Newsletter Oktober 2015: Deutschland sprüht vor

Neues aus dem
Oktober 2015
Land der Ideen
Deutschland sprüht vor Ideen
www.land-der-ideen.de / Oktober 2015
Seite 2
Im Zeitraffer durch zehn Jahre
„Ausgezeichnete Orte
im Land der Ideen“
2006 – im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft – als einjähriges Projekt angelegt, feiert der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ in diesem Jahr
sein zehnjähriges Bestehen. Die langjährigen Partner „Deutschland – Land
der Ideen“ und die Deutsche Bank verwandelten zu diesem besonderen
Mit dem Festival der Ideen feiJubiläum den Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof vier Tage
ern wir engagierte Mitbürger, die
lang in ein Festival der Ideen.
mit ihren Projekten dazu beitragen,
unser Land zukunftsfähig zu machen.
Seit einem Jahrzehnt stehen die Preisträger im Wettbewerb ‚Ausgezeichnete
Orte im Land der Ideen‘ für die Kreativität, den Mut und die Offenheit der
Menschen in Deutschland. Ein besseres Aushängeschild für unser Land
kann es kaum geben.
Jürgen Fitschen, Co-Vorsitzender
des Vorstands Deutsche Bank AG
Mit einem farbenfrohen und kreativen Auftakt startete am Abend des
9. September 2015 das Festival der Ideen vor dem Berliner Hauptbahnhof, das unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und
Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka stand. „Deutschland sprüht vor
Ideen“ – das bewiesen zahlreiche Besucher, die bis spät in die
Nacht zu Sprühdosen griffen und eine 600 Quadratmeter große
Deutschlandkarte gestalteten. Dahlien, Brezeln, eine Glühbirne, Schriftzüge zum zehnjährigen Jubiläum wurden auf
der Deutschlandkarte verewigt. Auszubildende der
Deutschen Bank enthüllten am nächsten Vormittag den Schriftzug „Deutschland sprüht vor Ideen“.
Bundesregierung / Stef fen Kugler
Bundesministerin Wanka:
Land der Ideen/Peter Himsel
Fotos Festival Titelseite, Seite 2, 3 und 5: Deutschland –
Land der Ideen/Bernd Brundert · Seite 5: Deutschland –
Nach der offiziellen Eröffnung durch Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, und Christian Rummel, Deputy Global Head of Brand Communications & Corporate Citizenship,
Deutsche Bank AG, startete das viertägige Programm.
Deutschland braucht gute
Ideen, um weiterhin im internationaAuf der Aktionsfläche in Form der Deutschlandlen Wettbewerb bestehen zu können.
karte präsentierten sich Preisträger der
Rund 3.000 Preisträger zeugen von der
letzten Jahre aus ganz Deutschland mit
kreativen
und innovativen Kraft hierzulanihren Projekten. Kreativitätsworkshops,
de und beweisen, dass es Innovationen in
Vorträge zu naturwissenschaftlichen
Projekten oder Diskussionsrunden zu
allen Bereichen des Lebens gibt. Auf dem
Themen wie Industrie 4.0, Digitalisierung
Festival der Ideen kann man diese technider Medienwelt oder die Bedeutung von
schen Neuerungen, soziales Engagement
FinTechs ergänzten das Programm.
oder kulturelle Angebote unmittelbar
Sehen Sie hier Eindrücke vom
erleben.
Festival der Ideen:
Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der
Deutschen Industrie e. V. (BDI) und Präsident
des Deutschland – Land der Ideen e. V.
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Prof. Dr. Johanna Wanka
Bundesministerin
für Bildung und Forschung
Liebe Leserinnen und Leser,
Deutschland ist Erfinderland: Neugier und Kreativität sorgen immer wieder dafür, dass Menschen Ideen entwickeln und Innovationen umsetzen. Eine lebendige Innovationskultur kann
in unserem Land aber nur dann entstehen,
wenn alle gesellschaftlichen Kräfte zusammenarbeiten. Wir müssen möglichst viele Akteure
motivieren, an dieser Gemeinschaftsaufgabe
mitzuwirken. Dazu leistet der Wettbewerb
„Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ einen wichtigen Beitrag. Die Preisträger der vergangenen Jahre tragen als Vorbilder zu einem
positiven Innovationsklima in unserem Land
bei. Viele ihrer Ideen begleiten uns langfristig
und zuverlässig durch den Alltag.
Als Bundesministerin für Bildung und Forschung
ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Innovationsfreude in Deutschland zu stärken. Deshalb
habe ich gerne die Schirmherrschaft über das
Festival der Ideen im September 2015 übernommen. Das Festival hat gezeigt, wie viele
Ideen bereits in Deutschland entstanden sind:
Preisträger aus den vergangenen Wettbewerbsjahren haben ihre Arbeit vorgestellt und
das Publikum begeistert.
Ich gratuliere den Initiatoren ganz herzlich
zu zehn Jahren erfolgreicher Arbeit. Ich freue
mich, dass sich der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ in dieser Zeit
zu einer festen Größe entwickelt hat. Für die
Zukunft hoffe ich auf viele weitere kreative Einfälle und Gedanken, damit Deutschland das
„Land der Ideen“ bleibt.
Ihre
Prof. Dr. Johanna Wanka
Inhalt
10 Jahre „Ausgezeichnete Orte“
Festival-Bilder
Orte 2015
Innovationskraftwerk
Netzwerk
Termine/Impressum
2 -3
4 -5
6 -11
12
13 - 15
16
Das war das Festival der Ideen
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10 Jahre
Vor geschichtsträchtiger Kulisse
Bundespräsident Horst
Köhler lädt die Preisträger ins Deutsche
Historische Museum
zum Empfang ein.
365 Ideen aus Deutschland
Der Wettbewerb „365 Orte im
Land der Ideen“ startet in Berlin.
Die Initiatoren eröffnen die Bühne
für Ideen „made in Germany“.
Prominente Fürsprecher
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und
Brandenburgs Landeschef, Matthias Platzeck, gratulieren dem ausgezeichneten Hasso-Plattner-Institut.
2005: Michael H. Ebner · 2006: Michael H. Ebner · 2006 Ideenbuch: Deutschland – Land der Ideen/Kay Herschelmann
2007: Deutschland – Land der Ideen/Kay Herschelmann · 2008 Köhler: Deutschland – Land der Ideen/Kay Herschelmann
2008 Luftballons: Deutschland – Land der Ideen/Christof Rieken · 2009: Deutschland – Land der Ideen/Nikola Kuzmanic
2005
2006
2007
Siegerehrung, die Erste
Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“
und die Deutsche Bank
küren die ersten Sieger
– darunter die Staatskapelle Unter den Linden.
Druckfrisch: das erste Ideenbuch
In der jährlich erscheinenden Publikation werden alle Preisträger eines
Jahrgangs porträtiert.
Viele Köpfe, viele Ideen
Zum Symbol für die Vernetzung
der Preisträger wird das Gruppenfoto vom Netzwerktreffen: Alles
dreht sich um Ideen.
2008
2009 2
Berliner Luftballons
Das Projekt „Sprechende Haltestellen“ der
Stadtwerke Münster ist der 1.000. Gewinner.
Das wird mit 1.000 Ballons gefeiert, die vor
dem Reichstag aufsteigen.
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100 Ideen fürs Netz
Der Fachbeirat trifft sich zur Konzeption des neuen Wettbewerbsthemas. Es lautet: „Stadt, Land,
Netz! Innovationen für eine
digitale Welt“.
Die Kanzlerin als Laudatorin
Angela Merkel ehrt das Bundesleistungszentrum Kienbaum als „Ausgewählten Ort 2010“ und überreicht den
Sonderpreis „Gelebte Einheit“.
Die perfekte Welle
Das Duisburger Unternehmen Nemos
gewinnt Energie aus Meereswellen.
Applaus und die Auszeichnung gibt
es dafür von Frank-Walter Steinmeier.
1.998, 1.999, 2.000!
Ein intelligenter Arzneischrank wird 2.000.
„Ausgewählter Ort“.
Entwickelt wurde er an
der Universität Stuttgart.
2010: Deutschland – Land der Ideen/Kay Herschelmann · 2011: Deutschland – Land der Ideen/Uwe Völkner/Fotoagentur FOX
2011 Publikums- und Bundessieger: Deutsche Bank AG · 2012: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert
2012 Nemos: Deutschland – Land der Ideen/Uwe Völkner/Fotoagentur FOX · 2013: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert
2014 Pellworm: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert · 2014: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert
2010
2011
Klicks für die Insel
Die SmartRegion Pellworm schafft es in der
Online-Abstimmung
zur beliebtesten Idee
des Jahres.
2012
Publikumssieger gesucht
Die ersten Bundessieger nehmen in der
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt die
Auszeichnung von Jürgen Fitschen und Holger
Lösch in Empfang. Publikumspreis Nummer
1 geht an die Richard Jahre GmbH für das
Sensorwarnsystem für Hallendächer.
2013
2014 2015
Impulse für
Schloss Bellevue
Während der
Woche der Umwelt im Park von
Schloss Bellevue
stellen verschiedene Preisträger
ihre Projekte vor.
1 Thema, 100 Preisträger
Ab jetzt hat der Wettbewerb ein Jahresthema –
und noch 100 „Ausgezeichnete Orte“ im Land
der Ideen. Den Anfang
macht „Ideen finden
Stadt“.
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Ausgezeichnete Orte
im Land der Ideen
Mit viel Kreativität, Leidenschaft und Einfallsreichtum
entwickeln Menschen in Deutschland zum Thema „Stadt, Land, Netz!“
Lösungen für die Herausforderungen von morgen.
Zukunftsforschung
Morgenstädte heute denken
Wie sehen die Städte von morgen aus? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf unseren Alltag aus? Und welche Sorgen gibt es bei
diesem Thema? Steffen Braun, Mitbegründer der Morgenstadt-Initiative am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, gab beim Festival der Ideen Einblicke in seine Arbeit, warf einen Blick in die Glaskugel und sprach über die Angst vor
der Digitalisierung.
Steffen Braun
vom Fraunhofer
IAO
Foto: Fraunhofer IAO
Morgenstadt. Was verbirgt sich dahinter?
„Morgenstadt“ ist eine Initiative, die wir
seitens der Fraunhofer-Gesellschaft bereits in 2012 gestartet haben. Ziel war
und ist es, die großen Herausforderungen wie Energiewende und nachhaltige
Stadtentwicklung, aber auch Fragen der
Digitalisierung von Seiten der angewandten Forschung zu bündeln. Das Thema
Stadt ist bei der Frage nach der Zukunft
sicherlich ein sehr wichtiges Spielfeld,
da die lebensnahe Ebene unserer Gesellschaft und Wirtschaft zu großem Teil
Städte sind. Für Deutschland, Europa
aber auch weltweit werden Städte und
deren zukunftsfähige Entwicklung den
Schlüssel für das 21. Jahrhundert darstellen.
Mit welchen wissenschaftlichen Methoden sagt man denn die Zukunft der
Stadt voraus?
Es gibt das schöne Sprichwort: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie
die Zukunft betreffen. Am sinnvollsten
ist es meiner Meinung nach immer, in
Szenarien zu denken. Das heißt: Es gibt
verschiedene Methoden, sich alterna-
tive Zukünfte zurechtzulegen. Und am
Ende ist auch die Frage nach der Stadt
der Zukunft offen. Wir können nicht sagen: Sie entwickelt sich in diese oder
in jene Richtung, sondern ist abhängig
von den Akteuren und Bedürfnissen auf
städtischer Ebene. Am Ende sind es viele
verschiedene Entwicklungen, die diesen
Zukunftsraum abdecken. Und da ist es
sinnvoll, sich frühzeitig mit verschiedenen
Entwicklungen auseinanderzusetzen und
zu überlegen, durch welche Maßnahmen man sich dafür vorbereiten kann.
Die Stadt München erarbeitet hier gemeinsam mit uns solche Szenarien für das
Jahr 2040+, die bereits erkennen lassen,
dass – egal, was die Zukunft bringt –
neue Strategien und auch teilweise städtische Organisationsformen zielführend
sein werden.
Der Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte
im Land der Ideen“ stand dieses Jahr
unter dem Thema „Digitalisierung“. Wie
beeinflusst denn die Digitalisierung die
Zukunft der Städte?
Meiner Meinung nach können wir der
Digitalisierung im 21. Jahrhundert eine
ähnliche Bedeutung beimessen wie der
Industrialisierung, der Elektrifizierung
oder dem Aufkommen des Automobils.
Sie wird wirklich fast jeden Aspekt unseres Lebens betreffen, auch wenn wir es
heute noch nicht erfassen. Egal, ob es
um das Einkaufen geht, um Mobilität, die
Arbeitswelt oder die Frage, wie wir wohnen. Zentral ist die Vernetzung all dieser
Aspekte. Wir dürfen hier nicht an den
einzelnen Fragen arbeiten, ohne nach
rechts und links zu schauen. Es muss uns
gelingen, diese ganzen Entwicklungen,
diese städtischen Prozesse in jeglicher
Art zusammenzudenken.
Bei der Diskussion zum Thema Digitalisierung kommen immer wieder auch Bedenken auf. Können Sie die Angst vor
der Digitalisierung nehmen?
Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass
es in der evolutionären Entwicklung der
Gesellschaft immer Angst gab vor Fortschritt. Als vor zweihundert Jahren beispielsweise die erste Straßenbeleuchtung
in der Stadt Köln eingerichtet wurde, gab
es einen riesigen Aufruhr. Bedenken wurden auf juristischer, medizinischer oder
psychologischer Ebene geäußert. Es gab
einfach unglaublich viel Widerspruch bei
nachts beleuchteten Straßen. Und heute
können wir uns eine Stadt ohne nächtliche Beleuchtung überhaupt nicht mehr
vorstellen. Das heißt: Wir haben derzeit
viele Baustellen, wenn es um die Digitalisierung geht – Datenschutz und Privatheit
zum Beispiel. Gleichzeitig formuliert die
sogenannte „Generation Y“, die mit der
digitalen Entwicklung aufgewachsen ist,
ganz andere Bedarfe. Ich sehe also die
derzeit durchaus vorhandene Technikskepsis. Trotzdem denke ich, dass wir
dieser langfristig nur konstruktiv begegnen können. Aus Angst wird Akzeptanz
und der offene Umgang mit der Thematik
– das hoffe ich und davon gehe ich auch
aus.
www.morgenstadt.de
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Medienpartner
Bereits im Mai konnten Philipp Rother und Stefan Prasse das Projekt „Mobile Retter“ in
Berlin beim Netzwerktreffen vorstellen.
Abgestimmt
In zwei Schritten zum Publikumssieger
Fotos: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert · Shutterstock/tanatat, Hilch
Im August und September machten nicht nur die „Mobilen Retter“ mobil: Alle Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ stellten sich zur Wahl und
hatten die Chance auf den Publikumssieg. Zehn von ihnen schafften es schließlich in die finale Runde. Mit dabei waren zum Beispiel Projekte aus dem Bereich Smart Living, vernetzte Industrie
oder auch Online-Plattformen im Bildungsbereich. Die zweite und
letzte Runde der Online-Abstimmung fand vom 9. bis zum 15.
September auf der Webseite des langjährigen Medienpartners
„Die Welt“ sowie auf der Webseite der Deutschen Bank statt.
Am Morgen des 16. September stand fest: Der Mobile Retter
e. V. aus Rheda-Wiedenbrück hat mit seinem gleichnamigen
smartphonebasierten Ersthelfersystem die Wahl des Publikumssiegers 2015 des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der
Ideen“ für sich entschieden. „Deutschland – Land der Ideen“ und
die Deutsche Bank gratulieren ganz herzlich und danken auch
Drei Fragen an Philipp Rother,
Vorsitzender des Mobile Retter e. V.
und Publikumssieger 2015
Wie fühlt man sich als Publikumssieger?
Als wir die Nachricht erhielten, dass wir
als Publikumssieger aus der Abstimmung
hervorgegangen sind, konnte ich es nicht
wirklich fassen.
Unser Projekt hat Zuspruch und Anerkennung erlangt, wie wir es uns in den
kühnsten Träumen nicht hätten vorstellen
können. Ein tolles Gefühl! Danke dabei
auch an alle, die uns zu diesem Erfolg
verholfen haben!
allen anderen Preisträgern für die Teilnahme an der Abstimmung.
Der Publikumssieger wird am 10. November bei einer feierlichen
Veranstaltung in Berlin geehrt, wo auch die sechs von der Jury
gewählten Bundessieger – einer in jeder Kategorie – bekanntgegeben werden. www.mobile-retter.de
Die ‚Mobilen Retter‘
haben zu Recht das Publikum
in Deutschland begeistert. Die App
ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass
wir in Deutschland den digitalen Wandel vor
allem für die Menschen und ihre Bedürfnisse
gestalten. Das zeichnet den Innovationsstandort
Deutschland auch im internationalen Wettbewerb aus. Gratulation!
Christian Rummel, Deputy Global Head of Brand
Communications & Corporate Citizenship,
Deutsche Bank AG
Wie ist es Ihnen gelungen, so viele Unterstützer zu mobilisieren?
Es war uns möglich, unsere bisherigen
Presse- und Medienkontakte für diese Abstimmung zu gewinnen. Natürlich waren
auch persönliche und geschäftliche Kontakte für uns da.
Wie lauten Ihre nächsten Ziele?
Eine Etappe haben wir fünf Tage nach
der Bekanntgabe erreicht – die Mobi-
len Retter wurden im Kreis Germersheim
eingeführt: einhergehend mit dem Publikumspreis eine doppelte Bestätigung
unserer Idee. Aber hier ist für uns noch
lange nicht Schluss. Denn nur, wenn das
System bundesweit aufgebaut ist, ist es
erst richtig rund. Wir haben uns viel vorgenommen, aber mit der Auszeichnung
im Wettbewerb werden wir es sicherlich
schaffen, das Mobile-Retter-System bundesweit aufzustellen.
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Ausgezeichnete Orte
im Land der Ideen
Mit viel Kreativität, Leidenschaft und Einfallsreichtum
entwickeln Menschen in Deutschland zum Thema „Stadt, Land, Netz!“
Lösungen für die Herausforderungen von morgen.
Rückblick
Vom OP-Tisch in die Burg
Per Liveschaltung
in den OP
Das Medizinstudium gehört wohl zu
den umfangreichsten und lernintensivsten Studiengängen.
Für die angehenden Ärzte ist es
sinnvoll, soviel Praxiserfahrungen zu
sammeln wie möglich.
Das Institut für Klinische Anatomie der Universität Tübingen hat
deshalb eine Plattform entwickelt, auf der sich interessierte Medizinstudenten live in einen Operationssaal schalten und den dortigen Eingriff verfolgen können, um so ihr Praxiswissen zu steigern.
Per Chatfunktion können die Studenten zusätzlich Fragen an die
erfahrenen Chirurgen stellen. Zu der Preisverleihung, die im Rahmen des „Abends der offenen Anatomie“ am 24. Juli stattfand,
waren neben Studierenden und medizinischem Fachpublikum
auch interessierte Laien geladen, die an verschiedenen Mitmach-
stationen ihr chirurgisches Können unter Beweis stellen konnten.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Boris Palmer, dem Oberbürgermeister Tübingens, der ein Grußwort hielt. Im Anschluss
übergab Mathias Hölz von der Deutschen Bank die Auszeichnung an Prof. Dr. Hirt, Direktor des Instituts für Klinische Anatomie
und Zellanalytik. Höhepunkt der Veranstaltung war die nachfolgende Projektdemonstration, bei der die anwesenden Gäste in
einer Live-Schaltung eine Operation verfolgen und den ausführenden Ärzten Fragen stellen konnten. www.sectio-chirurgica.de
Fotos: Deutschland – Land der Ideen/Wolfram Scheible und Sebastian Widmann
Industrie 4.0
im Allgäu
Der Begriff Industrie 4.0
steht synonym für die vierte
industrielle Revolution, die die
Automatisierung der Produktion zum Ziel hat.
Das Bosch Werk Blaichach nimmt in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle ein: Seit 2013 wird an der Umstellung der Allgäuer Fabrik
gearbeitet. Auch die rund 3.000 Mitarbeiter werden mit dem Einsatz der neuen Technologien in Form von Aus- und Weiterbildungen vertraut gemacht. Für diesen zukunftsweisenden Ansatz erhielt das Projekt am 31. Juli die Ehrung als „Ausgezeichneter Ort
2015“. Die Preisverleihung fand am Werksstandort in Blaichach
statt. In der Pilothalle „Industrie 4.0“ konnten sich die Gäste die
dort eingesetzten Technologien näher erläutern lassen. Werksleiter Rupert Höllbacher kommentierte die Auszeichnung bei der anschließenden Preisübergabe mit den Worten: „Unseren Standort
sichern und Menschen beschäftigen, indem wir hochgradig wettbewerbsfähig bleiben, das treibt uns an. Wir freuen uns sehr über
diese Auszeichnung, denn sie bestätigt uns in unserer Arbeit.“
www.bosch.de
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Preisverleihung
vor historischer Kulisse
In der Götzenburg Jagsthausen feierte das badenwürttembergische Unternehmen ebm-papst die
Ehrung für sein Projekt „Weltweite
Vernetzung für effizientere
Produktion“.
Der Hersteller von Luft- und Antriebstechnik steuert seine globale
Fertigung zentral über eine Industrie 4.0-Lösung. Das übergeordnete Softwaresystem ist zum Beispiel genau darüber informiert,
welcher Produktionsschritt bereits getätigt wurde und welche
Schritte noch anstehen. Alle relevanten Informationen können
den Mitarbeitern zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der benötigten Form zur Verfügung gestellt werden. Das Ergebnis ist
eine Steigerung der Prozesssicherheit und Effizienz sowie eine
ressourcenschonendere Herstellung. ebm-papst fungiert zudem
als Referenzunternehmen für die von SAP stammende Software
und berät andere Firmen bei deren Digitalisierung. Dr. Ulrich
Schürenkrämer von der Deutschen Bank überreichte dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der ebm-papst Unternehmensgruppe Rainer Hundsdörfer während des ebm-papst Branchenforums
in Jagsthausen die Auszeichnung und betonte: „ebm-papst stellt
wieder einmal mehr die enorme Innovationskraft des deutschen
Mittelstands unter Beweis. Das neue Software-Angebot zeigt
aber auch die vielfältigen und tiefgreifenden Chancen der Digitalisierung für unsere Wirtschaft. Das macht den Standort Deutschland langfristig zukunftsfähig.“ www.ebmpapst.com
Publikation
Fotos: Preisverleihung: Deutschland - Land der Ideen/Wolfram Scheible · Publikation: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert
Stadt, Land, Netz! 100 Ideen für eine digitale Welt
Ein digitaler Nachlassdienst, eine mitdenkende Wohnung, virtuelle Kraftwerke und intelligente Prothesen: nur vier von einhundert der „Ausgezeichneten Orte 2015“, die zum Thema „Stadt,
Land, Netz! 100 Ideen für eine digitale Welt“ ausgezeichnet
wurden. Nun ist das digitale Kreativpotenzial im Land der Ideen
gebündelt zwischen zwei Buchdeckeln und – dem Jahresthema
angemessen – natürlich auch als E-Book erhältlich. Die Preisträger aus allen 16 Bundesländern werden mit ihren preisgekrönten
Projekten in Bild und Text auf je einer Seite porträtiert,
dazu gibt es eine Reportage über die Jurysitzung, einen Rückblick auf das zurückliegende Wettbewerbsjahr und einen kurzen
Abriss über das zehnjährige Jubiläum des Wettbewerbs, das in
diesem Jahr gefeiert wird. Und für alle, die mit dem Gedanken
spielen, selbst eine erfolgreiche Idee auf den Weg zu bringen,
enthält das Ideenbuch zusätzlich den „Gründer Guide – Leitfaden für Start-ups und Jungunternehmer“ mit Tipps, Adressen und
Ratschlägen versierter Fachleute.
Die Publikation ist auch als E-Book
für das iPad verfügbar. Wenn Sie das
Buch bestellen möchten, senden Sie eine
E-Mail an [email protected].
www.land-der-ideen.de / Oktober 2015 Seite 12
INNOVATIONSKRAFTWERK
Die webbasierte Open Innovation Plattform widmet sich
Problemlösungsprozessen aus unterschiedlichsten
Perspektiven.
Interview
Lebenszufriedenheit
hängt von der
Wohnung ab
Ende September trat die Jury des Ideenwettbewerbs
„Jeder will alt werden, keiner will alt wohnen!“ in Stuttgart zusammen. Jurymitglied Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr,
Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), sprach über die Herausforderungen, die das Wohnen im Alter mit sich bringt.
Foto: BAGSO
Sie sind Mitglied der Jury des Ideenwettbewerbs „Jeder will alt werden,
keiner will alt wohnen!“. Wieso engagieren Sie sich für das Thema „Wohnen
im Alter“?
Wir wissen aus Untersuchungen, dass die
Zufriedenheit mit der Wohnung ganz stark
mit der allgemeinen Lebenszufriedenheit
im Alter korreliert. Aber die subjektive Zufriedenheit muss nicht immer mit Modernität und objektiv guten Bedingungen zusammenhängen. Manch einer ist mit seiner alten Wohnung sehr zufrieden, weil vieles
ihn an besondere Ereignisse und Erlebnisse erinnert, zum Beispiel an die Taufe
der Kinder, die Erstkommunion der Tochter oder ähnliche Dinge. Vor allem spielt
die gewohnte Nachbarschaft, die oft zur
Freundschaft wird, eine große Rolle.
Welche
Herausforderungen
muss
Deutschland bewältigen, was das Wohnen im Alter angeht?
Die Wohnungen müssen „altengerecht“,
wenn nicht barrierefrei, so doch barrierearm sein. Treppen sind ein großes
Hindernis, die für manche immobil gewordenen Menschen den Lebensraum
erheblich einschränken. Weitere Probleme sind Türschwellen, die Einrichtung
von Bädern, das Fehlen leicht zugängli-
Jurymitglied Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen
cher Duschen, Bad- und WC-Türen, die
sich nur nach innen öffnen lassen. Und
manche Kücheneinrichtung gehört erneuert: Schränke, die zu hoch oder zu
tief angebracht sind, Armaturen, die sich
schwer bedienen lassen. Außerdem muss
die Wohnung bezahlbar bleiben. Darüber hinaus muss das Wohnumfeld seniorenfreundlich gestaltet sein: Das heißt,
die Bushaltestelle ist leicht erreichbar, es
gibt Sitzgelegenheiten im überdachten
Wartebereich und in der Nähe sind Post,
Bank, Geschäfte, Apotheken und nicht
zuletzt Arztpraxen zu finden.
Welches sind Ihrer Meinung nach die
wichtigsten Neuerungen, die in den
letzten zwanzig Jahren das Wohnen für
ältere Menschen komfortabler gemacht
haben?
Der Einbau von Aufzügen, die Installation von Sprechanlagen mit Bildschirm, um
Besucher zu identifizieren sowie die elektrische Bedienung von Rollläden und der
Einbau von Bewegungsleuchtern. Viele
Anregungen bieten Entwicklungen des
sogenannten „Smart Living“, also des
Einbaus technischer Geräte, die auch ein
Verbleiben in den eigenen vier Wänden
bei Einschränkungen ermöglichen.
Wie kann man auch bei jungen Menschen ein Bewusstsein dafür schaffen,
dass Wohnen im Alter ein wichtiges Thema ist?
Junge Menschen, die ihre alten Eltern erlebt haben, wissen das! Ich habe in den
frühen 1960er Jahren angehende Architekten unterrichtet und für die nächste Seminarstunde die Aufgabe gestellt: Jeder
trägt einen Tag lang den rechten Arm
in einer Schlinge, bei Linkshändern den
linken, wie bei Halbseitenlähmung durch
Schlaganfall – und schreibt nachher alles auf, was man verbessern müsste. Ein
Erfolg war das Niedrigersetzen der Lichtschalter, die früher in Schulterhöhe groß
gewachsener Menschen angebracht
waren. Man muss junge Menschen mit
möglichen Einschränkungen des Alters
konfrontieren – notfalls mit dem von Meyer-Hentschel entwickelten „Age Explorer“
oder „Age Simulator“. Dabei muss man
allerdings wissen, dass kaum ein Mensch
alle Einschränkungen im Alter hat, aber
man kann ja nie wissen, was kommt.
Informieren Sie sich hier über die Arbeit
der BAGSO: www.bagso.de
www.land-der-ideen.de / Oktober 2015
Seite 13
Jurysitzung
Gute Ideen fürs Wohnen im Alter
Der Ideenwettbewerb „Jeder will alt werden, keiner will alt wohnen“
lief von Mai bis Juli 2015: 138 Ideen haben Menschen aus der
ganzen Welt über www.innovationskraftwerk.de eingereicht. Ende
September fand die Jurysitzung im Hause der KUBUS360 GmbH in
Stuttgart statt. Das Ziel: Die drei besten Ideen identifizieren. Zusätzlich musste noch ein Konzept mit dem vielversprechendsten Ansatz
zum Thema Planen und Bauen für den mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis „KUBUS360 – PERSPEKTIVE_2036“ ausgewählt werden.
Keine leichte Aufgabe für die Jury, die aus acht Experten aus den
Bereichen Architektur, Politik, Wohnungswirtschaft und Verbandswesen bestand. Sehr unterschiedliche Vorschläge buhlten um die Gunst
der Jury: Besonders überzeugen konnten Ideen, die ein attraktives
Wohnumfeld für ältere Menschen schaffen, diese aktiv halten und
zur sozialen Interaktion befähigen. Mehr wird noch jetzt noch nicht
verraten, denn nun heißt es: Warten auf die Preisverleihung, bei der
die drei Siegerideen mit 2.500, 1.500 und 1.000 Euro gewürdigt
werden. Die Siegerehrung findet im Rahmen eines Netzwerkabends
am 28. Oktober 2015 ab 17.30 Uhr bei KUBUS360 in Stuttgart
statt. Eine Anmeldung ist möglich unter: [email protected]
Die Jury gemeinsam mit den Projektverantwortlichen v.l.n.r.: Ilse
Breidenstein (Presse- und Informationsamt der Bundesregierung),
Alexander Handschuh, (Deutscher Städte- und Gemeindebund),
Mathias Knigge (grauwert – Büro für demografiefeste Produkte
und Dienstleistungen), Evmarie Zell (KUBUS360 GmbH), Cathrin
Dietz (KUBUS360 GmbH), Eckhard Keilbach (KUBUS360 GmbH),
Michael H.F. Brock (Stiftung Liebenau), Insa Lüdtke (Cocon Concept
GmbH), Dr. Christian Lieberknecht (GdW Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen), Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr
(Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen).
Austausch
Foto: Wohnen im Alter – Deutschland – Land der Ideen/Roman Hänsler · Georgien – Pixabay · Photothek/Trutschel
Beziehungen zu Georgien stärken
Die engen und vertrauensvollen Beziehungen zwischen
Deutschland und Georgien haben eine fast 200-jährige Tradition. In Deutschland bleibt vor allem Präsident Schewardnadses Anteil an der deutschen Wiedervereinigung in Frieden und
Freiheit unvergessen. Gerade vor dem Hintergrund von EU-Assoziierungs- und Freihandelsabkommen möchte Deutschland
den Reformweg des Landes weiter begleiten und unterstützen.
Auf Initiative von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier führt „Deutschland – Land der Ideen“ daher Ende Oktober
eine Delegationsreise mit zivilgesellschaftlichen Akteuren aus
Georgien zum Thema Standortmarketing durch. Zehn Teilnehmer georgischer Organisationen aus den Bereichen „Nachhaltige Landwirtschaft“ und „Nachhaltiger Tourismus“ werden in
Berlin die Gelegenheit zum Erfahrungs- und Wissensaustausch
mit deutschen Vertretern haben und gemeinsam mit Experten
für Standortkommunikation Positionierungsmöglichkeiten für
Georgien erarbeiten.Neben einem Workshop im Auswärtigen
Amt stehen Vorträge der Deutschen Zentrale für Tourismus und
Besuche im Ökodorf Brodowin, bei Bio-Winzern und dem
Ausbildungshotel „Schloss
Britz“ auf dem Programm.
Der Rückbesuch in Tiflis
zur Verstetigung des Dialogs zwischen beiden Ländern findet im Dezember
statt.
www.land-der-ideen.de / Oktober 2015
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Jubiläum
90 Jahre und noch viel vor
Im indischen Pune findet man ihn. Das kolumbianische Bogotá kann mit ihm aufwarten. Accra, die Hauptstadt von Ghana, beherbergt ihn ebenfalls. Die Rede
ist vom DAAD, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der 2015 sein
90-jähriges Bestehen feiert.
Der DAAD besteht seit 1925 und gehört mit seinem Angebot
für die Förderung des internationalen Austauschs von Studierenden und Wissenschaftlern zu den bedeutendsten Organisationen in diesem Bereich. Zahlreiche Maßnahmen wie
Stipendienprogramme, die Förderung der deutschen Sprache
im Ausland, die Unterstützung beim Aufbau von Universitäten
in Entwicklungsländern oder die generelle Internationalisierung der deutschen Hochschullandschaft gehören zur Arbeit
des DAAD. „Wandel durch Austausch“ lautet das Motto, das
nicht nur für die Studierenden und Wissenschaftler, sondern
auch für den DAAD selbst gilt. Lesen Sie hier, wie sich der
DAAD in den letzten 90 Jahren entwickelt hat.
Zwei Fragen an…
Foto: DAAD/Eric Lichterscheidt · Shutterstock/Rawpixel
Prof. Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin des DAAD
90 Jahre und kein bisschen müde. Warum muss es den DAAD auch in den
nächsten 90 Jahren geben?
1925 war es eine kleine Gruppe wissbegieriger Studenten, die davon überzeugt
war, dass es wichtig ist, während des
Studiums die Heimat zu verlassen, um im
Ausland neue Erfahrungen zu sammeln
und andere Kulturen des Lernens und Forschens kennenzulernen. Aus dieser Idee
ist die weltweit größte Förderorganisation für den wissenschaftlichen Austausch
entstanden. Unsere Aufgabe ist heute
mindestens genauso notwendig wie vor
90 Jahren. Ob in der Ukraine, in Syrien
oder im Irak: In Zeiten politischer Konflikte ist der wissenschaftliche Dialog eine
hervorragende Möglichkeit, den Kontakt
zwischen Zivilgesellschaften aufrechtzuer-
halten, auch wenn diplomatische Brücken
abgebrochen sind. Bildung, Toleranz und
die Fähigkeit zum Perspektivwechsel sind
die beste Basis für Völkerverständigung
und wissenschaftlichen Fortschritt.
Was wünschen Sie sich von den Studierenden, den Hochschulen und der Politik,
um sich weiterhin erfolgreich für die Internationalisierung der Wissenschaft einsetzen zu können?
Der DAAD ist eine Mitgliedsorganisation der deutschen Hochschulen und ihrer
Studierendenschaften. Mit ihnen gemeinsam treiben wir die Internationalisierung
der deutschen Hochschulen weiter voran.
Wichtig ist, dass wir auch weiterhin den
Mut haben, Neuland zu betreten. Das betrifft Kooperation mit Ländern wie Kuba,
dem Iran oder Myanmar, die lange vom
internationalen Austausch abgeschlossen
waren, aber auch die Formen der Zusammenarbeit wie beispielsweise die Einrichtung deutscher Studiengänge oder gesamter Hochschulen im Ausland. Die Politik ist
natürlich ein wichtiger Partner. Mit unseren
Geldgebern, das heißt dem Auswärtigen
Amt, dem Bildungs- und Forschungsministerium, dem Entwicklungsministerium und
der EU arbeiten wir sehr vertrauensvoll
zusammen. Ausschlaggebend für den gemeinsamen Erfolg sind eine stabile finanzielle Basis und die Bereitschaft, flexibel auf
neue politische Situationen zu reagieren.
Ein aktuelles Beispiel ist unser Programm
für syrische Flüchtlinge.
www.daad.de
www.land-der-ideen.de / Oktober 2015
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Florale Kunst
Ein buntes Deutschland
Foto: Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert
Eine Deutschlandkarte, die – im wahrsten Sinne des Wortes – in den Farben Schwarz, Rot und Gelb erblühte, war auf dem Festival
der Ideen vor dem Berliner Hauptbahnhof eine beliebte Fotooption. Die Fleurop AG – Mitglied im Deutschland – Land der Ideen
e. V. – hatte die mit Dahlien gestaltete und dadurch sehr plastisch anmutende Karte zur Verfügung gestellt und damit das Festival
um eine florale Komponente erweitert.
Das deutsche Traditionsunternehmen basiert auf einem weltweiten Netzwerk von Floristen, das sich
zur Aufgabe gemacht hat, Menschen unkompliziert mit Blumengrüßen zu versorgen. Neben
dem Kerngeschäft setzt sich Fleurop für die
Stärkung des Floristenhandwerks am Standort Deutschland ein. Denn die Floristikbranche
hat wie viele andere Handwerksberufe auch mit
Nachwuchssorgen zu kämpfen. Veranstaltungen
wie zum Beispiel die Weltmeisterschaft der Floristen,
die im Juni nach über dreißig Jahren
erstmals wieder in Berlin stattfand
und von Fleurop ausgerichtet
wurde, sind Teil der Strategie,
für das kreative Handwerk zu
werben. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, junge Menschen für den Floristenberuf
zu gewinnen“, erzählt Winnie
Lechtape, Bereichsleiterin Kom-
munikation und Marketing bei der Fleurop AG.
„Wir versuchen mit vielen verschiedenen Veranstaltungen und Projekten auf das wirklich einmalige Kunsthandwerk der Floristik aufmerksam zu machen. Es freut mich sehr, dass dies
auch mit der floralen Deutschlandkarte zum
Festival der Ideen gelungen ist.“ So wurde das
blumige Deutschlandbild von
Profiflorist Jürgen Herold
(Deutscher Meister der Floristen 2012, 9. Platz bei der Weltmeisterschaft der Floristen 2015)
gemeinsam mit Auszubildenden
des ersten und zweiten Lehrjahres
mithilfe von hunderten von schwarzen, roten und gelben Dahlienblüten im Auftrag von Fleurop designt
und gestaltet. Auch Karla Kenya vom
Radiosender KISS FM ließ sich vor dem
Kunstwerk ablichten. www.fleurop.de
www.land-der-ideen.de / Oktober 2015
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Termine im Land der Ideen
25 Jahre Deutsche Einheit
2015 jährt er sich zum 25. Mal
– der Jahrestag der Wiedervereinigung. In diesem Jahr finden die
Feierlichkeiten zu diesem ganz
besonderen Jubiläum in Frankfurt
am Main statt. Neben einem
ökumenischen Gottesdienst im Dom und dem Festakt in der Alten Oper
erwartet die Besucher die Ländermeile, auf der die Bundesländer typische Produkte, Spezialitäten und Informationen
präsentieren. Der runde Geburtstag wird begleitet von einem kulturellen und musikalischen Programm auf verschiedenen Bühnen im Stadtgebiet. 2. bis 4. Oktober 2015,
Frankfurt am Main, www.tag-der-deutschen-einheit.de
Innovationsprozesse auf dem Prüfstand
Open,
social,
digital –
so lauten
die Megatrends in der heutigen Innovationslandschaft. Die 12. Innovation Excellence Days
widmen sich der Frage, wie sich diese Veränderungen auf Innovationsprozesse in Unternehmen
auswirken. Auch das Zusammenspiel von Personen und Prozessen in der analogen Welt mit digitalen Tools wird unter die Lupe genommen. Gastgeber
wird das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft
und Organisation sein, das gemeinsam mit der inno-focus
businessconsulting GmbH die Veranstaltung ausrichtet.
9. und 10. Oktober 2015, Stuttgart, www.inno-focus.com
Tatort Gewässer – dem CO2 auf der Spur!
Im November kann ganz Deutschland Teil eines wissenschaftlichen Projekts werden. Es gilt die Frage zu
beantworten, ob Gewässer klimarelevantes Kohlendioxid aufnehmen oder ausatmen. Unterschiedliche
Fragen hat sich das Projektteam vom Leibniz-Institut
für Gewässerökologie und Binnenfischerei gestellt. Mit ihren Ergebnissen können Bürgerinnen und Bürger zur Beantwortung beitragen. Wer mitmachen
will, kann sich ein kostenloses Probenahmepaket bestellen und zwischen
dem 2. und 15. November in einem Gewässer vor der Haustür die entsprechenden Proben nehmen und anschließend einschicken. Anmeldung bis zum
20. Oktober 2015, bundesweit, www.tatortgewässer.de
Wider das Vergessen
Anlässlich des 50. Jubiläums zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen
zwischen Deutschland und Israel finden
2015 zahlreiche Veranstaltungen in beiden Ländern statt. Der Austausch und
die Vernetzung beider Nationen ist dabei ein wichtiger Aspekt. Im November
wird die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden nach Israel reisen und
dort zwei Konzerte geben. Das Orchester widmet sich der Aufführung von
Werken jüdischer Komponisten, die in der Zeit von 1933 bis 1945 verfolgt,
in ihrer Arbeit behindert oder gar getötet wurden. Das Orchester setzt damit
ein Zeichen gegen das Vergessen. Bei den beiden Konzerten stehen Werke von Zemlinsky, Rósza, Mendelssohn und Korngold auf dem Programm.
10. November 2015 in Jerusalem und 12. November 2015 in Tel Aviv,
www.juedische-philharmonie-dresden.de und www.israel50deutschland.org
6+1 aus 100
Der beliebteste „Ausgezeichnete Ort 2015“
steht mittlerweile fest. Aber welche Preisträger
hat die Expertenjury in diesem Jahr in den
sechs Kategorien als Bundessieger ausgewählt? Im Rahmen eines feierlichen Empfangs
in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Bank in Berlin werden Jürgen Fitschen,
Co-Vorsitzender des Vorstands Deutsche
Bank AG, und Ulrich Grillo, Präsident
des Bundesverbandes der Deutschen
Industrie und Präsident des Deutschland – Land der Ideen e. V., das Geheimnis lüften. Alle Preisträger der
diesjährigen Wettbewerbsrunde sind
zum Empfang herzlich eingeladen.
10. November 2015, Berlin.
Tag der Deutschen Industrie
Wie kann es gelingen, dass Deutschland
auch im Zeitalter der Digitalisierung ein führender Industriestandort bleibt? Was
kann die deutsche Industrie leisten? Und welche
Rahmenbedingungen schafft die Politik für einen innovationsfreundlichen Standort? Diese
und andere Fragen werden den diesjährigen
Tag der Deutschen Industrie prägen, der vom
Bundesverband der Deutschen Industrie ausgerichtet wird. Auch die Initiative „Deutschland – Land
der Ideen“ als langjähriger Partner des BDI wird sich
in diesem Jahr wieder mit ihren Projekten präsentieren, die von der
Innovationskraft des Standorts Deutschland und dem Engagement
der hier lebenden Menschen zeugen. 2. und 3. November 2015,
Berlin, www.bdi.eu
Impressum
Deutschland – Land der Ideen
Land der Ideen Management GmbH
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin
Tel.: +49 30 - 206 459 - 0
Fax: +49 30 - 206 459 - 168
E-Mail: [email protected]
www.land-der-ideen.de
V.i.S.d.P.:
Ariane Derks
Redaktion:
Presseteam
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Management GmbH
Gestaltung:
Jutta Schlotthauer
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