Renate Braun: Die Schlacht um den Kunden tobt

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Sparkasse
Passau
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Vergangenheit und Gegenwart
Sparkasse
Passau
Noch vor ca. 40 Jahren begab sich der
Sparkassenkunde in die Sparkassengeschäftsstelle, ließ sich Kontoinformationen aushändigen
und beraten oder hob beim Kassier Geld ab. Der
Kunde freute sich auf das nette, persönliche
Gespräch und ging dann später nach Hause. Der
Kunde kam also persönlich zu uns, wenn er etwas
brauchte – meist ohne Preisvergleiche.
Heutzutage kommen Kundinnen und Kunden
eher selten zu uns. Rund um die Uhr sind
Kontoverfügungen möglich, am Tablett,
Handy oder SB-Automaten. Sie werden mit
Werbung und Informationen aus dem
Finanzdienstleistungsbereich überschüttet.
Sie wechseln je nach Angebot ggf. auch
schnell zu einer anderen Bank – ggf. weit
weg von Ihnen. Das Preis-Leistungsver2
hältnis zählt!
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Makrotrends in der Bankenwelt
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Fortschreitende
Digitalisierung und
Multikanalnutzung
Demographie
Regulatorik
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S Marktposition der Sparkassen
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Erträge geraten unter Druck:
• Niedrigzinsphase – wie lange noch?
• Provisionsgeschäft – Einschränkungen durch:
• Gesetzgeber
• Rechtsprechung
• Verbraucherschützer
• Wettbewerb
Kosten
Ertrag
Beratungskompetenz:
Die Wettbewerbslücke vergrößert sich!
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Wie entwickelt sich unser Filialnetz?
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Filialen – der zentrale Treffpunkt von Kunden und Mitarbeitern.
In den vergangenen 20 Jahren hat sich ihm Rahmen von Modernisierungen
die Zahl der Bankstellen schon fast halbiert. Derzeit gibt es in Deutschland
noch gut 36.000 Bankfilialen, von denen 15.095 den Sparkassen
zuzurechnen sind.
Wir unterhalten damit fast 42 % der Geschäftsstellen im deutschen
Bankenmarkt. Wir Sparkassen sind wichtige Dienstleister für unsere Kunden.
Wie viele Filialen wird es im Jahr 2030 noch geben?
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Wie sieht das Filialnetz der Zukunft aus?
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Bankkunden suchen die Filiale nur noch selten auf.
Gleichzeitig wollen die deutschen Bankkunden aber auch nicht auf die
Filiale verzichten.
Im Rahmen einer Befragung von Kampmann Berg & Partner zeigte sich,
dass für mehr als 90 % der befragten Bundesbürger nur Institute als
„Hausbank“ in Frage kommen, die Filialen betreiben.
Das Privatkundengeschäft wird künftig wohl „digitaler“ sein, aber auch
weiterhin „persönlich“.
Jährlich gibt es geschätzt ca. 500 Berührungspunkte mit dem Kunden im
Bankgeschäft. Davon werden wohl nur noch ein bis drei Kontakte auf
einen Filialbesuch entfallen.
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Kontakte mit dem S-Finanzkonzept
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Der „persönliche“ Kontakt ist unterschiedlich wichtig!
Kontaktanlässe
Face-to-face
in unterschiedlicher
Ausprägung
Technik
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Kontaktwege des Kunden
Filiale
Videoberatung
Telefon
Chat
Bereitstellungsbedarf:
5 Tage
á 5-8 Stunden
6 Tage
á 12 Stunden
7 Tage
á 24 Stunden
7 Tage
á 24 Stunden
Der Kunde entscheidet,
welchen Kanal er wie häufig nutzt!
Für uns ergibt sich daraus die Entscheidung über die Ausgestaltung des
Filialnetzes.
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Wie sieht das Filialnetz der Zukunft aus?
Beratung in der Filiale
Videoberatung
• Kooperationspartner
• Spezialisten
• Agenturen
Geldautomaten
und weitere
SB-Einrichtungen
Technische Ausstattung
• für Berater
• Mobile Banking
• Online-Banking
• WLAN
• E-mail
• SMS
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Telefonteam
Social Media
• Facebook
• WhatsApp
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Welche Multikanalstrategie ist die richtige?
SB-Bereich
Back-office
Kasse
Beratung
Service
Tresor
SB
Empfang
Videoberatung
Beratung
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Hohe Multikanalfähigkeit
• Ansprache über
dialogfähige SBGeräte
• Gewinnung von
Vertriebskontakten aus
SB- und mitarbeiterbasierten Services
• Videoberatungsfunktionalitäten
• Berücksichtung des
geänderten Kanalnutzungsverhaltens
• Hohe Attraktivität bei
Kunden und
Mitarbeitern
• Hohe Flächeneffizienz
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Kanalaffinität der Kunden
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Am Beispiel privater Kunden:
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Welche neuen Innovativen Ansätze gibt es?
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An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei!
• Onlineaktivitäten steigen und erhalten immer größere Bedeutung bei
Recherche und Verkauf.
• Die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an Beratung und Verkauf,
denen man sich nicht entziehen kann. Distanzierte „Nähe“ wird immer
wichtiger.
• Einfache Bankgeschäfte können auch an Supermarktkassen erledigt
werden.
• Soziale Netzwerke gewinnen ständig an Bedeutung und sind im
Kundenkontakt zu nutzen.
• Mobile-Payment-Modell dürfen nicht vernachlässigt werden. Für den
Datenschutz unserer Kundinnen und Kunden ist aber einzutreten.
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Auf geht‘s im Online-Bezahldienst!
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Der Online-Bezahldienst PayPal soll in Deutschland Konkurrenz bekommen!
Die führenden privaten und genossenschaftlichen Banken und Sparkassen
wollen zu Jahresende ein einheitliches Online-Bezahlverfahren einführen.
Damit können Millionen von Bankkunden bei Online-Händlern einkaufen und
„sicher und direkt“ vom eigenen Girokonto aus bezahlen.
Auf diese Weise wollen die deutschen Banken den Kundenbedürfnissen
entgegenkommen und dem erfolgreichen Bezahlsystem Paypal ein eigenes
Angebot entgegen setzen.
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Beratungsangebot im Filialnetz
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Früher:
Das Filialnetz alt und neu!
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Heute:
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Neue Anforderungen an die Berater
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Wir brauchen qualifizierte Berater!
Neben der fachlichen und verkäuferischen Qualifikation müssen
wir in:
• Führungsentwicklung und
• Multikanalfähigkeit der Mitarbeiter
investieren.
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S Wesentliche Anpassungen aus heutiger Sicht.
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• Deutliche Verbreiterung Individualkundensegment mit Wachstumsfokus.
• Konsequentes Zusammenwachsen von digital und stationär.
• Aktive Lenkung Individualkunden in persönliche Beratung, effizienzorientierte
Lenkung Privatkunden.
• Verdichtung/Optimierung Standorte; deutlicher Ausbau medialer Kanäle.
• Qualifizierung der Mitarbeiter zur Adressierung des veränderten
Kanalnutzungsverhaltens.
• Reduzierung Kapazitäten für zu standardisierende bzw. verlagernde
Services.
• Kundenindividuelle Beratung mit optimiertem Finanzkonzept und
Produktangebot gemäß wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.
• Generierung von mehr und höherwertigen Anlässen.
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Virtuelle Reise bis ins Jahr 2030
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Im Jahr 2030 sind unsere
Kundinnen und Kunden von uns
und unseren Mitbewerbern überall
erreichbar. Sie sitzen im vom
Autopiloten gesteuerten Fahrzeug
und erledigen per App über das
i-pad Bankgeschäfte. Online
greifen sie auf die Wallstreet zu.
Alle Informationen sind verfügbar.
Ihren Berater sehen sie fast nur
noch per Videokonferenz.
Unsere Aufgabe ist es, in dieser Situation der Finanzdienstleister Nr. 1
unserer Kundschaft zu bleiben!
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