Sauna Geiselweid

Kommunikation Stadt Winterthur
Pionierstrasse 7, 8403 Winterthur, Tel. 052 267 66 60
[email protected], www.stadt.winterthur.ch
Medienmitteilung
Departement Schule und Sport
12. April 2016
Stadtrat beantwortet Petition zum Erhalt der Sauna
Geiselweid abschlägig
Der Stadtrat bekräftigt in seiner Antwort auf die Petition zum Erhalt der Sauna
Geiselweid, dass er an seinem Entscheid vom 4. Juni 2014 festhält und er keine
Investitionen mehr in städtische Saunas tätigen wird. Somit wird die Sauna Geiselweid
wie angekündigt am 2. Mai 2016 stillgelegt.
Kurz vor Weihnachten 2015 reichten mehrere Hundert Personen eine Petition zum Erhalt der
Sauna im Hallenbad Geiselweid ein. Sie machten darin vor allem geltend, dass es ohne die
Sauna Geiselweid in Winterthur keine Möglichkeit mehr gebe, ganzjährig eine Sauna in
Verbindung mit einer Schwimmmöglichkeit zu besuchen. Sie waren auch der Meinung, dass für
den Weiterbetrieb nur kleinere Mängel behoben werden müssten.
Langfristige Entscheidung
Bereits 2011/12 liess der Stadtrat die Rentabilität der städtischen Saunas untersuchen. Der
Expertenbericht kam zum Schluss, dass alle vier Kleinsaunen (Töss, Wülflingen, Wolfensberg,
Geiselweid) zugunsten einer einzigen Grosssauna mit mindestens 50 000 Eintritten pro Jahr
geschlossen werden sollten. Die Kosten für eine solche zentrale Lösung wurden auf 3,5
Millionen Franken geschätzt. Eine Umsetzung wäre auf dem Dach des Hallenbades Geiselweid
möglich gewesen. Die Suche nach privaten Investoren für ein solches Projekt blieb erfolglos.
Allerdings investieren Private im neuen Sportcenter «Wincity» bei der Eishalle Deutweg in eine
neue Wellnessanlage inklusive Hamam. Aufgrund des Expertenberichts wurde bereits bei der
Hallenbadsanierung 2012 die Sauna komplett ausgeklammert.
Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Stadt Winterthur beschloss der Stadtrat am
4. Juni 2014 keine weiteren Investitionen mehr in Saunas zu tätigen, da diese keine gesetzliche
Aufgabe der öffentlichen Hand sind. Obwohl auch die Quartierbäder (Töss, Wülflingen,
Wolfensberg, Oberwinterthur) der öffentlichen Hand gehören, erlaubte der Stadtrat den
genossenschaftlich betriebenen Bädern aus selbsterwirtschafteten Mitteln in ihre Saunas zu
investieren. Die Schwimmbadgenossenschaften Töss und Wülflingen machten von diesem
Recht Gebrauch. So stehen in Winterthur nach wie vor Kleinsaunas in Töss (totalsaniert 2014),
Wülflingen (Sanierung 2015/16) und auf dem Wolfensberg sowie mit dem Sportpass Relax
auch die Sauna Niderwis der Gemeinde Elsau zu stark subventionierten Preisen zur Verfügung.
Bereits 2014 war klar, dass die Sauna Geiselweid nicht mehr saniert würde, was auch in der
damaligen Medienmitteilung der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde.
Zustand Sauna Geiselweid
Am 1. Februar 2016 führte das Sportamt zusammen mit dem Amt für Städtebau eine Begehung
der Sauna Geiselweid und der dazugehörigen Technikräume mit interessierten Petitionärinnen
und Petitionären durch. Dabei wurde aufgezeigt, dass die Sauna dringend eine Totalsanierung
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nötig hat, für die das Planerteam der Hallenbad-Techniksanierung (wird im Sommer 2016
realisiert) eine Grobkostenschätzung von über einer Million Franken erstellte. Eine reine
Pinselrenovation genügt nicht. Eine detailliertere Sanierungsplanung/Kostenschätzung erübrigte
sich, da der Stadtrat den Entscheid betreffend Investitionsstopp bereits 2014 gefällt hatte.
Da zum heutigen Zeitpunkt klar ist, dass der Weiterbetrieb der Sauna Geiselweid ohne
massgebliche Investitionen nicht möglich ist, hält der Stadtrat an seinem Entscheid fest und legt
die Anlage mit Beginn der Techniksanierung des Hallenbades am 2. Mai 2016 still.
Der Stadtrat ist sich bewusst, dass der Verlust eines bestehenden Angebots für die jeweiligen
Nutzerinnen und Nutzer unerfreulich ist. Trotz allem stehen in Winterthur und Umgebung für
Sportpass-Relax-Besitzende vier Saunas zur Verfügung. Wer keine dieser Anlagen nutzen will,
kann seinen Sportpass Relax an der Hallenbadkasse in einen Sportpass Basis und eine
Gutschrift für zukünftige Abokäufe umwandeln oder eine private Anlage wie im Fitnesspark
Banane oder bald im «Wincity» besuchen.
--------------------Für Rückfragen:
− Stadtrat Stefan Fritschi, Vorsteher Departement Schule und Sport, 052 267 55 11 (heute 9-10 Uhr)