Mehr Respekt für unsere Arbeit! Liebe Kollegin, lieber Kollege, September 2015 immer wieder sind die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk mit Kürzungen der Arbeitszeiten und Erweiterungen der zu reinigenden Reviere konfrontiert. Deshalb kämpfen wir für einen Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung. In der letzten Verhandlung am 10. September 2015 in Berlin erwiderten die Vertreter der Arbeitgeberseite, es sei ihre unternehmerische Freiheit, die Aufträge mit den Kunden zu regeln. Die Kunden würden die Maßstäbe vorgeben, denen sie sich anpassen. Dabei blenden die Arbeitgeber aus, dass das Drehen an der Kürzungsschraube auf Kosten der Gesundheit ihrer Beschäftigten ausgetragen wird. Unsere Forderungen sind mehr als berechtigt. Die Reinigungskräfte sind am Limit der Belastbarkeit. Deshalb fordern wir: Schluss mit Turbo Putzen! Erstmals legten die Arbeitgeber ein Lohn-Angebot vor: 3 % mehr Lohn für West und Ost über eine Laufzeit von 26 Monaten. Umgerechnet bedeutet das nur 1,38 % pro Jahr. Das sind nicht einmal 20 Cent pro Stunde mehr im Portemonnaie. Mit Respekt gegenüber der Leistung der Beschäftigten hat das nichts mehr zu tun. Wir fordern keine Reichtümer. Es muss aber eine faire Beteiligung der Fachkräfte an der guten Auftragslage geben. Wir wollen nicht weiter von der Lohnentwicklung in Deutschland abgehängt werden. Zur Ost-West-Angleichung wurde kein Angebot vorgelegt! Die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk leisten gerne ihren Beitrag für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in Deutschland. Damit das so bleibt, sind verbindliche Regeln gegen Leistungsverdichtung und für die Qualität der Arbeit erforderlich. Wir verdienen faire Löhne für ein gutes Leben. Unsere Forderungen: Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung 80 € Cent für die Lohngruppe 1 6,4 % für die Lohngruppen 2 - 9 Angleichung der Löhne Ost - West Tarifverträge fallen nicht vom Himmel, wir schaffen es nur gemeinsam! www.sauberkeit-braucht-zeit.de
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