© Christine Woschitz
Objekt.Report
Zukunftshaus 2020
St. Martin in der Wart, Burgenland
Wienerberger
November 2015
Building Material Solutions
Haus mit Sonnenblende
Das Pilotprojekt „Zukunftshaus 2020“ vereint Architektur,
Bautechnologie und Baumaterial zu einem zukunftsweisenden
leistbaren Wohnbau.
Architekt Martin Schwartz sowie der
Geschäftsführer der Oberwarter
Siedlungsgenossenschaft Alfred Kollar
setzten beim Wohnhaus in St. Martin in
der Wart auf das hochwärmedämmende
Ziegelbausystem Porotherm W.i.
von Wienerberger.
Geprägt wird der Eindruck des Gebäudes
durch die zwei schräg gestellten schattenspendenden und mit Eternit verkleideten
Bügel aus Holz. Sie sind entsprechend der
hochstehenden Sommersonne angeordnet. Damit verhindern sie die direkte Sonneneinstrahlung im Sommer, ermöglichen
jedoch das Eindringen der tieferstehenden Sonne in den kühleren Jahreszeiten.
Architektur und Haustechnik sind hier sehr
eng verwoben und ergeben gemeinsam
ein Wohnen mit ‚nearly zero energy’ Verbrauch. Mit seiner ausgereiften bautechnischen und architektonischen Gestaltung ist
das Wohnhaus ein Pilotprojekt im gemeinnützigen Wohnbau des Burgenlandes.
Es verbindet ressourcenschonendes und
energieeffizientes Bauen für die Zukunft mit
qualitätsvollem Wohnen und niedrigsten
Energiekosten für das Jetzt.
Nach Norden, in Richtung zum Parkplatz
– mit teilweise gedeckten sowie offenen
Stellplätzen – präsentiert sich das Gebäude
mit Ausnahme des mittig angeordneten
Hauseingangs, sehr verschlossen. Hier
sind in der „Sonnenblende“ für jede der
sechs Wohnungen die Wärmetauscher der
Luft/Wasser-Split-Wärmepumpen sowie die
Luftein- und –auslässe der Komfortlüftungen angeordnet. Weiters bietet der Bügel,
der auch als Wärmepuffer dient, ausreichend Platz um hier für jede Wohnung
einen Abstellraum anzuordnen.
Von seiner Grundstruktur ist das Gebäude
ein funktionaler Kubus mit je drei Wohnungen pro Etage. Die seitlich liegenden Wohnungen umfassen jeweils knapp 100 m²,
die mittig situierte Wohnung etwa 75 m².
Ergänzt werden sie im Erdgeschoß durch
Terrassen und im Obergeschoß durch nach
Süden orientierte Loggien. Der verglaste
und beschattbare Lichtschacht versorgt
das Stiegenhaus mit Licht und Wärme und
bietet ein helles und freundliches Entree.
Gedacht ist an die Erweiterung um ein
zweites, ident gestaltetes Gebäude –
womit am Rand der kleinen Ortschaft St.
Martin in der Wart ein zeitgenössisches
Wohnbau-Statement gesetzt wird.
Der für die Außenwände verwendete
Ziegel, der Wienerberger Porotherm 44
W.i Plan, ist ein mit Mineralwolle verfüllter
Planziegel mit 44 cm Stärke. Durch die integrierte Wärmedämmung ist keine Zusatzdämmung erforderlich. Der Baustoff besitzt
optimale bauphysikalische und baubiologische Eigenschaften – mit außenliegendem
hochwärmedämmenden Verputz erreicht
er einen Wärmedurchgangskoeffizienten
(U-Wert) von 0,13 W/m²K. Die Verarbeitung
zum Ziegelmauerwerk erfolgte mit
Porotherm Dryfix extra Kleber.
3.000 Stück
hochwärmedämmende
Ziegel
für ca. 200 m² monolithische Außenwände
Das Projekt
Wohnbau „Zukunftshaus 2020“
Standort: St. Martin in der Wart
Burgenland
Bauherr: OSG Oberwarter
Siedlungsgenossenschaft
www.osg.at
Baufirma: Firma Schwartz
Architektur: Arch. DI Martin Schwartz
www. schwartz-arch.at
Statik / Haustechnik / Bauphysik:
RWE Woschitz Engineering ZT GmbH
www.rwe-zt.at
Porotherm 44 W.i Planziegel
Abmessungen: 44 x 25 x 24,9 cm
U-Wert: 0,13 W/m²K (verputzt)
Druckfestigkeit: 7,5 N/mm²
Planungsbeginn: 2013
Baubeginn: 2014
Bezug: September 2015
Nutzfläche, Haus 1: 540 m²
Baustofflösung: Porotherm 44 W.i Plan
verarbeitet mit Porotherm Dryfix extra
Nachweis für den erhöhten Schallschutz
Nach Fertigstellung erfolgten Messungen
der Standard-Schallpegeldifferenz DnT,w
gem. ÖNORM EN ISO 16283-1 an mehreren
Trennteilen. Die gemessenen Ergebnisse von
61-64 dB lagen deutlich über der Mindestanforderung von >– 55 dB für Aufenthaltsräume lt. ÖN B 8115/2.
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