Immer mehr Studenten ohne Abitur

AFP Deutschsprachiger Basisdienst vom 08.03.2016
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Agentur-Meldungen
Immer mehr Studenten ohne Abitur
An Deutschlands Hochschulen studieren immer mehr Menschen ohne Abitur.
Während es 1997 nur 8500 Studenten
ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife gab, waren es 2014
bereits 49.800, wie eine am Dienstag
veröffentlichte Studie des Centrums für
Hochschulentwicklung (CHE) ergab.
Voraussetzung für die Aufnahme eines
Studiums ohne Abitur ist eine berufliche Qualifikation.
Im Jahr 2014 stieg auch die Zahl der
Studienanfänger ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung auf einen
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Rekordwert von 14.000. Damit stieg der
Anteil an allen Studienanfängern um 0,2
Prozentpunkte auf 2,8 Prozent.
Die Hälfte der Erstsemester ohne Abitur
entschied sich laut CHE für einen Studienplatz im Bereich Rechts-, Wirtschaftsund Sozialwissenschaften. Danach folgten die Sprach- und Kulturwissenschaften sowie die Ingenieurwissenschaften
mit 14 und 13 Prozent.
Vor allem Fachhochschulen öffneten
sich laut der Untersuchung für beruflich
Qualifizierte. Mit einem Anteil von rund
vier Prozent Studienanfängern ohne all-
gemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife seien sie deutlich stärker
nachgefragt als die Universitäten mit
einem Anteil von knapp zwei Prozent,
erklärte CHE-Expertin Sigrun Nickel.
Die Hochschule, die bundesweit die
meisten Studienanfänger ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung
hat, ist die Fernuniversität Hagen. Fernstudiengänge seien für diese Zielgruppe
"besonders attraktiv", erklärte Nickel.
cax/cha