Seite 4 Seite 7 Seite 18 Benzin aus dem Nanoreaktor

LABORTECHNIK • VERFAHRENSTECHNIK • CHEMIE • MEDIZIN • BIOTECHNOLOGIE
Benzin aus dem Nanoreaktor
Quantenzustände präzis geregelt
Das Immunsystem überlisten
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LABORSCOPE
Inhalt
3
Editorial
Laborscope präsentiert
4Verfahrenstechnik
6
Umwelt- und Lebensmittelanalytik
7 Regeltechnik
8 Röntgenverfahren
9
Genomik
10 Laborscope Farbe
18 Biotechnologie
26 Achema 2015
32 Aus der Praxis
40 Aus der Forschung
42 Laborscope aktuell
45 Agenda
46 Einkaufsführer
48 Impressum
Grüezi mitenand
Benzin bewegt die Welt. Doch der Treibstoff
wird allmählich rar. Damit rücken synthetische
Herstellverfahren in den Fokus, die es bereits seit
1925 gibt. Damals entwickelten die deutschen
Chemiker Franz Fischer und Hans Tropsch eine
Methode, mit der sich aus so genanntem Synthesegas Kohlenwasserstoffe wie Benzin produzieren lassen. Das Verfahren braucht allerdings
mehrere hintereinander geschaltete Reaktoren.
Nun ist es gelungen, einen chemischen Reaktor
zu bauen, der aus wenige Nanometer grossen
Kristallen eines Zeoliths besteht. Darin lassen
sich zwei Schritte zur Herstellung synthetischer
Kraftstoffe abwickeln. Das neue Verfahren
könnte Kosten sparen, weil nur noch ein einziger Reaktor gebaut werden müsste.
Alt werden wie Methusalem, dies ist ein ewiger
Menschheitstraum. Nun haben Forschende eine
genetische Methode zur Verlängerung der Lebensdauer von Fliegen getestet. Das Verfahren
basiert auf der gezielten Selektion der am besten
funktionierenden Zellen und lässt sich dereinst
womöglich auf Menschen übertragen.
Bereits mit Erfolg am Menschen «ausprobiert»
wurde das älteste erhaltene Bier der Welt. Es
stammt aus dem Wrack eines Schoners, der
um 1840 vor der finnischen Küste gesunken
war. Das historische Braurezept wurde mithilfe
von Laboranalysen rekonstruiert und von der
finnischen Brauerei Stallhagen nachgebraut.
Insbesondere enthält das alte Bier mehr Phenylethanol – ein Geruchsstoff, der an Rosenduft
erinnert.
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LABORSCOPE PRÄSENTIERT
Schweizer Qualitätslaboratorien an der Aalborg University (DK)
Im vergangenen Jahr realisierte das
dänische «Institut für öffentliche
Bauten und Infrastruktur-Entwicklung» (BYGST) einen Laborkomplex
für die Universität Aalborg. Dank der
Verwirklichung dieses Bauprojekts
verfügt die naturwissenschaftliche
Fakultät nun über rund 400 Laborarbeitsplätze für Studenten der Chemie, Biotechnologie und Umweltwissenschaften.
Die Universität Aalborg wurde 1974 als fünfte
Universität Dänemarks gegründet und zählt
heute ungefähr 22‘000 Studierende. Anders als
an eher traditionell ausgerichteten Universitäten wird in Aalborg die Interdisziplinarität
stark gepflegt. Studenten werden angehalten,
sich Problemstellungen aus dem Leben zu widmen, wodurch das fakultätsübergreifende
Denken gefördert wird. In diesem Rahmen ermöglicht die Universität Aalborg empirisches
Forschen, jenseits reglementarischer Schranken.
Optimale Bedingungen dank gemeinsamer Planung
In Aalborg orientiert sich aber nicht nur die
Lehre an der Praxis. Damit die Nutzer des
brandneuen Laborkomplexes auch jene technische Umgebung vorfinden, die sie für ihre
Forschungen brauchen, war Niels Iversen, Professor für Biologie und Umweltwissenschaften,
eng in die Planungsarbeiten involviert. Entstanden sind nun acht Grosslaboratorien zu je
315 m². Die Gesamtlaborfläche beträgt damit
über 2500 m² und bietet Platz für rund 400
Arbeitsplätze. Die Verantwortung für diese Laborlandschaft der besonderen Art trugen die
beiden Projektleiter Professor Niels Iversen von
der Universität Aalborg und Roy Würtz vom
grossen dänischen Generalunternehmer Rambøll. Den Innenausbau übernahm die Schweizer Firma H.Lüdi + Co. aus Regensdorf bei
Zürich, wobei die Labormöbel von einem dänischen Unternehmen geliefert wurden.
H.Lüdi + Co plante bei diesem Projekt mittels
3-D-CAD Konstruktionen den kompletten
Laborausbau und implementierte anschliessend die Energie-, Ventilations- und Medienversorgung. Die eingebaute Mediendecke bietet nun nahezu schattenfreie Beleuchtung und
Platz für Belüftungssysteme. Dank dem modularen Konzept von H.Lüdi können zudem
Strom, Gas, Wasser, Vakuum sowie Kühlelemente an variable Punkte im Labor geführt
werden. Die einzelnen Laborarbeitsplätze wurden mit 350 Mediensäulen und 50 Abzügen
erschlossen. Dank der ebenfalls im Deckensystem integrierten Lüftung ist zudem der kontrollierte Luftaustausch an nahezu jedem Ort
der 2500 m² grossen Laborfläche gewährleistet.
Flexible Raumeinteilung sichert hohe
Nutzungsvariabilität
Das innovative Unternehmen H.Lüdi + Co
überzeugte die dänische Bauherrschaft unter
anderem aufgrund der künftig noch gegebenen Flexibilität in der Laborgestaltung. Je nach
Verwendungszweck können z.B. mittels spezieller Trennwände, sogenannten Labor-Cubes,
Reinräume, Biosafety- oder Dokuzonen in einem Open-Space-Laborraum integriert werden. Das Besondere beim Laborbau ist gemeinhin die starke Bedürfnisorientierung. Da
sich die Forschung rasant und exponentiell
entwickelt, ist stets eine hohe Nutzungsvariabilität gefordert. Falls künftige Labornutzer
also andere Anforderungen an ihre Räumlichkeiten stellen sollten, müssen diese einfach und
kostengünstig umgesetzt werden können.
H.Lüdi + Co. AG
Moosäckerstrasse 86
8105 Regensdorf
Tel. 044 843 30 50
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Laborscope
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Laborscope 7–8/12
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Verfahrenstechnik
Benzin aus dem Nanoreaktor
Leonid Leiva
Im Labor ist es gelungen, einen winzigen chemischen Reaktor herzustellen, mit dem sich eines Tages Benzin
und Diesel kostengünstiger als heute
herstellen lassen könnten. Für ihren
Reaktor veränderten die Wissenschaftler gezielt Nanometer kleine,
poröse Zeolithkristalle und schufen
damit ein Verfahren, das zwei der
Umwandlungsschritte bei der Herstellung von Kohlenwasserstoffen
vollziehen kann.
Forschenden des Paul Scherrer Instituts und
der ETH Zürich ist es gelungen, einen winzigen chemischen Reaktor im Labor zu bauen,
mit dem man zukünftig Benzin und Diesel
kostengünstiger und nachhaltiger herstellen
könnte als heute. Der Reaktor besteht aus nur
wenige Nanometer grossen Kristallen eines
Zeoliths, welche die Forscher so veränderten,
dass darin zwei Schritte zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe ablaufen können. Für jeden dieser Schritte benötigt man bisher einen
getrennten Reaktor. Der neue Nanoreaktor
könnte somit eines Tages helfen, Kosten einzusparen, weil er einen dieser zwei Reaktoren
überflüssig macht.
Die weltweiten Erdölreserven gehen unweigerlich zur Neige und der Preis für Kraftstoffe aus
Erdöl dürfte in Zukunft weiter steigen. Benzin
und Diesel könnte man in Zukunft aber aus
anderen Rohstoffen herstellen. Ein industrielles Verfahren dafür gibt es bereits seit 1925. Die
deutschen Chemiker Franz Fischer und Hans
Tropsch entwickelten es, um aus Synthesegas
– einer Mischung aus den Gasen Kohlenmonoxid und Wasserstoff – Kohlenwasserstoffe wie
Benzin und Diesel herzustellen. Ursprünglich
wollte man das Synthesegas aus der in Deutschland reichlich vorhandenen Kohle gewinnen,
inzwischen dient vor allem Erdgas als Rohstoff, aber auch Holz, Klärschlamm oder Erntereste könnten in Zukunft diese Rolle übernehmen.
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Laborscope
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Laborscope 7–8/12
Jeroen van Bokhoven und Jinhee Lee vom PSI-Labor für Katalyse und Nachhaltige Chemie: «Es
ist das erste Mal, dass ein multifunktioneller Nanoreaktor aus Zeolith-Kristallen gebaut wurde.»
Bild: PSI
Alternativer Weg zu Benzin
Das Fischer-Tropsch-Verfahren ist längst industriell erprobt, aber der so hergestellte Kraftstoff ist wesentlich teurer als das herkömmliche, aus Erdöl gewonnene Benzin. Die Kosten
des Verfahrens liessen sich jedoch senken, etwa
wenn man multifunktionelle Reaktoren bauen
könnte, die mehrere der notwendigen Umwandlungsschritte übernehmen. Heute erfordert jeder Umwandlungsschritt einen getrennten Reaktor. Und jeder Reaktor, den man
bauen muss, kostet zusätzliches Geld, was
schliesslich die Herstellungskosten in die Höhe
treibt.
Der neue Nanoreaktor führt zwei Schritte des
Fischer-Tropsch-Verfahrens, für die bisher zwei
getrennte Reaktoren nötig sind, hintereinander aus. Der Reaktor übernimmt zum einen
den ersten Umwandlungsschritt, bei dem aus
Synthesegas viele verschiedene Kohlenwasserstoffe, darunter auch die Bestandteile von
Benzin, hervorgehen. Dieser erste Schritt produziert aber auch unerwünschte Kohlenwasserstoffe, die aus längeren Ketten aus
Kohlenstoffatomen bestehen als die Benzinkomponenten. Diese langkettigen Kohlenwasserstoffe findet man zum Beispiel in schwerem
Heizöl. Um den Anteil der höherwertigen,
kurzkettigen Kohlenwasserstoffe im Endprodukt zu erhöhen, ist deshalb ein zweiter Schritt
erforderlich, den man Cracking nennt. Beim
Cracking werden die langkettigen Moleküle
der unerwünschten Kohlenwasserstoffe in
kurzkettige zerlegt. Im neuen Nanoreaktor ist
auch dieser wichtige Schritt ausführbar.
Für den Bau ihres Nanoreaktors verwendeten
die Wissenschaftler Nanokristalle eines Zeoliths, die sie selbst im Labor züchteten. Zeolithe sind Materialien, deren Kristallstruktur
von sehr vielen kleinen Poren ähnlicher Grösse durchsetzt ist. Die vielen Poren bieten viel
Fläche, auf der chemische Reaktionen ablaufen können, was eine hohe Ausbeute des Reaktors zur Folge hat. Da seine Poren zudem alle
fast gleich gross sind, wirkt der Zeolith-Reaktor als ein sehr selektives Sieb: Die einheitliche
Porengrösse beschränkt seine Produktpalette
auf jene Moleküle, die nicht zu gross sind, um
durch die Poren zu passen.
Gezielte Veränderung im Labor
Dass der neue Nanoreaktor zwei Schritte des
Fischer-Tropsch-Verfahrens vollziehen kann,
ist jedoch nicht den natürlichen Eigenschaften
des verwendeten Zeoliths, sondern gezielten
Veränderungen im Labor zu verdanken. So
höhlten die Wissenschaftler ihre Nanokristalle
mit einer ätzenden Lösung aus und brachten
in die entstandenen Hohlräume Kobalt-Nano-
Verfahrenstechnik
partikel ein. Solche Kobaltpartikel kommen
vielfach in der Industrie als Katalysatoren zum
Einsatz, auch beim Fischer-Tropsch-Verfahren,
dessen ersten Umwandlungsschritt sie begünstigen. Zum Cracking befähigt ist der Nanoreaktor auch dank dieser chemischen Behandlung; die ätzende Lösung schuf nämlich Stellen
in den Poren des Zeoliths, die sich bei chemischen Reaktionen wie eine Säure verhalten. Solche sauren Stellen katalysieren die Zerlegung
langkettiger Kohlenwasserstoffe in ihre kurzkettigen Pendants, bewirken also das Cracking.
«Das Besondere an unserem Nanoreaktor ist,
dass in ihm zwei Reaktionen ablaufen können,
für die man üblicherweise zwei getrennte Reaktoren braucht. Je nachdem, wie man die Zeolith-Nanokristalle behandelt und welche Katalysatoren man hineinbringt, könnte man den
Reaktor neben dem Fischer-Tropsch-Verfahren
auch für andere Verfahren verwenden», sagt Jeroen van Bokhoven, Leiter des Labors für
Nachhaltige Chemie und Katalyse am PSI und
Professor an der ETH Zürich.
HM_Anzeige_LaborScope_185x135mm_0515.indd 1
Elektronenmikroskopbild des Nanoreaktors –
Zeolith-Nanokristalle mit Kobaltpartikeln im inneren Hohlraum. Bild: zvg
verklumpten bisher nämlich, wenn man die
Kristalle während der Herstellung des Reaktors erhitzte oder während der Reaktionen
selbst. «In unserem Nanoreaktor bilden sich
diese Klumpen, welche die Gesamtfläche des
Katalysators und somit seine Wirksamkeit verringern, nicht», sagt van Bokhoven. Das liegt
daran, dass jedes Katalysatorpartikel in einem
Nanokristall eingeschlossen ist, das seine Beweglichkeit stark einschränkt. «Es ist das erste
Mal, dass ein multifunktioneller Nanoreaktor
aus Zeolith-Kristallen gebaut wurde», sagt van
Bokhoven. «Damit vereinen wir erstmals in einem Reaktor die hohe Ausbeute, welche die
poröse Struktur eines Zeoliths bietet, mit der
Fähigkeit, zwei Reaktionsschritte hintereinander in ein und demselben Reaktor auszuführen.»
Keine Verklumpung
Ein wichtiger Vorteil des neuen Nanoreaktors
ist, dass in ihm der Katalysator im Hohlraum
besser geschützt ist als in früheren Versionen
ähnlicher Reaktoren. Die Katalysatorpartikel
Quelle: Paul-Scherrer Institut
05.05.15 08:34
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Umwelt- und Lebensmittelanalytik
Ältestes erhaltenes Bier analysiert
Die Tradition des Bierbrauens reicht
zurück bis ins alte Ägypten. Doch
nur selten sind die Rezepturen früherer Biersorten bekannt. Nun hat
ein Forschungsteam eines der ältesten erhaltenen Biere analysiert.
Es stammt aus einem Schiffswrack,
das seit 170 Jahren auf Meeresgrund
liegt. Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler konnten die Inhaltsstoffe identifizieren.
Im Jahr 2010 stiessen Taucher in der Nähe der
finnischen Ostseeküste auf ein Schiffswrack.
Archäologische Befunde ergaben, dass der
Schoner in den 1840er Jahren gesunken war.
Neben anderen Waren hatte das Schiff auch
Champagner und Bier geladen. Obwohl in die
beiden noch intakten Bierflaschen bereits Salzwasser eingedrungen war, gelang es den Wissenschaftlern des VTT Technical Research
Centre of Finland und der Technischen Universität München (TUM), das Bier zu analysieren – und das Originalrezept zu rekonstruieren. Die ursprünglichen fruchtigen Malz- oder
Hopfen-Noten des Biers waren nicht mehr zu
erkennen; bakterielle Stoffwechselprodukte
hatten es sauer werden lassen. Daher griffen
die Wissenschaftler auf umfassende chemische
Analysen zurück, die zum Teil an der TUM
durchgeführt wurden.
Bier aus einem 170 Jahre alten Schiffswrack: Chemische Analysen führen zu einem historischen Braurezept. Bild: VTT
Analysen geben Auskunft über Hopfensorten
«Wir verfügen über eine weltweit einzigartige
Massenspektrometrie-Methode, mit der wir
über 60 Geschmackskomponenten des Hopfens
innerhalb von 30 Minuten sichtbar machen
können», erklärt Prof. Thomas vom Lehrstuhl
für Lebensmittelchemie und molekulare Sensorik. «Aus den Ergebnissen konnten wir unter anderem ableiten, dass das Bier von 1840 mit sssäurereichen Hopfensorten gebraut wurde.
Zudem haben wir, entsprechend dem Alter des
Bieres, zahlreiche Abbauprodukte identifiziert.»
Bei den Hefeabhängigen Geschmacksnoten un-
terschied sich das havarierte Bier kaum von modernen Sorten. Allerdings enthielt das alte Bier
mehr Phenylethanol – ein Geruchsstoff, der an
Rosenduft erinnert. Die Forschungsarbeit
wurde von der Regionalregierung Åland (Finnland) und von der finnischen Brauerei Stallhagen unterstützt – sie hat das Getränk bereits
nachgebraut und unter dem Namen «Stallhagen Historic Beer 1843» auf den Markt gebracht. Laut Beschreibung hat das alte Bier einen Alkoholgehalt von 4,5 Prozent und liegt
punkto Geschmack näher bei Wein als bei Bier.
Quelle: Technische Universität München
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Regeltechnik
Quantenzustände präzis geregelt
Barbara Vonarburg
Im Labor von Jonathan Home
herrscht ein Spiegellabyrinth: Raumfüllende Apparaturen halten winzige
Ionen gefangen, um diese in spezielle Quantenzustände zu versetzen
– vielleicht ein erster Schritt zum Bau
eines Quantencomputers.
Einzelne Atome mit höchster Präzision kontrollieren und daraus Quantensysteme aufbauen: Das ist das Ziel von Jonathan Homes
13-köpfigen Forschungsteam. Das Labor des
umtriebigen ETH-Professors befindet sich am
Institut für Quantenelektronik auf dem Campus Hönggerberg. Ein anderthalb Meter hoher, schwarzer Kasten, der einen Laser enthält,
ist Ausgangspunkt der Experimente. Darin
steckt die gleiche Technik, die für moderne
Atomuhren gebraucht wird. «Wir messen hier
aber nicht die Zeit», erklärt der Physiker: «Wir
verwenden die Atome als Quantenbits und interessieren uns dafür, was passiert, wenn wir
diese Kerle miteinander verbinden, wenn also
ein geladenes Atom ein anderes anschubst.»
Dies passiert in einer so genannten Ionenfalle,
die im Raum nebenan aufgebaut ist.
Kühlen mit Laserlicht
Dort stehen auf einem grossen Tisch unzählige Spiegel, Linsen und Kristalle. Sie lenken
Laserstrahlen verschiedenster Frequenzen auf
die Ionenfalle, die im hinteren Teil des Raums
in einer runden Kammer steckt. Weil das
Herzstück von Auge nicht zu sehen ist, zeigt
Jonathan Home eine noch nicht eingebaute,
Regeltechnik der Superlative: Mit einem komplexen System von Spiegeln, Prismen und Linsen lenken Forscher Laserstrahlen zigfach um, damit diese in der gewünschten Intensität auf die Ionenfalle treffen. Bild: ETH
kleine Leiterplatte, auf der ein zentimetergrosses Metallquadrat montiert ist. «In der Mitte
hat es einen Schlitz, der 10 bis 100 Mikrometer breit ist; das ist eine Ionenfalle», erklärt er.
Darin sitzen in einem Vakuum einzelne geladene Kalzium- oder Berylliumatome, umgeben von winzigen Goldelektroden, mit deren
Hilfe diese Ionen entlang des Schlitzes bewegt
werden können.
Das Laserlicht dient unter anderem zur Kühlung der Ionen. Damit lässt sich einem einzelnen Teilchen Bewegungsenergie entziehen.
Mit massgeschneiderten Laserpulsen kann ein
Ion so stark abgekühlt werden, dass es seinen
quantenmechanischen Grundzustand erreicht.
In ihrem neusten Versuch wollten die Forscher
aber keinen einzelnen Quantenzustand erzielen, sondern eine Überlagerung mehrerer spezieller Zustände. «Dazu modifizierten wir die
Das Herzstück des Versuchsaufbaus ist die Ionenfalle in der Mitte der Platine. Bild: ETH
Kühlung», sagt Jonathan Home. Ein ausgeklügeltes System von Laserstrahlen verschiedener
Frequenzen wurde durch eine im Labor entwickelte Elektronik gesteuert.
Stabil übers Wochenende
Was dabei herauskam, versucht der Fachmann
für den Laien möglichst anschaulich zu erklären: In der Quantenmechanik könne man ein
Atom als Wellenpaket ansehen. In einer Zustandsart habe dieses Paket eine fixe Grösse
und bewege sich hin- und her wie ein Pendel.
«Das Paket kann aber auch kleiner und grösser
werden, so als ob es atmet», sagt Jonathan
Home: «Das nennen wir einen gequetschten
Zustand.» In ihrem Experiment gelang es den
Forschern, mit einer neuen Methode eine spezielle Überlagerung solcher Zustände herzustellen. «Das besonders Schöne an unserer
Kühlmethode ist, dass diese Zustände über
lange Zeit stabil bleiben», sagt der Physiker,
«man kann sie erzeugen und sie halten übers
Wochenende. Das ist sonst nicht so.» Weil die
Methode so robust ist, können damit vielleicht
komplexe physikalische Systeme simuliert werden, was mit klassischen Computern nicht
möglich ist. Ob die präzise Steuerung der
Quantenzustände einzelner Ionen dereinst
auch den Bau eines Quantencomputers ermöglichen wird, wissen die Forscher noch nicht.
Quelle: ETH
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Röntgenverfahren
Neue Röntgentechnik verbessert Kontrast von Weichgeweben
Erkrankungen des Weichgewebes,
beispielsweise Tumore, lassen sich
mit normalen Röntgengeräten nur
schwer erkennen. Denn im Röntgenlicht unterscheiden sich Tumorgewebe und gesundes Gewebe kaum.
Forscher haben nun an einer kompakten Synchrotronquelle eine Technik entwickelt, die zusätzlich zur Absorption auch Phasenverschiebung
und Streuung der Röntgenstrahlen
misst. Damit werden Gewebe erkennbar, die in herkömmlichen Röntgengeräten kaum sichtbar sind.
Röntgenaufnahmen sind aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Knochen beispielsweise absorbieren auf Grund ihres hohen Kalziumgehalts Röntgenstrahlen
stark. So unterscheiden sie sich von mit Luft
gefüllten Hohlräumen wie der Lunge und vom
umliegenden Weichgewebe deutlich. Weichteile, Organe und Strukturen innerhalb von
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Laborscope
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Nicht grösser als ein Auto: Die Beschleunigerstruktur der kompakten Synchrotronquelle. Bild: TUM
Organen – etwa Tumore – sind jedoch mit den
heute in der Medizin eingesetzten Geräten
kaum zu unterscheiden, da sie einen sehr ähnlichen Absorptionskoeffizienten wie das Umfeld besitzen. Mit einer neuen Technologie ist
es Wissenschaftlern um Franz Pfeiffer, Professor für Biomedizinische Physik am PhysikDepartment der TU München, nun erstmals
gelungen, solche Weichgewebestrukturen
sichtbar zu machen. Die Wissenschaftler nutzten dazu ein neue Art Röntgenquelle, die erst
vor wenigen Jahren entwickelt wurde.
Die kompakte Synchrotronquelle
Im Gegensatz zu klassischen Röntgenröhren
erzeugt ein Synchrotron stark gebündelte, monochromatische Röntgenwellen. Strahlen also,
die alle die gleiche Energie und Wellenlänge
besitzen. Röntgenstrahlen mit solchen Eigenschaften konnten bislang nur an grossen Teilchenbeschleunigern erzeugt werden, die einen
Umfang von mindestens einem Kilometer besitzen. Im Vergleich dazu ist die Kompakt-Synchrotronquelle nur noch so gross wie ein Auto
und passt damit in ein normales Labor. «Monochromatische Strahlung ist viel besser geeignet, um neben der Absorption noch andere Parameter messen zu können», erklärt Elena
Eggl, Doktorandin am Lehrstuhl für Biomedizinische Physik. «Dies liegt daran, dass sie
nicht wie das breit gefächerte Spektrum nor-
maler Röntgenröhren zu Artefakten führt,
welche die Bildqualität verschlechtern.» In den
fokussierten Röntgenstrahl brachten die Wissenschaftler optische Gitter ein und konnten
so zusätzlich zur Absorption der Röntgenstrahlen auch kleinste Phasenverschiebungen und
Streuungen der Strahlen an der Probe messen:
Die erste Phasenkonstrast-Tomografie an einer
kompakten Synchrotronquelle war gelungen.
Komplementäre Informationen
Die mit der neuen Technik gewonnenen Phasenkontrast-, Dunkelfeld- und Absorptionsbilder ergänzen sich gegenseitig. Flüssigkeiten
und Gewebe, die im Absorptionsbild klassischer Röntgenröhren nicht unterscheidbar und
damit unsichtbar sind, kommen so plötzlich
zum Vorschein. Der durch die neue Röntgentechnik stark verbesserte Weichteilkontrast
könnte helfen, Tumore früher zu erkennen,
oder eine schnelle Diagnose – beispielsweise in
einem medizinischen Notfall – ermöglichen.
Quelle: Technische Universität München
GEnomik
Fliegen werden dank Zelltherapie uralt
Einem Forscherteam ist es gelungen, die Lebensdauer von Fliegen
deutlich zu erhöhen. Sie aktivierten
ein Gen, welches ungesunde Zellen
zerstört. Die Resultate der Studie
zeigen dadurch neue Möglichkeiten
auf, wie man das Altern auch beim
Menschen verlangsamen könnte.
Unsterblichkeit ist ein alter Menschheitstraum. In vielen Mythologien ist es die Unsterblichkeit, welche die Götter vom Menschen
trennt. Heute versuchen Biologen die Lebensdauer des Menschen durch die Erforschung
von Modell-Organismen wie Mäusen oder
Fliegen zu verlängern. Unter der Leitung von
Eduardo Moreno ist es Forschenden des Instituts für Zellbiologie der Universität Bern nun
gelungen, eine neue Methode zur Verlängerung der Lebensdauer von Fliegen zu entwickeln. Diese basiert auf der gezielten Selektion
der am besten funktionierenden Zellen.
«Unsere Körper bestehen aus mehreren Billionen Zellen», erklärt Moreno. «Während wir altern, sammeln sich in ihnen aufgrund von
Überbelastungen oder äusserer Störfaktoren
wie der UV-Strahlung der Sonne immer mehr
zufällige Defekte an.» Aber diese Defekte treten nicht bei allen Zellen zur gleichen Zeit und
mit der gleichen Intensität auf. Moreno: «Manche Zellen sind stärker davon betroffen als andere. Wir kamen deshalb auf die Idee, dass wir
die Gesundheit des Zellgewebes und damit die
Lebensdauer eines Organismus erhöhen können, indem wir die gesunden Zellen auslesen
und die beschädigten eliminieren.»
Gen führt «Qualitätskontrolle» durch
Um ihre Hypothese zu testen, griffen die Forschenden auf die Fruchtfliege Drosophila melanogaster zurück. Die erste Herausforderung
bestand darin, herauszufinden, welches die gesünderen Zellen in den Organen der Drosophila waren. Morenos Team entdeckte ein
Gen, das in weniger gesunden Zellen aktiviert
wird. Sie tauften es Ahuizotl (kurz: Azot),
nach einer Kreatur aus der aztekischen Mythologie, die Fischbestände von Gewässern
Auch ein dank Zelltherapie verlängertes Leben
ist irgendwann zu Ende: ein totes Exemplar der
«Methusalem-Fliegen». Bild: Unibern
schützt, indem sie Fischerboote attackiert – genau wie das neue Gen: Dieses greift gezielt weniger gesunde Zellen an, um die Unversehrtheit und Gesundheit von Organen wie dem
Hirn oder den Eingeweiden zu schützen.
Normalerweise befinden sich zwei Kopien dieses Gens in einer Zelle. Indem sie eine dritte
Kopie einfügten, konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die gesünderen
Zellen und Nervenzellen effizienter aussortieren. Das Resultat dieser zellulären «Qualitätskontrolle» war laut Moreno äusserst aufregend:
Die behandelten Fliegen wiesen ein gesünderes Zellgewebe auf, alterten langsamer und
hatten eine längere Lebensdauer. «Unsere Fliegen lebten im Mittel 50 bis 60 Prozent länger
als ihre übrigen Artgenossen», sagt Christa
Rhiner, Co-Autorin der Studie.
Könnte Azot auch das menschliche
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vom 15. bis 19. Juni
in Frankfurt am Main
Halle 4.1 | Stand F13
LABORBEDARF
Das Potenzial dieser Resultate geht aber über
die Erschaffung von Methusalem-Fliegen hinaus, wie die Forschenden sagen: Weil das AzotGen auch im menschlichen Körper vorkommt,
könnte die Selektion gesünderer, fitterer Zellen in den Organen künftig als Mechanismus
zur Verlangsamung des Alterns dienen. Beispielsweise könnte damit der im Laufe des Lebens zunehmenden Degeneration von Gewebe
und Nervenzellen in unseren Körpern entgegengewirkt werden.
LIFE SCIENCE
CHEMIKALIEN
ROTH AG
Fabrikmattenweg 12 · 4144 Arlesheim
Tel. 061/712 11 60 · Fax 061/712 20 21
[email protected] · www.carlroth.ch
Quelle: Universität Bern
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5-6/1511:43:04 AM
7–8/12
AnzeigeCH_ACHEMA2015_59x275.indd Laborscope
1Laborscope
4/20/2015
LABORSCOPE FARBE
Widerstandsfähige Allrounder
Industrieböden fordern sehr
viel: Sicherheit für hochentwickelte technische Geräte, extreme
Verschleissfestigkeit, Beständigkeit gegen Chemikalien, optimales Reinigungsverhalten, Ergonomie für die Mitarbeiter und vieles
mehr.
Gefragt sind in diesem anspruchsvollen Markt also besonders leistungsfähige Produkte wie die
Kautschuk-Bodenbeläge von nora
systems. Sie liegen weltweit in
zahlreichen Objekten mit erhöhten Anforderungen: in Reinräumen, ESD-Bereichen, Laboren
und Forschungseinrichtungen.
Nora-Bodenbeläge werden aus
hochwertigen Industrie- und Naturkautschuken gefertigt. Ihre
hohe Qualität macht sie äusserst
beständig gegen Abrieb und Verschleiss. Sogar nach jahrzehntelangem Einsatz in hochfrequentierten Bereichen sehen sie noch
nahezu neuwertig aus.
Sicherheit für Reinräume
Für Reinräume, in denen in
der pharmazeutischen, medizintechnischen sowie in der Lebensund Futtermittelindustrie geforscht und produziert wird, bietet
der Weinheimer Kautschuk-Spezialist die ideale Lösung. Die Anforderungen an Bodenbeläge in
diesem Bereich sind extrem hoch:
geringe Partikelemissionen, porenfreie Oberfläche, Rutschfestig-
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Laborscope 5-6 /15
keit, Beständigkeit gegen statische
und dynamische Belastunge,
elektrostatische Ableitfähigkeit,
sowie sehr gute Reinigungs- und
Desinfektionseigenschaften. Ausgewählte nora-Bodenbeläge sind
vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung getestet und als geeignet
bis ISO Klasse 2 bzw. GMPKlasse A zertifiziert worden.
Langlebig und wirtschaftlich
Ausserdem sind die nora-Kautschukbeläge sehr gut beständig
gegenüber biologischen Kontaminationen, Chemikalien und
Desinfektionsmitteln. Auch die
Kurzzeiteinwirkung von Lösungsmitteln, verdünnten Säuren oder
Laugen hinterlässt keine dauerhaften Spuren. Durch ihre hohe
Verschleissfestigkeit sind nora Bodenbeläge extrem langlebig und
eignen sich perfekt für Gebäude
im Industriebereich. Diese ungewöhnlich lange Nutzungsdauer
trägt massgeblich zur Wirtschaftlichkeit und zum langfristigen
Werterhalt von Immobilien bei.
nora flooring systems ag
Gewerbestrasse 16
8800 Thalwil
Tel. 044 835 22 88
[email protected]
www.nora.com/ch
Zuverlässige, leistungsstarke Stromversorgungen für medizinaltechnische Anwendungen
Die MSP-600-Serie von Mean
Well mit niedrigem Fehlerstrom
und 600 W Gleich- und Wechselstrom
Pewatron hat eine neue Serie eingekapselter Stromversorgungen
mit 600 W Gleich- und Wechselstrom für medizinaltechnische Anwendungen lanciert. Die Serie
MSP-600 ist, als Nachfolgerin der
erfolgreichen Serien MSP-100,
MSP-200, MSP-300 und MSP450, die Antwort von Mean Well
auf die zunehmende Nachfrage
nach zuverlässigen Stromversorgungen mit hoher Wattleistung.
Die neue Geräteserie entspricht internationalen medizinischen Sicherheitsstandards (MOOP-Level)
und besticht durch ihren niedrigen
Fehlerstrom von maximal 300 μA
bei 264 VAC. Damit sind die Geräte eine erstklassige Wahl zur
Stromversorgung kontaktfreier,
medizinaltechnischer Anwendungen. Dank einer Leerlaufstromaufnahme von unter 0,8 W und einer
EMV-Verträglichkeit der Klasse B
eignen sich die Einheiten der
MSP-600er-Serie perfekt für die
Stromversorgung aller Arten umweltfreundlicher, medizinischer
Geräte. Die Geräteserie überzeugt
zudem durch einen hohen Wirkungsgrad von 89 %, eine universelle Eingangsspannung für Wechselstrom von 85 V bis 264 V sowie,
je nach Bedarf, Ausgangsspannungen von 3,3 V bis 48 V. Zur Luftkühlung lässt sich eine interne
Gleichstromlüftung mit speziell
hoher Lebensdauer aktivieren, die
einen Volllast-Betrieb bei Umgebungstemperaturen
zwischen
-40°C und +50°C oder – bei entsprechender Lastreduktion – von
bis zu +70°C ermöglicht. Die Serie
bietet zudem zahlreiche Standardfunktionen wie Schutz gegen
Kurzschluss, Überlast, Überspannung sowie Übertemperatur. Die
Geräte halten Eingangsspannun-
MSP-600-Serie von Mean Well mit
niedrigem Fehlerstrom und 600 W
Gleich- und Wechselstrom
gen von bis zu 300 VAC während
fünf Sekunden stand, verfügen
über eine Remote-Sense-Funktion,
einen DC-OK-Signalausgang und
lassen sich aus Distanz ein- und
ausschalten. Auch die Lüftungssteuerung ist aus Distanz möglich.
Die eingebaute, aktive Leistungsfaktorkorrektur gewährleistet darüber hinaus einen Leistungsfaktor
von über 0,94.
Die gesamte Serie erfüllt die Sicherheitsanforderungen der UL-,
CUL-, CB- und CE-Zertifikate
und bietet damit maximale Sicherheit. Die Geräteeinheiten eignen
sich für medizinaltechnische Anwendungen, die einen niedrigen
Fehlerstrom erfordern, für Instrumente zur Aufspürung chemischer
oder biologischer Stoffe, für Analysegeräte sowie für andere Anwendungen, bei denen eine niedrige
Leerlaufstromaufnahme wesentlich ist. Anwendungen mit höherer
Wattleistung lassen sich mittels Parallelschaltung von bis zu vier Exemplaren der MSP-600-Modelle
24, 36 oder 48 mit bis zu 2’000 W
versorgen.
PEWATRON AG
Thurgauerstrasse 66
8052 Zürich
Tel. 044 877 35 00
Fax 044 877 35 25
[email protected]
www.pewatron.com
LABORSCOPE FARBE
Leitfähigkeitsmessung mit separaten
Komponenten für mehr Flexibilität
Miniatur-Spektrometer der nächsten Generation
für Forschung und Bildung
Baumer hat sein Leitfähigkeitsmessgerät CombiLyz um ein Modell erweitert. Neben dem kompakten AFI4 gibt es nun auch die
abgesetzte Version AFI5. Diese
neue CombiLyz-Variante beinhaltet zwei einzelne Komponenten:
das induktive Sensorelement und
den Transmitter mit dem integrierten Baumer CombiView Display, die getrennt voneinander installiert und mit einem Kabel
verbunden werden.
Flame bietet flexible Messleistung
für forschungs- und bildungsorientierte Labore
Die getrennte Installation von
Display und Induktivsensor bietet
höchste Flexibilität hinsichtlich
der Montageposition. Während
der Sensor optimal im Prozess integriert werden kann, lässt sich der
Transmitter mit integriertem Display vibrationsgeschützt anbringen. Dies gewährleistet eine komfortable klare Ablesbarkeit und
verlängert gleichzeitig die Lebensdauer. Das Display ist für Wandund Rohrmontage geeignet und
somit für jeden Blickwinkel optimal einstellbar. Durch seine
Beständigkeit bei bis zu 85°C Umgebungstemperatur und zuverlässigen, präzisen Messungen auch
bei extremen Bedingungen ist der
CombiLyz AFI5 vielseitig einsetzbar – besonders besonders bei beengten Platzverhältnissen und in
Die neue CombiLyz-Variante AFI5
beinhaltet das induktive Sensorelement und den Transmitter mit
dem integrierten CombiView Display, die getrennt voneinander installiert werden
Anwendungen mit starken Vibrationen.
Der AFI5 besitzt ansonsten die
gleichen zuverlässigen technischen
Eigenschaften wie die Kompaktversion. Im Hygienedesign, mit
Schutzart IP 69 K und komplett
aus Edelstahl widersteht es auch
härtesten Bedingungen. Der
CombiLyz z.B. für den Einsatz in
CIP und SIP Prozessen, zur Überwachung von Konzentrationen in
Flüssigkeiten oder zur Phasentrennung verschiedener Medien. Dafür gibt es ingesamt 14 auswählbare Messbereiche von 500 µS/cm
bis 1000 mS/cm. Dazu zählen neben der Leitfähigkeit auch die
Konzentration, die Temperatur,
der Stromausgang, die Schaltzustände oder der Gerätetstatus.
Die Messergebnisse liefert der
Sensor mit einer maximalen Abweichung von <1 %. Überzeugend ist auch die rasche Ansprechzeit von weniger als 0,3 Sekunden
bei der Leitfähigkeits- und weniger als 15 Sekunden bei der Temperaturmessung. Zusätzlich zeigt
die Hintergrundfarbe des Displays nach einem Ampel-System
(rot /grün) an, ob die Messergebnisse einen kritischen Wert erreicht haben, der ein Eingreifen
notwendig macht. Änderungen an
den Einstellungen können einfach
über das Touchscreen-Display
durchgeführt werden – auch während des laufenden Prozesses.
Baumer Electric AG
Tel. 052 728 11 22
Fax 052 728 11 44 70
[email protected]
www.baumer.com
Ocean Optics hat eine Spektrometer-Reihe, die Know-how im
Bereich Miniatur-SpektrometerKonstruktion aus mehreren Jahrzehnten und branchenführende
Fertigungsverfahren vereint, auf
den Markt gebracht. Das Flame
Spektrometer bietet hohe thermische Stabilität und geringe Abweichung zwischen den Geräten ohne
Einbussen bei der Flexibilität und
Konfigurierbarkeit, durch die sich
modulare Miniatur-Spektrometer
auszeichnen. Merkmale wie austauschbare Spalte, LED-Anzeigen
und einfachere Geräteanschlüsse
bieten grosse Flexibilität für eine
breite Palette von UV/Vis-Anwendungen in den Bereichen
Chemie, Physik, Biologie, Materialforschung, Geowissenschaften
und Chemietechnik. Das Flame
eignet sich als Tischgerät in der
angewandten Forschung, Grundlagenforschung und in Lehrlaboren sowie, dank seiner kompakten
Grösse, für die Forschung im
Feld.
Das Flame lässt sich umfassend
für Messverfahren wie die
Absorptions-, Transmissions-, Reflexions-, Irradianzspektroskopie
und Farbmessungen im Wellenlängenbereich 190 nm – 1100 nm
konfigurieren. Spektrometer werden vorkonfiguriert oder mit individueller Konfiguration und austauschbaren Spalten, die es dem
Anwender ermöglichen, die Auflösung und den Durchsatz bedarfsgemäss anzupassen, geliefert.
So kann der Anwender beispielsweise ein Spektrometer, das für
hohe Auflösung für Absorptionsspektroskopiemessungen konfiguriert ist, binnen weniger Sekunden
für einen hohen Durchsatz für
Fluoreszenzspektroskopieanwendungen konfigurieren. Um die
Messleistung zusätzlich zu erhöhen, arbeitet das Flame nahtlos
mit dem Lichtquellen-, Lichtwellenleiter-, Samplingzubehör- und
Software-Sortiment von Ocean
Optics zusammen.
Durch Verbesserungen an der optischen Bank und hochpräzise
Ausrichtungsverfahren wurde die
Leistung des Flame für anspruchsvolle Forschungsanwendungen
optimiert. Seine kompakte Grösse
(89 mm x 63 mm x 34 mm) und
sein geringes Gewicht (265 g) machen das Flame zum idealen Gerät für die OEM-Integration.
Der Betrieb des Flame funktioniert nach dem Plug-and-PlayPrinzip. Eine Auswahl an USBoder RS-232-Anschlüssen sowie
die Unterstützung durch Treiber
und Software erleichtern die Integration in fast jedes System. LEDAnzeigen zeigen den Status von
Strom und Datenübertragung an.
Ocean Optics
Geograaf 24
NL-6921 EW Duiven
Tel. +31 (0) 26 319 05 00
Fax +31 (0) 26 319 05 05
[email protected]
www.oceanoptics.com
Laborscope 5-6 /15
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LABORSCOPE FARBE
DC-Antriebe nach Mass: Die Auswahl wird noch Hohe Messgenauigkeit schon ab 0,15 m/s
Strömungsmessumformer für geringste
grösser
Luftgeschwindigkeiten
maxon erweitert sein Konfigurations-Programm
Die erfolgreiche X drives Antriebslinie von maxon motor
wird durch eine neue Motorengrösse und verschiedene Planetengetriebe erweitert. Noch nie
war es so einfach, den passenden
DC-Antrieb online zusammenzustellen.
Es war eine kleine Revolution, als
maxon motor vor rund zwei Jahren die neuen DC- Motoren und
Getriebe der X drives Linie präsentierte. Sie sind stärker und effizienter als bisherige Antriebe und
zudem nach Wunsch online konfigurierbar. Jetzt wird die Produktepalette erweitert: Neu hinzu
kommt der DCX 12 Mikromotor
mit einem Durchmesser von 12
Millimeter, der die Lücke zwischen DCX 10 und DCX 14
schliesst. Er ist mit Edelmetallbürsten, wahlweise verschiedenen
eisenlosen Wicklungen und Lagerungen erhältlich. Auch das passende Planetengetriebe (1-bis
4-stufig) steht ab sofort zur Verfügung.
Neue Variationen von konfigurierbaren Planetengetrieben
Darüber hinaus können bestehende Getriebegrössen neu in zu-
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Laborscope 5-6 /15
sätzlichen Untersetzungen bezogen werden. GPX 14 (neu 3- und
4-stufig), GPX 16 (neu 4-stufig)
und GPX 37 (neu 1- und 2-stufig). Die Planetengetriebe mit den
Grössen 14, 26 und 37 Millimeter
sind zudem in den Ausführungen
Keramik, geräuschreduziert sowie
spielreduziert erhältlich.
Alle Neuheiten sind ab sofort im
Online Shop zu finden. Kunden
wählen den gewünschten Motor,
die passende Wicklung, Bürsten
und Wellenlänge sowie Getriebe
und Encoder. Nach nur 11 Tagen
ist die Lieferung versandbereit.
Mehr gibt’s auf:
xdrives.maxonmotor.ch
maxon motor ag
Brünigstrasse 220
Postfach 263
6072 Sachseln
Tel. 041 666 15 00
Fax 041 666 16 50
[email protected]
www.maxonmotor.com
Twitter: @maxonmotor
EE660 Strömungsmessumformer mit Display und abgesetztem Fühler.
Der neue Strömungsmessumformer EE660 von E+E Elektronik
misst Luftgeschwindigkeiten bereits ab 0,15 m/s. Daher eignet sich
das Gerät insbesondere für die Laminarflowüberwachung und andere Reinraumanwendungen, die
eine exakte Messung geringster
Luftgeschwindigkeiten erfordern.
Der eingesetzte E+E Strömungssensor basiert auf dem Heissfilmanemometer-Prinzip und zeichnet
sich durch eine hohe Messgenauigkeit, ausgezeichnete Langzeitstabilität und geringe Schmutzempfindlichkeit aus. Die sehr kleine
Winkelabhängigkeit erleichtert
die Montage des Messumformers
zusätzlich.
Der Strömungsmessumformer ist
in Modellvarianten für die Wandoder Kanalmontage und mit abgesetztem Messfühler erhältlich.
Über ein grosses, flächenbündiges
LCD-Display können die Messdaten direkt am Gerät abgelesen werden. Das beleuchtete und 180°
drehbare Display sorgt für eine optimale Lesbarkeit der angezeigten
Daten.
Der EE660 ist mit Stromund Spannungsausgang verfügbar.
Beide Signale sind auf der Klemme
vorhanden. Der Messbereich und
die Ansprechzeit können mittels eines Jumpers gewählt werden. Mit
dem Konfigurationszubehör und
der kostenlosen Software ist eine
Justage des Messumformers möglich. Ebenso können damit die
Displayeinstellungen angepasst
werden.
Durch die aussenliegenden Montagelöcher kann der Messumformers schnell und einfach ohne Öffnen des Gehäuses montiert werden.
Die Elektronik bleibt dadurch
während der Montage vor
Bauschmutz geschützt. Zudem befinden sich die elektronischen Bauteile auf der Platinenunterseite und
sind so vor mechanischen Beschädigungen im Zuge der Installation
sicher.
Hochgenauer EE660 Strömungsmessumformer für die Kanalmontage.
E+E Elektronik GmbH
Langwiesen 7
A-4209 Engerwitzdorf
Tel. +43 (0) 7235 605 0
Fax +43 (0) 7235 605 8
[email protected]
www.epluse.com
LABORSCOPE FARBE
Chemikalienschutzkleidung MEWA
Protect Special
In der chemischen Industrie, bei
Batterieherstellern, in der Galvanoindustrie oder der Metalltechnik ist die Frage nach der
richtigen Schutzkleidung ein
Dauerbrenner. Nicht selten muss
die Kleidung der Mitarbeiter
eine Reihe von Funktionen aufweisen, beispielsweise chemikalienresistent sein und antistatische
Eigenschaften haben. Bei solchen
Fragen orientieren sich PSAFachverantwortliche in der Regel an standardisierten Arbeitsschutzkriterien und behalten so
den Überblick bei der Beschaffung der richtigen Schutzkleidung.
Chemikalienschutzkleidung
MEWA Ideal Protect Special.
Foto MEWA.
Schutztalent mit Tragekomfort
Gerade in chemischen Betrieben
besteht eine grosse Gefährdung
durch Chemikalien. Für solche
Schutzanforderungen bietet der
Textildienstleister MEWA Chemikalienschutzkleidung in zwei
Kollektionen an Ideal Protect Special und Twinstar Protect Special
erfüllen die Anforderungen nach
EN 13034 Typ 6 (Schutzkleidung
gegen flüssige Chemikalien). Aufgrund ihrer Antistatik-Eigenschaften sind sie zudem nach
EN 1149-3 und EN 1149-5 zertifiziert. Neben der Schutzwirkung
haben die Produktentwickler auf
besten Tragekomfort geachtet.
Eine optimale Passform und praktische Funktionen wie Elastikkeile
in der Latzhose sorgen für Bewegungsfreiheit und bequemen Sitz.
Nicht zuletzt trägt die Verarbei-
Chemikalienschutzkleidung
MEWA Twinstar Protect Special.
Foto MEWA.
tung angenehmer Gewebe dazu
bei, dass diese Schutzkleidung
gern getragen wird.
Dauerhafte Funktionalität sicherstellen
Mit der Wahl der richtigen
Schutzkategorie ist es allerdings
nicht getan. Gerade bei persönlicher Schutzausrüstung muss während der Pflege und Instandhaltung darauf geachtet werden, dass
die protektiven Eigenschaften
erhalten bleiben. Dies garantiert
der Berufskleidungsservice, den
MEWA auch für Chemikalienschutzkleidung Typ 6 anbietet.
Die Textilien werden nach jeder
Wäsche sach- und fachgerecht
nachgerüstet.
MEWA Service AG
Rothrist
[email protected]
www.mewa.ch
Sartorius FlexiBulk:
Clevere Packungen für Pipettenspitzen sparen
Platz im Labor und reduzieren den Arbeitsaufwand
Sartorius, ein international führender Labor- und Pharmazulieferer, präsentiert mit FlexiBulk ein
völlig neues Verpackungskonzept
für Pipettenspitzen. Die neue
Grosspackung mit ihrer gut strukturierten Anordnung der Pipettenspitzen spart wertvollen Platz
im Labor. Im Vergleich zu konventionellen Spitzen- Grosspackungen erfordern die stapelbaren
FlexiBulk-Boxen bis zu 40% weniger Platz. Der Verpackungsabfall wird um fast 50% reduziert,
die Transportkosten sinken und
auch die CO2-Bilanz des Labors
wird positiv beeinflusst.
FlexiBulk bietet «pick &
place»Komfort beim schnellen
Einsortieren der Spitzen in Racks
oder beim direkten Aufstecken
auf Pipetten. Durch die systematische Anordnung der Spitzen erfolgt die Spitzenauswahl schnell
und effizient. Daher spart der Benutzer ca. 20% der Zeit, die er
normalerweise braucht, um die
Spitzen aus gepackten Grosspackungen in Racks einzusortieren.
Transport und während der Lagerung. Er lässt sich leicht öffnen
und verschliesst die Box nach einer Entnahme von Spitzen wieder
sicher zum Schutz vor Staub und
Verschmutzung. Zudem können
die kompakten, aus wiederverwendbarem und haltbarem Polyethylenmaterial (PET) hergestellten Boxen gestapelt werden – ein
zusätzlicher Karton ist nicht notwendig.
Die Spitzen in FlexiBulk-Packungen haben dieselbe hohe Qualität
wie andere Optifit-Spitzen von
Sartorius, die in Racks und Nachfüllpackungen geliefert werden.
Sie sitzen perfekt und luftdicht
abschliessend auf Sartorius-Pipetten wie Picus®, Picus® NxT,
eLINE®, mLINE® und Proline® Plus sowie auf den meisten
Pipetten anderer Hersteller. Die
FlexiBulk-Packungen sind für Pipettenspitzenvolumen von 0,5 μl
bis 1,200 μl erhältlich.
FlexiBulk-Spitzen sind als RNase-,
DNase- und endotoxinfrei zertifiziert. Für erfolgskritische Anwendungen des Benutzers ist eine
zertifizierte Reinheit unabdingbar, bei denen alle sekundären
Kontaminationsquellen ausgeschlossen werden müssen. Da die
Spitzen unter Reinraumbedingungen nach ISO Klasse 8 hergestellt und abgepackt werden und
der Herstellungsprozess vollautomatisch abläuft, wird eine Kontamination wirkungsvoll unterbunden.
Sartorius FlexiBulk: Clevere Box
für Pipettenspitzen
Überdies sorgt der Deckel auf der
FlexiBulk-Box für einen luftdichten Verschluss und damit für absolute Sauberkeit der Spitzen beim
www.sartorius.de
Laborscope 5-6 /15
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LABORSCOPE FARBE
NanoRam - das Raman- Handspektrometer
Handlich und kompakt zeigt
sich das neu entwickelte RamanSpektrometer NanoRam® mit
integriertem Daten-System für
Material-Identifikation und -Verifikation im GMP-konformen
Umfeld. Es ist einfach zu bedienen und mit einem Gewicht von
ca. 1kg liegt er sehr gut in der
Hand. NanoRam® ermöglicht
eine schnelle Entwicklung von
standardisierten und validierten
Methoden zur Prüfung von
Reinheit und Qualität, so dass es
die ideale Wahl ist für die pharmazeutische, chemische Identifizierung von Stoffen, sei es im Labor, dem Lager, der Laderampe
oder im Feld.
Die Laseranregung liegt bei 785
nm, der Spektralbereich reicht
von 175 bis 3.200
Wellenzahlen bei einer spektralen Auflösung von 10 Wellenzahlen. NanoRam ist das einzige
14
Laborscope 5-6 /15
Raman-Handspektrometer, das
über
einen temperaturgesteuerten Detektor verfügt, dies führt zu
einer ausgezeichneten Datenqualität und einer beispiellosen Stabilität des Systems. Ausserdem
verfügt es über erweiterte Statistische Algorithmen zur Identifizierung und Verifizierung. Das
Daten-Management und die Daten-Synchronisation erfolgt über
Ethernet & USB.
Damit wird eine zuverlässige
Identifikation und Verifikation
unterschiedlicher Substanzen ermöglicht. Gele, Flüssigkeiten,
Pulver oder Feststoffe können
über austauschbare und mitgelieferte Adapter analysiert werden.
Der Barcode-Leser ist bereits integriert und unterstützt sowohl
1D sowie 2D Standards und das
ganze Gerät ist optimal gegen
Staub sowie Feuchtigkeit geschützt. Die Einsatzbereiche des
handlichen Raman-Systems, in
dem ganze Spektrenbibliotheken, beispielsweise für den
Pharmabereich, hinterlegt aber
auch individuell hinzugefügt
werden können, sind nahezu unbegrenzt: Sie reichen von der
Identifikation und Verifikation
unterschiedlichster Materialien
aus dem chemischen, pharmazeutischen oder auch Lebensmit-
tel-Bereich über die Identifikation gefälschter Arzneimittel bis
zur Drogenanalyse.
IGZ Instruments- AG
Räffelstrasse 32
8045 Zürich
Tel. 044 456 33 33
Fax 044 456 33 30
[email protected]
www.igz.ch
Flexible Proteinreinigungs-LC
Die AZURA Bio LC Systeme von
KNAUER wachsen bei Bedarf
mit den Erfordernissen der Aufreinigung
Die Reinigung und Trennung von
Biomolekülen ist eine anspruchsvolle Aufgabe und muss auf jede
Probe zugeschnitten werden. Mit
AZURA® Bio LC bietet
KNAUER eine ausgereifte, anpassungsfähige Plattform für die Biochromatografie. Die Systeme wurden konzipiert, um alle gängigen
Biochromatografie-Techniken
wie Grössenausschluss-, Ionenaustausch- oder Affinitätschromatografie zu beschleunigen
oder zu vereinfachen. Systemvorschläge reichen von einfach
bis hochautomatisiert oder für
maximalen Durchsatz. Darüber
hinaus kann jedes System flexibel nach Kundenwunsch zusammengestellt werden und bei
später Bedarf mitwachsen oder
durch weitere Komponenten ergänzt werden.
Die Produktreinigung kann
einfach skaliert und der Durchsatz erhöht werden, denn die
wählbaren AZURA Bio LC Pumpen decken einen Flussbereich von
0,02 bis 1000 ml/min ab. Ist das
Zielmolekül per UV schwierig zu
bestimmen, lässt sich auch ein
Brechungsindexdetektor oder Fluoreszenzdetektor einbinden. Temperaturempfindliche Proben werden vor Erwärmung geschützt:
AZURA Bio LC kann im Kühlraum oder gut zugänglich mit der
«Benchtop Cooling»-Option auf
jeder Laborbank betrieben werden. Die Systeme sind mit
KNAUER Säulen sowie allen im
Markt gängigen LC-Säulen kombinierbar.
Offen zeigt sich auch die leicht zu
bedienende und GLP-konforme
Software PurityChrom® Bio, mit
der Methoden einfach erstellt und
an unterschiedliche Aufreinigungen angepasst werden können. So
kann dabei nach Säulenvolumen,
Flussvolumen oder Zeit vorgegangen oder sogar während des Laufs
Optimierungen vorgenommen
werden.
www.knauer.net/azurabio-de
LABORSCOPE FARBE
TROX HESCO Schweiz AG: Neue Entrauchungs- Robotergestützte Messung der freien
klappe für CE-konforme Sicherheit
Oberflächenenergie auf grossen Proben
Maximale Leistungen – führend in Europa
Bereits die Klassifizierung nach
EN 13501-4 unterstreicht die
Leistungsfähigkeit der Entrauchungsklappe EK-EU nach
Produktnorm EN 12101-8:
EI 90 (vedw - hodw, io) S1.500
Cmod MA multi beschreibt eindrucksvoll die Besonderheiten:
Die Entrauchungsklappe EK-EU,
bestehend aus Calciumsilikat, gewährleistet einen Raumabschluss
von über 90 Minuten. Sie wurde
unter der höchsten Druckstufe 3
(-1500 Pa / + 500 Pa) in unterschiedlichen Einbausituationen in
vertikaler und horizontaler Achslage, jeweils mit dem Antrieb auf
der Heiss- und Kaltseite angeordnet, geprüft. Somit kann sie auch
in kleineren Kanälen bzw. in Luftleitungen mit höheren Volumenströmen eingesetzt werden. Die
Auslösung der EK-EU kann sowohl manuell als auch automatisch erfolgen. Auch die Ansteuerung
über
die
TROX
Steuermodule AS-EM und ASEM/SIL ist nachgewiesen. Hat
sich eine Klappe im Brandfall geschlossen, so ist die EK-EU auch
nach 25 Minuten noch zu öffnen.
Für Langlebigkeit sorgt bei der
EK-EU die Lagerung aus Messing
und die Edelstahlachsen. Mit den
20.000 gewichtsbelasteten AUF/
ZU-Zyklen übersteht die Klappe
problemlos das geforderte Maximum an die mechanische Belastbarkeit laut Prüfbescheinigung.
Die Prüfanforderungen nach der
Die neue TROX Entrauchungsklappe EK-EU erfüllt in Kombination nahezu alle Prüfanforderungen der Prüfnorm EN 1366-10
maximal und ist damit führend in
Europa.
europäischen Prüfnorm EN 136610 sind strenger als bisher. Die
EK-EU erfüllt - Zyklentests, Leckageprüfungen und Brandversuche: Abschlussgitter, Steuermodule AS-EM und AS-EM/SIL,
Druckstufe 3, Cmod, Einbau in
Decke und Wand, in und an der
Leitung, waagerechte und senkrechte Achslage, die dünnste Entrauchungsleitung mit 35 mm
Wandstärke. Die Leistungserklärung ist ein Zeugnis für Sicherheit
in ganz Europa.
TROX HESCO Schweiz AG
Walderstrasse 125
8630 Rüti ZH
Tel. 055 250 71 11
Fax 055 250 72 05
[email protected]
www.troxhesco.ch
• Vollautomatische Benetzungs
analyse grosser Proben: der
neue Large Surface Analyzer –
LSA auf der Hannover Messe
• Schneller, berührungsloser
und einfach programmierter
Messablauf für die Qualitätssicherung
• Ausführungen in verschiedenen
Grössen sowie Sonderanferti gungen auf Anfrage bis ca. 9 m²
Auf der Hannover Messe 2015
stellt die KRÜSS GmbH erstmalig
den Large Surface Analyzer – LSA
vor, der einen Positionierroboter
mit dem mobilen KontaktwinkelMessinstrument Mobile Surface
Analyzer – MSA kombiniert. Das
System bestimmt schnell und vollautomatisch die freie Oberflächenenergie grosser Proben an
beliebiger Position. Aufgrund der
einfachen Handhabung und Programmierung ist diese robotergestützte, wissenschaftliche Oberflächenanalyse besonders für die
Qualitätssicherung gereinigter, vorbehandelter oder beschichteter Materialien geeignet.
Das vom Roboter bewegte MSA ist
mit einer Messzeit von weniger als
einer Sekunde das schnellste auf
dem Markt befindliche mobile Instrument zur Bestimmung der
freien Oberflächenenergie mit zwei
Testflüssigkeiten. Dazu platziert es
mittels einer berührungslosen
Druck-Dosiertechnik zwei Tropfen
auf der Probe, ermittelt anhand der
Videobilder beider Tropfen die
Kontaktwinkel und berechnet die
freie Oberflächenenergie automa-
tisch. Dieser Ablauf wird bei dem
neuen Large Surface Analyzer –
LSA auf einfache Weise um die
schnelle und präzise Positionierung
des Instruments zwischen den Messungen erweitert.
Der Large Surface Analyzer – LSA
für vollautomatische Messungen
der freien Oberflächenenergie auf
grossen Proben
Der von KRÜSS im Bereich Surface Technology der Hannover
Messe 2015 präsentierte Large Surface Analyzer – LSA mit zwei horizontalen Achsen und einer Höhenachse ist für Probengrössen von 495
× 565 mm ausgelegt. Eine zweite
Standardausführung ermöglicht
die freie Positionierung auf einer
Fläche bis zu 2900 × 3150 mm. Darüber hinaus baut KRÜSS auf
Kundenanfrage Systeme in anderen
Grössen. Am Messestand G29 in
Halle 3 führt KRÜSS das System
interessierten Besuchern vor.
KRÜSS GmbH
Borsteler Chaussee 85
D-22453 Hamburg
Tel. +49 40 514401-30
[email protected]
www.kruss.de
Inserat_ENVILAB_185-30_Laborscope.pdf 1 14.01.2015 13:43:58
WASSER
BODEN LUFT
Analytische Untersuchungen und beratende Leistungen
Laborscope 5-6 /15
15
LABORSCOPE FARBE
Messdatenübertragung, - auswertung und –
verarbeitung
IMBus – ein universeller Messbus
Systembeschreibung
Der IBR-Messbus (IMBus) ist eine
neue Serie von Mess- und Interfacemodulen mit grosser Flexibilität
und für hohe Ansprüche im industriellen Einsatz. Das speziell entwickelte Modulgehäuse ist äussert robust und kann ohne Werkzeuge
einfach montiert werden. Die Module können als Tischgeräte ausgestellt oder auf Montageschienen
aufgesteckt werden. Die Elektronik
erfüllt alle Praxis-Anforderungen
bezüglich der Flexibilität, Geschwindigkeit und Auflösung bei
höchster Messgenauigkeit. Die Adressvergabe am IMBus erfolgt automatisch (Plug & Play). Der modulare Aufbau von 1 bis 512
Anschlüsse und die Möglichkeit,
die Module über Kabel mit bis zu
1200 m Länge zu verbinden, erlauben den universellen Einsatz des
IMBus. Eine vollständige Palette an
Software für einfache Anwendungen bis hin zu komplexen Messaufgaben mit Programmabläufen und
Steuerungsaufgaben vervollständigen die neue IMBus Serie zu einem
universellen Werkzeug für die
Messdatenerfassung, Auswertung
und Anzeige. Der IBR-Messbus
(IMBus) ist ein Technologieschritt
in der Mess- und Interfacetechnik.
Leistungsfähige Anschlussmodule
für alle Sensoren und Messgeräte
sowie ein Höchstmass an Flexibilität beim Anschluss an heutige
Computerschnittstellen kennzeichnen die IMBus Serie.
Merkmale:
Anschlüsse für alle Induktivmesstastertypen, Digitaltechnologie
mit Linearisierungsmöglichkeit für
Induktivtaster Anschlüsse alle Inkrementalmesstastertypen, Linearschienen und Drehimpulsgeber
Anschlüsse für alle pneumatischen
Messköpfe Anschlüsse für alle analogen Signale (Strom, Spannung,
…) Anschlüsse für alle seriellen
Schnittstellen (universell programmierbares Übertragungs- und Datenformat) Anschlüsse für alle parallelen Schnittstellen (BCD, Binär,
…) Galvanisch getrennte Stellausgänge und Eingänge (SPS-kompatibel) Flexibler PC- und SPS-Anschluss über USB, RS232, Ethernet,
Wireless LAN, Profibus
Technische Daten:
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16
Laborscope 5-6 /15
Markteinführung der ersten CPC 45mm-Kappe
mit integrierter Schnellverschluss-Kupplung
CPC (Colder Products Company), führender Hersteller von
Schnellverschluss-Kupplungen
und Fittingen für Kunststoffschläuche stellt seine erste 45mmKappe mit integrierter Schnellverschluss-Kupplung vor.
Mit Schnellverschluss-Kupplungen auf Laborflaschen wird der
Austausch von Verbrauchsmedien
immer einfacher und sicherer. Die
BQ45GL-Kappe passt auf jede
Glas- oder Kunststoffflasche mit
45mm GL-Gewinde. Die Kappe
hat eine Flachdichtung zur Flasche, eine hydrophobe Belüftung
und eine Schlauchtülle für die Befestigung eines DispensingSchlauchs an ihrer Unterseite. Für
unterschiedliche Kundenanforderungen hat die Kappe drei Anschlussvarianten, nämlich an
Kupplung, Stecker oder WinkelSchlauchtülle.
Eigenschaften und damit auf Testergebnisse der Medien auswirken.
Die BQ45GL-Kappe wird aus
HDPE- und Polypropylen-Materialien hergestellt, die Festigkeit
und chemische Kompatibilität für
unterschiedliche Reagenzien und
Lösungsmittel bieten. Die Kappe
ist ideal für die Verwendung mit
analytischen Laborgeräten oder
die In-Vitro-Diagnostik.
Mehr Informationen über die
BQ45GL-Kappe und die damit
verbundenen möglichen Vorteile
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Durch den sauberen Anschluss an
Reagenz- oder Medienflaschen ermöglicht die BQ45GL-Kappe ein
einfaches Fluidhandling. Mit der
einfachen Verbindungs- und
Trennmöglichkeit können Labortechniker den Austausch oder das
Auffüllen der Flaschen in einer
sauberen Umgebung vornehmen.
«Die Sicherheit im Labor ist immer ein zentrales Thema, jedoch
wird sie bei möglicherweise anfallendem Biomüll im Labor noch
bedeutender»,
erklärt
Bob
Komma, zuständig für die Geschäftsentwicklung im Bereich
Medizin. Die BQ45GL-Kappe
hat einen zuverlässig dichtenden
O-Ring, der bewirkt, dass keine
Flüssigkeit austritt, selbst wenn
eine Flasche umfällt oder umgestossen wird. Durch die zuverlässige Abdichtung wird auch das
Verdunsten der Flüssigkeiten verhindert. Das Verdunsten könnte
sich nachteilig auf die chemischen
Schnellverschluss-Kupplung auf
Laborflaschen erhöht Sicherheit
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Zu erwähnen sind die äusserst
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Aufgrund des Snapshot-Detektors
ist die FLIR A6700sc in der Lage,
sämtliche Detektorpixel zeitgleich
zu belichten – und das bei kleinsten Bildintegrationszeiten von bis
zu 480ns. Dies ist besonders wichtig bei der Erfassung sich schnell
bewegender Objekte – eine Anwendung, bei der Standard- Wärmebildkameras in der Regel mit
Bewegungsunschärfe kämpfen
und an ihre Grenzen stossen. Im
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FLIR A6700sc Bildbildwiederholraten von bis zu 480 Hz. Spezielle
Kaltfilteroptionen sind für spezifische spektrale Detektionen und
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die Spitzenforschung oder in Pro-
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multimedialen Elementen und ein
Responsive Design nun auch digitales Credo.
Mit der Einführung des ProduktSelektors im vergangenen Jahr war
deutlich zu erkennen, dass FAULHABER online neue Wege geht.
Dies gilt seit Kurzem auch für die
Unternehmenshomepage, welche
durch ein ansprechendes Design,
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Im Fokus des Relaunch stand die
Prämisse, jeden Besucher einfacher, aktueller und anregender informieren zu können. Schon der
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Laborscope 5-6 /15
17
BIOTECHNOLOGIE
Das Immunsystem überlisten
Thomas Gull
Eine amerikanische Biotechfirma entwickelt einen
neuen Antikörper gegen
Krebs, der auch das Wohlbefinden verbessert. Der
Dermatologe Thomas
Kündig hat mit seiner
Forschung die Grundlage
dafür geschaffen.
Die Ärzte im Anderson Cancer
Center in Houston, Texas, trauten ihren Ohren und Augen
nicht: Vor einer Woche hatten sie
dem Krebspatienten John Baker
das Krebsmedikament Xilonix
gespritzt. Baker war zu diesem
Zeitpunkt schwer krank, abgemagert und bettlägerig. Jetzt
tauchte er im Krebszentrum auf
und behauptete, er sei geheilt.
Die Ärzte bezweifelten diese
Selbstdiagnose und untersuchten
den Patienten. Wie sich zeigte,
war der Tumor noch da. Trotzdem fühlte sich Baker viel besser.
Das Phänomen wiederholte sich:
Schwer Kranke, die mit Xilonix
behandelt wurden, konnten ihre
Betten verlassen, wieder essen
und zur Arbeit gehen. Und sie
lebten wesentlich länger als prognostiziert.
«Die Ärzte konnten sich das
nicht erklären», erzählt Thomas
Kündig,
Dermatologe
am
Zürcher Universitätsspital und
Privatdozent an der UZH, «bis
einer auf die Idee kam, dass das
Medikament nicht in erster Linie
gegen den Tumor selbst wirkt,
sondern gegen die Kachexie, die
Auszehrung des Körpers, die
Krebserkrankungen begleitet.»
Krebs macht Menschen allgemein krank, appetitlos und de18
Laborscope 5-6/15
Erfolgreiche Arbeit im Labor: Der Dermatologe Thomas Kündig hat herausgefunden, wie die Blockierung des
Botenstoffs Interleukin 1alpha Krebspatienten hilft. Bild: Stefan Walter
pressiv. «Meistens stirbt man
nicht am Tumor, sondern an der
Auszehrung », sagt Kündig, «wie
etwa das Beispiel von AppleGründer Steve Jobs zeigt.»
Rund zehn Prozent mehr
Muskelmasse
Patientinnen und Patienten, die
mit Xilonix behandelt wurden,
fühlten sich nicht nur besser, ihr
Körper wurde auch wieder stärker. «Innerhalb von acht Wochen
legten sie rund zehn Prozent
Muskelmasse zu», sagt Kündig,
«das haben wir noch nie gesehen,
denn normalerweise nimmt die
Muskulatur bei Tumorpatienten
stetig ab.» Thomas Kündig verfolgt die klinischen Studien in
Texas genau, weil das dort eingesetzte Krebsmedikament Xilonix
auch auf seiner Forschung basiert.
Kündig hat untersucht, wie sich
die Hemmung der Ausschüttung
von Interleukin 1alpha auswirkt.
Interleukin 1alpha ist ein Botenstoff, der bei einer Immunreak-
tion des Körpers ausgeschüttet
wird, etwa wenn die Immunabwehr gegen Krebszellen mobilisiert wird. Diese Immunabwehr,
die für uns lebenswichtig ist, weil
sie Viren, Bakterien und andere
Fremdkörper angreift und so den
Körper vor Infektionen schützt,
kann sich auch nachteilig auswirken.
Krebs versklavt das Immunsystem
Das ist bei Krebs sogar häufig
der Fall. Denn Tumoren lösen
Entzündungen aus. «Die starken
Entzündungsreaktionen, die von
Tumoren ausgelöst werden, wurden lange Zeit als positiv eingeschätzt», sagt Thomas Kündig,
«man glaubte, es sei ein Zeichen
dafür, dass das Immunsystem
den Krebs bekämpft.» Heute
wird immer klarer, dass diese
Entzündung dem Tumor vielmehr hilft, als dass sie ihn bekämpft. Denn es ist diese
Entzündung, die neue Blutgefässe bildet, die den hohen Ener-
giebedarf des Tumors decken.
Und die Entzündung zerstört das
umliegende Gewebe und auch
Knochen, damit der Krebs wachsen und sich ausbreiten kann.
Das heisst: Die von Interleukin
1alpha ausgelöste Immunantwort schadet dem Körper und
hilft dem Krebs. «Der Krebs versklavt das Immunsystem und
nutzt es für seine Zwecke», sagt
Kündig. «Wenn wir diese Immunreaktion verhindern, könnte
das die Entwicklung des Tumors
hemmen», erklärt der Dermatologe. Interleukin 1alpha ist einer
der Schlüssel zur Immunantwort, weil die Ausschüttung des
Botenstoffs eine Kaskade von
Immunreaktionen auslöst.
Kündigs Ziel war deshalb, Interleukin 1alpha auszuschalten.
Hilfreich war dabei, dass eine dänische Forschungsgruppe bei
gesunden Menschen einen Antikörper
gegen
Interleukin
gefunden hatte und dieser kloniert werden konnte. Damit
BIOTECHNOLOGIE
verfügte man über einen menschlichen Antikörper. Antikörper gegen Interleukin
1alpha
Nun hat eine amerikanische Biotechfirma, XBiotech, einen Antikörper gegen Interleukin 1alpha in die klinische Entwicklung
gebracht. Dieses Medikament
heisst Xilonix. Nach den ersten
erfolgreichen Studien an Mäusen
und Ratten wurde Xilonix in
Huston bei einer ersten Gruppe
von Krebspatienten wie John Baker eingesetzt. Insgesamt wurden
30 Patienten damit behandelt.
Der Erfolg war wie eingangs beschrieben erstaunlich. Die ersten
Ergebnisse überzeugten die Beamten der amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA
derart, dass sie für die klinischen
Studien ein beschleunigtes Verfahren bewilligten. Das bedeutet, dass weniger Patienten in die
Studie einbezogen werden
müssen und die Dienstwege wesentlich kürzer werden. «Die
FDA hat anerkannt, dass dieses
Medikament schwer kranken
Menschen auf eine neue Weise
helfen könnte», sagt Kündig, «im
Moment gibt es nichts Vergleichbares.»
Den Krebs bekämpfen und
das Wohlbefinden steigern
Das gilt insbesondere für die Tatsache, dass Xilonix nicht nur den
Krebs bekämpft wie herkömmliche Chemotherapien, sondern
auch das Wohlbefinden verbessert, während die gängigen
Therapien die Lebensqualität der
Behandelten oft massiv beinträchtigen.
Wegen der starken Nebenwirkungen verzichten heute viele
Menschen mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium auf eine
Therapie oder setzen diese ab.
Xilonix hat deshalb das Poten-
zial, die Krebstherapie zu revolutionieren, denn damit würde die
Frage künftig nicht mehr lauten:
Therapie oder Lebensqualität?
Sondern mehr Lebensqualität
dank Therapie.
Thomas Gull ist Redaktor des
Magazin der UZH.
Quelle: Universität Zürich
Genetische Krankheiten verschieben Grenzen im Genom
Das menschliche Genom hat etwa
20.000 Gene, fast genauso viele
wie der nur einen Millimenter
kleine Fadenwurm C. elegans.
Mensch und Fadenwurm - zwei in
ihrer biologischen Komplexität
völlig unterschiedliche Organismen - beruhen auf fast der gleichen Anzahl an Genen. Dies liegt
daran, dass der Mensch sein genetisches Potenzial besser ausschöpft, zum einen durch die Modifikation von Genprodukten,
aber auch durch den vielfachen
Einsatz der gleichen Gene für unterschiedliche Funktionen.
Dafür ist ein hoher Grad an Steuerung erforderlich, tragen doch
alle Zellen des Körpers die gleiche
genetische Information. Wissenschaftler schätzen, dass etwa 40
Prozent unseres Genoms nur für
die Regulation der Gene erforderlich ist. Es ist aber noch weitgehend unklar, wie sichergestellt
wird, welche Regulatoren welche
Gene beeinflussen bzw. nicht beeinflussen.
Eine wesentliche Rolle spielen dabei sogenannte TADs (topologically associated domains): Bereiche, in denen das Genom grosse
dreidimensionale Strukturen aus
Histonen, regulatorischen Proteinen und Transkriptionsfaktoren
bildet. Eine TAD umfa sst jeweils
ein oder mehrere Gene, sowie alle
regulatori­schen Elemente, von denen diese beeinflusst werden. Ihre
Struktur ist sowohl in unterschiedlichen Zelltypen als auch in
verschiedenen Tierarten nachweisbar, sie gelten daher als hoch
konserviert. Regulatorische Elemente innerhalb einer TAD beschränken ihre Aktivität auf
«ihre» TAD, umgekehrt werden
Gene in benachbarten TADs von
dieser Aktivität abgeschirmt.
Die Bedeutung der TADs im Zusammenhang mit der Entstehung
von Krankheiten haben jetzt Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und
der Charité – Universitätsmedizin
Berlin an drei unterschiedlichen,
ange­
borenen menschlichen Erkrankungen untersucht. Sie haben
herausgefunden, dass Veränderungen insbesondere der äusseren
Grenzen der TADs zu erheblichen
Störungen bei der Regulation der
Gene und damit zu Krankheiten
führen können. Die Ergebnisse
zeigen, dass für die Entstehung einer Erkrankung nicht nur Verän-
derungen an kodierenden Genen
selbst, sondern aufgrund dieser
übergeordneten Struktur des Genoms auch Veränderungen in weit
von den jeweiligen Genen entfernt
liegenden nicht-kodierenden Regionen verantwortlich sein können.
Die Berliner Forscher konzentrierten sich bei ihren Untersuchungen
auf drei unterschiedliche seltene
menschliche Erkrankungen der
Knochen in Händen und Füssen.
Die Brachydaktylie ist eine erblich
bedingte Verkürzung der Finger
und Zehen. Bei der Polydaktylie
kommt es zur Bildung zusätzlicher
Finger und bei der Syndaktylie
zum Zusammenwachsen mehrerer Finger oder Zehen. Alle drei
Erkrankungen haben genetische
Ursachen und entstehen bereits im
Laufe der Embryonalentwicklung.
Die Forscher konnten zeigen, dass
die drei Erkrankungen durch jeweils unterschiedliche, sogenannte strukturelle Veränderungen des Genoms (Deletion,
Duplikation, Inversion) entstehen. Bei einer Deletion fehlt ein
grösserer Abschnitt des Genoms,
bei einer Duplikation kommt es
zu einer Verdopplung und bei der
Inversion ist ein grösserer Genomabschnitt innerhalb der DNA-Sequenz umgedreht. Die gefundenen Veränderungen zerstören die
Struktur der TADs in dieser Region, indem sie deren Grenzen
verschieben bzw. entfernen.
«Strukturveränderungen des Genoms sind eine häufige Ursache
für genetische Erkrankungen. Die
Suche nach diesen Veränderungen
gehört daher zum diagnostischen
Standard bei ihrer Abklärung. Oft
sind die gefundenen Veränderungen aber schwierig zu interpretieren und es bleibt dann unklar, ob
sie tatsächlich die Ursache der
Erkrankung sind», erklärt Stefan
Mundlos, Leiter der Forschungsgruppe am MPIMG, die diese
Untersuchungen durchgeführt
hat.
Quelle: Max-Planck-Gesellschaft
Laborscope 5-6/15
19
BIOTECHNOLOGIE
Licht in Sicht: molekularer Lichtschalter gegen Blindheit
Ein Längsschnitt durch die Netzhaut einer blinden, an Retinitis pigmentosa leidenden Maus, die mit Opto-mGluR6 therapiert wurde. Die OptomGluR6-tragenden Zellen wurden mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert und leuchten daher rot. Bild: zvg/Sonja Kleinlogel
Berner Forschenden ist es gelungen, erblindeten Mäusen das Augenlicht zurückzugeben. Dazu haben sie noch intakte Zellen der
Netzhaut biotechnologisch so modifiziert, dass sie als Ersatzfotorezeptoren die Rolle der abgestorbenen Lichtsensoren im Auge
übernehmen. Weltweit leiden etwa
zwei Millionen Menschen an der
vererbbaren und unheilbaren Augenkrankheit Retinitis pigmentosa. Nach und nach verlieren die
Betroffenen ihr Augenlicht, da die
Lichtrezeptoren der Netzhaut, die
sogenannten Fotorezeptoren, absterben. «Auch wenn die Fotorezeptoren ihre Funktion verlieren,
sind die darunter liegenden Nervenzellen, die normalerweise die
visuelle Information erhalten und
verarbeiten, noch voll funktionsfähig», erläutert Sonja Kleinlogel
vom Institut für Physiologie der
Universität Bern. «Diese verbleibenden Zellen kann man lichtempfindlich machen und sozusagen zu Ersatzfotorezeptoren
umwandeln.» Die Forschenden haben Mäuse, die von Geburt an unter Retinitis pigmentosa leiden, mit
Hilfe dieses Ansatzes therapiert.
Das Ergebnis: Die therapierten
Mäuse konnten wieder Tageslicht
sehen, auf visuelle Reize reagieren
und durch Licht ausgelöste Verhaltensmuster erlernen. Die Studie
wurde in der Fachzeitschrift «PLoS
Biology» veröffentlicht.
Eine neue «Lichtantenne» für
die Netzhaut
Kleinlogels Team hat die sogenannten ON-Bipolarzellen, also
die Nervenzellen, die sonst Informationen von den Fotorezeptoren
erhalten, molekular umgebaut: Sie
reagieren nun nicht mehr auf chemische, sondern auf Lichtreize.
«Wir haben eine neue ‹Lichtantenne› in die Zelle integriert, was
dazu führte, dass praktisch der
ganze Lichtreiz verarbeitet werden
konnte», erklärt Sonja Kleinlogel.
Konkret haben sie und ihre Kollegen den Rezeptor der ON-Bipolarzellen molekular so umgebaut, dass
dieser nicht mehr auf den Botenstoff Glutamat, sondern auf Licht
reagiert. Dieser künstlich hergestellte
Fotorezeptor,
OptomGluR6, besteht zum einen aus
dem netzhauteigenen Lichtschalter
Melanopsin, der für unseren TagNacht-Rhythmus verantwortlich
ist, und zum anderen aus dem ONBipolarzellrezeptor mGluR6, der
im gesunden Auge via Glutamat
Signale von den Fotorezeptoren erhält. «Wir haben einfach die Glutamat-Andockstelle des mGluR6Rezeptors durch die Lichtantenne
von Melanopsin ersetzt», führt
Sonja Kleinlogel aus.
Den im Auge natürlich vorkommenden mGluR6-Rezeptor als Basis des molekularen Umbaus zu
verwenden, hat laut der Forscherin
einerseits den Vorteil, dass der normale Signalweg in den Bipolarzellen erhalten bleibt. Andererseits
sehe die Zelle den neu zusammengesetzten Rezeptor Opto-mGluR6
als «eigen» und somit nicht als
Fremdkörper an: «Da Melanopsin
und mGluR6 beides natürlich vorkommende Proteine der Netzhaut
sind, macht das eine Immunabwehr des Patienten äusserst unwahrscheinlich.»
Wie könnte Opto-mGluR6 in
der Klinik eingesetzt werden?
Eine noch zu entwickelnde neue
Therapiemethode könnte allen helfen, die durch den Verlust ihrer
Fotorezeptoren erblindet sind, aber
auch Menschen, die an altersbedingter Makuladegeneration
(AMD) leiden; eine Augenkrankheit die jeden Zehnten über 65 zum
gewissen Grad betrifft. «Der
Hauptvorteil von Opto-mGluR6
ist, dass Patienten wieder normales
Tageslicht sehen könnten, ohne
lichtintensivierende oder bildumwandelnde Brillen tragen zu müssen», fügt die Forscherin an – ein
Nachteil bisheriger, verwandter
Therapieansätze, die auf dem Protein Channelrhodopsin statt auf
Opto-mGluR6 basieren.
Der mGluR6-Rezeptor gehört
ausserdem zur pharmakologisch
bedeutenden GPCR-Rezeptorgruppe. GPCR-Rezeptoren sind
auch im Gehirn weitverbreitet. Das
biotechnologische Prinzip, einen
neuen Rezeptor auf GPCR-Basis
herzustellen, eröffnet daher laut
Kleinlogel auch neue Möglichkeiten, Krankheiten des Gehirns wie
zum Beispiel Angststörungen,
chronische Schmerzen, Depression
oder Epilepsie zu behandeln. Sie
betont indes: «Es wird noch mindestens zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen, bis Opto-mGluR6
in der Klinik getestet werden
kann.»
Quelle: Universität Bern
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20
Laborscope 5-6/15
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BIOTECHNOLOGIE
Dickdarmkrebs: Eine schädliche Allianz zwischen Zellen
Bei Tumoren im Dickdarm profitieren die Krebszellen von der
Unterstützung durch gesunde
Zellen, um das benachbarte Gewebe zu befallen. Unter der Leitung von Prof. Curzio Rüegg haben Forschende des Departements
für Medizin der Universität Freiburg die Rolle der tumoralen
Mikroumgebung bei der Metastasenbildung untersucht. Die Resultate eröffnen neue Wege in der
Therapie.
Untersuchungen über die Mikroumgebung der Metastasenbildung eröffnen neue Wege für eine
Therapie. Quelle. creative collection
Dickdarmkrebs ist die am
dritthäufigsten vorkommende
Krebsart in der Schweiz. Wird er
frühzeitig entdeckt, lässt er sich
chirurgisch gut entfernen. Doch
in fortgeschrittenem Stadium
wird eine Heilung schwierig, da
der Krebs invasiver und gefährlicher wird. Deshalb ist es entscheidend, die Mechanismen besser zu
verstehen, welche es den Zellen
des primären Tumors erlauben,
das benachbarte Gewebe anzugreifen und Metastasen zu bilden.
Dadurch liessen sich Therapien
entwickeln, die eine Verbreitung
des Krebses verhindern.
Schlüsselrolle
Um sich weiterzuentwickeln
benutzen Tumore die Zellen des
benachbarten Gewebes – der sogenannten tumoralen Mikroumgebung. Einmal aktiviert, helfen
diese gesunden Zellen dem Tumor
sich zu vermehren, sich gegen das
Immunsystem zu verteidigen und
auf weitere Organe überzuspringen. Ein Beispiel dafür sind Fibroblasten.
Sarah Knuchel, Forschungsassistentin am Pathologie-Labor der
Universität Freiburg, hat die Interaktionen zwischen den Tumorzellen des Dickdarms und den Fibroblasten genau untersucht. Dabei
hat sie zuerst herausgefunden, dass
Letztere direkt mit den Tumorzellen in Kontakt treten und ihnen
dabei helfen, die Umgebung zu
befallen. Danach hat die Forscherin die Moleküle identifiziert, die
bei dieser Interaktion beteiligt
sind, und untersucht welche Signale dabei in den Tumorzellen
ausgelöst werden. Schliesslich ist
es ihr dank dem gezielten Einsatz
von Hemmstoffen gegen die identifizierten Moleküle gelungen, die
Verbreitung des Tumors zu stoppen.
Indem sie die Rolle der Fibroblasten beim Invasionsvorgang des
Dickdarmkrebses aufgezeigt hat,
eröffnet Sarah Knuchel neue
Wege für die Forschung. Ihre Untersuchungen erlauben es, künftig
bei der Suche nach Therapien gegen die Metastasenbildung gezielter vorzugehen.
Quelle: Université Fribourg
Universität Freiburg
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BIOTECHNOLOGIE
Forschen Richtung Zukunft
Interview mit Gabriel Aeppli geführt von Martina Gröschl
Seit 2014 ist Gabriel Aeppli
Leiter des Forschungsbereichs Synchrotronstrahlung und Nanotechnologie
am PSI. Zuvor hat der
gebürtige Schweizer in
London ein führendes Forschungszentrum für Nanotechnologie aufgebaut. Im
Interview erläutert Aeppli
wie sich die Forschungsansätze der Zukunft an
den Grossforschungsanlagen des PSI umsetzen lassen und spricht über seinen Blick auf die Schweiz.
Herr Aeppli, zu Ihren Forschungsinteressen gehören neue
Materialien für die Elektronik
der Zukunft. Woran mangelt es
der heutigen Elektronik?
Das grösste Problem heutiger
Elektronik ist ihr hoher Energieverbrauch. Ein häufig herangezogener Vergleich ist, dass die EDV
mehr CO2 produziert als der Luftverkehr. Jemand hat mir gesagt,
dass der Energieverbrauch einer
etwas komplizierteren Google-Suche annähernd jenem der Zubereitung eines Toasts entspricht. Derzeit wächst der Energieverbrauch
der EDV exponentiell. Das liegt
daran, dass noch zu viel Energie in
Wärme umgewandelt wird. Man
kann die Energie in Information
umwandeln oder in Wärme – zurzeit geht sie hauptsächlich in die
Wärme.
Und wie geht man ein solches Problem an?
Die Entwicklung neuer Materialien ist hier einer der wichtigen
22
Laborscope 5-6/15
Schritte Richtung Zukunft. Ich
forsche zum Beispiel an Materialien, die sich an der Oberfläche
elektrisch anders verhalten als im
Inneren. Sie können an der Oberfläche metallisch und im Inneren
isolierend sein. Das eröffnet langfristig Anwendungsmöglichkeiten
für nanoelektronische Bauteile,
die Strom sehr gut und daher mit
sehr geringem Wärmeverlust leiten. Bei der Erforschung bereits
existierender Elektronik ist es wesentlich, die Schwachstellen zu
identifizieren, also zu sehen, wo
ein Energieverlust stattfindet.
Man muss sich Fragen stellen wie:
Was geschieht in einem integrierten Schaltkreis, wenn man einen
Transistor schaltet? Wohin bewegen sich die Elektronen, wohin die
Atome?
Der Weg geht also vom Kleinen
zum Kleinsten?
Man muss verstehen, wie elektronische Bauteile im Detail funktionieren. Die Forschung bewegt
sich immer stärker in die Nanowelt und untersucht die Funktionsweise ganzer Einheiten und
Systeme im zeitlichen Verlauf.
Diesen Trend sieht man quer über
die Forschungsbereiche, von der
Biologie bis zur Mikro- und Nanoelektronik. Es geht nicht mehr
nur um die reine Materie. In den
nächsten Jahren wird man vermehrt dazu übergehen, biologische Zellen oder nanoelektronische Bauteile in Aktion zu
untersuchen.
Das erfordert natürlich Forschungsanlagen auf entsprechendem Niveau.
Bereits jetzt liefert die Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS führende Resultate. Der aktuelle Bau
des neuen Röntgenlasers SwissFEL ist für das PSI aber natürlich
ein wichtiger Schritt, ebenso wie
die Weiterentwicklung der SLS,
Der Physiker Gabriel Aeppli leitet seit April 2014
den Forschungsbereich Synchrotronstrahlung und
Nanotechnologie
Foto: Scanderbeg Sauer Phtogoraphy
die ja auch in die Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen 2017–2020 aufgenommen
wurde. Die SLS soll an den neusten Stand der Beschleunigertechnologie angeschlossen und damit
noch besser werden.
mit eine Verbesserung der Brillianz um zwischen ein und zwei
Grössenordnungen erreichen werden. Eine solche Verkleinerung
der Bauteile ist zurzeit die Richtung, in die die Ringbeschleunigerentwicklung weltweit geht.
Was soll die zukünftige SLS dann
von der jetzigen unterscheiden?
Die zukünftige SLS soll eine beträchtlich höhere Brillanz haben
als die Maschine, die heute in Betrieb ist. Das wird im Wesentlichen dadurch erreicht, dass im Beschleunigerring die Bauteile – also
hauptsächlich die Magnete – verkleinert werden. Dadurch lassen
sich die Bauteile feiner steuern
und das führt wiederum zu einer
stärkeren Fokussierung der Elektronen. Wir denken, dass wir da-
Und welche Möglichkeiten bietet der SwissFEL der zukünftigen Forschung?
Die grossen Möglichkeiten des
SwissFEL kommen von der Zeitauflösung im FemtosekundenBereich und auch von der
konsequenten Entgehung des
Strahlungsschadens. Eine kontinuierliche Lichtquelle beschädigt
die Probe im Laufe der Zeit. Beim
SwissFEL treffen die Photonen
sehr schnell und alle zur selben
Zeit auf die Probe. Das heisst, die
BIOTECHNOLOGIE
Photonen kommen und verschwinden wieder, bevor der Schaden eine Auswirkung hat.
Das heisst, die Probe bekommt es
gar nicht mit …
Genau. Die Probe wird zerstört
oder zumindest sehr stark beschädigt, aber erst nachdem das Licht
hindurchgegangen ist. Um einen
Prozess im Zeitverlauf zu untersuchen, muss man identische Kopien einer Probe haben, die man
sich entlang der Prozessstadien
ansieht. Daher eignet sich der
SwissFEL besonders für biologische oder chemische Fragestellungen, da man hier auch von relativ
komplexen Systemen exakte Kopien herstellen kann. In den Ingenieurwissenschaften ist es ein wenig schwieriger. Keine zwei
Transistoren sind exakt dieselben.
Man kann also sagen, die PSIGrossforschungsanlagen entwickeln sich laufend weiter.
Ja, und das ist notwendig. Nehmen Sie zum Beispiel die Neurowissenschaften. Hier ist die räumliche Auflösung, die man braucht
um zu verstehen, wie das Gehirn
von Grund auf aufgebaut ist und
funktioniert, heute einfach noch
nicht gut genug. Wir können mit
unserer Forschung am PSI dazu
beitragen, die bisherigen Modelle
des Gehirns zu verbessern. Ziel
wäre im Endeffekt, auch die Prozesse im Gehirn in Aktion zu beobachten. Aber hier ist noch unklar, wie das umgesetzt werden
könnte. Die Neurowissenschaften
sind aber auf jeden Fall ein Thema
von grosser klinischer und gesellschaftlicher Relevanz.
Weil damit die Diagnose- und
Therapiemöglichkeiten bei neurologischen Erkrankungen verbessert werden könnten?
Ja – zum einen geht es natürlich
um das grosse Rätsel: Wie denken
wir, was ist unser Bewusstsein?
Zum andern sind auf der klinischen Seite neurologische Erkrankungen heute noch bedeutend weniger verstanden als Krebs oder
Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Angesichts der demografischen
Entwicklung hat dies wichtige
gesellschaftliche Implikationen,
denn insbesondere neurodegenerative Erkrankungen gehören zu
den grossen Themen einer alternden Gesellschaft.
Eine Grossforschungsanlage ist
einerseits einzigartig, anderseits
gibt es weltweit immer weitere
Anlagen ähnlichen Typs. Wie ist
das Verhältnis untereinander –
gibt es einen starken Wettbewerb?
Natürlich stehen wir im Wettbewerb, aber es ist ein gesunder
Wettstreit. Es gibt nicht so viele
Anlagen. Niemand kann es sich
leisten, alles alleine zu entwickeln.
Die Anlagenentwicklung ist ausgesprochen kooperativ. Jede Anlage ist Teil einer weltweiten Evolution. Wir sind ständig im
Kontakt mit den anderen Anlagen
– das ist das Schöne – und man
lernt voneinander. Die Menschen,
die hier mitmachen, haben wirklich Freude daran, dass sich die
Technologie überall weiterentwickelt.
In welcher Hinsicht «anders»?
Die Schweiz ist auf eine Weise internationaler als die grossen Länder Europas. England, Frankreich
und Deutschland sind sehr auf
sich selbst gerichtet. Die Schweiz
kann sich das nicht leisten. Sie ist
von der Einwohnerzahl her ungefähr so gross wie London, hat
also die Grösse einer europäischen
Grossstadt. In China wäre sie eine
mittelgrosse Stadt. Ohne internationale Ausrichtung wäre die
Schweiz aufgrund ihrer geringen
Grösse nicht wettbewerbsfähig.
Sie sind gebürtiger Schweizer, haben aber Ihr ganzes Leben in den
USA und in Grossbritannien verbracht?
Das ist richtig – ich hatte jedoch
während meines ganzen bisherigen Lebens eine Verbindung zur
Schweiz. In meinem Elternhaus
haben wir nur Schweizerdeutsch
gesprochen. Als Kind verbrachte
Quelle: Paul-Scherrer Institut
ich mehrere Sommer bei meinen
Grosseltern in der Schweiz. Auch
beruflich bin ich oft in Europa
und insbesondere in der Schweiz
gewesen. Aber natürlich ist die
Schweiz ein wenig anders …
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Laborscope 5-6/15
23
BIOTECHNOLOGIE
Kleines Signalmolekül gibt grünes Licht für Zellteilung
Eigene Nachkommen zu
zeugen ist das evolutionäre
Ziel aller Lebewesen. Die
Reproduktion einzelner
Zellen wird dabei durch
den Zellzyklus koordiniert.
Für die Entdeckung, wie
dieser Vorgang in Eukaryoten gesteuert wird,
wurde im Jahr 2001 der
Nobelpreis vergeben. Nun
hat die Forschungsgruppe
von Prof. Urs Jenal vom
Biozentrum der Universität
Basel den zentralen Schalter für die Zellvermehrung
in Bakterien gefunden.
Bei ihnen kontrolliert der
Botenstoff c-di-GMP den
Zellzyklus. Wie das auf
molekularer Ebene geschieht, beschreiben die
Wissenschaftler in der
aktuellen Ausgabe von
«Nature».
Es ist nur ein winziges Molekül,
doch ist es für nahezu alle Bakterien überlebenswichtig. Denn der
kleine Signalbotenstoff – c-diGMP genannt – bestimmt, wie
sich eine Bakterienzelle verhält. So
sorgt es beispielsweise dafür, dass
sich Bakterien zu einem Biofilm
zusammenschliessen und so chronische Infektionen beim Menschen verursachen können. Dass c-di-GMP auch eine entscheidende Rolle bei der Vermehrung
von Bakterien spielt, konnten nun
erstmals die Forscher um Prof. Urs
Jenal vom Biozentrum der Uni24
Laborscope 5-6/15
versität Basel aufzeigen. Sie haben
entdeckt, dass oszillierende Konzentrationen des Botenstoffs die
Aktivität nachfolgender Proteine
beeinflusst und so den Zellzyklus
und die Reproduktion der Bakterien steuern.
Signalmolekül stellt Ampel an
Kontrollpunkten
Wie vermehren sich Zellen? Wenn
sich eine Zelle teilt, dann entstehen aus einer Mutterzelle zwei
Tochterzellen. Bevor dies geschieht, muss die Zelle jedoch verschiedene Phasen vom Wachstum
über die Verdoppelung der Erbinformation bis zur eigentlichen
Zellteilung durchlaufen. Dieser
Kreislauf wird auch als Zellzyklus
bezeichnet. Die Infektionsbiologen zeigen in ihrer Studie nun
erstmals, dass der Signalbotenstoff
c-di-GMP ähnlich wie eine Ampel den Zellzyklus im Modellbakterium Caulobacter crescentus
kontrolliert. Fehlt c-di-GMP in
der Zelle, so steht die Ampel auf
Rot. Für die Zelle heisst das, sie
verbleibt in der ersten Phase des
Zellzyklus. Steigt der c-di-GMPSpiegel, dann springt die Ampel
auf Grün und die Zelle tritt in die
nächste Phase ein. Wie das genau
geschieht, haben sich die Forscher
auf molekularer Ebene angeschaut.
c-di-GMP steuert ein Enzym
mit zwei Wirkungsweisen
Die Rolle der Ampel übernimmt
dabei ein Enzym, das auf zweierlei Weisen wirkt. «Wenn kein c-diGMP vorhanden ist, dann blockiert es den Vorgang, der zur
Vermehrung der bakteriellen Erbinformation führt», erklärt Jenal.
«Sobald jedoch c-di-GMP produziert wird, dockt es an das Enzym
an und verändert dadurch dessen
Struktur und Wirkungsweise.
Das Enzym hebt nun die Blo-
Proteine, die das Signalmolekül c-di-GMP herstellen (gelb), kontrollieren
den Zellzyklus von Caulobacter.
ckade auf und das Bakterienchromosom kann kopiert werden.»
Dieser Schritt kennzeichnet den
Eintritt in eine neue Phase des
Zellzyklus. Auch für das Verhalten der Nachkommen spielt die
unterschiedliche räumliche Verteilung des Signalmoleküls in der
sich teilenden Mutterzelle eine
wichtige Rolle.
Infektionserreger nutzen gleiches Signalnetzwerk
Den Forscher ist es mit ihrer Arbeit erstmals gelungen, eine Verbindung zwischen zwei grossen regulatorischen Netzwerken von
Bakterienzellen – den kleinen Signalbotenstoffen und den Enzymen – herzustellen. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern eine
wichtige Grundlage, die um ein
vielfaches komplizierteren c-diGMP-Netzwerke von Krankheitserregern aufzuklären. Das Signalmolekül beeinflusst beispielsweise
deren Virulenz, ihre Fähigkeit
zum Überdauern oder ihre Resistenz gegenüber Antibiotika. Auch
die gefährlichen Erreger von Cholera und der Lungenentzündung
nutzen das c-di-GMP-Signalsystem. Ob es dort genauso agiert wie
im Modellbakterium C. crescentus, das möchte die Forschungsgruppe von Urs Jenal nun herausfinden.
Originalbeitrag
Lori C, Ozaki S, Steiner S, Böhm
R, Abel S, Dubey BN, Schirmer
T, Hiller S, and Jenal U.
Cyclic di-GMP acts as a cell cycle
oscillator to drive chromosome replication. Nature; published online 6th May 2015
Quelle: Universität Basel
BIOTECHNOLOGIE
Internationales Team identifiziert Gen als eine Ursache für
männliche Unfruchtbarkeit
Bei mindestens einem Drittel der ungewollt kinderlosen Paare in Deutschland
liegt die Ursache beim
Mann. Meist funktioniert
seine Spermienbildung
nicht richtig. Ein Team aus
Forschern der Universität
Münster hat nun gemeinsam mit Kollegen der Universität Pittsburgh (USA)
und der Akademie der
Wissenschaften in Poznan
(Polen) einen Gendefekt
als eine der Ursachen für
diese Fehlfunktion identifiziert.
Etwa jedes sechste Paar in
Deutschland bleibt ungewollt kinderlos – und bei mindestens einem
Drittel der Fälle liegt die Ursache
beim Mann. Meist funktioniert
seine Spermienbildung nicht richtig. Ein Team aus Forschern der
Universität Münster hat nun gemeinsam mit Kollegen der Universität Pittsburgh (USA) und der
Akademie der Wissenschaften in
Poznan (Polen) einen Gendefekt
als eine der Ursachen für diese
Fehlfunktion identifiziert. Die sowohl für die Grundlagenforschung an männlicher Infertilität
- so der Fachbegriff für Unfruchtbarkeit - als auch für die klinische
Praxis wichtige Studie erschien
jetzt im renommierten «New England Journal of Medicine».
Mutationen im sogenannten
TEX11-Gen wurden von den
Wissenschaftlern bei deutschen
und ebenso bei amerikanischen
Männern nachgewiesen, die ungewollt kinderlos sind. «Genauer
gesagt liegt bei der Mehrzahl der
untersuchten Männer eine Störung der Meiose, dem wichtigsten
Vorgang der Keimzellbildung,
vor», erläutert Priv.-Doz. Dr.
Frank Tüttelmann, Mitarbeiter
des münsterschen Instituts für
Humangenetik und gemeinsam
mit Dr. Alex Yatsenko aus Pittsburgh Leiter der Studie. Im Hoden findet ein sogenannter Meiosearrest statt, was bedeutet, dass
die Spermienbildung bis zur Meiose richtig funktioniert, danach
aber nicht weiter läuft. Verantwortlich dafür sind Mutationen
des TEX11-Gens, die dazu führen, dass bei den betroffenen
Männern die Samenflüssigkeit
keine Spermien enthält und sie somit unfruchtbar sind. Diese Mutationen konnte das Forscherteam, dem neben Tüttelmann
und Dr. Albrecht Röpke aus der
Humangenetik auch Prof. Stefan
Schlatt, Prof. Sabine Kliesch und
Dr. Birgit Westernströer vom
Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) der
Uni Münster angehörten, nun
erstmals als Ursache für männliche Infertilität nachweisen.
Möglich wurde die Entdeckung
dieser Genmutation durch die Anwendung neuester Technologie,
nämlich der Array-CGH. «Dabei
wurde das X-Chromosom hochauflösend analysiert und wir
konnten kleine Stückverluste des
TEX11-Gens bei zwei betroffenen
Männern identifizieren», berichtet Prof. Stefan Schlatt. Auch bei
weiteren unfruchtbaren Patienten
liessen sich dann Punktmutationen mittels einer Sequenzuntersuchung im TEX11-Gen nachweisen. Dafür untersuchten die
Das deutsche Forscherteam: hinten (v.l.) Dr. Birgit
Westernströer, Dr. Frank Tüttelmann und Dr. Albrecht
Röpke, vorn: Prof. Sabine Kliesch und Prof. Stefan
Schlatt. Foto: M. Kess
münsterschen Forscher 240 Patienten und ihre Kollegen vom Department of Obstetrics, Gynecology and Reproductive Sciences in
Pittsburgh 49; anschliessend wurden die Ergebnisse verglichen.
«Bei gesunden Männern mit normaler Spermienzahl fanden wir
keine Mutationen des TEX11Gens», so Tüttelmann. Dass die
Ursache für ihre Unfruchtbarkeit
so eindeutig geklärt werden
konnte, verschafft den betroffenen Männern zumindest Klarheit
- auch wenn es für sie derzeit noch
keine Therapie gibt und die Paare
nur auf künstliche Befruchtung
setzen können.
Seit 2013 läuft das internationale
Projekt, unter anderem gefördert
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. Das Team ist
trotz der nun veröffentlichten herausragenden Erkenntnisse noch
nicht am Ende seiner gemeinsamen Forschungen angelangt: «Ob
unsere Ergebnisse durch eine etwaige Vererbbarkeit auch Bedeutung für die Nachkommen dieser
Männer haben, wissen wir noch
nicht», schildert Tüttelmann die
weiteren Pläne: «Das wollen wir
noch genauer erforschen.» Zunächst freuen sich die Wissenschaftler aber über die Würdigung
ihrer Studie in einem der
höchstangesehen medizinischen
Journale überhaupt.
Quelle: Westfälische WilhelmsUniversität Münster
Laborscope 5-6/15
25
JULABO – die «World of Temperature» mit
vielen Neuheiten
Ab dem 15. Juni 2015 präsentiert
JULABO auf der ACHEMA in
Frankfurt seinen Besuchern eine
umfangreiche und innovative
«World of Temperature». Als einer
der führenden Anbieter von professioneller Temperiertechnik wird
der JULABO Messestand einen
ausgiebigen Überblick über verschiedene Lösungen sowohl für
alltägliche als auch spezielle Temperieraufgaben in Labors und Industrie ermöglichen. Der Besucher
hat bei JULABO die einmalige
Gelegenheit das vielschichtige JULABO Gesamtprogramm an
Wärme- und Kältethermostaten,
hochdynamischen Prozessthermostaten, Umlaufkühlern und Wasserbädern kennenzulernen.
Besondere Highlights sind dabei
die neu entwickelten Einhänge-,
Bad-, Umwälz- und Kältethermostate der innovativen CORIO™
Serie sowie die neuen Geräte für
die PRESTO® Reihe.
Für jeden Besucher des JULABO
Standes entfaltet sich auf knapp
200 m² in diesem Jahr eine anregende «World of Temperature» mit
ausgiebigen Varianten an Stan-
dardlösungen, kreativen Anwendungsideen und zukunftsweisenden Neuheiten zum Temperieren.
An fünf intensiven Messetagen
gibt es ausreichend Gelegenheit
zum fachlichen Austausch mit den
JULABO Fachleuten. Abgerundet
wird die einzigartige Präsentation
mit einem interaktiven Spiel der
besonderen Art und einer Gewinnspielverlosung. Im grosszügigen Lounge-Bereich mit Bar hält
JULABO für seine Besucher gekühlte Getränke und Snacks bereit.
JULABO GmbH
D-77960 Seelbach
Tel. +49 (0) 7823 51 18
Fax +49 (0) 7823 24 91
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www.julabo.com
Halle 4.2, Stand J38.
930 Compact IC Flex
Metrohm präsentiert neues «Arbeitspferd» für die Ionenchromatographie in der Routineanalytik
Metrohm stellt den 930 Compact
IC Flex vor, ein neues System für
die Ionenchromatographie, das
speziell für die Anforderungen
von Labordienstleistern sowie
Kontroll- und Überwachungsla26
Laborscope 5-6/15
boren in der Industrie wie auch
von Laboren im öffentlichen Sektor entwickelt wurde. Das System
zeichnet sich durch höchste Flexibilität und einfache Bedienung
sowie hohe Zuverlässigkeit aus.
Der 930 Compact IC Flex basiert
auf einem komplett modularen
System. Anwender können aus einem umfassenden Angebot von
Komponenten und Zubehör wählen, um sich ein System zusammenzustellen, das ihre speziellen
Anforderungen und Wünsche optimal erfüllt. Ein neuer OnlineKonfigurator unterstützt den Anwender bei der Konfiguration des
gewünschten Systems. Nach dem
Baukastenprinzip lässt sich auf
diese Weise mit wenigen Mausklicks ein System nach Mass zusammenstellen. Die Möglichkeiten
decken
das
gesamte
Anwendungsspektrum der Ionenchromatographie ab und umfassen
zusätzlich zahlreiche Optionen für
die automatisierte Probenvorbereitung:
aussetzungen für Audits. Das 930
Compact IC Flex System wird mit
MagIC Net gesteuert, der bewährten Software für die Ionenchromatographie. Kombiniert mit dem
neuen 941 Eluent Production Module, integriert die neue Metrohm
Ionenchromatographie die inlineHerstellung von Eluenten jeder Zusammensetzung und jeder Konzentration. Der Anwenderkomfort lässt
sich zusätzlich erhöhen, wenn eine
Reinstwasseranlage vom Typ ELGA
PURELAB flex5/6 angeschlossen
wird. In diesem Fall lässt sich das
System mit gewöhnlichem Leitungswasser betreiben. Was die
Qualität betrifft, steht die neue Metrohm Ionenchromatographie ganz
in der bewährten Tradition der
Marke Metrohm. Drei Jahre Garantie auf das Gesamtsystem, zehn
• Suppression: sequenziell,
chemisch oder ohne
• Detektion: Leitfähigkeit, UV/
VIS, Amperometrie
• Automation: Inline-Verdün nung, Inline-Ultrafiltration,
Inline-Dialyse, und mehr
Jahre Garantie auf den Anionensuppressor und zehn Jahre garantierte
Verfügbarkeit von Ersatzteilen bietet
sonst kein anderer Hersteller.
Das System ermöglicht zudem die
Verwendung von Trennsäulen jeder
Art von Grundmaterial, Selektivität,
Kapazität und Dimensionen (Länge
und Durchmesser)
Der 930 Compact IC Flex sorgt für
maximale Zuverlässigkeit und Analysensicherheit. Das System überwacht sich selbst; alle System- und
Methodenparameter werden permanent kontrolliert. Analysenresultate sind auf jeden einzelnen Schritt
der Analyse und Probenvorbereitung rückführbar – optimale Vor-
Deutsche Metrohm Prozessanalytik, D-Fliederstadt
Halle 11.1 Stand F64
Metrohm Schweiz AG
Bleiche West
4800 Zofingen
Tel. 062 745 28 28
Fax 062 745 28 15
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Halle 4.2 Stand G7
Superior Temperature Technology for a Better Life
Hamilton Bonaduz AG präsentiert neue Sensorlösungen auf der ACHEMA
Meisterwerk
der Technik
Innovative Produktentwicklungen für die Prozessanalytik
Führende Sensortechnik im Bereich der optischen Sauerstoffmessung, die erstmalige Präsentation
einer neuen Sensorfamilie für raue
Prozessumgebungen, Leitfähigkeitsmessungen in Ultra-Reinstwasser sowie innovative Produkte
zur Messung der lebenden und gesamten Zelldichte in Bioprozessen.
Von diesen und weiteren Highlights können sich die Fachbesucher auf der diesjährigen
ACHEMA am Stand der Hamilton Bonaduz AG überzeugen.
Denn das Unternehmen präsentiert in Halle 11.1, Stand F43 allerhand Neuigkeiten, die auf der
Messe zum ersten Mal einem grossen Publikum vorgestellt werden.
Mit der Polilyte Plus Sensorfamilie
schliesst Hamilton eine Lücke hinsichtlich der zuverlässigen pHMessung in schwierigen Umgebungsbedingungen. Dabei bieten
die Spezialisten passende Sensoren
für nahezu jeden Industriebereich.
Sämtliche Mitglieder der Polilyte
Plus Familie verwenden den Referenzelektrolyten Polisolve Plus, der
einen entscheidenden Teil zur
Langlebigkeit der pH-Sensoren
beiträgt und reproduzierbare Messungen sicherstellt. Die Sensoren
überzeugen mit einem geringeren
Wartungsaufwand und einer einfachen Reinigung. Somit werden
auch in anspruchsvollen Umgebungen, wie beispielsweise in der
Zuckerindustrie, unterbrechungsfreie Prozesse ermöglicht. Mit dem
Conducell UPW Arc Sensor wird
den Messebesuchern eine weitere
Neuheit vorgestellt, mit Hilfe derer
die Leitfähigkeit und somit die
Qualität von Ultra-Reinstwasser
(UPW) bestimmt wird. Der 2-Pol
Sensor besteht aus einem Arc Mo-
dul als Messumformer sowie einer
Leitfähigkeitsmesszelle. Für die Verifizierung des Messumformers
können die beiden Komponenten
voneinander getrennt werden. Ein
ebenfalls neuer UPW–Simulator
wird im Zuge dessen an das Arc
Modul angeschlossen und der
Messwert am Prozessleitsystem
oder auf einem Arc View Handheld abgelesen. Der Sensor bietet
dem Anwender Messsignale, die
Diagnosen, Historie, Kalibrierdaten sowie die Alarm-Überwachung
des ultrareinen Wassers gemäss
USP <645> ermöglichen.
Zusätzlich rückt Hamilton am
Messestand das Thema Zelldichtemessung in den Fokus. Incyte und
Dencytee heissen die Sensoren, die
das Portfolio des Unternehmens
auf diesem wichtigen Gebiet ergänzen und bereits im Rahmen erfolgreich absolvierter Pilotprojekte ihre
Qualität unter Beweis stellen konnten. Sowohl die lebende, als auch
die gesamte Zelldichte werden mit
Hilfe der neuen Sensoren zuverlässig bestimmt. Dabei erfolgt die
Messung dieser Parameter online.
Hier liegt der entscheidende Vorteil
im Gegensatz zu Wettbewerbsprodukten, die meist offline eingesetzt
werden und so wesentlich mehr
Zeit für die Messung benötigen.
Incyte und Dencytee hingegen ermöglichen eine Echtzeitmessung
und bieten auf diese Weise völlig
neue Analysemöglichkeiten.
Hamilton Bonaduz AG
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Besuche
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Halle 4.2 HEMA
Stand J3
8
Hochpräzise Temperieren
ist unser Meisterwerk
JULABO Temperierlösungen sind
weltweit in den Labors im Einsatz.
JULABO Geräte temperieren
hochpräzise und leistungsstark
von -95 °C bis +400 °C in
Wissenschaft, Forschung
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Laborscope 5-6/15
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27
06.05.2015 19:29:20
Achema-Neuheit: Hocheffiziente Schaufel von
Lödige
Offen für Einsparungen
Die moderne Bedienoberfläche
eines Touch Screen Panel, dass
Lödige für seine Produkte für
die Verfahrenstechnik entwickelt hat, gewährleistet eine intuitive Bedienung der Maschinen. So ist eine schnelle
Inbetriebnahme der Systeme
Auf der Achema 2015 stellt die
Gebr. Lödige Maschinenbau
GmbH eine neuartige Schaufel
für das Mischen von Feststoffen
in horizontalen Pflugscharmischern vor. Die patentierte High
Efficiency Shovel® ist so konstruiert, dass sie im Vergleich zu einer Standardschaufel eine geringere Antriebsleistung erfordert.
So können erhebliche Energieeinsparungen realisiert werden.
Bereits auf den ersten Blick fällt
das innovative Schaufelkonzept
der High Effiency Shovel®, kurz
HES®, ins Auge. Denn die von
den Paderborner Mischerexperten entwickelte Lösung verfügt,
anders als Standardschaufeln,
über eine Öffnung im Schaufelblatt. Diese entspricht 85 Prozent der Fläche. Der Vorteil der
neuen Konstruktion: Sie ermöglicht eine signifikante Verringerung des Anfahrmoments um
etwa 40 Prozent und reduziert
die Blindleistung. Damit ist eine
niedrigere installierte MotorLeistung des Mischers erforderlich. Die besondere Effizienz der
Schaufel zeigt sich auch im Betrieb des Pflugscharmischers:
Hier verringert sich das Drehmoment um etwa zehn Prozent und
erlaubt so weitere Energieeinsparungen. Die HES® eignet sich
für Branchen, in denen schwerere Produkte verarbeitet werden
oder solche Feststoffe, bei denen
die einzelnen Partikel zum Verkeilen neigen – so zum Beispiel
in der Baustoffindustrie. Die
neue Schaufelkonstruktion verbindet hohe Wirtschaftlichkeit
mit den Qualitäten einer Standardschaufel von Lödige: Die
HES® ist ebenso wartungsfreundlich und erzielt eine vergleichbare Mischqualität wie bekannte Systeme.
28
Laborscope 5-6/15
dachten Prozesstechnologie arbeitet der LC 70 bis zu 40 Prozent schneller als herkömmliche
Geräte.
möglich, die sich dann auch im
Arbeitsalltag auszahlt.
Gebr. Lödige Maschinenbau
GmbH
Elsener Strasse 7-9
D-33102 Paderborn
Tel. + (0) 49 5251-309-0
Fax + (0) 49 5251-309-123
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www.loedige.de
Halle 6.0 / C2
Neue Temperierlösungen auf der ACHEMA
Die High Efficiency Shovel® erfordert dank ihrer speziellen Konstruktion im Vergleich zu einer
Standardschaufel eine geringere
Antriebsleistung.
Ebenfalls bei Lödige auf der
Achema zu sehen: Der konsequent
wirtschaftliche
Pflugschar®Chargenmischer FM 130 D. Das
für die Aufbereitung von Schüttgütern konzipierte Modell zeichnet sich durch kurze Mischzeiten
und eine hohe Reproduzierbarkeit der Chargen aus.
Mit
dem
Pflugschar®Chargenmischer FKM 2400 D
zeigt Lödige eine Maschine, die
aufgrund ihrer verschiedenen
Ausrüstungsoptionen ausgesprochen vielseitig einsetzbar ist. Befeuchtungs- und Granulierungseinrichtungen sind verfügbar.
Und selbst pumpfähige Massen
lassen sich verarbeiten.
Speziell für das Beschichten von
Tabletten ist die Coaterserie LC
konzipiert. Alle drei Teilprozesse, die für das Beschichten
von Tabletten mit einem Filmüberzug relevant sind, wurden
hierfür optimiert: Das Aufsprühen des Lacks, die Durchmischung der Tabletten und deren
Trocknung. Dank der durch-
Huber Kältemaschinenbau zeigt
auf der ACHEMA Temperierlösungen für Labor und Prozessindustrie
delle mit über 200 Varianten mit
Kälteleistungen bis 130 kW zur
Auswahl. Unistate können zudem
mit Dampf oder Kühlsole kombi-
Auf der ACHEMA 2015 zeigt Huber Kältemaschinenbau neue und
weiterentwickelte Temperierlösungen von -125 bis +425 °C für das
Forschungslabor und die Prozessindustrie. Auf einer Standfläche von 208 m² erwartet den
Besucher ein interessanter Querschnitt aus dem Huber-Produktsortiment, darunter Unistate,
Unichiller und klassische Badthermostate sowie Spezialgeräte und
ATEX-Lösungen. Einen Schwerpunkt der Präsentation bilden die
dynamischen Temperiersysteme
der Unistat-Reihe. Unistate sind
prädestiniert für Anwendungen in
der Prozess- und Verfahrenstechnik und erlauben weltweit als einziges System ein durchgängiges
Scale-Up in Forschung, Kilolabor,
Miniplant, Technikum und Produktion. Dazu stehen über 60 Mo-
niert werden und sind somit auch
für Produktionsmengen jenseits
der 10 m³-Klasse einsetzbar.
Neben den Unistaten gibt es weitere Neuheiten zu sehen, darunter
neue Unichiller mit Pilot ONERegler, verbesserte MPC-Thermostate sowie spezielle Unistate mit
verstärkter Druckpumpe. Auch
das beliebte «Hubear»-Maskottchen wird in Form von knuffigen
Plüschbären vertreten sein – allerdings nur solange der Vorrat reicht.
Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH
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Halle 4.2 / Stand B49
Effizienz im Fokus: Endress+Hauser auf der
Achema 2015
Mit dem Komplettanbieter für
Mess- und Sensortechnik sind
Anlagenbetreiber der Branchen
Chemie und LifeSciences auch in
diesem Jahr wieder auf der sicheren Seite.
Endress+Hauser stellt in diesem
Jahr die Achema ganz in das
Zeichen der Anlageneffizienz.
Vereinfachter standardisierter
Datenaustausch während des
Engineerings und ein integrierter Beschaffungsprozess – schon
in der Planung und Beschaffung
hilft Endress+Hauser Anlagenbetreibern, Zeit und Geld zu sparen. Geringere Variantenvielfalt
einheitlicher Geräte senkt zudem
die Lagerhaltungskosten für Ersatzteile und bindet deutlich weniger Kapital. Durchgängige
Gerätekonzepte und Bedienoberflächen reduzieren den Schulungs- und Serviceaufwand und
schaffen Sicherheit im Umgang
mit den Geräten. Auch in der Instandhaltung bietet ein Komplettanbieter Vorteile: mit dem
webbasierten W@M-Portal sind
Gerätedaten sicher gespeichert
und jederzeit weltweit verfügbar.
Schliesslich steigern sicherheitstechnische Lösungen aus einer
Hand die Anlagensicherheit; bei
Endress+Hauser werden alle relevanten Geräte nach IEC 61508
entwickelt.
Standbesucher erleben die Effizienz während verschiedener
Themen-Touren: «Vor-Ort-Kalibrierung», «Einheitliche GeräteBedienung», «Einkauf und Beschaffung» oder «Reduzierter
Prüfaufwand mit Heartbeat
Technology» erläutern die Vorteile eines Komplettanbieters.
Gerätediagnose ohne Anlagenstillstand
Die neue Heartbeat Technology
bietet exakte Geräte- und Prozessdiagnose für Durchflussmessgeräte. Anlagenstillstand
oder Prozessunterbrechungen
sind für die Diagnose nicht mehr
erforderlich. Heartbeat Technology ermöglicht in den neuen
Geräten mit Zweileiter-Technik
die permanente Selbstüberwachung vom Sensor bis zum Ausgangssignal, liefert kategorisierte
Prozess- und Gerätediagnosen
gemäss NE107 sowie lückenlose
und rückverfolgbare Verifikationsergebnisse. Die neue Technologie eignet sich besonders für
den Einsatz in SIL-Schutzeinrichtungen: sie dokumentiert die
Sicherheit im Fokus: exakte Geräte- und Prozessdiagnose ohne Anlagenstillstand mit Heartbeat Technology für Durchfluss-Messgeräte.
geforderten Wiederholprüfungen und kann die Prüfintervalle
deutlich verlängern.
Für Füll- und Grenzstandüberwachung bietet Endress+Hauser
ebenfalls intelligente und sichere
Prüfkonzepte. Die vereinfachte
wiederkehrende Prüfung per
Knopfdruck der Gerätefamilien
Levelflex FMP5x oder Micropilot FMR5x reduziert den
Prüfaufwand deutlich, während
die permanente Selbstüberwachung des Liquiphant FailSafe
Prüfintervalle auf bis zu 12 Jahre
verlängern kann. Mit den
neuen Technologien stärkt
Endress+Hauser seine Position
als innovativer und zuverlässiger
Partner für Anlagensicherheit.
Endress+Hauser Metso AG
Kägenstrasse 2
4153 Reinach
Tel. 061 715 75 09
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UDI
UDI
UD
GAS-UND
ENERGIESYSTEME
GAS-UND
GAS-UNDENERGIESYSTEME
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Wir
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auf
den
Punkt
Wir
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Regensdorf
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30
30
90
50
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E-Mail:
[email protected]
44
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[email protected] www.h
Laborscope 5-6/15
29
940 Professional IC Vario – Metrohm stellt
neues Hochleistungssystem für die Ionenchromatographie vor
Metrohm präsentiert den 940
Professional IC Vario, ein neues
Hochleistungssystem für die Ionenchromatographie in Forschung und Entwicklung sowie in der Routineanalytik. Der
940 Professional IC Vario basiert auf einem komplett modularen System und bietet dadurch
maximale Flexibilität. Das Baukastenprinzip eröffnet dem Anwender praktisch unbegrenzte
Möglichkeiten, genau das IC System zu konfigurieren, das seine
applikativen Anforderungen optimal erfüllt. Weitere Innovationen im neuen Flaggschiff von
Metrohm machen die Ionenchromatographie noch komfortabler
und verschaffen noch mehr Analysensicherheit.
Das 940 Professional IC Vario
System zeichnet sich durch einzigartige Flexibilität aus. Anwender können aus einem umfassenden
Angebot
von
Komponenten und Zubehör
wählen, um sich ein System zusammenzustellen, das ihre speziellen Anforderungen und
Wünsche optimal erfüllt. Die
Möglichkeiten sind nahezu
grenzenlos:
30
Laborscope 5-6/15
• Suppression: sequenziell,
chemisch oder ohne
• Detektion: Leitfähigkeit, UV/
VIS, Amperometrie
• Gradienten: Hochdruck,
Niederdruck, Dose-in
• Trennung: Säulen von jedem
Grundmaterial, jeder Selektivi tät, Kapazität und Dimension
(Länge, Durchmesser)
Jedes 940 Professional IC Vario
System lässt sich jederzeit umrüsten bzw. erweitern. Hierfür stehen
neben den bewährten Metrohm
Lösungen für Automation und Liquid Handling neu das 942 Extension Module Vario sowie der
943 Professional Thermostat/Reactor Vario zur Verfügung.
Der 940 Professional IC Vario
sorgt für maximale Zuverlässigkeit und Analysensicherheit. Das
System überwacht sich selbst; alle
System- und Methodenparameter
werden permanent kontrolliert.
Analysenresultate sind auf jeden
einzelnen Schritt der Analyse und
Probenvorbereitung rückführbar
– optimale Voraussetzungen für
Audits. Das 940 Professional IC
Vario System wird mit MagIC
Net gesteuert, der bewährten
Software für die Ionenchromatographie.
Kombiniert mit dem neuen 941
Eluent Production Module, integriert die neue Metrohm Ionenchromatographie die inline-Herstellung von Eluenten jeder
Zusammensetzung und jeder
Konzentration. Der Anwenderkomfort lässt sich zusätzlich erhöhen, wenn eine Reinstwasseranlage vom Typ ELGA PURELAB
flex5/6 angeschlossen wird. In
diesem Fall lässt sich das System
mit gewöhnlichem Leitungswasser betreiben.
Was die Qualität betrifft, steht die
neue Metrohm Ionenchromatographie ganz in der bewährten
Tradition der Marke Metrohm.
Drei Jahre Garantie auf das Gesamtsystem, zehn Jahre Garantie
auf den Anionensuppressor und
zehn Jahre garantierte Verfügbarkeit von Ersatzteilen bietet sonst
kein anderer Hersteller
Deutsche Metrohm Prozessanalytik, D-Fliederstadt
Halle 11.1 Stand F64
Metrohm Schweiz AG
Bleiche West
4800 Zofingen
Tel. 062 745 28 28
Fax 062 745 28 15
www.metrohm.ch
Halle 4.2 Stand G7
Zyklon-Sprühkammern für ICP
AHF analysentechnik bietet Ihnen Zyklon-Sprühkammern für
viele verschiedene ICP-Geräte.
In Kombination mit dem Zerstäuber ist die Sprühkammer eine
wichtige Komponente der Probeneinbringung. Ihre Hauptfunktion
ist es, die zu grossen Tröpfchen des
Aerosols abzuscheiden.
Neben der klassischen ScottKammer ist vor allem die ZyklonKammer in Gebrauch. Dabei ist
das Standardmodell aus Borosilikatglas mit 50 mL-Volumen für
viele Anwendungen geeignet. Üblicherweise werden mit diesem
Modell Zerstäuber mit Probenraten von 0,4 bis 3,0 mL verwendet.
Für kleinere Probenraten von 20
bis 400 µL werden Sprühkammern mit 20 mL-Volumen empfohlen. Das niedrigere Volumen
führt auch zu sehr kurzen Spülzeiten. Beide Volumina sind mit und
ohne Tauchrohr, auch «Baffle» genannt, erhältlich. Das Tauchrohr
bewirkt, dass nur kleinere Tröpfchen in Richtung Plasma weitergeleitet werden, grössere werden
abgeschieden. Dadurch kann eine
höhere Stabilität und eine verbesserte Wiederholbarkeit (%RSD)
erreicht werden. Ohne Tauchrohr
erreichen auch die grösseren
Tröpfchen das Plasma. Da insgesamt eine grössere Probenmenge
das Plasma erreicht, kann im Vergleich zur Kammer mit Tauchrohr
eine bessere Empfindlichkeit erreicht werden.
für die Spurenanalytik werden
ebenfalls angeboten.
AHF berät Sie gerne, um die geeignete Sprühkammer für Ihre
Anwendung zu finden. Weitere
ICP-Zubehörteile und -Verbrauchsmaterialien wie Zerstäuber, Torches, Konen, Injektorrohre und Spulen, sowie
Laborartikel aus PFA und Geräte
AHF analysentechnik AG
Kohlplattenweg 18
D-72074 Tübingen
Tel. +49 (0)7071 970 901-0
Fax +49 (0)7071 970 901-99
[email protected]
www.ahf.de
Halle 4.2 / Stand N7
Mikrowellen-Druckaufschlussgerät Discover
SP-D 80 für große Probenmengen
MoDoS® – Baukastensystem für Chemiker
herkömmlichen MikrowellenLaborsystemen nicht zu bearbeiten.
Chemiker haben vielfältige Aufgaben auf dem Zettel und Ideen
im Kopf. Zunehmend möchten
Sie kontinuierlich arbeiten und
benötigen daher kleinste präzise
Flüssigkeitsmengen.
HNP Mikrosysteme präsentiert
auf der ACHEMA ein Modulares
Dosiersystem (MoDoS), das individuell im Baukastenprinzip bestückt werden kann. Herzstück
des Systems ist eine Mikrozahnringpumpe, je nach Kundenanforderung werden Pumpen der hermetisch inerten Baureihe oder der
Hochleistungsbaureihe
eingesetzt. Weitere Bausteine sind u.a.
Filter, Sensoren und Durchflussmesser.
Die schnelle Massestromregelung
garantiert eine hohe Prozessstabilität und konstante Volumenströme von 1 µl/h bis 1152 ml/
min.
HNP Mikrosysteme GmbH
Dörte Hoffmann
Bleicherufer 25
D-19053 Schwerin
Tel. +49 385 52190-352
Fax +49 385 52190-333
www.hnp-mikrosysteme.de
Halle 8.0 / Stand J95
Auf der ACHEMA Messe 2015
stellt CEM eine revolutionäre
Weiterentwicklung des Mikrowellen-Druckaufschluss Gerätes
Discover SP-D vor. Das Discover
SP-D besticht durch seine
Schnelligkeit, einfache Bedienung und die hervorragende
Aufschlussqualität.
Für die Standard-Anwendungen
wird das Discover SP-D mit den
10 ml und 35 ml Druckgefässen
eingesetzt. Für grosse Probeneinwaagen im Grammbereich
wurde ganz neu anlässlich der
ACHEMA Messe die Ausführung mit den 80 ml Druckgefässen entwickelt. Mit dieser Technik der fokussierten Mikrowelle
ist es möglich, organische Proben
von 1 g bis zu 3 g im Mikrowellen-Druckaufschluss
aufzuschliessen. Diese hohen Einwaagebereiche
sind
mit
So wurden im Discover SP-D
beispielsweise vegetarische Öle
von bis zu 1,5 g Einwaage, Gülle/
Fermentermasse von Biogasanlagen mit 1 g Einwaage, PEG/
Industriechemikalien mit 1 g
Einwaage, Milchpulver und Babybrei mit 1,5 g Einwaage, 2 g
Wurst- und Fleischwaren und
Nahrungsergänzungsmittel von
3 g Einwaage problemlos in nur
30 min. aufgeschlossen.
CEM GmbH
Pionier und Marktführer in
der Mikrowellen-Labortechnik
Carl-Friedrich-Gauss-Str. 9
D-47475 Kamp-Lintfort
Tel. + 49(0) 28 42 - 96 44 0
Fax + 49(0) 28 42 - 96 44 11
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Halle 4.2 / Stand J2
Laborscope 5-6/15
31
AUS DER PRAXIS
Service Management in der IT
Jacques Weber
Durch das Fehlverhalten
einiger Unternehmen in
den letzten Jahren sahen
Quality Management
sich Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden gezwungen Anforderungen zu
formulieren, die teilweise
sehr weitreichend sind.
Die von den Regulationen
betroffenen Unternehmen
sollen bestimmte Anforderungen erfüllen, also «compliant» sein. Unter diesem
Begriff wird die Einhaltung
von gesetzlichen und behördlichen Vorschriften,
Branchen-Richtlinien und
internen Vorgaben verstanden, also die IT-spezifische
Rechtskonformität, wobei
diese Rechtkonformität mit
all ihren Ausprägungen von
Jahr zu Jahr umfangreicher wird.
Compliance bildet als Teil des
«Governance, Risk und Compliance» (GRC) einen zentralen Aspekt der modernen geschäftlichen Anforderungen an die IT.
GRC steht dabei im Spannungsfeld von regulatorischen Anforderungen, Geschäftszielen und
ihrer Umsetzung durch die Informationstechnologie. Es ist unbestritten, dass «Information
Technology» eine wichtige Rolle
bei der Realisierung von Compliance-Programmen spielt, da nahezu alle wichtigen Geschäfts32
Laborscope 5-6/15
prozesse
auf
IT-Systemen
basieren. Zusätzlich erfordern
neue IT‐Strategien wie Cloud
Computing eine Auseinandersetzung mit GRC. Denn zweifelsohne werden diese neuen ITStrategien wesentliche Vorteile
mit sich bringen; Vorteile, welche zugleich jedoch mit einem
erhöhten Risiko für IT-Infrastrukturen verbunden sind.
Dazu gehören:
• sicherer Umgang mit
Informationen,
• effiziente, transparente
Geschäftsabläufe,
• Schutz von Informationen
und Systemen,
• Nachvollziehbarkeit von
Prozessen und Entscheidungen.
Dies soll durch ein Managementsystem erreicht werden, das
in die strategische Unternehmensführung einzuordnen ist.
Dazu gehören interne Überwachungs-Mechanismen, die die
Transparenz der Abläufe erhöhen
und somit die Kontrolle über die
betrieblichen Prozesse ermöglichen soll. Um dies erfüllen zu
können, müssen auch die eingesetzten IT Infrastrukturen ge-
wissen Anforderungen genügen.
Die Firma Symotech AG betreibt
Computer Center Infrastrukturen und unterstützt den Betrieb
von Applikations-Systemen für
verschiedene Unternehmen. Die
Beschreibung der implementierten und unterstützten GxP-kritischen Systeme und geschäftskritische Applikationen folgen den
GAMP5-Richtlinien über die
Validierung von computerisierten Systemen. Die Validierung
ist als dokumentierter Nachweis
dafür zu verstehen, dass das
Computersystem im Einklang
mit dem Validierungsplan steht.
Die Grundlage ist ein QualitätsManagement Handbuch, das der
Definition und dem Design des
Qualitäts-Management System
dient. Damit sollen unterschiedliche Anforderungen, wie strategische Zielvorgaben, angebotene
Dienstleistungen, operative Prozesse zur Erfüllung der Anforderungen gegenüber Kunden und
internen Verantwortlichkeiten,
sowie die Grösse und die Struktur der Organisation definiert
und in einem System zusammengefasst werden.
Der Zweck des prozessgesteuerten QMS ist es, eine kontinuierliche Kontrolle innerhalb und
zwischen den Prozessen zu gewährleisten. Es wurde dazu eine
«Prozess-Landkarte» erstellt, um
AUS DER PRAXIS
dits, durchgeführt von externen
Auditstellen durch die Kunden,
werden folgende Bereiche überprüft:
die Identifikation und die Definition von Prozessen zu erleichtern und diese zu beschreiben.
Diese Prozesse sind untereinander verlinkt und bilden die Führungs-, Wertschöpfungs- und die
Unterstützungs-Ebenen.
Standardisierte Prozesse stellen
sicher, dass Änderungen und
Konfigurationen an GxP-kritischen Systemen den genannten
Richtlinien folgen. Das imple-
mentierte QualitätsmanagementSystem stellt die Bereitstellung
von operationellen Infrastruktur-Services messbar sicher. Reguläre GxP-Qualitätschecks und
Mitarbeitertrainings gewährleisten die Adaption und das Verständnis für die Einhaltung der
Prozesse, welche für die Einhaltung der Regulationen für pharmazeutische und medizinische
IT-Infrastrukturen Voraussetzung sind. In regelmässigen Au-
• Generelle Informationen /
Organisation
• Facility Management
• Quality System
• Validation / Qualification
• Incident Management
• Change Management
• Problem Management
• Release Management
• Operation / Monitoring
• Backup / Restore
• Reliability / Disaster
Recovery
• Service Level Agreement
• Security and external system access
• Training
• Document Review and
Approval
• Quality Management
Zu den Unternehmen, für welche
die Symotech AG Computer Center Infrastrukturen betreibt und
den Betrieb von Applikations-Systemen unterstützt, zählen auch
solche aus der LifeScience Industrie. Regulierte Märkte mit einer
wachsenden Zahl an Gesetzen,
Normen und Standards die dafür
sorgen, dass die Datensicherheit
und –integrität gewährleistet ist,
die IT-Infrastruktur eine hohe
Verfügbarkeit aufweist und allfällige Risiken ausgeschlossen werden.
Der Betrieb entsprechender Computer Center Infrastrukturen wird
bei der Symotech im firmeneigenen Rechenzentrum gewährleistet, wobei auch dieses, analog zur
Computer Infrastruktur, mit all
seinen Komponenten qualifiziert
und in seiner Gesamtheit validiert
wurde.
Qualifcation: Computer System Validation (CSV)
Using documents:
•
Qualifcation Plan
•
IQ – Installation Qualifcation
•
OQ- Operational Qualifcation
•
PQ – Performance Qualifcation
•
Qualifcation Report
Symotech AG
Industriestrasse 38
5314 Kleindöttingen
Tel. 056 268 85 70
Fax 056 268 85 99
[email protected]
www.symotech.ch
Laborscope 5-6/15
33
AUS DER PRAXIS
Augen auf beim Sampler-Kauf
Dr. Winfried Röder
Eine grosse Stückzahl
an Proben über Nacht
analysieren oder Verdünnungsreihen erstellen – unbeobachtet von Personal
–, das klingt nicht nur gut,
es funktioniert auch: unter
Einsatz des richtigen Autosamplers. Wem dabei Genauigkeit wichtig ist, legt
Wert auf eine integrierte
automatisierte WägeOption.
Ein GC/LC-Labor, das heutigen
Standards in puncto Produktivität und Genauigkeit genügen
will, ohne Personal, Arbeitsplatz
und Umwelt übermässig zu belasten, legt einen besonderen Fokus
auf die Automatisierung relevanter Prozesse. Ansätze für den Einsatz leistungsfähiger, in alle drei
Raumrichtungen
agierender
XYZ-Autosampler finden sich vor
allem in der Probenvorbereitung
und
Probenaufgabe
sowie
beim Erstellen von Standardlösungen und Verdünnungsreihen. Wer sich für die Automatisierung derartiger Arbeitsschritte interessiert, ist gut beraten, sich genau über die
verschiedenen am Markt verfügbaren Autosampler zu informieren und Vergleiche anzustellen.
Nicht alles, was ähnlich aussieht,
ist auch gleich. Der Teufel steckt
bekanntlich im Detail. Oftmals
sind es gerade die Feinheiten, die
den grossen Unterschied ausmachen.
Pflicht und Kür der automatisierten Probenvorbereitung
Idealerweise verfügt ein Autosampler über die Möglichkeit, sowohl klassische und als auch ausgefallene Probenvorbereitungsund Probeaufgabeschritte durchzuführen. Dabei kann es entscheidend für die Produktivität
sein, ob der Sampler über zwei
Arme verfügt, die es ermöglichen,
zeitgleich zum Beispiel mit zwei
unterschiedlich dimensionierten
Spritzen zu arbeiten. Ebenso
kann es von Interesse sein, ob der
Sampler über heiz- beziehungsweise kühlbare Trays verfügt, um
Reagenz- und Probenlösungen
auch über längere Zeiträume unter optimalen Bedingungen lagern zu können.
Ein Blick auf die Standardprozeduren eines leistungsfähigen GC/
LC-Autosamplers: Extraktions-,
Anreicherungs- und Aufreinigungstechniken zählen zu den
Basisoperationen. Diese erstrecken sich von der klassischen
Flüssigflüssigextraktion, über die
Membrane-Assisted-Solvent-Extraction (MASE), Festphasenextraktionstechniken (SPE), die
Solid-Phase-Micro-Extraction
(SPME), die Stir-Bar-SorptiveExtraction (SBSE) bis zu unterschiedlichen statischen und dynamischen Headspace-Techniken
(HS/DHS), um nur die wichtigsten zu nennen.
Neben dem oben genannten
Pflichtprogramm, das ein GC/
GC/MS-Komplettsystem mit MPS-Robotic. Auch diese Autosampler-Version lässt sich um
eine Wäge-Option erweitern.
34
Laborscope 5-6/15
Automatisierte Wäge-Option, eingebunden in den GERSTEL-MultiPurposeSampler (MPS) in der Ausführung als Standalone-Variante.
LC-Autosampler erfüllen sollte,
rückt dessen Kür in den Blickpunkt, die den Kaufentscheid
massgeblich beeinflussen kann.
Die Frage ist doch auch, inwieweit der Autosampler die
Möglichkeit bietet, klassische
mechanische Misch- und Trenntechniken in den Probenvorbereitungsprozess einzubinden, etwa
eine Zentrifuge, eine Mikrowelle
oder einen Filtrierschritt? Und
wie steht es um die Möglichkeit,
Proben zu vortexen, einzuengen
oder Lösungen und flüssige Extrakte einem Wäge-Schritt zu unterziehen? Hier trennt sich die
Spreu vom Weizen.
Die Einbindung einer automatisierten Wäge-Option in das Probenvorbereitungsszenario kann
sich immer dann als nützlich erweisen, wenn es darum geht, zum
Beispiel Dosierschritte mittels
Differenzwägung zu überprüfen
und akkurat zu protokollieren.
Etwa beim Erstellung von Standardlösungen und Verdünnungsreihen genau bekannter Konzen-
AUS DER PRAXIS
trationen. Idealerweise lässt sich
das resultierende Wäge-Protokoll
anschliessend in einem LIMS
oder Chromatographie-System
verwenden. Auf jeden Fall führt
der Einsatz eines Autosamplers
mit integrierter Wäge-Option
dazu, dass das Labor nachhaltig
effizienter und produktiver arbeitet. Ganze Analysenprozeduren –
einschliesslich auch komplexer
Probenvorbereitungsschritte –
lassen sich zum Beispiel gemäss
den Vorgaben der Pharmaindustrie unbeobachtet vom Laborpersonal sicher und zuverlässig erledigen.
Überwachung der Prüfmittel
gefordert und notwendig
Insbesondere im Arzneimittelumfeld, in dem es auf ein Höchstmass an Präzision und Richtig-
Science Week
Leading in Europe
2015
keit in der Qualitätssicherung
und Produktkontrolle ankommt,
kann sich eine automatisierte
Wäge-Option als nützlich erweisen, alle Analysensysteme laufend
einer detaillierten Prüfung zu unterziehen, um mögliche Fehlerquellen ausfindig zu machen und
Messungenauigkeiten bereits im
Ansatz zu verhindern. Analysengeräte können nämlich unter
Umständen erheblich die Genauigkeit der Messergebnisse beeinflussen. Zum Beispiel könnten
sich beim Aufziehen der Spritze
Gasblasen bilden und Dosiervolumen verfälschen. So etwas ist
möglich, wenn der Spritzenkolben infolge eines vermehrten
Gebrauchs verschleisst und sich
Undichtigkeiten bilden. Die
Wäge-Option hilft, mögliche
Fehler im System, wie sie infolge
von
Verschleisserscheinungen
KeyNotes
Forums
Posters
Courses,
Workshops
& Awards
Sept. 2 1–24
denkbar und möglich sind, frühzeitig zu erkennen und Massnahmen zu ergreifen, mit denen sich
präzise und richtige Ergebnisse
auf Dauer sicherstellen lassen.
Ohne Wäge-Option, davon sind
Experten überzeugt, sei eine kontinuierliche Systemkontrolle und
das Auffinden potenzieller Fehlerquellen nicht oder nur sehr
schwer möglich.
Nicht immer gilt das Motto: Viel
hilft viel! Bei der Anschaffung eines Autosamplers, angebunden an
einen GC oder LC oder auch als
Standalone-Variante, kann sich
jedoch ein dezidierter Blick auf
das technische Potenzial eines
Autosamplers
als
wichtig
erweisen. Wenn es darum geht,
neben klassischen Probenvorbereitungsabläufen die Automatisierung auszuweiten auf das Erstel-
len von Standardlösungen und
Verdünnungsreihen genau bekannter Konzentration, Proben
zu ziehen oder Standards hinzuzufügen, wenn es darum geht,
Gerätefehler und einen Spritzenverschleiss unmittelbar zu erkennen und dauerhaft präzise und
zuverlässige Ergebnisse sicherzustellen, sollte auf jeden Fall über
die Einbindung einer Wäge-Option in den Autosampler nachgedacht werden.
GERSTEL AG
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Sept. 2 2–24
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Laborscope 5-6/15
35
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Synergy
AUS DER PRAXIS
Mehrwerte für Rivella: Tiefere Kosten dank robusteren Filter
NELIOR® Filtertechnologie für Betriebssicherheit und tiefere Energiekosten
Ausgangslage
Die strengen Hygienevorschriften
in der Lebensmittelindustrie
schreiben ein regelmässiges Reinigen des Reinraumes vor. Dabei
werden die Schwebstofffilter, die
in das Deckensystem der Abfüllstation eingebaut sind, durch das
automatisierte Reinigungsverfahren immer wieder feucht und
durch die mechanische Bearbeitung auch beschädigt.
Die in der Vergangenheit verwendeten Glasfilter gingen in der Abfüllstation bei Rivella AG in
Rothrist bei diesem Reinigungsverfahren sehr oft und sehr schnell
kaputt. Indiz dafür war eine Luftzufuhr, die sich jeweils am obersten Limit bewegte. Die Folge waren höhere Standzeiten der Anlage,
potentielle Hygieneprobleme und
mehr Personal- und Materialeinsatz.
Die Lösung von WESCO
Um diesen Kosten entgegen zu
wirken, werden neu VITCAcelFilter mit NELIOR® Filtration
Technology eingesetzt. Dank ihrer
robusten und widerstandsfähigen
Struktur werden diese während
des Reinigungsverfahrens nicht
mehr beschädigt.
Die Schwebstofffilter sind gegenüber anderen glasfaserbasierten
Filtermedien in mechanischer
Hinsicht weit überlegen. Zudem
machen die hohe Zug- und Abriebfestigkeit das NELIOR-Membranmedium extrem langlebig.
Etikettierung - Rivella in PET-Flaschen
NELIOR® Filter Technologie - Schwebstofffilter
Verwaltungs- und Produktionsgebäude, Rivella AG in Rothrist
Weitere Vorzüge gegenüber handelsüblichen Filtern sind die chemische Unempfindlichkeit und
die wasserabweisende Eigenschaft,
welche dazu beitragen, das Kontaminationsrisiko in Reinräumen
deutlich zu senken.
Kundenvorteile auf einen Blick
Abfüllstation - Rivella in Glasflaschen
36
Laborscope 5-6/15
Dank dem wasserabweisenden Filtermedium und der hohen Robustheit der neu eingesetzten VITCAcel Schwebstofffilter gibt es
nach dem Reinigungsverfahren
keine Beschädigungen mehr.
Somit verringern sich die Materialund Gesamtbetriebskosten.
Ferner ist mit dem Einsatz des
High Tech Filtermediums die
Luftumwälzung, sprich Luftzu-
fuhr & -Zirkulation um ein Vielfaches höher, was langfristig Energiekosten einspart.
Ein weiterer Vorteil besteht darin,
dass sich die Wartungs- und Ausfallzeiten dank dem äusserst robusten Filtermaterial verkürzen (kann
in der Handhabung schneller verbaut werden) und die Folgen sind
eine konstante Produktqualität,
eine höhere Betriebssicherheit und
eine konsistente, gute Luftqualität.
WESCO
Luftfilter & Reinraum AG
Tägerhardstrasse 110
5430 Wettingen
Tel. 056 438 10 20
Fax 056 438 11 90
[email protected]
www.wesco.ch
AUS DER PRAXIS
Chemikalienschutzkleidung richtig auswählen:
Vier wichtige Kriterien
von Dipl.-Ing. Wolfgang Quednau
einen bestmöglichen Schutz bieten. Die Gefährdungsbeurteilung
gibt auch Aufschluss darüber, ob
ein Teilkörperschutz ausreicht
oder ein Vollkörperschutz notwendig ist.
Anwendungsbedingungen
Grundsätzlich ist Chemikalienschutzkleidung in sechs Kategorien eingeteilt: Typ 1 – gasdicht,
Typ 2 – nicht gasdicht, Typ 3 –
flüssigkeitsdicht, Typ 4 – sprühdicht, Typ 5 – partikeldicht, Typ
6 – begrenzt spritzdicht.
Das sieht auf den ersten Blick einfach aus. Aber hinter diesen Kategorien verbergen sich hochkomplexe Anforderungen. Daher ist
gerade das Gebiet der Chemikalienschutzkleidung sehr breit gefächert. Was für die Auswahl von
PSA generell gilt, ist an Arbeitsplätzen, an denen mit Chemikalien gearbeitet wird, ganz besonders zutreffend. Dort sind die
eingesetzten Materialien mitentscheidend für die Auswahl der
PSA.
Gefährdungsanalyse
Erst die genaue Kenntnis der eingesetzten Stoffe und die Erstellung einer detaillierten Gefährdungsbeurteilung versetzt die
Verantwortlichen in die Lage
Schutzkleidung, -brillen, -handschuhe, -stiefel und weitere notwendige Artikel für den Schutz
des Mitarbeiters auszuwählen, die
Entsprechend vielfältig sind die
Normen, die für Chemikalienschutzausrüstung relevant sind.
Dennoch sagt die Zertifizierung
einer Chemikalienschutzkleidung
allein noch nicht aus, ob sie sich
für den speziellen Bedarf eines
Unternehmens eignet. Die Norm
ist in der Regel erfüllt, wenn ein
bestimmtes Prüfszenario erfüllt
ist. Im ungünstigsten Fall bedeutet dies, dass die Beständigkeit nur
gegenüber einer Chemikalie, bei
einer Konzentration, bei einer
Temperatur und für eine Zeitdauer gegeben ist. Die Aussage der
erfüllten Norm im Chemikalienschutz kann somit nur als erste Indikation gesehen werden. Die Eignung einer Schutzkleidung muss
individuell für jeden Arbeitsplatz
unter den speziellen Bedingungen
überprüft werden. Wichtige Kriterien sind die Art der Chemika-
lien, ihre Konzentration, die Umgebungstemperatur in der die
Chemikalie eingesetzt wird,
Dauer, Art und Weise der Einwirkung der Chemikalie auf die
Schutzkleidung sowie die mechanische Beanspruchung der Schutzkleidung.
Fachberatung und Praxistest
Wer das Risiko möglichst minimal halten möchte, sollte wenn er
auf der Basis seiner Gefährdungsbeurteilung PSA in die engere
Auswahl einbezogen hat diese testen. Das bedeutet nichts anderes
als sie mit der Chemikalie in der
Arbeitsumgebung testen lassen.
So findet der verantwortliche Einkäufer heraus, wie sich die Materialien bei «seiner» Chemikalie
verhalten. Bei der Auswahl der
PSA sollte man sich unbedingt
von einem Profi beraten lassen.
Nachhaltigkeit
Bevor man sich für eine Kleidung
entscheidet, sollte ebenfalls geprüft werden, ob sich ihr Gewebe
auch langfristig für eine Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien eignet. Sonst können die
Kosten für den Verschleissersatz
sehr hoch werden.
Zum Autor:
Wolfgang Quednau, Geschäftsführer der BTTA GmbH, absolvierte ein Studium an der heutigen Hochschule Niederrhein zum
Dipl.-Ing. mit Schwerpunkt Textilchemie. Er ist Mitglied in zahlreichen Gremien, u.a. ISO, CEN
und DIN und berät Unternehmen
im Bereich Forschung und Entwicklung von Schutzkleidung.
www.mewa.ch
Laborscope 5-6/15
37
AUS DER PRAXIS
MSR385WD: Datenlogger mit Funk-Sensoren für
Betriebstemperaturen bis zu +125 °C.
Temperatur-, Feuchte- und
Druckwerte mittels MiniSendemodulen über lange
Zeiträume und bei Betriebstemperaturen von
-20 °C bis zu +125 °C
permanent aufzeichnen,
selbst an unzugänglichen
Orten: Diese Möglichkeiten bietet der neue, im
868-MHz-ISM-Band arbeitende, MSR385WD FunkDatenlogger der MSR
Electronics GmbH.
Zwei Jahre nach der Markteinführung des ersten Funk-Datenloggers
in der Reihe der miniaturisierten
MSR Datenlogger baut das
Schweizer Technologieunternehmen sein Angebot weiter in Richtung Wireless-Applikationen aus.
Mit dem MSR385WD bringt die
MSR Electronics GmbH deshalb
einen neuen universellen Funk-Datenlogger auf den Markt, welcher
sich vor allem durch einen sehr weiten Arbeitstemperaturbereich der
Miniatur-Sendemodule auszeichnet.
Temperaturfeste Mini-Sendemodule MSR385SM
Um die Temperaturfestigkeit der
Mini-Sendemodule zu gewährleisten, greift MSR Electronics auf
jahrelange Erfahrung im Bereich
Silikon-Vergusstechnik für wasserdichte Elektronik-Anwendungen
zurück. Mit dieser Technik lassen
sich die Funk-Sensoren der Sendemodule optimal schützen, was
messtechnische Anwendungen
selbst bei rauhen Umgebungsbedingungen erlaubt, beispielsweise
in Durchlauf-Öfen. Die Messwertübertragung der wahlweise mit internen oder externen Temperatur-,
Feuchte- und Drucksensoren ausgestatteten Sendemodule erfolgt
dabei im lizenzfreien ISM-Frequenzband bei 868 MHz und über
Distanzen von bis zu 500 m. Messund Übertragungsintervalle der
Sendemodule sind wie folgt einstellbar: 1 s, 10 s, 1 min, 15 min,
1 h. Die Spannungsversorgung der
Sendemodule erfolgt – je nach ge-
MSR385WD Funk-Datenlogger empfängt bis zu 10 Sendemodule.
wähltem Gehäuse-Typ – mittels
wiederaufladbarem Li-Po-Akku
mit 260 mAh oder mit einer
800-mAh-Li-SOCl2-Batterie.
Ein optimiertes Power-Management sorgt dafür, dass die Energieversorgung der Mini-Sendemodule MSR385SM je nach
Häufigkeit der Messungen und
Funkübertragungen für bis zu
fünf Jahre gewährleistet wird. Ein
solches kompaktes Sendemodul
verfügt in der kleinsten GehäuseVariante bei einem Gewicht von
ca. 25 g gerade mal über Aussenmasse von 35 x 55 x 25 mm und
kann so auch an unzugänglichen
Orten platziert werden, beispielsweise in arbeitenden Maschinen
oder zur unauffälligen Klimamessung z.B. in Vitrinen von Museen.
Datenlogger MSR385WD
verwaltet bis zu zehn Sendemodule
Sendemodul MSR385SM zum Datenlogger MSR385WD
38
Laborscope 5-6/15
Der Mehrkanal-Datenlogger mit
integriertem
ISM-Band-Empfangsmodul empfängt und speichert die Messdaten von bis zu
zehn MSR385SM-Sendemodulen.
Ein integrierter Flash-Speicher
sorgt für Datensicherheit bei
Stromausfall. Die vom Datenlogger aufgenommenen Messwertverläufe der Sendemodule können via
USB-Schnittstelle ausgelesen und
mit der MSR PC-Software zur Datenanalyse weiter verarbeitet werden. «Zusätzlich», so Wendelin
Egli, Geschäftsführer der MSR
Electronics GmbH, «ist die Verbindung über ein GSM-Modul bei
uns in Entwicklung». Diese erlaubt
gemäss Egli die Anbindung des
MSR385WD an die «MSR SmartCloud», dem webbasierten Service
von MSR Electronics zur standortunabhängigen Datenüberwachung.
Zur kompakten Anzeige von Daten ist der Funk-Datenlogger mit
einem farbigen OLED-Display
ausgestattet. Die hohe Anzeigequalität ermöglicht das einfache Ablesen von Messwerten selbst bei völliger Dunkelheit und aus praktisch
jedem Betrachtungswinkel. Das
Ein- und Ausschalten des Displays
erfolgt manuell, konfigurieren lassen sich die gewünschten Anzeigedaten mit der MSR PC-Software.
Der neue MSR385WD-Datenlogger ist ab Ende Mai 2015 lieferbar.
MSR Electronics
Mettlenstrasse 6a
8472 Seuzach
Tel. 052 316 25 55
Fax 052 316 35 21
[email protected]
www.msr.ch
AUS DER FORSCHUNG
Differenzierung der Reifestadien von Rohkaffeebohnen
Forschungsprojekt
Café Munaipata – high quality coffee
Leitung:
Dr. Alexia N. Glöss
Projektdauer:
6 Monate
Abb. 2: Kaffeefrüchte der Varietät Catuai: (a) unreif, (b) halbreif, (c) reif.
Fotos: René Brugger, Café Munaipata
v.l.: Dr. Ivana Kroslakova, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Prof. Dr. Chahan Yeretzian, Fachstellenleiter, Dr. Samo Smrke, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. Alexia N. Glöss, wissenschaftliche Mitarbeiterin,
Kontakt: [email protected]
Die Qualität einer Tasse
Kaffee hängt von vielem
ab, wie zum Beispiel von
der Veredelung der Rohkaffeebohne durch Rösten,
Mahlen und Aufbrühen.
Mit dem wachsenden Interesse an Spezialitätenkaffees bedarf es zunehmend
auch einer objektiven Beurteilung der Qualität des
Rohkaffees zur Vorhersage
der Qualität in der Tasse.
Eine chemische Analyse
Oft werden zur Qualitätsbeurteilung des Rohkaffees Bohnengrösse, Form, Farbe, Ursprung und
Erntejahr als Kriterien herangezogen. Zudem zählt man sichtbare
Defekte der Bohne in einer festgelegten Menge Rohkaffee (z. B. 300
Gramm). Chemische Qualitätsparameter wurden bislang kaum herangezogen, obwohl ihr Informationsgehalt sehr hoch eingeschätzt
wird. Ziel war es deshalb, mittels
chemischer
Analysemethoden
Schlüsselverbindungen zu finden,
welche eine Aussage über die Rohkaffee-Qualität erlauben. Hierzu
wurden Kaffeefrüchte unterschiedlichen Reifegrades der Varietäten Catuai und Tipica untersucht (Abb. 2), da angenommen
Abb. 3: PCA der HPLC-Ergebnisse für (a) Catuai (C) und (b)
Tipica (T); R: reif, H: halbreif, U: unreif
unterschiedlich reifer Kaffeebohnen der Var­ietäten
Catuai und Tipica lieferte
den Gehalt an Chlorogensäuren als vielversprechenden Qualitätsmarker.
40
Laborscope 5-6/15
Abb.1: Nach der Fermentation wird das Fruchtfleisch von den Bohnen getrennt, die Bohnen sortiert und getrocknet. Fotos: Beatrice Rast, Rast Kaffee
AUS DER FORSCHUNG
wird, dass das Reifestadium der
geernteten Kaffeefrüchte ein kritischer Qualitätsindikator ist. Beide
Varietäten wurden unter gleichen
klimatischen Bedingungen auf der
Kaffeefarm Café Munaipata in
Coroico, Bolivien, angebaut. Die
Bohnen wurden nass aufbereitet
und Defekte aussortiert (Abb. 1).
Chromatographische Methoden
Untersucht wurde der Gehalt an
Koffein und Chlorogensäuren
(CQA) mit Hochleistungs-Flüssigchromatographie
(HPLC)
(Abb. 4), der Saccharose-Gehalt
mit Ionenchromatographie sowie
der Anteil hochmolekularer Substanzen mit Hochleistungs-Grössenausschluss-Chromatographie
(HPSEC). Hierzu wurde feinst gemahlener grüner Kaffee mit Was-
ser bzw. Methanol extrahiert. Die
flüchtigen organischen Verbindungen der grünen sowie der gerösteten Kaffeebohnen wurden
mit Kopfraum-Festphasen-Mikroextraktion-Gaschromatographie,
gekoppelt an einen massenspektrometrischen Detektor (HS SPME
GC / MS), untersucht. Eine statistische Datenanalyse (Hauptkomponenten-Analyse, PCA) vervollständigte die Untersuchungen.
Analyse des Reifestadiums
der Kaffeefrüchte
Die Analysen zeigten, dass sich
insbesondere die Chlorogensäuren
(CQA) eignen als Indikatoren für
den Reifezustand der beiden hier
untersuchten Varietäten. Der Gehalt an 3-CQA nahm mit zunehmendem Reifegrad zu, wohingegen der Gehalt an 5-CQA und
Analytische Gase
on-line mit Parker
LaborgasGeneratoren
Abb. 4: HPLC-Chromatogramm reifer Catuai-Kaffeebohnen (Methanol-Extrakt; Detektion: 275 nm)
di-CQA abnahm. Die PCA der
Ergebnisse der Gehalte an CQA
konnte für beide Varietäten die
Reifestadien in der Ebene der ersten beiden Hauptkomponenten
(PC1 und PC2) deutlich trennen
(Abb. 3). Die flüchtigen Verbindungen der grünen Bohnen erlauben, zwischen den beiden Varietä-
ten Catuai und
differenzieren.
Tipica
zu
Lesen Sie weiter unter
http://dx.doi.org/10.1016/j.foodchem.2014.11.060
www.zhaw.ch
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nach Herstellerangaben, ISO 8655 oder Ihren
eigenen Angaben
Messbereich 1μl und grösser
Kurze Durchlaufzeiten nach Absprache
Unser Qualitätsmanagement-System richtet sich
nach der Norm ISO 17025 für Kalibrierlabors
Die eingespielten Verfahren sind von der
Schweizerischen Akkreditierungsstelle begutachtet
DNA Dekontamination bei Bedarf
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UHP-Stickstoff)
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Bernstrasse 101
3053 Münchenbuchsee
T: +41 31 938 88 70
F: +41 31 938 88 71
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SCS Kalibrierstelle 094
Eichwiesstrasse 2
CH-8645 Jona
Tel +41(0)55 211 18 68
Fax +41(0)55 211 18 69
[email protected]
Laborscope 5-6/15
41
LABORSCOPE AKTUELL
Treffen führender Köpfe
und Forscher an der Basel
Life Science Week – MipTec 2015 in Basel
BLSW - MipTec ist Europas
grösste Konferenz für Arzneimittelforschung und empfängt jährlich über 3‘000 Wissenschaftler aus Industrie und Akademie.
Die Veranstaltung findet im
Kongresszentrum Basel statt und
präsentiert vom 21. – 24. September 2015 ein hochkarätiges Programm.
In diesem Herbst trifft sich die
wissenschaftliche Elite im Bereich
der Arzneimittelforschung wieder
an der BLSW - MipTec. Über die
letzten Jahre ist der Anlass von einem lokalen Wissenschaftsmeeting zu einem führenden internationalen Forum gewachsen, wo
Spezialisten aus Europa, Asien und
Nordamerika zusammen in Kontakt treten. Auch in diesem Jahr
nimmt die Veranstaltung Bezug
auf die bedeutenden Herausforderungen in der Wirkstoffforschung
und –entwicklung. Der Austausch
der aktuellsten wissenschaftlichen
Ergebnisse und technischen Innovationen, sowie der sich verbessernden Integration der Wissenschaft und Technologie steht im
Zentrum dieser vieritägigen Konferenz. Für die Veranstalter ist es
besonders wichtig, eine interaktive
Plattform für Forscher zu schaffen,
die im Bereich Life Sciences arbeiten und sich sonst selten würden.
42
Laborscope 5-6/15
Das Programm
Die wissenschaftlichen Foren der
BLSW decken alle Bereiche der
Medikamenten-Forschung ab und
werden durch hochkarätige KeyNote Speakers ergänzt.
Der Kongress bietet sowohl Spezialisten als auch Neulingen eine
ideale Plattform, um sich einen
umfassenden Einblick in die
neuste Entwicklung in den Forschungszweigen und Märkten zu
verschaffen, Erfahrungen auszutauschen und über Strategien und
Innovationen im Bereich Life Sciences zu diskutieren. Zudem stellt
die BLSW – MipTec eine ausgezeichnete Gelegenheit dar, Partner
zu finden, Kontakte zu knüpfen
und Produkte und Lösungen zu
präsentieren.
Das detaillierte Programm ist auf
der folgenden Webseite verfügbar:
www.basel-life-science-week.eu
Networking Events
Welcome Reception
Die diesjährige Konferenz bietet
am Dienstag, den 22. September
eine «Welcome Reception» für
Aussteller und Teilnehmer in der
Halle 4.1. im Kongresszentrum
Basel. Alle Teilnehmer haben die
Möglichkeit haben, in entspannter
Atmosphäre mit Kollegen und
Gleichgesinnten zu netzwerken.
Poster Session & Apéro
Die MipTec Poster Session findet
am Mittwoch, den 23. September
statt. Die Autoren der wissenschaftlichen Poster werden bei ihren Postern stehen und für Fragen
und Anregungen verfügbar sein.
Industrieausstellung
Parallel zum wissenschaftlichen
Programm findet in der Halle 4.1.
des Kongresszentrum Basel die
MipTec-Ausstellung statt. Mehr
als 100 Aussteller präsentieren ihre
neusten Entwicklungen, Produkte
und Dienstleistungen im Bereich
der Labor- und Forschungsreagenzien, Laborautomation und -instrumentation sowie Hard- und
Software für die computerunterstützte Auswertung und Medizinalchemie Industrieführern und
Entscheidungsträgern der Life Sciences aus aller Welt.
den biotechnologisch hergestellte
Medikamente und Impfstoffe auf
ihre Sicherheit und Qualität. Das
Unternehmen hat sein Dienstleistungsangebot insbesondere auf
die stark wachsende BiosimilarIndustrie ausgerichtet. Die Tests
von BioOutsource werden sowohl
in der Entwicklung von Wirkstoffen eingesetzt, z. B. bei der Charakterisierung und beim Abgleich
zwischen Referenz- und Nachahmerprodukt, als auch in den späteren Produktionsprozessen wie
bei der Freigabe von Medikamenten-Chargen.
Kostenlose Online-Registrierung
Die Online-Registrierung für die
BLSW-MipTec 2015 ist für Fachbesucher kostenlos.
Reinhard Vogt, Mitglied im SSBVerwaltungsrat für Marketing
und Vertrieb, kommentierte: «Indem wir unser Angebot durch
Auftragstestungen
erweitern,
können wir unsere Biopharmakunden noch besser dabei unterstützen, ihre Wirkstoffkandidaten
zügig durch die Entwicklung und
klinischen Testphasen zu bringen
und die Freigabeprozesse in der
nachfolgenden Produktion zu vereinfachen. Das qualifizierte Team
von BioOutsource ergänzt unsere
Kompetenzen ideal und wir
freuen uns auf die Zusammenarbeit.»
www.basel-life-science-week.eu.
Sartorius Stedim Biotech
erwirbt britisches Unternehmen BioOutsource
Übernahme erweitert Angebot
der SSB um bioanalytische TestServices
Sartorius Stedim Biotech (SSB),
ein international führender
Pharma- und Biotechzulieferer,
hat heute das schottische Unternehmen BioOutsource Ltd. erworben. Das Unternehmen mit
Firmensitz in Glasgow, UK, ist
seit 2007 im BiotechnologieMarkt aktiv und befand sich bisher in Privatbesitz. Es erzielte in
den letzten zwölf Monaten mit
rund 85 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 9 Millionen Euro.
Über Details der Transaktion vereinbarten die Vertragsparteien
Stillschweigen.
BioOutsource, ein führender Anbieter von Auftragstestungen, testet im Auftrag von Pharmakun-
«Mit Sartorius Stedim Biotech haben wir einen starken Partner mit
breiter Kundenbasis, internationaler Reichweite und renommierter
Marke gefunden, mit dem wir unser Geschäft in die nächste Grössenordnung führen und in die
Weiterentwicklung unserer Services investieren werden», sagte
Gerry MacKay, CEO von BioOutsource. «Als Teil des SSB-Konzerns können wir mit mehr
internationalen Kunden zusammenarbeiten, vor allem in den
Vereinigten Staaten und Asien, wo
derzeit stark in die Entwicklung
und Produktion von Biosimilars
investiert wird.»
www.sartorius-stedim.com
LABORSCOPE AKTUELL
Die Innenläufer-Antriebe
mit unglaublicher Kraft
maxon präsentiert neue
DC-Motoren High Torque
Für Anwendungen, die richtig
hohe Drehmomente verlangen,
bringt der Antriebsspezialist maxon motor den Gleichstrommotor EC-i 40 in einer High Torque
Version auf den Markt. Der eisenlose Innenläufer ist mit einem
Durchmesser von 40 Millimetern
erhältlich und liefert ein Drehmoment von bis zu 234 mNm.
Wenn es um kräftige Bewegungen
geht, führt künftig kein Weg vorbei an den DC-Motoren der EC-i
40 High Torque Linie von maxon
motor. Der Schweizer Antriebsspezialist präsentiert drei starke eisenlose Innenläufer aus seiner Produktionsstätte in Korea. Diese
weisen einen Durchmesser von 40
Millimeter auf, sind mit einem
neuartigen Rotor ausgestattet und
bestechen durch hohe Dynamik,
geringes Rastmoment und ein
sehr hohes Drehmoment. Der
stärkste von ihnen erreicht ein maximales Nenndrehmoment von
234 mNm bei einer Länge von 56
Millimetern. Somit übertrifft er
seine Vorgänger um bis zu 70 Prozent.
Besonders für die Robotik geeignet
Die drei neuen bürstenlosen DCMotoren sind kostengünstig und
besonders attraktiv für Anwendungen in der Robotik, in Prothesen sowie in der Industrieautomatisation. Ihre kompakte Bauweise
ermöglicht den Einsatz auch bei
knappsten Platzverhältnissen. Die
EC-i 40 High Torque Motoren
können bei Bedarf mit Encodern,
Getrieben, Servokontrollern oder
Positioniersteuerungen von maxon kombiniert werden. Das geht
ganz einfach auch im OnlineShop: Shop.maxonmotor.ch
www.maxonmotor.ch
LAB-SUPPLY - Die regionalen Fachausstellungen für
die Laborversorgung
Was im November 2006 begann
– nämlich die erste LAB-SUPPLY
im Chemiepark Marl – hat sich
inzwischen zu einer festen Grösse
in der Laborbranche etabliert. Inzwischen findet die LAB-SUPPLY, eine regionale Labormesse,
jährlich an sechs Standorten statt.
2015 in Frankfurt/Höchst, Leverkusen, Berlin, Ludwigshafen,
Münster und Hamburg.
Um auf dem aktuellen Stand der
Entwicklung von Laborgeräten zu
bleiben, müssen Fachleute einen
hohen Aufwand betreiben. Sie informieren sich durch Zeitschriften, Broschüren, ihr persönliches
Netzwerk, Vorträge und Empfänge, verbunden mit einer Gerätevorführung oder auf grossen internationalen
Messen.
Aus
Gründen der Wirtschaftlichkeit
und Effizienz wünschten sich
Anwender eine Laborgeräteausstellung in ihrer Nähe. Die
LAB-SUPPLY als regionale EinTages-Fachmesse für instrumentelle Analytik, Labortechnik,
Laborchemikalien und Biotechnologie/Life Science erfüllt diesen
Wunsch.
Ein Gerät sehen und anfassen zu
können, sowie die sofortige Beantwortung von Fragen, ist für die
Besucher bares Geld wert. Die
Aussteller treffen auf eine wissensdurstige, motivierte Zielgruppe,
die mit den angebotenen Geräten
auch praktisch arbeiten wird. Auf
der LAB-SUPPLY werden konkrete Lösungen für den eigenen
Betrieb gesucht, Investitions- und
Einkaufsentscheidungen vorbereitet und man lernt hochspezialisierte Unternehmen kennen, für
die sich ein Auftritt auf einer grossen Messe nicht rechnet.
Von Anbeginn aber gab und gibt
es auf der LAB-SUPPLY nicht nur
Geräte ganz hautnah zum Anfassen und Erkunden, sondern auch
ein Rahmenprogramm in Form
von zahlreichen Fachvorträgen
zur Weiterbildung. Teilnehmenden Besuchern werden auf
Wunsch Bescheinigungen ausgestellt, die für den Qualifizierungsnachweis u.a. für akkreditierte Laboratorien von Nutzen sein
können. Der Besuch der Ausstellung und der Fachvorträge ist kostenlos und eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich!
USA. Weitere Stationen waren
namhafte Kalorimetrie-Spezialisten. Zuletzt verantwortete er den
weltweiten Vertrieb von Laborprodukten. Seine über viele Jahre geknüpften ausgiebigen Kontakte in
der Branche und die umfassenden
Labor- und Vertriebserfahrungen
bringt er ab sofort wieder bei JULABO aktiv für die Märkte in UK
und Irland ein.
JULABO UK bietet seinen Kunden und Partnern den kompletten
Zugriff auf das gesamte Produktund Serviceportfolio von JULABO. Mit einem engagierten
Team, umfassenden Kenntnissen
und langjährigen Erfahrungen
deckt die Niederlassung alle Bereiche im Verkauf, Service und Support ab.
www.LAB-SUPPLY.info
www.julabo.com
Neuer Niederlassungsleiter 25 Jahre CEM Mikrowellen-Labortechnik
bei JULABO UK
Seit April 2015 hat Gary Etherington die Leitung der JULABO Niederlassung in UK übernommen.
Gary Etherington ist ein langjähriger Kenner der Laborbranche in
UK, Irland und den USA. Seine
Laufbahn startete er als Spezialist
im Anwendungssupport. In seiner
weiteren Karriere überzeugte er sowohl im Produktmanagement als
auch im Vertrieb. Dabei wirkte er
bereits schon früher im JULABO
Team, unter anderem als Sales &
Marketing Manager bei JULABO
Die CEM GmbH in Kamp-Lintfort am Niederrhein ist der führende Anbieter von MikrowellenLabortechnik für die Analytik,
Synthese und Prozesskontrolle.
Seit nunmehr 25 Jahren vertreibt
die CEM GmbH in Deutschland
die innovativen Mikrowellenlösungen für das Labor und die
Fertigungskontrolle. Mittlerweile
werden auch die Kunden in Österreich und in der Schweiz von der
CEM GmbH mit flächendeckenden Aussenbüros betreut.
Aus diesem Anlass feiert die CEM
GmbH sein Jubiläum im Umfeld
der diesjährigen ACHEMA und
lädt dazu auch alle Kunden an den
Messestand J2 in Halle 4.2. ein.
CEM GmbH
Pionier und Marktführer in
der Mikrowellen-Labortechnik
Carl-Friedrich-Gauss-Str. 9
D-47475 Kamp-Lintfort
Tel. + 49(0) 28 42 96 44 0
Fax + 49(0) 28 42 96 44 11
www.cem.de
Laborscope 5-6/15
43
LABORSCOPE AKTUELL
Erfolgsgeschichten aus
dem Labor: Die «labotec
2015»
Die vierte Ausgabe der Laborfachmesse labotec fand wieder
im Zentrum der Biotechnologie& Life Sciences-Branche in Lausanne statt. Rund 90 Aussteller
präsentierten Trendthemen wie
Reinraum- oder Vakuumtechnik,
software- oder robotergestützte
Analysen & Validierungen, sowie
effiziente Bedienbarkeit. Dazu
stellten unter anderem die Uni
Lausanne, Tracomme, Qualitec,
NV Logistics oder Vacuubrand
Labordienstleistungen mit mobilen Laboren und Full-Serviceoder Outsourcing-Dienstleistungen vor. Das Rahmenprogramm
im ScienceCenter bot an beiden
Messenachmittagen mit 17 hochkarätigen Fachreferenten Wissen
aus erster Hand und zeigte mit der
Themenvielfalt wesentliche Elemente für einen effizienteren Laboralltag und Qualitätssicherung
bis hin zum Labor der Zukunft.
Branchengrössen wie Laborial Laboratory Solutions, Thermo Fisher, Büchi Labortechnik, Gilson,
Milian, Mettler Toledo, Bruker,
Blanc-Labo, Olympus, Nikon
oder Siemens Schweiz stellten an
der labotec 2015 ihre neusten Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen vor. Messeveranstalter Easyfairs registrierte 10 Prozent mehr
Besucher am Messeplatz Beaulieu
im Vergleich zu 2013. Stefan
Meier, Marketing Project Manager, bestätigte: «Die Aussteller waren sehr zufrieden mit der Qualität der Besucher und wir haben die
richtigen Besuchergruppen angesprochen. Es haben sich so sehr interessante Gespräche zwischen
Ausstellern und Besuchern ergeben.» Bei den Referaten von verschiedenen
Cluster-Verbänden
oder Hochschulen wie BioAlps Association, Inartis Network, A3P,
FLB, scienceindustries, Swiss Biotech Association, dem BAG, oder
der Uni Lausanne zusammen mit
44
Laborscope 5-6/15
dem mobilen Labor l`éprouvette
war vor allem das Ziel, im ScienceCenter einen interdisziplinären
Wissensaustausch zwischen Hochschulen, Verbänden und der Wirtschaft zu schaffen.
Eric Préat, Vice President Product
Development von Artexis Easyfairs, war extra aus Brüssel angereist; er eröffnete die ScienceCenter-Sessions. Bekannte Persönlichkeiten wie Benoît Dubuis,
Gründer der EPFL School of Life
Sciences oder dem Campus Biotech, begeisterte das Publikum mit
seiner Keynote unter dem Thema
«Challenges in Labtec». Er zeigte
in seinem Vortrag detailliert auf,
welches enorme Wachstumspotenzial in der boomenden Biotechund Life Sciences in der Region
um Lausanne steckt. Die Schweiz
lebt in erster Linie von innovationsgetriebenen Unternehmen, die
gute Ideen auf den Markt bringen
und die Wissen vermitteln. «Dies
gelingt nur, wenn wir diese Partner an einen gemeinsamen Tisch
bringen», betont Stefan Meier.
Dies war auch eines der wichtigsten Ziele an der labotec 2015, um
zu zeigen, dass der Arc Lémanique
sehr innovativ ist und hier sehr
viele Firmen angesiedelt sind, die
Arbeitsplätze schaffen und so für
die gesamtschweizerische Wirtschaft von zentraler Bedeutung
sind.
«Innovationen in der Labortechnik»: Verbundforschung und verstehen, was die Branche antreibt
Aussteller und Verbandspartner
würdigten, dass auch Referenten
vom BAG, CSEM, MPI, SpacePharma, der SNV oder der Hochschule Rapperswil gewonnen werden konnten. Stefan Meier ist
daher sicher: «Das zeigt auch, dass
wir verstanden haben, was die
Branche will und was sie antreibt.
Es ist sicherlich ein wichtiges Signal für die Zukunft, dass wir die
Branche verstehen und mit ihr zusammenzuarbeiten.»
Branchenverbände wie der FLB,
BioAlps, Inartis Network, A3P,
scienceindustries, oder die Swiss
Biotech Association trugen zum
Gelingen des Events bei.
Ausblick 2016 mit neuem, internationalen Messeformat: «Lab innovations Lausanne»
Für kommendes Jahr ist bereits
eine Erweiterung des Messeformates aufgrund des gestiegenen Interesses in diesem Segment geplant.
Stefan Meier erklärt dazu: «Die
Grundidee für einen Namenswechsel der labotec ist der, dass wir
innerhalb der Artexis Easyfairs
Group ja noch andere Labor-Fachmessen führen.
Um europäisch einheitlich aufzutreten, haben wir den Namen «Lab
innovations» gewählt. Hier in
Lausanne führen wir noch den
Beinamen Lausanne hinzu, damit
klargestellt wird, dass wir dieses
Format im Westschweizer und
frankophonen Raum stark positionieren. Momentan planen wir
dazu auch noch mehr Content für
den Erfahrungs- und Wissensaustausch: konkret denken wir zwei
bis drei ScienceCenter für den
Start im 2016 an, die von unseren
Partnern und unterstützenden
Fachverbänden unabhängig angeführt werden. Hochschulen sollen
noch viel aktiver ins Boot geholt
werden, um die optimale Plattform hier in Lausanne weiter zu
Easyfairs Switzerland GmbH
St. Jakobs-Strasse 170a
4132 Muttenz
Tel. 061 228 10 06
Fax 061 228 10 09
www.easyfairs.com
Retsch feiert 100-jähriges
Firmenjubiläum
Eines der erfolgreichsten Unternehmen im Labormarkt feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen.
Friedrich Kurt Retsch gründete
1915 den Laborgrosshandel F.
Kurt RETSCH GmbH & Co. KG
in Düsseldorf. 1923 konnte er das
erste Patent für ein Laborgerät
anmelden, eine Mörsermühle, die
als «Retsch-Mühle» weltweit zum
Begriff wurde, da sie die mühselige manuelle Zerkleinerung mit
Handmörsern ersetzte. Diese Entwicklung brachte dem Unternehmen weltweites Ansehen in Forschung und Wissenschaft.
Heute hält RETSCH eine Vielzahl
von Patenten und ist Weltmarktführer für Laborgeräte zur Aufbereitung und Charakterisierung von
Feststoffen im Rahmen der Probenvorbereitung und Qualitätskontrolle. Jüngst wurde mit der
Hochleistungs-Kugelmühle Emax
ein Gerät auf den Markt gebracht,
das durch den Einsatz innovativer
Technologien die Probenzerkleinerung im Nanometerbereich revolutioniert. RETSCH Produkte werden in so unterschiedlichen
Industrien wie Chemie, Lebensmittel, Baustoffe, Pharmazie oder
Umwelt eingesetzt. Im Nischenmarkt der Labormühlen deckt das
Unternehmen mit über 50 Mio.
Umsatz etwa ein Fünftel des Weltmarktes ab; der Exportanteil liegt
bei über 80%. Grund genug für
Prof. Dr. Hermann Simon,
RETSCH zu den «Hidden Champions» Deutschlands zu zählen.
Als Teil der holländischen VerderGruppe bildet RETSCH den
Grundpfeiler der Verder Scientific
Division, welche u. a. auch die Firmen Retsch Technology (optische
Partikelmesstechnik), Eltra (Elementaranalytik) sowie Carbolite
(Hochtemperaturtechnologie)
umfasst.
Retsch GmbH
Retsch-Allee 1-5
D-42781 Haan
Tel. +49 (0) 21 04 23 33 155
Fax +49 (0) 21 04 23 33 388
[email protected]
AGENDA
• Messe, D-Frankfurt am Main
15.-19. Juni 2015
ACHEMA – Weltforum
und 31. Internationale
Leitmesse der Prozessindustrie
DECHEMA Gesellschaft
für Chemische Technik und
Biotechnologie e.V.
Theodor-Heuss-Allee 25
D-Frankfurt am Main
[email protected]
www.dechema.de
• Symposium, A-Graz
18.-19. Juni 2015
10. Sailersymposium
Gerinnungssymposium
für Innere Medizin und
Laboratoriumsmedizin
mit Workshop der Vereinigung der Primarärzte
und ärztlichen Direktoren
des Landes Steiermark in
Zusammenarbeit mit der
Österreichischen Gesellschaft für Internistische
Angiologie, Österr. Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin und Klinische
Chemie Interdisziplinären
Gerinnungsrunde Steiermark, Slowenischen Gesellschaft für Angiologie
Ärztezentrale Med. Info
Helferstorferstrasse 4
P.O. Box 155
A-1014 Wien
[email protected]
www.azmedinfo.co.at
• Meeting, CH-Zürich
1. Juli 2015
URPP LightChEC photo-&
electro-chemistry theory
meeting
Universität Zürich
Department Chemie
Winterthurerstrasse 190
8057 Zürich
www.chem.uzh.ch
• Sciene-Week, CH-Wädenswil
3.-7. August 2015
Sciene Week: ganztägige
Praxiskurse um die Welt
der Naturwissenschaften
zu erforschen
Für interessierte Jugendliche im Alter zwischen 12
und 15 Jahren
ZHAW Zürcher Hochschule
für Angewandte Wissenschaften
Gertrudstrasse 15
8401 Winterthur
[email protected]
www.zhaw.ch
• Tagung, CH-Bern
27. August 2015
Nationale Fachtagung
der SGE 2015
«Boom des Jahrhunderts?
Lebensmittelallergien und
–Unverträglichkeiten»
Schweizerische Gesellschaft für
Ernährung SGE
Schwarztorstrasse 87
Postfach 8333
3001 Bern
[email protected]
www.sgn-sse.ch
• Wissenschaftsforum, DDresden
30. August – 2. September
2015
Wissenschaftsforum Chemie 2015 - Die Kunst der
Synthese
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Varrentrappstrasse 40-42
D-60486 Frankfurt am Main
[email protected]
www.gdch.de
• Kongress, A-Wien
6.-9. September 2015
4th European Congress of
Immunology – ECI
Leitthemen: Innate Immunity, Adaptive Immunity,
Diseases of the Immune
System, Immun Interventions
ÖGAI Sekretariat
Institut für Immunologie
Lazarettgasse 19
A-1090 Wien
[email protected]
www.oegai.org
• Seminar, D-Hamburg
16. September 2015
Biozidproduktzulassungen – Inhalte, Abläufe,
Fristen und Kosten
UMCO Umwelt Consult
GmbH
Georg-Wilhelm-Strasse 183
D-21107 Hamburg
[email protected]
www.umco.de
• Kongress, CH-Basel
21.-24. September 2015
INSERENTENVERZEICHNIS
Adolf Kühner AG
AHF analysentechnik AG
BURGER Engineering AG
Carl Roth GmbH + Co.KG
Congrex Switzerland Ltd
Basel Life Science
Week & MipTec
Exhibition 2015
Basel Life Science Week
DEK-Verlags AG
Congrex Switzerland Ltd.
Peter Merian-Strasse 80
CH-4002 Basel
[email protected]
www.congrex-switzerland.com
www.basel-life-science-week.eu
EGT Chemie AG
• Messe, CH-Basel
22.-24. September 2015
MipTec – The internationel
life science exhibition
MipTec 2015
c/o Congrex Switzerland Ltd.
Peter Merian-Strasse 80
4002 Basel
[email protected]
www.miptec.com
• Seminar, A-Wien
10. Oktober 2015
Kardiologische Fortbildungsseminare:
Hyperlipidämie und
Lipidsenkung bei Herzkreislauferkankungen
Verein zur Förderung der
Forschung auf dem Gebiet
der Atherosklerose, Thrombose und vaskulären Biologie
(ATVB)
Mariahilferstrasse 49/1/19
A-1060 Wien
Electrosuisse
Envilab AG
Gerstel AG
Hirschmann
Laborgeräte GmbH &
Co.KG
H. Lüdi + Co. AG
IGZ Instruments AG
JULABO GmbH
Keller AG
Labor Service Schneck
Metrohm Schweiz AG
MSP Kofel
Müller GmbH
Peter Huber
Kältemaschinenbau
GmbH
PKM SA
Procon AG
Sartorius Corporate
Administration GmbH
Zillger & Müller GBR
Lab-Supply 2015
• Tagung, A-Eisenstadt
16.-17. Oktober 2015
26. Jahrestagung für
Kardiologisches Assistenz- und Pflegepersonal
MAW - Medizinische Ausstellungs- und Werbegesellschaft
GmbH
Freyung 6
A-1010 Wien
[email protected]
www.maw.co.at
Laborscope 5-6/15
45
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WESCO-Entstaubungstechnik AG
Romanshornerstrasse 101, 9320 Arbon
Tel. 071 447 19 60, Fax 071 447 19 61
[email protected], www.wesco.ch
HELMUT FISCHER, Elektronik + Messtechnik AG, Moosmattstr. 1, 6331 Hünenberg
Tel. 041 785 08 00, Fax 041 785 08 01
[email protected]
www.helmut-fischer.com
Analyse der Wasseraktivität
NOVASINA AG, 8853 Lachen SZ
Tel. 055 642 67 67, Fax 055 642 67 70
[email protected], www.novasina.com
Etiketten
KERN-ETIKETTEN AG, 8902 Urdorf
Tel. 043 455 60 30, Fax 043 455 60 33
www.kernetiketten.ch
HPLC-Anlagen + Zubehör
KNAUER
D: Hegauer Weg 38, 14163 Berlin
Tel. +49 30 8097270, Fax + 49 30 8015010
[email protected], www.knauer.net
CH: flowspek AG, 4057 Basel
Tel. 061 695 96 96, [email protected]
B
Brut-/CO 2 -Brutschränke
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
F
Feinmechanik / Laborapparate
RUDOLF WECHSLER
Gartenstrasse 5, 4127 Birsfelden
Tel. 061 312 09 49, Fax 061 312 09 34
I/J
C
Fluoreszens-Spectrometer
Chromstahlbearbeitung
HORIBA Jobin Yvon GmbH
D-80208 Unterhaching
Tel. +49 89 46 23 17-0, Fax +49 89 46 23 17-98
[email protected], www.horiba.com
D
G
K
Dosierpumpen
Gebläse, axial und radial
Kunststoffkoffer
TECHEMA AG, 4105 Biel-Benken
Tel. 061 381 45 09, Fax 061 382 07 55
[email protected], www.techema.ch
ABECON AG ZÜRICH, 8055 Zürich
Tel. 044 451 14 00, Fax 044 451 20 22
[email protected], www.abecon.ch
PREVENT AG
Eichbergstrasse 60, 9452 Hinterforst
Tel. 071 755 65 33, Fax 071 755 65 34
5-6/15
Laborscope 7–8/12
-46 Laborscope
Infrarot-Strahler
ABECON AG ZÜRICH, 8055 Zürich
Tel. 044 451 14 00, Fax 044 451 20 22
[email protected], www.abecon.ch
EINKAUFSFÜHRER
L
P
S
Laborbau, Laborplanung, Labormöbel
Pipetten / Dispenser
Selbstklebeetiketten
STRASSER AG THUN
Bierigutstrasse 18, 3608 Thun
Tel. 033 334 24 24, Fax 033 334 24 29
[email protected], www.strasserthun.ch
SOCOREX ISBA S.A., 1024 Ecublens
Tel. 021 651 60 00, Fax 021 651 60 01
[email protected], www.socorex.com
KERN-ETIKETTEN AG, 8902 Urdorf
Tel. 043 455 60 30, Fax 043 455 60 33
www.kernetiketten.ch
Proben-Aufbewahrung
Steril-Armaturen
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
TRE ENGINEERING GMBH
Aussergrütstrasse 2, 6319 Allenwinden
Tel. 041 754 72 70, Fax 041 754 72 71
[email protected], www.tregmbh.ch
Laborplanungen (neutral)
LABORPLAN GMBH, Ringstr. 39, 4106 Therwil
Tel. 061 723 11 05, Fax 061 723 11 06
[email protected]
www.laborplan.ch
Liquid Handling
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
Putztuch-Rollen
DELTA ZOFINGEN AG
Untere Brühlstr. 10, Postfach, 4800 Zofingen
Tel. 062 746 04 04, Fax 062 746 04 09
Luftfilter/Aktivkohlefilter
WESCO-Entstaubungstechnik AG
5430 Wettingen
Tel. 056 438 11 20, Fax 056 438 11 00
[email protected], www.wesco.ch
T
Temperatur fühler (EEx ia-d)
R
ALBERT BALZER AG, Rotax
Postfach, 4143 Dornach 2
Tel. 061 701 92 90, Fax 061 701 92 91
[email protected]
www.balzer-rotax.ch
Tiefkühl-Schränke und -Truhen
M
Mikrotiterplatten-Instrumente
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
Raman-Spectrometer
HORIBA Jobin Yvon GmbH
D-80208 Unterhaching
Tel. +49 89 46 23 17-0, Fax +49 89 46 23 17-98
[email protected], www.horiba.com
Reindampf-Armaturen
SPIRAX SARCO AG,
8702 Zollikon, Tel. 044 396 80 00,
Fax 044 396 80 10, [email protected],
www.spiraxsarco.ch
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
Transpor t- und Präsentationsverpackungen
ANAXA AG, 8610 Uster
Tel. 043 497 83 80, Fax 043 497 83 81
www.anaxa.ch
Reinraumtechnik
WESCO-Entstaubungstechnik AG
5430 Wettingen
Tel. 056 438 11 40, Fax 056 438 11 00
[email protected], www.wesco.ch
O
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
Osmometer
Reinstwasser
KNAUER
D: Hegauer Weg 38, 14163 Berlin
Tel. +49 30 8097270, Fax + 49 30 8015010
[email protected], www.knauer.net
CH: flowspek AG, 4057 Basel
Tel. 061 695 96 96, [email protected]
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
U
UV-Geräte
ABECON AG ZÜRICH, 8055 Zürich
Tel. 044 451 14 00, Fax 044 451 20 22
[email protected], www.abecon.ch
Laborscope
5-6/15
Laborscope 7–8/12
47
EINKAUFSFÜHRER
V
Z
Vakuum-Flanschverbindungen
Zellkulturprodukte
TRE ENGINEERING GMBH
Aussergrütstrasse 2, 6319 Allenwinden
Tel. 041 754 72 70, Fax 041 754 72 71
[email protected], www.tregmbh.ch
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
www.thermofisher.com
Vakuumpumpen
VACUUBRAND GMBH + CO KG, Kundenbe­ratung Schweiz, Theiligerstr. 72, 8484 Theilingen
Tel. 052 384 01 50, Fax 052 384 01 51
[email protected], www.vacuubrand.com
W
IMPRESSUM
Zentrifugen
Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG
Räffelstrasse 32, Postfach, 8045 Zürich
Tel. 044 454 12 12, Fax 044 454 12 99
tél. 022 343 21 67
[email protected]
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Waagen
Herausgeber / Verlag
DEK-Verlags AG, Alfred Gysin
Im Lutereich 44
CH-4411 Seltisberg
Tel. 061 338 16 38, Fax 061 338 16 00
E-Mail: [email protected]
Internet: www.labortechnik.ch
42. Jahrgang
Erscheint achtmal jährlich
Jahresabonnement:
Schweiz:CHF 50.– (inkl. 2,5 % MwSt)
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ISSN 1422-8165
Redaktion
Monika Armbruster
Alfred Gysin
Elias Kopf
Michaela Wisler
KERN & SOHN GMBH
Waagen, Gewichte, DKD-Kalibrierung
Postfach 4052, D-72322 Balingen-Frommern
Tel. +49 7433 99 33 0, Fax +49-7433 99 33 149
[email protected], www.kern-sohn.com
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CH-4410 Liestal
Tel. 061 338 16 16, Fax 061 338 16 00
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Layout / Satz
Nora Eckert
TINTOMETER AG, 5212 Hausen/AG
Tel. 056 442 28 29, Fax 056 442 41 21
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Druck
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CH-4800 Zofingen
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