Jürgen Flimm und Daniel Barenboim stellen das Programm der

PRESSEMITTEILUNG
Berlin, 27. April 2015
Jürgen Flimm und Daniel Barenboim stellen das Programm
der Spielzeit 2015/16 der Staatsoper im Schiller Theater vor
Auf der heutigen Pressekonferenz der Berliner Staatsoper stellten Intendant Jürgen Flimm und
Generalmusikdirektor Daniel Barenboim das Programm der Spielzeit 2015/2016 vor, der sechsten
Saison der Staatsoper im Schiller Theater. Vorab gab es ein Dank und Lob an das StaatsopernPublikum, das in der laufenden Saison für eine herausragende Auslastung von bislang 90% gesorgt
hat.
Besondere Akzente setzen in der kommenden Saison acht Premieren auf der großen Bühne sowie
weitere sieben Premieren auf der Werkstatt-Bühne. Dazu kommen 24 Opernwerke aus dem
Repertoire, insgesamt 85 Konzerte, die jährlichen FESTTAGE zu Ostern und die sechste Ausgabe des
Festivals für neues Musiktheater INFEKTION!. Insgesamt sind es 305 Veranstaltungen plus
zahlreiche Projekte der Jungen Staatsoper.
Die Eröffnungspremiere der Spielzeit ist am 3. Oktober (1. Akt, 20:30 Uhr | 2. Akt, 23:00 Uhr) und
4. Oktober (3. Akt, 12 Uhr) eine Neuproduktion von Richard Wagners Die Meistersinger von
Nürnberg in der Regie von Andrea Moses, die damit ihr Debüt an der Berliner Staatsoper gibt. Für
Daniel Barenboim ist diese Premiere ein Jubiläum: Es wird die 20. Wagner-Produktion sein, die er an
der Staatsoper dirigiert.
Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice in der Regie von Jürgen Flimm wird die große FESTTAGE-Premiere sein – mit Architekt Frank Gehry als Bühnenbildner und Daniel Barenboim am Pult
der Staatskapelle Berlin. Außerdem wird Jürgen Flimm mit Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di
Figaro, dirigiert von Gustavo Dudamel, und Salvatore Sciarrinos Luci mie traditrici, unter der
musikalischen Leitung von David Robert Coleman, in der Spielzeit 2015/2016 zwei weitere Neuproduktionen inszenieren. Agostino Steffanis Amor vien dal destino setzt die Reihe der Wiederentdeckungen an der Staatsoper fort: 1709 in Düsseldorf uraufgeführt, bringen René Jacobs und Ingo
Kerkhof die erste szenische Aufführung dieses Werks nach über 300 Jahren auf die Bühne. Mit
Juliette (Daniel Barenboim) steht seit 1993 erstmals wieder ein Werk von Bohuslav Martinů auf dem
Programm der Berliner Staatsoper. Es inszeniert Claus Guth und in der Titelpartie ist Magdalena
Kožená zu erleben. Außerdem wird es unter dem Titel Mord an Mozart – eine Relativitätstheorie
einen Abend geben, der Nikolai Rimsky-Korsakows Mozart und Salieri mit Musik von Wolfgang
Amadeus Mozart, Dmitri Schostakowitsch und Texten von Fjodor Dostojewski kombiniert (Max
Renne / Elisabeth Stöppler). Neu deuten wird Dieter Dorn Giuseppe Verdis La traviata, mit Sonya
Yoncheva als Violetta Valéry. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Daniel Barenboim,
der in der kommenden Spielzeit bei vier Neuproduktionen, im Repertoire bei Parsifal, Il trovatore und
Simon Boccanegra sowie beim Ring-Zyklus am Pult der Staatskapelle Berlin zu erleben sein wird.
Zu den großen Sängerpersönlichkeiten der kommenden Spielzeit gehören u.a. Anna Netrebko, Plácido
Domingo, René Pape, Waltraud Meier, Sonya Yoncheva, Bejun Mehta, Magdalena Kožená, Rolando
Villazón, Kwangchul Youn, Wolfgang Koch, Klaus Florian Vogt, Dorothea Röschmann, Anna
Prohaska, Dolora Zajick, Andreas Schager, Camilla Nylund, Krassimira Stoyanova, Jonas Kaufmann,
Michael Volle, Ildebrando D’Arcangelo, Falk Struckmann, Johannes Martin Kränzle, Vittorio
Grigolo, Ferruccio Furlanetto, Matti Salminen, Christopher Maltman, Pavol Breslik, Iréne Theorin,
Maria Bengtsson, Fabio Sartori und Anja Kampe.
Die Staatskapelle Berlin ist erneut mit acht großen Sinfoniekonzerten in der Philharmonie und im
Konzerthaus vertreten. Die Hälfte von ihnen steht unter der Leitung von Daniel Barenboim, einmal in
der Personalunion von Dirigent und Pianist. Die vier weiteren Konzerte werden mit Gustavo Dudamel,
David Afkham und Pablo Heras-Casado drei herausragende Dirigenten der jüngeren Generation
übernehmen, zudem kehrt Antonio Pappano für ein Sinfoniekonzert zur Staatskapelle zurück. Als
Solisten sind Martha Argerich, Daniil Trifonow und András Schiff (Klavier), Patricia Kopatchinskaja
und Renaud Capuçon (Violine) sowie Sennu Laine (Violoncello) zu erleben. Die Staatskapelle und
Daniel Barenboim werden wie bereits in der vergangenen Saison das Musikfest Berlin eröffnen. Der
80. Geburtstag von Zubin Mehta ist Anlass für ein Sonderkonzert, das der Ehrendirigent der
Staatskapelle Berlin mit Daniel Barenboim als Klaviersolist leiten wird. Die Konzerte der FESTTAGE
umfassen Auftritte der Wiener Philharmoniker (mit Mahlers 9. Sinfonie), der Staatskapelle Berlin (mit
zwei Konzerten, u. a. mit den beiden Sinfonien von Elgar sowie den Solisten Yo-Yo Ma und Jonas
Kaufmann), ein Recital von Yo-Yo Ma, der sämtliche Violoncello-Suiten von Bach spielen wird
sowie ein Duo-Recital mit den Pianisten Martha Argerich und Daniel Barenboim. Im Schiller Theater
gibt es drei besondere Konzerte mit Vokalmusik, mit dem Countertenor Bejun Mehta und der
Akademie für Alte Musik, ein Frühlingskonzert mit dem Kinderchor der Staatsoper und der
Staatskapelle sowie ein Pfingstkonzert mit dem Staatsopernchor. Die Staatskapelle und Daniel
Barenboim gehen auf Gastspielreise nach Wien, Luxemburg sowie zu den Festivals Prager Frühling
und Beethovenfest Bonn und im Februar 2016 für mehrere Wochen nach Japan, u.a. nach Tokyo in die
Suntory Hall mit allen Bruckner-Sinfonien.
Der Barenboim-Zyklus umfasst sieben Konzerte: Zwei Liedprogramme (mit Michael Volle und Nina
Stemme) und zwei Konzerte mit Kammermusik (u. a. mit Lisa Batiashvili). In diese Reihe inkludiert
ist ein dreiteiliger Zyklus mit den Klaviersonaten von Sergej Prokofjew, gespielt von Yefim
Bronfman. Darüber hinaus werden wie auch in den Jahren zuvor Kammerkonzerte mit Mitgliedern der
Staatskapelle und ihren Gästen im Roten Rathaus, im Bode-Museum und im Gläsernen Foyer des
Schiller Theaters stattfinden. Das Gläserne Foyer ist überdies der Ort für eine Reihe von Liedrecitals
mit Solisten des Hauses sowie für eine neu ins Leben gerufene Serie von Kinderkonzerten.
Auf der Werkstattbühne, die sich zu einer festen Größe des Neuen Musiktheaters in Berlin entwickelt
hat, stehen 2015/2016 Werke von Mauricio Kagel, György Ligeti, Oscar Strasnoy, Stephen Oliver,
Irini Amargianaki, Hèctor Parra und Matthias Hermann auf dem Programm und spannen den Bogen
von den frühen Meistern der Avantgarde bis hin zu jüngeren zeitgenössischen Komponisten.
Den Beginn der neuen Spielzeit feiert die Berliner Staatsoper am 12. September 2015 wieder mit
einem Eröffnungsfest für kleine und große Gäste. Den feierlichen Abschluss bildet in diesem Jahr eine
musikalische Gala mit dem Staatsopernchor und der Staatskapelle Berlin. Dazu laden wir Sie schon
jetzt ganz herzlich ein!
Das komplette Programm der Spielzeit 2015/2016 mit weiteren Informationen zur neuen Saison
finden Sie ab sofort unter www.staatsoper-berlin.de.
Der Vorverkauf für alle Vorstellungen der Saison 2015/2016 beginnt am 17. Mai 2015.
Der Verkauf von Abonnements beginnt bereits am 2. Mai 2015. Zyklen für die FESTTAGE 2016 sind
bereits erhältlich. Mitglieder des Fördervereins, Abonnenten und Inhaber einer StaatsopernCard
können ab 9. Mai 2015 ihr Vorkaufsrecht für alle Vorstellungen wahrnehmen.
Tickets unter www.staatsoper-berlin.de, telefonisch unter 030 20 35 45 55 sowie an der
Theaterkasse der Staatsoper im Schiller Theater oder an der Ticket-Box auf dem Bebelplatz.
Pressebüro | Johannes Ehmann | Staatsoper im Schiller Theater | Bismarckstr. 110 | D-10625 Berlin
Tel 030 20 35 44 81 | www.staatsoper-berlin.de | [email protected]