hat die begonnen?

NACHRICHTEN AUS
HAT DIE
November 2015 / 5776
Nr.
11
DRITTE INTIFADA
BEGONNEN?
ÄGYPTEN GIBT RÄTSEL AUF
Israel und Ägypten verbinden gemeinsame Interessen
WERDEN TRAUMATA GENETISCH VERERBT?
Eine neuere Studie befasst sich mit dem Holocaust-Syndrom
ISRAEL KOMPAKT
JUGENDREISE
21. – 28. FEBRUAR 2016
mit PETER MALGO
31. JULI – 12. AUGUST 2016
mit NATHANAEL WINKLER
FRÜHLINGSREISE
SOMMERREISE
3. – 13. APRIL 2016
14. – 21. AUGUST 2016
mit FREDY PETER
mit FREDI WINKLER
PFINGSTREISE
HERBSTREISE
9. – 19. MAI 2016
mit NORBERT LIETH
10. – 20. OKTOBER 2016
mit SAMUEL RINDLISBACHER
ISRAEIELDE-R
IMMER W ERLEBNIS!
NDERES
O
S
E
B
EIN
INTERNATIONALE
ENGLISCHSPRACHIGE JUGENDREISE
3. – 13. JULI 2016
mit NATHANAEL WINKLER & ARIEL WINKLER
ANMELDUNG & INFOS
E-Mail: [email protected]
Internet: www.mnr.ch,
www.beth-shalom.co.il
CH
Beth-Shalom-Reisen
Ringwiesenstrasse 12a
CH 8600 Dübendorf
Tel. 0041 (0)44 952 14 18
Fax 0041 (0)44 952 14 19
DE
Beth-Shalom-Reisen
Kaltenbrunnenstrasse 7
DE 79807 Lottstetten
Tel. 0049 (0)7745 8001
Fax 0049 (0)7745 201
EDITORIAL
LIEBE ISRAELFREUNDE
14
29
4
TITEL:
Hat die dritte Intifada begonnen?
6
Die zwei Gesichter der Stadt
Hebron
8
Bricht der Gazastreifen zusammen?
POLITIK
10
Kurzmeldungen
12
Ägypten gibt Rätsel auf
14
Verwirrende Twitter-Grüsse an
Juden in aller Welt
18
Ehud Barak: Israel stand drei Mal
vor einem Angriff Irans
19
Krieg um Wasser?
GESELLSCHAFT
20
Kurzmeldungen
22
Licht und Schatten
24
Einblicke in die arabischen Medien
WISSENSCHAFT
26
Kurzmeldungen
27
Werden Traumata genetisch
vererbt?
29
BIBEL: Die 7 Verheissungen Gottes
für Israel
Vor Jahren konfrontierte mich ein Teilnehmer einer Israelreise mit der etwas kritischen
Frage: Wo ist der Islam in der Bibel zu finden, wenn er in den biblischen Ländern, vor
allem aber in Israel, eine entscheidende Rolle spielt? Glauben wir denn nicht mit Recht,
dass die Bibel gerade über diese Dinge Aufschluss gibt? Diese berechtigten Fragen
überraschten mich und ich hatte damals keine Antwort darauf. Sie stellten für mich
eine echte Herausforderung dar und liessen mich nicht mehr los. Sie gaben mir jedoch
Ansporn, noch besser in der Schrift zu forschen.
Heute denke ich, dass der schwierige und geheimnisvolle Abschnitt in Daniel 11,36-45
vom Islam redet. Das, was dort in den ersten vier Versen steht, passt geradezu perfekt
zur Geschichte der Ausbreitung des Islam. Hat Mohammed nicht getan, was er wollte?
Hat er nicht die etwa hundert Gottheiten, die in Mekka verehrt wurden, eliminiert und
nur eine übrig gelassen? Diese Gottheit hat er dann nach seinen Vorstellungen interpretiert. Nach dem Koran sollte Abraham nicht Isaak, sondern Ismael Gott darbringen.
Jesus sei nicht am Kreuz gestorben, sondern ein anderer, der Ihm ähnlich sah. Damit
verstiess Mohammeds neue Lehre gegen die grundlegendsten Lehren des AT und NT,
so wie sie uns durch die Heilige Schrift übermittelt sind. Doch alle Abweichungen von
der Bibel werden von den Islamgelehrten einfach als eine Verfälschung der Schrift durch
Juden und Christen hingestellt.
Hat nicht im traditionellen Islam das Verhältnis zu den Frauen kaum etwas mit Liebe zu
tun, sondern eher wie mit einem Gebrauchsgegenstand? Bekam im Islam der Krieg im
Namen der Religion nicht einen zentralen Platz? Hat sich die Ausbreitung des Islam nicht
durch kriegerische Eroberungen vollzogen? Waren nicht Mohammed und die Kalifen
vorwiegend militärische und weltliche Führer? Sind nicht die ersten Nachfolger des
Islam durch die Eroberungen unermesslich reich und Herren über riesige Ländereien
geworden? Hat nicht der Islam, die damals stärkste Macht, das römisch-byzantinische
Reich geschlagen?
Wir können tatsächlich sagen, dass sich die Aussagen der ersten vier genannten Verse
in Daniel durch Mohammed und den Aufstieg des Islam buchstäblich erfüllt haben.
Mit Vers 40 haben wir dann einen Zeitsprung. Es geht nun um die «Zeit des Endes», also
um die Zeit, in der wir leben. Wenn Daniel hier von dem König des Nordens und dem
König des Südens redet, dann ist das aus Sicht des heiligen Landes gemeint. Es ist vor
diesem Hintergrund gesehen erstaunlich, wie gegenwärtig gerade nördlich und südlich
von Israel die islamische Welt in Aufruhr ist. Noch ist nicht wirklich klar abzusehen, wer
genau mit dem König des Nordens und mit dem König des Südens gemeint ist, doch
militärisch gesehen sind die Türkei im Norden und Ägypten im Süden die stärksten
Mächte. Im gegenwärtig angehenden Kampf geht es eigentlich um die Vormachtstellung
in der islamischen Welt, die jahrhundertelang in den Händen der Türken war, aber auch
lange in Ägypten.
Nach den Aussagen ab Vers 40 wird nun der König des Nordens in den Auseinandersetzungen die Oberhand gewinnen und in die Länder des Nahen Ostens einfallen. Namentlich werden dabei Ägypten, Jordanien (Edom, Moab und Ammon) und das Land der
Zierde genannt. Mit dem Land der Zierde ist Israel gemeint. Dann, wenn das geschehen
wird, werden sich gemäss Vers 44 von Osten und von Norden her noch weitere Mächte
in den Konflikt einmischen. Vielleicht ist mit der Macht, die noch weiter im Norden
liegt, Russland gemeint, das sich dann einmischen wird, so wie gegenwärtig in Syrien.
Auf jeden Fall wird dann, wenn das geschehen ist, für Israel die schlimmste Zeit anbrechen, so wie es in dem nachfolgenden Vers, in Daniel 12,1, steht. Auf diesen Vers
nahm Jesus in der Ölbergrede Bezug (Mt 24,21), bevor Er danach von Seinem dann kurz
bevorstehenden Wiederkommen zu reden begann.
Beim Blick auf die gegenwärtigen Ereignisse im Nahen Osten wird das Wort von Jesus
in Lukas 21,28, dass wir unsere Häupter erheben sollen, weil unsere Erlösung naht,
aktueller denn je zuvor.
Dankbar für den sicheren Anker des prophetischen Wortes grüsst Sie herzlich mit Shalom,
Ihr
Nachrichten aus Israel | 11/2015
3
TITEL
TITEL
Hat die
DRITTE INTIFADA
begonnen?
Auf dem Jerusalemer Tempelberg und
in der Umgebung kam es zu schweren
Ausschreitungen. Israel steht wieder
einmal im Zentrum eines internationalen
Sturms und versucht, eine Eskalation
der Lage zu vermeiden.
4
Nachrichten aus Israel | 11/2015
TITEL
J
Jeder Jude, der in den letzten Monaten den Tempelberg aufsuchte, wurde
auf Schritt und Tritt von Frauen verfolgt, die von Kopf bis Fuss in schwarze
Tücher gehüllt sind. Die Koran-Bücher,
die sie dabeihaben, sind zwar ein Statement, doch damit begnügen sie sich
nicht. Sie gehen Juden auch nicht nur
hinterher, sondern beschimpfen sie zudem. Dabei handelt es sich nicht um
eine spontane, zufällige «Begleitung»
– diese ist wohlorganisiert, die Frauen
erhalten dafür von der nördlichen Niederlassung der Islamischen Bewegung
in Israel ein Honorar. Die weiblichen
Anhänger der «Morabitun» genannten
Bewegung verfolgen zudem nicht nur
Juden; allen Nichtmuslimen an dieser
Stätte folgen sie auf Schritt und Tritt.
Die Morabitun-Frauengruppe hat auch
ein männliches Pendant: Die Morabitun-Männer begnügen sich ebenfalls
nicht mit Beschimpfungen – sie gehen
gegen den Besuch von Juden auf dem
Tempelberg auch gewalttätig vor. Diese
beiden Gruppen, die in der islamischen
Welt als die «Wächter der Mauern der
al-Aqsa» angesehen werden, wurden
kürzlich vom israelischen Minister für
öffentliche Ordnung zu illegalen Vereinigungen erklärt.
Zuvor hatte sich die Lage zugespitzt.
Israel hatte Kenntnisse, dass die Morabitun-Anhänger zusammen mit palästinensischen Jugendlichen planten, sich
um die Zeit des jüdischen Neujahrsfestes auf dem Tempelberg zu verschanzen, um von dort aus jüdische Betende
an der Klagemauer anzugreifen. Daher
hatten israelische Polizisten den Tempelberg erstürmt. Während sie den
Einsatzbefehl umsetzten, stiessen sie
auf massivsten Widerstand. Sie wurden
mit Steinen und sogar mit Brandsätzen
angegriffen. Da die Angriffe aus der alAqsa-Moschee kamen, waren die Polizisten gezwungen, sich dort hineinzubegeben. Sie erhielten Rückendeckung
vom zuständigen Minister für öffentliche Ordnung und nationale Sicherheit,
Gilad Erdan, der dazu gegenüber den
Medien festhielt: «Der Tempelberg ist
zu einem Terrorlager geworden.»
Diese Vorgänge wurden von Muslimen als Änderung des Status quo auf
dem Tempelberg sowie als Beweis dafür
interpretiert, dass Juden dort die Oberhand gewinnen wollen. Infolgedessen
dauerte es nicht lange und die Unruhen
sprangen auch auf andere Gebiete über,
darunter arabische Wohnviertel Jerusalems, die ohnehin nicht als ruhig gelten.
Seit dem Sommer 2014 kommt es in
verschiedenen Wohnvierteln Jerusalems
immer wieder zu Übergriffen sowie Angriffen mit Steinen und Brandsätzen.
Die Ereignisse auf dem Tempelberg
wirkten wie eine Lunte, die das Feuer
weitertrug. Leider gibt es nicht nur viele
Verletzte zu beklagen – ein jüdischer Israeli kam kurz vor dem jüdischen Neujahrsfest sogar ums Leben.
Die Medien, insbesondere die arabischsprachigen Medien, waren sofort
in Scharen zugegen, um über die Vorgänge zu berichten. Der Nachrichtensender Al Jazeera, der unter der Leitung des Könighauses von Katar steht,
stellte diese Ereignisse in den Vordergrund der Berichterstattung. Über Jerusalem wurde brandheiss berichtet,
nicht jedoch über die Hunderte von
Toten, die die arabische Welt tagtäglich zu beklagen hat. Das Scheichtum
Katar ist nicht das einzige arabische
Land, das auf diese Art und Weise über
die Vorgänge in Jerusalem berichtete.
Auch andere versuchten, aus der Sache politisches Kapital zu schlagen.
In der muslimischen Welt gibt es viele
Wortführer und Strömungen, die an einer Eskalation der Lage in Jerusalem
sowie in den palästinensischen Gebieten interessiert sind. Der al-AqsaMoschee kommt dabei eine herausragende Rolle zu, denn jede auch noch
so kleine Veränderung rund um diese
Heilige Stätte des Islam wird sofort
als «zionistischer und jüdischer Übergriff» interpretiert.
In dieses Horn bläst keineswegs
nur Katar, sondern auch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA),
die Hamas und beispielsweise auch
die Türkei, denn gerade Erdo an spielt
sich gerne als Hüter der islamischen
Welt auf. Angesichts dieser Atmosphäre hatte Jordanien, das offiziell die Verantwortung für die Heiligen Stätten
des Islam in Jerusalem trägt, keine
andere Wahl: Der jordanische König
Abdallah, der nur zu gut um die Bedeu-
tung des israelischen Beitrags zur Sicherheit seines Landes weiss, musste
sich unter Zugzwang gesetzt ebenfalls
lautstark und nachhaltig anklagend zu
den Vorgängen in Jerusalem äussern.
In diesen Chorus der Verurteilung Israels fielen dann auch der ägyptische
Präsident Al-Sisi und der saudische
König Salman ein. Während diese
Zeilen verfasst wurden, spitzte sich
die Lage vor Ort weiter zu. Die Ausschreitungen greifen immer weiter um
sich und für viele hat es den Anschein,
dass eine weitere Intifada, ein dritter
palästinensischer Volksaufstand, ausgebrochen ist.
Um mit dieser alt-neuen Situation
umzugehen, beschloss die israelische
Regierung, das Strafmass für Handlungen wie das Werfen von Steinen
heraufzusetzen. Zudem wurde bekannt
gegeben, dass für alle Sicherheitskräfte der Schiessbefehl im Fall von
Unruhen gelockert worden ist. Sind
solche Massnahmen jedoch effektiv?
Kritiker der Regierung sind sich einig,
dass Gewalt mit Gewalt zu beantworten der Eskalation nur noch zusätzlich Vorschub leisten wird. In einem
Grundsatzpapier des israelischen Instituts für strategische Studien hiess
es kürzlich dazu, dass eine Kombination verschiedener Massnahmen die angemessene Reaktion sei und dahinter
eine durchdachte Strategie zu stecken
habe. Diesbezüglich wurde die Empfehlung ausgesprochen, die Polizeipräsenz in Jerusalem zu verstärken,
die Strafen nicht anzuheben, sondern
über andere Strafen und ebenfalls über
Massnahmen nachzudenken, wie man
der Provokation seitens der Palästinenser begegnen kann. Doch zugleich
wurde angeregt, auch grundsätzlich
über Massnahmen zu sprechen, die
man der Provokation von Juden auf
dem Tempelberg entgegensetzen kann,
wie man insgesamt die Wogen glätten
und den jordanischen Einfluss auf
dem Tempelberg stärken kann sowie
welche Richtung die Öffentlichkeitsarbeit einschlagen sollte, um Mythen
und rund um den Tempelberg verbreitete Propaganda ins rechte Licht zu
rücken.
Zwi Lidar
Nachrichten aus Israel | 11/2015
5
TITEL
DIE ZWEI GESICHTER DER STADT HEBRON
S
Seit rund einem Jahr brodelt es wieder einmal in Hebron und Umgebung. Wenngleich in der Stadt
eigentlich immer eine gewisse Spannung herrscht, weil hier jüdische Israelis und muslimische Palästinenser Tür an Tür leben und den gleichen Ort zum Gebet aufsuchen – die Machpela-Höhle mit den
Gräbern der Patriarchen –, so kam Hebron seit letzten Sommer nicht mehr wirklich zur Ruhe. Damals
wurden in der Umgebung drei Jeschiwa-Studenten entführt, die man einige Zeit später ermordet auffand. In den dazwischenliegenden Wochen durchsuchten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte
(IDF) die Gegend gründlich. Unzählige Hamas-Anhänger wurden verhaftet. Damals herrschte in der
Stadt, in der der Alltag ohnehin von Spannungen gezeichnet ist, Ausnahmezustand. Dieser spitzte
sich im Krieg 2014 weiter zu und pendelte sich im Verlauf des letzten Jahres auf einem relativ hohen
Niveau ein. Das sollten auch einige amerikanische Juden am eigenen Leib zu spüren bekommen, die
sich in der Region verirrten. Doch zugleich birgt dieser Zwischenfall auch einen Hoffnungsschimmer.
Hebron liegt rund 30 Kilometer südlich von Jerusalem. Laut biblischer Überlieferung ist dies der
Ort, an dem Abraham und Sara, Isaak und Rebekka sowie Jakob und Lea beigesetzt wurden und wo
David seine Salbung zum König erhielt. In der Stadt waren Juden bis auf wenige Jahrzehnte (1929:
nach dem Massaker an den jüdischen Einwohnern, 1948-1967: während der jordanischen Herrschaft)
3.000 Jahre lang präsent. Daran hat sich auch nach 1998, als die Stadt in eine palästinensische und
eine israelische Zone aufgeteilt wurde, nichts geändert. Die grosse Mehrheit des Stadtgebietes ist
unter palästinensischer Kontrolle (rd. 170.000 Stadtbewohner), während in der israelischen Zone
etwa 30.000 Palästinenser und circa 800 jüdische Israelis leben. Bei diesen Israelis handelt es sich
um ideologisch-religiös motivierte Siedler. 1994 erlebte die Stadt eine weitere Ausnahmesituation
infolge des Massakers, das der israelische Siedler und Arzt Dr. Baruch Goldstein unter muslimischen
Betenden in der Moschee an den Patriarchengräbern anrichtete. Seither werden dort für Juden und
Muslime strikt getrennte Gebetszeiten eingehalten.
Zu einer jüdischen Gebetszeit waren auch fünf US-amerikanisch-jüdische Touristen unterwegs, die
schon an ihrer Kleidung mit Leichtigkeit als ultraorthodoxe Juden zu erkennen waren. Sie nahmen
mit ihrem Auto eine falsche Abbiegung und fanden sich in dem Hebroner Wohnquartier Jabel Johar
wieder, das unter palästinensischer Kontrolle steht. Dort wurde ihr Auto zur Zielscheibe von Steinen,
sie wurden umzingelt und beschimpft. Ein sich ihnen in dem Tumult nähernder Mann sagte ihnen, als
ihr Auto wegen eines Brandsatzes bereits in Flammen stand und sie sich ungeschützt auf der Strasse
befanden, dass sie ihm folgen sollen. Fajez Abu Hamdije, vor dessen Haus sich der Zwischenfall abspielte, brachte sie bei sich in Sicherheit.
Später stellte sich heraus, dass die Männer telefonisch Hilfe zu holen versucht hatten, dies aber
fehlgeschlagen war. Trotz polizeilicher Untersuchung standen vor Redaktionsschluss die Aussagen
zu den Gründen dafür – technische Ursachen, sprachlich bedingte Verständigungsschwierigkeiten
oder menschlicher Irrtum – einander konträr gegenüber. Die Untersuchung ergab zudem, dass die
Männer vom Weg abgekommen waren, weil an der Einfahrt zu diesem unter palästinensischer Kontrolle stehenden Wohnquartier erst vor wenigen Wochen ein israelischer Kontrollposten abgebaut
worden war und niemand mehr darauf achtet, wohin Autos mit anderen als palästinensischen Insassen fahren.
Doch unterm Strich ist hier zunächst etwas anderes wichtig: Das Auto der amerikanischen Touristen brannte aus. Hätten sie noch weiter auf der Strasse gestanden, wäre es, da sind sich alle
Beteiligten einig, zu einem Lynchmord gekommen. Dass sie noch am Leben sind, verdanken sie Abu
Hamdije, in dessen Haus sie rund 40 Minuten bis zur Ankunft einer Rettungseinheit und der Armee
bangten. Alle dankten diesem Mann, der gegenüber der israelischen wie auch der palästinensischen
Presse meinte: «Ich bin kein Held. Ich habe das getan, was getan werden musste. Wir sind alle
Menschen. Das war ein menschlicher Akt und so müssen alle handeln.» Die jungen Männer, die
sich noch Tage danach im Schockzustand befanden, dankten Gott für ihr Leben. «Uns ist erst im
Nachhinein wirklich bewusst geworden, dass wir ohne die Hilfe dieses Mannes nicht mehr leben
würden», sagte einer der ultraorthodoxen Amerikaner dazu.
Zwi Lidar
6
Nachrichten aus Israel | 11/2015
s
Mitternachtsruf unterweneg…
zu Ihn
TITEL
Mi. 11.11.2015, 20.00 Uhr
DE 73340 Amstetten
Gemeindehalle, Im Burrach, Ortsteil:
Hofstett-Emerbuch
Do. 12.11.2015, 19.30 Uhr
mit
Norbert Lieth
und
Jonathan Malgo
DE 74321 Bietigheim-Bissingen
Kronenzentrum (kleiner Saal), Am Kronenplatz/
Mühlwiesenstrasse 6
Fr. 13.11.2015, 19.30 Uhr
DE 34117 Kassel
CVJM Kassel, Wolfsschlucht 21
Sa. 14.11.2015, 14.00 Uhr
NL 3941 KA Doorn
Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht),
Postweg 18
So. 15.11.2015, 10.00 Uhr
NL 4205 ZR Gorinchem
Vrije Evangelische Gemeente «De Ark»,
Kennelweg 14
Thema:
Palästinenser rollt einen
brennenden Reifen in
Hebron während
Auseinandersetzungen mit
der Israelischen Armee.
Mo. 16.11.2015, 19.30 Uhr
Stationen
biblischer
Prophetie
DE 99089 Erfurt
Grosser
Büchertisch
DE 08412 Werdau
mit Neuheiten!
d-L
DE
rlsba Karlsbad-LangenKa76307
steinbach
Wir freuen uns
auf Sie!
CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a
Di. 17.11.2015, 19.30 Uhr
DE 09419 Thum OT Herold
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Herold,
Obere Dorfstrasse 38
Mi. 18.11.2015, 10.00 Uhr
Mi. 18.11.2015, 14.00 Uhr
Stadthalle Pleissental, Crimmitschauer Str. 7
Do. 19.11.2015, 20.00 Uhr
bach
nUhr
i
e
t
s
Fr. 20.11.2015,ge20.00
n
!
T
R
E
I
L
L
U
N
AN
an
Bibelheim Bethanien, Römerstrasse 30
Sa. 21.11.2015, 19.00 Uhr
DE 72296 Schopfloch
Gemeinschaftsschule - Mensa, Schulstrasse 14
Nachrichten aus Israel | 11/2015
7
TITEL
BRICHT DER GAZASTREIFEN ZUSAMMEN?
E
Es war nur eine kleine Meldung in den
Medien, einige Zeilen in den Zeitungen.
Berichtet wurde Mitte September, dass
Hunderte Einwohner des Gazastreifens
gegen die unregelmässige Stromversorgung der Privathaushalte demonstrierten. Immer wieder wird über Stunden
kein Strom geliefert. Die Lage ist prekär.
Täglich müssten die Einwohner des Gazastreifens mit rund 380 Megatonnen
Strom versorgt werden, doch tatsächlich
kommen ihnen lediglich 210 zu, von denen 120 Megatonnen aus Israel geliefert
werden.
Diese Lage wird sogar noch absurder, wenn man weiss, dass ausgerechnet
die, die im Gazastreifen demonstrierten,
zu den wenigen Glücklichen gehören
– sie demonstrieren gegen die unregelmässige Stromversorgung, mit anderen
Worten: Sie haben zumindest zeitweise
Strom. Viele Tausende könnten deshalb
gar nicht auf die Strasse gehen, da sie
überhaupt kein festes Dach über dem
Kopf haben, unter dem sie sich über ausbleibende Elektrizitätsversorgung ärgern
könnten. Das ist nicht nur
die Folge des letzten Krieges
im Sommer 2014. Darunter
51%
sind auch Familien, die wegen zwei anderen Eskalationsrunden, die ebenfalls die
Hamas angezettelt hat, im
Maximalfall bereits seit sechs Jahren in
behelfsmässigen Behausungen leben.
Deshalb kommt ein Bericht, den der Ausschuss für Handel und Entwicklung der
Vereinten Nationen angefertigt hat, zu
einer harschen Schlussfolgerung: Innerhalb von weniger als fünf Jahren wird der
Gazastreifen kein adäquates Wohngebiet
mehr sein.
Zu dieser Schlussfolgerung kommt
man nicht nur angesichts der physischmateriellen Wohnsituation, sondern auch
aufgrund der massiven wirtschaftlichen
Probleme. Die Arbeitslosenrate im Gazastreifen rangiert bei 44 Prozent, doch
auch rund 72 Prozent aller, die eine Arbeit
haben, können sich eines regelmässigen
Einkommens nicht sicher sein. Darüber
hinaus hält ein von einem internationalen
Gremium angefertigter Bericht zur Trink-
8
Nachrichten aus Israel | 11/2015
wasserversorgung im Gazastreifen fest,
dass es in fünf Jahren gar kein Trinkwasser mehr geben wird. Gegenwärtig zählt
dieses Gebiet 1,8 Millionen Einwohner,
die einen Bedarf von 6,4 Milliarden Kubikmeter Wasser haben. In den kommenden fünf Jahren, so wird geschätzt, wird
die Bevölkerung des Gazastreifens um
weitere 500.000 Personen wachsen und
der Trinkwasserbedarf entsprechend
in die Höhe schnellen. Gedeckt werden
kann er schon jetzt kaum mehr.
Der Gazastreifen bricht im wahrsten
Sinne in jeder Hinsicht zusammen. Die
Einwohner spüren das nicht nur – sie
wissen um ihre Lage. Eine neuere Meinungsumfrage zeigt, dass 51 Prozent
aller Einwohner des Gazastreifens nicht
nur hochgradig unzufrieden mit ihrem Leben sind, sondern bekunden, weggehen
zu wollen. Jedoch können sie das nicht
bewerkstelligen, sodass ihnen nichts anderes übrig bleibt, als ihren Frust gegen
die Hamas zu richten. Sie halten diese
radikal-islamistische Terrororganisation
für den Niedergang des Gazastreifens
Schirmherrschaft der Türkei und mit finanzieller Unterstützung von Katar mit
Israel über ein langfristiges Abkommen
verhandeln soll. Diesbezüglich wurde
auch berichtet, dass der Gazastreifen
einen Hafen erhalten soll, den Handelsschiffe über einen zypriotischen Hafen
unter türkischer Aufsicht anlaufen können. Der Warenfluss, so hiess es in den
herumgeisternden Gerüchten, würde unter internationale Kontrolle gestellt. Man
kann davon ausgehen, dass die Türkei
Urheber dieser Gerüchte ist. Halbherzig wurden solche Meldungen hier und
da von der Hamas-Führung bestätigt,
während Israel offiziell alles damit in
Zusammenhang stehende leugnete. Im
gegenwärtigen Stadium ist klar: Ein solches Abkommen, wenn es überhaupt jemals eines geben wird, ist nicht zustande
gekommen. Kairo sperrt sich nachhaltig
dagegen, denn die Ägypter wollen die
Türkei, die unter Erdo an ein Förderer
der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft ist, möglichst fernhalten. Zudem sieht die Führungsspitze in Kairo
auch die Hamas als einen erbitterten Feind
51 PROZENT ALLER EINWOHNER DES GAZASTREIFENS SIND an, denn sie macht mit
NICHT NUR HOCHGRADIG UNZUFRIEDEN MIT IHREM LEBEN,
dschihadistischen OrgaSONDERN BEKUNDEN, WEGGEHEN ZU WOLLEN.
nisationen auf der SinaiHalbinsel gemeinsame
Sache und setzt Ägypten
verantwortlich. Zudem sind sie über die somit schwer zu. Um diese Kooperation
Palästinensische Autonomiebehörde ver- zu sabotieren, zerstörte die ägyptische
ärgert, die untätig bleibt und nichts an Armee nicht nur alle Schmuggeltunnel,
der Situation im Gazastreifen zu ändern die sich zwischen dem Gazastreifen und
versucht. Einige Einwohner des Gaza- dem Sinai befinden, sondern zerstörte
streifens hegen auch einen nicht zu knap- auch Wohnhäuser in der Grenzstadt Rapen Groll auf Israel, doch die Mehrheit fiah, um eine Pufferzone zu schaffen. Dieder Betroffenen (lt. der letzten Meinungs- ses Vorgehen des Landes am Nil ist ein
umfrage 65 Prozent aller Einwohner des Tiefschlag, wenn nicht sogar der TodesGazastreifens) ist an Verhandlungen mit stoss für die Wirtschaft im Gazastreifen.
Israel interessiert. Sie möchten, dass ein Zugleich könnte dies der Startschuss für
Abkommen geschlossen wird, das ihnen das Ende der Ruhe in der Region sein.
Ruhe und Sicherheit ebenso wie eine VerVor diesem Hintergrund hat die Habesserung der wirtschaftlichen Situation mas wenig Wahl. Folglich wächst die
in Aussicht stellt.
Gefahr, dass diese Terrororganisation
Und tatsächlich scheinen Verhand- erneut einen bewaffneten Konflikt anzetlungen angestanden zu haben. Immer telt, um ihren Hilferuf, der sich gegen den
wieder geisterten in den letzten Mona- «zionistischen Aggressor» richten wird,
ten Meldungen durch die Medien, dass deutlicher in die Welt zu senden.
die politische Führung der Hamas unter
Antje Naujoks
1. Januar 2016 • 14:30
NEUJAHRSTAGUNG
7
Norbert Lieth spricht über das Thema:
• musikalische Umrahmung
• grosser Büchertisch
• Kinderbetreuung
• kleiner Imbiss und Kaffee
SCHRITTE
DURCHS
PARADIES
Auch im Livestream:
live.mnr.ch
Zionshalle • Ringwiesenstrasse 15 • CH 8600 Dübendorf
Missionswerk Mitternachtsruf • www.mnr.ch
POLITIK
74,9%
6,3 MILLIONEN JÜDISCHE
EINWOHNER
20,7%
1,7 MILLIONEN ARABISCHE BÜRGER
(MUSLIME WIE CHRISTEN)
4,4%
NICHTARABISCHE CHRISTEN
ODER PERSONEN OHNE
RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT
ISRAEL WÄCHST
Der Staat Israel wuchs im Verlauf des im September ausgeklungenen jüdischen Jahres 5775 um 1,9 Prozent (158.000 Personen)
auf eine Bevölkerung von 8.412.000 Personen an. Der Zuwachs
geht auf die Geburt von mehr als 168.000 Babys und auf die Zuwanderung von fast 30.000 Juden aus verschiedenen Ländern
(35% mehr als im jüdischen Vorjahr) gegenüber 42.000 Sterbefällen zurück. Gegenwärtig zählt der Staat Israel rund 6,3 Millionen jüdische Einwohner (74,9%). Araber (Muslime wie Christen)
stellen 1,7 Millionen Bürger (20,7%). Bei den restlichen 4,4 Prozent handelt es sich um nichtarabische Christen oder Personen
ohne Religionszugehörigkeit. Ferner geht aus der staatlichen
Statistik hervor, dass in Israel zusätzlich 192.000 Ausländer leben, die weder Bürger noch Einwohner sind.
AN∎
VORLÄUFIGE BILANZ DES SCHABAK
Die sicherheitspolitische Bilanz der ersten drei Quartale 2015: Der israelische
Inlandsgeheimdienst Schabak vereitelte
insgesamt 111 Terroranschläge, darunter
17 Attentate, die von Selbstmordattentätern ausgeführt werden sollten. Ausserdem wurden acht Entführungen von
israelischen Bürgern verhindert. Laut den
Angaben ist mehr als die Hälfte der angestrebten Anschläge (62) Angehörigen der
Hamas zuzuschreiben. Trotz dieser herausragenden Leistungen der israelischen
Sicherheitsbehörden ist es alles andere
als ruhig, vor allem nicht in Judäa und
Samaria. Das jedoch, so betonen die israelischen Sicherheitsbehörden, ist auf Einzeltäter mit grösstenteils improvisierten
Waffen und nicht auf wohlorganisierte Terrorzellen zurückzuführen.
AN∎
ANTOINE LAHAD IST TOT
Antoine Lahad, der ehemalige Kommandeur der Süd-Libanesischen Armee, deren Angehörige während der
Jahre der israelischen Armeepräsenz
in diesem Anrainerstaat als maronitische Christen an der Seite Israels
kämpften, verstarb in Paris im Alter von 88 Jahren. Diese Meldung
rief in Israel vielen ins Gedächtnis,
dass sich in diesem Jahr der Abzug
der israelischen Armee aus dem Libanon, der unter Leitung des damaligen Generalstabschef Ehud Barak
nach sechs Jahren Bestehen der sogenannten Sicherheitszone erfolgte,
zum 15. Mal jährte.
AN∎
WENIG GELD UND LANGE FERIEN
In Israel begann am 1. September das neue Schuljahr für über zwei Millionen schulpflichtige
Minderjährige (rd. 25% der Gesamtbevölkerung). Für 33.000 Schüler jedoch blieben die Tore der
Schulen mehrere Wochen lang geschlossen, denn die christlich-arabischen Schulen des Landes
streikten, um gegen die staatliche Finanzpolitik zu protestieren. Die christlich-arabischen Schulen Israels zählen zum halbstaatlichen Bildungssektor und erhalten weniger Zuschüsse als staatliche Schulen. Ausserdem wurden die Zuschüsse im Verlauf der letzten fünf Jahre immer wieder
gekürzt. Die meisten Eltern sind daher nicht mehr in der Lage, die Kosten für den Schulbesuch ihrer Kinder aufzubringen. Erst nach zwei Wochen Streik kam es zu einem Treffen im Bildungsministerium und zu Verhandlungen. Kurz vor Redaktionsschluss wurde der Streik nach einer Finanzhilfe der Regierung beendet. Viele fanden, das wäre höchste Zeit, denn sie betrachteten die Lage
als Skandal und den Anlass zum Streik als Schade für die israelische Demokratie.
AN∎
10
Nachrichten aus Israel | 11/2015
POLITIK
JUDEN UND CHRISTEN
MACHEN GEMEINSAM POLITIK
Mit Eröffnungssitzung der Knesset Ende des Sommers wurde auch der Ausschuss für Kooperation mit
Pro-Israel-Parlamentariergruppen in rund 30 Ländern
erneut aktiv. Die sich im Ausschuss engagierenden
Politiker glauben an die gemeinsame Geschichte von
Judentum und Christentum und erachten die christliche des jüdischen Staates für bedeutsam. Auf der
diesjährigen Eröffnungszeremonie dieses 2004 ins
Leben gerufenen Ausschusses waren besonders viele
Parlamentarier zugegen, die mit Ausnahme der ultraorthodoxen Parteien alle jüdisch geprägten Parteien
der Knesset repräsentierten. Die 15 engagierten israelischen Knesset-Abgeordneten möchten dem zunehmenden Boykott wie auch dem wachsenden Einfluss
des islamischen Fundamentalismus entgegenwirken.
Anwesende christliche Vertreter unterschiedlicher Organisationen lobten die Offenheit der jüdischen Parlamentarier für eine Zusammenarbeit zwischen dem
Staat Israel und Christen in aller Welt.
AN∎
RAKETEN AUS DEM GAZASTREIFEN
14 Monate nach Ende der Kriegshandlungen im Sommer
2014 schoss das Raketenabwehrsystem «Eisenkuppel»
erstmals wieder eine Rakete aus dem Gazastreifen ab.
Der Abschuss war über der Küstenstadt Aschkelon erfolgt. Eine Woche später erfolgte der zweite Raketenbeschuss, dieses Mal von Aschdod aus. Auch diese Rakete
wurde rechtzeitig im Anflug zerstört. Bereits zuvor war
die israelische Stadt Sderot, die nur fünf Kilometer vom
Gazastreifen entfernt ist, beschossen worden. Dort kam
es zu Sachschäden. Die Verantwortung für die Angriffe
übernahmen radikal-islamistische Gruppen im Gazastreifen, die sich u.a. zur Terrorvereinigung Islamischer Staat
bekennen. Sie sägen an der Macht der Hamas, die ihnen
zu gemässigt ist, und möchten durch den Raketenbeschuss
u.a. Israel provozieren, erneut militärisch aktiv zu werden.
Die Gruppe glaubt, dann eine grössere Chance zu haben,
die Hamas der Macht zu entheben. Leidtragende sind wie
immer die Einwohner – auf beiden Seiten, denn selbstverständlich nahm Israel die Stellungen, von denen die Angriffe erfolgt waren, unter Beschuss.
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Adventskalender
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Nachrichten aus Israel | 11/2015
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POLITIK
DIPLOMATIE
ÄGYPTEN GIBT RÄTSEL AUF
In der gegenwärtig gegebenen Realität im Nahen Osten verbinden Israel und Ägypten über das Friedensabkommen
hinaus auch gemeinsame Interessen. Doch wie zuverlässig steht das Land am Nil Israel tatsächlich zur Seite?
V
Vor einigen Wochen errang Israel einen bedeutsamen diplomatischen
Erfolg. Die Internationale Atomenergiebehörde lehnte eine Eingabe der
arabischen Staaten ab, die eine internationale Kontrolle der israelischen Atomforschungsanlagen einforderte. Ganze
61 Staaten stimmten gegen die Annahme dieser Eingabe, 43 stimmten dafür
und 33 enthielten sich.
Die Eingabe geht auf die arabischen
Staaten zurück, doch federführend war
Ägypten; ein Land, mit dem Israel nicht
nur einen Friedensvertrag hat, sondern
das in vielerlei Hinsicht als wichtiger
Bündnispartner gilt. Daher hatte Israel
im Vorfeld der Abstimmung den diplomatischen Dialog mit Kairo gesucht,
war jedoch auf taube Ohren gestossen.
Ägypten hatte auf der Eingabe bestanden. Wäre die Abstimmung anders
ausgefallen und über Israel hätte die
Möglichkeit geschwebt, eine internationale Kontrolle in seinen Atomanlagen zulassen zu müssen, so hätte dies
enormen Schaden angerichtet. Eine derartige Entscheidung der Internationalen Atomenergiebehörde ist zwar nicht
verpflichtend und doch hätte dies das
internationale Augenmerk auf das Thema Israel und Atom gelenkt und hätte
zudem, wäre diese Büchse der Pandora
geöffnet worden, weitere unbequeme
Folgen nach sich ziehen können.
Auf den ersten Blick ist Ägyptens
Verhalten in dieser Angelegenheit nicht
zu verstehen. Zwischen Jerusalem und
Kairo besteht, beruhend auf gemeinsamen Interessen, ein enges Netzwerk
der Kooperation in verschiedensten Bereichen, darunter auch in Sektoren, die
dem Auge der Öffentlichkeit verborgen
bleiben. Beide Staaten haben gemeinsame Feinde. Darunter kann man den
Iran, die Hamas, die Türkei und auch die
Muslimbruderschaft zählen, allerdings
auch Da´esh, wie die Terrorvereinigung
Islamischer Staat (IS) auf Arabisch
genannt wird. Hinzu kommen weitere
radikal-islamistische Gruppen, die auf
12
Nachrichten aus Israel | 11/2015
dem Sinai aktiv sind, Ägypten das Leben
schwer machen und auch eine Gefahr
für Israel darstellen. Die Führungspersönlichkeiten beider Länder teilen noch
ein weiteres Leid: Ihre Beziehung zu USPräsident Obama ist extrem angespannt.
Die Frage, warum Ägypten in dieser
Sache so unnachgiebig war, beschäftigte
das israelische Kabinett nachhaltig.
Man geht davon aus, dass die ägyptische
Führungsspitze u.a. durch die öffentliche Meinung im eigenen Land zu dieser
Haltung bewegt wurde. Vor diesem Hintergrund muss man auch, so meinen die
meisten Experten, die Einrichtung einer
neuen israelischen Botschaft in Kairo
erklären. Die israelische Botschaft war
vor einigen Jahren Ziel eines Mobs und
zerstört geworden. Als Israel begann,
eine neue Unterkunft für die Botschaftsräumlichkeiten zu suchen, hatten die
Ägypter alle möglichen Einwände gegen
den Kauf von adäquaten Büros im Zentrum von Kairo. Letztlich genehmigten
sie die Neueröffnung der Botschaftsbüros in der Residenz des israelischen Botschafters. An der Eröffnungsfeier nahm
kein einziger ägyptischer Minister teil.
Der einzige offizielle Vertreter der ägyptischen Regierung war der stellvertretende Leiter der Protokollabteilung des
Aussenministeriums. Doch es gibt auch
Experten, die der Ansicht sind, dass die
Gründe für das ägyptische Verhalten
sehr viel komplexer und komplizierter
sind und nicht lediglich auf eine Feinfühligkeit für die Stimmung in der eigenen
Gesellschaft zurückgehen.
Ägypten, ein grosses, unabhängiges
Land, das einen ausgeprägten Nationalstolz pflegt, möchte im Nahen Osten
wie auch in der Welt nach eigenen Regeln mitmischen. Das geht nicht unbedingt mit den israelischen Interessen
konform. Vor einigen Wochen konnte
man vernehmen, dass die Ägypter darum bemüht sind, erneut Kontakte zum
Assad-Regime aufzunehmen. Darüber
ist Israel alles andere als begeistert,
denn schliesslich stützt der syrische
Diktator seine Herrschaft in nicht geringem Masse auf den Iran und auf
der vom Iran geförderten libanesischen
Hisbollah-Miliz und ist darüber hinaus
ebenfalls auf die Hilfe Russlands angewiesen. Hinzu kommt das ägyptische
Interesse, eine «Hudna» (ein Abkommen
zum Waffenstillstand basierend auf den
Spielregeln des Islam) zwischen Israel
und der Hamas im Gazastreifen zu verhindern. Auch das deckt sich nicht mit
israelischen Interessen.
Ägypten, das Land der Pyramiden
und der geheimnisvollen Sphinx, gab
eigentlich schon immer Rätsel auf. Dennoch kann man aus Hinweisen Schlüsse ziehen. Die Eröffnung eines zweiten
Suez-Kanals, den Al-Sisi in Rekordzeit
bauen liess, ist mehr als nur ein Wink
mit dem Zaunpfahl, wenn es um Ägyptens Aspirationen geht. Die Zeremonie
strotzte nur so vor pharaonischen Elementen. In seiner Ansprache bezog sich
Al-Sisi auf «das mächtige Ägypten, das
auf eine 7.000-jährige Historie blickt».
Trotzdem ringt Ägypten wirtschaftlich
gewaltig – bis vor Kurzem zumindest,
denn inzwischen kann Al-Sisi auf die
Entdeckung eines grossen Naturgasvorkommens zurückgreifen. Es ist nicht nur
das grösste Naturgasvorkommen, das
bisher im Mittelmeer entdeckt wurde,
sondern befindet sich auch zweifelsfrei
in ägyptischen Hoheitsgewässern. Mit
dieser Entdeckung wächst nicht nur
Ägyptens Wirtschaft, sondern auch seine
Unabhängigkeit – darunter auch die Unabhängigkeit vom israelischen Anrainer.
Alle Analysen der strategischen Aspekte des israelisch-ägyptischen Bündnisses, die bisher in Israel angestellt
wurden, legen zu Grunde, dass Israel
ein starkes strategisches Interesse daran haben sollte, dass der amtierende
Präsident Al-Sisi an der Macht bleibt.
Stimmt diese Annahme angesichts der
Vorstellungen von Al-Sisi noch? Diese Frage wird vermutlich noch eine
weitere Zeit lang zwischen Israel und
Ägypten in der Luft schweben.
ZL∎
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Nachrichten aus Israel | 11/2015
13
POLITIK
AUSSENPOLITIK
VERWIRRENDE TWITTERGRÜSSE AN JUDEN IN ALLER WELT
Der Iran hält auch weiterhin an einer seiner Kernaussagen fest
und macht zudem international keinen Hehl daraus: Der Staat
Israel muss zerstört werden.
V
Vor dem jüdischen Neujahrsfest
Mitte September veröffentlichte der
iranische Präsident Rouhani eine englischsprachige Grussbotschaft an Juden
über Twitter: «Allah liess uns gemeinsame Wurzeln angedeihen, die uns beim
Erzvater Abraham zusammenführen
und gegenseitigen Respekt und tieferes
Verständnis füreinander schaffen.» Zum
Abschluss der Grussbotschaft des iranischen Präsidenten standen zwei hebräische Worte: «Shana Tova», zu Deutsch:
«Gutes neues Jahr». Die Botschaft wurde
vom Präsidentenamt in aller Welt verbreitet, nur die im Iran lebenden Juden
erhielten einen solchen Gruss nicht,
denn diese Botschaft wurde nicht in ihrer
Muttersprache herausgegeben.
Auf den ersten Blick zollt dies dem
Anderen viel Respekt, doch ausgerechnet die Juden, die im Staat Israel leben,
sind sich recht sicher: Das ist Augenwischerei. Die iranische Regierung steht
nach wie vor hinter ihrem Ansinnen,
dass der «Judenstaat vernichtet werden muss». Das hat erst vor wenigen
Wochen Hossein Scheikholeslam wiederholt, der als Berater des iranischen
Parlamentsvorsitzenden amtiert. Er
14
Nachrichten aus Israel | 11/2015
machte diese Ausführungen, nachdem
der britische Aussenminister Philip
Hammond nur kurz nach einem Besuch
in Teheran gegenüber der Presse seines
Landes ausgeführt hatte, dass «der Iran
seine Haltung gegenüber Israel stark
gemässigt hat». Die iranische Führung
war darüber aufgebracht und hielt es
für notwendig, unmissverständlich
Ordnung in die Sache zu bringen. «Der
Kampf gegen das illegale zionistische
Regime ist ein integraler und unveränderlicher Bestandteil unserer Politik»,
wurde von der iranischen Nachrichtenagentur Fars verkündet. Die Worte
stammten aus dem Mund von Sejed
Mahmoud Nabavi, einem Assistenten
des spirituellen Wortführers des Ajatollah-Regimes Chamenei.
Grundsätzlich festhalten darf man
ebenfalls, dass Chamenei nicht nur seine
Assistenten zum Thema sprechen lässt.
Er lässt sich selbst nur allzu gerne über
das Thema Israel aus und verschont auch
die USA nicht. In einer seiner Reden, die
er während der Verhandlungen des Iran
mit den Grossmächten hielt, sowie im
Rahmen weiterer Reden nach dem Abkommen, war er besonders deutlich. Als
irgendwo in den Medien herumgeisterte,
dass Israel infolge dieses Abkommens
für 25 Jahre beruhigt sein könne, gab
Chamenei deutlich zu verstehen: «In 25
Jahren wird es keinen Staat Israel mehr
geben.» Zudem hört man diesen Mann
auf Grossveranstaltungen immer wieder
skandieren: «Tod den Israelis, Tod den
Amerikanern.»
Doch die Iraner begnügen sich nicht
nur mit verbalen Angriffen. Infolge des
Abkommen hat der Iran seine finanzielle
Unterstützung von Terrorvereinigungen
aufgestockt. Davon profitieren sowohl
die Hamas als auch die Hisbollah-Miliz.
In den vergangenen Jahren hatte der
Iran seine Unterstützung massiv reduziert, was auf die wirtschaftliche Lage
infolge der Sanktionen, aber auch auf
die Umsicht zurückzuführen war, nicht
zu offen als Förderer von Terroristen
zu gelten. Jetzt, da das Abkommen unter Dach und Fach ist und die Aufhebung der Sanktionen in Aussicht steht,
fliessen iranische Gelder erneut in die
Taschen u.a. dieser beiden Organisationen. Es handelt sich um Milliarden
US-Dollar. Diese Finanzspritze, so hiess
es in der hebräischsprachigen Presse,
POLITIK
DIE BOTSCHAFT ZUM JÜDISCHEN NEUEN JAHR WURDE VOM PRÄSIDENTENAMT IN ALLER WELT VERBREITET, NUR DIE IM IRAN LEBENDEN JUDEN ERHIELTEN DIESEN GRUSS NICHT, DENN DIESE BOTSCHAFT WURDE
NICHT IN IHRER MUTTERSPRACHE HERAUSGEGEBEN.
soll die Hisbollah-Miliz dazu genutzt
haben, hochmoderne Kriegsmittel anzuschaffen, die sie gegenwärtig in Syrien
einsetzt. Zudem lässt der Iran weitere
Summen in das syrische Kampfgebiet
des Golan fliessen, investiert also direkt vor Israels Haustür. Das soll dem
Aufbau von Terrornetzwerken dienen,
die nicht nur direkt unter Israels Nase
aktiv sind, sondern vermutlich auch das
Vermögen erlangen werden, über die
Grenze hinweg zu operieren. Andere
nachrichtendienstliche Quellen liessen
durchblicken, dass der Iran auch der
Hamas erneut Gelder zukommen liess.
Der Iran soll es geschafft haben, einen
Koffer mit Geld an allen Kontrollen vorbeizuschmuggeln. Noch viel wichtiger
ist an dieser Geschichte, dass der Iran
das Geld zudem an der politischen Führung der Hamas vorbeischleuste und
direkt dem militärischen Arm dieser
Terrororganisation im Gazastreifen zukommen liess. Auch diese Finanzspritze wird letztlich im Kampf gegen Israel
zum Einsatz kommen.
Trotzdem gibt es auch andere Einblicke in die iranische Welt, denn in
letzter Zeit wurde verschiedenen Jour-
nalisten erlaubt, sich mehr oder weniger
frei im Iran zu bewegen. Darunter waren auch Israelis, die über zusätzliche
Staatsbürgerschaften verfügen. Aus
ihren Beiträgen geht deutlich hervor,
dass die iranische Führungsspitze zwar
gegen Israel wettern mag, das Volk diese Stimme jedoch nicht unbedingt teilt.
Die iranische Bevölkerung brachte bei
solchen journalistischen Berichten sehr
nachhaltig zum Ausdruck, dass sie an
der Beendigung des Konfliktes interessiert ist und sich schlichtweg bessere Tage wünscht. Diese Reportagen
geben einen tiefen und zugleich auch
rührenden Einblick in die Seele des iranischen Volkes; nur leider sind es nicht
die einfachen Bürger, die die Politik dieses Landes machen. Davon zeugte im
Herbst 2015 auch ein Grossaufmarsch
der Basij-Truppen. 50.000 Angehörige
dieser Miliz, die 2009 die zaghaften Reformbewegungen mit Gewalt im Keim
erstickte, marschierten in den Strassen
von Teheran. Es war eine Demonstration der Macht, die General Schabani mit
folgenden Worten unterstrich: «Dies ist
der Beweis, dass wir unsere nationale
Sicherheit zu schützen vermögen.» ZL∎
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Einlad
Eberhard Hanisch
spricht in
Berlin
EC Gemeinschaftshaus Spandau
Ruhlebener Strasse 9, DE 13597 Berlin
Sa. 07.11.2015,15.00 Uhr
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Nachrichten aus Israel | 11/2015
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Norbert Lieth
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
MNR-Freundestreffen Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23
MNR-Freundestreffen Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Gemeindehalle, Im Burrach, Ortsteil: Hofstett-Emerbuch
Kronenzentrum (kleiner Saal), Am Kronenplatz/Mühlwiesenstrasse 6
CVJM Kassel, Wolfsschlucht 21
Paulus Kapelle EMK, Klosestrasse 10
Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht), Postweg 18
Gemeindehaus Christuskirche, Von-Werth-Strasse 2
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Evangelisch-freikirchliche Baptistengemeinde Koblenz, Sebastianistrasse 43
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Vrije Evangelische Gemeente «De Ark», Kennelweg 14
CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Herold, Obere Dorfstrasse 38
MNR-Freundestreffen Stadthalle Pleissental, Crimmitschauer Strasse 7
MNR-Freundestreffen Stadthalle Pleissental, Crimmitschauer Strasse 7
DE 71065 Sindelfingen
DE 71065 Sindelfingen
CH 3011 Bern
CH 8600 Dübendorf
DE 73340 Amstetten
DE 74321 Bietigheim-Bissingen
DE 34117 Kassel
CH 3600 Thun
NL 3941 KA Doorn
DE 56068 Koblenz
CH 8600 Dübendorf
DE 56076 Koblenz-Pfaffendorf
CH 3011 Bern
NL 4205 ZR Gorinchem
DE 99089 Erfurt
DE 09419 Thum OT Herold
DE 08412 Werdau
DE 08412 Werdau
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Thomas Lieth
Elia Morise
Eberhard Hanisch
Elia Morise
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Thomas Lieth
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth
Ernst Baumann
Nathanael Winkler
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Termine vom 01.11. bis 31.12.2015
CH 8600 Dübendorf
Mitternachtsruf
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22.11.
22.11.
22.11.
22.11.
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Mitternachtsruf-Haus, Ringwiesenstrasse 12a
Gemeinschaftsschule - Mensa, Schulstrasse 14
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Evangeliums Christen Baptisten Gemeinde, Maria-Theresia-Strasse 2
FeG Kiel, Kronshagener Weg 130A
FeG Kiel, Kronshagener Weg 130A
FeG Giessen, Talstrasse 14
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Aramäische Gemeinde, FeG Pohlheim bei Giessen, Steinstrasse 30
Schloss Beuggen, Evangelische Tagungs- und Begegnungsstätte
Mühlenweg 2c
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Weihnachtsfest-Gottesdienst Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
CH 8600 Dübendorf
DE 72296 Schopfloch
CH 3011 Bern
CH 8600 Dübendorf
DE 89312 Günzburg
DE 24116 Kiel
DE 24116 Kiel
DE 35394 Giessen
CH 8600 Dübendorf
CH 3011 Bern
DE 35415 Pohlheim
DE 79618 Rheinfelden
DE 26789 Loga (Leer)
CH 3011 Bern
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CH 3011 Bern
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Thomas Lieth
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Nathanael Winkler
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Elia Morise
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Andreas Graber
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Johannes Vogel (WoBi)
POLITIK
ENTHÜLLUNGEN
EHUD BARAK: ISRAEL STAND DREI MAL
VOR EINEM ANGRIFF IRANS
Dies erfuhr die Öffentlichkeit aus einem biografischen Buch Ehud Baraks. Die
Publikation erregte grösstes öffentliches Interesse, zog aber auch heftigste Kritik
auf sich, weil der Ex-Verteidigungsminister nationale Geheimnisse ausplauderte.
E
Ende August liess Israels ehemaliger Ministerpräsident Ehud Barak
eine mediale Atombombe platzen,
die Wellen bis nach Teheran schlug,
welche allerdings auch wieder zurückschwappten. Barak ist einer der
höchst dekorierten Soldaten Israels.
Er nahm an unzähligen aufsehenerregenden Aktionen teil, amtierte von
1991 bis 1995 als Generalstabschef
und anschliessend als Abgeordneter
der Knesset sowie als Aussen- und
Verteidigungsminister. Zwischen 1999
und 2001 war er auch Ministerpräsident des Staates Israel. Über seine
Zeit als Verteidigungsminister in der
Netanjahu-Regierung (ab 2007 unter
Ehud Olmert und dann bis 2013 unter
Netanjahu) berichtete er dem Team,
das seine Biografie verfasste, auch
über Israels Pläne bezüglich des iranischen Atomforschungsprogramms.
Er führte im Detail aus, dass Israel
drei Mal kurz davor war, einen Präventivangriff gegen den Iran auszuführen.
Damit gab erstmals eine offizielle israelische Quelle zu, dass Israel tatsächlich derartige Absichten verfolgte.
Laut Baraks Angaben arbeitete er
in seiner Position als Verteidigungsminister zusammen mit Ministerpräsident Netanjahu und dem damaligen
Aussenminister Avigdor Lieberman in
den Jahren zwischen 2010 und 2012
mehrere Pläne aus, auf welche Weise
man einen militärischen Schlag gegen
das iranische Atomforschungsprogramm ausführen könnte. Hinzufügen
muss man, dass er explizit ausführte,
dass nicht nur konkrete Pläne geschmiedet wurden, sondern Israel drei
Mal mehr oder weniger unmittelbar
18
Nachrichten aus Israel | 11/2015
vor der Ausführung eines solchen Angriffs stand. Der erste war, so Barak,
2010 geplant. Dass dieser Plan nicht
umgesetzt wurde, geht, wie Barak
berichtet, auf den Widerstand des damals amtierenden Generalstabchefs
Gabi Aschkenasi zurück, der der Ansicht war, dass die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) nicht über
das notwendige Operationsvermögen
für einen solchen Schlag verfügen. Ein
Jahr später, so gab Barak des Weiteren an, wurde der Plan eines Militärschlages von Mosche (Bogie) Jaalon
verhindert, der damals Minister für
strategische Angelegenheiten war und
in der gegenwärtigen Netanjahu-Regierung als Verteidigungsminister amtiert. Auf Jaalons Seite habe sich der
damalige Finanzminister Juval Steinitz geschlagen. Jaalon und Steinitz
gehörten zu der Zeit zu dem «Achter
Forum», einem kleinen Kreis von Regierungsangehörigen, die über die heikelsten Sicherheitsangelegenheiten
des Staates Israel entscheiden. Die
beiden hätten, so beschrieb Barak es,
wie Espenlaub gezittert, hätten sie nur
an die Möglichkeit eines israelischen
Militärschlags gegen den Iran gedacht.
Der dritte Plan von 2012 stand ebenfalls unmittelbar vor der Ausführung,
wurde letztlich aber nicht umgesetzt,
weil im ausgesuchten Zeitfenster ein
Grossmanöver der israelischen und
der US-amerikanischen Streitkräfte in
der Region stattfand.
Diese Geschichten berichtete Barak gegenüber seinen Biografen Danny Dor und Ilan Kfir, die dessen hebräische Biografie auf der Grundlage
der 100 Stunden mit ihm geführter
Interviewgespräche verfassten. Die
Audioaufnahmen kamen kürzlich den
Medien in die Hände und lösten einen
Sturm der Entrüstung aus. Viele in
Israel griffen Barak an, weil er ohne
mit der Wimper zu zucken über Angelegenheiten redet, die die geheimsten
Staatsgeheimnisse betreffen. Man
warf Barak zudem Eigennützigkeit vor,
weil er sich selbst so als unerschrockenen Kämpfer gegenüber dem Iran
porträtieren kann. Der Ex-Minister
Steinitz bat sogar den Generalstaatsanwalt, Barak wegen der Offenlegung
von Staatsgeheimnissen vor Gericht zu
stellen. Steinitz schrieb in seiner Eingabe u.a.: «Der Iran würde eine Menge
Geld für weitere Geheimnisse aus dem
Mund Baraks zahlen.»
Der Iran dahingegen feierte diese Publikationen – nicht nur, weil
das Land kostengünstig an durchaus
strategisch wichtige Informationen
gekommen zu sein scheint. Die Meldungen, dass das Land tatsächlich an-
POLITIK
VERSORGUNG
gegriffen werden sollte, bescherten
ihm die russischen Abwehrraketen
des Typs S-300, die als eine Art
kräfteausgleichendes
Rüstungsmittel gelten, das dem Iran wegen
der bisher bestehenden Sanktionen
verwehrt blieb. Dank Barak kann
der Iran behaupten, einen mehr als
nur guten Grund für den Erwerb dieser Abwehrraketen zu haben, denn
schliesslich sei nun bewiesen, dass
man sich vor einem israelischen Militärschlag schützen müsse. Wenngleich Barak in der Vergangenheitsform spricht, so zeige dies laut
dem Iran dennoch die israelischen
Absichten, die auch in der Zukunft
noch relevant sein könnten.
Zugleich gab es nicht wenige Experten und auch Kommentatoren,
die gewisse Zweifel an Baraks
Ausführungen verlautbarten. Sie
halten es kaum für glaubwürdig,
dass das Trio Barak-NetanjahuLieberman gegenüber weniger bedeutsamen Ministern in einer sehr
viel schwächeren Machtposition
einlenkten. Sie hingegen halten es
für sehr viel wahrscheinlicher, dass
genau dieses Trio letztlich auf der
Suche nach einem eleganten Weg
war, von dem Ast abzusteigen, auf
den die drei geklettert waren und
dass sie dafür andere Minister
schlichtweg als Ausrede vorschoben. Zugleich führten die Kritiker
an, dass die Geschichte rund um
das israelisch-amerikanische Militärmanöver reichlich hinkt. Wenn
man es gewollt hätte, hätte es vermutlich viele Zeitfenster gegeben.
Ein solches Manöver wird frühzeitig angesetzt, sodass man seine
Pläne dem bestens anpassen kann.
Unklar ist, welche Beweggründe Ehud Barak hat, solche Angelegenheiten auszuplaudern. Einige
mutmassten, dass Barak von sich
reden machen wollte, um seinen
Wiedereintritt in die Politik zu inszenieren. Andere sind schlichtweg
der Ansicht, dass er um seinen Platz
in der Geschichte besorgt ist, denn
jetzt, da das Abkommen mit dem
Iran endgültig in trockenen Tüchern zu sein scheint, wird niemand
mehr von einem möglichen Militärschlag reden, sodass Barak in aller
Ruhe auf seinem Sofa sitzen und
die Historie nach eigenem Gutdünken schreiben kann.
ML∎
KRIEG UM WASSER?
Zu diesem Thema wurde kürzlich ein internationaler
Bericht herausgegeben. Parallel erschien ein Buch, in dem festgehalten
wird, dass das israelische Wissen auf diesem Gebiet letztlich das Leben
von Millionen Menschen zu retten vermag.
I
Israel sowie die der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) unterstehenden Gebiete sind unter jenen Staaten des Nahen Osten gelistet, die in den
kommenden Jahrzehnten mit einer Wasserhaushaltskrise umgehen müssen,
die das Potenzial hat, kriegerische Konflikte auszulösen. Das hält zumindest
das «World Resources Institute» (WRI) in einem Bericht fest, der insgesamt 33
Staaten benennt, die mit Krisen ihres nationalen Wasserhaushaltes zu ringen
haben. Von diesen 33 Staaten weltweit gehören 14 zur Region des Nahen Ostens. Zudem wird festgehalten, dass gerade diese Staaten bis zum Jahr 2040
vor einem akuten Problem stehen. Eine Indexskala mit fünf Punkten, die evaluiert, wie akut die Krise ist, listet ganz oben San Marino und Singapur sowie
die folgenden Staaten des Nahen Ostens auf: Bahrain, Kuwait, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, die PA und Israel. Ihnen schliesst sich auf dieser Skala
Saudi-Arabien unmittelbar an.
Die Studie fasst etwas zusammen, was schon lange bekannt ist: Die Konkurrenz um die schwindenden Wasserreserven wird sich negativ auf die betroffenen
Wirtschaftsmärkte auswirken, zu mangelhafter politischer Stabilität führen und
letztlich auch in Auseinandersetzungen gipfeln, in die Armeen verwickelt sein
werden. Laut Aussage der Forscher ist der Nahe Osten besonders stark von einem
solchen Szenario der «Herausforderungen, die mit dem Thema Wasser in Verbindung stehen» betroffen; und dies in einer absehbaren Zeitspanne. Das untermauert
auch eine andere, 2013 veröffentlichte Studie, die aufzeigt, dass der Wasserverlust der Ströme Euphrat und Tigris im weltweiten Vergleich am massivsten ist.
Vergleicht man nunmehr die von diesem Szenario betroffenen Staaten, so
scheint sich Israel trotz der drohenden Wasserkrise von den anderen Ländern
abzuheben. Israel verfügt entlang seiner Mittelmeerküste über vier aktive Entsalzungsanlagen, zu denen in nächster Zeit eine fünfte hinzukommt. Hier werden rund
70 Prozent des benötigten Wassers produziert. Dadurch hat Israel in gewisser Weise vorgebaut und hält sich den Rücken frei. Das Land ist zudem in der glücklichen
Lage, von den Überschüssen etwas an die PA und an Jordanien abgeben zu können.
Parallel zum erwähnten düsteren internationalen Bericht erschien ein
Buch zum Themenkreis. In dem Buch von Seth Siegel «Let There be Water»
geht es um Israels einzigartigen und überragenden Beitrag zur Lösung des
global brennenden Problems der rückläufigen Trinkwasserreserven mittels
moderner Technologieinnovationen. Der Autor führte eine lange Liste von Entwicklungen und Ansätzen an, die die Welt Israel zu verdanken hat und die keineswegs nur punktuelle, sondern häufig ganzheitliche Lösungen bieten. Insgesamt setzt Israel in diesem Bereich folgende Massnahmen um: Entsalzung
von Meerwasser, Wasseraufbereitung, Tropenbewässerungssysteme, Aufdeckung und Beseitigung von Wasserlecks, Entwicklung von landwirtschaftlichen
Produkten, die weniger bewässerungsintensiv sind u.v.m. Diese Lösungen
und Ansätze zusammengenommen können, so glaubt Siegel, in den kommenden Jahrzehnten das Leben von Millionen Menschen retten.
ZL∎
Nachrichten aus Israel | 11/2015
19
GESELLSCHAFT
ALT UND SCHNELL
Semion Simkin ist 91 Jahre alt und
Holocaustüberlebender. Kürzlich
setzte er sich im französischen
Lyon bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in der Klasse der
Senioren im 10-km-Lauf durch.
Er lief die Strecke in einer Stunde und 20 Minuten.
AN∎
«ROTE ZUCKERSAUCE»
Die US-amerikanische Firma Heinz vermarktet schon seit 1869 ihren berühmten Tomaten-Ketchup. Er ist in aller Welt bekannt, so auch in Israel.
Zukünftig darf in Israel auf der Verpackung jedoch nicht mehr «Ketchup» stehen.
Der israelische Lebensmittelkonzern Osem hatte gegenüber dem Gesundheitsministerium argumentiert, dass dafür entsprechend der israelischen Richtlinien zu
wenige Tomaten in der «roten Zuckersauce» enthalten seien. Das bestätigten die
israelischen Behörden nach genauerer Prüfung, weshalb zukünftig auf dem hebräischsprachigen Etikett das Wort «Ketchup» durch «Würzmittel» ersetzt wird.
AN∎
WAS TUN GEGEN POLYGAMIE?
Im Staat Israel ist Polygamie verboten. Diese Gesetzgebung steht den Gepflogenheiten des Islam entgegen, laut denen ein Mann bis zu vier Frauen
heiraten darf, wenn er sie und die der Verbindung entspringenden Kinder
ernähren kann. Trotz Verbot in Israel leben schätzungsweise fast 40 Prozent der im Negev ansässigen männlichen Beduinen in Polygamie. Ein
Abgeordneter der in der Knesset vertretenen Vereinigten Arabischen Liste
wurde schon im Wahlkampf wegen seines polygamen Lebensstils angegriffen. Frauenrechtsorganisationen der beduinischen Gesellschaft arbeiten
mittlerweile mit den israelischen Behörden zusammen, um diesem Phänomen strikter zu begegnen. Die gesetzlich festgesetzten Haftstrafen sollen
endlich umgesetzt werden. Zugleich setzt der Staat auf Sanktionen der
Sozialansprüche für den Fall, dass ein muslimischer Bürger des Staates
Israel mehrere Frauen ehelicht. Die Frauenrechtsorganisationen sehen in
Aufklärung und Fortbildung ein effektiveres Vorgehen.
AN∎
ELIAS HÖHLE WIRD RESTAURIERT
Die Höhle im Karmel-Gebirge im Stadtgebiet Haifa, in der laut Ortstradition der
Prophet Elia die Nacht verbrachte, bevor er am Morgen in den Kampf zog, ist
seit vielen Jahren vernachlässigt, aber dennoch wegen ihrer antiken Inschriften einzigartig. Insgesamt 180 griechische, 44 hebräische, zwei arabische Inschriften sowie eine lateinische sind dort zu finden. Nunmehr wird diese Stätte,
die bis zum 9. Jahrhundert v. Chr. und damit zur Zeit des biblischen Königs
Ahab Kultzwecken diente, mit Hilfe einer Finanzspritze der israelischen Regierung unter Aufsicht der Israelischen Antikenbehörde restauriert.
AN∎
20 Nachrichten aus Israel | 11/2015
JUDEN IN MAROKKO
Marokko gilt als eines der toleranteren
arabischen Länder. Obschon die grosse
Mehrheit der jüdischen Gemeinschaft
dieses Landes nach Gründung des jüdischen Staates in den Jahren nach
1948 Marokko verliess, so besteht dort
weiterhin eine jüdische Gemeinschaft
mit rund 5.000 Angehörigen. Inzwischen interessiert sich die junge Generation zunehmend für eine Zukunft in
Israel. Vor diesem Hintergrund nahmen
diesen Sommer erstmals 30 junge Juden
aus Marokko an einem Armeevorbereitungskurs im Zuge ihrer anstehenden
Einwanderung im Laufe des kommenden Jahres teil.
AN∎
GESELLSCHAFT
SINGVÖGEL HABEN ÜBER ISRAEL RUHE
Der Mittelmeerraum ist im Frühjahr wie im Herbst das Überfluggebiet von Milliarden von Zugvögeln. In dieser
Region kommen jährlich rund 25 Millionen Zugvögel ums Leben, weil sie zum Weiterverkauf gefangen oder
zum Verzehr getötet werden. Vor allem kleinere Singvögel werden zum Opfer menschlicher Gaumenfreuden.
An erster Stelle dieser illegalen Aktivitäten rangiert Ägypten. Dem Land folgen fast alle anderen Mittelmeerländer. Israel wird in dem Bericht von «Birdlife International» als grosse Ausnahme erwähnt. Lobend
wird hervorgehoben, dass solche illegalen Aktivitäten in Israel «eigentlich gar nicht vorkommen», während
allein in der Palästinensischen Autonomiebehörde jährlich 90.000 Singvögel gefangen werden.
AN∎
ULTRAORTHODOXE
ÜBERFLIEGERIN
Die nationale Fluggesellschaft des
Staates Israel ELAL akzeptierte die
erste ultraorthodoxe Frau für ihr Pilotenausbildungsprogramm. Die dreifache Mutter, die Anfang 30 ist und aus
Jerusalem stammt, verfügt über eine
US-amerikanische Pilotenlizenz, die
sie in den vergangenen Jahren immer
wieder auffrischte und um Flugstunden
aufstockte, um sich für die Ausbildung
bei ELAL zu qualifizieren. Gegenüber
der Presse, die ihren Familiennamen
geheim hält, sagte sie, dass sie die volle
Unterstützung ihres Ehemannes geniesse. Damit veranschaulicht sie zugleich
das Ergebnis einer Studie der prestigereichen Organisation für Entwicklung
und wirtschaftliche Zusammenarbeit,
laut der israelische Frauen im Vergleich
zu Frauen anderer OECD-Länder einen
schnelleren und umfassenderen Eintritt
in den Arbeitsmarkt vollziehen.
AN∎
EIN VERSCHÖNERNDER UNFALL
Während eines Besuches im renommierten Israel Museum kam ein
junges Mädchen der Aufbewahrungsschachtel einer 2.000 Jahre alten
Glasvase zu nahe. Die Vase zerbrach entlang eines bereits vorhandenen
Risses. Das Museum machte aus der Angelegenheit kein Aufhebens,
denn die Vase war schnell repariert und sieht laut Restaurator «viel besser als vorher aus, weshalb sie auch weiterhin ausgestellt wird».
AN∎
FAMILIEN HABEN ES IN
ISRAEL GUT
Israel landete auf Platz vier einer Studie der
internationalen Organisation «InterNations»
und gilt nach Österreich, Finnland und
Schweden als familienfreundlichstes Land.
In einzelnen Kategorien, wie beispielsweise «generelles Wohlbefinden der Familien»,
schnitt Israel sogar noch besser ab. Gemessen wird u.a. die Verfügbarkeit von Betreuungs- und Bildungsangeboten für Kinder
sowie die damit verbundenen Kosten. Auch
Faktoren wie die Qualität der Bildungsangebote und die Auswahlmöglichkeiten für
Betreuung und Bildung werden ermittelt.
Deutschland belegte in diesem Jahr den
siebten Platz, die USA landeten auf Platz
25. Schlusslicht ist Saudi-Arabien.
AN∎
BRASILIANER, AUF NACH ISRAEL!
Israel zählt rund 12.000 Juden mit brasilianischen Wurzeln zu seinen
Staatsbürgern. In den vergangenen Jahrzehnten kamen pro Jahr rund
200 bis 300 Neueinwanderer aus Brasilien hinzu, doch schon seit einigen Jahren kann man einen Anstieg von jährlich rund 25 Prozent beobachten. Mittlerweile erwartet man jährlich weitaus mehr als 500
brasilianische Juden in Israel. Die Verantwortlichen verweisen auf einen grossen Unterschied zur Migrationsmotivation in der Vergangenheit hin: Die jungen Leute fliehen vor der hohen Kriminalität in ihrem Heimatland und suchen bessere wirtschaftliche Optionen.
AN∎
Nachrichten aus Israel | 11/2015
21
GESELLSCHAFT
SIEDLER
LICHT &
SCHATTEN
D
Der Staat Israel wurde – leider kann
man das nicht unter den Tisch kehren
– erst infolge des grausamen Brandanschlages auf das Wohnhaus einer palästinensischen Familie in Duma bei Ramallah wach. Viele sind der Ansicht, dass die
Zeichen allerdings schon lange auf Sturm
standen. Bei diesem Anschlag mussten
Vater, Mutter und ein anderthalb Jahre
altes Baby ihr Leben lassen. Ein Vierjähriger wurde Vollwaise. So wie es gegenwärtig aussieht, kennen die Behörden
zwar die Schuldigen, haben jedoch nicht
genügend Beweise, um sie vor Gericht
zu stellen. Andererseits setzt der Staat
mit seinen Behörden nunmehr die sogenannte Verwaltungshaft um. Inzwischen
sitzen rund ein Dutzend Extremisten
der jüdisch-israelischen Gesellschaft in
Haft; dies ohne Gerichtsverfahren, ohne
Anhörung und ohne zeitliche Begrenzung. Anderen wurde im Zuge der von
der Regierung an die Behörden herausgegebenen Anweisungen untersagt, sich
in Judäa und Samaria und / oder Jerusalem aufzuhalten. Wieder andere wurden
unter Hausarrest gestellt oder müssen
mit nächtlichen Ausgangssperren leben.
Es ist klar, dass hier eine Gruppe erstarkt ist, die die weltlichen Gesetze des
Staates Israel vor dem Hintergrund ihrer
Auslegung der jüdischen Religionsgesetze missachtet. Doch auch wenn diese
Gruppe erstarkt ist und in den internationalen Medien das Wort «Siedler» als eine
Art Beweis für die extremistische Einstellung dieser Personen angeführt wird,
so muss man deutlich differenzieren. Wir
haben bereits vor einigen Monaten in
Leitartikeln deutlich gemacht, dass es
sich um eine heterogene Bevölkerungsgruppe handelt.
Ben-Zion (Benzi) Gopstein rief öffentlich zur Brandstiftung von Kirchen im
Heiligen Land auf. In der internationalen Presse wurde dieser radikale Siedler
oftmals als «Siedler-Führer» bezeichnet,
22 Nachrichten aus Israel | 11/2015
Die israelischen Siedler sind immer wieder in aller Munde.
Man kann es nicht von der Hand weisen, dass einige extremistische
Siedler in letzter Zeit tatsächlich mit grausamen Aktionen Schlagzeilen
machten. Doch es geht auch anders.
dabei ist er «nur» Direktor der Organisation Lehava, die sich gegen Assimilation
von Juden engagiert. Er wie auch andere
sind durchaus nicht nur als Radikale,
sondern als Extremisten zu bezeichnen.
Die jüdisch-israelische Gesellschaft hat
hier ein brennendes Problem, mit dem
sie politisch und juristisch fertig werden
muss. Dennoch kann man solche Extremisten nicht als Wortführer einer Bevölkerungsgruppe bezeichnen, die mehr als
eine halbe Million Mitglieder zählt, die
nicht im israelischen Kernland wohnen,
von denen jedoch mindestens 285.000
Personen in grösseren Städten ansässig
sind und die ihren Wohnort dort nicht unbedingt oder gar zwangsläufig aus ideologischen Gründen gewählt haben.
Unter den israelischen Siedlern befinden sich Säkulare wie Religiöse, Personen, die der politischen Linken oder der
Rechten nahestehen, Menschen, die aus
wirtschaftlichen Gründen in die finanziell
günstigeren Wohngebiete ziehen, um sich
dort eine eigene Wohnung kaufen zu können oder um dort auf einem höheren Niveau als im israelischen Kernland leben
zu können. So gibt es eben auch jene religiös-politisch motivierten Extremisten,
die schreckliche Schlagzeilen machen,
doch es gibt auch genauso religiös-politisch motivierte Israelis, die gerade deren
Präsenz in Judäa und Samaria zum Anlass nehmen, um einen religiösen Frieden zu erwirken. Dazu gehören auch die
Lehrkräfte sowie die Mehrheit der 1.200
Studenten der 1987 gegründeten Jeschiwa Otniel südlich der Hebroner Berge.
Das Talmud-Thora-Studierzentrum Otniel verkündet auf seiner Homepage
deutlich: zwischen Intellekt und Herz
zu verbinden, jedem Studenten die Möglichkeit zu gewähren, seine Individualität
zum Ausdruck zu bringen und im Zuge
einer aufgeschlossenen Entdeckungsreise Freude am Dienst zu Ehren Gottes zu
empfinden. Vor diesem Hintergrund wird
an dieser Jeschiwa auch eine künstlerische Kreativität gefördert, was ebenso aussergewöhnlich ist, wie das offen
zur Schau gestellte Interesse der rabbinischen Lehrkräfte für andere Religionen.
Das sogenannte «Feld», ein Projekt,
an dem sich Lehrkräfte wie Studenten
der Jeschiwa Otniel beteiligen, die 2002
Schauplatz eines Terroranschlags von
zwei Palästinensern war, hat eine lange
Vorgeschichte. Dabei spielt der Name des
vor zwei Jahren verstorbenen Rabbi Menachem Froman eine Rolle, der dafür bekannt war, sich für «religiösen Frieden»
einzusetzen. Letztendlich handelt es
sich beim «Feld» um ein Stückchen Land,
das einem Palästinenser gehört, der
in Israel in Haft sass und einen Bruder
durch Schüsse israelischer Soldaten verlor. Er stellte sein Land zur Verfügung,
da er glaubt, dass Mauern eingerissen
werden müssen, da Juden und Muslime
Glaubensbrüder sind. Auf diesem Stückchen Land wollen sie eine exterritoriale
Gemeinsamkeit leben. Man sollte nicht
um Land kämpfen und es in Zonen einteilen, sondern einander mit Respekt für
die Individuen, die Gesellschaften und
vor allem die religiösen Werte begegnen,
dann, so meinen diese Siedler und viele
andere involvierte palästinensische Muslime, könne man einen neuen gemeinsamen Lebensraum schaffen.
Gerade in Zeiten der Spannungen –
wie der Entführung der drei Studenten,
die man nachfolgend nur wenige Hundert Meter von Otniel ermordet auffand
– rückte man hier enger zusammen. Man
stattete den trauernden Familien einen
gemeinsamen Kondolenzbesuch ab und
führte ein Feriencamp für jüdische und
muslimische Kinder durch. Beide Seiten
sind in ihren Gesellschaften durchaus
Angriffen ausgesetzt, doch angesichts
der wachsenden Mauern und der zunehmenden Gewalt halten sie an ihrem Motto fest: jetzt erst recht.
AN∎
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Nachrichten aus Israel | 11/2015
23
GESELLSCHAFT
MEDIEN
EINBLICKE IN DIE ARABISCHEN MEDIEN
Die Makaken-Affen sollen Abkömmlinge von Juden sein, hiess es, ebenso wie: Die Hamas-Terrororganisation setzt
Hitler-Methoden um.
D
Die arabischsprachige Presse zeichnet sich, wie auch die Medien in anderen
Kulturräumen, durch eine grosse Spannbreite unterschiedlicher Meinungen und
Weltanschauungen aus. Auch heftige
Debatten sind an der Tagesordnung;
dies sogar rund um einen Themenkreis,
bezüglich dem man gerade im arabischmuslimischen Kulturraum eigentlich einen Konsens vermuten sollte: Israel. Ein
herausragendes Beispiel sind zwei erst
kürzlich publizierte Beiträge.
Zum einen handelt es sich um einen
Kommentar aus der Feder von Abdallah
al-Hadlaq, der in der kuwaitisch-arabischsprachigen Tageszeitung Al-Watan
erschien. Er stellte in seinem Beitrag
die Behauptung auf, dass der wahrhafte
Feind der arabischen Staaten überhaupt
nicht Israel sei. «Ein weiser Feind ist
einem Feind, der nicht abzuwägen vermag, vorzuziehen», hielt er u.a. fest.
In diesem Kontext betrachtet er den
Staat Israel, den er als «Freundesstaat»
bezeichnet, nicht als Feind, sondern
zeigt mit dem anklagenden Zeigefinger
deutlich auf den Iran. Er äussert die
Meinung, dass die Führungsschicht im
Iran faschistisch geprägt ist und keinen
Augenblick zögern würde, Atomwaffen
einzusetzen; dies nicht nur gegen den
auserkorenen Erzfeind, sondern auch
gegen die Golfstaaten. Das stünde ganz
und gar im Gegensatz zu Israel und dem
israelischen Verhalten. Der Staat Israel,
so führte er aus, verfüge schon sehr lange
über einsatzbereite Atomwaffen, habe sie
aber niemals in einem der vielen Kriege
gegen die arabischen Staaten eingesetzt.
«Bei dem Staat Israel handelt es sich um
einen Freundesstaat, von dem keinerlei
Gefahr für uns ausgeht. Wir haben keinerlei Befürchtungen zu hegen, dass uns
von Israel Böses droht.» Weiter führte alHadlaq aus: «Wer uns bedroht, wer Terror
fördert und umsetzt und uns ohne Zögern
am liebsten überrennen und besetzen
möchte, ist das Führungsregime, das am
Persischen Golf die Macht hat.» Im Weiteren ruft er die Golfstaaten dazu auf, jeg-
24 Nachrichten aus Israel | 11/2015
liche Beziehung zum Iran abzubrechen
und stattdessen ein freundschaftliches
Bündnis mit Israel einzugehen, das politisch-diplomatische, wirtschaftliche und
sogar militärische Aspekte abdeckt.
Der palästinensische Kommentator
Majed Hadib lässt mit Sicherheit weniger gute Haare an Israel, als sein kuwaitischer Kollege, doch den Hals hat
er dafür von der Hamas im Gazastreifen umso voller. In einem Beitrag, den
der palästinensische Journalist auf der
Homepage Amad veröffentlichte, die mit
der PLO sympathisiert, hielt er kürzlich
fest, dass die Hamas Methoden umsetzt,
die man mit denen Hitlers vergleichen
kann. So wie Hitler Vernichtungspläne
hegte, so würde die Hamas-Herrschaft
im Gazastreifen danach trachten, die palästinensische Macht zu vernichten. Er
warnte davor, dass eine Fortsetzung der
Hamas-Vormacht das palästinensische
Volk in den Untergang führen wird. «Hitler hat Deutschland nichts anderes als
Zerstörung gebracht, denn er mordete,
verhaftete und unterdrückte u.a. sein
eigenes Volk», schrieb Hadib unmissverständlich. «Wenn die Hamas den von ihr
eingeschlagenen Weg fortsetzt, wird sie
das palästinensische Volk in den Untergang führen und dem historischen Kampf
unseres Volkes ein Ende setzen, das von
Blut und Märtyrern nur so strotzt.»
Andererseits fehlt es in den arabischsprachigen und / oder muslimisch
geprägten Medien nicht an solchen, die
auch weiterhin ausschliesslich auf den
«zionistischen Erzfeind» eingeschossen
sind. Sie stellen einen tradierten Antisemitismus zur Schau, der selbst den ChefPropagandisten der Nazis Josef Goebbels
in den Schatten stellt. Diesbezüglich
muss man den sudanesischen Journalisten Mosab al Muschraf erwähnen, der
in einem der populärsten Blogs festhielt,
dass die Makaken-Affen von Juden abstammen. Dieser Journalist bezieht sich
in seinem Beitrag auf eine Passage des
Korans (Sure 5/60), in der berichtet wird,
dass Allah den Juden zürnte und sie deshalb in Affen verwandelte. Das nahm al
Muschraf zum Ausgangspunkt, um Parallelen zwischen dem Verhalten von Makaken und Juden aufzuzeigen. «Dass die
Existenz von Affen auf Juden zurückgeht
ist eine unumstrittene Tatsache», und er
fügte unbeirrt hinzu: «Es gibt zwei Arten
von Makaken: die schwarzen und die
silbernen. Das korrespondiert mit den
Gruppen der Juden: die europäischstämmigen Aschkenasen und die aus dem
Orient kommenden Sephardim.» Die weiteren infamen Behauptungen wollen wir
uns hier lieber sparen.
Die Reaktionen auf diesen Beitrag
waren durchaus gemischt, die meisten
kommentierten diesen Beitrag jedoch
eindeutig mit dem Urteil: «Der Verfasser
ist ein absoluter Idiot, der keine Ahnung
vom Islam und vom Koran hat.»
ML∎
Neue Botschafts-CDs!
Norbert Lieth
Samuel Rindlisbacher
Norbert Lieth
Erich Maag
Das Lied Moses
und des Lammes
Die grosse Freiheit
Berufen zum
Wäschewaschen
Prophetische Perspektiven
Schon beim Auszug aus Ägypten spielte das Lamm für Israel eine lebenswichtige Rolle. Norbert Lieth beleuchtet viele hochinteressante prophetische Aspekte aus dem ersten Lied der BibeI
und wie sich in der Offenbarung der
Kreis schliesst. Altes und Neues Testament bilden eine Einheit und der zentrale Punkt ist und bleibt das Lamm –
Jesus Christus.
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CHF 5.50, EUR 4.00
Freiheit, das ist etwas, wonach wir alle
streben. Aber sollten wir Christen denn
nicht nach gewissen Geboten leben?
Samuel Rindlisbacher geht hier auf Römer 14 ein und zeigt in fantastisch
praktischer Weise, wie sich die Freiheit
des Christen im Alltag auswirkt. Ein
sehr lohnenswerter Anschauungsunterricht.
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Soll das ein Witz sein? Zum Wäschewaschen braucht man doch keine Berufung! Das gehört doch zum alltäglichen
Leben. – Aber wie ist denn das mit der
Berufung? Wofür wird man berufen
und wie merkt man das? Norbert Lieth
erklärt in anschaulicher Weise wie das
mit der Berufung geht. Erstaunlich einfach und auf festem biblischen Fundament.
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Das Buch Esther zeigt auf erstaunliche
Art und Weise, dass hinter allem Weltgeschehen ein souveräner Gott steht,
obwohl gerade in diesem Buch der
Name Gottes gar nicht genannt wird.
Erich Maag legt die prophetischen Dimensionen dieses Buches dar und erklärt, was diese sowohl in Bezug auf
das Volk Israel als auch für uns persönlich zu bedeuten haben. Weiterführend
und lebensnah!
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CHF 5.50, EUR 4.00
Weihnachten
in der Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15, CH 8600 Dübendorf
Auch im Livestream: live.mnr.ch
Montag, 14.12.2015, 19.30 Uhr
Donnerstag, 25.12.2015, 10.00 Uhr
The Geneva International
Christian Choir and Orchestra
Weihnachtsfestgottesdienst
mit Thomas Lieth:
Advent … und die herrliche
Erscheinung unseres Herrn
Ein aussergewöhnliches Weihnachtskonzert
mit über 130 Mitwirkenden!
Nachrichten aus Israel | 11/2015
25
WISSENSCHAFT
MIT ERDÖL GEGEN DEN IS
Die renommierte Zeitung Financial Times brachte es als eine aufsehenerregende Meldung: Israel bezieht die Mehrheit des zur Deckung des Stromverbrauches benötigten Erdöls aus dem Irak, nämlich rund 77 Prozent des gesamten importierten Erdöls. Doch sehr viel sensationeller ist der Zusatz, den die
Financial Times lieferte: Das Erdöl stammt aus den kurdischen Gebieten des
Irak und hilft dieser Bevölkerungsgruppe massgeblich dabei, ihren massiv vorangetriebenen Kampf gegen die Terrorvereinigung Islamischer Staat zu finanzieren. Alleine das zwischen Mai und August 2015 von Israel im kurdischen
Irak erworbene Erdöl war rund eine Milliarde US-Dollar wert.
AN∎
AUTISMUS
MIT WELTRUF
Die Hebräische Universität Jerusalem gründete das erste AutismusForschungszentrum im Nahen
Osten, um dieses immer weiter
verbreitete Phänomen (seit 1978
alleine in den USA ein Anstieg um
600%) nicht nur systematischer
zu erforschen, sondern auch um
bessere Diagnoseverfahren sowie
fortschrittlichere
Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die
Hebräische Universität Jerusalem
wird dabei eng mit dem Hadassah Klinikum zusammenarbeiten
und vor allem auf eine interdisziplinäre Kooperation setzen,
insbesondere jedoch ihren Weltruf in der innovativen Gehirnforschung einbringen.
AN∎
GUTES FÜR DIE
MENSCHHEIT
Das Weltwirtschaftforum nahm
die Innovation der israelischen
Firma ElMindA in eine exklusive
Liste wissenschaftlicher Errungenschaften von herausragender
wirtschaftlicher Bedeutung auf,
die zugleich der gesamten Menschheit Gutes bringen. Die Biotechnologiefirma ElMindA entwickelte
ein Verfahren zur Funktionsmessung der Neuronenaktivität des
menschlichen Gehirns, für das ein
futuristisch aussehender Helm
eingesetzt wird. Die Untersuchung
wird dadurch kostengünstig und
zudem einfach durchführbar, doch
zugleich sind die Ergebnisse,
u.a. auch die detaillierte Aufschlüsselung des Stadiums einer
Parkinson-Erkrankung, sehr zuverlässig. Somit gehört die ElMindA-Erfindung im Jahr 2015 zu den
50 innovativsten Entwicklungen
der gesamten Welt.
AN∎
26 Nachrichten aus Israel | 11/2015
WIE VIEL ZEIT BRAUCHT MAN,
UM FLIEHEN ZU KÖNNEN?
Auch weiterhin stellen die Angriffe mit
Mörsern aus dem Gazastreifen ein grosses
Problem für die Einwohner im unmittelbaren Grenzgebiet dar. Das EisenkuppelRaketenabwehrsystem ortet diese Kurzstreckengeschosse nicht, die fatale Folgen
haben können. Nunmehr wurde in Israel ein
Radarsystem so modifiziert und programmiert, dass den Bewohnern nicht mehr fünf,
sondern mehr als doppelt so viele Sekunden
Zeit zur Verfügung stehen, um Unterschlupf
zu suchen. Das System wurde in Grenznähe bereits stationiert. Zugleich offenbarten
sich neue Gefahren: Kürzlich kam eine Familie in einem grenznahen Kibbuz glücklicherweise lediglich mit einem Schrecken
davon, denn der Fernseher in ihrem Wohnzimmer fing eine Schusssalve ab, die von
einem Hamas-Übungsstand kam.
AN∎
WISSENSCHAFT
MEDIZIN
WERDEN TRAUMATA GENETISCH VERERBT?
Juden, die die Vernichtungsversuche der Nazis überlebten, sind schwer gezeichnet. Längst
ist bekannt, dass sich dies auch auf ihre Kinder auswirkt. Eine neuere Studie weist nach,
dass der Stress der Traumata sogar erblich weitergegeben wird.
H
Holocaustüberlebende waren in den
ersten Jahren schwer von Hunger und
Entbehrung gezeichnet. Sieben Jahrzehnte später ist nicht von der Hand
zu weisen, dass die Zeit der Verfolgung
diverse physische Folgen hat, wie beispielsweise Osteoporose aufgrund von
jahrelanger Fehl- und Mangelernährung.
Doch es sind nicht nur die physischen
Folgen, die diese Menschen zeichnen,
denn da sind auch die Narben, die ihre
Seelen davontrugen. Selbstverständlich variiert das Ausmass von Person
zu Person. Einige schafften es – trotz
schwierigster Traumata infolge von Erniedrigung, Verfolgung, Misshandlung
und Angst ums blanke Leben –, sich eine
«normale» Existenz aufzubauen, einer
Erwerbstätigkeit nachzugehen, vielleicht
sogar Karriere zu machen und eine Familie zu gründen. Andere funktionierten
im besten Fall, stagnierten in allen Lebensbereichen und schafften es nicht,
bedeutsame zwischenmenschliche Beziehungen zu unterhalten. Nicht wenige
von Holocaustüberlebenden gegründete
Familien sind schwer von den Traumata
der Vergangenheit gezeichnet.
Wer sich etwas mit dem Thema beschäftigt hat weiss, dass die überwiegende Mehrheit der Überlebenden mit
für das Holocaust-Syndrom typischen
Symptomen zu kämpfen hat, darunter:
Schlafbeschwerden und Albträume,
Flashbacks, diverse Ängste und gestörte
soziale Verhaltensmuster wie beispielsweise ein übermässiges Misstrauen.
Viele ringen mit einer Überlebensschuld
und sind ihr Leben lang in einer Trauer
um den Verlust der Eltern, Geschwister, Grosseltern, Onkel und Tanten und
manchmal auch der ersten Lebenspartner
und der ersten eigenen Kinder versunken.
Häufig hört man in diesem Zusammenhang das Wort «Anhedonie», die Unfähigkeit, Freude und Glück spüren zu können.
In den ersten Jahren nach dem Holocaust kümmerte man sich mehrheitlich
um die physisch-medizinische Versorgung der Überlebenden. Damals war man
sich noch nicht so wie heute bewusst,
dass diese Menschen auch seelisch hätten betreut werden müssen. Somit waren
viele auf sich allein gestellt. Die meisten
vergruben ihre Traumata und versuchten,
Trost in einem Lebenspartner mit einer
ähnlichen Geschichte zu finden, der versteht, auch ohne dass man erzählt. Hinzu
kommt ein anderer Aspekt. Es bestand
ein unbändiger Wunsch, die verlorenen
Familien durch neue zu ersetzen. In Anbetracht des versuchten Völkermordes
schien es besonders wichtig, Kinder in
die Welt zu setzen.
Ab Mitte der 1970er-Jahre wurden
Psychologen und Psychiater auf die sogenannte Zweite Generation aufmerksam, auf die Kinder von Holocaustüberlebenden, die aufgrund der psychischen
Verfassung ihrer Eltern teilweise mit
schwerwiegenden seelischen Schwierigkeiten zu ringen haben. Längst sind darüber Fachbücher veröffentlicht, und man
weiss auch, dass sogar die Enkelkinder
betroffen sind.
Dennoch diskutieren seit kurzem Experten vollkommen neue Erkenntnisse
zu diesem Bereich, denn im Zuge einer
Studie fand die am New Yorker Mount
Sinai Krankenhaus praktizierende Prof.
Rachel Jehuda heraus, dass die Holocaust-Traumata sogar genetisch vererbt
werden. Dabei handelt es sich um eine
sogenannte epigenetische Vererbung,
d.h. eine Vererbung von nicht von Genen
festgelegten Eigenschaften. In der Wissenschaft ist dies durchaus umstritten,
doch die Studie von Prof. Jehuda weist
eindeutig nach, dass Kinder von Holocaustüberlebenden von ihren Eltern gewisse Stresssymptome erben, die bei Kindern von Juden, die während der Periode
des Holocaust nicht in Europa weilten,
nicht auftreten.
Prof. Jehuda untersuchte ganz spezifische Regionen von Genen, die mit der
Regulation von Stresshormonen in Zusammenhang stehen. «Es war aus meiner Sicht logisch», führte Prof. Jehuda
gegenüber der Presse zusätzlich zu ihrer
Publikation in der Fachzeitschrift Biological Psychiatry aus, «sich gerade dieses
Gen anzusehen und zu überprüfen, ob die
hier registrierten Erlebnisse weitergereicht werden». Aufgrund der Kontrollgruppe von Kindern mit jüdischen Eltern, die
der Verfolgung nicht ausgesetzt waren,
kann sie ohne Zweifel aussagen, dass die
Kinder von Holocaustüberlebenden nicht
nur durch das Verhalten ihrer Eltern,
beispielsweise Ängste, mit auf den Weg
bekamen. Die Ängste und der Stress der
Eltern aufgrund von Misshandlung und
Verfolgung oder wegen Entdeckungsgefahr im Versteck oder Hungerstress
haben sich chemisch in den genetischen
Strukturen der Eltern eingebrannt und
wurden an die Kinder vererbt.
Diese Studienergebnisse werden
die Fachwelt zweifelsfrei weiterhin beschäftigen und auch die Frage aufwerfen, wie sehr die weiteren Generationen
davon betroffen sind, denn inzwischen
sind es die Enkel der Holocaustüberlebenden, die mitten im Berufs- und Familienleben stehen.
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Nachrichten aus Israel | 11/2015
27
Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23, DE 71065 Sindelfingen
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Herommen …So. 01.11.2015
willk
zum Mitternachtsruf
Freundestreffen in Sindelfingen
Friedrich Hänssler
ist Theologe, Musikwissenschaftler und
als langjähriger Leiter
des Hänssler Verlags
ein bedeutender protestantischer Verleger
des 20. Jahrhunderts
in Deutschland.
Norbert Lieth
gehört dem Vorstand des Mitternachtsruf an. Seine
Botschaft beinhaltet
die biblische Prophetie und Israel. Er
ist Autor zahlreicher
Bücher.
10:00 > Friedrich Hänssler
Der Botschafter Gottes für die Mächtigen
der Welt
14:00 > Norbert Lieth
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der Welt
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BIBEL
BIBEL
DIE 7 VERHEISSUNGEN GOTTES FÜR ISRAEL
Teil 7. Die Gesetzgebung
König David bezeugt in Psalm 19,8-9:
«Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele; das
Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht den Unverständigen
weise. Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.»
Von Burkhard Vetsch (1920–2008)
Die Gesetzgebung als 4. Verheissung?
Schliesst sich das nicht gegenseitig
aus? Nein, denn so wie ein liebender
Vater seinem Sohn Leitlinien fürs Leben gibt und zu seinem Schutz auch
Leitplanken setzt, so tat es auch Gott.
Er schloss mit Israel einen Bund und
tat ihm zu seinem Wohl und Schutz
durch die Zehn Gebote Seinen Willen
kund, indem Er sie mit eigener Hand
auf steinerne Tafeln schrieb. Majestätisch beginnen sie mit: «Ich bin der
Herr, dein Gott» (2.Mo 20,2). Das zieht
sich durch die ganze Heilige Schrift:
Gott gebührt Hochachtung, Anbetung
und Gehorsam, und das erwartet Er
als Schöpfer Himmels und der Erde
auch zu Recht. Hinter Seinem Gesetz
steht Liebe und Fürsorge: «Darum
sollt ihr meine Satzungen und meine
Rechtsbestimmungen halten, denn der
Mensch, der sie tut, wird durch sie le-
ben. Ich bin der Herr!» (3.Mo 18,5, vgl.
5.Mo 30,14-16).
Die Zehn Gebote wurden zunächst
nur Israel anvertraut. Das Neue Testament macht jedoch klar, dass der
Wille Gottes allgemeine Gültigkeit
hat. Demgegenüber gelten die Zeremonialgesetze des Alten Testamentes
– zum Beispiel die Opfergesetze oder
der Priesterdienst – ausschliesslich
Israel. Primär sollen diese Israel als
das von Gott auserwählte Volk kennzeichnen, Gottes Heiligkeit aufzeigen
und auf das Erlösungswerk Jesu Christi hinweisen.
Die ersten vier Gebote lehren, wie sich
der Mensch Gott gegenüber verhalten
soll: 1) du sollst keine andern Götter
neben Mir haben; 2) du sollst dir keine Götterbilder machen und anbeten;
3) du sollst den Namen deines Gottes
nicht missbrauchen; 4) du sollst den
Sabbat heiligen. Die Gebote fünf bis
zehn sind Richtlinien für das soziale
Zusammenleben der Menschen: 5) du
sollst Vater und Mutter ehren; 6) du
sollst nicht ehebrechen; 7) du sollst
nicht töten; 8) du sollst nicht stehlen;
9) du sollst nicht lügen und 10) du
sollst nicht begehren das Haus deines
Nächsten noch sonst etwas, das ihm
gehört.
Gott verlangt von Seinen Geschöpfen
Gehorsam und spricht dabei deren Verstand, Wille und Gefühl an. Er will keine Marionetten, sondern Menschen,
die sich freiwillig Seiner Herrschaft
unterstellen.
Jesus selbst bestätigt das ewiggültige Gesetz Gottes: «Denn wahrlich,
ich sage euch: Bis Himmel und Erde
vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom
Gesetz vergehen, bis alles geschehen
ist» (Mt 5,18). Neun der Zehn Gebote
werden im Neuen Testament bekräftigt. Eine Ausnahme bildet das Sabbatgebot (vgl. dazu Gal 4,9-10; Kol
Nachrichten aus Israel | 11/2015
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Impressum
BIBEL
NACHRICHTEN AUS ISRAEL
®
SCHWEIZ:
2,8.16.17; Röm 14,5-6).
Aus Liebe und zum Wohl des Menschen gab Gott Seine «Hausordnung»
bekannt. Heute muss 5. Mose 32,3 neu
erlernt werden: «Gebt unserem Gott
die Ehre!» Das Gesetz will auch all das
fördern, was das menschliche Miteinander angenehm macht. Römer 13,10
fasst das so zusammen: «Die Liebe tut
dem Nächsten nichts Böses; so ist nun
die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.»
Gott zwingt weder Israel noch Sie oder
mich, gehorsam zu sein; Er zwingt auch
niemanden, an Seinen Sohn zu glauben,
um ewiges Leben zu erlangen. Aber
wie so ganz anders würde es auf dieser
Welt aussehen, wenn Gottesfurcht die
Oberhand hätte und die Gebote Gottes
willig und dankbar als Lebenshilfe
angenommen und befolgt würden!
König David bezeugt in Psalm 19,8-9:
«Das Gesetz des Herrn ist vollkommen,
es erquickt die Seele; das Zeugnis des
Herrn ist zuverlässig, es macht den
Unverständigen weise. Die Befehle des
Herrn sind richtig, sie erfreuen das
Herz; das Gebot des Herrn ist lauter,
es erleuchtet die Augen.» In Esra 7,10
heisst es: «Esra hatte sein Herz darauf
gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun.» Ist das auch Ihr
Lebensmotto, lieber Leser?
Über Israel steht die Verheissung:
«Das ist der Bund, den ich mit dem
Haus Israel nach jenen Tagen schliessen werde, spricht der Herr: Ich will
mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und
sie sollen mein Volk sein» (Jer 31,33).
Und zu Hesekiel sprach der Herr: «Ich
aber will ihnen ein einiges Herz geben, ja, ich will einen neuen Geist in
euer Innerstes legen; und ich will das
steinerne Herz aus ihrem Leib nehmen und ihnen ein fleischernes Herz
geben, damit sie in meinen Geboten
wandeln und meine Rechtsordnungen
bewahren und sie tun; und sie sollen
mein Volk sein, und ich will ihr Gott
sein» (Hes 11,19-20). Das ist dann
der gläubige Überrest, von dem Jesaja
spricht und den Paulus im Römerbrief
zweimal zitiert: «Jesaja aber ruft über
Israel aus: ‹Wenn die Zahl der Kinder
Israels wäre wie der Sand am Meer,
so wird doch nur der Überrest gerettet werden; denn eine abschliessende
und beschleunigte Abrechnung in Gerechtigkeit wird der Herr durchführen,
ja, eine summarische Abrechnung über
das Land!› Und, wie Jesaja vorhergesagt hat: ‹Hätte der Herr der Heerscharen uns nicht einen Samen übrig
bleiben lassen, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleichgemacht!›» (Röm 9,27.29). Gott steht zu
Seinen Verheissungen! ∎
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«… ICH WILL IHR GOTT SEIN, UND SIE SOLLEN MEIN VOLK SEIN»
HES 11,20
30 Nachrichten aus Israel | 11/2015
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inhaltsreiche Gedankenanstösse verschiedener Autoren erinnern daran, dass Jesus lebt und wiederkommen wird, wie
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Geboren, um zu sterben
Wessen Ziel ist schon bei der Geburt das Sterben? Erst einmal freut man sich doch über einen neuen Erdenbürger. Thomas Lieth beschreibt, dass es nur einen Einzigen gibt, bei
dem es so war: Jesus. Er kam nur auf die Welt, um unsere
Schuld auf sich zu nehmen. Eine unglaubliche Geschichte
und eine Ermutigung für alle, die diese Botschaft hören.
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Die Pastoralbriefe
Kann ein einzelner Mann eine lokale Gemeinde
leiten? Muss man verheiratet sein, um Gemeindeältester zu werden? Dürfen Frauen keinen
Schmuck tragen und werden sie nur erlöst, wenn
sie Kinder zur Welt bringen? Wie soll man mit
Sektierern in der Gemeinde umgehen?
Das sind nur einige der vielen Fragen, die in den
sogenannten Pastoralbriefen aufgeworfen und
die von Paulus, inspiriert durch den Heiligen
Geist, autoritativ und verbindlich beantwortet
werden. Gottes Ansichten zu diesen Fragen können durchaus überraschen. Sie sind nicht immer
«politisch korrekt», aber stets die bestmögliche
Antwort auf Problemfragen für örtliche Gemeinden.
Auf leicht verständliche und lebensnahe Art und
Weise legt Norbert Lieth die Aussagen der beiden Timotheusbriefe und des Titusbriefes Vers
für Vers aus, verliert dabei nie den Gesamtkontext aus dem Blick und zeigt immer wieder auf,
worauf der Heilige Geist in den Gemeinden des
lebendigen Gottes den Schwerpunkt legt.
Wer im persönlichen Glaubensleben weiterkommen will und dazu die Bibel besser verstehen
lernen möchte, bekommt mit diesem Buch eine
entscheidende, christus-zentrische Hilfe in die
Hand, der die Heilige Schrift allein zugrunde
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