- ELBE Decken

MONTAGEANLEITUNG
BITTE BEACHTEN SIE AUCH UNSERE BETRIEBSANLEITUNG HEBEMITTEL.
VORWORT
Elbe Spannbeton-Fertigdecken sind verlässliche und langlebige Produkte, die sich durch
besondere Tragkraft, Spannweiten und Elastizität auszeichnen. Die Montage erfolgt
dabei unkompliziert und schnell – und muss dennoch mit Sachkunde und Sorgfalt durchgeführt
werden. Nur so können Folgeschäden vermieden und die Qualität unserer Produkte
gewährleistet werden. Alle wichtigen Informationen erhalten Sie in dieser Montageanleitung,
weitere Punkte entnehmen Sie bitte unserer Betriebsanleitung Hebemittel für Verlegegeräte.
ELBE delcon GmbH | OT Vockerode | Griesener Straße 32 a | D-06785 Oranienbaum-Wörlitz
Telefon +49 (34905) 406 0 | Fax +49 (34905) 406 30 | [email protected] | www.elbedecken.de
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VORPLANUNG
• Sprechen Sie uns so früh wie möglich an. Dann klären wir gemeinsam offene
Fragen, machen so einen reibungslosen Ablauf möglich und vereinbaren mit Ihnen
einen fixen Liefertermin.
•Dieser Liefertermin ist vom Zeitpunkt abhängig, zu dem der Kunde uns die Unterlagen
und Werkzeichnungen für die anstehenden Berechnungen zur Verfügung stellt.
• Lieferung auf Abruf: Hier erfolgt der Abruf spätestens fünf Arbeitstage vor dem
gewünschten Liefertermin. Bitte halten Sie ggf. eine Anfahrtsskizze mit
Wegbeschreibung bereit.
• Die Lieferfolge wird gemeinsam mit ELBE festgelegt.
TRANSPORT & LAGERUNG
• Zufahrt: Bitte halten Sie die Zufahrt zur Baustelle für LKWs von 40 t und einer Länge
von 18 m frei. Bitte beachten Sie zudem, dass ELBE eine freie Zufahrt über befestigte
Wege für einen normalen Lastkraftwagen mit ausreichend großer Abladestelle benötigt.
• Die Kranstandfläche ist freizuhalten. Die Punkte für die Kran-Stützfüße müssen gut
befestigt sein.
•
Im Falle einer Zwischenlagerung sollten die ELBE Spanbeton-Fertigdecken an den
Plattenenden auf senkrecht übereinanderliegende Stapelhölzer abgesetzt werden.
Eventuell überkragende Teile sowie Pass- und Aussparungsplatten dürfen nicht belastet
werden, bitte vermeiden Sie ruckartiges Anheben und Absetzen.
• Lagerung: Bitte lagern Sie die Verlegegeräte in sauberen und trockenen Räumen.
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DECKENAUFLAGER
(siehe Verlegeplan)
• Mindestauflagertiefen: (nach Zulassung + Heft 525)
Bitte entnehmen Sie diese Informationen dem Verlegeplan. Werden diese Bedingungen
unterschritten, kontaktieren Sie einfach unsere technische Abteilung.
• Die Auflager müssen planeben und fluchtend ausgebildet und ausreichend gehärtet
sowie tragfähig sein. Eventuelle Unebenheiten müssen vor der Betonage der Fugen durch geeignete
Maßnahmen korrigiert werden. Zur Auflagerung sollten Sie Elastomerstreifen bzw.
Neopren verwenden.
• Bei Montage mit Verguss durch ELBE müssen alle Schalarbeiten vor Montagebeginn bauseits
fertiggestellt sein.
• Achten Sie darauf, die Untersicht vor dem Fugenverguss zu kontrollieren und die
Deckendurchbrüche nach der Verlegung zu sichern.
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VERLEGUNG (Allgemein)
Die Verlegung ist unkompliziert, beachten Sie aber bitte folgende Hinweise:
• Auf dem Auflager die Lage der Spannbeton-Fertigdecken, besonders der Passplatte,
anzeichnen
• zuerst an den Zwangspunkten (z. B. Treppenöffnungen, Kamine, …) montieren
• anschließend die restlichen Felder belegen
• die Deckenelemente müssen stumpf gestoßen werden, dürfen jedoch niemals mit
den Kanten aufeinander verlegt werden.
• Stemmarbeiten an Spannbeton-Fertigdecken sind nicht zugelassen.
Die einzelnen Montageschritte und Hinweise ab Seite 9.
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VERLEGUNG VON PASSPLATTEN
• Mit Montagezangen können Sie volle Platten mit 0,60 m oder 1,20 m Breite montieren.
Für den Einbau von Passplatten verwenden Sie bitte übliche Montagemittel.
• Bei sichtbaren Systemfugen sollten Sie eine Passplatte nur im seitlichen Wandbereich
verlegen, da diese immer einen rauen Längsrand hat. Dies gilt besonders bei
Auswechslungen.
• Weitere Informationen für das Verlegen der Passplatten haben wir für Sie in unserer
Betriebsanleitung Hebemittel zusammengestellt.
AUSRICHTEN DER DECKE
• Bitte achten Sie darauf, dass der Fugenverlauf parallel zu den Wänden erfolgt.
Dies ist besonders bei sichtbar bleibender Systemfuge wichtig.
• Die Auflager sollten Sie auf Höhenunterschiede kontrollieren und gegebenenfalls
ausgleichen, vor der Betonage.
• Benachbarte Platten sollten auf Stichunterschiede oder Belastung kontrolliert
und ebenfalls gegebenenfalls vor der Betonage ausgeglichen werden.
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VERGUSS & RINGANKER
•
Vor dem Verguss sollten Sie sicherstellen, dass die Spannbeton-Fertigdecken und
Einbauteile mit den Angaben auf den Verlegeplänen sowie mit der Statik übereinstimmen
und nach Lage und Höhe genau ausgerichtet worden sind. Falls Sie Abweichungen
und Unklarheiten feststellen, klären Sie diese bitte im Vorfeld mit dem Lieferwerk.
• Vergussbeton: > c20/25, KF, Grötkorn 8 mm, ggf. mit Verzögerer bestellen
(schwindarmer Beton).
Bitte beachten Sie zudem folgende Punkte:
• Stoßfugen und Ringankerbereiche berücksichtigen;
• Randschalungen bzw. Abmauerungen herstellen;
• Ringankerbreite mindestens 60 mm;
• Ringanker- und Fugenbewehrung genau nach Montageplan einlegen;
• Fugen gut vornässen; Vergussbeton einbringen und verdichten. Die Scheibenwirkung
einer Decke hängt wesentlich von der Qualität des Vergussbetons ab.
• Unterseite mit feuchten Bürsten reinigen.
• Die Durchgängigkeit aller Entwässerungslöcher an den Plattenunterseiten prüfen.
Das nachträgliche Verschließen der Öffnungen ist eine bauseitige Leistung.
• Bei Frost gleiche Schutzmaßnahmen treffen wie bei Ortbeton.
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NACHBEHANDLUNG
Werden die Decken zu früh belastet, kann es zu Fugenrissen kommen.
Dies lässt sich aber leicht vermeiden:
• Bis zur Erhärtung des Fugenvergusses (2–3 Tage) sollten Sie den Vergussbeton vor
Austrocknung schützen (annässen oder abdecken).
• Belasten Sie die Decken erst nach ausreichender Aushärtung des Vergussbetons voll.
• Platzieren Sie schwere Lasten, z. B. Steinpaletten, nur in Auflagerbereichen.
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MONTAGE
• In der Regel werden die Platten ohne Zwischenlagerung verlegt. Die Anlieferung durch
ELBE erfolgt „just in time“. Bei unvermeidlicher Zwischenlagerung sollten Sie die Platten
planparallel auf
• Lagerhölzern am Plattenende auflagern und bei mehreren Platten pro Stapel die
Stapelhölzer exakt übereinander einlegen. Bitte wählen Sie hierfür einen tragfähigen
und planebenen Lagerplatz.
• Neoprene oder sonstige Zwischenlager sollten gemäß Verlegeplan auf Tragwand
aufgelegt werden.
• Bitte achten Sie darauf, die Verlegezangen entsprechend einzustellen.
• Bitte schlagen Sie die Deckenplatten gemäß Bedienungsanleitung „Zangen und Traversen“
mittig an und achten auf eine passgenaue (entsprechend dem Verlegeplan) Verlegung
ohne Zwischenräume. Zeichnen Sie die Deckenauflager vorher mit Kreide an, das erleichtert
Ihr Vorgehen.
• Kontrollieren Sie bitte die Auflagertiefe gemäß Verlegeplan.
• Die Hohlräume der ELBE-Decken sind vom Anschläger mit den mitgelieferten
Hohlraum-Verschlusskappen zu verschließen.
• Prüfen Sie die Decke vor dem Fugenverguss auf Ebenheit. Deckenvorsprünge an der Unterseite
können Sie durch einfaches Unterstützen einzelner Platten ausgleichen.
• Der Verguss erfolgt in der Regel großflächig mit Gummischiebern. Unvermeidliche
Plattentoleranzen, Deckenvorsprünge und kleiner Fehlstellen an der Plattenoberseite
sollten Sie dabei ausgleichen. Die dadurch erzielbare Oberfläche entspricht Rohbauqualität.
• Denken Sie daran, die Fugen vor dem Verguss sorgfältig zu reinigen und vorzunässen.
• Fugen und Ringanker mit Vergussbeton gemäß DIN 1045 fachgerecht verfüllen.
Die Anforderung von DIN 1045 ist erfüllt, wenn C 20/25 nachgewiesen wird
Bis zur Erhärtung des Fugenvergusses, 2–3 Tage, Frischbeton
vor Austrocknen schützen.
Unsachgemäße Nachbehandlung und zu frühe Belastung kann zu Rissen führen!
Decken erst nach ausreichender Erhärtung des Fugenvergusses belasten.
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Vor dem Verguss muss sichergestellt sein, dass die Deckenplatten und Einbauteile
mit den Angaben von Montageplan und Statik übereinstimmen und nach Lage und
Höhe genau ausgerichtet sind. Abweichungen und Unklarheiten sind vor dem Verguss
in Absprache mit ELBE zu klären.
Die notwendigen Abschalungen für die Vergussarbeiten sind bauseitige Leistungen.
Bei Bedarf sind die Längsseiten der Platten an den Wänden kraftschlüssig zu unterfüttern.
Ringanker- und Fugenbewehrung genau nach Montageplan einlegen.
Die Ringbalkenbreiten müssen den Angaben auf den Montageplänen entsprechen.
Fugen gut vornässen
Vergussbeton (soweit nicht anders angegeben): C 20/25, KF, Größtkorn 8 mm
Den Vergussbeton einbringen und verdichten
(die Scheibenwirkung einer Decke hängt wesentlich von der Qualität des Vergussbetons ab).
Bei eventuellen Unebenheiten auf den Oberseiten der Decken können durch sattes
Aufbringen und glattes Abziehen des Vergussbetons Oberflächen im Rahmen der zulässigen
DIN-Ebenheitstoleranzen hergestellt werden.
• Vor dem Aushärten sollten Betonsickerungen an der Oberseite der Deckenelemente
entfernt werden.
• Die Durchgängigkeit aller Wasserablaufbohrungen muss an den Plattenunterseiten
überprüft werden. Verschlossene Wasserablaufbohrungen können zu Wasserstaus in den
Hohlräumen führen und müssen deshalb geöffnet werden.
• Bei Frost müssen gleiche Schutzmaßnahmen wie bei Ortbeton getroffen werden.
• Bis zum Erhärten des Fugenvergusses (in der Regel 2–3 Tage) muss der Vergussbeton
vor dem Austrocknen geschützt werden (Annässen und Abdecken)
• Die Decken dürfen erst nach ausreichender Erhärtung des Vergussbetons voll belastet werden.
• Schwere Lasten (z. B. Steinpaletten) sind nur im Auflagerbereichen zu platzieren.
• Vor dem Betonieren der Ringbalken und Plattenfugen sollte eine Sichtkontrolle geschehen:
Betrachten Sie die Deckenflächen von unten und stellen Sie sicher, dass alle Elemente
gemäß Montageplan verlegt wurden. Bei sichtbar bleibenden Systemfugen achten Sie auf
parallel verlaufende Fugen zu den Wänden.
• Kontrollieren Sie, ob Wechseleisen ausgerichtet sind.
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• Die angegebenen Traglasten dürfen nicht überschritten werden.
• Die Zangen sind immer lotrecht an zusetzten.
• Die Zangen sind symmetrisch zum Plattenschwerpunkt anzuordnen; exzentrische liegende
Schwerpunkte sind durch Versetzen der Zange auszugleichen.
• Die Montagetraversen müssen vorsichtig und mit geringer Geschwindigkeit benutzt werden.
• Es ist hilfreich, vor Montagebeginn die vorgesehene Lage der Platten auf den Auflagern
anzuzeichnen.
• Möglichst an Zwangspunkten (z.B. Treppenöffnungen) mit dem Verlegen beginnen.
• Die Montage ist ein entscheidender Teil der Deckenfertigung, der mit Sachkunde und viel
Verantwortungsbewusstsein geplant werden muss, um Fehler und Unfälle zu vermeiden.
• Die Monteure müssen mit der Handhabung des Montagegeschirrs und den Unfallverhütungs vorschriften vertraut sein und über Erfahrungen im Montageablauf verfügen.
• Die Ladefolgen auf den LKW können nicht immer der gewünschten Montagereihenfolge
entsprechen.
• Die Platten müssen immer an den Plattenenden auf Stapelhölzern abgesetzt werden.
Stapelhölzer genau lotrecht übereinander! Eventuell überkragende Teile nicht belasten.
• Ruckartiges Anheben und Absetzen vermeiden.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Montageanleitung genau
zu beachten ist. Bei Nichtbefolgung übernehmen wir keine Gewährleistung
und Haftung.
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