VORHER SPÜREN, WAS DER KUNDE SPÄTER SIEHT WOHN(T

DESIGN INTERNATIONAL BY SASCHA HAAG
VORHER SPÜREN, WAS DER KUNDE SPÄTER SIEHT
Fotos: Simon Erath
S t a d t I I n t e r n / / A d ve r t o r i a l
ODER
WOHN(T)RÄUME SCHAFFEN
Entspannt sitzt Sascha Haag in einem der weichen Naturledersessel am hölzernen VintageEsstisch in seinem von Industrie-Charme geprägten Showroom auf dem Großmarkt. Vor ihm
ein Espresso und ein Mineralwasser in einem formschönen Designerglas - ein Hauch von
italienischem Lifestyle. Was macht diesen Mann aus? Es ist sein Gefühl für ein harmonisches
Miteinander von Farben und Formen, technisches Knowhow vom Bodenbelag bis zur Deckenleuchte und konzeptionelles Denken. Mit seinen bis ins letzte Detail durchdachten Designkonzepten verhilft Sascha Haag Menschen zu einem schöneren, wohligeren und zweckmäßigerem
Wohnen.
„Am Standort Krefeld haben mir meine Verbindungen der vergangenen Jahre den
Schritt in die Selbständigkeit erleichtert."
Vor viereinhalb Jahren hat sich der 44-jährige gelernte Einzelhandelskaufmann,
der im damaligen Einrichtungshaus schröer ausgebildet wurde, mit „design international" (di) selbstständig gemacht. Unser Blick bleibt immer wieder an ungewöhnlichen Highlights hängen: sei es die Tapete mit einem Nashorn in Lebensgröße,
das durch das Miteinander von Ranken und zarten Linien in Naturtönen trotz einer
Wandhöhe von fast fünf Metern an Dominanz verliert. Oder das hellgraue, klar
strukturierte Hifi-Sideboard mit integrierten hochmodernen Musikboxen, auf dem
ein dekorativer Vogelkäfig steht, der mit einer Vliestapete aus großformatigen
blauen und braunen exotischen Blüten korrespondiert. Oder der seidenartige
Viskoseteppich, der fast übergangslos mit dem abgeschliffenen und mit Epoxidharz
versiegelten Betonboden zu verschmelzen scheint.
Stilvoll platziert, im 250 Quadratmeter großen Showroom sind Designer-Sitzmöbel
aus Holz, Kunststoff, Leinen und Leder. „Naturbelassene Leder erleben in den
letzten Jahren eine Renaissance", freut sich der Inneneinrichter und streicht fast
A
Bau- und Architektenrecht
A
Miet- und Wohnungseigentumsrecht
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Makler- und Bauträgerrecht
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Immobilienrecht
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Inkasso
Ob chices Designer-Einzelstück oder komplettes Raumkonzept – di bietet die gesamte Palette von
„ganz klein" bis „ganz groß".
Der Vorher-nachher-Vergleich
werksprofis von „di" haben das alte Stäbchenparkett freigelegt, abgeschliffen und
geseift. Dadurch bekommt die Oberfläche einen weißen, matten Charakter.
Eine Tapete in stilisiertem Bücherwand-Dekor hinter dem 1,40 Meter breiten Bett
ersetzt optisch das Kopfteil. Das spart Platz und verleiht dem Raum Tiefe. Die
Farben der Tapete finden sich im Parkett und der Inneneinrichtung wieder. So
beeindruckt die offene Küche durch eine mutige schwarze Wand und eine ebenso
schwarze, zehn Zentimeter abgehängte, Decke. Die faltet sich förmlich auf in den
Wohn/Schlafraum, dessen weiße Decke dadurch optisch höher wirkt. Die alte hölzerne Küchentüre wurde entfernt, um den Raum zu öffnen und dem heutigen
Anspruch von Wohnen und Essen in einem gerecht zu werden.
zärtlich mit der Hand über die weichen Armlehnen eines Leder-Drehsessels. „Im
Textilbereich ist auch Samt wieder im Kommen", weiß der Trend-Experte.
Sascha Haag ist es wichtig, Wohnbereiche ganzheitlich zu präsentieren, also im
Zusammenspiel mit den dazugehörenden Elementen. Das Sofa beispielsweise
steht bei „di" nie allein, sondern in einer ansprechenden Raumsituation: mit Kissen,
Tisch, Hifi-Element, Teppich und Beleuchtung. Damit drückt Sascha Haag seine
Vorstellung von aktuellem, zeitgemäßem Design aus. Wie das in der Praxis aussieht,
haben viele Privatkunden - sie machen neben Geschäftskunden rund 70 Prozent
des Umsatzes aus - schon erfahren dürfen.
Auch wir lernen jetzt ein Praxisbeispiel kennen, das das Konzept von „di" verdeutlicht. Wir fahren zur Grenzstraße. Das Mehrfamilienhaus neben einem Supermarkt
ist unspektakulär. Im gepflegten Hausflur führen grau/schwarz marmorierte Treppenstufen in die erste Etage. Wir betreten das „di"-Appartement und stehen in
einem schmalen Flur mit weißen, glatten Wänden. Eine dekorative Holzkommode
schafft Wärme. Indirektes Licht fällt aus einer in die Wand eingelassenen Leuchte
auf den gegenüberliegenden Spiegel und bringt Raumtiefe. Homogen in den Raum
integriert ist ein deckenhoher, schwarzer Einbaukleiderschrank. Wo vor einigen
Wochen noch PVC-Boden lag, laufen wir jetzt über einen grauen Fußboden in
Betonoptik. „Das ist Fließ-Estrich, der mit einem speziellen Lack versehen wurde.
Die Oberfläche ist so strapazierfähig, dass ein Gabelstapler drüberfahren könnte.
Und sie ist pflegeleicht", betont Sascha Haag.
Im Flur spüren wir es schon: Die 35 Quadratmeter „Schuhkarton" müssen eine
Herausforderung für den Einrichtungsprofi gewesen sein. Aber genau das bedeutet
für ihn den Reiz. „Es ist noch anspruchsvoller und bedarf mehr Überlegung, kleine
Räume effektiv einzurichten. Im Bad zum Beispiel haben wir die Wanne durch
eine ebenerdige große Dusche ersetzt." Neben den weißen Mosaikfliesen schafft
ein modernenes Lichtkonzept optisch Größe: hinter einer abgehängten Decke im
Duschbereich leuchtet ein querlaufender Lichtstrahl nach unten.
Sascha Haag ist der kreative Kopf von design international. Zu seinem Team gehören
Lebenspartnerin Eva Grünen, die sich um Administration und die Showroom-Gestaltung kümmert, sowie Architektin Katja Lange und Innenarchitekt Jürgen Wengst.
Wichtige Handwerkspartner sind Schreiner Gregor Hafner, der auch den Bereich
Elektrotechnik abdeckt, und sein Mitarbeiter Pascal von der Warth.
Der offene Wohn/Schlafbereich mit Bett, Sofa, Sideboard, Fernseher und einem
Sitzplatz für zwei überrascht mit einem wunderschönen Fußboden. Die Hand-
design international by Sascha Haag, Oppumer Straße 175, 47799 Krefeld,
Telefon: 02151-5797199, [email protected]
Dann werden feine Details sichtbar: Exakt über den drei Fugen der deckenhohen
weißen Einbauschränke sind drei Leuchten angebracht. Farbtupfer zwischen den
Haupttönen Beige, Weiß, Dunkelgrau und Hellgrau setzen ein Ensemble von drei
Bildern sowie knallrote Accessoires wie ein Couchtisch und ein Metall-Kerzenständer. Selbst das Stromkabel des Fernsehers ist rot. Zum di-Appartement gehört
auch ein Balkon mit Tisch, Stühlen und stylischem schwarzem Sonnenschirm aus
der Outdoor-Kollektion.
Gedacht ist das Appartement, das für 550 Euro Warmmiete auch Küchenutensilien,
Bettwäsche und Frotteetücher enthält, für Außendienstmitarbeiter oder Projektingenieure, aber auch für Privatleute, die zeitweise eine neue Bleibe benötigen.
Angenehemer Nebeneffekt: das Interieur macht einfach gute Laune. //pet
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