Die Monatsschrift für alle Eichsfelder · Heft 4 · April 2015 59. Jahrgang

59. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
In dieser Ausgabe
„Maria im Busch“ und
die Steckenpferdreiter
in Dingelstädt
Duderstadt
·
Heft 4
Vor 70 Jahren endete der
Zweite Weltkrieg
Planungsentwurf für
Eichsfelder Gebietsreform
·
April 2015
Verwahrung der
Bischofferöder Schächte
Geologie: Das Wipperund das Leinetal
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Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
121
„Maria im Busch“ und die Steckenpferdreiter in Dingelstädt
von Josef Keppler
In zwei Jahren, 2017, kann Dingelstädt als
einer der drei am frühesten schriftlich genannten Eichsfeldorte die 1200-Jahr-Feier
der urkundlichen Ersterwähnung feiern. Wie
in all den Orten des Eichsfeldes kann man
auch hier auf eine wechselvolle Geschichte
zurückblicken, die die Menschen erlebten
und gestalteten, erduldeten oder beeinflussten. Erinnerungen an Glück und Leid,
an Niedergang und Aufbau fanden Eingang
in die Geschichte, die von Mund zu Mund
und mittels Büchern weitergegeben wurde.
Wallfahrten zu „Maria im Busch“
Fester Bestandteil im Jahreslauf waren und
sind auch im katholisch geprägten Dingelstädt – ab 1607 Marktflecken, seit 1859
Stadt – traditionelle Feste und Feiern, an
denen zahlreiche Stadtbewohner und Gäste aus den Nachbarorten teilnehmen. Das
höchste örtliche Kirchenfest, das in Dingelstädt seit Jahrhunderten begangen wird, ist
„Mariä Geburt“ am Sonntag um den 8. September. Im Mittelpunkt des traditionsreichen
Geschehens, das auch Anlass für die Kleine
Kirmes ist, steht die St.-Marien-Kirche auf
dem Kerf, ehemals „Maria im Busch“ – von
den Dingelstädtern liebevoll „Kleine Kirche“
genannt. Sie zählt zu den überregional bekannten Wallfahrtsstätten des Eichsfeldes.1
Dörfern häufig besucht wird, „auf Mariageburt aber kommt eine unglaubliche Menge
Volks hieher.“5
Wie bei anderen Wallfahrtsorten gibt es
auch hier Entstehungslegenden, in denen
einmal von einem elternlosen Buben erzählt
wird, der auf dem Kerf eine Marienerscheinung gehabt habe, und zum anderen von
einem Hirtenjungen, der einer wunderschönen Frau spontan seinen Wollstoff für ihr
frierendes Kind schenkte – das nachhaltige
Ergebnis beider Begegnungen gipfelte legendär im Bau der Marienkapelle.6
Die gegenwärtig am Abend vor dem Fest
„Mariä Geburt“ gefeierte samstägliche Vesper lässt sich bis 1603 zurückverfolgen.
Folgt man den Aufzeichnungen der Dingelstädter Autoren Franz Vogt (1873–1933) 2
und Aloys Schaefer (1887–1952),3 wurde die
Kirche erstmals am 14. Mai 1424 genannt,
als der Mainzer Erzbischof Konrad III. der
Familie von Bodungen gestattete, auf „unser
lieben Frawen Kirchhoffe“4 eine Scheune zu
bauen.
Der zuverlässige Geschichtsschreiber des
Eichsfeldes, Ex-Jesuit Johann Wolf (1743–
1826), weiß, dass in jenen Zeiten „Wallfahrer
von entlegenen Örtern nach Maria im Busch
gekommen seyn“. Wolf hebt hervor, dass die
Kapelle noch heutzutage von den nächsten
Abb. 1.: Die fast 600-jährige Pietà, das Gnadenbild der Dingelstädter Marienkirche. Foto:
Josef Keppler.
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
125
Vor 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg
Das Kriegsende 1945 im Eichsfeld
aus der Chronik der Heiligenstädter Redemptoristen
von Dr. Torsten W. Müller
Über das Kriegsende 1945 und das erste
Nachkriegsjahr liegen aus nahezu jedem
Ort des Landkreises Eichsfeld gedruckte
zeitgenössische Berichte vor.1 Diese Erlebnisberichte vermitteln ein mehr oder weniger
authentisches Bild der Situation der „Zusammenbruchsgesellschaft“2 des Eichsfeldes.
Was bisher fehlt, sind Berichte aus den unterschiedlichen männlichen und weiblichen
Orden, Kongregationen oder Säkularinstituten. Sie alle führten detaillierte Chroniken,
die noch ausgewertet werden müssen. An
dieser Stelle kann nur ein erster Einblick in
dieses Forschungsvorhaben3 gegeben werden. Die Redemptoristen aus Heiligenstadt
und ihre Schilderungen des Kriegsendes
(1. bis 10. April 1945) sollen im Mittelpunkt
stehen.
Das Kloster der Redemptoristen in Heiligenstadt besteht seit 1921. Der große Klosterbau wurde allerdings 1939 beschlagnahmt
und in ein Lazarett umgewandelt. Die Patres
wohnten während dieser Zeit im späteren
Exerzitienhaus, also im alten Klostergebäude. Nach Kriegsende, nach der Bildung der
Besatzungszonen und der Errichtung der
Interzonengrenze war das Redemptoristenkloster in Heiligenstadt das einzige Kloster
dieser Genossenschaft in der SBZ/DDR.
Die Heiligenstädter Patres erhielten nach
1945 enormen personellen Zuwachs: Mit
dem Vordringen der Roten Armee in Richtung Westen fanden zahlreiche geflohene
Ordensangehörige aus Ostmitteleuropa hier
vorübergehend oder auch dauerhaft Unterkunft oder Erholung. Auch nach der Besetzung durch die Amerikaner und Sowjets war
das Kloster wegen der Grenznähe Anlaufpunkt für vertriebene Patres und Brüder;
über das nahe gelegene Grenzdurchgangslager Friedland zogen die Ordensangehörigen weiter in westliche Ordensniederlassun-
Redemptoristenkloster und St.-Gerhards-Kirche in Heiligenstadt.
128
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
halb legten wir eine hl. Messe auf ½ 10 Uhr,
ein amerikanischer Feldgeistlicher las um ½
11 Uhr. Ungefähr 40 katholische Amerikaner
wohnten seiner hl. Messe bei, kommunizierten auch fast alle. Der Feldgeistliche ging vor
seiner hl. Messe noch eine halbe Stunde in
den Beichtstuhl […] Den ganzen Tag rollten
schwere Panzer, Lastwagen mit Truppen,
Autos über die Straßen nach Nordhausen
und Geisleden. Hier in Heiligenstadt trafen
sich 2 amerikanische Armeen.“
Anmerkungen
1 Vgl. Müller, Thomas T.; Pinkert, Maik (Hg.): Kriegsende und Neubeginn im Landkreis Eichsfeld
1945/1946. Eine zeitgenössische Dokumentation
(Beiträge aus den Archiven im Landkreis Eichsfeld
II). Heiligenstadt 2003.
2
Kleßmann, Christoph: Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte 1945–1955. 5. Aufl.,
Göttingen 1991, S. 37.
3
Vgl. Müller, Torsten W.: Die Entwicklung des Ordenslebens in der SBZ/DDR und in den neuen
Ländern. In: Erbe und Auftrag. Benediktinische
Zeitschrift – Monastische Welt 90 (2014), S. 384397; Müller, Torsten W.: In der Fremde glauben. Die
Auswirkungen von Flucht und Vertreibung im Ostteil
des Bistums Fulda (EThSt 108). Würzburg 2015.
4
Vgl. Redemptoristenkloster Heiligenstadt: Chronik
der Niederlassung.
5
Vgl. Müller: Fremde (Anm. 3), S. 247-250.
Luftkrieg über dem Eichsfeld am 19. April 1944
von Stefan Sander
Am Mittwoch, dem 19. April 1944 machten
sich im zeitigen Morgengrauen 56 B-17Bomber der US-Airforce von Ridgewell in
England auf den Weg nach Deutschland. Ihr
Ziel war der Flugplatz Eschwege. Der Auf-
trag lautete: Bombardierung und völlige Vernichtung des Platzes und der angrenzenden
Flugzeugwerft. Ihre Flugrichtung führte sie,
von Norden kommend, über Göttingen in
Richtung Eschwege. Zeitgleich starteten von
verschiedenen Flugplätzen
im Reich deutsche Jagdflugzeuge der Jagdgeschwader
JG 1, JG 3, JG 27, JG 53, JG
302, um die amerikanischen
B-17-Bomber, die „fliegenden
Festungen“, vor dem Ziel abzufangen.
Über dem Luftraum von Fretterode im westlichen Eichsfeld trafen die Flugzeuge aufeinander und leisteten sich
einen erbitterten Luftkampf.
Um 10.32 Uhr wurde von einer Messerschmitt 109 der
erste Bomber in der Nähe
von Röhrig abgeschossen.
Dabei fanden drei Besatzungsmitglieder den Tod
und sechs wurden schwer
verwundet. Die B-17 trug die
Seriennummer 42-97406,
und der Pilot war Leutnant
Abb. 1: Amerikanische Karte mit den Verlusten vom 19. April 1944. John H. La Fontin.
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Gegen 10.33 Uhr stürzte südlich von Fretterode der zweite Bomber in der Nähe der
Stubenmühle, abgeschossen von einem
deutschen Jagdflugzeug, ab. Kurz danach
überflog die Messerschmidt die Absturzstelle und wackelte dabei mit den Tragflächen,
um so zu signalisieren, dass der Pilot der
ME 109 der Todesschütze war. Sieben der
Besatzungsmitglieder riss die Maschine mit
in den Tod, die übrigen zwei sprangen mit
dem Fallschirm kurz vorher ab. Die sieben
Toten wurden am 21. April in Fretterode auf
dem Gemeindefriedhof beigesetzt. Später
wurden sie in die USA überführt.
Ebenfalls um 10.33 Uhr unterlag die B-17 des
Piloten Leutnant Robert W. Raybum dem
Gegenangriff eines deutschen Jagdfliegers.
Sein Flugzeug, mit der Seriennummer 4238004 und dem Namen „Old Man Tucker“,
ging zwei Kilometer nordwestlich von Fretterode zu Boden. Drei der Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, sechs von
ihnen konnten sich mit dem Schirm retten.
Von den beteiligten deutschen Jagdfliegern
wurden während der Luftkämpfe im Großraum Eschwege 17 deutsche Flugzeuge der
Typen ME 109 und FW 190 abgeschossen,
zwei davon an der Grenze des Eichsfeldes.
Die erste Messerschmidt wurde abgeschossen und stürzte in Bad Sooden-Allendorf
ab. Die Aufschlagstelle befindet sich etwa
dort, wo heute das Feuerwehrgerätehaus
129
Abb. 2: Pilot Engelbert Abb. 3: Pilot Thilo
Machner.
Beetz.
steht. Ihr Pilot war der 21-jährige Engelbert
Machner aus Cattowitz, Oberschlesien. Er
gehörte zum Jagdgeschwader 53 und war in
Eschborn bei Frankfurt gestartet. Der junge
Flieger fand dabei den Tod, und seine Identität wurde erst 1979 durch Zufall zweifelsfrei
geklärt.
Bei der zweiten Maschine handelt es sich
um eine ME 109 G6, geflogen von Unteroffizier Tilo Beetz vom Jagdgeschwader 302.
Er stürzte in der Nähe von Wahlhausen ab
und wurde dabei getötet. Abgeschossen
wurde er von dem amerikanischen Jagdflieger Leutnant Willard Wesley Millikan, der zur
4. Fliegerstaffel gehörte.
Diese Zeilen wurden geschrieben, um an
das tragische Schicksal dieser zumeist jungen Menschen beider Nationen zu erinnern.
Quo vadis, Eichsfeld?
„Planungsentwurf“ des Heiligenstädter Landrates
für eine Gebietsreform
von Josef Keppler
Mehrfach war in den vergangenen Wochen
wieder eine mögliche Gemeinde- sowie
Kreisgebietsreform beherrschendes Thema
in den thüringischen Tageszeitungen.
Der Landrat des Landkreises Eichsfeld, Dr.
Werner Henning, wandte sich diesbezüglich
an den Thüringer Innenminister Dr. Holger
Poppenhäger und unterbreitete diesem ei-
nen „strategischen Planungsentwurf“, weil
die gegebenenfalls zu entwickelnden Strukturen schließlich „einer gewissen Weitsicht
bedürfen“ und auf möglichst lange Sicht
tragbar sein müssten.
Dr. Henning wies darauf hin, dass sein Vorschlag für Folgediskussionen Berücksichtigung verdiene, weil dieser die gegenwär-
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
richtsbezirk des Zisterzienserinnenklosters
Anrode, dessen Zuordnung zur Stadt Dingelstädt wünschenswert sei. Hier sollte mit
gesehen werden, so Henning, dass schon
heute – auf Wunsch der Anröder Eltern –
nahezu alle Regelschüler bereits die Schule
in Küllstedt besuchen.
Abschließend bemerkte Dr. Henning: „Ob
es jemals zu einer vollständigen Umsetzung
dieses Arbeitspapiers kommt, lasse ich dahingestellt sein. Weitere Reduktionen wären
131
sicher denkbar. Die vorgelegte Variante ist
aber bereits ein gewaltiger Schritt, der auch
nicht überfordert werden darf. Ob – und in
welchem Schrittmaß – diese umgesetzt
wird, muss vom Willen der Gemeinden abhängig gemacht werden.“
Nach der Zusammenlegung von Verwaltungsgemeinschaften als Vorstufe wäre
ggf. eine anschließende Gemeindeneugliederung möglich, wie die auf der gegenüberliegenden Seite abgedruckte Karte zeigt.
Bald steht die Maschine still
Verwahrung der beiden Bischofferöder Schächte
hat begonnen und soll Ende 2016 beendet sein
von Jürgen Backhaus
Seit genau 100 Jahren arbeitet die Fördermaschine von Schacht II „Holungen“ mit
ihren beiden riesigen Elektromotoren im
Ende 1993 stillgelegten Kaliwerk Bischofferode. Sie wird bald verschrottet, wie Abteilungsleiter Jörg Domnowski von der LMBV
(Lausitzer und Mitteldeutsche BergbauVerwaltungsgesellschaft mbH) berichtet.
Die Maschine sei nicht denkmalgeschützt,
und die Gemeinde sehe sich finanziell außerstande, Maschinenhaus und Technik zu
übernehmen und zu erhalten.
ßen Förderturm mehr hat, wurde von Januar 1909 bis Juni 1910 „geteuft“ – noch im
selben Jahr hatte die Kaliförderung dort
begonnen. Durch diesen 600,5 Meter tiefen Schacht mit einem Durchmesser von
5,5 Metern wurde bis 1993 Salz gefördert.
Schacht II, 500 Meter vom ersten entfernt
in Richtung Holungen, wurde Anfang 1910
begonnen und war am 12. Dezember 1914
fertig. Er ist 610 Meter tief bei einem Durchmesser von 4,5 Metern und wird noch für
„Dann wird mir das Herz
bluten“, sagt Fördermaschinist Peter Schlotterhose, der
sich zurzeit an der 30 Jahre
alten Steuertechnik mit Peter
Buchheim vom Unternehmen
Schachtbau Nordhausen abwechselt, zu dessen Verwahrungsauftrag für die beiden
Schächte in Bischofferode
sowie den in Neubleicherode,
wo inzwischen nach den Vorarbeiten die Verfüllung begonnen hat, auch die Verschrot- Abb. 1: Am Kali-Altstandort Bischofferode hat die Verwahrung von
Schacht I begonnen, der zurzeit noch zur Belüftung der Grube
tung der Maschine gehört.
genutzt wird. Abteilungsleiter Jörg Domnowski von der LMBV steht
Schacht I „Weithmannshall“, am Rand der Eisenplatte über dem Schacht. Hier wird gerade
der schon lange keinen gro- die Verfüllung mit Schotter vorbereitet. Fotos: Jürgen Backhaus.
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
133
Alle Gebäude und Fördergerüste werden dann abgebrochen oder demontiert
– außer dem Verwaltungsgebäude, in
dem die Sensordaten aus der Tiefe – für
die Kabel gibt es zwei Bohrlöcher – sowie von der Abraumhalde in der Überwachungszentrale auflaufen. Vielleicht
könne auch das in den neunziger Jahren
sanierte Kauengebäude stehen bleiben,
sagt Bergwerksleiter Prühl. Schon 1993
hatte die Verwahrung der Grube festgestanden – mit dem Kali-Fusionsvertrag,
als die Bischofferöder Kumpel noch
unter weltweiter Beachtung gegen die
Schließung ihres Werks kämpften.
Abb. 4: Jörg Domnowski von der LMBV (l.) und BergAnmerkung: Nachdruck mit freundlicher
werksleiter Hubert Prühl vor dem noch intakten FörGenehmigung aus der Thüringischen
derturm von Schacht II.
Landeszeitung/Eichsfelder Tageblatt vom
27.2.2015.
Direkte Wasserstandsmessungen
durch neuen Werrapegel bei Lindewerra
von Josef Keppler
Werrahochwasser und großflächige Überschwemmungen sehnt in Lindewerra niemand herbei, auch wenn dann kurzzeitig
heftiger Sensationstourismus aufblüht. An
sicherer Information über den Wasserstand
der Werra, die den Landkreis Eichsfeld
zwischen Bad Sooden-Allendorf und Lindewerra auf ca. sieben Kilometern berührt
und begrenzt, besteht aber dennoch großes
Interesse, vor allem dann, wenn der Fluss
von Zeit zu Zeit sein Bett verlässt. Daher ist
Lindewerras Bürgermeister Gerhard Propf
über den neuen Pegelstandsanzeiger an
der Werrabrücke, den vor einigen Tagen
Mitarbeiter der Thüringer Landesanstalt für
Umwelt und Geologie am westlichen Brückenwiderlager installierten, sehr erfreut und
dankbar, dass seine diesbezüglichen Bemühungen erfolgreich waren.
Glücklicherweise verursachte die Werra
wegen der recht breiten Flussniederung
bisher weder extreme Notsituationen noch
existenzbedrohende Schäden. Die Bewoh-
ner der zwei Grundstücke in unmittelbarer
Flussnähe sind im Umgang mit steigendem
Werrawasser geübt, und wenn der Sportplatz an der Lindewerrschen Werrabrücke,
Gärten, Wiesen und Äcker meterhoch unter
Wasser stehen und kostenlos mit Kalisalz
gedüngt werden, muss eben einfach der
Hochwasserrückgang abgewartet werden.
Damit man ungewöhnliche Wasserstände
beobachten und registrieren konnte, war
schon kurz nach der Fertigstellung der lange
herbeigesehnten Werrabrücke im Juni 1901
ein gusseiserner Pegel angebracht worden.
Dieser wurde jedoch bei der Brückensprengung durch die Wehrmacht vor 70 Jahren
– am 8. April 1945 – stark beschädigt. Ein
verbliebenes Reststück verschwand im
Zuge des Wiederaufbaus der Brücke an der
einstigen deutsch-deutschen Grenze 1998.
Wasserstandsinformationen kann man seit
25 Jahren telefonisch über die automatische
Messwertansage des Pegels Allendorf ab-
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
ungefährlicher, denn werraaufwärts wurde
beim Eschweger Ortsteil Albungen 2014/15
ein Werra-Altarm zu einer Flutmulde mit Dei-
135
chen umgebaut, wodurch Albungen selbst
und weitere Werraorte vor Überflutungen
geschützt werden sollen.
Im Schritt der Zeit – unsere eichsfeldische Heimat
St.-Antonius-Kirche in Worbis
von Johann Freitag
Das Licht muss durch die Fenster fallen,
durch Mauern brechen in den Raum,
enthüllen so den heil‘gen Traum,
als wären dies des Himmels Hallen.
Von Licht durchwirkt, von Geist durchdrungen,
lädt dieser Ort zum Beten ein,
verkündet Gottes andres Sein,
das sich in diese Welt gesungen.
Dem Staunenden, der still verweilte,
drang oft ins Herz des Lichtes Glanz,
macht‘ Krummes grad, Zerbrochnes ganz
und ließ ihn spüren, wie er heilte.
1667 siedelten sich die Franziskaner in Worbis an und ließen ihre Klosterkirche 1670/77
nach Plänen von Antonio Petrini errichten.
als zehnjährigem Wirken bis 1779 einen außerordentlich beeindruckenden Sakralraum
in den Farben und Formen süddeutsch-fränkischen Barocks, der mit seiner gesamten
Ausstattung bis heute nahezu vollständig
erhalten blieb.
Der barocke Hochaltar, die vier Nebenaltäre und die Kanzel bestehen im Unterschied
zu den übrigen Eichsfelder Barockaltären
vorwiegend aus in Schwarz- und Rottönen
gehaltenem Stuckmarmor. Das zentrale Bild
des Hauptaltars zeigt die Verherrlichung des
hl. Wundertäters Antonius, im Auszug ist die
Hl. Dreifaltigkeit dargestellt.
Erläuternder Text und Foto: Josef Keppler.
1765 begannen auf Anregung
des hessischen Landgrafen
Christian von Hessen-Rheinfels-Rotenburg Umbauten, wobei das Äußere der Kirche als
Zeugnis der einfachen franziskanischen Bauweise nur
unwesentlich verändert wurde.
Mit dem Kircheninneren aber
schufen die bedeutenden
Franziskanerbrüder Cornelius
Schmitt (Architekt), Hyazinth
Wiegand (Bauleiter) und Wenzel Marx (Bildhauer) in mehr
Allen Leserinnen und Lesern, Autoren
und Freunden wünschen wir
ein gesegnetes und frohes Osterfest.
Redaktion und Verlag der Eichsfelder Heimatzeitschrift
136
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Heimatkundliche Geologie des Eichsfeldes (6)
Das Wipper- und das Leinetal
von Dipl.-Geol. Helmut Heiland
Die hier vorgestellte Landschaft besteht im
Wesentlichen aus Gesteinen des Mittleren
Buntsandsteins. Jedoch unterscheiden sich
Leine- und Wippertal recht deutlich.
Der Mittlere Buntsandstein gliedert sich in
vier Formationen: Volpriehausen-, Detfurth-,
Hardegsen- und Sollingfolge. Im Eichsfeld
findet man nur die Volpriehausen-Folge mit
einer Wechsellagerung von dünnplattigen
Schluff- und Fein- bzw. Mittelsandsteinen
und die Solling-Folge mit bankigem Mittelsandstein. Durch das Wirken der Eichsfeldschwelle fehlen die Hardegsen- und
die Detfurth-Folge. Bei dem großartigen,
langsamen zuwachsenden Aufschluss in
der Nähe der Hagemühle bei Lengenfeld
unterm Stein lagert die bankige SollingFolge direkt über der Wechsellagerung der
Volpriehausen-Folge.
Die Eichsfeldschwelle ist Teil eines Hebungsgebietes zwischen der Thüringer Senke und der Hessischen Senke und führte im
Mittleren Buntsandstein aufgrund der Hochlage zu Schichtausfällen und Mächtigkeitsverringerungen bei der Sedimentation.
Die Nordnordost–Südsüdwest verlaufende
Eichsfeldschwelle am Westrand des Thüringer Beckens entstand vor über 250 Millionen Jahren während der Trias und wurde
wiederholt als Abtragungsgebiet bzw. als
Flachwasserbereich wirksam. Die Schwelle
hatte eine Breite von 10–20 km und überragte das umgebende Terrain um mehrere
hundert Meter. Einen besonderen Abschnitt
nimmt dabei die Eichsfeldschwelle zwischen
Bad Lauterberg und Bad Sachsa ein.
Weite Teile Mitteleuropas wurden in der
Zeit des Zechsteins vom Meer überflutet.
Die Eichsfeldschwelle wurde zu einer Untiefenzone mit zahlreichen Inseln und der
Ausbildung von Riffen. Noch heute sind
Reste dieser geologischen Strukturen als
Riffe unweit des Landkreises Eichsfeld
zu erkennen: Eulenstein bei Osterhagen,
Westerstein zwischen
Barbis und Bartolfelde
und der Römerstein bei
Steina.
Südlich vom Ohmgebirge breitet sich ein tiefer
liegendes Gebiet aus,
das den bezeichnenden
Namen „Kessel“ trägt.
Es wird von der Wipper durchflossen und
weist eine Anzahl sanft
gewellter Hügel auf. Im
Süden wird der Kessel
durch den Dün abgeschlossen, der sich hier
in einem weiten Bogen
nach Osten herumzieht.
An seinem Ende bildet
Der Kuckucksstein bei Freienhagen, ein einzeln stehender Sandsteinfelsen er den Südflügel der
der Solling-Folge.
138
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Das historische Eichsfeldfoto
Der Landwirt und Barbier Wilhelm Marx (1889–1954) fährt mit seinem Kuh-/Ochsengespann Heu
ein. Auf dem Wagen sitzen seine Frau Gretchen geb. Engel und die Kinder Bärbchen und Elschen.
Im Hintergrund ist das landwirtschaftliche Grundstück von Peter Stitz zu sehen, das in den 1970erJahren abgebrochen wurde und heute neu mit einem Wohnhaus bebaut ist. Sammlung Kurt Riese.
Der Landwirt Peter Stitz (1865–1939) aus der Leinestraße macht mit seinem Ochsengespann und
einem vollen Wagen Heu, Halt vor dem Grundstück Glosse (Burg). Heute wohnt dort die Familie
H. Solf. Neben dem Fuhrwerk ist die Tochter von P. Stitz - Emma (später verheiratet mit Christoph
Leineweber, Steinbach) mit einem Kind zu sehen. Im Hintergrund beobachtet Katharina Heise die
Szene. Sammlung Irmgard Sterner. Texte: Werner Stitz, Wingerode.
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
139
Wir gratulieren
Pfarrer Hans-Karl Janotta feiert 50-jähriges Priesterjubiläum
Als der Diakon Hans-Karl Janotta im Jahr
1965 von Bischof Heinrich Maria Janssen
zum Priester geweiht wurde, standen insgesamt 15 Neupriester vor dem Bischof.
Inzwischen kann Pfarrer Janotta auf ein
50-jähriges Priestertum zurückblicken. Der
Jubilar, geboren am 6.4.1939, kam als Spätaussiedler nach Nordrhein-Westfalen, nachdem er in seiner angestammten Heimat das
polnische Abitur gemacht hatte. Sein Studium absolvierte er in Königstein im Taunus
und in Freiburg. Seine erste Kaplansstelle
nach der Priesterweihe war in Burgdorf. Danach wurde er nach Hildesheim versetzt,
wo er auch Seelsorger der Sinti und Roma
war. 1971 kam er als Stadtkaplan nach Duderstadt, wurde anschließend Pfarrer von
Fuhrbach und Langenhagen. Es folgte sein
priesterliches Wirken in Hessisch Oldendorf
und später als Pfarrer
in Nörten-Hardenberg.
Die Liebe zum Eichsfeld führte dazu, dass
er im Jahr 2006 erneut nach Duderstadt
kam als Kooperator in
„St. Cyriakus“ und als
Rector ecclesiae an
der Liebfrauenkirche.
Damit hatte Pfarrer Janotta fast die Hälfte
seines priesterlichen Lebens im Eichsfeld
verbracht, wo er sich stets im katholischen
Vereinsleben engagierte. Vor allem bei Kolping fungierte er mehrere Jahre als Präses.
Das Dankamt anlässlich seines goldenen
Priesterjubiläums hielt er in der Propsteikirche in Duderstadt.
Gerhard Germeshausen
Wir gedenken
Carl Strüber aus Bilshausen verstorben
Carl Strüber, Jahrgang 1931, ist am 22.
Februar 2015 verstorben. Der Verstorbene
fühlte sich zeitlebens in besonderer Weise
mit dem Eichsfeld verbunden. Sein ehrenamtliches Engagement zum Wohle unserer
Heimat begann Carl Strüber im Jahr 1972
beim Landschafts-, Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld (LHV). Seit der Gründung
des Heimat- und Verkehrsverbandes Eichsfeld (HVE) am 3. Oktober 1991 in Nachfolge
des LHV hat er sich sehr für die Förderung
des Eichsfeldgedankens, der Heimat- und
Kulturpflege, der Stärkung des Regionalbewusstseins und der Identifikation mit der
Heimat eingesetzt.
Nach verschiedenen Vorstandstätigkeiten
im LHV agierte er über zehn Jahre bis 2001
als stellver tretender
HVE-Vorsitzender.
Für seine Verdienste
für unser Eichsfeld ehrte ihn der HVE im Jahr
1997 mit der Verleihung
der Heimatplakette.
Mit großer Dankbarkeit
nehmen wir Abschied
von Carl Strüber, dessen Wirken, Verlässlichkeit und Menschlichkeit dauerhafte Spuren in unserer Heimat hinterlassen haben.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Adelheid
und seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes und dankbares Gedenken bewahren.
Gerold Wucherpfennig
140
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Berichte aus dem Eichsfeld
aus Meldungen der Thüringer/Eichsfelder Allgemeine, Thüringer/Mühlhäuser Allgemeine,
Thüringische Landeszeitung/Eichsfelder Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt (Duderstadt)
ausgewählt und zusammengestellt von Edgar Rademacher.
Asbach-Sickenberg. Die Burgruine Altenstein
soll saniert werden, um die restlichen Gemäuer
zu erhalten. Dazu hat die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Eichsfeld zunächst ein
Gutachten in Auftrag gegeben.
Berlingerode. Lothar Enders hat sein zweites
Buch veröffentlicht. Es hat den Titel: „Geschichten, Erzählungen – Für Kinder und welche, die
es bleiben wollen“.
Bickenriede. Am 27. Januar 2015 verabschiedeten sich Siegfried Brand (Bürgermeister Anrode) und Jonas Urbach (Ortsteilbürgermeister
Bickenriede) offiziell von Pfarrer Josef Schröter.
Sie bedankten sich bei Ihm für sein Wirken zum
Wohl der Kirchengemeinde und der Menschen,
ganz besonders im Ortsteil Bickenriede. Über
14 Jahre war Pfarrer Schröter hier tätig und hat
viele Menschen in Glaubens- und persönlichen
Fragen begleitet. Das Wirken von Pfarrer Schröter und seine seelsorgerische Arbeit, oft auch im
Verborgenen, wird von vielen Menschen in der
Pfarrgemeinde vermisst werden. Er darf mit Stolz
und Zufriedenheit auf eine segensreiche Arbeit
in Bickenriede zurückblicken.
Jonas Urbach (CDU) wurde am 22. Februar mit
97,5 Prozent zum neuen Bürgermeister der Einheitsgemeinde Anrode gewählt. Der 32-Jährige
war einziger Kandidat. Er löst in diesem Amt seinen Parteifreund Siegfried Brand ab, der seit der
Wende die Geschicke der Gemeinde Bickenriede
und später Anrode geleitet hatte.
Bilshausen. Die Kirche, ihre Strukturen und die
Entstehungsgeschichte im Bistum Hildesheim
standen im Mittelpunkt der Frühjahrstagung des
Kolpingbezirks Untereichsfeld. Der Vorsitzende
Walter Schum begrüßte an die 100 Teilnehmer,
die aus allen Kolpingfamilien vertreten waren.
Dr. Thomas Scharf-Wrede, Leiter des Bistumsarchivs in Hildesheim, ging auf die Entwicklung
des Bistums Hildesheim seit dessen Gründung
vor 1.200 Jahren ein. Walter Schum bezeichnete
die Eichsfelder Kolpingfamilien als ein Juwel, das
es immer zu erhalten gelte. Ein Grußwort, auch
im Namen der politischen Gemeinde, sprach der
Vorstandssprecher der örtlichen Kolpingfamilie,
Tobias Bürmann.
Kolpinger vor der Kirche in Bilshausen.
Foto: Germeshausen
Noch bis Ende 2016 kann die Freiwillige Feuerwehr Bilshausen Fahrzeughalle und Gruppenraum im Gebäudekomplex der Gemeindeverwaltung nutzen. Dann muss die Feuerwehr hier ausziehen, denn die Gemeinde hat den Mietvertrag
mit der für den Brandschutz zuständigen Samtgemeinde Gieboldehausen wegen Eigenbedarfs
fristgerecht gekündigt.
Birkungen. Die katholische Pfarrgemeinde
braucht ein neues Gemeindezentrum, da der bisherige Gemeindesaal durch den Kindergartenneubau nicht mehr zur Verfügung steht. Um dem
Mangel zu begegnen, soll die alte Pfarrscheune
umgestaltet werden.
Breitenberg. Beim Festkommers zum 700-jährigen Ortsjubiläum im vergangenen Jahr hielt
der von hier gebürtige Professor Josef Nolte die
Festrede. Diese wurde nun gedruckt und den
Breitenberger Haushalten kostenlos zugestellt.
Desingerode. „Ein starkes Stück“ heißt die Komödie, die die Katholische Frauengemeinschaft
Desingerode/Esplingerode am letzten Februarwochenende auf die Bühne des Pfarrheims
gebracht hat.
Diedorf. „Aufgegeben …, aber nicht verloren“ ist
der Titel des fünften Buches von Beate Piehler,
das jetzt erschienen ist. Darin berichtet die Autorin über Eindrücke, Erlebnisse und Natur auf
ihren Reisen.
Dingelstädt. Am 13. März wurde das neue
Altenpflegezentrum „Heilige Louise“ der Alten-
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
März 2015 wurde die neue Orgel im Gottesdienst
feierlich von Dechant Wigbert Schwarze eingeweiht.
Göttingen. Die Göttinger Tafel feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Als die Tafel 1995 gegründet
wurde, war es die erste in Niedersachsen und
die dritte in Deutschland. Heute versorgt die Tafel
500 bis 600 Personen pro Woche mit Essen.
Nach einem Zimmerbrand im Haus des Maßregelvollzuges in Göttingen Anfang März konnte
ein 46-jähriger Insasse nur noch tot geborgen
werden.
Mühlhausen. Einen Zuwendungsbescheid
über 26.000 Euro aus dem Regionalbudget des
Landkreises übergab Landrat Harald Zanker an
Oberbürgermeister Johannes Bruns. Das Geld
ist zweckgebunden für die Anschaffung und Aufstellung von sieben neuen Ortseingangstafeln an
den wichtigsten Zufahrtsstraßen der Stadt.
145
Aus dem HVE
Niederländer interessieren sich
für Urlaub im Eichsfeld
Eine Premiere für den Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld (HVE) war die Teilnahme an der
Tourismusmesse „Fiets en Wandelbeurs“ kürzlich in Amsterdam. Die Niederländer vor den
Schweizern und Österreichern sind gegenwärtig die stärkste ausländische Gästegruppe in der
Region. Die Besucher auf dem HVE-Messestand
interessierten sich insbesondere für das Radund Wanderwegenetz im Eichsfeld. Die ersten
konkreten Anfragen von Urlaubern nach Campingmöglichkeiten, Wohnmobilstellplätzen und
Ferienwohnungen liegen bereits vor.
Der Lions-Club Mühlhausen spendete kürzlich je
600 Euro für die Kindertafel und den Kinderfonds
des Diakonischen Werks Eichsfeld-Mühlhausen.
Seit 1908 wird in Mühlhausen Pflaumenmus
hergestellt. Heute verlassen täglich 50.000 Gläser Pflaumenmus die Fabrik in der Mühlstraße.
Dafür werden 3.400 Tonnen Rohware im Jahr
verarbeitet.
Ute Morgenthal am HVE-Stand in Amsterdam.
Kirche, Kultur und Traditionen
Kolping und Caritas für versachlichte
Diskussion zur Flüchtlingsthematik
„Auf der Flucht - zwischen Asyl und gewünschter
Zuwanderung“. So lautete das Motto der diesjährigen Duderstädter Gespräche, die bereits
zum 26. Mal im Kolping-Ferienparadies auf dem
Pferdeberg stattfanden. Im Auftrage der Veranstalter Kolping-Diözesanverband Hildesheim hieß
deren Vorsitzender Andreas Bulitta und für den
Caritas-Diözesanverband Hildesheim Elisabeth
Stankowski etwa 140 Kolpinger aus dem Bistum
Hildesheim und über dessen Grenzen hinaus
willkommen. Oberstes Anliegen war den Veranstaltern, zur Diskussion innerhalb der Bevölkerung um die Flüchtlingssituation beizutragen. So
betonte es auch der Diözesansekretär des Kolpingwerkes, Josef Teltemann, der in die Thematik
einführte. Bereits am Vorabend hatte man sich
mit Experten über die Flüchtlingspolitik kundig
gemacht. Im Verlauf dieser Diskussion führte Kai
Weber, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Niedersachsen, in die Arbeit der Härtefallkommission
ein. „Flucht und Migration – Herausforderungen
für die Politik“ stellte Dr. Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Allein im Jahre 2014 seien bisher von Italien mehr
als 140.000 Flüchtlinge aufgenommen worden.
Die Welt sei in Bewegung. Derzeit fänden sich
weltweit mehr Menschen auf der Flucht als zum
Ende des 2. Weltkrieges. In Deutschland seien
innerhalb von sechs Monaten 25.000 Flüchtlinge
eingetroffen. Um der in Zukunft noch steigenden
Zahl von Flüchtlingen Herr zu werden, müssten
laut Schmidt Prioritäten für bestimmte Länder gesetzt werden. Mit dem Problem „Integration als
Chance für unsere Gesellschaft“ setzte sich Doris
Schröder-Köpf auseinander. Sie ist Landesbeauf-
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Stelle des Films verbittert gefragt. Stefan Weinert
lässt die Hinterbliebenen erzählen, besucht mit ihnen die Ereignisorte der Gewalttaten, schaut mit
ihnen in die Akten des Staatssicherheitsdienstes. Die bürokratisch-kalten Eintragungen in den
Stasi-Akten stehen im krassen Gegensatz zu den
emotionalen Äußerungen der Hinterbliebenen.
Ihnen wurde fast immer vorgeworfen, Mitwisser
einer beabsichtigten Flucht zu sein. Eine Frau bekam um 9.15 Uhr Besuch von der Stasi, und das
Gespräch, das wohl eher als Verhör angesehen
werden musste, endete um 13.45 Uhr. Viele Hinterbliebene der Berliner Grenzopfer hofften nach
der Wiedervereinigung auf die westdeutsche
Justiz. Doch die Hoffnungen wurden enttäuscht.
Auf der untersten Stufe mussten die Urteile niedrig sein, um die Täter von „ganz oben“ nicht allzu
hart bestrafen zu müssen. Die angebliche „Siegerjustiz“ hielt sich gegenüber Tätern von „ganz
oben“ sehr zurück. Trotz aller Kritik war es aber
147
gelungen, die Opfer durch die Mauerschützenprozesse aus der Anonymität herauszuholen. Nach
dem Ende des Films diskutierten Stefan Weinert
und Ben Thustek, Leiter der Bildungsstätte am
Grenzlandmuseum Eichsfeld, mit dem Publikum.
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten haben
bisher kein Interesse an dem Film „Die Familie“
gezeigt. Immer wieder wird nach der Zahl der Opfer an der innerdeutschen Grenze gefragt. Eine
genaue, wissenschaftlich belegbare Zahl gibt es
nicht, auch wenn oft von etwa 900 Toten gesprochen wird. Eine genaue Zahl aller Opfer dürfte nur
schwer zu ermitteln sein. Selbst in Dänemark gibt
es einige kleine Friedhöfe, auf denen Deutsche
aus der DDR anonym beerdigt sind, die in der Ostsee ertranken und deren Leichname an dänischen
Stränden angespült wurden.
Der Film „Die Familie“ von Stefan Weinert kann
ab September dieses Jahres als DVD erworben
werden.
Heribert Reinhardt
Aus den Eichsfelder Vereinen
Der Dichter und die Stasi – Hans-Jürgen
Döring gibt Einblick in seine Stasi-Opferakte
Wieder einmal rief der Seniorenbeauftragte des
Kolpingbezirks Untereichsfeld, Günter Goldmann,
und wieder einmal waren viele seiner Einladung
gefolgt. An die hundert Kolpinger und Gäste interessierten sich im Kolping-Ferienparadies auf dem
Pferdeberg für das Thema „Der Dichter und die
Stasi“. Referent war der ehemalige Landtagsabgeordnete des Thüringer Landtags und Lehrer an
der Schule in Hundeshagen, Hans-Jürgen Döring
aus Worbis. Das, was er seinen fast hundert Zuhörern bot, war ein überaus spannender, 90-minütiger Erlebnisbericht aus Dörings „Stasiakte“,
die über ihn in einem mehrjährigen Zeitraum
angefertigt wurde. Auf seine eingangs rhetorisch
gestellte Frage „Wie war die DDR wirklich?“, antwortete der Redner kurz und knapp: „Es handelte
sich um einen Staat, der seine Bürger intensiv
und lückenlos bespitzelte.“ Es wurde unter anderem über Döring
ein Bericht von
seinem ehemaligen Deutschlehrer verfasst und
von einigen seiner ehemaligen
Bekannten, von
denen er nicht
Günter Goldmann (rechts) be- ahnte, dass sie
dankt sich mit einem Präsent. als „ infor melle
Mitarbeiter (IM)“ tätig waren. Er selbst war stets
dabei, Gedichte zu verfassen, deren Inhalt er von
DDR-Funktionären erfuhr, die dann jedoch verschlüsselt werden mussten, so die These „Kranke
Bäume fällen wir“. Der mehrseitige Stasi-Bericht,
aus dem Döring zitierte, zeugte von großer Vielseitigkeit bis hin zu detaillierten Bereichen aus
dessen Leben. Wohl selten hat eine Gemeinschaft wie die Anwesenden erfahren, wie es im
Einzelnen bis in persönliche Bereiche einstens in
der DDR vonstattenging.
Text und Foto: Gerhard Germeshausen
Karnevalisten und Plattdütsche
veranstalteten Mundart-Abend
Dass es in Ferna immer wieder etwas zu feiern
gibt, bewies einmal mehr das Treffen der Plattdütschen Frünne im Dorfkrug. Hier fühlt man
sich offensichtlich immer wieder wohl, denn die
Freunde der Muttersprache waren bereits zum
vierten Mal hier versammelt. Was für Auge und
Ohr von den Beteiligten geboten wurde, konnte
sich allemal sehen und hören lassen, sowie auch
die Bilanz und Perspektive, die Bürgermeister
Erich Oberkersch darbot. Zusammen mit dem
Präsidenten der Plattdütschen Frünne, Werner
Grobecker, und dem Mitveranstalter des Abends,
Uwe Schulze, Vereinsvorsitzender des Karnevalvereins Ferna, hießen die Veranstalter an die
100 Teilnehmer willkommen. Oberkersch ging auf
die Entwicklung seines Ortes ein und verkündete
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
es schwer ist, jemand Neues zu finden, so wurden die „Alten“ zum weitermachen überredet,
und zwar Hermann Josef Göbel 2. Vorsitzender,
Afra Bust 2. Schriftführerin und Karl Heinz Zinke 2. Kassierer. Auch der Beirat mit Alois Diete
und Ferdi Franke wurden in ihrem Amt bestätigt.
Zusammen mit Anni Apel wurde Gertrud Beume
149
als neue Kassenprüferin gewählt. Da der offizielle Teil der JHV abgearbeitet war, konnte endlich
mit der Kaffeetafel angefangen werden. Unser 1.
Vorsitzender kassierte dann noch Zahlungen für
unsere Jahresfahrt vom 12.-17. Juli 2015 in den
Thüringer Wald. Als weitere Attraktion ist am 18.
September eine Hafenrundfahrt in Köln geplant.
Edgar Koch
Kennen Sie das Eichsfeld?
Liebe Leserinnen und Leser,
gesucht ist dieses Mal eine
Eichsfelder Persönlichkeit,
die vor 150 Jahren in Uder
das Licht der Welt erblickte
und vor 90 Jahren in Heiligenstadt starb. Bekannt
geworden und geblieben
ist der Lehrer durch seine
Mundartdichtungen. Die
sind in Zeitungen und Zeitschriften sowie in den drei
Bändchen „Därre Hozel un driege Quitschen“,
„Wänn´s mant wohr äs?“ und „Korn und Sprie.
Spaß muß si“ zwischen 1922 und 1928 erschienen.
Wie heißt der Verfasser (1865–1925)?
Ihre Lösung schicken Sie bitte bis zum 12. April per Postkarte an die
Redaktion EHZ
Verlag Mecke Druck
Postfach 1420
37107 Duderstadt
Der Gewinner erhält das
Buch „Das Geheimnis der
Burg Hanstein“.
Lösung der Quizfrage im letzten Heft: Beberstedt
und Birkungen.
Das Buch „Das Geheimnis der Burg Hanstein“
hat unsere Leserin Frau Elvira Arnold aus Heiligenstadt gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.
Buchvorstellungen
Ingrid und Ulf Annel: 111 Museen in Thüringen,
die man gesehen haben muss. Köln 2015, 240
Seiten, 133 Fotos von Juliane Annel, zwei Karten, ISBN 978-3-95451-510-3, 14,95 €.
333 Sehenswürdigkeiten in Thüringen sind es
inzwischen, die von der Erfurter Familie Annel
präsentiert und zum Muss-Ziel eines bildungsintensiven Thüringentrips erklärt wurden. Nachdem Ulf Annel zunächst das Interesse auf jeweils
111 Orte in und um Erfurt (2012) und Weimar
(2013) in den Fokus seiner Betrachtungen gerückt hatte, galt jüngst seine und die Aufmerksamkeit seiner nun mithelfenden Ehefrau Ingrid
den recht verzweigt lokalisierten thüringischen
Museen, aus deren beachtlicher Anzahl beide
exakt 111 plus den mini-a-thür-Park in Ruhla als
Zugabe auswählten.
Wer sich nicht unwiderruflich auf die alleinige Nutzung der vierbändigen, 1187-seitigen „Kulturellen
Entdeckungen Thüringen“, herausgegeben von
der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
2009/11, festgelegt hat, der kann das neue Werk
als einen klugen, angenehmen, unterhaltsamen Begleiter auf seinem Weg durch den
museumsreichen Freistaat
mit sich führen bzw. Annels
Auswahl als inhaltlichen Routenplaner nutzen.
Vergeblich sucht man nach
den allbekannten „großen
Häusern“; vielmehr sind es
die Hinweise auf kleinere
Sammlungen, einzigartige Handwerke, weniger
berühmte Persönlichkeiten, besondere Produkte und viele überraschende Details, die einfach
staunen lassen, manchmal erheiternd wirken, in
jedem Falle aber den Bildungshorizont weiten.
Und Letzteres geschieht ohne den streng drohenden Oberlehrer-Zeigefinger, sondern in nicht
minder sachlicher, aber gekonnt verschmitzt dargebotener heiterer Weise, die den großartigen
Kabarettisten Ulf Annel in seiner Erfurter „Arche“
vor dem geistigen Auge erscheinen lässt.
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
151
Eichsfelder Wallfahrten 2015
zusammengestellt vom Verein für Eichsfeldische Heimatkunde und HVE Eichsfeld Touristik
1. Wallfahrten zum Hülfensberg
Auskunft: 036082-45500
Fest „Mariä Schnee“: Mittwoch, 5. August
9.00 Uhr Wallfahrtshochamt
Regelmäßige Wallfahrtstage:
mittwochs ab 6. Mai bis 21. Oktober
15.00 Uhr stille Anbetung
16.00 Uhr Eucharistiefeier
Hochfest „Mariä Himmelfahrt“
Sonntag, 16. August - Patronatsfest
10.00 Uhr Wallfahrtshochamt mit Kräuterweihe und
Andacht
Wallfahrtseröffnung
Freitag, 1. Mai, 10.00 Uhr mit P. Heribert Arens OFM
15.00 Uhr Maiandacht
Fest „Mariä Geburt“: Sonntag, 13. September
10.00 Uhr Wallfahrtshochamt und Andacht
Wallfahrtsabschlussgottesdienst
Sonntag, 25. Oktober
Bitt- und Bonifatiuswallfahrt: Sonntag, 10. Mai
Hauptwallfahrt „Dreifaltigkeit“: Sonntag, 31. Mai
Johanneswallfahrt als Familienwallfahrt: Sonntag, 28. Juni
Michaelswallfahrt: Sonntag, 27. September
Verlauf bei jeder Wallfahrt:
8.00 Uhr Kreuzwegprozession ab Geismar
10.00 Uhr Wallfahrtshochamt mit Prozession
Rentnerwallfahrt: Mittwoch, 10. Juni
12.00–16.30 Uhr, 13.00 Uhr Eucharistiefeier
Ökumenischer Pilgertag: Samstag, 30. Mai
19.00 Uhr Ökumenischer Taufgedächtnisgottesdienst
Wallfahrt am Tag der Deutschen Einheit
Samstag, 3. Oktober
10.00 Uhr Eucharistiefeier (Wortgottesdienst an der
Kapelle der Einheit, Prozession auf den Berg, Fortsetzung der Eucharistiefeier mit der Gabenbereitung)
Ökumenischer Pilgerweg von Worms nach
Grünberg
24. Juli – 2. August (entlang des Lutherweges 1.
Abschnitt)
2. August, 10.00 Uhr Abschlussgottesdienst auf dem
Hülfensberg
Pilgerweg am Reformationstag
Samstag, 31. Oktober, Vom Hülfensberg nach Kloster Zella
10.00 Uhr Ökumenischer Wortgottesdienst auf dem
Hülfensberg, anschl. Pilgeressen, danach Abgang
nach Kloster Zella (Rückfahrmöglichkeit zum Hülfensberg, Bustransfer)
2. Wallfahrten nach Etzelsbach
Auskunft: 036085-40305
Pferdewallfahrt zum Fest Mariä Heimsuchung
Sonntag, 12. Juli
10.00 Uhr Wallfahrtshochamt, Andacht und Segnung
der Pferde
Gedenken des hl. Christophorus: Sonntag, 19. Juli
14.00 Uhr Andacht mit Fahrzeugsegnung
Viertes Jahresgedenken zum Besuch des Heiligen Vaters Papst Benedikt XVI.
Mittwoch, 23. September, 17.00 Uhr Marienvesper
3. Wallfahrten zum Klüschen Hagis
Auskunft: 036075-60640
Männerwallfahrt am Fest „Christi Himmelfahrt“
Donnerstag, 14. Mai
9.15 Uhr Wallfahrtshochamt
11.00 Uhr Feierstunde
Klüschenwallfahrt „Mariä Heimsuchung“
Sonntag, 5. Juli, Patronatsfest
10.00 Uhr Wallfahrtshochamt
Montag, 6. Juli
8.00 Uhr Amt für die verstorbenen Priester
9.30 Uhr Hochamt f. d. Verstorbenen des Eichsfeldes
Seniorenwallfahrt: Donnerstag, 10. September
13.00 Uhr hl. Messe
Fußwallfahrt von Magdeburg zum Klüschen Hagis
4.-15. August, 15. August, 10.00 Uhr Abschlussgottesdienst
4. Wallfahrten zur Antoniuskirche in Worbis
Auskunft: 036074-94820
Antoniuswallfahrt: Samstag, 13. Juni
19.00 Uhr Andacht mit Predigt und Segen
Sonntag, 14. Juni
10.00 Uhr Wallfahrtshochamt auf dem Klosterplatz
mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick
Diozesan-Kolpingwallfahrt: Sonntag, 6. September
9.30 Uhr Wallfahrtshochamt in der Antoniuskirche
Hardtkapelle: 28. Juni und 16. August
Jeweils 9.00 Uhr Kreuzweg u. 9.30 Uhr Wallfahrtsamt
Rochuskapelle: 30. August
9.00 Uhr Prozession von der Stadtkirche,
9.30 Uhr Gelöbnisamt an der Rochuskapelle
5. Wallfahrten nach Germershausen „Maria in
der Wiese“, Auskunft: 05528-92390
Wallfahrtseröffnung: Ostermontag, 6. April
9.30 Uhr Wallfahrtsamt
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
20. Kreuzwallfahrt in Kreuzebra
Auskunft: 036075-30665
Montag, 14. September
18.30 Uhr Festgottesdienst mit anschl. Lichterprozession
Montag, 23. März
10.00 Uhr Wallfahrtsamt
Donnerstag, 30. April (Kleine Wallfahrt)
18.00 Uhr Wallfahrtsamt
21. Gottesdienst am Dünkreuz in Deuna
Auskunft: 036076-44750
Pfingstmontag, 25. Mai
10.00 Uhr Gottesdienst
Sonntag, 30.August
10.00 Uhr Gottesdienst
Wallfahrtstage in Vierzehnheiligen
vom 26.-29. Juni
22. Wallfahrt zur Waldkapelle Kleines Paradies
Neustadt
Auskunft: 036077-29247
Pfingstmontag, 25. Mai, 10.30 Uhr Gottesdienst
Samstag, 15. August, 18.00 Uhr Hochamt
23. Heilig-Blut-Wallfahrt nach Walldürn
Auskunft: 036075-60640
Freitag, 29. Mai
5.00 Uhr Beginn der Fußwallfahrt in Küllstedt
Mittwoch, 3. Juni
12.00 Uhr Wallfahrtshochamt in Walldürn
24. Schönstatt-Heiligtum im Kleinen Paradies in
Heiligenstadt
Auskunft: 03606-619790
Eröffnung der Maiandachten Freitag, 1. Mai
Kapellchenfest Samstag, 3. Oktober
10.15 Uhr Festgottesdienst
25. Josefswallfahrt nach Renshausen
Auskunft: 05507-1607
Jeden 1. Donnerstag im Monat um 17 Uhr Votivmesse
zum Hl. Josef
Sonntag, 22. März
9.30 Uhr Wallfahrtsmesse
14.00 Uhr Andacht
153
26. Eichsfelder Wallfahrt nach Vierzehnheiligen
Fußwallfahrt von Heyerode/Diedorf nach Vierzehnheiligen vom 4.-13.Juni
27. Wallfahrt um Geistliche Berufe
Sonntag, 26.April
28. „Mariä Geburt“ Bischofferode
Auskunft: 036077-29247
Samstag, 5. September, 20.00 Uhr Lichterprozession
Sonntag, 6. September, 10.00 Uhr Festhochamt mit
eucharistischer Prozession
29. Hennefeste bei Birkenfelde
Pfingstmontag, 25. Mai
10.00 Uhr Gelöbniskreuzweg und Hochamt
30. Annabergwallfahrt des Dekanates Dingelstädt
Sonntag, 19. Juli
10.00 Uhr Prozession von Struth
11.00 Uhr Wallfahrtsamt auf dem Annaberg
31. Eichsfeldwallfahrt Bochum-Stiepel
Auskunft: 0234-473453, [email protected]
Sonntag, 31. Mai, 11.30 Uhr Feierliches Wallfahrtshochamt mit Prälat Abt Dr. Maximilian Heim OCist
(Stift Heiligenkreuz im Wienerwald) am Freialtar auf
dem Wallfahrtsplatz
14.30 Uhr Feierliche Schlussandacht in der St.Marien-Wallfahrtskirche
32. Sonnenstein: Sonntag, 13. September
9.45 Uhr Prozession zum Sonnenstein, Treffpunkt
Kirche in Holungen
10.30 Uhr hl. Messe auf dem Sonnenstein
Veranstaltungskalender
Verein für Eichsfeldische Heimatkunde und
des Heimatvereins Goldene Mark
(Untereichsfeld)
11.04.2015, 14.00 Uhr: Meinhard-Schwebda, vergangene dörfliche Kultur und beeindruckende
Bauwerke der von Keudell in und bei Schwebda.
Führung im hist. Dorfzentrum von Schwebda und
im Heimatmuseum Meinhard durch Museumsleiter Erwin Heuckeroth, anschl. Besichtigung des
Schlosses Wolfsbrunnen. Treffpunkt: Lindenanger
in Schwebda.
27.04.2015, 19.30 Uhr: Historisches Rathaus in Duderstadt, Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Goldene Mark (Untereichsfeld) e. V.
Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal
11.04., 10.00 Uhr: Backen im Lehmbackofen, Hof
Sickenberg in Sickenberg. Anmeld. 036087/97696.
11.04., 14.00 Uhr: Wanderung Frühblüher und Pilze
am Mittelberg. Info: 0173/17969011.
11.04. 6.30 Uhr: Morgenpirsch & Eichsfelder Frühstück, Rundwanderung um die Burg Hanstein. Anschl. Eichsfelder Frühstück im Klausenhof. Info:
036081/61422 oder [email protected]
12.04., 14.00 Uhr: Bärlauch rund um Fürstenhagen, Wanderung, Parkplatz Fürstenhagen. Info:
036083/40681.
12.04., 13.00 Uhr: Unterwegs im Eibenwald, Wanderung im frühlingshaften Eibenwald. Alter Steinbruch
154
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
bei Asbach. Info: 05651/952125 oder [email protected]
18.04., 6.30 Uhr: Morgenpirsch am „Grünen Band“
rund um Asbach. Wendehammer am Ortsausgang von Asbach in Richtung „Altenstein“. Info:
05545/731.
26.04.: Tabaluga-Haus in Duderstadt und historische Spinnerei Gartetal, Genusstour. Abschluss:
Kaffee im Hofcafé am Pfarrhaus Gieboldehausen.
Info: 036074/621650, [email protected]
30.04., 18.00 Uhr: Fest/Wanderung Walpurgis in
Fürstenhagen. Verkleidung gerne gesehen! Anschl.
Hexensuppe am Feuer! Info: 036083/4068.
Konzert
im Eichsfeld Klinikum in Heiligenstadt
26.04.2015, 15.00 Uhr: Bereits zum dritten Mal musizieren Petra Bettermann (Gesang) und Torsten
Derlin (Klavier) im Haus St. Vincenz. Unter dem Titel
„Ave Maria“ erklingen berühmte Geistliche Lieder
und Arien.
Tobias Reinhold
Die Galerie in der Burg /Hist. Kemenate
26.04., 16.00 Uhr: Gespräch mit dem Thüringischen
Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und dem Landrat des Landkreises Eichsfeld, Dr. Werner Henning
(angefragt) über „Fragen zum Verhältnis von Staat
und Kirche“ - Moderation: Prof. Dr. Raban Graf von
Westphalen
Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und der
Heimat- u. Verkehrsverein Gieboldehausen
26.04.2015, 9.30 Uhr: Wanderung durch den Rotenberg. 11,5 km, ca. 3,5 Std. Treffpunkt: Rhumeparkplatz in Gieboldehausen in der Rhumestraße.
Über den Thiershäuserberg und dem Vogelsang
führt der Weg durch den alten Eichen und Rotbuchenbestand mit seinen teppichhaft blühenden
Frühlingsanemonen und Waldmeister zum „Tongrubenblick“. Danach geht es abwärts weiter auf dem
Tongrubenweg zum südlichen Rand des Rotenberges mit Blick bis zu den Thüringer Bergen.
Wilfried Basdorf, 05528-1264 oder [email protected]
Klausenhof Bornhagen
17.04., 18.00 Uhr: Märchenlesung und Tafeley
„Tischlein deck dich“.
30.04., 19.00 Uhr: Walpurgisnacht. Mittelalterliche
Tafeley und „Allerley Kurtzweyl“ aus längst vergangenen Jahrhunderten.
Gut Herbigshagen (Heinz Sielmann Stiftung)
06.04.: Kräutermarkt
18.04.: Almauftrieb Harzer Höhenvieh
Infos: 05527-914-0 oder [email protected]
Personalien (ohne Gewähr)
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie haben selbst die Möglichkeit, Gratulationen
oder andere wichtige Personalia in unserer Heimatzeitschrift kostenlos zu veröffentlichen. Bitte haben Sie Verständnis, dass nur Zuschriften
berücksichtigt werden, die in der nächstfolgenden Ausgabe publiziert werden sollen. Bitte verwenden Sie dazu ausschließlich das am Ende
dieser Rubrik abgedruckte Formular.
Anrode OT Zella: Wir gratulieren zum Geburtstag:
Karl-Heinz Deschner (72), Rita Hensel (68), Monika
Witzel (78), Franz-Josef Beil (76); Arenshausen.
Wir gratulieren zum Geburtstag: Klaus Sippel (60),
Rita Gunkel (87), Petra Wolf (77), Maria Reichenbä-
cher (76), Paul Ludolph (76), Otto Gerling (85),
Christina Kier (75), Ulrich Faak (79); Ascherode. Wir
gratulieren zum Geburtstag: Günther Knoche (71),
Ulrich Wenzel (74); Beberstedt. Wir gratulieren zum
Geburtstag: Otto Schilling (75), Joseph Stöber (92),
Kuno Breitenstein (74), Wilfried Schulz (65), Alfred
Döring (76), Benno Schollmeier (79), Paul Hebenstreit (78), Herbert Wagner (79), Heinrich Breitenstein (84); Berlingerode. Wir gratulieren zur goldenen Hochzeit: Heinrich und Bernadette Gaßmann;
zum Geburtstag: Heinz Heider (81), Elfriede Ellendt
(74), Rosa Dornieden (80), Magdalena Kahlert (80),
Elisabeth Czajor (86), Heinrich Heddergott (84), Wilhelmina Hampe (74), Joseph Iseke (86), Maria Luise
Lichtenberg (74), Adelheid Müller (82), Rita Kellner
(81), Irmgard Schwedhelm (79), Klemens Herwig
(73), Hildegard Zauske (84), Franz Miedlich (89),
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159
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Geschenk-Abo soll gelten (Zutreffendes ankreuzen)  bis Ablauf des Jahres 20 .........  zunächst ohne
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Inhaltsverzeichnis
Josef Keppler: „Maria im Busch“ und die Steckenpferdreiter in Dingelstädt
121
Dr. Torsten W. Müller: Vor 70 Jahren endete der Zweite
Weltkrieg – Das Kriegsende 1945 im Eichsfeld aus
der Chronik der Heiligenstädter Redemptoristen
125
Stefan Sander: Luftkrieg über dem Eichsfeld
am 19. April 1944
128
Josef Keppler: Quo vadis, Eichsfeld?
„Planungsentwurf“ des Heiligenstädter Landrates für eine Gebietsreform
129
Helmut Heiland: Heimatkundliche Geologie des
Eichsfeldes (6). Das Wipper- und das Leinetal
136
Das historische Eichsfeldfoto
138
Wir gratulieren
Gerhard Germeshausen: Pfr. Hans-Karl Janotta
139
Wir gedenken
Gerold Wucherpfennig: Carl Strüber
139
Berichte aus dem Eichsfeld
140
Kirche, Kultur und Traditionen
145
Jürgen Backhaus: Bald steht die Maschine still.
Verwahrung der beiden Bischofferöder Schächte
hat begonnen und soll Ende 2016 beendet sein
131
Aus den Eichsfelder Vereinen
147
Kennen Sie das Eichsfeld?
149
Buchvorstellungen
149
Josef Keppler: Direkte Wasserstandsmessungen
durch neuen Werrapegel bei Lindewerra
133
Eichsfelder Wallfahrten 2015
151
Johann Freitag: Im Schritt der Zeit – unsere eichsfeldische Heimat. St.-Antonius-Kirche in Worbis
135
Veranstaltungskalender
153
Personalien
154
Titelbild: Frühlingsstimmung am Schützenbrunnen auf der Oberen Marktstraße in Duderstadt. Links im Bild das
„Gerodesche Haus“ (ehem. Klosterhof des Klosters Gerode), daneben das ehem. Hölschersche Haus im
Jugendstil und rechts das ehem. Hessesche Haus, ein prächtiges Fachwerkhaus mit figürlichen Knaggen.
Heute gehören beide Häuser zum Tabalugahaus der „Schutzräume für Kinder in Duderstadt gGmbH“, die
von Peter Maffay und Prof. Hans Georg Näder 2012 initiiert wurde. Foto: Josef Keppler.
Eichsfelder Heimatzeitschrift - Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Internet: www.meckedruck.de/eichsfeld
ISSN 1611-1648
Herausgeber:
Helmut Mecke, 37115 Duderstadt (Eichsfeld)
Redaktionsadresse: Eichsfelder Heimatzeitschrift
Postfach 1420, 37107 Duderstadt (Eichsfeld), Fax (05527) 98 19 39
Christian-Blank-Str. 3, 37115 Duderstadt
Redaktion:
Josef Keppler, Helmut Mecke, Edgar Rademacher,
Gerhard Germeshausen
Manuskripte und Fotos senden Sie bitte ausschließlich an die Redaktion. Eine Veröffentlichung kann nur honorarfrei erfolgen. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns
zu einem Ausdruck auch Ihre Text-Datei auf Datenträger oder über eine E-Mail zur
Verfügung stellen würden. Für unaufgefordert zugesandte Unterlagen wird keine
Gewähr übernommen. Eingangsbestätigungen erfolgen nicht. Eine persönliche
Abgabe von Manuskripten ist im Verlagsbüro Mecke Druck, Christian-Blank-Str. 3,
37115 Duderstadt (Eichsfeld), zur Weiterleitung an die Redaktion möglich. Die Veröffentlichung von Beiträgen kann nur vorgenommen werden, wenn diese eindeutig
mit dem Namen und der Adresse des Autors bezeichnet sind. Manuskripte, die von
der Redaktion nicht verwendet werden, können nur zurückgesandt werden, wenn
der Einsender einen ausreichend frankierten Rücksendebriefumschlag beilegt. Eine
Stellungnahme erfolgt nicht.
Die Redaktion behält sich eine Kürzung der Beiträge vor. Aufsätze und Beiträge
geben ausschließlich die Meinung und den Kenntnisstand des Verfassers wieder.
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NEUERSCHEINUNG
Günther Wiegand
Eichsfeldische Bibliographie
Günther Wiegand
Eichsfeldische
Bibliographie
Die heimatkundliche
und geschichtliche Literatur
von den Anfängen bis 2008
Die heimatkundliche und geschichtliche Literatur von den
Anfängen bis 2008
Hg. vom Verein für Eichsfeldische
Heimatkunde und Heimatverein Goldene Mark (Untereichsfeld), 2 Bände,
ca. 1.960 Seiten, Format 17 x 24,5 cm,
Festeinband, Eichsfeld-Übersichtskarte, ISBN 978-3-86944-150-4.
Die neue Publikation enthält erstmalig bibliographische Angaben zum
gesamten Schrifttum, welches bis 2008 über das Eichsfeld und seine
-ENSCHENALS-ONOGRAlENUND!UFSÌTZEIN.ACHSCHLAGEUND3AM
melwerken, Zeitschriften und Zeitungsbeilagen gedruckt erschien.
Dr. Günther Wiegand, ehem. Direktor der Universitätsbibliothek Kiel, hat unter Einbeziehung früherer Literaturnachweise das Eichsfeld wie kaum eine andere deutsche Landschaft bibliographisch
erschlossen, sodass künftig jede ernsthafte Beschäftigung mit eichsfeldischen Themen bei der
u%ICHSFELDISCHEN"IBLIOGRAPHIEvIHREN!USGANGSPUNKTlNDENWIRD
Das Buch, das 19.000 Titel mit 28.000 Positionen enthält, besteht aus einem Sachteil mit 600 Kapiteln. Ein detailliertes, alphabetisch geordnetes Schlagwortregister führt zu den einzelnen Kapiteln
der thematischen Gliederung. An den Sachteil schließt der alphabetisch geordnete Ortsteil an, der
alle Orte und wüsten Stätten des Eichsfeldes umfasst und der ebenso geordnete Personenteil mit
komplettierten und ergänzten Hinweisen auf Opfermanns „Gestalten des Eichsfeldes“. Ein Register
der Verfasser, Herausgeber und Illustratoren beschließt das Werk.
Sie haben jetzt die Möglichkeit, sich Ihr Exemplar zum günstigen Subskriptionspreis von 99,95 €
zu sichern. Als Erscheinungstermin ist Mitte Juli 2015 vorgesehen. Nach Erscheinen kostet das Werk
124,95 €. Einträge in die Liste der Subskribenten sind bis zum 15. April 2015 möglich. Ihre Bestellung
können Sie bei Ihrer Buchhandlung abgeben oder direkt senden an: Verlag Mecke Druck, Postfach
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