Wir Johanniter in Baden-Württemberg 2/2015

Wir Johanniter
in Baden-Württemberg
2/2015
Themen
3 Region Ostwürttemberg
Betreutes Wohnen
4 Region Baden
Schülerin organisiert
Seniorenausflug
5 Region Stuttgart
Neue Kindertagesstätte
6 Region Oberschwaben/Bodensee
Ehrenamt
8 Wir sind für Sie da
So erreichen Sie uns
Über 1.000 Johanniter im Einsatz
35. Deutscher Evangelischer Kirchentag –
Schauen Sie doch mal vorbei!
Stuttgart | Wenn vom 3. bis 7. Juni täglich über
120.000 Menschen in Stuttgart zusammen kommen,
um am 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag
teilzunehmen, spielen die Johanniter eine besondere Rolle: Über 1.000 Helfer aus ganz Deutschland
leisten tatkräftige Unterstützung, um den Besuchern
einen möglichst sicheren und angenehmen Aufenthalt zu bieten – und das ehrenamtlich. In dieser
Tradition sind die Johanniter bereits viele Jahrzehnte Partner des Kirchentages.
„Wir decken nicht nur die gesamte sanitätsdienstliche Versorgung ab, sondern betreuen auch
Kinder und befördern Teilnehmer mit Behinderungen zu ihren Veranstaltungen“, erklärt Thomas
Hanisch, Projektleiter und Regionalvorstand der
Johanniter-Unfall-Hilfe in Stuttgart. Dazu wird ein
eigener Shuttle-Dienst mit rund 70 behindertengerechten Spezialfahrzeugen aufgebaut, der auch am
Bordstein nicht Halt macht: Hier warten schon Helfer der Johanniter-Jugend, um die Besucher an ihr
Ziel zu begleiten. „Wir rechnen mit über 500 Personen, die unseren Fahrdienst während des
Kirchentages in Anspruch nehmen“, so Hanisch.
Auch für den Sanitätsdienst laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In enger Zusammenarbeit
mit anderen Hilfsorganisationen werden die Johanniter zahlreiche Versorgungspunkte im Stadtgebiet
aufbauen und betreiben, um im Notfall schnell helfen zu können. „Wir hoffen natürlich, dass nichts
passiert – sind aber auf alle Szenarien vorbereitet“,
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Titelthema
betont Hanisch. Gleichzeitig bietet die Großveranstaltung einen idealen Rahmen, um das breitgefächerte Leistungsspektrum der Johanniter zu
präsentieren und unter realen Einsatzbedingungen
unter Beweis zu stellen. So sind die Johanniter für
alle Fälle gewappnet – weiteres wertvolles Knowhow, das der Stuttgarter Bevölkerung auch nach
Ende des Kirchentags zugutekommt.
Schauen Sie doch einmal auf dem Kirchentag
vorbei und besuchen Sie Ihre Johanniter am Messestand
auf dem „Markt der Möglichkeiten“ oder an einer der
Sanitätsstationen.
Unter www.johanniter.de/kirchentag sowie
www.facebook.com/JohanniterKirchentag können Sie
sich ebenfalls ein Bild unsere Arbeit vor Ort machen.
Personalia
Regionalvorstandswechsel in Ostwürttemberg
Regionalverband Ostwürttemberg ist ab sofort
Friedrich Krebs. Damit übernimmt er die Aufgaben
des bisherigen Regionalvorstandes Eberhard
Schieble, der in den wohlverdienten Ruhestand
ging. Gemeinsam mit seinen beiden ehrenamtlichen Kollegen, Dr. Wolfgang Riehle und Hermann
Maier, lenkt Krebs künftig die Geschicke des
Regionalverbands Ostwürttemberg. In den letzten
Wochen lernte Friedrich Krebs bereits „seinen“
Regionalverband kennen und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Im Sinne von Gandhi: „Die
Zukunft hängt davon ab,
was wir heute tun“, möchte Krebs gemeinsam mit
seinem Team auch zukünftig das Ehrenamt weiter
stärken und in enger
Verbundenheit zum Wohle der Menschen zusammenarbeiten. Bevor er die Stelle im Regionalverband Ostwürttemberg antrat, war der 52-jährige für
die Johanniter im Landesverband Baden-Württemberg tätig und leitete dort den Fachbereich Finanzen – eine Tätigkeit, die ihn bestens auf seine
jetzige Aufgabe vorbereitete.
Neuer ehrenamtlicher Regionalvorstand in Oberschwaben
Ravensburg | Als neues ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Regionalverbandes Oberschwaben/
Bodensee wurde David Bercher (30) im April in sein
neues Amt eingeführt. Sein Amtsvorgänger
Dr. Reinhard Kleemann wird den Johannitern
weiterhin als Regionalverbandsarzt zur Seite
stehen. Bercher freut sich, als einer der jüngsten
ehrenamtlichen Regionalvorstände, auf sein neues
Amt.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe kennt er, seit er vor
zehn Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte. Seitdem ließ ihn das Ehrenamt nicht mehr los.
Zunächst bildete er sich in allen Rettungsdienstbereichen bis zum Rettungssanitäter fort und übernahm schon bald als Bereitschaftsführer und später
als Ortsbeauftragter der Johanniter im Bodenseekreis Verantwortung. Die Verbindung dieses
Ehrenamts mit seinem beruflichen Hintergrund als
Geschäftsführer der „OptimoBercher“ Gruppe ist
ein Gewinn für eine sowohl wirtschaftlich als auch
V.l.n.r.: David Bercher, Dr. Reinhard Kleemann,
Stefan Dittrich (hauptamtlicher Regionalvorstand),
Pfarrer Wolfgang Bertl (Regionalverbandspfarrer),
Dekan Sebastian Berghaus (Landespfarrer)
sozial geführte Hilfsorganisation wie die Johanniter-Unfall-Hilfe.
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TITELFOTO: Sandra Pieper, FOTO Friedrich krebs: Harald Halpick. foto oberschwaben: Claudia Bangnowski
Aalen | Neuer hauptamtlicher Regionalvorstand im
Aus den Regionen: Ostwürttemberg
Betreutes Wohnen
Johanniter statten Wohnanlage mit Rauchmeldern aus
Heubach | Sicherheit wird im Be-
treuten Wohnen in Heubach
schon immer groß geschrieben.
Deshalb ist jede Wohnung standardmäßig mit dem JohanniterHausnotruf ausgestattet: Im Falle
eines Falles können die Senioren auf Knopfdruck schnell und
unkompliziert Hilfe anfordern.
Doch manchmal gibt es Notsituationen, in denen die Senioren
nicht mehr selbständig auf den
Alarmknopf drücken können:
Zum Beispiel dann, wenn es
brennt und ein Bewohner auf-
grund des entstandenen Rauchs
bewusstlos wird. Deshalb gibt es
Rauchmelder und seit Ende 2014
auch die gesetzliche Pflicht, diese
in bestehenden Wohneinheiten
in Baden-Württemberg zu installieren.
Doch statt im Betreuten Wohnen „nur“ Rauchwarnmelder zu
installieren, ging die Städtische
Wohnungsbaugesellschaft mbH
Heubach hier einen Schritt weiter: In Zusammenarbeit mit den
Johannitern wurde der bewährte
Johanniter-Hausnotruf mit FunkRauchmeldern gekoppelt. Dieser
weckt bei Rauchentwicklung
nicht nur die Bewohner, sondern
alarmiert gleichzeitig die rund
um die Uhr besetzte JohanniterHausnotrufzentrale und stellt
eine Sprechverbindung mit den
Johanniter-Mitarbeitern her.
Auch wenn die Bewohner nicht
in der Wohnung sind, bleibt ein
Brand dadurch nicht unentdeckt
und es kann sofort die Feuerwehr alarmiert werden. „Gerade
Senioren schenkt der Johanniter-Hausnotruf in Kombination
mit dem Rauchmelder wichtige
Sicherheit, dass im Falle eines
Brandes schnelle Hilfe gesichert
ist“, betont Markus Wußler von
den Johannitern. 28 Seniorinnen
und Senioren leben im Betreuten
Wohnen in Heubach. Die Wohnungen werden von der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft
mbH Heubach vermietet, als
Betreuungspartner sorgt die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. für die
Grundversorgung. Dazu gehört,
dass täglich Johanniter als Ansprechpartner vor Ort sind, nach
dem Rechten sehen und für die
Senioren Besorgungen machen
oder Fahrdienste organisieren.
foto rauchmelder: johanniter, FOTO defibrillator: Frank Schemann
Benefizaktion
„NWZ“ unterstützt Göppinger Johanniter
Göppingen | Die Göppinger Tageszeitung „NWZ“ unterstützt auch in diesem Jahr zahlreiche soziale Projekte finanziell. Groß war die Freude bei den ehrenamtlichen Johannitern in Göppingen, die sich bei
der Spendenübergabe in den Verlagsräumen der
„NWZ“ über einen Scheck in Höhe von 14.178 €
freuten. Stellvertretend nahmen Philipp Klein, verantwortlich für das Ehrenamt sowie Dienststellenleiter Michael Tomaszewski den Scheck entgegen.
Von den Spendengeldern sollen zwei Defibrillatoren angeschafft werden. Diese werden für
Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen wie beispielsweise beim Radmarathon „Alb Extrem“ oder
beim Karnevals-Nachtumzug in Gosbach, den die
Göppinger Johanniter seit Jahren sanitätsdienstlich
absichern, benötigt. Zwar sind die Sanitätsteams
bereits mit Defibrillatoren ausgestattet, doch diese
Einzelgeräte sind mit der medizinischen Ausstat-
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tung des Rettungsdienstes und der Kliniken nicht
kompatibel. Somit können die Patienten nicht
„nahtlos" übergeben werden – ein Nachteil beim
Wettlauf gegen die Zeit, in dem jede Minute zählt.
Die neuen und kompatiblen Defibrillatoren können den Verletzten wertvolle Zeit schenken.
Aus den Regionen: Baden
Ehrenamt
Schülerin organisiert Seniorenausflug
Mannheim | Einen wunderschönen Konzertnachmit-
tag erlebten 15 Bewohner der Johanniter-Häuser
in Ilvesheim und Ladenburg am Ostersamstag im
Mannheimer Nationaltheater. Dieses Erlebnis verdankten die Senioren dem Engagement von Selma
Numrich, einer 17-jährigen Schülerin des Mannheimer Ursulinen-Gymnasiums. Dort haben die
Schüler der 11. Klasse die Möglichkeit, den Seminarkurs „Soziale Gerechtigkeit“ zu belegen, in dem die
Schüler ein Angebot für eine soziale Einrichtung
erstellen.
Bei ihrem Praktikum in einem Seniorenstift
hatte Selma sehr viel Spaß bei der Arbeit mit Senioren, daher wünschte sie sich ein Angebot für ältere
Menschen umzusetzen. Nachdem die Idee geboren
war, einen Konzertbesuch für die Bewohner eines
Seniorenstiftes zu organisieren, ging es in eine intensive Vorbereitungsphase. Bei der Veranstaltung
fiel die Wahl auf ein Café-Konzert des Mannheimer
Nationaltheaters. Als Sponsor für die Eintrittskarten konnte die Heinrich-Vetter-Stiftung gewonnen
werden. Die Mannheimer Johanniter erklärten
sich bereit den Transport, der teilweise im Rollstuhl sitzenden Senioren mit drei Fahrzeugen samt
Musiker und Besucher des Café-Konzerts
(Selma, zweite von rechts hinten).
Fahrern, zu übernehmen. Weitere Unterstützung
kam von ehrenamtlichen Betreuerinnen aus den
Seniorenhäusern, die den Ausflug begleiteten. Als
es am Ostersamstag losging, war Selma dann trotz
der intensiven Vorbereitung etwas nervös, ob beim
Ausflug alles reibungslos abläuft. Die vielen positiven Rückmeldungen und der Dank der Teilnehmer
zeigten ihr, dass sich ihr wochenlanger Einsatz gelohnt hatte und die Senioren denken noch lange an
einen erlebnisreichen Nachmittag mit wundervollen Opernmelodien zurück.
Mannheim | Eine Vorführung „Rettung früher, Rettung heute“ war
am Eröffnungswochenende auf
dem Mannheimer Maimarkt der
Besuchermagnet.
Hier sah man deutlich, wie
sich die Ausrüstung und Fahr-
zeuge von den 60er Jahren bis
heute verändert haben. Und das
nicht nur mit den technischen
Möglichkeiten, sondern auch in
der Kleidung der jeweiligen Zeit.
Die Johanniter stellen traditionell den Sanitätsdienst auf der
größten Regionalmesse Süddeutschlands. Elf Tage lang, vom
25. April bis 5. Mai 2015, präsentierten sich die Johanniter in
Halle 25 gemeinsam mit allen
Hilfsorganisationen.
Im Freigelände waren sie mit
der Johanniter-RettungswagenHüpfburg vertreten.
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FOTO seniorenausflug: Matthias Müller, foto sanitätsdienst: Sabine Zeller
Sanitätsdienst
Johanniter auf dem Maimarkt
Aus den Regionen: Stuttgart
Johanniter-Kindertagesstätten
„Weltentdecker“ in Stuttgart-Plieningen eröffnet
vor waren bereits die ersten Kinder zur Eingewöhnung im Haus eingezogen. Nach und nach füllten
sich die Räume mit Leben. Insgesamt sind es nun
zwei Krippen – mit je zehn – und eine Kindergartengruppe mit 20 Kindern. Neun Erzieherinnen und
Erzieher kümmern sich um das Wohl und den lehrreichen Spaß der Kinder.
Die Kita in Plieningen ist die zweite JohanniterEinrichtung ihrer Art im Regionalverband Stuttgart.
Darüber hinaus besteht in Weilimdorf bereits ein
Waldkindergarten mit zwei Waldspielgruppen, drei
weitere Kindertagesstätten befinden sich derzeit
im Bau und werden um den Jahreswechsel 2015/16
ihren Betrieb aufnehmen. Die Kindertagesstätten
sind in den letzten Jahren ein bedeutender Teil der
Arbeit der Johanniter geworden. Bundesweit sind
rund 300 Einrichtungen in Trägerschaft der Johanniter, in Baden-Württemberg sind es derzeit 18 Kindertageseinrichtungen.
Stuttgart-Plieningen | Die neue Johanniter-Tagesstätte
„Weltentdecker“ im Stuttgarter Stadtteil Plieningen
öffnete am 8. Mai ihre Pforten. In den Wochen zu-
Jubiläumsfeier
„WohnCafé“ feiert einjähriges Bestehen
FOTO kita: johanniter · Foto jubiläumsfeier: Tobias Grosser
Esslingen | Am 16. April feierte das
Esslinger „WohnCafé“ sein einjähriges Bestehen. Das „WohnCafé“ am Esslinger Zollberg wird
von der Esslinger Wohnbau
GmbH, der Baugenossenschaft
Esslingen eG, dem Verein Integrative Wohnformen und den
Johannitern getragen.
Aktuell gestalten 15 ehrenamtliche Johanniter, unter der
Leitung von Gisela Weinzierl, ein
abwechslungsreiches Programm
für alle Altersklassen. Täglich
kommen zwischen 12 und 20
Besucher zum Mittagessen, die
regelmäßigen Veranstaltungen
werden von bis zu 30 Gästen besucht. Das „WohnCafé“ hat sich
als Treffpunkt im Quartier etabliert. Nachbarn und Anwohner
erhalten hier Beratung und Unterstützung in vielen Lebens-
situationen und selbstverständlich auch für das eigenständige
Wohnen im Alter. Am 21. April
wurde das „WohnCafé“ übrigens
von den Johannitern mit einem
automatisierten externen Defibrillator (AED) ausgestattet und
die Mitarbeitenden umfassend
geschult, damit im Notfall pro-
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fessionelle Erste Hilfe geleistet
werden kann. Das Gerät konnte
größtenteils aus Spenden finanziert werden.
Informationen zum WohnCafé finden Sie unter
www.johanniter.de/
wohncafe-zollberg
Aus den Regionen: Oberschwaben/Bodensee
Ehrenamt
In dieser Ausgabe haben wir ehrenamtliche Mitarbeiter aus Ravensburg befragt was sie bewogen hat, sich
bei den Johannitern zu engagieren. Doch lesen Sie selbst.
Sophie werden wir nicht mehr los…
… das hat sie uns fest versprochen. Seit Ende 2013 ist die 17-jährige Sophie van Sprang bei den
Johannitern ehrenamtlich aktiv.
Über den Schulsanitätsdienst an
ihrer Schule, dem Albert-Einstein-Gymnasium in Ravensburg,
erfuhr Sophie von den ehren-
amtlichen Tätigkeiten der Johanniter und nahm bald an einem
Bereitschaftsabend teil.
Ihr Interesse an Erste Hilfe,
die Gemeinschaft und die netten
Leute waren waren der Anlass,
eine Sanitätshelferausbildung zu
absolvieren. Während des Kurses wurde Sophie klar: „Hier bin
ich richtig.“ Trotz anstehender
Abiturprüfung war Sie bei jedem
Bereitschaftsabend dabei und
fand dort einen Ausgleich zum
Lernen.
Freunde und Familie sind von
ihrem Engagement überzeugt
und es schwingt Bewunderung
mit, wenn nach einem Sanitätsdienstwochenende der Satz
fällt: „Na, wie viele Leute hast du
dieses Mal gerettet?“ Im Septem-
ber beginnt sie ein Freiwilliges
Soziales Jahr (FSJ) im Rettungsdienst bei den Johannitern in
Friedrichshafen. Ihr Ehrenamt in
Ravensburg bleibt Sophie weiterhin eine Herzensangelegenheit,
auch wenn sie nach dem FSJ ihr
Medizinstudium beginnt.
Im Einsatz „Aus Liebe zum Leben“
Die Johanniter sind (fast) überall. Denn als Thilo Hiltmann (36)
einen Johanniter den er von
früher kannte traf, war sein Interesse geweckt. Beim nächsten
Bereitschaftsabend kam er vorbei
und es war für ihn klar: „Es gibt
kein Zurück mehr, hier gehörst
du hin“. Schon seit Längerem
suchte Thilo nach einer Möglichkeit, seine Freizeit sinnvoll zu
gestalten. 3:48 Minuten benötigt
Thilo Hiltmann bis er zu einem
Einsatz der Schnelleinsatzgruppe
(SEG) auf der Wache eintrifft. Regelmäßig leistet er Sanitätsdienste
und ist Helfer in der Betreuungsgruppe, die alle zwei Wochen
für den SEG-Fall probt, d.h. das
Aufbauen von Zelten, Einrichten
von Versorgungsplätzen sowie
die Verpflegung und Betreuung
von Patienten oder Einsatzkräften. Zudem hat er eine Ausbildung zum Rettungssanitäter
begonnen und fährt auf dem
Rettungswagen mit. Rund sechs
Stunden pro Woche ist er ehren-
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amtlich aktiv, sechs Stunden, die
ihm für andere Dinge, wie Partnerin oder Freunde fehlen, doch
sie respektieren sein Engagement
und sind stolz darauf. Auf die
Frage: „Was bedeutet es für Dich
Johanniter zu sein?“, anwortet
Thilo nur: „Wir helfen „Aus Liebe
zum Leben“, dahinter stehe ich!“
Aus den Regionen: Oberschwaben/Bodensee
Teil der Johanniter-Gemeinschaft sein
Nordsee und Elbe gegen Allgäu
und Bodensee getauscht hat
Maren Strüfing (28), die als
Grundschullehrerin in der Nähe
von Ravensburg unterrichtet.
Ganz einfach war das sicher
nicht, doch über eine Kollegin,
die schon lange bei den Johannitern ehrenamtlich tätig ist, kam
sie vergangenen Herbst dazu. Besonders schön findet Maren, dass
sie so schnell in der Gemeinschaft aufgenommen wurde. Sie
fühlte sich von Anfang an wohl.
Kaum hatte sie den Sanitätshelferkurs beendet, übernahm sie
schon die ersten Aufgaben. Auf
der Ehrenamt-Messe in Ravensburg registrierte und informierte
sie die Knochenmarkspender.
Inzwischen ist sie als Kleiderwart
mitverantwortlich für die korrekte Bekleidung der Helfer, auch
Sanitätsdienste leistet sie gerne.
Kürzlich stand das Thema
„Kindernotfälle“ bei einer Fortbildung des Ehrenamts auf dem
Programm. Bei ihrer Arbeit mit
Grundschülern kommt sie öfter in Situationen, in denen ihr
Erste-Hilfe-Wissen gefragt ist, das
passt gut zusammen. Spannend
findet Maren vor allem die Mischung der Helfer aus verschiedenen Alters- und Berufsgruppen. „Man merkt, dass es trotz
aller Unterschiede etwas gibt, das
alle zusammenhält und jeder die
Möglichkeit hat, sich einzubringen und sich zu entfalten“, meint
Maren. Als Religionslehrerin findet sie, dass bei den Johannitern
christliche Werte gelebt werden,
ohne dass es extra erwähnt werden muss.
Wer Interesse hat, bei den Johannitern ehrenamtlich aktiv zu sein, bekommt nähere Informationen unter der
kostenlosen Servicenummer: 0800 0 19 14 14.
FotoS: TOBIAS GROSSER, Jana Stimmel, foto ehrenamt-messe: claudia bangnowski
All das ehrenamtliche Engagement wäre ohne Ihre Unterstützung nicht denkbar. Durch Ihre Spende ermöglichen
wir unseren Helfern z.B. an Fortbildungen teilzunehmen oder ihre Einsatzkleidung zu finanzieren.
Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE67370205000004300100
BIC: BFSWDE33XXX
Rückblick - Ehrenamt-Messe
Die ehrenamtlichen Johanniter führten am 22.
März in Ravensburg in Zusammenarbeit mit der
DKMS Deutsche Knochenmarkspender Datei
eine Typisierungsaktion durch. 219 Bürgerinnen
und Bürger ließen sich Blut abnehmen, um als
potentielle Spender für an Blutkrebs Erkrankte
zur Verfügung zu stehen. Hier im Bild der Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg, Dr. Daniel
Rapp, bei der Blutentnahme.
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Wir sind für Sie da!
LandesverbAnd
Baden-Württemberg
Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE67370205000004300100
BIC: BFSWDE33XXX
Eichwiesenring 9
70567 Stuttgart
[email protected]
www.johanniter.de/bw
Wir beantworten gern Ihre Fragen zu unseren Diensten:
• Hausnotruf
• Rettungsdienst
• Menüservice
• Kindertagesstätten
• Ambulante Pflege
• Ehrenamt
• Fahrdienste
• Jugendarbeit u.v.m.
• Erste-Hilfe-Ausbildung
Kostenloses Service-Telefon: 0800 0 19 14 14
Regional- (RV)
und Kreisverbände (KV)
1 RV Stuttgart
Eschbacher Weg 5
73734 Esslingen
Tel. 0711 937878-0
[email protected]
4 RV Baden
Saarburger Ring 61
68229 Mannheim
Tel. 0621 48303-0
[email protected]
2 RV Oberschwaben/
Bodensee
Pfannenstiel 31
88214 Ravensburg
Tel. 0751 36149-0
[email protected]
5 KV Main-Tauber
Frankensteiner Straße 4a
97877 Wertheim
Tel. 09342 91102-0
[email protected]
Wirkt sofort!
Der Johanniter-Erste-Hilfe-Kurs.
5,- € Gutschein
3 RV Ostwürttemberg
Stuttgarter Straße 124
73430 Aalen
Tel. 07361 9630-0
[email protected]
Für die Teilnahme an einem Johanniter-Erste-HilfeKurs Ihrer Wahl erhalten Sie eine Ermäßigung von
5,- € auf die Kursgebühr.
Mehr Informationen zu unseren Kursen unter
www.johanniter.de/bw oder
0800 0 19 14 14 (gebühren­frei)
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Alle Informationen zu unseren Leistungen erhalten Sie
unter der kostenlosen Servicenummer 0800 0 19 14 14
oder unter www.johanniter.de/bw.
Bitte legen Sie den Gutschein vor Kursbeginn vor, damit die
Er­mäßigung wirksam wird. Pro Person ist nur ein Gutschein einlösbar.
Der Gutschein ist gültig bis 31.12.2015. Keine Barauszahlung möglich.
Die Kombination mit anderen Rabatten, Aktionen oder Gutscheinen ist
ausgeschlossen.
Herausgeber: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Landesverband Baden-Württemberg
Eichwiesenring 9, 70567 Stuttgart
V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Woller,
Moritz Knappertsbusch,
Landesvorstand Baden-Württemberg
Redaktion: Sabine Zeller
Telefon 0711 72636-25, [email protected]
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