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Bericht der Lutherischen Kirchenmission (Bleckmarer Mission) e.V.
zur 13. Kirchensynode der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche
vom 8. - 14. Juni 2015
Berichtszeitraum 2011 – 2015
Die Lutherische Kirchenmission (Bleckmarer Mission) e.V. (LKM) ist als Werk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) eine Lebensäußerung der SELK. Gemäß
des Auftrages, den die Christenheit von ihrem Herrn Jesus Christus erhalten hat, liegt unsere
Aufgabe in der Verkündigung und Ausbreitung des Evangeliums, an und zu Menschen, die
von Christus noch nicht oder nicht mehr wissen. Dies geschieht in Wort und Tat. Pointiert
zusammengefasst:
Mission hat ein Ziel – Jesus Christus in der Welt Mensch werden zu lassen.
Mission geschieht durch die Kirche – indem Gott seine Auserwählten in die Welt schickt.
Mission geschieht in der Welt – denn Gott sorgt für seine Geschöpfe.
Augenblicklich arbeiten unsere Missionare in Belgien, Botswana, Brasilien, Deutschland und
Südafrika.
In Südafrika hat sich die LKM, gemeinsam mit der Freien Evangelisch-Lutherischen Synode in Südafrika (FELSISA) und der Lutherischen Kirche im Südlichen Afrika
(LCSA), in der Mission of Lutheran Churches (MLC) organisiert. Dies trägt zum einen
rechtlichen Notwendigkeiten Rechnung, zum anderen ist es Ausdruck der dort bestehenden
Partnerschaft. Die MLC ist die Mission der beiden genannten Partner.
Missionsfeld:
Auf dem Missionsfeld hat es im Berichtszeitraum folgende personelle Veränderungen gegeben:
Nicht mehr im Dienst der LKM sind die Missionare Rev’d Odireleng Sengwaketse1, vormals Jwaneg; Pfarrer Axel Wittenberg2, vormals Pretoria; Pfarrer Dr. Daniel Schmidt3,
vormals Oberursel; Rev’d Mothlatlosi Sebeelo4, vormals Serowe; Pfarrer Christian Tiedemann5, vormals Kirchdorf.
Neu in den Dienst der Mission getreten sind: Missionsvikar Thomas Beneke6, Marzahn und
Leipzig; Missionar Jacob Corzine7, Studentenmissionar an der Universität in Pretoria; Mis-
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Missionar Sengwaketse, eingestellt in 2011, ist in 2013 auf eigenen Wunsch aus dem Dienst der
Mission ausgetreten. Er ist in der Folge auch aus dem Dienst der LCSA ausgeschieden und hat in 2014
ein Pfarramt in der Lutherischen Kirche in Botswana (ELKiB) angenommen, mit der wir keine Kirchengemeinschaft haben.
2
Missionar Wittenberg ist 2012 in den Dienst der SELK zurückgekehrt.
3
Missionar Dr. Daniel Schmidt hat seine Promotion erfolgreich abgeschlossen und ist in 2013 in den
Dienst der SELK zurückgekehrt.
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Wurde nach Aufdeckung einer Unterschlagung im Juni 2012 fristlos entlassen.
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Zum 1. April 2015 ist Missionar Tiedemann in den Dienst der SELK zurückgekehrt.
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Missionsvikar Beneke hat seine Ausbildung als Missionsvikar 2012 begonnen und wird, nachdem er
im Februar 2015 das zweite theologische Examen bestanden hat, zum 1. Mai 2015 seinen Dienst als
Missionar in Newcastle, Südafrika, antreten.
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Missionar Corzine unterrichtet außerdem am gemeinsamen Seminar von FELSISA und LCSA in
Tshwane (Pretoria).
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sionar Nathan Mntambo8, Pretoria; Frau Magdalene Schnackenberg9, Shelly Beach (Umhlangeni).
In 2013 konnten wir einen und in 2015 zwei weitere Studenten mit Stipendien für das Seminar in Tshwane ausstatten10.
Missionsstationen:
Afrika:
In Zusammenarbeit mit der FELSISA: Kirchdorf, versorgt von Missionar Tiedemann 11;
englischsprachige Gemeinde in Pretoria,12 betreut durch Missionar Nathan Mntambo;
In Zusammenarbeit mit der LCSA: Diözese Botswana der LCSA mit deren Gemeinden/
Predigtorten 13 ; zwei Indergemeinden in Durban, betreut durch Missionar Rainald Meyer;
zwei Zulugemeinden im Großraum Durban14 , die von Missionar und Missionsrepräsentant
Christoph Weber versorgt werden; Arbeit unter Migranten aus dem Kongo, ebenfalls Missionar C. Weber15; Umhlangeni, Missionar Peter Weber16.
In Zusammenarbeit mit LCSA und FELSISA: Studentenmission an der Universität von
Pretoria, wahrgenommen von Missionar Jacob Corzine; Unterricht am Seminar der beiden
Kirchen in Tshwane (Pretoria), wahrgenommen von den Missionaren Jacob Corzine und
Nathan Mntambo. Außerdem ist hier noch Prof. Dr. habil. Werner Klän17 in Blockeinsätzen
tätig18.
Belgien: Missionsprojekt in Brüssel – Missionar Matthias Tepper. Der Vertrag wurde in
2014 um weitere 3 Jahre verlängert19.
Brasilien: Frau Andrea Riemann, stationiert in Moreira. Vor dort aus betreibt sie auch das
Projekt Sonnenstrahl/Canoas20.
8
Missionar Mntambo hat die Arbeit des nach Deutschland zurückgekehrten Missionars Wittenberg
übernommen. Außerdem unterrichtet er am gemeinsamen Seminar von FELSISA und LCSA in
Tshwane (Pretoria).
9
Frau Schnackenberg leitet das neue Projekt „Thuthukani Chrèche“, in dem behinderte Kinder gefördert werden. Perspektivisch soll sie außerdem, zusammen mit Missionar Peter Weber, in der Kinderunterrichtsarbeit in Umhlangeni tätig werden. Dies Projekt steht in enger Verbindung mit den Gemeinden unserer Schwesterkirchen vor Ort in Umhlangeni (LCSA) und Shelly Beach (FELSISA).
10
Es handelt sich um Migranten aus dem Kongo, die in Südafrika leben und unter Migranten arbeiten
sollen.
11
Das Projekt wurde in 2014 abgeschlossen und ist in die Obhut der Ortskirche übergegangen.
12
Seit 2012, vorher Missionar Wittenberg.
13
Kgomogasitwa, Mathethe, Sedibeng, Mokathako, Lorolwane, Mabule – versorgt von Missionar Paul
Mosenogi; Kanye, Jwaneng, Thamaga – versorgt durch Missionar Phenyo Mokgaimena; Tutume,
Dukwi und Studentenmission in Gaborone – Missionar Boss Sebeelo; Serowe, Mahalapye, Molepolole, Ranaka, Nthlantlhe und Otse – Missionar Dekan Buka Tsimako.
14
In der Gemeinde Umlazi konnten in 2014 weitreichende Vorbereitungsarbeiten zur Eröffnung eines
Kindergartens auf dem Kirchgrundstück begonnen werden, die 2015 geschehen soll.
15
Über diese beiden Tätigkeitsbereiche als „Feldmissionar“ hinaus ist C. Weber als Repräsentant der
LKM im südlichen Afrika tätig.
16
Missionar Weber arbeitet hier zusammen mit einem Pfarrer der LCSA.
17
Der ursprüngliche Plan, ihn an der Universität Pretoria fest als Professor zu etablieren, konnte, auf
Grund von Visumproblemen, nicht verwirklicht werden. Das Ziel dieses Plans, Theologen „aus Afrika, in Afrika und für Afrika“ auszubilden, allerdings doch. Dies, Dank des Einsatzes von Prof. Dr.
habil. Klän, der an der Universität von Pretoria als außerordentlicher Professor Studenten bis zur Promotion betreuen kann.
18
In den letzten Zügen der Vorbereitung sind Verhandlungen mit Dr. Karl Böhmer, der ebenfalls ans
Seminar in Tshwane entsandt werden soll.
19
Kopperationsprojekt zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Belgien, der Lutherischen
Kirche Missouri Synode (LCMS) und der SELK, betreut durch die LKM.
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Deutschland: Berlin-Marzahn – wurde bis Übergang des Projektes in die volle Obhut der
SELK, 1.9.2014, von Missionar Hugo Gevers, seit 2012 unterstützt von Missionsvikar Beneke, versorgt; Döbbrick – wahrgenommen von Missionar Holger Thomas, der von der LKM,
auf eigenen Wunsch, zu 50% angestellt ist; Leipzig – wahrgenommen von Missionar Hugo
Gevers, seit 2012 unterstützt von Missionsvikar Beneke und dem amerikanischen Missionarsehepaar Dr. Christopher Ahlmann21 und Deaconess Elisabeth Ahlmann.
Missionshaus in Bleckmar – Neben der Verwaltungsleiterin, Frau Anette Lange, dem Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit, Pfarrer Martin Benhöfer, und dem Missionsdirektor Roger
Zieger, arbeiten hier ständig die Hauswirtschaftsleiterin Frau Heike Alms und Frau Regina
Lohse. Hinzu kommen, bei Bedarf, Hauswirtschaftskräfte.
Arbeitsabläufe und -aufträge
Das Missionskollegium22, vor dem die Missionsleitung23 ihre Arbeit zu verantworten hat,
trifft sich einmal im Jahr für zwei Tage. Die Missionsleitung, die unter dem Jahr die laufenden Geschäft führt, trifft sich regelmäßig zu 1 bis 2tägigen Sitzungen, an denen, wenn möglich, auch der Vorsitzende des Finanzbeirates24 der Mission teilnimmt25. Die relativ häufigen
Sitzungen und auch die regelmäßigen Kontakte26 ermöglichen einen guten Informationsfluss
und sind Voraussetzung für schnelles, angemessenes Handeln27.
Arbeitsaufträge des Missionskollegiums an die Missionsleitung, betreffend Ordnungsänderungen, Schaffung von Rechtssicherheit und Prüfung einzelner Vorschläge und Themen,
wurden, soweit vor der Sitzung des Missionskollegiums 2015 erteilt, erledigt.
Durch ihren Direktor ist die Mission mit einem Lehrauftrag an der Lutherischen Theologischen Hochschule (LThH) betraut. Diesen Auftrag habe ich im Berichtszeitraum wahrgenommen und mit den Studenten neben der theoretischen Arbeit in der Missionstheologie jeweils auch praktische Arbeitseinheiten im Missionsfeld abgehalten28.
Angesichts des weltweiten Flüchtlingsproblems, und ins Besondere angesichts der Asylproblematik in Deutschland, hat die Mission im Berichtszeitraum mehrere Seminare zum Thema
Asyl und Umgang mit Asylbewerbern und Flüchtlingsarbeit veranstaltet, eines davon auf internationaler Ebene.
20
Die dortigen Projekte sind ausschließlich in der dienstlichen Hoheit der brasilianischen Schwesterkirche. Die LKM ist nur Arbeitgeber von Frau Riemann. Die Visumschwierigkeiten, die bereits im
letzten Synodalbericht angesprochen wurden, konnten in 2014 endlich gelöst werden.
21
Christopher Ahlmann ist entsandt von der LCMS. Als ordinierter Theologe und promovierter Kirchenmusiker erweitert er das Spektrum der missionarischen Arbeit in Leipzig. Seine Entsendung steht
in direktem Zusammenhang mit den Überlegungen zur Übernahme eines größeren Kirchgebäudes
durch die Gemeinde der SELK und die Missionsstation vor Ort.
22
Zusammensetzung: Bischof / geistliche Kirchenräte / Missionsleitung / Finanzbeirat / Missionsbeauftragte der Kirchenbezirke der SELK / Vorsitzender des Missionskollegiums.
23
Zusammensetzung: Sprengelvertreter – Rainer Mühlinghaus (Sprengel-Süd) / Manfred Neubauer
(Sprengel-West) / Pfarrer Martin Benhöfer (Sprengel-Nord) / Johannes Otto (Sprengel-Ost) / Propst
Johannes Rehr (Kirchenleitung) / Helmut Meyer – Kassenführer / Roger Zieger (Missionsdirektor).
24
Finanzbeirat: Hans-Jürgen Köhler / Hans-Heinrich Meyer / Wilfried Müller (Vorsitzender) / Friedrich Wengenroth.
25
2011 – 10x / 2012 – 9x / 2013 – 12x / 2014 – 9x / 2015 – bis zum 13.3.: 3x.
26
Neben den Besuchen steht die Mission mit ihren Mitarbeitern dank der modernen Technik in regelmäßigem Kontakt per Internet.
27
Generell werden Entscheidungen in der Missionsleitung besprochen und getroffen.
28
Leipzig / Steglitz / Brüssel.
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Dankenswerterweise, hat sich Pfarrdiakon Detlef Löhde bereiterklärt, über die LKM den von
ihm entwickelten Glaubenskurs „Immanuel“ anzubieten.
In 2014 aufgelöst wurde die Arbeitsgruppe MuDiD „Mission und Diakonie in Deutschland“.
Augenblicklich wird überlegt, wie eine gute Zusammenarbeit auf diesen Feldern in der Zukunft gestaltet werden kann.
Als Repräsentant der Mission bin ich im Berichtszeitraum jährlich in Südafrika und Botswana
gewesen, wo ich die einzelnen Missionsstationen besucht und in Absprache mit der LCSA
und gemeinsam mit dem Repräsentanten der LKM dort, Missionar C. Weber, auch Prüfungen
vorgenommen habe, wie sie sonst in einer Visitation geschehen29. Außerdem habe ich im Berichtszeitraum regelmäßig die Missionare in Deutschland und Belgien besucht.
Die Vertretung der LKM im südlichen Afrika wird in großen Teilen vom Repräsentanten der
Mission, Christoph Weber, wahrgenommen. Er nimmt regelmäßig an Sitzungen der Kirchenleitung der LCSA teil, um diese über Fragen der Mission zu informieren und sich mit ihr zu
beraten, und wird regelmäßig vom Synodalausschuss der FELSISA zu gleichen Zwecken eingeladen. Über alle Geschehnisse stehen Missionar C. Weber und ich, schriftlich und per
Skype, ständig in Kontakt. Dieser ständige Kontakt ermöglicht uns eine effiziente Arbeitsgestaltung und eröffnet die Möglichkeit zu gemeinsamem Nachdenken. So konnten wir Missionar C. Weber, wenn nötig, per Internettelefonie an Sitzungen der Missionsleitung teilnehmen
lassen30.
Die Arbeitsabläufe auf dem ausländischen Missionsfeld, besonders im südlichen Afrika, können als gut charakterisiert werden. Die Zusammenarbeit mit den beiden Partnerkirchen ist
sehr gut. Mühe macht allein die räumliche Entfernung und die manchmal schlechte Telefonund Internetverbindung nach Botswana. Dadurch konnten in der Vergangenheit manche Probleme nicht in optimaler Weise geregelt werden. Wir haben aber Hoffnung, dass sich hier
eine Besserung einstellen wird. Auch in Deutschland ist die Zusammenarbeit mit der Kirche
gut eingespielt. Mit den bestehenden Ordnungen und den vereinbarten Gesprächen haben wir
hier eine gute und konstruktive Regelung gefunden. Dies zeigt sich auch an der Selbstverständlichkeit, mit der Pfarrer zwischen Mission und Kirche wechseln können.
Nicht optimal ist der Informationsfluss zwischen Mission und Gemeinden. Hier müssen wir in
manchen Gegenden Deutschlands noch Wege finden, um Interesse an der Mission zu wecken.
Immer, und für jede auf Spenden angewiesene Organisation, ist das Thema Finanzen zu nennen, allerdings nicht nur als Problem. Die LKM konnte ihren Haushalt 2014 gegenüber dem
Ansatz von 740.000 € mit einem Plus vom 28.000 € abschließen. Das ist mehr als positiv.
Allerdings, das ist auch die Summe, die wir brauchen, um unsere bestehenden Personalkosten31 zu decken. Für eine Ausweitung unserer Arbeit, und Mission ist bis zum Jüngsten Tag
auf Ausweitung angelegt, müssten wir diese Summer erhöhen. Darum beten wir und dafür
arbeiten wir.
Ausblick:
Bis Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts haben wir unsere Missionare ausschließlich ins Ausland geschickt, ins südliche Afrika. Waren unsere Missionare in diesen ersten,
fast hundert, Jahren Missionare und Gemeindegründer einer von Deutschland aus gelenkten,
autonom handelnden Mission, so arbeiten wir, seit der aus der Mission hervorge-gangenen
Gründung der LCSA, eng mit dieser zusammen. Gemeinsam mit einem dritten Partner, der
29
Dies führte in einem Fall zur fristlosen Kündigung.
Im Berichtszeitraum war er außerdem zweimal in Deutschland. Des Weiteren waren in Deutschland
zu Gast: Frau Andrea Riemann, Missionar Christian Tiedemann, Missionar Buka Tsimako, Missionar
Rainald Meyer, Missionar Peter Weber, Dekan und Vizebischof der LCSA Mandlakayise Thwala.
31
Renten- und Pensionszahlungen eingerechnet.
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FELSISA, bilden wir die MLC. In Absprache mit unseren Partnern planen und verwirklichen
wir unsere Missionsaktivitäten in Südafrika und Botswana, – in der Zukunft, vielleicht auch
darüber hinaus. Zusammen mit den genannten Partnern finden wir unsere Aufgabengebiete
auf dem afrikanischen Missionsfeld. Diese Konstellation ist wichtig, weil alles andere heute
koloniales Verhalten wäre.
Wir sind sehr dankbar dafür, dass beide Kirchen unsere Mission so vollkommen als die ihre
akzeptiert haben. Ich habe Hoffnung, dass diese Zusammenarbeit unsere Mission zu neuen
Aufgaben führen und bereit machen wird. Die Tragweite dieser Entwicklung ist enorm: Dies
ist der Weg vom Empfänger zum Sender. Wenn es gelänge, in unseren afrikanischen Brüdern
und Schwestern eine Begeisterung für die Mission, auch außerhalb des eigenen Territoriums
zu wecken, die der in unserer Kirche vergleichbar wäre, würde das unsere Möglichkeiten zur
Mission enorm erweitern. Bereits heute bestehen Kontakte nach Mosambik und Malawi.
Wenn wir in der jüngeren Vergangenheit unserer Aktivitäten in Afrika, mit Hilfe unserer
Partner, besonders im Bericht der Ausbildung ausweiten konnten, so sind wir auch in
Deutschland bereit, uns, gemeinsam mit unserer Kirche, weiter zu engagieren. Das Projekt
„Leib und Seele“ ist hier – meines Erachtens – beispielhaft. Über ein diakonisches Projekt
bekommen hier Menschen einen Erstkontakt zum Evangelium32. Das zeigt mir, wie wichtig
eine engere Verknüpfung von Kirche, Mission und Diakonie ist33. Nicht umsonst sind letztere
Lebensäußerung der Kirche.
In Otse, Botswana, habe ich Ende 2014 erlebt, wie nach konzertiertem Einsatz einer diakonischen Volontärin, eines Missionars und eines Vikars eine Missionsstation, in der wir sonst 510 Menschen vorfanden, auf mehr als 60 angewachsen war.
Ich glaube, neben „theologischen Missionaren“ brauchen wir „diakonische Missionare“. Die
finanziellen Mittel dafür zu finden wird eine Herausforderung sein. Die Entscheidung, statt
einen weiteren Theologen einzustellen, darüber nachzudenken, z.B. einen Diakon oder eine
Diakonin einzustellen, auch.
Bleckmar, den 13. März 2015
Roger Zieger
Missionsdirektor
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Wie segensreich eine solche Verbindung ist, zeigt sich auch in den beiden anderen Projekten in
Deutschland.