Stephan Weil beeindruckt von touristischer Entwicklung

Abgerufen am 22.04.2016
Stephan Weil beeindruckt von touristischer Entwicklung
Auf Einladung des Verbundes Oldenburger Münsterland bereiste Niedersachsens
Ministerpräsident Stephan Weil am Mittwoch die Reiseregion. Stationen waren der
Dümmer See mit dem Jugend- und Freizeitzentrum am Dümmer, das Museum Vechta,
das Museumsdorf Cloppenburg und der Tier- und Freizeitpark Thüle. Bei seiner
Begrüßung des Ministerpräsidenten stellte Verbundpräsident Herbert Winkel die
Dynamik der Reiseregion mit einer Verdoppelung der Ankünfte und einer
Verdreifachung der Übernachtungen seit dem Jahr 2000 heraus. "Vom Tourismus
profitieren alle im Oldenburger Münsterland" betonte er: "Die touristisch begründeten
Investitionen in Gastronomie und Freizeitinfrastruktur haben die regionale Wohn- und
Lebensqualität nachhaltig erhöht. Ausdrücklich dankte er dem Ministerpräsidenten
für die Unterstützung des Landes beim Projekt "Land mit Energie", das die
Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Verbund im Juni auf der Woche der
Umwelt des Bundespräsidenten vorstellen werden.
Um Naturschutz und Naturerlebnis ging es an der ersten Station des Besuchsprogramms
am Dümmer See. Heinrich Belting vom Niedersächsischen Landesbetrieb für
Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) informierte den Ministerpräsidenten
über die Aufgabe der Naturschutzstation Dümmer, den Schutz, die Pflege und die
Entwicklung der Flora-Fauna-Habitat- und EU-Vogelschutzgebietes zu organisieren und
umzusetzen: "Die Dümmerniederung ist das einzige niedersächsische Gebiet, wo für alle
Wiesenvogelarten ein aus europäischer Sicht sehr günstiger Erhaltungszustand
wiederhergestellt werden konnte. Die Rastvogelbestände fast aller Zielarten haben sich
stark erhöht, viele Arten haben sich vervielfacht." Beeindruckt zeigte sich Weil insbesondere
von der 70-prozentigen Auslastung des Jugend- und Freizeitheims am Dümmer.
Anschließend ging es ins Museum Vechta, wo Direktor Axel Fahl-Dreger dem Gast aus
Hannover die Geschichte der Zitadelle und das Konzept des Erlebnismuseums vorstellte,
das jährlich rund 50.000 Besucher anzieht. "Das Museum Vechta setzt neue Akzente in
einer historischen Welt der Sinne - Geschichte zum Anfassen. Für dieses
Museumsprogramm wurde das Museum Vechta bereits mehrfach ausgezeichnet."
Interessierte Nachfragen des Ministerpräsidenten zeigten, dass er den richtigen Ton
getroffenen hatte. "50.000 Besucher sind für ein Museum mit ausdrücklich regionaler
Ausrichtung schon eine Hausnummer", lobte Weil.
Dritte Station war das Niedersächsische Freilichtmuseum Museumsdorf Cloppenburg, wo im
Dorfkrug auch ein Mittagessen serviert wurde. Themen der Führung entlang der rund 60
Gebäude aus den letzten fünf Jahrhunderten waren dessen Bestandschutz und das
museumspädagogische Angebot des Museumsdorfes. Im Hof Haake lernte der
Ministerpräsident eine Jugendgruppe kennen, die gerade auf offenem Feuer einen Eintopf
zubereitete. Das Museumsdorf Cloppenburg ist mit seinen 281.000 Besuchern im Jahre
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2015 eines der meistbesuchten Museen Niedersachsens. Rund ein Fünftel dieser Besucher
sind Kinder und Jugendliche. Das Museumsdorf spiele "in einer ganz anderen Liga im
Vergleich zu den niedersächsischen Museen", zeigte sich Weil außerordentlich beeindruckt.
Zum Abschluss des Besuchsprogramms führte ihn Geschäftsführerin Alexandra Grothaus
durch den Tier- und Freizeitpark Thüle. Auf mehr als 17 Hektar werden den jährlich mehr als
250.000 Gästen über 30 Freizeitattraktionen angeboten. "Mehr Platz für weniger Tiere",
beschreibt Alexandra Grothaus das Konzept für die Tierhaltung. "In den vergangenen
Jahren wurden viele Gehege und Volieren neu gestaltet, modernisiert und großzügig
erweitert." Nach der Fütterung im Gehege der Kattas und einer Bobbahnfahrt zeigte sich
Weil begeistert. "Super! Macht total Bock!" Der Tier- und Freizeitpark Thüle wird in dritter
Generation als Familienunternehmen geführt und feierte im vergangenen Jahr sein
50-jähriges Jubiläum.
Das Oldenburger Münsterland ist eine Kurz- und Naherholungsregion im Städtedreieck
Bremen-Oldenburg-Osnabrück mit den Schwerpunkten Radwandern, Ferien auf dem
Bauernhof, Naturerlebnis, Reiten, Wassererlebnis und Reisemobiltourismus. Die
Feriengäste kommen überwiegend aus Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen und den
Niederlanden.
Der Name Oldenburger Münsterland bringt 600 Jahre gemeinsame Geschichte der heutigen
Landkreise Cloppenburg und Vechta im Fürstbistum Münster und im Großherzogtum
Oldenburg zum Ausdruck. Als touristischer Dachverband vertritt der Verbund die Interessen
der regionalen Erholungsgebiete im Deutschen Tourismusverband und im
Tourismusverband Niedersachsen und wirbt für das Angebotsspektrum der
Erholungsgebiete. Ein Schwerpunkt ist die Boxenstopp-Route als Ferienstraße und
Radrundroute, die das Radwandern und die ländliche Lebensart als besondere Stärken der
Reiseregion sehr erfolgreich verbindet.
Kontaktdaten
Vivien Ortmann
Verbund Oldenburger Münsterland e.V.
Tel: +49 (44 41) 95 65 -11
E-Mail: [email protected]
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