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Und nun ab zu Löw: Mario Götze, Sorgenkind des Fußballs
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HF1
(SZ) Für Risiken, Nebenwirkungen und
den Wahrheitsgehalt folgender Meldung
kann nicht gehaftet werden: Die Kneipenkette „World of Beer“ sucht Biertester für
internationale Einsätze in der Welt des Bieres. Der Job wird angemessen dotiert, sieht
er doch aufreibende Tätigkeiten wie den
Besuch von Bierfestivals vor, was zum Beispiel in Berlin erhebliche Toleranz gegenüber jenen Verhaltensweisen erfordert,
welche die Einheimischen für frohsinnig
halten. Grundsätzlich gehen die Sommeliers des Hopfens einem unterschätzten Beruf nach. Sie wissen zum Beispiel, dass das
auf Dresdens Umzügen genossene Dosenbier nach einer kurzen Phase rauschhafter
Verzückung bald etwas schal im Gaumen
klebt und im Abgang eine unverkennbar
bittere Note hinterlässt. Das modische
Craft Beer, das der bärtige Hipster auf Münchens Szenemeilen in die Gurgel kippt, hat
für den erfahrenen Tester ein süßliches,
leicht artifizielles Aroma. Dafür vermag er
Marken aus regionaler Erzeugung, denken
wir nur an das Schlappeseppel Export oder
ein ehrliches Spessart Specht Goldbräu, in
ihrem erdigen, von modischen Geschmackstrends ganz unberührten Charakter zu erkennen und zu preisen.
Ach herrlich, so ein eiskaltes Bierchen
zum Fußballabend, wenn . . . Einen Augenblick. Spätestens an dieser Stelle ist ein Eingreifen der Gesundheitsbehörden dringend geboten. Weiß der Verfasser dieser
Zeilen denn nicht um die Gefahren, die
dem Biertrinker drohen? Bei den Zigaretten hat der Gesetzgeber die Warnungen
auf der Packung jetzt noch krasser gemacht, weil manche die Mahnungen und
Warnungen ja vielleicht übersehen haben.
Die Menschen können nicht genug gewarnt werden in dieser von Nebenwirkungen zerrissenen Welt. Es wird daher dringend empfohlen, auf der Pilsflasche schreckensreiche Fotos eines gealterten Bierbauchs abzubilden oder Schnappschüsse
von der Berliner Biermeile. Und ist nicht
das ganze Leben ein Risiko?
Man bringe daher zur Erziehung und Belehrung des Volkes Warnaufkleber überall
in diesem Leben an. Auf den City-Jeeps
Münchner Neureicher: Das Fahren mit diesem Kraftwagen kann Zwangsvorstellungen wecken, ein bedeutender Mann zu
sein. Auf dem BMX-Bike: Fotos niedergewalzter Blumen und Bodenbrüter. Auf Armeegewehren: Leere Patronenhülsen belasten die Umwelt. Und dann dieses ewige
Betrachten der Weltnachrichten. Alle
schädlich. Das Mindeste, was man verlangen darf, ist ein verbindlicher Lauftext in
allen News-Sendungen: Das Betrachten
dieses Beitrags ist mit dem nicht unerheblichen Risiko verbunden, in augenblickliche
und umfassende Schwermut zu verfallen.
Zu warnen ist auch dringend die Staatsverwaltung selbst. Jedes Jahr bekommt sie viele Milliarden Euro allein aus der Tabaksteuer. So viel Geld kann selbst die beste Bürokratie auf sonderbare Gedanken bringen.
MÜNCHEN, MONTAG, 21. MÄRZ 2016
72. JAHRGANG / 12. WOCHE / NR. 67 / 2,50 EURO
Nach Festnahme
neuer Verdacht
Belgien: Verhafteter Abdeslam
war zu weiteren Anschlägen bereit
Brüssel – Der in Brüssel gefasste Terrorverdächtige Salah Abdeslam hat nach Angaben der belgischen Regierung möglicherweise weitere Anschläge vorbereitet.
Abdeslam habe ausgesagt, dass er „bereit
war, von Brüssel aus etwas Neues anzufangen“, sagte Außenminister Didier Reynders am Sonntag. Die Behörden nähmen
dies ernst. „Wir haben eine Menge Waffen
gefunden, schwere Waffen bei den ersten
Ermittlungen, und wir haben ein neues
Netzwerk von Leuten in seiner Umgebung
in Brüssel gesehen“, sagte der Minister. Abdeslam war wegen der Pariser Terrorserie
vom November monatelang gesucht und
am Freitag schließlich in Brüssel gefasst
worden. Er soll bei den Pariser Anschlägen
mit 130 Toten eine tragende Rolle gespielt
haben. Nach französischen Angaben hatte
er das Killerkommando zum Stade de
France gefahren, wo er auch selber als
Selbstmordattentäter beim Fußball-Länderspiel Frankreich gegen Deutschland
vorgesehen war. Er zog den Plan aber nicht
durch, sondern floh. reuters Seite 3
Trip in die Zukunft
Kurz vor dem Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Havanna hat dieses Paar Hochzeit gefeiert und braust nun in einem Kubatypischen Oldtimer den Malecón hinab, die Küstenpromenade der Hauptstadt. Der Stadtteil Vedado, auf den sie zufahren, wurde
einst von US-Investoren – und Mafia-Bossen – erbaut. Nach der Revolution 1959 mussten sie gehen. Nun hoffen viele Kubaner, dass
Obamas historischer Besuch die Investoren zurückbringt – aber nicht die Mafia. FOTO: RAMON ESPINOSA/AP
Seiten 4 und 7
Griechen fühlen sich überfordert
Deutsche Regierungspolitiker preisen das EU-Flüchtlingsabkommen als Wendepunkt.
Doch Athen meldet massive Schwierigkeiten, es umzusetzen. Zwei Kinder ertrinken vor der Küste
von nico fried
und alexander mühlauer
Berlin/Brüssel – Die Umsetzung des EUFlüchtlingspakts mit der Türkei stellt Griechenland vor massive Probleme. Es fehlten Asyl-Experten, technische Geräte und
Sicherheitskräfte, hieß es am Sonntag aus
Regierungskreisen in Athen. „De facto
braucht man Strukturen, das Personal
muss vorbereitet sein, und das dauert länger als 24 Stunden“, sagte Giorgos Kyritsis,
Sprecher des nationalen Krisenstabes für
die Flüchtlingskrise. Offiziere der Küstenwache machten deutlich, es sei ungeklärt,
was mit Menschen geschehe, die sich weigerten, an Bord von Schiffen zu gehen, die
sie zurück in die Türkei bringen sollen.
Am Wochenende kamen zwei Kleinkinder vor der Insel Ro ums Leben, als ihr Boot
kenterte. Zwei Migranten starben auf Lesbos. Dort hielt am Sonntagmorgen der Zustrom aus der Türkei an. Behörden zufolge
kamen am Wochenende fast tausend Menschen auf griechischen Inseln an.
Das EU-Abkommen sieht vor, dass alle
Flüchtlinge, die seit Sonntag illegal nach
Griechenland übersetzen, zwangsweise in
die Türkei zurückgebracht werden. Vorher
haben die Migranten jedoch das Recht auf
eine Einzelfallprüfung in Griechenland.
Wer nachweist, dass er in der Türkei verfolgt wird, darf bleiben. Für jeden Syrer,
der aus Griechenland in die Türkei zurückkehren muss, nimmt die EU im Gegenzug
einen syrischen Flüchtling auf, der sich
schon länger in der Türkei aufhält.
Laut Kanzleramtschef und Flüchtlingskoordinator Peter Altmaier (CDU) hat die
EU damit den Schutz ihrer Außengrenze so
organisiert, dass sie ihren humanitären
Verpflichtungen gerecht werde und trotzdem den illegalen Schleusern das Handwerk lege. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) beschrieb das Abkommen als Wendepunkt. Zur Unterstützung der griechischen Behörden bei der Beschleunigung der Asylverfahren wollen de
Maizière und sein französischer Amtskollege Unterstützung leisten und jeweils bis zu
300 zusätzliche Beamte nach Athen schicken. SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach von
einem ersten wichtigen Schritt für eine europäische Lösung der Flüchtlingskrise. Dafür habe die SPD „immer geworben“.
Kritik an der Vereinbarung mit der Türkei übte die Opposition. Grünen-Parteichef Cem Özdemir warnte vor mangelnder
Sicherheit für die Flüchtlinge in der Türkei. Angesichts des Bürgerkriegs mit den
Kurden und der Verfolgung von Oppositionellen in dem Land fragte er: „Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass ein Land, das
seine eigenen Bürger verfolgt und malträtiert, Sicherheit für Geflüchtete bieten
kann?“ Die Linken-Politikerin Sevim
Dağdelen erklärte, das Abkommen mit der
Türkei verstoße gegen das Völkerrecht. Die
EU habe ihr Schicksal „in die Hände eines
Hasardeurs und Verbrechers gelegt, der
auch durch seine Unterstützung islamistischer Mörderbanden in Syrien immer
mehr Menschen in die Flucht treibt“, so
Dagdelen mit Blick auf den türkischen Präsidenten Tayyip Erdoğan. Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) sagte, er
glaube nicht an einen Erfolg des Flüchtlingsdeals. Die Wahrscheinlichkeit, dass er
funktioniere, liege bei höchstens 50 Prozent.
Seiten 4 und 6
HEUTE
Meinung
Der Bundespräsident muss in China
den Mut finden, die Führung des
Landes offen zu kritisieren
4
Politik
Seit Silvester landen in NRW
nordafrikanische Kleinkriminelle
öfter in Untersuchungshaft
5
Panorama
Die gute Seite der Gentrifizierung:
Über die Wandlung des einstigen
Nazi-Viertels Lichtenberg
8
Feuilleton
Der Trinkgeldprofessor – ein
Philosoph klagt dagegen, dass er
ohne Vergütung lehren muss
9
Wissen
Schelladler paaren sich
oft mit Schreiadlern. Auch
deshalb sterben sie aus
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Medien, TV-/ Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel
Traueranzeigen
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4 190655 802503
Gemeinhin gilt mächtiges Schlemmen
eher nicht als der goldene Weg zum
Wunschgewicht. Doch in einer Studie der
Elite-Universität Yale in New Haven im
US-Bundesstaat Connecticut ist Schülern
genau das gelungen: Diejenigen, die zwei
Jahre lang morgens sogar zweimal frühstückten, legten weniger Pfunde zu als
Mitschüler, deren Frühstück komplett
ausblieb.
Für die Studie wurde die eine der
beiden Schülergruppen erst zu Hause mit
einem Frühstück versorgt und bekam
anschließend in der Schule eine weitere
Morgenmahlzeit serviert. Nach zwei Jahren waren die doppelt frühstückenden
Kinder im Durchschnitt schlanker als
Mitschüler, die morgens gar nichts aßen.
Das berichtet die Psychologie-Professorin Jeanette Ickovics im Fachjournal
Pediatric Obesity. Und wirft damit die
Frage auf: Wie wichtig ist die Mahlzeit am
Morgen – für Kinder wie für Erwachsene?
Zweimal frühstücken!
Wie das? Kinder, die mehr essen als andere, bleiben schlanker
Noch können Wissenschaftler nur vermuten, warum die doppelt frühstückenden Kinder schlanker blieben. Vielleicht
lag es daran, dass sie sich in der Folge
mehr bewegten als die hungrigen Mitschüler, so lautet eine Vermutung der Studienautoren. Vielleicht nahmen sie im
Laufe des übrigen Tages weniger Kalorien zu sich als die anderen. „Vermutlich
spielte dabei auch die familiäre Umgebung eine Rolle“, sagt Susanne Klaus, Leiterin der Arbeitsgruppe „Physiologie des
Energiestoffwechsels“ am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. Dort, wo Kinder zu Hause kein Frühstück erhalten, kümmerten sich die Eltern vermutlich auch sonst weniger um ihren Nachwuchs. Die Kinder bekommen
weniger gesunde Lebensmittel, und der
Konsum von Süßem wird nur dürftig kontrolliert. „Die hungrigen Schüler stopfen
sich später am Tag wahrscheinlich mit
Snacks voll“, sagt Klaus. Stattdessen seien regelmäßige Mahlzeiten für Kinder
wichtig. Gemessen an ihrem Körpergewicht, haben Kinder einen höheren Energieumsatz als Erwachsene, sie geraten daher leichter in ein Energiedefizit. Um leistungsfähig zu sein, sollten sie mindestens
alle fünf Stunden etwas essen, sagt Klaus.
Auch weil sie in der Entwicklung sind.
„Kinder wachsen in die Höhe, Erwachsene dagegen in die Breite.“
Daher gelten bei den Großen auch andere Regeln als bei den Kleinen. Während
Schüler keine Mahlzeit auslassen sollten,
dürfen Erwachsene womöglich beim Essen gern mal pausieren. Dann, so hoffen
die Forscher, könnten die meisten Menschen bei den übrigen Mahlzeiten schlemmen, ohne zuzunehmen. Vielleicht hilft
es sogar dabei, Gewicht zu verlieren. Oder
länger zu leben.
Noch konnten Forscher nicht beweisen, dass weniger Mahlzeiten das Leben
von Menschen verlängern. Im Tierversuch zeigen Fadenwürmer jedoch eine
deutlich längere Lebensspanne, wenn sie
weniger Bakterien fressen. Der menschliche Körper ist sogar von Natur aus darauf
programmiert,
zwischendurch
mal
nichts zu essen. Die Frühmenschen nämlich erlegten nur ab und zu einen Hirsch,
von dem sie zehren konnten. Danach
mussten sie wieder tagelang ohne Nahrung auskommen. „Uns ständig mit Essen zu versorgen, entspricht nicht unserer Physiologie“, sagt die Forscherin
Klaus.
astrid viciano
CDU-Politiker wollen Spitzenkandidat Wolf loswerden
Baden-Württembergs Wahlverlierer entfacht neuen Unmut, weil er als „Verhandlungsführer“ mit den Grünen sprechen will
Stuttgart – In der CDU Baden-Württembergs ist eine Woche nach den Landtagswahlen ein offener Streit um die Führung
ausgebrochen. Im Mittelpunkt steht Guido Wolf, der gescheiterte Spitzenkandidat.
Erstmals forderte am Wochenende ein ganzer Kreisverband, Wolf solle persönliche
Konsequenzen aus der Niederlage vom
13. März ziehen. Wolf sei „verbrannt“, sagte
der Vorsitzende des Kreisverbands NeckarOdenwald, Ehrenfried Scheuermann, den
Stuttgarter Nachrichten. Auch die Junge
Union Nordbaden erklärte, ein Neuanfang
sei nur ohne Wolf denkbar. Vergangene Woche hatten sich zwei ehemalige Minister
der CDU ähnlich geäußert.
Die CDU, die jahrzehntelang den Ministerpräsidenten stellte, war nur auf 27 Prozent der Stimmen gekommen, ein histori-
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sches Tief, und damit auf Rang zwei hinter
den Grünen zurückgefallen, die seit 2011
mit der SPD regieren. Dennoch vertrat
Wolf am Wahlabend den Anspruch, eine Regierung mit FDP und SPD zu schmieden
und Winfried Kretschmann als Ministerpräsidenten abzulösen. Zwei Tage später
ließ sich Wolf als Fraktionsvorsitzender
wiederwählen. Die Gespräche mit der SPD
sind mittlerweile gescheitert, doch Wolf
ließ sich nicht beirren. Er sei legitimiert,
die CDU in den Koalitionsgesprächen mit
den Grünen als „Verhandlungsführer“ zu
vertreten, ließ er am Samstag verbreiten.
Damit fachte er den Unmut in der Partei zusätzlich an.
„Niemand hat Guido Wolf zum Verhandlungsführer ernannt“, sagte Christian
Bäumler, Landeschef der CDU-Sozialaus-
schüsse, der Deutschen Presse-Agentur.
Chef der achtköpfigen Sondierungskommission sei Thomas Strobl, der Landesvorsitzende. Die CDU will am Dienstag entscheiden, ob sie eine Koalition mit den Grünen anstrebt. Strobl, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU ist,
gilt als Befürworter, Wolf als Bremser.
Der Machtkampf in der CDU beschränkt sich nicht mehr nur auf die Person Wolf. Die Frauen-Union forderte am
Wochenende „eine wirkliche Erneuerung“
der Partei. So solle im Falle einer Regierungsbeteiligung der CDU das höchste zu
vergebende Amt einer Frau anvertraut werden. Die neue CDU-Fraktion ist mehr denn
je von Männern dominiert, während die
Fraktion der Grünen fast zur Hälfte von
Frauen besetzt ist.
CSU-Chef Horst Seehofer überraschte
die CDU am Wochenende mit einem Lob
für Kretschmann. Man müsse „neidlos anerkennen“, dass der Grüne sein Handwerk
verstehe, sagte er der Bild am Sonntag. Bei
den Grünen gibt es wegen der Krise in der
CDU Bedenken, ob eine Koalition fünf Jahre hält. Andere Mehrheitsbildungen sind
nicht in Sicht. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke brachte jedoch eine Minderheitsregierung ins Gespräch. Der Pforzheimer Zeitung sagte er, mit Kretschmann habe er vereinbart, dass Neuwahlen unter allen Umständen zu verhindern seien. Dabei
würde die AfD durch die Decke schießen.
„Sollten die grün-schwarzen Verhandlungen scheitern, bin ich bereit, eine grün-rote Minderheitsregierung zu tolerieren“, so
Rülke. josef kelnberger
Seite 4
Türkei: Attentäter
war Anhänger des IS
Istanbul – Bei dem Selbstmordattentäter
von Istanbul handelt es sich nach Regierungsangaben um einen Anhänger des IS.
Der türkische Innenminister Efkan Âlâ teilte am Sonntag in Ankara mit, der Attentäter sei als Mehmet Ö. aus Gaziantep im Südosten des Landes identifiziert worden. Der
IS bezeichnete sich bisher nicht als Urheber
der Tat, bei der vier Menschen getötet und
39 verletzt worden waren. sz
Seite 2
13 tote Studenten
bei Busunfall in Spanien
Tarragona – Bei einem Busunglück in Spanien sind am Sonntag 13 Studenten ums
Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen
wurden bei dem Unfall südlich von Barcelona schwer verletzt. Das gab der katalanische Innenminister Jordi Jané am Sonntag
bekannt. In dem Bus waren insgesamt 56
Erasmus-Studenten aus 19 Ländern unterwegs, darunter waren auch Deutsche. dpa
Panorama
Auto-Präsident kündigt
Umbruch der Branche an
Berlin – Der Präsident des Verbandes der
Automobilindustrie, Matthias Wissmann,
sieht seine Branche vor völlig neuen Geschäftsmodellen. „Unsere Automobilhersteller entwickeln sich zu Mobilitätsanbietern“, sagte Wissmann der Süddeutschen
Zeitung. Sie würden Autos bauen, die sich
in Parkhäusern ihren Platz alleine suchten,
sowie Verkehrskonzepte mit der Bahn entwickeln. mbal, thf
Wirtschaft
Nico Rosberg siegt,
Vettel wird Dritter
Melbourne – Nico Rosberg hat den Saisonauftakt der Formel 1 gewonnen. Er siegte
am Sonntag beim Großen Preis von Australien vor Mercedes-Teamkollege und Weltmeister Lewis Hamilton sowie Sebastian
Vettel (Ferrari). Der Spanier Fernando Alonso überstand einen schweren Unfall unverletzt. Das Rennen war danach für 20 Minuten unterbrochen worden. dpa Sport
DAS WETTER
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NACHTS
Am Montag ist es verbreitet wechselnd bis
stark bewölkt, gebietsweise gibt es Regen-, in höheren Lagen Schneeschauer.
Die geringste Niederschlagsneigung besteht im Süden. Temperaturen von 5 bis
12 Grad.
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Gewinnzahlen vom Wochenende
Lotto (19.03.): 4, 10, 15, 37, 44, 49
Superzahl: 5
Toto: 2, -, 0, 2, 0, 1, 1, -, 1, 0, 0, 0, Auswahlwette: lag noch nicht vor
Zusatzspiel: lag noch nicht vor
Spiel 77: 7 3 5 3 2 9 9
Super 6: 6 7 5 5 4 5
(Ohne Gewähr)
Weitere Gewinnzahlen:
Wirtschaft, Seite 19
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