Wie nun sollen wir beten?

Die internationale Zeitschrift über biblische Prophetie
1955
2015
60 Jahre
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Mitternachtsruf
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www.mnr.ch n Nr. 10.2015
Wie nun sollen wir beten?
• Gebet im Neuen Testament
• Die tiefere Dimension des Vaterunsers
Die mysteriöse Zahl 666 | Alles Liebe, oder was?
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INHALT
TITEL
4 Wie nun sollen wir beten?
5 Gebet im Neuen Testament
8 Die tiefere Dimension des
Vaterunsers
13 Der Gebetsbund
13 Dass sie allezeit beten und nicht
ermatten sollten
BLICKFELD
18 Rainer Wagner und seine
umstrittene Predigt
20 Die mysteriöse Zahl 666
22 Offenbarung 7,4-8
22 Carlos Manuel O
­ rellana Cancinos
24 Alles Liebe, oder was?
26 «Unsere Feinde», unsere
Schutzengel
60 JAHRE MITTERNACHTSRUF
28 Die Missionsarbeit in Argentinien
3
Grusswort
14Aufgegriffen
19Sprüche
29Impressum
30Amen
Initialen der Autoren dieser Ausgabe
mnr = Mitternachtsruf-Redaktion;
rem = René Malgo
GRUSSWORT VON RENÉ MALGO
DAS KÜHNSTE GEBET
In Offenbarung 21,3 sehen wir den Höhepunkt
der Welt- und Heilsgeschichte: Gott selbst,
der «alles in allem» geworden ist und in Seiner grenzenlosen Fülle Sein Zelt bei den Menschen auf einer neuen Erde aufgeschlagen
hat und für immer bei ihnen wohnt. In einem
Gebet in Epheser 3,14-21 deutet der Apostel
Paulus an, dass diese endzeitliche Wohnung
Gottes bei den Menschen schon jetzt, hier auf
dieser alten Erde, möglich ist.
Wir Gläubige bilden gemeinsam einen «heiligen Tempel im Herrn». Wir sind Sein Wohnort
(Eph 2,20-22). Wir dürfen Kinder und Hausgenossen Gottes des Vaters sein. Das heisst,
dass wir freien Zugang zum «Reichtum seiner
Herrlichkeit» geniessen. Wir können unseren
Vater im Himmel um alles bitten (Eph 3,1416).
Wir sind mit «dem Heiligen Geist der Verheis­
sung» versiegelt, «der das Unterpfand unseres
Erbes ist» (Eph 1,13-14). Paulus betet nun,
dass wir durch diesen Geist auch mit Kraft gestärkt werden am inneren Menschen. In Epheser 1,15-20 stellt er fest, dass dieselbe Kraft
an uns wirkt, die Jesus Christus aus den Toten auferweckt hat. Genau diese Kraft soll uns
durch den Heiligen Geist auch innerlich stärken.
Im 1. Korintherbrief zeigt Paulus einerseits
auf, dass die ganze Gemeinde ein «Tempel
Gottes» ist, und andererseits, dass auch jeder
Gläubige persönlich einen «Tempel Gottes»
darstellt, weil der Heilige Geist in ihm wohnt
(1.Kor 3,16.17; 1.Kor 6,19; 2.Kor 6,16). Wir
sind wandelnde Tempel. In uns «zeltet» Gott
durch den Heiligen Geist.
Paulus betet, dass wir durch das kraftvolle
Wirken des Heiligen Geistes an unserem Herzen in der Liebe wachsen, damit wir gemeinsam «mit allen Heiligen» die Dimensionen der
«Liebe des Christus» erkennen – obwohl sie
«doch alle Erkenntnis übersteigt« (Eph 3,19).
Obwohl wir die überschwängliche Liebe unseres Herrn nie völlig erfassen können, betet Paulus doch darum. Wozu? Die Antwort ist
der Höhepunkt des Gebets in Epheser 3,1421: «damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes» (V 19).
Das soll unser Ziel sein, das Anliegen unserer Gebete, nämlich die «Vor-Erfüllung» von
Offenbarung 21,3 schon im Hier und Jetzt:
Dass das ganze Wesen Gottes uns selbst erfüllt, die wir jeder Einzelne für sich und alle gemeinsam ein Tempel Gottes sind. Das ist das
höchste Gut für jeden Christen, der Glied am
Leib Christi und Baustein des Tempels Gottes
im Geist ist: Dass Gott selbst in ihm zeltet und
überfliesst.
Der Bibelausleger John Stott stellt richtigerweise fest, dass wir über die Kühnheit von
Paulus in diesem Gebet nur verblüfft sein können. Um was er da bittet, ist geradezu unerhört, da könnte «einem die Luft ausgehen,
sogar ein wenig schwindlig werden». – Kann
der ewige, unendliche, unfassbare Gott etwa
tatsächlich in Seiner ganzen Fülle in uns wohnen?
Die Antwort auf jegliche Zweifel finden wir im
Lobpreis in den nächsten beiden Versen. Gott
der Vater kann viel mehr tun, «als wir bitten
oder verstehen» (Eph 3,20-21). Das bedeutet: Gott kann viel Grösseres in Ihrem Leben
tun, als Sie es in Ihren kühnsten Gebeten zu
bitten wagen. Der Ewige kann Sie durch den
Heiligen Geist in unserem Herrn und Erlöser
Jesus Christus mit Seiner ganzen Fülle erfüllen; Sie können ein wandelndes Zelt Gottes
sein; Sie können eine Vorerfüllung von Offenbarung 21,3 sein; Sie können, trotz aller Unzulänglichkeiten, ein Aussenposten des Himmels auf dieser Erde sein.
Der Schlüssel zur «ganzen Fülle Gottes» in
Ihrem Leben ist das kühne Gebet. Paulus
scheut sich nicht, den Vater um Grosses für
die Leser zu bitten.
Das Gebet ist eigentlich die einfachste Pflicht
des Christen. Jeder kann beten. Ob alt oder
jung, vital oder ans Bett gefesselt, hochintelligent oder etwas weniger – zum Gebet sind keine Doktortitel, Fitnessprogramme oder lange
Ausbildungszeiten nötig. Und doch scheint es
die am meisten vernachlässigte Pflicht vieler
zu sein. Aber wie Paulus in Epheser 3,14-21
zeigt und wie wir noch weiter in dieser Ausgabe sehen werden (S. 4ff.), ist das Gebet auch
die höchste, lohnendste und beste Pflicht des
Christen.
Darum: Beten Sie, und beten Sie kühn. Gott
selbst erwartet es.
Ihr René Malgo
Mitternachtsruf 10.2015
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TITEL
WIE NUN SOLLEN WIR
BETEN?
Will man einen Christen beschämen, heisst es, soll man ihn nach
seinem Gebetsleben fragen. Dabei ist beten so einfach.
Nichts ist sowohl dringlicher als auch einfacher durchzuführen als das Gebet. Dies zeigt das Neue Testament (s.
S. 5ff.). Besondere Formeln sind nicht nötig, nicht einmal
das Vaterunser muss man auswendig können. – Welche
Dimensionen hinter diesem berühmten Gebet stecken
können, zeigt Norbert Lieth auf Seite 8ff. – Dass das Gebet
auch in der 60-jährigen Geschichte des Missionswerkes
Mitternachtsruf eine vorrangige Rolle spielte und spielt,
zeigt sich auf Seite 13. Eine Erweckung zum Gebet, gerade
in dieser Endzeit, tut not!
4
Mitternachtsruf 10.2015
Gebet im
Neuen Testament
Das Neue Testament ist voller Hinweise auf das Gebet und
voller Beispiele von Gebeten; wir können viel daraus lernen.
J
esus selbst war ein grosses Vorbild des Gebets, so
sehr, dass die Jünger Ihn einst fragten: «Herr, lehre
uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte!»
(Lk 11,1). Daraufhin lehrte der Herr sie das Vaterunser
(mehr dazu im folgenden Artikel «Die tiefere Dimension
des Vaterunsers»). Später kam die Zeit – es war ein Tag vor
dem Tod Jesu am Kreuz –, dass Er ihnen sagte: «Was auch
immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er
wird es euch geben! Bis jetzt habt ihr nichts in meinem
Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit
eure Freude völlig wird» (Joh 16,23-24).
Damit stiess der Herr eine völlig neue Tür des Gebets
auf, die die Jünger bisher nicht kannten. Sie durften in Jesu
Namen zum Vater beten; das Gebet über Seine Person würde die Garantie der Erhörung sein. Daran wird erkennbar,
was Jesus Christus vollbracht hat und in welche Dimension
Er alle erhebt, die an Ihn glauben. Er identifiziert sich mit
unseren Gebeten in Seinem Namen.
Man wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob
man direkt zu Jesus selbst beten dürfe oder ob man immer
in Seinem Namen zu Gott dem Vater beten müsse. Die
Antwort finden wir in derselben Rede wie oben, wo Jesus
Mitternachtsruf 10.2015
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TITEL
DER HEILIGE GEIST WILL, DASS WIR
ZU JEDER ZEIT BETEN. ER WILL UNS
ERINNERN, ANSTÖSSE GEBEN, LEITEN,
AUFMERKSAM MACHEN.
Seinen Jüngern sagte: «Und alles, was
ihr bitten werdet in meinem Namen, das
will ich tun, damit der Vater verherrlicht
wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten
werdet in meinem Namen, so werde ich
es tun» (Joh 14,13-14).
Der Herr Jesus bestätigte damit zwei
Dinge:
1. Das Gebet in Seinem Namen wird
von Ihm selbst erhört: «Das will ich tun.»
2. Das Gebet in Seinem Namen wird
vom Vater erhört: «Er wird es euch
geben.»
Damit liegt auf der Hand, dass der
Herr Jesus wesenseins mit dem Vater
ist. Dies wird nach Seiner Auferstehung
von dem Apostel Thomas bestätigt, der
sagte: «Mein Herr und mein Gott!» (Joh
20,28). Darüber hinaus kommt es in den
Evangelien auch vor, dass Menschen vor
dem Herrn Jesus niederfallen und sich
etwas von Ihm erbitten (Mt 8,2; 9,18;
Lk 8,47). Dies darf sicher als Gebet aufgefasst werden.
In Römer 10,9-10 betont Paulus, wie
wichtig es ist, den Herrn Jesus als Herrn
zu bekennen. Denn das führt zur ewigen
Errettung. In Vers 11 betont er nochmals,
dass jeder, der an Ihn (Jesus) glaubt, nicht
zuschanden wird. Und in Vers 13 zitiert
Paulus eine alttestamentliche Stelle zu
Gott selbst in Bezug auf den Herrn Jesus.
Wer Jesus als Herrn bezeugt und Ihn
anruft, wird gerettet.
Demnach liegt es auf der Hand, dass
wir den Namen des Herrn (Jesus Christus) nicht nur anrufen dürfen, sondern
auch sollen. Darauf wird auch im Korintherbrief hingewiesen, wo von «allen»
die Rede ist, «die den Namen unseres
Herrn Jesus Christus anrufen an jedem
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Mitternachtsruf 10.2015
Ort» (1.Kor 1,2). Alle Christen dürfen
«den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort», also sehr
wohl direkt zu Ihm beten.
Notwendig ist dabei das sogenannte
«Beten im Geist». «Indem ihr zu jeder
Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im
Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller
Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen»
(Eph 6,18). «Ihr aber, Geliebte, erbaut
euch auf euren allerheiligsten Glauben
und betet im Heiligen Geist» (Jud 20).
Der in uns wohnende Heilige Geist
will uns unter anderem ins Gebet treiben
(Röm 8,14). Er will, dass wir im Geist
beten, nicht im Fleisch, das heisst, nicht
beladen mit Zorn, Egoismus, Neid, Habsucht u.v.a.m. (Jak 4,3). Er will, dass wir
zu jeder Zeit beten. Er will uns erinnern,
Anstösse geben, leiten, aufmerksam
machen usw.
Der Heilige Geist ist es aber auch,
der uns direkt vor Gott vertritt. «Ebenso
aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen
nicht, was wir bitten sollen, wie es sich
gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen
Seufzern. Der aber die Herzen erforscht,
weiss, was der Sinn des Geistes ist,
denn er verwendet sich für Heilige Gott
gemäss» (Röm 8,26-27).
Oft wissen wir weder, was wir beten
sollen, noch, wie wir beten sollen. Wie
gut ist es da zu wissen, dass der Geist
unserem Stammeln entgegenkommt und
sich unserer Schwachheit annimmt. Der
Heilige Geist vertritt Jesus in uns und
Jesus wird immer erhört.
Wichtig ist, allezeit zu beten. Wie
Corrie ten Boom sagte: «Das Gebet sollte
unser Lenkrad und nicht unser Ersatzrad
sein.» – «Betet ohne Unterlass!» (1.Thess
5,17). «Indem ihr zu jeder Zeit betet mit
allem Gebet und Flehen im Geist, und
wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer
und Fürbitte für alle Heiligen» (Eph 6,18).
Mit diesen Aussagen kann nicht gemeint sein, dass wir 24 Stunden am Tag
ununterbrochen beten. Es geht dabei
mehr um die ständige Gebetshaltung,
weil der Geist des Gebets in uns wohnt.
Wir haben ja das Vorrecht, dass wir immer dann, wenn uns etwas in den Sinn
kommt, gleich dafür beten können. Wir
brauchen keine grossen Einleitungen,
Formulierungen, Liturgien, Traditionen;
wir können, weil wir stets in Christus
sind, immer und überall beten. Weil der
Heilige Geist immer in uns wohnt, sind
wir immer gleich angekommen. Wir
können somit aus dem Stand beten, ganz
im Sinne von «jeder Zeit».
Charles H. Spurgeon sagte: «Wir können zu allen Zeiten beten – ich weiss,
wir können es. Aber ich fürchte, dass
diejenigen, die nicht zu bestimmten
Stunden beten, überhaupt selten beten.»
So gesehen ist Beten auch ein Gesetz. Georg Müller meinte: «Die stillen Stunden
mit Gott müssen gepflegt werden, denn
sie allein geben dem inneren Leben Kraft
und Nahrung. Nichts kann uns für den
Ausfall heiliger Stunden unter dem Wort
und im Gebet entschädigen.» Es gibt im
Neuen Testament unzählige Ermahnungen zum Gebet und Hinweise, Beispiele
und Gleichnisse, die uns ein Zeugnis
dafür sind, dass das Gebet ein «Muss»
ist (Lk 18,1).
Oft wird betont, wie Jesus einsame
Gegenden und die Stille suchte, um zu
beten. Ganze Nächte verbrachte Er im
Gebet (Mt 14,23; 26,36; Lk 6,12; 9,28;
11,1). Nach Pfingsten sehen wir die erste
Gemeinde als eine betende Gemeinde,
die äusserst viel Wert darauf legte, das
Angesicht des Herrn zu suchen (Apg 1,14;
2,42; 3,1; 4,31; 6,4; 10,9; 14,23; 16,13).
Der Apostel Paulus und seine Mitarbeiter
beteten selbst sehr viel, und er hat dies
sicher nicht betont, um damit anzugeben,
sondern um ein Zeugnis und Ansporn zu
sein (Röm 1,10; Eph 1,16; Kol 4,12; 2.Tim
1,3; Phlm 4). In den Apostelbriefen finden wir denn auch sehr häufig direkte
Befehle und Aufforderungen zum Gebet
(Eph 6,18; Kol 4,3; 1.Thess 5,17; 2.Thess
3,1; Hebr 13,18; Jak 5,16).
Jemand sagte einmal im Hinblick auf
das Gebet:
«Wie viele Besucher zur Bibelstunde
kommen, zeigt an, wie populär die Gemeinde ist.
Wie viele Besucher zum Gottesdienst
kommen, zeigt an, wie populär der
Pastor ist.
Aber wie viele in die Gebetsstunde
kommen, zeigt an, wie populär Jesus ist.»
Trotzdem, Beten ist nicht gesetzlich.
Martin Luther soll gesagt haben: «Gut
gebetet ist halb studiert. … Ich habe
so viel Arbeit, dass ich nicht auskomme
ohne täglich mindestens drei Stunden
meiner besten Zeit dem Gebet zu widmen.» Das war für ihn der richtige
Weg, aber man kann nicht zwangsweise
solche Beispiele aufs eigene Gebetsleben
legen und unzufrieden sein, wenn man
es nicht schafft, so lange zu beten. Eine
Hausfrau und Mutter, die sich um ihre
Kinder kümmern muss, wird wohl kaum
drei Stunden am Stück beten können.
Hier sollte niemand unzufrieden werden
und sich knechten lassen; die Hauptsache
ist, dass man betet. – Dies übrigens war
auch ein Anliegen von Luther selbst, der
gegen jede Form von «neu-mönchischer»
Gesetzlichkeit war und sich sicherlich
masslos aufregen würde, wenn er wüsste, dass heute manche Christen sein persönliches Zeugnis zum Gebet zu einem
Gesetz erheben.
Jeder sollte beten, möglichst viel, aber
dem einen liegt der Morgen am besten,
der andere kann sich mittags die Zeit
nehmen für ein längeres Gebet und
anderen geht es am Abend am besten.
Manche können es während des Spazierengehens, andere nur in einer stillen
Kammer und etliche nur auf den Knien.
Jesus Christus ist unser grösstes
Beispiel, was das Gebet betrifft. Er betete häufig und oft auch lange. Dennoch
warnte Er vor gewissen gesetzlichen
Gebeten, die nicht aufrichtig sind: «Alle
ihre Werke tun sie aber, um von den
Leuten gesehen zu werden. Sie machen
nämlich ihre Gebetsriemen breit und
die Säume an ihren Gewändern gross»
(Mt 23,5). «Und wenn ihr betet, sollt
ihr nicht plappern wie die Heiden; denn
sie meinen, sie werden erhört um ihrer
vielen Worte willen» (Mt 6,7).
Der Herr Jesus ermutigte einst Seine
Zuhörer mit einem Gleichnis über das
Gebet, darin begann Er mit den Worten:
«Wenn einer von euch einen Freund hätte
und ginge zu ihm um Mitternacht und
spräche zu ihm: Freund, leihe mir drei
Brote» (Lk 11,5).
«Freund, leihe mir drei Brote.» Es
gibt drei Dinge, die wir aus dieser Bitte
lernen können:
1. Der Wunsch könnte nicht kürzer
formuliert sein.
2. Die Bitte ist konkret und kommt
direkt zum Kern.
3. Der Bittende hat keine Skrupel, unpassend zu sein. Er kommt mitten in der
Nacht zu seinem Freund. Er bittet kühn.
Zum Nachdenken anregen mag da
folgendes, direkt zum Kern gehendes
Gebet aus China:
«Herr, erwecke deine Kirche
und fange bei mir an.
Herr, baue deine Gemeinde auf
und fange bei mir an.
Herr, bringe deine Liebe und Wahrheit
zu allen Menschen
und fange bei mir an.»
NOR BERT LIETH
>>>Neue Vortrags-CD
NORBERT LIETH
Das Lied Moses und des Lammes
Schon beim Auszug aus Ägypten spielte das Lamm
für Israel eine lebenswichtige Rolle. Norbert Lieth
beleuchtet viele hochinteressante prophetische
Aspekte aus dem ersten Lied der BibeI und wie
sich in der Offenbarung der Kreis schliesst. Altes
und Neues Testament bilden eine Einheit und der
zentrale Punkt ist und bleibt das Lamm – Jesus
Christus.
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Mitternachtsruf 10.2015
7
TITEL
DIE TIEFERE DIMENSION DES
VATERUNSERS
Das Vaterunser kann durchaus als
Gemeindegebet gesehen und gebetet
werden, es hat aber darüber hinaus eine
tiefere prophetische Dimension, die wir
hier beleuchten möchten.
I
ch bete das Vaterunser nahezu
täglich. Es berührt praktisch jeden
Lebensbereich. Es zeigt mir, was
Gott wichtig ist, und es gibt etwas
von der tiefen Weisheit unseres Herrn
wieder. Unzähligen Christen ist es eine
Hilfe in Nöten. Das Vaterunser wird von
manchen als «Mustergebet» bezeichnet,
das für viele Anliegen spricht und alle
Lebensbereiche abdeckt.
Die gesamte von Gott inspirierte
Heilige Schrift dient der Gemeinde und
ist ihr nützlich zur Lehre und Weiterführung (2.Tim 3,16). Gerade deshalb ist es
wichtig, darauf zu achten, in welchem
Zusammenhang der jeweilige Text steht,
und ihn das sagen zu lassen, was der
Autor auch ursprünglich gemeint hat.
Dies ist die sogenannte «heilsgeschichtliche» Herangehensweise an die Bibel.
Professor Dr. Helge Stadelmann schreibt
in Heilsgeschichte verstehen, «dass es
sinnvoll ist, als Christ heilsgeschichtlich
zu denken. Es geht von der Beobachtung
aus, dass ohne ein heilsgeschichtliches
Bibelverständnis die Auslegung und
vor allem die Anwendung ganzer Teile
der Heiligen Schrift häufig misslingt.
Ist die Bibel der Schatz der christlichen
Gemeinde, verarmt sie, wenn ihr heilsgeschichtliche Erkenntnis fehlt. An die
Stelle eines Denkens von Gott her, das
immer konsequent danach fragt, was
Gott selbst für wen und für welche Zeit
gesagt hat, tritt dann ein Ansatz, der bei
8
Mitternachtsruf 10.2015
der Bibellese von dem ausgeht, was den
Menschen gerade persönlich anspricht.
Grosse Teile der Bibel können so gar
nicht mehr eingeordnet werden und
werden übergangen. Wer dagegen mit
Heilsgeschichte vertraut ist, wird die
ganze Bibel mit Gewinn lesen» (S. 7).
Man mag sich fragen, was das denn
nun mit dem Vaterunser zu tun hat. Vielleicht mehr, als wir im ersten Moment
ahnen …
Unmittelbar bevor der Herr Seine
Jünger das Vaterunser beten lehrte, sagte
Er: «Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht
plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen
Worte willen. Darum sollt ihr ihnen
nicht gleichen! Denn euer Vater weiss,
was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet»
(Mt 6,7-8). Der Herr machte damals
einen deutlichen Unterschied zwischen
Seinen Jüngern und den Nationen. Sie,
die jüdischen Jünger, sollten nicht beten
wie die Heiden. Jesus selbst kam als Jude
zu Juden, in Sein Eigentum (Joh 1,11)
und unter das Gesetz getan (Gal 4,4).
Den Neuen Bund setzte Er erst kurz
vor Seinem Tod ein (Lk 22,20). Da die
spätere Gemeinde, bestehend aus Juden
und Heiden, zu diesem Zeitpunkt, als
der Herr das Vaterunser lehrte, noch
nicht Offenbarungsgegenstand war, wird
klar, dass es sich hier zunächst um ein
jüdisches Gebet handelt.
Die Inhalte des Vaterunsers kommen
in ähnlicher Form bereits im Alten Bund
vor, der Israel galt (vgl. Jes 63,15-16). In
Jeremia 31 gibt der Heilige Geist eine auffällige Parallele zum Vaterunser. Dieses
Kapitel beschreibt die Zukunft Israels.
«Vater unser»: «Weinend kommen sie,
und unter Flehen führe ich sie … denn
INFOBOX
Das Vaterunser
«Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist
im Himmel! Geheiligt werde dein
Name. Dein Reich komme. Dein
Wille geschehe, wie im Himmel, so
auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns
unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern. Und
führe uns nicht in Versuchung,
sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und
die Kraft und die Herrlichkeit in
Ewigkeit! Amen» (Mt 6,9-13).
ich bin Israel zum Vater geworden, und
Ephraim ist mein Erstgeborener» (Jer
31,9). Die Wiederherstellung Israels,
die ab Vers 1 erwähnt wird, führt Israel
dahin zurück, dass Gott sein Vater wird,
so wie Er jetzt der Vater der Gemeinde
ist. Im Hinblick auf diese Zukunft lehrte
Jesus Christus Seine jüdischen Jünger
dieses Gebet. Es ist ein prophetisches
Gebet, das letztendlich der gläubige
Überrest in der Trübsal beten wird.
«Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern errette uns von dem Bösen»:
«Denn der Herr hat Jakob losgekauft und
ihn aus der Hand dessen erlöst, der mächtiger war als er» (Jer 31,11). Das wird in
der Zukunft der Antichrist sein. So betete
der Herr schon in Seinem hohenpriesterlichen Gebet: «Ich bitte nicht, dass
du sie [die Jünger] aus der Welt nimmst,
sondern dass du sie bewahrst vor dem
Bösen» (Joh 17,15). Jesus betete zu diesem Zeitpunkt nicht für die Entrückung
Seiner Jünger, sondern dass sie vor dem
Bösen bewahrt werden. Wenn wir berücksichtigen, dass die Jünger zu diesem
Zeitpunkt noch für das echte Judentum
standen (und nicht für die Gemeinde aus
Juden und Heiden), dann können wir das
ganz gut einordnen.
In der grossen Trübsal, die die Enderfüllung der Evangelien ist, wird die gros­
se Versuchung durch den Antichristen
über den ganzen Erdkreis kommen. Jesus
hatte in Seiner Endzeitrede wiederholt
vor der endzeitlichen Verführung gewarnt (Mt 4,4-5.11.24). Der Böse (Satan)
wird seine Macht und Kraft dem antichristlichen Weltherrscher geben (Offb
13,2.4). Ihm wird 42 Monate Macht
verliehen (Offb 13,5). In dieser Zeit wird
er Vollmacht haben über alle Völker,
Sprachen und Nationen (Offb 13,7). In
Offenbarung 12 wird uns berichtet, wie
der Drache in seiner Bosheit die Frau
(Israel) verfolgt und Krieg gegen die
Übrigen ihres Samens führt. Der Antichrist – als gleichsam falscher Prophet –
wird diese Macht übertragen bekommen
(Offb 13,12) und er wird die Menschen
verführen und beherrschen. Die grosse
Versuchung wird darin bestehen, das
Malzeichen anzunehmen und das Bild
des Tieres anzubeten (Offb 13,15-16).
In dieser Zeit werden die Überwinder
beten, dass der Herr sie bewahren möge:
«Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern errette uns von dem Bösen.»
Selbstverständlich beten auch wir,
dass der Herr uns bewahren und Kraft
verleihen möchte, zu überwinden und
zu widerstehen, doch dies auf der Basis
der Ereignisse nach Pfingsten und der
daraus folgenden Lehrbriefe der Apostel.
So schreibt zum Beispiel der Apostel
Johannes der Gemeinde: «Wir wissen,
dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht
sündigt; sondern wer aus Gott geboren
ist, der bewahrt sich selbst, und der Böse
tastet ihn nicht an» (1.Joh 5,18).
«Gib uns heute unser tägliches Brot»:
«Und ich werde die Seele der Priester mit
Fett sättigen, und mein Volk soll sich an
meiner Güte sättigen! spricht der Herr»
(Jer 31,14).
Sicher darf dies jeder zu allen Zeiten
beten. Es darf für die Bitte stehen, dass
der Herr uns auch heute täglich von neuem versorgen möchte, denn allzu schnell
kann der Wohlstand zusammenbrechen.
Dennoch meine ich, dass es zuerst Israels Situation betrifft, und zwar in der
grossen Trübsal. In jener wird es ohne
das Malzeichen schwer sein, zu kaufen
oder zu verkaufen (Offb 13,17). Die Erde
wird von Hungersnöten und anderen
Katastrophen heimgesucht werden (Offb
6,6; Mt 24,7). In dieser Zeit findet dieses
Gebet grösste Bedeutung. So heisst es
in Jesaja: «Und der Herr wird euch in
Trübsal Brot und in Ängsten Wasser
geben» (Jes 30,20). Die Gemeinde Jesu
heute wird hingegen aufgefordert, die
eigenen Angelegenheiten zu besorgen,
mit den eigenen Händen zu arbeiten und
den Bedürftigen abzugeben (1.Thess 4,11;
Eph 4,28).
«Dein Reich komme. Dein Wille
geschehe, wie im Himmel, so auch auf
Erden. … Und vergib uns unsere Schulden»: «Siehe, es kommen Tage, spricht
der Herr, da ich mit dem Haus Israel und
mit dem Haus Juda einen neuen Bund
schliessen werde; nicht wie der Bund,
den ich mit ihren Vätern schloss an dem
Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie
aus dem Land Ägypten herauszuführen;
denn sie haben meinen Bund gebrochen,
obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht
der Herr. Sondern das ist der Bund, den
ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen
schliessen werde, spricht der Herr: Ich
will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben,
und ich will ihr Gott sein, und sie sollen
mein Volk sein; und es wird keiner mehr
seinen Nächsten und keiner mehr seinen
Bruder lehren und sagen: ‹Erkenne den
Herrn!› Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Grössten
unter ihnen, spricht der Herr; denn ich
werde ihre Missetat vergeben und an
ihre Sünde nicht mehr gedenken!» (Jer
31,31-34).
Israel bekam Vergebung zugesprochen
aufgrund von Gnade, aber auch aufgrund
von damit verbundenen Bedingungen:
«wie auch wir vergeben unseren Schuldnern». So führte der Herr das Vaterunser
auch in diesem Sinne weiter, als Er im
>>>Neue Vortrags-CD
NORBERT LIETH
Berufen zum Wäschewaschen
Soll das ein Witz sein? Zum Wäschewaschen
braucht man doch keine Berufung! Das gehört
doch zum alltäglichen Leben. – Aber wie ist denn
das mit der Berufung? Wofür wird man berufen und
wie merkt man das? Norbert Lieth erklärt in anschaulicher Weise wie das mit der Berufung geht.
Erstaunlich einfach und auf festem biblischen Fundament.
Audio-CD, Bestell-Nr. 130114
CHF 5.50, EUR 4.00
Mitternachtsruf 10.2015
9
TITEL
«UND WENN IHR BETET, SOLLT IHR NICHT PLAPPERN
WIE DIE HEIDEN; DENN SIE MEINEN, SIE WERDEN
ERHÖRT UM IHRER VIELEN WORTE WILLEN.»
Anschluss daran sagte: «Denn wenn
ihr den Menschen ihre Verfehlungen
vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber
den Menschen ihre Verfehlungen nicht
vergebt, so wird euch euer Vater eure
Verfehlungen auch nicht vergeben» (Mt
6,14-15). Die Vergebung stand sogar unter der Androhung, dass sie gegebenenfalls wieder rückgängig gemacht werden
konnte (vgl. Mt 18,23ff.).
Wenn es über Israel hiess: «Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir
vergeben unseren Schuldnern», so heisst
es über die Gemeinde nach Pfingsten
(neues Heilszeitalter) genau umgekehrt:
«Ertragt einander und vergebt einander,
wenn einer gegen den anderen zu klagen
hat; gleichwie Christus euch vergeben
hat, so auch ihr» (Kol 3,13). Allerdings
ist es auch für uns wichtig, unseren
Mitmenschen alle Zeit zu vergeben, und
zwar aufgrund der unverdienten, grossen
Liebe, die wir in der Vergebung durch
Jesus Christus erfahren haben – aber sie
steht nicht mehr unter einer Bedingung.
«Denn dein ist das Reich und die
Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!
Amen»: «Und das ganze Tal der Leichen
und der Asche und alle Felder bis zum
Bach Kidron, bis zur Ecke des Rosstores
im Osten, wird dem Herrn heilig sein; es
soll nicht ausgerottet und nicht zerstört
werden in Ewigkeit» (Jer 31,40; vgl. Ps
145,11-13). Es geht um das Reich, die
Kraft und Herrlichkeit Gottes, die sich
in der Offenbarung entfaltet. Gerade im
letzten Buch der Bibel sehen wir Sein
Reich kommen, Seine Kraft wirken und
Seine Herrlichkeit erscheinen (vgl. Offb
12,10; 19,1).
Auch wir beten als Gemeinde das
«Maranatha» (1.Kor 16,22). Wir wollen
Seine Erscheinung lieb haben und uns
10 Mitternachtsruf 10.2015
danach ausstrecken (2.Tim 4,8). Der
Geist ist es, der uns dazu drängt. Auch
wir wünschen uns die Herrschaft des
kommenden Königreichs herbei, in der
der Herr Jesus dieser Welt Seine Gerechtigkeit bringt. Doch unser Augenmerk ist
zuerst auf die Entrückung der Gemeinde
ausgerichtet. Der Apostel sagt diesbezüglich: «So tröstet euch nun mit diesen
Worten untereinander» (1.Thess 4,18).
Die Jünger Jesu sollten zwar später auch
das Fundament der Gemeinde bilden (Eph
2,20), doch in diesem Kontext müssen
sie zunächst als das wahre Israel gesehen
werden. Nachdem die Leiter des jüdischen
Volkes die Sünde gegen den Heiligen Geist
begangen (Mt 9,34) und beschlossen
hatten, Ihn zu töten (Lk 6,11), berief der
Herr Seine zwölf Jünger (Mt 10,1ff.; Lk
6,12ff.). Diese stellten nun prophetisch
den gläubigen Überrest Israels dar. Darum
sprach der Herr sie in der Endzeitrede auf
dem Ölberg an, obwohl nach anderen
Aussagen der Schrift die Gemeinde sich in
dieser Zeit nicht mehr auf Erden befinden
wird, wohl aber ein Überrest Israels (Mt
24,4.6.9.15.23.25.26.33.42.47).
Jesus hatte bis zu diesem Zeitpunkt
das nahegekommene Reich Gottes verkündigt, womit die Königsherrschaft
des Messias auf Erden gemeint ist (Mt
4,17.23). Das Vaterunser gehört zur
Bergpredigt, die Jesus vor Seinen Jüngern hielt, und diese wiederum bildet
die Grundlage der Regierung des Königreiches auf Erden (Mt 5,3ff; Lk 6,20).
Bevor die Jünger später den weltweiten
Evangeliums-Auftrag erhielten, bekamen
sie zu jenem Zeitpunkt noch den Befehl,
Israel das Reich zu verkündigen, wobei
die dazugehörigen Wunder dieses bestätigen sollten (Mt 10,5-8).
Das Vaterunser ist ein vom Heiligen
Geist inspiriertes Gebet und deshalb
auch nützlich für die Gemeinde. Aber
es wurde in einen gewissen jüdischen
Rahmen gesetzt, den man berücksichtigen sollte. Die Jünger sollten lernen, das
Reich Gottes herbeizubeten und es zu erwarten (Mt 6,9-10). Wir haben versucht,
oben darzulegen, worum es dabei geht:
– Um das Judentum damals, repräsentiert in den zwölf Jüngern.
– Um das Reich als Königsherrschaft
Gottes auf Erden, in dem Messias.
– Und um die prophetische Situation
des Überrestes Israel in der Zeit der gros­
sen Trübsal. Da das Reich damals noch
nicht durchbrach, sondern die Gemeinde
Jesu Einlass fand, wird nach deren Entrückung (Röm 11,25) das Evangelium
des Reiches wieder verkündet und es
wird mit der sichtbaren Wiederkunft
Jesu endlich durchbrechen (Mt 24,14;
Offb 11,15.17; 12,10; 14,6; 19,6). So
finden wir in der Offenbarung dann auch
wieder das Gebet «dein Reich komme»
in etwas anderen Worten wieder (Offb
22,17.20).
In der Zeit der Trübsal, wenn ein
Überrest Israels an den Messias gläubig
wird und die Juden das Werk Seiner Hände in ihrer Mitte erkennen, dann werden
sie Seinen Namen heiligen, danach leben
und dementsprechend beten. «Denn
wenn er, wenn seine Kinder das Werk
meiner Hände in ihrer Mitte sehen, so
werden sie meinen Namen heiligen; sie
werden den Heiligen Jakobs heiligen und
den Gott Israels fürchten» (Jes 29,23).
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Das Vaterunser ist ein ursprünglich
jüdisches Gebet, das jedoch sehr wohl
geistlich auch uns gelten darf. Aber so
können wir es gesamthaft und heilsgeschichtlich besser einordnen und uns
daran erfreuen.
NOR BERT LIETH
Sachsenlandhalle, An der Sachsenlandhalle 3, DE 08371 Glauchau
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Sa. 03.10.2015
c
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H adung …
Einl
zum Mitternachtsruf
Freundestreffen in Glauchau
Norbert Lieth
spricht um 10.00 und 14.00 Uhr
über das biblisch-prophetische
Thema:
Dimensionen
biblischer Prophetie
Besondere musikalische
Umrahmung: Govert Roos, Ghighi Iovin
und Florin Iovin erfreuen uns mit ihrem einzigartigen Stil! Sie werden ihre neue Musikproduktion vorstellen, die dann am Büchertisch erworben werden kann.
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Kinderbetreuung:
Ab 6 Jahre: Hans-Jürgen Braun und sein
rollender Kindertreff.
Grosser Büchertisch
mit Neuheiten!
Am Freitag, 02.10.2015, 19.30 Uhr
spricht Norbert Lieth auch in
Lauter-Bernsbach
Landeskirchliche Gemeinschaft Lauter, Dietrich-Bonhoeffer-Strasse 13, DE 08315 Lauter–Bernsbach
Thema: Die prophetische Dimension des Sabbat
Mitternachtsruf 10.2015 11
TITEL
Die
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12 Mitternachtsruf 10.2015
Der Gebetsbund
In den Anfängen des Missionswerkes
Mitternachtsruf rief Wim Malgo einen
Gebetsbund ins Leben. Ein Rückblick.
E
s war Anfang der 1960er-Jahre.
Der Mitternachtsruf hatte seine
Postadresse noch in Zürich und
sein Gründer Wim Malgo (1922–1992)
wohnte in Thun. Er gründete damals einen Gebetsbund, der als «Gebetsmacht»
und «tragende Gebetskraft für das
Missionswerk Mitternachtsruf» dienen
sollte. Diesem Gebetsbund konnte jeder
Christ beitreten, der «dem Gebetsdienst
den ersten Platz in seinem Leben einräumt» – und zwar «wider alle eigenen
Neigungen und Interessen». Interessierte
erhielten die Anliegen des Mitternachtsruf zugeschickt. Die Beter schlossen
sich zu Gebetszellen zusammen, traten
bereits bestehenden bei oder sie beteten
für sich, in ihrem «stillen Kämmerlein».
Diesen Dienst vieler treuer Freunde betrachtete Wim Malgo als den Motor der
Mitternachtsruf-Verkündigungsarbeit.
Dabei ging es nicht nur um den Mitternachtsruf. Die betenden Mitglieder
sollten auch seelsorgerlich betreut werden. Zwei der Gebetsbundziele waren:
«Dem Befehl des Herrn ‹wachet und
betet!› gehorchen.» Und: «Alle gleichgesinnten, betenden Gotteskinder in
diesem Bund vor dem Herrn vereinigen.»
Der Gebetsbund war vom Glauben
geprägt, «dass Gott alle Verheissungen,
die Er uns in Seinem Wort gegeben hat,
auch wirklich erfüllen will». «Er ist
davon durchdrungen, dass Gott in die
Lage versetzt wird, Seine Verheissungen einzulösen, wenn wir beten. ‹Ihr
habt nicht, darum dass ihr nicht bittet›
(Jak 4,2). ‹Bittet so wird euch gegeben;
suchet, so werdet ihr finden; klopfet an,
so wird euch aufgetan› (Mt 7,7).»
So hatte Wim Malgo die Überzeugung,
«dass die grosse Unterlassungssünde der
Gläubigen darin besteht, dass sie nicht
Dass sie allezeit
beten und nicht
ermatten sollten
mehr beten. ‹Es sei aber ferne von mir,
mich also an dem Herrn zu versündigen,
dass ich sollte ablassen, für euch zu
beten …› (1.Sam 12,23).» Aus diesem
Grund war damals der Gebetsbund eingeführt worden. Und deshalb betete auch
die Gründergeneration des Mitternachtsruf so viel und hat das Gebet bis heute
Priorität im Missionswerk – über alles,
was man mit Geld oder seinen Händen
sonst bewirken könnte. Denn es ist so,
wie es unser Herr Jesus sagt: «Ohne mich
könnt ihr nichts tun» (Joh 15,5).
Blicken wir zurück auf das, was in
60 Jahren Mitternachtsruf trotz aller
menschlichen Mängel und Differenzen
geschafft wurde, so wird deutlich, wie
sehr das glaubende Gebet zum Schöpfer
des Himmels und der Erde tatsächlich
eine «Macht» ist. Darum soll das Gebet
weiterhin die treibende Kraft des Missionswerkes Mitternachtsruf bleiben.
Die Zeiten mögen sich geändert haben, Gott nicht.
R ENÉ M ALGO
Herzluicnhge…
Einlad
Eberhard Hanisch
Wenn jemand unter euch einen
Freund hat und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber
Freund, leih mir drei Brote; denn
mein Freund ist zu mir gekommen
auf der Reise, und ich habe nichts,
was ich ihm vorsetzen kann, und
der drinnen würde antworten und
sprechen: Mach mir keine Unruhe!
Die Tür ist schon zugeschlossen, und
meine Kinder und ich liegen schon
zu Bett; ich kann nicht aufstehen
und dir etwas geben. Ich sage euch:
Und wenn er schon nicht aufsteht
und ihm etwas gibt, weil er sein
Freund ist, dann wird er doch wegen
seines unverschämten Drängens
aufstehen und ihm geben, soviel er
bedarf. – Betet allezeit mit Bitten
und Flehen im Geist und wacht dazu
mit aller Beharrlichkeit im Gebet für
alle Heiligen.
Ich lasse dich nicht, du segnest
mich denn … Du hast mit Gott und
Menschen gekämpft und hast gewonnen. – Seid beharrlich im Gebet
und wacht in ihm mit Danksagung!
Er ging auf einen Berg, zu beten; und
er blieb die Nacht über im Gebet zu
Gott.
Lk 18,1; 11,5-8; Eph 6,18; 1.Mo
32,27.29; Kol 4,2; Lk 6,12. Aus dem
Andachtsbuch Licht für den Tag,
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Mitternachtsruf 10.2015 13
AUFGEGRIFFEN
Kontraproduktive Selbstverwirklichung
A
uf nzz.ch schreibt Seraina Kobler
von der «permanente[n] Selbstverwirklichung» in unserer Gesellschaft.
Die Bücherbranche macht ein grosses
Geschäft mit ego-zentrierten Ratgebern.
«Doch macht die Beschäftigung mit den
Stephen King und
das Jenseits
D
er Horrorbuch-Autor Stephen
King ist in christlichen Kreisen aufgewachsen. Heute will
er nicht viel von «organisierter
Religion» wissen, glaubt aber,
dass es irgendeinen Gott gibt. In
einem Interview mit dem Rolling
Stone offenbart er, dass er jedoch
nicht in den Himmel gehen wolle,
von dem er als Kind gehört habe.
«Das scheint mir langweilig. Der
Gedanke, dass man den ganzen
Tag lang auf einer Wolke herumhängt und einigen Typen beim
Harfenspiel zuhört? Ich will mir
keine Harfen anhören. Ich will
Jerry Lee Lewis hören!» Trotz
seiner Übertreibung legt King
hier ein typisch christliches Prob­
lem bloss. Unsere «geistlichen»
Himmelsvorstellungen wirken
abstossend, weil sie oft mehr
vom Neo-Platonismus beeinflusst
sind, als von Gottes Wort, das die
Ewigkeit als ein neues Universum
mit einer neuen Erde, wo Gott
selbst bei den Menschen wohnt,
vorstellt (Jes 65,17-25; 2.Petr 3,13;
Offb 21,1-5.).
rem
14 Mitternachtsruf 10.2015
eigenen Bedürfnissen zufriedener?» Kobler verneint die selbst gestellte Frage. «Für
eine Gesellschaft birgt die Ego-Zentrierung
Gefahren. Denn diese höhlt den Sinn für
die soziale Verantwortung aus und kann
zu einer Entsolidarisierung führen.» mnr
Iran träumt immer noch von Israels
­Auslöschung
N
ach den Atomverhandlungen mit
dem Iran versucht der Westen,
das Land als moderat hinzustellen.
In der Tat gibt sich der iranische
Präsident Ajatollah Hassan Rohani in
der Öffentlichkeit verhältnismässig
zurückhaltend. Sein Mentor, der
frühere Präsident Ajatollah Akbar
Hashemi Rafsanjani, nimmt aber kein
Blatt vor den Mund. Er verkündigte öffentlich: «Israel ist ein vorübergehend
existierender Schwindel-Staat. Es ist
ein fremdes Objekt im Körper einer
Nation und wird bald ausgelöscht
werden.»
mnr
Typischer Kirchen­
austritt
F
ür Christ & Welt schreibt die Journalistin Liane Bednarz, warum sie aus
der evangelischen Kirche ausgetreten
und sich der katholischen Kirche angenähert hat. Ihre Begründung ähnelt
der vieler Ex-Evangelikalen: Während
die Frei-Evangelischen zu «antiintellektuell» seien, würden die evangelischen
Kirchentage inzwischen zu sehr GrüneParteitagen ähneln. Die evangelische
Kirche habe die Bibel zu sehr relativiert
und sei zu diesseitig orientiert, wohingegen die ernsthaftere katholische Kirche
sowohl ihr Herz als auch ihren Intellekt
anspreche.
mnr
Schweizer Regierung
zieht Unterstützung
für Christen zurück
D
er schweizerische Tagesanzeiger berichtet, dass der Verein
Vereinigte Bibelgruppen (VBG) für
seine Arbeit mit Jugendlichen keine
Subventionen mehr bekomme, weil
er «missioniere, statt Jugendliche
zu fördern». Für die Welt scheint
es unmöglich, die Verkündigung
des Evangeliums mit Förderung in
Einklang zu bringen.
mnr
US-Studie
­prognostiziert
­Verzehnfachung
der Lebensdauer
U
S-Forscher wollen herausgefunden ha ben,
dass der Alterungsprozess
nicht genetisch, sondern evolutionsbedingt sei und sich
deshalb irgendwie aushebeln
lasse. Eine Verzehnfachung der
Lebensdauer sei möglich, vielleicht
sogar «Unsterblichkeit», schreibt
n24.de. Dumm nur, dass diese
Studie ohne Einbeziehung Gottes
und des Sündenfalls durchgeführt
wurde.
mnr
Staatlich unterstützte Umschulung
zum Hellseher
Reaktion auf l­egalisierte
Homo-Ehe in Amerika
D
er Oberste Gerichtshof der USA hat
die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert. US-Pastor John MacArthur erinnert
Gläubige diesbezüglich in einem offenen
Brief an folgende sechs biblische Wahrheiten: 1. Menschliche Gerichte haben gar
nicht die Autorität, die von Gott eingesetzte Ehe umzudefinieren. 2. Gottes Wort
erklärt das Gericht über alle Nationen, die
das Gute böse nennen, Finsternis zu Licht
machen und Bitteres zu Süssem. 3. Das
Gerichtsurteil zeigt, dass wahre Christen
tatsächlich eine durch Gott abgesonderte
Minderheit sind. 4. Die Bibel verspricht
uns keine religiöse Freiheit. 5. Eherecht
ist nicht das wichtigste Schlachtfeld, die
Verbreitung des Evangeliums ist es. 6.
Römer 1 zeigt, dass es ein Ausdruck des
Gerichtes Gottes ist, wenn Er Menschen
in ihrer homosexuellen Unmoral dahingibt.
mnr
S
piegel Online berichtete im Juni
dieses Jahres, dass das niederländische Arbeitsamt auch Umschulungen
zu Hellsehern zahle. «Sieben Arbeits-
lose über 50 Jahre hätten das Angebot
bisher angenommen, sagte ein Sprecher des Amtes im niederländischen
Radio.»
mnr
Mossad als Schuhdieb
E
ines Morgens stellte der britischpakistanische Aktivist Ashgar Bukhari fest, dass ihm ein Schuh fehlte. Der
Schuldige war für ihn schnell gefunden:
Der Mossad. Seine kreative Begründung: «Das Einzige, was man genom-
men hat, war ein einziger Schuh – sie
haben einen Schuh zurückgelassen, um
mich wissen zu lassen, dass jemand hier
war. […] Natürlich kann ich nichts beweisen, aber das gehört wahrscheinlich
zur geplanten Einschüchterung.» mnr
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Norbert Lieth
Norbert Lieth
Nathanael Winkler
Friedrich Hänssler
Norbert Lieth
MNR-Freundestreffen Sachsenlandhalle, An der Sachsenlandhalle 3
MNR-Freundestreffen Sachsenlandhalle, An der Sachsenlandhalle 3
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Fabrikstrasse 12
CVJM Kassel, Wolfsschlucht 21
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Ates Hotel Kehl, Tagungsraum «Strassburg», Strassburger Strasse 18
Hotel Monte Real Resort, R. São Paulo, 622, Aguas de Lindóia/SP
Reformierte Kirche Buchberg, Dorfstrasse 2
Freie Baptisten Gemeinde, Weilerstrasse 65
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
MNR-Freundestreffen Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23
MNR-Freundestreffen Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23
EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9
EC Gemeinschaftshaus Spandau, Ruhlebener Strasse 9
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
DE 08371 Glauchau
DE 08371 Glauchau
CH 3011 Bern
CH 8600 Dübendorf
CH 3011 Bern
CH 8600 Dübendorf
DE 63636 Barachttal-Schlierbach
DE 34117 Kassel
CH 8600 Dübendorf
CH 3011 Bern
DE 77694 Kehl am Rhein
Brasilien
CH 8454 Buchberg
DE 72172 Sulz a.N.
CH 3011 Bern
CH 8600 Dübendorf
CH 3011 Bern
CH 8600 Dübendorf
DE 71065 Sindelfingen
DE 71065 Sindelfingen
DE 13597 Berlin
DE 13597 Berlin
CH 3011 Bern
Ernst Baumann
Eberhard Hanisch
Eberhard Hanisch
Marcel Malgo
Fredy Peter
Bernhard Kaiser
Nathanael Winkler
Nathanael Winkler
Norbert Lieth
Samuel Rindlisbacher
Samuel Rindlisbacher
René Malgo
Helmut Fürst
Elia Morise
Norbert Lieth
Thomas Lieth
René Malgo
Norbert Lieth
Landeskirchliche Gemeinschaft Lauter, Dietrich-Bonhoeffer-Strasse 13
Termine vom 01.10. bis 30.11.2015
DE 08315 Lauter–Bernsbach
Mitternachtsruf
LIVESTREAM
LIVESTREAM
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LIVESTREAM
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Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Fredy Peter, Stephen Pacht
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Kronenzentrum (kleiner Saal), Am Kronenplatz/Mühlwiesenstrasse 6
CVJM Kassel, Wolfsschlucht 21
Paulus Kapelle EMK, Klosestrasse 10
Brandpuntkapel (Gebouw van Het Zoeklicht), Postweg 18
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Evangelisch-freikirchliche Baptistengemeinde Koblenz, Sebastianistrasse 43
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Vrije Evangelische Gemeente «De Ark», Kennelweg 14
MNR-Freundestreffen Centre Cult. M. Marceau, Place A. Schweitzer (in französischer Sprache)
CVJM Gästehaus, Gerberstrasse 14a
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Herold, Obere Dorfstrasse 38
MNR-Freundestreffen Stadthalle Pleissental, Crimmitschauer Strasse 7
MNR-Freundestreffen Stadthalle Pleissental, Crimmitschauer Strasse 7
Bibelheim Bethanien, Römerstrasse 30
Bibelheim Bethanien, Römerstrasse 30
Mitternachtsruf-Haus, Ringwiesenstrasse 12a
Gemeinschaftsschule - Mensa, Schulstrasse 14
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Evangeliums Christen Baptisten Gemeinde, Maria Theresia Strasse 2
Christliche Gemeinde Unterland (CGU), Eichhölzlistrasse 9
FeG Giessen, Talstrasse 14
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
Kongress-Zentrum Kreuz, 1. UG, Zeughausgasse 39
Aramäische Gemeinde, FeG Pohlheim bei Giessen, Steinstrasse 30 (in arabischer Sprache)
Schloss Beuggen, Evangelische Tagungs- und Begegnungsstätte
DE 74321 Bietigheim-Bissingen
DE 34117 Kassel
CH 3600 Thun
NL 3941 KA Doorn
CH 8600 Dübendorf
DE 56076 Koblenz-Pfaffendorf
CH 3011 Bern
NL 4205 ZR Gorinchem
FR 67100 Strasbourg
DE 99089 Erfurt
DE 09419 Thum OT Herold
DE 08412 Werdau
DE 08412 Werdau
DE 76307 Karlsbad-Langensteinbach
DE 76307 Karlsbad-Langensteinbach
CH 8600 Dübendorf
DE 72296 Schopfloch
CH 3011 Bern
CH 8600 Dübendorf
DE 89312 Günzburg
CH 8192 Glattfelden
DE 35394 Giessen
CH 8600 Dübendorf
CH 3011 Bern
DE 35415 Pohlheim
DE 79618 Rheinfelden
Änderungen vorbehalten. Die Agenda im Internet, immer aktuell: www.mnr.ch
Thomas Lieth
Elia Morise
Thomas Lieth
Norbert Lieth
Elia Morise
Fredy Peter
Nathanael Winkler
Johannes Vogel
Andreas Graber
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Johannes Vogel (WoBi)
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Thomas Lieth
Elia Morise
Eberhard Hanisch
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Thomas Lieth
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Norbert Lieth, Jonathan Malgo
Gemeindehalle, Im Burrach, Ortsteil: Hofstett-Emerbuch
DE 73340 Amstetten
Norbert Lieth
Zionshalle, Ringwiesenstrasse 15
CH 8600 Dübendorf
BLICKFELD
CHRISTENTUM
Rainer Wagner und seine
umstrittene Predigt
Im Frühsommer dieses Jahres geriet der
evangelische Theologe Rainer Wagner
wegen einer vor neun Jahren gehaltenen
Predigt in die öffentliche Kritik. Ein Beispiel für den Umgang zeitgenössischer
Medien mit bekannten Christen.
Die Frankfurter Rundschau berichtete
im Mai 2015, dass Rainer Wagner, Chef
der DDR-Opferverbände, «aus gesundheitlichen Gründen» von seinem Amt
zurücktrat. Die Wahrheit sei aber, meinte
Markus Decker dann auf fr-online.de,
dem Online-Auftritt der Zeitung: «Wagner fiel nicht über seine Gesundheit.
Er fiel über einen antimuslimischen,
antiamerikanischen, antisemitischen
und homophoben Auftritt vor einer
ungarischen Kirchengemeinde aus dem
Jahr 2006.»
Der «Clou»: Rainer Wagner geriet wegen einer klassischen Endzeitbotschaft,
die er damals beim Mitternachtsruf in
Ungarn gehalten hatte, unter Druck und
in die Kritik. Er sprach von dem Antichristen, dem falschen Propheten und
der Hure Babylon (Offb 13; 17). Kein
Wunder, dass sich da einige auf die Füsse
getreten fühlen. Es ist wahr: Er prangert
den Islam als falsche Religion an. Er witzelt über die USA. Und er macht deutlich,
dass Israel ohne Jesus Christus blind
und verloren ist. Ausserdem versteckt
er seine Ansicht nicht, dass praktizierte
Homosexualität laut Bibel Sünde ist.
Wenn das alles verwerflich sein soll,
dann kommen schwere Zeiten auf die
weltweite Gemeinde Jesu zu – so wie die
Bibel prophezeit hat.
Jedenfalls ist der Theologe Wagner
nicht antimuslimischer (1.Joh 2,22),
antisemitischer (Joh 8,44) und homo-
18 Mitternachtsruf 10.2015
phober (Röm 8,26-27) als die Apostel
und Jesus Christus selbst. Wer mit dieser
Predigt moralische Probleme hat, sollte
lieber nicht das Buch der Offenbarung,
das Johannesevangelium oder überhaupt
irgendeinen Paulusbrief lesen. Und was
den Antiamerikanismus angeht, so sind
Wagners meist humoristisch gemeinte
Bemerkungen nicht schlimmer als das,
Christen aller Zeiten geglaubt haben und
glauben sollten (während seine persönlichen Amerika-Scherze nicht schlimmer
sind als die gängigen Kulturwitze, die ein
von politischer Korrektheit unbelasteter
Mensch üblicherweise macht). Er verzichtet in der Predigt darauf, bestimmte
Auslegungstraditionen über andere im
Christentum zu erheben oder gewisse
christliche Strömungen mit dem Abfall
gleichzusetzen. Seine Predigt besticht
durch eine ausgesprochene Nüchternheit
und Zurückhaltung an den richtigen
Stellen, und sicherlich nicht durch
menschenfeindliche Bosheit. Ein Christ
sollte es Rainer Wagner vielmehr hoch
anrechnen, dass er so entschieden für
Jesus Christus und Sein Wort eintritt.
Die Medienkritik zeigt, wie weit
sich der Geist des einst vermeintlich
RAINER WAGNER VERSTECKT SEINE ANSICHT
NICHT, DASS PRAKTIZIERTE HOMOSEXUALITÄT LAUT
BIBEL SÜNDE IST. WENN DAS VERWERFLICH SEIN
SOLL, DANN KOMMEN SCHWERE ZEITEN AUF DIE
WELTWEITE GEMEINDE JESU ZU – SO WIE DIE BIBEL
PROPHEZEIT HAT.
was gewisse deutsche Medien an einem
durchschnittlichen Tag über die USA
schrei­ben. Vor allem in dem Zeitraum,
als der Vortrag gehalten wurde, überboten sich deutsche Zeitungen und Zeitschriften noch gegenseitig mit süffisanten Kommentaren über den damaligen
US-Präsidenten George W. Bush und sein
Amerika. Die selektive Empörung wirkt
hier sogar für säkulare Verhältnisse arg
durchschaubar.
Allzu viel lässt sich nicht über den
kritisierten Vortrag sagen. Für eine sogenannte Endzeitbotschaft sind Rainer
Wagners Ausführungen angenehm frei
von Spekulationen und ausgefallenen
Ideen. Nach den Massstäben der hier
stattgefundenen öffentlichen Entrüstung
müsste demnach jede normale Bibelauslegung und jedweder eingebaute Scherz
moralisch verwerflich sein. Der evangelische Theologe sagt nur, was die meisten
christlichen Abendlandes von dem Geist
des Christus entfernt hat. Das Wort des
Apostels Johannes bewahrheitet sich
einmal mehr: «Kinder, es ist die letzte
Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der
Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele
Antichristen geworden; daher wissen
wir, dass es die letzte Stunde ist.»
Wenn Wagners Predigt etwas bewiesen hat, dann, dass seine Gedanken zu
Offenbarung 13 und 17 immer aktueller
werden. Das Geschrei jener, die ihn und
seine Botschaft kritisieren, bestätigt, was
Christen schon immer geglaubt haben,
nämlich dass «das Geheimnis der Gesetzlosigkeit» schon jetzt «wirksam» ist
(2.Thess 2,7). Darum:
«Seid nüchtern, wacht; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein
brüllender Löwe und sucht, wen er
verschlinge» (1.Petr 5,8).
R ENÉ M ALGO
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Die grundlegende Sünde ist
nicht, dass wir im Gehorsam
versagen, sondern dass wir auf
unseren eigenen Gehorsam als
Leistung vertrauen.
TIM KELLER (GEB. 1950), THEOLOGE
Kein Christ steigt je höher als
sein Gebet.
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Bei der Frage der Liebe endet
jede Diskussion. Man liebt oder
man liebt nicht, basta!
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VORSTANDSMITGLIED DES
MISSIONSWERKES
MITTERNACHTSRUF
Gott will, wenn wir zu Ihm beten, nicht etwas Neues von uns
hören, sondern Er möchte uns
hören – und das immer wieder
aufs Neue.
HANS-JOACHIM ECKSTEIN (GEB.
1950), THEOLOGE
Die Gebetsversammlung ist das
Aschenputtel der heutigen Gemeinden.
WOLFGANG BÜHNE, VERLEGER UND
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Mitternachtsruf 10.2015 19
BLICKFELD
66
BIBLISCHE PROPHE TIE
Die mysteriöse
Zahl 666
Es wurde schon viel über die
Zahl 666 aus Offenbarung
13,18 spekuliert. Was hat sie zu
bedeuten? Eine Darlegung.
20 Mitternachtsruf 10.2015
66
I
n Offenbarung 13,17-18 heisst es,
«dass niemand kaufen oder verkaufen
kann, wenn er nicht das Zeichen hat,
nämlich den Namen des Tieres oder die
Zahl seines Namens. Hier ist Weisheit!
Wer Verstand hat, der überlege die Zahl
des Tieres; denn es ist die Zahl eines
Menschen, und seine Zahl ist sechshundert und sechsundsechzig».
Hier stellt sich natürlich die Frage
nach der Bedeutung dieser Zahl «666».
Darüber sind endlose Spekulationen
angestellt worden, die man auch in
Kommentaren über die Offenbarung
nachlesen kann. In vielen Sprachen
haben Buchstaben auch Zahlenwerte.
So ist im Lateinischen ein V die Zahl
fünf, ein X die Zahl zehn, ein C ist die
Zahl einhundert, und ein M ist die Zahl
eintausend. Auch im Griechischen und
Hebräischen kennt man dieses Phänomen. Deshalb gibt es viele Versuche, die
Namen historischer Persönlichkeiten auf
ihren Zahlenwert hin zu untersuchen.
Ein bekanntes Beispiel ist der Name des
römischen Kaisers Nero, den man mit
einer hebräischen Endung schrieb, nämlich Kaisar Neron. Das K soll den Zahlenwert 100 haben, das S den Zahlenwert
60, das R soll für 200 stehen, N für 50, R
für 200, O für 6 und N nochmals für 50.
Der Zahlenwert des Namens entspricht
dann 666. Diese Spekulationen werden
auch heute noch betrieben, indem die
gleiche Methode auf andere Namen angewendet wird. Diese vielen Versuche,
das Tier zu identifizieren, zeigen jedoch,
dass keine der verwendeten Methoden
zu einem richtigen Ergebnis führt, weil
der Mensch der Sünde erst nach der
Entrückung identifiziert werden kann.
Deshalb handelt es sich um jemanden,
der heute oder in der Zukunft lebt und
nicht um eine historische Persönlichkeit.
Die Zahl 666 könnte auch für die
menschliche Schwäche stehen, denn
ihr fehlt nicht viel zur Zahl der Vollkommenheit, nämlich 777. Indem Gott dem
Antichristen diese Zahl gibt, verdeutlicht
Er damit dessen Bekanntheitsgrad und
vorübergehende Macht; aber trotz aller
spektakulären Zeichen und Wunder ist
er nur ein Mensch. Möglicherweise
wird die Erkenntnis über die Bedeutung
dieser Zahl zunehmen, wenn diese Ereignisse stattfinden. Glücklicherweise
haben diese Phänomene jedoch keinen
Einfluss auf unsere christliche Hoffnung,
die Entrückung der Gemeinde Jesu, oder
auf unsere Errettung, denn sie geschehen
erst dann, wenn die Christen im Himmel
sind. Bei der Wiederkunft Christi ist der
Antichrist in den grossen Krieg verwickelt. Wenn Christus zurückkehrt und
Seine Gerichte über die Welt vollstreckt,
werden das Tier und der falsche Prophet
in den Feuersee geworfen: «Und das
Tier wurde ergriffen und mit ihm der
falsche Prophet, der vor seinen Augen
die Zeichen getan hatte, durch welche
er die verführte, die das Zeichen des
Tieres angenommen und das Bild des
Tieres angebetet hatten. Lebendig wur-
den diese beiden in den feurigen Pfuhl
geworfen, der mit Schwefel brannte»
(Offb 19,20). Danach wird Satan für
tausend Jahre gebunden werden. Am
Ende des Tausendjährigen Reiches wird
er das gleiche Schicksal erleiden wie
das Tier und der falsche Prophet (Offb
20,10), aber schliesslich wird Gott den
Sieg davontragen.
JOHN F. WALVOORD (1910 –2002)
Auszug aus Prophetie im neuen Jahrtausend,
von John F. Walvoord, S. 83–84. Wollen
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ERICH MAAG
Prophetische Perspektiven
SAMUEL RINDLISBACHER
Das Buch Esther zeigt auf erstaunliche Art und Weise, dass hinter
allem Weltgeschehen ein souveräner Gott steht, obwohl gerade in
diesem Buch der Name Gottes gar
nicht genannt wird. Erich Maag
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auf das Volk Israel als auch für
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Freiheit, das ist etwas, wonach
wir alle streben. Aber sollten wir
Christen denn nicht nach gewissen Geboten leben? Samuel
Rindlisbacher geht hier auf Römer 14 ein und zeigt in fantastisch praktischer Weise, wie
sich die Freiheit des Christen im
Alltag auswirkt. Ein sehr lohnenswerter Anschauungsunterricht.
Mitternachtsruf 10.2015 21
BLICKFELD
WIE IST DAS GEMEINT?
NACHGEFR AGT
Offenbarung
7,4-8
Carlos Manuel
­Orellana Cancinos
Offenbarung 7,4-8 listet die versiegelten 144.000 aus allen
Stämmen Israels auf (1.Mo 29,31–30,24). Interessanterweise wird der Stamm Dan nicht aufgezählt, dafür Manasse,
der kein Sohn Jakobs ist, sondern Josephs. Warum?
leitet eine Verlagsdruckerei in Guatemala-Stadt und
ist im Vorstand des
guatemaltekischen
Mitternachtsruf. Er
ist verheiratet mit
Ruth, Tochter von
Werner und Ursula
Beitze, dem leitenden Mitarbeiterehepaar in Guatemala.
I
n Offenbarung 7 befinden wir uns schon in der Zeit
nach der Entrückung. Während die Gemeinde Jesu
im Himmel ist, wird auf der Erde der Antichrist seine
Herrschaft offenbaren. Dabei werden die Menschen ihm
vorerst zujubeln (Dan 9,27). Doch dann wird sich seine
Herrschaft (ähnlich wie im Dritten Reich) in eine noch nie
dagewesene Tyrannei verwandeln. Die Sünde und Rebellion
gegen Gott wird dabei ein solches Mass erreichen, dass
Gott schliesslich nichts anderes mehr übrig bleibt, als die
Gerichte, wie in der Offenbarung beschrieben, auszuüben.
Es ist die dunkelste und schrecklichste Stunde in der
Menschheitsgeschichte (Mt 24,22).
Bevor nun die von Gott angekündigten Gerichte über
die Erde gehen, versiegelt Gott 144.000 Menschen aus
den 12 Stämmen Israels als Seine Boten mitten in einer
dunklen Welt. Bei dieser Aufzählung fehlt der Stamm Dan
aus einem bestimmten Grund. Denn aus der Bibel wissen
wir, dass Dan einer der Stämme war, die besonders dem
Götzendienst verfallen waren:
In 3. Mose 24 spricht ein Daniter die erste Gotteslästerung aus. In Richter 18 führen die Daniter an ihrem neuen
Wohnort im Norden den Götzendienst ein. In 1. Könige 12
errichtet König Jerobeam dort in Dan (und auch in Bethel)
den Götzendienst der Kälber, die er gemacht hatte.
Interessant ist in diesem Kontext die Weissagung des
greisen Jakobs über Dan: «Dan soll eine Schlange sein am
Weg, eine Otter auf dem Pfad, die das Ross in die Fersen
beisst, dass der Reiter rücklings stürzt …» (1.Mo 49,17).
Deshalb meinen gewisse Ausleger sogar, dass aus dem
Stamm Dan der Antichrist kommen könnte. Dies wäre
ein weiterer Grund, warum der Stamm bei den 144.000
nicht erwähnt wird.
Und doch: Gottes Verheissung erfüllt sich! (Dan bedeutet Richter.) Im Tausendjährigen Reich (der sichtbaren
Gottesherrschaft auf Erden; vgl. Jes 60-61; Hes 40-48)
wird Dan sein Erbteil am Land zugesprochen; dies sogar
an erster Stelle (Hes 48). Ja, «Dan wird sein Volk richten
als einer der Stämme Israels» (1.Mo 49,16).
22 Mitternachtsruf 10.2015
SA MUEL RINDLISBACHER
Welche Bücher
haben dich am
Carlos Manuel ­Orellana Cancinos
meisten geprägt?
Die Chroniken von
Narnia von C.S. Lewis, insbesondere Der König von Narnia
und Der Ritt nach Narnia. Diese Bücher zeigten mir die
frohe Botschaft des Evangeliums auf eine radikale, andere
Weise. Ich konnte dadurch Dinge verstehen, die ich vorher
nicht begriffen hatte. Ausserdem Doing Business God’s Way
von Dennis Pickock. Auch dieses Buch half mir, das Puzzle
des Lebens auf eine bessere Weise zu lösen.
Welches Bibelbuch hast du am meisten gelesen?
Der Brief an die Kolosser. Es ist sehr wichtig, das Wort
Gottes richtig auszulegen. Und im Kolosserbrief führt Paulus
verschiedene Begriffe und Lehren an, die Kernthemen des
christlichen Glaubens sind. Eines der grössten Probleme
von Christen heute ist, dass sie die Botschaft des Kreuzes
nicht völlig verstehen. Im Kolosserbrief wird diese sehr
gut erklärt.
Was bedeutet Naherwartung für dich persönlich?
Ich möchte meine Antwort aus einer Geschäftsperspektive
geben. Der Eigentümer der Firma wird zurückkehren. Dies
könnte jederzeit geschehen. Er wird mich nach Ergebnissen
fragen. – Die Ermutigung ist die Hoffnung, dass der Herr
wiederkommt. Aber zur gleichen Zeit ist das eine grosse
Verantwortung für mich – nicht nur für dieses Leben, sondern für die Ewigkeit. Und so beschäftigt mich manchmal
das Anliegen, auch wirklich gute Frucht zu bringen. Es gibt
noch viel Arbeit zu tun.
ARNO C. GAEBELEIN
Kommentar zur
Bibel (AT und NT)
Mit diesem Kommentar zur ganzen Bibel liegt uns ein besonderes Standardwerk vor. Gaebeleins Ausführungen sind für alle, die die Bibel studieren, von unschätzbarem Wert. Praktische Auslegungen und Anwendungen für die Gemeinde werden hier ebenso berücksichtigt wie Israel
und die heilsgeschichtlichen, typologischen und prophetischen Dimensionen der biblischen Texte. Arno C. Gaebelein war Bibellehrer und
Evangelist in den USA und hat mehrere Jahre intensiv unter Juden gearbeitet. Er besass eine fundierte Bibelkenntnis und wusste um die Wichtigkeit, die Schrift richtig zu teilen. Sehr empfehlenswert.
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e
h
c
i
l
z
Heardung …
Einl
Stadthalle
Pleissental
Crimmitschauer
Strasse 7
DE 08412 Werdau
Mi. 18.11.2015
Buss- und Bettag (Sachsen)
zum Mitternachtsruf
Freundestreffen in Werdau
Norbert Lieth
spricht um 10.00 Uhr und 14.00 Uhr
über das Thema:
Grosser Büchertisch
mit vielen Neuheiten!
Stationen biblischer
Prophetie
Mitternachtsruf 10.2015 23
BLICKFELD
GESELLSCHAF T
Alles Liebe,
oder was?
Wenn man über Liebe spricht, dann ist
das eigentlich ein recht dehnbarer Begriff. Was ist denn überhaupt Liebe? Eine
Analyse.
D
as Wort «Liebe» hört sich so gut
an, dass es geradezu ein Tabu
ist, einige gängige Konzepte zu
diesem Begriff auch nur ansatzweise
infrage zu stellen. So muss man sich
nicht wundern, wenn mit dem Begriff
der Liebe Missbrauch getrieben wird. Es
werden rhetorische Fragen aufgeworfen,
die schon eine Antwort beinhalten und
nichts Gegenteiliges dulden, wie: «Sollte
ein Gott der Liebe Menschen in die Hölle
werfen?» Folglich gibt es keine Hölle,
und wenn, dann allenfalls nur für Hitler.
Oder: «Was bitte sollte ein Gott der Liebe
gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen
haben?» Folglich ist alles erlaubt.
Nun denn, meine Lieben, so hole ich
einmal zum Rundumschlag aus, und entschuldigen kann ich mich dann immer
noch. Aber, frage ich ganz ungeniert
und provokant, verbirgt sich hinter der
menschlichen Liebe nicht purer Egoismus? Oder anders gesagt: Ich glaube, die
24 Mitternachtsruf 10.2015
einzige Liebe, die wirklich von Herzen
kommt, ist die Selbstliebe. – Oha, das
hätte ich nicht sagen dürfen … aber ich
habe auch gar nicht Sie gemeint, sondern
den Nachbarn Ihres Nachbarn, den
Mann Ihrer Frau und die Mutter Ihrer
Tochter … und die vielen, vielen anderen
Menschen in Ihrem Spiegel.
Liebe? Eine andere Form der Selbstbefriedigung, bei der man nicht mehr selbst
Hand anlegen muss. Liebe? Um der eigenen Anerkennung willen. Liebe? Eine
Rechtfertigung für seine Hemmungslosigkeit. Liebe? Pure Vergnügungssucht.
Liebe? Therapie gegen Lust, Einsamkeit,
Minderwertigkeitskomplexe oder eine
schwere Kindheit … Aber jetzt muss
ich aufhören, schliesslich schreibe ich
hier keine Kolumne für die Bild-Zeitung.
Worauf will ich überhaupt hinaus? Ich
möchte aufzeigen, dass nicht alles, was
unter dem Begriff «Liebe» praktiziert
wird, auch wirklich etwas mit Liebe zu
tun hat. Nicht überall, wo Liebe draufsteht, ist auch Liebe drin. Und, was noch
viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass
die menschliche Liebe, auch wenn sie gut
gemeint und aufrichtig praktiziert wird,
auf Dauer und letztendlich nicht wirk-
lich zufriedenstellt. Man betrachte nur
die extrem hohen Abtreibungszahlen,
schliesslich sind all diese getöteten Kinder ein Produkt der menschlichen Liebe.
Widersinniger und abscheulicher geht
es wahrlich nicht mehr, als dass Kinder
getötet werden, weil sich angeblich zwei
Menschen lieben.
Man betrachte die hohe Scheidungsrate, die noch um ein vielfaches höher
wäre, wenn nicht so viele Menschen gar
nicht erst heiraten und ohnehin den Partner durchwechseln und der Beliebigkeit
preisgeben würden. Fehlt nur noch ein
Gebrauchtwarenhandel von Frauen und
Männern. Die Folge, sowohl der Abtreibungen als auch der Scheidungen und
Trennungen, sind psychische Störungen,
Depressionen, Geschlechtskrankheiten,
bemitleidenswerte Scheidungskinder
und sogar Selbstmorde. Und das alles soll
etwas mit Liebe zu tun haben?
Parolen wie: «Mein Bauch gehört
mir», sind nicht liebevoll, sondern egoistisch und verantwortungslos. Und wo
bitte liegt der gesellschaftliche Nutzen
gleichgeschlechtlicher «Liebe»? Zwei
Menschen frönen ihrer Selbstliebe und
der Staat und die Kirche sollen das noch
fördern und segnen. Ein Schlag ins Gesicht für jede Familie. Ach ja, Familie,
was ist das überhaupt? Fachkräftemangel, Geburtenrückgang und unsichere
Rente liegen genau darin begründet, dass
die Liebe und das «klassische» Konzept
der Familie (Mutter, Vater, Kinder) geradezu ausgehöhlt und zerstört werden,
und dies wegen des Egoismus und der
Gottlosigkeit. Das ist kein Fortschritt,
sondern ein Rückfall in die Dekadenz
längst untergegangener Völker. Aber
zurück zur Liebe, und endlich weg von
dieser menschlichen Liebe bzw. von
dem, was unsere Politik und Gesellschaft
daraus gemacht haben, nämlich eine
gähnende Leere.
Ich will jetzt von einer Liebe schreiben, die so ganz anders ist. Eine Liebe,
die wirklich befriedigt, eine Liebe, die
auf immer und ewig Bestand hat, eine
Liebe, die uns in diesem Leben bereits
beglückt und unermessliche Freuden
schenkt, die aber auch über das jetzige
Zeitalter hinaus unsere Herzen erfüllen
und erquicken wird. Kurzum, hier geht
es nicht um die Ware Liebe, sondern um
wahre Liebe. Aber genug der Wortspiele,
lassen wir die Bibel zu Wort kommen:
«Gott ist Liebe. Darin ist die Liebe
Gottes zu uns geoffenbart worden, dass
Gott seinen eingeborenen Sohn in die
Welt gesandt hat, damit wir durch ihn
leben sollen. Darin besteht die Liebe
– nicht dass wir Gott geliebt haben,
sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für
unsere Sünden» (1.Joh 4,8-10).
So, wie Gott heilig ist, so, wie Gott
ewig ist, so, wie Gott allmächtig ist
und so, wie Gott Gott ist, so ist Gott
Liebe. Gottes Liebe ist ganz anders als
die menschliche Liebe. Warum? Weil
der Mensch zwar lieb sein kann, aber
nicht Liebe ist. Die Liebe Gottes ist frei
von jeder Selbstsucht und frei von allen
Begierden. Gott liebt nicht, um sich einen
Vorteil zu verschaffen. Die Liebe Gottes
ist von einer ganz anderen Qualität. Es
ist eine Liebe, die den Menschen ohne
jede Vorleistung und aus freien Stücken
heraus erwiesen wird. Es ist eine herzliche Zuneigung, die noch nicht einmal
auf Gegenseitigkeit beruht. Eine Liebe,
die gibt und nicht fordert. Und das Allerverrückteste dabei ist, dass uns Gott
nicht erst geliebt hat, nachdem wir uns
gebessert oder angedeutet haben, dass
wir gewillt sind, uns zu bessern; nein,
wir wurden bereits geliebt, als wir noch
in Feindschaft mit Gott und Christus
lebten (Röm 5,8). Das ist wahre Liebe.
Gott hat uns Seinen eigenen Sohn
hingegeben, als Beweis Seiner Liebe.
«Grössere Liebe hat niemand als die, dass
einer sein Leben lässt für seine Freunde»
(Joh 15,13). Kann man eine Liebe noch
stärker bekräftigen als mit Golgatha?
Wohl kaum! Können wir überhaupt erahnen, was uns für ein Liebesbeweis dort
am Kreuz erwiesen wurde? Gott hat das
Liebste, was Er hatte, von Seinem Herzen
losgerissen. Und für wen? Für Verlorene,
für Sünder, für Verbrecher, für Spötter,
für Lügner und Heuchler, für Mörder
und Ehebrecher, für Sie und für mich, ja
genau, für die ganzen Egoisten, von denen ich eingangs sprach – die wir selber
welche waren und vielleicht noch sind.
Viele werfen Gott vor: «Wie kann Gott
nur so grausam sein, Seinen Sohn zu
opfern?» Wer dies sagt, hat die Botschaft
vom Kreuz nicht verstanden und Golgatha
nicht erfasst. Glauben Sie, Gott hat es Spass
gemacht, zuzusehen, wie Sein geliebter
Sohn verspottet, geschlagen und ans Kreuz
genagelt wurde? Glauben Sie allen Ernstes,
wir haben es mit einem zynischen Gott
zu tun? Nein, ganz gewiss nicht. Er hat
gelitten, als Sein geliebter Sohn am Kreuz
ausrief: «Mein Gott, mein Gott, warum
hast Du mich verlassen.» In der Tat, in
diesem schrecklichen Moment hat der
Vater Seinen Sohn verlassen, weil Jesus die
Schuld der Menschen stellvertretend auf
sich genommen hatte. Daran erkennen wir
auch, wie schwer unsere Schuld vor Gott
wiegt. Gott kann mit einem Sünder keine
Gemeinschaft haben. Ohne Ausnahme!
Wie schwer muss es Gott gefallen sein,
dieses Elend mit anzusehen. Aber Er tat es,
aus Liebe. Er opferte Seinen Sohn, damit
wir leben können. Gott leidet noch heute
wegen jedem Menschen, der nicht Busse
tut, sondern Sein Heilsangebot ausschlägt.
Das ist grausam und brutal, nämlich den
Kreuzestod des Herrn Jesus mit Füssen
zu treten.
Ich bezeuge hier und jetzt: Für mich
musste Jesus nicht an das Kreuz gehen,
aber Er tat es freiwillig und ich bin Ihm
unsagbar dankbar dafür! Sie können
sterben, ohne gerettet zu sein (wenn Sie
die Botschaft vom Kreuz zurückweisen),
aber Sie werden nicht sterben, ohne
jemals geliebt worden zu sein. Und so
schwer es auch für Jesus war, die Schuld
der Welt zu tragen, so konnte Er am Ende
doch sagen: «Es ist vollbracht.» Deshalb
freut Er sich heute über jeden Menschen,
der Busse tut und sein Leben Jesus Christus anvertraut. Das ist Liebe, weil Jesus
für jeden Menschen ans Kreuz gegangen
ist (Joh 3,16).
So liebt Gott, und so sollen auch wir
lieben, die wir Kinder Gottes sind: «Ein
neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch
geliebt habe, auch ihr einander liebt.
Daran wird jedermann erkennen, dass
ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe
untereinander habt» (Joh 13,34-35). So
zu lieben, mit voller Hingabe und ohne
Selbstsucht, das können wir gar nicht.
Die göttliche Liebe und die menschliche Liebe sind wesensverschieden. Nur
durch die Wiedergeburt – durch das
neue Leben in Jesus Christus – sind wir
dazu fähig, so zu lieben, wie es Jesus tat.
Durch unsere Liebe untereinander, zu
der wir aufgefordert werden, geben wir
Zeugnis von der Liebe Gottes in Jesus.
«Seht, welch eine Liebe uns der Vater
gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heis­
sen sollen! Und wir sind es. Deswegen
erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn
nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind
wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht
offenbar geworden, was wir sein werden;
wir wissen, dass wir, wenn es offenbar
werden wird, ihm gleich sein werden,
denn wir werden ihn sehen, wie er ist»
(1.Joh 3,1-2). Welch eine Verheissung, was
für eine Zukunft liegt in der Liebe Gottes
begründet! Was für ein Unterschied zu
der menschlichen Liebe, die nicht selten
in Frust und Enttäuschung endet. Die
Liebe Gottes hingegen ist lebendig, gültig
und beständig, in guten wie in schlechten
Zeiten. Gott dem Herrn sei gedankt in
Seinem Sohn Jesus Christus.
THOM AS LIETH
Mitternachtsruf 10.2015 25
BLICKFELD
SERIE
«Unsere Feinde»,
unsere Schutzengel
Vor 70 Jahren gingen der Zweite Weltkrieg und mit ihm der schreckliche Holocaust zu Ende. Erinnerungen an Erlebnisse aus der Zeit vor, während und nach
dem Krieg. Von Friedrich Hilliges. Teil 6.
E
s waren die letzten schrecklichen
Wochen über Kriegsende. Der
Beschuss unserer Wohngegend in
Berlin durch die Alliierten fing immer
um ca. 6 Uhr morgens an. Aber da war
noch ein ganz besonderes Problem:
Unsere künftige Lebensmittelversorgung. Meine Eltern hatten zwar mit
Sparsamkeit und Vorratshaltung – soweit
überhaupt möglich – vorgesorgt, aber
die Vorräte waren in Gefahr durch den
Beschuss und die erwartete Plünderung
beim Einmarsch der russischen Truppen.
So hat mein Vater an einem Morgen
im Morgengrauen in der Brandruine
des anderen Nachbarhauses im Kellergeschoss im Schutt ein grosses Loch
geschaufelt, gross genug zur Aufnahme
von vier Kisten mit Lebensmitteln. Bis
zum Einsetzen des Granatbeschusses
schaffte er es gerade noch, die Kisten
in das Loch zu hieven, das er dann aber
offen zurücklassen musste, weil er sich
schleunigst in Sicherheit bringen musste.
Es folgte ein Tag mit viel Beschuss. Wir
mussten alle aus dem Haus in einen sicheren Luftschutzbunker in der Siedlung und
dort auch die Nacht bleiben. Am Abend
war die Front gegen uns vorgerückt bis
zur übernächsten Querstrasse. «Was wird
nur mit den Kisten?» Diese Frage quälte
meinen Vater. Sie würden ja lebenswichtig
sein für die nächsten Wochen.
Die russischen Truppen kamen. Wir
konnten den Bunker nicht verlassen. Was
würde aus den Kisten werden? Zwei Tage
26 Mitternachtsruf 10.2015
darauf konnten wir wieder in unser Haus
zurückkehren. Die russischen Soldaten
plünderten die Häuser. Aber die Kisten
fanden sie nicht. Eine Granate hatte am
letzten Tag des Beschusses die Mauerkrone der Brandruine getroffen und der
Schutt deckte nun alle Kisten zu. Somit
sah die Stelle nicht wie von Menschenhand zugeschaufelt aus (die plündernden
Horden hatten dafür ein geübtes Auge!),
sondern «ganz natürlich». Als wir dann
etliche Tage später die Kisten bargen,
konnten wir mit dem Psalmisten sagen:
«Du bereitest mir einen Tisch angesichts
meiner Feinde.»
Und dann kamen sie, «unsere Feinde». Überall gab es Hausdurchsuchungen, Verschleppungen, auch Morde,
Plünderungen, Vergewaltigungen und
dergleichen. Der Schreck steckte uns in
den Gliedern. Die Soldaten kamen zur
hinteren Gartentür ins Haus. Sie riefen
noch andere hinzu, die Haustür wurde
aufgemacht und im Nu wimmelte es im
Erdgeschoss von laut und wild durcheinander redenden russischen Soldaten. Wir
rechneten mit allem. Dann sprachen sie
uns an. Keine Verständigungsmöglichkeit! Mit Zeichensprache kam es dann
heraus: Sie wollten in unserem Haus
Quartier nehmen, uns aber die Küche
und ein Zimmer lassen. Es waren verschiedene Militärpersonen, ein Offizier
mit seinem Burschen, ein Frontberichterstatter, ein Zahlmeister, eine Feldpoststelle mit Personal.
Am nächsten Tag fanden sie ein Neues
Testament in Russisch in unserem Bücherschrank. Sie fragten mit Gebärden,
ob wir beteten und fromm seien. Auf
unser «Ja» reagierten sie mit sichtlichem
Respekt. Das gegenseitige Vertrauen
wuchs. Wir gaben ihnen von unserem
MEINE MUTTER HATTE
EINIGE HUNDERT GLÄSER
MIT WASSER EINGEWECKT.
eingeweckten Trink wasser (meine
Mutter hatte einige hundert Gläser mit
Wasser eingeweckt). Sie gaben uns von
ihrer Verpflegung ab. Nachts konnten wir
ruhig schlafen.
Die Verhältnisse in unserer Umgebung aber waren fürchterlich. Plündernde Soldaten durchwühlten die Häuser,
vergewaltigten Frauen und niemand war
sich seines Lebens mehr sicher. In diesem
Chaos zeigte sich, was die Einquartierung unserer «Gäste» für uns praktisch
bedeutete: Immer, wenn russische Plünderer in unser Haus kamen, führten wir
sie mit strahlendem Lächeln zu unseren
Quartiergästen, die uns als ihre Hausbesorger zum Saubermachen, Wasserholen
usw. im Haus gelassen hatten. Sie jagten
die ungebetenen Gäste dann postwendend aus dem Haus, mit Drohungen und
Fusstritten nicht geizend. Das sprach sich
schnell herum – so war unser Haus in
der ersten, der schlimmsten Woche tabu!
Das waren also «unsere Feinde», Gott
hatte sie uns als Schutzengel ins Haus geschickt! Wir erlebten sehr handgreiflich
Gottes Wort aus Psalm 91:
«Wer im Schirm des Höchsten sitzt,
wird bleiben im Schatten des Allmächtigen. Ich sagte von dem Herrn: Meine
Zuflucht und meine Burg; mein Gott,
auf ihn will ich vertrauen. … Du wirst
dich nicht fürchten vor dem Schrecken
der Nacht, vor dem Pfeil, der bei Tage
fliegt. … Tausend werden fallen an deiner
Seite und zehntausend an deiner Rechten – dich wird es nicht erreichen. …
Weil du den Herrn, meine Zuflucht,
den Höchsten, gesetzt hast zu deiner
Wohnung, so wird dir kein Unglück widerfahren und keine Plage deinem Zelt
nahen; denn er wird seinen Engeln über
dir befehlen, dass sie dich bewahren …»
Stadthalle Sindelfingen, Schillerstrasse 23, DE 71065 Sindelfingen
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H ommen …So. 01.11.2015
willk
zum Mitternachtsruf
Freundestreffen in Sindelfingen
Friedrich Hänssler
ist Theologe, Musikwissenschaftler und
als langjähriger Leiter
des Hänssler Verlags
ein bedeutender protestantischer Verleger
des 20. Jahrhunderts
in Deutschland.
Norbert Lieth
gehört dem Vorstand des Mitternachtsruf an. Seine
Botschaft beinhaltet
die biblische Prophetie und Israel. Er
ist Autor zahlreicher
Bücher.
10:00 > Friedrich Hänssler
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der Welt
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der Welt
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Mitternachtsruf 10.2015 27
Die Missionsarbeit in Argentinien
VON ERICH SCHÄFER, BUENOS AIRES
D
ie Missionsarbeit in Argentinien,
dem grössten spanischsprachigen Land Südamerikas, wurde
zwischen 1978 und 1984 von verschiedenen einheimischen Postfachbetreuern
und Reisemissionaren aus Brasilien und
Uruguay betreut. Sie boten Literatur und
Radioprogramme in den verschiedenen
Städten im Inneren des Landes an.
Frank Augustino, ein Argentinier,
der in Buenos Aires wohnte und ein
grosser Freund des Missionswerkes
Mitternachtsruf war, sprach immer
davon, eine Zweigstelle in Buenos Aires
zu eröffnen. Auf einer Missionskonferenz
in Montevideo (Uruguay) erklärte er sich
bereit, argentinischer MitternachtsrufRepräsentant zu sein, und bat um
jemanden, der diese Arbeit in Argentinien
auf bauen könnte, denn er sah den
grossen Hunger nach Gottes Wort. 1989
wurden wir (Erich und Jutta Schäfer)
als Familie gebeten, nach Argentinien
umzuziehen, um dort eine Zweigstelle
für das Missionswerk Mitternachtsruf
aufzubauen.
Im Jahr 1990 reisten wir mit vier
Kindern nach Buenos Aires und zwei
Monate später kam unser fünftes Kind
auf die Welt. Bei unserem Umzug
nahmen wir auch viel Literatur mit,
und so fing die Literaturarbeit in Buenos
Aires an. In den ersten zwei Jahren
besuchte ich viele Gemeinden und
Konferenzen, um unsere Literatur auf
Büchertischen anzubieten, dann aber
auch durch Botschaften unseren Auftrag
der Wiederkunft unseres Herrn Jesus
Christus weiterzusagen. Es entstanden
viele Kontakte und 1992 konnten wir
unseren Verein Llamada de Medianoche
gründen. Im gleichen Jahr schenkte
uns der Herr ein Wohnmobil, das wir
28 Mitternachtsruf 10.2015
Erich Schäfer und Alexander Müller in der
eigenen Druckerei.
Seit 1993 sind wir mit dem MaranathaLatino-Mobil im Inneren des Landes tätig.
für Missionseinsätze mit Praktikanten
aus unserer Bibelschule in Montevideo
herrichten wollten. Es war allerdings
zur Hälfte ausgebrannt und musste
neu u m gebaut wer den. Ei n Ja h r
später konnten wir dann mit unserem
Maranatha-Latino-Mobil im Inneren des
Landes tätig sein. Wir besuchten viele
verschiedene Gemeinden, predigten das
Wort Gottes, hielten Evangelisationen in
verschiedenen Parks und gaben Literatur
weiter. Bei den verschiedenen Einsätzen
war auch Stephan Beitze dabei, der
in Montevideo im Werk mitarbeitete.
Im Jahr 1996 führte Gott die Familie
Beitze nach Argentinien, um im Predigtund Missionsdienst mitzuhelfen. Wir
reisten an viele Orte im Inneren des
Landes, allein, mit Praktikanten oder
mit der Familie. In den Zwischenzeiten
verkündigten wir in vielen Gemeinden
in unserer damals 13-Millionen-Stadt
das Wort Gottes und gaben Literatur
weiter. Auch galt es, Briefe, Bestellungen
und Bibelkurse zu erledigen. Die Arbeit
wuchs und wir brauchten immer mehr
Material aus der Missionsdruckerei in
Porto Alegre (Brasilien). Während der
grossen Wirtschaftskrise 2002 wurden
diese Importe so erschwert, dass wir
beschlossen, selbst zu drucken. Der Herr
gab uns die Maschinen, die wir dazu
brauchten, und wir fingen an, Traktate
herzustellen.
Heute sind wir unserem Herrn Jesus
so dankbar für alle Seine Führungen,
denn in den letzten Jahren konnten
wir jährlich ungefähr zwei Millionen
Traktate herstellen. Viele Menschen
wurden durch die Botschaften aus dem
Wort Gottes und durch die Literatur
geseg net. Er gebrauchte auch die
Traktate, sodass viele verlorene Seelen
den Herrn Jesus als persönlichen Herrn
und Heiland finden durften.
In den letzten drei Jahren schenkte
unser Herr weitere Verstärkung für die
umfangreiche Arbeit des Mitternachtsruf
hier in Argentinien. Daniel und Nadiya
Schäfer mit ihrer Familie und Alexander
und Maria Müller stiessen dazu. So freuen
wir uns, gemeinsam unserem Herrn in
diesem Land Argentinien dienen zu
dürfen. Wir sind auch unseren Freunden
für die unterstützende Missionsarbeit
des Betens und Gebens sehr dankbar.
Ebenezer, bis hierher hat uns Gott
gebracht. Ihm sei alle Ehre.
s
Mitternachtsruf unterweneg…
zu Ihn
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Mitternachtsruf
www.mitternachtsruf.ch
GRÜNDER Wim Malgo (1922-1992)
VORSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth,
Conno Malgo, Jonathan Malgo
SCHWEIZ Missionswerk Mitternachtsruf,
Ringwiesenstr. 12a, 8600 Dübendorf, Tel: (0041) 044
952 14 14, Fax: (0041) 044 952 14 11,
E-Mail: [email protected]
DEUTSCHLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland
e.V., K­ altenbrunnenstr. 7, 79807 Lottstetten, Tel:
(0049) 07745 8001, Fax: (0049) 07745 201,
E-Mail: [email protected]
ORGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich.
Er ist aus­serdem in englischer, französischer, holländischer, italienischer, portugiesischer, rumänischer,
spanischer, tschechischer und ungarischer Sprache
erhältlich.
E-MAIL an einen Mitarbeiter:
[email protected]
REDAKTION (siehe Adressen Schweiz und Deutschland), E-Mail: [email protected]
LAYOUT (siehe Adressen Schweiz und Deutschland)
E-Mail: [email protected]
SEELSORGERLICHE FRAGEN (siehe Adresse
Schweiz) Tel: (0041) 044 952 14 08,
E-Mail: [email protected]
ADMINISTRATION, VERLAG UND ABONNEMENTS
(siehe Adressen Schweiz und Deutschland)
E-Mail: [email protected]
ISRAELREISEN (siehe Adressen Schweiz und Deutschland), E-Mail: [email protected]
BUCHHALTUNG (siehe Adresse Schweiz)
E-Mail: [email protected]
Treuhandstelle: HWT, 8602 Wangen
STUDIO (siehe Adresse Schweiz)
E-Mail: [email protected]
ARABISCHE ABTEILUNG (siehe Adresse Deutschland)
SENIORENZENTRUM ZION Ringwiesenstr. 14,
8600 ­Dübendorf, Tel: (0041) 044 802 18 18,
Fax: (0041) 044 802 18 19,
E-Mail: [email protected]
BEGEGNUNGSZENTRUM
E-Mail: [email protected],
Tel: (0041) 044 952 14 68
Fax: (0041) 044 952 14 11
HOTEL BETH-SHALOM P.O.Box 6208, Haifa-Carmel
31061, Israel, Tel: (00972) 04 8373 480,
Fax: (00972) 04 8372 443,
E-Mail: [email protected]
EINZAHLUNGEN
Schweiz
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Deutschland
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HERSTELLUNG GU-Print AG, Zürich
Der regelmässige Bezug der Zeitschrift in der Schweiz,
Deutschland und Österreich bedingt Kosten von
­jährlich CHF 24.00 / EUR 15.00.
Übrige Länder: Preis auf Anfrage
ZWEIGSTELLEN-VERZEICHNIS
www.mitternachtsruf.ch/mrweltweit.php
Eingedenk dessen, dass alle menschliche Erkenntnis
Stückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverantwortlich ihre persönliche Sicht dar.
Mitternachtsruf 10.2015 29
AMEN Einige Gebetsanliegen des Missionswerkes Mitternachtsruf.
Schweiz
Wir danken für die Möglichkeiten, die der Herr uns durch
die Medien-, Literatur- und Verkündigungsarbeit gibt, und wir
beten, dass unser Herr immer
wieder Gnade und die nötigen
Mittel schenkt.
Deutschland
Wir danken für die gesegneten
Versammlungen und die Bewahrung während unserer Verkündigungsreisen und beten, dass
diese zu einem geistlichen Aufbruch in Deutschland beitragen
dürfen.
Ungarn
Wir danken für den unermüdlichen Einsatz unserer Mitarbeiter im Land und beten für den
bedrohlichen Gesundheitszustand unseres leitenden Mitarbeiters Laszlo Dalnoki aufgrund
einer Immunerkrankung.
USA
Wir danken für die gesegnete Literaturarbeit trotz vieler anderer
christlicher US-Verlage und beten für Nachwuchs im Mitarbeiterteam und Grenzerweiterung
der neuen spanischen Arbeit.
Bolivien
Wir danken für die gesegnete
Schul- und Internatsarbeit in
Riberalta und beten, dass die
«gestreute Saat» in den Kinderherzen aufgehen möge.
30 Mitternachtsruf 10.2015
Niederlande
Wir danken für die Neuordnung
unseres Vorstands im Land und
beten, dass diese auch zu neuen
guten Impulsen in der Mitternachtsruf-Arbeit beiträgt.
Israel
Wir danken, dass der Staat Israel trotz all seiner Feinde immer
noch bestehen darf und beten,
dass unser Hotel in Haifa (verbunden mit unseren Israelreisen)
ein Licht im Land sein darf.
Rumänien
Wir danken für die verschiedenen Möglichkeiten durch
Musik- und Literaturarbeit und
beten für den Bau und die Finanzierung neuer notwendiger
Büroräumlichkeiten.
Brasilien
Wir danken für das stetige
Wachstum, das der Herr geschenkt hat, und beten für die
finanzielle Lage des Werkes, da
Brasilien durch eine wirtschaftliche Krise geht.
Uruguay
Wir danken für die vielen Evangelisationsgelegenheiten durch
die Frauen- und Radioarbeit und
beten für neue junge Missionare
und die finanziell angespannte
Lage.
Italien
Wir danken für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich
nebenberuflich für das Werk
einsetzen, und beten, dass ihre
Literaturarbeit reiche Frucht tragen darf.
Guatemala
Wir danken für die bisherige
Bewahrung trotz Überfällen und
wirtschaftlichen Nöten und beten für die instabile Regierungssituation und die nötige Spannkraft unserer Mitarbeiter.
Argentinien
Wir danken für die offenen Türen
zu anderen Gemeinden und
Bibelschulen und beten für die
vielfältigen landesweiten Missionsreisen mit dem MaranathaLatino-Mobil.
Kamerun
Wir danken für die diversen Bücherstuben im Land und beten
für mehr Möglichkeiten, um die
Zusammenarbeit zwischen Mitternachtsruf Schweiz und Kamerun zu intensivieren.
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21. – 28. FEBRUAR 2016
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mit FREDI WINKLER
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9. – 19. MAI 2016
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mit SAMUEL RINDLISBACHER
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Der IS ist auf dem Vormarsch.
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Terrorvereinigung scheint verantwortlich für die schlimmsten Horrormeldungen aus
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Jahrtausend
In Matthäus 13 beleuchtet
Jesus in sieben Gleichnissen
die verschiedenen Facetten
des Himmelreichs. Norbert
Lieth legt diese Gleichnisse
aus, die sich mit Israel, der
Gemeinde Jesu und der Wiederkunft Jesu in grosser Kraft
und Herrlichkeit befassen.
Das Buch wirft ein klares
Licht auf Gleichnisse, die oft
missverstanden und falsch
gedeutet wurden.
Die Botschaft des Propheten
Hosea ist die Botschaft von
Gottes unglaublich langmütiger Liebe, die beharrlich das
Ziel verfolgt, Israel zu erlösen.
Doch der Prophet bietet auch
viele Aspekte, die für unser
persönliches Leben relevant
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die Botschaft Hoseas besser
zu verstehen. Lesen Sie diese
seelsorgerliche Auslegung und
werden Sie neu von Gottes unendlicher Liebe ergriffen.
Die Präzision der biblischen
Prophetie ist ein Wunder! Vier
Autoren beschreiben verschiedene einzigartige biblische Wunder, wie das Wunder
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der endgültigen Wiederherstellung Israels oder das
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über die Zielgruppe der Ölbergrede oder das Gleichnis der
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ermutigt, nicht in der Depression der Welt unterzugehen,
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Die Ölbergrede
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