Pressemeldung

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Erich Kästner Preis für Literatur
2015
PRESSEMAPPE
Internationale Jugendbibliothek Schloss Blutenburg 81247 München www.ijb.de
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INHALT
Einladung zur Preisverleihung
Kurzbiografie / Preise (Auswahl) / Über den Erich Kästner Preis für Literatur
Auswahlbibliografie
Romane, Geschichten, Erzählungen
Kinderbücher
Übersetzung
Über Felicitas Hoppe
„Im geheimen Garten“ - Festvortrag von Felicitas Hoppe
zum 60. Geburtstag der Internationalen Jugendbibliothek (2009)
Internationale Jugendbibliothek Schloss Blutenburg 81247 München www.ijb.de
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Veranstaltungshinweis
Öffentliche Verleihung des Erich Kästner Preises für Literatur 2015
an Felicitas Hoppe
am Freitag, dem 30. Oktober 2015, um 19.30 Uhr
in der Internationalen Jugendbibliothek, Schloss Blutenburg / Jella-Lepman-Saal
Mit Felicitas Hoppe ehrt die Erich Kästner Gesellschaft eine Autorin, die wie Kästner eine
Meisterin der literarischen Selbstinszenierung ist. Mit unbekümmerter Fabulierlust und
unerschöpflicher Fantasie schreibt sie postmoderne Abenteuer- und Schelmenromane,
immer auf der Suche nach Möglichkeiten literarischer Wirklichkeitsauffassung. Sie hat
Vergnügen an ironischen Verwirrspielen, jongliert in ihren autobiographischen Schriften mit
Realität und Fiktion, hat Vergnügen am ironischen Verwirrspiel und scheut sich als
bekennende Liebhaberin von Märchen und Rittergeschichten nicht vor Ausflügen in die
Kinderliteratur. All dies macht sie zu einer würdigen Trägerin des Erich Kästner Preises.
PROGRAMM
Musikalischer Auftakt Percussion Duo Peter Fleckenstein & Quirin Reichl
Begrüßungen
Dr. Christiane Raabe, Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek
Dr. Andreas Bode, Vorsitzender der Erich Kästner Gesellschaft e.V.
Grußwort
Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München
Musikalisches Zwischenspiel
Laudatio
Prof. Dr. Sven Hanuschek, Ludwig-Maximilians-Universität München
Preisübergabe
Dr. Andreas Bode
Rede
Felicitas Hoppe
Musikalisches Zwischenspiel
Lesung
Die Münchner Schauspielerin Katja Brenner liest Hoppe und Kästner
Empfang
Um Anmeldung bis zum 27. Oktober wird gebeten (E-Mail: [email protected])
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Ich freue mich über Bekanntmachung und/oder Berichterstattung in Ihrem Medium. Weitere
Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten. Gerne vermittele ich Ihnen auch ein
Interview mit der Preisträgerin. Für sonstige Auskünfte und Bildwünsche erreichen Sie mich
unter:
Tel. 089/891211-30
Mobil: 0170/3853264
E-Mail: [email protected]
Carola Gäde
Presse- und Programmarbeit
Die Veranstaltung wird gefördert von:
Internationale Jugendbibliothek Schloss Blutenburg 81247 München www.ijb.de
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Kurzbiographie
Felicitas Hoppe, 1960 in Hameln geboren, lebt als
Schriftstellerin in Berlin. Sie zählt zu den
eigenwilligsten Stimmen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 1996 erschien ihr
Debüt „Picknick der Friseure“. Nach einer
Weltreise auf einem Containerschiff folgte 1999
der Roman „Pigafetta“. 2003 erschien „Paradiese,
Übersee“, 2004 „Verbrecher und Versager“, 2006
„Johanna“ und 2008 ihr Kinderbuch „Iwein
Löwenritter“. Zuletzt veröffentlichte sie 2012 die
fiktive Autobiographie „Hoppe“. Für ihr Werk
wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Als Gastprofessorin und Poetikdozentin ist / war
sie u.a. in folgenden Städten tätig: Wiesbaden,
Mainz, Augsburg und Göttingen, Hanover/ New
Hampshire, Washington DC.
Autorin: Felicitas Hoppe, Berlin Foto: Tobias Bohm
Preise (Auswahl)
1996 Aspekte-Literaturpreis
2004 Nicolas-Born-Preis des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
2007 Bremer Literaturpreis
Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim
2010 Rattenfänger-Literaturpreis
2012 Georg-Büchner-Preis
Am 30. Oktober 2015 erhält Felicitas Hoppe den Erich Kästner Preis für Literatur.
Über den Erich Kästner Preis für Literatur
Der Erich Kästner Preis für Literatur wird in unregelmäßigen Abständen von der Erich
Kästner Gesellschaft vergeben. Bisherige Preisträger sind Peter Rühmkorf (1979), Loriot
(1984), Robert Gernhardt (1999), Tomi Ungerer (2003) und Andreas Steinhöfel (2009). Der
Preis ist mit € 5.000 dotiert.
Informationen zur Erich Kästner Gesellschaft e.V. unter www.erichkaestnergesellschaft.de
Am 19. Juni 2015 veröffentlichte der Tagesspiegel ein interessantes und ausführliches
Interview mit Felicitas Hoppe. Zu finden unter:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/schriftstellerin-felicitas-hoppe-ueber-dasreisen-mit-dem-reisen-ist-es-wie-mit-einer-krankheit/11943222.html
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AUSWAHLBIBLIOGRAFIE
Romane, Geschichten, Erzählungen
Hoppe (2012, Fischer Verlag)
Hoppe ist keine Autobiographie, sondern Hoppes Traumbiographie, in der Hoppe von einer
anderen Hoppe erzählt: von einer kanadischen Kindheit auf dünnem Eis, von einer
australischen Jugend kurz vor der Wüste, von Reisen über das Meer und von einer Flucht
nach Amerika. Hoppes Lebens- und Reisebericht wird zum tragikomischen Künstlerroman,
mit dem sie uns durch die Welt und von dort aus wieder zurück in die deutsche Provinz führt,
wo ihre Wunschfamilie immer noch auf sie wartet.
Sieben Schätze (2009, Fischer Verlag)
Die Augsburger Vorlesungen sind ein großer Essay über Sätze, die Schätze sind, und über
die Geheimnisse des Erzählens, über die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und die Kraft des
Wortes, über die Sprache als Verständigung, als mögliche Berührung in der Dunkelheit.
Der beste Platz der Welt (2009, Dörlemann Verlag)
Felicitas Hoppes Bücher sind immer auch Bücher vom Reisen. Mit "Der beste Platz der Welt"
ist die Autorin am Ziel. Aber welches Ziel? Und wie gelangt sie dorthin? Durch einen Tunnel,
beängstigend wie der im Märchen vom Schlaraffenland. In dem Märchen, das Felicitas
Hoppe hier erzählt, mündet er direkt an den Mauern einer Kirche auf einem Plateau über der
Rhone. An einem so unwirklichen wie realen Sehnsuchtsort, wo viel Wein wächst und wo
sich eine alte, aber frisch restaurierte Einsiedelei befindet: "Einsiedeln heißt, einen Ort
finden, einen Platz, eine Stelle.
Johanna (2006, Fischer Verlag)
Im Jahr 1412 wird im lothringischen Domrémy ein Bauernmädchen geboren. Keine zwanzig
Jahre später wird sie als Ketzerin verbrannt. Aber Felicitas Hoppes "Johanna" ist kein Buch
über Johanna von Orléans. [...] Felicitas Hoppe verzichtet auf die Rekonstruktion der
Biographie. Stattdessen erzählt sie mit historischer Genauigkeit und poetischer Intensität
einen Traum von der Wirklichkeit - denn was sind Bücher gegen die Welt?
Verbrecher und Versager (2004, Mare Verlag)
Felicitas Hoppe nimmt sich fünf historische Figuren vor fünf Fälle von seltener
Hoffnungslosigkeit. Sie folgt den krummen Lebenslinien von Gaunern, Aufschneidern,
Maulhelden und Pechvögeln, die eines vereint: Um sich möglichst weit vom Ort des eigenen
Versagens zu entfernen, treibt es sie hinaus aufs Meer und in die Welt.
Paradiese, Übersee (2003, Rowohlt, Neuauflage: Fischer Verlag)
Eine weit gespannte Reise durch die Kontinente und Zeiten, mit einem veritablen Ritter auf
einem Pferd, einem ihn begleitenden Schreiber und drei Abenteurern auf der Suche nach
dem kostbaren Fell der seltenen Berbiolette.
Pigafetta (1999, Rowohlt, Neuauflage: Fischer Verlag)
»Die Ladung hat Priorität«, so wird den Passagieren an Bord des namenlosen Frachters
beschieden, der von Hamburg aus einmal um die Welt fährt. Warum, so fragt der zahlende
Gast, der zugleich der erzählende Gast auf dem Schiff ist, unternimmt man dann überhaupt
eine solche Reise? Auch andere Fragen sind nicht so leicht zu beantworten: Warum scheint
niemand zu wissen, was sich in den Containern befindet, die das Schiff geladen hat? Warum
will der ruhelose Kapitän unbedingt von Bord gehen? Und warum hat der Koch für die vielen
Monate bloß ein einziges Kochbuch dabei?
Picknick der Friseure (1996, Rowohlt, Neuauflage: Fischer Verlag)
Eine Familie vermietet stundenweise einen Balkon. Die frischluftnärrischen Mieter stürzen
aus ungeklärten Gründen stets in die Tiefe. Mit den Schaulustigen macht die Familie durch
den Verkauf von Schnäpsen gute Geschäfte bis eines Tages sich das Kind auf den
geheimnisvollen Balkon wagt. "Picknick der Friseure" ist ein Buch mit zwanzig grotesken und
komischen Geschichten, die in der gegenwärtigen Literatur ihresgleichen suchen: manchmal
bitterböse, voll atemberaubender Phantasie.
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Kinderbücher
Iwein Löwenritter (2008)
Iwein ist jung, er ist stark und er ist ein Ritter der Beste der Besten! So gewinnt er auch das
Herz der schönen Laudine. Bis zu seinem Lebensabend könnte er nun glücklich sein, an der
Seite seiner Frau und als Herrscher vom Land Nebenan. Aber muss ein Ritter nicht weiter
kämpfen, um sich zu beweisen? Iwein zieht aus und stürzt sich in die Abenteuer. Er kämpft
mit Drachen, gewinnt einen Löwen zum Freund und besiegt sogar einen Riesen. Doch das
größte aller Abenteuer wartet noch auf ihn.
Außerdem erschienen mehrere illustrierte Geschichten bei der Berliner Handpresse
Bäcker und seiner Frau (1999)
Ingrids Affen. Ein Berliner Geburtstag (2006)
Die weiße Frau. Ein Gartenfest (2008.)
Der begnadigte Truthahn. Tiere im Weißen Haus (2010)
Übersetzung
Grünes Ei mit Speck: Das Allerbeste von Dr. Seuss. (2011, Fischer Verlag))
Originaltitel: Green Eggs and Ham
Über Felicitas Hoppe
Felicitas Hoppe: Das Werk (2015)
Herausgegeben von Michaela Holdenried
Mit der Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Felicitas Hoppe im Jahr 2012 hat eine
neue Phase der Auseinandersetzung mit dem facettenreichen Werk der Autorin begonnen.
War dieses zuvor eher ein Geheimtipp unter Literaturkennern und -wissenschaftlerinnen, so
stößt es nun auch in der breiteren Öffentlichkeit auf großes Interesse. Der vorliegende Band
ist als Einführung in Hoppes Schreiben konzipiert, dessen thematische und strukturelle
Dimensionen in fundierten Einzelstudien erschlossen werden. So sind die Analysen des
ersten Teils den wichtigsten Romanen, Erzählungen und Poetik-Vorlesungen gewidmet, ehe
im zweiten Teil zentrale Motivkomplexe und Erzählstrategien in den Fokus rücken.
Insgesamt ergibt sich ein instruktiver Überblick zu einem der faszinierendsten Werke der
deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
Felicitas Hoppe – Text + Kritik Band 207
Herausgegeben von Steffen Martus, Alex Ruckaberle, Michael Scheffel u.a.
Die Beiträge des Heftes treten in einen Dialog mit dem Werk der Georg-BüchnerPreisträgerin. Sie widmen sich Felicitas Hoppes Poetiken des Wunderbaren und des
Interviews; sie betrachten Hoppes Traditionsverhalten wie auch ihre Adaption
mittelalterlicher Texte und hinterfragen ihr Werk hinsichtlich der Konzepte des Spiels, der
Ordnung und der Religion. Während eine biografische Skizze darüber hinaus von Hoppe als
"Johanna" erzählt, gibt sich die Autorin in einem Selbstporträt als Liebhaberin der
Auslandsgermanistik zu erkennen. Ein Gespräch mit Hoppe, ein Loblied auf ihre
Fabulierkunst und eine erstmals auch Hoppes Mathebuchtexte erfassende
Auswahlbibliografie - der Text "Glück in Las Vegas" wird hier erneut abgedruckt beschließen das Heft
Felicitas Hoppe im Kontext der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (2008)
Hrsg. v. Stefan Neuhaus u. Martin Hellström .
Was kommt nach der Postmoderne? Wer sich heute mit Literatur beschäftigt, der tut sich
schwer, eine Klammer für die verschiedenen Stile und Richtungen zu finden. Dennoch gibt
es paradigmatische AutorInnen, das sind solche, an deren Werk sich exemplarisch zeigen
lässt, was die Gegenwartsliteratur ausmacht oder ausmachen könnte. [...] Zu diesen
AutorInnen gehört Felicitas Hoppe.... Der vorliegende Band vermisst nicht nur das Spektrum
des Hoppeschen Werkkosmos, er setzt ihn auch in Beziehung zur Literatur der Gegenwart
und zeigt, dass nach "Erfindung" der Intertextualität Literatur noch originell sein kann.
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