D:/Worms/Dom-Pfarrbrief/2015-1/2015

Pfarrbrief 1 /201 5
In dieser Ausgabe
lesen Sie:
Herzlichen Glückwunsch,
Pfarrer Wagner!
Pfarrgemeinderatswahlen
am 7./8. November
Engel der Kulturen
Kantoren gesucht
VORWORT
Liebe Leserinnen und Leser des „Mantel“!
„ Je suis Charlie“ – dieser schlichte
Satz ist innerhalb von wenigen Tagen
weltweit zu einem Bekenntnis gegen
Gewalt und Terror, zu einem Bekenntnis für eine tolerante, vielfältige,
offene Gesellschaft geworden, zu einem Bekenntnis für Meinungs- und
Religionsfreiheit.
Im Wormser Dom hatten wir in
diesen Tagen auch ein Schild aufgestellt mit dem Schriftzug: „ Je suis
Charlie“ – unsere Antwort auf die
Anschläge in Paris, aber auch auf die
nicht minder schrecklichen, von den
Medien und der Weltöffentlichkeit
aber kaum wahrgenommenen beinahe
zeitgleichen Gewalttaten der Islamisten in Nigeria, der Terrorgruppe Boko
Haram, denen wahrscheinlich mehrere Hunderte Menschen – gemäßigte
Muslime wie Christen – zum Opfer
gefallen sind. Ganz bewusst haben
wir dieses Schild, verbunden mit der
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Bitte um das Gebet für alle Opfer von
Gewalt, für ein friedliches Zusammenleben der Religionen, aber auch
für die Täter in ihrer Verblendung an
die Krippe gestellt. Wir haben es also
gleichsam dem Kind in der Krippe in
die Hand gegeben.
Es gab viele Reaktionen: viele,
die sich für dieses deutliche Symbol
der Solidarität mit den Opfern bedankt haben, aber auch einige kritische Stimmen. Die Kritiker weisen
darauf hin, dass die Satirezeitschrift,
deren Mitarbeiter Opfer des Anschlages geworden sind, den Islam, aber
auch das Christentum teilweise in
brutaler und geschmackloser Weise
lächerlich gemacht und damit eben
auch religiöse Gefühle zutiefst verletzt haben. Das stimmt. Und dennoch
glaube ich, dass dieser Jesus, der da
in der Krippe liegt, der Gott, der in
diesem Kind Mensch geworden ist,
sich durch sein Leben so deutlich und
klar mit allen Schwachen, Notleidenden, Armen, mit allen Opfern von
Ungerechtigkeit und Gewalt solidarisiert hat, ja mehr noch: dass er selbst
ausdrücklich keinen Unterschied gemacht hat zwischen Guten und Bösen,
zwischen Gerechten und Sündern,
zwischen denen, die die Liebe Gottes
verdient haben und denen, die von
ihm überhaupt nichts wissen wollen.
Seine Liebe geht so weit, dass er aus-
drücklich für alle, ja ganz besonders
für die Sünder und Schuldigen unschuldig sein Leben hingegeben hat.
Am Karfreitag, am Kreuz wird dieses
„ für alle“ unübersehbar. Deshalb
steht er auch heute auf der Seite der
Schwachen und Opfer, ganz unabhängig davon, wer diese Opfer sind.
Und deshalb sind auch wir an diesem Punkt zu einem klaren Zeugnis
und Bekenntnis aufgerufen. Als Kirche müssen wir vorbehaltlos an der
Seite der Opfer, der Schwachen, der
Verfolgten stehen. Wenn unser Zeugnis aber glaubwürdig sein soll, dann
braucht es freilich viel mehr als ein
Schild, auf dem steht: „ Je suis Charlie“. Es braucht den aktiven, glaubwürdigen Einsatz für die Schwachen,
die Notleidenden, die Armen um uns
herum – sonst bleiben alle Betroffenheitsadressen und „ Je suis Charlie“Schilder wertlose Lippenbekenntnisse. Wir sind gefordert, dass wir erkennen, wo um uns herum, in unserer
Nachbarschaft, in unserer Stadt und
unseren Gemeinden Menschen
schwach und hilflos sind, alleingelassen, einsam, in Not. Als Christen
müssen wir an ihrer Seite stehen und
zwar ganz egal, ob sie vielleicht sogar
selbst schuld sind an ihrem Elend
oder unschuldig in Not und Bedrängnis geraten sind. Jesus macht hier keinen Unterschied. Er fragt nicht, wer
seine Liebe verdient hat und wer
nicht. Und er ist unser Maßstab. Denn
wir sind Christen – das bedeutet: Uns
ist in unserer Taufe gleichsam unsichtbar der Satz „ Je suis Jésus“ auf
die Stirn tätowiert worden. Wir sollen
mit unserem Leben, in der Art und
Weise, wie wir den Menschen begegnen, wie wir mit den Menschen umgehen, ganz besonders mit den Notleidenden, den Schwachen, den
Opfern, sichtbar machen, wie Jesus
mit den Menschen umgeht: liebevoll,
barmherzig, vergebend, aufrichtend.
Wir sollen durch unser Leben, durch
unsere Taten, durch unsere Liebe ein
lebendiges Bekenntnis zu Jesus
Christus sein, ein Zeichen, an dem
seine Liebe zu den Menschen ablesbar wird. Dazu sind wir berufen als
Christen. Wir sollen gleichsam lebendige Schilder sein, auf denen steht:
„ Je suis Jésus Christ“.
Ihr
Tobias Schäfer, Propst
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ZUR PERSON
Maximilian Wagner alias
Don Massimo wird 70!
Am 29. März wird Maximilian Wagner, Pfarrer am Dom und an St. Martin, 70
Jahre alt. Elisabeth Steinmeyer-Steffens hat ihn besucht und interviewt.
Herr Pfarrer Wagner, für die wenigen Menschen, die Sie noch nicht
kennen, können Sie uns einen kurzen Überblick über die letzten 70
Jahre geben?
Ich bin 1945 am Ende des Krieges
in Heidelberg geboren und in der
Nähe von Seckenheim aufgewachsen.
Ich bin ein Kind dieser Landschaft,
mit Neckarwasser getauft und dementsprechend auch damit verbunden.
Zu meiner Schulzeit in Mannheim
Die Liebe zu Italien ist schon am
Klingelknopf zu erkennen
gibt es nur soviel zu sagen, dass ich
ein stinkfauler Schüler war und nicht
gerne zur Schule gegangen bin. Mit
16 Jahren bin ich von der Schule ab
und habe eine Banklehre gemacht. In
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der Zeit bin ich dann aufgewacht,
habe das Abitur in Abendkursen
nachgemacht, um dann schließlich auf
Lehramt zu studieren, kaum zu glauben, bei so einem Schüler wie ich einer war (lacht)!
Ich war ein begeisterter Lehrer, bin
bis zuletzt immer gerne zur Schule
gegangen! 1969 bin ich in Frankenthal in den Schuldienst eingetreten
und da ich der Jüngste im Kollegium
war, bekam ich die Aufgabe, mich um
die zahleichen, damals in Frankenthal
lebenden Italiener zu kümmern. Ich
konnte kein Wort italienisch, hab’
mich durchgekämpft, bin manchmal
mit Tränen in den Augen nach Hause
gegangen... Fast jeder Italiener, der in
Frankenthal lebt, ist durch meine
Hände gegangen. Nach einem Jahr
habe ich von der italienischen Botschaft ein Stipendium zum Italienisch
lernen in Perugia bekommen. Da habe
ich dann ein Virus empfangen:
Seit 1970 lebe ich ganz italienisch!
Von 1970 bis 1985 war ich jedes Jahr
acht Wochen in Italien, um Italienisch
zu lernen, wenn es möglich gewesen
wäre, wäre ich dageblieben...
Sie sind ja protestantisch aufge-
wachsen. Wie sind Sie dazu gekommen, zu konvertieren, was hat Sie
dazu bewegt?
Begegnungen, mein Leben besteht
aus Begegnungen... In den 60er Jahren
gab’s in Seckenheim einen Kaplan,
mit dem habe ich mich angefreundet
und bin dann 1968 konvertiert. 1972
bin ich nach Worms gekommen und
habe dort Eckehart Wolff kennengelernt, der sowas wie mein Ziehvater
ist. Er war’ s auch, der gesagt hat, ich
könnte auch Diakon werden, also war
ich von 1982 bis 1995 Diakon am
Dom und in St. Martin.
1995 wurden Sie zum Priester geweiht...
Ja, 1994 hat mir der Bischof den
Vorschlag gemacht, mich zum Pries-
Pfarrer Maximilian Wagner
ter weihen zu lassen, da hab’ ich gesagt: „Ja, wenn Sie meinen...“. Die
Zusammenarbeit mit dem Propst war
großartig, hat mein Leben geprägt, ab
dem Tag der Weihe war ich dann
Pfarrer am Dom und an St. Martin.
Ich war dann ab 1989 auch noch
Rektor an der Diesterwegschule. Früher hat man gesagt: “Sonntags Lehrer,
werktags Pfarrer“; also irgendwas
habe ich da falsch gemacht, bei mir
lief’s andersrum!
Wo sehen Sie die Schwerpunkte bei
Ihrer Aufgabe als Priester, was ist
Ihr „Steckenpferd“?
Das Dasein. Einfach da zu sein für
die, die kommen.
Was mir außerdem unheimlich viel
Freude macht, ist die Liturgie. Ich
kann mir einen Abend ohne Weihrauchgebet gar nicht vorstellen, das
Universum bricht zusammen, wenn
ich keinen Weihrauch auflege...
(lacht), es füllt mich einfach aus!
Was sind Ihre Hobbies, was tun Sie
in Ihrer Freizeit?
Meine Leidenschaft für Pflanzen,
das ist mein Hobby. Immer, wenn ich
frustriert bin, dann muss ich in den
Gartenmarkt, Pflanzen kaufen.
...und natürlich meine Liebe zu Italien! In den letzten Jahren verbringe
ich meinen Sommer hauptsächlich in
Südtirol zur Pfarrvertretung, da wohne ich wunderschön, halte jeden Tag
die Messe, sonntags auch mal vier
und fühle mich dort einfach heimisch.
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Bei vier Messen am Tag, stellt sich da
nicht irgendwann mal Routine ein?
Ich bin vor jeder Messe aufgeregt.
Im Grunde kann ich mir gar nicht
vorstellen, was sich da ereignet. Die
Begegnung des Irdischen mit dem
Göttlichen, das ist mit unserem Verstand nicht zu fassen. Da geschieht etwas an uns. Die Liturgie trägt Dich,
nicht Du bist der Handelnde, es wird
an Dir gehandelt, und es ist immer
wieder aufregend, sich darauf einzulassen.
Haben Sie ein Lebensmotto?
Trotzdem! Das ist mein Motto...
Sie haben in einer Predigt mal das
Zitat von Don Bosco gebracht: „Wir
können die Welt nur besser machen,
indem wir Gutes tun, fröhlich sind
und die Spatzen pfeifen lassen“....
Das ist auch ganz bedeutsam für
mich, „die Spatzen pfeifen lassen“,
und es gibt ja unendlich viele Spatzen!
Haben Sie einen Lieblingsheiligen?
Philipp Neri liegt mir am Herzen.
Wenn ich in Rom bin, gehe ich immer
zu seinem Grab und hab’ da auch
schon oft zelebriert. Jetzt bin ich allerdings immer in St. Peter selbst.
Findet man denn im Petersdom
überhaupt noch einen ruhigen Platz
zum Zelebrieren?
Ja, unten in den Grotten ist eine klitzekleine Kapelle, die Capella Clementina, wenn ich da zelebrieren darf, entsteht tatsächlich sowas wie geistliche
Atmosphäre. Sonst gleicht der Dom ja
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eher einer Bahnhofshalle (lacht).
„Ihre“ Kirche hier, St. Martin ist ja
eher familiär und überschaubar,
was macht Ihr besonderes Verhältnis zu St. Martin aus?
Die Atmosphäre und natürlich die
Nähe zu meinem Haus. Morgens um
7:00 Uhr werde ich vom Anspringen
des Motors geweckt, mein Bett, das an
der Wand zum Glockenturm steht, fängt
an zu wackeln, dann läutet es, ich bete
noch fromm den „Engel des Herrn“ und
dann kann der Tag losgehen!
Wie fühlen Sie sich jetzt mit fast 70?
Mir ist erst letztens richtig bewusst
geworden, dass ich überhaupt 70
werde, kaum zu fassen! Ich sehe dem
Alter aber mit Ruhe und Gelassenheit
entgegen, was bleibt mir auch anderes
übrig? Meinem Geburtstag kann ich
ja dieses Jahr nicht mal aus dem Weg
gehen, er ist am Palmsonntag... Aber
mal ehrlich: Wer kann schon an seinem Geburtstag eine Prozession machen mit Palmwedeln und ganz viel
Weihrauch? (lacht!!!)
Herr Pfarrer Wagner, vielen Dank
für das Gespräch! Alles Liebe zu
Ihrem Geburtstag und vor allem
Gottes Segen!
Elisabeth Steinmeyer-Steffens
ZUR PERSON
Von Leipzig nach Worms
Ende Oktober ging die zweite Amtszeit von Pater Ludger als Prior des
Wormser Dominikanerklosters zu Ende. Eine dritte Amtszeit ist im Orden
nicht vorgesehen. Anfang November wählte die Kommunität P. Ralf Sagner
als ihren neuen Prior. Bisher war er Mitglied des Leipziger Dominikanerklosters und hat als Kaplan der Pfarrgemeinde, die der Orden dort betreut,
gearbeitet.
P. Ralf Sagner OP
Foto: Ben Pakalski
Mein Name ist Pater Ralf Sagner OP.
Ich wurde 1962 in Potsdam geboren.
Dem Dominikanerorden gehöre ich
seit 2006 an. Vor meinem Eintritt in
den Orden studierte ich Informationstechnik in Chemnitz, das damals noch
Karl-Marx-Stadt hieß. Von 1989 bis zu
meinem Ordenseintritt lebte ich in
Berlin. Dort arbeitete ich als Softwareentwickler und zuletzt als IT-Projektmanager.
Christ wurde ich erst 1993. Damals
ahnte ich nicht, dass ich zwanzig Jahre
später als Priester und Ordensmann in
der Kirche arbeiten werde. Der christliche Glaube hatte mich gepackt und
hat mich nicht mehr losgelassen. Den
Beruf als Priester habe ich aber erst
spät für mich entdeckt. Etwa im Jahre
2004 entschloss ich mich, diesem Ruf
nachzuspüren. Nach einigem Abwägen, Prüfen, Zögern, Hinterfragen und
vielen Gesprächen entschloss ich mich
schließlich zum Eintritt in den Dominikanerorden. Nach dem Postulat in
Vechta, dem Noviziat in Worms und
dem Studium der Theologie in Mainz
und Wien wurde ich am 12. Mai 2012
zum Priester geweiht. Nun kehre ich
nach Worms zurück.
Worms ist seit dem Mittelalter ein
Ort dominikanischen Lebens und Arbeitens. Nach wie vor ist unser Kloster
mitten in der Stadt ein Ort, an dem unsere Besucher Gott nachspüren können. Die Ausbildung der Novizen unseres Ordens ist eine weitere wichtige
Aufgabe unseres Klosters. In den
nächsten drei Jahren kann ich nun an
diesen Aufgaben mitarbeiten. Ich freue
mich sehr darauf und hoffe auf viele
Begegnungen und Gespräche mit Ihnen, liebe Leser.
Ihr fr. RalfSagner OP
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AUS DEM PFARRGEMEINDERAT
„Mitverantwortung zählt!“
Mitdenken, Mitmachen,
Mitwählen
Das Jahr 201 5 ist ein Wahljahr: Am 7./8. November werden in unserem
Bistum wieder Pfarrgemeinderäte gewählt.
Der Pfarrgemeinderat ist sowohl in- gründet, der sich um die Gestaltung
nerkirchlich, als auch gesellschaftlich der Gottesdienste kümmert; Entwürfe
ein wichtiges Gremium, gewissermaWer kann kandidieren?
ßen das Sprachrohr der Gemeinde.
Wählbar sind Katholiken ab dem
Mit den Hauptamtlichen zusammen
stellt er die Weichen für ein lebendi- vollendeten 1 8. Lebensjahr. Sie
ges Gemeindeleben: Erstkommunion- müssen ordnungsgemäß zur
und Firmkatechese, Jugendarbeit, Ge- Kandidatur vorgeschlagen sein
und schriftlich ihr Einverständnis
staltung besonderer Gottesdienste,
Glaubensgespräche, Festvorbereitun- mit der Kandidatur erklärt haben.
Die KandidatInnen der Jugend
gen und vieles mehr.
sind bereits wählbar, wenn sie am
Die Räte der Gemeinden Dom und
St. Martin haben sich zum "Seelsorge- Wahltag das 1 6. Lebensjahr
vollendet haben.
rat" zusammengeschlossen und treffen
sich in der Regel zu gemeinsamen Sitzungen. Ein Liturgiekreis wurde ge- für die Neugestaltung des Patroziniums an St. Martin werden gesammelt;
Wer darf wählen?
für Erwachsene wird ein Glaubenskurs
Alle
Katholiken
ab
dem
angeboten. Gemeindetreffs werden orvollendeten 1 6. Lebensjahr sind
gansiert mit Informationen über Aktiwahlberechtigt. Sie müssen in der
vitäten der Jugend (Romwallfahrt), der
Pfarrgemeinde ihren Wohnsitz
Ökumene (Engel der Kulturen),
haben. Möchten Sie in einer
Sammlungen für Bedürftige (Hungeranderen Pfarrgemeinde wählen,
marsch), das Haus am Dom.
wenden Sie sich hierfür an Ihr
Zur Debatte stehen natürlich auch
Pfarrbüro. Wenn Sie am Wahltag
Themen, die über die „eigene Kirchverhindert sind, können Sie bis
turmspitze“ hinausreichen – Mitverzum 5. Nov. 201 5 Briefwahl im
antwortung endet ja nicht an den
zuständigen Pfarramt beantragen.
Grenzen der Pfarrgruppe.
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Das Motto der Wahl lautet „Mitverantwortung zählt!“. Wer im Pfarrgemeinderat mitmacht, übernimmt aktiv
Mitverantwortung für die Zukunft der
Kirche vor Ort. Als getaufte und gefirmte Christen sind wir aufgerufen,
die Botschaft von der Liebe Gottes, in
deren Mittelpunkt der Mensch steht,
in unsere Städte und Dörfer zu tragen.
Diesen Auftrag wahrzunehmen und
umzusetzen, daran hat der Pfarrgemeinderat einen großen Anteil. Er gibt
der Kirche und dem Glauben in der
Gesellschaft ein Gesicht.
Tragen Sie bitte alle dazu bei, dass
wir einen guten, handlungsfähigen
und starken Pfarrgemeinderat bekommen. Beteiligen Sie sich an der Kandidatensuche, schlagen Sie Männer
und Frauen vor, die Sie im PGR sehen
wollen und motivieren Sie diese, sich
als Kandidaten zur Verfügung zu stellen. Wir brauchen Menschen, denen
die Kirche und der Glaube an Jesus
Christus am Herzen liegen.
Und: Gehen Sie am 7./8. November
zur Wahl. Denn:
„Mitverantwortung zählt!“
Was hat es eigentlich mit den
schwarz-weißen Bildern auf sich?
Homepage des Wormser Doms oder
des Fördervereins St. Martin. Dieser
hier bringt Sie auf die stets aktuelle
Seite zum Haus am Dom:
Manch einer hat sich vielleicht schon
gefragt, welche geheimnisvollen
Informationen sich hinter den
quadratischen schwarz-weißen Mustern
verbergen. Mithilfe eines sogenannten
QR-Codes (englisch Quick Response,
„schnelle Antwort“) verschlüsselte
Informationen können besonders
schnell maschinell gefunden und
gelesen werden. Ursprünglich wurden
sie für die Logistik in der
Automobilproduktion entwickelt. Heute
führen QR-Codes Smartphone-Nutzer
gezielt zu Internetseiten: in diesem
Pfarrbrief zum Beispiel auf die
Gabriele Rüb, Rita Schleweit
Das ist der QR-Code für die Internetseite
http://www.haus-am-dom-worms.de
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KIRCHENAUSTRITT
Kirchenaustritte wegen
„Haus am Dom“ ?
Am 11 . Dezember traf sich eine Gruppe von – wie in der Presse zu lesen
war – ca. 8 bis 1 0 Personen, um aus Protest gegen die Baupläne der Domgemeinde zusammen aus der katholischen Kirche auszutreten.
Der gemeinsame Kirchenaustritt wurde
regelrecht inszeniert: mit Pressefotografen, die die Gruppe zuvor zu einem
„Abschiedsbesuch“ in den Dom begleiteten, mit Foto von der Gruppe, wie sie
den Dom verlässt und gleichsam der
Kirche den Rücken kehrt.
Mittlerweile sind uns die Mitteilungen des Standesamtes über die Kirchenaustritte zugegangen, so dass
man zunächst nüchtern folgende Fakten feststellen kann:
Im Jahr 2014 haben insgesamt 63
Mitglieder unserer beiden Gemeinden
Dom St. Peter und St. Martin ihren
Austritt aus der katholischen Kirche
erklärt (47 aus der Domgemeinde, 16
von St. Martin). Das sind spürbar mehr
als in den Vorjahren. In den letzten 5
Jahren zuvor lag die Zahl der Kirchenaustritte (von einer Ausnahme abgesehen) jeweils zwischen 36 und 49 Austritten pro Jahr. Auch wenn genauere
Statistiken für das Jahr 2014 frühestens
ab Ende März vorliegen, weiß ich aus
vielen Gesprächen mit anderen Pfarrern, dass in allen Pfarreien bundesweit die Zahl der Kirchenaustritte
2014 wohl deutlich über denen der
Vorjahre liegen wird. Das liegt offen-
sichtlich nicht zuletzt an der veränderten Veranlagung der Kirchensteuer auf
Kapitalerträge, die für nicht wenige
der Grund für den Austritt aus der Kirche ist. Aber das darf und soll uns hier
in Worms nicht beruhigen.
Jeder, der in unseren Gemeinden
aus der Kirche austritt, erhält einen
von mir und den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden unterzeichneten Brief, in
dem wir unser ehrliches Bedauern über
diesen Schritt bekunden, zugleich aber
auch darum bitten, uns eine Rückmeldung über die Gründe zu geben. Bislang liegen uns hier noch nicht viele
Rückmeldungen vor. Insgesamt 12 der
genannten 63 Kirchenaustritte fanden
jedoch im Dezember 2014 statt – also
in der Zeit, in der durch diese gemeinsame Aktion der Kirchenaustritt
gleichsam als ein Mittel des Protestes
gegen die Baupläne propagiert wurde.
Man darf daher sicher davon ausgehen, dass zumindest diese Austritte
überwiegend durch den geplanten Bau
des Hauses am Dom motiviert sind.
Ich persönlich bedauere das zutiefst. Ich habe das auch in einer
Pressemitteilung im Dezember bereits
gesagt: Jeder einzelne Kirchenaustritt
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schmerzt uns. Und ich will hier wirklich nicht so tun, als ob uns das kalt
und unberührt lässt. Dabei geht es ehrlich nicht zuerst um die finanziellen
Einbußen. Wenn jemand mit seinem
Austritt aus der Kirche signalisiert:
„Ich will mit dieser Gemeinschaft
nichts mehr zu tun haben, ich will
nicht mehr dazu gehören!“, dann tut
mir das weh. Das ist auch eine deutliche Anfrage an uns als Gemeinde.
Andererseits muss ich auch sagen:
Ganz überraschend kam das für uns
nicht. Schon im Sommer haben Gegner des Hauses massiv mit einer Postkartenaktion für den Kirchenaustritt
geworben. Im November und Dezember wurde im Internet mehrfach zum
gemeinsamen Kirchenaustritt aufgerufen. Für mich persönlich ist ein solcher
Schritt als purer Protest gegen die
Baupläne sehr schwer nachvollziehbar.
Bei allem Verständnis für die Enttäuschung, ja auch für die Wut und Verletzung von Menschen, die das Gefühl
haben, auf ihre Wünsche sei nicht ausreichend Rücksicht genommen worden: Wer sein Verhältnis zur Kirche allein von der Frage nach dem ‚Freien
Blick auf den Dom‘ abhängig macht
und gar nicht mehr sieht und wahrnehmen kann, was alles Kirche noch ausmacht: vom Kindergarten über Jugendarbeit, Kirchenmusik und Chöre,
Seniorenarbeit und Krankenseelsorge,
Begleitung von Sterbenden und Trauernden, bis hin zur caritativen Tätigkeit
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der Kirche, zu den Gottesdiensten und
Sakramenten, dessen Blick auf die
Kirche – auf die aus lebendigen Steinen gebaute Kirche – ist nach meinem
Empfinden leider tatsächlich sehr eingeschränkt.
Und dennoch: Wenn Menschen aus
der Kirche austreten, müssen wir uns
immer auch fragen: Haben wir etwas
falsch gemacht? Müssen wir unser Tun
als Kirche vielleicht korrigieren? Diese
Frage stelle ich mir sehr selbstkritisch
auch im Blick auf unser Bauvorhaben
und die hohe Zahl der Kirchenaustritte.
Der Maßstab dafür darf nun aber nicht
einfach sein: Was müssen wir tun, da-
mit die Menschen möglichst zufrieden
mit uns sind, damit möglichst wenig
Menschen aus der Kirche austreten?
Sondern der Maßstab ist für die Kirche
immer die Frage: Was erwartet Gott
von uns? Was ist sein Auftrag an uns
als Kirche, als Gemeinde hier vor Ort?
Für diesen Auftrag haben wir einzustehen, ob gelegen oder ungelegen. Und
dieser Auftrag ist vor allem, den Menschen die Frohe Botschaft vom Reich
Gottes zu verkünden, die Botschaft
lem brauchen wir ein Haus, in dem
Begegnung mit den vielen Menschen
möglich ist, die hierher kommen, um
den Dom zu besuchen. Denn diese
Menschen sind unser konkreter Auftrag als Domgemeinde! Die Menschen
sollen sehen und erleben können, dass
der Dom mehr ist als nur ein Kulturdenkmal von herausragendem Rang
oder ein Museum. Sie sollen ihn als
lebendiges Haus Gottes erleben, zu
dem eine ebenso lebendige Gemeinde
gehört. Sie sollen uns als
Gemeinde erleben, als
Menschen, die sie hier
am Dom willkommen
heißen, die ihnen gastfreundlich begegnen und
mit ihnen ins Gespräch
kommen wollen. Das ist
die Idee, die wir mit dem
kleinen Café und dem
Laden im künftigen
Haus am Dom verbinden: ein niederschwelliger Ort der Begegnung,
ein offenes Forum. Hier
gibt es übrigens an vielen Kathedralkirchen
von einem Gott, der uns liebt. Auch und Domen in Deutschland mittlerwenn ich mich an diesem Punkt wie- weile gute Erfahrungen, die von den
derhole: Meine feste Überzeugung ist: Menschen dort gern angenommen
Genau deshalb brauchen wir das Haus werden. So etwas wollen wir den Beam Dom! Wir brauchen ein Haus, das suchern in Worms künftig auch anbieder Gemeinde mit all ihren Gruppen ten können.
und Einrichtungen Raum gibt für ihr
Um es auf den Punkt zu bringen:
Leben und Engagement. Aber vor al- Unser Auftrag als Kirche ist es nach
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meiner festen Überzeugung nicht zuerst, ein Museum zu bewahren; auch
nicht, um jeden Preis einen „freien
Blick“ im Stadtbild zu erhalten. Unser
Auftrag ist es, als lebendige Kirche
Gottes frohe Botschaft unter die Menschen zu tragen. Wenn wir das nicht
mehr tun, wird der Dom irgendwann
wie ein Fossil nur noch ein versteinertes Zeugnis für die ausgestorbene Spezies „Christen“ sein. Tausend Jahre
lang hat die Kirche sich dafür eingesetzt, dass er mehr ist: nämliches lebendiges Haus Gottes. Das soll er auch
bleiben! Ich bin fest davon überzeugt:
Dafür ist – neben allen guten städtebaulichen, denkmalpflegerischen und
architektonischen Argumenten – das
geplante Haus am Dom an genau diesem Standort richtig und notwendig.
Nun darf man hier auch anderer
Meinung sein. Ich weiß, dass es auch
manchen innerhalb unserer Gemeinden
gibt, der das Bauvorhaben kritisch
sieht. Das ist legitim. Aber wenn wir
nur über den „freien Blick“ diskutieren
und streiten und nicht zuerst darüber,
wie wir als Jünger Jesu, als Christen
hier am Ort unseren Auftrag gut erfüllen können, nämlich den Glauben lebendig zu erhalten, dann verfehlen wir
unsere Berufung als Christen.
Eines möchte ich an dieser Stelle
noch anmerken: Immer wieder wird
uns in der derzeitigen Diskussion von
den Gegnern des geplanten Hauses
vorgeworfen, wir hätten keinen Re1 4 | DER MANTEL 1 /201 5
spekt und keine Ehrfurcht vor dem
einmaligen Kulturdenkmal, das unser
Dom ist, weil wir das „Haus am Dom“
am Standort des abgerissenen Kapitelshauses bauen wollen. Die seit 2002
laufende Außensanierung des Domes
hat bereits gute 10 Millionen Euro gekostet; weit mehr als 2/3 der Kosten,
konkret über 7,3 Millionen Euro davon
haben wir aus Eigenmitteln der katholischen Kirche (Bistum und Domgemeinde) aufgebracht. Bis zum Abschluss der Außensanierung wird uns
diese nach vorsichtigen Schätzungen
etwa 25 Millionen gekostet haben. Das
sind weit überwiegend Gelder, die die
Kirchensteuerzahler aufbringen. Uns
da vorzuwerfen, wir würden respektlos
mit dem Bauwerk umgehen, ist schon
ein starkes Stück. Die laufenden Betriebskosten des Domes, die wir auch
deshalb benötigen, um ihn jeden Tag
für alle Besucher offen halten zu können, belaufen sich noch einmal auf
jährlich über 200.000,- €, die wir als
Kirchengemeinde aufbringen. Ich finde, wenn angesichts dieser Zahlen jemand sagt: „Ich trete aus der Kirche
aus und gebe der Domgemeinde bzw.
der katholischen Kirche keinen Cent
mehr, weil sie nicht ehrfürchtig genug
mit dem Kulturschatz Dom umgeht“,
der muss sich auch fragen lassen, wie
glaubwürdig und überzeugend diese
Argumentation am Ende ist.
Tobias Schäfer
NACHT DER KIRCHEN
Nacht der Kirchen / Kulturnacht
Am 4. Juli findet in allen Kirchen der Wormser Innenstadt wieder die „Nacht der
Kirchen“ statt. In diesem Jahr wird sie bewusst ein Teil der Wormser Kulturnacht sein. Hintergrund ist die Überlegung der Gemeinden, dass wir unsere Kirchen im Rahmen der Kulturnacht nicht als bloße Veranstaltungsräume zur Verfügung stellen wollen, sondern die Chance nutzen, in den Kirchen ein
ausdrücklich geistliches und kirchliches Programm als unseren Beitrag zur Kulturnacht anzubieten.
Das endgültige Programm stand bei Redaktionsschluss des „Mantels“ noch nicht
fest. Aber eine Richtung können wir hier schon verraten, Genaueres entnehmen
Sie den rechtzeitig veröffentlichten Programmen:
In der St. Martinskirche:
Im wunderbaren Ambiente des ehemaligen Kreuzganges der St. Martinskirche lädt der Förderverein
St. Martin ab 19:00 Uhr zu einem gemütlichen
Abend bei einem Glas Wein mit der Gruppe WonneJazz (Gundersheim) ein.
Kunst-RAUM
RAUM-Kunst
Kurze Erschließungen moderner Kunst im historischen Kirchenraum:
19:30 Uhr Der Altar von Gustav Nonnenmacher
20:30 Uhr Die Chorfenster von Heinz Hindorf
21:30 Uhr Der Ambo von Wolfram Seidel
22:30 Uhr Das Altarkreuz von Richard Stumm
Im Dom St. Peter:
Weit weg ist näher, als du denkst
Im Mittelpunkt des Programms im Dom steht
eine Ausstellung, die über das Elend syrischer
Flüchtlinge informiert. Das Rahmenprogramm
mit Musik, Gebeten, Besinnung will für die Not
der Flüchtlinge sensibilisieren. Den Abschluss
bildet die „Nacht der Lichter“.
23:00 Uhr Nacht der Lichter / Taizé-Gebet im Dom
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ÖKUMENE
Engel der Kulturen ® –
Kunstprojekt zur Förderung
des interkulturellen Dialogs
Die Aktion „Engel der Kulturen“ wird
in Worms von Pfrin. Dr. Erika Mohri
vom Interkulturellen Runden Tisch
(IRT) initiert. Symbol der Aktion ist ein
Edelstahlring von 1,50 m Durchmesser,
der die Zeichen der drei abrahamischen
Religionen, das Kreuz Christi, den Davidstern und den islamischen Halbmond verbindet. In der Mitte ergibt
sich der Umriss eines Engels.
Die Künstler Gregor Merten und
Carmen Dietrich, die das Symbol entwickelt haben und es begleiten, sagen
dazu: „Wir leben gemeinsam in einer
Welt. Wir lassen einander zu und geben gegenseitig Raum zur Entfaltung.
Mitmenschlichkeit und Achtung vor
der Schöpfung prägen die von allen
gebildete Mitte. Wir sind einander
verbunden und werden nur gemeinsam und friedlich die Zukunft gestalten können.“
Das Projekt beinhaltet viele Begegnungsveranstaltungen für Juden,
Christen und Muslime, deren Termine
noch veröffentlicht werden. Beim Aktionstag am 10. Juni 2015, an dem die
Künstler teilnehmen, soll das Symbol
unter Beteiligung von Jugendlichen,
Schulgruppen, Kindern und Erwachsenen unterschiedlicher Kulturen zu
markanten Orten der Stadt bewegt
werden. Dort wird der Metallring mit
hellem Quarzsand ausgefüllt und hinterlässt so einen Engel aufdem Boden.
Vor der Dreifaltigkeitskirche mit
Blick zum Dom wird eine Bodenintarsie mit diesem Symbol verlegt. Mit
Mit dem Schneidbrenner wird die Intarsie hergestellt. Übrig bleibt der Engel...
1 6 | DER MANTEL 1 /201 5
dem Schneidbrenner wird
dann als Zeichen der Vernetztheit eine weitere Intarsie für den nächsten Veranstaltungsort aus einer
Eisenplatte gefertigt. Der
„Engel“ aus Worms wiederum soll mit allen anderen
Engeln als „Säule“ in Jerusalem installiert werden.
Zur Finanzierung des
Projekts werden Anhänger
und Anstecker bei verschiedenen Veranstaltungen angeboten.
Rita Schleweit
Die Engel aller Aktionen sollen
als Säule gestapelt einen
Platz in Jerusalem finden.
Bild und Bibel
Im Rahmen der Lutherdekade plant das evangelische
Dekanat in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe zum
Themenfeld „Bild und Bibel“. Mit drei Veranstaltungen, die
den Charakter einer ca. 20-minütigen meditativ-geistlichen
Erschließung von Bildwerken im Dom haben, dürfen wir
einen kleinen Beitrag zu dieser Reihe leisten:
Samstag, 02. Mai, 11:30 Uhr: Bibel im Licht:
Eine geistliche Erschließung ausgewählter biblischer Szenen aus den Fenstern im Dom zu
Worms (anschließend: Ökumenisches Mittagsgebet im Ostchor)
Samstag, 06. Juni, 11:30 Uhr: Ein Lutherbild im katholischen Dom:
Das Geschichtsfenster im Dom zu Worms als
Ausdruck der „Ecclesia semper reformanda“
(anschließend: Ökumenisches Mittagsgebet im
Ostchor)
Samstag, 27. Juni, 15:00 Uhr: Wenn Steine Geschichten erzählen:
Die Botschaft des Südportals am Wormser Dom
Treffpunkt: jeweils an der Dominformation
Referent: Propst Tobias Schäfer
1 7 | DER MANTEL 1 /201 5
Gestik umzugehen. Bei den Mahlzeiten
herrschte strenges Schweigen. Im Hintergrund lief leise Musik; es war schon
ungewohnt, dass man nicht einmal sagen konnte, wie es schmeckt oder praktische Dinge wie: „Kannst du mir bitte
mal die Schüssel rübergeben.“ Man
lernt eine andere Art zu kommunizieren. Aber sicher hat jeder mal aus Versehen das Schweigegebot gebrochen.
Gab es Momente, in denen das
Schweigen besonders schwer war?
Sagen wir mal, es war ungewohnt,
aber leichter als erwartet. Natürlich
gab es Momente, gerade, wenn man
zusammen spazieren gegangen ist, etwas gesehen hat und sich dann gerne
darüber ausgetauscht hätte. Das war
schwierig, aber man gewöhnt sich
auch schnell daran.
Hast du dir deine Worte bewahrt?
Ja, das versucht man, aber man vergisst
auch viel. Es kam vor, dass jemand in
der Austauschrunde sagte: „Ich habe
heute so viel gesehen, was ich euch eigentlich erzählen wollte, aber anscheinend war es nicht so wichtig, dass ich
es mir bis heute Abend merken konnte.“
Man filtert ganz anders, was man wirklich erzählen „muss“.
Freut man sich dann nicht sehr auf
den Moment, wenn man endlich
wieder sprechen darf?
Dem habe ich mit gemischten Gefühlen
entgegen gesehen. Interessant war, dass
wir auf der Rückfahrt bei weitem nicht
so viel gesprochen haben wie auf der
Hinfahrt. Was man erwartet hätte, nämlich, dass wir, als die Zeit herum war,
alle ein großes Redebedürfnis haben, ist
gerade nicht eingetreten. Und das hat
bei mir auch eine ganze Zeit angehalten. Man wählt genauer aus, was man
wirklich erzählen will. Ich denke jetzt
noch oft zurück, was das für ein Gefühl war. Diese Erfahrung begleitet
einen noch länger.
Und deine Familie?
Die haben am Abend, an dem ich zurückgekommen bin, schon eine Veränderung gemerkt. Aber das hat sich
dann wohl gelegt (lacht).
Haben sich deine Erwartungen an
diese Zeit erfüllt? Würdest du Anderen eine solche Woche empfehlen?
Ich bin ohne Erwartungen angereist,
weil ich bisher keinerlei Erfahrungen
mit Schweigeexerzitien gemacht hatte. Ich habe gemerkt, dass mir diese
Stille einfach gut getan hat, dass ich
innerlich ganz ruhig wurde dadurch.
Das war eine wertvolle Erfahrung und
ich glaube, dass ich das irgendwann
nochmal machen werde. Es ist eine
Zeit, in der man ganz anders nachdenken kann, auch dadurch, dass dort
wirklich nichts ist, was einen ablenken kann, auch kein Handy. Man hat
ausgiebig Zeit, zur Ruhe und zu sich
zu kommen. Insofern kann ich das
nur empfehlen.
Das Gespräch führte Christine Rau.
1 9 | DER MANTEL 1 /201 5
FIRMUNG
Am Sonntag, dem 23. Mai 201 5, wird Herr Generalvikar Giebelmann im
Dom für unsere beiden Pfarreien St. Peter und St. Martin das Sakrament
der Firmung spenden. Unsere Firmlinge sind:
Valeria Caporelli Paul Steffens Maximilian Emans Alexandra Gutsche
Darius Schneider Maike Jeschonneck Irene Iannuzzelli Susanne Werner
Adrian Petry Bianca Rduch Lucas Guthy Martin Eckert Anna Zerfaß
Paula Grützner Antonino Siragusa Johannes Burkhardt Shana Montebello
Wir als Gemeinden begleiten unsere Firmlinge mit unserem Gebet:
Herr Jesus Christus,
ich möchte für unsere Firmlinge beten.
Schenke ihnen alles, was sie für ein gutes,
christliches Leben brauchen.
Mache sie zu lebendigen Steinen in der
Gemeinschaft der Kirche.
Stärke sie mit dem Heiligen Geist,
dass sie die Welt, in der sie leben,
nach Deinem Plan bauen und gestalten.
Amen.
Kaplan Christoph Hinke
Männertag an Christi Himmelfahrt, 1 4.05.201 5
Ihr Männer von Galiläa – vom Dom und St. Martin – und Umgebung...
...schaut nicht in den Himmel !
Für Männer und deren Abkömmlinge
Gottesdienst, Wanderung, Gespräche, Spiele, Spanferkel...
Info und Anmeldung bei Diakon Springer, [email protected]
21 | DER MANTEL 1 /201 5
ERSTKOMMUNION 2015
Mit meinem Gott spring ich
über Mauern
Unter diesem Motto haben sich im letzten Herbst 51 Kinder aus unseren
Gemeinden Dom St. Peter und St. Martin auf den Weg zur ersten Heiligen
Kommunion gemacht.
gebunden und können die Kinder auf
ihrem Weg begleiten – darüber hinaus
aber auch auf ihrem eigenen Glaubensweg weitergehen.
Zum ersten Mal werden wir in diesem Jahr mit allen Kommunionkindern und KatechetInnen zu einem gemeinsamen Wochenende aufbrechen.
Dort haben wir viel Zeit, um miteinander zu singen, spielen, beten und
lachen. Besonders aber wollen wir
das Gefühl stärken, dass wir alle eine
In wöchentlichen Gruppenstunden be- tolle Gemeinschaft sind mit Jesus in
reiten sich die Kinder auf den Emp- unserer Mitte. Wir freuen uns schon
fang der Kommunion vor. Wichtige alle sehr darauf und berichten hinterThemen sind hierbei das gegenseitige her gerne darüber …
Kennenlernen, das Festigen der Be- Sarah Purpus-Menzel
ziehung zu Jesus und Gott, die Hinführung zum Sakrament der Versöhnung und schließlich zum Sakrament
der Eucharistie. Für die Begleitung
der Kinder an dieser Stelle schon einmal einen herzlichen Dank an die KatechetInnen, die mit ihrem Engagement eine wichtige Rolle in der
Vorbereitung tragen!
Die Familie der Kinder und insbesondere die Eltern tragen diese Verantwortung allerdings mit. So werden
sie immer wieder in den Kurs mit ein23 | DER MANTEL 1 /201 5
KINDERGARTEN ST. LIOBA
Wi r s i n d b u n t...
... und das nicht nur zur Fastnachtszeit.
75 Mädchen und Jungen
im Alter von 3 - 6 Jahren,
aus 13 Nationen und 5 Religionen
spielen, singen, basteln und toben
zusammen in 3 Gruppen.
6 Erzieherinnen passen gut auf uns auf.
Katholischer Kindergarten St. Lioba
24 | DER MANTEL 1 /201 5
KINDERGARTEN ST. LIOBA
Stellenausschreibung
Die Katholische Kirchengemeinde Dom St. Peter Worms sucht möglichst
zum 1 . Sept. 201 5 eine Leiterin/einen Leiter für ihre KiTa St. Lioba in Worms.
Die Kindertagesstätte St. Lioba ist in
unmittelbarer Nähe des Wormser
Doms untergebracht und hat derzeit
drei Kindergartengruppen. In der Tageseinrichtung werden Kinder von 3
bis 6 Jahren betreut. Die Integration
von Kindern mit Migrationshintergrund und die Sprachförderung stellen besondere Schwerpunkte unserer
Arbeit dar.
Die Betreuungszeiten sind zur Zeit
montags bis freitags von 7:30 bis
16:00 Uhr.
Die Vergütung erfolgt nach AVR in
Vollzeit mit 39 Wochenstunden.
Neben der verantwortlichen pädagogischen und organisatorischen Leitung der KiTa erwarten wir die Bereitschaft zur engagierten Fortschreibung
und Weiterentwicklung der KiTa-Konzeption insbesondere in Bezug auf die
Einbeziehung von unter dreijährigen
Kindern, zur Umsetzung des christlich-bekennenden Auftrages sowie zur
Fortführung der Qualitätsentwicklung
unter Einbeziehung des Teams, der Eltern und des Trägers.
Sie verfügen über mehrjährige Berufserfahrung als Erzieher/-in oder
Sozialpädagoge/-in und besitzen die
Fähigkeit zur Mitarbeiterführung und
-motivation. Sie haben Erfahrung im
Bereich Verwaltung und Qualitätsmanagement und sind im Umgang mit
PC und Internet vertraut. Sie gehören
der Katholischen Kirche an und identifizieren sich mit ihr.
Es erwartet Sie ein engagiertes und
eingespieltes Team. Wir bieten einen
regelmäßigen Austausch, die Möglichkeiten zur Fortbildung und einen
engen Kontakt zum Träger sowie religionspädagogische Unterstützung.
Schwerbehinderte werden bei entsprechend gleichwertiger Eignung
bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen an: Kath. Pfarramt
Dom und St. Martin, Lutherring 9,
67547 Worms, Tel. 06241–6115. Hier
erhalten Sie auch nähere Informationen.
25 | DER MANTEL 1 /201 5
DAS MÄNTELCHEN
Was feiern wir denn da?
Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Sie dauert 40
Tage und endet zu Ostern. In dieser Zeit bereiten wir uns
auf dieses Fest vor. Wir werden fasten und verzichten. Wir
denken besonders an Menschen, denen es nicht so gut
geht. Am Aschermittwoch macht uns der Priester im
Aschermittwochsgottesdienst ein Kreuz aus Asche auf die
Stirn. Er sagt: „Jeder Mensch muss sterben, so wie im Feuer alles zu Asche wird.“
Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, www. kinder-regenbogen. at. ,
Bild: Bianka Leonhardt, In: Pfarrbriefservice. de.
Trage ein, welche Kostüme die Kinder zur Fastnachtszeit an haben. Dann erhältst du das Lösungswort. Viel Spaß!
Daria Broda, www. knollmaennchen. de. In: Pfarrbriefservice. de
26 | DER MANTEL 1 /201 5
meinde leiten und stützen“ soll (Allgemeine Einführung in das Römische
Messbuch, Nr. 64).
Die wichtigste Aufgabe der KantorInnen ist aber der Vortrag des Antwortpsalms nach der ersten Lesung im
Wortgottesdienst der Messe. Hierbei
verkünden sie ebenso wie die LektorInnen Texte der Heiligen Schrift – und
Seele – von himmelhoch jauchzend bis
zu Tode betrübt – vor Gott durchbuchstabiert. Seiner literarischen Gattung
entsprechend wird der Psalm in der
Liturgie nicht vorgelesen, sondern
vorgesungen. „Antwortpsalm“ heißt er
nicht etwa deshalb, weil er auf die erste Lesung antwortete. Die Bezeichnung hat vielmehr etwas mit der musikalischen Ausführung des Psalms in
der Messe zu tun, die sich vom wechselchörigen Psalmengesang des Stundengebets unterscheidet: Die Gemeinde antwortet mit einem mehrfach
wiederholten Kehrvers auf den Vortrag
des Kantors bzw. der Kantorin. Wie
unter einem Brennglas verdichtet sich
darin die dialogische Struktur der Liturgie, von der eingangs die Rede war:
Gotteswort und Antwort der Gemeinde
sind ineinander verschränkt. Inhaltlich
kommt dem Antwortpsalm an den
Sonntagen im Jahreskreis eine wichtige Bedeutung im Tableau der jeweils
vorgesehenen Lesungen zu. Er stützt
die motivische oder thematische
König David, Detail aus der Wurzel Jesse
Klammer, die zwischen der alttestazwar aus dem biblischen Buch, das mentlichen Lesung und dem EvangeChristen seit jeher besonders lieben. lium besteht und vertieft sie in medita„Wenn man die Psalmen Davids singt, tiver Form.
ist es, als wenn man alle Bücher der
Für eine Liturgie auf dem ästhetiHeiligen Schrift lesen würde“, schreibt schen und spirituellen Niveau, wie sie
im neunten Jahrhundert der syrische im Wormser Dom und in St. Martin
Bischof Johannes von Dara; auch Lu- gefeiert wird, ist der Kantorendienst
ther schätzt die Psalmen als „kleine unverzichtbar. Leider stehen derzeit
Biblia“. In lebenssatter Vielfalt werden nur wenige Personen zur Verfügung,
hier alle Regungen der menschlichen die sich für diesen wichtigen Dienst
29 | DER MANTEL 1 /201 5
bereit erklärt haben. Interessenten bewältigen. „Singt dem Herrn und
sind daher herzlich zur Mitarbeit ein- preist seinen Namen, verkündet sein
geladen. Die musikalischen Heraus- Heil von Tag zu Tag!“ (Psalm 96,2).
forderungen sind insbesondere für geübte ChorsängerInnen gut zu Dr. Alexander Zerfaß
Sind Sie neugierig geworden?
Haben Sie Interesse daran, das
Amt eines Kantors im Dom zu
übernehmen?
Selbst wenn manch einer durchaus
mit diesem Gedanken spielt, hält sie
oder ihn vielleicht das Gefühl ab, dieser Aufgabe möglicherweise nicht gewachsen zu sein. Zu diesem Zweck
bietet unser Domkantor Dan Zerfaß,
einen Einführungskurs in das Kantorenamt ein. Dort werden die notwendigen Materialien vorgestellt, Erfahrungen in der stimmlichen Umsetzung
gesammelt und Hilfen zum Einstudie-
ren der Lieder und Gesänge gegeben.
Wer sich also für das Kantorenamt
interessiert, darf sich gerne erst einmal unverbindlich bei Herrn Zerfaß
melden (Tel: 06241 – 425661 oder
Mail: [email protected]).
Mit den Interessentinnen und Interessenten wird dann gemeinsam überlegt, wie ein solcher Einführungskurs
zeitlich möglichst entgegenkommend
gestaltet werden kann. Der konkrete
Schritt in den Dienst bleibt absolut
freiwillig und soll auf jeden Fall bestmöglich begleitet werden. Fühlen Sie
sich also herzlich eingeladen.
Ein Blick ins Kantorenbuch
30 | DER MANTEL 1 /201 5
MUSIK AN DOM UND ST. MARTIN
Auch in diesem Jahr erwartet die Besucher wieder ein vielseitiges musikalisches
Programm im Dom und der Martinskirche:
Sonntag, 15. März, 18:00 Uhr, Dom St. Peter
Pergolesi: Stabat mater, Ensemble Paulinum
Samstag, 28. März, 19:30 Uhr, Martinskirche
"Du gibst meiner Seele Raum" – Eine Oase klingender Stille: Psalmvertonungen des
8. bis 11. Jh. aus Mailand, Einsiedeln und St. Gallen, Ensemble Cosmedin, Stephanie Haas (Gesang), Christoph Haas (Psalter, Langhalslaute, Perkussion, Glocken)
Sonntag, 19. April, 18:00 und 18:45 Uhr, Dom St. Peter
Klangwelten im Dom – ein Stationenkonzert im Rahmen des Festivals für Alte
Musik „wunderhoeren“, Ensemble Leones / Ensemble peregrina
Donnerstag, 14. Mai, 18:00 Uhr, Dom St. Peter
VENI sehnen – bitten – hoffen: Chor- und Orgelmusik zwischen Himmelfahrt
und Pfingsten von A. Hammerschmidt, H. Schütz, M. Duruflé u .a., Knabenchor
collegium iuvenum Stuttgart, A. Váradi, Orgel, Leitung M. Čulo
Sonntag, 14. Juni, 18:00 Uhr Dom, St. Peter
Orgelkonzert: Hans Leenders, Werke von Muffat, de Grigny, J. S. Bach, C. Ph.
E. Bach, Mendelssohn Bartholdy, Dubois; in Kooperation mit den Int. Orgelfestwochen im Kultursommer Rheinland-Pfalz
Dienstag, 23. Juni, 18:00 Uhr, Martinskirche
Orgelkonzert: Étienne Walhain, Titularorganist an der Kathedrale von Tournai
(Belgien)
Samstag, 4. Juli, 19:00 Uhr, Martinshof
Ein Abend mit der Gruppe „WonneJazz“, Gundersheim, im Rahmen der Wormser Kulturnacht
Änderungen vorbehalten; Informationen
in der Tagespresse und auf der
Homepage.
St. Martin
Dom St. Peter
31 | DER MANTEL 1 /201 5
FÖRDERVEREIN ST. MARTIN
Restaurierung der Innenausstattung
der Martinskirche am Beispiel
der Kanzel
Die Innenrenovierung der Martinskirche ist das nächste große Projekt der
Martinsgemeinde. Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung 201 3
dienen die Aktivitäten des Fördervereins deren Finanzierung.
Die Kanzel, die beiden Seitenaltäre
und die unter der Orgelempore an der
Süd- und Nordwand der Kirche aufgestellten vier Holzfiguren der Evangelisten wurden aus dem 1802 aufgelösten Wormser Zisterzienserinnenkloster
Maria Münster übernommen. Die Altäre sind zusammen mit der Kanzel
Mitte des 18. Jh. entstanden und Vertreter eines bescheidenen, aber qualitätsvollen Rokoko.
Neben der Restaurierung sind aus
Sicht des Fördervereins auch die
schadhaften Korbhocker im Altarraum zu erneuern und die Lautspre-
cheranlage zu verbessern. Schließlich
sollte im Zuge der Sanierungs- und
Verbesserungsmaßnahmen auch eine
Lösung für den behindertengerechten
Zugang zur Martinskirche gefunden
werden.
Am Tag des Offenen Denkmals
(14. Sept. 2014) stellte Diplomrestauratorin Anke Becker am Beispiel der
stark restaurierungsbedürftigen Kanzel erste Ergebnisse zu Konzept,
Technik und Farbgebung der sanierungsbedürftigen Ausstattungsgegenstände vor. Zuvor hatte sie eine
gründliche Fotodokumentation er1
3
2 1
„Vorhangelement“ des Schalldeckels: (1 ) heutiger Zustand
mit oxidierten Broncierungen, (2) freigelegte 1 . Übermalung, (3) freigelegte und retuschierte Originalvergoldung
Schalldeckelkopf der Kanzel Polierweißfassung
32 | DER MANTEL 1 /201 5
MISEREOR-FASTENAKTION
stellt, Teile des „Schalldeckelvorhangs“ (Zierelemente des Schalldeckelrandes) der Kanzel abgenommen,
eine Teilfläche der Kanzelwand gereinigt und anschließend Farben und
Vergoldung erneuert.
Schon das Ergebnis dieser ersten
Restaurierungsmaßnahmen verdeutlicht, welch hohen künstlerischen und
historischen Wert
die Ausstattung
der Martinskirche
besitzt. Sie bedarf
wie das Gebäude
selbst der Siche- Förderverein
rung und Werter- St. Martin
haltung für unsere Nachfahren.
Wolfgang Kaufhold
Unter diesem Leitwort macht die Misereor-Fastenaktion 2015 auf die
Auswirkungen des sich verändernden
Klimas weltweit aufmerksam. Fischerfamilien, die an den Küsten der
Philippinen leben, stehen beispielhaft im
Mittelpunkt.
Als eine der ärmsten Bevölkerungsgruppen auf den Philippinen sind sie
Wetterextremen besonders ausgesetzt. Als Fischerfamilien müssen sie nah am
Wasser leben und sind gleichzeitig davon bedroht. Es ist unerlässlich, dass die
Familien im Notfall wissen, was zu tun ist. Ihr Leben wird auch dadurch
erschwert, dass sie immer weniger Erträge beim Fischfang erzielen.
MISEREOR unterstützt sie dabei, ihr Leben am Meer weiterzuführen und ihre
Existenzgrundlage zu schützen. Die Entwicklungen des Klimas müssen uns zu
"neuem Denken" anregen. Es ist höchste Zeit, Veränderungen zu wagen.
Unterstützen Sie die MISEREOR-Partner auf den Philippinen und in der Welt
durch Ihre Spende in den Kollekten am 21./22. März oder auf eines der Spendenkonten. Auch kleine Summen können große Erfolge bewirken!
Dom
DE39 5535 0010 0000 0212 54
St. Martin DE61 5535 0010 0000 1587 92
33 | DER MANTEL 1 /201 5
TERMINE ZUM VORMERKEN
12.03.
15.03.
22.03.
27.03.
28.03.
März
19:30 Liobahaus: Sitzung des Seelsorgerats
18:00 Domkonzert: Pergolesi: Stabat mater mit dem Ensemble Paulinum
10:30 Hungermarsch, im Anschluss an die Hl. Messe in St. Martin
19:00 Ökumenischer Jugendkreuzweg
19:30 St. Martin: "Du gibst meiner Seele Raum" - Psalmvertonungen
des 8. bis 11.Jh., Ensemble Cosmedin
April
19.04. 18:00 Domkonzert: Klangwelten – ein Stationenkonzert im Rahmen des
Festivals für Alte Musik „wunderhoeren“, Ensemble Leones,
Ensemble peregrina
07.05.
13.05.
14.05.
14.05.
23.05.
24.05.
Mai
19:30 Martinushaus: Sitzung des Seelsorgerats
Dom: Soldatenwallfahrt (Uhrzeit stand bei Redaktionsschluss
noch nicht fest)
Kleines Zeltlager der Domjugend in Lemberg (bis 17.05.)
18:00 Domkonzert: Chor- und Orgelmusik zwischen Himmelfahrt und
Pfingsten von A. Hammerschmidt, H. Schütz, M. Duruflé u .a. mit
Knabenchor collegium iuvenum, A. Váradi, Orgel, Ltg. M. Čulo
18:00 Firmung im Dom (s. Seite 21)
11:30 Martinshof: Grillfest mit der Gemeinde nach dem Festhochamt
Juni
04.06.
Kleines Zeltlager der Martinsjugend in Kalkofen (bis 07.06.)
10.06.
Aktion "Engel der Kulturen" (s. Seite 16f.)
12.06.
Weinmeeting des Dombauvereins
14.06. 18:00 Domkonzert: Orgelkonzert Hans Leenders, Werke von Muffat, de
Grigny, J. S. Bach, C. Ph. E. Bach, Mendelssohn Bartholdy, Dubois
21.06. 11:30 Dom: Jazz-Gottesdienst mit der Gruppe "Ton(-)gestalten"
23.06. 18:00 St. Martin: Orgelkonzert, Étienne Walhain, Tournai (Belgien)
04.07.
Juli
Kulturnacht/Nacht der Kirchen: Zum Programm in St. Martin und
im Dom s. Seite 15
05.07. 10:00 Gemeinsames Pfarrfest von Dom & St. Martin
36 | DER MANTEL 1 /201 5
GOTTESDIENSTE UND ANDACHTEN
Besonders gestaltete Gottesdienste
und Andachten
Laudes während der Fastenzeit:
mittwochs um 06:00 Uhr im Dom
(anschließend Frühstück
im Liobahaus)
11. März
18. März
25. März
01. April
Ökumenisches Mittagsgebet:
Samstags um 12:05 Uhr im Dom
11. April
23. Mai
18. April
06. Juni
02. Mai
13. Juni
09. Mai
20. Juni
16. Mai
04. Juli
Musikalische Maiandachten
um 18:00 Uhr im Dom
01. Mai
17. Mai
10. Mai
31. Mai
Familienmessen
um 10:00 Uhr im Dom
10. Mai (mit Domband)
14. Juni (mit Domband)
12. Juli
Am 03. Mai um 10:00 Uhr
Gottesdienst im Dom zum
Jakobus-Pilgertag
Rheinhessen
Jazz & Joy
Am 21.06. um 11:30 Uhr
Jazz-Gottesdienst im Dom
Kindergottesdienste sonntags
in der Nikolauskapelle
03. April
10:15
26. April
10:00
31. Mai
10:00
28. Juni
10:00
37 | DER MANTEL 1 /201 5
GOTTESDIENST-TERMINE IN DER KARWOCHE UND AN OSTERN
Samstag, 28.03.2015
10:00 Uhr Beichtgelegenheit (bis 12:00 Uhr)
15:00 Uhr Beichtgelegenheit (bis 17:00 Uhr)
18:00 Uhr Vorabendmesse (Dom)
Palmsonntag, 29.03.2015
10:00 Uhr Feierliches Hochamt mit Palmweihe und Prozession (Dom),
parallel in der Nikolauskapelle Wortgottesdienst für Schulkinder
10:30 Uhr Feierliches Hochamt mit Palmweihe und Prozession (St. Martin)
11:30 Uhr Hl. Messe (Dom)
18:00 Uhr Vesper (St. Martin)
Montag der Karwoche, 30.03.2015
09:00 Uhr Laudes und Hl. Messe (Dom)
18:00 Uhr Vesper (St. Martin)
Dienstag der Karwoche, 31.03.2015
09:00 Uhr Hl. Messe (St. Martin)
18:00 Uhr Vesper (St. Martin)
Mittwoch der Karwoche, 01.04.2015
06:00 Uhr Laudes (Dom), anschl. Frühstück im Liobahaus
19:00 Uhr Hl. Messe (St. Martin)
Gründonnerstag, 02.04.2015
10:15 Uhr Kinderwortgottesdienst im Chorraum des Doms
20:00 Uhr Abendmahlsamt (Dom), anschließend Anbetung
20:00 Uhr Abendmahlsamt mit Fußwaschung (St. Martin), anschl. Anbetung
22:00 Uhr Ölbergstunde (St. Martin)
24:00 Uhr Komplet (St. Martin)
Karfreitag, 03.04.2015
10:15 Uhr Kreuzweg für Kleinkinder in der Nikolauskapelle des Doms
10:15 Uhr Kreuzweg für Schulkinder im Chorraum des Doms
11:00 Uhr Beichtgelegenheit (Dom) bis 12:30 Uhr
15:00 Uhr Große Karfreitagsliturgie (Dom)
Karsamstag, 04.04.2015
21:00 Uhr Osternachtfeier (Dom)
Ostersonntag, 05.04.2015
10:00 Uhr Feierliches Hochamt (Dom)
38 | DER MANTEL 1 /201 5
NACHRICHTEN AUS DEM PFARRBÜRO
10:30 Uhr
11:30 Uhr
18:00 Uhr
Feierliches Hochamt (St. Martin)
Hl. Messe (Dom)
Ostervesper (Dom)
Ostermontag, 06.04.2015
10:00 Uhr Hochamt (Dom)
10:30 Uhr Hochamt (St. Martin)
11:30 Uhr Hl. Messe (Dom)
18:00 Uhr Vesper (St. Martin)
Weißer Sonntag, 12.04.2015
09:00 Uhr Feierliches Hochamt der Erstkommunionkinder (Dom)
10:45 Uhr Feierliches Hochamt der Erstkommunionkinder (St. Martin)
11:30 Uhr Hl. Messe (Dom)
18:00 Uhr Andacht der Erstkommunionkinder (Dom)
Montag, 13.04.2015
10:00 Uhr Dankgottesdienst aller Erstkommunionkinder im Dom
Taufen
Sterbefälle
Isabella-Sophie Lenz
Louis Constantin Uhrig
Clemens Springer
Kai Karsten Alexander Kocher
Nancy Sidney Kocher
Leon Jeremy Müller
Lennard Matthias Schroeder
Wilhelm Alfred Wächter
Gerda Maria Pillar
Cäcilie Sowka
AdolfAugust Georg Kuska
Katharina Uhrig
Luise Ingrid Müller
Greta Hannelore Form
Marianne Stenzel
Bernd Viergutz
Karl Ludwig Sowka
Hildegard Kraft
Barbara Walter
Dom St. Peter
St. Martin
Matti Nikou
Lukas Weinmann
Theodor Bruno Hartmann
Trauungen
St. Martin
Max Valentin Apprich – Tanja Karin
Scheppe
Dom St. Peter
St. Martin
Heidemarie Paula Günther
Herbert Friedrich Hentrich
39 | DER MANTEL 1 /201 5
Auf der Homepage
des Wormser Doms
liegt der MANTEL
zum Download bereit.
Kontakt
Pfarrbüro
Propst Tobias Schäfer
Pfarrer Maximilian Wagner
Kaplan Christoph Hinke
Diakon Hans-Jürgen Springer
Gemeindereferentin Sarah PurpusMenzel
Pfarrbüro: Fr. Jansohn, Fr. Pals
Lutherring 9, 67547 Worms
Tel. (06241) 6115, Fax (06241) 26527
[email protected]
Mo – Fr 09.00 – 12.00 Uhr
Mo – Mi 14.00 – 16.00 Uhr
Do
14.00 – 18.00 Uhr
www.wormser-dom.de
www.sankt-martin-worms.de
Domkantor
Tel. (06241) 425661
[email protected]
Dan Zerfaß
Organist an St. Martin
Daniel Wolf
Kindergarten St. Lioba
Tel. (06241) 933523
Fr. Konrad
Tel. (06241) 26425
Ökumenische Hospizhilfe
Fr. Nesbigall
Tel. (06241) 911695
www.hospizhilfe-worms.de
Kath. Telefonseelsorge
Tel. (0800) 111 0 222 (gebührenfrei)
Impressum
Herausgeber:
Kath. Pfarramt Dom St. Peter und St. Martin
Lutherring 9, 67547 Worms
Tel.: (06241) 6115 Fax: (06241) 26527
Redaktion:
Wadad Landua, Christine Rau, Elisabeth Steinmeyer-Steffens
[email protected]
Auflage:
4400
Druck:
Leo Druck GmbH, Stockach
Das Redaktionsteam behält sich vor, Artikel zu kürzen.