Wie die Zeit vergeht - Evang. Kirchengemeinde Gersthofen

Sommer
Gemeindebrief der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde
Gersthofen · Gablingen · Heretsried · Langweid
2015
Wie die Zeit
vergeht
Am 29. September 1935 um 15 Uhr begann der Festgottesdienst zur Einweihung der Bekenntniskirche. Vor der Kirchentür wurde feierlich der Schlüssel
übergeben und die Gemeinde sang dazu: „Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein, ach, wie wird an diesem Orte, meine Seele fröhlich
sein!“
In dieser Ausgabe
Zum Thema
Gemeindeleben
Gottesdienste und Veranstaltungen
4 Kirche bauen
22 Die Zeiten ändern sich
20Gottesdienste
Der Brief
6 Menschen machen Kirche aus
80 Jahre Bekenntniskirche
8 Abend der Erinnerung
9 Blick zurück
Interview mit dem Vertrauensmann
12 Ein Mann, ein Bekenntnis
Musical über Martin Luther King
14 Weideland für Schafe
Anfänge unserer Kirchengemeinde
16 ABC und Einmaleins
Die untergegangene Welt der
Dorfschulen
23 Kindergarten auf dem Bauernhof
Von Gersthofen über Gablingen
bis Langweid
22Veranstaltungskalender
24 Neubau und Abriss
Spielgruppe bis Konzert
25 Gemeindefest
30 Figurenkurs
26 Wandern bis die Zeit vergeht
31 Familienfreizeit
Wegweiser
28 Für Kinder
38Kontakte
29 Gemeindeausflug
Wen finde ich wo?
28Freud und Leid
Menschen unserer Gemeinde
Inhalt
3
Liebe Leserinnen und Leser!
Ich habe einmal eine Geschichte gelesen,
in der jemand auf eine Baustelle kommt
und fragt, was die Leute denn da arbeiten:
Jemand, der gerade ein Gerüst aufstellt, gibt
zur Antwort: „Ich montiere Balken zusammen
und baue ein Gerüst.“ Der Mann geht weiter
und fragt den nächsten: „Was machen Sie
hier?“ „Ich behaue Steine, damit sie sich gut
aneinander fügen.“ Er geht zu einem dritten,
der gerade eine Mauer mörtelt. Auch den
fragte er. Der sagt: „Ich baue einen Dom!“
4
Der Brief
Mir gefällt diese Geschichte. Sie beschreibt,
wie Menschen das sehen können, was sie
tun. Der dritte spricht nicht nur davon, was
offensichtlich vor Augen ist, sondern von
seiner Vision, von dem Ziel und dem großen
Horizont, den er vor Augen hat.
Wir feiern in diesem Jahr das 80jährige
Jubiläum unserer Kirche. Auch damals haben
Menschen Gerüste gebaut, Steine angeliefert
und gemörtelt, einen Dachstuhl errichtet
und das Dach mit Ziegeln gedeckt. Sie haben
nicht nur ein Gebäude geschaffen, sondern
Kirche gebaut, die auch in den Herzen der
Menschen zu finden ist, die davon spricht,
was uns trägt und wichtig ist, Hoffnung
schenkt, die den größeren Zusammenhang
zeigt, warum Menschen sich in ihrer Freizeit in unsere Kirchengemeinde einbringen,
Nachbarn besuchen, zu regelmäßigen Treffen
einladen, in Sitzungen von Gremien Entscheidungen fällen und sich Zeit für andere
nehmen.
Wir können unser Leben immer in einem viel
größeren Rahmen sehen. Manchmal haben
wir keinen Blick dafür, weil uns der Alltag
mit seinen täglichen Aufgaben so sehr in Beschlag nimmt. Aber das, was Menschen heute
tun, die sich in unsere Gemeinde einbringen,
ist nach wie vor „Kirche bauen“, auch wenn
das Gebäude schon längst steht.
Es geht um mehr: Uns ist Glaube wichtig. Wir
wollen Menschen zur Gemeinschaft einladen,
und eine „Sorge tragende Gemeinschaft“
sein. Wir wollen, dass Kindern das weitergegeben wird, was auch uns trägt. Wir wollen
die Menschen nicht vergessen, die gebrechlich geworden sind.
Es macht den großen Unterschied aus und
es bringt die Dinge auf den Punkt, wenn wir
das benennen, aus welchem Geist heraus wir
etwas tun. Ich sehe mein Leben als Geschenk
Gottes. Ich möchte etwas von dem weitergeben, was mir so selbstverständlich gegeben
ist. Ich möchte etwas dazu beitragen, dass
die Welt ein menschliches Gesicht bekommt,
dass dort, wo ich lebe, Menschen nicht
vergessen werden. Ich baue Kirche, so wie
das schon so viele Menschen vor mir getan
haben.
Das ist der größere Horizont. Da leuchtet
das auf, was tiefer geht, unserem Leben Sinn
gibt, uns motiviert, davon spricht, was uns
trägt, wozu wir da sein wollen auf dieser
Welt. Das ist der rote Faden, der sich durch
die Geschichte unserer Gemeinde zieht:
Ich baue an unserer Kirche.
Seien Sie herzlich zu allen Gottesdiensten
und Veranstaltungen eingeladen, über die
dieser Gemeindebrief berichtet!
Wie die Zeit vergeht. 80 Jahre sind seit
der Einweihung unserer Bekenntniskirche
vergangen. Eine kleine Schar von Menschen hatte sich damals entschlossen eine
Kirche zu bauen. Großzügige Spenden
wurden gegeben. Ein Vorhaben wurde in
die Tat umgesetzt und ein Wunsch vieler
Menschen wurde verwirklicht.
Feiern Sie mit uns 80 Jahre Bekenntniskirche und kommen Sie doch zum Gemeindefest am 11. Juli und zum „Abend der
Erinnerungen“ am 13. Oktober!
Es grüßt Sie von Haus zu Haus
Ihr
Weitere Gebäude kamen hinzu: das
Gemeindehaus, der Kindergarten, das Mitarbeiter- und das Pfarrhaus. Sie wurden
durch so viele Menschen mit Leben gefüllt
und mit einem guten Geist, der das Miteinander bestimmt hat und bestimmt. Auch
sie stehen für Glauben, Gemeinschaft und
für Werte, die verbinden. Und sie stellen
Räume bereit für Menschen, die sich in
ihrer freien Zeit für eine größere Aufgabe
einsetzen und damit oft Hoffnung schenken, die Menschen im Leben trägt.
Pfarrer Dieter Schinke
80
Wir bauen nicht nur ein Gebäude, einen
Versammlungsraum, wir bauen Kirche. Das
galt damals und das gilt auch noch heute.
Das ist immer mehr als das Vordergründige.
Sonntag, 28.6.15
Danken wir Gott für die Menschen, die in
80 Jahren Kirche gebaut haben!
mit unserem Gospelchor SALVATION
unter der Leitung von Tobias Leukhardt
und Kantorin Elisabeth Kaiser;
Predigt: Pfarrer Dieter Schinke
10 Uhr,
Bekenntniskirche
Gospelmass
Der Brief
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Menschen machen Kirche aus
80 Jahre Bekenntniskirche
Am Michaelistag, am 29. September 1935
wurde unsere Bekenntniskirche eingeweiht.
Auf den Bildern sieht man die vielen Menschen, die damals gekommen waren. Der
Kleidung nach zu schließen muss es ein
warmer Tag gewesen sein. Seitdem sind 80
Jahre vergangen. Wie schnell doch die Zeit
vergeht. 80 Jahre übersteigen noch nicht die
Dimensionen eines Menschenlebens und die
Zeiträume persönlicher Erinnerung. Für ein
Kirchengebäude ist es erst Recht kein hohes
Ganz rechts im Bild der Bekenntniskirche vom
Dreikönigstag 1935 ist sogar noch der betriebene Hühnerstall zu entdecken. Statt Schäfchen also Hühner...
6
Wie die Zeit vergeht
Alter. Und doch hat sich die Welt seit damals
so sehr verändert.
Im Jahr 1935 wurden von der Nationalsozialistischen Regierung die Nürnberger Gesetze
erlassen. Menschen jüdischen Glaubens wurden ausgegrenzt. Ihnen wurden bestimmte
Rechte einfach abgesprochen. Sie wurden
aus dem Staatsdienst verbannt und immer
mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt.
Es waren die ersten Vorzeichen für das
Schlimme und Schreckliche, das dann noch
kam. Vier Jahre nach der Einweihung hatte
dann schon der Zweite Weltkrieg begonnen,
der so viel Schrecken und Leid über so viele
Völker brachte. Junge Menschen wurden in
die Wehrmacht eingezogen. Mütter haben
in unserer Kirche sicher darum gebetet, dass
der Ehemann oder Sohn doch wieder wohlbehalten und heil vom Feld heimkommen
darf. Der Krieg kam dann immer mehr auch
zu den Menschen in ihr Leben daheim. Augsburg wurde bombardiert, und auch noch in
den letzten Kriegstagen gab es Tieffliegerangriffe. Als man das 10jährige Jubiläum der
Bekenntniskirche feiern konnte, war erst seit
wenigen Monaten wieder Frieden. Das Land
lag in Trümmern. So viele Menschen waren
entwurzelt, vor der herannahenden Front
geflüchtet oder mussten dann noch später
ihre Heimat verlassen. Die Bekenntniskirche
war eine der wenigen Kirchen im Dekanat
Augsburg, die den Krieg unbeschadet überstanden hatte.
Was für ein großes Geschenk ist allein die
Tatsache, dass wir seitdem, seit 70 Jahren im
Frieden leben dürfen, was unser Land und
unsere Nachbarstaaten betrifft. In anderen
Teilen der Erde sieht es leider ganz anders
aus. Die Flüchtlinge, die auch in unser Land
kommen, sprechen von dem großen Leid, in
dem so viele Menschen in dieser Welt leben.
Im Jahr 1955 wurde der Gemeindebereich der
Bekenntniskirche zum exponierten, selbstständigen Vikariat erhoben. Das dritte Jahrzehnt seit der Einweihung hatte begonnen.
Im Leben der Menschen begann es langsam
wieder aufwärts zu gehen.
Die 60er Jahre wurden dann die Jahre der regen Bautätigkeit: Gemeindehaus, Pfarrhaus,
Kindergarten wurden gebaut. Eine zweite
Pfarrstelle wurde 1971 eingerichtet. Die Gemeinde wuchs. Von damals noch nicht einmal
300 Gemeindegliedern ist unsere Kirchengemeinde auf über 4000 Seelen angewachsen.
Wie die Zeit vergeht! Vor 80 Jahren wurde
die Frage tatsächlich mit großem Ernst besprochen und diskutiert, ob denn überhaupt
elektrisches Licht in der Kirche notwendig
ist. Es würde doch nur an wenigen Abenden
gebraucht, und da wäre doch das Kerzenlicht sicher den gottesdienstlichen Anlässen
angemessener. Das ist der Grund, warum in
unserer Kirche so viele Kerzenleuchter an
den Wänden angebracht sind. Es ist schön,
dass sie da sind. Elektrisches Licht erhielt die
Kirche dann erst 1937. Heute verwenden wir
auch moderne Medien bei Konzerten oder
besonderen Gottesdiensten und brauchen
dringend Strom.
Jeden Sonntag und an den Feiertagen laden
wir ein Gottesdienst zu feiern. Der persönliche Glaube wird eingebunden in die Gemeinde. Menschen singen, beten, hören auf
Gottes Wort und versammeln sich um den
Altar. Das zieht sich durch die Zeiten.
Vorbild waren und die glaubhaft vorgelebt
haben, was es bedeutet, Christ zu sein.
Nachruf Pfarrer Bubmann
80 Jahre sind Anlass dankbar zurückzublicken, an all die Menschen zu denken, die
unser Gemeindeleben geprägt haben. Aber
ein Jubiläum richtet unseren Blick auch
nach vorne. Christus geht uns voraus. Wir
verwalten nicht nur ein Erbe, sondern wir
sind eingeladen Christus zu folgen, der uns
Wegbereiter in die Zukunft ist.
Am 12. März 2015
verstarb Pfarrer i.R.
Christian-Friedrich
Bubmann an seinem
Wohnort in Stadtbergen im Alter von
85 Jahren. Pfarrer
Bubmann war von
1963 bis 1975 Pfarrer in unserer Kirchengemeinde.
Wie die Zeit vergeht! Jetzt ist die Bekenntniskirche schon 80. Nehmen wir diesen Geburtstag zum Anlass Gott für die Menschen
zu danken, die uns Vorbild wurden und die
uns Beispiel waren, was es heißt Glauben zu
leben.
Dieter Schinke
Anschließend wechselte er als Geschäftsführer in das Diakonische Werk Augsburg,
das er bis 1992 leitete und zu einem
modernen Sozialunternehmen aus- und
umbaute.
Für Pfarrer Bubmann und seine Arbeit in
Gersthofen stand stets der Mensch im
Mittelpunkt. Ihnen in Liebe zu begegnen
war für ihn gelebte Verkündigung der
Frohen Botschaft. Die Kirchengemeinde,
so wie sie heute dasteht, mit Kindergarten und erweitertem Gemeindehaus, ist
seiner Hingabe und seiner Hartnäckigkeit
zu verdanken. Gerne erinnern wir uns seiner Zeit in unserer Kirchengemeinde und
werden ihm über das Jubiäumsjahr hinaus
ein ehrendes Gedenken voll Dankbarkeit
bewahren.
Die Kirche ... ein Haus der lebendigen Steine...
Dieses Bild entwirft der erste Petrusbrief.
Für mich ist das ein schönes Bild. Es sagt: So,
wie erst viele Bausteine dazu beitragen, dass
ein Haus entsteht, so lebt die Kirche von der
Gemeinschaft. Menschen machen die Kirche
aus.
Wahrscheinlich ist das auch so, wenn Sie
einmal zurückdenken, wie sich Ihr Bild von
Kirche gebildet und wer Sie im Glauben
beeinflusst hat. In der Regel kommen da
Personen vor, die einen geprägt haben und
Wie die Zeit vergeht
7
Abend der Erinnerungen
Zum 80. Kirchweihjubiläum am 13. Oktober
Am 13. Oktober wollen wir zurückschauen
und besondere Ereignisse, Höhepunkte und
den Alltag der Kirchengemeinde in früheren
Jahren wieder ein wenig lebendig werden
lassen. Wir wollen Personen interviewen,
Mitarbeiterinnen von damals und heute befragen, Bilder zeigen und 80 Jahre Gemeindegeschichte Revue passieren lassen.
1936 wurde die erste Konfirmation in unserer
Bekenntniskirche gefeiert. Sind Sie in den
wenigen Jahren vor dem zweiten Weltkrieg
konfirmiert worden? Haben Sie vielleicht
sogar noch ein Bild davon? Melden Sie sich
doch im Pfarramt! Sind Sie als „Flüchtling“
oder „Flüchtlingskind“ in den Kriegsjahren
oder nach 1945 in unsere Kirchengemeinde
gekommen? Wie war das damals? Später sind
viele Siebenbürger und danach Russlanddeutsche zu uns gekommen. Wer mag davon
erzählen?
In der Zeit von Pfarrer Bubmann wurde
Gemeinde- und Pfarrhaus und der Kindergarten gebaut und eingeweiht. Waren Sie
damals Kind in der ersten Gruppe unseres
Kindergartens? Machen wir doch den Abend
der Erinnerungen auch zu einem Abend des
Wiedersehens! Die Kirchengemeinde wurde
8
Wie die Zeit vergeht
selbstständig. Erzählen Sie doch von Menschen, die sich in unsere Kirchengemeinde
eingebracht und das Gemeindeleben geprägt
haben! Wie hat sich die Kirchengemeinde in
der Zeit von Pfr. Geiß, Pfr. Erne, Pfr. Ratz, Pfr.
Graßmann weiterentwickelt? Viele Vikarinnen
und Vikare waren hier und haben Impulse für
das Gemeindeleben gesetzt. Viele sind uns
durch die Jugendarbeit verbunden. Seit über
15 Jahren gibt es schon den Gospelchor. Was
waren die Anfänge und die besonderen Höhepunkte? In der Konfirmandenarbeit war die
Kirchengemeinde durch Pfarrer Graßmann
schon sehr früh beim Konficamp mit dabei
und war eine der Pioniergemeinden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von damals und
von heute, seid herzlich zu diesem Abend
willkommen! Seit vielen Jahren treffen sich
Gruppen in unserem Haus, sind Menschen im
Besuchsdienst unterwegs, tragen Gemeindebriefe aus, engagieren sich im Gottesdienst
und in der Ökumene, sind immer zur Stelle,
wenn wir Helfer/innen beim Gemeindefest
brauchen. Danke dafür!
Seien Sie alle herzlich am 13. Oktober
willkommen. Es wird sicher ein schöner und
kurzweiliger Abend des Wiedersehens, der
Geschichten, Anekdoten, Erinnerungen, Gespräche und des Dankes!
Seien Sie herzlich willkommen!
Dieter Schinke
Dienstag, 13.10.15
80
19:30 Uhr,
Gemeindehaus
80 Jahre Bekenntniskirche:
Abend der Erinnerungen
Mit zahlreichen Gästen und Ehemaligen. Herzliche Einladung!
Blick zurück
Interview mit dem langjährigen Vertrauensmann des Kirchenvorstands Jürgen Kraus
Christian Wolf: Herr Kraus, was sind Ihre Erinnerungen an die Kindheit und die Kontakte
zur Kirchengemeinde?
Jürgen Kraus: Als ich auf die Welt kam, war
die Kirchengemeinde knapp 20 Jahre alt.
Heute bin ich etwa dreiviertel so alt wie die
Kirche. Heute wird mir bewusst, wie viel
Zeit mich mit der Kirche und der Gemeinde
verbindet.
Meine Mutter sollte schon der erste Täufling
in der frisch eingeweihten Bekenntniskirche
sein. Und mein Großvater war seinerzeit mit
Rat und Tat beim Bau der Kirche beteiligt.
Meine ersten Erinnerungen reichen in meine
Kindergartenzeit zurück. Als der Kindergarten 1959 eröffnete, war ich in der ersten
Gruppe. Dem erst kürzlich verstorbenen
Pfarrer Christian Bubmann bin ich damals
auch zum ersten Mal begegnet.
Es war damals fast selbstverständlich für
mich, dass mein weiterer Weg in den Kindergottesdienst und die Jungschar führte.
Der Kindergottesdienst und die Jungschar
wurden von ehrenamtlichen Mitarbeitenden
geleitet. Vor allem Uta-Maria Gutbrod und
Otto Helmreich waren damals die Akteure.
Ich erinnere mich an die Lieder, Geschichten
(Pfarrhaus der 2. Pfarrstelle) statt. Damals
gab es schon regen Kontakt mit dem Jugendwerk. Zwei Namen sind mir da besonders in
und das Basteln (es gab dort sogar einen
Emaillebrennofen).
C.W.: Wie ging es nach der Jungschar weiter?
J.K.: Zunächst folgte die Konfirmandenzeit.
Ich erinnere mich noch sehr gut, dass wir viel
auswendig lernen mussten, Prüfungsfragen
gestellt bekamen und einmal wöchentlich
für zwei Stunden Konfiunterricht hatten. Bei
meiner Konfirmation 1969 waren wir um die
25 Konfirmanden, die auf einmal konfirmiert
wurden. Es gab schon eine aktive Jugendarbeit mit etlichen Gruppen in Gersthofen und
Foret. Jugendleiter waren damals selbstverständlich bei der Konfirmation dabei. Es gab
also schon eine Schnittstelle.
Gemeindehaus kurz nach der Fertigstellung durch den
Kirchenbauverein unter dem Vorsitz von Dr. Chur. Die
Einweihung erfolgte 1959. Ein Jahr später wurde das
Pfarrhaus erbaut.
C.W.: Der Weg in die Jugendgruppe war also
vorprogrammiert?
J.K.: Ja, das machte natürlich Schule,
die vielen Kinder- und Jugendgruppen in
Gersthofen und Foret waren wie ein Magnet.
So bin ich dann mit 15 in die aktive Arbeit
eingestiegen. Damals gab es schon auch
progressive Vikare/Pfarrer, die auch gegen
Widerstände in der Gemeinde die Jugendarbeit modern aufgezogen haben. Konspirative
Sitzungen fanden meist in der Leo-Fall-Str.
Erinnerung. Rosemarie Lang und Klaus-Dieter
Bietsch. Es war ja damals auch schon üblich,
Grund- und Aufbaukurse zu besuchen, zu
den Dekanatsjugendkonventen zu fahren,
auch wenn die Beziehungen von Jugendwerk
und der Evangelischen Jugend Gersthofen
nicht immer einfach waren.
Wie die Zeit vergeht
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C.W.: Wie kann man sich die Kinder- und
Jugendarbeit seinerzeit vorstellen?
J.K.: Es gab wöchentlich zwischen 160 bis
200 Kinder, Jugendliche und Leiter in Gersthofen und Foret. Die Gruppenarbeit fand in
Räumen des Mitarbeiterhauses (z.B. unter
dem Clubraum) und in der jetzigen Höhle
statt. Dabei hat sich die Jugendarbeit durch
alle vier Wochen stattfindende Partys im Gemeindesaal weitgehend selbst finanziert. Wir
waren damals die einzige Anlaufstelle, wo
sich junge Menschen zum Feiern und Tanzen
in Gersthofen treffen konnten.
Unterstützung durch den damaligen Kirchenvorstand, bis auf wenige Lobbyisten,
gab es nämlich nicht. Vielmehr gab es immer
wieder Differenzen mit den Jugendleitern. In
dieser florierenden Zeit wurde z.B. auch eine
Satzung von den damals 25 Jugendleitern
verfasst. Es gab einen gewählten Jugendrat
in einer straff organisierten Leiterrunde. Der
Jugendrat war für die Verteilung der Räume,
der Gruppen und die Finanzen zuständig.
Selbstverständlich musste ein Jugendleiter einen Grundkurs besucht haben, bevor
er auf Kinder und Jugendliche losgelassen wurde. Leider wurde die Satzung vom
Kirchenvorstand nicht akzeptiert. Aber wir
waren geduldet, durften die Räume nutzen,
Partys organisieren (nicht zuletzt, weil das
anschließende Aufräumen meist gut geklappt
hat). Zudem hatten wir uns durch karitative Einsätze im Seniorenheim Sonnenhof
Batzenhofen sowie Sammlungen für bedürf-
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Wie die Zeit vergeht
tige Gersthofener Bürger sicher einen Bonus
erarbeitet. Aber die Kirchengemeinde war
für uns damals eher Nebensache und lief an
unserer Arbeit vorbei.
Und als die Idee eines kommunalen Jugendzentrums auftauchte, waren wir federführend bei den Treffen, der Planung und den
Entwürfen eingebunden. In diese Zeit fällt
auch die Einweihung des neuen Kindergartens.
C.W.: Sie sind dann in den Kirchenvorstand
der Kirchengemeinde gewählt worden?
J.K.: Ich bin berufen worden, weil ich das
nötige Alter von 24 Jahren noch nicht hatte.
Die erste Zeit im Kirchenvorstand war sehr
schwierig für mich. Frau Martin war damals
„meine Mentorin“. Es gab wenig Bewegung
bei den Themen, die die Jugendarbeit betrafen. Der Kontakt zum Jugendwerk wurde
auch geringer, und nach einer Konfrontation mit dem Kirchenvorstand trennten sich
Jugend und Kirchenvorstand. Bis auf zwei
Leiter stellten alle jungen Menschen ihre
ehrenamtliche Tätigkeit ein. Seither gab es zu
keiner Zeit eine so aktive Jugendarbeit mehr.
Nach der ersten Zeit im KV wurde ich in den
erweiterten Kirchenvorstand und später
auch als Vertrauensmann in den KV gewählt.
Vertrauensmann bin ich seit 15 Jahren.
C.W.: Was sind die eindrücklichsten Erinnerungen an die Zeit im Kirchenvorstand?
Heute beklemmend, damals wohl üblich: Die
Bekenntniskirche am Tag der Kirchweih mit
Hakenkreuzfahne
J.K.: Für mich waren die stetigen Wechsel
der Pfarrer, auch Wechsel, die innerhalb
der Gemeinde von der 2. auf die 1. Stelle
stattfanden, sowie die Wechsel von Vikaren und Vikarinnen in unserer Gemeinde
sehr problematisch. Die Unruhe, sich immer
wieder auf einen anderen Menschen einzulassen, das machte mir und vielen Menschen
in der Gemeinde zu schaffen. Es ging ja nicht
nur um Gersthofen, sondern auch um Foret/
Langweid, und auch in Gablingen gab es einmal eine halbe Stelle zusätzlich. Für mich gilt
nach einer langen Zeit im Kirchenvorstand:
Ich möchte keinen Pfarrer/Diakon mehr verabschieden müssen.
Für mich ist wichtig geworden: Man(n) hat
mich akzeptiert, und ich habe mir vieles
erarbeitet. Die Pfarrer, mit denen ich zusammengearbeitet habe, haben mich mit meinen
Ecken und Kanten kennen und schätzen gelernt. Sie haben mir aber auch Anerkennung
für mein Engagement gegeben. Das hat mich
immer wieder motiviert, weil es für mich eine
gute Ebene für ein gemeinsames Wirken gab.
Der Umbau des Gemeindehauses in die jetzige Form vor 12 Jahren war eine Herausforderung für mich. Da habe ich die Bauleitung
übernommen. Nachdem die Orgel gebaut,
der Kirchturm renoviert und die Kirchturmuhr erneuert waren, standen nun große
Veränderungen in der Orangen Gruppe und
im Gemeindehaus an. Dabei möchte ich ein
Detail besonders hervorheben: Das Kreuz im
Saal wurde von Frau Bühlmeier, einer großen
Unterstützerin der Kirchengemeinde, gestiftet. Ich habe in dieser Zeit sehr viel ehrenamtliche Arbeit in den Umbau eingebracht.
Dann kam die Entscheidung gegen ein eigenes Gemeindezentrum in Langweid. Nachdem die Kirche in Foret nicht mehr weiter
genutzt werden konnte, entstand der Plan
eines ökumenischen Zentrums in Langweid.
Wir hatten schon drei Pläne dafür, als sich
die katholische Diözese gegen das ökumenische Projekt aussprach und klar war, dass ein
eigenes Gemeindezentrum bei der Anzahl der
Gemeindeglieder und Aktivitäten, gerade im
Blick auf die Zukunft, nicht umsetzbar ist.
Einer meiner bewegendsten Momente war
die Trauerrede bei der Beerdigung von UtaMaria Gutbrod. Es war mir eine große Ehre,
mich in der Öffentlichkeit von einer für die
Kirchengemeinde so wichtigen Person zu
verabschieden. Auch wenn es nicht einfach
gewesen ist (weil man ja auch mit seinen
Emotionen kämpft).
Einer der schwersten Momente war die
Auflösung der Gruppe Orange (der damals
vierten Gruppe des Kindergartens im Gemeindehaus), als ich gebeten wurde das Kündigungsgespräch mit den beiden Mitarbeiterinnen zu führen. Mir wurde sehr deutlich,
wie schwer es sein kann, Entscheidungen zu
fällen und sie dann auch auszuhalten. Die
Betroffenheit von Gemeindegliedern und
Mitarbeitenden gehört da dazu.
in der Jugendarbeit wie früher, sondern im
Seniorenkreis der Bekenntniskirche. Ich kann
mit ihr alles besprechen – das tut gut, und
sie weiß, wovon ich rede, weil sie es kennt.
C.W.: Haben Sie einen Wunsch für sich und
die Kirchengemeinde?
J.K.: Ich habe für mich den Wunsch, vieles
gelassener zu sehen. Das gelingt mir auch
schon viel besser als in früheren Zeiten.
Meine Devise: Nur noch Gas geben, wenn ich
etwas wirklich ändern will.
Für die Gemeinde wünsche ich mir mehr
engagierte Menschen allen Alters, die aufstehen und etwas auf den Weg bringen. Und
das meine ich sowohl für die tatkräftige Unterstützung des Gemeindeaufbaus als auch
für ein spirituelles, geistliches Wachsen.
C.W.: Herzlichen Dank für das Gespräch
Christian Wolf
C.W.: Sie haben Ihre Ehefrau in der Zeit Ihrer
ehrenamtlichen Tätigkeit kennen und lieben
gelernt?
J.K.: Als Jugendleiter waren wir bei den
Konfirmationen dabei. Elke wurde konfirmiert
und war Jungscharleiterin in Foret. So kamen
wir zusammen, haben eine Familie gegründet, und unsere Söhne sind auch bis heute
in der Jugendarbeit und der Gemeinde aktiv.
Durch meine Ehefrau habe ich Unterstützung
und Rückendeckung für mein ehrenamtliches
Engagement bekommen. Auch sie ist bis heute ehrenamtlich aktiv – allerdings nicht mehr
80
Sonntag, 16.8.15
10 Uhr,
Kath. Pfarrheim Langweid
Gottesdienst im Grünen
im Atrium hinter dem Pfarrheim, bei
schlechtem Wetter im großen Pfarrsaal.
Anschl. Picknick oder Grillen.
Wie die Zeit vergeht
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Ein Mann, ein Bekenntnis
Musical der Evangelischen Singschule über Dr. Martin Luther King
Die evangelische Singschule wird ein Musical
über Dr. Martin Luther King in Berlin, Gersthofen, Wertingen und Augsburg aufführen
Ein paar Gedanken zu dem Vorbild Dr. Martin
Luther King von Michael Schmid - Initiator
und Geschäftsführer des Vereins „Lebenshaus
Schwäbische Alb- Gemeinschaft für soziale
Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.
„Vor 47 Jahren, am 4. April 1968, ist Martin
Luther King ermordet worden. Damit wurde
jäh eine Ära beendet, die Mitte der 1950er
Jahre im Süden der USA begonnen hatte.
12
Wie die Zeit vergeht
Damals wurde der schwarze Pfarrer zum
Wortführer und Symbol einer Bürgerrechtsbewegung, die mit Mitteln des gewaltfreien
Widerstands gegen die Rassentrennung
kämpfte. King hatte
1954 seine erste
Pfarrstelle in Montgomery angetreten.
Auch in der Hauptstadt Alabamas war
damals Rassentrennung in öffentlichen
Einrichtungen eine
allseits akzeptierte
Tatsache. Ob in Bussen, Schulen, Universitäten, Bibliotheken,
Kinos, Restaurants
und Museen- überall
waren Weiße und
Schwarze ganz legal voneinander getrennt.
Am 1. Dezember 1955 hatte sich Rosa Parks
geweigert, ihren Sitzplatz im Bus für einen
Weißen zu räumen. Sie wurde verhaftet und
am 5. Dezember vor Gericht gestellt. Schwarze Bürgerinnen und Bürger riefen zu einem
Busboykott in Montgomery für diesen Tag
auf. Gleich zu Beginn wurde ein Bürgeraus-
schuss zur Verbesserung der Beziehungen
zwischen den Rassen ins Leben gerufen, der
den jungen Martin Luther King zu seinem
Vorsitzenden wählte. Von nun an gab er Ton
und Tempo der Bewegung an. Dabei wurde er
persönlich auf eine harte Bewährungsprobe
gestellt. Denn innerhalb weniger Monate war
er vom unbekannten Pfarrer zum anerkannten Führer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung aufgestiegen, angefeindet, verleumdet,
terrorisiert, mit Morddrohungen überzogen.
Bewähren musste sich auch seine gewaltfreie
Methode, die er bei Gandhi studiert hatte
und nun in der Praxis umsetzte und weiterentwickelte. Den Geist für sein gewaltfreies
Handeln empfing der schwarze Pfarrer dabei
aus dem Evangelium. Der Boykott der Busse
in Montgomery dauerte 381 Tage. Er wurde
erst beendet, als das Oberste Bundesgericht
die Rassentrennung in Bussen für verfassungswidrig erklärte. Der „Marsch auf Washington“ im Hochsommer des Jahres 1963
war ein Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung. Am 22. August kamen rund 250.000
Menschen neun Stunden lang zusammen,
und haben den verschiedenen Reden gelauscht. Und als Martin Luther King seine
berühmte Rede „I have a dream“ gehalten
hatte, in welcher er seine Vision einer Gesellschaft ohne Rassenschranken ausbreitete,
war die Begeisterung kaum mehr zu halten.
1964 wurde Martin Luther King als jüngster
Friedensnobelpreisträger ausgezeichnet.
King heute? Von King gäbe es angesichts von
Gewalt in vielen zwischenmenschlichen und
gesellschaftlichen Bereichen, mörderischer
Kriege, drohender atomarer Massenvernichtung, weltweit bestehender und innergesellschaftlich wachsender Armut viel zu
lernen. King: „Wir werden niemals Frieden in
der Welt haben, bevor die Menschen überall
anerkennen, dass…man gute Zwecke nicht
durch böse Mittel erreichen (kann), weil die
Mittel den Samen und der Zweck den Baum
darstellen.“ Frieden lässt sich nicht durch
kriegerische Mittel erreichen. Von King lernen heißt, selber Verantwortung zu übernehmen. Würde er heute noch leben, würde er
uns dazu drängen, aufzustehen und unsere
Stimmen zu erheben, uns zu organisieren
gegen Unrecht, Krieg und Armut. Wir können
ihn zu einem ermutigenden Vorbild nehmen,
wie sich durch schöpferische Unangepasstheit und Zivilcourage etwas verändern lässt
in unserer heutigen Zeit.
Aufführungen des Musicals Dr. Martin Luther
King;
•
14. Mai 2015 in Berlin;
Stadtkloster Segen
•
25. Juli 2015 um 16 Uhr in
Gersthofen Bekenntniskirche
•
17. Oktober 2015; 16 Uhr in Wertingen
•
31. Oktober 2015 zum
Reformationsgottesdienst in Augsburg
Musik: Andreas Hantke;
Text: Ulrich Haberl
Ausführende:
Evangelische Singschule Dekanat Augsburg;
Leitung: Elisabeth Kaiser
Vorschau: Advents- und Weihnachtskonzert
der evangelischen Singschule und Kantorei
am Samstag, 12. Dezember 2015 um 17 Uhr
80
Elisabeth Kaiser
Samstag, 25.7.15
16 Uhr,
Bekenntniskirche
Dr. Martin Luther King.
Das Musical.
mit der Evang. Singschule Augsburg/
Gersthofen unter der Leitung von
Dekanatskantorin Elisabeth Kaiser
Wie die Zeit vergeht
13
Weideland für Schafe
Erinnerungen an die Anfänge unserer Kirchengemeinde
Soeben fand ich beim Suchen einer Notiz ein
Konzept über die Bekenntniskirche. Der erste
Konfirmand war 1936 Herr Häußlein, der vor
10 Jahren einer Einladung von Herrn Pfarrer
Ratz für einen Nachmittag bei den Senioren
in Gersthofen, gefolgt ist.
Familien nach Gersthofen kamen, die evangelischen Glaubens waren. Vor allem Herren
aus der Geschäftsführung und Akademiker
aus dem chemischen Bereich kamen aus
ganz Deutschland und wurden in Gersthofen
ansässig. Besonders wichtig war damals den
Herren noch eine Kirche. So hat z. B. Herr
Dr. Seidel 20.000,-- RM gespendet, und ein
Herr Dr. Weber das Chorfenster. Herr Prof. Dr.
Bestelmeyer hat den Plan für den Kirchenbau
kostenlos erstellt, und der Baumeister hieß
Erwin Gesswein.
Eine Kirche war gewollt! Die Verhältnisse
zwischen den Katholiken und Evangelischen
waren nicht so selbstverständlich wie heute.
Herr Häußlein erzählte, dass die evangelischen Kinder jeden Dienstagnachmittag in
die damalige Fabrikschule mussten, da war
Religionsunterricht jeweils 2 Stunden.
Von Norden her wurden für den Bau der
Bekenntniskirche Schienen für eine Lorenbahn
gelegt.
Auf die Frage, wie das vor 1935 mit den
Evangelischen in Gersthofen war, hat er
erklärt, dass eigentlich erst durch die Farbwerke Hoechst AG, Lech-Chemie Gersthofen,
14
Wie die Zeit vergeht
Die Schüler wurden in der Gersthofer Schule,
anfangs noch bei Jakobus, ganztags unterrichtet, und zwar in zwei Gruppen, 1. bis 4.
Klasse und 5. bis 8. Klasse. Die 8. Klasse war
aber nur für die Buben, die Mädchen durften
auf Antrag die 8. Klasse besuchen.
Nun mussten die evangelischen Schüler jedes
Mal aufstehen und den Herrn Lehrer fragen,
ob sie um 14.30 Uhr in den Religionsunterricht gehen durften. Der Weg von Jakobus
bis zur Fabrikschule war weit, und das alles
zu Fuß.
Herr Häußlein erinnerte sich noch an einen
Kaplan, der zu den vier Buben immer sagte:
„Die Ketzer da hinten können gehen!“.
Weitere finanzielle Mittel wurden in einem
Kirchenbau-Verein gesammelt, der beim
Strasser oben im Saal seine Versammlungen
abhielt.
Wo heute die Kirche steht und rund um die
Anbauten, war Weideland für die Schafe.
Grundsteinlegung war 1934. Nicht nur Bauarbeiter haben die Kirche aufgebaut, nein,
viele freiwillige Helfer waren am Werk.
Am 29. September 1935 war die Einweihung.
Die Kirche war voll, drinnen und draußen.
Von Augsburg kamen per Lokalbahn Menschen, die bildeten dann wieder einen Zug bis
zur Kirche. Die Polizei hat die Kinder in die
Kirche geschoben, dass sie noch einen Platz
bekamen.
Die erste Taufe war Erika Feldkramer. Die
Taufe war während des Kindergottesdienstes.
Die Familie hat damals das Taufgeschirr gespendet. Es gab alle 14 Tage in der Bekenntniskirche einen Gottesdienst, die Pfarrer
kamen von St. Johannes, und das Abendmahl
gab es nur an hohen Feiertagen.
Die Bekenntniskirche ist die einzige Kirche
im Dekanat Augsburg, die im Krieg nicht
beschädigt wurde.
Ich glaube, das eine oder andere ist schon
der Erinnerung wert.
Ruth Herrmann
80
Sonntag, 4.10.15
Erntedank
10 Uhr,
Bekenntniskirche
Blick in den Rohbau der Bekenntniskirche, vermutlich im Frühjahr 1935: Der Altar und die Kanzel
stehen, es fehlen noch die bunten Glasfenster und die Stufen zum Altar.
Es war ein großes Fest, die Herren kamen mit
Zylinder, und die Schlüssel wurden auf einem
Samtkissen von der Behelfskirche in der Fabrikstraße in die Bekenntniskirche getragen
und übergeben. Von Nah und Fern kamen
Abordnungen.
Familiengottesdienst zum Kirchweihjubiläum: Unsere Kirche hat
Geburtstag
Ab 1936 wurden die ersten Konfirmationen
in der Bekenntniskirche gefeiert. Es waren 7
Konfirmanden, dabei Herr Häußlein.
anschließend „Kirchenauflauf“: Jeder
und jede bringen etwas für das Büffet
für alle mit.
Im März 1937 gab es in Gersthofen 420
evangelische Gemeindemitglieder.
Wie die Zeit vergeht
15
A B C und Einmaleins
Erinnerungen an die untergegangene Welt der Dorfschulen
Unsere Kirchengemeinde umfasst ein großes
Diasporagebiet mit vielen Ortschaften. Alle
diese Dörfer waren einst selbstständige Gemeinden mit allem, was dazugehört: Kirche,
Schule, Rathaus, Laden, Wirtshaus, Milch-
Schule Heretsried, Jahrgang 1958.
sammelstelle und vielleicht noch Käserei.
Heute ist das Geschichte, verdient aber doch
einen Blick zurück. Wie war das damals, als
16
Wie die Zeit vergeht
alle Kinder des Dorfs in einem Raum von
einem einzigen Lehrer unterrichtet wurden? Ich habe etliche ältere Bürger befragt
und habe eine durchweg positive Resonanz
erfahren.
Fast alle Dorfschulen waren
einklassig,
also alle
acht (noch
nicht neun)
Jahrgänge
der Volksschule (man
unterschied
noch nicht
zwischen
Grund- und
Mittelschule) saßen in
einem Raum.
Der Lehrer
hatte Residenzpflicht;
das heißt,
das Schulhaus beherbergte auch die Lehrerwohnung. Natürlich war der Lehrer mit allen
Familien und deren Verhältnissen bekannt,
zumal oft mehrere Geschwister gleichzeitig
unterrichtet wurden. Dass hier eine stille Vereinbarung unter den Geschwistern bestand,
was über die Schule zu Hause erzählt oder
gerade nicht erwähnt wurde, versteht sich
von selbst.
In allen Schulen gab es ein Helfersystem:
Ältere oder bessere Schüler übten mit
schwächeren und jüngeren Klassenkameraden. Nicht jedes Schulhaus verfügte über ein
zusätzliches Ausweichzimmer, in dem das
Lesen und das Einmaleins abgefragt wurden.
Dann fand dieser Unterricht auf der Treppe
zur Lehrerwohnung statt.
Der Stoff der Oberstufe wurde in Jahresreihen unterrichtet. Irgendwann erfuhren
alle Kinder etwas über die Römer, über die
Funktion des Verbrennungsmotors und über
die Auffaltung der Alpen. Wer etwas schlauer
war, der lernte bei den „Großen“ das mit,
was ihn interessierte. Wer etwas langsamer war, der konnte sich den Lernstoff, das
Rechtschreibwissen und einige Rechenregeln
aneignen, wenn es bei den „Kleinen“ durchgenommen wurde.
Generell waren die Schüler genötigt, konzentrierter zu arbeiten. Denn sie mussten sich
ihre Arbeitsaufträge merken, während sich
der Lehrer mit einer anderen Schülergruppe
beschäftigte. Irgendwie war das Verhältnis
auch familiär. Natürlich konnte man sich
auch leichter vor dem Lernen drücken. Dass
dies dramatische Auswirkungen haben konnte, berichtete mir ein alter Herr, der zu Hitlers
letztem Aufgebot ab Januar 1945 als Flakhelfer gehörte. Er berichtete, dass gar nicht
wenige in seiner Gruppe waren, die nicht
genügend Lesen und Schreiben konnten, um
ihre Familien zu Hause über ihren Aufenthalt
und ihr Befinden zu informieren.
Die Ausstattung der Schulen war nach
heutigem Ermessen dürftig. Es gab kaum
Anschauungsmaterialien, wenige Landkarten,
kaum Arbeitsmaterial für Physik und Biologie. Zur Grundausstattung gehörten aber
eine Buchstaben- und eine Hundertertafel.
Was die Lehrer hier gezaubert haben, ist zu
bewundern.
Die Heizung bestand mehrheitlich aus einem
Holzofen. Ein Schüler war von der täglichen
Pflicht zur Frühmesse um halb acht befreit:
Er musste im Winter anschüren, bis die
Kinder gegen acht Uhr durchgefroren ankamen. Sie waren ihm sehr dankbar für seinen
Dienst. Das Holz lieferte die Gemeinde. Es
wurde gespalten und meist von Schülern
aufgeschichtet (Ersatz für Sportunterricht).
Eine Sonderstellung nahmen Sport, Handarsie in aller Ruhe erklärten und ausbesserten.
beit und Werken ein. Da die Kinder sehr viel
Aber dann gab es gefürchtete „Drachen“. Ich
in der Landwirtschaft zu
Hause helfen
mussten,
durften die
Buben Fußball
spielen. Die
Mädchen
waren mit
Hüpfspielen
beschäftigt.
Im Winter
wurde, sofern
genügend
Schnee
vorhanden
war, eine
Schneeplastik
gebaut. Ein- Dorfschule Lauterbrunn im ersten Stock, darunter war die Gemneiundeverwaltung.
mal im Jahr
fand in Wertingen eine Kreismeisterschaft
in Leichtathletik statt. Dafür wurde auf dem
nahegelegenen Sportplatz etwas trainiert.
„Aber von uns war nie einer so gut, dass er
daran hätte teilnehmen können.“
erinnere mich noch sehr genau an den monotonen Singsang beim Stricken: „Einstechen
– Faden holen – durchziehen – abheben.“
Wer das Tempo nicht mithalten konnte, bekam kurz mit dem Stock ein paar Schläge auf
die Finger. Ob das dem Erfolg gedient hat, ist
zu bezweifeln. In der 2. Klasse strickten wir
einen Tafellappen, in der 3. Fausthandschuhe,
in der 4. Socken.
Für den Handarbeitsunterricht kam eine Lehrerin aus Affaltern. Die Lützelburger Mädchen gingen nach Gablingen ins Kloster und
wurden dort unterrichtet. Die Stimmung hing
stark von der Lehrkraft ab: Bei manchen Damen bereitete das Lernen Vergnügen, wenn
Die Buben hatten zur gleichen Zeit Werken.
Da wurde aus einfachen Materialien etwas
Wie die Zeit vergeht
17
gebaut, was dem Unterricht als Anschauungsmaterial dienen konnte, z. B. das Modell
einer Dampfmaschine mit Hilfe einer leeren
Zahnpastatube oder der Aufbau der Kohleflöze im Ruhrgebiet – Holzkohle gab es beim
ortsansässigen Köhler. Ein Problem war das
Dame zitiert noch stolz den „Erlkönig“ oder
die „Bürgschaft“.
Andere Unterrichtsinhalte ließen manche
Lehrer einfach fallen. So erging es beispielsweise der Sütterlinschrift, die eigentlich bis
1968 noch im Lehrplan vorgesehen war. In
manchen
Schulen
wurde sie als
„Schönschrift“
gelehrt.
Gesungen
wurde sehr
viel, nicht nur
die Lieder für
die kirchlichen
Feste, auch
Volkslieder.
Die Lehrer
hatten noch
lange den
Organistendienst in der
Der Schulsaal in Lützelburg war im ersten Stock, darunter die Lehrerwohnung.
Dorfkirche
zu erledigen,
übten außerdem das Krippenspiel vor WeihWerkzeug: Das mussten die Kinder von zu
nachten ein und gehörten zu den „kulturellen
Hause mitbringen.
Säulen“ des Dorfes.
Am Dienstag schrieb der Lehrer ein Diktat
Aber wie ging es nach der Schule weiter?
an die Tafel. Alle rechtschriftlich schwieriNur Kinder aus den Orten, die mit dem Zug
gen Stellen wurden besprochen. Am Freitag
nach Augsburg fahren konnten, hatten die
wurde der Text dann diktiert: „Da haben
Chance, eine weiterführende Schule zu bewir immer gute Noten bekommen.“ Auch
suchen. Ab und zu bekam ein begabter Bub
Gedichte wurden gelernt, und manche alte
18
Wie die Zeit vergeht
- „Er soll Priester werden“ - ein Stipendium
für Dillingen oder St. Stephan. Die wenigsten
Eltern konnten sich ein Internat für die Kinder leisten. Aber die Kinder litten sehr unter
Heimweh und unter der Armut ihrer Ausstattung, so dass sie nach längstens zwei Jahren
wieder zu Hause waren. Generell wurde die
Meinung des Lehrers sehr geschätzt.
Busverbindungen gab es nicht wirklich. Die
Busse, die verkehrten, waren von großen
Firmen beauftragt. Sie brachten die Arbeiter
zur Schicht. Wenn einer nach der Schule
Glück hatte, konnte er so in eine Ausbildung
bei MAN, Hoechst oder einer der vielen Textilfabriken kommen. Im allgemeinen wurden
sie aber Hilfsarbeiter.
Großbauernkinder durften zu Hause bleiben.
Dass dies nicht zu ihrem Vorteil war, merkten
sie erst später. Denn die anderen hatten viel
mehr Möglichkeiten im Beruf. Im Dorf gab es
praktisch keine Lehrstellen. Vielleicht sprach
sich über den Lehrer herum (der war nämlich
vom Meister angefragt worden), dass in Batzenhofen ein Schmied einen Lehrling sucht.
Das war mit dem Fahrrad erreichbar. Damit
hatte der Junge großes Glück.
Langweids Volksschule war zu dieser Zeit
keine typische Dorfschule mehr. Sie zählte
bereits acht Klassen für die etwa 300 bis
350 Kinder, die wahlweise zusammengelegt
waren. Aufgrund des Lehrermangels konnte
nicht voll gegliedert werden. War es nötig,
die erste Klasse zu teilen, dann wurden die
und durch Erziehungskunde (längst wieder
abgeschafft) und
Informatik erweitert
wurde, ist den Zeitläufen zu schulden.
Schule in Heretsried
Jahrgangsstufen 7 und 8 zusammengelegt.
Zur Langweider Schule kamen auch die
Kinder aus Stettenhofen und einige wenige
aus Achsheim. Der evangelische Religionsunterricht fand, zum Ärger der neun Schüler,
nachmittags statt, die dafür vormittags mal
zwei Freistunden hatten. Inzwischen stellt
sich dieses Problem neu.
Mit dem Schuljahr 1968/69 wurde die große
Schulreform eingeführt. Nun gab es neun
Jahre Vollzeitpflicht, Englisch wurde ebenso
verpflichtend wie neue Namen für die Unterrichtsfächer: Es gab nicht mehr Rechnen und
Raumlehre, sondern Mathematik. Naturkunde
und Naturlehre hießen nun Biologie, Physik
und Chemie. Auch die Möglichkeit einer
verbindlichen Abschlussprüfung war neu:
der Quali. Dass sich der Fächerkanon in der
Zwischenzeit wieder erheblich verändert hat
Das Thema gäbe Anlass zu gemeinsamen
Erinnerungen und zum Austausch. Es hat
mich fast erschüttert, als sich ein alter Herr
bei mir für meine Fragerei bedankte: „Keinen
interessiert mehr, wie wir früher gelebt
haben. Dass ich jetzt habe erzählen dürfen,
war richtig schön.“ Das sollte nachdenklich
machen.
Was mir bei meiner
kleinen Umfrage
besonders aufgefallen
ist: Alle Ehemaligen
erinnerten sich mit
großem Respekt
an die Leistung der
damaligen Lehrer. Die
Klassen umfassten
meist knapp 50 Kinder, in Zeiten von Flüchtlingszuströmen auch mehr. Die Helferkinder
sahen zwar, dass sie nicht die persönliche
Förderung erhielten, die ihnen gut getan
hätte, waren darüber aber nicht gram: „Wer
wollte, konnte sehr viel lernen.“ Das persönliche Verhältnis der Lehrer zur Gemeinde war
durchweg für die Kinder positiv: War der
Schulraum nicht benutzbar, zog die Klasse ins Wirtshaus um. Zollte der Lehrer der
„körperlichen Züchtigung“ zuviel Attribut,
gingen die Großbauern zum Schulamt, und
der Lehrer wurde abberufen. Das Wort „Inklusion“ war noch fremd, wurde aber gelebt.
Denn auch schwache Kinder blieben im
Unterrichtsverband, bis sie ihre Schulpflicht
erfüllt hatten.
Gudrun Bauer
Sonntag, 15.11.15
80
ca. 11.20 Uhr nach
dem Gottesdienst
in der Bekenntniskirche
Gemeindeversammlung
Berichte zu den Neubaumaßnahmen,
dem Gottesdienstprojekt, der Arbeit
des Kirchenvorstands, des Kindergartens und der Arbeit mit Asylbewerbern.
Anschließend kleines Mittagessen im
Gemeindesaal.
Wie die Zeit vergeht
19
Gottesdienste
Juni bis November 2015
Samstag
27. Juni
19.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� ANgeDACHT, der andere Gottesdienst
17.00 Uhr�����Wasserwacht Lgw��������� Ökumenischer Lechgottesdienst mit Fr.
Furtak und Pfarrer Schinke
Sonntag
28. Juni
4. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Gospel-Mass mit SALVATION (Pfarrer
Schinke)
19.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� ANgeDACHT, der andere Gottesdienst
Sonntag
5. Juli
5. Sonntag nach Trinitatis
9.35 Uhr �����Apotheke Gablingen����� Bus zum Gottesdienst nach Gersthofen
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� q Diakon Wolf; mit Einführung Frau
Albrecht; par. Ki-Go, anschl. Kirchkaffee
Samstag
11. Juli
Gemeindefest
16.00 Uhr�����Bekenntniskirche ��������Familiengottesdienst
Sonntag
12. Juli
6. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Kein Gottesdienst
11.15 Uhr �����Kath. Pfarrheim, Lgw. � Gottesdienst für Klein und Groß (Team
und Diakon Wolf)
Sonntag
19. Juli
7. Sonntag nach Trinitatis
8.45 Uhr �����St. Markus, Gablingen� Dekan Blumtritt
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� s Dekan Blumtritt + Ki-Go
Mittwoch 22. Juli
2. August
9. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� q Pfarrer Schinke
Sonntag
9. August
10. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Dekan Blumtritt
Sonntag
16. August
11. Sonntag nach Trinitatis
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Gottesdienst entfällt
10.00 Uhr �����Langweid ����������������������� Gottesdienst im Atrium vor dem kath.
Pfarrheim (Dekan Blumtritt) mit anschl.
Picknick (bei schlechtem Wetter im Pfarrheim)
Sonntag
23. August
12. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Reisesegensgottesdienst mit Pfr. Schinke,
Diakon Wolf und dem Konfiteam
Sonntag
30. August
13. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Lektor Oertel
Samstag 5. September
17.00 Uhr�����Schuttberg Gersth.������� Ökumen. Berggottesdienst mit Dekan
Blumtritt und Stadtpfarrer Gössl; gemeinsamer Aufstieg um 16.30 Uhr am Tor am
Lechkanal (nur bei trockener Witterung)
18.30 Uhr �����Kath. Pfarrheim, Lgw.�� Abendandacht mit Diakon Wolf
Sonntag
Freitag,
9.35 Uhr �����Apotheke Gablingen����� Bus zum Gottesdienst nach Gersthofen
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� q Dekan Blumtritt; anschl. Kirchkaffee
24. Juli
14.30 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Andacht für Senioren, anschl. Sommerfest
Seniorenclub
Sonntag
26. Juli
8. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Familiengottesdienst zum Abschluss Miniwochenende (Pfarrer Schinke und Team)
20
Sonntag
Gottesdienste
Sonntag
6. September
13. September
14. Sonntag nach Trinitatis
15. Sonntag nach Trinitatis
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Dekan Blumtritt
10.00 Uhr �����St. Vitus, Langweid. ����� Pfarrer Schinke
11.15 Uhr �����Kath. Pfarrheim, Lgw.�� Gottesdienst für Klein und Groß
Sonntag
20. September
16. Sonntag nach Trinitatis
8.45 Uhr �����St. Markus, Gablingen� Dekan Blumtritt
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� s Dekan Blumtritt + Ki-Go
Mittwoch 23. September
Sonntag
8. November
Drittletzter Son. d. Kirchenjahrs
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Pfarrer Schinke
10.00 Uhr �����St. Vitus, Langweid. ����� Prädikant Kramer
11.15 Uhr �����Kath. Pfarrheim, Lgw. � Gottesdienst für Klein und Groß
18.30 Uhr �����Kath. Pfarrheim, Lgw.�� Abendandacht (Diakon Wolf)
Sonntag
Sonntag
8.45 Uhr �����St. Markus, Gablingen� Dekan Blumtritt
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� s Dekan Blumtritt + Ki-Go
anschl. Gemeindeversammlung und
kleines Mittagessen
27. September
17. Sonntag nach Trinitatis
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Diakon Wolf
19.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� ANgeDACHT, der andere Gottesdienst
Sonntag
4. Oktober Erntedank
9.35 Uhr �����Apotheke Gablingen����� Bus zum Gottesdienst nach Gersthofen
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� q Familiengottesdienst zum 80jährigen
Kirchweihjubiläum (Dekan Blumtritt mit
Posaunenchor); anschl. „Kirchenauflauf“
Sonntag 11. Oktober
19. Sonntag nach Trinitatis
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Diakon Wolf
10.00 Uhr ���St. Vitus, Langweid. ����� Pfarrer Schinke
11.15 Uhr �����Kath. Pfarrheim, Lgw. � Gottesdienst für Klein und Groß
Sonntag
18. Oktober
20. Sonntag nach Trinitatis
8.45 Uhr �����St. Markus, Gablingen� Diakon Wolf
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� s Diakon Wolf + Ki-Go
15. November
Mittwoch 18. November
Vorletzter Sonntag d. Kirchenjahrs
Buß- und Bettag
18.30 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Dekan Blumtritt
Sonntag
22. November
Ewigkeitssonntag
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Pfarrer Schinke und Diakon Wolf
19.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� ANgeDACHT, der andere Gottesdienst
Sonntag
29. November
1. Advent
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� q Diakon Wolf, anschl. Teestube
10.00 Uhr �����Kath Pfarrheim, Lgw.��� Ökum. Gottesdienst für Klein und Groß mit
Pfr. Schinke und Fr. Furtak
19.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Der ANDERE ADVENT
Mittwoch 21. Oktober
18.30 Uhr �����Kath. Pfarrheim, Lgw.�� Abendandacht mit Fr. Brigitte Müller
Erläuterung:
Sonntag
Bekenntniskirche, Gersthofen, Ludwig-Hermann-Str. 25
St. Markus, Gablingen (Friedhofskapelle), am 1. Sonntag im Monat: Bus nach
Gersthofen um 9.35 Uhr ab Apotheke
Kath. Pfarrkirche St. Vitus oder Kath. Pfarrheim, Langweid
q Gottesdienst mit Hl. Abendmahl und Wein
s Gottesdienst mit Hl. Abendmahl und Traubensaft
Jeden 1. Sonntag im Monat Kirchkaffee in Gersthofen
25. Oktober
21. Sonntag nach Trinitatis
1 0.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� Pfarrer Graßmann
19.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� ANgeDACHT, der andere Gottesdienst
Sonntag
1. November
22. Sonntag nach Trinitatis
9.35 Uhr �����Apotheke Gablingen����� Bus zum Gottesdienst nach Gersthofen
10.00 Uhr �����Bekenntniskirche����������� q Dekan Blumtritt, anschl. Kirchkaffee
Gottesdienste
21
Die Zeiten ändern sich
Der Kirchenvorstand beschließt Gottesdienstprojekt ab 2016
Seit der Gründung der Gersthofener Kirchengemeinde durch die Muttergemeinde St. Johannes in Augsburg-Oberhausen hat sich der
Stellenwert der Kirche in der Gesellschaft, die
Bedeutung des Glaubens - getragen durch
eine Gemeinschaft vor Ort - im täglichen
Leben und das vorhandene Zeitbudget des
Einzelnen deutlich verändert. In Gersthofen erleben wir durch viele Zuzüge junger
Familien und dadurch die Veränderung der
Altersstruktur zusätzlich eine Veränderung
am Gottesdienstbesuch.
Drei Beobachtungen dazu: die Ausweitung
auf acht Gottesdienste am Heilig Abend in
unserer Kirchengemeinde hat nicht dazu geführt, dass alle Besucher und Besucherinnen
jetzt einen Sitzplatz finden. Familiengottesdienste, besonders herausragend der zufällig
vor zwei Jahren entstandene Ostergottesdienst, aber auch der Gottesdienst am Lech
in Langweid, der neue Gottesdienst für Groß
und Klein in Langweid, erfreuen sich eines
regen Interesses. Und nicht zuletzt werden
die Sonntagabendgottesdienste um 19 Uhr,
wie der monatliche ANgeDACHT und der
Andere Advent, besser besucht, als der Sonntagsvormittagsgottesdienst.
22
Wie die Zeit vergeht
Auf dem Klausurwochenende im April in
Steingaden und seiner Mai-Sitzung hat
der Kirchenvorstand einstimmig beschlossen, einerseits das Gottesdienstangebot zu
konzentrieren, andererseits den heutigen
Erfahrungen anzupassen. Das Projekt, das ab
Januar 2016 schrittweise umgesetzt wird, ist
auf zunächst fünf Jahre befristet. Es enthält
folgende Eckpunkte:
•
•
•
•
Monatlich wird es an einem bestimmten
Sonntag einen Familiengottesdienst
geben. Der Kindergottesdienst wird nach
Bedarf wieder neu aufgebaut.
Die agendarischen Gottesdienste mit
Feier des Hl. Abendmahls werden beibehalten.
An einem Sonntag gibt es statt eines
Vormittagsgottesdienstes einen zusätzlichen (zum bewährten ANgeDACHT)
Abendgottesdienst. An diesem Sonntag
ist in Langweid vormittags Gottesdienst
und es fährt der Gemeindebus die Gersthofer dorthin.
In Gablingen entfällt der monatliche
Gottesdienst am Sonntagvormittag.
Die Gottesdienste an Heilig Abend und
am Karfreitag werden beibehalten. Der
Bustransfer nach Gersthofen bzw. nach
Langweid wird weiter ermöglicht. Finden
sich in Gablingen interessierte Familien,
können dort Familiengottesdienste und
Gottesdienste im Grünen angeboten
werden.
•
Für Langweid wird das bewährte Angebot mit monatlichem Gottesdienst,
Abendandacht und Gottesdienst für
Groß und Klein beibehalten.
• Neben den agendarischen Gottesdiensten werden auch neuere Formen erprobt.
• Die Form des Gottesdienstes wird über
den Gemeindebrief langfristig bekannt
gegeben.
• Im Herbst beschließt der Kirchenvorstand ein Schema für den Gottesdienstplan (Veröffentlichung im Gemeindebrief im Advent).
Der Gottesdienst soll damit wieder ein
Treffpunkt der Gemeinde für Jung und Alt
werden, wo Gottes Wort gehört, miteinander
gefeiert, gesungen und gebetet wird. Und
das alles in verständlicher Sprache und mit
erkennbaren Formen und Ritualen.
Stefan Blumtritt
Manches bleibt gleich und
ist doch neu
Kindergarten besucht den Bauernhof
Bereits zum dritten Mal waren auch in diesem Jahr die Vorschulkinder aus dem Johannes-Kindergarten für vier Tage auf dem Stettenhof
in Mödingen zu Besuch.
Es war wie immer eine erlebnisreiche schöne Zeit auf dem weitläufigen Hof mit vielen Tieren und der netten Bauernfamilie Hartmann.
17 Kinder und drei Mitarbeiterinnen der Kita haben die Tage mit
Spiel und Spaß in der Natur genossen: Tiere streicheln, beim Füttern
helfen, Traktorfahrt, Schatzsuche und vieles mehr. Für die meisten
Kinder war es der erste Urlaub ohne Eltern und Geschwister, und alle
haben es prima gemeistert!
Ein herzliches Dankeschön an alle Eltern, die uns ihre Kinder für vier
Tage anvertraut haben und uns bei der Rückkehr so liebevoll wieder
empfangen haben. Wir freuen uns schon auf die vierte Runde im
nächsten Jahr.
Mehr Fotos und einen ausführlichen Reisebericht finden Sie auf der
Homepage des Kindergartens: www.ekita.net/johannes-kindergarten.
Bergild Tuschinski
Wie die Zeit vergeht
23
80 Jahre zurück, 80 Jahre voraus
Überlegungen und erste Beschlüsse zur Umsetzung der Immobilienkonzeption: Neubau und Abriss
Im Gemeindebrief wurde schon berichtet:
Der Immobilienbestand unserer Kirchengemeinde muss auf Forderung der Landeskirche wirtschaftlich und baulich überprüft
werden. Das marode Mitarbeiterhaus hinter
der Kirche, ein Kindergarten, der erstmalig
nach gut 40 Jahren saniert werden muss
und die Belegung und Lage der vorhandenen
Gemeinderäume haben den Kirchenvorstand
auf diesem Weg bestärkt.
Mit der Entscheidung vor sechs Jahren, in
Langweid keine Kirche und kein Gemeindezentrum zu bauen, hat man aus Sicht der
finanziellen und zahlenmäßigen Zukunft der
Kirchengemeinde eine aus damaliger Sicht
schmerzhafte, aber aus heutiger Sicht weise
Entscheidung getroffen. Der Immobilienbestand wäre einfach für unsere, im Gegensatz
zu anderen Kirchengemeinden immerhin nur
leicht zurückgehende Zahl an Gemeindegliedern, viel zu groß gewesen und die finanzielle
Belastung nicht tragbar.
Bleiben also noch die Gebäude in Gersthofen:
Das Mitarbeiterwohnhaus lässt sich nicht
sanieren, die Kosten wären höher als für
einen Neubau. Und das Raumangebot für Gemeinderäume in diesem Haus würde unserer
24
Wie die Zeit vergeht
Gemeindegröße nicht entsprechen. Vermietung als rentables Objekt ist unmöglich,
weil dann die Kirchengemeinde Neubau und
Bauunterhalt aus dem eigenen Vermögen
bestreiten müsste, falls wir für ein solches
Projekt überhaupt eine kirchenaufsichtliche
Genehmigung bekommen. Für den geschäftsführenden Pfarrer ist ein Amtszimmer beim
Pfarramt notwendig, ebenso für den Diakon.
Und es fehlt an einem Besprechungszimmer
für die Trau- und Beerdigungsgespräche sowie die Dienstbesprechungen. Alle weiteren
Raumwünsche, die es schon 2013 auf eine
Wunschliste des Kirchenvorstands geschafft
haben, sind aus heutiger Sicht immer noch
schön, aber für die nachfolgenden Generationen nicht tragbar.
Die jetzt doch zügige Lösung kam durch
die Anfrage der Stadt Gersthofen nach der
Errichtung eines Horts, für den zum 31.8.15
schließenden Container-Hort am Ballonstartplatz, ins Rollen: Die Stadt meldet Bedarf
für bis zu 40 Hortplätze an und findet den
Standort unseres Kirchengeländes zwischen
Pestalozzi- und Mozartschule ideal. Der erste
Versuch, das Mitarbeiterwohnhaus als Hort
zu nutzen, scheiterte an Raumhöhen und en-
gen Treppenhäusern. Schnell war allen Beteiligten klar, dass für das Mitarbeiterwohnhaus
ein neuer Hort am Johanneskindergarten
geschaffen werden musste. Der Sozial- und
Ordnungsausschuss hat am 21. Mai 2015 das
vorgelegte Finanzierungskonzept für den
Neubau des Horts und die Sanierung des
Kindergartens einstimmig befürwortet, der
Stadtrat wird am 24. Juni endgültig darüber
beschließen. Für die Hort- und Kindergartenkinder gibt es während der mehrjährigen
Bau- und Sanierungsphase eine Zwischenlösung in den Räumen der Gruppe Orange im
Gemeindehaus.
Nach Beendigung der Bautätigkeit beginnt
das nächste Projekt: Am Gemeindehaus sollen Pfarramt und Amtszimmer einen neuen
Platz finden. Die bestehenden Räume werden
zum Büro für den Diakon, das Amtszimmer
für die erste Pfarrstelle sowie das Besprechungszimmer.
Mit dem Baubeginn und der ersten Betonlieferung beginnt dann auch im kommenden
Frühjahr der Bau des Backhauses am Hang
nördlich der Kirche. Dazu aber im nächsten
Gemeindebrief mehr.
Stefan Blumtritt
Gemeindefest, Kindergartenfest, Geburtstagskonzert
Am Samstag, 11. Juli, laden wir ab 14 Uhr zur Geburtstagsfeier der Bekenntniskirche ein
Die evangelische Kirchengemeinde lädt gemeinsam mit unserem
Johannes-Kindergarten zum traditionellen Gemeindefest auf dem
Gelände der Kirchengemeinde am Samstag, den 11. Juli, ab 14.00 Uhr
ein.
14 Uhr:
•
•
•
•
•
•
Kaffee und Kuchen (mit Bedienung für Senioren)
Kinderprogramm: Goldschürfen, Bobbycar-und Dreirad Wettrennen, Bastelecke: Kinder schminken, Sonnenschilder bedrucken
und Karten basteln usw.
Slackline und Jonglieren
Spiele für alle Generationen: Schubkarrenwettrennen, Zwergenschach usw.
Quiz rund um das Jubiläum
Führung auf den Kirchturm
16 Uhr: Familiengottesdienst mit Verabschiedung Frau Owens
17 Uhr:
•
•
•
•
•
•
Gruppenfoto mit allen Mitarbeitenden der Kirchengemeinde
Vortrag über Tansaniareise
Führung auf den Kirchturm
Buntes Programm für jung und alt
Abendessen (Leckeres vom Grill)
Musikalischer Appetithappen: „Men in Blech“
19 Uhr: Konzert „Men in Blech“
20.30 Uhr: Ausklang des Festes
Um 19 Uhr gibt es ein weiteres Highlight mit einem Geburtstagskonzert von „Men in Blech“ in der Bekenntniskirche. Eintrittskarten
erhalten Sie an der Kasse des Gemeindefestes, die Besucher des
Gemeindefestes bekommen Ermäßigungsgutscheine für das Konzert
beim Kauf von Verzehrgutscheinen.
Das Blechbläserensemble „Men in Blech“ existiert seit Herbst 2003.
Zusammengefunden haben sich die jungen Musiker im Bezirksorchester des Bezirks 14 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) aus
Spaß an gepflegter Blechblasmusik aller Genres. Nach und nach wurden verschiedene Auftritte und Konzerte in Kirchen, Biergärten und
auch auf Weihnachtsmärkten absolviert. Dementsprechend beinhaltet das Repertoire der „Men in Blech“ neben klassischen Werken auch
Volksmusik und Jazz. Die „Augsburger Allgemeine“
schrieb: „Es ist eine wahre Freude, einem Konzert
dieser fünf außergewöhnlichen Instrumentalisten
beizuwohnen. In pfiffigen Arrangements
Samstag, 11.7.15
hangeln sich die „Men
19 Uhr,
in Blech“ durch die
Bekenntniskirche
Musikepochen und
fesseln den Zuhörer
Konzert der Men in Blech
dabei durch die unAllerfeinstes Blechbläserensemble mit
glaubliche Intensität,
überraschenden Arrangements aus
mit der sie, stilistisch
(fast) allen Zeiten!
treffsicher, die Werke
Eintrittskarten an der Kasse des Geinterpretieren.“
meindefestes!
Christian Wolf
80
Wie die Zeit vergeht
25
Wandern bis die Zeit vergeht
Seit 6 Jahren gibt es die Gruppe Unterwegs.
Meistens am 2. Samstag im Monat treffen
sich wanderlustige Leute, mit dem Ziel, gemeinsam zu laufen und Spaß zu haben.
teils aus meinen eigenen Ideen. Eine Woche
vor den einzelnen Unternehmungen melden
sich die Interessenten an. Zugverbindungen werden geplant und Wettervorhersagen genauestens studiert.
Treffpunkt ist normalerweise
die Halle im Augsburger
Hauptbahnhof. Dort werden
die Bayerntickets gekauft
und die Gruppe auf Vollständigkeit geprüft.
Eine besonders schöne
Wanderung war im April
durchs Leutstettener Moor
ins Würmtal.
Unterwegs im Würmtal zwischen Leutstetten und Gauting.
Anfang des Jahres entsteht das Programm,
teils aus Anregungen meiner Mitwanderer,
26
Wie die Zeit vergeht
Am Freitagabend wurde
der Rucksack gepackt, und
am Samstagmorgen ging es
los. Am Hauptbahnhof in
Augsburg erwartete mich
schon ein Trüppchen, und
gleich stand fest, wir waren
vollzählig. Wir fuhren bis
München Pasing, stiegen dort um, und
weiter ging es mit der S-Bahn bis Starnberg Nord. Dort wartete schon ein Linienbus,
mit dem wir noch ein paar Stationen bis
Percha fuhren.
Nun begann die eigentliche Wanderung. Bei
der ersten Tafel eines Naturlehrpfades bogen
wir, dem Weg folgend, in das Moor ab. Der
Pfad führte mitten durch eine naturbelassene Landschaft, bestehend aus trockenen und
feuchten Abschnitten. Diese überquerten wir
auf festen Stegen. Am Wegesrand blühten
die ersten Blumen und Sträucher. Froschquaken und Vogelzwitschern begleitete uns.
Durch die abwechslungsreiche Natur und die
netten Unterhaltungen der Gruppe verging
die Zeit wie im Fluge. Schnell war eine Stunde vorbei. Den möglichen Abstecher zur Villa
Rustica, einem alten römischen Gutshof, ließen wir links liegen. Die Natur war nach dem
Winter viel zu eindrucksvoll. Jeder genoss die
frische Luft.
Als wir die Wangener Straße in Leutstetten
erreichten, knurrte uns der Magen. An tollen
Gärten vorbei kamen wir zum Ortsende.
Aber wo ging es zur Schlossgaststätte? Ein
Gartenbesitzer klärte uns auf. Wir waren
in die falsche Richtung gelaufen. Den Weg
zurück, erreichten wir nach ca. 900 m das
Schloss Leutstetten. Endlich betraten wir den
ersehnten Biergarten. Die Speisekarte hatte
sehr verlockende Gerichte, so dass wir dort
unsere Mittagspause verbrachten. Sonst verzehren wir unsere eingepackte Brotzeit. Gut
gestärkt, ging es bei strahlendem Sonnenschein weiter.
Aber gleich hinter dem Hof gabelte sich der
Pfad. Auf unserem Weg laut Wanderkarte lagen mehrere umgestürzte Bäume. Eine nette
Frau meinte, wir könnten auch den anderen
Abzweig nehmen. Es ging zuerst bergauf, an
einer sich sonnenden Ringelnatter vorbei und
dann bergab zur Straße. Unten schlängelte
sich die Würm, deren Lauf wir folgten. Weiter
wanderten wir am Waldrand entlang bergauf,
bergab. Die Würm ist an dieser Strecke sehr
romantisch mit ihren Altwassern, kleinen
Inseln, im Wasser liegenden, umgestürzten
Bäumen und vielen Wasservögeln. Naturbelassen und wunderschön genossen wir die
Ausblicke auf den Bach.
Fazit: Eine tolle Wanderung über fast fünf
Stunden in einer herrlichen Natur. So ein
schöner Tag vergeht viel zu schnell.
Veränderungen im
Kirchenvorstand
Da unsere neue Pfarramtssekretärin
Beate Albrecht nicht mehr Mitglied im
KV sein kann, wurde Frau Christa Mayer,
ebenfalls aus Langweid, in den stimmberechtigten Kirchenvorstand nachberufen.
Für das Amt der Kirchenpflegerin werden
wir hoffentlich im Herbst eine gute
Lösung finden.
Wir werden die Strecke im Herbst zusätzlich
zum Wanderplan noch einmal laufen, da es
allen so gut gefallen hat.
Hannelore Kurtz
Unserem Weg folgend kamen wir über
umgestürzte Bäume an der Reismühle vorbei.
Der Sage nach soll Karl der Große in dieser
Mühle geboren worden sein. In Gauting angekommen gelüstete es uns nach einer Tasse
Kaffee. Kurz vor dem Bahnhof fanden wir ein
kleines Café, und wir konnten uns stärken.
Danach ging es mit der S-Bahn zurück nach
Pasing. Dort stand schon der Fuggerexpress
nach Augsburg. Ohne viele Zwischenstopps
waren wir fast eine Stunde früher als geplant
zu Hause.
Wie die Zeit vergeht
27
Bald sind Ferien....
... und Du freust Dich jetzt schon
drauf: Mit Papa und Mama am
Wasser spielen, den Sand durch
die Zehen rieseln lassen, Burgen
bauen. Sonne und Wärme spüren
- endlich! Aber Vorsicht: Zuviel
Sonne ist ungesund und anstrengend. Mach mal mit Sonnenschutz eine Pause auf Deinem
Handtuch. Aber welches ?
Rätsel mit: Welches Handtuch
gehört welchem Kind? Trage die
Buchstaben passend zu den TShirt-Nummern in die Kästchen
ein, dann weißt du, wo die Kinder
spielen!
Wir wünschen Dir schöne Ferien
und komm gesund und munter
wieder!
Durchs Kirchenjahr: Trinitatis
Am Sonntag
nach Pfingsten feiern
die Christen
den Tag der
Heiligen Dreifaltigkeit. Der
Sonntag heißt
auch Trinitatis.
Diesen Feiertag kann man
nicht mit einer
bestimmten
Geschichte
aus der Bibel in Zusammenhang bringen.
Vielmehr steht ein Thema des christlichen
Glaubens im Mittelpunkt. Es geht um das
Glaubensgeheimnis der Dreieinigkeit Gottes:
Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger
Geist. Die drei göttlichen Personen. Ihre
Anbetung und Verehrung ist das Thema
dieses Festtages. Der Sonntag Trinitatis ist
weitgehend unbekannt. Es gibt keine Bräuche
und Traditionen. Mit dem Sonntag Trinitatis
beginnt eine Zeit im Kirchenjahr ohne besondere Feiertage. Diese festlose Zeit erstreckt
sich bis weit in den Spätsommer hinein.
Aus: Christian Butt,
„Warum hängt am Weihnachtsbaum kein Ei?“ –
Das Kirchenjahr, illustriert von Kindern für Kinder.
Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2010.
www.calwer.com
28
Für Kinder
Gemeinde in Fahrt
Gemeindeausflug am 10. Oktober 2015 nach
Ludwigsburg bei Stuttgart
Nach einer einjährigen Pause bieten wir wieder einen Tagesausflug
für Jung und Alt an. Dieses Mal geht es nach Baden-Württemberg,
genauer gesagt in die Stuttgarter Umgebung.
So haben wir eine Besichtigung (auf Wunsch mit Führung) von
Schloss Ludwigsburg geplant. Es ist eines der größten im Original
erhaltenen barocken Bauwerke in Europa und bietet einen beeindruckenden Streifzug durch fürstliche Prunkräume aus zwei Jahrhunderten – vom Barock über das Rokoko bis zum Klassizismus.
In direkter Umgebung befindet sich die weltgrößte Kürbisausstellung.
Auf dem Gelände lädt eine bunte Vielfalt von Kürbissen in allen Größen und Farben zum Flanieren und Staunen ein. Für die Jüngsten gibt
es einen Märchengarten mit über 40 Märchenszenen.
Auf der Rückfahrt ist ein Zwischenstopp in der Kulturstadt Esslingen
geplant. Hier soll noch Zeit für eine Tasse Kaffee und eine Besichtigung der über 1000 Jahre alten Stadt sein. Esslingen hat heute ca.
93.000 Einwohner und verbindet Tradition und Moderne.
Abfahrt: am 10. Oktober 2015 um 7.30 Uhr an der Bekenntniskirche
in Gersthofen; Rückkehr: am 10. Oktober 2015 gegen 20.00 Uhr an
der Bekenntniskirche Gersthofen
Preis Erwachsene für Bustransfer: 20 €
Preis Kinder für Bustransfer: 10 €; Für Familien gibt es eine weitere
Ermäßigung!
Eintritt und Führung Residenzschloss (ab 20 Personen): 7 €
Kombiticket für Familien (Schlossbesichtigung und Märchengarten):
17,50 €. Anmeldung bei Beate Albrecht im Pfarramt der Bekenntniskirche.
Helfen Sie uns helfen
Wir bitten um Ihre Jahresgabe
Ein Teil Ihrer Spende wird zur Unterstützung übergemeindlicher Projekte verwendet. In diesem Jahr unterstützen wir das
Lima-Projekt des Kindergottesdienstes
in Langweid, mit dem Kinder in Peru ein
Frühstück erhalten und damit auch Unterstützung beim Schulgang.
Der andere Teil der Spende bleibt in unserer
Gemeinde: Mit dem Neubau des Hortes und
der Neugestaltung des Kirchplatzes wird
die Kirche einen barrierefreien Zugang vom
Parkplatz aus erhalten. Für die jugendlichen
Konfi-Mentoren, die auf das Camp fahren,
bitten wir um finanzielle Unterstützung.
Sie sind das Rückgrat der Konfi-Arbeit, die
auch gleichzeitig unsere Jugendarbeit ist.
Über die Aufteilung dieser Gelder geben
wir Ihnen gern Auskunft. Wir danken Ihnen
ganz herzlich für Ihr Vertrauen und Ihre
Unterstützung – auch im Namen des Kirchenvorstandes.
Für Ihre Spende der Jahresgabe:
Sie überweisen Ihre Jahresgabe mit beiliegendem Überweisungsträger. Bei einem
Betrag ab 101 Euro stellen wir Ihnen gerne
eine Spendenquittung aus. Sonst gelten die
Überweisungsformulare als Spendenquittung.
Gemeindeleben29
Neuer Figurenkurs im Oktober
Am 23. und 24. Oktober 2015 findet wieder
ein Kurs zur Herstellung biblischer Erzählfiguren statt. Die Figuren sind ca. 30 cm groß
und werden aus biegsamem Material hergestellt. Dadurch können sie vielfältige Körperhaltungen annehmen und durch Gebärden
Gefühle zum Ausdruck bringen.
Zum Inhalt des Kurses gehört neben dem
Fertigen von zwei Figuren auch der Einstieg
in den Umgang mit den Figuren an Hand
praktischer Beispiele. Lust, etwas mit den
Händen zu schaffen, ist eine gute Voraussetzung für den Kurs.
Termin: Freitag 23.10. von 16.00-22.00 Uhr
und Samstag 24.10. von 9.00-18.00 Uhr.
Kursort: Gemeindesaal Gersthofen; Kursgebühr: 36 €, dazu 25 € - 28 € pro Figur
(je nach Größe) und für das gesamte sonst
benötigte Material.
Kursleitung:
Susanne Arnold-Kuhn (Kursleiterin ABF).
Verbindliche Anmeldung bitte bis 21.09.2015
im Pfarramt oder per E-Mail an
[email protected].
30Gemeindeleben
Kraft schöpfen
Familienfreizeit vom 23. bis 25. Oktober am Ammersee
Auch in diesem Herbst laden wir zu einer
Familienfreizeit nach Riederau am Ammersee
ein! Wir freuen uns auf das gemeinsame Wochenende miteinander! Das Programm wird
natürlich auch vom Wetter abhängen. Wir
hoffen, dass wir viel Zeit draußen verbringen
können. Wir wollen miteinander wandern,
das Kloster Andechs besuchen, Spiele für
Groß und Klein spielen, zur Gesprächsrunde
für die Großen zusammenkommen, während
die „Kleinen“ miteinander basteln und spielen
werden.
Kraft schöpfen
Was gibt uns die Energie für die vielen
Aufgaben des Alltags? Manche würden mit
Sicherheit ihre Familie nennen, die Kinder
oder Freunde. Andere würden auf ein Hobby
weisen oder ein Ziel angeben, das sie in ihrem
Leben anstreben. Immer wieder braucht es
besonderer Zeiten, wo Menschen „auftanken“
können. Manche gönnen sich „Wüstentage“,
Zeiten der Stille und des Gebets, um immer
wieder zur inneren Mitte zu finden.
Am Sonntagmorgen wollen wir miteinander
einen Gottesdienst vorbereiten und gestalten. Auch bei nicht so gutem Wetter wartet
auf Groß und Klein ein abwechslungsreiches
Programm.
Aus finanziellen Gründen soll eine Teilnahme nicht scheitern. Bitte fragen Sie doch
in diesem Fall einfach bei Pfr. Schinke an!
Nehmen Sie doch an unserer Familienfreizeit
teil, lernen Sie andere kennen und schöpfen
Sie Kraft durch ein gemeinsames Wochenende!
Weitere Informationen finden Sie im
Prospekt, der in Kirche und Gemeindehaus
ausliegt, bzw. im Pfarramt angefordert
werden kann.
Hier noch einige Information in Kürze:
Kommen Sie doch mit! Wir würden uns
sehr freuen!
Jede Familie, jede/r Teilnehmer/in reist selbstständig mit dem Pkw an.
Dieter Schinke
und das Vorbereitungsteam
Kosten:
für Vollverpflegung und Unterkunft pro
Person
ab 7 Jahre 45,00 Euro
bis 6 Jahre 20,00 Euro,
bis 3 Jahre 6,00 Euro
Die Anmeldung ist möglich, solange Plätze
frei sind. Wir müssen dem Haus bis spätestens Ende Juli 2015 mitteilen, wie viele Plätze
wir benötigen, deshalb bitte bis zum Freitag,
28. Juli 2015 anmelden.
Wir beginnen am Freitag, 23. Oktober um 18
Uhr im Evang. Weggenossenheim in Riederau. Ende der Freizeit ist dann am Sonntag,
25. Oktober nach dem Mittagessen.
Gemeindeleben31
Veranstaltungen, Gruppen und Kreise
Für Jung und Alt - für jede und jeden ist etwas dabei
Gottesdienste
Kleinkinder
AWO Seniorenheim, Gersthofen
Krabbelgruppen
Samstag, 10.30 Uhr am 1. August, 5. September, 10. Oktober, 7. November 2015
Betreutes Wohnen Paul-Gerhardt-Weg,
Gersthofen
In verschiedenen Gruppen treffen sich Mütter, Väter und Kinder zum Spielen, Basteln,
Singen und gemeinsamen Essen. Die Gruppen
finden an verschiedenen Vor- und Nachmittagen statt. Bei Fragen wenden Sie sich an
Frau Rosina Weislein (Tel. 0821/24 98 718;
Mail: [email protected]; oder über das
Pfarramt).
Dienstag, 10 Uhr am 22. September und 10.
November 2015
Mini-Singen in Gersthofen
Paul-Gerhardt-Seniorenheim, Gersthofen
Samstag, 9.30 Uhr am 10. Oktober 2015
Tagespflege, Pflegeteam Augsburg-Nord,
Langweid
Dienstag, 15 Uhr am 22. September und 10.
November 2015
Seniorenheim Lechauenhof, Langweid
Dienstag, 16 Uhr am 22. September, 6. Oktober, 10. November und 8. Dezember 2015
Taufsonntage
20. September, 18. Oktober, 15. November
2015
32
Veranstaltungen
Singen mit Eltern und Kindern
(0 bis 3 Jahre)
Freitag, 15.30 bis 16 Uhr im Gemeindehaus
Leitung: Elisabeth Kaiser, Dekanatskantorin
Johanneskindergarten
Unseren 3-gruppigen Kindergarten direkt
oberhalb der Kirche (Dietrich-BonhoefferWeg 6) erreichen Sie unter der Telefonnummer (0821) 49 13 39 (Leiterin: Bergild
Tuschinski)
Der Kindergarten ist im Verbund der ekita.
net (Kindergartenverbund der evang. Kindertagesstätten im Dekanat Augsburg). Sie
finden ihn im web unter:
www.ekita.net/johannes-kindergarten
Kinder
Kindergottesdienstkreise
Gersthofen und Langweid
Wir machen Kinderkirche! Egal ob Kindergottesdienste, Bibeltage oder Freizeiten – alles,
was mit Kindern in unserer Gemeinde zu tun
hat, interessiert uns. Wenn Sie Lust haben,
sich mit Kindern zu beschäftigen und den
Glauben ein Stück weiterzutragen, dann sind
Sie bei uns richtig. Kontakt zu unseren Kreisen in Gersthofen und Langweid bekommen
Sie über das Pfarramt!
In Langweid Gottesdienst für Klein und
Groß um 11.15 Uhr nach dem Gottesdienst
im kath. Pfarrheim an der Foretstraße:
13. September, 11. Oktober,
8. November, 13. Dezember
In Gersthofen um 10 Uhr im Gemeindesaal
für Kinder ab 4 Jahre: 20. September, 4.
Oktober, 18. Oktober und 15. November
Die Kinder können bereits um 9.45 Uhr zum
Gemeindesaal gebracht werden.
Kinderbibeltag
Ökumenischer Kinderbibeltag in Langweid im
Kath. Pfarrheim an der Foretstraße am Bußund Bettag, Mittwoch, 18. November 2015.
Familiengottesdienste
In Gersthofen am Samstag, 11. Juli um 16
Uhr beim Gemeindefest und am Sonntag, 26.
Juli um 10 Uhr in der Bekenntniskirche zum
Abschluss des Miniwochenendes.
Cantora - Kinder- und Jugendchor
Freitag, 16.30 bis 17.15 Uhr
- Singen im Gottesdienst
- Aufführung von Musicals
- Chor- und Konzertreisen
Kindergruppe Gersthofen
Cantorini - Minis - Buben und Mädchen
Vorschulkinder
Freitag, 14.00 bis 14.30 Uhr
3 - 4 Jahre
Freitag, 14.30 bis 15.00 Uhr
Momentan findet in Gersthofen keine
Kindergruppe statt, wir suchen eine neue
Leitung. Haben Sie Interesse? Dann melden
Sie sich doch bitte im Pfarramt.
Minisingen Eltern mit Kindern (0 - 3 Jahre)
Freitag, 15.30 - 16.00 Uhr
In der Vorweihnachtszeit am 6. Dezember um
10 Uhr in der Bekenntniskirche.
Kindersingschule
Hier kannst Du herausfinden, was „do, re,
mi, fa, so“ bedeutet, und Du wirst erstaunt
sein, wie gut alle Kinder gemeinsam singen
können und wie wunderbar das zusammen
klingt.
Leitung: Elisabeth Kaiser, Dekanatskantorin
Tel. (0177) 244 66 90
Termine der einzelnen Gruppen:
Gersthofen, Gemeindesaal der Bekenntniskirche, Ludwig-Hermann-Str. 25
Cantoris Buben und Mädchen (6 - 11 Jahre)
tion. Begleitet werden die jungen Menschen
von Pfr. Dieter Schinke und Diakon Christian
Wolf sowie einem Team von engagierten
Konfiteamern. Spannende Samstage, zwei
Wochenenden und das Highlight – 10 Tage
Konficamp unter italienischem Himmel in
Grado warten auf die Jugendlichen. Wir wollen uns den christlichen Themen spielerisch,
kreativ und mit jugendgemäßen Methoden
nähern. „Uns sind die jungen Menschen als
Einzelne und als Gruppe wichtig“, so eine
Teamerin des letzten Jahrgangs. Wo sonst
gibt es ein Angebot für diese Altersklasse, wo
jeder seinen Platz finden wird?
Donnerstag, 17.00 bis 17.45 Uhr
- Singen im Gottesdienst
- Aufführung von Musicals
Konfi-Zelten auf dem Gelände bei der Bekenntniskirche vom 24.-25. Juli, Konfi Camp
30.8. bis 9.9. in Grado
Die Konfitage sind am: 19. September, 17.
Oktober, 14. November
Jugendchor Cantora (ab 13 Jahre)
Freitag, 18.00 - 19.30 Uhr mit dem Angebot
Gitarrenunterricht
Jugend
Mitarbeiterkreis der Jugend (MAK)
In den Ferien findet keine Singschule statt.
Die Teilnahme an der Singschule ist kostenfrei - Spenden sind herzlich willkommen!
Einmal im Monat am Dienstag trifft sich
der Mitarbeiterkreis der Jugend. Der MAK
ist bei verschiedenen Veranstaltungen der
Kinder- und Jugendarbeit aktiv, macht bei
der Konfiarbeit mit, organisiert Partys und
Freizeiten und hat bei seinen Treffen einfach
eine Menge Spaß.
Kontakt: Diakon Wolf, Tel. (0821) 44 42 65 90
Konfirmanden
Die neue Generation Konfirmanden geht
an den Start. Bereits im Mai beginnen für
die Jugendlichen der Bekenntniskirche die
Einheiten zur Vorbereitung auf die Konfirma-
Veranstaltungen
33
Aktionen des Jugendwerks
Ökumenischer Bibelkreis
Senioren
Das Evangelische Jugendwerk Augsburg
bietet 2015 wieder ein abwechslungsreiches
Programm für Jugendliche und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Jugendarbeit an.
Kommen Sie doch zu unserem Bibelkreis.
Einmal monatlich am Montagabend treffen
wir uns im Jugendkeller im Gemeindezentrum. Die genauen Termine erfahren Sie im
Pfarramt!
Seniorenclub in Gersthofen
• Genauere Infos und die Anmeldungen zu
allen Veranstaltungen gibt es auf www.
ej-augsburg.de oder abrufbar mit dem
Handy unter folgendem QR-Code:
Unterwegs
An jedem 2. Samstag im Monat etwas gemeinsam unternehmen - Wandern, Museen,
Ausstellungen usw. Nähere Infos erhalten Sie
über unsere Leiterin Fr. Kurtz,
Tel. (0821) 49 44 25.
Die „Oldies“
Kirchenvorstand
Die Sitzungen sind öffentlich – wenn Sie also
einmal dabei sein möchten, wenn das Leitungsgremium unserer Gemeinde tagt, sind
Sie herzlich eingeladen. Termine erfahren Sie
in unserem Aushang im Schaukasten und in
den Medien.
Männer und Frauen
Taekwondo und Meditation
Montags von 18.00 bis 19.30 Uhr trainieren
Kampfbegeisterte Körper und Seele in unserem Gemeindesaal. Wir sind eine Gruppe von
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und
treffen uns unter der Leitung von Pfarrer Dr.
Sokol, Tel. (0821) 7 80 96 28.
34
Veranstaltungen
Wir sind ein Kreis von Familien mit größeren
Kindern und treffen uns nach Absprache
meist am Abend. Wenn Sie gerne dabei sein
möchten, melden Sie sich bei Frau Völk, Tel.
(0821) 49 21 81.
Trauergruppe
Zwei Frauen unserer Kirchengemeinde haben
die Ausbildung zur Trauerbegleiterin abgeschlossen. Wenn Sie in Ihrer Trauerzeit
Unterstützung wünschen oder mit jemanden
sprechen möchten, dann wenden Sie sich
bitte an:
Sylvia Böhm (0821/499640)
Elke Kraus (0821/495470).
Alle 14 Tage am Mittwoch von 14.30 bis
16.30 Uhr treffen sich die Senioren unserer
Gemeinde. Angeboten werden eine schöne
Kaffeetafel und ein interessantes Programm,
und natürlich feiern wir auch die Geburtstagskinder aus unserer Runde. Kommen
Sie doch einfach einmal bei uns vorbei, Sie
werden herzlich empfangen! Auskunft geben
gerne Fr. Kurtz, Tel. (0821) 49 44 25 oder Fr.
Kraus, Tel. (0821) 49 54 70 und das Pfarramt,
Tel. (0821) 49 10 47.
Seniorenclub in Langweid
Ansprechpartnerinnen sind Frau Karin
Bürkert (08230) 58 65 und Frau Sabine
Faulhaber. Die Treffen sind einmal im Monat,
meistens am vierten Freitag, von 14.30 bis
16.30 Uhr im evang. Raum im kath. Pfarrheim Langweid. Auskunft auch im Pfarramt,
Tel. (0821) 49 10 47.
Besuchsdienstkreis
Der Besuchsdienstkreis braucht Unterstützung. Wir besuchen unsere Geburtstagsjubilare ab 70 Jahre. Wenn Sie einmal in der
Woche eine halbe Stunde Zeit haben, um
einen Besuch zu übernehmen, melden Sie
sich bitte im Pfarramt. Wir treffen uns alle
zwei Monate am Montag um 19.30 Uhr; die
Termine kann man im Pfarramt erfragen.
Kirchenmusik
Vesper in St. Jakobus, Gersthofen, mit dem
Posaunenchor.
Miniwochenende
Kantorei Gersthofen
Samstag, 25. Juli bis Sonntag, 26. Juli
k
Jeden Mittwoch (außer in
den Schulferien) um 20 Uhr
trifft sich der Chor im Gekantorei
meindesaal in Gersthofen.
gersthofen
Herzliche Einladung an alle,
die gerne singen. Besonders
Männerstimmen werden noch gesucht. Sollten Sie Interesse haben, kommen Sie einfach
zur Probe.
Leitung: Elisabeth Kaiser, Dekanatskantorin
Kindersingschule
Siehe S. 33 unter „Kinder“
Gospelchor
Der Gospelchor „Salvation“ probt am Donnerstag von 20.00 bis 22.00 Uhr im Gemeindesaal. Wenn Sie Interesse haben mitzusingen, erreichen Sie den Chorleiter Tobias
Leukhardt unter (0821) 47 33 77.
Ök. Gottesdienst für Klein und Groß
Zelten auf dem Gelände der Kirche in Gersthofen mit abschließendem Familiengottesdienst am Sonntag um 10 Uhr.
Am Sonntag, 29. November (1. Advent)
um 10.00 Uhr findet im Kath. Pfarrheim in
Langweid ein Gottesdienst für Kinder bis zum
Schulalter mit Pfr. Schinke und Fr. Furtak
statt.
Gemeindeausflug
Samstag, 10. Oktober 2015 nach Ludwigsburg. Nähere Informationen entnehmen Sie
dem Artikel auf Seite 29.
Ausblick
Familienfreizeit
Bitte folgende Termine vormerken:
Der ANDERE Advent
von Freitag, 23. bis Sonntag, 25. Oktober
2015 in Riederau am Ammersee
Auch in diesem Jahr findet wieder an allen
Adventssonntagen der ANDERE Advent um
19 Uhr in der Bekenntniskirche statt.
Gospelkonzert
Das diesjährige Konzert des Gospelchors
„Salvation“ findet am Sonntag, 15. November
2015 um 17 Uhr in St. Jakobus in Gersthofen
statt. Herzliche Einladung!
Großes Adventskonzert
Großes Adventskonzert der Kantorei Gersthofen am 3. Adventssamstag, 12. Dezember
um 17 Uhr in der Bekenntniskirche.
Kinderbibeltag am Buß- und Bettag
in Langweid
Besondere
Veranstaltungen
Mittwoch, 18. November 2015
Gemeindefest
Eröffnung des Advent
Samstag, 11. Juli 2015 - ab 14.00 Uhr um die
und in der Bekenntniskirche (sh. S. 25)
Am Vorabend des 1. Advent, Samstag, 28.
November 2015, um 18 Uhr feiern wir den
Beginn des Advent mit einer ökumenischen
Advent im Wald
Am Samstag, 19. Dezember um 17 Uhr lädt
der Gemeindeverein Langweid wieder zur
Waldweihnacht nach Foret ein. Treffpunkt
ist um 16.45 Uhr an der ehemaligen Kirche
in Foret.
Veranstaltungen
35
Herzlichen Glückwunsch!
Wir gratulieren von August bis November 2015:
75 Jahre
Fritz Wiedemeyer, Gersthofen
Erich Juling, Stettenhofen
Karin Melzer, Gersthofen
Ingeborg Böck, Gersthofen
Bodo Heider, Gersthofen
Georg Schmidt, Gersthofen
Joachim Mallow, Gersthofen
Helga Hofberger, Gersthofen
Siegfried Frömbsdorff, Gersthofen
Horst Mader, Gersthofen
Hannelore Hoffmann, Rettenbergen
Reinhard Balder, Gersthofen
Sieglinde Hofweber, Edenbergen
Doris Mergler, Lauterbrunn
Irmgard Holzhauser, Heretsried
Elisabeth Glatz, Gersthofen
80 Jahre
Friedrich Küffner, Lützelburg
Martha Raithel, Langweid
Gertraude Hornung, Gersthofen
Agneta Schauberger, Gersthofen
Ursula Blank, Gersthofen
Hans Fuchs, Stettenhofen
Dieter Ickinger, Gersthofen
Erhard Zimmermann, Batzenhofen
Ursula Passig, Gersthofen
36
Herzlichen Glückwunsch!
Gisela Walter, Langweid
Katharina Konnerth, Gersthofen
Rita Stengl, Gersthofen
Jutta Pfeiffenberger, Gabl.-Siedlung
Elfriede Grüner, Lützelburg
Gertraud Klingler, Gersthofen
92 Jahre
85 Jahre
Betty Brack, Gersthofen
Abraham Dück, Gersthofen
Marta Tokunova, Gersthofen
Margot Breuer, Gersthofen
Friedrich Straß, Langweid
Gerd Schröder, Gersthofen
Heinz Dobbrunz, Batzenhofen
Heinrich Heß, Gersthofen
Gerhard Läuter, Gersthofen
Werner Mattmann, Holzhausen
Egon Erbel, Edenbergen
Helga Wolter, Gersthofen
Johann Hildmann, Langweid
Helga Kleinsteuber, Gersthofen
Barbara Oberdorfer, Gersthofen
Waltraud Giese, Batzenhofen
Elvira Pfefferkorn, Gersthofen
93 Jahre
94 Jahre
Alma Greiner, Gersthofen
Elsa Schiller, Gersthofen
95 Jahre
Maria Rothgang, Gersthofen
Ruth Peters, Gersthofen
97 Jahre
90 Jahre
Karl Lemmer, Gersthofen
Waltraud Mende, Gersthofen
Ingeborg Schirm, Stettenhofen
98 Jahre
91 Jahre
Agneta Tontsch, Gersthofen
Richard Brückner, Gersthofen
Johann Flagner, Gablingen
Frieda Pawlik, Gersthofen
Freud und Leid …
… in unserer Gemeinde von März bis Mai 2015
Getauft wurden:
Impressum
Melina Maier, Gersthofen
Maurice Duldner, Batzenhofen
Maximilian Knorr, Gersthofen
Alisa Dahmash, Langweid
Melissa Hofmann, Langweid
Henri Wörle, Langweid
Lena Schappin, Heretsried
Sina Reperger, Gersthofen
Auflage: 3300
Druck: Senser, Augsburg, Satz: Blumtritt
Korrektur: G. Bauer, D. Lenz, E. Kraus,
B. Albrecht, S. Owens.
Redaktionsteam:
Stefan Blumtritt (V. i. S. d. P.), Sabine Owens,
Christian Wolf, Dieter Schinke.
Getraut wurden:
Der/die Unterzeichner/in ist für seinen/ihren
Johannes und Jil Isabel Metzger, geb. Grohe
aus Gersthofen
Wir danken allen, die sich an dieser Ausgabe
Artikel verantwortlich.
des Gemeindebriefs mit Bildern und Texten
beteiligt haben.
Verstorben sind:
Der Inhalt des Gemeindebriefes ist eine We-
Frau Elfriede Witt, 78 Jahre
Frau Karin Müller, 67 Jahre
Frau Agnes Jung, 77 Jahre
Herr Alexander Richter, 57 Jahre
Herr Günther Fischer, 74 Jahre
Herr Wilhelm Böck, 87 Jahre
Frau Helga Kreß, 74 Jahre
Herr Christoph Scharnberg, 76 Jahre
Herr Georg Oberdorfer, 94 Jahre
Frau Christa Ernst, 83 Jahre
sensäußerung unserer Gemeinde. Jede gewerbliche Verwendung der Daten ist unzulässig.
Wenn Sie nicht damit einverstanden sind, dass
Ihre Daten im Gemeindebrief veröffentlicht
werden, melden Sie sich bitte im Pfarramt.
Der nächste Gemeindebrief erscheint im November.
Redaktionsschluss ist Freitag, 2. Oktober 2015
Thema: „ganz anders“
Steilküste bei Lütow, Insel Usedom
Freud und Leid
37
D. Schinke
C. Wolf
S. Blumtritt
B. Albrecht
E. Kaiser
M. Gogesch
K. Garczarek
J. Kraus
U. Maurer
Kontakt Gersthofen
Pfarramt Gersthofen
Diakon
Vertrauensleute des KV
Ludwig-Hermann-Straße 25, 86368 Gersthofen Tel: (0821) 49 10 47, Fax: (0821) 47 22 12
E-Mail: [email protected]
Web: www.gersthofen-evangelisch.de
Spendenkonto:
Diakon Christian Wolf
Jürgen Kraus
St.-Florian-Str. 16, 86391 Stadtbergen
Tel: (0821) 44 42 65 90,
Mail: [email protected]
Vertrauensmann
Konto 173 187, KSK Gersthofen BLZ 720 501 01
IBAN DE78 7205 0101 0000 1731 87
BIC BYLADEM1AUG
Pfarramtssekretärin Beate Albrecht
Mo, Di, Mi 9.00 - 11.30 Uhr, Do 16.00–18.00 Uhr
und Fr 9.00–12.30 Uhr
1. Pfarrstelle mit Geschäftsführung
Dekan Stefan Blumtritt
Mail: [email protected]
2. Pfarrstelle mit Geschäftsführung
Pfarrer Dieter Schinke
Ulmenweg 2a, 86368 Gersthofen
Tel: (0821) 65 08 88 78
E-Mail: [email protected]
38
Woher-Wohin?
Kantorin
Elisabeth Kaiser
Eschenweg 10, 86368 Gersthofen
Tel: (0821) 49 54 70
E-Mail: [email protected]
Ute Maurer
stellvertr. Vertrauensfrau
Bauernstr. 15 , 86368 Gersthofen
Tel: (0177) 244 66 90
E-Mail: [email protected]
Weißdornweg 6, 86462 Langweid
Mesnerin
Johannes-Kindergarten
Maria Gogesch
Hausmeister
Soziale Partner
Dietrich-Bonhoeffer-Weg 6, 86368 Gersthofen
Leitung: Bergild Tuschinski
Tel: (0821) 49 13 39
Klaus Garczarek
Unser Gemeindehilfeverein Gersthofen ist
Gesellschafter der
Ökumenischen Sozialstation & Tagespflege
Ludwig-Thoma-Straße 7, 86368 Gersthofen
Tel: (0821) 2 99 00 14, Fax: (0821) 47 23 53
Die Zeit ist Gottes Art,
Kredit zu geben.
Ralph Boller