Kleiner Leitfaden

Wer geht mit uns durch diese Zeit
Wir suchen unser Leben.
Der Weg dorthin ist weit, zu weit
Wer wird uns Hoffnung geben?
St. Barbara, verehrt in vielen Völkern
Sei uns ein Schutz, ein Segen
auf unseren Wegen
Wer geht mit uns durch diese Zeit
Wir suchen Gottes Liebe
Der Weg dorthin ist weit, sehr weit
durchs ganze Weltgetriebe.
St. Barbara, du Verfolgte,
steh jedem bei, der dich sucht
im Asyl und auf der Flucht
Wer geht mit uns durch diese Zeit
Wir suchen unsern Frieden.
Der Weg dorthin ist weit, ganz weit
wer wird uns Fremde lieben?
St. Barbara, du Fremde
Lass Völker und Migranten sehen
dass sie miteinander gehen.
Wer geht mit uns durch diese Zeit
Wir sehen schon das Land
Der Weg dorthin ist nicht mehr weit
Wer nimmt uns an die Hand?
St. Barbara, du Märtyrin
Gib unsrer Seele Kraft und Halt
beschütz vor Folter und Gewalt
Wer geht mit uns durch diese Zeit
Wir stehen vor dem Ende
Ein Schritt nur bis zur Ewigkeit
Wer reicht uns seine Hände.
St. Barbara, du Helferin
begleite uns im Tod
du Helferin in großer Not.
aus dem Barbaraoratorium,
gewidmet den Heimatlosen, den Menschen auf der Flucht
und den um ihres Glaubens willen Verfolgten und den
Menschen in Todesnot
[email protected]
Kleiner Leitfaden für Dümptener Mitbürger und Christen
der Gemeinde St. Barbara zu
Mülheim an der Ruhr, die ehrenamtlich Flüchtlingen, die zu
uns nach Dümpten kommen,
helfen möchten, sich in unserer Heimat wohl zu fühlen.
Auch unser Förderverein "Förderverein St. Barbara-Dümpten e.V."
unterstützt die Flüchtlingshilfe vor Ort.
Spendenkonto: IBAN DE 24362700240127003200
Stichwort: Flüchtlingshilfe
Begleitung
gut zu wissen
Schriftwechsel mit Behörden und persönliche Gespräche
mit Sachbearbeitern in Ämtern und Dienststellen sind für
Flüchtlinge meistens weder inhaltlich noch sprachlich verständlich. Daher kann die Begleitung bei Behördenangelegenheiten für einen Asylbewerber eine große Hilfe sein. Dabei
ist unter Umständen auch die Unterstützung von bereits
integrierten Migranten gefragt, die als Dolmetscher tätig
werden können. Wichtig ist hier die Unterscheidung von
Begleitung und sprachlicher Unterstützung auf der einen sowie Beratung in rechtlichen Fragen auf der anderen Seite.
Rechtliche Beratung ist Experten-Aufgabe!
Freizeitgestaltung
Viele Asylbewerber leiden darunter, keiner Arbeit nachgehen zu können. Die Lange­weile und ihre unsicheren
Perspektiven machen sie oft mutlos, manchmal auch ag-
gressiv. Ehrenamtliche können hier Freizeitmöglichkeiten
organisieren, wie zum Beispiel die Teilnahme am Sport in örtlichen Vereinen, Deutschkurse oder kulturelle Aktivitäten.
Hilfen für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche haben oft Probleme, den Anforderungen in der Schule gerecht zu werden. Durch Bürgerkrieg oder
Flucht haben sie manchmal jahrelang keine Schule besucht oder
sind Analphabeten. Vielen Mädchen aus Somalia oder
Afghanistan zum Beispiel wurde in ihrer Heimat der Schulbesuch verwehrt. Durch Hausaufgabenhilfe oder Hausaufgabenbetreuung, die z. B. eine Pfarrei in einer Flüchtlings-
Patenschaften
In vielen Helferkreisen haben sich Paten bewährt. Eine Person
aus der Pfarrei oder dem Helferkreis kümmert sich jeweils
um eine Familie oder um mehrere Flüchtlinge, die in der
Gemeinschaftsunterkunft leben. Entscheidend ist dabei,
unterkunft oder eigenen Räumen anbieten kann, können
Kinder und Jugendliche die deutsche Sprache lernen. Dabei
können Paten sehr hilfreich sein und als Ansprechpartner
für Lehrkräfte zur Verfügung stehen, beziehungsweise zwischen Schule und Eltern vermitteln. Insbesondere beim Aufbau von Paten-Beziehungen und vergleichbaren „Tandems“
mit Kindern und ist es wichtig, die üblichen Vorschriften zum
Schutz vor Übergriffen zu beachten.
dass es gelingt, ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufzubauen aufzubauen.
Sprache lernen
Sprachkompetenz ist als Schlüssel für die Integration in
die Gesellschaft unverzichtbar. Doch kostenlose Sprachkurse von staatlicher Seite gibt es für Asylbewerber nicht.
Sprachunterricht durch Ehrenamtliche ist deshalb ausgesprochen wichtig.
Der Bedarf für niederschwellige, kostenlose Sprachkurse ist
riesig, solche Sprachkurse sollten in Räumen der Flüchtlingswohnheime oder in geeigneten Räumen der unmittelba- ren
Nachbarschaft (Schulen, Pfarrheimen, Vereinsräumen) angeboten werden. Die nötigen Lehr- und Lernmittel (Tafel,
Kreide, Fotokopien, Papier, Stifte usw.) können in Zusam-
menarbeit mit der örtlichen Caritas und den Pfarrgemeinden organisiert werden. In unserem Bistum konnten
in der Vergangenheit mehrfach Lehrer/-innen im Ruhe-
stand in einzelnen Pfarrgemeinden für die Durchführung
solcher niederschwelligen Sprachkurse mit sehr gutem
Erfolg gewonnen werden.
Auch nach dem Besuch eines Sprachkurses können die erworbenen Deutschkenntnisse nur durch tägliche Übung und
Konversation gefestigt und erweitert werden. Gerade hier
können Ehrenamtliche wertvolle Gesprächspartner sein.
Wohnen
Wohnen ist ein wichtiger Bestandteil der Integration. Sowohl in Gemeinschaftsunterkünften als auch in dezentralen
Wohnungen ist die Hilfe Ehrenamtlicher für die Asylbewerber gefragt. Viele Flüchtlinge mussten ihr Hab und Gut
auf der Flucht zurücklassen und kommen in Deutschland
nur mit einer Plastiktüte an. Elementare Haushalts- und
Einrichtungsgegenstände wie Bett, Schrank, Töpfe etc. stehen den Flüchtlingen grundsätzlich zur Verfügung.
Bevor Alltagsgegenstände und Kleidung durch Gemeinden oder Unterstützerkreise gesammelt werden, sollten
diese zunächst den Bedarf ermitteln und Sachspenden auf
ihren Zustand überprüfen.
Die Funktion einer Waschmaschine, eines Kühlschranks,
einer Mikrowelle, die Mülltrennung oder die Einhaltung von
Ruhezeiten können Flüchtlingen und Asylbewerbern unbekannt oder fremd sein. Auch der Lebensrhythmus, die
Vorstellung von Kindererziehung und Geschlechterrollen
sowie andere Elemente der Alltagskultur können sich
von den unsrigen unterscheiden. Dies und die beengten
Wohnmöglichkeiten führen dazu, dass es gerade in Gemeinschaftsunterkünften immer wieder zu Schwierigkeiten und Konflikten kommt. Ehrenamtliche, die hier mit
Geduld, Hartnäckigkeit und Konsequenz die Regeln des
Zusammenlebens erklären, erweisen den Flüchtlingen einen großen Dienst.
Besonders Kinder leiden oft unter dem mangelnden Platz.
Auch hier sind Ehrenamtliche gefragt, die mit den Kindern
spielen, basteln oder Ausflüge unternehmen.
Auszugsberechtigte Asylbewerber wie auch anerkannte
Flüchtlinge dürfen und müssen sich eine Wohnung auf dem
freien Markt suchen. Hier sind sie besonders auf Einheimische angewiesen. Diese können bei der Wohnungssuche
unterstützen, Kontakte zu Vermietern vermitteln und bei den
Formalitäten helfen. Beim Auszug aus Unterkünften in Privatwohnungen fehlt es Asylbewerbern und Flüchtlingen meist
an Einrichtungsgegenständen. Wichtig ist dann, mit
den Flüchtlingen den genauen Bedarf und den Zustand der
Dinge zu prüfen.
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bis 18 Jahre werden vom Jugendamt betreut und untergebracht. Sie unterliegen den Bestimmungen der Jugendhilfe und erhalten
einen gesetzlichen Vormund. Jenseits von Hausaufgabenhilfe und Freizeitangeboten besteht hier in der Regel für
Ehrenamtliche kein Handlungsbedarf.
Ausübung der Religion
Die Möglichkeit für Flüchtlinge, ihre Religion auszuüben,
sollte von den Ehrenamtlichen unterstützt werden. Dazu
können auch Räume der Pfarrgemeinde zur Verfügung gestellt
werden. Ein großer Teil der Flüchtlinge sind Nichtchristen,
die meisten davon Muslime. Hier sind Toleranz und gegenseitiges Lernen gefragt. Sind die Flüchtlinge Christen, können
sie ganz unterschiedlichen Konfessionen angehören. Wichtig
ist in Bezug auf Religion, das Gemeinsame zu betonen und
nicht zuerst auf die Unterschiede zu schauen.
Spenden
Ob Kuchentheke nach der Sonntagsmesse oder ein Sponsorenlauf: Viele Gemeinden sammeln mit kreativen Aktionen Geld für Flüchtlinge. Dies ist immer sinnvoll. Zumal es
viele Gruppen gibt, die ihre ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen über Spenden finanzieren.
Gemeinden, die nicht selbst in der Flüchtlingshilfe tätig
sind, können an die örtlichen Caritasverbände spenden.
Diese setzen die Mittel für die Flüchtlingsarbeit in den jewei-
ligen Städten und Kreisen ein. Zumdem kann man Organisationen bei ihrer Arbeit mit Flüchtlingen auf
der ganzen Welt unterstützen. Die Caritas im Ruhrbistum
engagiert sich vor allem im Irak und Syrien.
Unser Förderverein unterstützt die Flüchtlingshilfe vor Ort.
St. Barbara-Dümpten e.V.
Spendenkonto: IBAN DE 24362700240127003200
Stichwort: Flüchtlingshilfe
Grenzen ehrenamtlicher Arbeit
Gerade in der Arbeit mit Flüchtlingen gibt es viele Situationen, bei denen ehrenamtliches Engagement an seine
Grenzen kommt. Dies kann in der Begleitung von Asylverfahren vor der Anhörung beim Bundesamt, im Umgang mit Behörden, bei sozialrechtlichen Ansprüchen,
Schulproble­men, bei kulturellen Unterschieden, und bei
Sucht­verhalten oder Traumatisierung der Fall sein. Auch
bei Verhaltensweisen, die nicht nachvollziehbar sind, stoßen Ehrenamtliche an ihre Grenzen.
Die Caritas – wie andere Wohlfahrtsverbände – koordiniert und begleitet das ehrenamtliche Engagement
im Bereich der Flüchtlingshilfe. Sie unterstützt bei Problemen im Umgang mit Asylbewerbern oder Behörden und
bietet ggf. Lösungen an. Ehrenamtliche erhalten in den
örtlichen Beratungsstellen der Fachdienste Unterstützung, Begleitung und wenn nötig Vermittlung zu anderen Institutionen.
Die Teilnahme an „Runden Tischen“ und Arbeitskreisen
auf der kommunalen und Stadtteilebene in Absprache
mit dem jeweiligen Koordinator vor Ort ist eine gute Gelegenheit, Flagge zu zeigen – selbst wenn man dort nicht
immer auf kirchenfreundliche Kreise trifft.
Unterstützung und Hilfe für Fremde – also selbstverständlich auch für Flüchtlinge – ist aus unserer religiösen Überzeugung heraus ein selbstverständlicher Bestandteil unseres
Glaubens. Sich mit anderen, auch Andersdenkenden, zu
vernetzen, dient der Sache.
Unterstützung und Hilfe für Fremde – also selbstverständlich auch für Flüchtlinge – ist aus unserer religiösen Überzeugung heraus ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Glaubens. Sich mit anderen, auch Andersdenkenden,
zu vernetzen, dient der Sache.
Wann kommen die Flüchtlinge?
Das ist schwer zu sagen. Die Routinen für Asylsuchende
sind durch den großen Andrang von Flüchtlingsströmen ins
Stocken geraten oder gar gänzlich ausgehebelt worden.
Es gilt zwar nach wie vor die Reihenfolge: Erstaufnahme
in einem Bundesland, Verteilung auf die Kommunen, Zuweisung in eine Flüchtlingsunterkunft und nach Anerkennung des Asylantrages freie Wohnungssuche, Da aber die
bestehenden Landeseinrichtungen nicht mehr ausreichen,
hat das Land unter anderem die Stadt Mülheim verpflichtet,
die Aufgabe der „Erstaufnahme“ nun temporär zu übernehmen. Dies geschieht in der Lehnerstraße.
Ob die Flüchtlinge nun aus der Lehnerstraße zu uns kommen oder aus benachbarten Städten oder Landesteilen
können wir nicht sagen. Wir müssen uns überraschen
lassen. Auch der Zeitpunkt wird uns nur wenige Tage oder
gar Stunden vorher mitgeteilt. Ebenso erfahren wir vorher
nichts über die Herkunftsländer. Die meisten - überwiegend
Männer - kommen aus Syrien, Serbien, Eritrea, Afghanistan
und dem Irak.
50 sind vor kurzem an der Mellinghoferstraße (neben dem
Knüfen) eingezogen. 60 weitere leben in Wohnhäusern in
unserem Stadtteil. 90 sollen Ende Oktober in der ehemaligen Peter Härtling-Schule am Wenderfeld einziehen.
Von der Gustavstraße in Styrum wissen wir, dass es auch
eine gewisse Fluktuation in der Belegung der Unterkünfte
gibt, so dass man sich im Laufe der Zeit immer wieder auf
neue Bewohner, Gesichter und Familien einstellen muss.
Immerhin ist die Zuweisung der Flüchtlinge nach der Prozedur der Erstaufnahme und der vorangegangenen oft lebensgefährlichen und entbehrungsreichen Flucht ein hoffnungsvoller Lichtblick. Wir tun ein gutes Werk, ihnen das
Gefühl zu vermitteln, dass sie willkommen sind.
Warum kommen so viele alleinstehende Männer (75%)?
Es ist gefährlich, entweder auf diese Boote im Mittelmeer
zu steigen, wo wir ja regelmäßig hören, wie viele Menschen
dabei ums Leben kommen, oder sich in Lkw's zu verstecken. Das ist oft etwas, was vor allem Familienväter ihren
Frauen und Kindern ersparen - in der Hoffnung sozusagen,
sie gehen vor und sichern den Aufenthalt und holen dann
die Familie auf sicherem Wege nach ohne sie Schleppern
anvertrauen zu müssen. So warten sie, bis über das Asylgesuch entschieden ist.
Caritas Mülheim
nützliche Adressen
Caritas­Sozialdienste e. V. Mülheim an der Ruhr
Hingbergstr. 176, 45468 Mülheim an der Ruhr
0208 30008-0, www.caritas-muelheim.de
Martina Pattberg, Tel.: 02 08 / 3 00 08­0
Abteilungsleiter Ausländeramt
Udo Brost
Am Rathaus 1
Büro B 224
[email protected]
Tel. 0208 455 3221
Caritas­Zentrum Eppinghofen
Vereinstraße 10 – 12, 45468 Mülheim an der Ruhr
►Flüchtlings­ und Migrationsberatungsstelle
Farida Hamza, Tel.: 02 08 / 44 83 48
farida.hamza@caritas­muelheim.de
Die 1998 in Eppinghofen eingerichteten Flüchtlings- und Migrationsberatungsstelle der Mülheimer Caritas unterstützt Flüchtlinge und Migranten bei der Bewältigung ihrer Probleme und der
Entwicklung neuer Perspektiven. Beratungszeiten:
dienstags und donnerstags von 9:30 bis 12:30 Uhr
montags, mittwochs und freitags nach Vereinbarung
Wir beraten Sie zu folgenden Themen in verschiedenen Sprachen (Deutsch/Englisch/Französisch/Kabylisch):
Aufenthaltsrecht, Vermittlung von Integrationshilfen, Sozialleistungen, Wohnungs- und Arbeitssuche, Schul- und Kindergartenbesuch ihrer Kinder
►VIS­(a)­VIS eine Wohn­ und Alltagsbeglei­tung für
Flüchtlinge durch ehrenamtliche „Integrationslotsen“
der Caritas­Sozial­dienste e. V. Mülheim an der Ruhr
Im Mai hat die Caritas Mülheim das Flüchtlingsprojekt
„VIS(a)-VIS“ an den Start gebracht. Bisher unterstützen
bereits 15 ehrenamtliche Paten mehr als 25 Flüchtlinge in
verschiedenen Alltagssituationen. Neben der gemeinsamen
„Arbeit“ bietet die Caritas Mülheim ab dem 04.08.2015 an
jedem ersten Dienstag im Monat von 10 – 13 Uhr das „Café
VIS(a)-VIS“ an.
►Integrationsagentur,
Nenad Dobrivojevic, Tel.: 0208 / 9602697, Vereinstr.10-12,
45468 Mülheim, ehrenamt@caritas­-muelheim.de
Gruppenleiter Ausländeramt
Thomas Tanne
Am Rathaus 1
Büro B 206
[email protected]
Tel. 0208 455 3249
Sozialagentur
Bildung und Teilhabe (BuT)
Andrea Dreier
Viktoriastr. 26 -28
[email protected]
Tel. 0208 455 3556
Sozialagentur
Bildung und Teilhabe (BuT)
Peter Steinmetz
Viktoriastr. 26 -28
[email protected]
Tel. 0208 455 3512
Diakoniewerk Mülheimer Tafel
Schulmaterial
Georgstraße 28
45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon 0208 - 45 95 3 - 13
Centrum für bürgerschaftliches Engagement Sozialeinrichtung
Adresse: Wallstraße 7
45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon:0208 970680
Kommunales Integrationszentrum Mülheim Ruhr
Martina Kleinewegen
Heinrich-Melzer-Straße 1
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel. 0208 455 4571
Flüchtlingshilfe beim Flüchtlingsreferat der ev. Kirche in Mülheim
Flüchtlingsreferat
Althofstraße 6, 45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon:0208 3003288
[email protected]
►Rat und Hilfe in Sachen Aufenthalt, Asyl und Alltag in einem fremden Land
►Unterstützung bei der Klärung ihres Aufenthaltsstatus
und in Alltagsfragen bekommen Menschen aller Nationalitäten im Flüchtlingsreferat. Gremienarbeit und der Kontakt
zur Ausländerverwaltung sind weitere wichtige Arbeitsbereiche.
►Die Angebote des Flüchtlingsereferates richten sich an:
Asylsuchende, Asylberechtigte, De-facto-Flüchtlinge
►Die Beratungen sind grundsätzlich kostenfrei, religionsunabhängig und vertraulich.
►Das Flüchtlingsreferat hilft bei der Klärung des Aufenthaltsstatus, berät im Asylverfahren und auch bei der Rückwanderung. Oft geht es darum, Kontakte zu vermitteln, zum
Beispiel: zu anderen Behörden, Institutionen oder Beratungsstellen zu Rechtsanwälten, zu Schulen.
►Beratungstermine für englisch- und deutschsprechende Ratsuchende nach telefonischer Vereinbarung unter
3003.288 bei Annette Faßbender. Die Sprechstunden sind
erfahrungsgemäß gut besucht. Rund 70 Klienten nutzen in
jeder Woche das Angebot.
►Das Flüchtlingsreferat versteht sich darüber hinaus als
Kontaktbörse.
►Das Flüchtlingsreferat initiiert verschiedene Gruppen, in
denen sich Frauen und Männer aller Nationalitäten treffen,
kennen lernen und austauschen können.
►Das Flüchtlingsreferat berät und unterstützt Gemeinden
und Gruppen, die sich für Flüchtlinge engagieren, zum Beispiel im Kirchenasyl.
Kontakt
Flüchtlingsreferentin Annette Faßbender
Althofstraße 6
45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon 0208. 3003.288
Fax 0208. 3003.299
[email protected]
Dennis Ginzburg
Augustastraße 192
45476 Mülheim an der Ruhr
Telefon 3027077.
[email protected]
Wieviel Geld bekommen Flüchtlinge?
Das bundesweit geltende Asylbewerberleistungsgesetz
sieht vor, dass Flüchtlinge das erhalten, was sie brauchen,
um ihr Existenzminimum zu sichern: Essen, Unterkunft,
Heizung oder Körperpflegeartikel gehören dazu. Wie viel
Bargeld der Flüchtling jeweils bekommt, hängt davon ab,
wie lange er in Deutschland ist, und was er in seiner Unterkunft an Sachleistungen erhält.
Die Flüchtlinge erhalten in der Regel Bargeld für persönliche Bedürfnisse: Alleinstehende bekommen 143 Euro im
Monat. Erwachsene, die als Partner einen Haushalt teilen,
bekommen je 129 Euro. Wer sonst noch im Haushalt lebt,
kriegt 113 Euro. Und für Kinder stehen den Familien je nach
Alter zwischen 85 und 92 Euro zu.
In den Erstaufnahmeeinrichtungen werden die Dinge des
täglichen Bedarfs wie Essen oder Möbel meist zur Verfügung gestellt. Es gibt zum Beispiel Erstausstattungspakete,
Kleiderspenden oder Gutscheine.
Wenn Asylbewerber nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften des Landes untergebracht sind und damit in der
Regel kein Essen mehr gestellt wird sowie weitere Sachleistungen wegfallen, gibt es zusätzliches Bargeld: Erwachsene Alleinstehende erhalten 216 Euro, Kinder oder weitere
Haushaltsmitglieder zwischen 133 und 194 Euro. Zusätzlich übernehmen die Behörden anfallende Wohnkosten.
Wie bei Hartz-IV-Empfängern haben Kinder Anspruch auf
Hilfe für einen Schulausflug oder Gutscheine zum Beispiel
für den Sportverein. Auch bei Krankheit oder besonderen
Situationen wie Schwangerschaft oder Geburt erstattet der
Staat die Kosten.
Ist ein Flüchtling länger als 15 Monate im Land, stehen
ihm bei Bedürftigkeit Leistungen auf dem Niveau der Sozialhilfe zu. Damit erhält ein alleinstehender Asylbewerber
etwa 392 Euro. Außerdem werden - wie bei Hartz-IV-Empfängern - Wohnkosten erstattet.
Flüchtlingshilfe bei WiM (Willkommen in Mülheim)
www.wim
.ruhr
Herzlich Willkommen auf der Homepage von „WiM - Willkommen in Mülheim“. Auf diesen Seiten möchten wir unsere Initiative vorstellen, für die sich mittlerweile über 60 ehrenamtliche Helfer engagieren, darunter viele Flüchtlinge. Die Initiative
kümmert sich um die Verteilung von Spenden an Menschen, die bei uns Zuflucht gefunden haben. "WiM" ist ein Beispiel
für eine gelebte Willkommenskultur. Die Zuwendungen ermöglichen uns mittlerweile nicht nur, über unser Warenhaus die
Flüchtlinge bei uns vor Ort zu unterstützen, sondern auch Spenden in Krisengebieten im Irak und Syrien zu senden. Ein
weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit sind gemeinsame Veranstaltungen zum besseren gegenseitigen Kennenlernen um
Berührungsängste abzubauen.
Kein Flüchtling gibt seine Heimat freiwillig auf. Krieg oder Verfolgung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder
religiösen Volksgruppe – für uns undenkbar, woanders Alltag. Immer mehr Menschen in Deutschland fragen sich, wo und
wie sie Flüchtlingen helfen können. Dafür haben wir im Internet eine Übersicht zusammengestellt über Organisationen, die
Flüchtlinge auf verschiedenste Weise unterstützen und Informationen anbieten.
Projektideen, Koordination und Kontakte
Welcome
Sachspenden
DjK Tura Damen-Gymnastikgruppe
Projektleiterin
Helga Stoffel
Barbaras Cafe Bistro
Projektleiterin
Gaby Schulz
Patenschaft
Projektleiter
Franz Josef Harbecke
Deutschunterricht
Projektleiterin
Gabriele Ripholz
Kulturfahrten
Projektleiter
Martin Gander
Fußball
DjK Tura 05
Projektleiter
Michael Barth
Der springende Punkt St.B.
Projektleiter
Yannick Freida
Spiele
MessdienerInnen St.B.
Projektleiterin
Antonia Gocke
Freizeit
Projektleiterin
Leonie Große
Instrumentenkurse
Der springende Punkt St.B.
Projektleiter
Georg Joeres
Musik
für und mit Flüchtlingen
Projektleiter
Burkard Kölsch
Koordination
Tel. 0208 71313, Fax 0208 751147
[email protected]
Pfarramtssekretärin
Renate Vehling