und Keime
untersuchen, sondern auch von geschulten Sensorikern die Frische überprüfen
lassen. Das Ergebnis: zweimal Gammelfleisch, antibiotikaresistente Keime in vier
und sogar Rückstände eines Antibiotikums in einer Probe. Dazu kommt, dass die
Haltungsbedingungen der konventionell gehaltenen Schweine katastrophal sind,
wie das Verbrauchermagazin ermittelt hat. Bio-Fleisch hat dagegen mit „gut“ abgeschnitten.
Test: Kinderroller
Fünf Roller fallen aufgrund der Praxisprüfung glatt durch: Im Rollenprüfstand, wo sie
unter hoher Belastung und bei simulierten Unebenheiten 50 Kilometer weit fahren
sollten, brachen Trittbretter, versagten Aufhängungen und schlitzten Felgen
Gummireifen entzwei. Bei einigen Rollern sind zudem die Ecken und Kanten scharf oder
Kinder können sich am Klappmechanismus die Finger einklemmen – das birgt
Verletzungsgefahr. ÖKO-TEST kritisiert zudem die Vielzahl an Schadstoffen. Zum Glück
gibt es aber Alternativen: Vier Produkte sind zu empfehlen.
Test: Schnorchel-Sets für Kinder
Das Resümee dieses Tests: Finger weg von Billigheimern! Beim Auspacken vor allem der
fünf schlechtesten Produkte stieg sofort ein eindringlicher Plastikgestank in die Nase. In
vier davon hat ein Labor unter anderem PAK mit erhöhten Gehalten nachgewiesen,
davon mehrheitlich Naphthalin. Diese Substanz hat sich in Tierversuchen als
krebserregend erwiesen und wird verdächtigt, das Erbgut zu schädigen. Sie kann
außerdem zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen. Dazu fielen zwei Schnorchel-Sets
negativ auf, weil sie mit einer veralteten oder sogar zurückgezogenen DIN-Norm
versehen sind.
Test: Mittel gegen Schädlinge in Haus und Garten
Die überwiegende Anzahl der Mittel gegen Ameisen, Motten, Schnecken, Blattläuse und
Vorratsschädlinge enthält sehr wirksame synthetische Stoffe, die aber nicht nur für Insekten und
Co. giftig, sondern auch für nützliche Tiere wie Bienen giftig und sogar für die menschliche
Gesundheit problematisch und teilweise gefährlich sind. ÖKO-TEST hat aber auch „sehr gute“
Alternativen gefunden.
Test: Zahncremes für weiße Zähne
Zähne mit „Extra Weißeffekt“ oder „brillantweiß“ versprechen die Anbieter von
Zahncremes für weiße Zähne. Doch Studien zur Weißwirkung können wenige
Hersteller vorlegen. Dazu kommt, dass man mit manchen Produkten Schadstoffe wie PEG/PEGDerivate, aggressive Schäumer oder Aluminium in den Mund nimmt. Bei einem Anbieter ist sogar in
der Zahncreme kein Fluorid enthalten, welches jedoch wissenschaftlich anerkannt vor Karies schützt.
Test: Mittel für Frauen in den Wechseljahren
Nachdem die Hormonersatztherapie aufgrund von Nebenwirkungen in Verruf
geraten ist, sind zahlreiche pflanzliche Präparate auf dem Markt, die unter
anderem typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen lindern
sollen. Doch der Nutzen dieser sogenannten „Phytoöstrogene“ ist
wissenschaftlich nicht ausreichend bewiesen. Hinzu kommen überdosierte und nicht sinnvoll
kombinierte Vitamine und Mineralien.
Test: Isomatten
Im Gegensatz zu einem Test vor elf Jahren meistert die Hälfte der Matten diesen nun mit
Bestnote und beweist, dass es auch ohne zahlreiche schädliche Substanzen geht. Die
andere Hälfte enthält jedoch einige Schadstoffe wie bedenkliche Phthalate, um die
Kunststoffe geschmeidiger zu machen, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
(PAK) oder chlorierte Verbindungen. Zwei Ausrüstungen fallen mit „ungenügend“
eindeutig durch, da sie stark erhöhte Dioktylzinn-Werte vorweisen. Einige dieser
Substanzen sind giftig und biologisch schwer abbaubar.
Test: Private Krankenversicherungen, 120 Tarifkombinationen von 20 Versicherern
Spätestens zum Jahreswechsel drohen Privatversicherten wieder steigende Beiträge. Das muss kein
Kunde tatenlos hinnehmen. Ein Tarifwechsel kann sich auszahlen. In den von ÖKO-TEST erstellten
Modellfällen könnte ein 55-jähriger Mann beispielsweise bis zu 283 Euro im Monat sparen, wenn er
bereit ist, eine Leistungsreduzierung hinzunehmen. Bei der gleichaltrigen Frau sind es 291 Euro
Ersparnis, wenn sie zusätzlich noch vor jedem Facharztbesuch den Hausarzt aufsucht. Es gibt aber auch
günstige Neutarife, bei denen der Versicherte keine Leistungseinbußen hinnehmen muss.
Und außerdem:
Grillsaucen und Marinaden: Am besten selbst gemacht
Schmeckt besser und man weiß, was drin ist: ÖKO-TEST stellt leckere Rezepte für
Grillmarinaden und -saucen, Salatdressings und Dips vor.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------Dieses Mal im Heft: Extra Wechseljahre
Figur nach der Menopause – Power macht lustig!
Die Wechseljahre verändern nicht nur den Hormonhaushalt einer Frau, sondern auch ihre
Figur. Das Gewicht aber hängt vor allem von Ernährung und Bewegungsverhalten ab. ÖKOTEST erklärt, was frau tun muss, um in Form zu bleiben.
Hormontherapie: Meistens geht es ohne
Ärzte verschreiben Hormone, wenn ihre Patientinnen stark unter Hitzewallungen und
Schweißausbrüchen leiden. Doch die meisten Frauen kommen ohne Medikamente durch die
Wechseljahre.
Mammografie-Screening: Erst informieren, dann entscheiden
Bisher konnten Frauen kaum einschätzen, wie sinnvoll das Mammografie-Screening ist.
Erfolgsmeldungen hier, Zweifel da – die Informationen waren verwirrend. Künftig sollen die
Einladung zur Mammografie und weitere Informationen so verständlich sein, dass Frauen eine
informierte Entscheidung treffen können.
Osteoporose – Morsche Knochen
Östrogene schützen vor Knochenabbau. Fehlen sie, dann nimmt die Knochendichte schneller
ab. Mit einer calciumreichen Ernährung und Bewegung kann man Knochenbrüchen vorbeugen.
Sexualität: Reden ist Gold
Keine Lust mehr? Dafür gibt es viele Gründe. Hormonelle sind es eher nicht. Es stimmt zwar,
dass in den Wechseljahren die Scheide trockener wird. Doch wer vorher Lust auf Sex hatte, hat
ihn auch weiterhin.