Thema 6: Loben und Danken

Modul 2 / Thema 6: Loben und Danken
© Michael Dörnbrack
Thema 6: Loben und Danken
Einleitung
Gott freut sich, wenn wir mit unseren Bitten zu ihm kommen. Er ist unser
himmlischer Vater, der sich danach sehnt, uns zu geben, was gut für uns ist. Aber
zum Gebet gehört nicht nur das Bitten, sondern auch das Loben und Danken.
Bitte lies dir die Geschichte von Joschafats Sieg über die Ammoniter und Moabiter
durch. Wodurch konnte Joschafat und sein Volk gegen diese Übermacht siegreich
sein?
2. Chronik
20,1-30
Joschafat war sofort klar, dass die Situation, menschlich gesehen, verloren war. Aber
er glaubte an einen Gott, dem kein Problem über den Kopf wächst. Er rief das ganze
Volk zum Gebet zusammen. (Verse 3-4) Sie bekannten ihre Unfähigkeit, mit dieser
Bedrohung fertigzuwerden und übergaben das Problem Gott. (Vers 12) Durch seinen
Propheten schenkt Gott die Zusicherung, dass er ihre Feinde besiegen wird. (Verse
14-17) Diese Verheißung genügte. Bevor sie den Sieg sehen konnten, fingen sie an,
Gott zu loben und zu danken. Sie zogen aus, dem Feind entgegen. Allen voran gingen
die Sänger mit ihren Lobliedern. „Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ
der HERR einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom
Gebirge Seir, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.“ (Vers
22)
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Modul 2 / Thema 6: Loben und Danken
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Loben und
Danken
verändert!
Wenn wir Gott anbeten, ihn loben und ihm danken, dann verändert sich unsere
Perspektive. Wir neigen dazu, flüchtig auf Gott zu blicken, aber ständig auf unsere
Probleme zu starren. Loben und Danken hilft uns, auf die Möglichkeiten Gottes zu
schauen, ihm zu vertrauen und unser Problem aus seiner Perspektive zu sehen. Gott
lässt Probleme und Schwierigkeiten in unserem Leben zu. Nicht damit wir uns vor
Sorge verzehren, sondern damit wir lernen, ihm zu vertrauen. Als Christen haben wir
immer einen Grund, Gott zu danken und ihn zu loben. Inmitten der größten
Schwierigkeiten dürfen wir wissen, dass Gott uns liebt, uns unsere Schuld vergeben
hat und eine unbeschreiblich schöne Zukunft für uns bereithält.
Zitat #1
„Wenn wir nur so oft an Gott denken würden, wie er uns seine Fürsorge beweist,
dann würden unsere Gedanken immer bei ihm sein. Dann wäre es uns eine Freude,
mit ihm zu reden und ihn zu preisen. Wir reden über vergängliche Dinge, weil wir
uns dafür interessieren. Wir reden über unsere Freunde, weil wir sie lieben und in
Freud und Leid mit ihnen verbunden sind. Und doch haben wir unendlich viel mehr
Grund, Gott zu lieben als unsere irdischen Freunde, und es sollte für uns die
natürlichste Sache auf der Welt sein, ihn in all unseren Gedanken an die erste Stelle
zu setzen, über seine Güte zu sprechen und von seiner Kraft zu erzählen. Seine
großzügigen Geschenke für uns sind nicht dazu gedacht, unsere Gedanken und
unsere Liebe so sehr in Anspruch zu nehmen, dass wir Gott selbst nichts mehr geben
können. Sie sollen uns vielmehr beständig an ihn erinnern und uns in Liebe und
Dankbarkeit an unseren himmlischen Wohltäter binden. Wir verweilen zu sehr in
den Niederungen der Erde. Blicken wir doch auf zu der offenen Tür des Heiligtums
oben im Himmel, wo das Licht der Herrlichkeit Gottes in Jesu Angesicht scheint, der
„vollkommen erretten kann, die durch ihn zu Gott kommen“ (Hebräer 7,25).“
(Schritte zu Jesus, S. 105f.)
Zitat #2
„Loben wir Gott mehr „für seine Gnade und für seine Wunder an den
Menschenkindern“ (Psalm 107,8)! Unsere Anbetung sollte nicht nur aus Bitten und
Empfangen bestehen. Lasst uns nicht ständig nur an unsere Bedürfnisse denken und
niemals an die Wohltaten, die wir empfangen. Nicht, dass wir zu viel beten würden –
aber wir danken zu wenig! Unaufhörlich empfangen wir Gottes Gnade, doch wie
wenig Dankbarkeit drücken wir aus, wie wenig preisen wir ihn für das, was er für uns
getan hat.“ (Schritte zu Jesus, S. 106)
Von allen Büchern in der Bibel sprechen besonders die Psalmen vom Loben und
Danken. Lies die angegebenen Verse durch und finde heraus, was Loben und Preisen
bedeutet.
Psalm 106,1.2:
Psalm 108,1-5:
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Psalm 113,1-5:
Psalm 145,1-21:
Gott loben
heißt …
Gott loben ist ein Staunen über Gottes Taten und seinen Charakter. Denken wir
daran, dass die Herrlichkeit und der Name immer für Charakter stehen. Wenn also
der Psalmist davon spricht, den Namen Gottes zu loben und von seiner Herrlichkeit
zu sprechen, dann ist damit Gottes Charakter gemeint.
Gott loben ist auch konkret. Gott loben besteht nicht im ständigen Wiederholen des
Wortes „Halleluja“. Wenn wir Gott loben, dann geht es darum, dass wir konkret
ausdrücken, für welche Eigenschaften und Taten für ihn loben. Wichtig ist auch, dass
das Lob Gottes nicht nur im persönlichen Gebet oder im Gottesdienst geschieht,
sondern auch dann, wenn ich anderen Menschen gegenüber, die Gott noch nicht
kennen, seinen wunderschönen Charakter bezeugen.
Gottes Bild in
uns
Wir haben in diesem Jüngerschaftskurs immer wieder über den Gedanken
gesprochen, dass das Ziel der Erlösung darin besteht, dass Gott sein Bild, also seinen
Charakter, in uns wiederherstellt, damit wir ihm wieder von Angesicht zu Angesicht
begegnen können. Wenn wir Gott loben, betrachten wir seinen wunderschönen
Charakter und werden dadurch selbst verändert. Gott loben lässt uns also in der
Heiligung wachsen.
Wie beschreibt Paulus, was mit uns geschieht, wenn wir Gottes Herrlichkeit, also
seinen Charakter, betrachten?
2. Korinther
3,18
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Lobpreis und
der große
Kampf
Es ist wichtig, dass wir die Frage des Lobpreises auch im Kontext des großen Kampfes
zwischen Gut und Böse sehen. Wir wissen, dass Satan Gottes Charakter falsch
darstellt. Wenn wir Gott loben, dann geben wir Gott vor dem ganzen Universum
Recht und bringen zum Ausdruck, dass Gott einfach nur gut ist und dass Satan lügt.
Gott freut sich, wenn sündlose Engel ihn loben. Aber noch viel schöner ist es, wenn
es Menschen tun, die Satan den Rücken gekehrt und sich auf Gottes Seite gestellt
haben.
Mit diesem Hintergrund verstehen wir viel besser, warum der Lobpreis in der
Offenbarung eine so wichtige Rolle spielt. Lies die angegebene Verse aus der
Offenbarung und beobachte, welche Rolle die Anbetung und der Lobpreis spielen.
Offenbarung 4,9-11:
Offenbarung 5,8-13:
Offenbarung 15,3-4:
Lobe Gott!
Nimm dir einmal Zeit, dir Eigenschaften und Taten Gottes aufzuschreiben, für die du
Gott loben möchtest!
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Was schreibt Paulus hier über Dankbarkeit?
1. Thess.
5,16.17
„Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass! Seid dankbar in allen Dingen, denn das
ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.“ Zwischen Freude und Fröhlichkeit auf
der einen und Dankbarkeit auf der anderen Seite besteht ein ganz enger
Zusammenhang. Dankbarkeit hilft uns, eine positive Lebenseinstellung zu haben und
auch in schweren Zeiten eine Freude und einen Frieden zu haben, die nur Gott
schenken kann. Durch Klagen und Jammern geschieht genau das Gegenteil! Wir
werden pessimistisch, traurig, verbittert. Aber Gott möchte, dass wir ein Leben der
Freude führen. Nur so können wir es genießen.
Zitat #3
„Es ist ein Naturgesetz, dass unsere Gedanken und Gefühle ermutigt und verstärkt
werden, wenn wir sie zum Ausdruck bringen. Worte drücken Gedanken aus, aber es
ist auch wahr, dass Gedanken auf Worte folgen. Wenn wir unseren Glauben somit
stärker zum Ausdruck brächten, uns mehr über die Segnungen freuten, die wir
empfangen haben – nämlich die große Gnade und Liebe Gottes –, dann hätten wir
mehr Glauben und größere Freude.“ (Auf den Fußspuren des großen Arztes, S. 204)
20 Gründe für
Dankbarkeit
Wir haben so viele Gründe, um Gott dankbar zu sein. Schreibe 20 Dinge auf, für die
du Gott danken möchtest. Und danke ihm dafür!
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Richte deine Gedanken immer wieder neu auf diese Dinge, für die du Gott dankbar
sein kannst! Du wirst erleben, wie diese Perspektive dein Denken und damit dein
Leben verändern wird.
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Was ist dir bei diesem Thema wichtig geworden? Was hat Gott dir bewusst gemacht?
Welche Entscheidung(en) möchtest du treffen? Was möchtest du Gott im Gebet
sagen?
Deine Aufgaben für dieses Thema
1.
2.
3.
Bitte arbeite das Thema sorgfältig und unter Gebet durch, markiere die für dich
wichtigsten Aussagen und trage deine Antworten in die Leerzeilen ein.
Die Merkverse für dieses Thema stehen in 1. Thessalonicher 5,16-18. Bitte
schreibe sie wortgenau auf ein neues Kärtchen und lerne sie auswendig.
Sprich in den nächsten Tagen mit jemandem über einen Punkt aus diesem
Thema, der dich besonders angesprochen hat und zeige ihm, was du entdeckt
hast!
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