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02 / 2016
das
magazin
Für Mitglieder und
Kunden der Südtiroler
Raiffeisenkassen
10 FIRMENKUNDEN
Günstige Finanzierungen
für Klein- und Mittelbetriebe
LEBEN IN SÜDTIROL
Der Verein
sind wir
Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement – 70% – NE BOZEN – Raiffeisen Magazin – erscheint zweimonatlich
20 RAIFFEISENKASSEN
Im Gespräch mit dem jungen
Verwaltungsrat Tobias Weger
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VERFAHREN DER ITALIENISCHEN WETTBEWERBSBEHÖRDE GEGEN RAIFFEISEN
An die Mitglieder und
Kunden der Raiffeisenkassen
Die Verhängung der Verwaltungsstrafen durch die Wettbewerbsbehörde hat bei vielen
von Ihnen Verunsicherung ausgelöst und Fragen aufgeworfen. Dies bedauern wir sehr
und legen Wert darauf, Ihnen dazu folgende Informationen zu geben:
† Die Südtiroler Raiffeisenorganisation versteht sich als Verbund selbstständiger
Unternehmen, die nach den genossenschaftlichen Grundwerten der Selbsthilfe,
Selbstverantwortung und Selbstverwaltung zum Nutzen aller zusammenarbeiten.
Die Aufgabenverteilung bedingt, dass auf den Raiffeisenverband und die Raiffeisen
Landesbank jene Leistungen verlagert werden, die für die einzelne Raiffeisenkasse
nicht möglich, nicht sinnvoll oder kostenmäßig nicht tragbar sind. Auf Grundlage
dieses Prinzips pflegen wir seit über 125 Jahren eine enge Zusammenarbeit.
Der damit verbundene Informationsaustausch dient der Stärkung der einzelnen
Raiffeisenkasse und nicht Preisabsprachen gegenüber Kunden.
† Innerhalb des Verbundes sehen wir uns als Partner, nicht als Konkurrenten,
und treten unter einer gemeinsamen Marke auf. Unsere Mitwettbewerber sind
die anderen Banken. Die Behörde sieht die Raiffeisenkassen ausschließlich
als in Konkurrenz zueinander stehende Unternehmen und die Zusammenarbeit
im Verbund und den dabei gepflegten Informationsaustausch in einigen
Punkten als nicht wettbewerbskonform. Die Zinsuntergrenze bei Krediten
ist zwar Ausgangspunkt des Verfahrens, ist aber weder gesetzeswidrig noch
ausschlaggebend für die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde.
† Widersprüchlich ist, dass die von der Wettbewerbsbehörde heute angeprangerte
Zusammenarbeit mit der Reform der Genossenschaftsbanken morgen gesetzlich
verpflichtend wird.
† Die verhängten Strafen treffen uns hart, wir können Ihnen aber versichern, dass
diese keine negativen Auswirkungen auf die Preisgestaltung mit den Mitgliedern
und Kunden haben werden. Der Bilanzüberschuss des Geschäftsjahres 2015
wird sich zwar erheblich reduzieren, aber wir sind nach wie vor solide aufgestellt.
† Den ehrenamtlichen Vereinen und Organisationen möchten wir versichern,
dass wir – trotz dieser unerwarteten Aufwände – den genossenschaftlichen
Förderauftrag weiterhin uneingeschränkt wahrnehmen werden. Jährlich stellt
Raiffeisen für das Gemeinwohl rund 14 Mio. Euro zur Verfügung, und wir sind
bestrebt, dies auch weiterhin zu tun.
Raiffeisen sieht die getroffene Entscheidung der Behörde als ungerechtfertigt,
nimmt diese aber zur Kenntnis. Wir werden alle Rechtsmittel ausschöpfen und gegen
die Entscheidung Rekurs einlegen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte
vertrauensvoll an Ihre Raiffeisenkasse.
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03
THEMA
04 Vereinsland Südtirol
Vereine vereinen, bereiten den Vereinsverantwortlichen aber auch schlaflose Nächte
Liebe Leserinnen,
liebe Leser!
GELD & MEHR
08 Raiffeisen Landesbank Südtirol AG
Teamspirit: Das
Gefühl, dass alle an
einem Strang ziehen.
Raiffeisen
Magazin
jetzt auch
online lesen
www.magazin.
raiffeisen.it
„Treffen sich zwei Südtiroler, gründen
sie einen Verein“, sagt man. Wie so
oft steckt auch in diesem alten Witz
ein Körnchen Wahrheit. Das Vereinswesen ist in der Südtiroler Bevölkerung seit langem verwurzelt und
nach wie vor aktuell. Ein Spiegelbild
unseres vielfältigen gesellschaftlichen
Lebens. Menschen tun sich zusammen und
setzen sich für gemeinsame Interessen
oder einen gemeinnützigen Zweck ein.
Denn zwei sind stärker als einer. So banal
sich das anhört, so kraftvoll ist dieser Satz,
wenn er umgesetzt wird. Bei einem Verein
geht es aber nicht nur um Vorteile durch
die Gemeinschaft und rationale Argumente.
Gemeinsame Erlebnisse, Emotionen, Erfolge
und Misserfolge lassen ein Wir-Gefühl entstehen, das wie ein sozialer Kitt wirkt und
ungeahnte Kräfte verleiht. Aber, und das ist
die andere Seite der Medaille, müssen sich
auch Vereine mit zunehmender Bürokratie,
abnehmenden Fördergeldern und neuen
Herausforderungen konfrontieren. Welche
diese sind und wie sie sich auswirken, zeigt
unser Bericht „Der Verein sind wir“.
Starkes Jahr, hervorragendes Wachstum
10 Firmenkunden
Günstige Finanzierungen KMUs
12 Ethical Banking
Ein Kräuterparadies am Fuße des Ortlers
13 Raiffeisen Versicherungsdienst
Mit Sicherheit gut vorgesorgt
14 Versicherungsschutz
Der passende Versicherungsschutz zählt
zur Grundausstattung für Unternehmen
16 Einkommenssteuer IRPEF
Neue Steuerabsetzbeträge 2016
18 Raiffeisen VereinsCloud
Mobil vereint dank digitaler Anwendung
19 Datensicherheit
Neue Gefahren aus dem Internet
IM GESPRÄCH
20 Tobias Weger
„Auch im Bankgeschäft braucht es Mut,
neue, innovative Wege zu gehen.“
LAND & LEUTE
23 Neues aus den Raiffeisenkassen
Impressum: Raiffeisen Magazin, 38. Jg., Ausgabe Nr. 2, April/Mai 2016. Herausgeber: Raiffeisenverband
Südtirol Genossenschaft; Raiffeisenstr. 2, I-39100 Bozen. Ermächtigung: Landesgericht Bozen vom
10. 1. 1979. Presserechtlich verantwortlich: Thomas Hanni. Leitende Redakteurin: Ingeborg
Stubenruß. Redaktionssitzung: Brigitte Linger (bl), Irene Hofer (ih), Michael Frei (mf), Sabine Ohnewein
(so), Christa Ratschiller (cr), Ingeborg Stubenruß (is). Mitarbeiter: Roland Furgler (rf), Olav Lutz (ol),
Matthias Mayr (ma), Martin von Malfèr (mm), Thomas Weissensteiner (tw). Fotos: Shutterstock/Syda
Productions (Cover, 03), Verein Naturtreff Eisvogel (04, 06, 07), Damian Pertoll (08), Shutterstock/white
snow (09), Sabine Weissenegger (10), Gottfried Deghenghi/Matteo Group (12), Musikkapelle Pfeffersberg
(18), fotolia (10, 11, 14, 16, 29), Franz Menghin (20, 22), Max Pattis (23), Raiffeisenkassen (24 bis 27),
UEFA (27), Olav Lutz (28, 29), Archiv. Erscheinungsweise: zweimonatlich, zum Monatsanfang. Layout
und Produktion: EGGER & LERCH, Wien. Druck: www.longo.media, Bozen. Kontakt: Unternehmenskommunikation Raiffeisenverband, Tel. +39/0471/945 386, E-Mail: [email protected], Internet:
www.raiffeisen.it/magazin. Abo: Adressänderungen, Abbestellungen u. dgl. müssen direkt an die eigene
Raiffeisenkasse gerichtet werden. Online-Ausgabe: http://magazin.raiffeisen.it, Koordination: Michael Frei.
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Über vorbildliche Jugendarbeit, engagierte
Frauen und neue Mitglieder u. v. m.
RAT & UNTERHALTUNG
28 Erlebnis Natur
Pfingstrosen-Wanderung am Gardasee
31 Der letzte Schliff
Der Fahrstuhl-Knigge
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thema
04
Verein Naturtreff Eisvogel:
die Vielfalt unserer
Kulturlandschaft entdecken
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05
VEREINSLAND SÜDTIROL
Der Verein
sind wir
Vereine vereinen, bereiten den
Vereinsverantwortlichen aber auch schlaflose
Nächte. Bin ich mit den Papieren in Ordnung?
Reicht das Geld? Und was, wenn sich
jemand wehtut? Ein Vereinsobmann braucht
heutzutage starke Nerven, bekommt aber
auch Unterstützung.
Südtirol ist im besten Sinne ein Land der
Vereinsmeier. Rund 5.000 Vereine gibt es in Südtirol, das ist einer pro einhundert Einwohner.
Ein Verein bringt Freude und Geselligkeit und
ist oft ein Dienst am Nächsten. Doch wird es den
Vereinen immer schwerer gemacht: Bürokratie
und Auflagen verderben schon mal den Spaß.
Und über allem hängt das Damoklesschwert der
Haftung bei Unfällen.
Dabei wird das Vereinsleben in Südtirol reicher
und bunter. Dominierten einst Musikkapellen,
Schützen und Feuerwehren, gibt es heute
Vereine, die sich um alles Mögliche kümmern
und deren Mitgliederbasis immer facettenreicher wird. Neu sind auch die Bürgerinitiativen
und Bürgerlisten, die in den vergangenen zwei
Jahrzehnten entstanden.
Es gibt Vereine wie den Naturtreff Eisvogel. Der
Verein rund um Präsident Klaus Graber zählt
heute über 480 Mitglieder und ging vor rund
15 Jahren aus einer Gruppe Naturinteressierter
und Fotografen hervor (siehe Interview auf
Seite 7). Die Gruppe wuchs, neue Aktivitäten
kamen dazu, und schon bald standen neben
Naturbeobachtung Themen wie Mitgliederverwaltung und Versicherungsschutz ganz oben auf
der Tagesordnung. „Will man den Verein richtig
führen, ist der Zeitaufwand enorm“, sagt Graber.
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VEREINE VOR GROSSEN HERAUSFORDERUNGEN
Der Begriff „Verein“ kommt vom Wort „vereinen“
und ist quasi selbsterklärend: Ein Verein bringt
Menschen zusammen. Gemeinsam Gutes tun,
gemeinsam feiern, gemeinsam dem Alltag ein
wenig entrinnen. In einer Zeit der Individualisierung und in einer unübersichtlich gewordenen
Welt bieten Vereine Geborgenheit, Sinnstiftung
und Identität. Unterschiedlichste Menschen
finden zusammen, einem gemeinsamen
Ziel zuliebe.
Jochen Schenk, ausgebildeter Vereinsmanager
und selbst Präsident des ASC Olang und Vizepräsident der Südtiroler Sporthilfe, ist bei der
Raiffeisenkasse Bruneck erster Ansprechpartner
für die Vereine. 800 davon gibt es im Großraum
Bruneck, über 600 sind Kunden der Raiffeisenkasse. „Gesetzliche Vorgaben, Kontrollen und
Datenschutz werden immer mehr zum Thema.
Das macht für Vereine bald keinen Spaß mehr,
die Politik ist gefordert“, sagt Schenk. Dabei
ist das Vereinsland Südtirol gut aufgestellt: Die
Vereine arbeiten immer professioneller und bearbeiten immer mehr Themen. Doch die Voraussetzungen ändern sich, öffentliche Gelder fließen
nicht mehr wie einst. Was nicht schlecht sein
muss, findet Schenk: „Die üppigen öffentlichen
Beiträge über Jahrzehnte haben die Fantasie
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thema
06
Klaus Graber ist
Gründungsmitglied und
Präsident des Vereins
Naturtreff Eisvogel.
zerstört. Nun müssen sich die Vereine Gedanken
machen, wohin man in Zukunft will, müssen
festgefahrene Strukturen überdenken und
sich aufs Wesentliche reduzieren.“ Denn auch
Sponsorengelder sind in Südtirol rar, für große
Firmen ist der Markt Südtirol zu klein.
SÜDTIROL ZÄHLT 5.000 VEREINE
Das Landesstatistikinstitut ASTAT zählte im
Jahr 2011 (neuere Zahlen gibt es nicht) 4.927
aktive Non-Profit-Organisationen in Südtirol,
60 % davon aus den Bereichen Kultur, Sport und
Freizeit, gefolgt von Sozialwesen und Zivilschutz
(11 %) und Umweltvereinen (7 %). Zwei Drittel
der Vereine sind in das Landesverzeichnis der
ehrenamtlich tätigen Organisationen eingetragen. Die Non-Profit-Organisationen stellen in
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Südtirol 10 % der tätigen Wirtschaftseinheiten,
4,5 % der entlohnten Arbeiter in Südtirol sind bei
einer Non-Profit-Organisation beschäftigt. Mit
3.008 Ehrenamtlichen je 10.000 Einwohnern
nimmt Südtirol den Spitzenplatz unter den Regionen Italiens ein. Wegen des Geldmangels im
Sozialbereich übernehmen immer mehr Vereine
Aufgaben der öffentlichen Hand: im Gesundheits- und Sozialwesen gibt es 33 Non-ProfitOrganisationen je 100 Unternehmen.
DIE VERSICHERUNG
Ein heikles Thema sind die Versicherungen.
Norbert Spornberger, Abteilungsleiter der
Versicherungstechnik im Raiffeisen Versicherungsdienst, sagt, für Vereine gelte nichts
anderes als für jeden anderen Menschen auch:
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07
Naturexperten,
Fotografen und
Naturinteressierte
aus anderen
Berufsschichten
engagieren sich im
Verein Naturtreff
Eisvogel.
VEREIN NATURTREFF EISVOGEL
„Freizeit sinnvoll für Mensch
und Natur einsetzen“
Der Verein Naturtreff Eisvogel macht auf die Vielfalt und
Schönheit unserer Kulturlandschaft aufmerksam. Präsident
Klaus Graber gibt Einblick.
Herr Graber, wie entstand der Verein Naturtreff Eisvogel?
Klaus Graber: Am Anfang stand eine Gruppe Natur-
„Wenn ich jemandem Schaden zufüge, muss ich
dafür geradestehen.“ Das bedeutet zivil- und
strafrechtliche Haftung, wenn ein Vereinsmitglied einen Fehler macht und dadurch jemand
zu Schaden kommt. Verletzt sich ein Vereinsmitglied durch eigenes Verschulden, haftet der
Verein nicht. Spornberger beruhigt aber: „Unsere
Verträge decken eigentlich alle Fälle ab.“ Denn
auch wenn der Verein alles korrekt macht: Eine
Anzeige ist schnell gemacht, und auch bei einem
Freispruch vor Gericht bleibt man meist auf den
Anwaltsspesen sitzen. Spornberger empfiehlt
eine Rechtsschutzversicherung.
VEREINE HABEN ZUKUNFT
Trotz aller Schwierigkeiten haben Vereine
ihre Anziehungskraft nicht verloren. „Bei den
Südtiroler Vereinen herrscht ein hohes Niveau“,
sagt Schenk. „Auch junge Menschen wollen sehr
wohl mitmachen, aber man muss sie richtig
ansprechen. Und sie für ihre Ideen und Visionen
arbeiten lassen.“
Die Raiffeisenkassen fördern und unterstützen
Vereine im ganzen Land: mit kostengünstigen
Vereinskonten, mit Sponsorengeldern, bei Anschaffungen, Veranstaltungen und der Nutzung
von Räumlichkeiten, mit maßgeschneiderten
Versicherungsangeboten oder auch mit Instrumenten wie der VereinsCloud von Raiffeisen
OnLine (siehe dazu Bericht auf Seite 18). „Jede
Raiffeisenkasse hat da ihr eigenes Angebot“,
sagt Schenk. Doch bei aller Unterstützung gilt:
Ein Verein ist immer nur so stark wie seine
_ma
Mitglieder.
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interessierter und Fotografen, die in den Auen rund um
Bruneck Vögel beobachteten. Wir organisierten eine
Fotoausstellung für die Bevölkerung, um zu zeigen, was wir
an der Natur haben. Dann wurde die Gruppe größer und
die Aktionen mehr, und es kam zur offiziellen Gründung
des Vereins.
Was macht der Verein?
Klaus Graber: Wir wollen Menschen für die Natur
sensibilisieren, gemäß unserem Motto „Natur erleben,
begreifen und bewahren“. 2015 organisierten wir
64 öffentliche Veranstaltungen, alles zu 100 % ehrenamtlich.
Zudem wurde unser Film „Auenlandschaften in Südtirol“
im gesamten deutschsprachigen Raum übers Fernsehen
ausgestrahlt. Wir arbeiten aber auch mit Gemeinden und
Ämtern an Verbesserungsmaßnahmen für mehr Vielfalt in
unserer Kulturlandschaft mit.
Wer führt den Verein und woher kommen seine Mitglieder?
Klaus Graber: Neben dem Vorstand gibt es einen aktiven
Kern aus 40 bis 50 Personen. Darunter viele Naturexperten,
Fotografen und Naturinteressierte. Wichtig ist uns eine gute
Mischung zwischen Jung und Alt und möglichst vielen Vertreter
aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Unsere Mitglieder
kommen größtenteils vom Land und nicht aus den Städten.
Was bereitet Ihnen beim Verein am meisten Freude?
Klaus Graber: Meine Freude ist es, in einer tollen
Gemeinschaft meine Freizeit sinnvoll für Mensch und
Natur einzusetzen. Wir motivieren Menschen, aktiv für
den Naturschutz einzutreten, denn nicht alles ist so
selbstverständlich. Und was gibt es Schöneres als glückliche
Menschen in einer intakten Natur?
_ma
Klaus Graber ist Gründungsmitglied und Präsident des
Vereins Naturtreff Eisvogel und in vielen weiteren Vereinen und
Organisationen tätig. Er arbeitet für die Volkshochschule Südtirol
und koordiniert freiberuflich mehrere Projekte im In- und Ausland.
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geld & mehr
08
RAIFFEISEN LANDESBANK SÜDTIROL AG
Starkes Jahr, hervorragendes
Einlagenwachstum
Die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG blickt auf ein starkes Jahr zurück.
Die Ausleihungen sind um 6,5 %, die Kundeneinlagen um stolze 31,7 % auf
ihre Höchststände gewachsen. Die Solidität der Bank mit dem italienweit
besten Rating von Moody’s macht sich bezahlt.
„Das Jahr 2015 war für uns ein erfolg-
BESTES RATING ITALIENS
Dieser Erfolg ist auch darauf zurückzuführen,
dass die Kunden noch sensibler geworden sind,
wenn es um die Sicherheit ihrer Einlagen geht.
Angesichts der Einführung der EU-Richtlinie
„Bail-in“, die vorsieht, dass nach Aktien und
Anleihen auch Einlagen über 100.000 Euro für
die Sanierung einer Bank herangezogen werden,
KUNDENEINLAGEN MIT +31,7 % AUF REKORDHOCH
ist dies nachvollziehbar. Die Kunden prüfen nun
„Mehr denn je haben wir im abgelaufenen Jahr
noch genauer die Qualität eines Bankinstituts.
gesehen, dass die Südtiroler uns vertrauen.
„Die RLB gehört zu den am besten bewerteten
Sowohl bestehende Kunden, aber auch
Banken Italiens. Wir garantieren, dass die EinNeukunden haben vermehrt ihre Gelder bei
lagen im Land bleiben und bei uns sicher sind.
uns eingelegt“, so Generaldirektor Zenone
Mit dem Langfrist-Rating für Bankeinlagen
Giacomuzzi. Die Einlagen von Kunden erreichten „A3“ von Moody’s verfügen wir über die beste
mit einem Zuwachs von 229 Mio. Euro (+31,7 %)
Bewertung italienweit – das honorieren unsere
den bisher höchsten Wert von über 952 Mio. Euro. Kunden“, betont Michael Grüner.
„Damit konnten wir zum Einlagenwachstum der
ERFOLGREICHE ZUSAMMENARBEIT
Raiffeisen Geldorganisation von ca. 450 Mio.
Das Ziel von Raiffeisen ist es, die heimische
Euro wesentlich beitragen“, sagt Giacomuzzi.
Wirtschaft mit Krediten zu versorgen. Die enge
Zusammenarbeit mit den Raiffeisenkassen hat
es erneut ermöglicht, mehr Finanzierungen
für Investitionen von Südtiroler Unternehmen
bereitzustellen. Mit einer Steigerung von
85,3 Mio. Euro (+6,46 %) auf 1.405 Mio. Euro
wurde das höchste Kreditvolumen seit der
Gründung der Bank erreicht. In der Vollversammlung Ende April werden den Aktionären
die definitiven Ergebnisse zur Diskussion und
_cr
Genehmigung vorgelegt.
reiches Jahr. Wir konnten sowohl die Kundeneinlagen als auch die Ausleihungen an Südtiroler
Unternehmen auf ihre Höchststände seit unserer
Gründung steigern. Mit dem Ergebnis sind
wir sehr zufrieden“, fasst Präsident Michael
Grüner zusammen.
RLB-Präsident Michael Grüner
(rechts) und Generaldirektor
Zenone Giacomuzzi sind mit den
Ergebnissen sehr zufrieden.
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09
Zahlen & Fakten
BELIEBTESTER
KURZMITTEILUNGSDIENST
Statistisches aus Wirtschaft
und Leben im Überblick
WhatsApp hat
eine Milliarde Nutzer!
Pro Tag werden 42 Milliarden Nachrichten,
1,6 Milliarden Fotos und
250 Millionen Videos verschickt.
WAS AUS 100.000 EURO
SEIT 2013 WURDE
QUELLE: FB, CEO JAN KOUM,
2. FEBRUAR 2016
Europäische Aktien
108.396,17 .....................................................
Europäische Anleihen
121.211,65 ......................................................
Sparbuch-Euribor 3M
Deutschland
100.668,94 .....................................................
Griechenland
3,34
QUELLE: RLB
3,93
China
Euro-Zone
4,00
2,74
Italien
4,38
Russland
1,88
USA
4,93
Venezuela
0,67
Norwegen
5,65
BIG-MAC-INDEX
Das kostet der Big Mac
Schweiz
6,82
(Preis in Dollar, 2015)
Den beliebten Big-Mac-Burger gibt es fast überall auf der Welt in
standardisierter Größe, Zusammensetzung und Qualität. Demzufolge
müsste er auch überall gleich viel kosten. Dem ist nicht so. Der BigMac-Index vergleicht die Preisunterschiede in den verschiedenen
Ländern und stellt damit in vereinfachter Form die Über- und
Unterbewertungen der Währungen fest.
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QUELLE: DER INDEX WIRD
JEDES JAHR VOM BRITISCHEN
WIRTSCHAFTSMAGAZIN „THE
ECONOMIST“ VERÖFFENTLICHT.
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geld & mehr
10
FIRMENKUNDEN
Günstige Finanzierungen
für kleinere und mittlere
Unternehmen (KMUs)
Unternehmer, welche die wieder anlaufende Wirtschaftsentwicklung nutzen wollen,
setzen jetzt ihre geplanten Investitionen um. Derzeit begünstigen außerordentliche
wirtschaftspolitische Maßnahmen investitionsfreudige Unternehmer, erklärt
Dr. Luca Devescovi, Finanzierungsexperte der Raiffeisen Landesbank Südtirol.
Mit einer Finanzierung der Euro-
Luca Devescovi:
E.I.B.-Mittel können
sehr gut mit anderen
Finanzierungslösungen
gekoppelt werden,
zum Beispiel mit dem
Rotationsfonds.
päischen Investitionsbank (E.I.B.) kommen
Südtiroler KMUs in den Genuss eines begünstigten Zinssatzes, der unter den üblichen Marktbedingungen liegt. Sie sind dabei auch von der
Ersatzsteuer befreit. „E.I.B.-Mittel können sehr
gut mit anderen Finanzierungslösungen gekoppelt werden, zum Beispiel mit dem Rotationsfonds. Damit gelangt der Unternehmer zu einem
maßgeschneiderten Finanzierungsplan“, sagt
Luca Devescovi, Finanzierungsexperte der Raiffeisen Landesbank. Die E.I.B.-Gelder werden als
mittel- bis langfristige Darlehen und Leasing-
operationen an Unternehmen mit weniger
als 250 Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftszweigen vergeben. Besonders interessant
sind in diesem Zusammenhang ImmobilienLeasingverträge mit einer Laufzeit von 12 Jahren.
Diese Finanzierungen sind zweckgebunden und
können ausschließlich für das jeweils angegebene Projekt verwendet werden.
FÖRDERUNG FÜR BEWEGLICHE GÜTER
Auch die staatliche Förderung „Nuova Sabatini“
steht mit Ausnahme weniger Branchen allen
KMUs zur Verfügung, die einen Umsatz bis zu
Für klein
stehen e
Finanzie
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Der Raiffeisen Gesundheitsfonds
deckt seit Januar 2016 auch
Sanitätskosten für die zu Lasten
lebenden Kinder ab.
ERGÄNZENDE GESUNDHEITSVORSORGE
Raiffeisen Gesundheitsfonds
auf Wachstumskurs
50 Mio. Euro oder eine Bilanzsumme bis zu
43 Mio. Euro aufweisen und maximal 250 Angestellte beschäftigen. Diese Mittel stehen für
Investitionen in neue Maschinen, Anlagen, Investitionsgüter, Ausrüstungsgegenstände sowie
Hardware, Software und digitale Technologien
bereit. Es muss sich dabei um Neuanschaffungen
handeln, die für Produktionszwecke verwendet
und erst nach der Antragstellung realisiert
werden. Es können Beträge zwischen 20.000
und 2.000.000 Euro für bis zu 100 % der Investition beantragt werden. Die Förderung besteht
in einem Verlustbeitrag, welcher anhand eines
Tilgungsplans mit der Maximallaufzeit von
5 Jahren inklusive Voramortisierung und einem
theoretischen Zinssatz von 2,75 % errechnet wird.
Auf der Webseite des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung stehen ein Simulator für die
Beitragsberechnung, Anleitungen zur Antragstellung und ausführliche Leitfäden bereit. Auch
diese Finanzierung ist, aufgrund der besonderen
Mittelbeschaffung über die Depositenbank, von
der Ersatzsteuer befreit. Die Förderansuchen
können bis zum 31. Oktober 2016 gestellt werden.
GELDER DES LANDESROTATIONSFONDS
Für Darlehen und Immobilien- bzw. MaschinenLeasingoperationen können KMUs zudem
Förderungen des Rotationsfonds laut Wirtschaftsförderungsgesetz Nr. 9 der Autonomen
Provinz Bozen nutzen. Je nach Bedarf sind auch
begünstigte Finanzierungen in Verbindung mit
_cr
der Depositenbank möglich.
Für kleine und mittlere Unternehmen
stehen einige interessante
Finanzierungsmöglichkeiten bereit.
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Der Raiffeisen Gesundheitsfonds stellt seit Dezember
2014 eine leistungsstarke lokale Ergänzung der
öffentlichen Gesundheitsvorsorge dar.
Durch den Sparkurs des öffentlichen Gesundheitswesens, die höhere Lebenserwartung und die damit
verbundenen steigenden Ausgaben im Gesundheitsbereich gewinnt er immer mehr an Bedeutung. Mittlerweile haben rund 50 Südtiroler Betriebe und über
2.000 eingeschriebene Personen vom Vorsorgeangebot
des Raiffeisen Gesundheitsfonds Gebrauch gemacht.
Die vier Grundpakete Basic, Comfort, Superior und
Premium garantieren ein hochwertiges Leistungsangebot. Für Betriebe, bei denen der nationale Kollektivvertrag bereits einen ergänzenden Gesundheitsfonds
vorsieht, wurden die Leistungspakete weiter ausgebaut. Dies stieß bei den lokalen Betrieben auf großes
Interesse und fand regen Zuspruch.
Seit dem 1. Januar 2016 bietet der Fonds einen
weiteren Mehrwert, der vor allem für Südtiroler
Familien interessant ist: mit einer zusätzlichen Beitragszahlung können alle in den Raiffeisen Gesundheitsfonds eingeschriebenen Mitglieder das neue
Leistungspaket „Familie“ abschließen. Mit diesem
werden neben Ausgaben für die eigene Gesundheit
auch Sanitätskosten für den Ehepartner und die zu
Lasten lebenden Kinder finanziell abgedeckt. Auch die
vorteilhaften Konventionen mit den lokalen medizinischen Strukturen wurden weiter ausgebaut: derzeit
bestehen rund 30 Konventionen mit Zahnärzten und
acht Abkommen mit anderen medizinischen Einrichtungen. Schon bald wird es möglich sein, die
Einzahlungen für die Gesundheitsvorsorge über das
Formular F24 zu erledigen, was die Abwicklung noch
_is
schneller und einfacher macht.
Mehr dazu unter:
www.raiffeisengesundheitsfonds.it
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Der Kräuterexperte Siegi Platzer
Die Blüten
und Kräuter
werden
von Hand
gepfückt.
ETHICAL BANKING
Ein kleines
Kräuterparadies am
Fuße des Ortlers
In der Ortschaft Stilfs im Vinschgau hat sich Siegi Platzer ein
kleines Paradies geschaffen. Seit 2005 widmet sich der ehemalige
Bankangestellte mit großer Leidenschaft der Welt der Kräuter.
Ursprünglich wollte Siegi Platzer Schafe
Direktlink Kurzfilm: https://
youtu.be/
EZ56baIv_ok
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und Ziegen halten, entschloss sich dann aber für
den Kräuteranbau. Dass dieser nachhaltig erfolgt,
liegt Siegi Platzer am Herzen. Die Pflanzen
werden auf über 1.300 m Meereshöhe nach strengen biologischen Richtlinien angebaut. Platzer:
„Unsere Kräuterfelder sind seit mehreren Generationen in Familienbesitz und wurden noch nie mit
chemisch-synthetischen Mitteln gedüngt.“
Angebaut wurde früher, was man selbst zum
Leben brauchte. Das ist heute in Stilfs nicht
anders. Die Felder sind umgeben von Wiesen
und Erdäpfeläcker für den Eigengebrauch. Viele
verschiedene Kräuter bilden ein ausgewogenes
Miteinander. Der Boden wird so schonend wie
möglich aufbereitet. Auch wild wachsende
Kräuter wie Königskerze, Hirtentäschel, Hopfen
oder Schafgarbe werden bis zu einer Meeres-
höhe von 2.500 m gesammelt. Sie wachsen dort,
wo sie sich am wohlsten fühlen. „Dass sie jedes
Jahr wieder wachsen, zeigt uns, dass wir nachhaltig arbeiten“, berichtet Siegi stolz. Daraus
werden edle Kräutermischungen, Kräuterkissen,
Cremen u. a. m. gefertigt.
SCHONENDE KRÄUTERVERARBEITUNG
Die Kräuter werden von Hand gepflückt, getrocknet und zu Teemischungen und reinsortigen
Tees verarbeitet. Schon anhand der leuchtenden
Farben erkennt man, dass die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten blieben. Für die Tees werden die
Blüten und Blätter im Ganzen verwendet. Vor
kurzem hat Siegi Platzer in der Laubengasse in
Glurns einen Tee-Salon mit Geschäft und Bistro
eröffnet. Vertrieben werden die „Stilfser Bergkräuter“ aber vor allem in Italien, Deutschland,
Österreich und der Schweiz; auch in andere
Länder wird erfolgreich exportiert. Der EthicalBanking-Förderkredit wurde für die Realisierung
der Trocknungs- und Verarbeitungsräume der
Kräuter verwendet. „Ich finde es großartig und
lobenswert, dass Ethical-Banking-Kunden mit
ihren Spareinlagen zugunsten der biologischen
Landwirtschaft die lokale Wirtschaft unterstützen. Unsere Dankbarkeit können wir als Biobetriebe mit der Produktion von hochwertigen
und gesunden Lebensmitteln ausdrücken“, meint
_rf
Siegi Platzer.
Mehr dazu unter:
www.ethicalbanking.it
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geld & mehr
13
BILANZ 2015
Mit Sicherheit gut vorgesorgt
Seit 25 Jahren bieten die Raiffeisenkassen Finanzdienstleistungen und Versicherungen
aus einer Hand. Mitglieder und Kunden profitieren von einer umfassenden Beratung
sowie einem ganzheitlichen Vorsorgekonzept. Arno Perathoner, Direktor des
Raiffeisenversicherungsdienstes, zieht Bilanz.
Herr Perathoner, im abgelaufenen
Jahr beging der Raiffeisen
Versicherungsdienst (RVD) sein
25-jähriges Bestehen. Wo steht das
Unternehmen heute?
Arno Perathoner: Seit 25 Jahren
glauben wir an Sicherheit und Vorsorge und leben dies auch. Gerade
in dieser Zeit des Wandels ist eine
bewusste Finanz- und Lebensplanung in den verschiedenen Lebensphasen wegweisend. Als führender
Versicherungsanbieter auf dem
heimischen Versicherungsmarkt
sensibilisieren wir unsere Partner
BEARBEITETE VERSICHERUNGSFÄLLE
IM JAHR 2015
6.531 KFZ-Haftpflicht
5.541 Krankenzusatz
3.946 Sachsparte
16.018 Insgesamt
0
5.000
10.000
15.000
AUFWENDUNGEN FÜR
VERSICHERUNGSFÄLLE IM JAHR 2015
27.639.526
2015
2014
22.926.555
QUELLE: RAIFFEISEN VERSICHERUNGSDIENST
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und Kunden für die private Vorsorge. Wir begleiten und betreuen
die Raiffeisenkassen landesweit in
der Abwicklung des Versicherungsgeschäftes. Daneben betreiben
wir eine Versicherungsagentur in
Bozen für Private und Firmenkunden. Wir bieten unseren Kunden
eine 360-Grad-Beratung, die von
der Ermittlung des Vorsorgebedarfs
über das Angebot von passenden
Produkten bis hin zur Begleitung
im Schadenfall reicht.
Wie hat der RVD 2015 im
Versicherungsgeschäft
abgeschnitten?
Arno Perathoner: Im Berichtsjahr
hat unser Unternehmen seine
Position auf dem heimischen Versicherungsmarkt weiter ausgebaut.
Am 31. Dezember 2015 haben wir
ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit
Zuwächsen in allen Versicherungssparten abgeschlossen. Das Prämienvolumen im Sachversicherungsgeschäft stieg 2015 auf 57,83 Mio.
Euro, das entspricht einem Plus von
4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Im
gesamten Versicherungsgeschäft
stiegen die Prämieneinnahmen um
4,19 % auf 155,89 Mio. Euro. Dies ist
Ausdruck des Vertrauens unserer
Kunden: sowohl unsere Bestandsals auch die Neukunden suchen
und schätzen unsere Beratung und
unseren Service in der Absicherung
und Vorsorge.
Wie viele Schäden
wurden ausbezahlt?
Arno Perathoner: Über den reinen
Versicherungsschutz hinaus hat
der RVD von Beginn an, also seit
dem Jahr 1990, auch die Schadenregulierung betrieben. Sie nimmt
im Versicherungsgeschäft eine
entscheidende Rolle ein. Denn ein
Schadenfall kann zur Bewährungsprobe in der Beziehung zwischen
Geschädigtem und Versicherer
werden. Mit unserem zentralen
Schadenbüro in der Bozner De-LaiStraße setzen wir auf Kundennähe,
Transparenz und eine effiziente
Abwicklung und bieten unseren
Kunden persönliche Hilfestellung.
2015 haben wir über 16.000 Schäden bearbeitet und Schadensvergütungen in Höhe von 27,6 Mio. Euro
_ih
ausbezahlt.
Der Raiffeisen Versicherungsdienst unter
der Leitung von Direktor Arno Perathoner kann
bei der Vollversammlung am 14. April 2016
auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015
zurückblicken. Der RVD ist Teil der Raiffeisengruppe und beschäftigt 41 Mitarbeiter
(Stand 31. Dezember 2015).
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geld & mehr
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ABSICHERUNG VON KLEIN- UND MITTELBETRIEBEN
Versicherungsschutz
für Unternehmer
Klein- und Mittelbetriebe bilden das Rückgrat der Südtiroler
Wirtschaft - mit einem Anteil von 99,7 % dominieren sie die
heimische Unternehmenslandschaft. Da jede Unternehmertätigkeit
mit Risiken verbunden ist, zählt der passende Versicherungsschutz
zur Grundausstattung eines Betriebes.
Weitere
Informationen
und individuelle
Beratung erhalten
Sie in der
Raiffeisenkasse.
Ob Start-up, prosperierendes Unternehmen, alteingesessener Familienbetrieb oder
Unternehmen in der Übergabe: keine Unternehmensphase ist vor Risiken gefeit. Die Betriebsversicherung deckt eine Reihe von Risiken ab, die
mit der Durchführung der Tätigkeit einhergehen.
Im Schadensfall bietet der Versicherungsschutz
die notwendige Liquidität, um weiterhin operativ sein zu können. Die Hauptkomponenten der
Betriebsversicherung sind: Gebäudeversicherung,
Versicherung der Anlagen, Betriebsunterbrechungsversicherung und Betriebshaftpflichtversicherung sowie Rechtsschutzversicherung.
RISIKOBEWERTUNG IST ENTSCHEIDEND
Bevor Unternehmer und vor allem Gründer sich
versichern, ist es sinnvoll, eine umfangreiche
Risikoerhebung durchzuführen. Da jedes Gewerbe andere Risikobereiche aufweist, geht es
zunächst darum, die individuelle Situation des
Betriebes zu erfassen. „Das Hauptkriterium in
HAGELVERSICHERUNG 2016
Ab März können Landwirte ihre Obst- und Weinanlagen wieder gegen
Hagelschlag versichern und damit ihre Ernte schützen. Partner von Raiffeisen
bei der Hagelversicherung ist seit Jahren die Vereinigte Hagelversicherung,
Europas größter Spezialversicherer auf diesem Gebiet. Den Südtiroler
Landwirten wurden in den letzten vier Jahren über 16 Mio. Euro an Hagelschäden über Raiffeisen vergütet.
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der Risikoerhebung ist mit der Tätigkeit und den
damit verbundenen Risiken verbunden“, erklärt
Robert Asanger, Verantwortlicher für Sachversicherungen im Raiffeisen Versicherungsdienst.
Wenn beispielsweise ein Grafiker seine Arbeit in
einem Büro ausübt, sind die Risiken überschaubar. Die Absicherung betrifft die Räumlichkeiten
oder die Absicherung der vorhandenen elektronischen Geräte wie PCs, Tablets und Smartphones. Wird die Analyse hingegen im produzierenden Gewerbe, z. B. bei einem Tischlereibetrieb,
durchgeführt, ist die Risikoerhebung umfangreicher und betrifft neben der Haftung gegenüber Dritten auch das Risiko von Arbeitsunfällen
oder Berufskrankheiten.
INDIVIDUELLE BERATUNG VOR ORT
Die Firmenkundenberater der Raiffeisenkassen
kennen die Bedürfnisse der heimischen Betriebe
und führen gemeinsam mit den Unternehmern
eine individuelle Risikoerhebung ihrer Tätigkeit
durch. Von den knapp 150.000 Beschäftigten
in Klein- und Mittelbetrieben sind fast 40 % als
Unternehmer und mithelfende Familienmitglieder tätig. Gerade für diese Personengruppe
ist neben der betrieblichen Absicherung auch
der private Versicherungsschutz unentbehrlich.
Zur Absicherung existenzbedrohender Risiken
zählt neben der Absicherung der Person vor
Invalidität, die Absicherung der Hinterbliebenen
sowie der Schutz der Gesundheit und des
_ih
Sachvermögens.
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Klein- und
Mittelbetriebe (Stand 2011)
144.670 Beschäftigte
42.984 Klein- und Mittelbetriebe
Zu den Klein- und Mittelunternehmen (KMU) werden
jene Unternehmen gezählt, welche bis zu 99 Beschäftigte
haben und in den Sektoren Produzierendes Gewerbe oder
Dienstleistungen tätig sind.
Jede Unternehmensbranche
birgt ihre Risiken. Bei der Wahl
der passenden Versicherung
bedarf es einer genauen
Risikobeschreibung der
Tätigkeit.
MIT SICHERHEIT GUT VORGESORGT
Gesellschaft im Wandel
G
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rbe
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78,2 % Dienst
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13,3 %
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13,4 %
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21,8 %
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QUELLE: ASTATINFO 44/2014
Erbringung von freiberuflichen,
wissenschaftlichen, technischen Dienstleistungen
Baugewerbe
19,7 %
Wirtschaftsbereiche 20,2 %
Gastgewerbe, Beherbergung
und Gastronomie
Handel, Reparatur
von Kraftwagen, -rädern
Beschäftigte
39,1 %
Unternehmer und mitarbeitende Familienmitglieder
60,6 %
Unselbstständig Beschäftigte
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EINKOMMENSSTEUER IRPEF
Neue Steuerabsetzbeträge 2016
Der Steuergesetzgeber hat mit dem Stabilitätsgesetz 2016 nicht nur die bereits seit
Jahren bestehenden Steuerbegünstigungen um ein weiteres Jahr verlängert, sondern
auch einige neue Steuerabsetzbeträge eingeführt.
KAUF EINER WOHNUNG
Thomas Weissensteiner,
Hauptabteilung
Steuerrecht,
Raiffeisenverband
Für den Kauf einer Wohnung der Energieklasse
A oder B innerhalb 31. Dezember 2016 kann
für Privatpersonen ein Steuerabsetzbetrag von
der IRPEF im Ausmaß von 50 % der bezahlten
Mehrwertsteuer geltend gemacht werden. Die
Wohnung muss vom Bauunternehmen selbst
veräußert werden. Der Steuerabzug ist auf
10 Jahresraten aufzuteilen.
sprich 8.000 Euro). Voraussetzung ist, dass zumindest einer der Partner nicht älter als 35 Jahre
ist und die Ehe- bzw. Lebensgemeinschaft seit
mindestens drei Jahren besteht. Der Steuerabzug
muss auf 10 Jahresraten aufgeteilt werden. Diese
Begünstigung ist jedoch nicht mit dem Steuerabsetzbetrag für den Ankauf von Möbeln und
Elektrohaushaltsgeräten vereinbar.
STEUERUNG VON HEIZANLAGEN
ANKAUF VON MÖBELN
Für junge Ehepaare oder Paare in eheähnlicher
Lebensgemeinschaft „more uxorio“ wird beim
Ankauf der Hauptwohnung ein Steuerabsetzbetrag von 50 % für den Ankauf von Möbeln im
Zeitraum vom 1. Jänner 2016 bis 31. Dezember
2016 eingeführt (max. 50 % auf 16.000 Euro,
Für den Ankauf und die Installation von Geräten
zur multimedialen Fernsteuerung und Überwachung von Heiz-, Warmwasseraufbereitungsoder Klimaanlagen in Wohngebäuden wird ein
Steuerabsetzbetrag von 65 % zuerkannt.
KAUF DER HAUPTWOHNUNG MIT LEASINGVERTRAG
Für Steuerpflichtige, die bei Vertragsabschluss
noch nicht 35 Jahre alt sind, wird ein neuer
Steuerabsetzbetrag von 19 % für den Kauf oder
den Bau der Hauptwohnung mittels Leasing
gewährt. Der Steuerpflichtige darf nicht bereits
Eigentümer einer Wohnung sein. Der Steuerabsetzbetrag kann im Zeitraum zwischen
1. Jänner 2016 und 31. Dezember 2020 auf einen
jährlichen Höchstbetrag der Leasingraten von
8.000 Euro sowie auf den Ablösebetrag von
max. 20.000 Euro geltend gemacht werden. Das
Gesamteinkommen des Steuerpflichtigen darf
dabei 55.000 Euro nicht überschreiten. Für
Steuerpflichtige, die das 35. Lebensjahr vollendet
haben, werden die Höchstgrenzen auf die Hälfte
reduziert. Für den Leasingnehmer müssen die
Voraussetzungen für den Ankauf einer Erst_tw
wohnung erfüllt sein.
Der Fiskus sieht für junge Paare
Steuerabsetzbeträge für den
Ankauf von Möbeln vor.
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REFORM GENOSSENSCHAFTSBANKEN
Erste Weichen
sind gestellt
Paul Gasser:
„Wir werden
die Reform
nutzen, um die
Erfolgsfaktoren
von Raiffeisen
weiter auszubauen.“
Die seit langem angekündigte Reform der italienischen Genossenschaftsbanken
nimmt mit Erlass des Gesetzesdekretes vom 14. Februar 2016 erste konkrete Formen
an. Wir haben Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, dazu befragt.
Herr Generaldirektor Gasser,
warum die Reform und was
beinhaltet sie?
Paul Gasser: Die Regierung will
mit der Reform die Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Genossenschaftsbanken langfristig
sichern. Kernpunkt ist, dass alle
Genossenschaftsbanken einer
Bankengruppe beitreten müssen,
an deren Spitze ein Mutterkonzern
mit Leitungsfunktionen steht.
Welche Auswirkungen
hat die Reform für Südtirol?
Paul Gasser: Die Reform betrifft
auch die Südtiroler Raiffeisenkassen. Raiffeisen Südtirol hat
von Beginn an die Gründung einer
eigenen Bankengruppe gefordert.
Voraussetzung dafür ist, dass die
47 Raiffeisenkassen ihren Sitz in
diesem Territorium haben müssen,
oder dort ihre ausschließliche
Tätigkeit ausüben.
Was ändert sich für
die Raiffeisenkunden?
Paul Gasser: Die Reform bringt
organisatorische Änderungen für die
Raiffeisenorganisation. Für die Kunden hat sie aber unmittelbar keinerlei Auswirkungen. Wie immer sich
die Reform gestaltet, die Kundennähe
und die lokale Verwurzelung der
Raiffeisenkassen bleiben erhalten,
auch die Sicherheit der Einlagen ist
_is
davon nicht betroffen.
BÖRSENKOMMENTAR
Willkommen im Zeitalter der Negativzinsen!
Das war ein Jahresauftakt an den
Weltbörsen ganz nach dem Geschmack des pessimistischen Börsengurus Marc Faber alias Dr. Doom.
Ein Rückgang um über 10 % an den
europäischen Börsen in nur eineinhalb
Monaten, und das zu Jahresbeginn,
haben wir seit 2008 nicht mehr erlebt.
Nicht hausgemachte Probleme in den
USA oder Europa gaben den Anlass,
sondern vielmehr eine beispiellose
Verschlechterung der Lage mit
Einbruch der Börsen in China. Die
kaufkraftbedingte größte Volkswirtschaft der Welt durchlebt derzeit
eine kritische Phase. Die Abkehr vom
investitionsgetriebenen Wachstumsmodell und das Zerbersten der Immo-
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bilien- und Finanzblase hatten bereits
2015 Bremsspuren hinterlassen. 2016
wird ein weiterer Wachstumsrückgang
auf unter 6,0 % erwartet. Sinkt Chinas
Wirtschaftswachstum, geht es auch
mit den Preisen der Rohstoffe bergab.
Je länger dieser Rückgang anhält,
desto mehr wird er für viele Rohstoffexporteure zum Menetekel.
Sinkende Einnahmen und steigende
Sozialausgaben aufgrund zunehmender Arbeitslosenzahlen führen in den
Ländern Brasilien, Venezuela und
Russland zum zweiten Rezessionsjahr
in Folge. Um den sozialen Frieden zu
wahren, greifen diese Länder vermehrt
ihre in den Boomjahren aufgebauten
Devisenreserven und Staatsfonds an.
Allein im Jahr 2015 wurden von diesen
251 Mrd. USD an Weltaktien verkauft,
eine enorme Summe, welche auch
Hedgefonds zum Aufbau von Shortpositionen ermutigte. Dass die Zentralbanken in solch unsicheren Zeiten
weiter an der Niedrigzins- und expansiven Geldpolitik festhalten werden, ist
also sicher. Negativzinsen werden uns
daher noch lange begleiten. Der Weg
zu positiven Geldmarktzinsen ist noch
ein langer.
_mm
Dr. Martin von Malfèr,
Abteilung Finanzdienstleistungen, Raiffeisen
Landesbank Südtirol AG
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MOBIL VEREINT DANK RAIFFEISEN
„Musig moch mo, mobil sein mo!“
Büroarbeit erledigen, Termine verwalten, Mitglieder informieren – die Leitung eines
Vereins hat heute vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Zur Bewältigung dieser Arbeiten hat
Raiffeisen eine digitale Anwendung entwickelt: die Raiffeisen VereinsCloud.
Die Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg bei einem ihrer Konzerte.
Sie nutzt die Raiffeisen VereinsCloud für die Archivierung der Vereinsunterlagen.
In der VereinsCloud werden die
Vereinsunterlagen sicher abgelegt und per AntiVirus-Check vor Schadsoftware geschützt. Über
die App „HOi!“ wird kommuniziert: die Vereinsmitglieder erhalten Rundschreiben, Terminerinnerungen, Fotos und Videos direkt auf das
Smartphone und tauschen sich im Chat aus.
Wer in mehreren Vereinen aktiv ist, kann über
die App Dokumente, Bilder und Nachrichten all
seiner Vereine abrufen.
VIELE SÜDTIROLER VEREINE SIND BEREITS DABEI
Die Musikkapelle Steinegg hat die Vorteile
der Raiffeisen VereinsCloud für sich erkannt:
die Musikanten tauschen über die App Fotos
ihrer Auftritte und Ausflüge aus, erinnern sich
gegenseitig an Probetermine und holen sich
aktuelle Infos, die der Kapellmeister online stellt,
direkt aufs Smartphone. „Als Musikkapelle
proben wir nicht nur für festliche Anlässe, wir
bilden eine Gemeinschaft, die eng miteinander
verbunden ist. Um die gemeinsamen Erlebnisse
miteinander zu teilen, aber auch die damit
verbundenen Pflichten besser zu steuern,
kommt die Raiffeisen VereinsCloud wie gerufen.
So haben wir eine gemeinsame Anlaufstelle,
über die wir uns erreichen, austauschen und
informieren können“, sagt Kapellmeister
Christoph Rieder.
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ONLINE-ARCHIV FÜR VEREINSUNTERLAGEN
Auch die Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg
nutzt die Raiffeisen VereinsCloud, vor allem um
Rundschreiben, Protokolle, Fotos und Videos
sicher aufzubewahren. Denn einmal in die VereinsCloud hochgeladen, wird eine Sicherungskopie hinterlegt. So können die Unterlagen
nicht verloren gehen und werden unschädlich
vor Virenangriffen gemacht. Gleichzeitig sind
die Dokumente und Bilder für alle Musikanten
sichtbar. „Dank der Raiffeisen VereinsCloud
sind unsere gesamten Dokumente und das
Bildmaterial sicher gespeichert und für alle
Musikanten digital zugänglich. Das spart Platz
und Zeit, denn das mühsame Ausdrucken, Ablegen und Verteilen ist nun überflüssig“, betont
Klaus Schatzer, EDV-Verantwortlicher der
Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg.
Der Dienst ist für jene Organisationen kostenlos,
die in einer Geschäftsbeziehung mit einer Raiffeisenkasse stehen. Mehr zur Raiffeisen VereinsCloud erfahren Sie bei der Raiffeisenkasse in
Ihrer Nähe oder telefonisch unter 800 031 031
_bl
und auf verein.raiffeisen.net.
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DATENSICHERHEIT
Neue Gefahren aus dem Internet
Die Digitalisierung nimmt in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens mit rasanter
Geschwindigkeit zu. Das Internet spielt dabei eine zentrale Rolle und bietet unzählige
Möglichkeiten, es birgt aber auch Gefahren. Deshalb ist Vorsicht geboten.
Diebstahl, Betrug und
Erpressung haben durch das
Internet ganz neue Formen und
ungeahnte Ausmaße angenommen.
Mittlerweile handelt es sich
nicht mehr nur um einzelne
„Hacker“, sondern um regelrechte
Schattenwirtschaften, welche
Unsummen von Geldern umsetzen
und diese wiederum in neue
Angriffstechniken investieren.
Um nicht Opfer einer kriminellen
Bande zu werden, ist ein
hohes Maß an Vorsicht geboten.
INTERNET DER DINGE
Vom Fitnessband über TV-Geräte,
von der Heizung und Beleuchtung
bis hin zum Auto, kann heute
alles über das Internet vernetzt
werden. Dieses Phänomen wird
mit dem Begriff „Internet der Dinge“
umschrieben. Diese vernetzten
Systeme sind einer großen Bedrohung durch Manipulation aus dem
Internet ausgesetzt. Die eklatantesten Beispiele dafür in jüngerer
Zeit sind die durchgeführten
„Auto-Hacks“, welche die Sicherheit
der elektronischen Steuerung von
Autos überlistet haben.
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WERBUNG AUF WEBSEITEN
Schutz beim Surfen im Internet
bringen verschiedene Filter, mit
denen gefährliche Webseiten
gesperrt werden. In den letzten
Jahren haben die Angriffe auf
diesem Gebiet aber wieder
zugenommen. Beispielsweise
gelingt es Kriminellen immer
wieder, sich in die Werbung im
Internet einzuklinken und dadurch
Schadsoftware zu verbreiten
(bekannt unter dem Begriff
Malvertising).
E-MAIL
Die Schadsoftware Locky ist ein
gutes Beispiel dafür, dass nach erfolgreicher Bekämpfung innerhalb
kurzer Zeit wieder zugeschlagen
wird. Locky heißt die Bedrohung
aus dem Internet, welche sich
hauptsächlich über E-Mail verbreitet. In den letzten Wochen
sind damit massenweise Systeme
befallen worden. Dabei werden alle
Daten auf dem PC verschlüsselt und
dadurch unbrauchbar gemacht. Erst
durch Bezahlung eines Lösegeldes
können die Daten wieder zurückgewonnen werden.
KLASSISCHER BETRUG
IN NEUEM GEWAND
Neben neuen Bedrohungen gibt es
immer noch altbekannte Techniken,
welche im Internet neue Formen
annehmen. Ein bekanntes Betrugsszenario spielt sich immer häufiger
auch in sozialen Netzwerken
ab, wie etwa in Facebook. Dabei
wird mit gefälschten Profilen eine
Vertrauensbeziehung zum Opfer
aufgebaut und dieses wird – nach
einer längeren Phase der Vertrautheit – zu einer Geldtransaktion verleitet. Der Betrug wird erst später
_so
ersichtlich.
RUN-SCHUTZMASSNAHMEN
IM INTERNET
Grundsätzlich gibt es keinen 100%ig wirksamen
Schutz im Netz, jedoch kann die Gefahr
erheblich reduziert werden. Die RUN AG bietet
maßgeschneiderte Lösungen zur Steigerung der
Sicherheit in einem Unternehmen: z. B. Firewall,
Web-Filter, Anti-Spam-Filter, Antivirus, Backup, um
nur einige Sicherheitsmaßnahmen zu nennen.
Mehr dazu unter: www.run.bz.it
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im gespräch
20
VERWALTUNGSRAT
„Auch im Bankgeschäft
braucht es Mut, neue,
innovative Wege zu gehen.“
Er ist jung und entspricht nicht dem Klischee des typischen Bankers. Eigentlich ist
Tobias Weger Student, der seine Freizeit gerne mit Judosport verbringt. Aber weil er
mitgestalten will, bringt er sich als Verwaltungsrat in die Geschicke der Raiffeisenkasse
Eisacktal ein. Neugierig und engagiert ist er hier in seinem Element.
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ZUR PERSON
Tobias Weger, Jahrgang 1990 und gebürtiger Rodenecker, studiert
Wirtschaftswissenschaften in Bozen. In seiner Freizeit engagiert
er sich in seinem Heimatort Rodeneck im Gemeinderat und ist
Vize-Sektionsleiter des Judovereins. Seit dem 24. April 2015 ist er
Mitglied des Verwaltungsrates der Raiffeisenkasse Eisacktal.
Herr Weger, Sie sind mit 25 Jahren das jüngste
Verwaltungsratsmitglied einer Südtiroler
Raiffeisenkasse. Wie kamen Sie dazu?
Tobias Weger: Ich bin schon seit mehreren
Jahren Mitglied des Jugendbeirates der
Raiffeisenkasse Eisacktal. Hier erarbeiten
Jugendberater gemeinsam mit Jugendvertretern
Vorschläge, um die Interessen junger Menschen
im Produkt- und Veranstaltungsangebot der
Bank verstärkt zu berücksichtigen. Dadurch
reifte bei mir der Wunsch, die Interessen der
Jugendlichen direkt in einem Entscheidungsgremium zu vertreten. Ich habe mich immer
schon dafür interessiert, was im Ort passiert,
und übernehme gerne Verantwortung. So
habe ich mich 2015 bei der Vollversammlung
der Wahl gestellt und wurde in das Amt des
Verwaltungsrates gewählt.
Hand aufs Herz, haben Sie sich die Frage
gestellt, ob Sie dieser Herausforderung
gewachsen sind?
Tobias Weger: Natürlich stellt man sich die
Frage, was auf einen zukommt. Ich glaube, durch
meine schulische und universitäre Ausbildung
und mein spezielles Interesse für das Finanzwesen recht gute Voraussetzungen für dieses
Amt zu besitzen. Wichtig sind auch Weitblick
und Diskretion. Gleich zu Beginn habe ich den
Basiskurs für Verwaltungsräte besucht, meinen
fachlichen Rucksack packe ich mit jährlicher
Fortbildung.
Tobias Weger: „Als Verwaltungsrat vertrete ich die
Mitglieder aus meinem Heimatort und besonders alle
jungen Mitglieder der Raiffeisenkasse Eisacktal.
Es ist wichtig, die Menschen zu kennen und über
das lokale Geschehen Bescheid zu wissen.“
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Welche Aufgaben hat der Verwaltungsrat und
wie funktioniert die Zusammenarbeit?
Tobias Weger: Der Verwaltungsrat legt die
strategische Geschäftspolitik der Raiffeisenkasse fest. Er entscheidet über die Kreditvergabe
für wichtige Projekte im Tätigkeitsgebiet und
die Aufnahme neuer Mitglieder. Er vertritt die
Bank in wichtigen Belangen nach außen. Die
Zusammenarbeit im Gremium funktioniert bei
uns sehr gut, jeder bringt sich engagiert ein – wir
diskutieren und entscheiden auf Augenhöhe.
Worin liegt Ihrer Meinung nach
die Stärke der Marke Raiffeisen?
Tobias Weger: Die Eckpfeiler und Stärken von
Raiffeisen liegen in der lokalen Verwurzelung
und Erreichbarkeit, dem bedarfsorientierten Vertrieb von Bankprodukten und der persönlichen
Beziehung zwischen Kunde und Berater. Diese
Mehrwerte sorgen dafür, dass wir mit unseren
Mitbewerbern nicht leicht austauschbar sind.
Vertrauen ist dabei das Wichtigste. Vor kurzem
hatte ich die Gelegenheit, eine große italienische
Bank zu betreten. Kunden mussten wie an der
Brot- und Wursttheke im Supermarkt Nummern
ziehen, und ich hatte den Eindruck, dass die
Kunden auch als solche behandelt werden, weil
niemand die Kunden persönlich kennt. Eine
ziemlich „sterile“ Angelegenheit!
Stichwort Vertrauen – die Banken geraten
immer wieder mit Negativschlagzeilen in die
Medien. Spüren Sie den Vertrauensverlust der
Kunden auch in Ihrer Raiffeisenkasse?
Tobias Weger: Die Raiffeisenkasse Eisacktal
ist letzthin wegen der Verhängung einer Strafe
durch die italienische Wettbewerbsbehörde in
die Schlagzeilen geraten, obwohl sie nicht zum
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Nach einem Jahr als
Verwaltungsratsmitglied
der Raiffeisenkasse
Eisacktal fällt die
persönliche Bilanz von
Tobias Weger positiv aus.
Schaden ihrer Kunden gehandelt hat. Gegen das
Urteil werden wir auf jeden Fall Rekurs einlegen.
Ich bin mir sicher, dass uns die Kunden weiterhin ihr Vertrauen schenken und sich bei der
Raiffeisenkasse gut aufgehoben fühlen.
Letzthin hat die Verbraucherzentrale Südtirol
gefordert, dass künftig in jedem Verwaltungsrat
einer Südtiroler Bank ein Konsumentenvertreter
sitzen soll, um die Interessen der Konsumenten
und Sparer besser zu wahren …
Tobias Weger: Diese Forderung ist bei uns doch
schon umgesetzt! Die Struktur der Genossenschaft und damit der Raiffeisenkassen sorgt
dafür, dass jedes Mitglied eine Stimme mit
gleichem Wert hat. Unsere Mitglieder kommen
aus den unterschiedlichsten Berufs- und Gesellschaftsbereichen, sind unterschiedlich alt, sind
Männer und Frauen. Die Art der Zusammensetzung der Gremien spiegelt die Bevölkerung
wider und garantiert damit auch die Wahrung
ihrer Interessen.
Im April stehen bei den Raiffeisenkassen
wieder Vollversammlungen an. Warum sollte
jemand Mitglied bei der Raiffeisenkasse
Eisacktal werden?
Tobias Weger: Menschen haben das Bedürfnis,
sich aktiv einzubringen und mitzuentscheiden. Da
tun sich beim Geschäftsmodell Genossenschaftsbank viele Türen auf. Durch die Mitgliedschaft
erhält man ein Stimmrecht und kann auf die Geschehnisse in der Bank Einfluss nehmen. Neben
den monetären Vorteilen erhalten Mitglieder
bei uns auch Freikarten und Begünstigungen für
Veranstaltungen und interessante Vorträge.
DIE RAIFFEISENKASSE EISACKTAL
IN ZAHLEN
(Stand zum
31. 12. 2015)
471
Mio. Euro
Direkte Einlagen
104,5
Mio. Euro
Indirekte Einlagen
575,5
Mio. Euro
Verwaltete Mittel
395,1
Mio. Euro
Ausleihungen
970,6
Mio. Euro
Wie viele junge Mitglieder hat die
Raiffeisenkasse Eisacktal überhaupt?
Tobias Weger: Die Raiffeisenkasse hat rund
200 Mitglieder im Alter von 18 bis 26 Jahren,
zudem vier junge Unternehmen. Bei insgesamt
3.500 Mitgliedern ist da noch Luft nach oben.
Wir sprechen junge Kunden aktiv auf die
Mitgliedschaft an, andere kommen von selbst
auf uns zu. Junge Leute sind heute sehr mobil
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und ziehen berufs- oder studienbedingt oft weg.
Ich finde es wichtig, den Kontakt zu halten und
sie durch ein gutes Beratungs- und Produktangebot und moderne Kommunikations- und
Vertriebskanäle zu überzeugen.
Kundengeschäftsvolumen
62
Mio. Euro
Eigenkapital
78
Mitarbeiter
Vor welchen Herausforderungen stehen
die Raiffeisenkassen, im Besonderen die
Raiffeisenkasse Eisacktal?
Tobias Weger: Die Liste ist lang (lacht). Zum
einen sind es die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit dem niedrigen Zinsumfeld,
die Flut an Regulierungen und die zu leistenden
Interventionszahlungen an marode Banken, die
mein „Bankherz“ bluten lassen. Auch die Reform
der Genossenschaftsbanken steht an, bei der ich
hoffe, dass die Südtiroler Raiffeisenkassen mit
einer eigenen Bankengruppe die Identität der
Marke Raiffeisen Südtirol schützen und sichern
können. Bei der Raiffeisenkasse Eisacktal steht
mit der „Filiale der Zukunft“ eine neue Herausforderung ins Haus: Ab Mai wird es neben den
acht Standortfilialen eine neunte, und zwar eine
„virtuelle Filiale“ geben.
Durch diese Neuausrichtung möchten wir die
Abläufe im Bankbetrieb optimieren und noch
mehr Qualität in die Beratung bringen. Ich bin
zuversichtlich, dass die Kunden diesen neuen
Zusatzkanal positiv aufnehmen werden. Denn
auch im Bankgeschäft braucht es Mut, neue,
_is
innovative Wege zu gehen.
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Land
&Leute
23
Neuigkeiten aus den
Raiffeisenkassen Südtirols
KURZ NOTIERT
FÖRDERPREIS
Vorbildliche Jugendarbeit
ausgezeichnet
Bereits zum 16. Mal zeichnete der
Verband der Sportvereine Südtirols
(VSS) Ende Februar Vereine mit vorbildhafter Jugendarbeit aus. Ziel des
Wettbewerbs ist es, der Nachwuchsförderung zusätzliche Impulse
zu geben, indem sie nicht nur die
sportliche Arbeit, sondern vor allem
vielfältige und zukunftsweisende
Projekte auszeichnet. Mit dem Ski
Club Gröden gab es heuer erstmals
einen ladinischen Siegerverein, der
die Fachjury mit einer ausgezeichneten Nachwuchsförderung und neuen
Ansätzen in der Vereinsarbeit
überzeugen konnte. Dafür gab es
aus den Händen von Raiffeisenverbands-Obmann Herbert Von Leon
den Siegerscheck in Höhe von 5.000
Euro. Sonderpreise in der Höhe von
2.500 Euro gingen an die Freestyler
des ASV Vitamin F aus Bruneck und
die Jugendlichen des AC Villanders
Einrad. Über einen Extrapreis in
Höhe von 500 Euro durfte sich die
Sektion Sport des Landesverbandes
Lebenshilfe Onlus freuen, die für
ihre unermüdliche Förderung und
Organisation des Amateursports für
Menschen mit Behinderung ausgezeichnet wurde. Die Preise wurden
von den Südtiroler Raiffeisenkassen
gestiftet. „Wir haben diesen Wettbewerb von Beginn an unterstützt“,
betonte Herbert Von Leon, „weil wir
von der Wichtigkeit der Sportförderung und dem ganzheitlichen
Ansatz des Wettbewerbs überzeugt
sind.“ 27 Vereine haben sich am
Wettbewerb beteiligt.
Die Nachwuchsathleten des Ski
Clubs Gröden freuen sich über
den Raiffeisen-Siegerscheck in
Höhe von 5.000 Euro.
Bauspardarlehen:
10 Mio. Euro-Grenze erreicht
Das Südtiroler Bausparmodell ist seit
Juli 2015 Wirklichkeit. Die Wohnbauförderung, die Zusatzvorsorge
und Baufinanzierung verknüpft, findet
bei den Südtirolern große Zustimmung. In der Raiffeisen Geldorganisation wurden bis Februar rund
10 Mio. Euro an Bauspardarlehen an
155 Darlehensnehmer ausbezahlt.
Sanierung –
Steuervorteile richtig nutzen!
Wer seinen Wohntraum verwirklichen
möchte, hat viele Fragen, auch in steuerlicher Hinsicht. Zum Thema „Steuern
sparen – Fehler vermeiden bei Kauf,
Bau und Sanierung“ lud die Raiffeisenkasse Bruneck ihre Kunden zu einem
Informationsabend ein. Gastreferentin
war die Expertin Andrea Plaickner von
der Agentur der Einnahmen.
Neues Auto für die Aktion
„Essen auf Rädern“
In Kaltern werden jährlich um die
5.000 Essen mit dem Dienst „Essen
auf Rädern“ an Personen im Gemeindegebiet verteilt. Für den reibungslosen Dienst ist ein Auto zur Verteilung
der Essen unbedingt notwendig. Von
der Gemeinde und der KVW-Ortsgruppe Kaltern wurde ein neues Auto
mit der großzügigen Unterstützung der
Raiffeisenkasse Überetsch angekauft.
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land & leute
24
RAIFFEISENKASSE SALURN
RAIFFEISENKASSE ÜBERETSCH
Neues Auto für die Krebshilfe
Heilkunst trifft Kochkunst
Viele Vertreter
aus Wirtschaft
und Politik waren
zur feierlichen
Übergabe des
Fahrzeugs
gekommen, bei
der die wertvolle
Tätigkeit der
Krebshilfe
gewürdigt wurde.
Krebspatienten und deren Angehörigen brauchen Hilfe.
Geleistet wird diese wertvolle Arbeit von Therapeuten und
vielen freiwilligen Helfern der Südtiroler Krebshilfe. Für
Hausbesuche und die Begleitung der Patienten zu Therapien
und Visiten werden jährlich an die 50.000 km zurückgelegt.
Dafür wurde ein neues Auto angekauft, das mit einer
großzügigen Spende der Raiffeisenkasse Salurn finanziert
wurde. Groß war die Freude bei der offiziellen Übergabe
des Fahrzeugs, an der die Bezirkspräsidentin der Krebshilfe
Maria Angela Berlanda Poles, Obmann Michele Tessadri mit
Direktor Manfred Huber von der Raiffeisenkasse Salurn sowie
Neumarkts Bürgermeister Horst Pichler teilnahmen. Der Feier
wohnten auch weitere Vertreter aus Wirtschaft und Politik
sowie die freiwilligen Helfer bei.
Unter diesem Motto fand im März die Mitgliederveranstaltung der Raiffeisenkasse Überetsch statt,
die über 300 Gäste besuchten. Gastreferenten waren
Dr. Christian Thuile, ärztlicher Leiter des Dienstes
für Komplementärmedizin und Ernährungsmediziner, und Christof Wörndle, Inhaber des Landgasthofes Tumbach in Eppan/Berg. Sie informierten die
Anwesenden über häufige Ernährungsfehler und
legten ihnen wertvolle Tipps für eine gesunde Ernährung ans Herz. Auf der Bühne wurden Speisen aus
lokalen Produkten live zubereitet und anschließend
serviert. Die Mitglieder waren begeistert und
genossen den gelungenen Abend.
Im Bild von
von links nach
rechts: Obmann
Dr. Philipp
Oberrauch,
Christof
Wörndle, Dr.
Christian Thuile
RAIFFEISENKASSE ALGUND
IT-Technologien unterstützen das Lernen
Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für Unterrichtskonzepte
und die Schulentwicklung? Am Realgymnasium und an der
Technologischen Fachoberschule Meran (TFO) wird seit dem heurigen
Schuljahr in sogenannten Netbook-Klassen gearbeitet. Die Schüler
bringen die Computer in den Unterricht selbst mit. Für bedürftige
Familien stellt die Schule die Geräte zur Verfügung. Damit dies möglich
wird, braucht es die Unterstützung von Förderern und Sponsoren.
Michael Schweigl, Filialleiter der Raiffeisenkasse Algund, überreichte
Schuldirektor Franz Josef Oberstaller eine Spende für den Ankauf von
Schülercomputern. Diese Spende sei ganz im Sinne des sozialen Auftrags
der Raiffeisenkassen, betonte Schweigl, der sich auf seinem Rundgang
durch das Schulgebäude einen Überblick zum digitalen Lehren und
Lernen an der Schule verschaffen konnte. So sind im Realgymnasium
und an der Technologischen Fachoberschule beispielsweise das digitale
Klassenbuch und die digitale Tafel längst Realität, ebenso die Vernetzung
der Klassenräume sowie Wireless im gesamten Gebäude.
Michael Schweigl (links) und
Franz Josef Oberstaller
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RVS-Obmann Herbert Von Leon (links im Bild) mit der
Preisträgerfamilie Berger aus St. Nikolaus
RAIFFEISENKASSEN
Große Bühne für drei Bergbauernfamilien
Drei Familien wurden auch heuer
mit dem Bergbauernpreis, der von
den Südtiroler Raiffeisenkassen gestiftet wurde, ausgezeichnet. „Einen
Bergbauernhof zu führen und ihn
für die nächste Generation attraktiv
zu halten, ist eine große Herausforderung in der heutigen Zeit“,
betonte der Obmann des Raiffeisen-
verbandes Herbert Von Leon bei der
Preisverleihung im Bozner Waltherhaus, und weiter: „Die Bergbauernpreise sollen zeigen, dass wir als
Südtiroler Gesellschaft auf unsere
funktionierende Berglandwirtschaft
stolz sein können. Sie sind eine
wichtige symbolische Anerkennung
und eine Wertschätzung für die vor-
RAIFFEISENKASSE NATURNS
Geselliges Miteinander
v. l. n. r.: Obmann Gottfried Vigl, Gewinner Luis Gurschler,
Mitarbeiterin Angela Vent und Aufsichtsratspräsident Hansjörg Alber
Zu einem unterhaltsamen Mitgliederabend lud die Raiffeisenkasse Naturns ein. 64 Mitglieder waren der Einladung gefolgt.
Mit Bauernspezialitäten und bei einem guten Glas Wein
verbrachten sie mit den Verwaltungsräten und Mitarbeitern
der Raiffeisenkasse einen geselligen Abend, bei dem auch
ein Preiswatten organisiert wurde. Unter den Mitgliedern
wurde ein Mobiltelefon verlost, über das sich Gewinner Luis
Gurschler freuen durfte.
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bildliche Arbeit unserer Bergbäuerinnen und Bergbauern.“ Die Preisträger 2016 sind die Familien Alois
und Anna Berger, Unterschweighof
in St. Nikolaus/Ulten, Hubert und
Martha Oberkofler, Hinterbrunn,
Afing/Jenesien, und Thomas und
Heidi Zimmerhofer, Aussermairhof,
Ahornach/Sand in Taufers.
RAIFFEISENKASSE PRAD-TAUFERS
Neue Mitglieder
begrüßt
25 neue Mitglieder konnte Günther Platter,
Obmannstellvertreter der Raiffeisenkasse
Prad-Taufers, zum ersten Neumitgliedertreffen
begrüßen. Er gewährte den neuen Mitgliedern
einen interessanten Einblick in die Tätigkeit
der Raiffeisenkasse und informierte über die
genossenschaftlichen Prinzipien, die Geschäftsstellen, die Aufgaben der Mitarbeiter und die
lokale Verantwortung der Bank. Einen inhaltlichen Schwerpunkt des Informationsabends
bildeten die Mehrwerte und Vorteile für Mitglieder. Nach einer Führung durch den Hauptsitz mit Hinweisen zu baulichen Überlegungen
klang der Abend gemütlich bei einem Essen
und anregenden Gesprächen aus.
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FÜHRUNGSGREMIEN
Engagierte Frauen setzen Signale
Mit der Gründung des Arbeitskreises „Frauen in
der Führung von Genossenschaften“ im Herbst
2015 hat der Raiffeisenverband ein starkes
Zeichen gesetzt. Der Arbeitskreis bietet eine
Plattform für engagierte Frauen in Führungsgremien und dient als Netzwerk für den Erfahrungs-
austausch. Ziel ist es, den Frauenanteil in den
Gremien von Raiffeisen-Genossenschaften durch
verschiedene Aktivitäten zu erhöhen. Langfristig
soll sich dieser dem Frauenanteil bei Raiffeisenmitgliedern von 30 % und jenem bei Raiffeisenkunden mit über 50 % annähern.
Der Arbeitskreis
„Frauen in der
Führung von
Genossenschaften“
will den Frauenanteil
in Führungsgremien
erhöhen.
RAIFFEISENKASSE BOZEN
Hosch a Schneid²? – Talentprobe für junge Sänger!
Tolle Stimmung in der Aula Magna in
Jenesien: Der Jugenddienst Bozen-Land und
ein Projektteam hatte Anfang des Jahres
wieder zur Talentshow „Hosch a Schneid²?“
geladen. 12 Mädchen und Jungen aus Jenesien,
aus dem Sarntal und vom Ritten zeigten,
dass sie „a Schneid“ haben, und stellten ihr
musikalisches Talent unter Beweis. An die
700 BesucherInnen waren gekommen, um
die jungen Talente bei ihrem Live-Auftritt
zu hören, und waren begeistert. Erika
Unterkalmsteiner aus dem Sarntal überzeugte
die Jury am meisten und nahm als stolze
Gewinnerin den „Hosch-a-Schneid-Pokal“ mit
nach Hause. Unterstützt wurde das Projekt
von der Raiffeisenkasse Bozen.
Die KandidatInnen, die Hosch-a-Schneid-Band, die Jury und
das Organisationsteam des Wettbewerbs
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FUSSBALL-EUROPAMEISTERSCHAFT 2016
Raiffeisen-Mitglieder
tippen mit!
Fußballherzen schlagen höher: Nur noch zwei
Monate sind’s bis zur UEFA EURO 2016 in
Frankreich! Laut den Statistiken internationaler Wettbüros heißt der klare Favorit Deutschland, doch auch Frankreich und Spanien sind
nicht zu unterschätzen. Wer als Mitglied einer
Südtiroler Raiffeisenkasse die EM noch spannender erleben möchte, kann sich am kostenlosen Raiffeisen-EM-Tippspiel beteiligen.
Auch junge Kunden unter 20 Jahren dürfen
mitmachen. Auf die
Gewinner warten tolle
Preise! Nähere Informationen dazu gibt es unter
www.raiffeisen.it oder in
Ihrer Raiffeisenkasse.
Vom 10. Juni bis zum
10. Juli 2016 kämpfen
24 Mannschaften um
den begehrten HenriDelaunay-Pokal.
RAIFFEISEN ONLINE
Auf Tuchfühlung
mit neuen Medien
Viele BauernbundFunktionäre nutzten das
ROL-Schulungsangebot, um sich das nötige
Know-how für AndroidGeräte anzueignen.
Was kann ein Tablet und wie benutze ich es? Die Funktionäre
des Südtiroler Bauernbunds haben darauf nun die Antwort: In
Zusammenarbeit mit Raiffeisen OnLine hat der Bauernbund
seine Funktionäre in die Welt der Mobilgeräte eingeführt.
Mit einem Tablet der jüngsten Generation gerüstet, wurden
über dreißig Ortsobleute für die Handhabung ihrer neuen
Tablets von den technischen Experten von Raiffeisen OnLine
fit gemacht. Neben Grundfunktionen, wie die Personalisierung
des Desktops und das Surfen im Internet, wurden die nötigen
Sicherheitseinstellungen vorgenommen, Apps installiert und
E-Mail-Accounts eingerichtet. Und wie man ein öffentliches
WLAN-Netz zum Surfen nutzt – auch das wissen die Bauernbund-Funktionäre nun genau.
RAIFFEISENKASSE UNTERLAND
Starker Rücken – aktiv vorbeugen
Zivilisationskrankheit Rückenschmerzen: fast jeder kennt sie,
fast jeder hat sie schon am eigenen Leib verspürt. Unter dem
Motto „Starker Rücken – aktiv vorbeugen“ stand ein Vortrag
im Kulturhaus von Branzoll, den die Raiffeisenkasse Unterland
exklusiv für ihre Mitglieder im Rahmen der Raiffeisen
Gesundheitstage veranstaltet hatte. Über hundert interessierte
Zuhörer lauschten den spannenden Ausführungen von
Physiotherapeut Jürgen Heiler und der Sporttherapeutin
Verena Reinstaller vom Bozner Phyiotherapiezentrum CAM. Die
Gesundheitsexperten zeigten auf, wie man Rückenschmerzen
aktiv vorbeugen und was jeder selbst für einen beschwerdefreien Alltag tun kann. Regelmäßige Bewegung steht dabei
an vorderster Stelle. „Heute werden Sie das letzte Mal mit
ruhigem Gewissen eine gemütliche Sitzposition in Ihrem Sessel
einnehmen“, meinte Sporttherapeutin Verena Reinstaller mit
einem Schmunzeln ins Publikum.
Obmann Robert Zampieri bei der Eröffnung
des Gesundheitstages
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rat & unterhaltung
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ERLEBNIS NATUR
PfingstrosenWanderung
am Gardasee
Die Kontraste machen das Wandern am
Gardasee zu einem unvergleichlichen
Erlebnis. Eben noch auf einer lieblichen
Almwiese unterwegs, findet man sich kurz
darauf auf atemberaubenden Aussichtspunkten wieder. Wer dem Frühling
entgegengehen will, ist hier richtig.
Das kleine Bergdorf Pregasina, umringt
von Olivenhainen und idyllisch auf 530 m
Meereshöhe gelegen, ist unser Ausgangspunkt
für diese Frühjahrstour auf der Westseite des
Gardasees. Der Ort ist heute gut durch einen
Tunnel von der Ponaleschlucht aus errreichbar.
Sehenswert ist die 1663 erbaute Kirche, die
dem heiligen Georg geweiht ist, der auf dem
PREGASINA
PFINGSTROSEN-WANDERUNG
Blick von
der Punta
Larici auf den
Gardasee
ROUTE
Altarbild einen Drachen tötet. Wir wandern
in südlicher Richtung leicht bergauf den Weg
422B folgend und haben dabei einen wunderbaren Blick auf den Gardasee. Auf dem Weg
durch den dichten Laubwald zeigt sich eine
vegetative Vielfalt: hier gedeihen die Rote
Spornblume, der Schmalblättrige Lein, die Südliche Skabiose ebenso wie der Echte Wermut
und andere mediterrane Pflanzengattungen.
FRÜHLING RIECHT HIER NACH PFINGSTROSEN
In ca. einer Stunde erreichen wir die Malga
Palaer, wo die Pfingstrosen schon in voller
Pracht blühen. Nach einer kurzen Rast bewegen wir uns abwärts zum Aussichtspunkt
Punta Larici (ca. 950 m Höhe). Von hier aus
eröffnet sich ein wohl einzigartiger Panorama-
Wegbeschreibung
Vom Startpunkt Pregasina
über den Weg 422B aufwärts.
Nach ca. 1 1/4 Stunden
erreicht man die Malga
Palaer. Über denselben Weg
zurück zur Bocca Larici
und zur Punta Larici. Den
ausgesetzten Steig 422A
folgend, geht es abwärts,
bis wir nach ca. 40 Minuten
wieder in den Weg 422B
einsteigen. Nach einer halben
Stunde gelangen wir wieder
zum Ausgangspunkt. Gehzeit:
ca. 2 2/3 Stunden.
Tourdaten
Strecke: 6,5 km
Dauer: 2:45 h
Aufstieg: 450 m
Abstieg: 450 m
Schwierigkeit: mittel
Die Tour zum
Mitnehmen
für iPhone
und Android
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„Ein Picknick auf der Malga Palaer ist sehr
schön. Es zahlt sich aus, ein Blumenlexikon
mitzunehmen, weil die Natur hier im Frühjahr
ganz besondere Pflanzenarten hervorbringt.“
GESUNDHEITSTIPP
Schlagen Frauenherzen
anders, und warum?
Natur- und Landschaftsführer Olav Lutz,
[email protected]
In Zusammenarbeit mit www.herzstiftung.org
Die Tatsache, dass Männer unter 65 Jahre etwa dreibis viermal häufiger als gleichaltrige Frauen einen
Herzinfarkt erleiden, hat lange dazu geführt, dass
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen erheblich
unterschätzt und kaum erforscht wurden. Vielfach ist
nicht bekannt, dass schon ab dem 55. Lebensjahr
wesentlich mehr Frauen an einer Herz-KreislaufErkrankung versterben als an Brustkrebs. Dank
großer Bevölkerungsstudien ist das Wissen um
die geschlechtsspezifischen Besonderheiten und
Möglichkeiten zur Vorbeugung bei koronaren
Herzkrankheiten erheblich gestiegen.
blick über 180 Grad vom nördlichen bis zum
südlichen Gardasee. Auch die Vogelperspektive hinunter nach Limone ist atemberaubend!
Wer nicht schwindelfrei ist, ist besser beraten,
zur „Bocca di Larici“ zurückzukehren und dort
den normalen Weg abwärts zu benutzen.
ABENTEUERLICHE STEIGE
Wir jedoch wagen den Steig dem Kamm entlang. Durch die Höhlen und das ausgesetzte
Steigen wird dies zu einem abenteuerlichen
Wandererlebnis. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier unbedingt notwendig, ebenso
wie gutes Schuhwerk mit Profil. Nach ca.
30 Minuten erreichen wir die Gabelung bei
Calcerole, wo wir über den Weg abwärts zum
Ort Pregasina zurückkehren.
Zwar gelten die Risikofaktoren für beide Geschlechter,
jedoch beeinflussen sie unterschiedlich stark die
Entstehung einer koronaren Herzerkrankung. So sind
beispielsweise erhöhte Werte bestimmter Blutfette,
der Triglyzeride (ab 150 mg/dl), für Frauen schädlicher
als für Männer. Hohe Werte (ab 50 bis 60 mg/dl) des
„guten“ HDL-Cholesterins hingegen wirken bei Frauen
schützender. Geschlechtsspezifische Unterschiede
gibt es auch bei Diabetes: Zuckerkranke Frauen haben
ein etwa drei- bis siebenfach höheres Risiko für eine
koronare Herzerkrankung als Frauen ohne Diabetes,
zuckerkranke Männer „nur“ ein zwei- bis dreifach
erhöhtes Risiko.
Pfingstrosen
auf der
Malga Palaer
Auch Zigarettenrauchen ist für Frauen schädlicher
als für Männer. Bei Frauen unter 50 Jahre ist
Zigarettenrauchen die Hauptursache für eine koronare
Herzerkrankung. Schon ein bis vier Zigaretten pro Tag
erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt. Rauchende
Frauen, die zusätzlich die Antibabypille einnehmen,
haben ein besonders hohes Risiko, eine Thrombose
(Blutgerinnsel) zu entwickeln und
möglicherweise einen Herzinfarkt
oder einen Schlaganfall zu erleiden.
Dr. Pt Herbert Alber, Mitglied des
wissenschaftlichen Beirates der
Südtiroler Herzstiftung
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rat & unterhaltung
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LITERATUR-BÜCHERJOURNAL
„Sonnenflecken,
Schattenflecken“
REZEPTE MIT ZUTATEN AUS
WALD UND WIESE
Brennnesselnocken
Die fein gehackte Zwiebel und den
Knoblauch in der Butter dünsten.
Gehackte Brennnessel dazugeben.
Milch, Eier, Mehl, Salz und Pfeffer mit
dem Knödelbrot vermischen. Etwas
ziehen lassen. Aus der Masse Nocken
formen und im kochenden Salzwasser
15 Minuten ziehen lassen. Nocken
auf Teller anrichten, nach Belieben
Bergkäse drüberstreuen und mit
geschmolzener Butter übergießen.
ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN
† 200 g Spitzen von jungen
Brennnesseln
† 200 g Knödelbrot
† 50 ml Milch
† 3 ganze Eier
† 1 EL Mehl
† ½ Zwiebel, 1 Knoblauchzehe
† 50 g geriebener Bergkäse,
† Salz und Pfeffer, zerlassene Butter
Christjan Ladurner
und Renate Fink,
Suchen, sammeln,
kochen, Rezepte mit
Zutaten aus Wald
und Wiese, 120
Seiten mit zahlreichen
Abbildungen,
Hardcover, ISBN:
978-88-7283-521-0,
erschienen im Raetia
Verlag, Ladenpreis:
19,90 Euro
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Man sah es den Wegen am Abendlicht an, dass es Heimwege waren.
Robert Walser
„Das Abendlicht, wie eine Hand,
die über die Dinge streicht, um sie
zu beruhigen, ihnen zu helfen; so
anders als das des Morgens.“ Das
Licht der Provence und die poetische Kraft eines großen Autors
haben sich gefunden, daraus entstehen seine gleißenden Sprachbilder.
Seit 1953 lebt Philippe Jaccottet
(* 1925), der aus der französischsprachigen Schweiz stammt, mit
seiner Frau, der Malerin AnneMarie Haesler, in Grignan in Südfrankreich. Im Brotberuf arbeitet er
als Übersetzer. Neben Werken von
Hölderlin, Novalis und Ungaretti
übertrug Jaccottet auch Robert
Musils „Mann ohne Eigenschaften“
ins Französische.
Seine tagebuchartigen Aufzeichnungen „Sonnenflecken, Schattenflecken“ aus den Jahren 1952 bis
2005 sind Reflexionen und Meditationen über das eigene Leben,
subtile Naturbeobachtungen,
Gedanken und Impressionen zu
Literatur, Musik und Malerei. Ein
grandioses Beispiel für die Art und
Weise, wie Jaccottet uns die Augen
für die Natur öffnet, sind die Zeilen
über einen Feigenbaum, niedergeschrieben am 9. November 1971:
„Der Feigenbaum verliert seine
Philippe Jaccottet,
Sonnenflecken,
Schattenflecken.
Aus dem
Französischen
von Elisabeth Edl
und Wolfgang
Matz – Edition
Akzente, Hanser
2015, 272 Seiten,
25,20 Euro
großen, gelb gewordenen Blätter
und macht Platz für den Himmel.
Wie wenn man eine Tür öffnet, ein
Hindernis fortschafft oder einen
Weg freischaufelt. Licht und leicht
gewordener Baum.“ Der Leichtigkeit der Sonnenflecken steht die
Schwere der Schattenflecken gegenüber. Vergänglichkeit, Tod und
Auflösung gehören zu unserem
Leben. Jaccottet beschreibt das
Sterben seines Schwiegervaters
und seiner Mutter, bedrückende
Alpträume werden zu Papier gebracht. Zur Frage nach dem Leid in
der Welt lautet Jaccottets Versuch
einer Antwort: „dass man dem
Unglück nicht den ganzen Platz
überlassen darf.“
„Nicht im Schreiben liegt die
Schwierigkeit“, so Jaccottet,
„sondern darin, so
zu leben, dass das
zu Schreibende
ganz natürlich
entsteht.“
Helmuth Cazzanelli,
Privatkundenbetreuer Raiffeisenkasse Unterland
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DER LETZTE SCHLIFF
Der FahrstuhlKnigge
Um das Benutzen eines Fahrstuhls
kommt man oft nicht herum. Den
meisten Menschen ist es unangenehm, mit anderen auf engstem Raum
zusammengepfercht zu sein. Umso
wichtiger ist es, einige Regeln zu
beachten.
Bleiben Sie auf Abstand.
Unser natürliches Distanzbedürfnis
liegt bei etwa einer Armlänge Entfernung zu unserem Nebenmann.
Im vollen Aufzug wird diese Distanz
notgedrungen unterschritten. Umso
mehr sollte man darauf achten,
ein Mindestmaß an Distanz zu
Mitfahrenden zu wahren.
Ladies first, wenn es geht.
Beim Betreten und Verlassen des
Fahrstuhls haben Damen, ältere Personen und Vorgesetzte grundsätzlich
den Vortritt. Bei großem Gedränge
sind diese Benimm-Regeln wenig
praktikabel. Deshalb gilt hier: Wer
vorne steht, steigt zuerst ein oder aus.
Kein aufgesetzter Smalltalk.
Schweigen im Aufzug kann unangenehm sein – besonders, wenn man
alleine mit einem Vorgesetzten oder
Kollegen ist. Zwingen Sie sich aber
nicht zu einer Unterhaltung – Smalltalk wirkt oft nur aufgesetzt. Wenn Sie
sich mit anderen unterhalten, dann
nur leise. Übrigens: Telefonieren im
Aufzug ist unhöflich und damit ein
Tabu. Bitte starren Sie Ihr Gegenüber
nicht an, Ihre Mitfahrer könnten sich
unangenehm bedrängt fühlen.
Elisabeth Motsch, www.motsch.at
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Werbemitteilung
Ich vertraue dem,
der auf meine Stimme hört.
Die Raiffeisenkasse ist eine lokale Genossenschaft,
die meine Werte teilt. Als Mitglied genieße ich viele
Vorteile. Ich kann mitreden und mitbestimmen und
dazu beitragen, dass wir gemeinsam mehr erreichen.
Die Bank meines Vertrauens.
www.raiffeisen.it
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Meine Bank
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