Lange Nacht der Industrie - InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG

Lange Nacht der Industrie
A N Z E I G E N - S O N D E RV E R Ö F F E NT L I C H U N G
19 . A P R IL 2 01 5
Seite 3
TOURENPLAN
Die Teilnehmer auf einen Blick
Seite 4
TIEFE EINBLICKE
Unternehmen öffnen ihre Tore
Seite 5
NACHWUCHS
Duale Ausbildung
Eine Veranstaltung der IHK
25 Am
.J
un
i
Industrie in der Abenddämmerung:
Das Kraftwerk des Industrieparks
Kalle-Albert in Wiesbaden erzeugt
rund um die Uhr Energie.
Teilnehmer der „Langen Nacht
der Industrie“ können einen
exklusiven Blick hinter die
Kulissen werfen.
Foto: Infraserv Wiesbaden
Die Industrie stellt sich vor
Das Verarbeitende Gewerbe im Rhein-Main-Gebiet bietet am 25. Juni exklusive Einblicke
■
Luftverkehrsdrehscheibe,
europäischer Finanzplatz,
Messestadt – wer an Frankfurt
und seine Wirtschaft denkt, hat
zuerst Banken, Börse, Flughafen und Messe vor Augen. Dabei gerät völlig zu Unrecht oft
in Vergessenheit, dass die Mainmetropole und die gesamte Region auch ein bedeutender Industriestandort sind. Viele Industrieunternehmen in FrankfurtRheinMain gehören zu den
Marktführern ihrer Sparte.
356.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in der
Region sind im Verarbeitenden
Gewerbe tätig. Hinzu kommen
weitere 200.000 Erwerbstätige,
die in Dienstleistungsunternehmen beschäftigt sind, die ihre
Leistung unmittelbar für das
Verarbeitende Gewerbe erbringen, jedoch der Branche nicht
zugerechnet werden. Damit
spielt die Industrie eine tragende Rolle für den Wohlstand und
die Beschäftigung in FrankfurtRheinMain.
Um die vielfältigen Industriestandorte der Region auch für
Außenstehende und potenzielle
Nachwuchskräfte greifbarer und
erlebbarer zu machen, öffnen
die Unternehmen in diesem
Jahr wieder in der „Langen
Nacht der Industrie“ am Donnerstag, 25. Juni, ihre Werkstore
für Besucher. Industriebetriebe
– vom Mittelständler bis zum
Weltkonzern, vom Global Player bis zum „Hidden Champion“ – präsentieren sich, ihre
Technologien, Arbeitsprozesse
und Produkte der interessierten
Öffentlichkeit. Viele Menschen
wissen nur ansatzweise, welche
Branchen in der eigenen Region angesiedelt sind und welche
Ressourcen die Industrie benötigt. Was sich heute hinter den
Werkstoren der Unternehmen
an spannenden Produktionsprozessen abspielt und wo viel-
leicht attraktive Job- und Ausbildungsplätze warten, ist noch
weniger präsent.
Zum fünften Mal im
Rhein-Main-Gebiet
Das bundesweit erfolgreiche
Veranstaltungskonzept
findet
bereits zum fünften Mal im
Rhein-Main-Gebiet statt. In den
Vorjahren waren die Touren sehr
schnell ausgebucht, weshalb das
Angebot stetig gewachsen ist. 14
Touren gewähren 2015 exklusive Einblicke in 21 Unternehmen
der Region. Der Industriepark
Höchst ist der Startpunkt für
fünf der 14 Touren. Auf Tour 4,
die unter anderem zur Betreibergesellschaft Infraserv führt,
ist eine Rundfahrt durch den
Industriepark inklusive, womit
die Besucher Einblicke in einen
der größten Produktions- und
Forschungsstandorte Europas
bekommen. Hier hat zum Bei-
spiel Sanofi seinen Deutschlandsitz und beschäftigt 6900
Mitarbeiter in Forschung und
Entwicklung, Produktion, Fertigung und Verwaltung. 100 Länder werden von hier aus mit Medikamenten des Weltkonzerns
versorgt. Frankfurt verfügt dank
Sanofi auch über den weltweit
größten Produktionsstandort
für Insuline.
Insgesamt arbeiten rund
22.000 Menschen auf dem 460
Hektar großen Gelände des Industrieparks Höchst, womit die
Mainmetropole über einen der
größten Chemie- und Pharmastandorte Europas verfügt.
Die hier ansässigen Unternehmen investierten im Jahr 2014
insgesamt rund 370 Millionen
Euro am Standort.
Ein weiterer wichtiger Industriestandort im Rhein-MainGebiet bildet den Startpunkt
für die Touren 9 und 10 der
„Langen Nacht der Industrie“:
In Wiesbaden bietet mit dem
Industriepark Kalle-Albert ein
weiterer Forschungsstandort
exklusive Einblicke in die chemische Industrie.
Auch der Flughafen Frankfurt mit seinen 78.000 Mitarbeitern ist ein bedeutender Teil
der Industrieregion FrankfurtRheinMain. Die Betreibergesellschaft Fraport bringt auf
Tour 3 den Airport interessierten Menschen näher.
Das Erfolgskonzept der
„Langen Nacht der Industrie“
nahm seinen Anfang im Jahr
2008 in Hamburg. In diesem
Jahr wird es bundesweit insgesamt neun „Lange Nächte der
Industrie“ geben. Die Organisation übernimmt seit dem
Start die Agentur prima events,
die für alle Abläufe, die gesamte
Kommunikation sowie die Betreuung von Teilnehmern und
Unternehmen vor Ort sorgt.
Von den zehn IHKs in der Me-
tropolregion FrankfurtRheinMain, die sich zum IHK-Forum
Rhein-Main
zusammengeschlossen haben, um die wirtschaftlichen Belange der Region zu bündeln, beteiligen sich
neben dem Hauptinitiator IHK
Frankfurt am Main, die Industrie- und Handelskammern Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern,
Gießen-Friedberg sowie Wiesbaden an der „Langen Nacht
der Industrie“.
Die kostenfreien Touren werden an den Startorten Frankfurt Höchst und Wiesbaden mit
einem Kick-Off-Event eingeleitet. Um 16.45 Uhr erfolgt die
persönliche Begrüßung
der
Teilnehmer im Industriepark
Höchst und im Industriepark
Kalle-Albert, um 17.15 Uhr
starten dann die Busse zu den
Unternehmen. Der Besuch des
ersten Unternehmens erfolgt
um 18 Uhr, das zweite Unternehmen wird um 19.45 Uhr
angesteuert und um 20.15 Uhr
besichtigt. Um 22.30 Uhr treffen dann alle Teilnehmer wieder
am Ausgangspunkt ein.
Teilnehmen an den Touren
kann nur, wer sich vorher über
die Homepage www.langenacht-der-industrie.de registriert und auch eine Teilnahmebestätigung erhalten hat. Beim
Boarding zur ersten Tour werden alle Teilnehmer kontrolliert
– aus Sicherheitsgründen sind
alle Besucher namentlich registriert und auch den Unternehmen bekannt. Viele Unternehmen haben Sicherheitsbeschränkungen und Altersbegrenzungen, die bei der Anmeldung im Internet jeweils aufgeführt sind. ■
Information
zur Teilnahme
Interessierte ab 14 Jahren
können sich unter www.
lange-nacht-der-industrie.de
um einen der begehrten
Plätze
bewerben.
Dabei
können bis zu drei Wunschtouren zu meist jeweils zwei
Unternehmen ausgewählt
werden. Am Abend der
Veranstaltung werden von
16.45 Uhr bis 22.30 Uhr
nacheinander beide Unternehmen jeweils circa 100
Minuten besichtigt.
Die Teilnahme ist kostenlos,
ebenso der Bustransfer von
den Startplätzen Frankfurt,
Wiesbaden, Darmstadt und
Gießen aus.
V2
Lange Nacht der Industrie
ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG
„Industrie hat Zukunft, Industrie ist Zukunft“
Liebe Leserinnen und Leser,
Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, zur „Langen Nacht der Industrie“
■
Der Industriepark Höchst
ist nicht nur Startpunkt
für viele Touren, die im
Rahmen der „Langen Nacht
der Industrie“ angeboten werden, sondern auch der größte
Industrie-Standort in FrankfurtRheinMain.
Auf
dem
4,6 Quadratkilometer großen
Areal sind mehr als 90 Unternehmen ansässig, die rund
22.000 Mitarbeiter beschäftigen. Infraserv Höchst ist die
Betreibergesellschaft des Industrieparks Höchst, der zu den
wichtigsten Forschungs- und
Produktionsstandorten
der
Chemie- und Pharmabranche
in Europa gehört. Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv
Höchst, freut sich schon auf
die „Lange Nacht der Industrie“.
Herr Vormann, was gibt es
in diesem Jahr im Industriepark Höchst zu sehen?
Viele Spannendes. Das neue
Innovation Center von Clariant, in dem 500 Forscher an
den Produkten der Zukunft arbeiten. Ein ganz neues und architektonisch hochinteressantes Gebäude. Celanese öffnet
eine moderne Produktionsanlage, in der Kunststoff-Granulat hergestellt wird, und zeigt,
wie in einem Technikum Kunststoff vor der Weiterverarbeitung
getestet wird. Infraserv Höchst
bietet Führungen durch die
Ersatzbrennstoff-Anlage, eine
der neuen Energieerzeugungsanlagen am Standort. Und natürlich werden auch die Indus-
triepark-Rundfahrten für die
Besucher sehr interessant, auch
wegen der Zwischenstopps im
Peter-Behrens-Bau.
Die Teilnahme an der „Langen Nacht der Industrie“
kostet die Firmen Zeit und
Geld. Lohnt sich das?
Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall. Wir sind froh, wenn wir
interessierten Bürgern zeigen
können, wie im Industriepark
Höchst geforscht und produziert wird, welche lebenswichtigen Medikamente und Kunststoffe für den täglichen Bedarf
aus Höchst kommen, und nicht
zuletzt auch, welche interessanten Berufe es hier gibt.
Wa
Warum
ist das so wichtig für
die Firmen?
Fr
FrankfurtRheinMain
wird oft
als Banken- und Dienstleistun
tungsstandort
wahrgenommen,
Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von
Infraserv.
Foto: Infraserv Höchst
doch die Industrie ist das eigentliche Rückgrat der Wirtschaftsregion. So ist beispielsweise für die Stadt Frankfurt
das Gewerbesteueraufkommen
aus dem Industriepark Höchst
unverzichtbar. Und mit 22.000
Mitarbeitern gehört der Standort zu den größten Arbeitgebern der Region.
Die Lange Nacht bietet die
Möglichkeit, den Menschen
die Faszination, aber auch die
Bedeutung der Industrie näher
zu bringen. Und da es immer
wichtiger wird, geeignete Nachwuchskräfte zu gewinnen, freuen wir uns vor allem auch über
jüngere Besucher, die sich über
berufliche Perspektiven informieren möchten. Da bietet der
Industriepark eine beispiellose
Vielfalt an spannenden Berufen
und Entwicklungschancen.
Die Lange Nacht wird einmal
mehr deutlich machen: Industrie ist Zukunft, Industrie hat
Zukunft. ■
Der Industriepark Höchst
ist einer der größten
Chemie- und Pharmastandorte
Europas und Startpunkt der
ersten fünf Touren bei der
„Langen Nacht der Industrie“.
Foto: Infraserv Höchst.
Experimentieren und
Industrie aktiv erleben
ist der Zweck der
„Langen Nacht der Industrie“.
Foto: prima events GmbH
auch in diesem Jahr lädt die
Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main an
einem der wichtigsten Industriestandorte Deutschlands
herzlich zur fünften „Langen
Nacht der Industrie“ ein.
Der
Arbeitsmarkt
in
Deutschland steht, aufgrund
des demografischen Wandels,
vor tiefgreifenden Veränderungen. Zudem ist die Nachfrage nach Arbeitskräften in
der Region FrankfurtRheinMain unverändert hoch.
Mittlerweile haben Unternehmen in FrankfurtRheinMain über 2 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und machen sie
damit zu einer der bedeutendsten Metropolregionen
Europas.
Der Garant für den Erfolg
eines Unternehmens sind gut
ausgebildete
Mitarbeiter.
Gerade in der Industrie versprechen anspruchsvolle Arbeitsplätze Abwechslung auf
vielseitigen Betätigungsfeldern. Obwohl FrankfurtRheinMain von seiner Anziehungskraft profitiert, ist es
für viele Industrieunternehmen immer schwieriger qualifizierte Fachkräfte – mit
oder ohne Studium – für sich
zu gewinnen. Mitunter ist
dadurch sogar die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gefährdet.
Dabei gibt es viele Wege
dem Fachkräftemangel zu
begegnen: Eine längere Lebensarbeitszeit oder Zuwanderung sind Möglichkeiten.
Doch sollte vor allem der
Nachwuchs intensiv gefördert werden. Würden Schü-
ler, Auszubildende und Studenten möglichst früh ihre
Scheu gegenüber der Industrie ablegen und mit ihr in
Kontakt treten, wäre viel gewonnen.
Die „Lange Nacht der
Industrie“ soll helfen, Industrie erfahrbar zu machen und
junge Menschen für die Industrie zu begeistern. Auf
insgesamt 14 verschiedenen
Touren bei über 20 Unternehmen bieten wir dem
Nachwuchs die Möglichkeit,
frühzeitig praktische Einblicke in die vielfältigen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu erhalten.
Wir freuen uns, Sie wieder
begrüßen zu dürfen, wenn
sich die Industrie in FrankfurtRheinMain präsentiert.
Prof. Dr. Mathias Müller
Präsident der Industrie
und Handelskammer
Frankfurt am Main
Liebe Leserinnen und Leser,
die hessische Industrie ist erfolgreich und innovativ. Davon können Sie sich wieder
einmal
auf
der
Nacht
der
Industrie“
„Langen
in
Frankfurt überzeugen. Werfen Sie einen Blick hinter die
Werkstore, informieren Sie
sich aus erster Hand und gewinnen
Sie
faszinierende
Eindrücke aus der Welt der
Produktion.
Mit ihren weltweit gefragten Erzeugnissen tragen Hessens Industrieunternehmen
wesentlich zu unserem Wohlstand bei. Wirtschaft, Gesellschaft und Politik haben ein
Bedeutende
Industrie
gemeinsames Interesse, dass
356.000 der insgesamt
2,2 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
hatten im Juni 2012 einen
Arbeitsplatz in der Industrie,
das war fast jeder fünfte Arbeitsplatz in Hessen.
Die hessische Industrie ist
sehr breit aufgestellt, weist
aber dennoch klare Schwerpunkte auf: Von den rund
356.000 Beschäftigten, die
nach der Statistik für das Verarbeitende Gewerbe in Hessen insgesamt für das Jahr
2012 ausgewiesen werden,
sind 70 Prozent in folgenden
Branchen beschäftigt: Herstellung von chemischen Erzeugnissen, Metallerzeugung
und -bearbeitung, Herstellung
von Metallerzeugnissen, Herstellung von Büromaschinen,
DV-Geräten und -einrichtungen, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik, Maschinenbau sowie Fahrzeugbau. Von
Menschen, die ihre Fähigkei-
■
Stadt der Zukunft. Industrie der Zukunft.
Die Industrie ist ein bedeutender Impulsgeber in der Stadt. Sie ist
ein lebendiger Teil unserer Wirtschaft, unserer Gesellschaft, unserer
Kultur. Wir wollen dafür sorgen, dass das produzierende Gewerbe
und die zugehörigen Dienstleister auch in Zukunft in Frankfurt am
Main alles vorfinden, was sie für Ihren langfristigen Erfolg brauchen:
Flächen, digitale Infrastruktur, Energie, Logistik, qualifizierte Arbeitskräfte, Planungssicherheit, ein innovationsfreundliches Umfeld
und vieles mehr. Denn die Industrie sichert unseren Wohlstand.
Die Wirtschaftsförderung Frankfurt ist Ihr kompetenter Ansprechpartner bei Standortangelegenheiten und Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung in Frankfurt am Main. Ob ansässiges Unternehmen oder Investor aus dem In- oder Ausland, ob lokal oder global im
Geschäft, wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
Wirtschaftsförderung Frankfurt
- Frankfurt Economic Development - GmbH
Hanauer Landstr. 126-128 / 60314 Frankfurt
Telefon: +49 69 212 36209
Telefax: +49 69 212 9800
E-Mail: [email protected]
Internet: www.frankfurt-business.net
Fotos: FIZ, Sanofi, C.Rau HFM.
Die Wirtschaftsförderung Frankfurt erarbeitet im Auftrag der Stadt
Frankfurt am Main den Masterplan Industrie. Mit zahlreichen Partnern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik strebt die Stadt eine
langfristige Strategie an, um den Industriestandort Frankfurt am
Main auch in der Zukunft wettbewerbsfähig zu machen.
den 95 Milliarden Euro Gesamtumsatz des hessischen
Verarbeitenden Gewerbes erwirtschaften diese Branchen
sogar einen Anteil von 75 Prozent.
Zudem wächst die deutsche
Industrie so kräftig wie seit
fast einem Jahr nicht mehr.
Der Einkaufsmanagerindex
kletterte im März um 1,7 auf
52,8 Punkte, teilt das MarkitInstitut mit.
„Der Aufwärtstrend der
deutschen Industrie gewann
im März weiter an Dynamik“,
sagte Markit-Ökonom Oliver
Kolodseike.
„Zunehmende
Bestelleingänge und steigende
Auftragsbestände sorgten dafür, dass die Hersteller ihr
Produktionsniveau so stark
anhoben wie seit April 2014
nicht mehr und erneut zusätzliche Arbeitskräfte einstellten.“ Der schwache Euro hat
mit dazu beigetragen. ■
sie sich ökonomisch und
„Langen Nacht der Industrie“ vermitteln.
Mein Dank gilt den Industrie- und Handelskammern
Frankfurt am Main, GießenFriedberg, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, und Wies-
ökologisch nachhaltig entwi-
baden, die diese Veranstal-
ckeln können. Dafür brau-
tung ausrichten. Allen Teil-
chen sie neben guten Rah-
nehmern wünsche ich einen
menbedingungen vor allem
interessanten Abend.
ten und Erfahrungen einbringen und Spaß daran haben, aus guten Ideen gute
Produkte zu machen. Etwas
davon wollen wir mit der
Tarek Al-Wazir
Hessischer Minister für
Wirtschaft, Energie, Verkehr
und Landesentwicklung
■ Impressum
Lange Nacht der Industrie
Anzeigen-Sonderveröffentlichung
der RheinMainMedia
vom 19. April 2015
Veröffentlicht in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung –
Regionalteil Rhein-Main
RheinMainMedia GmbH (RMM)
Frankenallee 71–81
60327 Frankfurt am Main
Geschäftsführer:
Jörg Mattutat, Ingo Müller (RMM)
Projektleitung:
Michael Nungässer (RMM)
Tel (069) 75 01-41 79
[email protected]
Verantwortlich für den redaktionellen
Inhalt: Dr. Peter Lüttig (RMM)
Text: Media Solutions (RMM) –
Julia Heitchen – Infraserv Höchst,
Infraserv Wiesbaden
Layout: Media Solutions (RMM) –
Edith M. B. Kastner
Druck:
Frankfurter Societäts-Druckerei
GmbH
Kurhessenstr. 4–6
64546 Mörfelden-Walldorf
Schwarz-Weiß-Fotos Titel:
Infrasev Höchst
Weitere Detailangaben siehe
Impressum der oben genannten
Veröffentlichung
19. APRIL 2015
V3
Startorte der Touren
Startort Industriepark Höchst
Tour 1: Continental Teves AG & Co. KG
Tour 2: Messko GmbH und ROTHENBERGER Werkzeuge GmbH
Tour 3: Coca Cola Erfrischungsgetränke AG und Fraport AG
Tour 4: Infraserv GmbH & Co. Höchst
KG und Clariant AG (inklusive
Industriepark-Rundfahrt)
Tour 5: Celanese Holding GmbH
(Polyacetal-Anlage und
Kunststofftechnikum) (inklusive Industriepark-Rundfahrt)
Startort Festplatz Frankfurt
Tour 6: Thermo Fisher Scientific
GmbH
Tour 7: HFM Management für Hafen
und Markt Frankfurt und
SAMSON AG
Tour 8: Binding-Brauerei AG und VGF
Verkehrsgesellschaft Frankfurt
Startort Wiesbaden Industriepark
Kalle-Albert
Tour 9: InfraServ GmbH & Co.
Wiesbaden KG und SE Tylose
GmbH & Co. KG
Tour 10: Dow Corning GmbH und
ISW Technik
Startort Gießen, An der Hessenhalle
Tour 11: BRANOpac und KAMAX
GmbH & Co. KG
Tour 12: KAMAX GmbH & Co. KG und
Stadtwerke Gießen
Tour 13: Stadtwerke Gießen AG und
BRANOpac
Startort Hanau Hauptbahnhof
Tour 14: E.ON Kraftwerke GmbH
Kraftwerk Staudinger
Anmeldungen zu den Touren sind
ausschließlich im Internet unter
www.lange-nacht-der-industrie.de
möglich. Die an den gelben Westen
erkennbaren Tourguides sind – vor
allem aus Sicherheitsgründen –
strengstens angewiesen, nur angemeldete Teilnehmer mit Bestätigung
zusteigen zu lassen.
STANDORTBETRIEB. SITE SERVICES. ENERGIEN. ENTSORGUNG. LOGISTIK.
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V4
Lange Nacht der Industrie
ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG
Unternehmen zum Anfassen
Die Touren der fünften „Langen Nacht der Industrie“ sind vielfältig und ziehen sich von Wiesbaden über
et
Frankfurt und Gießen bis nach Hanau quer durchs Rhein-Main-Gebiet
■
Die Erfolgsgeschichte der
„Langen Nacht der Industrie“ in Rhein-Main geht
weiter: In diesem Jahr wird es
14 Touren von fünf unterschiedlichen Startpunkten aus
geben. Wer sich noch unschlüssig ist, welche Tour die richtige
ist, kann sich hier einen Überblick über die angesteuerten
Unternehmen verschaffen. Die
Touren 1 bis 5 starten am Tor
Ost im Industriepark Frankfurt
Höchst. Tour 1 führt zur Continental Teves AG in FrankfurtRödelheim und damit zu einem
der größten produzierenden
Unternehmen in Frankfurt.
Der Standort hat für die Automobilzulieferindustrie bereits
eine über 100-jährige Tradition
– heute sind hier circa 3750
Menschen beschäftigt. Die
Systementwicklung für aktive
und passive Fahrsicherheit ist
heute das Spezialgebiet.
Tour 2 steuert die Messko
GmbH und Rothenberger
Werkzeuge an. Die Messko
GmbH ist ein Unternehmen für
Mess- und Regeltechnik, das
stetig auf Wachstum ausgerichtet ist. Im September 2015 wird
die Firma ihre neuen Gebäude
im Gewerbegebiet Drei Hasen
in Oberursel einweihen und
dann
7400
Quadratmeter
Nutzfläche zusätzlich zur Verfügung haben. Das Hauptgeschäft des Unternehmens sind
Mess- und Kontrollgeräte, mit
denen große Transformatoren,
beispielsweise bei Energieversorgern oder in Industriebetrie-
ben überwacht und gesteuert
werden. Nach dem Besuch in
Oberursel geht die Fahrt weiter
nach Kelkheim: Seit mehr als
60 Jahren zählt Rothenberger
weltweit zu den führenden Herstellern von technologisch anspruchsvollen Rohrwerkzeugen
und -maschinen in der Sanitär-,
Heizungs-, Klima-, Kälte-,
Gas- und Umwelttechnik.
Die Getränke- mit der Luftfahrtindustrie verbindet Tour 3,
denn sie führt sowohl zu CocaCola nach Liederbach als auch
zur Fraport an den Frankfurter
Flughafen.
Der Getränkehersteller CocaCola hat bereits seit 1972 in
Liederbach seinen Produktions-, Vertriebs- und Verwaltungsstandort und ist gleichzeitig Hauptsitz des Verkaufsgebiets Südwest. Der Konzern
beschäftigt dort 450 Mitarbeiter.
Nach dem Besuch beim
größten Softdrinkhersteller geht
es mit Fraport zur größten Arbeitsstätte Deutschlands. Der
Flughafenbetreiber ist ein international führendes Unternehmen im Airport-Business.
Mitmachen ist auch ein
Bestandteil der
Touren. Hier experimentieren
Teilnehmer bei SE Tylose
mit Celluloseether
im Industriepark
Kalle-Albert auf Tour 9.
Foto: prima events GmbH
nden/
firmenku
rkasse.de/
furter-spa
enportal
nd
ku
en
www.frank
/firm
cbanking
electroni
Pensionsmanagement
Karten
Geschäftskonto
Vermögen
UnternehmensFinanzierung
nachfolge
Electronic
Banking
S-Firmenkundenportal
Infraserv Höchst bringt
Interessierten den Industriepark auch durch eine Rundfahrt
auf den Touren 4 und 5 näher.
Foto: Infraserv Höchst
Banking in der Cloud:
Sparkassen-Firmenkundenportal
Wie die Cola in die
ie
n
Flasche kommt, können
Teilnehmer auff
Tour 3 erleben.
Foto: The Coca-Cola
Company
In 500 Firmen und Institutionen arbeiten 78.000
Mitarbeiter, davon sind
21.000 Beschäftigte bei
der Fraport tätig.
In den Industriepark
Höchst führen die Touren 4 und 5. Neben einem Einblick in die dort
ansässigen Unternehmen beinhalten sie auch
jeweils eine Rundfahrt
durch den Industriepark
ie
Höchst. Tour 4 steuert die
aft
niken von MassenspektromeStandortbetreibergesellschaft
des Industrieparks, Infraserv
tern mit ChromatographiegeHöchst, an, die den dort ansäsräten. Der Fokus des Standorsigen Unternehmen Industrietes Dreieich liegt auf Messinstdienstleistungen wie Energie-,
rumenten aus dem Bereich der
Entsorgungs- und Sicherheitsindustriellen Analytik sowie eileistungen sowie Facilitymanem umfangreichen Sortiment
nagement anbietet. Zur Infraan Laborausrüstung im Bereich
serv Höchst-Gruppe gehören
der Anatomischen Pathologie
rund 2700 Mitarbeiter und 17
und der Klinischen Diagnostik.
Tour 7 bleibt in Frankfurt
Auszubildende
sowie
als
und führt zur HFM Manage100-prozentige Tochtergesellmentgesellschaft für Hafen und
schaften Infrasite, Infraserv LoMarkt mbH, die es als ihre
gistics und Provadis. Danach
Aufgabe ansieht, die Bedeugeht es zur Clariant AG, einem
tung der Gewerbe- und Indusweltweit führenden Spezialtriegebiete im Osthafen und
chemie-Unternehmen, das mit
Gutleuthafen
als
Wirt1000 Mitarbeitern seinen größschaftsfaktor für Frankfurt zu
ten Standort im Industriepark
stärken. Das mittel
mittelHöchst hat. Die Teilnehmer der
ternehständische UnternehTour lernen das neue Innovatimen Samson, das seit
on Center der Schweizer Firma
1916 seinen Sitz in
kennen, in dem 500 Forat, ist
Frankfurt hat,
scher an den Produkten der
mittlerweile auff einer
Zukunft arbeiten.
0.000
Fläche von 150.000
Die Tour 5 führt in zwei
n in
Touren zu Celanese, das
Quadratmetern
roebenfalls seinen weltweit
der Mainmetroelt
größten Forschungs- und
pole angesiedelt
Produktionsstandort im Inund beschäfdustriepark hat. Das Chetigt
4000
mieunternehmen
produMitarbeiter.
ziert Chemikalien, synthetiSamson ist
sche Fasern, technische
spezialisiert
Kunststoffe und den Süßauf Stellgerästoff Acesulfam. ZuEine
erst wird die im Jahr
Frankfurter
2011
eröffnete,
Traditionsbrauerei
weltweit größte Polyacetal-Anlage be- lernen die Teilnehmer
mit Binding
sichtigt. Polyacetal
auf Tour 8 kennen.
(POM) ist ein techFoto:
nischer HochleisBinding-Brauerei
tungskunststoff, der
beispielsweise in anspruchsvollen Anwenduntetechnik
und
produziert
gen in der Automobilbranhauptsächlich Regler ohne
che eingesetzt wird und dort
Hilfsenergie und kommunikazunehmend Metall ersetzt.
tionsfähige Stellventile zur EinIm Anschluss geht es zum
bindung in alle gängigen ProKunststofftechnikum,
in
zessleitsysteme.
dem die Besucher erleben
Die Binding-Brauerei sowie
können, wie Kunststoff vor
die Verkehrsgesellschaft Frankder Weiterverarbeitung gefurt (VGF) sind das Ziel von
Tour 8. Aus kleinsten handtestet wird.
werklichen Ursprüngen ist
Vom Festplatz in Frank1870 eine der bedeutendsten
furt starten die Touren 6 bis
deutschen Brauereien hervor8. Den weltweit größten
gegangen. Binding ist die größLieferanten für wissente Brauerei in Hessen und geschaftliche Anwendungen
hört mittlerweile zur Radekönnen Interessierte auf
Tour 6 mit Thermo Fisher in
berger Gruppe. Der Bierbrauer
Dreieich besichtigen. Ein
verfügt über ein
Hauptprodukt von Thermo
sind
Kopplungstech-
Die Evolution des Electronic Banking – flexibel, multifunktional,
zeit- und ortsunabhängig. Nutzen Sie einfach das SparkassenRechenzentrum für Ihre Bankgeschäfte, ganz ohne Softwareinstallation. Und genießen Sie höchste Sicherheitsstandards,
denen auch die Sparkassen vertrauen.
Firmengelände von 56.000 Quadratmetern. Nach der Brauereibesichtigung geht es zur VGF
und damit zu einem der größten Arbeitgeber der Stadt
Frankfurt. Mehr als 2000 Mitarbeiter, davon rund 700 Schienenbahnfahrer, sind bei der
VGF beschäftigt. Auf neun UBahn- und zehn Straßenbahnlinien sorgen über 350 Schienenfahrzeuge des Verkehrsdienstleisters für Mobilität.
Die Touren 9 und 10 starten
im Industriepark Kalle-Albert
in Wiesbaden-Biebrich. Die
dort ansässigen 80 Gesellschaften beschäftigen auf einer Fläche von 96 Hektar 5600 Mitarbeiter. Die B
Betreibergesellschaft
Infraserv W
Wiesbaden ist Ziel
von Tour 9. Die Versorgung
Energ
mit Energien
und die Abwasserentsorgu gehören zu den
serentsorgung
Kernaufg
Kernaufgaben
des Standortbetreibe
betreibers,
der selbst 860
Mitarbe
Mitarbeiter
beschäftigt. Die
S
zweite Station
der Tour ist
SE T
Tylose. Hier können
die Teilnehmer einen
de
der
bedeutendsten
C
Celluloseether-Herst
steller
der Welt kenne
nenlernen.
65.000
To
Tonnen
werden jährlic
lich
in Wiesbaden
pr
produziert.
Unter
de
dem
Markennamen
Ty
Tylose
werden die
Pr
Produkte
in allen Teile des alltäglichen
len
L
Lebens
angewandt.
H
Häufi
ge Einsatzgebi
biete
sind die Baust
stoffund Farbenindustrie, aber auch in Kosmetikprodukten wird Tylose eingesetzt.
Tour 10 führt zum weltweit
führenden Silikonlieferanten
Dow Corning. Neben umfangreichen Produktionseinrichtungen sind hier auch die europäischen Stützpunkte für die Aktivitäten in der Automobilindustrie und im Bereich Silikonkautschuk ansässig. 360 Mitarbeiter arbeiten in der Entwicklung
des amerikanischen Unternehmens im Industriepark KalleAlbert. Der zweite Teil der Tour
führt zur ISW Technik, einer
Tochterfirm
rma von Infraserv
Wiesbade
Wiesbaden. Der technische
Dienstlei
Dienstleister liefert Lösungen
für den A
Anlagen- und Gebäudebetrie
debetrieb des Industrieparks.
Nac
Nach Mittelhessen führen di
die Touren 11 bis 13,
die je
jeweils an der Hessenhalle in Gießen starten.
Tour 11 führt zuerst
nach
nac Lich zu Branopac
un im Anschluss nach
und
Homberg Ohm zur Kamax
Holding. Branopac ist Hersteller von Korrosionsschutzpapieren und Folien, bedrucktem
Backtrennpapieren und technischen Papieren. Die Teilnehmer
lernen die Produktionsabläufe
des erfolgreichen Unternehmens kennen, das am Standort
Lich 130 Mitarbeiter und
14 Auszubildende beschäftigt.
Danach geht es weiter nach
Homberg Ohm zur Kamax
Holding. 3100 Mitarbeiter verarbeiten bei Kamax pro Jahr
166.000 Tonnen Stahl zu drei
Milliarden Schrauben. Die Besucher bekommen einen Einblick in den Betrieb, der ein
weltweit führender Hersteller
von Verbindungselementen für
die Automobilindustrie ist.
Tour 12 führt ebenfalls zu
Kamax nach Homberg Ohm
und danach zu den Stadtwerken Gießen. Der Versorgungsprofi der Region beliefert rund
190.000 Menschen in Gießen
und Mittelhessen mit Strom,
Erdgas und Fernwärme. Auch
Trinkwasser liefern die Stadtwerke an verschiedene Städte
und Gemeinden in der Region.
Auf Tour 13 können die Teilnehmer auch die Stadtwerke
Gießen kennenlernen sowie die
Firma Branopac in Lich besuchen.
Der Startpunkt für die Tour
14 ist der Hauptbahnhof
Hanau. Die Teilnehmer dieser
Tour bekommen Einblicke
in das Kraftwerk Staudinger
in Großkrotzenburg. Hierbei
handelt es sich um einen der
leistungsstärksten Kraftwerksstandorte von E.ON und das
größte konventionelle Kraftwerk in Hessen. In Betrieb sind
noch der mit Steinkohle befeuerte Block 5 und der mit
Gas betriebene Block 4.
Interesse geweckt? Die Anmeldung zu den Touren ist ausschließlich im Internet unter
www.lange-nacht-der-industrie.de möglich. Einfach die Region FrankfurtRheinMain auswählen und dann links im Menü auf Anmeldung klicken.
Dann auf den mittig platzierten
„Jetzt anmelden!“-Button klicken und die gewünschte Tour
aussuchen. Viele Touren haben
Sicherheits- und Altersbeschränkungen. Festes Schuhwerk und lange Hosen sind auf
einigen der Touren Pflicht.
Eine feste Buchung für eine
Tour wird aus der Anmeldung
erst, wenn eine schriftliche Zusage vom Veranstalter erfolgt.
Die Plätze werden aufgrund
der vielen Interessenten per
Auslosung vergeben. ■
Unsere Electronic-Banking-Spezialisten bringen Sie gerne mit
einem Klick auf Wolke 7.
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Das K
Kraftwerk
Staudinger
wird von E.ON betrieben,
ist das größte
konventionelle Kraftwerk
in Hessen und kann auf
Tour 14 besichtigt werden.
Foto: Siemens/E.ON
Der Frankfurter Flughafen ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Die Fraport gewährt
interessante Einblicke auf Tour 3.
Foto: Fraport
19. APRIL 2015
V5
Duale Ausbildung als Weg in die berufliche Zukunft
Berufe in der Industrie sind vielfältig und interessant – und bieten auch eine gute Beschäftigungsperspektive
Frauen sind in
Industrieberufen leider
bisher deutlich unterrepräsentiert. Um das zu
ändern, muss schon in der
Schule damit begonnen
werden, das Interesse an
den MINT-Fächern zu
erhöhen.
■
Der berufliche Werdegang von jungen Menschen wird oftmals von äußeren
Einflüssen beeinflusst. Die Europäische Kommission und die
OECD kritisieren den mit 21
Prozent (EU-Durchschnitt 38
Prozent) unterdurchschnittlichen Akademisierungsgrad in
der Bundesrepublik Deutschland, weshalb sowohl bei Schülern, als auch bei Eltern der
Eindruck entsteht, dass nur ein
Hochschulstudium der Schlüssel für eine erfolgreiche berufliche Zukunft sein kann. Allerdings sieht es in der Realität an
den deutschen Hochschulen
ganz anders aus: überfüllte
Hörsäle, Zeitdruck durch einen
straffen Bachelor- und Master-
Regelstudienzeitplan sowie teilweise überforderte Dozenten
und Professoren und nach dem
Abschluss ungewisse Zukunftsaussichten. Zudem zeigt eine
Studienabbruchquote von 28
Prozent, dass für ein Drittel aller Studenten der Weg an die
Hochschule eine Sackgasse ist.
Dabei gibt es spannende und
erfolgsversprechende Alternativen zu einem Hochschulstudium. Dazu zählen sowohl die
Duale Ausbildung als auch das
Duale Studium. Was viele nicht
vor Augen haben: Ein Abschluss
in der Dualen Ausbildung führt
oftmals sogar zu einer höheren
Bildungsrendite als ein Hochschulstudium, weil aufgrund
des Überangebotes von Absol-
venten auf dem Arbeitsmarkt
gar keine passende oder freie
Stelle zu finden ist, wohingegen
die Industrie händeringend
nach qualifizierten Fachkräften
sucht. Es werden dreimal so
viele Nachwuchskräfte im beruflich qualifizierten als im akademischen Bereich gesucht,
was bei dem Überangebot an
Hochschulabsolventen einen
eklatanten Fachkräftemangel
zur Folge hat. 45 Prozent der
Unternehmen, die ein aktuelles
Stellenbesetzungsproblem haben, suchen ohne Erfolg Fachkräfte mit einer dualen Berufsausbildung. Insbesondere in
den technischen Berufen werden Fachkräfte dringend gesucht, beispielsweise im Bereich
höchsten Einkommen erzielen
derzeit Jobs in der KFZ- und
der Chemieindustrie.
Die gesellschaftliche Entwicklung mit dem stetig steigenden Akademisierungsgrad
ist zunehmend besorgniserregend, da der Wohlstand unserer Volkswirtschaft auch auf
dem System des Dualen Ausbildungssystems beruht, das
aber gegenwärtig
zu wenig frequentiert wird. Ländern wie beispielsweise Portugal und Spanien, die heute
einen über-
durchschnittlich hohen Akademisierungsgrad aufweisen, geht
es volkswirtschaftlich sogar sehr
schlecht. Die Industrie 4.0 ist
nicht auf so viele Akademiker
ausgerichtet, sondern braucht
auch motivierte junge Leute
mit praktischen Fertigkeiten.
Deshalb ist es wichtig, besonders die Jugend im RheinMain-Gebiet, in der die metallverarbeitende Industrie und
auch die Chemieindustrie stark
vertreten sind, auch für Industrieberufe zu begeistern.
Die Unwissenheit und auch
die Scheu junger Leute vor Industrieberufen ist oftmals groß.
Dabei macht sich heute in der
Industrie kaum noch jemand
dreckig. Das Zusammenspiel
von Technik und Mensch hat
einen besonderen Reiz und
wird zunehmend optimiert. Allerdings funktioniert auch die
Robotronik nur, wenn Menschen da sind, die die Maschinen auch bedienen können.
Die „Lange Nacht der Industrie“ trägt dazu bei, dass auch
der Nachwuchs mitbekommt,
was eigentlich hinter den Mauern eines Industrieparks passiert, welche Berufe hier in einem vielfältigen Netz aus Forschung, Entwicklung, Organisation und Koordination möglich sind und welche unterschiedlichen Tätigkeiten anfallen. In fast jedem Betrieb gibt es
zudem auch die Möglichkeit
eines Praktikums, denn der
Mechatronik und Automatisierungstechnik,
in
Forschungs-, Entwicklungs- und
Konstruktionsberufen sowie im
Bereich Maschinenbau und
Elektrotechnik. Auffällig ist,
dass vor allem in diesen Berufsgruppen der Frauenanteil besonders niedrig ist. Eine geringe Erwerbsbeteiligung von
Frauen geht tendenziell also
mit höheren Fachkräfteengpässen einher. Dabei sind die Arbeitsbedingungen für Ausbildungsabsolventen in der Industrie teilweise sogar sehr gut. In
der Metallindustrie gibt es beispielsweise eine tariflich-geregelte 35-Stunden-Woche, die
Blick in die Praxis kann über
die berufliche Zukunft entscheiden. Grundsätzlich gilt natürlich auch bei einer Dualen
Ausbildung die jeweiligen Stärken eines Einzelnen zu fördern
und herauszustellen. Nur muss
erst einmal auf diesen attraktiven Ausbildungsweg aufmerksam gemacht werden. Das Positive an der Dualen Ausbildung
ist, dass noch nicht einmal ein
fehlender Schulabschluss ein
zwingendes Ausschlusskriterium darstellt, sofern die für den
jeweiligen Ausbildungsberuf erforderlichen Fähigkeiten nachgewiesen werden können.
Wer Interesse an einem Beruf
in der Industrie oder an einer
Dualen Ausbildung hat und bei
der „Langen Nacht der Industrie“ keinen Teilnehmerplatz bekommt, kann sich auch bei der
Berufsbildungsmesse am 25.
und 26. Juni in Frankfurt zwischen Börsenplatz und Hauptwache informieren oder am
Donnerstag, 2. Juli, von 10 bis
15 Uhr am Azubi-Speed-Dating der IHK Frankfurt, Börsenplatz 4, teilnehmen.
Nähere Informationen zu
Fachkräfteangebot und -nachfrage in Hessen sind im Fachkräftemonitor zu finden: www.
fachkraefte-hessen.de ■
Anpacken und produzieren:
Die Duale Ausbildung
vermittelt fundierte
Kenntnisse mit guten
Jobperspektiven.
Fotos: dpa
Feuer, Silikon und
spannende Experimente
rt in Wiesbaden
Im Industriepark Kalle-Albert
gibt es viel zu entdecken
■
Exklusive Erlebnisse für
die Glücklichen, die einen Platz ergattern. Nichts weniger dürfen die Gäste in Wiesbaden beim Besuch der LNDI
erwarten. Mit InfraServ Wiesbaden, ShinEtsu Tylose, ISW
Technik und Dow Corning
bietet Wiesbadens Industrie
den Teilnehmern interessante
Einblicke.
Das Innere eines riesigen
Kraftwerks und tapfere Feuerwehrleute mit ihren Fahrzeugen – wovon so manches Kind
träumt, ist bei InfraServ Wiesbaden Realität. Die Herren über
die Flammen in den Kesseln
des Kraftwerks erklären ihre
Aufgaben. Mutige Feuerwehrmänner beantworten Fragen
und präsentieren ihr Arbeitsgerät. Wie nah wollen Sie Ihrem
Kindheitstraum kommen?
Nach dem Besuch bei ShinEtsu versteht man besser, was
die Welt in den Fugen zusammenhält – fast schon Zauberei,
was die Chemiker des größten
Unternehmens im Industriepark Kalle-Albert so alles herstellen. Oder wissen Sie, warum
Fliesen an der Wand kleben oder
Rhein, Wiesbaden und Taunus:
Rechts der Industriepark
Kalle-Albert, im Vordergrund
eine Abwasserreinigungsanlage in Insellage.
Foto: InfraServ Wiesbaden
Tapetenkleister so
lange verarbeitet
werden kann?
Die Profis der
ISW Technik prä-sentieren die ganzee
en
Welt der technischen
ne
Möglichkeiten. Ohne
ute
die vielen Fachleute
stünde wohl jeder Produktionsbetrieb im Industriepark schon bald
still. Möchten Sie erlea
ben, wie man
ieeine große Dieeusellok fernsteuert?
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Für
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über tausend
verschiedene
Anwendungen produziert
Dow
Corning Silikon. Dort
ist die Leidenschaft
Begeisterte Fachrn
leute erläutern
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den Besuchern
ihren Arbeitsplatz.
Rundgang
durch das Kraftwerk
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Wiesbaden – alle
Fragen werden beantwortet.
Fotos: prima events
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für zahlreiche Verbindu
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hause.
Wollen Sie gern
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wissen,
was man so alles
mit diesem Werkstoff mache kann? – dann nehchen
men Sie teil!
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begeistert die
Indu
Industrie
seit drei Jahrt
zehnten.
Am 25. Juni beg
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Gäste in
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Bringen Sie Ihre Neugier und all Ihre
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Fragen mit“, so
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Peter Bar tholomä
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und des Industri
rieparks KalleA
Albert.
Für die Unternehmen ist
Kommen
der 25. Juni
und Staunen: ein besondeDie Besucher rer Tag. Mit
erleben
Freude und
Industrie
auch ein wehautnah.
nig Stolz öffnen sie ihre
Tore. Nur eines ist noch schöner als engagierten Menschen
bei der Ausübung ihres Berufes in der Industrie zuzuschauen: Selbst in der Industrie zu
arbeiten. ■
5600 Arbeitsplätze
mehr als 75 Unternehmen
240 Auszubildende
InfraServ GmbH & Co.
Wiesbaden KG
www.kalle-albert.de
www.facebook.com/
IndustrieparkKalleAlbert
Kasteler Str. 45
65203 Wiesbaden
Telefon (0611) 962-67 70
Telefax (0611) 962-92 84
Schirmherr: Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir
25. Juni 2015 · 16.30 bis 22.30 Uhr
Jetzt anmelden: www.lange-nacht-der-industrie.de
Organisation: www.prima-events.de
Foto: Christian Kordes/Arne Vollstedt
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