Der Säure-Basen-Haushalt im Körper

Der Säure-Basen-Haushalt im Körper
Schlank und gesund durch die Naturheilver fahren / TCM
Der Säure-Basen-Haushalt im Körper
Der amerikanische Dokumentarfilm „Super Size Me“ skizziert das Experiment eines jungen Mannes, der
herausfinden wollte, was geschieht, wenn er einen ganzen Monat lang jeden Tag Fastfood isst. Man kann
Morgan Spurlock dabei zusehen, wie er 30 Tage lang dreimal täglich McDonalds-Gerichte zu sich nimmt
und in dieser Zeit 10 kg Gewicht zulegt. Im weiteren Verlauf der Geschichte erfahren wir mehr und mehr
über das wachsende Problem der Adipositas (Fettleibigkeit) in den USA.
Währenddessen wird eine gründliche Untersuchung der physischen, mentalen und emotionalen Folgen
durchgeführt, die durch zuviel Fastfood-Konsum hervorgerufen werden. Wie Sie möglicherweise schon erraten konnten, nimmt Spurlock schnell zu und wird krank. Es überraschte nur, dass er noch fetter und kränker wurde, als es sein Ärzteteam erwartet hatte. Dieses Ernährungsexperiment wirft wichtige Fragen auf:
Ist es tatsächlich der Fastfood-Konsum, der für den derzeit drastischen Anstieg von Fettleibigkeit verantwortlich ist? Und was macht Fastfood so ungesund für uns? Spielen noch andere Faktoren eine Rolle? Diese
Fragen sollten wir uns alle stellen, denn die Fettleibigkeit ist nicht länger nur ein amerikanisches Problem. Sie
breitet sich mit wachsender Geschwindigkeit in der ganzen Welt aus. Die derzeitigen Schätzungen liegen bei
weltweit einer Milliarde übergewichtigen Erwachsenen, von denen 300 Millionen klinisch fettleibig sind.
Allein in den Vereinigten Staaten hat sich die Zahl fettleibiger Personen in den letzten 20 bis 25 Jahren verdoppelt. Gegenwärtigen Schätzungen zufolge sind 30 Prozent der US-Bevölkerung klinisch fettleibig und 65
Prozent übergewichtig. Da die amerikanische Kultur eines der größten Exportprodukte der westlichen Welt
ist, verwundert es nicht, dass ihre Verhaltensweisen – sowie ihre Gesundheitsprobleme – sich schnell rund
um den Globus ausbreiten. In Ländern wie Russland, Deutschland und der Tschechischen Republik liegen
die Fettleibigkeitsraten von Erwachsenen zwischen 23 und 26 Prozent.
In Australien sind rund 20 Prozent der gesamten erwachsenen Bevölkerung fettleibig, in Großbritannien
und Kanada liegt die Rate nahe 15 Prozent. Da es gleichfalls einen starken Anstieg übergewichtiger und fettleibiger Kinder gibt, werden die Zahlen weiter steigen. Man schätzt, dass allein 22 Millionen Kinder unter
fünf Jahren in den USA klinisch fettleibig sind. Das sind doppelt so viele wie 1980. Noch alarmierender sind
die Zahlen bei Jugendlichen, deren Fettleibigkeit hat sich seit 1980 verdreifacht, von damals fünf Prozent auf
heute 16 Prozent?
Die World Health Organisation (WHO) ist sich des Problems, das sie bereits als „Weltleibigkeits“-Epidemie
bezeichnet, bewusst. Nach ihrer Aussage kosten die vielen chronischen Krankheiten, die mit Fettleibigkeit
in Verbindung stehen, die Welt Milliarden Dollar in der Krankenversorgung sowie an verlorenen Arbeitsstunden. Fettleibigkeit wird auf der Liste vermeidbarer Krankheiten nur noch von Raucherkrankheiten übertroffen. Fettleibigkeit ist ein großer Risikofaktor für Arteriosklerose, Diabetes und Krebs – die Krankheiten
der modernen industrialisierten Gesellschaft. Das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfall und Depressionen
– ganz zu schweigen von den zahlreichen weniger folgenschweren Krankheiten wie Gelenkdegenerationen
und Gastritis – ist bei Fettleibigen ebenfalls weitaus höher.
Erstmalig in der Weltgeschichte leben auf diesem Globus mehr fettleibige als untergewichtige Menschen.
-7-
Im Film macht Spurlock eindeutig die Fastfood-Industrie für dieses Problem verantwortlich. Er wiederholt
das derzeitige Dogma über Adipositas, aber diese Begründung kennen wir bereits. Zunächst sagt er, nähmen
wir zuviel Nahrung zu uns, zu viele Kalorien. Zweitens äßen wir zuviel Fett. Drittens würden wir uns zu
wenig bewegen. Immer und immer wieder haben wir diese Erklärungen gehört. Kriegen wir das nicht in
unser Gehirn? Versuchen wir es nicht konsequent genug? Oder liegt das Problem doch woanders?
In Magazinen und Büchern werden uns von Ernährungsexperten folgende kollektive Glaubenssätze zum
Thema Fettleibigkeit vermittelt. Fettleibigkeit ist:
- die Folge von zu vielen Kalorien.
- bedingt durch die übermäßige Aufnahme gesättigter Fette, besonders von tierischen Produkten.
- die Folge mangelnder Willenskraft
- ist eine genetische Veranlagung und man kann kaum etwas dagegen tun.
- wird verursacht durch übermäßigen Genuss, Gefräßigkeit und mangelnde moralische Standhaftigkeit.
- bedingt durch einen Mangel an körperlicher Bewegung.
Ungesunde Fertiggerichte
Jeder hat vermutlich schon gehört, dass Fastfood und Süßigkeiten nicht gut für uns sind. Der Anteil der
Amerikaner, die regelmäßig Fastfood-Einrichtungen besuchen, liegt bei etwa 20 Prozent, während der Anteil der übergewichtigen US-Bürger bereits bei 65 Prozent liegt. Die Fastfood-Fraktion kann folglich nicht
für alles verantwortlich gemacht werden.
Wir halten sehr viel von unserer Ernährung aus Brot und Fleisch mit Beilagen wie Kartoffeln oder Nudeln.
Was wir uns aber nicht eingestehen können, ist, dass selbst diese Lebensmittel anders sind, als sie es einst waren. Das Fleisch stammt von kranken Tieren und ist mit Hormonen, Antibiotika und anderen Medikamenten
versetzt. Aufgrund der unnatürlichen Nahrung, mit der diese Tiere aufgezogen werden, hat sich die Qualität
des Fettes und der Proteine im Fleisch radikal verändert. Die Beilagen werden genetisch modifiziert und mit
gefährlichen, schwer abbaubaren Pestiziden, synthetischem Dünger und anderen Zusätzen behandelt.
Es gab eine Zeit, in der das Essen, das man im Laden kaufte, um es zu Hause zu kochen, eine weitaus bessere
Qualität hatte als die „Nahrung“, die man in Fastfood-Restaurants bekommt. Diese Annahme können wir
nicht länger aufrechterhalten. Aus vielen Gründen wälzen wir ganz bequem all unsere gesundheitlichen Sorgen auf das Junkfood ab. Möglicherweise verleugnen wir damit den wahren Zustand unserer Nahrungsmittel. Dass wir die Schuld aufs Fastfood schieben, kommt in jedem Fall der Landwirtschaftsindustrie zugute,
weil das die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von ihr ablenkt. Es ist eine traurige Tatsache, dass das Essen
bei McDonalds und die Nahrungsmittel aus dem Supermarkt qualitativ nicht mehr so verschieden sind, wie
sie es einmal waren.
Die Mehrheit der Bevölkerung sieht allerdings keinen Zusammenhang. Da die Besuche in den Fastfood-Ketten sich bei den Meisten in Grenzen halten, ist man sich der schlechten Ernährung nicht bewusst. Dass die
Preise für die Nahrungsmittel in den Supermärkten in den letzten Jahren rapide gefallen sind, erfreut uns.
-8-
Dadurch können wir Kostensteigerungen in anderen Lebensbereichen abfedern. Dass dieser Preisverfall
allerdings mit einer enormen Veränderung des Inhalts der Produkte einherging, hat uns verständlicherweise
keiner gesagt.
„Die rapide gefallenen Nahrungsmittelpreise erfreuen uns,
doch diese gingen auf Kosten der Qualität“.
Wir verfallen dem Irrglauben, der Staat oder die Öffentlichkeit würde die Qualität der verkauften Lebensmittel schon überwachen. Die heute so preiswerte Nahrung wird aus Aromastoffen von Food-Designern
entwickelt und mit Füllstoffen wie Sägespänen (ist nichts anderes als Stärke) aufgefüllt. Der Vorteil liegt auf
der Hand: Die Produkte sind in der Herstellung sensationell günstig, schmecken immer gleich und können in
tausenden von Filialen verkauft werden, weil der Nachschub des Industrieproduktes aus der Fabrik gesichert
ist. Neben dem schlechten Nährwert der Nahrung stellt sich für den Bürger allerdings ein weiteres Problem.
Durch die Fertignahrung nehmen wir Unmengen an Kohlenhydraten zu uns. Denn wo natürliche Nahrung
fehlt, muss mit viel Zucker und Zutaten wie zum Beispiel Maissirup mit hohem Fructose-Anteil (wird in den
meisten Softdrinks verwendet) nachgeholfen werden.
Die Eimer-Theorie
Eine populäre Erklärung für die Fettleibigkeit basiert auf der „Eimer-Theorie“. Diese Hypothese besagt,
dass der menschliche Körper wie ein Eimer sei: Die Nahrung, die man aufnimmt, füllt den Eimer, und die
Bewegungen, die man ausführt, leeren ihn. Folglich überfüllen die Leute, die an Gewicht zunehmen, ihren
Eimer und entleeren ihn zu wenig. Die Botschaft, die in unseren Kopf gehämmert wird, lautet: „Wir essen
zuviel und bewegen uns zuwenig“. Aber es ist viel mehr als nur das!
Die Eimer-Theorie nimmt an, dass alle Kalorien gleich behandelt werden können, dass alle die gleichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Krankheit haben. Sie vergisst dabei, die Unterschiede zwischen gesund und ungesund produzierter Nahrung in Betracht zu ziehen. Sie vernachlässigt die Unterschiede in der
Qualität, die mit jeder Nahrungskategorie verbunden sind. Die tatsächlichen Bedürfnisse des menschlichen
Körpers werden von ihr nicht beachtet. Und vor allem ignoriert sie all die anderen komplizierten Faktoren,
die neben zuviel Nahrung und fehlender Bewegung zur Entstehung von Fettleibigkeit beitragen.
Ebenso geht die Eimer-Theorie davon aus, dass bei jemandem, der Adipositas entwickelt, alle normalen Körperprozesse intakt sind und richtig funktionieren, aber das scheint nicht der Fall zu sein. Wir müssen die Idee
verwerfen, Fettleibigkeit sei das Resultat normaler physiologischer Mechanismen wie zuviel essen. Damit
der Körper diese krankhaften Ansammlungen bilden kann, die mit Fettleibigkeit einhergehen, wir sprechen
immerhin von jedem vierten Bürger, muss er in einem anderen Operationsmodus arbeiten als normal. Es
sieht beinahe so aus, als befinde sich der Körper in einer Art Überlebensmodus und kreiere den fettleibigen
Typus als allerletzten Versuch, das Leben unter ungewöhnlich rauen Bedingungen, sowohl innerlichen als
auch äußerlichen, zu erhalten. Beteiligt sind dabei ganz sicher verschiedene Funktionsstörungen, hormonale
-9-
verlässt diese Erde auf Grund eines Unfalls oder einer anderen Erkrankung. Was ist der Grund, dass sich
die Todesursachen in den letzten Jahrzehnten so dramatisch verändert haben? So werden von den Herzkreislauferkrankungen oder von Krebs schlanke Menschen genauso getroffen wie Übergewichtige. Welche
Möglichkeiten gibt es sich zu schützen?
Bei allen Erkrankungen ist, wie vorher beschrieben, eine auffallende Veränderung des Bindegewebes und
der Zellstrukturen im Körper zu erkennen. Aus diesem Grund wird heute in der Medizin das Risiko, an
einem Herzkreislaufleiden zu erkranken, nicht mehr allein am Übergewicht festgemacht, sondern am Bauchumfang. Der vorher beschriebene Müll, der vom Körper nicht abtransportiert werden kann, setzt sich, so hat
die moderne Wissenschaft herausgefunden, zuerst in der Bauchgegend ab. Das Risiko einer Herzkreislauferkrankung wird deshalb über eine Bauchumfangmessung ermittelt: Inzwischen gelten straffe 80 Zentimeter
bei Frauen und 94 Zentimeter bei Männern als der Beginn der kritischen Zone.
Es ist zwar richtig, dass proportional zum Übergewicht die Erkrankungen des Herzkreislaufsystems zunehmen, aber die Tatsache, dass auch schlanke Menschen an den gleichen Krankheiten leiden und daran sterben, zeigt, dass Übergewicht und Herzkreislauferkrankungen eine gemeinsame Ursache haben müssen. Dies
erklärt auch den dramatischen Anstieg beider Phänomene. Eine Ursache ist in der „fettarmen“ Ernährung
zu suchen, die dazu führt, dass Umweltgifte in die Fettzellen eingelagert werden können und diese nicht
mehr „normal“ arbeiten. Fette wiederum kommen in den meisten Speisen nur noch in gesättigter Form
vor, besonders in der Fertignahrung. Leider spielen die ungesättigten Fette, wie sie zum Beispiel in Nüssen
oder Oliven vorkommen, für viele Menschen nur noch eine untergeordnete Rolle. Die fettarme Ernährung
sowie die Ernährung mit falschen Fetten ist oft bei Übergewichtigen und Normalgewichtigen identisch.
Den Unterschied macht die Menge aus. Aber ist die fettarme Ernährungsweise der einzige Grund für die
Fehlentwicklung in der Gesellschaft?
Der Säure-Basen-Haushalt im Körper
Eine weitere Gemeinsamkeit, die bei jeder Erkrankung festzustellen ist, liegt in einer Veränderung des SäureBasen-Haushaltes des Körpers. Das sensible Zusammenspiel aus Säuren und Basen sorgt für die Energie des
täglichen Lebens. Normalerweise hat unser Körper die Fähigkeit, Säuren und Basen optimal zu regulieren.
Selbst die elektrische Leitung in unserem Haus ist nichts anderes als ein Ionentransport von Säuren und
Basen. Die Regulation im Körper geschieht hauptsächlich durch die Aufnahme von Nahrung. Die tägliche
Lebensenergie wird durch die Verbrennung der Nahrung durch die Zellen hergestellt. Dauerhafte Störungen
können sich demzufolge nur einstellen, wenn die aufgenommene Nahrung nicht so beschaffen ist, wie der
Organismus diese benötigt. Der Körper muss das richtige Verhältnis von Säuren und Basen im Körper
aufrecht erhalten, obwohl möglicherweise nur Säuren zugeführt werden. Stellen Sie sich vor, Sie hätten zwei
Eimer. In einem haben Sie rote und in dem anderen weiße Farbe. Sie schütten die Farben zusammen und erhalten rosa. Sie beginnen nun, Ihre Wände im Haus zu streichen. Natürlich möchten Sie, dass die gemischte
Farbe immer gleich bleibt. Wenn Sie Ihre Farbe weitgehend verstrichen haben und Sie schütten nur rote Farbe
nach, dann werden Sie Ihr Mischungsverhältnis nicht mehr aufrecht erhalten können. Ähnlich ist es mit dem
Ablauf in unserem Körper. Wird das Säure-Basen-Verhältnis durch einseitige Ernährung aus dem Gleichgewicht gebracht, hat der Körper ein Problem. Um die Balance wieder herzustellen, holt sich der Körper den
- 12 -
fehlenden Teil, in unserem Malerbeispiel die weiße Farbe, aus den körpereigenen Reserven. Wenn in unseren
Körper zuviel Säure gelangt, dann besorgt er sich die Basen, indem er sie aus den Mineralien aus Knochen,
Bändern, Haarboden und Haut löst und dem Organismus zuführt. Dass das natürlich nur eine begrenzte
Zeit funktioniert, ist klar. Da es sich um einen schleichenden Prozess handelt, wird dass, was im Körper an
Raubbau betrieben wird, nicht gleich erkannt. Erst im Laufe der Zeit, manchmal Jahrzehnte später, stellen
sich plötzlich Antriebslosigkeit, Allergien, graue Haare und allerlei Befindlichkeitsstörungen ein. Dann ist
die eigentliche Ursache schwer zu erkennen und es werden die wildesten Spekulationen angestellt. Damit wir
das subtile Zusammenspiel des Säure-Basen-Haushaltes und seine Auswirkungen auf den Körper verstehen
lernen, müssen wir uns zunächst unserem Organismus und seiner Funktionsweise näher zuwenden.
Die Säurekatastrophe
Es ist noch nicht lange her, da redeten alle vom Waldsterben und saurem Regen. Leider ist die Diskussion
etwas abgeflacht. Gerade so, als hätten wir uns damit abgefunden, dass nach der neuesten Statistik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) jeder zweite bis dritte
Baum in Deutschland todkrank ist. Aber wussten Sie schon, dass die gleichen Schadstoffe, die unsere Wälder
zu Grunde richten, auch eifrig dabei sind, unsere eigene Gesundheit zu zerstören. Nicht nur der saure Regen
ist ein Problem, sondern auch der saure Mensch, der sich damit selbst zum Verhängnis wird. So alarmierend
die aktuellen Zahlen über unsere Wälder sein mögen, die Schätzungen über die gesundheitlichen Schäden
der Menschen durch Säure sind noch viel unglaublicher. Von den rund 82 Millionen Deutschen, ob jung
oder alt, sind 77 Millionen säurekrank. Gerade einmal 5 Millionen, also nicht einmal 10 Prozent, sind davon verschont. Mehr als 90 Prozent aller Bundesbürger zählen zur Kategorie „saurer Mensch“. Bei Ihrer
Figurwell-Vitalanalyse hat Ihr Vitalcoach wahrscheinlich mit Ihnen einen Säuretest mittels eines Testpapiers
durchgeführt. Wenn Ihr Wert unter 7,5 lag, dann sollten Sie sich den nachfolgenden Text ganz besonders gut
durchlesen und einprägen.
Beschwerden durch Säure
Die meisten Menschen haben jedoch keine Ahnung, was mit ihnen los ist. Sie klagen über Beschwerden
dieser oder jener Art, sie leiden häufig unter Kopfschmerzen, fühlen sich abgespannt, sind chronisch müde,
quälen sich mit saurem Aufstoßen und probieren alle möglichen Mittel gegen Verstopfung. Es mangelt an
Lebensfreude, der Rücken schmerzt, der Nacken ist verspannt, die Haut neigt zu Ekzemen, Nase und Augen
reagieren mit Fließschnupfen und Tränen auf Blütenpollen, Parfum, Zigaretten oder Autoabgase. Magengeschwüre, Beschwerden der Bauchspeicheldrüse, der Leber, des Zwölffingerdarms und der Gallenblase sind
einfache, lokale Krankheitsfolgen. Auch Krankheiten wie Rheuma oder Arthrose, die wahre Volksleiden
geworden sind, sind Anzeichen der Säurekatastrophe, in der wir Menschen uns befinden. Wissenschaftliche
Forschungen haben nachgewiesen, dass bei allen Krankheiten immer gleichzeitig eine Übersäuerung des
Organismus vorliegt. Migräne und Rheuma, Krebs, Herzinfarkt und Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
Psychosen und Neurosen sind grundsätzlich begleitet von einem Abrutschen des Organismus ins saure Milieu. Mittlerweile gibt es allerdings auch unzählige Beispiele dafür, dass sich Krankheiten erstaunlich rasch
bessern, wenn das Grundübel der Übersäuerung behandelt wird.
- 13 -
Doch bei mangelnder Bewegung entsteht im Körper ein regelrechter Abfallstau. Regelmäßige Lymphdrainagen und viel Bewegung sind deshalb wichtige Tätigkeiten für die Gesundheit eines Menschen.
Die Entstehung von Schlacken
Reststoffe, die durch die Verbrennung in den Zellen entstehen und nicht rechtzeitig über das Lymphsystem
(zu träge) abgeführt werden können und zudem noch säurehaltig sind, müssen vom Körper unschädlich
gemacht werden, damit sie keinen Schaden anrichten. Das bewerkstelligt er, indem er die Salze (basisch) im
Bindegewebe aktiviert und die Abfallstoffe (sauer) damit neutralisiert und anschließend mit Schleim dicht
verpackt. Im Volksmund werden diese neutralisierten Abfallstoffe Schlacken genannt. Schlacken sind also
neutralisierte Gifte und Säuren, die im Bindegewebe, mangels Möglichkeiten des Abtransports, geparkt werden müssen. Optisch sind diese bei Frauen als Zellulite und bei Männern am Bauch (großer Bauch kleiner
Po) gut sichtbar. Kleine Dellen, die sich vorwiegend an Oberschenkeln und Po flächig ausbreiten, sind nichts
anderes als giftige Schlacken im Bindegewebe. Lagern zu viele Schlacken und Gifte im Bindegewebe, setzen
sie sich an den Muskelanfängen ab und führen zu Krämpfen. Als Nächstes gelangen die Schlacken und Gifte
in den Bereich von Gelenken und führen zu entsprechenden Gelenkschmerzen. Nicht von ungefähr äußert
sich Gicht durch das Anschwellen der Gelenke, der großen Zehen oder der Fingergelenke. Dort nämlich
setzen sich die Harnsäurekristalle fest. Die Säurespezialisten unter den Ärzten sprechen davon, das Rheuma
und Polyarthritis (schmerzhafte Entzündung verschiedener Gelenke) nur eine Folge der übermäßigen Ablagerung von Säuren und sonstigen biologischen Gifte im Körper (Bindegewebe) ist.
Dringlichkeitsordnung der Säuredepots
Zuerst kommt das Bindegewebe dran, dann sind Gelenke und Sehnen fällig, und schließlich kommen die
Muskeln an die Reihe. Die Säure bewirkt eine Versteifung des Muskels und eine Neigung zur Verkrampfung.
Ein ständig verkrampfter Muskel aber klemmt die durch ihn verlaufenden Nerven wie mit einer Rohrzange
ein. Die Folge sind Verspannungsschmerzen, wie sie jeder von Rückenschmerzen Geplagte zur Genüge
kennt. Vom Muskel aus können die Säuren auch in die Bänder gelangen, die unsere Gelenke beweglich halten
und von dort aus in die so genannte Gelenkschmiere (Synovia). Diese Gelenkschmiere ist aber die Nährflüssigkeit für die Gleitsubstanz der Gelenke, für die Knorpel. Eine übersäuerte Gelenkschmiere kann jedoch
den Knorpel nicht optimal ernähren. Der Knorpel wird allmählich geschädigt, die Gelenke nutzen sich
ab (Arthose), entzünden sich (Arthritis). Übersäuerte Sehnen und Sehnenansätze führen zu schmerzhaften
Zuständen, wie zum Beispiel beim Muskelrheuma.
Der Begriff pH-Wert
Der Säure-Basen-Haushalt des Körpers ist für unsere Gesundheit von überragender Bedeutung. Die individuelle Gestaltung der eigenen Ernährung muss diesem Faktor stets Rechnung tragen. Leider gibt es
noch immer viele Menschen, die nicht verstehen, dass die Art ihrer Ernährung die Ursache für ihre Krankheiten darstellt. Durch die zeitliche Verzögerung von Lebensgewohnheiten und Krankheit erkennen sie
- 18 -
den Zusammenhang nicht. Außerdem versucht die Lebensmittelindustrie natürlich, alles daran zu setzen,
entsprechende Erkenntnisse zu vertuschen und behauptet häufig unverfroren das Gegenteil. In unserem
Körper entstehen ständig saure Stoffwechselprodukte, die neutralisiert werden müssen, damit wir weiterleben können. Wir benötigen daher basisch wirkende Lebensmittel, um die fortlaufende Säureproduktion im
Organismus auszugleichen. Unser Leben und unsere Gesundheit sind von der Fähigkeit unseres Körpers
abhängig, den pH-Wert des Körpers bei ungefähr 7,4 zu halten. Diesen Ausgleich des Mechanismus nennt
man Homöostase.
„Die Lebensmittelindustrie versucht häufig, gesundheitliche Erkenntnisse zu vertuschen
und behauptet unverfroren das Gegenteil.“
Der Begriff pH bezieht sich auf das Gewicht (Pondus) des Wasserstoffs (Hydrogen). Er beschreibt die Anzahl der Wasserstoffionen in einer Lösung. Sind sehr viele Wasserstoffionen vorhanden, zeigt der pH-Wert
eine saure Lösung an. Sind nur wenige Wasserstoffionen in einer Lösung, so ist diese basisch. Der pH-Wert
wird auf einer Skala von 0-14 gemessen. Über sieben gilt als alkalisch oder basisch und alles unter sieben
als sauer. Einen pH-Wert von sieben bezeichnet man als neutral. Der pH-Wert von reinem Wasser beträgt
sieben. Der normale pH-Wert für Gewebe und Flüssigkeiten im Körper ist alkalisch. Der Magen stellt die
einzige Ausnahme dar. Der Magensaft ist der sauerste Bestandteil im menschlichen Körper. Er liegt zwischen pH 1,2 und 3,0. Die im Magen gebildete Salzsäure wird mit Hilfe des Magensaftenzyms Pepsin zum
Aufschließen von sehr festen Nahrungsbestandteilen und zum Abtöten von Krankheitserregern, die mit
der Atemluft eindringen oder mit der Nahrung verschluckt werden, benötigt. Schon geringe Abweichungen
führen zu massiven Störungen im Stoffwechsel (Verbrennungen zur Energiegewinnung in den Zellen), die
unter Umständen lebensbedrohend sind. Es gibt mehrere Schutzvorrichtungen, die so genannten Puffersysteme, die pH-Entgleisungen in den Körperflüssigkeiten nach oben oder nach unten ausgleichen, das heißt
in den basischen oder in den sauren Bereich. Das größte Puffersystem ist das Bindegewebe mit der Zellzwischenflüssigkeit.
Warum im Blut Krankheiten schwer erkennbar sind?
Unser Körper ist genial. Dies hat dazu geführt, dass er, häufig trotz schlimmster Umstände, über Jahrmillionen nicht nur überleben, sondern sich auch weiterentwickeln konnte. Viele Schutzvorrichtungen waren dabei
von entscheidender Bedeutung. Unser Körper wird immer darauf achten, dass sein Blutkreislauf optimal
ausgestattet ist. Der pH-Wert des Blutes und die Zusammensetzung mit Mineralstoffen wird deshalb immer
oberste Priorität haben. Der Blutkreislauf versorgt unseren Körper mit Nährstoffen und wird immer in einer
optimalen Zusammensetzung gehalten werden.
Droht der pH-Wert in den sauren Bereich abzusinken, werden die alkalischen Bestandteile, nämlich die
Salze im Zellzwischengewebe, aktiviert und dem Blutkreislauf zugeführt. Unterstützt wird dieser Vorgang
durch den Dünndarm, so dass der pH-Wert wieder optimal einreguliert ist. Mineralstoffe und Vitamine, die
ebenfalls dem Blut zu fehlen drohen, werden aus dem Zellzwischengewebe dem Blutkreislauf zugeführt. Das
- 19 -