SWR2 Musikstunde - Konrad Beikircher

SWR2 MANUSKRIPT
ESSAYS FEATURES KOMMENTARE VORTRÄGE
SWR2 Musikstunde
Pasticcio musicale 08-15
Von Konrad Beikircher
Sendung: Samstag, 14. August 2015
Redaktion: Martin Roth
9.05 – 10.00 Uhr
Bitte beachten Sie:
Das Manuskript ist ausschließlich zum persönlichen, privaten Gebrauch bestimmt. Jede weitere
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Pasticcio musicale (August 2015)
Signet SWR2 Musikstunde
...heute mit Ihrem immer noch vor jeder SWR 2 Sendung
aufgeregten Konrad Beikircher...
Titelmusik
...der Sie natürlich erstmal auf das Herzlichste begrüßt, Ihnen einen
wohltemperierten August-Vormittag wünscht, wo immer Sie auch
sein mögen, in der Küche, noch im Bett, vielleicht im Bad vor dem
Spiegel,
apropos Spiegel, da hätte ich noch eine kleine Geschichte vom
Herrn Veneranda, dieser wundervoll absurden Schöpfung von
Carlo Manzoni, bitte schön:
Spiegelfechterei
Herr Veneranda betrat einen Glaserladen.
„Entschuldigen Sie“, sagte Herr Veneranda höflich, „ich möchte
gerne einen Spiegel sehen.“
„Bitte schön, hier. Das ist ein Spiegel“.
„Oh, das tut mir aber leid. Das ist ja mein Gesicht. ich sehe mein
Gesicht.“
„J-ja ja, sicher. Das ist Ihr Gesicht. Sie schauen in den Spiegel.“
„Hätten Sie denn auch einen Spiegel ohne mein Gesicht?“
„Natürlich. Alle diese Spiegel hier sind ohne Ihr Gesicht“.
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„Also...ich bin entweder ein hoffnungsloser Dummkopf oder ich
leide an Wahnvorstellungen. Ich meine: Hier ist nicht ein einziger
Spiegel ohne mein Gesicht.“
„Ja aber doch nur, weil Sie hineinschauen! Ich meine: wenn Sie
nicht hineingucken, können Sie Ihr Gesicht gar nicht sehen!“
„Na, das ist mir ja eine wundervolle Entdeckung! Wenn ich die
Augen zu mache und gar nicht hineinschaue, können Sie mir auch
einen Elefanten statt eines Spiegels unterjubeln! Sie sind mir ja
vielleicht ein abgefeimter Geschäftsmann. Ja meinen Sie denn,
mein Gesicht verschwindet aus dem Spiegel, wenn ich nicht
hineinschaue? Gucken Sie doch mal in den Spiegel. Sehen Sie Ihr
Gesicht?“
„Ja“
„So. Und jetzt machen Sie doch mal die Augen zu. - Hier ist es ja
immer noch, Ihr Gesicht. Voll im Spiegel drin! Wissen Sie was? Sie
können Ihre Spiegel behalten! Hier kaufe ich mit Sicherheit
keinen!“
Und Herr Veneranda verließ den Laden, zuckte die Schultern und
ging grummelnd seiner Wege.
J.S. Bach:
Contrapunctus 13 aus „Die Kunst der Fuge“
New Century Saxophone Quartet
Dauer: 2‘00
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Am 4. August 1875, also vor 140 Jahren, ist Hans Christian Andersen
gestorben. Ah, unser dänischer Märchenonkel, die ganz ganz
zarten, feinen Geschichten, Erzählungen aus einer guten alten Zeit
und was haben wir geweint, wenn wir die Geschichte vom kleinen
Mädchen mit den Schwefelhölzern gelesen haben, also ich habe
es tausendmal gelesen und jedesmal war es, als läse ich es zum
ersten Mal, "Der fliegende Koffer" liebte ich genau so wie das
wunderbare Märchen vom Feuerzeug, alles mit den Illustrationen
von Ruth Koser-Michaels, schöner kann man Märchen, fand und
finde ich, nicht illustrieren, die Blumen der kleinen Ida und die böse
Frau schaut mit Augen, die einen ein Leben lang verfolgen,
unglaublich, wie sich solche Bilder in die Seele ätzen können. Die
Märchen von Hans Christian Andersen sind natürlich Weltliteratur,
weil der Sohn eines verarmten Schusters und einer alkoholkranken
Mutter eben eines dieser Ausnahmetalente war, vielleicht gerade
weil er keine glückliche Kindheit hatte. Als sein Vater starb, war er
vierzehn. Er ging vom kleinen Odensee in die Landeshauptstadt
Kopenhagen, versuchte sich als Schauspieler, als das nicht
klappte, als Sänger und schrieb erste Gedichte. Er fand ein
mitleidiges Herz in Jonas Collin, Direktor des königlichen Theaters
Kopenhagen, der ihn in seine Familie aufnahm und durfte dann
auf Staatskosten die höhere Schule und die Uni in Kopenhagen
besuchen. Kurz vor dem Abitur schrieb er "Das sterbende Kind", ein
Gedicht, in dem ein Kind mit seinen Augen die Welt beschreibt.
Dieses Gedicht wurde gleich in mehrere Sprachen übersetzt, er
wurde bekannt. Nun folgten Reisen, allerdings weniger der Bildung
wegen sondern zunächst wohl eher deshalb, weil seine große
Liebe Riborg Voigt einen anderen heiratete (ihren Abschiedsbrief
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bewahrte er zeitlebens in einem Ledersäckchen auf, das man erst
nach seinem Tod fand). Er fuhr durch halb Europa und in die Türkei
und nahm - dazu braucht man nur seine Märchen zu lesen - viele
Anregungen mit. 15 mal in seinem leben fuhr er nach Maxen bei
Dresden, dort lebten nämlich seine Freunde und Förderer
Friederike und Anton Serre. Und dort kam er zu einem seiner
höchsten literarischen Ergüsse, die man nur auf sächsisch zitieren
kann: "Des Herzens Sonnenschein in Sachsen, er strahlt am
schönsten doch in Maxen". Hammer-Verse, oder?! Gut, Scherz
beiseite. Er veröffentlichte Märchen um Märchen und wurde nun
DER Hans Christian Andersen. Freundschaften und vor allen Dingen
Brieffreundschaften verbanden ihn mit vielen Größen seiner Zeit, er
blieb aber sein Leben lang ungebunden. Nicht weil er unbedingt
ein klassischer Hagestolz sein wollte, vielleicht eher, weil er sich
nicht entscheiden konnte. Lebte er heute, vielleicht würde er mit
einer Transe zusammenleben, er hätte von beiden Geschlechtern
was gehabt. So hätte er sich entscheiden müssen und das war ihm
wohl nicht möglich. Bis heute suchen Wissenschaftler nach Spuren
seiner angenommenen Homosexualität in seinen Märchen, naja,
vielleicht gibt da der standhafte Zinnsoldat was her. Es bleibt, dass
Andersen einer der ganz Großen für die Kleinen ist, er sagte immer,
er bemühe sich, so zu schreiben, wie er einem Kind erzählen
würde. Und es bleibt, dass er einer der großen Schätze der
Menschheit ist. Seine Märchen sind auch für uns Erwachsene
immer wieder lesenswert, gerade weil er die Wirklichkeit nicht
ausblendet und weil er sich auch immer getraut hat, auch Kindern
die Welt zu zeigen, wie sie wirklich ist. Grandios!
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Pablo de Sarasate:
El canto del ruiseñor (Der Gesang der Nachtigall), op. 29 Radoslaw
Szulc (Violine)
Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz
Leitung: Klaus Arp
Dauer: 8‘00
Und hier eines der seltenen Märchen von Hans Christian Andersen:
Das Liebespaar.
Ein Kreisel und ein Bällchen lagen im Kasten beisammen unter
anderem Spielzeug, und da sagte der Kreisel zum Bällchen:
»Wollen wir nicht Brautleute sein, da wir doch in Einem Kasten
zusammenliegen?« Aber das Bällchen, welches von Saffian
genäht war, und das sich eben so viel einbildete, als ein feines
Fräulein, wollte auf dergleichen nicht antworten.
Am nächsten Tage kam der kleine Knabe, dem das Spielzeug
gehörte: er bemalte den Kreisel roth und gelb und schlug einen
Messing-Nagel mitten hinein; das sah einmal recht prächtig aus,
wenn der Kreisel sich herumdrehte!
»Sehen Sie mich an!« sagte er zum Bällchen. »Was sagen Sie nun?
Wollen wir nun nicht Brautleute sein? Wir passen so gut zu
einander: Sie springen und ich tanze! Glücklicher, als wir Beide,
würde Niemand werden können!«
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»So? Glauben Sie das?« sagte das Bällchen. »Sie wissen wohl nicht,
daß mein Vater und meine Mutter Saffianpantoffeln gewesen sind,
und daß ich einen spanischen Kork im Leibe habe?«
»Ja, aber ich bin von Mahagoniholz,« sagte der Kreisel; »und der
Bürgermeister hat mich selbst gedrechselt. Er hat seine eigene
Drechselbank und es hat ihm viel Vergnügen gemacht.«
»Kann ich mich darauf verlassen?« fragte das Bällchen.
»Möge ich niemals die Peitsche bekommen, wenn ich lüge!«
erwiderte der Kreisel.
»Sie wissen gut für sich zu sprechen!« sagte das Bällchen. »Aber ich
kann doch nicht: ich bin mit einer Schwalbe so gut wie
versprochen; jedes Mal, wenn ich in die Luft fliege, steckt sie den
Kopf zum Neste heraus und fragt: »Wollen Sie?« Und nun habe ich
innerlich ja gesagt, und das ist so gut, wie eine halbe Verlobung;
aber ich verspreche Ihnen, Sie nie zu vergessen!«
»Ja, das wird viel helfen!« sagte der Kreisel. Und so sprachen sie
nicht mehr mit einander.
Am nächsten Tage wurde das Bällchen von dem Knaben
hervorgenommen. Der Kreisel sah, wie es hoch in die Luft flog,
gleich einem Vogel; zuletzt konnte man es gar nicht mehr
erblicken; jedes Mal kam es wieder zurück, machte aber immer
einen hohen Sprung, wenn es die Erde berührte; und das geschah
entweder aus Sehnsucht, oder weil es einen spanischen Kork im
Leibe hatte. Das neunte Mal aber blieb das Bällchen weg und
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kam nicht wieder; und der Knabe suchte und suchte, aber weg
war es.
»Ich weiß wohl, wo es ist!« seufzte der Kreisel. »Es ist im
Schwalbenneste und hat sich mit der Schwalbe verheirathet!«
Je mehr der Kreisel daran dachte, um so mehr wurde er für das
Bällchen eingenommen; gerade weil er es nicht bekommen
konnte, darum nahm seine Liebe zu; daß es einen Andern
genommen hatte, das war das Eigenthümliche dabei; und der
Kreisel tanzte herum und schnurrte, dachte aber beständig an das
Bällchen, welches in seinen Gedanken immer schöner und
schöner wurde. So verstrich manches Jahr – – und nun war es eine
alte Liebe.
Und der Kreisel war nicht mehr jung! – – Aber da wurde er eines
Tages über und über vergoldet; nie hatte er so schön ausgesehen;
er war nun ein Goldkreisel und sprang, daß er schnurrte. Ja, das
war doch etwas! Aber auf einmal sprang er zu hoch und – weg
war er!
Man suchte und suchte, selbst unten im Keller, doch er war nicht
zu finden.
– – Wo war er?
Er war in den Kehrichtkasten gesprungen, wo Allerlei lag:
Kohlstrünke, Kehricht und Schutt, welcher von der Dachrinne
herunter gefallen war.
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»Nun liege ich freilich gut! Hier wird die Vergoldung bald von mir
verschwinden. Ach, unter welches Gesindel bin ich hier
gerathen!«, und dann schielte er nach einem langen,
abgeblätterten Kohlstrunk, und nach einem sonderbaren, runden
Dinge, welches wie ein alter Apfel aussah; – aber es war kein
Apfel, es war ein altes Bällchen, welches viele Jahre in der
Dachrinne gelegen hatte und vom Wasser ganz durchnäßt war.
»Gott sei Dank, da kommt doch einer Unsersgleichen, mit dem
man sprechen kann!« sagte das Bällchen und betrachtete den
vergoldeten Kreisel. »Ich hin eigentlich von Saffian, von
Jungfrauen-Händen genäht, und habe einen spanischen Kork im
Leibe; aber das wird mir wohl Niemand ansehen. Ich war nahe
daran, mich mit einer Schwalbe zu verheirathen, allein da fiel ich in
die Dachrinne, und darin habe ich wohl fünf Jahre gelegen und
bin ausgequollen! Glauben Sie mir, das ist eine lange Zeit für ein
junges Bällchen!«
Aber der Kreisel sagte nichts; er dachte an seine alte Liebe, und je
mehr er hörte, desto klarer wurde es ihm, daß sie es war.
Da kam das Dienstmädchen und wollte den Kasten umwenden:
»Heisa, da ist der Goldkreisel!« sagte es.
Und der Kreisel kam wieder zu Ansehen und Ehre, aber vom
Bällchen hörte man nichts. Und der Kreisel sprach nie mehr von
seiner alten Liebe; die vergeht, wenn die Geliebte fünf Jahre lang
in einer Wasserrinne gelegen hat und ausgequollen ist; ja, man
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erkennt sie nicht wieder, wenn man ihr im Kehrichtkasten
begegnet.
Robert Schumann:
„Langsam, mit melancholischem Ausdruck“ aus den
Märchenbildern op. 113
Antoine Tamestit (Viola)
Eric Le Sage (Klavier)
Dauer: 5‘15
Am 10. August vor 150 Jahren ist in St Petersburg ein großer
russischer Komponist geboren: Alexander Konstantinowitsch
Glasunow. Er hatte alles, was man braucht: einen wohlhabenden
Vater, eine kunstliebende Mutter. Er musste sich nicht durchboxen,
er lag direkt im gemachten Nest. Sein musikalisches Gedächtnis
und sein Gehör fielen selbst Laien auf, was Wunder, dass ein Profi
wie Nikolai Rimsky-Korsakow (nein, nicht der vom Syndrom, der
Komponist!) das musikalische Talent von Glasunow direkt erkannte
und förderte. Mit 17 schrieb er seine erste Symphonie, sie wurde im
selben Jahr, 1882, uraufgeführt und war ein voller Erfolg.
Er blieb als Komponist bis zu seinem Tode experimentierfreudig.
Sein Konzert für Saxophon und Orchester und die Concerto ballata
für Violoncello und Orchester sprechen eine deutliche Sprache.
Sein Violinkonzert gehört zu den Highlights im Repertoire großer
Geiger und seine Ballette werden immer wieder choreographiert
und aufgeführt. Ein bißchen steht er immer noch im Schatten
Tschaikowskis, da geht es Glasunow nicht anders als vielen
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anderen Komponisten, die zeitgleich mit den Titanen lebten:
Hummel im Falle von Beethoven ist so ein Fall etc etc.
Das Violinkonzert ist unglaublich dankbar und liegt sehr fein auf
den Saiten. Nathan Milstein übrigens hatte ein besonderes
Verhältnis zu diesem Konzert: 1914 spielte er es als zehnjähriger
Junge unter der Leitung Glasunows. Das war das Debut des
Wunderkindes in der Öffentlichkeit, später kam er zu Leopold Auer,
bei dem er zusammen mit Mischa Elman und Jascha Heifetz
studierte und ich habe ihn, da war er schon der große alter Herr
des Geigenspiels, in einem Konzert in Bonn in den sechziger Jahren
erlebt. Einem sehr speziellen Konzert, denn Nathan Milstein stand
allein in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums und spielte
Paganini. Alle 24 Capricci: 12 vor der Pause, 12 nach der Pause.
Und als wäre das nicht genug, spielte er als Zugabe die Chaconne
aus der Partita in d-moll für Violine solo von Johann Sebastian
Bach. Das Publikum musste beatmet werden, so fertig waren wir
alle, nur Milstein stand seelenruhig da, verbeugte sich und ging
nach Hause. Ungeheuerlich! Hören wir ihn den dritten Satz des
Konzerts von Glasunow spielen.
Alexander Glasunow:
3. Satz aus dem Violinkonzert a-Moll op. 82
Nathan Milstein (Violine)
Pittsburgh Symphony Orchestra
Leitung: William Steinberg
Dauer: 5’25
Hinweis: Historische Aufnahme vom April 1957
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Was halten Sie von DaDa? Ich bin ein großer Freund dieser
Kunstrichtung. Wie wäre es denn mit einem Gedicht von Kurt
Schwitters, einem der Großen dieser Richtung? Passt doch schön
zu einem Samstag Vormittag. 1919 hat er es geschrieben:
An Anna Blume
Oh Du, Geliebte meiner 27 Sinne, ich liebe Dir!
Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, ---- wir?
Das gehört beiläufig nicht hierher!
Wer bist Du, ungezähltes Frauenzimmer, Du bist, bist Du?
Die Leute sagen, Du wärest.
Laß sie sagen, sie wissen nicht, wie der Kirchturm steht.
Du trägst den Hut auf Deinen Füßen und wanderst auf die Hände,
Auf den Händen wanderst Du.
Halloh, Deine roten Kleider, in weiße Falten zersägt,
Rot liebe ich Anna Blume, rot liebe ich Dir.
Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, ----- wir?
Das gehört beiläufig in die kalte Glut!
Anna Blume, rote Anna Blume, wie sagen die Leute?
Preisfrage:
1. Anna Blume hat ein Vogel,
2. Anna Blume ist rot.
3. Welche Farbe hat der Vogel?
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Blau ist die Farbe Deines gelben Haares,
Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels.
Du schlichtes Mädchen im Alltagskleid,
Du liebes grünes Tier, ich liebe Dir!
Du Deiner Dich Dir, ich Dir, Du mir, ---- wir!
Das gehört beiläufig in die ---- Glutenkiste.
Anna Blume, Anna, A----N----N----A!
Ich träufle Deinen Namen.
Dein Name tropft wie weiches Rindertalg.
Weißt Du es Anna, weißt Du es schon,
Man kann Dich auch von hinten lesen.
Und Du, Du Herrlichste von allen,
Du bist von hinten, wie von vorne:
A------N------N------A.
Rindertalg träufelt STREICHELN über meinen Rücken.
Anna Blume,
Du tropfes Tier,
Ich-------liebe-------Dir!
Erik Satie:
Jack in the box, Pantomime für Klavier
Jean-Yves Thibaudet (klavier)
Dauer: 5‘45
Womit wir mal wieder am Ende wären, unser Ränzel schnüren
müssen und uns in den Samstag hineinzubegeben haben.
Schön, dass Sie dabei waren, mir hat es große Freude gemacht,
mit Ihnen diesen Tag zu beginnen und ich kann nur sagen:
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falls Sie als Klassik-Begeisterte in diesem Sommer nicht auf einem
der Festivals waren, machen Sie sich nix draus: solange Äpfel in
den Himmel wachsen, werden sie von den Bäumen fallen und
man braucht dann nicht nach oben zu schauen sondern muss sich
nur bücken, um die leckersten und reifsten genießen zu können.
Gehaben Sie sich wohl und seien Sie gegrüßt von Ihrem
Konrad Beikircher, der sich schon auf den September freut
William Herschel:
Allegro assai aus der Sinfonie Nr. 14 D-Dur
London Mozart Players
Leitung: Matthias Bamert
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