Sprache erforschen und Sprache gestalten

Sprache erforschen und Sprache
gestalten
Tatverdächtige ermittelt im Vandalismus-Fall
(Hohlspiegel)
Tatverdächtige ermittelt im Vandalismus-Fall
Im Vandalismus-Fall Tatverdächtige ermittelt
Tatverdächtige im Vandalismus-Fall ermittelt
Im Vandalismus-Fall Tatverdächtige gefunden
Tatverdächtige gefunden im Vandalismus-Fall
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Franz Hohler
Die Nachricht vom Kellner
Kürzlich, als ich auf dem Bahnhof von Bonn auf meinen Zug wartete,
stürzte sich ein Kellner aus dem Bahnhofsrestaurant, schaute sich
hastig nach allen Seiten um und rannte dann zwischen Reisenden,
Koffern und Gepäckkulis durch, bis er eine Frau mit einem Rucksack
eingeholt hatte, die ein Kind an der Hand führte.
Der Kellner drückte dem Kind den Stoffseehund, den er bei sich trug,
in den Arm und ging nachher wieder ins Restaurant hinein,
langsamer, als er herausgekommen war.
Als ich am selben Abend im Radio die Meldungen über Finanzkrisen,
Selbstmordattentate und Armee-Einsätze gegen Demonstrationen
hörte, merkte ich plötzlich, wie sehr ich die Nachricht vom Kellner
vermisste, der dem Kind seinen vergessenen Stoffseehund
zurückgebracht hatte.
Hohler, Franz: Das Ende eines ganz normalen Tages. München: Luchterhand 2008, 38
Kürzlich, als ich auf dem Bahnhof von Bonn auf meinen
Zug wartete, stürzte sich ein Kellner aus dem
Bahnhofsrestaurant, schaute sich hastig nach allen
Seiten um und rannte dann zwischen Reisenden,
Koffern und Gepäckkulis durch, bis er eine Frau mit
einem Rucksack eingeholt hatte, die ein Kind an der
Hand führte.
Kürzlich wartete ich auf dem Bahnhof von Bonn auf
meinen Zug. Da stürzte sich ein Kellner aus dem
Bahnhofsrestaurant und schaute sich hastig nach allen
Seiten um. Dann rannte er zwischen Reisenden,
Koffern und Gepäckkulis durch und holte eine Frau mit
einem Rucksack ein. Die führte ein Kind an der Hand.
Der Kellner drückte dem Kind den Stoffseehund, den
er bei sich trug, in den Arm und ging nachher wieder
ins Restaurant hinein, langsamer, als er
herausgekommen war.
Der Kellner trug einen Stoffseehund bei sich. Den
drückte er dem Kind in den Arm. Nachher ging er
wieder ins Restaurant hinein. Dabei ging er
langsamer, als er herausgekommen war.
Faulenzen
Manchmal möchte
man
faulenzen
wie ein
Gulli im
Sonnenschein,
wie ein
Rasenmäher
im Winter,
wie eine
Nachttischlampe
am
Tag.
aus: Josef Reding: Gutentagtexte.
Balve 1974, 33
Faulenzen
(Vorlage für die Kinder)
Manchmal möchte
man
faulenzen
wie …
………….
……………..,
wie ….
………………
……………..,
wie …….
……………….
…..
…...
Faulenzen
(Text eines
Grundschulkindes)
Manchmal möchte
man
faulenzen
wie ein
U-boot
im Trockendock,
wie ein
Snowboard
im Keller,
wie ein
Computer
Ohne Strom.
Günter Eich
Verlassene Alm
Regenwasser
in den Trittspuren der Kühe.
Ratlose Fliegen
nah am November.
Der rote Nagel wird den Wind nicht überstehen.
Der Laden wird in den Angeln kreischen,
einmal an den Rahmen schlagen,
einmal an die Mauer.
Wer hört ihn?
G. Eich: Gesammelte Werke, Band 1. Frankfurt a.M. 1991, S. 86
Frühlingsgedicht
Zwitschernde Vögel
und summende Bienen.
Das Rauschen des Bachs
und spielende Kinder.
Tiere, die den Winter überstanden haben
Bäume mit ihren Blättern.
Die Wärme in der Sonne.
Hast du die Maus gesehen, die aus ihrem Loch kommt?
Gymnasium, 6. Schuljahr
Die Sonne kommt hervor gekrochen,
die Wolken verziehen sich langsam.
Grüne Bäume stehen auf bunten Blumenwiesen.
Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf.
Vögel aus dem Süden zwitschern fröhlich.
Jeder riecht die frische Frühlingsluft,
und Duft der bunten Blumen.
Der Frühling ist doch etwas Schönes!
Gymnasium, 6. Schuljahr
Es regnet in Massen
Auf der Straße sind Pfützen
Es regnet sehr viel
Sofia, 3. Schuljahr
Schon wieder Regen!
Die Wasserpfützen wachsen.
Wo ist die Sonne?
Markus, 3. Schuljahr
Quelle: http://www.silva-grundschule.de/index.php?option=com_content&view=article&id=151:regenhaiku&catid=12:deutsch&Itemid=24
Mein Herzklopfen
Still … hörst du es klopfen?
Diese Geschwindigkeit … seltsam.
Nun hör ich aufmerksam.
Es ist mein Herz, das zu mir spricht!
Mein Herzklopfen ist immer da,
begleitet mich auf Schritt und Tritt,
sowie die Freude mich umgibt.
Hier stehe ich, bei dem Turnier!
Der Ball, er rollt,
mein Herz, es klopft,
ich schieß ein Tor,
die Menge tobt!
Still … hörst du es klopfen?
Niklas Ilk, 3. Klasse, S. 30
Durch Irritation sich zum Nachdenken anregen lassen
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Am Gelungenen lernen