BESTE UNTERHALTUNG.

am mittwoch
9.09.2015
für den Märkischen Kreis
Heute im
Boten
Weihnachtsbäume
wie eine schöne Frau
Halver/Neuenrade. „Fünfmal
im Jahr gehen wir an jedem
Baum vorbei“, schätzt Heiko
Tacke. Der Landwirt aus Halver hat den Betrieb voll auf
die Produktion von Weihnachtsbäumen ausgerichtet.
Und auch Matthias Müller ist
Weihnachtsbaum-Bauer – in
Affeln. Nach fünf, sechs Jahren verpasst er den Pflanzen
einen Formschnitt. Die Bäume sollen aussehen wie eine
schöne Frau: „Groß, schlank
und obenrum auch noch etwas.“
Seite 4 und 5 ➔
Karten für den
Dortmunder Herbst
Dortmund. Der „Dortmunder
Herbst“ präsentiert vom 30.
September bis zum 4. Oktober neun verschiedene Messen unter einem Dach. Neu
ist die integrierte Gastmesse
„Land & Genuss“. Am MesseSonntag sorgt außerdem die
amtierende Miss Germany
für Glamour. Mit einem Ticket können alle zeitgleich
stattfindenden Messen im
Rahmen des Dortmunder
Herbstes besucht werden.
Der Bote verlost Karten für
die Veranstaltung Seite 28 ➔
BESTE
Hinter den Kulissen bei den Roncalli-Clowns
Was wäre Roncalli ohne seine Clowns? Mit Yann und
Hector (Maurin) Rossi präsentiert das Programm „Salto Vitale“ in Lüdenscheid
zwei ganz besonders renommierte Spaßmacher. Nicht
nur, dass „Les Rossyann“ als
musikalische Clowns eine
spezielle Variante dieses
Genres verkörpern. Vor allem aber präsentiert sich
Yann Rossi als einer der letzten wunderschön anzuschauenden
klassischen
Weißclowns. „Früher hatten
die Leute Angst vor mir“, erzählt Yann Rossi beim Be-
such des Boten. Aber heute
sei er viel weicher geworden. Vielleicht liegt das an
seinen beiden Kindern, die
natürlich auch mit nach Lüdenscheid gekommen sind –
ebenso ist die Omi dabei. Sie
ist 92 Jahre alt und war früher auch Artistin. Die ganze
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Familie Rossi ist im Moment
in der Bergstadt. Gestern
war Roncalli-Premiere auf
dem Schützenplatz Loh. Vorstellungen gibt es täglich bis
zum kommenden Sonntag.
Tickets sind auch im LN-Ticketshop an der Schillerstraße erhältlich.
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Mittwoch 9. September 2015
www.der-bote.net
Zu Besuch bei Roncalli
„Der Weißclown ist immer
elegant, aber auch nett“
Zu Besuch bei den Clowns „Les Rossyann“. Circusadel in der 7. Generation. Oma dabei
VON SUSANNE FISCHER-BOLZ
Lüdenscheid. Deutscher Humor ist, wenn man trotzdem
nicht lacht? Oder wenn, dann
im Keller? „Nein, das stimmt
überhaupt nicht. Die Deutschen sind das beste Publikum – und die Menschen aus
Bayern lachen sogar, wenn es
nichts zu lachen gibt“,
schmunzelt Yann Rossi. Komik, Humor, Lachen: Das ist
sein Leben. Das ist seine Passion. Preisgekrönt beim Internationalen Zirkusfestival in
Monte Carlo. Und jetzt ist er
in Lüdenscheid – mit seinem
Bruder Maurin, mit dem er
gemeinsam als „Les Rossyann“ in der Manege des Circus Roncalli die Menschen
verzaubert.
Gestern Abend war die glänzende Premiere im großen
Zelt auf dem Schützenplatz
am Loh – mit weit mehr als
1000 Zuschauern. Doch tatsächlich ist es für Yann und
Maurin eher ein kleiner, ein
heimeliger Rahmen. „Hier
können wir viel feiner, präziser arbeiten“, erzählen die
Clowns, die zuvor ein Engagement beim Zirkus Krone hatten.
Vor einer Woche reiste die
ganze Familie in der Bergstadt an: Yann mit seiner Frau
Alexandra und den beiden
Kindern, Maurin mit seiner
Frau und seinem erwachsenene Sohn, der in die Fußstapfen des Vaters tritt. Und natürlich Oma. 92 Jahre alt ist
sie. Früher war sie Akrobatin,
heute freut sie sich über ihre
große Familie, die die Tradition fortsetzt. Seit 280 Jahren
sind die Rossis eine Artistenfamilie. Echter Circusadel.
Yann und Maurin, die 7. Generation, arbeiten nicht als
klassische Clowns – es fliegen
keine Torten und niemand
fällt ins Sägemehl. Sie spielen
lieber Stücke von Verdi auf einer Luftpumpe. Das Lieblingsinstrument von Maurin,
der als komischer Hector in
der Manege steht, ist das Saxophon – Yann, einer der letzten wunderschön anzuschauenden klassischen Weißclowns, liebt die Trompete.
Beide spielen 20 Instrumente, die sie in heiter-beschwingte Auftritte integrieren. Vier Mal sind sie während einer Vorstellung zu sehen – „und es ist sehr bedeutend, wann das ist“, sagt
Yann. „Das Publikum muss
Freuen sich auf eine schöne Zeit in Lüdenscheid: Yann (3.v.r.) und Maurin Rossi (2.v.l.) mit ihren Familien.
auf die Clownnummern vorVielleicht sei er auch wegen
bereitet sein.“ Direkt nach
seiner Kinder weicher geworder Pause, wenn alle relaxed
den“, schmunzelt der Weißzurück ins Zelt kommen, fehclown.
Der
Sohnemann
le noch ein wenig die Aufmöchte übrigens Astronaut
merksamkeit. Und die brauwerden, das Töchterchen
che der Zuschauer durchaus,
Tänzerin. Zum Zirkus wollen
wenn er den feinen Humor,
die Kinder, die Unterricht an
die kleinen Zwischentöne ereiner französischen Fernkennen wolle.
schule bekommen, beide
Eine Stunde benötigt Yann
nicht. „Vielleicht ist das auch
in der Maske, damit aus dem
besser so, denn die Zeiten für
„sehr charmanten Mann“,
den Zirkus werden immer
wie seine Frau lachend erschwieriger“,
sagen
die
zählt, der strenge Weißclown
Künstler, die hauptsächlich
wird. „Es ist so kompliziert,
Französisch und Italienisch,
dass man es selber machen
aber auch ein wenig Deutsch
muss“, sagt der 48-Jährige,
sprechen. Immer weniger Beder für seine Auftritte in Lüsucher in ganz Europa, und
denscheid vier Kostüme mitimmer mehr Proteste von
gebracht hat. Eines ist gerade
Tierschützern würden das Levon der Schneiderin in Paris
ben und Arbeiten sehr erzurückgekommen – wiegt 14
schweren. „Es ist ein Glück
Kilo und ist ein Augenfür Roncalli, dass er nicht so
schmaus aus blauem Samt
viele Tiere hat“, sagt Maurin.
mit glitzernden Steinen. Und
Er, der Gegenpart zum Weißso bewegt sich Yann Rossi
clown und lustige Hector, der
auch: mit Stil und Eleganz im
schon mit drei Jahren in der
Zirkusrund – obwohl sich seiManege stand, ist heute 63
ne Rolle über die vielen Jahre
Jahre alt. Ans Aufhören denkt
verändert hat. „Früher hatten
er nicht.
viele Leute Angst vor mir. Ich
„Mein Vater hat bis 75 gearwar auch viel strenger. Heute
beitet, mein Großvater bis 76.
hat sich das geändert. Der
Und manchmal glaube ich
Weißclown ist immer noch
auch, dass ich es erst jetzt
elegant, aber er ist auch Yann Rossi, Maurin Rossi und richtig verstanden habe, ein
nett“, erzählt Yann Rossi. Clown-Nachwuchs.
guter Clown zu sein“, lacht
Foto: sanna
Maurin. Erlernen könne man
es nämlich nicht. „Man muss
es in sich haben.“ Dass es in
Deutschland dreijährige Ausbildungen zum Clown in eigenen Clownsschule gibt, finden Yann und Maurin komisch. Ein schöner Gag könnte das sein. „Nach drei Jahren
ist man als Clown noch ein
Kind, nach zehn Jahren Arbeit ein Jugendlicher und
vielleicht nach 20 Jahren ein
guter Clown.“ Aber tatsächlich wüssten auch viele Menschen gar nicht, was in ihnen
stecke – „selbst Charlie Chaplin wusste gar nicht, wie komisch er ist, hat sich erst als
Straßenkünstler über Wasser
gehalten.“
Dass die Menschen lachen,
dass sie strahlen und applaudieren, ist das Glück des
Clowns. Und nur ein einziges
Mal ist es „Les Rossyann“ passiert, dass das Publikum still
und stumm im Zirkuszelt
saß. „Das war 2003 in Schweden. Bei der Premiere hat 14
Minuten niemand gelacht. Es
fühlte sich an wie zwei Stunden. Wir haben dann alle
Gags gewechselt, den Ablauf
verändert und es wurde fantastisch. Aber ich werde das
niemals vergessen.“
14
www.der-bote.net
Lokales
Mittwoch 9. September 2015
Zu viele Lebensmittel im Müll
Christel Voßbeck-Kayser unterstützt Bundespreis gegen Verschwendung
Christel Vossbeck-Kayser.
Märkischer Kreis. Christel Voßbeck-Kayser unterstützt den
Bundespreis für Engagement
gegen
Lebensmittelverschwendung des Bundesernährungsministeriums.
„In Deutschland landen jedes Jahr elf Millionen Tonnen
Lebensmittel im Müll. Das
sind 275 000 voll beladene
LKW“, betont die heimische
CDU-Bundestagsabgeordnete, die die Initiative „Zu gut
für die Tonne“ publik ma-
chen möchte. „Damit werden
wir Verbraucherinnen und
Verbraucher für den Wert der
Lebensmittel
sensibilisiert
und ermuntert, beim Einkauf
besser zu planen und weniger Lebensmittel wegzuwerfen,“ hofft die CDU-Abgeordnete.
Um noch mehr Menschen
zu motivieren, sich Gedanken über ihren Umgang mit
den Lebensmitteln zu machen und kreative Ideen zu
sammeln, hat das Bundesministerium für Ernährung und
Landwirtschaft kürzlich zum
ersten Mal den „Zu gut für die
Tonne“-Bundespreis ausgeschrieben.
Unternehmen, Privatpersonen, Kommunen, Verbände,
Schulklassen, soziale Einrichtungen oder Bürgerinitiativen können sich bis zum 31.
Oktober mit einer guten Idee
bewerben, die hilft, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
Die hochrangig besetzte Jury
unter Vorsitz von Prof. Dr. Dr.
h. c. mult. Klaus Töpfer, der
unter anderem auch der Sternekoch Christian Rach und
der Moderator Cherno Jobatey angehören, wählt die besten Wettbewerbsbeiträge.
Weitere Informationen zur
Ausschreibung und den Bewerbungsmodalitäten finden
Interessierte im Internet unter
www.zugutfuerdietonne.de/bundespreis.
Albert-Einstein-Gesamtschule
feiert 25-jähriges Bestehen
Werdohl. Am kommenden Freitag, 11. September, feiern die Albert-Einstein-Gesamtschule Werdohl und der Förderverein der
Schule ihr 25-jähriges Bestehen. Mit zehn
Lehrkräften und 113 Kindern in vier Klassen
des Jahrgangs fünf nahm die Werdohler Gesamtschule damals ihre Arbeit auf. Erklärtes
Ziel war es, in Werdohl eine Ganztagsschule
zu schaffen, die alle Schulabschlüsse, insbesondere das Abitur, möglich macht.
„Die Arbeit der Schule war und ist erfolgreich. Die AEG, von der Stadt Werdohl als
Schulträger auch in Zeiten hoher Anmeldezahlen auf vier Klassen in den Jahrgängen
fünf bis zehn und drei Klassen in der gymna-
sialen Oberstufe begrenzt, ist seit Jahren die
größte Schule in Werdohl. Besonders stolz ist
die Schule darauf, dass viele Jugendliche einen höheren Schulabschluss erreichen, als
ihnen am Ende der Grundschule vorausgesagt wurde, und dass viele Kinder aus Migrantenfamilien höhere Schulabschlüsse erwerben. Aus Anlass des Jubiläums hat der Förderverein der Schule eine 160-seitige Jubiläumsbroschüre herausgegeben. Mit vielen Bildern,
Anekdoten, Interviews und Befragungen von
Ehemaligen zeichnet der Verfasser den Weg
der Schule und des Fördervereins von den Anfängen bis in die Gegenwart. Die Jubiläumsfestschrift gibt es für 2,50 Euro in der Schule.
Wiedersehen nach 30 Jahren
Es war auf das Jahr genau 30 Jahre her, dass Lehrerin Cronau (Bild
Mitte) Grundschullehrerin der GS Breitenhagen, ihre damals liebgewonnene 4. Klasse in die große weite Welt entließ. Darum ließ
sie es sich auch nicht nehmen, der persönlichen Einladung der Initiatoren Mario Faroß (Hemer) und Kerstin Baudisch (Altena) zu
folgen. Mehr als ein halbes Jahr wurde nach „verschollenen“ Mitschülern über öffentliche Netzwerke gesucht. Teils mit und ohne
Erfolg. Einige der ehemaligen Mitschüler wurden sogar in Italien
und in der Türkei aufgespürt. Leider konnte aber ein Großteil der
ehemaligen Schüler der Grundschulklasse aufgrund der Entfernungen nicht teilnehmen. Dennoch ließen es sich einige ehemaligen Mitschüler nicht nehmen und reisten für den Abend aus Höxter, Bielefeld und Würzburg an, um einen geselligen Abend im Hotel Spelsberg in Nachrodt-Wiblingwerde zu verbringen. Für das
kommende Jahr planen die Initiatoren noch intensiver, sodass
auch die im Ausland lebenden Mitschüler an den folgenden Klassentreffen teilnehmen können.
Zukunftswerkstatt
„Bewegt älter werden“ in Vereinen
come-on.de
Märkischer Kreis. „Die Menschen werden immer älter.
Das ist eine Zukunftsaufgabe
für den Sport“, sagt der Kreissportbund und lädt für den
heutigen Mittwoch ab 18 Uhr
in der neuen Hemberghalle
Iserlohn zur Zukunftswerkstatt „Bewegt älter werden im
Märkischen Kreis“ ein. Alle
Vereine im Märkischen Kreis
sind willkommen. Noch sind
Plätze frei.
Sport und regelmäßige Bewegung gelten nach wie vor als
die bedeutendsten Faktoren
für den Erhalt der Gesundheit bis ins hohe Alter.
Die Zukunftswerkstatt ist
eine von Robert Jungk und
anderen Zukunftsforschern
begründete Methode, die
Phantasie anzuregen, um mit
neuen Ideen Lösungen für
Probleme zu entwickeln.
Es gehe darum, Zukunft zu
gestalten. Die Zukunftswerkstatt sei ein kreativer und
doch systematisch angelegter
Weg, so etwas gemeinsam zu
tun und im besten Fall konkrete Schritte zur Erreichung
neu gesteckter Ziele zu formulieren. Um formlose Anmeldung per Mail an [email protected] wird gebeten. Die Veranstaltung ist für
Mitgliedsvereine kostenlos.